Mandari Insight

AN/0968/2024

Beitritt zum Positionspapier „Sport gehört in die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie“

Gem. Antrag nach § 3 (Linke) 19.06.2024

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 27.06.2024, TOP 3.1.3

Sachstandsbericht Rat /Ausschuss

· application/pdf

Ansehen

Gem. Antrag nach § 3 (Linke)

· application/pdf

Ansehen

Anlage 1 Positionspapier Sport und Nachhaltigkeit

· application/pdf

Ansehen

Sachstandsbericht Rat /Ausschuss

1005 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
IV/52 
 
 
Vorlagen-Nummer 
AN/0968/2024
Stand: 21.10.2024 
Sachstandsbericht  
Beitritt zum Positionspapier „Sport gehört in die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie„ 
Status    in Bearbeitung 
 
    erledigt 
 
 
Aktueller Bearbeitungsstand: 
Der Rat der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am 27.06.2024 den Beitritt zum Positionspapier 
„Sport gehört in die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie“ beschlossen - siehe Beschluss zur 
Vorlage AN/0968/2024: 
https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0053.asp?frame=0&__kvonr=122149 
Die Verwaltung hat daraufhin mit der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V. (LAG 
21 NRW) Kontakt aufgenommen. Die LAG 21 NRW hat die Stadt Köln seither als offizielle Un-
terstützerin des Positionspapiers aufgenommen, das Stadt Köln-Logo ist dementsprechend 
auf der Website https://www.lag21.de/themen/unterstuetzer-innen-liste-sport-und-nachhaltig-
keit/ veröffentlicht. 
Nächste Schritte: 
/ 
Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den:  
/

Gem. Antrag nach § 3 (Linke)

2691 Zeichen

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen 
CDU-Fraktion 
SPD-Fraktion 
Die LINKE Fraktion 
FDP-Fraktion 
Volt-Fraktion 
Ratsgruppe KLIMA FREUNDE & GUT 
 
 
An die Vorsitzende  
des Rates der Stadt Köln  
Frau Oberbürgermeisterin  
Henriette Reker 
 
 
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 27.06.2024 
 
AN/0968/2024 
 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Rat 27.06.2024 
 
Beitritt zum Positionspapier „Sport gehört in die Deutsche 
Nachhaltigkeitsstrategie“ 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,  
 
die antragstellenden Fraktionen und Gruppe, bitten Sie höflich, den folgenden Antrag 
auf die Tagesordnung der 33. Sitzung des Rates in der Wahlperiode 2020/2025 am 
27.06.2024 zu nehmen. 
 
 
 
Beschluss 
Der Rat der Stadt Köln unterstützt per Unterzeichnung das Positionspapier 
„Sport gehört in die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie “ der Fokusgruppe Nachhaltig-
keit und Sport im Westen. 
 
 
Begründung 
 
Das Positionspapier „Sport gehört in die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie“, wurde 
von der Fokusgruppe „Nachhaltigkeit und Sport im Westen“ von 21 Expert*innen aus 
Sport und Nachhaltigkeitsorganisationen, die sich gemeinsam zu den Synergien der 
beiden Themenfelder einsetzen, erarbeitet. (Anlage).

- 2 - 
 
„Die Politikfelder Sport und Nachhaltigkeit können also nicht losgelöst vonei-
nander stattfinden. Denn Sport kann als w ichtiger Treiber für die Umsetzung 
der SDGs (17 Uno-Nachhaltigkeitsziele) sow ie der Deutschen Nachhaltigkeits-
strategien fungieren.“ 
 
Wir unterstützen Kernaussagen aus dem Positionspapier: 
- Die Vielfalt der Sportgemeinschaft bietet großes Potential auch in die Bildung 
hinein. 
- Als wichtiger Gesundheits- und Sozialdienstleister trägt der Sport zur Errei-
chung der sechs zentralen Transformationsbereiche der Deutschen Nachhal-
tigkeitsstrategie bei: 
 
1. Menschliches Wohlbefinden und Fähigkeiten, soziale Gerechtigkeit 
2. Energiewende und Klimaschutz 
3. Kreislaufwirtschaft 
4. Nachhaltiges Bauen und Verkehrswende 
5. Nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme 
6. Schadstofffreie Umwelt. 
 
- Daher appellieren wir an die Bundesregierung, den Sport angemessen in die 
Fortschreibung der Nachhaltigkeitsstrategie zu integrieren und seine Potenti-
ale für das Jahrzehnt der Nachhaltigkeit aktiv zu nutzen. 
gez. gez. 
Lino Hammer  Niklas Kienitz 
Grüne-Fraktionsgeschäftsführer CDU-Fraktionsgeschäftsführer 
  
gez. gez. 
Christian Joisten Ulrich Breite 
SPD-Fraktionsvorsitzender FDP-Fraktionsgeschäftsführer 
  
gez. gez. 
Lukas Sieckmöller Michael Weisenstein 
Volt -Fraktionsgeschäftsführer Die Linke-Fraktionsgeschäftsführer 
  
gez.  
Karina Syndicus  
Gruppensprecherin KLIMA FREUNDE & GUT

Anlage 1 Positionspapier Sport und Nachhaltigkeit

17853 Zeichen

Fortschreibung der
Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie: 
Positionierung der Fokusgruppe
„Nachhaltigkeit und Sport
im Westen“

1 
Fortschreibung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie:  
Positionierung der Fokusgruppe „Nachhaltigkeit und Sport im Westen“ 
 
Wir, relevante Sport- und Nachhaltigkeitsakteure aus Bund und Ländern der West-Region, begrüßen 
den Start des Fortschreibungsprozesses der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie und erkennen 
hierin die Chance, schon früh im Prozess neue Impulse einzubringen. Wir möchten uns zur Rolle des 
Sports als wichtiger Akteur in der Strategie positionieren und uns für dessen ang emessene 
Einbindung stark machen. Nur durch eine ganzheitliche Betrachtung und Einbeziehung können wir 
die Ziele der Nachhaltigen Entwicklung und damit der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie 
erfolgreich erreichen. 
 
Anlass dazu gibt uns: 
 
I. Der aktuelle Sachstand einer bisher unzureichenden Berücksichtigung des Sports in der 
Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie: 
 
Die bisherige Ausgestaltung der Nachhaltigkeitsstrategie auf Bundesebene vernachlässigt merklich 
den Beitrag des Sports zu einer Nachhaltigen Entwicklung. So findet der Sport in den knapp 400 
Seiten bislang nicht oder nur mittelbar Erwähnung – trotz diverser Stellungnahmen bspw. des DOSB 
in den vergangenen Fortschreibungsrunden. Diese Vernachlässigung steht im starken Widerspruch 
zur gesellschaftlichen Bedeutung des Sports, der weit über rein physische Betätigung hinausgeht 
und als wichtiger Faktor für soziale Integration, Gesundheitsförderung und Bildung steht sowie zur 
ökologischen Transformation einen wichtigen Beitrag leistet. 
 
Die Politikfelder Sport und Nachhaltigkeit können also nicht losgelöst voneinander stattfinden. 
Denn Sport kann als wichtiger Treiber für die Umsetzung der SDGs sowie der Deutschen 
Nachhaltigkeitsstrategien fungieren. Gleichzeitig braucht der Sport eine strukturelle Verankerung 
von Nachhaltigkeit, um Resilienz zu entwickeln und auch in Zukunft seine gesellschaftsrelevanten 
Funktionen ausführen zu können. 
 
II. Die Bedeutung des Sports als ein wichtiger gesellschaftlicher Akteur für die Umsetzung 
der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie:  
Die Sportgemeinschaft bietet mit ihren vielfältigen Strukturen, Verbindungen, Aktiven und Fans ein 
enormes Potenzial, um in der Dekade des Handelns einen zentralen Beitrag zur Umsetzung der 
Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie zu leisten.  Mit mehr als 27 Millionen Mitgliedschaften in rund 
87.000 Sportvereinen in Deutschland
1 und einer Vielzahl an Aktiven im informellen Sport 2 ragt 
dieser tief in die Gesellschaft hinein. Auch verbindet der Sport über die Millionen Fans, die allein im 
deutschen Fußball auf rund 46 Millionen
3 beziffert werden, milieu -, generationen-  und 
kulturübergreifend4 und vermittelt universelle Werte eines freiheitlichen Gemeinwesens, bspw. 
Respekt, Fair Play und Akzeptanz von Regeln.  Die Vielfalt der Sportgemeinschaft bietet großes 
Potenzial auch in den Bildungsbereich hinein.  Außerdem stellt er einen wichtigen 
Wirtschaftsfaktor dar: Der Sport schafft Wertschöpfung, Beschäftigung und Konsum. Sein Beitrag 
zum BIP liegt in 2019 bei 2,3 %, der Beitrag zum Konsum der Privathaushalte bei 4,4 % 5. 
 
1 Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB), 2022 
2 Bundesinstitut für Sportwissenschaften, 2019  
3 statista.com 
4 Sport--nachgedacht.de 
5 sportsatellitenkonto.de

2 
Investitionen in Sportsponsoring in Deutschland  lagen im Jahr 2021 bei knapp  vier Milliarden 
Euro.6 Ebenso zu berücksichtigen ist seine Bedeutung in der Unterhaltungsindustrie: 2023 gaben 
rund 17 Millionen deutschsprachige Personen ab 14 Jahren an, sich sehr gerne Live -
Sportübertragungen oder Sportsendungen anzusehen. 7 Sportgroßveranstaltungen locken große 
Publikumsmassen an und fördern den Tourismus. Nicht zuletzt leistet der Sport einen wesentlichen 
Beitrag zum gesundheitlichen Wohlergehen in unserer Gesellschaft und transportiert 
Eigenschaften wie Leistungsbereitschaft, Durchsetzungsfähigkeit und Ausdauer. Der Sport gilt als 
„Kit der Gesellschaft“ und fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt in erheblichem Maße, wie 
Umfragen zeigen.8 
Das knüpft an die Empfehlung des Rats für Nachhaltige Entwicklung zur Fortschreibung der 
Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie an, der die große Rolle eines gesellschaftlichen Zusammenhalts 
in der Transformation als inhaltlichen Fokus adressiert. Um das „Gemeinschaftswerk Nachhaltigkeit“ 
breit in der Gesellschaft zu verankern, ist der Sport, wie bereits ausgeführt, ein entscheide nder 
Akteur. 
Außerdem nehmen wir Bezug zum Positionspapier „Nachhaltiger Sport 2030“ des Beirats „Umwelt 
und Sport“ im BMUV, in dem bereits wichtige Forderungen in fünf Handlungsfeldern gestellt und 
ebenfalls die Notwendigkeit einer stärkeren Zusammenarbeit zwischen dem Sport und dem 
öffentlichen Sektor thematisiert wurden. 
Auch international gewinnt die Rolle des Sports für die Umsetzung der SDGs zunehmend an 
Sichtbarkeit, wie zuletzt erkennbar durch den Launch des Frameworks „SPORTS20“ bei der COP289.  
III. Die vielfältigen Beiträge, die der Sport bereits zu den Transformationsbereichen der 
Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie leistet und leisten kann: 
Als wichtiger Gesundheits- und Sozialdienstleister trägt der Sport bereits zur Erreichung der sechs 
zentralen Transformationsbereiche der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie bei . Darüber hinaus 
besteht weiterhin großes Potenzial, Nachhaltigkeit im und durch den Sport zu fördern: Sport ist ein 
kraftvoller Multiplikator, der den gesellschaftlichen Wandel aktiv begleiten und erlebbar machen 
kann. 
1. Menschliches Wohlbefinden und Fähigkeiten, soziale Gerechtigkeit 
 
Sportliche Aktivitäten fördern das individuelle Wohlbefinden, positive Aspekte der mentalen und 
der körperlichen Gesundheit. In diesem Transformationsbereich nimmt der Sport also sui generis 
eine herausragende Rolle in unserer Gesellschaft ein. Anhand inkl usiver Programme, 
Zugangsförderung sowie kostengünstige r Angebotsstrukturen und der Ausbildung von 
Teamfähigkeit, tragen Sportorganisationen außerdem zur sozialen Gerechtigkeit bei; Sport 
ermöglicht Chancengleichheit und Teilhabe. Außerdem ist er wichtiger Treiber für Bildung für 
Nachhaltige Entwicklung, da der Sport mithilfe entsprechender Maßnahmen, die in vielen 
Verbänden und Vereinen bereits umgesetzt werden, Nachhaltigkeit ins Bewusstsein seiner 
Mitglieder und Fans bringen kann. Einige Sportverbände, wie der DFB, haben diesen 
Transformationsbereich als einen speziellen Fokus ihrer Nachhaltigkeitsstrategie gesetzt.  
 
6 statista.com 
7 statista.com 
8 tagesschau.de 
9 youtube.com

3 
 
2. Energiewende und Klimaschutz 
 
Für den Betrieb der rund 230.000 Sportstätten in Deutschland wird viel Energie benötigt.  Durch 
energetische Sanierungen und Modernisierungen (Vereinszentren, Stadien, Hallen, Bäder, etc.) , 
bspw. durch die Nutzung regenerativer Heizsysteme , PV-Anlagen und Umrüsten auf LED -
Beleuchtungen, kann der Sportsektor auf nachhaltige Energiepraktiken umstellen und so einen 
Beitrag zur Energiewende leisten. Die positiven Beispiele können dann wiederum von den 
Mitgliedern der Sportvereine genutzt werden, um in ihrem jeweiligen Umfeld mögliche und nötige 
Potenziale zu erschließen. Viele Sportorganisationen setzen darüber hinaus eigenständig oder in 
Kooperationen entsprechende Beiträge um und betätigen somit einen großen Hebel für 
bedeutsamen Klimaschutz. Ein aktuell prominentes Positiv-Beispiel ist der Neubau „SAP Garden“ in 
München als Arena für Basketball und Eishockey im Ligabetrieb sowie für den Breitensport. Der 
Betrieb wird weitestgehend energieautark funktionieren, außerdem wird der Landschaftsschutz 
einbezogen. Nicht zuletzt unterstützen viele Vereine mit einem effizienten Wassermanagement 
bereits die Umsetzung der Nationalen Wasserstrategie.  
 
3. Kreislaufwirtschaft 
 
Sportorganisationen tragen bspw. durch ReUse -, Repair -, Recycling- und Upcyclingm aßnahmen 
sowie einem ressourceneffizienten Veranstaltungsmanagement im Kontext von Sport -Events zu 
einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft bei. Viele Sportvereine engagieren sich bereits in der 
Plastikvermeidung und verantwortungsvollen Entsorgung von Abfall über ihre Sportstätte hinaus. 
Erhebliches Potenzial für ökologisches und soziales Wirtschaften in einer nachhaltigen Lieferkette 
besteht bei der Beschaffung von Trikots und Sportmitteln.  
 
4. Nachhaltiges Bauen und Verkehrswende 
 
Sportstätten gehören zu den zentralen Ressourcen des Breiten- , Leistungs-  und Schulsports. Es 
besteht ein Sanierungsbedarf von ca. 31 Mrd. Euro
10, womit die Modernisierung bestehender und 
der nachhaltige Bau notwendiger neuer Sportstätten zu einem wesentlichen Baustein der 
Ressourcenschonung und auf dem Weg zur Klimaneutralität wird. Dabei bringen Sportvereine eine 
Eigenanteilsquote von oft 10 % bis 20 % mit, wodurch sie nachhaltiges Bauen auch mit Eigenleistung 
erheblich voranbringen. Mit Blick auf die Verkehrswende ist der Sport ein wichtiger Impulsgeber für 
emissionsarme Verkehrslösungen, indem er sich für einen entsprechenden Zugang zu 
Sporteinrichtungen oder -veranstaltungen einsetzt und eigene Maßnahmen umsetzt. Denn allein 
bei Sportgroßveranstaltungen ist die Mobilität für rund 80 % der CO
2-Emissionen zuständig11. 
 
5. Nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme 
 
Um die weitreichenden Effekte unserer Ernährungssysteme und Essens produktion innerhalb der 
planetaren Grenzen umzusetzen, braucht es umweltfreundliche Agrarsysteme und den Konsum von 
umweltfreundlichem Essen – auch beim Sport. Sportliche Initiativen und insb. 
Sportgroßveranstaltungen haben eine große Strahlkraft und weisen entsprechendes Potenzial auf, 
mit einem Fokus auf alternativen Fleischprodukten und Reduktion von Lebensmittelverschwendung 
Vorbildcharakter darzustellen und auf gesellschaftliche Themen über den Sport hinaus 
 
10 DOSB, 2018 
11 Öko-Institut, 2022

4 
Aufmerksamkeit zu erregen. Auch der Einsatz von regionalen und pflanzenbetonten Lebensmitteln 
bei Sportveranstaltungen zahlt auf den Transformationsbereich ein. A ls Beispiel ist hier d er (als 
Projekt des BMUV geförderte) KochCup  zu nennen, den das Collaborating Centre on Sustainable 
Consumption and Production im Kontext der Fußball-Europameisterschaft der Männer 2024 
umsetzt und welcher den Bezug zwischen pflanzenbetonter Ernährung und dem Sport herstellt und 
eine gesunde und nachhaltige Verpflegung und Lebensweise spielerisch in den Fokus rückt. Als Orte 
des non-formalen und informellen Lernens tragen Sportvereine damit auf allen gesellschaftlichen 
Ebenen und in allen sozio-demographischen Schichten zu einer Ernährungsbildung bei.  
 
6. Schadstofffreie Umwelt 
 
Der Sportsektor kann durch verschiedene Maßnahmen, die Schnittmengen zu den anderen 
Transformationsbereichen aufweisen, zur Reduzierung von Schadstoffemissionen beitragen: diese 
reichen von schadstoffarmen Produkten bspw. beim Merchandising oder der Sportplatzgestaltung 
über nachhaltigen Sportstättenbau bis hin zu klimaneutralen Veranstaltungskonzepten. Die 
Natursportverbände setzen sich nicht zuletzt aus Selbsterhaltungstrieb für eine intakte Umwelt ein, 
da diese für deren Sportausübung maßgeblich ist. Auch leistet insbesondere der organisierte Sport 
hier einen wichtigen Bildungsauftrag, indem bspw. bei Outdoor- Sportaktivitäten über klima - und 
umweltbezogene Aspekte aufgeklärt wird (siehe auch SPORTOUT-Projekt des DOSB
).  
 
 
Die Transformationsbereiche übergreifend zeigt sich der Sport zunehmend als gesellschaftliches 
Vorbild im nachhaltigkeitsstrategischen Sinne. Dies wird aktuell in besonderem Maße im Profi-Sport 
sichtbar: Mit den Vereinen der DFL, der BBL und der DEL engagi eren sich bereits drei große Ligen 
und somit 68 Vereine für eine strategische Entwicklung von Nachhaltigkeit im Profi -Sport. Mit 
transparenten Nachhaltigkeitsstrategien und verbindlichen Zielen, Konzepten und Maßnahmen 
begünstigen sie die globale sowie nat ionale Transformation und dienen als Vorbild auch für viele 
mittelständische Unternehmen.  
 
Das zeigt:  Insgesamt ist der Sport nicht nur ein bedeutender gesellschaftlicher Akteur, sondern 
auch ein Motor für Veränderung im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung. Daher appellieren wir an 
die Bundesregierung, den Sport angemessen in die Fortschreibung der Nachhaltigkeitsstrategie zu 
integrieren und seine Potenziale für das Jahrzehnt der Nachhaltigkeit aktiv zu nutzen. Wir fordern 
die intensivere und wertschätzende Einbindung in den Prozess der Fortschreibung, um inhaltliche 
Bezüge in den Transformationsbereichen stärker herauszuarbeiten und Potenziale gemeinsam zu 
erkennen und zu heben. Nur durch eine ganzheitliche Betrachtung und Einbeziehung des Sports 
können wir die Ziele einer nachhaltigen Entwicklung und damit die der Deutschen 
Nachhaltigkeitsstrategie erfolgreich erreichen. 
 
Eine Verankerung des Sports in der Strategie und eine entsprechende Umsetzung, welche die 
Vorbildfunktion der deutschen Sportstrukturen betont, würde darüber hinaus sicherlich auch in 
weiteren Prozessen, wie kommende Bewerbungen für die Ausrichtung der Oly mpischen Spiele, 
entsprechende Wirkung zeigen. 
 
Für einen Austausch zu Beteiligungsprozessen des Sports in der Fortschreibung der Deutschen 
Nachhaltigkeitsstrategie stehen wir gerne zur Verfügung.

5 
Mitglieder der Fokusgruppe „Nachhaltigkeit und Sport im Westen“ 
Tony Bender, Amtsleiter Sport- und Bäderamt der Landeshauptstadt Saarbrücken  
Björn Fecker,  Leiter der Kommission Gesellschaftliche Verantwortung beim Deutschen Fußball -
Bund (DFB) 
Prof. Dr. Klaus Helling,  Dekan FB Umweltwirtschaft/ -recht des Umwelt -Campus Birkenfeld der 
Hochschule Trier / RENN.west 
Michael Kuhndt,  Geschäftsführender Direktor der Collaborating Centre on Sustainable 
Consumption and Production (CSCP) gGmbH  
Thomas Leyendecker, komm. Personalgeschäftsführer des Landessportbund Rheinland-Pfalz 
Reiner Mathar, Finanzvorstand ANU Hessen  / RENN.west 
Barbara Mittler, Geschäftsführerin ELAN e.V. / RENN.west 
Dr. Alex Mommert, Referent Sportpolitik des Städtetags Nordrhein-Westfalen  
Dr. Heide Naderer, Vorsitzende des NABU NRW  
Jens Prüller, Geschäftsbereichsleiter Sportinfrastruktur des Landessportbunds Hessen  
Bianca Quardokus,  Referentin Sportstätten,  Umwelt und Nachhaltigkeit des Deutschen 
Olympischen Sportbundes  
Joachim Raschke, BNE-Partner am Nuremberg Campus of Technology 
Andreas Rettig, Geschäftsführer Sport beim beim Deutschen Fußball-Bund (DFB)  
Dr. Klaus Reuter, Geschäftsführender Vorstand LAG 21 NRW e.V. / RENN.west 
Angelika Ribler,  Jugend- und Sportpolitik | Referatsleiterin der Sportjugend Hessen im 
Landessportbund Hessen  
Neele Rickers, Leiterin Marketing | CSR & Entwicklung beim SC Paderborn 07  
Tobias Rinauer, Leiter CSR beim 1. FSV Mainz 05  
Olaf Röttig, Geschäftsführer des Behinderten- und Rehabilitationssportverbands Rheinland-Pfalz  
Univ.-Prof. Dr. Ralf Roth, Leitung Institut für Outdoor Sport und Umweltforschung der Deutschen 
Sporthochschule Köln  
Clara Pointke, Themenmanagerin Nachhaltigkeit & Frauen im Fußball beim Deutschen Fußball -
Bund (DFB)  
Ilja Waßenhoven, Vorstandsmitglied des Landessportbund Nordrhein-Westfalen 
Prof. Dr. Heinz Zielinski, Vorstandsmitglied der Landesstiftung „Miteinander in Hessen“

6 
ANLAGE: Die Fokusgruppe „Nachhaltigkeit und Sport im Westen“ 
Die Fokusgruppe „Nachhaltigkeit und Sport im Westen“ wurde im Jahr 2021  einberufen. Im 
ergebnisorientierten Dialog werden Akteur*innen aus dem Sport sowie Expert*innen der 
Nachhaltigkeit v.a. in Hessen, NRW, Rheinland -Pfalz und dem Saarland vernetzt, um Wissen zu 
bündeln, Handlungsfelder zu identifizieren und Lösungen zu entwickeln.  
Unser Ziel ist es, Nachhaltigkeit stärker in den Strukturen des Sports zu etablieren, um die Resilienz 
und Zukunftsfähigkeit des Sportes zu stärken. Dies ermöglicht den Sportler*innen das Sporttreiben 
auch langfristig und schafft Begegnungsorte, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern und 
sinnstiftendes Handeln in der Gruppe ermöglichen. Denn starke Strukturen sind Motor und 
Grundvoraussetzung für Erfolge.  
Ziel ist es außerdem, die Vorbildfunktion des Sports in der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung 
zu stärken und andere Akteur*innen weiter zum Handeln zu motivieren. Dabei gilt es zum einen 
aufzuzeigen, dass der Sport bereits ein wichtiger Akteur in der Umsetzung der globalen 
Nachhaltigkeitsziele ist und durch das Engagement der Vereine und Verbände eine große 
Hebelwirkung zu erwarten ist. Zum anderen gelingt dadurch auch, die noch bestehenden 
Nachhaltigkeits-„Hot Spots“ im Sport offen und transparent zu diskutieren, um so –  zusammen mit 
den relevanten Akteur*innen – gemeinsame Handlungswege zu entwickeln und zu begehen. 
Wir tragen zur Erreichung dieser Ziele bei, indem wir die Kommunikation zur Rolle des Sports als 
Nachhaltigkeitsakteur stärken. Dabei soll sowohl nach außen als auch nach innen aufgezeigt 
werden, auf welche SDGs der Sport bereits einzahlt und welches Potenz ial noch ausgeschöpft 
werden kann und sollte. Indem die Vorteile des Engagements aufgezeigt werden, wird die 
Motivation zur Nachahmung und Optimierung erhöht.  
Wir verpflichten uns, die strategische Betrachtung und Herangehensweisen von Vereinen und 
Verbänden zu stärken und sie bei der Umsetzung zu unterstützen. Denn: zielgerichtete 
Entscheidungen sichern Zukunftsfähigkeit. Schnittstellen zwischen verschiedenen Akteursgruppen 
sollen gefördert und zusammengedacht werden, denn durch die Vernetzung kann mehr erreicht 
und die Multiplikatorenfunktion gefördert werden.
  
 
 
 
 
 
 
Impressum: 
c/o Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V. (LAG 21 NRW) 
Deutsche Straße 10, 44339 Dortmund 
Ansprechpartnerin für Rückfragen: Alice Berger | a.berger@lag21.de

Beratungsverlauf (1)

27.06.2024 Rat
TOP 3.1.3 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Straße 10

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
AN/0968/2024
Typ
Gem. Antrag nach § 3 (Linke)
Datum
19.06.2024
Erstellt
17.06.2024 11:17