0025/2019
Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe gemäß § 75 SGB VIII; hier: "MyDagis – Skandinavische Kitas gemeinnützige UG"
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Anlage 2 Konzeption
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Konzeption der Kindertagesstätte MyDagis "Das vornehmlichste Erziehungsziel ist, Menschen zu schaffen, die fähig sind, neue Dinge zu tun, nicht einfach das zu wiederholen, was andere Generationen taten - Menschen, die schöpferisch, erfinderisch, die Entdecker sind. Das zweitwichtigste Erziehungsziel ist, Geister heranzubilden, die kritisch sind, verifizieren können und nicht alles hinnehmen, was man ihnen anbietet." Jean Piaget 1. Konzeption der Kindertagesstätte MyDagis Das Wort Dagis bedeutet auf Schwedisch Kindergarten. Ziel der Idee MyDagis ist eine nach skandinavischen Konzepten ausgerichtete Kindertageseinrichtung, die qualitativ gute Betreuung mit flexiblen und langen Öffnungszeiten verbindet, und diese Angebote individuell auf die Familien abstimmt. MyDagis steht als Inbegriff einer optimalen, auf die individuellen Bedürfnisse des Kindes ausgerichteten Förderung. Mit unserem ganztägigen Betreuungskonzept und den darüber hinausgehenden Serviceleistungen bieten wir beruflich stark eingebundenen Eltern und modernen Familien einen individuell zugeschnittenen Kindergartenplatz. Wir möchten, dass Familien ihre wertvolle Zeit mit ihrem Kind verbringen und gleichzeitig ihrem zeitintensiven Beruf nachgehen können. 2. Idee Das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist nicht neu, aber immer noch hoch brisant und vor allem bis heute weitgehend ungelöst. Die Diskussion in Deutschland ob und wie lange Kinder Fremdbetreuung erhalten sollten ist längst überholt und setzt an der falschen Stelle an. Nicht ob und wie lange ist von Bedeutung, sondern wie gut oder wie schlecht. Wenn ein Kind eine gute und liebevolle Betreuung erhält, sind Eltern zufrieden und können sich ohne schlechtes Gewissen ihrer Berufstätigkeit widmen. Bislang war das Thema Bildung der Kinder in Deutschland vorrangig ein Ziel der Schulen. Kindertagesstätten hingegen waren in erster Linie für die Betreuung vorgesehen. Diese Situation ist sehr bedauerlich, denn die frühe Kindheit ist eine prägende Phase, in der es um die Grundlagen zur Entwicklung des Kindes geht. Um diese wertvolle Zeit für das Kind besser nutzbar werden zu lassen, müssen Kindertagesstätten das Thema Bildung stärker in ihren Fokus rücken. Eine ausreichende und qualitativ am Bedarf und den Bedürfnissen von Kindern und Eltern orientierte Infrastruktur von Kinderbetreuung, die eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützt, ist in Deutschland nur regional und unzureichend vorhanden. Inhaltlich setzt sich die Kita ebenfalls von gewöhnlichen Konzepten ab, in dem sie flexible Ganz- und Halbtagsbetreuung mit kleinen Gruppengrößen anbietet, und Angebote wie Ausflüge, Bio-Essen, Sport, Musik und Englisch auf dem Programm stehen. 3. Struktur und Konzept „Die Normalität ist eine gepflasterte Straße; man kann gut darauf gehen - doch es wachsen keine Blumen auf ihr.“ Vincent Willem van Gogh MyDagis steht als Inbegriff einer optimalen, auf die individuellen Bedürfnisse des Kindes ausgerichteten Förderung in einer familiären Atmosphäre ohne Leistungsdruck oder Gruppenzwang. In Schweden z. B. hat man schon seit langem eine integrierte Vorschule für Kinder von einem Jahr bis fünf Jahren geschaffen. Es wird immer aus dem Blickwinkel des Kindes gedacht. Die Grundmelodien sind Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, Fantasie und Sprache, Zahlenräume und Naturwissenschaften entdecken. Die Option für die Kleinen, über die Welt und sich selbst etwas zu lernen, wächst hier mit dem Alter der Kinder mit. Das ist sehr beeindruckend. Auffallend ist, wie kreativ die Erzieher Wege finden, um den Kindern die Wissenswelt spielerisch zu öffnen. Kleinkinder sind von Natur aus neugierig und wissbegierig. Dieses Potenzial wird hier wirklich ausgenutzt. Die Rolle der Eltern ist stärker, die Geschwister, das Zuhause und das Umfeld der Kinder werden immer wieder einbezogen. In Schweden sehen sich Erzieher als Lehrer. Das Personal hat Abitur, die meisten auch ein Lehramtsstudium mit dem Schwerpunkt Kindergarten / Vorschule. Der Kindergarten setzt bereits in frühem Alter der Kinder ein, ab ca. 1 Jahr. Im Kindergarten lernen sie den Umgang mit komplexen Situationen sowie das Alphabet. Es wird gebastelt, gesungen und vorgelesen und bereits früh werden sprachliche Fähigkeiten geschult. Bewusst werden komplexe Fotos mit Menschen und kulturellen Errungenschaften statt Häschen und Strichmännchen aufgehängt. Mittlerweile nimmt auch die Sprachförderung in schwedischen Kindertageseinrichtungen einen breiten Raum ein. Den Kindern wird bei MyDagis ebenfalls eine familienähnliche, in Kleingruppen von 4 - 5 Kindern pro Erzieher stattfindende Betreuung geboten, die ihnen hinsichtlich ihrer Entwicklung viele Vorteile bringt. Inhaltlich soll sich die Kita von gewöhnlichen Konzepten absetzen, in dem sie flexible Ganz- und Halbtagsbetreuung mit kleinen Gruppengrößen von ca. 7 – 19 Uhr anbietet, und Angebote wie Ausflüge, Bio-Essen, Ballett, Sport, Musik, wöchentliche Waldtage und Englisch auf dem Programm stehen. 3.1Ernährung MyDagis legt viel Wert auf eine gesunde Ernährung. Deshalb wird das Essen jeden Tag vom eigenen Koch frisch zubereitet. Uns ist es wichtig durch unsere Ernährungskonzeption allen Kindern einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln zu vermitteln, um damit Wege für eine gesunde Lebensweise zu schaffen. Wir achten sehr darauf, dass der Speiseplan abwechslungsreich, ausgewogen und unter Berücksichtigung der Kinderwünsche gestaltet ist. Dieser hängt sichtbar für die Eltern und für die Kinder anschaulich im Eingangsbereich sowie an weiteren Stellen im Haus aus. Aufgrund der Nachhaltigkeit wird ausschließlich vegetarisch gekocht, wozu wir stets regionale und biologische Produkte verarbeiten. Da MyDagis den Kindern Umweltbewusstsein vermitteln möchte, verzichten wir auch auf Plastikwasserflaschen und bieten stattdessen gefiltertes Wasser aus dem Automaten an. Zusätzlich reichen wir den Kindern ungesüßten Tee. Wasser und Tee stehen den Kindern natürlich ganztägig zur Verfügung und wird auf Kinderhöhe angeboten. MyDagis kocht absolut Zuckerfrei, Ausnahmen gibt es nur zu Geburtstagen. Hierzu dürfen die Eltern auch gezuckerte Produkte wie Kuchen mitbringen. MyDagis bietet alle Mahlzeiten, vom Frühstück bis zum Abendbrot, an. Als Snack reichen wir den Kindern frisches Obst und Brot. Ganz bewusst gestalten wir die Mahlzeiten für die Kinder und gemeinsam mit ihnen. Wir nutzen die Chancen für aktive Beteiligung, für Austausch, gemeinsames Nachdenken und Lernen. Wir unterstützen die Kinder in ihrem selbständigen und eigenverantwortlichen Handeln. Für uns ist Essen in der Gemeinschaft Wohlbefinden und Genuss, Geselligkeit und Gelegenheit zum Gespräch, auch Erkenntnisgewinn und Wissenserwerb – nicht nur reine Nahrungsaufnahme. 3.2. Bilingualität Die Kinder wachsen selbstverständlich mit der neuen Sprache auf - da sie in den ersten Lebensjahren eine Sprache besonders leicht erlernen - und für Kinder aus bilingualen Familien ist es eine weitere Ergänzung. Es findet kein Englischunterricht statt, sondern die Erzieher sprechen deutsch oder englisch mit den Kindern. Unser Konzept verfolgt das Prinzip „eine Person, eine Sprache“, d.h. jeder Erzieher spricht konsequent in nur einer Sprache mit den Kindern, entweder immer deutsch oder immer englisch. Die Bilingualität zieht sich durch das ganze Konzept, so wird das Vorschulprogramm (Preschool) immer von zwei ErzieherInnen auf Englisch und Deutsch durchgeführt. Auch externe, englischsprachige Mitarbeiter arbeiten bei MyDagis, so wird Yoga für die Kinder auf Englisch angeboten. 4. BetreuerInnenschlüssel Die Qualität der Betreuung und die Förderung der individuellen Entwicklung der Kinder kann nur mit einem hohen Betreuungsschlüssel erreicht werden. Die Qualifikation des Betreuungspersonals und die Sensibilität für die individuellen Bedürfnisse der Kinder spielt eine zentrale Rolle um eine vertrauensvolle Atmosphäre in der Gruppe zu entwickeln. Erst im Rahmen einer solchen Atmosphäre können die Kompetenzen aller Kinder wachsen und spezifisch gefördert werden. Wir sind überzeugt davon, dass Kleinkinder eine ganz besonders geschützte, familiäre und ruhige Atmosphäre für ihre Entwicklung brauchen. Wir wollen den Eltern die Sicherheit geben, dass ihre Kinder – die ja oft das erste Mal mehrere Stunden von zu Hause weg sind - sowohl in einer warmen, geborgenen als auch für ihre Entwicklung anregenden Atmosphäre gut aufgehoben sind. Während seiner ersten Lebensjahre entwickelt sich das Kind sehr rasch. Gerade aufgrund dieser enormen Entwicklungsschritte sind die ersten Lebensjahre so wichtig für die Zukunft des Kindes. Das bedeutet, dass Kinder, deren physische Entwicklung und Persönlichkeitsentfaltung positiv verlaufen, besser für das Leben gerüstet sind als andere Kinder. 5. Das pädagogisches Konzept „Dem Glücklichen schlägt keine Stunde“ MyDagis legt sich nicht auf eine pädagogische Richtung fest, sondern integriert verschiedene Ansätze. Diese grundsätzliche Offenheit verschiedener Modelle gegenüber entspringt der Überzeugung, dass sich die Entwicklung von Kindern auf eine komplexe, ganzheitliche und individuelle Art vollzieht, die sich vordefinierten Schemata entzieht. Jedes Kind trägt seine eigenen Entwicklungsgesetze in sich, denen die Erzieher mit Achtung und Respekt begegnen. 5.1 Pädagogisches Leitbild Kern des Konzeptes ist die frühkindliche Förderung im Zusammenspiel mit folgenden PädagogInnen: Maria Montessori, Anton Makarenko, Célèstin Freinet, Alexander Sutherland Neill und Emmi Pikler. Es finden sich in dem Konzept aber auch Elemente aus der Reggio- und Waldpädagogik ebenso wie aus dem Situationsansatz. Emmi Picklers Auffassungen über die Betreuung von Kleinkindern in Institutionen stärkten uns in der Überzeugung, dass eine gute Unterbringung auch für sehr kleine Kinder möglich ist. Die von Janusz Korczak verfassten Rechte der Kinder stützen unsere Vorstellung von einer selbstbestimmten Kindheit und Jesper Juul prägt unter anderem im Konzept das Bild vom Kind. Nicht zuletzt hat das Gedankengut von Carl Rogers und Thomas Gordon den Prozess des Konzeptes stark beeinflusst. Das Zusammenleben mit Kindern ist ein Prozess, der einer ständigen Entwicklung unterliegt, so dass auch dieses Konzept immer wieder der Überarbeitung bedarf. 5.2 die pädagogischen Vorbilder „Das Glück ist nicht mehr als die Abwesenheit der Langeweile“ (Arthur Schopenhauer) a) Maria Montessori Die Montessorimethode wird als eine Philosophie beschrieben, die das Kind und seine Individualität in den Mittelpunkt stellt. Maria Montessori glaubte an den Eigenwert des Kindes. Vergleiche mit traditionellen Standards sind in der Montessoripraxis nicht erwünscht. Stattdessen meint Montessori, dass Kinder frei lernen sollten, ohne Behinderung und Kritik. Montessori glaubte, dass sowohl Belohnungen als auch Strafen schädlich sind für die innere Einstellung des Menschen, dass Kinder ganz natürlich aus ihrer eigenen Motivation lernen wollen. Vor allem deshalb, weil es in ihrer Natur liege, am (erwachsenen) Leben teilhaben zu wollen. Die Montessorimethode konzentriert sich als Pädagogik auf die Bedürfnisse, Talente und Begabungen des einzelnen Kindes. Montessori-Lehrer und -Pädagogen sind der Meinung, dass Kinder am besten in ihrem eigenen Rhythmus und in ihrer eigenen Art lernen. Kinder werden dazu ermutigt, das Tempo, das Thema und die Wiederholung der Lektionen selbstständig zu steuern. b) Anton Makarenko Er entwickelte eine Form der Kollektiverziehung mit dem Ziel der Erziehung einer allseitig entwickelten Persönlichkeit zunächst auf der Grundlage der Theorien von Jean- Jacques Rousseau, Johann Heinrich Pestalozzi und anderer humanistischer Denker. Er beabsichtigte eine Erziehung ohne hierarchische Autorität seitens der Lehrer und Erzieher. c) Célèstine Freinet Die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit, das kritische Begegnen mit der Natur, Selbstverantwortung und Verantwortlichkeit, sind die Grundsätze dieses Pädagogikkonzepts. Was in der Theorie schwierig klingen mag, zeigt sich in der Praxis durch kreative, lebendige, aufgeweckte und interessierte Kinder als beispielhaft. Was Unwissende als zweifelhaft bewerten, bereitet in der Realität viel weniger Komplikationen. Kinder sollen hier... ∞ mit Werkzeugen und Materialien frei experimentieren und ausprobieren dürfen, ∞ lernen, Verantwortung zu übernehmen, ∞ sich mit Dingen aus ihrem Leben zu beschäftigen, ∞ produktiv ihren Alltag mitbestimmen, ∞ erfahren, dass man sie respektiert d) Alexander Sutherland Neill ∞ Das Ziel der Erziehung und des Lebens ist, mit Freude zu arbeiten und glücklich zu werden. ∞ Es müssen sowohl die intellektuellen wie die emotionalen „Kräfte" entwickelt werden, da der Mensch von heute seine Erfahrungen fast nur noch auf dem gedanklichen Wege macht. ∞ Die Erziehung muss den psychischen Bedürfnissen und Fähigkeiten des Kindes angepasst sein, das heißt, dass es falsch ist, von einem Kind etwas zu erwarten, das es von seiner Entwicklung her noch gar nicht schaffen kann. ∞ Das Kind soll Respekt vor Erwachsenen und Lehrern haben, aber genauso müssen die Erwachsenen die Kinder respektieren. Keiner darf den anderen unter Druck setzen. Um sich zu einem gesunden Menschen zu entwickeln, muss das Kind zum gegebenen Zeitpunkt die Bindung zu ihren Bezugspersonen lösen und selbstständig werden. „Es muss alle seine Kräfte darauf richten, Übereinstimmung mit der Welt zu finden, und seine Sicherheit nicht in Unterwerfung oder Beherrschung finden." Neill ist ein kompromissloser, ehrlicher Mensch gewesen und hat unter diesem Prinzip seine Ziele verfolgt. Eines seiner Ziele war es, Kinder nicht zur Anpassung an die bestehende Ordnung zu erziehen, sondern zu glücklichen Menschen mit dem eigenen Ziel „viel sein“. e) Mihály Csikszentimihályi und die Flow -Pädagogik Er hat den Begriff der Flow-Pädagogik nachhaltig geprägt. Was ist Flow und weshalb vergessen Menschen im Flow die Zeit? „Die Tätigkeit, die man gerade ausführt, geht wie von selbst. Hier handelt es sich nicht um einen Dauerzustand, sondern um einen temporären Zustand, den vermutlich jeder Mensch entweder in seiner Kindheit beim Spielen, in der Freizeit oder in der Arbeit schon einmal erlebt hat.“ Das Flow-Erlebnis ist ein spezielles Phänomen der intrinsischen Motivation, das vor allem von Mihály Csikszentimihályi untersucht wurde. Bezeichnet wird damit der Zustand des reflexionsfreien, gänzlichen Aufgehens in einer glatt laufenden Tätigkeit, die als angenehm erlebt wird und zu Zufriedenheit und freudvollem Erleben führt. Auch wenn Mihály Csikszentimihályi als Vater der Flowforschung gilt, ist seine Theorie nicht ganz neu, denn schon Kurt Hahn (Erlebnispädagogik) und Maria Montessori beschrieben Anfang des 20. Jahrhunderts dieses Phänomen in ähnlicher Weise, wobei für sie Meister des Dahinfließens vor allem Kinder waren, die in ihrem Spiel völlig aufgehen können. Der Flow tritt nur ein, wenn die Langeweile überwunden wird. Diagramm zum Flow zwischen Über- und Unterforderung Stress, Überforderung und Angst liegen über der roten Linie. Langeweile, Unterforderung und Routine liegen unter der blauen Linie. Der Flow liegt genau dazwischen, und wenn Fähigkeiten und Anforderungen zusammen steigen, wird der Bereich des Flows größer. Der Flow ist wie ein sich ausdehnender Strahl zwischen der roten und blauen Linie, und nicht allein die grüne Linie. f) Emmi Pikler Jedes Kind hat nach Emmi Pikler seine eigene Persönlichkeit und deshalb sein eigenes Entwicklungs- und Lerntempo, das sehr unterschiedlich sein kann. Jedes Kind macht genau dann seinen nächsten Entwicklungsschritt, wenn es sich dafür bereit fühlt, also sicher mit dem bisher Erlernten ist. Alle motorischen Fähigkeiten und auch das Selbstbewusstsein entwickelt das Kind selbst, wenn es ein entsprechend wertschätzendes und liebevolles Umfeld dafür hat. Emmi Pikler vertrat die Ansicht, dass sich die Persönlichkeit eines Kindes dann am besten entfalten kann, wenn es sich möglichst selbstständig entwickeln darf. Sie ging davon aus, dass bereits die Säuglingspflege Teil der Erziehung ist. Den größten Teil seiner sozialen Erfahrungen macht ein Baby, wenn es gefüttert, gebadet, gewickelt und an- und ausgezogen wird. Deswegen ist für sie der liebevolle und respektvolle Umgang mit dem Baby von größter Wichtigkeit für eine gesunde Entwicklung des Kindes. Jede Interaktion mit dem Kind ist für Pikler von intensiver Kommunikation (verbal, körpersprachlich) und Aufmerksamkeit geprägt. Die drei Aspekte der Pikler-Pädagogik: Pflege: Behutsame körperliche Versorgung und Kommunikation mit dem Kind. Das Kind wird auf seinen Wunsch grundsätzlich beteiligt. Bewegungsentwicklung: Das Kind entwickelt sich aus eigenem Antrieb und nach eigenem Rhythmus. Es gibt keine lenkenden oder beschleunigenden Eingriffe von Erwachsenen. Spiel: Freies, ungestörtes Spiel in einer geschützten, altersgemäß ausgestatteten Umgebung. 5.3 Waldpädagogik Einmal pro Woche zwischen Frühling und Herbst, fahren die Gruppen in den nahegelegenen Wald und verbringen dort den Tag. Der Morgenkreis wird im Wald auf dem Boden oder auf dem selbsterbautem Waldsofa stattfinden und auch das Mittagsessen und teilweise der Mittagsschlaf wird in den Wald verlegt. Durch den Aufenthalt in der Natur erleben und erfahren die Kinder die Umwelt in einer Intensität, die sie ein Leben lang prägt. Die Natur ist der ideale Bewegungsraum für die Kinder. Die Waldpädagogik fördert alle Bereiche und lernt die Kinder die Natur zu lieben und zu achten. Durch unbegrenzten Raum, Stille und Zeit (äußerer Rahmen) werden Kinder in der Entwicklung ihrer emotionalen Stabilität, ihrer Konzentrationsfähigkeit und Ausgeglichenheit angemessen unterstützt. In direktem und dauerndem Kontakt zur Natur üben Kinder Umsichtigkeit und Rücksicht mit ihr, es werden Gefühle von Vertrautheit in Bezug auf Pflanzen, Tiere, Erde und Wasser entwickelt, um sich schließlich in der Natur zuhause zu fühlen, denn die primäre pädagogische Kraft ist die Natur selbst. Jedoch lernen wir die Natur nicht nur im Wald lieben, sondern auch in unserem Naturgarten. MyDagis verzichtet bewusst auf zu viele Spielgeräte für draußen, da die Natur an sich genug Spielraum bietet. Die Fantasie der Kinder wird durch den Naturgarten angeregt und es ergeben sich so ganz neue Spielmöglichkeiten, wodurch die Kinder vielfältige eigene Erfahrungen machen, Mut und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln, aber auch ihre persönlichen Grenzen erleben. Die Kinder konsumieren nicht, sondern haben die Möglichkeit, selber kreativ zu sein, sich ständig auf neue Situationen einzustellen und dafür Lösungen zu finden. 5.4 Die selbst gestaltete Bildungszeit (Freispiel) Das Spiel als Urphänomen des Lebens, als grundlegende Lebens- und Lernform ist von fundamentaler Bedeutung für die kindliche Entwicklung. Kinder spielen Themen aus dem alltäglichen Leben die sie beschäftigen, befreien sich spielend aus der kindlichen Abhängigkeit und Schwäche, aus Rivalitäten, aus Ängsten und aus der Isolation. Sie bringen im Spiel die Welt ihrer Eindrücke mit der Welt ihrer Gefühle und Wünsche zusammen. So werden spannungsvoll erlebte Situationen im Spiel symbolisch wieder hergestellt und immer wieder neu in Szene gesetzt bis sie innerlich gemeistert sind. Diese reinigende Funktion kann in der Regel das Spiel nur dann erfüllen, wenn das Kind sein Spielthema selbst wählt und den Spielverlauf genauso einrichtet, wie es seinen individuellen Bedürfnissen entspricht. Spiel wird daher bei MyDagis nicht „veranstaltet“. Der Aspekt des „zweckfreien“ Spiels hat eine derart große Bedeutung, weil das Konzept davon ausgeht, dass Kinder Vergnügen und freudvolle Kommunikation verdienen und sie auf diese Weise Erfindungsreichtum und Kreativität entwickeln. Dies ermöglicht ihnen, Spiele einzuleiten, zu erfinden und abzuwandeln, in denen sie wiederum eine Fülle neuer Erfahrungen machen können und in denen wieder Möglichkeiten sozialen Handelns, Spaß und Freude am Spiel zum Ausdruck kommen, ohne auf fortwährende Initiationen durch die Umwelt angewiesen zu sein. Dieses spielerische Lernen soll – für Kinder und Erwachsene – vergnüglich und spannend sein, was Anstrengungen nicht ausschließt. Anstrengung stellt sich beim Sich-ganz-vertiefen auf eine Frage ein, eine Neugier, die nach Antworten sucht und sie unbedingt finden will. 6. Das Bildungsverständnis „Für die Qualität der Bildung ist die Qualität der Beziehung von großer Bedeutung.“ In einer Kindertagesstätte steht in diesem Sinne die Beziehung zwischen Kindern und Erzieher im Mittelpunkt. Diese Beziehung ist geprägt von dem Wissen über die Bedeutsamkeit des Annehmens der unterschiedlichen Gefühle von Kindern und einem „gleichwürdigen“, persönlichen Dialog, der die Bedürfnisse und Wünsche der Kinder ernst nimmt. Die Forderung nach gleicher Würde bedeutet demnach auch Offenheit und Respekt für Verschiedenheit. „Gleichwürdigkeit nimmt Unterschiede ernst, und strebt nicht danach, sie auszugleichen“, so Jesper Juul. In diesem Sinne ist Bildung eine lustvolle, aktive Aneignungstätigkeit, mit der sich das Kind ein Bild von der Welt macht. Die Erzieher sorgen für eine anregende und an Materialien vielfältige Umgebung, so dass Lernen hauptsächlich durch Nachahmen, Spielen, Experimentieren, das Nachgehen von Bedürfnissen und die Umsetzung von Gedanken in Handlung und Sprache geschieht. Jedes Kind benötigt ein spürbares Interesse an seiner Tätigkeit, seinen Empfindungen und seinen Erkenntnissen. Es geht darum, gemeinsam mit den Kindern fragend zu forschen. Wir gehen davon aus, dass jedes Kind mit dem starken Bedürfnis, sich durch aktives Tun seine Umwelt anzueignen, geboren wird. In unserer Kindestagesstätte bietet sich den Kindern die Möglichkeit, ganzheitlich zu lernen. Bildung wird daher weniger als Vermittlung von konkretem Wissen betrachtet, sondern als eine konsequente Hinwendung zum aktiven, konstruierenden Kind. Dabei steht der Prozess im Vordergrund, nicht das Ergebnis. Die Erzieher stellen sich als Person mit ihren Interessen sowie Fähigkeiten dar, und bieten damit überschaubare Herausforderungen an. Die dabei aufkommenden Fragen werden so erleb-, gestalt- und erforschbar. Zwischen dem Angebot des Erwachsenen und dem tatsächlichen Handeln des Kindes steht jedoch immer die innere Entscheidung des Kindes, das Angebot anzunehmen und eine Auswahl zu treffen oder es abzulehnen. Die pädagogische Ausrichtung orientiert sich an der Erkenntnis, dass die kindliche Entwicklung von Anfang an als Bildungsprozess zu verstehen ist. Dabei verfolgt wird ein ganzheitlicher Bildungsansatz: Das Erkennen des eigenen Ichs sowie die Unterstützung eines positiven Selbstwertgefühls ermöglichen Verantwortungsübernahme und Kooperationsfähigkeit innerhalb einer Gruppe. Im Umgang mit erwachsenen Bezugspersonen und, ganz wichtig, Gleichaltrigen werden Kommunikationsfähigkeit, Durchsetzungsvermögen und Kompromissbereitschaft gefördert. Ein weiterer Kern der Arbeit ist die lernmethodische Kompetenz unter Berücksichtigung von Problemlösungsfähigkeit wie auch dem Umgang mit Misserfolgen. Mit Angeboten aus den Bereichen Sprach-, Wahrnehmungs-, Bewegungs- und musikalischer Förderung wird genau dieser Ansatz verfolgt. Kinder wachsen daran, wenn sie viele Gelegenheiten bekommen und ermutigt werden, alles zu erkunden und kreativ damit umzugehen. Sie suchen die Interaktion mit anderen und lernen durch Nachahmung, vor allem aber durch selbständiges Handeln. Der pädagogische Bildungsansatz wird abgerundet durch das fürsorgliche Miteinander, Geborgenheit und Aufmerksamkeit, also einer Umgebung, in der es Kindern leicht fällt, die Erziehenden als neue Bezugspersonen zu akzeptieren und sich kontinuierlich zu entfalten. Das Kind erfährt Wertschätzung beim Austausch und der Interaktion mit seiner sozialen Umwelt. Denn nur in einer Atmosphäre aus Wärme und Toleranz ist die bestmögliche Entfaltung des Kindes möglich. 7. Betriebskita für Unternehmen Auch die Zusammenarbeit von Firmen, bzw. des Berufslebens und der Familie funktioniert oft nicht optimal, die Arbeitszeiten sind nicht auf die Öffnungszeiten einer Kita abgestimmt und beide Parteien (Arbeitgeber und Kita) sind meistens sehr unflexibel was die Verschiebung der Arbeits- und Öffnungszeiten angeht. Da kam die Idee beides zu vereinen, als Schnittstelle zwischen Kita und Beruf zu fungieren und die Firmen mit in die Planung einzubeziehen. Das ist für alle von Vorteil und dadurch erzielen alle einen Zugewinn an optimaler Zeitplanung, man wird effizienter und gewinnt mehr Zeit für die Arbeit und vor allem mehr Zeit für die Familie (quality time). In dem die Kita mit dem Arbeitgeber zusammen arbeitet, müssen nicht mehr die Eltern die lange Suche nach dem Kitaplatz und das Zusammenspiel der Öffnungs- und Arbeitszeiten organisieren, sondern diese Arbeit wird ihnen abgenommen und Kinder sowohl Eltern können entspannt ihren Tag in Kita und im Berufsleben verbringen. Das Konzept ist so ausgelegt, dass Firmen eine Anzahl an Kontingentplätzen über einen längeren Zeitraum hinweg buchen und diese Plätze dann für Mitarbeiterkinder zur Verfügung gestellt werden. Wenn der Bedarf der Belegfirmen, bzw. der Firmen mit denen wir zusammenarbeiten anders ist, dann werden die Öffnungszeiten dementsprechend angepasst. Wir können um 6.00 Uhr öffnen und haben bei Bedarf bis 21 Uhr geöffnet. Die Kernbetreuungszeiten bleiben immer dieselben, so dass ein regulärer Kindergartenalltag garantiert werden kann. Ein Kind kann immer nur eine gewisse Stundenzahl am Tag in der Kita sein, aber ob das von 6 Uhr bis 13 Uhr ist oder von 14 Uhr bis 21 Uhr ist dann egal. Das Konzept von MyDagis ist so ausgelegt, dass Firmen eine Anzahl an Kontingentplätzen über einen längeren Zeitraum hinweg buchen und diese Plätze dann für Mitarbeiterkinder zur Verfügung gestellt werden. Wir können immer geöffnet haben, bei Bedarf 24 Stunden am Tag und 7 Tage in der Woche. Wenn der Bedarf der Belegfirmen, bzw. der Firmen mit denen wir zusammenarbeiten anders ist, dann werden die Öffnungszeiten dementsprechend angepasst. Natürlich nur an den Randzeiten, die Kernbetreuungszeiten bleiben immer dieselben, so dass ein regulärer Kindergartenalltag garantiert werden kann. D. h. wenn Eltern z.B. nachts Betreuung benötigen, aber nie am Wochenende, dann würden die Zeiten dahingehend angepasst. Wichtig ist nicht, dass Eltern zu jeder Tages- und Nachtzeit arbeiten können und ihr Kind dann 24 Stunden am Tag in die Kita bringen, das ist natürlich gar nicht möglich. Ein Kind kann immer nur eine gewisse Stundenzahl am Tag in der Kita sein. 8. Eingewöhnungskonzept und ErzieherInnenarbeit Mit der Zeit im Kindergarten beginnt für das Kind und die Eltern ein neuer Lebensabschnitt. Das bedeutet nicht nur, dass sich Eltern und Kind voneinander loslösen, sondern auch eine veränderte Struktur des Tagesablaufes, eine ungewohnte Umgebung und neue Bezugspersonen. Das Ziel einer gelungenen Eingewöhnung ist ein sanfter Übergang von der Familie zur Kindergruppe. Die Eingewöhnung beginnt mit einem Gespräch zwischen den Erziehenden und den Eltern, das zum Kennenlernen einlädt. Der Austausch über Vorlieben und Abneigungen des Kindes, Rituale und Gewohnheiten, zum Beispiel das Schlafen, Essen und den Abschied oder das Trösten betreffend, begünstigen einen gegenseitigen Beziehungsaufbau. Die ersten Stunden in der Kita verbringen Eltern und Kind gemeinsam, um sich mit dem Erziehenden und den Räumlichkeiten vertraut zu machen. Es ist die Zeit der Beobachtung und der Annäherung. Ein nächster Schritt besteht darin, dass sich die erziehende Person intensiv dem Kind zuwendet und die Eltern kurze Momente den Raum verlassen, aber bei Bedarf erreichbar bleiben. Hierbei wird die Beziehung so weit stabilisiert, dass es dem Bezugspädagogen gelingt, das Kind zu trösten. Ein gelungenes Tröstungsritual bildet die Grundlage für die Verabschiedungsphase, in der das Kind ein paar Stunden in der Kita verbringt. Das Einnehmen der Mittagsmahlzeit und das Einschlafen sind die letzten Schritte der Eingewöhnung. Ein abschließendes Entwicklungsgespräch bietet Gelegenheit, von den eigenen Erfahrungen zu berichten und Resümee zu ziehen. Das Einschlafen zur Mittagsruhe ist für die kleinen Kinder losgelöst vom häuslichen Umfeld eine besondere Anforderung. Jedes Kind hat unterschiedliche Schlafgewohnheiten, wenn es in die Kita kommt. Respektvoll wird versucht, die häuslichen Einschlafrituale zu übernehmen, um ihm Sicherheit in dieser Situation zu geben. Für die Kinder ist das Schlafen außerhalb der Mittagsruhe jederzeit möglich. Jede Eingewöhnung richtet sich nach den Bedürfnissen des Kindes. Als gelungen und damit abgeschlossen betrachtet wird eine Eingewöhnung dann, wenn das Kind und die Eltern Vertrauen und Sicherheit empfinden, um sich gegenseitig ,,loslassen“ zu können. Eltern sind Experten in Fragen, die ihre Kinder betreffen, Erzieher sind Experten in pädagogischen Fragen. Ein Austausch von Erfahrungen und beratende Zusammenarbeit sind daher für das Wohlergehen des Kindes unerlässlich. So können Eltern im Leben ihres Kindes im Kleinkinderladen teilhaben und Freude, Sorgen oder Ängste mit Erziehern teilen. Die Betreuer können dadurch gezielte Beobachtungen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse in den Kita - Alltag integrieren. Eltern sind ein wichtiges Standbein, da sie im Zusammenspiel mit den Erziehern das Leben im Kindergarten gestalten. Die Eltern sind eingeladen, ihre eigenen Kompetenzen einzubringen. Die gewünschte familiäre Atmosphäre und die Vertrautheit von Kindern, Erziehern sowie Eltern sollen eine Identifizierung mit der Kindertagesstätte ermöglichen und ein Gemeinschaftsgefühl fördern. Zu diesem Zweck gehören regelmäßige Elternabende und Entwicklungsgespräche zu unserem Miteinander. Mit den Eltern wäre eine Beziehung wünschenswert, die von gegenseitiger Wertschätzung und Anerkennung zeugt. Unter Erzieherprofessionalität wird das Umsetzen des zu Grunde liegenden pädagogischen Konzeptes als ständige Herausforderung verstanden. Bei der pädagogischen Arbeit mit Kindern spielt die Beobachtung der konkreten Situation im Kontext eine bedeutsame Rolle. Dies bietet sowohl die Grundlage für individuelle als auch für Langzeitreflektion, wobei es das Kinder- und das Erwachsenenhandeln gleichermaßen immer wieder neu zu überdenken gilt. Um die Professionalität der Arbeit sicher zu stellen, wird Weiterbildung als fundamental betrachtet. Zur Weiterbildung zählen unter anderem Supervision, Fachtagungen, Gastvorträge und Literaturrecherche. Teamsitzungen finden einmal wöchentlich statt. Für die professionelle pädagogische Arbeit mit Kindern ist eine Zusammenarbeit mit den Eltern Voraussetzung. Ausgangspunkt für alle gemeinsamen Überlegungen von Erziehern und Eltern ist die Würde des Kindes. 9. Die drei Säulen der Bildungsarbeit von MyDagis xHohe Qualität der pädagogischen Förderung xStärkung und Ausbau der Selbständigkeit und des Selbstbewusstseins des Kindes xHöchstmögliche Flexibilität für berufstätige Eltern und mehr Quality-Time für Familien Janusz Korczak: „Jedes Kind hat das Recht auf den heutigen Tag... du Kind wirst nicht erst Mensch, du bist Mensch ...“ Die Sicht der Erwachsenen auf Kinder beeinflusst ihre kindliche Wahrnehmung. Um sie in ihrem Verhalten zu stärken, müssen wir unsere Einstellung zu ihrem Tun und Handeln reflektieren. Dazu gehört, das Bild vom Kind zu hinterfragen. Kindheit ist ein eigenständiger Lebensabschnitt, keine Durchgangs- oder Vorbereitungsphase. Kinder sind kleine Menschen am Anfang ihres Lebens, die mit vielen eigenen Entwicklungskräften geboren sind. Deshalb ist die Achtung des Kindes als individuelles Subjekt mit all seinen Gefühlen, seinem Temperament, seinen Fähigkeiten und Schwächen Ausgangspunkt der pädagogischen Arbeit von MyDagis. 10. Tagesablauf Tagesablauf bei MyDagis 7:00 – 8:00 Frühdienst 8:00 – 9:15 Öffnung der Gruppen / Frühstück / Freispiel 9:30 – 10:00 Morgenkreis 10:00 – 11:00 Angebote und Projekte / Garten / Wald/ Freispiel 11:20 Mittagessen / Zähneputzen 12:00 Storytime / Mittagsschlaf 14:00 Snack 14:30 Angebote / Garten / Freispiel 16:00 Spätschicht 17:00 Abendbrot 11. Kooperationen Durch Kooperationen mit anderen Bildungseinrichtungen und Instituten oder Stiftungen versuchen wir die Förderung der Kinder zu optimieren und ihnen noch mehr Möglichkeiten zur freien Entfaltung zu bieten. Unter anderem sind wir zertifiziert beim „Haus der kleinen Forscher“ und fördern hier Jungen und Mädchen in ihrem Verständnis und Interesse an Naturwissenschaften und sensibilisieren sie für den Umgang mit der Natur und der Umwelt. Des Weiteren nehmen wir am Projekt „Faire Kita“ teil, hier werden Kinder geschult im fairen Umgang miteinander und mit Erwachsenen. Es hilft den Kindern global zu denken und unsere Welt ganzheitlich als eine Welt zu verstehen. Durch die Verwendung von fairen Produkten bei MyDagis übernehmen Kinder und ErzieherInnen Verantwortung für einen fairen und nachhaltigen Konsum. Zudem kooperieren wir stets mit Bildungsinstitutionen wie die umliegenden Schulen, der Bibliothek Bocklemünd und weitere Fachkräfte aus pädagogischen und psychologischen Einrichtungen.
Beschlussvorlage Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/510/32 Vorlagen-Nummer 0025/2019 Freigabedatum 09.01.2019 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe gemäß § 75 SGB VIII; hier: "MyDagis – Skandinavische Kitas gemeinnützige UG" Beschlussorgan Jugendhilfeausschuss Gremium Datum Beschlussvorschlag: Der Jugendhilfeausschuss – Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie – beschließt, den Träger „MyDagis – Skandinavische Kitas gemeinnützige UG“, Industriestraße 170, 50999 Köln, als Träger der freien Jugendhilfe gemäß § 75 Abs. 1 SGB VIII anzuerkennen. Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 28.01.2019 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 28.01.2019 Jugendhilfeausschuss 05.02.2019 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Begründung: Die in Köln ansässige gemeinnützige Unternehmensgesellschaft „MyDagis – Skandinavische Kitas gemeinnützige UG“, Geschäftsanschrift: Industriestraße 170, 50999 Köln wurde am 26.10.2018 in das Handelsregister unter der Nummer HRB 96074 eingetragen. Die gemeinnützige Unternehmensgesellschaft beantragt die Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe gemäß § 75 SGB VIII. Zweck der Gesellschaft ist gemäß Nr. 2.1 des Gesellschaftsvertrages die Gestaltung und Förderung von günstigen Entwicklungsbedingungen für Kinder, insbesondere durch die Wahrnehmung von Aufgaben der Jugendhilfe sowie die selbstlose Unterstützung der in § 53 AO bezeichneten Personen. Der Träger „MyDagis gUG“ übernimmt die seit 2012 in Trägerschaft der „MyDagis GmbH“ tätige bilinguale Kindertageseinrichtung Wachsfabrik (Deutsch/ Englisch) mit 7 Gruppen: - In jeder Gruppe arbeiten jeweils eine deutschsprachige Fachkraft und ein Englisch- Muttersprachler, sowie ein Bundesfreiwilliger. - Besonders betont werden die Aspekte „Bilingualität“ nach dem Prinzip „eine Person, eine Sprache“, „Bildung“, „unmittelbare Naturerfahrung“ und „Kreativität“ sowie der Wille, die Kinder möglichst individuell und optimal zu fördern und den zeitlichen und inhaltlichen Bedürfnissen der Familien durch zusätzlich zu buchende Betreuungszeiten über den regulären Rahmen hinaus Rechnung zu tragen. - Für Firmen soll es Belegplätze im Kontingent buchbar geben, um Plätze für Mitarbeiterkinder zur Verfügung stellen zu können. - Kern des pädagogischen Konzeptes ist die frühkindliche Förderung auf der Basis der Theorien von Maria Montessori, Emmi Pickler, Anton Makarenko, Célèstin Freinet und Sutherland Neill und beinhaltet die allgemein üblichen Standards. Die reguläre Öffnungszeit liegt bei 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr, wobei eine Betreuung vor 8:00 Uhr und nach 17:00 Uhr bei Bedarf gebucht werden kann. Die Öffnungszeiten können bei Bedarf von 6:00 Uhr bis 21:00 Uhr ausgeweitet werden. Ausdrücklich wird jedoch betont, dass es nicht im Sinne des Kindes sein kann, diesen gesamten Zeitraum in der Kita zu verbringen. Neben der og. Kindertageseinrichtung in Rodenkirchen betreibt der Träger eine weitere im Stadtbezirk Ehrenfeld. Diese befindet sich am Kappelsweg 1 in Bocklemünd/Mengenich. Der Träger hat ab dem kommenden Kindergartenjahr Betriebskostenzuschüsse für beide Kitas beantragt. Soweit die Plätze in die Kindergartenplanung übernommen werden und die übrigen Förderungsvoraussetzungen vorliegen, werden dann Zuschüsse nach dem Kinderbildungsgesetz gezahlt. Der Träger ist zertifiziert bei der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ und nimmt am Projekt „Faire Kita“ teil. Kooperationen bestehen mit den umliegenden Schulen und der Bibliothek Bocklemünd. Der Träger gewährleistet nach Ansicht der Jugendverwaltung eine den Zielen des § 75 Absatz 1 SGB VIII zu Grunde liegende förderliche Arbeit und wird einen wesentlichen Beitrag zur Erfüllung der Aufgaben der Jugendhilfe leisten. Die Verwaltung schlägt daher die unbefristete Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe gemäß § 75 Abs. 1 SGB VIII vor. Für die im Handelsregister B eingetragene Geschäftsführerin: - Frau Stefanie König liegt ein erweitertes Führungszeugnis gemäß § 30a BZRG ohne Eintragungen vor. Das Finanzamt Köln-Süd hat am 15.11.2018 einen Bescheid nach § 60a Abs. 1 Abgabenordnung 3 über die gesonderte Feststellung der Einhaltung der satzungsmäßigen Voraussetzungen nach den §§ 51, 59, 60 und 61 Abgabenordnung (AO) erteilt. Die Satzung erfüllt demnach die für die Anerkennung als steuerbegünstigte (gemeinnützige) Unternehmensgesellschaft erforderlichen Voraussetzungen. Der Gesellschaftsvertrag und die Konzeption sind unter Session -Nr. 0025/2019 zur Einsichtnahme hinterlegt.
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert empfohlen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0025/2019
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 09.01.2019
- Erstellt
- 03.01.2019 10:47