0693/2024
Genehmigung der Mittelverwendung für Sonderausstellungen der Museen in 2024
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Beschlussvorlage Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle VII/VII/4 VII-4 Vorlagen-Nummer 0693/2024 Freigabedatum 30.04.2024 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Genehmigung der Mittelverwendung für Sonderausstellungen der Museen in 2024 Beschlussorgan Ausschuss Kunst und Kultur Gremium Datum Beschluss: Der Ausschuss Kunst und Kultur beschließt die Verwendung von Mitteln des Sonderausstel- lungsetats für die in den Anlagen 1 und 2 aufgeführten Ausstellungsprojekte der städtischen Museen unter dem Vorbehalt, dass Maßnahmen, bei denen Kostensteigerungen oder Abwei- chungen bei der Refinanzierung der einzelnen Ausstellungen von mehr als 10 %, mindestens jedoch 10.000 € auftreten, zur erneuten Entscheidung vorgelegt werden. Ausschuss Kunst und Kultur 30.04.2024 Finanzausschuss 06.05.2024 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 1,177 Mio. € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Zu den vom Rat festgelegten Aufgaben der Museen gehören u. a. das Präsentieren und die Vermittlung musealer Inhalte. Dies erfolgt schwerpunktmäßig durch Sonderausstellungen. Als Aushängeschild der Museen ziehen insbesondere die Sonderausstellungen eine zusätzliche Anzahl von Besucher*innen an. Gerade auch für Drittmittelgeber und Sponsoren sind sie da- her von besonderem Interesse. Zudem strahlen die Sonderausstellungen auch auf die Dauer- ausstellungen in Form von anteiligen Eintrittsgeldern, Merchandising etc. ab. Die mit dieser Beschlussvorlage verbundenen Aufwendungen betragen insgesamt 3.088.000 €. Diesen stehen Erträge aus erwirtschafteten Erträgen und Drittmitteln/Sonstigen Erträgen in Höhe von 1.812.550 € gegenüber. Zur Ausfinanzierung der Projekte ist der Einsatz des allge- meinen Sonderausstellungsetats der Museen in Höhe von 1.019.006 € und des Sonderaus- stellungsetats des Museum Ludwig in Höhe von 255.000 € vorgesehen. Für alle Museen - mit Ausnahme des Museum Ludwig - ergibt sich ein Überschuss in Höhe von 6.556 €. Das Museum Ludwig verfügt in der Gegenüberstellung von Kosten und Einnah- men über einen Überschuss von insgesamt 65.000 €. 3 Die zur Finanzierung der Maßnahmen benötigte Aufwandsermächtigung in Höhe von 1.012.450 € steht im Haushaltsplan 2023/24 im Haushaltsjahr 2024 im Teilergebnisplan des Museumsreferats in der Produktgruppe 0401 - Museumsreferat, Teilplanzeile 13 - Aufwendun- gen für Sach- und Dienstleistungen zur Verfügung. Die mit dieser Beschlussvorlage beantragten Mittel in Höhe von 1.012.450 € werden nach Be- schlussfassung durch den Ausschuss Kunst und Kultur in die Teilergebnispläne der betreffen- den Museen umgeschichtet. Die zur Finanzierung der Sonderausstellung des Museum Ludwig benötigte Aufwandsermäch- tigung in Höhe von 165.000 € steht im Haushaltsplan 2023/24 im Haushaltsjahr 2024 im Teil- ergebnisplan des Museum Ludwig in der Produktgruppe 0402 - Museum Ludwig in der Teil- planzeile 16 – Sonstige ordentliche Aufwendungen zur Verfügung. Die Erläuterungen und Kalkulationen der einzelnen Ausstellungsprojekte sind der Anlage 1 zu entnehmen; eine zusammenfassende Darstellung der Verwendung der Sonderausstellungs- etats 2024 ist als Anlage 2 beigefügt. Dargestellt ist der gegenwärtige Stand der Sonderaus- stellungsplanung 2024. Anlagen: Anlage 1: Projektbeschreibungen und Kalkulationen Anlage 2: Zusammengefasstes Zahlenwerk für die beantragte Mittelverwendung Begründung der Dringlichkeit: Aufgrund notwendiger verwaltungsinterner Abstimmungen bezüglich der Finanzierung der Sonderausstellungen hat sich die Einbringung der Beschlussvorlage verzögert. Es ist aller- dings notwendig, dass die Vorlage in der Sitzung des Ausschusses Kunst und Kultur am 30.04.2024 beschlossen wird, da die Sonderausstellungen teilweise schon begonnen haben oder zumindest angekündigt wurden.
Anlage 2 Sonderausstellungsetat aller Museen
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Sonderausstellungen der Mussen Datum Kosten Erlöse DrittmittelEintritte Erlöse gesamt Differenz Römisch Germanisches Museum 332.100 € 0 € 112.500,00 € 112.500 -219.600 Mosaike aus Ravenna 10.10.24-12.01.2025 69.600 € 0 € 0 -69.600 Pompeji zu Gast im Belgischen Haus September 2024 bis März 2025 262.500 € 0 € 112500 112.500 -150.000 Rautenstrauch-Joest-Museum 321.200 € 105.500 € 65.700 € 171.200 -150.000 ,,Revisions.made by the Warlpiri of central Australia ans Patrick Waterhouse'' 08.12.2023-07.04.2024 125.000 € 40.000 € 20.000 € 60.000 -65.000 "Muttersein" 06.06.-28.07.2024 35.700 € 31.000 € 700 € 31.700 -4.000 "We are not Carpets" 27.09.24-05.01.2025 42.500 € 13.500 € 15.000 € 28.500 -14.000 "Du bist dran!-Space4Kids#2 Januar-Dezember 2024 100.000 € 20.000 € 30.000 € 50.000 -50.000 Artist meets Archive#4 Januar 2024 bis Oktober 2025 18.000 € 1.000 € 0 € 1.000 -17.000 Museum für Angewandte Kunst Köln 441.600 € 146.600 € 145.000 € 291.600 € -150.000 ,,Perfect Match-Kunstkammerobjekte d. Sammlung Olbricht und des MAKK'' 21.03.2024-22.09.2024 214.000 € 54.000 € 70.000 € 124.000 € 90.000 €- Faszination Schmuck. 7000 Schmuckkunst im MAKK Dezember 2024 bis Juni 2026 227.600 € 92.600 € 75.000 € 167.600 € 60.000 €- Museum für Ostasiatische Kunst 240.500 € 0 € 155.500 155.500 -85.000 Bizarre Schönheiten- Gelehrtensteine der Sammlung Benz 6.000 € 0 € 4.500 € 4.500 € -1.500 € Museum für Ostasiatische Kunst Köln während der Weimarer Republik 1918-1933 09. Mai - Ende Oktober 2024 100.000 € 0 € 42.000 € 42.000 € -58.000 € Tanaka Ryohei September 2024 bis März 2025 128.500 € 0 € 104.500 € 104.500 € -24.000 € Zeitgenössische Lachkunst Koreas im Dialog 6.000 € 0 € 4.500 € 4.500 € -1.500 € Museum Schnütgen 361.750 € 0 € 261.750 € 261.750,00 € -100.000 € Ausstellung: "Auf Augenhöhe" Projektzeitraum ab 01.04.2024 361.750 € 0 € BZR Köln 0 € 49.750 € 49.750 € Freundeskreis für Restaurierungen 0 € 12.000 € 12.000 € Bauunterhaltungsmittel Stadt Köln 0 € 200.000 € 200.000 € Kölnisches Stadtmuseum 329.500 € 0 € 117.000 € 159.000 € 170.500 €- Open Space 13.06.2024-07.01.2025 79.500 € 0 € 42.000,00 € -37.500 Köln 1925 | 2025. Zwischen Metropole und Gemütlichkeit 70.000 € 0 € 40.000 € 40.000 € -30.000 Tag des offenen Denkmals 07.09.2024-08.09.2023 70.000 € 0 € 35.000 € 35.000 € -35.000 Stadt.Geschichte.Anders 23.03.-31.12.2024 110.000 € 0 € 42.000 € 42.000 € -68.000 NSDOK 201.350 € 0 € 0 € 0 € -103.350 € Das Bruchstückhafte 08.05.2024-29.05.2024 8.350 € 0 € 0 € 0 € 8.350 € "Spotlight-Antifeminismus" 05.07.2024-02.02.2025 69.000 € 0 € 0 € 0 € 35.000 € "Staatsfeinde, Meckerer, Widerstand: Kritik in der NS-Gesellschaft" September 2024 - Februar 2025 124.000 € 0 € 0 € 0 € 60.000 € Kunst- und Museumsbibliothek 34.000 € 0 € 0 € 0 € 34.000 € - Gedruckt um zu bleiben! Flyer und mehr aus der Sammlung Ingrid Blom-Böer 20.01.2023-03.03.2023 3.000 € 0 € 0 € 0 € 3.000 €- books books books, Künstlerbücher von Studierenden der Buchkunst aus Bremen, Essen und Halle 08.03.2024-10.03.2025 14.000 € 0 € 0 € 0 € 14.000 €- Deutscher Kongress für Kunstgeschichte 13.03.2024-17.03.2024 3.000 € 0 € 0 € 0 € 3.000 €- Discovery Art Fair Cologne 25.04.2024-28.04.2024 5.000 € 0 € 0 € 0 € 5.000 €- Buchkunst und lateinamerikanische Literatur - Eine Begegnung, Künstlerbücher aus der Sammlung Klaus Küpper 11.05..24-30.06.24 3.000 € 0 € 0 € 0 € 3.000 €- NRW Tag in Köln 16.08.2024-20.08.2024 3.000 € 0 € 0 € 0 € 3.000 €- Ausstellung KMB auf Art Cologne 07.11.2024-10.11.2024 3.000 € 0 € 0 € 0 € 3.000 €- Gesamtergebnis Museen 2.262.000 € 252.100 € 857.450 € 1.151.550 € 1.012.450 €- Budget Sonderetat 1.019.006 € Differenz/Überschuss: 6.556 € Museum Ludwig 826.000 € 366.000 € 270.000 € 661.000 € -165.000 € Fluxus und darüber hinaus 12.10.24-09.02.2026 826.000 € 366.000 € 270.000 € 661.000 € -165.000 € Gesamt 826.000 € 366.000,00 € 270.000,00 € 661.000 € -165.000 € Sonderausstellungsetat Museum Ludwig 2024 255.000 € Überschuss Museum Ludwig 90.000 € 3.088.000 € 1.812.550 € 1.177.450 €- Sonderausstellungen der Mussen im HHJ 2024
Anlage 1 Sonderausstellungen der Museen im Haushaltsjahr 2024
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Anlage 1, Seite 1 von 26
Sonderausstellungsprojekte der Museen 2024
Zu den Sonderausstellungen im Einzelnen:
Römisch-Germanisches Museum
Mosaiken aus Ravenna in der Kirche St. Gereon, Köln
Die Stadt Ravenna möchte Mosaiken für eine Ausstellung in Köln zur Verfügung stellen. Es
handelt sich um hochwertige Kopien aus den frühen 1950er Jahren von den berühmten Mo-
saiken Ravennas wie aus dem Mausoleum der Galla Placidia oder der Kathedrale St. Vitale.
Diese Mosaiken stammen im Original aus dem 4. bis 6. Jahrhundert und sind Zeugnis für
eine Kontinuität des oströmischen Reiches und die Bedeutung der Hafenstadt Ravenna. Als
Ausstellungsort in Köln ist die Kirche St. Gereon ideal. Dieser repräsentative Sakralbau geht
auf einen Gründungsbau aus der Mitte des 4. Jahrhunderts zurück, der zu den bedeutends-
ten römischen Bauten in den Nordwestprovinzen zählt. Der Bau wird Befürworter bis in kai-
serliche Kreise gehabt haben. Die beiden Städte Ravenna und Köln nahmen in der Spätan-
tike unterschiedliche Wege. Während hier am Rhein die römische Herrschaft im 5. Jahrhun-
dert endete und mit dem germanischen Verbund der Franken das Frühmittelalter begann,
setzte sich im oströmischen Reich die Antike ungebrochen fort. Doch auch Ravenna an der
Adriaküste, begünstigt von der topografischen Lage, erlebte in der turbulenten Epoche der
sogenannten Völkerwanderung eine wechselvolle Zeit unter verschiedenen Machthabern,
die im 6. Jahrhundert zu einer erneuten Blüte als zeitweilige Kaiserresidenz führte. Das Köln
jener Zeit wird keine Besucherin und keinen Besucher in ehrfürchtiges Staunen versetzt ha-
ben. Doch gab es mit der Kirche St. Gereon einen Prachtbau, der, während allerorts die anti-
ken Gebäude verfielen, mit Säulen aus griechischem Marmor ausgestattet wurde, eine fast
unwirkliche Erscheinung kaiserlicher Macht. Gregor von Tours berichtet um 590 (liber in glo-
ria Martini 6,1) zu St. Gereon: „bei Köln ist eine Kirche, in der 50 Männer aus jener heiligen
Thebäischen Legion ihr Martyrium vollendet haben sollen. Und weil der wunderbare Bau mit
seinem Mosaikschmuck wie vergoldet erglänzt, haben die Kölner sich gewöhnt, ihn „Die Gol-
denen Heiligen“ zu nennen“. Also auch in Köln gab es zumindest ein Stück Ravenna.
Die Gemeinde St. Gereon befürwortet eine solche Ausstellung. Die Mosaik-Kopien sollten im
Kirchenraum verteilt präsentiert werden. Dabei wurden bereits neben dem Conchenbau eine
Seitenkapelle und die Empore vor dem Altar als mögliche Aufstellungsorte identifiziert. Kir-
che und RGM haben 21 Mosaiken unterschiedlicher Größe, die sie ausstellen möchten, be-
nannt und die Auswahl mit der Stadt Ravenna abgestimmt. Die Liste mit Maßen und Gewicht
liegt vor.
Die Laufzeit der Ausstellung ist von Oktober 2024 bis Januar 2025 angedacht. Die Weih-
nachtszeit, in der die Kirchen generell für Touristen attraktiv sind, lassen auf einen erhöhten
Zuspruch der Gäste hoffen.
Die Verantwortung für den Transport der Mosaike von Ravenna nach St. Gereon inklusive
der Aufstellung liegt bei der Stadt Ravenna. Auch die Versicherung wird von italienischer
Seite übernommen. Das RGM produziert deutsch- und englischsprachige Beschriftungen,
deren Anbringung an den Objekten noch geklärt werden muss.
Der Eintritt wird frei sein, doch sollte ein Zugangsmanagement entwickelt werden. Wie viele
Gruppen können sich zeitgleich in der Kirche aufhalten ohne sich bei Führungen gegenseitig
Anlage 1, Seite 2 von 26
zu stören? Macht man die Anmeldung von Gruppen zur Pflicht, um die Zuströme zu lenken?
Oder ist mit keinem Andrang zu rechnen, der Maßnahmen nötig machen wird? In jedem Fall
müssen die Leihgaben durch eine zusätzliche Aufsichtsperson während der Laufzeit der
Ausstellung überwacht sein.
Kosten
Architektur/Installation/Digitorial
Transport/Versicherungen
Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik
Katalog/sonstige Publikationen
Vorbereitungs- und Durchführungskosten
Kosten gesamt 69.600,00 €
Erlöse
Eintritte
Verkaufserlöse (Katalog etc.)
Zuschüsse vom Land
Zuschüsse von Sonstigen
Spenden und sonst. Erlöse
Erlöse gesamt 0,00 €
Mittel aus Sonderausstellungsetat 69.600,00 €
Mittel aus Zusagen Drittmittel
Überschuss/Defizit 0,00 €
Pompeji zu Gast im Belgischen Haus
Laufzeit: September 2024 - März 2025
2024 jährt sich die Eröffnung des Römisch-Germanischen Museums zum 50. Mal. Aus die-
sem Anlaß zeigt das RGM in Kooperation mit Hans Georg Esch ab September 2024 die Aus-
stellung „Pompeji – Colonia“, in denen die Ruinen des antiken Pompeji den architektoni-
schen Überresten des römischen Köln in beeindruckenden Fotos gegenübergestellt werden.
Diese dezentral im Stadtgebiet Kölns gezeigte Foto-Ausstellung wird zur Gänze von Herrn
Esch finanziert.
Begleitend dazu möchte das RGM im Belgischen Haus eine Ausstellung mit originalen Fun-
den aus der Vesuvregion zeigen (Dauer: September 2024–Februar/März 2024). Unter dem
Titel „Pompeji zu Gast im Römisch-Germanischen Museum“ soll das Alltagsleben in der rö-
mischen Antike aufgegriffen und den Besucherinnen und Besuchern einzelne Lebensberei-
che wie Religion und Kult, Essen und Trinken oder die gehobene Wohnkultur, zu denen uns
aufgrund der völlig anders gearteten Erhaltungsbedingungen aussagekräftige Funde fehlen,
ergänzt durch Objekte aus Pompeji und den umliegenden Orten nahegebracht werden. Wie
die antiken Bauten aus Pompeji und Köln in den Fotos von Hans Georg Esch sollen dabei
die Objekte aus den beiden Coloniae in einen Dialog treten und sich in ihren Aussagen er-
gänzen. Die Leihgaben sollen in die bestehende Ausstellung integriert werden, wofür wir be-
stehende Vitrinen und Sockel freigemacht und gegebenenfalls einzelne Sockel neu angefer-
tigt werden.
Anlage 1, Seite 3 von 26
Zu den Leihgaben zählen Spitzenstücke aus den Sammlungen des Archäologischen Parks
Pompeji, die eine hohe Attraktivität für die Besucherinnen und Besucher besitzen und der
Ausstellung eine große Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit verschaffen werden.
Zahlende Besucher*innen 50.000
Kosten
Architektur/Installation/Digitorial 53.000,00 €
Transport/Versicherungen 89.000,00 €
Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik 56.000,00 €
Katalog/sonstige Publikationen
Vorbereitungs- und Durchführungskosten 64.500,00 €
Kosten gesamt 262.500,00 €
Erlöse
Eintritte 112.500,00 €
Verkaufserlöse (Katalog etc.)
Zuschüsse vom Land
Zuschüsse von Sonstigen
Spenden und sonst. Erlöse
Erlöse gesamt 112.500,00 €
Mittel aus Sonderausstellungsetat 150.000,00 €
Mittel aus Zusagen Drittmittel
Überschuss/Defizit 0,00 €
Rautenstrauch-Joest-Museum
REVISIONS made by the Warlpiri of Central Australia and Patrick Waterhouse
Laufzeit: 08.12.2023 – 07.04.2024
Eine Ausstellung kuratiert und mit Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern des Warlukur-
langu Artists Centre in Zentralaustralien in Zusammenarbeit mit dem britischen Künstler Pat-
rick Waterhouse.
Zur Erschließung des angeblich unbewohnten australischen Kontinents nutzten die europäi-
schen Kolonisatoren Dokumente in Form von Karten, Fotografien und Texten. Seit nun mehr
sieben Jahren überarbeitet das Kollektiv eine Sammlung von Karten, Flaggen, Fotografien
und anderem Archivmaterial. Die Mitglieder änderten die in den alten Dokumenten enthalte-
nen Annahmen, fügten Informationen ein, die in den historischen Aufzeichnungen fehlten,
und stellten sicher, dass die überarbeiteten Versionen die von Generation zu Generation
weitergegebenen Geschichten der ursprünglichen Hüter des Landes zukünftig enthalten. RE-
VISIONS hinterfragt die Existenz dieser europäischen Formen der Darstellung und Aneig-
nung indigener Lebenswelten und vermittelt deren Auswirkungen auf die First Nations in
Australien bis heute.
Otto Jungarrayi Sims, Vorsitzender der Warlukurlangu Artists, erläutert das Vorhaben: „Als
die weißen Entdecker ihre Landkarten erstellten, zerschnitten sie dieses Land mit willkürli-
chen Linien und legten Staatsgrenzen fest. Sie haben die Vielfalt der Nationen und Gruppen,
die dieses Land seit jeher bewohnen, nicht verstanden. Sie wussten nicht, dass wir unsere
Anlage 1, Seite 4 von 26
eigenen Geschichten, Gesangslinien, Grenzen und Nationen hatten... In gewisser Weise for-
dern wir diese Dokumente zurück. Mit unserer Arbeit revidieren wir nicht nur die historischen
Dokumente, die unser Land repräsentieren, sondern auch die europäische Mythologie über
dieses Land.“
Für die Ausstellung im Rautenstrauch-Joest-Museums hat sich das Kollektiv insbesondere
mit der Australiensammlung des Museums beschäftigt und diese revidiert. In der Eröffnungs-
woche werden Vertreter*innen des Kunstzentrums für die Vermittlung anwesend sein, später
sollen Videocalls die Ausstellung begleiten.
Zahlende Besucher*innen 4.000
Kosten
Architektur/Installation/Digitorial 42.000,00 €
Transport/Versicherungen 9.000,00 €
Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik 42.000,00 €
Katalog/sonstige Publikationen
Vorbereitungs- und Durchführungskosten 32.000,00 €
Kosten gesamt 125.000,00 €
Erlöse
Eintritte 20.000,00 € Eintritt 6€/4€
Verkaufserlöse (Katalog etc.)
Zuschüsse vom Land
Zuschüsse von Sonstigen 40.000,00 €
Spenden und sonst. Erlöse
Erlöse gesamt 60.000,00 €
Mittel aus Sonderausstellungsetat 2023 20.000,00 €
Mittel aus Sonderausstellungsetat 2024 45.000,00 €
Überschuss/Defizit 0,00 €
MUTTERSEIN Ein theatrales Sammelsurium
Ein vielstimmiger Chor zu Gast im RJM
Laufzeit: 06.06.2024 - 28.07.2024
Mutter sein oder nicht? Diese Grundsatzfrage prägt viele weibliche Biografien. Was für Bilder
kursieren von „der guten Mutter“? Warum wird Mutterschaft zugleich idealisiert und abgewer-
tet?
MUTTERSEIN versammelt vielstimmige Erfahrungen von Frauen mit unterschiedlichsten Bi-
ografien in Köln und gibt ihren Geschichten und diversen Realitäten Raum. Es entsteht ein
Sammelsurium von Dingen und Erzählungen die sich in eine wachsende, sinnliche theatrale
partizipative Intervention von Klängen, Geschichten und sensorische Erfahrungen verwan-
delt.
Mit MUTTERSEIN widmet sich die Theaterregisseurin Eva-Maria Baumeister diesen Fragen
in einem intensiven gemeinsamen Arbeitsprozess mit Müttern und Nicht-Müttern und erarbei-
tet ein Format, das begehbare Installation und chorische Vielstimmigkeit verbindet. Eröffnet
Anlage 1, Seite 5 von 26
wird der Abend von einem Frauen-Laienchor, der die Widersprüche und gesellschaftlichen
Erwartungen gegenüber Frauen und Müttern formuliert. Anschließend gelangen die Besu-
cher*innen in eine Intervention– in der Alltägliches zu bedeutungsvollen Exponaten wird und
Erfahrungen des Mutterseins zusammengetragen und geteilt werden. Begleitet wird das Pro-
jekt durch eine Reihe von Veranstaltungen, auch in Zusammenarbeit mit dem Museums-
dienst.
RJM in Kooperation mit dem Sommerblutfestival Köln, dem Freien Werkstattheater Köln, ON - NEUE
MUSIK KÖLN und dem Frauenkulturbüro NRW
(gefördert vom Fonds Darstellende Künste und dem Kulturamt Köln)
Zahlende Besucher*innen
Kosten
Architektur/Installation/Digitorial 10.550,00 €
Transport/Versicherungen
Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik 150,00 €
Katalog/sonstige Publikationen
Vorbereitungs- und Durchführungskosten 25.000,00 €
Kosten gesamt 35.700,00 €
Erlöse
Eintritte 700,00 €
Verkaufserlöse (Katalog etc.)
Zuschüsse vom Land
Zuschüsse von Sonstigen 5.000,00 €
Spenden und sonst. Erlöse
Erlöse gesamt 5.700,00 €
Mittel aus Sonderausstellungsetat 4.000,00 €
Mittel aus Zusagen Drittmittel 26.000,00 €
Überschuss/Defizit 0,00 €
We are not Carpets!
Ich erzähle Dir meine Geschichten
Rautenstrauch-Joest-Museum
Laufzeit: 25.09.2024 - 05.01.2025
Die Gemeinschaftsausstellung „We are not Carpets!“ untersucht die systematische Margina-
lisierung und Ausnutzung iranischer Teppichweberinnen. Was passiert, wenn sie ihre eige-
nen Geschichten weben und nicht die von Auftraggebern bestellten Muster? Das ist das Ex-
periment des kollaborativen Deutsch-Iranischen Forschungsprojekts und dieser Ausstellung.
Zu sehen sind neu entstandene, einzigartige persönliche Teppiche und ihre Geschichten, die
auf performative-poetische Weise erfahren werden. Die Präsenz von einigen Weberinnen
aus dem Iran im Museum während der Ausstellung ermöglicht Besucher*innen sich mit dem
Leben und dem Handwerk der Teppichweberinnen auseinanderzusetzen und die globalen
Verstrickungen und lokalen Zwangslagen des ausbeuterischen und ausgrenzenden Wirt-
schafts- und Sozialsystems zu verstehen. „We are not Carpets!“ ist sowohl analog als auch
auf einer Online-Plattform zu erleben.
Anlage 1, Seite 6 von 26
Während der Ausstellungslaufzeit werden sechs Weberinnen nach Köln eingeladen, um in
Workshops für Kinder und Erwachsene und durch performative Aufführungen des Webens
den Besucher*innen ihre Geschichten und ihre Kunstfertigkeit weiterzugeben. Während Ihres
Aufenthaltes gestalten die Weberinnen die Webwerkstatt in wohnlicher Atmosphäre mit und
ergänzen diesen Raum durch die in den Workshops und Performances neu entstanden Tep-
piche.
Kooperationspartner:
-Kooperative von Weber *innen im Iran: “Glim Rojin”
-Cologne International Forum (CIF), Universität zu Köln
-Graduiertenkolleg “anschließen -ausschließen”, Universität zu Köln
-SFB „Medien der Kooperation“, Universität Siegen
-Weaving Memories: A Project for Transformation, Research Foundation - Flanders (FWO)
Zahlende Besucher*innen
Kosten
Architektur/Installation/Digitorial
Transport/Versicherungen 3.500,00 €
Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik 9.800,00 €
Katalog/sonstige Publikationen
Vorbereitungs- und Durchführungskosten 29.200,00 €
Kosten gesamt 42.500,00 €
Erlöse
Eintritte 15.000,00 €
Verkaufserlöse (Katalog etc.)
Zuschüsse vom Land
Zuschüsse von Sonstigen 13.500,00 €
Spenden und sonst. Erlöse
Erlöse gesamt 28.500,00 €
Mittel aus Sonderausstellungsetat 14.000,00 €
DU BIST DRAN! – SPACE4KIDS #2
Laufzeit: 08.01.2024 - 31.12.2024
Mit DU BIST DRAN! – SPACE4KIDS öffnen wir unsere Türen weit für Kinder von 6 bis 12
Jahren, um mit ihnen gemeinsam in unserer großen Kunsthalle neue partizipative Formate
und Methoden auszuprobieren und einen Experimentierraum für sensorische, spielerische
und kollektive Erfahrungen zu schaffen. Unser Ziel ist es, die Ergebnisse und Erfahrungen in
die Dauerausstellung einfließen zu lassen, um den Space4Kids Schritt für Schritt dauerhaft
in das Museum einfließen und größer werden zu lassen. In Workshops und Mitmachführun-
gen entdecken Kinder das Museum, blicken hinter seine Kulissen, erfahren dabei, was eine
Sammlung, ein Archiv ist, wer im Museum arbeitet, wie ein Depot aussieht oder wie ein Ding
zu einem Museumsobjekt wird. Auch was Restitution bedeutet oder Kolonialismus oder wa-
rum es Rassismus gibt wird, sind wichtige Themen des Museums, die wir dabei vermitteln
möchten.
Anlage 1, Seite 7 von 26
In DU BIST DRAN! – SPACE4KIDS bieten wir jeden Monat jede Menge Aktivitäten, Work-
shops und Lesungen. Wir wollen damit kulturelle Teilhabe und das Recht auf Spielen in un-
serem Museum Wirklichkeit werden lassen und einen nachhaltigen Ort für Austausch und
Begegnung für Kinder und ihre Familien schaffen.
Über das Jahr 2024 verteilt, laden wir Kinder und Familien ein, in unterschiedlichen Forma-
ten und Interventionen, die Inhalte des Museums spielerisch zu erfahren und aktiv daran teil-
zuhaben. Anlässlich des Internationalen Tags der Muttersprache starten wir ab dem 18. Feb-
ruar eine erste Präsentation des Archivs von Kindheitserinnerungen und Spielen, das in den
ersten Monaten nach der Einweihung von Space4Kids im September 2023 entstanden ist.
Zu sehen sind kurze Filme mit Interviews mit Kindern und Erwachsenen in verschiedenen
Sprachen, die die unglaubliche Universalität des kindlichen Spiels und die Erinnerungen da-
ran sichtbar werden lassen.
Ab dem 3. März 2024 öffnet die Ausstellungsintervention „Qashqai Female Voices - Algo-
rythms of Culture“ im Space4Kids, in der Kinder in Workshops spielerisch die Lebenswelt der
Qashqai Frauen aus dem Südwesten Irans und das wunderbare kulturelle Erbe der noma-
disch lebenden Qashqai Frauen kennenlernen können.
Für das letzte Quartal 2024 bereiten wir eine Präsentation von Spielen und Spielzeugen aus
unserer Sammlung vor, für die wir uns extra auf die Suche begeben haben und Schönes und
Spannendes gefunden haben, was zuvor noch nie zu sehen war.
Space4Kids wird zudem über das ganze Jahr hinweg von einer Reihe von Intensiv-Work-
shops mit einer Gruppe von Kindern begleitet, aus dem ein Museumsguide entwickelt wer-
den wird, mit dem Kinder und Familien die Dauerausstellung des Museums aus einer aktuel-
len Perspektive und mit aktuellen Fragestellungen erkunden können.
DU BIST DRAN! – SPACE4KIDS ist eine Kooperation mit dem Kölner Integrationshaus (In -Haus Kalk)
e.V., NEOLA arts proj ects e.V., Pamoja Afrika e.V. und Jugendfreizeitwerk Köln e.V.
Zahlende Besucher*innen
Kosten
Architektur/Installation/Digitorial 31.000,00 €
Transport/Versicherungen
Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik 26.000,00 €
Katalog/sonstige Publikationen
Vorbereitungs- und Durchführungskosten 43.000,00 €
Kosten gesamt 100.000,00 €
Erlöse
Eintritte 5.000,00 €
Verkaufserlöse (Katalog etc.)
Zuschüsse vom Land
Zuschüsse von Sonstigen 25.000,00 €
Spenden und sonst. Erlöse
Erlöse gesamt 30.000,00 €
Mittel aus Sonderausstellungsetat 50.000,00 €
Mittel aus Zusagen Drittmittel 20.000,00 €
Überschuss/Defizit 0,00 €
Anlage 1, Seite 8 von 26
Artist meets Archive #4
Projektlaufzeit: 01. Januar 2024 - Oktober 2025
Ausstellungslaufzeit: 9. Mai – ca. 6. Juli 2025 (Laufzeitende tbd)
Photoszenefestival: 9. Mai - 8. Juni 2025
DAS PROGRAMM
Artist meets Archive geht in die vierte Runde. Gemeinsam mit dem Museum Ludwig, dem
Kölnischen Stadtmuseum, der Photographischen Sammlung der SK Stiftung Kultur und dem
Dombauarchiv denken wir das Konzept weiter und laden über einen Open Call eine*n inter-
nationale*n Künstler*in ein, mit dem Archiv des RJM zu arbeiten. Zum Photoszenefestival
2025 werden die Ergebnisse in einer Ausstellung präsentiert.
OUTPUT
Begleitprogramm: Gesprächsangebote für die Öffentlichkeit während der
Residency, Rahmenprogramm zur Ausstellung in Kooperation mit dem
Photoszenefestival
Ausstellung: Ausstellung der Werke während des Festivals
Publikation: Dokumentation der Ergebnisse in einer Broschüre und ggf. einem Buch
ZEITPLAN
2024: Residency
Juli/August 2024: 4 Wochen Residency
Herbst/Winter 2024: 4 Wochen Residency
Nov-Dez 2024: Konzept und Realisierung
2025: Produktion
Zahlende Besucher*innen
Kosten
Architektur/Installation/Digitorial
Transport/Versicherungen 250,00 €
Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik 1.500,00 €
Katalog/sonstige Publikationen
Vorbereitungs- und Durchführungskosten 16.250,00 €
Inkl. Residency-Honorar, Aufent-
halts- und Reisekosten, Recher-
chekosten im Außendepot sowie
Kosten für ein Begleitprogramm
Kosten gesamt 18.000,00 €
Erlöse
Eintritte
Verkaufserlöse (Katalog etc.)
Zuschüsse vom Land
Zuschüsse von Sonstigen 1.000,00 €
Spenden und sonst. Erlöse
Erlöse gesamt 1.000,00 €
Anlage 1, Seite 9 von 26
Mittel aus Sonderausstellungsetat 17.000,00 €
Mittel aus Zusagen Drittmittel
Überschuss/Defizit 0,00 €
Museum für Angewandte Kunst Köln
Perfect Match. Kunstkammerobjekte der Sammlung Olbricht und des MAKK
Laufzeit: 21.03.2024 - 22.09.2024
Die Ausstellung „Perfect Match“ widmet sich dem Phänomen der Kunstkammer, indem aus-
gewählte Objekte des MAKK und der Privatsammlung von Thomas Olbricht in ein spannen-
des Zusammenspiel gebracht werden. Die Kunstkammerobjekte der beiden Sammlungen
bieten hierbei einen besonderen Zugang, da sie nicht den historisch gewachsenen Kunst-
kammern entsprechen, die mit ‚exotischen‘ Objekten, seltenen Naturalien, kostbaren Kunst-
werken und technisch-wissenschaftlichen Errungenschaften die Vielfalt der Schöpfung im
Kleinen abbilden sollten. Stattdessen wurden die Kunstkammerstücke des MAKK bewusst
als Belegstücke für herausragendes künstlerisches Schaffen gesammelt und gehen auf eine
bürgerliche Sammlungstradition zurück. Dagegen ist die Privatsammlung von Thomas Ol-
bricht, die zu den weltweit bedeutendsten Spezialsammlungen zählt, zwar von der universel-
len Sammlungsidee der historischen Kunstkammern inspiriert, entspricht aber ganz den indi-
viduellen Interessen und Leidenschaften einer Sammlerpersönlichkeit des 21. Jahrhunderts.
Trotz ihrer unterschiedlichen inhaltlichen Ausrichtung spiegeln beide Sammlungen ein-
drucksvoll die zentrale Aufgabe der historischen Kunstkammern wider, nämlich die umfas-
senden Bereiche der Kunst und Natur zu begreifen, zu vereinen und durch den Menschen zu
beherrschen. Dieses spannende Beziehungsgeflecht zwischen Kunst, Mensch und Natur be-
leuchtet die Ausstellung in sieben Themenräumen, wobei der Fokus auf der Früh- und Blüte-
zeit der Kunstkammern im 16. und 17. Jahrhundert liegt. Die Kunstkammern dieser Zeit wa-
ren Orte der Repräsentation, Unterhaltung und der vertiefenden Betrachtung. Sie verbanden
Neugierde und Staunen mit einem neuen Wissensdrang und dem Interesse an naturwissen-
schaftlichen, technischen und künstlerischen Entwicklungen.
Zahlende Besucher*innen 25.000
Kosten
Architektur/Installation/Digitorial 84.000,00 €
Transport/Versicherungen 40.000,00 €
Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik 30.000,00 €
Katalog/sonstige Publikationen 25.000,00 €
Vorbereitungs- und Durchführungskosten 35.000,00 €
Kosten gesamt 214.000,00 €
Erlöse
Eintritte (25.000 x 2 ,80 € 70.000,00 €
Verkaufserlöse (Katalog etc.)
Zuschüsse vom Land
Zuschüsse von Sonstigen 54.000,00 €
Spenden und sonst. Erlöse
Erlöse gesamt 124.000,00 €
Anlage 1, Seite 10 von 26
Mittel aus Sonderausstellungsetat 90.000,00 €
Mittel aus Zusagen Drittmittel
Überschuss/Defizit 0,00 €
Faszination Schmuck. 7000 Jahre Schmuckkunst im MAKK
Laufzeit: Dezember 2024 - voraussichtlich Juni 2026
Konzept:
Mit der Ausstellung „Faszination Schmuck. 7000 Jahre Schmuckkunst im MAKK“ wird erst-
mals in der 135-jährigen Museumsgeschichte die herausragende Schmucksammlung des
MAKK in einem bisher nicht dagewesenen Umfang als zusammenhängender Sammlungs-
komplex präsentiert. Die Ausstellung eröffnet im Dezember 2024. Sie umfasst auf ca. 300 m²
Ausstellungsfläche insgesamt 370 Exponate. Die Vorplanungen hierzu sind abgeschlossen.
Die Ausstellung soll die nächsten Jahre bis zur Generalsanierung neben der permanenten
Präsentation der Designsammlung den wichtigsten Publikumsmagneten bilden und später im
Kontext der räumlichen und inhaltlichen Neuausrichtung des MAKK in das zukünftige Muse-
umskonzept integriert werden.
Für die Ausstellung haben die beiden Kuratorinnen Petra Hesse und Lena Hoppe ein inhaltli-
ches Konzept entwickelt, das eine Kombination von chronologischen sowie epochen- und
kulturübergreifenden Inhalten vorsieht. Insgesamt sind Themen mit folgenden Titeln geplant:
Schongauer, Dürer & Co. / Farbenprächtig und edel / Glanz und Glaube / Reine Stilfrage /
Antikenrezeption / Luxus für die Massen / Der große Auftritt / Schmuckgestalterinnen / Faszi-
nation Granulation / Materialexperimente / Fundstücke / Im Wesentlichen / Schmuck & Kör-
per / Konstruktiv / Schmuck & Freie Kunst / Privatsache / Symbolik / Schön und nützlich / Die
Macht der Ringe / Andenken und Erinnerung / Von Angesicht zu Angesicht / Inspiration Na-
tur.
Die Themenstellungen ermöglichen vielfältige und individuelle Zugänge in den Bereich der
Schmuckkunst. Sie führen beispielhaft in den Facettenreichtum der Schmuckgestaltung ein
und ermöglichen Besucher*innen Einblicke in die gesellschaftlichen, sozialen, emotionalen
und symbolischen Aspekte des Schmucks.
Schmuckausstellungen sind Besucher*innenmagnete und sprechen diverse Zielgruppen an.
Um eine möglichst breite Öffentlichkeit zu erreichen, wird aktuell das kreative Vermittlungs-
programm des Museums ausgebaut. Darüber hinaus verspricht sich das MAKK von der Aus-
stellung einen verstärkten Austausch mit der Community der Schmucksammler*innen, lieb-
haber*innen, -künstler*innen und -gestalter*innen.
Vermittlung
Die Ausstellungsgestaltung stellt die Exponate in den Mittelpunkt. Die vorwiegend kleinteili-
gen Schmuckobjekte werden in einem spezifischen, eigens entwickelten Vitrinentypus opti-
mal präsentiert und ausgeleuchtet. Für die Vermittlung der Ausstellungsinhalte fließen expe-
rimentelle, kreative und technisch innovative Ansätze ein, die ein breites, internationales
Publikum ansprechen und dabei auch neue, jüngere Zielgruppen erschließen sollen. Der
zentrale Schwerpunkt unserer analogen und digitalen Vermittlung ist dabei der Gedanke des
Mitgestaltens und des Miterlebens von Gestaltungsprozessen. Für die digitale Vermittlung
sind deshalb QR-Codes mit barrierearmen bzw. barrierefreien Zugängen für ein diverses
Publikum geplant. Ziel ist es, die Objekte zu kontextualisieren, ihre Geschichten zu erzählen
sowie vertiefende Informationen und detailreiche Objektfotos anzubieten.
Die Ausstellung ist bewusst epochen- und kulturübergreifend angelegt, um der globalen Be-
deutung von Schmuck für Menschen zu allen Zeiten und Orten gerecht zu werden. Die Aus-
stellung soll zudem einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung dieses herausragenden Samm-
lungskomplexes und zur inhaltlichen Profilschärfung des MAKK leisten.
Anlage 1, Seite 11 von 26
Online Collection
Gleichzeitig werden alle ausgestellten Objekte in die zukünftige Online Collection auf der
Website des MAKK eingepflegt. Damit wird ein transparenter Zugang zu allen Informationen
unseres Wissensspeichers geschaffen und beispielswiese mit „My-Collection“-Tools spieleri-
sche Möglichkeiten des digitalen kuratorischen Gestaltens angeboten. Die Online Collection
bietet zudem die Möglichkeit, den Schmuck zu anderen Objekten der vielfältigen Sammlun-
gen des MAKK in Beziehung zu setzen.
Einbauten und Vitrinen
Die Ausstellung „Faszination Schmuck“ ist Bestandteil der Neupräsentation der Schausamm-
lungen des MAKK. Die Präsentation soll zunächst bis zur Generalsanierung gezeigt, dann
abgebaut und nach der Sanierung mit einem neuen inhaltlichen Konzept aber unter Beibe-
haltung der Vitrinen und Ausstellungsarchitektur wiedereröffnet werden. Aus Gründen der
Nachhaltigkeit und aufgrund des Aspekts der Wiederverwendbarkeit ist die Ausstellungsar-
chitektur modular gestaltet. Für die in die Architektur integrierten Vitrinen wurde eigens ein
Prototyp entwickelt, um die konstruktiven, die hohen sicherheitstechnischen sowie ästheti-
schen Vorgaben testen zu können.
Die Schmucksammlung des MAKK
Im Bestand des MAKK befindet sich eine der bedeutendsten Schmucksammlungen in deut-
schen Museen. Mit nahezu 1600 Objekten deckt die Sammlung 7000 Jahre Schmuckkunst
ab. Das Spektrum reicht hier von altorientalischen Gemmen des 5. Jahrtausends v. Chr. bis
zu zeitgenössischen Schmuckarbeiten. Vertreten sind nicht nur bedeutende Beispiele unter-
schiedlicher Epochen und Kulturlandschaften, sondern auch der wichtigsten Schmucktypen:
Haar-, Stirn-, Ohr-, Hals-, Brust-, Arm-, Körper- und Gewandschmuck von hoher künstleri-
scher und gestalterischer Qualität, gefertigt aus allen erdenklichen Materialien – von Edelme-
tall, Kunststoff, Wachs bis zum Käferpanzer.
Sammlungsschwerpunkte liegen auf Arbeiten der Antike, des Mittelalters und der Renais-
sance sowie des 19. Jahrhunderts. Das 19. Jahrhundert – als die vielleicht reichste Epoche
der europäischen Edelschmiedekunst – wartet mit Werken u.a. von Lucien Falize, Jules
Wièse, Eugène Fontenay, Carlo Giuliano oder den Gebrüdern Castellani auf.
Der Jugendstil ist mit Werken von Lucien Gaillard, Eugène Feuillâtre, Louis C. Tiffany, E-
douard Colonna, Ludwig Habich, Patriz Huber oder Arbeiten von Theodor Fahrner vertreten.
Elisabeth Treskow, – die in Köln tätige und vielleicht renommierteste Goldschmiedin des 20.
Jahrhunderts –, stiftete dem MAKK ihre Sammlung antiker Gemmen sowie ihre Studien-
sammlung mit antikem Schmuck. Auch ihr eigenes Werk, das die antike Technik der Granu-
lation wieder in die Schmuckkunst einführte, ist in der Sammlung vertreten.
Aber auch zahlreiche andere Goldschmied*innen und Schmuckkünstler*innen des 20. und
21. Jahrhunderts sind in der Sammlung präsent, darunter Karl Gustav Hansen, Raymond
Templier, Herbert Zeitner, Johann Michael Wilm, Hildegard Risch, Falko Marx, Friedrich Be-
cker, Emmy van Leersum, Peter Skubic, Wendy Ramshaw, Dieter Roth, E.R. Nele, Lutz
Fritsch, Sam Tho Duong, Ted Noten, David Bielander, Annamaria Zanella und Svenja John.
Profil und Sammlungsstrategie
Die Schmucksammlung des MAKK ist das Ergebnis einer lebendigen und bis heute ungebro-
chenen Stiftertradition. So gelangte ein Großteil der Objekte nicht durch eine gezielte An-
kaufspolitik, sondern vor allem durch großzügige Schenkungen an das Museum. Um das
Profil der Schmucksammlung zu schärfen, ist das MAKK seit 2017 mit dem strategischen
Ausbau des Bestandes befasst. Hierfür wurde die Sammlung zunächst digital erfasst und
wissenschaftlich neu bewertet. Im Austausch mit internationalen Fachkolleg*innen wurden
zudem mögliche Ansätze für ein zeitgemäßes Sammlungsprofil erarbeitet. Darauf aufbauend
liegt in Zukunft ein wesentlicher Schwerpunkt des Sammlungsprofils auf einer Ankaufspolitik
im Bereich der modernen und zeitgenössischen Schmuckkunst. In Abgrenzung zu Samm-
lungsprofilen anderer Museen legt das MAKK den geografischen Schwerpunkt auf Europa
mit besonderer Berücksichtigung der Beneluxländer, mit denen im Bereich der Schmuck-
Anlage 1, Seite 12 von 26
kunst ein historisch gewachsener Austausch besteht. In Zukunft wird sich die Diversität un-
serer Gesellschaft verstärkt in unserem Sammlungsprofil sowie in unseren Ausstellungen wi-
derspiegeln.
Präsentation und Vermittlung der Sammlung
Von 1989 bis 2018 waren ausgewählte Objekte der Schmucksammlung innerhalb der chro-
nologischen Präsentation der Historischen Schausammlung des MAKK ausgestellt. Die viel-
fältigen Facetten der Schmuckkunst konnten den Besucher*innen hier jedoch nicht vermittelt
werden, denn die ausgestellten Exponate standen neben anderen Objektgruppen in erster
Linie stellvertretend für die Kunstfertigkeit der Angewandten Kunst im Allgemeinen.
In den letzten Jahren wurden ausgewählte Beispiele der Schmucksammlung im Kontext von
Sonderausstellungen präsentiert: „Boys get skulls, girls get butterflies“ (2013), „Ein Museum
im Glück“ (2013), „Künstlerblick. Clemens, Sigmund & Siecaup. 100 Jahre Sammlung Cle-
mens“ (2020) und zuletzt „Danish Jewellery Box. Zeitgenössisches Schmuckdesign“ (2021).
Wegen Baumaßnahmen ist die Historische Schausammlung seit Anfang 2018 geschlossen.
Eine zeitnahe Wiedereröffnung, wie ursprünglich geplant, ist mittlerweile unrealistisch, da
das MAKK zunächst aufgrund eines erheblichen Sanierungsstaus generalsaniert werden
muss. Trotzdem möchte das MAKK bis zur Umsetzung der Generalsanierung den Besu-
cher*innen auch weiterhin Bereiche der Historischen Schausammlungen zugängig machen.
Eine elementare Rolle kommt hierbei der Schmucksammlung des MAKK zu.
Kosten
Eröffnung Rahmenprogramm 10.000,00 €
Grafik 25.000,00 €
Öffentlichkeitsarbeit 70.000,00 €
Honorarkräfte 60.000,00 €
Katalog/sonstige Publikationen 41.600,00 €
Vorbereitungs- und Durchführungskosten 21.000,00 €
Kosten gesamt 227.600,00 €
Erlöse
Eintritte (25.000 x 2 ,80 €) 75.000,00 €
Overstolzengesellschaft 41.000,00 €
Beatrix Lichtken Stiftung 10.000,00 €
Peter und Irene Ludwig Stiftung 41.600,00 €
Spenden und sonst. Erlöse
Erlöse gesamt 167.600,00 €
Mittel aus Sonderausstellungsetat 60.000,00 €
Mittel aus Zusagen Drittmittel
Überschuss/Defizit 0,00 €
Museum für Ostasiatische Kunst
Bizarre Schönheiten. Chinesische Literatensteine der Sammlung Benz
Anlage 1, Seite 13 von 26
Laufzeit: 09.04.2024 bis 06.01.2025
Bizarr geformte Steine finden seit der Tang-Dynastie (618–907) als hochgeschätztes dekora-
tives Element in chinesischen Gärten und Gelehrtenstudios Verwendung. Als mikrokosmi-
sche Repräsentationen der Natur stehen ihre durch Erosion geformten Strukturen für den un-
aufhörlichen Wandel der Welt und somit für das universale Prinzip des „Dao“. Neben den be-
rühmten löchrigen Steinen aus dem Tai-See zählen Lingbi-, Ying- und Kun-Steine zu den
vier klassischen Literatensteintypen. Erstmalig gezeigt wird eine Gruppe an Steinen, die das
Museum im Dezember 2023 aus der Sammlung Gudrun und Willi Benz als Geschenk erhielt.
Die Kabinettausstellung ergänzen Plastiken, Porzellane und bildnerische Darstellungen aus
der Museumssammlung.
Zahlende Besucher*innen 3.000
Kosten
Architektur/Installation/Digitorial 1.500,00 €
Transport/Versicherungen 500,00 €
Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik 4.000,00 €
Katalog/sonstige Publikationen 0,00 €
Vorbereitungs- und Durchführungskosten 0,00 €
Kosten gesamt 6.000,00 €
Erlöse
Eintritte (3.000 x 1,50 €) 4.500,00 €
Verkaufserlöse (Katalog etc.)
Zuschüsse vom Land
Zuschüsse von Sonstigen
Spenden und sonst. Erlöse
Erlöse gesamt 4.500,00 €
Mittel aus Sonderausstellungsetat 2024 1.500,00 €
Überschuss/Defizit 0,00 €
„Kunst ist das Programm!“ – Alfred Salmony und die Sammlung des Museums für
Ostasiatische Kunst Köln während der Weimarer Republik 1918-1933
"Art in the Limelight!" - Alfred Salmony and the Collection of the Museum of East
Asian Art Cologne during the Weimar Republic 1918 - 1933.
Laufzeit: 09.Mai 2024 - Ende Oktober 2024
Die Ausstellung beleuchtet die Leistungen des vom deutschen Nationalsozialistischen Re-
gime vertriebenen, ersten Stellvertretenden Direktors des Museums für Ostasiatische Kunst
Köln: Alfred Salmony (1890-1958). Salmony, der während der Weimarer Republik wesentlich
für die wissenschaftliche Betreuung der Sammlung zuständig war, prägte das Bild des Hau-
ses in diesen Jahren maßgeblich.
Sein Lebensweg in Köln bis 1933 und die Sammlungsgeschichte des MOK werden in der
Monographie und der Ausstellung nachgezeichnet.
Zum ersten Mal werden die Ankäufe, Ausstellungen und wissenschaftlichen Arbeiten Salmo-
nys beleuchtet. Zum ersten Mal wird die Sammlungsgeschichte des MOK bis 1933 unter-
sucht, Provenienzen erforscht.
Anlage 1, Seite 14 von 26
Salmony trat für eine Gleichwertigkeit aller Künste ein, wandte sich vor hundert Jahren be-
reits gegen abwertende Kunstbegriffe wie „primitiv“, gründete mit Artibus Asiae eine der
heute renommiertesten Zeitschriften des Faches und führte das MOK durch seine weltweiten
Kontakte auf internationales Terrain.
Nach 1933 flüchtete Salmony nach Amerika, wo er am Institute of Fine Arts New York, an ei-
ner der hochrangigen Universitäten Amerikas lehrte und als Pionier der Jadefoschung und
Lehrer bis heute Anerkennung genießt.
Monographie und Ausstellung würdigen seine wissenschaftlichen Anfänge in Köln und seine
Bedeutung für die Sammlung des MOK.
Begründung für Verschiebung:
Die Ausstellung sollte eigentlich bereits 2023 stattfinden. Aufgrund der hohen Arbeitsbelas-
tung der Kuratorin des Direktionswechsels und neuer Planungen, wurde die Ausstellung auf
den kommenden Mai 2024 verschoben.
Die Bedeutung Alfred Salmonys für die Sammlungsgeschichte des Hauses soll, wie oben
aufgeführt, durch diese Monographie und Ausstellung verdeutlicht werden!
Beide besitzen einen hohen Stellenwert für die internationale und lokale Bedeutung des Hau-
ses, daher wurde beschlossen, der Ausstellung innerhalb des Jahres 2024 einen höheren
Stellenwert zukommen zu lassen:
Zahlende Besucher*innen 5.000
Kosten
Architektur/Installation/Digitorial 15.000,00 €
Transport/Versicherungen
Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik 40.000,00 €
Katalog/sonstige Publikationen 35.000,00 €
Vorbereitungs- und Durchführungskosten 10.000,00 €
Kosten gesamt 100.000,00 €
Erlöse
Eintritte (5.000 x 5,50 €) 27.500,00 €
Verkaufserlöse (Katalog etc.) 14.500,00 €
Zuschüsse vom Land
Zuschüsse von Sonstigen
Spenden und sonst. Erlöse
Erlöse gesamt 42.000,00 €
Mittel aus Sonderausstellungsetat 2024 58.000,00 €
Überschuss/Defizit 0,00 €
Tanaka Ryōhei
Laufzeit: September 2024 - März 2025
Tanaka Ryōhei (1933-2019) hat sein Leben der Darstellung des ländlichen Japans gewid-
met. Die detaillierten Radierungen in Schwarz-Weiß und Farbe zeigen Japan mit Bauernhö-
fen, Tempeln und Landschaften. Dabei fängt er nicht nur die Schönheit, sondern auch den
Anlage 1, Seite 15 von 26
Verfall sorgfältig ein. Tanaka schöpft seine Inspiration aus der Umgebung von Kyōto. In sei-
nem Atelier setzt er seine Skizzen in Tausende feiner Linien um, die als Grundlage für eine
neue Druckgrafik dienen. Die Texturen von Schilf, Holz und natürlichen Elementen macht er
durch seine Ätztechnik nahezu greifbar. Vom 21. November 2024 bis zum 23. Februar 2025
präsentiert das Museum für Ostasiatische Kunst über hundertsechzig seiner Radierungen.
Zahlende Besucher*innen 12.000
Kosten
Architektur/Installation/Digitorial 15.000,00 €
Transport/Versicherungen 5.000,00 €
Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik 58.500,00 €
Katalog/sonstige Publikationen 35.000,00 €
Vorbereitungs- und Durchführungskosten 15.000,00 €
Kosten gesamt 128.500,00 €
Erlöse
Eintritte (12.000 x 7,50 €) 90.000,00 €
Verkaufserlöse (Katalog etc.) 14.500,00 €
Zuschüsse vom Land
Zuschüsse von Sonstigen
Spenden und sonst. Erlöse
Erlöse gesamt 104.500,00 €
Mittel aus Sonderausstellungsetat 2024 24.000,00 €
Überschuss/Defizit 0,00 €
Zeitgenössische Lackkunst Koreas im Dialog
Die "Korea-Galerie" im Museum für Ostasiatische Kunst sieht im August 2024 einen Wechsel
der Exponate vor. Für die Neupräsentation werden Objekte der hauseigenen Sammlung von
Kunst und Kunsthandwerk aus Korea ausgewählt, darunter Lacke, Keramik, Malerei, Holz-
schnitte und buddhistische Kunst. Diese werden mit Leihgaben zeitgenössischer Lackkunst
aus Korea gegenübergestellt und in Dialog gesetzt.
Zahlende Besucher*innen 3.000
Kosten
Architektur/Installation/Digitorial 1.500,00 €
Transport/Versicherungen 500,00 €
Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik 2.500,00 €
Katalog/sonstige Publikationen
Vorbereitungs- und Durchführungskosten 1.500,00 €
Kosten gesamt 6.000,00 €
Erlöse
Eintritte (3.000 x 1,50 € ) 4.500,00 €
Anlage 1, Seite 16 von 26
Verkaufserlöse (Katalog etc.)
Zuschüsse vom Land
Zuschüsse von Sonstigen
Spenden und sonst. Erlöse
Erlöse gesamt 4.500,00 €
Mittel aus Sonderausstellungsetat 2024 1.500,00 €
Überschuss/Defizit 0,00 €
Museum Schnütgen
Auf Augenhöhe – Die Sammlung Schnütgen neu erzählt
Welche Bedeutung hat die alte christliche Kunst in Zeiten von Kirchenaustritten und künstli-
cher Intelligenz? Das Museum Schnütgen stellt sich dieser Frage. Bis zum Jahresende wird
die Sammlungspräsentation neugestaltet. Dabei treten die Besucherinnen und Besucher ins
Zentrum.
Manche haben Lust, beim Museumsbesuch neue Fähigkeiten zu erwerben und etwas auszu-
probieren. Manch einer kommt zu zweit, manch eine alleine, andere kommen mit der ganzen
Familie. Die Fragen und Erwartungen ans Museum sehen unterschiedlich aus.
Das neue Informationsangebot orientiert sich an diesen Erwartungen und wird insgesamt
sehr viel reicher. Mit abwechslungsreichen Themen und Möglichkeiten, selbst aktiv zu wer-
den, beschreitet das Museum neue Wege. Bereiche wie „Stadt trifft Kirche“, „Memento Mori“,
„Glasmalerei“ und „Heilige und Reliquien“ machen deutlich, welch reicher Deutungs- und Be-
deutungskosmos sich in einer vorrangig aus mittelalterlichen Objekten bestehenden Muse-
umssammlung verbirgt. Noch mehr als zuvor wird das Museum Schnütgen zu einem sozia-
len Ort, an dem die Gäste sich wohlfühlen, Wissen und Inspiration mitnehmen können und
das Museum als „ihr“ Museum entdecken.
Die inhaltliche Neuerschließung der Ausstellung wird verknüpft mit einer energetischen Er-
neuerung der Ausstellung im gesamten Neubau mit einem Austausch der mit extrem hohem
Stromverbrauch verbundenen Halogenbeleuchtung durch LED-Strahler. Dazu muss der
Gipskartontrockenbau in diesem Bereich an der Decke erneuert und an den Wänden um
überflüssige Elemente reduziert werden. Aus technischen Gründen (Auslagerung der Samm-
lung aus dem Trockenbau-Baustellenbereich) und der praktischen Reihenfolge (erst Erneue-
rung von Decke und Wand und dann Einbringung der Elemente zur inhaltlichen Erschlie-
ßung) ist diese Baumaßnahme im Neubau-Teil der Ausstellung eine Voraussetzung für die
Umsetzung des ganzen Ausstellungsvorhabens.
Kosten
Honorarkräfte Art Handling 33.000,00 €
Neue Ausstellungsgrafik 30.000,00 €
Erweiterter Audioguide 19.500,00 €
Gratis Kurzführer und Spezialangebot für
verschiedene Zielgruppen 21.800,00 €
Übersetzungen 10.450,00 €
Restaurierungen 12.000,00 €
Trockenbau, Elektrik, LED Beleuchtung 235.000,00 €
Anlage 1, Seite 17 von 26
Kosten gesamt 361.750,00 €
Erlöse
Zuschuss BZR Köln 49.750,00 €
Bauunterhaltungsmittel 200.000,00 €
Freundeskreis für Restaurierungen 12.000,00 €
Erlöse gesamt 261.750,00 €
Mittel aus Sonderausstellungsetat 2024 100.000,00 €
Überschuss/Defizit 0,00 €
Kölnisches Stadtmuseum
Gesamtbedarf € 170.500
Stadt.Geschichte.Anders €.68.000
Open Space € 37.500
Köln 1925 | 2025. Zwischen Metropole und Gemütlichkeit € 30.000
Tag des offenen Denkmals € 35.000
Stadt.Geschichte.Anders
Laufzeit: 23.03.2024 - 31.12.2024
Den Ausgangspunkt der neuen Ausstellung markiert ein Auftaktraum mit einem kom-
pakten Überblick über die wichtigsten historischen Epochen und Entwicklungen der
Stadtgeschichte. Hier finden sich herausragende Sammlungsobjekte, wie der Ver-
bundbrief von 1396, das Stadtsiegel oder das historische Stadtmodell, das Köln im
Jahr 1571 zeigt.
Anlage 1: Ausstellungsbereiche und Einzelobjekte in Einbringung
Auf den angrenzenden Halbgeschossen werden insgesamt acht Fragen an die Ver-
gangenheit und die Gegenwart Kölns gestellt. Die Antworten liefern stadtgeschichtli-
che Ereignisse und Objekte, die bei dieser Art des Storytelling auf ungewöhnliche
Weise in Bezug gesetzt werden. So entstehen überraschende Parallelen über die ge-
schichtlichen Epochen hinweg.
Dazwischen sind kuratorische Interventionen gesetzt, die von Bürger*innen stam-
men. Als Kölnexpert*innen haben sie selbst An- und Einsichten zu Köln beigesteuert,
aber auch eigene Objekte dazu gegeben.
Anlage 1, Seite 18 von 26
Anlage 2: Kuratierter Ausstellungsabschnitt der „Kölnexpert*innen“
Mit ihrer Szenographie achtet die Ausstellung den Charakter des ehemaligen Kauf-
hauses, interpretiert die Gegebenheiten jedoch zeitgemäß und setzt bei durchgehen-
der Zweisprachigkeit auf eine weitest gehende Barrierefreiheit. Zudem sind viele
Ausstellungsinhalte auch über taktile Beschriftungen, taktile Objekte, Audiostationen
und DGS-Videos erfahrbar.
Anlage 3: Beispiel Barrierefreiheit in der Ausstellung.
Die beantragten Mittel werden wie folgt eingesetzt:
Finanzbedarf gesamt 110.000,00 €
Werbung / Öffentlichkeitsarbeit / Publikationen / Veranstaltungen / Begleitprogramm
Einnahmen gesamt 42.000,00 €
Einnahmen durch Eintritte (kein gesonderter Eintritt) / Erlöse durch Verkäufe (Shop) /
Fundraising / Spenden des Fördervereins
Mittel aus dem Sonderausstellungsetat 68.000,00 €
Open Space. Interventionen im Haus Sauer (13.06.2024 – 07.01.2025)
Im Open Space des KSM am neuen Standort werden in 2024 Satellitenpräsentatio-
nen gezeigt, die die neue Dauerausstellung „Stadt.Geschichte.Anders“ thematisch
erweitern. Hier werden Präsentationen gezeigt, die partizipativ im Dialog mit Koope-
rationspartnern, Gruppen aus der Stadtgesellschaft oder der freien Szene entwickelt
werden.
UEFA EURO 2024 (13.05.2024 – 07.07.2024)
Die erste Ausstellung findet vor dem Hintergrund der UEFA EURO 2024 statt, die in
Köln mit fünf Spielen Station macht. Fußball vereint die Menschen. Männer und
Frauen, Jüngere und Ältere, Menschen unterschiedlicher Religion, Hautfarbe und
Ethnie. Köln will seine perfekte Lage im Herzen Europas, seine besonderen Gastge-
berqualitäten und seine große Erfahrung als Veranstalter von Großereignissen ein-
bringen, um ein unbeschwertes Fußballfest zu bieten und sich einem breiten Publi-
kum zu präsentieren. Dieses Ereignis wird das KSM nutzen, um eine Schau von und
mit migrantischen Fußballvereinen aus Köln zu zeigen. Die Geschichte(n), Siege und
Niederlagen u.a. des Afrika Sport Club, des „Ideal CF Casa Espana“, des jüdischen
„Makkabi Köln“ oder des türkischen „TFC Köln 2001“ sind Kölner Geschichte der Ge-
genwart. Sie bezieht sich auf das Segment „Was verbindet uns?“ in der neuen Dau-
erausstellung.
Vor Start der Ausstellung wird der Ausschuss einen Vorbericht als Mitteilung erhal-
ten, voraussichtlich in der Sitzung am 30.04.2024.
Anlage 1, Seite 19 von 26
Wallraf-Jahr (26.09.2024 – 28.11.2024)
Die zweite Ausstellung widmet sich im Wallraf-Jahr der Beziehung des KSM zur
Sammlerpersönlichkeit Ferdinand Franz Wallraf. Das Museum hat einige wichtige
Stücke der ehemaligen Wallraf-Sammlung in seinen Beständen. Sie bilden den Aus-
gangspunkt, um Sammeln früher und heute zueinander in Bezug zu setzen. Wäh-
rend die „Wallrafiana“ digital zugegen sein werden, präsentieren sich gegenwärtige
Sammlerpersönlichkeiten in der Vitrinenwand des Open Space. Das KSM zielt dabei
nicht auf internationale Kollektionen, sondern auf den Reichtum der Kölner Samm-
lungslandschaft. Die Ausstellung bezieht sich auf das Segment „Was macht uns
Lust?“ in der neuen Dauerausstellung.
Vor der Ausstellung wird eine Mitteilung in den Ausschuss eingebracht, voraussicht-
lich zur Sitzung am 17.09.2024.
Zu allen Präsentationen wird es ein Begleitprogramm geben. Zusatzbewachung ist
aufgrund der räumlichen Gegebenheiten notwendig.
Die beantragten Mittel werden wie folgt eingesetzt:
Finanzbedarf gesamt 79.500,00 €
Werbung / Öffentlichkeitsarbeit / Publikationen / Veranstaltungen / Begleitprogramm /
Zusatzbewachung / Digitorials, Digitalisate / Transporte, Versicherungen
Einnahmen gesamt 42.000,00 €
Einnahmen durch Eintritte (kein gesonderter Eintritt) / Erlöse durch Verkäufe (Shop) /
Fundraising / Spenden / Stiftungen / Fördermittel
Mittel aus dem Sonderausstellungsetat 37.500,00 €
Köln 1925 | 2025. Zwischen Metropole und Gemütlichkeit (Arbeitstitel)
2025 jährt sich zum 100. Mal ein weitreichendes Ausstellungsereignis, das während
seiner dreimonatigen Laufzeit etwa 1,4 Mio Gäste an den damaligen Ausstellungsort,
die neuen Messehallen in Köln-Deutz führte: die „Jahrtausendausstellung der Rhein-
lande“. Hintergrund der damaligen Ausstellung war die angespannte politische Situa-
tion im Westen Deutschlands: Als Folge des Versailler Friedensvertrags wurden die
linksrheinischen Gebiete durch französisches, belgisches und britisches Militär für 15
Jahre besetzt. Die Sorge vor einer dauerhaften Grenzverlagerung Frankreichs an
den Rhein, zusätzlich durch den „Ruhrkampf“ 1923 und die wirtschaftliche Krisenlage
aufgeheizt, führte zu einer zugespitzten Diskussion über die politische Zukunft und
Zugehörigkeit des Rheinlands.
Die Jahrtausendausstellungen und die zahlreichen Begleitprogramme sollten mit ih-
ren Spielorten in der damals preußischen Rheinprovinz die quasi naturgegebene, da
bereits 1000 Jahre währende Zugehörigkeit des Rheinlands zum Deutschen Reich
unterstreichen. Das Jubiläum bezog sich konkret auf die im Jahr 925 abgeschlos-
sene Übernahme des mittelfränkischen Reiches Lotharingien, das als Vorläufer des
modernen Rheinlandes interpretiert wurde, in das Ostfrankenreich Heinrichs I. (876–
Anlage 1, Seite 20 von 26
936). Neben Umzügen, Konzert- und Sportveranstaltungen waren die Ausstellungen
zentrale Elemente der Aktivitäten des Sommers 1925. Die Kölner Jahrtausend-Aus-
stellung der Rheinlande erhob einen Gesamtvertretungsanspruch, zumal die Schau
mit Tausenden von Objekten einen Überblick über die Gesamtentwicklung der Rhein-
lande seit dem 10. Jahrhundert geben wollte. Sie bildeten den Grundstock des Rhei-
nischen Museums, Vorgänger des heutigen KSM.
Doch vor welchem Hintergrund fand die Schau eigentlich statt? Und welche Wech-
selwirkungen zwischen Präsentationsanspruch und Stadtentwicklung gab es eigent-
lich? Ziel der Ausstellung, die das KSM für 2025 plant, ist keine Rekonstruktion der
damaligen „Jahrtausendausstellung“, sondern eine Bestandsaufnahme Kölns im Jahr
1925 im Vergleich zu heute. Köln befand sich damals an der Schwelle zur Metropole:
Industrie, Verkehr, Städtebau, Kultur, Stadtgesellschaft – vieles in Köln ist auf dem
Weg zur Internationalität. Sie sollte drei Jahre später mit der weltweit relevanten Me-
dienausstellung „Pressa“ vollzogen sein. Und zugleich gab es eine Abwehrhaltung:
Die Sehnsucht nach der „guten alten Zeit“ nahm zu, das Veedel als gemütlicher
Rückzugsort erfuhr eine ungeheure Aufwertung. Diese Ambivalenz gilt auch heute.
Daher wird die Ausstellung die Innovationen und Beharrungskräfte des Jahres 1925
mit denen der Jetztzeit vergleichen. Denn 100 Jahre später herrscht in der Domstadt
die gleiche Ambivalenz zwischen Metropole und Gemütlichkeit.
Wissenschaftliche Vernetzung
Im Vorfeld der Ausstellung organisieren die drei Kooperationspartner Kölnisches
Stadtmuseum (KSM), Landschaftsverband Rheinland (LVR) und Rheinisch-Westfäli-
sches Wirtschaftsarchiv (RWWA) im Herbst 2024 eine wissenschaftliche Tagung (Fe-
derführung: LVR) zu den damaligen Feierlichkeiten, deren Ergebnisse als Begleit-
publikation zur Ausstellung (Federführung: RWWA) erscheint. Die Ausstellung selbst
ist Aufgabe des KSM.
Das Kölnische Stadtmuseum wird dem Ausschuss über die Tagung berichten, spä-
testens in der Sitzung am 05.11.2024.
Finanzbedarf 2024 gesamt 70.000,00 €
Konzeption, Organisation und Umsetzung einer wissenschaftlichen Tagung / Tagungs-
publikation / Ausstellungsvorbereitung (Werkverträge, Medienkonzept, Restaurierun-
gen)
Einnahmen gesamt 40.000,00 €
Fundraising / Spenden des Fördervereins / Stiftungen / Fördermittel
Mittel aus dem Sonderausstellungsetat 30.000,00 €
Tag des offenen Denkmals (07.-8.09.2024)
Viele Kölner Denkmäler sind normalerweise nicht oder nur teilweise für die Öffentlich-
keit zugänglich. Dies ändert sich jedes Jahr am Tag des offenen Denkmals. Auch
Anlage 1, Seite 21 von 26
2024 werden an über 150 Orten mehr als 500 Veranstaltungen zu Denkmälern der
Stadt angeboten und in der Regel von über 20.000 Gästen wahrgenommen.
https://www.mhkbd.nrw/themenportal/tag-des-offenen-denkmals-am-08-september-
2024
https://www.tag-des-offenen-denkmals.de/programm
Gezeigt werden öffentliche Bauwerke und Kleindenkmäler, Siedlungen und privater
Wohnungsbau, Industriearchitektur und Grünanlagen, Verkehrsbauwerke und archä-
ologische Funde, Dom, Kirchen und Dorfkapellen, viele hunderte Jahre Altes wie
auch Architektur des 20. Jahrhunderts. Vieles davon ist nur dank eines umfangrei-
chen bürgerschaftlichen Engagements zugänglich.
Die Veranstaltung unter Federführung des Kölnischen Stadtmuseums dient der en-
geren Verzahnung des baukulturellen Erbes mit den stadthistorischen Themen, wie
sie im Kontext einer stärkeren Vernetzung der historischen Museen erfolgen soll.
Das Kölnische Stadtmuseum wird dem Ausschuss über die Veranstaltung berichten,
voraussichtlich in der Sitzung am 17.09.2024.
Finanzbedarf gesamt 70.000,00 €
Werbung / Öffentlichkeitsarbeit / Publikationen / Veranstaltungen / Begleitprogramm /
Zusatzbewachung / Digitorials, Digitalisate / Transporte, Versicherungen
Einnahmen gesamt 35.000,00 €
Einnahmen durch Eintritte (kein gesonderter Eintritt) / Fundraising / Spenden / Stiftun-
gen / Fördermittel
Mittel aus dem Sonderausstellungsetat 35.000,00 €
NS-Dokumentationszentrum
Das Bruchstückhafte. Über Identität, Familie und das Ich in der Zeit
Laufzeit: 08.05.2024 - 29.05.2024
Immersive Sound- und Videoinstallation von ANALOG im NS-DOK
Die immersive Sound- und Videoinstallation „Das Bruchstückhafte“ der Kölner Theater-
gruppe ANALOG basiert auf der Familiengeschichte Netty Pietjous, die den Holocaust in ei-
nem Versteck in den Niederlanden überlebte.
In einer Collage aus dokumentarischen Interviews, atmosphärischem Sound und übergeord-
neten Texten stellt die Ausstellung Fragen nach der Bedeutung von Gegenwart und Vergan-
genheit für jüdisches Leben. Podiumsgespräche zur Vernissage und Finissage greifen die
Themen mit geladenen Gäst*innen auf.
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Zahlende Besucher*innen 0*
Kosten
Architektur/Installation/Digitorial 8.350,00 €
Transport/Versicherungen
Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik
Katalog/sonstige Publikationen
Vorbereitungs- und Durchführungskosten
Kosten gesamt 8.350,00 €
Erlöse
Eintritte 0,00 €*
Verkaufserlöse (Katalog etc.)
Zuschüsse vom Land
Zuschüsse von Sonstigen
Spenden und sonst. Erlöse
Erlöse gesamt 0,00 €
Mittel aus Sonderausstellungsetat 2024 8.350,00 €
Mittel aus Zusagen Drittmittel
Überschuss/Defizit 0,00 €
* Zahlende Besucher/Eintritte: Für Sonderausstellung wird kein gesonderter Eintritt erhoben.
Antifeminismus – eine politische Agenda
Laufzeit: 05.07.2024 - 02.02.2025
Eine Ausstellung des NS-DOK in Kooperation mit dem Projekt „Spotlight – Antifeminismus
erkennen und begegnen“
Die Ausstellung gibt grundlegende Einblicke in das Themenfeld Antifeminismus und lädt die
Besucher*innen zu einer eigenen Auseinandersetzung mit diesem historisch gewachsenen
Phänomen ein. Wichtige Aspekte werden dabei unter anderem sein, Antifeminismus nicht
(nur) als Gegenbewegung zu Feminismus zu betrachten, sondern als grundlegende Ideolo-
gie bzw. Einstellung in patriarchalen Gesellschaften. Ziel ist ebenfalls, die historische Konti-
nuität von Antifeminismus aufzuzeigen sowie die Auswirkungen antifeministischer Mobilisie-
rungen zu verdeutlichen. Darüber hinaus wird die Scharnierfunktion von Antifeminismus zwi-
schen verschiedenen Gruppierungen offengelegt und Antifeminismus als „Türöffnerideologie“
bis hin zur extremen Rechten kenntlich gemacht.
Die Ausstellung ist durch „Themeninseln“ strukturiert, die unterschiedliche Dimensionen und
Ebenen von Antifeminismus aufgreifen und vorstellen. Dabei wird inhaltlich der Fokus auf die
„Verhinderung von Partizipation und Mitbestimmung“, die „Verhinderung körperlicher, sexuel-
ler und reproduktiver Selbstbestimmung“, auf „Queerfeindlichkeit“, auf „Antifeminismus als
Bestandteil von Rechtsextremismus“ sowie auf „Gewalt als Werkzeug“ gelegt.
Die Ausstellung ist als Projekt im Unterziel „Offenes Haus für die Stadtgesellschaft“ (1.4.2)
der NS-DOK-Strategie Teil der Zielvereinbarung mit dem Kulturdezernat für 2024.
Anlage 1, Seite 23 von 26
Zahlende Besucher*innen 0*
Kosten
Architektur/Installation/Digitorial 45.000,00 €
Transport/Versicherungen
Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik 15.000,00 €
Katalog/sonstige Publikationen
Vorbereitungs- und Durchführungskosten 9.000,00 €
Kosten gesamt 69.000,00 €
Erlöse
Eintritte 0,00 €*
Verkaufserlöse (Katalog etc.)
Zuschüsse vom Land
Zuschüsse von Sonstigen
Spenden und sonst. Erlöse
Erlöse gesamt 0,00 €
Mittel aus Sonderausstellungsetat 2024 35.000,00 €
Mittel aus Zusagen Drittmittel
Defizit -34.000,00 €
* Zahlende Besucher/Eintritte: Für Sonderausstellung wird kein gesonderter Eintritt erhoben.
»‚Staatsfeinde‘, ‚Meckerer‘, ‚Widerstand‘: Kritik in der NS -Gesellschaft«
(Arbeitstitel)
Laufzeit: September 2024 – Februar 2025 (verschoben aus 2023)
Die Ausstellung wirft einen innovativen Blick auf ein scheinbar auserzähltes Thema. Sie
nimmt dafür zwei grundverschiedene Perspektiven ein, mit denen Widerstand in der NS-Ge-
sellschaft betrachtet werden kann – und trägt ihnen räumlich Rechnung. Im NS-DOK zeigt
eine stationäre Schau, wie das Regime auf das Phänomen „Widerstand“ geblickt und rea-
giert hat. Im Fokus stehen zentrale Akteure, insbesondere die Gestapo, die zur Bekämpfung
von Widerstandsgruppen und -akten in Köln zuständig war. Dieser Ausstellungspart kreist
um die Leitfrage, was zu welchem Zeitpunkt als Widerstand betrachtet und verfolgt wurde. Er
rückt damit einen zentralen Aspekt der Hausgeschichte des EL-DE-Hauses systematisch in
den Fokus, der in der Dauerausstellung aktuell nur gestreift wird. Im zweiten, komplementä-
ren Part der Ausstellung – dem Stadtraum – geht es um eine biografische Würdigung von
Kölnern und Kölnerinnen, die wir heute als Widerständige begreifen. In unterschiedlichen
Stadtvierteln können Interessierte eigenständig Hörspaziergänge unternehmen, die ihnen Bi-
ografien von Menschen an den Orten näherbringen, wo sie gelebt, gearbeitet, Freizeit ver-
bracht und eben Widerstand geleistet haben. Das Medium Audiowalk ermöglicht dabei im
Besonderen, sich auch auf kunstvolle Weise Widerständigen zuzuwenden, von denen mitun-
ter vor allem behördliche Aktennotizen über ihr regimefeindliches Verhalten und damit letzt-
lich Fremdbeschreibungen vorliegen.
Anlage 1, Seite 24 von 26
Die Ausstellung dient als experimentelle wie reflexive Eigenproduktion der Vorbereitung ei-
ner Neukonzeption der Ausstellungsflächen des NS-DOK. Die Ausstellung ist als Projekt im
Unterziel „Offenes Haus für die Stadtgesellschaft“ (1.4.1) der NS-DOK-Strategie zugleich Teil
der Zielvereinbarung mit dem Kulturdezernat für 2024.
Zahlende Besucher*innen 0*
Kosten
Architektur/Installation/Digitorial 94.000,00 €
Transport/Versicherungen 1.000,00 €
Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik 15.000,00 €
Katalog/sonstige Publikationen
Vorbereitungs- und Durchführungskosten 14.000,00 €
Kosten gesamt (davon 30.000,00 € bereits in 2023 bewilligt
und ausgezahlt) 124.000,00 €
Erlöse
Eintritte 0,00 €*
Verkaufserlöse (Katalog etc.)
Zuschüsse vom Land
Zuschüsse von Sonstigen
Spenden und sonst. Erlöse
Erlöse gesamt
Mittel aus Sonderausstellungsetat 2024 60.000,00 €
Mittel aus Zusagen Drittmittel
Defizit -34.000,00 €
* Zahlende Besucher/Eintritte: Für Sonderausstellung wird kein gesonderter Eintritt erhoben.
Kunst- und Museumsbibliothek
Gedruckt, um zu bleiben! Flyer und mehr aus der
Sammlung Ingrid Blom -Böer
20.01.2023 - 03.03.2023 3.000,00 €
books books books, Künstlerbücher von Studie-
renden der Buchkunst aus Bremen, Essen und
Halle
08.03.2023 - 28.04.2023 14.000,00 €
Deutscher Kongress für Kunstgeschichte 13.03.2024 - 17.03.2024 3.000,00 €
Discovery Art Fair Cologne 25.04.2024 - 28.04.2024 5.000,00 €
Buchkunst und lateinamerikanische Literatur -
Eine Begegnung, Künstlerbücher aus der
Sammlung Klaus Küpper
11.05.2024 - 30.06.2024 3.000,00 €
NRW Tag in Köln 16.08.2024 - 20.08.2024 3.000,00 €
Ausstellung KMB auf Art Cologne 07.11.2024 - 10.11.2024
3.000,00 €
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Mittel aus Sonderausstellungsetat 2024
34.000,00 €
Museum Ludwig
Fluxus und darüber hinaus: Ursula Burghardt, Benjamin Patterson
Laufzeit: 12.10.2024 – 09.02.2025
Die Ausstellung „Fluxus und darüber hinaus: Ursula Burghardt, Benjamin Patterson“
nimmt ein Zusammentreffen von Ursula Burghardt (1928-2008) und Benjamin Patter-
son (1934-2016) 1960 im Atelier von Mary Bauermeister in Köln zum Ausgangs-
punkt. Die große Sonderausstellung widmet sich unter anderem den beiden, deren
Werk noch nicht ausreichend gewürdigt wurde und stellt sie einem größeren Publi-
kum vor. Gleichzeitig erforscht das Museum die eigene Sammlung, befindet sich hier
doch ein großes Konvolut von mit Fluxus assoziierten Künstler*innen, das dank Wolf-
gang Hahn zusammengetragen wurde und 1999 ans Haus kam.
Mit den beiden bislang marginalisierten künstlerischen Positionen wird das Phäno-
men Fluxus neu in den Blick genommen. Diese Perspektive verspricht neue Erkennt-
nisse zur Wechselwirkung von gesellschaftlichem Kontext und Fluxus. Erfahrungen
von Diskriminierung prägten die Werke der beiden. Die Bildhauerin Burghardt, mit ih-
ren Eltern 1936 nach Buenos Aires geflohen, war mit ihrem Ehemann, Mauricio Ka-
gel, 1957 nach Köln gekommen. Benjamin Patterson wurde 1957 erster Kontrabas-
sist im kanadischen Halifax Symphony Orchestra, nachdem ihm in den USA als Afro-
amerikaner eine Stelle verweigert worden war. 1958 in die Armee eingezogen, diente
er in Stuttgart. Die Anfänge von Fluxus im Rheinland sind in einem postnazistischen
Umfeld situiert, dessen Einfluss ebenfalls noch nicht ausreichend berücksichtigt wor-
den ist. Vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen besitzen
diese Themen große Dringlichkeit.
Auf einer Fläche von ca. 1.200 qm wird die Ausstellung in drei Teile gegliedert sein.
Im 1. Teil werden ausgehend vom Atelier Bauermeister die Orte und Ereignisse vor-
gestellt, die für Burghardt und Patterson prägend waren. Der 2. Teil ist dem Werk von
Burghardt gewidmet. Nicht nur werden ihre Arbeiten einer breiten Öffentlichkeit vor-
gestellt, sondern es wird auch dort ihre Autorschaft kenntlich gemacht, wo sie ver-
schüttet ist. Im 3. Teil sind Pattersons performative und installative Arbeiten nach sei-
ner Rückkehr zur Kunst 1988 zu sehen. Die Verschränkung von Kunst und Musik ist
Schwerpunkt der interdisziplinären Vermittlungsarbeit, die sich an Kinder, Jugendli-
che und Erwachsene richtet. Ein umfangreiches Rahmenprogramm u.a. mit dem
Gürzenich Orchester Köln und dem Ensemble Modern ist geplant.
Zahlende Besucher*innen 60.000
Kosten
Architektur/Installation/Digitorial 165.000,00 €
Transport/Versicherungen 180.000,00 €
Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik 125.000,00 €
Anlage 1, Seite 26 von 26
Katalog/sonstige Publikationen 65.000,00 €
Vorbereitungs- und Durchführungskosten 101.000,00 €
Restaurierung 40.000,00 €
Bewachung 150.000,00 €
Kosten gesamt 826.000,00 €
Erlöse
Eintritte 270.000,00 €
Verkaufserlöse (Katalog etc.) (150 x 40€) 6.000,00 €
Zuschüsse vom Land (angefragt) 120.000,00 €
Zuschüsse von Sonstigen
- (gesichert)
- SSK
6(beantragt)
150.000,00 €
25.000,00 €
85.000,00 €
Spenden und sonst. Erlöse
- (gesichert) 5.000,00 €
Erlöse gesamt 661.000,00 €
Mittel aus Sonderausstellungsetat 165.000,00 €
Mittel aus Zusagen Drittmittel s.o.
Defizit 0,00 €
Anlage 3 Auszug Ausschuss Kunst und Kultur 30.04.2024
561 Zeichen
Geschäftsführung Ausschuss Kunst und Kultur Herr Weis Telefon: (0221) 221-23657 E-Mail: DEZVII-Session@STADT - KOELN.DE Datum: 02.05.2024 Auszug aus dem Beschlussprotokoll der 24. Sitzung des Ausschusses Kunst und Kultur vom 30.04.2024 öffentlich 5.1 Genehmigung der Mittelverwendung für Sonderausstellungen der Mu- seen in 2024 0693/2024 Beschluss: Die Vorlage wurde in die nächste Sitzung vertagt, verbunden mit dem Wunsch der Po- litik, die Beratungsfolge um den Finanzausschuss zu erweitern. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt.
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien
Zur SitzungBeschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0693/2024
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 02.05.2024
- Erstellt
- 20.02.2024 16:35