Mandari Insight

0025/2019

Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe gemäß § 75 SGB VIII; hier: "MyDagis – Skandinavische Kitas gemeinnützige UG"

Beschlussvorlage Ausschuss 09.01.2019

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Anlage 2 Konzeption

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Anlage 2 Konzeption

33757 Zeichen

Konzeption der 
Kindertagesstätte MyDagis  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
"Das vornehmlichste Erziehungsziel ist, Menschen zu schaffen, die fähig sind, neue 
Dinge zu tun, nicht einfach das zu wiederholen, was andere Generationen taten - 
Menschen, die schöpferisch, erfinderisch, die Entdecker sind. Das zweitwichtigste 
Erziehungsziel ist, Geister heranzubilden, die kritisch sind, verifizieren können und 
nicht alles hinnehmen, was man ihnen anbietet."  
Jean Piaget

1. Konzeption der Kindertagesstätte MyDagis 
Das Wort Dagis bedeutet auf Schwedisch Kindergarten. Ziel der Idee MyDagis ist eine nach 
skandinavischen Konzepten ausgerichtete Kindertageseinrichtung, die qualitativ gute 
Betreuung mit flexiblen und langen Öffnungszeiten verbindet, und diese Angebote individuell 
auf die Familien abstimmt. MyDagis steht als Inbegriff einer optimalen, auf die individuellen 
Bedürfnisse des Kindes ausgerichteten Förderung. Mit unserem ganztägigen 
Betreuungskonzept und den darüber hinausgehenden Serviceleistungen bieten wir beruflich 
stark eingebundenen Eltern und modernen Familien einen individuell zugeschnittenen 
Kindergartenplatz. Wir möchten, dass Familien ihre wertvolle Zeit mit ihrem Kind verbringen 
und gleichzeitig ihrem zeitintensiven Beruf nachgehen können. 
 
 
2. Idee 
Das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist nicht neu, aber immer noch hoch brisant 
und vor allem bis heute weitgehend ungelöst. Die Diskussion in Deutschland ob und wie 
lange Kinder Fremdbetreuung erhalten sollten ist längst überholt und setzt an der falschen 
Stelle an. Nicht ob und wie lange ist von Bedeutung, sondern wie gut oder wie schlecht. 
Wenn ein Kind eine gute und liebevolle Betreuung erhält, sind Eltern zufrieden und können 
sich ohne schlechtes Gewissen ihrer Berufstätigkeit widmen. 
Bislang war das Thema Bildung der Kinder in Deutschland vorrangig ein Ziel der Schulen. 
Kindertagesstätten hingegen waren in erster Linie für die Betreuung vorgesehen. Diese 
Situation ist sehr bedauerlich, denn die frühe Kindheit ist eine prägende Phase, in der es um 
die Grundlagen zur Entwicklung des Kindes geht. Um diese wertvolle Zeit für das Kind 
besser nutzbar werden zu lassen, müssen Kindertagesstätten das Thema Bildung stärker in 
ihren Fokus rücken.  
Eine ausreichende und qualitativ am Bedarf und den Bedürfnissen von Kindern und Eltern 
orientierte Infrastruktur von Kinderbetreuung, die eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie 
unterstützt, ist in Deutschland nur regional und unzureichend vorhanden.  
Inhaltlich setzt sich die Kita ebenfalls von gewöhnlichen Konzepten ab, in dem sie flexible 
Ganz- und Halbtagsbetreuung mit kleinen Gruppengrößen anbietet, und Angebote wie 
Ausflüge, Bio-Essen, Sport, Musik und Englisch auf dem Programm stehen.

3. Struktur und Konzept  
„Die Normalität ist eine gepflasterte Straße; man kann gut darauf gehen - doch es wachsen 
keine Blumen auf ihr.“ Vincent Willem van Gogh 
 
MyDagis steht als Inbegriff einer optimalen, auf die individuellen Bedürfnisse des Kindes 
ausgerichteten Förderung in einer familiären Atmosphäre ohne Leistungsdruck oder 
Gruppenzwang. In Schweden z. B. hat man schon seit langem eine integrierte Vorschule für 
Kinder von einem Jahr bis fünf Jahren geschaffen. Es wird immer aus dem Blickwinkel des 
Kindes gedacht. 
Die Grundmelodien sind Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, Fantasie und Sprache, 
Zahlenräume und Naturwissenschaften entdecken. Die Option für die Kleinen, über die Welt 
und sich selbst etwas zu lernen, wächst hier mit dem Alter der Kinder mit. Das ist sehr 
beeindruckend. Auffallend ist, wie kreativ die Erzieher Wege finden, um den Kindern die 
Wissenswelt spielerisch zu öffnen. Kleinkinder sind von Natur aus neugierig und 
wissbegierig. Dieses Potenzial wird hier wirklich ausgenutzt. Die Rolle der Eltern ist stärker, 
die Geschwister, das Zuhause und das Umfeld der Kinder werden immer wieder einbezogen. 
In Schweden sehen sich Erzieher als Lehrer. Das Personal hat Abitur, die meisten auch ein 
Lehramtsstudium mit dem Schwerpunkt Kindergarten / Vorschule. Der Kindergarten setzt 
bereits in frühem Alter der Kinder ein, ab ca. 1 Jahr. Im Kindergarten lernen sie den Umgang 
mit komplexen Situationen sowie das Alphabet. Es wird gebastelt, gesungen und vorgelesen 
und bereits früh werden sprachliche Fähigkeiten geschult. Bewusst werden komplexe Fotos 
mit Menschen und kulturellen Errungenschaften statt Häschen und Strichmännchen 
aufgehängt. Mittlerweile nimmt auch die Sprachförderung in schwedischen 
Kindertageseinrichtungen einen breiten Raum ein. Den Kindern wird bei MyDagis ebenfalls 
eine familienähnliche, in Kleingruppen von 4 - 5 Kindern pro Erzieher stattfindende 
Betreuung geboten, die ihnen hinsichtlich ihrer Entwicklung viele Vorteile bringt. Inhaltlich 
soll sich die Kita von gewöhnlichen Konzepten absetzen, in dem sie flexible Ganz- und 
Halbtagsbetreuung mit kleinen Gruppengrößen von ca. 7 – 19 Uhr anbietet, und Angebote 
wie Ausflüge, Bio-Essen, Ballett, Sport, Musik, wöchentliche Waldtage und Englisch auf dem 
Programm stehen.

3.1Ernährung 
MyDagis legt viel Wert auf eine gesunde Ernährung. Deshalb wird das Essen jeden Tag vom 
eigenen Koch frisch zubereitet. Uns ist es wichtig durch unsere Ernährungskonzeption allen 
Kindern einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln zu  vermitteln, um damit Wege für eine 
gesunde Lebensweise zu schaffen. Wir achten sehr darauf, dass der Speiseplan 
abwechslungsreich, ausgewogen und unter Berücksichtigung der Kinderwünsche gestaltet ist. 
Dieser hängt sichtbar für die Eltern und für  die Kinder anschaulich im Eingangsbereich sowie 
an weiteren Stellen im Haus aus. Aufgrund der Nachhaltigkeit wird ausschließlich vegetarisch 
gekocht, wozu wir stets regionale und biologische Produkte verarbeiten. Da MyDagis den 
Kindern Umweltbewusstsein vermitteln möchte, verzichten wir auch auf 
Plastikwasserflaschen und bieten stattdessen gefiltertes Wasser aus dem Automaten an. 
Zusätzlich reichen wir den Kindern ungesüßten Tee. Wasser und Tee stehen den Kindern 
natürlich ganztägig zur Verfügung und wird auf Kinderhöhe angeboten. 
MyDagis kocht absolut Zuckerfrei, Ausnahmen gibt es nur zu Geburtstagen. Hierzu dürfen 
die Eltern auch gezuckerte Produkte wie Kuchen mitbringen. 
MyDagis bietet alle Mahlzeiten, vom Frühstück bis zum Abendbrot, an. Als Snack reichen 
wir den Kindern frisches Obst und Brot.  Ganz bewusst gestalten wir die Mahlzeiten für die 
Kinder und gemeinsam mit ihnen. Wir nutzen die Chancen für aktive Beteiligung, für 
Austausch, gemeinsames Nachdenken und Lernen. Wir unterstützen die Kinder in ihrem 
selbständigen und eigenverantwortlichen Handeln. Für uns ist Essen in der Gemeinschaft 
Wohlbefinden und Genuss, Geselligkeit und Gelegenheit zum Gespräch, auch 
Erkenntnisgewinn und Wissenserwerb – nicht nur reine Nahrungsaufnahme. 
 
3.2. Bilingualität 
Die Kinder wachsen selbstverständlich mit der neuen Sprache auf -  da sie in den ersten 
Lebensjahren eine Sprache besonders leicht erlernen - und für Kinder aus bilingualen 
Familien ist es eine weitere Ergänzung. Es findet kein Englischunterricht statt, sondern die 
Erzieher sprechen deutsch oder englisch mit den Kindern. Unser Konzept verfolgt das Prinzip 
„eine Person, eine Sprache“, d.h. jeder Erzieher spricht konsequent in nur einer Sprache mit 
den Kindern, entweder immer deutsch oder immer englisch. Die Bilingualität zieht sich durch 
das ganze Konzept, so wird das Vorschulprogramm (Preschool) immer von zwei 
ErzieherInnen auf Englisch und Deutsch durchgeführt. Auch externe, englischsprachige  
Mitarbeiter arbeiten bei MyDagis, so wird Yoga für die Kinder auf Englisch angeboten.

4. BetreuerInnenschlüssel  
Die Qualität der Betreuung und die Förderung der individuellen Entwicklung der Kinder 
kann nur mit einem hohen Betreuungsschlüssel erreicht werden. Die Qualifikation des 
Betreuungspersonals und die Sensibilität für die individuellen Bedürfnisse der Kinder spielt 
eine zentrale Rolle um eine vertrauensvolle Atmosphäre in der Gruppe zu entwickeln. Erst im 
Rahmen einer solchen Atmosphäre können die Kompetenzen aller Kinder wachsen und 
spezifisch gefördert werden.  
Wir sind überzeugt davon, dass Kleinkinder eine ganz besonders geschützte, familiäre und 
ruhige Atmosphäre für ihre Entwicklung brauchen. Wir wollen den Eltern die Sicherheit 
geben, dass ihre Kinder – die ja oft das erste Mal mehrere Stunden von zu Hause weg sind -  
sowohl in einer warmen, geborgenen als auch für ihre Entwicklung anregenden Atmosphäre 
gut aufgehoben sind.  
Während seiner ersten Lebensjahre entwickelt sich das Kind sehr rasch. Gerade aufgrund 
dieser enormen Entwicklungsschritte sind die ersten Lebensjahre so wichtig für die Zukunft 
des Kindes. Das bedeutet, dass Kinder, deren physische Entwicklung und 
Persönlichkeitsentfaltung positiv verlaufen, besser für das Leben gerüstet sind als andere 
Kinder. 
 
 
5. Das pädagogisches Konzept  
„Dem Glücklichen schlägt keine Stunde“ 
MyDagis legt sich nicht auf eine pädagogische Richtung fest, sondern integriert 
verschiedene Ansätze. Diese grundsätzliche Offenheit verschiedener Modelle gegenüber 
entspringt der Überzeugung, dass sich die Entwicklung von Kindern auf eine komplexe, 
ganzheitliche und individuelle Art vollzieht, die sich vordefinierten Schemata entzieht. 
Jedes Kind trägt seine eigenen Entwicklungsgesetze in sich, denen die Erzieher mit 
Achtung und Respekt begegnen. 
 
5.1 Pädagogisches Leitbild 
Kern des Konzeptes ist die frühkindliche Förderung im Zusammenspiel mit folgenden 
PädagogInnen: Maria Montessori, Anton Makarenko, Célèstin Freinet, Alexander 
Sutherland Neill und Emmi Pikler.

Es finden sich in dem Konzept aber auch Elemente aus der Reggio- und Waldpädagogik 
ebenso wie aus dem Situationsansatz. Emmi Picklers Auffassungen über die Betreuung 
von Kleinkindern in Institutionen stärkten uns in der Überzeugung, dass eine gute 
Unterbringung auch für sehr kleine Kinder möglich ist. Die von Janusz Korczak 
verfassten Rechte der Kinder stützen unsere Vorstellung von einer selbstbestimmten 
Kindheit und Jesper Juul prägt unter anderem im Konzept das Bild vom Kind. Nicht 
zuletzt hat das Gedankengut von Carl Rogers und Thomas Gordon den Prozess des 
Konzeptes stark beeinflusst.  
Das Zusammenleben mit Kindern ist ein Prozess, der einer ständigen Entwicklung 
unterliegt, so dass auch dieses Konzept immer wieder der Überarbeitung bedarf. 
 
5.2 die pädagogischen Vorbilder 
„Das Glück ist nicht mehr als die Abwesenheit der Langeweile“ 
(Arthur Schopenhauer)  
 
a) Maria Montessori   
Die Montessorimethode wird als eine Philosophie beschrieben, die das Kind und seine 
Individualität in den Mittelpunkt stellt. Maria Montessori glaubte an den Eigenwert des 
Kindes. Vergleiche mit traditionellen Standards sind in der Montessoripraxis nicht 
erwünscht. Stattdessen meint Montessori, dass Kinder frei lernen sollten, ohne 
Behinderung und Kritik. Montessori glaubte, dass sowohl Belohnungen als auch Strafen 
schädlich sind für die innere Einstellung des Menschen, dass Kinder ganz natürlich aus 
ihrer eigenen Motivation lernen wollen. Vor allem deshalb, weil es in ihrer Natur liege, am 
(erwachsenen) Leben teilhaben zu wollen.                                                                                           
Die Montessorimethode konzentriert sich als Pädagogik auf die Bedürfnisse, Talente und 
Begabungen des einzelnen Kindes. Montessori-Lehrer und -Pädagogen sind der Meinung, 
dass Kinder am besten in ihrem eigenen Rhythmus und in ihrer eigenen Art lernen. Kinder 
werden dazu ermutigt, das Tempo, das Thema und die Wiederholung der Lektionen 
selbstständig zu steuern.

b) Anton Makarenko  
Er entwickelte eine Form der Kollektiverziehung mit dem Ziel der Erziehung einer 
allseitig entwickelten Persönlichkeit zunächst auf der Grundlage der Theorien von Jean-
Jacques Rousseau, Johann Heinrich Pestalozzi und anderer humanistischer Denker. Er 
beabsichtigte eine Erziehung  ohne hierarchische Autorität seitens der Lehrer und Erzieher. 
 
c) Célèstine Freinet  
Die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit, das kritische Begegnen mit der Natur, 
Selbstverantwortung und Verantwortlichkeit, sind die Grundsätze dieses 
Pädagogikkonzepts. 
Was in der Theorie schwierig klingen mag, zeigt sich in der Praxis durch kreative, 
lebendige, aufgeweckte und interessierte Kinder als beispielhaft. Was Unwissende als 
zweifelhaft bewerten, bereitet in der Realität viel weniger Komplikationen. 
Kinder sollen hier... 
∞ mit Werkzeugen und Materialien frei experimentieren und ausprobieren dürfen, 
∞ lernen, Verantwortung zu übernehmen, 
∞ sich mit Dingen aus ihrem Leben zu beschäftigen, 
∞ produktiv ihren Alltag mitbestimmen, 
∞ erfahren, dass man sie respektiert 
 
d) Alexander Sutherland Neill 
∞ Das Ziel der Erziehung und des Lebens ist, mit Freude zu arbeiten und glücklich zu 
werden. 
∞ Es müssen sowohl die intellektuellen wie die emotionalen „Kräfte" entwickelt 
werden, da der Mensch von heute seine Erfahrungen fast nur noch auf dem 
gedanklichen Wege macht. 
∞ Die Erziehung muss den psychischen Bedürfnissen und Fähigkeiten des Kindes 
angepasst sein, das heißt, dass es falsch ist, von einem Kind etwas zu erwarten, das 
es von seiner Entwicklung her noch gar nicht schaffen kann.

∞ Das Kind soll Respekt vor Erwachsenen und Lehrern haben, aber genauso müssen 
die Erwachsenen die Kinder respektieren. Keiner darf den anderen unter Druck 
setzen. 
Um sich zu einem gesunden Menschen zu entwickeln, muss das Kind zum gegebenen 
Zeitpunkt die Bindung zu ihren Bezugspersonen lösen und selbstständig werden. „Es muss 
alle seine Kräfte darauf richten, Übereinstimmung mit der Welt zu finden, und seine 
Sicherheit nicht in Unterwerfung oder Beherrschung finden." 
Neill ist ein kompromissloser, ehrlicher Mensch gewesen und hat unter diesem Prinzip 
seine Ziele verfolgt. Eines seiner Ziele war es, Kinder nicht zur Anpassung an die 
bestehende Ordnung zu erziehen, sondern zu glücklichen Menschen mit dem eigenen Ziel 
„viel sein“. 
 
e) Mihály Csikszentimihályi und die Flow -Pädagogik  
 
Er hat den Begriff der Flow-Pädagogik nachhaltig geprägt.  
 
Was ist Flow und weshalb vergessen Menschen im Flow die Zeit?  
 
„Die Tätigkeit, die man gerade ausführt, geht wie von selbst. Hier handelt es sich 
nicht um einen Dauerzustand, sondern um einen temporären Zustand, den 
vermutlich jeder Mensch entweder in seiner Kindheit beim Spielen, in der Freizeit 
oder in der Arbeit schon einmal erlebt hat.“ 
 
Das Flow-Erlebnis ist ein spezielles Phänomen der intrinsischen Motivation, das vor 
allem von Mihály Csikszentimihályi untersucht wurde. Bezeichnet wird damit der 
Zustand des reflexionsfreien, gänzlichen Aufgehens in einer glatt laufenden Tätigkeit, die 
als angenehm erlebt wird und zu Zufriedenheit und freudvollem Erleben führt. Auch wenn 
Mihály Csikszentimihályi als Vater der Flowforschung gilt, ist seine Theorie nicht ganz 
neu, denn schon Kurt Hahn (Erlebnispädagogik) und Maria Montessori beschrieben 
Anfang des 20. Jahrhunderts dieses Phänomen in ähnlicher Weise, wobei für sie Meister 
des Dahinfließens vor allem Kinder waren, die in ihrem Spiel völlig aufgehen können. Der 
Flow tritt nur ein, wenn die Langeweile überwunden wird.

Diagramm zum Flow zwischen Über- und Unterforderung 
 
Stress, Überforderung und Angst liegen über der roten Linie. Langeweile, Unterforderung 
und Routine liegen unter der blauen Linie. Der Flow liegt genau dazwischen, und wenn 
Fähigkeiten und Anforderungen zusammen steigen, wird der Bereich des Flows größer. 
Der Flow ist wie ein sich ausdehnender Strahl zwischen der roten und blauen Linie, und 
nicht allein die grüne Linie. 
 
f) Emmi Pikler 
Jedes Kind hat nach Emmi Pikler seine eigene Persönlichkeit und deshalb sein eigenes 
Entwicklungs- und Lerntempo, das sehr unterschiedlich sein kann. Jedes Kind macht genau 
dann seinen nächsten Entwicklungsschritt, wenn es sich dafür bereit fühlt, also sicher mit dem 
bisher Erlernten ist. Alle motorischen Fähigkeiten und auch das Selbstbewusstsein entwickelt 
das Kind selbst, wenn es ein entsprechend wertschätzendes und liebevolles Umfeld dafür hat.

Emmi Pikler vertrat die Ansicht, dass sich die Persönlichkeit eines Kindes dann am besten 
entfalten kann, wenn es sich möglichst selbstständig entwickeln darf. Sie ging davon aus, dass 
bereits die Säuglingspflege Teil der Erziehung ist. Den größten Teil seiner sozialen 
Erfahrungen macht ein Baby, wenn es gefüttert, gebadet, gewickelt und an- und ausgezogen 
wird. Deswegen ist für sie der liebevolle und respektvolle Umgang mit dem Baby von größter 
Wichtigkeit für eine gesunde Entwicklung des Kindes. Jede Interaktion mit dem Kind ist für 
Pikler von intensiver Kommunikation (verbal, körpersprachlich) und Aufmerksamkeit 
geprägt. 
 
Die drei Aspekte der Pikler-Pädagogik: 
  Pflege: Behutsame körperliche Versorgung und Kommunikation mit dem Kind. Das 
Kind wird auf seinen Wunsch grundsätzlich beteiligt. 
  Bewegungsentwicklung: Das Kind entwickelt sich aus eigenem Antrieb und nach 
eigenem Rhythmus. Es gibt keine lenkenden oder beschleunigenden Eingriffe von 
Erwachsenen. 
  Spiel: Freies, ungestörtes Spiel in einer geschützten, altersgemäß ausgestatteten 
Umgebung. 
 
 
5.3 Waldpädagogik  
Einmal pro Woche zwischen Frühling und Herbst, fahren die Gruppen in den 
nahegelegenen Wald und verbringen dort den Tag. Der Morgenkreis wird im Wald auf dem 
Boden oder auf dem selbsterbautem Waldsofa stattfinden und auch das Mittagsessen und 
teilweise der Mittagsschlaf wird in den Wald verlegt. Durch den  Aufenthalt in der Natur 
erleben und erfahren die Kinder die Umwelt in einer Intensität, die sie ein Leben lang prägt. 
Die Natur ist der ideale Bewegungsraum für die Kinder. Die Waldpädagogik fördert alle 
Bereiche und lernt die Kinder die Natur zu lieben und zu achten. Durch unbegrenzten Raum, 
Stille und Zeit (äußerer Rahmen) werden Kinder in der Entwicklung ihrer emotionalen 
Stabilität, ihrer Konzentrationsfähigkeit und Ausgeglichenheit angemessen unterstützt. 
In direktem und dauerndem Kontakt zur Natur üben Kinder Umsichtigkeit und Rücksicht mit 
ihr, es werden Gefühle von Vertrautheit in Bezug auf Pflanzen, Tiere, Erde und Wasser 
entwickelt, um sich schließlich in der Natur zuhause zu fühlen, denn die primäre 
pädagogische Kraft ist die Natur selbst.

Jedoch lernen wir die Natur nicht nur im Wald lieben, sondern auch in unserem Naturgarten. 
MyDagis verzichtet bewusst auf zu viele Spielgeräte für draußen, da die Natur an sich genug 
Spielraum bietet. Die Fantasie der Kinder wird durch den Naturgarten angeregt und es 
ergeben sich so ganz neue Spielmöglichkeiten, wodurch die Kinder vielfältige eigene 
Erfahrungen machen, Mut und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln, aber auch 
ihre persönlichen Grenzen erleben. 
Die Kinder konsumieren nicht, sondern haben die Möglichkeit, selber kreativ zu sein, sich 
ständig auf neue Situationen einzustellen und dafür Lösungen zu finden. 
 
5.4 Die selbst gestaltete Bildungszeit (Freispiel)  
 
Das Spiel als Urphänomen des Lebens, als grundlegende Lebens- und Lernform ist von 
fundamentaler Bedeutung für die kindliche Entwicklung. Kinder spielen Themen aus dem 
alltäglichen Leben die sie beschäftigen, befreien sich spielend aus der kindlichen 
Abhängigkeit und Schwäche, aus Rivalitäten, aus Ängsten und aus der Isolation. Sie bringen 
im Spiel die Welt ihrer Eindrücke mit der Welt ihrer Gefühle und Wünsche zusammen. So 
werden spannungsvoll erlebte Situationen im Spiel symbolisch wieder hergestellt und immer 
wieder neu in Szene gesetzt bis sie innerlich gemeistert sind. Diese reinigende Funktion kann 
in der Regel das Spiel nur dann erfüllen, wenn das Kind sein Spielthema selbst wählt und den 
Spielverlauf genauso einrichtet, wie es seinen individuellen Bedürfnissen entspricht. Spiel 
wird daher bei MyDagis nicht „veranstaltet“. Der Aspekt des „zweckfreien“ Spiels hat eine 
derart große Bedeutung, weil das Konzept davon ausgeht, dass Kinder Vergnügen und 
freudvolle Kommunikation verdienen und sie auf diese Weise Erfindungsreichtum und 
Kreativität entwickeln. Dies ermöglicht ihnen, Spiele einzuleiten, zu erfinden und 
abzuwandeln, in denen sie wiederum eine Fülle neuer Erfahrungen machen können und in 
denen wieder Möglichkeiten sozialen Handelns, Spaß und Freude am Spiel zum Ausdruck 
kommen, ohne auf fortwährende Initiationen durch die Umwelt angewiesen zu sein. Dieses 
spielerische Lernen soll – für Kinder und Erwachsene – vergnüglich und spannend sein, was 
Anstrengungen nicht ausschließt. Anstrengung stellt sich beim Sich-ganz-vertiefen auf eine 
Frage ein, eine Neugier, die nach Antworten sucht und sie unbedingt finden will.

6. Das Bildungsverständnis 
„Für die Qualität der Bildung ist die Qualität der Beziehung von großer Bedeutung.“  
In einer Kindertagesstätte steht in diesem Sinne die Beziehung zwischen Kindern und 
Erzieher im Mittelpunkt. Diese Beziehung ist geprägt von dem Wissen über die 
Bedeutsamkeit des Annehmens der unterschiedlichen Gefühle von Kindern und einem 
„gleichwürdigen“, persönlichen Dialog, der die Bedürfnisse und Wünsche der Kinder ernst 
nimmt. Die Forderung nach gleicher Würde bedeutet demnach auch Offenheit und Respekt 
für Verschiedenheit. „Gleichwürdigkeit nimmt Unterschiede ernst, und strebt nicht danach, 
sie auszugleichen“, so Jesper Juul.  
In diesem Sinne ist Bildung eine lustvolle, aktive Aneignungstätigkeit, mit der sich das Kind 
ein Bild von der Welt macht. Die Erzieher sorgen für eine anregende und an Materialien 
vielfältige Umgebung, so dass Lernen hauptsächlich durch Nachahmen, Spielen, 
Experimentieren, das Nachgehen von Bedürfnissen und die Umsetzung von Gedanken in 
Handlung und Sprache geschieht. Jedes Kind benötigt ein spürbares Interesse an seiner 
Tätigkeit, seinen Empfindungen und seinen Erkenntnissen. Es geht darum, gemeinsam mit 
den Kindern fragend zu forschen. 
Wir gehen davon aus, dass jedes Kind mit dem starken Bedürfnis, sich durch aktives Tun 
seine Umwelt anzueignen, geboren wird. In unserer Kindestagesstätte bietet sich den Kindern 
die Möglichkeit, ganzheitlich zu lernen. Bildung wird daher weniger als Vermittlung von 
konkretem Wissen betrachtet, sondern als eine konsequente Hinwendung zum aktiven, 
konstruierenden Kind. Dabei steht der Prozess im Vordergrund, nicht das Ergebnis. Die 
Erzieher stellen sich als Person mit ihren Interessen sowie Fähigkeiten dar, und bieten damit 
überschaubare Herausforderungen an. Die dabei aufkommenden Fragen werden so erleb-, 
gestalt- und erforschbar. Zwischen dem Angebot des Erwachsenen und dem tatsächlichen 
Handeln des Kindes steht jedoch immer die innere Entscheidung des Kindes, das Angebot 
anzunehmen und eine Auswahl zu treffen oder es abzulehnen.  
Die pädagogische Ausrichtung orientiert sich an der Erkenntnis, dass die kindliche 
Entwicklung von Anfang an als Bildungsprozess zu verstehen ist. Dabei verfolgt wird ein 
ganzheitlicher Bildungsansatz: Das Erkennen des eigenen Ichs sowie die Unterstützung 
eines positiven Selbstwertgefühls ermöglichen Verantwortungsübernahme und 
Kooperationsfähigkeit innerhalb einer Gruppe. Im Umgang mit erwachsenen 
Bezugspersonen und, ganz wichtig, Gleichaltrigen werden Kommunikationsfähigkeit, 
Durchsetzungsvermögen und Kompromissbereitschaft gefördert. Ein weiterer Kern der Arbeit

ist die lernmethodische Kompetenz unter Berücksichtigung von Problemlösungsfähigkeit wie 
auch dem Umgang mit Misserfolgen.  
Mit Angeboten aus den Bereichen Sprach-, Wahrnehmungs-, Bewegungs- und musikalischer 
Förderung wird genau dieser Ansatz verfolgt. Kinder wachsen daran, wenn sie viele 
Gelegenheiten bekommen und ermutigt werden, alles zu erkunden und kreativ damit 
umzugehen. Sie suchen die Interaktion mit anderen und lernen durch Nachahmung, vor allem 
aber durch selbständiges Handeln. Der pädagogische Bildungsansatz wird abgerundet durch 
das fürsorgliche Miteinander, Geborgenheit und Aufmerksamkeit, also einer Umgebung, in 
der es Kindern leicht fällt, die Erziehenden als neue Bezugspersonen zu akzeptieren und sich 
kontinuierlich zu entfalten. Das Kind erfährt Wertschätzung beim Austausch und der 
Interaktion mit seiner sozialen Umwelt. Denn nur in einer Atmosphäre aus Wärme und 
Toleranz ist die bestmögliche Entfaltung des Kindes möglich.  
 
 
7. Betriebskita für Unternehmen 
Auch die Zusammenarbeit von Firmen, bzw. des Berufslebens und der Familie 
funktioniert oft nicht optimal, die Arbeitszeiten sind nicht auf die Öffnungszeiten einer 
Kita abgestimmt und beide Parteien (Arbeitgeber und Kita) sind meistens sehr unflexibel 
was die Verschiebung der Arbeits- und Öffnungszeiten angeht. Da kam die Idee beides zu 
vereinen, als Schnittstelle zwischen Kita und Beruf zu fungieren und die Firmen mit in die 
Planung einzubeziehen. Das ist für alle von Vorteil und dadurch erzielen alle einen 
Zugewinn an optimaler Zeitplanung, man wird effizienter und gewinnt  mehr Zeit für die 
Arbeit und vor allem mehr Zeit für die Familie (quality time). 
In dem die Kita mit dem Arbeitgeber zusammen arbeitet, müssen nicht mehr die Eltern die 
lange Suche nach dem Kitaplatz und das Zusammenspiel der Öffnungs- und Arbeitszeiten 
organisieren, sondern diese Arbeit wird ihnen abgenommen und Kinder sowohl Eltern 
können entspannt ihren Tag in Kita und im Berufsleben verbringen. 
Das Konzept ist so ausgelegt, dass Firmen eine Anzahl an Kontingentplätzen über einen 
längeren Zeitraum hinweg buchen und diese Plätze dann für Mitarbeiterkinder zur 
Verfügung gestellt werden. Wenn der Bedarf der Belegfirmen, bzw. der Firmen mit denen 
wir zusammenarbeiten anders ist, dann werden die Öffnungszeiten dementsprechend 
angepasst.

Wir können um 6.00 Uhr öffnen und haben bei Bedarf bis 21 Uhr geöffnet. Die 
Kernbetreuungszeiten bleiben immer dieselben, so dass ein regulärer Kindergartenalltag 
garantiert werden kann. Ein Kind kann immer nur eine gewisse Stundenzahl am Tag in der 
Kita sein, aber ob das von 6 Uhr bis 13 Uhr ist oder von 14 Uhr bis 21 Uhr ist dann egal.  
Das Konzept von MyDagis ist so ausgelegt, dass Firmen eine Anzahl an Kontingentplätzen 
über einen längeren Zeitraum hinweg buchen und diese Plätze dann für Mitarbeiterkinder zur 
Verfügung gestellt werden. Wir können immer geöffnet haben, bei Bedarf 24 Stunden am Tag 
und 7 Tage in der Woche. Wenn der Bedarf der Belegfirmen, bzw. der Firmen mit denen wir 
zusammenarbeiten anders ist, dann werden die Öffnungszeiten dementsprechend angepasst. 
Natürlich nur an den Randzeiten, die Kernbetreuungszeiten bleiben immer dieselben, so dass 
ein regulärer Kindergartenalltag garantiert werden kann. D. h. wenn Eltern z.B. nachts 
Betreuung benötigen, aber nie am Wochenende, dann würden die Zeiten dahingehend 
angepasst. Wichtig ist nicht, dass Eltern zu jeder Tages- und Nachtzeit arbeiten können und 
ihr Kind dann 24 Stunden am Tag in die Kita bringen, das ist natürlich gar nicht möglich. Ein 
Kind kann immer nur eine gewisse Stundenzahl am Tag in der Kita sein. 
 
8. Eingewöhnungskonzept und ErzieherInnenarbeit 
 
Mit der Zeit im Kindergarten beginnt für das Kind und die Eltern ein neuer Lebensabschnitt. 
Das bedeutet nicht nur, dass sich Eltern und Kind voneinander loslösen, sondern auch eine 
veränderte Struktur des Tagesablaufes, eine ungewohnte Umgebung und neue 
Bezugspersonen. Das Ziel einer gelungenen Eingewöhnung ist ein sanfter Übergang von der 
Familie zur Kindergruppe. 
Die Eingewöhnung beginnt mit einem Gespräch zwischen den Erziehenden und den Eltern, 
das zum Kennenlernen einlädt. Der Austausch über Vorlieben und Abneigungen des Kindes, 
Rituale und Gewohnheiten, zum Beispiel das Schlafen, Essen und den Abschied oder das 
Trösten betreffend, begünstigen einen gegenseitigen Beziehungsaufbau. Die ersten Stunden in 
der Kita verbringen Eltern und Kind gemeinsam, um sich mit dem Erziehenden und den 
Räumlichkeiten vertraut zu machen. Es ist die Zeit der Beobachtung und der Annäherung. Ein 
nächster Schritt besteht darin, dass sich die erziehende Person intensiv dem Kind zuwendet 
und die Eltern kurze Momente den Raum verlassen, aber bei Bedarf erreichbar bleiben. 
Hierbei wird die Beziehung so weit stabilisiert, dass es dem Bezugspädagogen gelingt, das 
Kind zu trösten. Ein gelungenes Tröstungsritual bildet die Grundlage für die

Verabschiedungsphase, in der das Kind ein paar Stunden in der Kita verbringt. Das 
Einnehmen der Mittagsmahlzeit und das Einschlafen sind die letzten Schritte der 
Eingewöhnung. Ein abschließendes Entwicklungsgespräch bietet Gelegenheit, von den 
eigenen Erfahrungen zu berichten und Resümee zu ziehen. 
Das Einschlafen zur Mittagsruhe ist für die kleinen Kinder losgelöst vom häuslichen Umfeld 
eine besondere Anforderung. Jedes Kind hat unterschiedliche Schlafgewohnheiten, wenn es in 
die Kita kommt. Respektvoll wird versucht, die häuslichen Einschlafrituale zu übernehmen, 
um ihm Sicherheit in dieser Situation zu geben. Für die Kinder ist das Schlafen außerhalb der 
Mittagsruhe jederzeit möglich. 
Jede Eingewöhnung richtet sich nach den Bedürfnissen des Kindes. Als gelungen und damit 
abgeschlossen betrachtet wird eine Eingewöhnung dann, wenn das Kind und die Eltern 
Vertrauen und Sicherheit empfinden, um sich gegenseitig ,,loslassen“ zu können. 
Eltern sind Experten in Fragen, die ihre Kinder betreffen, Erzieher sind Experten in 
pädagogischen Fragen. Ein Austausch von Erfahrungen und beratende Zusammenarbeit sind 
daher für das Wohlergehen des Kindes unerlässlich. So können Eltern im Leben ihres Kindes 
im Kleinkinderladen teilhaben und Freude, Sorgen oder Ängste mit Erziehern teilen. Die 
Betreuer können dadurch gezielte Beobachtungen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse in 
den Kita - Alltag integrieren. Eltern sind ein wichtiges Standbein, da sie im Zusammenspiel 
mit den Erziehern das Leben im Kindergarten gestalten. Die Eltern sind eingeladen, ihre 
eigenen Kompetenzen einzubringen. Die gewünschte familiäre Atmosphäre und die 
Vertrautheit von Kindern, Erziehern sowie Eltern sollen eine Identifizierung mit der 
Kindertagesstätte ermöglichen und ein Gemeinschaftsgefühl fördern. Zu diesem Zweck 
gehören regelmäßige Elternabende und Entwicklungsgespräche zu unserem Miteinander. Mit 
den Eltern wäre eine Beziehung wünschenswert, die von gegenseitiger Wertschätzung und 
Anerkennung zeugt. 
Unter Erzieherprofessionalität wird das Umsetzen des zu Grunde liegenden pädagogischen 
Konzeptes als ständige Herausforderung verstanden. Bei der pädagogischen Arbeit mit 
Kindern spielt die Beobachtung der konkreten Situation im Kontext eine bedeutsame Rolle. 
Dies bietet sowohl die Grundlage für individuelle als auch für Langzeitreflektion, wobei es 
das Kinder- und das Erwachsenenhandeln gleichermaßen immer wieder neu zu überdenken 
gilt. 
Um die Professionalität der Arbeit sicher zu stellen, wird Weiterbildung als fundamental 
betrachtet. Zur Weiterbildung zählen unter anderem Supervision, Fachtagungen, Gastvorträge 
und Literaturrecherche. Teamsitzungen finden einmal wöchentlich statt. Für die

professionelle pädagogische Arbeit mit Kindern ist eine Zusammenarbeit mit den Eltern 
Voraussetzung. Ausgangspunkt für alle gemeinsamen Überlegungen von Erziehern und 
Eltern ist die Würde des Kindes. 
 
 
9. Die drei Säulen der Bildungsarbeit von MyDagis 
xHohe Qualität der pädagogischen Förderung 
xStärkung und Ausbau der Selbständigkeit und des Selbstbewusstseins des Kindes 
xHöchstmögliche Flexibilität für berufstätige Eltern und mehr Quality-Time für 
Familien 
 
Janusz Korczak: „Jedes Kind hat das Recht auf den heutigen Tag... du Kind wirst nicht 
erst Mensch, du bist Mensch ...“ 
 
Die Sicht der Erwachsenen auf Kinder beeinflusst ihre kindliche Wahrnehmung. Um sie in 
ihrem Verhalten zu stärken, müssen wir unsere Einstellung zu ihrem Tun und Handeln 
reflektieren. Dazu gehört, das Bild vom Kind zu hinterfragen. Kindheit ist ein eigenständiger 
Lebensabschnitt, keine Durchgangs- oder Vorbereitungsphase. Kinder sind kleine Menschen 
am Anfang ihres Lebens, die mit vielen eigenen Entwicklungskräften geboren sind. Deshalb 
ist die Achtung des Kindes als individuelles Subjekt mit all seinen Gefühlen, seinem 
Temperament, seinen Fähigkeiten und Schwächen Ausgangspunkt der pädagogischen Arbeit 
von MyDagis.

10. Tagesablauf  
Tagesablauf bei MyDagis  
7:00 – 8:00 
Frühdienst 
 
8:00 – 9:15 
Öffnung der Gruppen / Frühstück / Freispiel 
 
9:30 – 10:00 
Morgenkreis 
 
10:00 – 11:00 
Angebote und Projekte / Garten / Wald/  
Freispiel 
 
11:20 
Mittagessen / Zähneputzen 
 
12:00  
Storytime / Mittagsschlaf 
 
14:00 
Snack 
 
14:30 
Angebote / Garten / Freispiel 
 
16:00 
Spätschicht 
 
17:00 
Abendbrot

11. Kooperationen  
Durch Kooperationen mit anderen Bildungseinrichtungen und Instituten oder Stiftungen 
versuchen wir die Förderung der Kinder zu optimieren und ihnen noch mehr Möglichkeiten 
zur freien Entfaltung zu bieten. Unter anderem sind wir zertifiziert beim „Haus der kleinen 
Forscher“ und fördern hier Jungen und Mädchen in ihrem Verständnis und Interesse an 
Naturwissenschaften und sensibilisieren sie für den Umgang mit der Natur und der Umwelt. 
Des Weiteren nehmen wir am Projekt „Faire Kita“ teil, hier werden Kinder geschult im 
fairen Umgang miteinander und mit Erwachsenen. Es hilft den Kindern global zu denken und 
unsere Welt ganzheitlich als eine Welt zu verstehen. Durch die Verwendung von fairen 
Produkten bei MyDagis übernehmen Kinder und ErzieherInnen Verantwortung für einen 
fairen und nachhaltigen Konsum.  
Zudem kooperieren wir stets mit Bildungsinstitutionen wie die umliegenden Schulen, der 
Bibliothek Bocklemünd und weitere Fachkräfte aus pädagogischen und psychologischen 
Einrichtungen.

Beschlussvorlage Ausschuss

4599 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
IV/510/32 
 
Vorlagen-Nummer 
 0025/2019 
Freigabedatum   09.01.2019 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe gemäß § 75 SGB VIII; hier: "MyDagis – 
Skandinavische Kitas gemeinnützige UG" 
Beschlussorgan 
Jugendhilfeausschuss 
Gremium Datum 
 
Beschlussvorschlag: 
Der Jugendhilfeausschuss – Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie – beschließt, den Träger 
„MyDagis – Skandinavische Kitas gemeinnützige UG“, Industriestraße 170, 50999 Köln, als Träger 
der freien Jugendhilfe gemäß § 75 Abs. 1 SGB VIII anzuerkennen. 
 
 
Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 28.01.2019 
Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 28.01.2019 
Jugendhilfeausschuss 05.02.2019

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 
Begründung: 
Die in Köln ansässige gemeinnützige Unternehmensgesellschaft „MyDagis – Skandinavische Kitas 
gemeinnützige UG“, Geschäftsanschrift: Industriestraße 170, 50999 Köln wurde am 26.10.2018 in 
das Handelsregister unter der Nummer HRB 96074 eingetragen. 
Die gemeinnützige Unternehmensgesellschaft beantragt die Anerkennung als Träger der freien 
Jugendhilfe gemäß § 75 SGB VIII. 
Zweck der Gesellschaft ist gemäß Nr. 2.1 des Gesellschaftsvertrages die Gestaltung und Förderung 
von günstigen Entwicklungsbedingungen für Kinder, insbesondere durch die Wahrnehmung von 
Aufgaben der Jugendhilfe sowie die selbstlose Unterstützung der in § 53 AO bezeichneten Personen. 
Der Träger „MyDagis gUG“ übernimmt die seit 2012 in Trägerschaft der „MyDagis GmbH“ tätige 
bilinguale Kindertageseinrichtung Wachsfabrik (Deutsch/ Englisch) mit 7 Gruppen:  
- In jeder Gruppe arbeiten jeweils eine deutschsprachige Fachkraft und ein Englisch-
Muttersprachler, sowie ein Bundesfreiwilliger. 
- Besonders betont werden die Aspekte „Bilingualität“ nach dem Prinzip „eine Person, eine 
Sprache“, „Bildung“, „unmittelbare Naturerfahrung“ und „Kreativität“ sowie der Wille, die Kinder 
möglichst individuell und optimal zu fördern und den zeitlichen und inhaltlichen Bedürfnissen 
der Familien durch zusätzlich zu buchende Betreuungszeiten über den regulären Rahmen 
hinaus Rechnung zu tragen. 
- Für Firmen soll es Belegplätze im Kontingent buchbar geben, um Plätze für Mitarbeiterkinder 
zur Verfügung stellen zu können. 
- Kern des pädagogischen Konzeptes ist die frühkindliche Förderung auf der Basis der Theorien 
von Maria Montessori, Emmi Pickler, Anton Makarenko, Célèstin Freinet und Sutherland Neill 
und beinhaltet die allgemein üblichen Standards. 
Die reguläre Öffnungszeit liegt bei 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr, wobei eine Betreuung vor 8:00 Uhr und 
nach 17:00 Uhr bei Bedarf gebucht werden kann. Die Öffnungszeiten können bei Bedarf von 6:00 Uhr 
bis 21:00 Uhr ausgeweitet werden. Ausdrücklich wird jedoch betont, dass es nicht im Sinne des 
Kindes sein kann, diesen gesamten Zeitraum in der Kita zu verbringen. 
Neben der og. Kindertageseinrichtung in Rodenkirchen betreibt der Träger eine weitere im 
Stadtbezirk Ehrenfeld. Diese befindet sich am Kappelsweg 1 in Bocklemünd/Mengenich. Der Träger 
hat ab dem kommenden Kindergartenjahr Betriebskostenzuschüsse für beide Kitas beantragt. Soweit 
die Plätze in die Kindergartenplanung übernommen werden und die übrigen 
Förderungsvoraussetzungen vorliegen, werden dann Zuschüsse nach dem Kinderbildungsgesetz 
gezahlt. 
Der Träger ist zertifiziert bei der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ und nimmt am Projekt „Faire 
Kita“ teil. Kooperationen bestehen mit den umliegenden Schulen und der Bibliothek Bocklemünd.  
Der Träger gewährleistet nach Ansicht der Jugendverwaltung eine den Zielen des § 75 Absatz 1 SGB 
VIII zu Grunde liegende förderliche Arbeit und wird einen wesentlichen Beitrag zur Erfüllung der 
Aufgaben der Jugendhilfe leisten.  
Die Verwaltung schlägt daher die unbefristete Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe gemäß 
§ 75 Abs. 1 SGB VIII vor. 
Für die im Handelsregister B eingetragene Geschäftsführerin: 
- Frau Stefanie König  
liegt ein erweitertes Führungszeugnis gemäß § 30a BZRG ohne Eintragungen vor. 
Das Finanzamt Köln-Süd hat am 15.11.2018 einen Bescheid nach § 60a Abs. 1 Abgabenordnung

3 
über die gesonderte Feststellung der Einhaltung der satzungsmäßigen Voraussetzungen nach den §§ 
51, 59, 60 und 61 Abgabenordnung (AO) erteilt. 
Die Satzung erfüllt demnach die für die Anerkennung als steuerbegünstigte (gemeinnützige) 
Unternehmensgesellschaft erforderlichen Voraussetzungen.  
Der Gesellschaftsvertrag und die Konzeption sind unter Session -Nr. 0025/2019 zur Einsichtnahme  hinterlegt.

Beratungsverlauf (3)

28.01.2019 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld)
TOP 10.7 Anhörung (BV) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
28.01.2019 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen)
TOP 9.2.3 Anhörung (BV) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
05.02.2019 Jugendhilfeausschuss
TOP 2.1.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0025/2019
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
09.01.2019
Erstellt
03.01.2019 10:47