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V/0313/2010

Antrag CDU-Fraktion "Haus der kleinen Forscher"

Vorlagen 15.04.2010

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Nächste Beratung: Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien, Sitzung am 11.05.2010, TOP 8

HdkF_100322_V-0313-2010 Beschlussvorlage an AKJF_Anlage 2_Portr

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2124 Zeichen

Anlage 2 zu V/0313/2010 
 
 
 
 
Die Stiftung 
 
 
Warum hat mein Brötchen Löcher? 
Die beste Antwort auf die Fragen der Kinder ist, sie die Rätsel des Alltags durch eigenes 
Ausprobieren lösen zu lassen. 
Es begeistert Kinder, selber zu forschen, Zusammenhänge zu entdecken und zu begreifen. 
Wir wollen Kindern diesen lustvollen Umgang mit Themen aus Natur und Technik und die 
damit einhergehende Ausbildung vielfältiger Kompetenzen ermöglichen. 
Allen Kindern. 
 
Die Stiftung Akademie für Kinder  ist eine Privatinitiative der Familie Heimsath. 
Sie  ist die Fortführung und Weiterentwicklung der bereits seit mehreren Jahren im familiären 
Freundeskreis durchgeführten Projekte. Die Stiftung will mit eigenen Beispielen der Forderung 
an Gesellschaft und Politik Nachdruck verleihen, in größerem Maß als bisher Mittel und 
Unterstützung für Bildungsangebote dieser Art zur Verfügung zu stellen. 
 
Die Stiftung Akademie für Kinder   unterstützt Kindertageseinrichtungen und Schulen in 
Münster und Umgebung darin, die Beschäftigung der Kinder mit Themen aus Natur und 
Technik zu ermöglichen. 
Um das zu erreichen, bringt sie Anbieter entsprechender Lerneinheiten mit Erziehern und 
Lehrern zusammen. 
 
Seit Anfang 2005 fördert die Stiftung Akademie für Kinder  mit Unterstützung des Seminars für 
Didaktik des Sachunterrichts der Universität Münster zwei grundlegende Projekte: 
 
• Projekt KiTNa „Kinder im Vorschulalter erforschen Natur und Technik“ in 
Zusammenarbeit mit dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien der Stadt Münster. 
 
• Projekt „Forscherwerkstätten“ für Kinder im Grundschulalter .  
 
Sie spricht Privatpersonen und Unternehmen als Sponsoren an, unterstützt die Entwicklung 
neuer Lerneinheiten, bindet Menschen ein, die Erfahrungen in dieser speziellen Arbeit mit 
Kindern gesammelt haben und sorgt durch die Vernetzung dafür, dass ihre Erfahrungen 
weitergegeben, ausgebaut, genutzt werden. 
 
Die Stiftung leistet in diesem Sinn auch Öffentlichkeitsarbeit, um die Wirksamkeit 
Ihrer Arbeit zu erhöhen. Wer die Arbeit der Stiftung unterstützen und fördern möchte, ist 
herzlich willkommen.

Beschlussvorlage

7293 Zeichen

V/0313/2010 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Antrag der CDU-Fraktion an den Rat Nr. A-R/0052/2008 vom 13.10.2008  
"Haus der kleinen Forscher - Naturwissenschaftliche Bildung auch schon für die Kleinsten!" 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
11.05.2010 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien nimmt zur Kenntnis, dass in Münster die 
naturwissenschaftliche Bildung im Elementarbereich bereits in einer Reihe von Kindertagesein-
richtungen durch das Programm KiTNa (Kinder erforschen Technik und Natur) der münster-
schen Stiftung „Akademie für Kinder“ begleitet und forciert wird. 
 
2. Die Verwaltung wird beauftragt, die Ausweitung des Programms zu unterstützen und dem Aus-
schuss für Kinder, Jugendliche und Familien über die weitere Entwicklung zu berichten. 
 
II. Kosten/Folgekosten 
 
Entfällt 
 
III. Finanzierung/Mittelbereitstellung 
 
Entfällt 
 
 
Begründung: 
 
1. Ausgangslage 
 
Den Antrag der CDU-Fraktion an den Rat Nr. A-R/0052/2008 (vgl. Anlage 1) hat der Hauptaus-
schuss mit seinem Beschluss vom 10.12.2008 an den Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Fa-
milien verwiesen. Gleichzeitig beauftragte der Hauptausschuss die Verwaltung, zu prüfen, ob zum 
Ausbau der naturwissenschaftlichen Bildung von Kindern in Kindertageseinrichtungen das Angebot 
der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“, Berlin, genutzt werden kann.  
 
Vorlagen-Nr.: 
V/0313/2010 
Auskunft erteilt: 
Herr Homann 
Ruf: 
492 51 33 
E-Mail: 
HomannCl@stadt-muenster.de  
Datum: 
20.04.2010 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0313/2010 
Die Berliner Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ bietet teilnehmenden Kitas Workshops für Erzie-
her/innen, bei denen sich die Kräfte aus den Kitas mit verschiedenen Experimenten befassen und 
erfahren, wie sich naturwissenschaftliche Inhalte vermitteln lassen. Darüber hinaus stellt die Stif-
tung den teilnehmenden Kitas Arbeitsmaterialien und Experimentierbeschreibungen zu Wasser, 
Luft, Energie, Licht, Farben etc. zur Verfügung. Ferner können interessierte Experten mit naturwis-
senschaftlichem Hintergrund die Kitas als Patinnen / Paten unterstützen. 
 
 
2. Bedeutung der naturwissenschaftlichen Bildung in Kindertageseinrichtungen  
 
Gerade junge Kinder sind sehr aufnahme- und lernfähig. Sie sind neugierig und wissbegierig, sie 
probieren, experimentieren, sortieren, ordnen, messen, vergleichen und haben viel Lust, auch Na-
turphänomene näher kennen zu lernen. Aufgabe von Erzieherinnen und Erziehern in den Kinder-
tageseinrichtungen ist es daher, dieser Wissbegier und Forscherlust der Kinder Raum zu geben, 
denn auch der Bereich der Naturwissenschaften - dazu zählen z. B. die Biologie, die Physik, die 
Chemie und im Zusammenhang damit stehen auch Technik und Mathematik - ist ein zentraler 
Baustein ihres Bildungsauftrags.  
 
Gute Rahmenbedingungen zur frühkindlichen Bildung bieten eine gute Chance, dass Kinder ihre 
individuellen Interessen und Fähigkeiten insbesondere auch im Bereich der Naturwissenschaften 
schon frühzeitig entwickeln und die Lust daran mit in ihr späteres Leben nehmen können. Dies 
gelingt am besten, wenn sich Kinder in der Kita - von ihren Alltagserfahrungen und Fragen ausge-
hend - eigeninitiativ und mit Freude den vielfältigen Naturphänomenen nähern können, um sie zu 
bestaunen, zu begreifen und zu nutzen.   
 
 
3. Projekt KiTNa der Stiftung „Akademie für Kinder“ 
 
Um den unter Punkt 2 genannten Ansprüchen noch besser gerecht zu werden, wird in Münster seit 
2005 die Arbeit der Kindertageseinrichtungen in diesem Feld von der Stiftung „Akademie für Kin-
der“ (vgl. Anlage 2) durch deren Projekt KiTNa in Kooperation mit dem Amt für Kinder, Jugendliche 
und Familien unterstützt. Inzwischen nehmen mehr als 20 münstersche Kindertageseinrichtungen 
verschiedener Träger an dem Projekt teil. 
 
In regelmäßigen Arbeitstreffen und Fortbildungen haben sich die Teilnehmer/innen auf verschie-
dene Art und Weise mit der vielfältigen Thematik befasst. Sie entwickeln und erproben gemeinsam 
eine beispielhafte Vorgehensweise, wie die Behandlung von Themen aus Natur und Technik in die 
Kindertageseinrichtungen integriert werden kann und haben sich über die Themenbereiche und 
den Einsatz von Experimenten verständigt. Auch haben sie miteinander abgestimmt, wie "For-
scherecken" und "Forscherräume" gestaltet sein sollen, welche Materialien und Werkzeuge vor-
gehalten werden sollen und wie die Dokumentation der Verläufe von "Forschergruppen" erfolgen 
soll. Bzgl. der Lernprozesse haben sie ein „ko-konstruktives“ Miteinander der Kita-Fachkräfte und 
Kinder vorgesehen, wobei die individuellen Entwicklungsstände der Kinder berücksichtigt und ihre 
Alltagserlebnisse einbezogen werden.  
 
Den beteiligten Kita-Fachkräften wird darüber hinaus ein Grundwissen zu den Themen Luft und 
Wetter, Magnetismus, Wasser und Eis, Licht, Waagen, Kräfte etc. vermittelt. Für die Fortbildungen 
werden erfahrene Experten - z. B. Prof. Dr. Ulrich Martini (FH Münster) oder der Künstler Pit Brüs-
sel (Aachen) - eingesetzt. Die Ergebnisse der Erarbeitungen werden zusammengefasst und den 
teilnehmenden Kitas zur Verfügung gestellt.  
 
Im Herbst 2007 veranstalteten die Stiftung und das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien ge-
meinsam mit neun der am Projekt KiTNa beteiligten Kitas im Haus der Begegnung in Albachten 
einen „Markt der Möglichkeiten“. Hier konnten die zahlreichen Besucher u. a. erfahren, wie die 
Kitas Themen aus Natur und Technik behandeln.

- 3 - 
V/0313/2010 
Das Projekt KiTNa ist damit ein gutes Beispiel für ein zielorientiertes gemeinsames Engagement 
privater Initiatoren und öffentlicher Bildungseinrichtungen zur Weiterentwicklung des Bildungsan-
gebots im Elementarbereich. Das Projekt ist auf Dauer angelegt und wird innerhalb des aufgebau-
ten Netzwerks die Ziele und Inhalte ständig weiterentwickeln. Die Stiftung trägt dabei die Verant-
wortung für Organisation und Koordination und stellt die notwendigen Ressourcen bereit. Eben-
so sorgt sie in Kooperation mit dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien für die Sicherung der 
Qualität der gemeinsamen Arbeit. 
 
 
4. Resümee 
 
Das Anliegen des Projektes „Haus der kleinen Forscher“, die Kitas bei ihrer Arbeit im Bereich der 
Naturwissenschaften zu unterstützen wird vom KiTNa-Projekt der Stiftung „Akademie für Kinder“ 
umfassend aufgegriffen und engagiert und mit Lokalkolorit umgesetzt. Nach den Erkenntnissen der 
Verwaltung kann davon ausgegangen werden, dass sich das KiTNa-Projekt daher gut eignet, die 
Bildungsarbeit der Kitas im Bereich Naturwissenschaften und Technik zu unterstützen.  
 
Die Verwaltung will daher gemeinsam mit der St iftung „Akademie für Kinder“ die Ausweitung des 
KiTNa-Projektes mit dem Ziel prüfen, weiteren Kindertageseinrichtungen die Unterstützung des 
Programms zu ermöglichen. Dazu soll nach Möglic hkeit auch auf Sponsoring zurückgegriffen wer-
den. 
 
 
 
 
Dr. Hanke 
 
Anlage 1
:  
Antrag der CDU-Fraktion an den Rat Nr. A-R/0052/2008 vom 13.10.2008 „Haus der kleinen For-
scher – Naturwissenschaftliche Bildung auch schon für die Kleinsten!“ 
 
Anlage 2
: 
Portrait der Stiftung „Akademie für Kinder“

HdkF_100322_V-0313-2010 Beschlussvorlage an AKJF_Anlage 1_a-r-0

3510 Zeichen

Antrag an den Rat Nr. A-R/0052/2008  
 
 
 
          13. Oktober 2008 
Antrag 
"Haus der kleinen Forscher" 
Naturwissenschaftliche Bildung auch schon für die Kleinsten! 
 
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: 
 
Die Verwaltung prüft die Möglichkeit, das Programm "Forscherwerkstätten" in Grundschulen der Stadt 
auf Kindertagesstätten auszudehnen. Dazu wird geprüft, inwieweit das Angebot des "Hauses der klei- 
nen Forscher" e.V. in Berlin zur Umsetzung im Kita-Bereich genutzt werden kann. 
 
Begründung: 
 
 
Seit einigen Jahren ist in einigen Grundschulen der Stadt Münster das Programm der "Forscherwerk- 
statt" mit Erfolg initiiert. Dies wurde erst kürzlich auf einer Fachtagung deutlich. 
 
Ein ähnliches Programm bietet das Haus der kleinen Forscher e.V. in Berlin für den Bereich der früh- 
kindlichen Bildung in den Kindergärten an. Die gemeinsame Initiative der Helmholtz-Gemeinschaft, 
von McKinsey, der Siemens AG und der Dietmar Hopp Stiftung hat das Ziel, Natur und Technik für 
Kita-Kinder erlebbar zu machen. Sie sollen mit einfachen Experimenten in einem größeren themati- 
schen Zusammenhang eigenständig durchführen und damit für Naturwissenschaft und Technik be- 
geistert werden. Dadurch wird sowohl das naturwissenschaftliche Interesse gefördert als auch die 
Sprach-, Lern- und Sozialkompetenz sowie die Feinmotorik der Kinder gestärkt. In den teilnehmenden 
Kitas experimentieren die Kinder normalerweise einmal pro Woche. Die Erzieherinnen und Erzieher 
erlernen die jeweiligen Experimente zuvor in einem Workshop des "Hauses der kleinen Forscher" 
Zur Implementierung dieses Programms ist es wünschenswert ein lokales Netwerk zu gründen. Die- 
sem Netzwerk können die Kommune, freie Kita-Träger, engagierte Privatpersonen, Wissenschaftler, 
Universität, Fachhochschule, Technologiehof, IHK, Handwerkskammer usw. 
Die lokalen Netzwerke sind dabei offen für ehrenamtliches Engagement und bieten Interessenten 
hierzu sinnvolle Gelegenheiten. 
Das lokale Netzwerk macht eine Reihe von Angeboten für Kitas, um den dort betreuten Kindern Be- 
gegnungen mit Naturwissenschaften zu ermöglichen. Dazu zählen insbesondere 
• Die Durchführung von Fortbildungen für Erzieherinn en und Erzieher 
• Die Verbreitung von Lehrmaterialien des "Hauses de r kleinen Forscher an die Kitas 
• Der Aufbau und Erhalt eines Patennetzwerkes zur Un terstützung der Kitas 
• Die Organisation eines jährlichen "Tags der kleinen  Forscher" 
 
Hierzu stellt das "Haus der kleinen Forscher" die Materialien und Angebote kostenlos zur Verfügung. 
Die Qualitätsstandards dieses Programms werden durch das "Haus der kleinen Forscher" sicherge- 
stellt. 
 
Um entstehende Kosten zu begrenzen, sollte auf Sponsoring und Spenden zurückgegriffen werden. 
Auch aus diesem Gesichtspunkt ist die Arbeit Ehrenamtlicher von großer Bedeutung.  
 
Aus Gesprächen mit verschiedenen Kitas ist bekannt, dass für dieses Programm großes Interesse 
besteht. 
gez. 
H.-Dieter Sellenriek 
Dr. Veit Christoph Baecker 
Frank Baumann 
Sybille Benning 
Georg Berding 
Meik Bolte 
Heinz-Georg Buddenb äumer 
Edgar Dr üge 
Dr. Dietmar Erber 
Richard M. Halberstadt 
 
 
Eleonore Heyne 
Christoph Jahn 
Horst Kisnat 
Rolf Klein 
Karl Kleine-Wilke 
Marliese Kosmider 
Franz-Pius Graf von Merveldt 
Josef Messing 
Ursula M öllers 
Charlotte Nees 
 
Andreas Nicklas 
Robert Otte 
Karin Reismann 
Josef Rickfelder 
Ursula Schaffstein 
Günter Schulze Blasum 
Florian Steinforth 
Barbara Stober  
Stefan Weber 
Helga Welker 
Simone Wendland

Beratungsverlauf (1)

11.05.2010 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 8 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Details

Vorlagen-Nr.
V/0313/2010
Typ
Vorlagen
Datum
15.04.2010
Erstellt
06.10.2020 14:37