Benennung der Planstraße im Baugebiet Von-Quadt-Straße
Beschlussvorlage Bezirksvertretung 4228/2016 vom 16.02.2017
Stand: Am 13.03.2017 in der Bezirksvertretung 9 (Mülheim) ungeändert beschlossen.
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Beschlussvorlage Bezirksvertretung
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle III/23/235/1 Vorlagen-Nummer 4228/2016 Freigabedatum Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Benennung der Planstraße im Baugebiet Von-Quadt-Straße Beschlussorgan Bezirksvertretung 9 (Mülheim) Gremium Datum Beschluss: Die Bezirksvertretung Mülheim beschließt, die Planstraße, die von der Von-Quadt-Straße in südöstli- che Richtung abgeht und sich nach circa 100 Metern in einen nach Süden abgehenden Arm und ei- nen nach Nordosten abgehenden Arm teilt, in Elisabeth-Moses-Straße zu benennen. Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 13.03.2017 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Begründung: Der Geltungsbereich des Bebauungsplanes liegt im Stadtteil Dellbrück und umfasst das ehemalige Gelände der belgischen Schule im Eckbereich Von-Quadt-Straße/ Wiesenstraße. Im Osten wird das Plangebiet durch den Kemperbach begrenzt, im Süden durch die Wiesenstraße, im Westen durch die Von-Quadt-Straße und im Norden durch die Fichtenreihe zur freien Feldflur des Flurstückes 2394. Das Planungskonzept sieht fünf Mehrfamilienhäuser, sechs Hausgruppen für Doppel-bzw. Reihen- häuser sowie eine Kindertagesstätte vor. Insgesamt sind etwa 58 Wohnungen geplant, 16 davon in Einfamilienhäusern. Der bestehende Bolzplatz und ein Spielplatz in der Südspitze des Bebauungsge- bietes sollen erhalten bleiben. Das Areal ist für den Verkehr über die Von-Quadt-Straße zugänglich, kann jedoch auch fußläufig und für Radfahrer über die Wiesenstraße erreicht werden. Die neue Planstraße geht von der Von-Quadt-Straße in südöstliche Richtung ab, und gabelt sich nach etwa 100 Metern in einen nach Süden abgehenden Arm und einen nach Nordosten als Sackgasse endenden Arm. Der nach Süden abgehende Arm ist bis auf Höhe der Kita zu befahren, ist dort abge- pollert und verläuft dann als Fuß- und Radweg weiter und mündet in die Wiesenstraße. Zur Person: Elisabeth Moses wurde am 14.Januar 1894 in Köln geboren und verstarb am 21.Dezember 1957 in San Francisco. Sie war eine Kunsthistorikerin und Museumskustodin mit dem Schwerpunkt in der Jüdischen Geschichte. Nach dem Abitur 1912 studierte sie Kunstgeschichte in Bonn. 1920 nahm sie eine Stelle als wissen- schaftliche Hilfsarbeiterin im Kunstgewerbe-Museum der Stadt Köln an. Dort war sie für die Textil- und Porzellansammlung zuständig und für die Abteilung Alte Gemälde im Wallraf-Richartz-Museum. 1926 katalogisierte Dr. Moses unter anderem die Schmucksammlung des Hauses. Sie war aber auch als Autorin tätig und hielt Kunstvorträge. Anlässlich der Jahrtausendausstellung 1925 in Köln wurde die neue Abteilung Juden und Judentum im Rheinland im Kunstgewerbemuseum ins Leben gerufen, die sie gemeinsam mit dem Gemeinde- rabbiner Dr. A. Kober erstellte. 1933 wurde Frau Moses aus dem öffentlichen Dienst entlassen und emigrierte 1934 über Italien in die USA. 1937 zog die Familie nach. Frau Moses wurde vom NS-Dokumentationszentrum zur Benennung vorgeschlagen. Anlage: Plan -
Anlage 1:Plan
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Elisabeth-Moses-Straße N Anlage
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