Mandari Insight

1707/2019

Taubenkot in Eisenbahnunterführungen

Beantwortung einer Anfrage (BV) 20.05.2019

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Bezirksvertretung 9 (Mülheim), Sitzung am 08.07.2019, TOP 7.1.2

Beantwortung einer Anfrage (BV)

· application/pdf

Ansehen

Beantwortung einer Anfrage (BV)

3909 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
V/V-6 
 
Vorlagen-Nummer 
 1707/2019 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 17.06.2019 
 
Taubenkot in Eisenbahnunterführungen 
 
 
 
 
Unter diversen Eisenbahnunterführungen in Mülheim (z.B. Sonderburger Straße, Frankfurter Straße 
sowie Berliner Straße) kommt es regelmäßig zu Verschmutzungen durch Taubenkot. Auch tote Tau-
ben sind dort immer wieder zu finden. Die Verwaltung wird nunmehr gebeten zu folgenden Fragen 
Stellung zu nehmen: 
 
 
 
 
1) wie schätzt die Verwaltung die benannten Verschmutzungen als ästhetisches Problem ein? 
 
2) wie schätzt die Verwaltung die benannten Verschmutzungen als gesundheitliches Problem ein? 
 
3) wie schätzt die Verwaltung die benannten Verschmutzungen als Problem für die Verkehrssicher-
heit für den Rad-und Fußverkehr durch rutschigen Belag ein? 
 
4) In welcher Frequenz werden an diesen Stellen Reinigungen und mit welcher Methode durchge-
führt? 
 
5) Welche Maßnahmen zur Vergrämung der Tauben werden bislang durchgeführt und welche zu-
sätzlichen Maßnahmen sieht die Verwaltung als erfolgsversprechend an? 
 
 
 
 
 
Die Verwaltung nimmt dazu wie folgt Stellung: 
 
zu 1 bis 3) 
Die benannten Verschmutzungen durch Tauben stellt weder ein außergewöhnliches ästhetisches 
oder gesundheitliches Problem noch ein besonderes Rutschrisiko für Radfahrer und Fußgänger dar. 
 
zu 4) 
Im benannten Bereich findet einmal wöchentlich seitens der AWB GmbH eine Nassreinigung statt. 
 
zu 5)

2 
 
Im Jahre 2004 wurden an 6 Eisenbahnunterführungen, die der Deutschen Bahn gehören, Taubenab-
wehrnetze als Pilotprojekt angebracht. Die von den Abfallwirtschaftsbetrieben Köln GmbH & Co. KG 
getragenen Kosten betrugen insgesamt 220.000 Euro. Gehofft wurde auf eine Senkung des Reini-
gungsaufwandes unter den Unterführungen. 
Aufgrund häufiger Beschädigungen durch LKW oder „Taubenfreunde“ mussten 2 Netze bereits 2004 
und 2005 entfernt werden, weil durch das Hinterfliegen der beschädigten Netze die Gefahr bestand, 
dass Tauben sich dahinter verirrten und zu Tode kamen. Damit würden die Vorgaben des Tierschutz-
gesetzes verletzt. Der Pilotversuch wurde - bis auf ein Netz - im Jahre 2010 beendet, weil die War-
tungskosten durch Beschädigungen auszuufern drohten und immer schärfere Kontrollvorgaben zum 
Tierschutz durch das Veterinäramt erfolgten. Das letzte Netz wurde im Jahr 2011 demontiert, nach-
dem der Aufwand aufgrund diverser Beschädigungen letztlich nicht mehr finanziert werden konnte. 
Der einzig wirksame und tierschutzgerechte Schutz vor dem Nisten von Tauben in Brückenkonstruk-
tionen wäre eine komplette Verkleidung mit Blechen o.ä., zumindest im Bereich über den Fußwegen. 
Zu berücksichtigen ist dabei, dass diese Verkleidungen zu Wartungs- und Kontrollarbeiten entfernt 
und wieder angebracht werden müssten. Die tatsächlichen Möglichkeiten und der technische Auf-
wand müssten individuell festgestellt werden. Dies war und ist, aufgrund der fehlenden personellen 
Ressourcen nicht möglich. Weder für neue Netze, noch für Verkleidungen sowie die erforderlichen 
Wartungen an DB-Brücken stehen Mittel im Haushalt zur Verfügung. 
 
Allerding startet 57 Umwelt und Verbraucherschutzamt ab Frühjahr 2019 mit einer neuen Idee. Der 
Projektinitiator Herr Neweling plant auf Grund des biologischen Taubenverhaltens durch die Aufstel-
lung eines Taubenschlages mit integrierter artgerechter Futterquelle die vorhandene Taubenpopulati-
on zum Umzug anzuregen. Gelegte Eier würden unter Berücksichtigung des Artenschutzes gegen 
Gips Eier ausgetauscht werden um somit die Population zu kontrollieren. Ein derartiger erster Tau-
benschlag wird im Frühjahr 2019 auf den Mittelstreifen am Hansaring Köln aufgestellt. Wenn das Pro-
jekt erfolgreich ist, werden sukzessive weitere Taubenschläge im Stadtgebiet platziert.

Beratungsverlauf (1)

08.07.2019 Bezirksvertretung 9 (Mülheim)
TOP 7.1.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (4)

  • Sonderburger Straße
  • Frankfurter Straße
  • Berliner Straße
  • Hansaring

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
1707/2019
Typ
Beantwortung einer Anfrage (BV)
Datum
20.05.2019
Erstellt
14.05.2019 13:02