3197/2022
Positive Beschäftigungsentwicklung in der Kölner Medien- und IT-Branche setzt sich fort
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KSN_11_2022_Branchenprofil_Medien und IT
27087 Zeichen
1
Branchenprofil
Medien und IT
Beschäftigungsentwicklung in
Köln und im Regionalvergleich
2011 bis 2021
Kölner Statistische Nachrichten 11/2022
Kölner Statistische Nachrichten 11/2022 – Branchenprofil Medien und IT
2
Zusammenfassung
Die Medien- und IT-Branche ist mit einem Branchenanteil von neun Prozent und mehr als 52 000
Beschäftigten im September 2021 der viertgrößte Branchenkomplex in Köln.
Die positive Beschäftigungsentwicklung, die in Köln insgesamt von 2011 bis 2019 zu beobachten
war (+15 000 Arbeitsplätze oder +41,0%), hat sich im Laufe der Corona-Pandemie fortgesetzt:
2 200 neue Arbeitsplätze sind hier von September 2019 bis September 2021 entstanden (+4,4%).
Die immer größer werdende Rolle der Digitalisierung ist für diese Beschäftigungszuwächse die
wesentliche Triebkraft.
Die beschäftigungsintensivste Teilbranche innerhalb der Gesamtbranche in Köln ist mit einem Anteil
von 50 Prozent die Erbringung von Dienstleistungen der Informationstechnologie (beispielsweise
Betrieb von IT-Systemen, Softwareentwicklung und -programmierung sowie IT-Beratung für
Unternehmen):
26 400 Beschäftigte, davon die Hälfte mit akademischem Abschluss. Hier gab es im Zuge
zunehmender Digitalisierung mit +9 600 Arbeitsplätzen oder +70,9% auch den größten
Beschäftigtenzuwachs von 2011 bis 2019. In der Corona-Pandemie bekam die Digitalisierung einen
erneuten Schub und die Beschäftigung ist zwischen 2019 und 2021 nochmals gestiegen (+3 200
oder +13,7%).
Die Bereiche Film-/TV-/Hörfunkproduktion sowie Rundfunkveranstalter (TV-/Hörfunk-Sender)
stehen mit größerem Abstand an zweiter beziehungsweise dritter Stelle der Teilbranchen mit den
meisten Beschäftigten. Auch hier nahm die Beschäftigung während der Pandemie zu:
Film-/TV-/Hörfunkproduktion: 8 000 Beschäftigte, zwei Drittel Nichtakademiker*innen und mit
zweithöchstem Beschäftigungszuwachs (+2 600 oder +49,1%) von 2011 bis 2019. Während der
Pandemie ist die Beschäftigung zwischen 2019 und 2021 leicht gestiegen
(+198 oder +2,5%).
Rundfunkveranstalter (TV-/Hörfunk-Sender): 7 400 Beschäftigte, davon mehr als die Hälfte ohne
akademischen Abschluss. Zwischen 2011 und 2019 ist die Beschäftigtenzahl zurückgegangen
(-600 oder -7,6%). Von 2019 bis 2021 ist sie wieder leicht gestiegen (+76 oder +1,0%).
Bei den digitalen Informationsdienstleistungen wie Datenverarbeitung, Hosting oder Webportale
(+1 300 Arbeitsplätze oder +80,7%), aber auch im Verlagswesen (+900 Arbeitsplätze oder +26,0%)
gab es vor der Pandemie (2011 bis 2019) ebenfalls deutliche Beschäftigungszunahmen. Die Zahl
der Beschäftigten ist in beiden Teilbranchen im Zuge der Corona-Pandemie von 2019 bis 2021
praktisch stabil geblieben.
Trotz der anhaltenden gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen ist die Stimmung in der
Medien- und IT-Branche mit Blick in die Zukunft überwiegend positiv, da die Branche weiterhin von
zunehmender Digitalisierung und den veränderten flexibleren Medien-Konsumgewohnheiten
profitiert.
Kölner Statistische Nachrichten 11/2022 – Branchenprofil Medien und IT
3
Medien und IT viertgrößter Branchenkomplex in Köln
Mit seinen rund 52 200 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und einem Branchenanteil von
neun Prozent am Ende des dritten Quartals 2021 ist der gesamte von der Bundesagentur für Arbeit
sogenannte Bereich Information und Kommunikation (Medien- und IT-Branche) nach den
unternehmensbezogenen Dienstleistungen (18%), dem Gesundheits- und Sozialwesen (13%) und
dem Handel (12%) der viertgrößte Branchenkomplex in Köln (Tabelle 1).
Tabelle 1: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Bereich Information und Kommunikation in Köln
2011 bis 2021 (jeweils 30.9.)
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
Medien- und IT-Standort Köln
Köln ist einer der wichtigsten IT-Standorte in Deutschland und umfasst unter anderem die
wachstumsstarken Teilbranchen Programmierung und Softwareentwicklung. Im Bereich der Hard-
und Softwareentwicklung sind hier mit Microsoft Deutschland GmbH, Expleo Germany GmbH und
GS1 Germany international führende Anbieter ansässig. Die Kölner Telekommunikationsbranche ist
mit Unternehmen wie Vodafone West und NetCologne in der Stadt vertreten.
1
1 KölnBusiness (2022): Informations- und Kommunikationstechnologie; Siehe auch unter:
https://koeln.business/branchen/informations-kommunikationstechnologie, aufgerufen am 13.9.2022
absolut in % absolut in %
Verlags wes en 3 514 4 427 4 351 4 365 913 26,0 -62 -1,4
davon Verlegen von Büchern und Zeitschriften; sonstiges Verlagswesen (ohne Software) 3 248 3 115 3 025 3 060 - 133 -4,1 -55 -1,8
Verlegen von Software 266 1 312 1 326 1 305 1 046 393,2 -7 -0,5
Film-, TV- und Hörfunkproduktion sowie deren Verleih und Vertrieb 5 210 7 769 8 069 7 967 2 559 49,1 198 2,5
davon Film- und Fernsehproduktion, Verleih und Vertrieb; Kinos 4 939 7 652 7 936 7 853 2 713 54,9 201 2,6
Tonstudios; Hörfunkproduktion; Verlegen von Tonträgern 271 117 133 114 - 154 -56,8 -3 -2,6
Rundfunkveranstalter (TV-/Radio-Sender) 7 876 7 276 7 231 7 352 - 600 -7,6 76 1,0
Telekommunikation 3 752 4 536 3 856 3 324 784 20,9 -1 212 -26,7
Erbringung von Dienstleistungen der Informationstechnologie 13 567 23 188 24 677 26 364 9 621 70,9 3 176 13,7
davon Entwicklung und Programmierung von Internetpräsentationen 800 2 182 2 203 2 246 1 382 172,8 64 2,9
Sonstige Softwareentwicklung 4 932 6 920 7 440 8 070 1 988 40,3 1 150 16,6
Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie 3 298 8 391 8 714 9 435 5 093 154,4 1 044 12,4
Betrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für Dritte 1 713 2 643 3 097 3 176 930 54,3 533 20,2
Sonstige Dienstleistungen der Informationstechnologie 2 824 3 052 3 223 3 437 228 8,1 385 12,6
Informationsdienstleistungen 1 572 2 841 2 900 2 863 1 269 80,7 22 0,8
davon Datenverarbeitung, Hosting und damit verbundene Tätigkeiten; Webportale 678 2 094 2 147 2 175 1 416 208,8 81 3,9
Sonstige Informationsdienstleistungen 894 747 753 688 - 147 -16,4 -59 -7,9
Information und Kommunikation insgesamt 35 491 50 037 51 084 52 235 14 546 41,0 2 198 4,4
Dienstleistungssektor insgesamt 402 275 507 903 504 480 518 944 105 628 26,3 11 041 2,2
Alle Branchen 484 241 591 645 586 170 599 621 107 404 22,2 7 976 1,3
Anteil am Dienstleistungssektor in % 8,8 9,9 10,1 10,1 1,1 0,2
Anteil an allen Branchen in % 7,3 8,5 8,7 8,7 1,2 0,2
Information und Kommunikation 2011 2019 2020 2021
Veränderung
2011-2019
Veränderung
2019-2021
Kölner Statistische Nachrichten 11/2022 – Branchenprofil Medien und IT
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Die ökonomische Bedeutung der IT-Branche ist weitestgehend branchenübergreifend. IT-
Unternehmen sind als Dienstleister für nahezu die gesamte Wirtschaft tätig und stellen
grundlegende IT-Infrastrukturen, Software und IT-Services bereit.
Die mit Abstand beschäftigungsintensivste Teilbranche in der Kölner Medien- und IT-Branche ist die
Erbringung von Dienstleistungen der Informationstechnologie: Mit rund 26 000
sozialversicherungspflichtig Beschäftigten umfasst sie die Hälfte der Branchenbeschäftigten
(Tabelle 1). Die Telekommunikationsbranche umfasst 3 300 Beschäftigte (6% aller Beschäftigten
der Kölner Medien- und IT-Branche) und der Bereich der digitalen Informationsdienstleistungen
2 900 Beschäftigte (5% aller Beschäftigten der Kölner Medien- und IT-Branche). In der IT-Branche
arbeiten mit durchschnittlich rund 50 Prozent vergleichsweise viele Beschäftigte mit einem
Hochschulabschluss (Grafik 2).
Die Stadt ist zudem als Medienstandort bekannt: Neben dem Verlagswesen dominieren vor allem
die audiovisuellen Medien mit dem Schwerpunkt nichtfiktionale Fernsehproduktion. Die
audiovisuellen Medien werden in erster Linie durch Sender wie WDR, RTL, VOX, ProSieben, Sat.1,
N-TV oder Deutschlandradio, Radio Köln und EinsLive geprägt. Hier gilt Köln deutschlandweit als
führend.
2 Der Bereich Film-, TV- und Hörfunkproduktion inklusive Verleih und Vertrieb umfasst
8 000 Beschäftigte (15% aller Beschäftigten der Kölner Medien- und IT-Branche) und die
Rundfunkveranstalter (TV-/Hörfunk-Sender) 7 400 Beschäftigte (14% aller Beschäftigten der Kölner
Medien- und IT-Branche). Der überwiegende Teil von ihnen hat keine akademische Qualifikation
(Grafik 2).
Trotz Corona-Pandemie kein Beschäftigungsrückgang im gesamten Branchenkomplex
Die positive Beschäftigungsentwicklung, die in Köln in der Medien- und IT-Branche insgesamt von
2011 bis 2019 zu beobachten war (+14 500 Arbeitsplätze oder +41,0%, Tabelle 1), hat sich trotz der
Corona-Pandemie fortgesetzt: Nochmals rund 2 200 Arbeitsplätze sind hier von September 2019
bis September 2021 hinzugekommen (+4,4%).
Mit der Beschäftigungszunahme zwischen September 2011 und September 2019 verzeichnete Köln
hinter Berlin (91,3%), München (65,1%) und Stuttgart (52,1%) den vierthöchsten relativen
Beschäftigungszuwachs unter den Vergleichsstädten (Grafik 5). Von September 2019 bis
September 2021 ist die Beschäftigtenzahl in Düsseldorf (+4,5%) gleichermaßen gestiegen, Berlin
(+14,7%), München (+10,6%), Frankfurt (+10,0%) und Leipzig (+9,7%) verzeichneten höhere
Zuwächse.
Dienstleistungen der Informationstechnologie profitieren von Corona-Pandemie
Innerhalb der Medien- und IT-Branche gab es zwischen September 2011 und September 2019 den
höchsten absoluten Beschäftigtenzuwachs bei den Dienstleistungen der Informationstechnologie
(Tabelle 1). Alleine hier stieg die Beschäftigtenzahl um rund 9 600 Arbeitsplätze an (+70,9%). Köln
belegt mit diesem Beschäftigungsplus den dritten Platz unter den Vergleichsstädten (Grafik 6) und
in der Corona-Pandemie wuchs diese Teilbranche von 2019 bis 2021 ebenso wie in allen anderen
Vergleichsstädten nochmals, hier um 3 200 Arbeitsplätze (+13,7%).
2 Medienstadt Köln (2022): Köln – Die Medienmetropole; Siehe auch unter: https://www.medienstadt.koeln/standort,
aufgerufen am 13.9.2022
Kölner Statistische Nachrichten 11/2022 – Branchenprofil Medien und IT
5
Beigetragen hierzu haben - auch bedingt durch die zunehmende Digitalisierung im Verlauf der
Corona-Pandemie - insbesondere die Beschäftigungszuwächse bei den Beratungsdienstleistungen
auf dem Gebiet der Informationstechnologie (+1 044 Arbeitsplätze oder +12,4%) und bei der
sonstigen Softwareentwicklung (+1 150 Arbeitsplätze oder +16,6%).
Stabile Beschäftigung bei Film-/TV-/Hörfunkproduktion, Informationsdienstleistungen und
Verlagen
Mit einem Plus von rund 2 600 Arbeitsplätzen (+49,1%) zwischen 2011 und 2019 verzeichnete der
Medien-Bereich Film-, TV- und Hörfunkproduktion inklusive Verleih und Vertrieb den zweithöchsten
absoluten Beschäftigungszuwachs. Im Laufe der Corona-Pandemie ist auch hier die Beschäftigung
von 2019 bis 2021 leicht gestiegen (+198 oder +2,5%). Im Vergleich zu anderen deutschen
Großstädten liegt Köln mit seiner Beschäftigungszunahme zwischen 2011 und 2019 an dritter Stelle
(Grafik 7).
Deutliche Beschäftigungszunahmen gab es vor der Pandemie (2011 bis 2019) auch bei den
digitalen Informationsdienstleistungen (+1 300 Arbeitsplätze oder +80,7%) und im Verlagswesen
(+900 Arbeitsplätze oder +26,0%). In beiden Teilbranchen ist die Zahl der Beschäftigten trotz
Corona-Pandemie von 2019 bis 2021 praktisch stabil geblieben. Im Verlagswesen verzeichnete
Köln zwischen 2011 und 2019 mit einem Plus von 26 Prozent sogar den größten relativen
Beschäftigtenzuwachs (Grafik 8). In den anderen Großstädten ist hier die Beschäftigung dagegen
zum Teil deutlich zurückgegangen, wie beispielsweise in Leipzig (-32%) oder Düsseldorf (-28%).
Rundfunkveranstalter (TV-/Hörfunk-Sender), die noch vor der Corona-Pandemie (2011 bis 2019)
einen deutlichen Beschäftigungsrückgang (-600 Arbeitsplätze oder -7,6%) verzeichneten, konnten
von 2019 bis 2021 wieder einen leichten Beschäftigungszuwachs verbuchen (+76 oder +1,0%).
Soziodemografische Unterschiede innerhalb der Branche
Der Beschäftigtenanteil von Frauen im Bereich Information und Kommunikation variiert in der
Branche deutlich zwischen 25 und 60 Prozent und liegt mit durchschnittlich 37 Prozent unter dem
bei der Gesamtbeschäftigung (47%, Grafik 1).
Kölner Statistische Nachrichten 11/2022 – Branchenprofil Medien und IT
6
Grafik 1: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Bereich Information und Kommunikation in Köln
Anteil Frauen am 30.9.2021 (%)
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
Grafik 2: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Bereich Information und Kommunikation in Köln
Anteil Akademiker*innen am 30.9.2021 (%)
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
37
25
25
27
29
30
35
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41
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48
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60
0 10 20 30 40 50 60 70 80
Information und Kommunikation (insgesamt)
Telekommunikation
Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Sonstige Softwareentwicklung
Betrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für Dritte
Verlegen von Software
Sonstige Dienstleistungen der Informationstechnologie
Entwicklung, Programmierung von Internetpräsentationen
Datenverarbeitung, Hosting; Webportale
Tonstudios; Hörfunkproduktion; Verlegen von Tonträgern
Sonstige Informationsdienstleistungen
Film- und Fernsehproduktion, Verleih und Vertrieb; Kinos
Rundfunkveranstalter (TV-/Hörfunk-Sender)
Verlegen von Büchern und Zeitschriften
48
34
39
43
35
44
47
47
57
57
55
58
55
67
44
22
27
34
41
42
43
45
45
46
52
50
54
66
46
25
33
38
39
43
45
46
49
50
53
53
54
66
0 10 20 30 40 50 60 70 80
Information und Kommunikation (insgesamt)
Telekommunikation
Film- und Fernsehproduktion, Verleih und Vertrieb; Kinos
Tonstudios; Hörfunkproduktion; Verlegen von Tonträgern
Betrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für Dritte
Rundfunkveranstalter (TV-/Hörfunk-Sender)
Sonstige Informationsdienstleistungen
Verlegen von Büchern und Zeitschriften
Sonstige Dienstleistungen der Informationstechnologie
Datenverarbeitung, Hosting; Webportale
Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Entwicklung, Programmierung von Internetpräsentationen
Sonstige Softwareentwicklung
Verlegen von Software
Insgesamt
Männer
Frauen
Kölner Statistische Nachrichten 11/2022 – Branchenprofil Medien und IT
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Insgesamt haben 46 Prozent aller Beschäftigten der Branche einen akademischen Abschluss
(Grafik 2). Das ist eine deutliche Steigerung um 20 Prozentpunkte im Vergleich zu 2011, die zudem
doppelt so hoch ist wie in der Gesamtwirtschaft (+10 %-Punkte).
Grafik 3: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Bereich Information und Kommunikation in Köln
Anteil Teilzeit am 30.9.2021 (%)
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
Unterdurchschnittliche Teilzeitquote im Medien- und IT-Sektor
Mit durchschnittlich 20 Prozent ist der Teilzeitanteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten
im Bereich Information und Kommunikation niedriger als in der Gesamtwirtschaft (29%, Grafik 3).
Frauen arbeiten in allen Branchenbereichen auffällig häufiger in Teilzeit als Männer.
Regionalvergleich:
Köln mit leichtem Beschäftigungszuwachs trotz Corona-Pandemie
Gemessen am Beschäftigtenanteil des Branchenkomplexes Information und Kommunikation an
allen Branchen (Branchenanteil) belegt Köln mit 8,7 Prozent hinter München (11,0%) den zweiten
Platz unter den Vergleichsstädten, deren Branchenanteile insgesamt relativ nah beieinander liegen
und sich zwischen 5,7 und 11,0 Prozent bewegen (Tabelle 2, Grafik 4).
33
32
27
33
26
31
32
27
24
28
32
45
47
50
13
6
8
9
13
9
12
11
16
10
13
25
28
31
20
12
12
16
17
17
17
17
20
21
21
34
36
41
0 10 20 30 40 50 60
Information und Kommunikation (insgesamt)
Telekommunikation
Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Betrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für Dritte
Verlegen von Software
Sonstige Dienstleistungen der Informationstechnologie
Sonstige Softwareentwicklung
Entwicklung, Programmierung von Internetpräsentationen
Film- und Fernsehproduktion, Verleih und Vertrieb; Kinos
Verlegen von Büchern und Zeitschriften
Datenverarbeitung, Hosting; Webportale
Sonstige Informationsdienstleistungen
Tonstudios; Hörfunkproduktion; Verlegen von Tonträgern
Rundfunkveranstalter (TV-/Hörfunk-Sender)
Insgesamt
Männer
Frauen
Kölner Statistische Nachrichten 11/2022 – Branchenprofil Medien und IT
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Tabelle 2: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Bereich Information und Kommunikation
Regionalvergleich am 30.9.2021
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
Verlags wes en 4 365 1 346 4 022 12 377 8 954
davon Verlegen von Büchern und Zeitschriften; sonstiges Verlagswesen (ohne Software) 3 060 946 3 465 7 155 6 727
Verlegen von Software 1 305 400 557 5 222 2 227
Herstellung, Verleih und Vertrieb von Filmen und Fernsehprogrammen; Kinos; Tonstudios 7 967 633 696 10 676 4 405
davon Film- und Fernsehproduktion, Verleih und Vertrieb; Kinos 7 853 580 696 8 238 3 712
Tonstudios; Hörfunkproduktion; Verlegen von Tonträgern 114 53 * 2 438 693
Rundfunkveranstalter 7 352 304 * 5 021 4 788
Telekommunikation 3 324 2 580 1 899 3 747 2 013
Erbringung von Dienstleistungen der Informationstechnologie 26 364 17 325 31 125 77 288 43 484
Informationsdienstleistungen 2 863 2 645 5 322 21 933 6 725
davon Datenverarbeitung, Hosting und damit verbundene Tätigkeiten; Webportale 2 175 1 889 3 231 15 486 4 602
Sonstige Informationsdienstleistungen 688 756 2 091 6 447 2 123
Information und Kommunikation insgesamt 52 235 24 833 45 307 131 042 70 369
Alle Branchen 599 621 436 794 609 038 1 608 070 1 024 848
Anteil an allen Branchen in % 8,7 5,7 7,4 8,1 6,9
Verlags wes en 11 971 5 979 825 20 863 130 533
davon Verlegen von Büchern und Zeitschriften; sonstiges Verlagswesen (ohne Software) 8 298 5 465 693 15 778 95 135
Verlegen von Software 3 673 514 132 5 085 35 398
Herstellung, Verleih und Vertrieb von Filmen und Fernsehprogrammen; Kinos; Tonstudios 5 211 961 932 11 569 49 120
davon Film- und Fernsehproduktion, Verleih und Vertrieb; Kinos 4 675 913 844 11 157 43 740
Tonstudios; Hörfunkproduktion; Verlegen von Tonträgern 536 48 88 412 5 380
Rundfunkveranstalter 6 443 4 016 3 100 12 080 60 210
Telekommunikation 3 156 1 214 1 822 15 589 61 294
Erbringung von Dienstleistungen der Informationstechnologie 66 420 19 928 9 459 168 306 855 584
Informationsdienstleistungen 7 625 609 3 215 13 027 85 101
davon Datenverarbeitung, Hosting und damit verbundene Tätigkeiten; Webportale 5 551 384 3 053 8 275 54 929
Sonstige Informationsdienstleistungen 2 074 225 162 4 752 30 172
Information und Kommunikation insgesamt 100 826 32 707 19 353 241 434 1 241 842
Alle Branchen 917 177 432 653 283 704 7 211 531 34 322 787
Anteil an allen Branchen in % 11,0 7,6 6,8 3,3 3,6
* Aus Datenschutzgründen und Gründen der statistischen Geheimhaltung werden Zahlenwerte von 1 oder 2 und Daten, aus denen rechnerisch auf einen solchen Zahlenwert
geschlossen werden kann, anonymisiert. Gleiches gilt bei Auswertungen nach dem Hauptbetrieb des Arbeitgebers, wenn innerhalb einer Merkmalsausprägung (Region, Art des
Arbeitgebers oder Wirtschaftszweig) weniger als 3 Arbeitgeber existieren oder einer der Arbeitgeber einen so hohen Anteil der Arbeitsplätze auf sich vereint, dass die Zahl der
Arbeitsplätze praktisch eine Einzelangabe über diesen Arbeitgeber darstellt (Dominanzfall).
Deutsch-
land
Köln Düsse l-
dorf Berlin HamburgFrankfurt/
MainInformation und Kommunikation
Information und Kommunikation München Stuttgart Leipzig NRW
Kölner Statistische Nachrichten 11/2022 – Branchenprofil Medien und IT
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Grafik 4: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Bereich Information und Kommunikation
Regionalvergleich: Anteile am gesamten Beschäftigungsvolumen am 30.9.2021 (%)
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
Grafik 5: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Bereich Information und Kommunikation -
Regionalvergleich: Veränderungen 2011 bis 2019 und 2019 bis 2021 in Prozent (jeweils 30.9.)
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
3,3 (241 434)
3,6 (1 241 842)
5,7 (24 833)
6,8 (19 353)
6,9 (70 369)
7,4 (45 307)
7,6 (32 707)
8,1 (131 042)
8,7 (52 235)
11,0 (100 826)
0,0 1,0 2,0 3,0 4,0 5,0 6,0 7,0 8,0 9,0 10,0 11,0 12,0 13,0 14,0 15,0
Nordrhein-Westfalen
Deutschland
Düsseldorf
Leipzig
Hamburg
Frankfurt/Main
Stuttgart
Berlin
Köln
München
91,3 (54 512)
65,1 (35 958)
52,1 (10 796)
41,0 (14 546)
38,7 (11 486)
37,0 (17 828)
35,1 (4 585)
8,4 (1 844)
35,7 (305 003)
21,6 (41 231)
14,7 (16 820)
10,6 (9 633)
3,8 (1 193)
4,4 (2 198)
10,0 (4 108)
6,5 (4 320)
9,7 (1 712)
4,5 (1 062)
7,2 (83 386)
4,2 (9 704)
0,0 10,0 20,0 30,0 40,0 50,0 60,0 70,0 80,0 90,0 100,0
Berlin
München
Stuttgart
Köln
Frankfurt/Main
Hamburg
Leipzig
Düsseldorf
Deutschland
NRW
2011-2019
2019-2021
Kölner Statistische Nachrichten 11/2022 – Branchenprofil Medien und IT
10
Grafik 6: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Bereich Dienstleistungen Informationstechnologie
Regionalvergleich: Veränderungen 2011 bis 2019 und 2019 bis 2021 in Prozent (jeweils 30.9.)
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
Grafik 7: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Bereich Film -, TV- und Hörfunkproduktion
Regionalvergleich: Veränderungen 2011 bis 2019 und 2019 bis 2021 in Prozent (jeweils 30.9.)
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
128,1 (36 142)
95,9 (28 067)
70,9 (9 621)
63,1 (15 209)
60,8 (6 290)
60,7 (6 982)
58,5 (9 848)
33,0 (1 980)
56,4 (278 594)
43,8 (47 928)
20,1 (12 942)
15,8 (9 076)
13,7 (3 176)
10,7 (4 191)
4,2 (695)
7,8 (1 436)
16,7 (4 448)
18,4 (1 472)
10,7 (82 795)
6,9 (10 897)
0,0 20,0 40,0 60,0 80,0 100,0 120,0 140,0
Berlin
München
Köln
Hamburg
Düsseldorf
Stuttgart
Frankfurt/Main
Leipzig
Deutschland
NRW
2011-2019
2019-2021
88,4 (504)
52,8 (3 289)
49,1 (2 559)
37,2 (1 207)
32,6 (207)
17,8 (735)
17,7 (143)
-40,7 (-402)
17,2 (7 093)
9,9 (1 056)
-10,5 (-113)
12,1 (1 155)
2,5 (198)
-1,0 (-44)
-17,3 (-146)
7,3 (355)
-1,9 (-18)
8,2 (48)
1,4 (695)
-1,0 (-119)
-50,0 -30,0 -10,0 10,0 30,0 50,0 70,0 90,0
Stuttgart
Berlin
Köln
Hamburg
Frankfurt/Main
München
Leipzig
Düsseldorf
Deutschland
NRW
2011-2019
2019-2021
Kölner Statistische Nachrichten 11/2022 – Branchenprofil Medien und IT
11
Grafik 8: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Verlagswesen (inklusiv e Software) -
Regionalvergleich: Veränderungen 2011 bis 2019 und 2019 bis 2021 in Prozent (jeweils 30.9.)
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
Weiterhin positive Signale für die Medien- und IT-Branche
Der Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen verstärken die ohnehin schon
großen Schwierigkeiten mit unterbrochenen Lieferketten, verlangsamtem Wirtschaftswachstum und
schnell steigender Inflation durch explodierende Energiepreise. Die weiteren Herausforderungen
der Corona-Pandemie und Fachkräftemangel kommen hinzu. Allerdings steckt die Medien- und IT-
Branche diese Belastungen im Vergleich zur Gesamtwirtschaft sehr viel besser weg. So ist die
Stimmung hier überwiegend positiv.
Das geht zum einen aus der Wachstumsprognose des Hightech-Verbands BITKOM
3 von Juli 2022
hervor. Demnach sollen in Deutschland die Umsätze im Gesamtjahr 2022 gegenüber dem Vorjahr
voraussichtlich um 4,3 Prozent auf 189,4 Milliarden Euro zulegen. Treibende Kraft dieses
Wachstums sind die Softwarehäuser, die von der zunehmenden Digitalisierung profitieren und
deren Umsätze um rund neun Prozent steigen sollen. Auch die Herstellenden von IT-Hardware
(+6,7%) und Informationsdienstleistungen (+5,3%) sollen der Prognose zufolge deutlich zulegen.
Nachdem 2021 bereits deutschlandweit 34 000 neue Arbeitsplätze in ITK-Unternehmen geschaffen
wurden, werden in 2022 voraussichtlich weitere 30 000 Jobs hinzukommen. Im Gesamtjahr 2023
sollen der ITK-Branchenumsatz um weitere 4,2 Prozent auf 197,3 Milliarden Euro steigen und
39 000 neue Jobs entstehen. Zum anderen hatte sich bereits im Juni 2022 das Geschäftsklima in
der Digitalbranche verbessert: Der Digitalindex
4 für die Geschäftslage stieg um 2,3 auf 22,8 Punkte
und mit Blick in die Zukunft sind die Geschäftserwartungen deutlich optimistischer.
3 Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (2022): Multiple Krise belastet
künftiges Digitalgeschäft; Siehe auch unter: https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Konjunktur-Multiple-
Krise-belastet-Digitalgeschaeft, aufgerufen am 13.09.2022
4 Der Digitalindex bildet das Geschäftsklima ab und berechnet sich aus der aktuellen Geschäftslage und den
Erwartungen für die kommenden sechs Monate.
26,0 (913)
18,7 (1 974)
13,9 (1 544)
9,9 (543)
1,5 (67)
-5,1 (-499)
-28,4 (-597)
-32,1 (-491)
-2,0 (-2 857)
-10,0 (-2 482)
-1,4 (-62)
-1,1 (-142)
-5,2 (-651)
-0,4 (-26)
-8,6 (-378)
-4,5 (-420)
-10,4 (-156)
-20,5 (-213)
-5,0 (-6 845)
-7,0 (1 563)
-50,0 -30,0 -10,0 10,0 30,0
Köln
Berlin
München
Stuttgart
Frankfurt/Main
Hamburg
Düsseldorf
Leipzig
Deutschland
NRW
2011-2019
2019-2021
Kölner Statistische Nachrichten 11/2022 – Branchenprofil Medien und IT
12
In der Medienbranche schlagen sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie insbesondere in
nachhaltig veränderten Konsumgewohnheiten nieder: Verbraucher*innen nutzen verstärkt digitale
Angebote und möchten selbst entscheiden, wie, wann und wo sie Inhalte konsumieren. Laut der
Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse und Coopers (PwC) wird die
deutsche Unterhaltungs- und Medienbranche in Deutschland bis 2025 einen Umsatz von 69
Milliarden Euro erzielen, wobei bereits 2022 das Vor-Corona-Krisenniveau von 2019 (55,4 Mrd.
Euro) erreicht werden soll. Dies entspräche einem Wachstum von durchschnittlich 4,5 Prozent pro
Jahr.
5
5 Pricewaterhouse and Coopers (PwC): „German Entertainment and Media Outlook 2021-2025“; Siehe auch unter:
https://www.pwc.de/de/technologie-medien-und-telekommunikation/gemo/2021/german-entertainment-media-outlook-
2021-2025-summary.pdf, aufgerufen am 13.9.2022
Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
ISSN 2192-9726 © Nachdruck (auch auszugsweise)
nur mit Quellenangabe
13/15/0/09.2022
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www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/statistik/
Mitteilung Ausschuss
3384 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IX/15 Vorlagen-Nummer 18.10.2022 3197/2022 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Wirtschaftsausschuss 17.11.2022 Digitalisierungsausschuss 21.11.2022 Positive Beschäftigungsentwicklung in der Kölner Medien- und IT-Branche setzt sich fort Die Medien- und IT-Branche ist mit einem Branchenanteil von neun Prozent und mehr als 52 000 Beschäftigten im September 2021 der viertgrößte Branchenkomplex in Köln. Die positive Beschäftigungsentwicklung, die in Köln insgesamt von 2011 bis 2019 zu beobachten war (+15 000 Arbeitsplätze oder +41,0 %), hat sich im Laufe der Corona-Pandemie fortgesetzt: 2 200 neue Arbeitsplätze sind hier von September 2019 bis September 2021 entstanden (+4,4%). Die im- mer größer werdende Rolle der Digitalisierung ist für diese Beschäftigungszuwächse die wesentliche Triebkraft. So belegt Köln beim Smart City Index, dem Digitalranking der deutschen Großstädte, im Jahr 2022 den vierten Platz (https://www.bitkom.org/smart-city-index). Die beschäftigungsintensivste Teilbranche innerhalb der Gesamtbranche in Köln ist mit einem Anteil von 50 Prozent die Erbringung von Dienstleistungen der Informationstechnologie (beispielsweise Be- trieb von IT-Systemen, Softwareentwicklung und -programmierung sowie IT-Beratung für Unterneh- men): 26 400 Beschäftigte, davon die Hälfte mit akademischem Abschluss. Hier gab es im Zuge zuneh- mender Digitalisierung mit +9 600 Arbeitsplätzen oder +70,9% auch den größten Beschäftigtenzu- wachs von 2011 bis 2019. In der Corona-Pandemie bekam die Digitalisierung einen erneuten Schub und die Beschäftigung ist zwischen 2019 und 2021 nochmals gestiegen (+3 200 oder +13,7%). Die Bereiche Film-/TV-/Hörfunkproduktion sowie Rundfunkveranstalter (TV-/Hörfunk-Sender) stehen mit größerem Abstand an zweiter beziehungsweise dritter Stelle der Teilbranchen mit den meisten Beschäftigten. Auch hier nahm die Beschäftigung während der Pandemie zu: Film-/TV-/Hörfunkproduktion: 8 000 Beschäftigte, zwei Drittel Nichtakademiker*innen und mit zweit- höchstem Beschäftigungszuwachs (+2 600 oder +49,1%) von 2011 bis 2019. Während der Pandemie ist die Beschäftigung zwischen 2019 und 2021 leicht gestiegen (+198 oder +2,5%). Rundfunkveranstalter (TV-/Hörfunk-Sender): 7 400 Beschäftigte, davon mehr als die Hälfte ohne aka- demischen Abschluss. Zwischen 2011 und 2019 ist die Beschäftigtenzahl zurückgegangen (-600 oder -7,6%). Von 2019 bis 2021 ist sie wieder leicht gestiegen (+76 oder +1,0%). Bei den digitalen Informationsdienstleistungen wie Datenverarbeitung, Hosting oder Webportale (+1 300 Arbeitsplätze oder +80,7%), aber auch im Verlagswesen (+900 Arbeitsplätze oder +26,0%) gab es vor der Pandemie (2011 bis 2019) ebenfalls deutliche Beschäftigungszunahmen. Die Zahl der Beschäftigten ist in beiden Teilbranchen im Zuge der Corona-Pandemie von 2019 bis 2021 praktisch stabil geblieben. Trotz der anhaltenden gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen ist die Stimmung in der Medien- und IT-Branche mit Blick in die Zukunft überwiegend positiv, da die Branche weiterhin von zunehmender Digitalisierung und den veränderten flexibleren Medien-Konsumgewohnheiten profitiert. Anlage 2 KSN 11/2022 Branchenprofil Medien und IT – Beschäftigungsentwicklung in Köln und im Regional- vergleich 2011 bis 2021 Gez. Haack
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3197/2022
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 18.10.2022
- Erstellt
- 28.09.2022 14:57