AN/1639/2019
Sicherheit von Kindern und Jugendlichen im Verkehr – Wie engagiert werden in Köln Verbesserungen umgesetzt?
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SPD Anfrage nach § 4
4932 Zeichen
An den Vorsitzenden des Verkehrsausschusses Herrn Andreas Wolter Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 27.11.2019 AN/1639/2019 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Verkehrsausschuss 02.12.2019 Sicherheit von Kindern und Jugendlichen im Verkehr – Wie engagiert werden in Köln Verbesserungen umgesetzt? Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, im Februar 2018 konnte die Stadt Köln das Siegel „Kinder- und Jugend- freundliche Kommune“ entgegennehmen. Der Rat der Stadt Köln hatte im Herbst 2013 beschlossen, sich um das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ zu bewer- ben und im November 2013 unterzeichnete der damalige Oberbürgermeister Jür- gen Roters die entsprechende Vereinbarung mit dem „Kinderfreundliche Komm u- ne e.V.“ Zur Maßnahme „Einarbeitung der Kinder- und Jugendrechte in das Verkehrs- konzept“ führt der Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“, im De- zember 2017 im Rat beschlossen, aus: „Gefährdungslagen von Kindern und Jugendlichen insbesondere im Straßen- verkehr sind bisher in Köln zu wenig aufbereitet worden und überhaupt nicht in das aktuelle Verkehrskonzept Köln mobil 2025 eingeflossen. Deutlich formulieren die über 1.600 befragten Kinder aus den Kinderfragebögen des Vorhabens die Situation: 37% fühlen sich auf dem Schulweg eher unsicher, 42% auf dem Fahr- rad in der Stadt und in öffentlichen Verkehrsmitteln haben sogar 45% ein schlechtes Gefühl. Kinder und Jugendliche sollten hier zukünftig konsequent als Experten ihrer Lebenswelt einbezogen werden. Neue Qualitätsstandards können vor allem dann festgelegt werden, wenn es um die Neuplanung kinderfreund- licher Wohnsiedlungen und um kommunale Verkehrsvorhaben geht“. Ausweislich des im September 2019 vorgelegten Zwischenberichtes zum Akti- onsplan wurde bislang noch nicht mit der Erarbeitung von Qualitätsstandards - 2 - begonnen. Mit der Einarbeitung der Kinder- und Jugendrechte in das Verkehrs- konzept soll ab dem Jahr 2020 begonnen werden. Im Verkehrsausschuss hat die SPD-Fraktion in den vergangenen Jahren Initiati- ven eingebracht, um die Situation von Kindern und Jugendlichen im Verkehr, insbesondere auch auf ihren Wegen von und zur Schule zu verbessern und das Thema „Schulwegsicherung“ voranzubringen. In seiner Sitzung am 11.09.2018 hat der Verkehrsausschuss die Verwaltung mit einstimmigem Beschluss beauftragt, bei der „anstehenden Erstellung von Schulwegplänen die folgenden Punkte mit zu prüfen · Schaffung einer besonders geschützten Infrastruktur auf Schulwegen. Schulwegpläne sollen partizipativ aus der Perspektive der Kinder entwickelt bzw. überarbeitet und bauliche Verbesserungen vorgenommen werden. · Sicherer und attraktiver Ausbau der Radfahrinfrastruktur der Schulwege (Bspw. Fahrradstraßen, Tempo 30-Zonen, Radfahrwege, gegenläufige Öff- nung von Einbahnstraßen, Fahrradabstellanlagen).“ Des Weiteren hat der Verkehrsausschuss die Verwaltung am 18.06.2019 beauf- tragt, im Rahmen der Aufstellung von Schulwegplänen gemeinsam mit den Schu- len Vorschläge zu machen, wie das Problem der Elterntaxis gelöst werden kann. Vor diesem Hintergrund bittet die SPD-Fraktion um Beantwortung folgender Fra- gen: 1. Wann ist mit ersten Ergebnissen bei der Erarbeitung von Qualitäts- standards insbesondere für die Neuplanung kinderfreundlicher Wohn- siedlungen und für kommunale Verkehrsvorhaben zu rechnen? 2. Wie ist der aktuelle Stand zu Schulwegplänen: gibt es inzwischen erste Schulwegpläne an Kölner Schulen? 3. Geht die Verwaltung von sich aus auf Kölner Schulen zu, um die Erstellung von Schulwegplänen zu unterstützen und unterbreiten die verkehrs- lenkenden Dienststellen dabei mit Blick auf die o.g. Aufträge des Verkehrs- ausschusses konkrete Vorschläge für die jeweilige Situation der Schulen? 4. Welche städtische Dienstelle ist in der Verwaltung federführend, um das Thema „Schulwegsicherung“ durch Unterstützung der Schulen bei der Entwicklung von Schulwegplänen voranzubringen? Nutzt die Verwaltung als Mitglied im „Zukunftsnetzwerk Mobilität“ in Trägerschaft des VRS die dortige Kompetenz in Fragen der Schulwegsicherheit für Austausch und Kooperation? 5. Welche Bedarfe sieht die Verwaltung, um die Aufgabe „Unterstützung der Schulen bei der Entwicklung von Schulwegplänen“ aktiv und engagiert be- arbeiten zu können und die Sicherheit von Kölner Schüler*innen in Stra- ßenverkehr zu verbessern? Wir bitten, die Beantwortung der Anfrage auch dem Ausschuss Schule und Wei- terbildung sowie dem Jugendhilfeausschuss zur Kenntnis zu geben. Mit freundlichen Grüßen - 3 - gez. Dr. Barbara Lübbecke SPD-Fraktionsgeschäftsführerin
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Sache ist erledigt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1639/2019
- Typ
- SPD Anfrage nach § 4
- Datum
- 27.11.2019
- Erstellt
- 26.11.2019 13:26