AN/0968/2024
Beitritt zum Positionspapier „Sport gehört in die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie“
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Sachstandsbericht Rat /Ausschuss
1005 Zeichen
Dezernat, Dienststelle
IV/52
Vorlagen-Nummer
AN/0968/2024
Stand: 21.10.2024
Sachstandsbericht
Beitritt zum Positionspapier „Sport gehört in die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie„
Status in Bearbeitung
erledigt
Aktueller Bearbeitungsstand:
Der Rat der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am 27.06.2024 den Beitritt zum Positionspapier
„Sport gehört in die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie“ beschlossen - siehe Beschluss zur
Vorlage AN/0968/2024:
https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0053.asp?frame=0&__kvonr=122149
Die Verwaltung hat daraufhin mit der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V. (LAG
21 NRW) Kontakt aufgenommen. Die LAG 21 NRW hat die Stadt Köln seither als offizielle Un-
terstützerin des Positionspapiers aufgenommen, das Stadt Köln-Logo ist dementsprechend
auf der Website https://www.lag21.de/themen/unterstuetzer-innen-liste-sport-und-nachhaltig-
keit/ veröffentlicht.
Nächste Schritte:
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Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den:
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Gem. Antrag nach § 3 (Linke)
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Fraktion Bündnis 90/Die Grünen CDU-Fraktion SPD-Fraktion Die LINKE Fraktion FDP-Fraktion Volt-Fraktion Ratsgruppe KLIMA FREUNDE & GUT An die Vorsitzende des Rates der Stadt Köln Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 27.06.2024 AN/0968/2024 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Rat 27.06.2024 Beitritt zum Positionspapier „Sport gehört in die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie“ Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die antragstellenden Fraktionen und Gruppe, bitten Sie höflich, den folgenden Antrag auf die Tagesordnung der 33. Sitzung des Rates in der Wahlperiode 2020/2025 am 27.06.2024 zu nehmen. Beschluss Der Rat der Stadt Köln unterstützt per Unterzeichnung das Positionspapier „Sport gehört in die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie “ der Fokusgruppe Nachhaltig- keit und Sport im Westen. Begründung Das Positionspapier „Sport gehört in die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie“, wurde von der Fokusgruppe „Nachhaltigkeit und Sport im Westen“ von 21 Expert*innen aus Sport und Nachhaltigkeitsorganisationen, die sich gemeinsam zu den Synergien der beiden Themenfelder einsetzen, erarbeitet. (Anlage). - 2 - „Die Politikfelder Sport und Nachhaltigkeit können also nicht losgelöst vonei- nander stattfinden. Denn Sport kann als w ichtiger Treiber für die Umsetzung der SDGs (17 Uno-Nachhaltigkeitsziele) sow ie der Deutschen Nachhaltigkeits- strategien fungieren.“ Wir unterstützen Kernaussagen aus dem Positionspapier: - Die Vielfalt der Sportgemeinschaft bietet großes Potential auch in die Bildung hinein. - Als wichtiger Gesundheits- und Sozialdienstleister trägt der Sport zur Errei- chung der sechs zentralen Transformationsbereiche der Deutschen Nachhal- tigkeitsstrategie bei: 1. Menschliches Wohlbefinden und Fähigkeiten, soziale Gerechtigkeit 2. Energiewende und Klimaschutz 3. Kreislaufwirtschaft 4. Nachhaltiges Bauen und Verkehrswende 5. Nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme 6. Schadstofffreie Umwelt. - Daher appellieren wir an die Bundesregierung, den Sport angemessen in die Fortschreibung der Nachhaltigkeitsstrategie zu integrieren und seine Potenti- ale für das Jahrzehnt der Nachhaltigkeit aktiv zu nutzen. gez. gez. Lino Hammer Niklas Kienitz Grüne-Fraktionsgeschäftsführer CDU-Fraktionsgeschäftsführer gez. gez. Christian Joisten Ulrich Breite SPD-Fraktionsvorsitzender FDP-Fraktionsgeschäftsführer gez. gez. Lukas Sieckmöller Michael Weisenstein Volt -Fraktionsgeschäftsführer Die Linke-Fraktionsgeschäftsführer gez. Karina Syndicus Gruppensprecherin KLIMA FREUNDE & GUT
Anlage 1 Positionspapier Sport und Nachhaltigkeit
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Fortschreibung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie: Positionierung der Fokusgruppe „Nachhaltigkeit und Sport im Westen“ 1 Fortschreibung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie: Positionierung der Fokusgruppe „Nachhaltigkeit und Sport im Westen“ Wir, relevante Sport- und Nachhaltigkeitsakteure aus Bund und Ländern der West-Region, begrüßen den Start des Fortschreibungsprozesses der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie und erkennen hierin die Chance, schon früh im Prozess neue Impulse einzubringen. Wir möchten uns zur Rolle des Sports als wichtiger Akteur in der Strategie positionieren und uns für dessen ang emessene Einbindung stark machen. Nur durch eine ganzheitliche Betrachtung und Einbeziehung können wir die Ziele der Nachhaltigen Entwicklung und damit der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie erfolgreich erreichen. Anlass dazu gibt uns: I. Der aktuelle Sachstand einer bisher unzureichenden Berücksichtigung des Sports in der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie: Die bisherige Ausgestaltung der Nachhaltigkeitsstrategie auf Bundesebene vernachlässigt merklich den Beitrag des Sports zu einer Nachhaltigen Entwicklung. So findet der Sport in den knapp 400 Seiten bislang nicht oder nur mittelbar Erwähnung – trotz diverser Stellungnahmen bspw. des DOSB in den vergangenen Fortschreibungsrunden. Diese Vernachlässigung steht im starken Widerspruch zur gesellschaftlichen Bedeutung des Sports, der weit über rein physische Betätigung hinausgeht und als wichtiger Faktor für soziale Integration, Gesundheitsförderung und Bildung steht sowie zur ökologischen Transformation einen wichtigen Beitrag leistet. Die Politikfelder Sport und Nachhaltigkeit können also nicht losgelöst voneinander stattfinden. Denn Sport kann als wichtiger Treiber für die Umsetzung der SDGs sowie der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategien fungieren. Gleichzeitig braucht der Sport eine strukturelle Verankerung von Nachhaltigkeit, um Resilienz zu entwickeln und auch in Zukunft seine gesellschaftsrelevanten Funktionen ausführen zu können. II. Die Bedeutung des Sports als ein wichtiger gesellschaftlicher Akteur für die Umsetzung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie: Die Sportgemeinschaft bietet mit ihren vielfältigen Strukturen, Verbindungen, Aktiven und Fans ein enormes Potenzial, um in der Dekade des Handelns einen zentralen Beitrag zur Umsetzung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie zu leisten. Mit mehr als 27 Millionen Mitgliedschaften in rund 87.000 Sportvereinen in Deutschland 1 und einer Vielzahl an Aktiven im informellen Sport 2 ragt dieser tief in die Gesellschaft hinein. Auch verbindet der Sport über die Millionen Fans, die allein im deutschen Fußball auf rund 46 Millionen 3 beziffert werden, milieu -, generationen- und kulturübergreifend4 und vermittelt universelle Werte eines freiheitlichen Gemeinwesens, bspw. Respekt, Fair Play und Akzeptanz von Regeln. Die Vielfalt der Sportgemeinschaft bietet großes Potenzial auch in den Bildungsbereich hinein. Außerdem stellt er einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar: Der Sport schafft Wertschöpfung, Beschäftigung und Konsum. Sein Beitrag zum BIP liegt in 2019 bei 2,3 %, der Beitrag zum Konsum der Privathaushalte bei 4,4 % 5. 1 Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB), 2022 2 Bundesinstitut für Sportwissenschaften, 2019 3 statista.com 4 Sport--nachgedacht.de 5 sportsatellitenkonto.de 2 Investitionen in Sportsponsoring in Deutschland lagen im Jahr 2021 bei knapp vier Milliarden Euro.6 Ebenso zu berücksichtigen ist seine Bedeutung in der Unterhaltungsindustrie: 2023 gaben rund 17 Millionen deutschsprachige Personen ab 14 Jahren an, sich sehr gerne Live - Sportübertragungen oder Sportsendungen anzusehen. 7 Sportgroßveranstaltungen locken große Publikumsmassen an und fördern den Tourismus. Nicht zuletzt leistet der Sport einen wesentlichen Beitrag zum gesundheitlichen Wohlergehen in unserer Gesellschaft und transportiert Eigenschaften wie Leistungsbereitschaft, Durchsetzungsfähigkeit und Ausdauer. Der Sport gilt als „Kit der Gesellschaft“ und fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt in erheblichem Maße, wie Umfragen zeigen.8 Das knüpft an die Empfehlung des Rats für Nachhaltige Entwicklung zur Fortschreibung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie an, der die große Rolle eines gesellschaftlichen Zusammenhalts in der Transformation als inhaltlichen Fokus adressiert. Um das „Gemeinschaftswerk Nachhaltigkeit“ breit in der Gesellschaft zu verankern, ist der Sport, wie bereits ausgeführt, ein entscheide nder Akteur. Außerdem nehmen wir Bezug zum Positionspapier „Nachhaltiger Sport 2030“ des Beirats „Umwelt und Sport“ im BMUV, in dem bereits wichtige Forderungen in fünf Handlungsfeldern gestellt und ebenfalls die Notwendigkeit einer stärkeren Zusammenarbeit zwischen dem Sport und dem öffentlichen Sektor thematisiert wurden. Auch international gewinnt die Rolle des Sports für die Umsetzung der SDGs zunehmend an Sichtbarkeit, wie zuletzt erkennbar durch den Launch des Frameworks „SPORTS20“ bei der COP289. III. Die vielfältigen Beiträge, die der Sport bereits zu den Transformationsbereichen der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie leistet und leisten kann: Als wichtiger Gesundheits- und Sozialdienstleister trägt der Sport bereits zur Erreichung der sechs zentralen Transformationsbereiche der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie bei . Darüber hinaus besteht weiterhin großes Potenzial, Nachhaltigkeit im und durch den Sport zu fördern: Sport ist ein kraftvoller Multiplikator, der den gesellschaftlichen Wandel aktiv begleiten und erlebbar machen kann. 1. Menschliches Wohlbefinden und Fähigkeiten, soziale Gerechtigkeit Sportliche Aktivitäten fördern das individuelle Wohlbefinden, positive Aspekte der mentalen und der körperlichen Gesundheit. In diesem Transformationsbereich nimmt der Sport also sui generis eine herausragende Rolle in unserer Gesellschaft ein. Anhand inkl usiver Programme, Zugangsförderung sowie kostengünstige r Angebotsstrukturen und der Ausbildung von Teamfähigkeit, tragen Sportorganisationen außerdem zur sozialen Gerechtigkeit bei; Sport ermöglicht Chancengleichheit und Teilhabe. Außerdem ist er wichtiger Treiber für Bildung für Nachhaltige Entwicklung, da der Sport mithilfe entsprechender Maßnahmen, die in vielen Verbänden und Vereinen bereits umgesetzt werden, Nachhaltigkeit ins Bewusstsein seiner Mitglieder und Fans bringen kann. Einige Sportverbände, wie der DFB, haben diesen Transformationsbereich als einen speziellen Fokus ihrer Nachhaltigkeitsstrategie gesetzt. 6 statista.com 7 statista.com 8 tagesschau.de 9 youtube.com 3 2. Energiewende und Klimaschutz Für den Betrieb der rund 230.000 Sportstätten in Deutschland wird viel Energie benötigt. Durch energetische Sanierungen und Modernisierungen (Vereinszentren, Stadien, Hallen, Bäder, etc.) , bspw. durch die Nutzung regenerativer Heizsysteme , PV-Anlagen und Umrüsten auf LED - Beleuchtungen, kann der Sportsektor auf nachhaltige Energiepraktiken umstellen und so einen Beitrag zur Energiewende leisten. Die positiven Beispiele können dann wiederum von den Mitgliedern der Sportvereine genutzt werden, um in ihrem jeweiligen Umfeld mögliche und nötige Potenziale zu erschließen. Viele Sportorganisationen setzen darüber hinaus eigenständig oder in Kooperationen entsprechende Beiträge um und betätigen somit einen großen Hebel für bedeutsamen Klimaschutz. Ein aktuell prominentes Positiv-Beispiel ist der Neubau „SAP Garden“ in München als Arena für Basketball und Eishockey im Ligabetrieb sowie für den Breitensport. Der Betrieb wird weitestgehend energieautark funktionieren, außerdem wird der Landschaftsschutz einbezogen. Nicht zuletzt unterstützen viele Vereine mit einem effizienten Wassermanagement bereits die Umsetzung der Nationalen Wasserstrategie. 3. Kreislaufwirtschaft Sportorganisationen tragen bspw. durch ReUse -, Repair -, Recycling- und Upcyclingm aßnahmen sowie einem ressourceneffizienten Veranstaltungsmanagement im Kontext von Sport -Events zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft bei. Viele Sportvereine engagieren sich bereits in der Plastikvermeidung und verantwortungsvollen Entsorgung von Abfall über ihre Sportstätte hinaus. Erhebliches Potenzial für ökologisches und soziales Wirtschaften in einer nachhaltigen Lieferkette besteht bei der Beschaffung von Trikots und Sportmitteln. 4. Nachhaltiges Bauen und Verkehrswende Sportstätten gehören zu den zentralen Ressourcen des Breiten- , Leistungs- und Schulsports. Es besteht ein Sanierungsbedarf von ca. 31 Mrd. Euro 10, womit die Modernisierung bestehender und der nachhaltige Bau notwendiger neuer Sportstätten zu einem wesentlichen Baustein der Ressourcenschonung und auf dem Weg zur Klimaneutralität wird. Dabei bringen Sportvereine eine Eigenanteilsquote von oft 10 % bis 20 % mit, wodurch sie nachhaltiges Bauen auch mit Eigenleistung erheblich voranbringen. Mit Blick auf die Verkehrswende ist der Sport ein wichtiger Impulsgeber für emissionsarme Verkehrslösungen, indem er sich für einen entsprechenden Zugang zu Sporteinrichtungen oder -veranstaltungen einsetzt und eigene Maßnahmen umsetzt. Denn allein bei Sportgroßveranstaltungen ist die Mobilität für rund 80 % der CO 2-Emissionen zuständig11. 5. Nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme Um die weitreichenden Effekte unserer Ernährungssysteme und Essens produktion innerhalb der planetaren Grenzen umzusetzen, braucht es umweltfreundliche Agrarsysteme und den Konsum von umweltfreundlichem Essen – auch beim Sport. Sportliche Initiativen und insb. Sportgroßveranstaltungen haben eine große Strahlkraft und weisen entsprechendes Potenzial auf, mit einem Fokus auf alternativen Fleischprodukten und Reduktion von Lebensmittelverschwendung Vorbildcharakter darzustellen und auf gesellschaftliche Themen über den Sport hinaus 10 DOSB, 2018 11 Öko-Institut, 2022 4 Aufmerksamkeit zu erregen. Auch der Einsatz von regionalen und pflanzenbetonten Lebensmitteln bei Sportveranstaltungen zahlt auf den Transformationsbereich ein. A ls Beispiel ist hier d er (als Projekt des BMUV geförderte) KochCup zu nennen, den das Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production im Kontext der Fußball-Europameisterschaft der Männer 2024 umsetzt und welcher den Bezug zwischen pflanzenbetonter Ernährung und dem Sport herstellt und eine gesunde und nachhaltige Verpflegung und Lebensweise spielerisch in den Fokus rückt. Als Orte des non-formalen und informellen Lernens tragen Sportvereine damit auf allen gesellschaftlichen Ebenen und in allen sozio-demographischen Schichten zu einer Ernährungsbildung bei. 6. Schadstofffreie Umwelt Der Sportsektor kann durch verschiedene Maßnahmen, die Schnittmengen zu den anderen Transformationsbereichen aufweisen, zur Reduzierung von Schadstoffemissionen beitragen: diese reichen von schadstoffarmen Produkten bspw. beim Merchandising oder der Sportplatzgestaltung über nachhaltigen Sportstättenbau bis hin zu klimaneutralen Veranstaltungskonzepten. Die Natursportverbände setzen sich nicht zuletzt aus Selbsterhaltungstrieb für eine intakte Umwelt ein, da diese für deren Sportausübung maßgeblich ist. Auch leistet insbesondere der organisierte Sport hier einen wichtigen Bildungsauftrag, indem bspw. bei Outdoor- Sportaktivitäten über klima - und umweltbezogene Aspekte aufgeklärt wird (siehe auch SPORTOUT-Projekt des DOSB ). Die Transformationsbereiche übergreifend zeigt sich der Sport zunehmend als gesellschaftliches Vorbild im nachhaltigkeitsstrategischen Sinne. Dies wird aktuell in besonderem Maße im Profi-Sport sichtbar: Mit den Vereinen der DFL, der BBL und der DEL engagi eren sich bereits drei große Ligen und somit 68 Vereine für eine strategische Entwicklung von Nachhaltigkeit im Profi -Sport. Mit transparenten Nachhaltigkeitsstrategien und verbindlichen Zielen, Konzepten und Maßnahmen begünstigen sie die globale sowie nat ionale Transformation und dienen als Vorbild auch für viele mittelständische Unternehmen. Das zeigt: Insgesamt ist der Sport nicht nur ein bedeutender gesellschaftlicher Akteur, sondern auch ein Motor für Veränderung im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung. Daher appellieren wir an die Bundesregierung, den Sport angemessen in die Fortschreibung der Nachhaltigkeitsstrategie zu integrieren und seine Potenziale für das Jahrzehnt der Nachhaltigkeit aktiv zu nutzen. Wir fordern die intensivere und wertschätzende Einbindung in den Prozess der Fortschreibung, um inhaltliche Bezüge in den Transformationsbereichen stärker herauszuarbeiten und Potenziale gemeinsam zu erkennen und zu heben. Nur durch eine ganzheitliche Betrachtung und Einbeziehung des Sports können wir die Ziele einer nachhaltigen Entwicklung und damit die der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie erfolgreich erreichen. Eine Verankerung des Sports in der Strategie und eine entsprechende Umsetzung, welche die Vorbildfunktion der deutschen Sportstrukturen betont, würde darüber hinaus sicherlich auch in weiteren Prozessen, wie kommende Bewerbungen für die Ausrichtung der Oly mpischen Spiele, entsprechende Wirkung zeigen. Für einen Austausch zu Beteiligungsprozessen des Sports in der Fortschreibung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie stehen wir gerne zur Verfügung. 5 Mitglieder der Fokusgruppe „Nachhaltigkeit und Sport im Westen“ Tony Bender, Amtsleiter Sport- und Bäderamt der Landeshauptstadt Saarbrücken Björn Fecker, Leiter der Kommission Gesellschaftliche Verantwortung beim Deutschen Fußball - Bund (DFB) Prof. Dr. Klaus Helling, Dekan FB Umweltwirtschaft/ -recht des Umwelt -Campus Birkenfeld der Hochschule Trier / RENN.west Michael Kuhndt, Geschäftsführender Direktor der Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP) gGmbH Thomas Leyendecker, komm. Personalgeschäftsführer des Landessportbund Rheinland-Pfalz Reiner Mathar, Finanzvorstand ANU Hessen / RENN.west Barbara Mittler, Geschäftsführerin ELAN e.V. / RENN.west Dr. Alex Mommert, Referent Sportpolitik des Städtetags Nordrhein-Westfalen Dr. Heide Naderer, Vorsitzende des NABU NRW Jens Prüller, Geschäftsbereichsleiter Sportinfrastruktur des Landessportbunds Hessen Bianca Quardokus, Referentin Sportstätten, Umwelt und Nachhaltigkeit des Deutschen Olympischen Sportbundes Joachim Raschke, BNE-Partner am Nuremberg Campus of Technology Andreas Rettig, Geschäftsführer Sport beim beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) Dr. Klaus Reuter, Geschäftsführender Vorstand LAG 21 NRW e.V. / RENN.west Angelika Ribler, Jugend- und Sportpolitik | Referatsleiterin der Sportjugend Hessen im Landessportbund Hessen Neele Rickers, Leiterin Marketing | CSR & Entwicklung beim SC Paderborn 07 Tobias Rinauer, Leiter CSR beim 1. FSV Mainz 05 Olaf Röttig, Geschäftsführer des Behinderten- und Rehabilitationssportverbands Rheinland-Pfalz Univ.-Prof. Dr. Ralf Roth, Leitung Institut für Outdoor Sport und Umweltforschung der Deutschen Sporthochschule Köln Clara Pointke, Themenmanagerin Nachhaltigkeit & Frauen im Fußball beim Deutschen Fußball - Bund (DFB) Ilja Waßenhoven, Vorstandsmitglied des Landessportbund Nordrhein-Westfalen Prof. Dr. Heinz Zielinski, Vorstandsmitglied der Landesstiftung „Miteinander in Hessen“ 6 ANLAGE: Die Fokusgruppe „Nachhaltigkeit und Sport im Westen“ Die Fokusgruppe „Nachhaltigkeit und Sport im Westen“ wurde im Jahr 2021 einberufen. Im ergebnisorientierten Dialog werden Akteur*innen aus dem Sport sowie Expert*innen der Nachhaltigkeit v.a. in Hessen, NRW, Rheinland -Pfalz und dem Saarland vernetzt, um Wissen zu bündeln, Handlungsfelder zu identifizieren und Lösungen zu entwickeln. Unser Ziel ist es, Nachhaltigkeit stärker in den Strukturen des Sports zu etablieren, um die Resilienz und Zukunftsfähigkeit des Sportes zu stärken. Dies ermöglicht den Sportler*innen das Sporttreiben auch langfristig und schafft Begegnungsorte, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern und sinnstiftendes Handeln in der Gruppe ermöglichen. Denn starke Strukturen sind Motor und Grundvoraussetzung für Erfolge. Ziel ist es außerdem, die Vorbildfunktion des Sports in der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung zu stärken und andere Akteur*innen weiter zum Handeln zu motivieren. Dabei gilt es zum einen aufzuzeigen, dass der Sport bereits ein wichtiger Akteur in der Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele ist und durch das Engagement der Vereine und Verbände eine große Hebelwirkung zu erwarten ist. Zum anderen gelingt dadurch auch, die noch bestehenden Nachhaltigkeits-„Hot Spots“ im Sport offen und transparent zu diskutieren, um so – zusammen mit den relevanten Akteur*innen – gemeinsame Handlungswege zu entwickeln und zu begehen. Wir tragen zur Erreichung dieser Ziele bei, indem wir die Kommunikation zur Rolle des Sports als Nachhaltigkeitsakteur stärken. Dabei soll sowohl nach außen als auch nach innen aufgezeigt werden, auf welche SDGs der Sport bereits einzahlt und welches Potenz ial noch ausgeschöpft werden kann und sollte. Indem die Vorteile des Engagements aufgezeigt werden, wird die Motivation zur Nachahmung und Optimierung erhöht. Wir verpflichten uns, die strategische Betrachtung und Herangehensweisen von Vereinen und Verbänden zu stärken und sie bei der Umsetzung zu unterstützen. Denn: zielgerichtete Entscheidungen sichern Zukunftsfähigkeit. Schnittstellen zwischen verschiedenen Akteursgruppen sollen gefördert und zusammengedacht werden, denn durch die Vernetzung kann mehr erreicht und die Multiplikatorenfunktion gefördert werden. Impressum: c/o Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V. (LAG 21 NRW) Deutsche Straße 10, 44339 Dortmund Ansprechpartnerin für Rückfragen: Alice Berger | a.berger@lag21.de
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungOrte (1)
- Straße 10
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- AN/0968/2024
- Typ
- Gem. Antrag nach § 3 (Linke)
- Datum
- 19.06.2024
- Erstellt
- 17.06.2024 11:17