Mandari Insight

2631/2023

Kölner Stadtentwicklung nach Corona

Mitteilung Ausschuss 18.09.2023

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Corona-Studie_Endfassung

106311 Zeichen

Kölner Stadtentwicklung  
nach Corona
Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Umsetzung 
der Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“

3
Inhalt
Vorwort   . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .  4
1 Zusammenfassung   . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .  6
1 Dezentrale Stadtstruktur   . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  7
2  Stärkere und kooperierende Daseins  grundfunktionen   . . .  8
3 Resiliente Wirtschaftsstrukturen    . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  8
4 Integriertes Mobilitätssystem    . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  9
5 Multifunktionaler Stadtraum    . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  9
2 Anlass und Hintergrund der Studie    . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .  10
3 Methodisches Vorgehen    . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .  12
4 Auswirkungen in den Themenfeldern    . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .  15
4 .1 Wirtschaft   . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  15
4 .2 Arbeitswelt   . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  19
4 .3 Mobilität   . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  21
4 .4 Wohnen und Leben    . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  24
4 .5 Bildung und Chancen    . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  27
4 .6   Soziale und medizinische  Versorgung    . . . . . . . . . . . . . . . .  31
5  Schlussfolgerungen für die Stadtentwicklung in Köln    . . . .  .  34
5 .1 Dezentrale Stadtstruktur   . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  34
5 .2  Stärkere und kooperierende  Daseinsgrundfunktionen    .  36
5 .3 Resiliente Wirtschaftsstrukturen    . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  38
5 .4 Integriertes Mobilitätssystem    . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  40
5 .5 Multifunktionaler Stadtraum    . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  42
6  Auswirkungen auf die Umsetzung der Stadtstrategie  
„Kölner Perspektiven 2030+“   . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  .  45
Quellenverzeichnis   . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  54
Mitwirkende   . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  56
Kontakt   . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  57

4
Sehr geehrte Leser*innen,
die Corona-Pandemie war die zentrale Herausforderung 
der letzten Jahre . Obwohl wir den Eindruck haben, die 
Pandemie sei überwunden und neue Krisen unseren Alltag 
prägen, wirkt Corona bis heute in unser Leben . 
Die Auswirkungen waren und sind vielschichtig: Wirtschaft, 
Arbeit, Gesundheit, Mobilität und Gesellschaft; in allen 
Bereichen hat die Pandemie ihre Spuren hinterlassen . Um 
diese Auswirkungen auf die Umsetzung unserer Stadt-
strategie „Kölner Perspektiven 2030+“ und die Stadtent-
wicklung im Allgemeinen untersuchen zu lassen, haben 
wir diese Studie beauftragt . Das nun vorliegende Ergebnis 
zeigt, dass unsere Zielausrichtungen in der Stadtentwicklung und 
insbesondere in der Stadtstrategie richtig gesetzt sind . Dies freut 
mich umso mehr, da der Erarbeitungsprozess der „Kölner Perspek-
tiven 2030+“ zu Beginn der Corona-Pandemie größtenteils abge-
schlossen war . Wir sind also auf dem richtigen Weg! 
Die Studie zeigt aber auch, dass wir unsere thematische Schwer-
punktsetzung überprüfen müssen . So haben unsere Veedel als Orte 
von Nachbarschaft und gemeinschaftlichem Leben an Bedeutung 
gewonnen . Damit verbunden sind gestiegene Anforderungen an 
öffentliche Räume wie Straßen und Plätze und vor allem an Parks 
und Grünflächen .
Entgegen aller Prognosen sind wir in Köln insgesamt wirtschaftlich 
gut durch die Pandemie gekommen . Das liegt vor allem an der Viel-
fältigkeit der in Köln angesiedelten Branchen, dem Wirtschaftsmix, 
Vorwort

5
der uns gut durch die Pandemie getragen hat . Schauen wir jedoch 
konkret auf die einzelnen Wirtschaftszweige, zeigt sich in Teilen ein 
anderes Bild . 
Die Pandemie hat auch weitreichende Veränderungen in den 
Bereichen Wohnen und Arbeiten ausgelöst . So arbeiten wir mehr im 
Homeoffice und sind digital gut ausgestattet . Die gute Infrastruktur 
unsere Veedel hat eine höhere Wertschätzung für unser direktes 
Umfeld hervorgebracht . Dadurch hat aber auch der innerstädtische 
Einzelhandel Einbußen erfahren, sodass wir bereits heute die Neu-
ausrichtung der Innenstadt in den Blick nehmen . 
Die Studie zeigt im Ergebnis, dass die Corona-Pandemie Entwick-
lungen und Veränderungen ausgelöst hat, die ein umsichtiges und 
nachhaltiges Handeln aller Akteur*innen der Stadt bedarf . Sie kann 
damit auch als Chance für eine nachhaltige, inklusive und resiliente 
Stadtentwicklung gesehen werden und ermutigt mich, mein Han-
deln in diesem Sinne ausrichten .
Ihr
Andree Haack 
Beigeordneter für Stadtentwicklung, Wirtschaft,  
Digitalisierung und Regionales
Köln, August 2023

6
Mit der Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“ hat sich die 
Stadt Köln der Aufgabe gestellt, eine strategische Ausrichtung zu 
finden, um ihre Qualitäten als wettbewerbsfähige, klimaresiliente, 
vielfältige und lebenswerte Stadt zu sichern und zu steigern . Die 
Stadtstrategie ist als ein lebendiges Produkt zu verstehen, das einer 
stetigen Konkretisierung und Weiterentwicklung bedarf . Insbeson-
dere bei disruptiven Veränderungen wie der Corona-Pandemie ist 
es deshalb notwendig, die Gültigkeit der Inhalte der Stadtstrategie 
zu überprüfen und gegebenenfalls die Priorisierung des Zielsystems 
neu zu bewerten .
Die Ergebnisse der vorliegenden Studie zu den Auswirkungen der 
Corona-Pandemie auf die Umsetzung der „Kölner Perspektiven 
2030+“ bestätigen in allen wesentlichen Punkten die vorhandenen 
Ziele der Stadtstrategie. 
Dennoch hat die Corona-Pandemie den Fokus auf bestimmte 
Handlungsbereiche verstärkt . So hat sie deutlich gemacht, dass 
die Bedeutung der Veedel als Zentren des gemeinschaftlichen 
Lebens zugenommen hat, dass eine attraktive Wohnumgebung mit 
Parks und Grünflächen wichtiger geworden und dass ein breiter 
Wirtschaftsmix besonders in Krisen ein sicheres Standbein ist . 
Viele Herausforderungen werden aufgrund der langfristigen Auswir-
kungen der Pandemie nun noch deutlicher, wie die Schaffung von 
bezahlbarem Wohnraum, die Gestaltung einer kinder- und jugend-
freundlichen Stadt, die Förderung von Sport und Bewegung und die 
Realisierung der Mobilitätswende .
Die Corona-Pandemie kann vor dem Hintergrund der Studien-
ergebnisse als Chance für eine nachhaltigere und resilientere 
Stadtentwicklung begriffen werden.
1 Zusammenfassung

7
Die Pandemie hat weitreichende Veränderungen in Wohn- und 
Arbeitsmodellen sowie Mobilitätspraktiken hervorgebracht und zu 
einer verstärkten Nahraumorientierung von Versorgungs- und Frei-
zeitaktivitäten geführt . Die Pandemie dient deshalb in vielen Teilen 
als Motivation und Legitimation für die Anliegen einer nachhaltigen 
Entwicklung und einem Paradigmenwechsel zugunsten einer inklu-
siveren, nachhaltigeren, digitalen und smarten Stadtentwicklung .
Folgende fünf zentralen Schlussfolgerungen für die zukünftige 
Stadtentwicklung lassen sich aus den Ergebnissen der Studie 
ableiten:
1 Dezentrale Stadtstruktur
Durch die Corona-Pandemie ist die Innenstadt besonders in den 
Fokus geraten und hat eine Bedeutungsverschiebung erfahren. 
Eine verstärkte Nutzungsdurchmischung birgt hohe Chancen für die 
Kölner Innenstadt.
Erfordernisse für die Stadtentwicklung
 › Die Nutzungsdurchmischung für eine höhere Innovationsattrakti-
vität und -aktivität in der Innenstadt gezielt fördern
 › Vielfältige Möglichkeiten für soziales und kulturelles Erleben im 
innerstädtischen Raum schaffen, um die Aufenthaltsattraktivität 
zu erhöhen
 › Geschäfts- und Büroflächen innovativ, co-kreativ, temporär 
sowie sektorenübergreifend denken und entwickeln
 › Die Veedel als Zentren des nachbarschaftlichen Zusammenhalts 
mit einer guten Sozial- und Gesundheitsinfrastruktur und Nah-
versorgung weiterentwickeln
2  Stärkere und kooperierende Daseins  grundfunktionen
Die Pandemie hat Belastungsgrenzen aufgezeigt . Um auch zukünf-
tige Krisen gemeinsam erfolgreich zu bewältigen, ist es sinnvoll 
jetzt in den Aufbau resilienter und vorausschauender Strukturen zu 
investieren, die ein flexibles Krisenmanagement ermöglichen .

8
Erfordernisse für die Stadtentwicklung
 › Starke und kooperierende Netzwerke der Daseinsgrundvorsorge 
für eine ganzheitliche Begleitung bedürftiger Menschen schaf-
fen, um einer wachsenden Ungleichheit entgegenzuwirken
 › Bildungsungleichheit mit gezielten Programmen reduzieren
 › Die Interessen von Kindern und Jugendlichen bei der Stadtent-
wicklung noch stärker berücksichtigen
 › Weitere einfach zugängliche Frei- und Bewegungsräume für 
Kinder und Jugendliche zur Selbstorganisation und -gestaltung 
schaffen
 › Bürgerschaftliches Engagement und Möglichkeiten der Selbst-
wirksamkeit und Beteiligung weiter institutionalisieren und 
verstetigen (insbesondere von sozioökonomisch schwächeren 
Sozialgruppen)
 › Dem Fachkräftemangel im Bereich Gesundheitsversorgung 
durch eine umfassende Attraktivierung des Pflegeberufs 
entgegensteuern
3 Resiliente Wirtschaftsstrukturen
Kölns Wirtschaft hat durch eine diversifizierte Branchenstruktur 
sowie flexibles Agieren der Unternehmen die Corona-Krise gut 
gemeistert und Resilienz bewiesen .
Erfordernisse für die Stadtentwicklung
 › Die Diversität in der Branchenstruktur für mehr Resilienz gegen-
über Krisenereignissen und tiefgreifenden Transformationspro-
zessen erhalten, festigen und weiterentwickeln
 › Strukturelle Veränderungen in Wirtschaftsbranchen aktiv mit den 
Unternehmen und Akteur*innen wie Industrie- und Handelskam-
mer, Handwerkskammer, KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-
GmbH, Stadtverwaltung und Beteiligungsverwaltung begleiten 
und unterstützen
 › Den Auf- und Ausbau digitaler Infrastrukturen und Kompetenzen 
vor allem für kleine und mittlere Unternehmen mit geringen zeit-
lichen, finanziellen sowie fachlichen Ressourcen fördern
 › Innovationskompetenzen, Anpassungsfähigkeit und Flexibilität 
im Sinne der Krisenresilienz der Kölner Wirtschaft weiter stärken
Zusammenfassung

9
4 Integriertes Mobilitätssystem
Die Corona-Pandemie hat ambivalente Auswirkungen auf die Ziele der 
Mobilitätswende .
Erfordernisse für die Stadtentwicklung
 › Köln als Destinationsraum stärken und den städtischen, regionalen 
und überregionalen ÖPNV weiterentwickeln
 › Rush Hours durch abgestimmte Start- und Endzeiten in Schulen, 
Unternehmen und der öffentlichen Hand aktiv steuern und vorbeugen
 › Mit digitalen Anwendungen, zum Beispiel Echtzeitauslastungsanzei-
gen in Apps, individuelle Mobilitätsentscheidungen erleichtern und 
Stoßzeiten entzerren
 › Im Sinne einer ökologisch-nachhaltigen Mobilitätswende den 
Umweltverbund, bestehend aus Rad- und Fußverkehr, ÖPNV sowie 
Car-Sharing Angeboten, weiter auszubauen
 › Verkehrsräume multifunktional im Sinne einer sozialen und klima-
ökologischen Nutzung umgestalten und mehr Aufenthaltsqualität des 
öffentlichen Raumes für die Bewohner*innen schaffen
5 Multifunktionaler Stadtraum
Die Bedeutung der näheren Wohnumgebung ist gestiegen . Um den 
veränderten Wohnbedarfen gerecht zu werden, sollte der Stadtraum 
multifunktional gedacht und entwickelt werden .
Erfordernisse für die Stadtentwicklung
 › Freiräume und Grünflächen bedarfsorientiert ausbauen und pflegen
 › Nachbarschaft, sozialer Zusammenhalt und Gesundheit durch mehr 
Sozial- und Bewegungsräume in den Veedeln unterstützen und 
ausbauen
 › Eine heterogene Bevölkerungszusammensetzung aktiv für einen 
sozial gesunden Wohnungsmarkt steuern
 › Stadtraum in seiner vielfältigen Funktion erkennen und vor allem als 
Ort von und für soziale, demokratische und wirtschaftliche Innovatio-
nen entwickeln

10
Die Stadt Köln hat mit der Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 
2030+“ einen Kompass entwickelt, der Orientierung im Umgang 
mit großen Herausforderungen bietet . Mit der Fertigstellung der 
Stadtstrategie Ende 2020 konnten die tiefgreifenden Auswirkungen 
und Veränderungen, die die Corona-Pandemie als einschneidendes 
Ereignis hervorgerufen hat, nicht angemessen berücksichtigt 
werden . 
Auch wenn die Pandemie mittlerweile durch neuaufgekommene 
Krisen überlagert wird, hat sie direkte Folgen für das Leben der 
Kölner Bürger*innen, die auch heute noch spürbar sind . Das 
pandemische Ereignis hat Spielregeln, Werte, Strukturen und 
Systeme verändert und vielen Trends einen Schub gegeben – von 
der Digitalisierung bis zu einem zunehmenden gesellschaftlichen 
Ungleichgewicht . Die Veränderungen waren und sind in allen Teilen 
des alltäglichen Lebens spürbar: In Politik und Verwaltung, Wirt-
schaft und Industrie, Bildung und Forschung, in der Gesellschaft 
und im Privatleben sowie bei ökologischen und technologischen 
Entwicklungen .
Um als Stadt angemessen auf die disruptiven Veränderungen, die 
die Pandemie hervorgerufen hat, reagieren zu können, bedarf es 
einer neuen Begutachtung der bisherigen Strategien zur Entwick-
lung und Gestaltung von Städten . Die Stadt Köln hat deshalb die 
Prognos AG beauftragt, die Auswirkungen der Corona-Pandemie 
auf die Stadtentwicklung und die Umsetzung der Stadtstrategie 
„Kölner Perspektiven 2030+“ zu analysieren . Die Studie ist dabei als 
Ergänzung und Unterstützung zur Umsetzung der Stadtstrategie zu 
verstehen .
2 Anlass und Hintergrund der Studie

11
Die Analyse erfolgte anhand von folgenden Leitfragen:
 › Welchen Einfluss hat die Corona-Pandemie auf städtische Funk-
tionen wie zum Beispiel Mobilität, Bildung oder Nahversorgung 
und -erholung genommen?
 › Wie wirkt sich die Pandemie auf städtische Raumeinheiten, wie 
zum Beispiel Innenstadt, Wohnquartiere, Gewerbegebiete, Grün-
flächen oder Erholungsflächen aus? 
 › Inwiefern hat die Corona-Pandemie Trends und Treiber des Wan-
dels im Allgemeinen beeinflusst?
 › Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf die Umset-
zung der Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“ insgesamt?
Auch wenn die kurzfristigen Effekte der Corona-Pandemie im Alltag 
besonders sichtbar und spürbar waren, sind für die strategische 
Stadtentwicklung und ihren mittel- bis langfristigen Planungshori-
zonten besonders die bleibenden Folgen der Pandemie interessant 
und werden deshalb in der Analyse hervorgehoben .
Um die Leitfragen angemessen zu beantworten, liegt der Fokus der 
Studie auf den Folgen der Corona-Pandemie, wohlwissend, dass 
nachfolgende Krisen ebenfalls tiefgreifende Auswirkungen auf die 
Stadtentwicklung und -gesellschaft haben . Diese bedürfen aller-
dings einer gesonderten Betrachtung und werden in dieser Studie 
deshalb nur tangiert .

12
3 Methodisches Vorgehen
Um eine umfassende Sicht auf die vielfältigen Auswirkungen der 
Corona-Pandemie auf die Stadtentwicklung der Stadt Köln zu 
bekommen, wurden sowohl kölnspezifische Daten als auch Unter-
suchungen aus anderen Großstädten ausgewertet . In der ersten 
Phase des Projekts wurden wissenschaftliche Studien analysiert, 
die einen exogenen Blick auf die Auswirkungen der Corona-Pan-
demie in Großstädten im Allgemeinen erlauben .
In der zweiten Phase wurde den Ergebnissen aus der Literatur-
analyse eine endogene Perspektive entgegengesetzt, um Schluss-
folgerungen für die Kölner Stadtentwicklung abzuleiten . Für die 
kölnspezifische Einordnung sind sowohl Fachgespräche mit 
Expert*innen aus Kölner Institutionen und Organisationen als auch 
aus der Kölner Stadtverwaltung geführt worden . Darüber hinaus 
Phase 3: Gemeinsamer Blick auf die   
notwendigen Handlungsbedarfe für Köln
Phase 4: Formulierung einer Broschüre als  
Ergänzung zu den „Kölner Perspektiven 2030+“
Phase 1: Exogener Blick auf Corona bedingte  
Veränderungen für die Stadtentwicklung
Phase 2: Endogener Blick auf Corona bedingte  
Veränderungen für die Stadtentwicklung in Köln 
Städtische 
Umfrage
Fachgespräche 
ExpertInnen
Abbildung 1: Grundstruktur des Projekts 
Quelle: Eigene Darstellung, Prognos, 2023

13
wurde die kölnspezifische Perspektive durch eine Sonderauswer-
tung der städtischen Bürger*innenbefragung ergänzt, die während 
der Pandemie durchgeführt wurde .
Die wissenschaftlichen Erkenntnisse aus der Metaanalyse dienten 
als fundiertes Rahmenwerk, das später um die kölnspezifische 
Perspektive ergänzt wurde . Dafür wurden insgesamt 64 Studien 
identifiziert, die die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die 
Stadtentwicklung untersuchen . Davon haben 50 Studien einen 
nationalen Fokus auf Entwicklungen in Deutschland und 14 Studien 
einen europäischen bzw . internationalen Schwerpunkt  . Aus der 
Long-List mit 64 Studien wurden für die Short-List 16 nationale und 
fünf europäische Studien für die tiefgreifende Analyse ausgewählt . 
Die Kriterien zur Auswahl sowohl der Long- als auch der Short-List 
waren:
 › Erhebungsqualität: Wissenschaftliche Studien
 › Themenbezug: Corona-Pandemie und Stadtentwicklung
 › Vergleichbarkeit des räumlichen Bezugs: Großstädte, Metro-
polen, Deutschland, Europa
 › Aktualität: Studien aus den Jahren 2023, 2022 und 2021 für 
valide Einschätzungen (nach mehrmonatigem Pandemieverlauf)
 › Megatrenduntersuchungen: Entweder als Bestandteil einer 
Corona- bzw . Stadtentwicklungsstudie oder einer spezifischen 
Megatrendstudie
Im zweiten Schritt dienten die Fachgespräche mit Expert*innen 
dazu, die Gültigkeit der Ergebnisse der Literaturanalyse für die 
Stadt Köln zu überprüfen und um eine kölnspezifische Perspektive 
zu ergänzen . Die Auswahl der Gesprächspartner*innen für die Fach-
gespräche erfolgte durch die Stadt Köln . Ziel war es, ein möglichst 
umfassendes Bild über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf 
die Stadt Köln in Bezug auf die verschiedenen Themenbereiche zu 
bekommen, die aus der Literaturanalyse hervorgegangen sind .

14
Insgesamt wurden 15 Fachgespräche geführt, fünf mit Vertre-
ter*innen aus der Kölner Stadtverwaltung und zehn mit leitenden 
Verantwortlichen anderer relevanter Organisationen aus Wirtschaft, 
Bildung, Soziales, Wohnen, Gesundheit oder Mobilität in Köln . Die 
Gespräche dauerten je etwa eine Stunde und wurden durch einen 
Leitfaden strukturiert . Die Fachgespräche wurden anschließend in 
Hinblick auf die Themenbereiche, die sich aus der Literaturanalyse 
ergeben haben, ausgewertet . Außerdem wurden auf Grundlage der 
Interviews weitere relevante Themenbereiche identifiziert, die zum 
bestehenden Analyseraster hinzugefügt wurden .
Zusätzlich wurde die Analyse um die Daten aus der Bevölkerungs-
umfrage zur Corona-Krise in Köln, die im Sommer 2021 durch-
geführt wurde, ergänzt . Die Ergebnisse der Fragenkomplexe, die 
für die identifizierten Themenfelder relevant waren, wurden aus-
gewertet . In Kombination mit den Ergebnissen der Fachgespräche 
ergab sich so ein umfassender Überblick über die kölnspezifischen 
Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Umsetzung der Stadt-
strategie „Kölner Perspektiven 2030+“ .
Methodisches Vorgehen

15
4 Auswirkungen in den Themenfeldern
Aus den Vorüberlegungen zur Metanalyse 
sowie aus der Analyse der Studien heraus 
haben sich sechs zentrale Themenfelder 
ergeben, die bei der Betrachtung der 
Auswirkungen der Corona-Pandemie auf 
die Stadtentwicklung besonders relevant 
erscheinen:
1. Wirtschaft
2. Arbeitswelt
3. Mobilität
4. Wohnen und Leben
5. Bildung und Chancen
6. Soziale und medizinische Versorgung
Im Folgenden werden die Ergebnisse der 
Literaturanalyse, die die Auswirkungen 
auf die Stadtentwicklung in Allgemeinen 
untersucht, sowie der kölnspezifischen 
Perspektive hinsichtlich der einzelnen 
Themenbereiche dargestellt . In Kapitel 6 
„Schlussfolgerungen für die Stadtentwick-
lung“ werden anschließend fünf Schlussfol-
gerungen für die Stadtentwicklung in Köln 
abgeleitet .
4 .1 Wirtschaft
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie 
auf den Themenbereich Wirtschaft zeigten 
sich auf vielfältige Art und Weise . So haben 
zum Beispiel Geschäftsschließungen 
während der Lock down-Phasen, Unter-
brechungen von Arbeitsabläufen und 
Lieferkettenprobleme das wirtschaftliche 
Handeln stark eingeschränkt . Der Wirt-
schaft insgesamt wurden hohe Ein-
brüche und eine Vielzahl an Insolvenzen 
prognostiziert . Gleichzeitig haben Bund, 
Länder und Städte mit verschiedenen 
Unterstützungsprogrammen auf die Aus-
wirkungen der Corona-Pandemie reagiert . 
Das Kurzarbeiter*innengeld, ein zeitlich 
befristeter reduzierter Mehrwertsteuersatz 
sowie direkte Unterstützungsprogramme 
für bestimmte Branchen sind nur einige 
Beispiele von finanziellen und wirtschaft-
lichen Hilfen für Unternehmen, Gastro-
nomie- und Einzelhandelsbetriebe . Um 
die wirtschaftlichen Auswirkungen der 
Pandemie auf Großstädte zu untersuchen, 
konzentriert sich die Analyse dieser Studie 
auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, 
aber auch auf die Betrachtung einzelner, 
besonders betroffener Branchen und auf 
räumliche Konsumverlagerungen .
Konjunkturelle Entwicklung
Die Ergebnisse der Post-Corona-Studien 
zeigen, dass die wirtschaftlichen Einbrü-
che insgesamt weniger dramatisch aus-
fielen als zunächst prognostiziert . Das gilt 
sowohl für Deutschland allgemein als auch 
speziell für viele deutsche und europäische 
Großstädte . Insbesondere das Bruttoin-
landsprodukt stieg nach einem kurzen und 
starken Einbruch schnell wieder (Destatis, 
2023a) . Ein ähnliches Bild zeigt sich bei 
der Arbeitslosenquote . Nach einem kurzen 
Anstieg im Frühjahr und Sommer 2020

16
in den einzelnen Wirtschaftsbranchen 
sehr unterschiedlich . Deutschlandweit am 
stärksten betroffen waren Verkehr und 
Lagerei, große Teile der Kultur- und Kreativ-
wirtschaft sowie das Gastgewerbe (IAB, 
2021) . Dazu zählen Gastronomie, Reise-
büros und -veranstalter, Dienstleistungen 
für Unterhaltung und Erholung, Luftfahrt 
sowie Beherbergung . Insbesondere der 
T ourismus ist durch die Kontakt- und Reise-
beschränkungen während der Pandemie 
stark eingebrochen und hat einen starken 
Umsatzrückgang erfahren . Eine Rückkehr 
zum vorpandemischen Niveau im Städte-
tourismus wird nicht vor 2024 erwartet 
(Sommer und Greinke, 2021) .
In den stark betroffenen Branchen sind 
kleine Betriebe wie inhabergeführte 
Restaurants oder Hotels aber auch Einzel-
handelsgeschäfte zahlenmäßig überreprä-
sentiert (IAB, 2021) . Sie machen gleichzeitig 
einen großen Anteil der Betriebe in 
Großstädten aus . Geringe beziehungs-
weise keine wirtschaftlichen Einbußen 
hatten beispielsweise Unternehmen der 
Nahrungsmittelherstellung, der Herstellung 
von pharmazeutischen Produkten oder der 
Wasserversorgung . Einige dieser Branchen 
konnten während der Pandemie sogar 
große Gewinne verzeichnen . Auch IT- und 
Telekommunikationsunternehmen haben 
teilweise starke Umsatzgewinne erzielen 
können .
Insbesondere bei der Betrachtung der acht 
Kölner Leitmärkte, anhand derer sich die 
Kölner Wirtschaftsstruktur kategorisieren 
lässt, fällt auf, dass in Köln das Verhältnis 
zwischen wirtschaftlichen Pandemiegewin-
nern und -verlierern nahezu ausgeglichen 
ist: So profitierten die Leitmärkte Business 
City und Gesundheit/Life Science während 
nahm sie schnell wieder ab und bewegte 
sich während der gesamten Pandemie auf 
einem vergleichsweise niedrigen Niveau 
(vgl . Kapitel 5 .2 „Arbeitswelt“) . Auch die 
Anzahl an Insolvenzen insgesamt war deut-
lich niedriger als während der Pandemie 
erwartet wurde (Espon Amsterdam, 2022) . 
Teilweise bewegten sie sich auf einem 
historisch niedrigen Niveau . Gleichwohl ist 
die Anzahl an Insolvenzen in den einzelnen 
Wirtschaftsbranchen sehr unterschiedlich 
(siehe nächster Abschnitt „Branchen“) .
Die übergreifenden wirtschaftlichen Ana-
lysen der Auswirkungen der Corona-Pan-
demie lassen sich für Köln weitestgehend 
bestätigen . Die wahrgenommenen Aus-
wirkungen während der Pandemie waren 
für Kölner Unternehmen sehr drastisch und 
herausfordernd . Im Zuge der Corona-Pan-
demie durften Unternehmen erstmalig 
aufgrund staatlicher Vorgaben ihren wirt-
schaftlichen Tätigkeiten teilweise gar nicht 
oder nur mit hohen Auflagen nachgehen . 
Kölner Unternehmen haben sich jedoch 
als sehr resilient und flexibel erwiesen, in 
dem sie Produktions- und Arbeitsprozesse 
kurzfristig angepasst haben . Rückblickend 
betrachtet, wurden die Herausforderungen 
während der Pandemie gut gemeistert . 
Entscheidend dazu beigetragen hat auch 
die vielschichtige Branchenstruktur in Köln, 
die die divergierenden Auswirkungen in den 
einzelnen Branchen ausgleichen konnte, so 
dass Kölns Wirtschaft insgesamt gut durch 
die Corona-Pandemie gekommen ist . 
Branchen
Während sich gesamtwirtschaftlich ein 
relativ klares Bild der Auswirkungen der 
Corona-Pandemie zeigt, sind die Folgen 
Auswirkungen in den Themenfeldern

17
der Pandemie erheblich, während ins-
besondere die Leitmärkte Kultur- und 
Kreativwirtschaft und Destination deutliche 
Umsatzeinbuße hinnehmen mussten . Die 
besonders diversifizierte Branchenstruktur 
in Köln hat dafür gesorgt, dass auf makro-
ökonomischer Ebene die Auswirkungen der 
Pandemie gut überwunden wurden .
Die befragten Kölner Expert*innen heben 
darüber hinaus hervor, dass die Corona-
Pandemie zu großen strukturellen Verände-
rungen in einzelnen Wirtschaftsbranchen 
zum Beispiel im Tourismus oder im Einzel-
handel geführt bzw . den bereits begonne-
nen Strukturwandel beschleunigt haben . 
So wurden zum Beispiel während der 
Pandemie Geschäftsreisen stark zurück-
gefahren . Nach ersten Einschätzungen der 
Expert*innen werden sie vorerst auch nicht 
wieder steigen . Stattdessen werden in Köln 
heute im Vergleich zum vorpandemischen 
Niveau von 2019 mehr Freizeitreisen 
getätigt . Sowohl bei privat als auch bei 
geschäftlich Reisenden ist eine qualitative 
Entwicklung hin zu mehr Konsumausgaben 
pro Kopf festzustellen . 
Auch in anderen Branchen, wie zum Bei-
spiel dem Einzelhandel sind strukturelle 
Veränderungen festzustellen . Auf die 
Geschäftsschließungen während der Lock-
down Phasen haben viele Kölner Unterneh-
men pragmatisch reagiert: Sie haben ihr 
Onlineangebot ausgebaut und Lieferser-
vices und „click-und-collect“-Optionen, bei 
denen die Ware online bestellt, aber im 
Laden vor Ort abgeholt wird, angeboten .

18
Räumliche Konsumverlagerungen
Einhergehend mit den strukturellen Verän-
derungen in einzelnen Wirtschaftsbranchen 
lassen sich Konsumverlagerungen in vielen 
Städten Deutschlands auch stadträumlich 
feststellen (IW, 2021) . In zentralen Lagen 
und in der Nähe von Bürostandorten konnte 
während der Pandemie ein signifikanter 
Konsumrückgang beobachtet werden, der 
zumindest mittelfristig anzuhalten scheint . 
Gleichzeitig erlebten (de-)zentrale Ver-
sorgungsstandorte wie die Stadtteilzentren, 
insbesondere in Stadtvierteln mit hoher 
Wohndichte, einen Konsumanstieg . Der 
sogenannte „Afterwork Konsum“ , also der 
Einkauf auf dem Heimweg von der Arbeit 
oder in der Mittagspause, verlagerte sich 
durch die Kontaktbeschränkungen und 
durch das vermehrte Homeoffice während 
der Pandemie von der Innenstadt in die 
Wohngebiete .
Die Konsumverlagerungen in den deut-
schen Innenstädten wurden durch zwei 
weitere Beobachtungen verstärkt: Zum 
einen war während der Pandemie ein hoher 
Rückgang der Passant*innenfrequenz in 
Fußgängerzonen zu messen (IW, 2021), der 
auch in den Sommermonaten 2021 noch 
anhielt, als die meisten Kontaktbeschrän-
kungen bereits zeitweise aufgehoben 
waren . Die Passant*innenfrequenz lag im 
Juni und Juli 2021 erst bei 80 % bezie-
hungsweise 90 % des Vorkrisenniveaus  . 
Die strukturellen Veränderungen im Einzel-
handel haben auch in Köln dazu geführt, 
dass der Fokus während der Pandemie von 
der Innenstadt hin zu den Stadtteilzentren 
gewandert ist .
Auswirkungen in den Themenfeldern

19
während der Pandemie weniger stark 
angestiegen als erwartet und verblieb 
durchgängig auf einem niedrigen Niveau 
(IAB, 2021) . Insbesondere festangestellte, 
sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 
konnten auch durch das Kurzarbeitergeld in 
ihren Anstellungen gehalten werden . Dass 
Köln aus wirtschaftlicher Sicht die Krise 
insgesamt gut beherrscht hat, zeigt sich 
auch daran, dass es noch nie so viele sozial-
versicherungspflichtig Beschäftigte wie im 
Frühjahr 2023 gab (Agentur für Arbeit Köln, 
2023) .
Entlassungen während der Pandemie 
waren vor allem bei atypisch Beschäftigten, 
also befristet Beschäftigten oder Beschäf-
tigten in einem geringen zeitlichen Umfang, 
und in besonders betroffenen Branchen, 
wie zum Beispiel in der Gastronomie, fest-
zustellen (IAB, 2021) . Ca  . 20  % aller Arbeit-
nehmenden sind in denjenigen Branchen 
beschäftigt, die während der Pandemie die 
stärksten negativen wirtschaftlichen Aus-
wirkungen gespürt haben . Dazu gehören 
zum Beispiel der Einzelhandel oder das 
Beherbergungswesen . Großstädte wie Köln 
weisen in diesen Branchen überdurch-
schnittliche Beschäftigungszahlen auf . 
In Köln gibt der Großteil der Befragten in 
der städtischen Umfrage der Corona-Pan-
demie im Sommer 2021 an, ohne größere 
finanzielle Einbuße durch die Pandemie 
gekommen zu sein (Kölner Statistische 
Nachrichten, 2022a) . Knapp 20  % der 
Befragten gaben hingegen an, durch die 
Pandemie Einkommensverluste erlitten 
zu haben . Dies betrifft laut Umfrage insbe-
sondere Selbstständige und jüngere Men-
schen . Die Kölner Expert*innen bestätigen, 
dass auch Studierende von Kündigungen 
Zum anderen war deutschlandweit eine 
deutliche Verschiebung zum Online-Shop-
ping festzustellen, die den Konsumrück-
gang in Innenstädten nochmals verstärkte . 
Von einem Umsatzanteil von rund 17 % in 
den Sommermonaten vor der Pandemie 
stieg der Online-Shopping-Anteil auf ca . 
24 % in den Sommermonaten der Pande-
mie ohne Kontaktbeschränkungen an (ifo, 
10/2022) . Die Verschiebung zu Gunsten 
des Onlinehandels wird als dauerhafter 
Trend eingeschätzt . In der städtischen 
Bevölkerungsbefragung in Köln aus dem 
Sommer 2021 geben 75,8 % der Befragten 
an, dass sie seit Beginn der Pandemie min-
destens einmal pro Monat online einkauf-
ten . 46,7  % kaufen häufiger online ein als 
vor der Pandemie und 18,7 % der Befragten 
gehen davon aus, dass sie auch in Zukunft 
mehr online einkaufen werden als vor der 
Pandemie .
4 .2 Arbeitswelt
In der Arbeitswelt haben die Corona-
Pandemie und die in diesem Kontext 
ergriffenen Maßnahmen zu substanziellen 
Veränderungen geführt . Neben den kon-
junkturellen Auswirkungen auf die Arbeits-
losenquote und Einkommenseinbußen hat 
vor allem die Umstellung auf das Arbeiten 
im Homeoffice zu langanhaltenden Umstel-
lungen geführt .
Beschäftigung und Einkommen
Ein ähnliches Bild wie bei den gesamtwirt-
schaftlichen Effekten lässt sich auch bei 
der Arbeitslosenquote feststellen . Sie ist 
entgegen den Prognosen in Deutschland

20
beschrieben auf den innerstädtischen 
Konsum aus (siehe Kapitel 5 .1 Wirtschaft), 
sondern auch auf das Mobilitätsverhalten 
und die Wohnortwahl (siehe Kapitel 5 .3 
Mobilität und 5 .4 Wohnen und Leben) .
Laut der städtischen Befragung haben 
pandemiebedingt rund zwei Drittel aller 
Befragten in Köln zumindest teilweise im 
Homeoffice gearbeitet (Kölner Statistische 
Nachrichten, 2022b) . Etwa 90  % der Befrag-
ten wünschen sich, dass die Möglichkeit 
von zu Hause aus zu arbeiten auch nach der 
Corona-Krise verstärkt angeboten wird und 
etwa jede zweite befragte Person in Köln 
möchte auch zukünftig gerne (mehr) von 
zu Hause ausarbeiten . Nur etwa 10  % der 
befragten Kölner*innen lehnt Homeoffice 
grundsätzlich ab .
Neben den wissenschaftlichen Studien und 
den Ergebnissen der städtischen Befra-
gung schätzen auch die Kölner Expert*in-
nen das Arbeiten im Homeoffice als 
stärksten Wandel im Zuge der Corona-Pan-
demie ein . Sie erwarten, dass der Anteil der 
Menschen, die zukünftig zumindest teil-
weise im Homeoffice arbeiten werden, im 
Vergleich zu den Jahren vor der Pandemie 
weiter steigt . Daraus folgt, laut den Kölner 
Expert*innen, auch eine Veränderung des 
Büroflächenbedarfs im Unternehmen . Sie 
erwarten, dass in Zukunft die Unternehmen 
mit weniger Büroarbeitsfläche pro Mitarbei-
tenden planen und Kommunikationsflächen 
für den sozialen und fachlichen Austausch 
unter Kolleg*innen zunehmen werden . 
Obwohl Homeoffice nicht für alle Beschäf-
tigten aufgrund ihrer konkreten Tätigkeit 
und den privaten Gegebenheiten eine 
Option ist und viele Menschen weiterhin 
einer ortsgebundenen Arbeit nachgehen, 
wird der gestiegene Anteil an Homeoffice-
Tätigkeiten Auswirkungen auf die Stadtent-
wicklung in Köln insgesamt haben .
„Die Digitalisierung und das 
mobile Arbeiten wird unsere 
Wohn umgebung und unsere 
Städte verändern. “ 
Kathrin Möller, Vorstand 
Arbeitsgemeinschaft Kölner 
Wohnungsunternehmen e .V . Köln AG
und Einkommenseinbußen in besonderem 
Maße betroffen waren . 
Insgesamt lässt sich daher feststellen, dass 
die wirtschaftlichen Auswirkungen der 
Corona-Pandemie in Bezug auf Beschäfti-
gung und Einkommen tendenziell zu einer 
Vergrößerung sozialer Unterschiede bei-
getragen haben .
Darüber hinaus haben laut der befragten 
Kölner Expert*innen vor allem die Bran-
chen, die während der Pandemie wirt-
schaftlich stark negativ betroffen waren, 
noch heute einen erhöhten Arbeits- und 
Fachkräftemangel . Ein Großteil der Mit-
arbeitenden, die während der Pandemie 
entlassen wurden, haben berufliche Alter-
nativen gefunden und kehren nicht in ihre 
alten Tätigkeiten zurück .
Homeoffice
Zu langfristigen Veränderungen hat die 
Corona-Pandemie deutschlandweit beim 
Thema Homeoffice und mobilem Arbeiten 
geführt . Die Notwendigkeit im Homeoffice 
zu arbeiten, hat in vielen Bereichen struktu-
relle Veränderungen ausgelöst . Die von vie-
len Unternehmen zu Beginn der Pandemie 
neu geschaffenen infrastrukturellen Vor-
aussetzungen bieten vielen Arbeitnehmen-
den nun langfristig die Möglichkeit mobil 
zu arbeiten . Es ist zu erwarten, dass durch 
die Erfahrungen während der Pandemie der 
Anteil an Beschäftigten, die im Homeoffice 
arbeiten, dauerhaft hoch sein wird (ifo, 
10/2022) . In den untersuchten Studien wird 
deutschlandweit langfristig ein Homeoffice-
Anteil von rund 24 % erwartet  . Die neuen 
Möglichkeiten des mobilen Arbeitens 
wirken sich in Städten nicht nur wie bereits 
Auswirkungen in den Themenfeldern

21
4 .3 Mobilität
Durch die Ausgangs- und Kontaktbe-
schränkungen und den deutlichen Anstieg 
der Arbeit im Homeoffice hat sich das 
Mobilitätsverhalten während der Pandemie 
besonders in Großstädten stark verändert . 
Alle städtischen Mobilitätsformen, also 
Rad- und Fußverkehr, öffentlicher Perso-
nennahverkehr (ÖPNV) und der motorisierte 
Individualverkehr (MIV), wurden durch das 
veränderte Alltagsverhalten beeinflusst . 
Im Allgemeinen ist festzuhalten, dass eine 
Abnahme des Verkehrs insgesamt und 
eine Zunahme des Individualverkehrs im 
Vergleich zum ÖPNV zu beobachten war 
(ADAC, 2023) .
Allgemeine Veränderungen
Während der Pandemie haben insbeson-
dere die Arbeits- und Pendelwege sowie 
Dienstreisen und touristische Reisen 
deutschlandweit stark abgenommen . Dies 
hatte Auswirkungen auf alle Mobilitäts-
formen (Agora, 2022) und führte zu einer 
Veränderung der Wegzwecke und T ages-
linien . Das Mobilitätsverhalten hat sich von 
Arbeitszwecken hin zu Freizeitaktivitäten 
und Konsumbedürfnissen verschoben 
(ADAC, 2023) . Durch Homeoffice und 
Kontaktbeschränkungen waren die Stoß-
zeiten im Berufsverkehr deutschlandweit, 
insbesondere morgens, weniger stark aus-
geprägt als noch vor der Pandemie . Durch 
die langfristige Tendenz zum vermehrten 
mobilen Arbeiten werden diese Verän-
derungen voraussichtlich auch weiterhin 
bestehen bleiben .
Vergleich zu den Jahren vor der Pandemie 
weiter steigt . Daraus folgt, laut den Kölner 
Expert*innen, auch eine Veränderung des 
Büroflächenbedarfs im Unternehmen . Sie 
erwarten, dass in Zukunft die Unternehmen 
mit weniger Büroarbeitsfläche pro Mitarbei-
tenden planen und Kommunikationsflächen 
für den sozialen und fachlichen Austausch 
unter Kolleg*innen zunehmen werden . 
Obwohl Homeoffice nicht für alle Beschäf-
tigten aufgrund ihrer konkreten Tätigkeit 
und den privaten Gegebenheiten eine 
Option ist und viele Menschen weiterhin 
einer ortsgebundenen Arbeit nachgehen, 
wird der gestiegene Anteil an Homeoffice-
Tätigkeiten Auswirkungen auf die Stadtent-
wicklung in Köln insgesamt haben .
„Die Digitalisierung und das 
mobile Arbeiten wird unsere 
Wohn umgebung und unsere 
Städte verändern. “ 
Kathrin Möller, Vorstand 
Arbeitsgemeinschaft Kölner 
Wohnungsunternehmen e .V . Köln AG

22
zeitweise vorwiegend aus Menschen, die 
aus finanziellen Gründen keine Alternative 
für ein anderes Verkehrsmittel hatten 
(Agora, 2022) . Der Vertrauensverlust in den 
ÖPNV als sicheres Verkehrsmittel und die 
Verringerung der Fahrgastzahlen haben 
langfristige Folgen . In Deutschland wurde 
mindestens bis zum Sommer 2022 das Vor-
krisenniveau in der Auslastung nicht wieder 
erreicht (ADAC, 2023) .
In Köln ist die Auslastung im ÖPNV auch 
im Frühjahr 2023 erst wieder bei 80 % 
des Niveaus des Jahres 2019 . Zum einen 
wirkt sich laut den Kölner Expert*innen der 
langfristig höhere Anteil an Menschen im 
Homeoffice negativ auf die Fahrgastzahlen 
aus . Zum anderen kehren insbesondere 
„Die Fahrgastzahlen in den 
Bussen und Bahnen der KVB 
sind leider noch immer erst 
wieder bei rund 80 % des 
Vorkrisenniveaus aus dem 
Jahr 2019. Insbesondere 
die beschleunigte Zunahme 
an Homeofficemöglichkei-
ten und Onlineshopping 
scheinen sich nachhaltig 
auf die Nachfrage im ÖPNV 
auszuwirken. “
Gunther Höhn, Bereichsleiter 
Nahverkehrsmanagement der Kölner 
Verkehrsbetriebe
In Köln sind die Stoßzeiten im Verkehr laut 
den Expert*innen allerdings wieder spürbar 
angestiegen . Jedoch hat die Pandemie 
gezeigt, welche Einflussmöglichkeiten 
es in der Stadt gibt, um die Stoßzeiten zu 
steuern: Beispielsweise haben während der 
Pandemie die Kölner Schulen den Unter-
richtsbeginn am Morgen gestaffelt, so dass 
weniger Schüler*innen gleichzeitig auf dem 
Weg zur Schule waren . Was während der 
Pandemie als Maßnahme zur Kontaktre-
duktion gedacht war, hat insgesamt auch zu 
einer deutlichen Entspannung im innerstäd-
tischen Verkehr geführt . Die Folgen waren 
laut den Kölner Expert*innen weniger Staus 
und Stress bei den Verkehrsteilnehmenden . 
Durch den prognostizierten langfristig 
hohen Anteil an Arbeitnehmer*innen, die 
im Homeoffice arbeiten werden, und die 
dauerhafte Abnahme von Geschäfts- und 
Dienstreisen wird auch in Köln erwartet, 
dass der Berufsverkehr längerfristig 
abnimmt . Gleichzeitig können private 
Mobilitätsanlässe, die Reduzierung des 
Berufsverkehrs aufwiegen, so dass ins-
gesamt keine signifikante Veränderung 
im Verkehrsaufkommen spürbar sein 
würde . Grundsätzlich wird weniger Ver-
kehr als Verbesserung der Lebensqualität 
wahrgenommen .
Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)
Die stärksten Auswirkungen des veränder-
ten Mobilitätsverhaltens zeigen sich im 
öffentlichen Personennahverkehr . Da sie 
als Ansteckungsorte galten, wurden Busse 
und Bahnen gemieden und ein andere 
Mobilitätsformen, wie den Rad- und Fuß-
verkehr oder das Auto (Agora, 2022) vorzo-
gen . Die Fahrgäste des ÖPNV bestanden 
Auswirkungen in den Themenfeldern

23
zu werden (Agora, 2020) . Das Fahrrad 
wurde während der Pandemie nicht nur 
häufiger als Verkehrsmittel für Alltagswege 
genutzt, sondern es hat auch (gemeinsam 
mit dem Spazierengehen) für Freizeitaktivi-
täten an Bedeutung gewonnen (ADAC, 
2023; Agora, 2022) .
Laut den Expert*innen ist auch in Köln ein 
deutlicher Anstieg des Rad- und Fußver-
kehrs messbar, der als langfristig anhaltend 
hoch eingeschätzt wird . Im Rahmen der 
städtischen Befragung während der 
Corona-Pandemie 2021 gaben fast 90 % 
der befragten Kölner*innen an, dass sie 
einen Ausbau von Fahrrad- und Fußwegen 
und eine Verbesserung der Qualität vor-
handener Wege als wichtig erachten . Mehr 
als 95 % der Befragten wünschen sich, dass 
Geschäfte für Lebensmittel und Dinge des 
täglichen Bedarfs fußläufig erreichbar sind .
die Fahrgäste, die in der Zeit kurz vor der 
Pandemie für den ÖPNV gewonnen wur-
den, nicht in die Busse und Bahnen zurück . 
Mit der bundespolitischen Einflussnahme 
durch das 49€-Ticket erwarten die Mobili-
tätsexpert*innen jedoch einen nachhaltigen 
Wiederanstieg der Fahrgastzahlen .
Rad- und Fußverkehr
Von der Corona-Pandemie hat deutsch-
landweit vor allem der Rad- und Fußver-
kehr profitiert (Agora, 2022) . Viele Städte 
haben die Chance der gestiegenen Nach-
frage nach Rad- und Fußverkehrsflächen 
genutzt, um eine Umverteilung der Mobili-
tätsflächen in der Stadt zu organisieren . 
Beispielsweise wurden so genannte „Pop-
up-Radwege“ angelegt, um dem gestiege-
nen Aufkommen an Radfahrenden gerecht

24
gewonnen (Espon Amsterdam, 2022) . 
Grünflächen und Parks, eine wohnortnahe 
Versorgung mit Gütern des täglichen 
Bedarfs sowie nachbarschaftliche Kontakte 
und Unterstützungen sind in den Fokus 
gerückt und haben eine stärkere Wert-
schätzung erfahren . Das Leben hat sich 
vom Arbeitsort und der Innenstadt ver-
mehrt in Richtung der Wohnquartiere und 
Stadtteilzentren verlagert (ifo, 10/2022) . 
Auch in Köln hat die Pandemie die Sicht-
weise auf den städtischen Raum verändert 
und den Wunsch nach einer attraktiven 
Gestaltung des nahen Wohnumfelds 
verstärkt . 
Die Nutzung von Grün- und Freiflächen hat 
während der Pandemie stetig zugenom-
men und war kurzzeitig so groß, dass laut 
den Kölner Expert*innen die städtischen 
Naherholungsflächen erhebliche Nutzungs-
schäden aufwiesen . Da die Möglichkeiten 
der Freizeitgestaltung insgesamt während 
der Pandemie stark eingeschränkt waren, 
wurde auch der Blick für die vielfältigen 
Funktionen, die der öffentliche Raum in der 
Stadt bietet, geweitet . Ein Effekt, der bis 
Motorisierter Individualverkehr (MIV)
Neben dem Rad- und Fußverkehr hat auch 
der motorisierte Individualverkehr (MIV) 
während der Pandemie als bevorzugte 
Mobilitätsvariante deutschlandweit zuge-
nommen . Insbesondere für tägliche Wege 
sind die Menschen auf die Nutzung des 
Autos umgestiegen . Da viele Freizeitaktivi-
täten und längere touristische Reisen wäh-
rend der Pandemie nicht möglich waren, 
hat die Nutzung des MIV für diese Zwecke 
abgenommen (ADAC, 2023) . Als ein Gewin-
ner der Pandemie gilt das Car-Sharing: Die 
Nachfrage nach Car-Sharing Angeboten ist 
im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 
26 % insgesamt deutlich gestiegen (ADAC, 
2023) . Beim Freefloating-Modell, dem 
nicht-stationsbasierten Car-Sharing, war 
der Anstieg mit 36 % besonders deutlich  .
Auch in Köln hat der motorisierte Indivi-
dualverkehr während der Pandemie an 
Bedeutung gewonnen . Der Trend anstei-
gender KFZ-Zulassungen setzte sich in den 
Pandemiejahren weiter fort .
4 .4 Wohnen und Leben
Die Corona-Pandemie hat auch zu deut-
lichen Veränderungen in den Bereichen 
Quartiersentwicklung und Wohnbedarfe 
geführt .
Quartiersentwicklung
Während der Lock down-Phasen mussten 
die Menschen mehr Zeit an ihren Wohnor-
ten verbringen . Dadurch hat die nähere 
Wohnumgebung insgesamt an Bedeutung 
Auswirkungen in den Themenfeldern

25
Wohnbedarfe
Die Pandemie hat den Wunsch nach 
Wohnen im Grünen und die Bedeutung der 
individuellen Wohnverhältnisse generell 
verstärkt (ifo, 2023) . Zunehmend beein-
flussen die Möglichkeiten im Homeoffice 
zu arbeiten die Wohnortwahl (Difu, 2021) . 
Zum einen setzt sich der schon vor der 
Pandemie einsetzende Trend der Abwan-
derung von Familien ins Umland fort, wo 
kostengünstigeres Wohnen mit mehr Frei-
raum möglich ist (Difu, 2021) . Zum anderen 
bevorzugen die Menschen in den Städten 
größere Wohnungen mit einem zusätz-
lichen Zimmer für die Arbeit im Homeoffice 
(ifo, 2023) . Beide Trends spiegeln sich 
auch in Köln deutlich wider . Im Kölner 
Umland sowie in ländlicheren Gebieten 
sind diese Entwicklungen bereits zu spüren . 
Mehr Wohnraum pro Kopf stellt allerdings 
eine Herausforderung für die Erreichung 
der Klimaziele dar, da damit auch eine 
heute anhält und deshalb als langfristige 
Folge der Pandemie kategorisiert werden 
kann, ist die verstärkte Nutzung des öffent-
lichen Raums für sportliche Aktivitäten . 
Der bestehende Trend, orts- und zeitunge-
bunden Sport zu treiben, hat sich durch die 
Pandemie deutlich ausgeweitet . 
Die Pandemie hat außerdem verdeutlicht, 
dass es sinnvoll ist, die Nutzungsmischung 
und -vielfalt in den Quartieren auszubauen . 
Auch ist die Wertschätzung einer guten 
Gesundheits-, Sozial-, Nahversorgungs- 
und Grünflächeninfrastruktur in den Vee-
deln in den Vordergrund gerückt . Laut den 
Ergebnissen der städtischen Befragung im 
Jahr 2021 wünscht sich die große Mehrheit 
der Kölner*innen, dass Nachbarschaftskon-
takte und der Zusammenhalt in den Quar-
tieren stärker gefördert werden . Die 
kölnspezifische Veedelsstruktur bietet hier-
für eine gute Voraussetzung .

26
starke Erhöhung der Energiepreise im Zuge 
des Ukrainekriegs jedoch insgesamt gravie-
render als die Belastungen, die im Kontext 
der Corona-Pandemie aufgetreten sind .
4 .5 Bildung und Chancen
Die Corona-Pandemie hat deutschland-
weit im Bereich Bildung und Chancen zu 
einer deutlichen Verstärkung bestehender 
Ungleichheiten beigetragen . Damit gehen 
einige Herausforderungen einher, die auch 
das Zusammenleben in der Stadt Köln 
betreffen . 
Schule, Studium und Ausbildung
Die sichtbarste Veränderung im Bildungs-
bereich, die auf die Pandemie zurückzufüh-
ren ist, ist der weitreichende 
„Die Qualität der Wohnung 
und des Wohnumfelds  
als Kleinod in der urbanen   
Hektik ist im Zuge der  
Pandemie sicherlich  
noch wichtiger geworden.  
Allerdings haben wir in 
Köln keine Wahl. Hier muss 
man nehmen was gerade 
verfügbar ist und was man 
sich leisten kann, denn das 
Angebot ist sehr begrenzt. “
Jens Bruckner, Vorsitzender der 
Wohnungsbau Initiative Köln
Erhöhung des Energieverbrauchs pro Kopf 
und eine erhöhte Flächenversiegelung ein-
hergeht . Außerdem sind die veränderten 
Wohnbedarfe angesichts des ohnehin sehr 
angespannten Wohnungsmarktes in Köln 
nur schwer zu realisieren .
Miet- und Kaufpreise
Die Miet- und Kaufpreise in Städten sind 
deutschlandweit durch die Pandemie nur 
sehr kurzfristig zurückgegangen . Der gene-
relle Trend steigender Preise setzte sich 
weitestgehend auch während der Pande-
mie fort (Difu, 2021) . Laut den Kölner 
Expert*innen ist insbesondere im unteren 
und mittleren Preissegment die Nachfrage 
und der Bedarf ungebrochen hoch . Für Mie-
ter*innen sind laut den Kölner Expert*innen 
die Belastungen unter anderem durch die 
Auswirkungen in den Themenfeldern

27
Digitalisierungsschub in Deutschland: Zeit-
weise wurde der Unterricht in Schulen, Uni-
versitäten und Ausbildungsstätten 
vollständig digital angeboten . Gerade im 
universitären Bereich werden Teile der in 
der Pandemie etablierten digitalen Lehran-
gebote weiterhin beibehalten . In den Schu-
len hat die Pandemie die Digitalisierung 
vorangetrieben und somit langfristige Ver-
änderungen der Lehr- und Lernorganisation 
hervorgerufen .
Jedoch muss festgehalten werden, dass 
durch die vorübergehenden Schulschlie-
ßungen die Bildungsungleichheit in viele 
Großstädten in Europa verstärkt wurde 
(Espon Amsterdam, 2022) . Obwohl das 
Homeschooling auch für Kinder aus bil-
dungsnahen Familien eine hohe Belastung 
bedeutete, haben deren Lernfortschritte 
weniger darunter gelitten als bei Kindern 
aus bildungsferneren Familien . Der Auf-
holprozess der entstandenen Lerndefizite 
starke Erhöhung der Energiepreise im Zuge 
des Ukrainekriegs jedoch insgesamt gravie-
render als die Belastungen, die im Kontext 
der Corona-Pandemie aufgetreten sind .
4 .5 Bildung und Chancen
Die Corona-Pandemie hat deutschland-
weit im Bereich Bildung und Chancen zu 
einer deutlichen Verstärkung bestehender 
Ungleichheiten beigetragen . Damit gehen 
einige Herausforderungen einher, die auch 
das Zusammenleben in der Stadt Köln 
betreffen . 
Schule, Studium und Ausbildung
Die sichtbarste Veränderung im Bildungs-
bereich, die auf die Pandemie zurückzufüh-
ren ist, ist der weitreichende 
„Die Qualität der Wohnung 
und des Wohnumfelds  
als Kleinod in der urbanen   
Hektik ist im Zuge der  
Pandemie sicherlich  
noch wichtiger geworden.  
Allerdings haben wir in 
Köln keine Wahl. Hier muss 
man nehmen was gerade 
verfügbar ist und was man 
sich leisten kann, denn das 
Angebot ist sehr begrenzt. “
Jens Bruckner, Vorsitzender der 
Wohnungsbau Initiative Köln

28
war . Der Großteil dieser Beschwerden und 
Erkrankungen ist längerfristiger Natur und 
wird als Herausforderung bestehen bleiben .
Laut der Kölner Expert*innen verlagerte 
sich durch den Wegfall der gewohnten Frei-
zeitaktivitäten das Leben zu einem Großteil 
in die digitale Welt . Vor allem Kinder und 
Jugendliche verbrachten während der Pan-
demie deutlich mehr Zeit vor dem Bild-
schirm . Prognosen sind davon 
ausgegangen, dass nach der Aufhebung der 
Schutzmaßnahmen die Sport- und Freizeit-
aktivitäten wie gewohnt aufgenommen 
werden . Diese Annahme hat sich nicht 
bestätigt . 
Die Pandemie hat das Bewegungsverhalten 
nachhaltig beeinträchtigt . In Köln wurden 
viele Freizeitangebote für Kinder und 
Jugendliche digital angeboten, wie zum 
Beispiel das digitale Jugendzentrum . Im 
Sportbereich konnten digitale Angebote 
aber keinen umfassenden Ersatz bieten . 
Dadurch, dass über einen längeren Zeit-
raum jegliche Art physischer Zusammen-
künfte im Kontext von Kinder- und 
Jugendarbeit, Sportvereinen, Jugendgrup-
pen etc . nicht möglich waren, konnten nicht 
alle Strukturen und Angebote über die Pan-
demie hinweg aufrechterhalten werden . 
Das Förderprogramm des Bundes „Aufho-
len nach Corona“ war laut den Kölner 
Expert*innen ein Anfang, um erste Hilfe zu 
leisten . Für den Wiederaufbau von Angebo-
ten sind längerfristige Unterstützungen 
notwendig .
Köln ist als kinderfreundliche Kommune 
zertifiziert und möchte besonders deren 
Bedürfnisse in der Stadt abbilden . Dafür 
werden bereits umfassende Partizipations-
angebote geschaffen und umgesetzt . 
„Jugendliche werden zwar bereits auf 
verschiedene Weise in Entscheidungen 
miteinbezogen, häufig dauern solche 
Entscheidungsprozesse aber viel zu 
lange. Und am Ende werden dann doch 
oft Entscheidungen getroffen, die nicht 
im Interesse von Kindern und Jugend-
lichen sind, weil andere Interessen – zum 
Beispiel wirtschaftliche – überwiegen. 
Da fühlt man sich dann nicht richtig 
ernst genommen. “
Konrad Schmitz, Vorstand des  
Kölner Jugendrings
insbesondere bei benachteiligten Kindern, 
stellt eine langfristige Herausforderung 
dar (Espon Amsterdam, 2022) . Auch für 
Köln wurden diese Feststellungen von den 
Expert*innen deutlich bestätigt .
Die Pandemie hat städteübergreifend auch 
Auszubildende betroffen . Zum einen ist das 
Angebot an Ausbildungsstellen insgesamt 
zurückgegangen (IAB, 2021) . Zum anderen 
war die Zahl der Bewerber*innen rückläufig, 
wodurch der schon vor der Pandemie 
einsetzende Trend weiter verstärkt wurde . 
Bereits laufende Ausbildungen wurden 
allerdings ebenso wie die Schulbildung ins-
gesamt durch die Kontaktbeschränkungen 
während der Pandemie gestört . Dies könnte 
in Zukunft zu einer weiteren Verschärfung 
des Fachkräftemangels in bestimmten 
Branchen führen .
Kinder und Jugendliche
Auch wenn die Belastung durch Lock 
downs und Schulschließungen stark von 
der jeweiligen familiären Situation abhängig 
war, haben Kinder und Jugendliche insge-
samt besonders stark unter den Einschrän-
kungen während der Pandemie gelitten 
– eine Beobachtung, die von mehreren der 
interviewten Kölner Expert*innen in den 
Gesprächen betont wurde . Der pandemie-
bedingte Verlust von Freiheit, die Trennung 
von Freund*innen, die Bewegungsarmut 
sowie Einsamkeit und Langeweile gelten 
als besondere Risiken für die psychische 
Gesundheit von Kindern und Jugendlichen . 
Daraus resultiert, dass während der Pande-
mie ein deutlicher Anstieg von psychischen 
Auffälligkeiten, psychischen Erkrankungen 
und psychosomatischen Beschwerden bei 
Kindern und Jugendlichen zu beobachten 
Auswirkungen in den Themenfeldern

29
war . Der Großteil dieser Beschwerden und 
Erkrankungen ist längerfristiger Natur und 
wird als Herausforderung bestehen bleiben .
Laut der Kölner Expert*innen verlagerte 
sich durch den Wegfall der gewohnten Frei-
zeitaktivitäten das Leben zu einem Großteil 
in die digitale Welt . Vor allem Kinder und 
Jugendliche verbrachten während der Pan-
demie deutlich mehr Zeit vor dem Bild-
schirm . Prognosen sind davon 
ausgegangen, dass nach der Aufhebung der 
Schutzmaßnahmen die Sport- und Freizeit-
aktivitäten wie gewohnt aufgenommen 
werden . Diese Annahme hat sich nicht 
bestätigt . 
Die Pandemie hat das Bewegungsverhalten 
nachhaltig beeinträchtigt . In Köln wurden 
viele Freizeitangebote für Kinder und 
Jugendliche digital angeboten, wie zum 
Beispiel das digitale Jugendzentrum . Im 
Sportbereich konnten digitale Angebote 
aber keinen umfassenden Ersatz bieten . 
Dadurch, dass über einen längeren Zeit-
raum jegliche Art physischer Zusammen-
künfte im Kontext von Kinder- und 
Jugendarbeit, Sportvereinen, Jugendgrup-
pen etc . nicht möglich waren, konnten nicht 
alle Strukturen und Angebote über die Pan-
demie hinweg aufrechterhalten werden . 
Das Förderprogramm des Bundes „Aufho-
len nach Corona“ war laut den Kölner 
Expert*innen ein Anfang, um erste Hilfe zu 
leisten . Für den Wiederaufbau von Angebo-
ten sind längerfristige Unterstützungen 
notwendig .
Köln ist als kinderfreundliche Kommune 
zertifiziert und möchte besonders deren 
Bedürfnisse in der Stadt abbilden . Dafür 
werden bereits umfassende Partizipations-
angebote geschaffen und umgesetzt . 
„Jugendliche werden zwar bereits auf 
verschiedene Weise in Entscheidungen 
miteinbezogen, häufig dauern solche 
Entscheidungsprozesse aber viel zu 
lange. Und am Ende werden dann doch 
oft Entscheidungen getroffen, die nicht 
im Interesse von Kindern und Jugend-
lichen sind, weil andere Interessen – zum 
Beispiel wirtschaftliche – überwiegen. 
Da fühlt man sich dann nicht richtig 
ernst genommen. “
Konrad Schmitz, Vorstand des  
Kölner Jugendrings

30
Die vielfältigen Belastungen und Heraus-
forderungen, die mit der Pandemie ein-
hergingen, waren für Personen, die mit 
erschwerten Bedingungen zu kämpfen 
haben, besonders gravierend . Hier spie-
len auch indirekte Zusammenhänge im 
Bildungsbereich eine große Rolle. Bei-
spielsweise hatten Menschen mit einem 
niedrigeren formellen Grad an Bildung 
in Deutschland ein doppelt so hohes 
Infektionsrisiko wie Menschen mit hohem 
Bildungsgrad (RKI, 2022) . In den sozio-
ökonomisch benachteiligten Regionen 
Deutschlands war ein überdurchschnitt-
liches Infektions- und Sterbegeschehen 
festzustellen, was vermutlich auch mit 
einem Zusammenhang zwischen hoher 
Einwohnerdichte und hoher Inzidenz ein-
hergeht . Finanziell ärmere Menschen leben 
Wichtig ist, den Interessen von Kindern und 
Jugendlichen im städtischen Raum weiter-
hin Platz einzuräumen und ihnen Selbst-
wirksamkeitserfahrungen zu ermöglichen .
Gesellschaftliche T eilhabe
Neben bildungsbenachteiligten Kindern 
konnten auch Menschen mit einer geringen 
Affinität zur Digitalisierung, wie zum Bei-
spiel ältere Menschen, nicht von dem star-
ken Digitalisierungsschub in Deutschland 
und Europa während der Pandemie profitie-
ren (Espon Malmö, 2022) . Insbesondere 
Senior*innen stoßen in ihrem Alltag häufig 
auf digitale Hürden, die ihnen eine umfas-
sende gesellschaftliche Teilhabe 
erschweren .
Auswirkungen in den Themenfeldern

31
Soziale und medizinische Infrastruktu-
ren haben durch die Pandemie in ganz 
Deutschland an Bedeutung gewonnen . Die 
Relevanz von gesundheitsbezogenen Ver-
sorgungsleistungen ist sichtbarer gewor-
den . Gleichzeitig wurden auch strukturelle 
Probleme deutlich . Darüber hinaus zeigte 
sich, dass Gesundheit nicht nur im Kontext 
der „klassischen“ medizinischen Infrastruk-
tur gedacht werden kann, sondern auch 
auf betrieblicher Ebene eine starke Rolle 
spielen muss .
Soziale Infrastruktur
Insgesamt wurde aufgrund der sozialen 
Auswirkungen und der sich verstärkenden 
Benachteiligungen die Relevanz gemein-
wohlorientierter Organisationen, aber auch 
von Nachbarschaftshilfe während der Pan-
demie besonders sichtbar (Espon Malmö, 
2022) . Zum einen leisteten Organisationen 
und Gruppen direkte Hilfe bei alltäglichen 
Herausforderungen . Zum anderen war die 
Erfahrung gemeinwohlorientierter Organi-
sationen aus der Arbeit mit benachteiligten, 
alten und kranken Menschen in den Krisen-
stäben der öffentlichen Hand gefragt, um 
soziale Gesichtspunkte bei gesetzlichen 
Vorgaben bestmöglich zu berücksichtigen 
(Espon Malmö, 2022) . Auch in Köln setzte 
laut den Expert*innen mit Beginn der 
Pandemie ein sehr hohes Maß an bürger-
schaftlichem Engagement ein, das insbe-
sondere von jüngeren Menschen getragen 
wurde, die in der Gruppe der ehrenamtlich 
Engagierten bis lang einen geringen Anteil 
ausmachen . Das spontane, nachbarschaft-
liche Engagement stellte eine wichtige 
Säule im Umgang mit der Krisensituation 
dar .
tendenziell auf engerem Raum zusammen 
als wohlhabendere Menschen . Insgesamt 
hat die Pandemie zu einer Verstärkung 
bestehender Benachteiligungen beige-
tragen . Dies machte sich unter anderem 
durch höhere Ansteckungszahlen, stärkere 
psychische Belastungen und schwerwie-
gendere ökonomische Folgen bemerkbar . 
Auch in Köln waren Familien in prekären 
Verhältnissen in besonderem Maße durch 
die Pandemie belastet . Außerdem zeigt 
die städtische Befragung, dass neben 
Menschen mit geringem Einkommen auch 
Selbstständige und Personen mit Migra-
tionsgeschichte in größerem Ausmaß von 
coronabedingten Einkommenseinbußen 
betroffen waren als Personen, auf die diese 
Merkmale nicht zutreffen .
4 .6   Soziale und medizinische 
 Versorgung
Die Corona-Pandemie hatte deutsch-
landweit schwerwiegende Auswirkungen 
auf die Funktionsfähigkeit sozialer und 
medizinischer Infrastrukturen . Besonders 
sichtbar wurde dieser Einschnitt beispiels-
weise in der zeitweisen Überlastung von 
Krankenhäusern oder in der Versorgung von 
Bewohner*innen in Alten- und Pflegehei-
men, die über einen längeren Zeitraum iso-
liert waren . Die Herausforderung bestand 
im Wesentlichen darin, die notwendigen 
Strukturen und Angebote der sozialen und 
medizinischen Versorgung im Rahmen der 
sich ändernden Vorgaben zu sichern und 
aufrecht zu erhalten .

32
Genauso wie in den kommunalen Ver-
waltungen und anderen Organisationen 
der kritischen Infrastruktur waren auch von 
sozialen Organisationen während der Pan-
demie alternative Arbeitsweisen gefordert . 
So wurden digitale Angebote ausgebaut 
und Arbeitsstrukturen angepasst . Laut 
den Kölner Expert*innen haben gerade die 
sozialen Einrichtungen eine große Anpas-
sungsfähigkeit und Innovation bewiesen . 
Viele digitale Angebote wurden in Köln 
beibehalten, zum Beispiel die Kommuni-
kation zwischen Patient*innen in Pflege-
einrichtungen und ihren Angehörigen über 
Videotelefonie . Darüber hinaus wurde das 
Personal aufgestockt, um dem drastisch 
gestiegen Arbeitsaufwand in einzelnen 
Bereichen gerecht zu werden . Im Kölner 
Gesundheitsamt wurde beispielsweise 
das Personal in kurzer Zeit temporär ver-
dreifacht . Diese im Kontext der Pandemie 
eingeübte kooperative Zusammenarbeit 
und Flexibilität im Umgang mit Ausnahme-
situationen wird auch für die Bewältigung 
zukünftiger Krisen von Nutzen sein .
Auswirkungen in den Themenfeldern
Die Kontaktbeschränkungen haben das 
Sozialleben der meisten Menschen kurzzei-
tig vollständig verändert . Für viele Men-
schen sind soziale Kontakte auch langfristig 
weggebrochen . Umso wichtiger ist es laut 
den Kölner Expert*innen, verstärkt Begeg-
nungsräume zu schaffen, in denen soziale 
Kontakte ermöglicht werden . Ein innovati-
ves Beispiel sind hier die Familiengrund-
schulzentren in Köln, die während der 
Pandemie eingeführt wurden . Das Angebot 
erreicht Familien im Kontext der Grund-
schule und baut auf diese Weise Barrieren 
ab .  
Medizinische Infrastruktur
In ganz Deutschland mussten Kranken-
häuser sich zeitweise zu großen Teilen auf 
die Behandlung von Covid-19-Patient*in-
nen konzentrieren (Krankenhaus-Report, 
2022) . Insgesamt wurde im Verlauf der 
Pandemie ein Rückgang der Fallzahlen, der 
Verweildauer der Patient*innen sowie der 
„Ganz grundsätzlich hat die Pandemie viele 
neue Erfahrungen ermöglicht, die langfristig 
hilfreich sind: Wie wir kommunizieren, wie 
wir zusammenarbeiten – da wurde im Zuge 
der Pandemie viel gelernt und es wurde 
mehr Verständnis füreinander aufgebaut. “
Dr . Harald Rau, Beigeordneter für Soziales,  
Gesundheit und Wohnen

33
finanziellen Einnahmen der Krankenhäuser 
festgestellt (RWI, 2021) . Der Rückgang an 
Behandlungen insgesamt ergibt sich aus 
verschobenen Operationen und Untersu-
chungen, die langfristig für einen erhöhten 
Behandlungsbedarf sorgen können (Espon 
Malmö, 2022) .
Eine zentrale Rolle bei der Pandemiebe-
kämpfung kam den Gesundheitsämtern 
zu . Das Kölner Gesundheitsamt als größtes 
deutsches Gesundheitsamt war dahinge-
hend sehr gut aufgestellt . Auch in anderen 
Fällen hat die Stadt Köln eine Vorreiter-
rolle eingenommen, da es zu Beginn der 
Pandemie zeitweise noch keine konkreten 
Vorgaben von Landes- bzw . Bundesseite 
gab . Beispiele sind hier die sogenannten 
Lolli-Testungen in Kitas, das Angebot von 
Corona-Testungen für Lehrkräfte oder die 
digitale Infektionsnachverfolgung .
Eine besondere Herausforderung besteht 
in der Belastungssituation der Mitarbeiten-
den im Gesundheits- und Pflegebereich, 
die während der Pandemie ein extremes 
Ausmaß erreicht hatte und weiterhin sehr 
hoch ist . In der Konsequenz verlassen viele 
Pfleger*innen den Beruf, sodass sich der 
Fachkräftemangel zusätzlich verschärft .
Auswirkungen auf individueller und 
familiärer Ebene
Insgesamt schien der Diskurs während der 
Pandemie aufgrund der pandemischen 
Notsituation vorwiegend auf die physische 
bzw . biologische Gesundheit der Bevölke-
rung ausgerichtet zu sein . Häufig wurde 
über den aktuellen Stand der Infektionszah-
len, den Zustand der Krankenhäuser oder 
die Wirksamkeit verschiedener Hygiene-
schutzmaßnahmen informiert und disku-
tiert . Rückblickend entsteht der Eindruck, 
dass während der Pandemie die Bedeutung 
von psychischer Gesundheit und sozialer 
Sicherheit zumindest zeitweise in den Hin-
tergrund gerückt ist . Die Vernachlässigung 
der physischen Gesundheit hat ihre Spuren 
hinterlassen: Während der Pandemie war 
ein deutlicher Anstieg der psychischen 
Belastung und der häuslichen Gewalt 
messbar (Espon Amsterdam, 2022) . Die 
Zunahme von Stress oder Einsamkeit sind 
in allen Altersklassen und sozioökonomi-
schen Milieus festzustellen . Besonders aus-
geprägt ist sie jedoch bei finanziell ärmeren 
Menschen in kleinen Wohnungen (Espon 
Malmö, 2022) . Diese Tendenzen haben sich 
auch in Köln bestätigt . Umfragen unter Köl-
ner Studierenden zeigen, dass die psychi-
sche Belastung dieser Bevölkerungsgruppe 
ebenfalls zugenommen hat . Besonders 
betroffen sind jedoch Kinder und 
Jugendliche .

34
5  Schlussfolgerungen für die 
Stadtentwicklung in Köln
Aus den Ergebnissen der Literaturanalyse, der Sonderauswertung 
der städtischen Bevölkerungsbefragung und den Erkenntnissen aus 
den Fachgesprächen mit Kölner Expert*innen lassen sich folgende 
fünf zentralen Schlussfolgerungen für die zukünftige Stadtentwick-
lung ableiten:
1 . Dezentrale Stadtstruktur
2 . Stärkere und kooperierende Grunddaseinsvorsorge
3 . Resiliente Wirtschaftsstrukturen
4 . Integriertes Mobilitätssystem
5 . Multifunktionaler Stadtraum
5 .1 Dezentrale Stadtstruktur
Durch die Corona-Pandemie ist die Innenstadt besonders in den 
Fokus geraten und hat eine Bedeutungsverschiebung erfahren .
Insbesondere die strukturellen Veränderungen in einzelnen Bran-
chen, wie zum Beispiel dem Tourismus und dem Einzelhandel 
führen zu neuen Anforderungen an Innenstädte im Allgemeinen 
und an die Kölner Innenstadt als bedeutendes touristisches Ziel im 
Besonderen . Die in Kapitel 5  . 1 beschriebenen Auswirkungen der 
Pandemie auf Einzelhandel und Tourismus müssen zu einer Neu-
bewertung der Innenstadt führen . Die monostrukturierten Handels-
lagen sind aufzubrechen und neue Nutzungen zu etablieren, um 
auf diese Weise eine Attraktivierung und Belebung der klassischen 
Innenstadtlagen zu erreichen .

35
Eine verstärkte Nutzungsdurchmischung birgt hohe Chancen für 
die Kölner Innenstadt .
Der stationäre Einzelhandel kann durch Freizeitangebote, soziale 
Infrastrukturen, Sport- und Bildungsangebote in Kombination mit 
einem attraktiven öffentlichen Raum gestärkt werden . Zur Belebung 
der Innenstadt kann auch die Umwandlung von Einzelhandelsflä-
chen zu Wohnraum oder für kulturelle Zwecke beitragen . Freiwer-
dende Geschäfts- und Büroflächen in der Innenstadt bieten weitere 
Optionen für diese Nutzungen . Mit dem Leitbildprozess „Handelsla-
gen Hohe Straße/Schildergasse“ ist die Stadt Köln bereits auf dem 
Weg, entsprechende Konzepte zu entwickeln .
Darüber hinaus zieht die Bedeutungsverschiebung der Innen-
stadt einen verstärkten Fokus auf die Stadtteilzentren als Sozial-, 
Bildungs- und Wirtschaftsraum nach sich . Das städtische Leben 
organisiert sich zunehmend neu – ein Prozess, der durch die Pan-
demie mit angestoßen wurde: Die Aufteilung des Stad in zentrale 
Einkaufs-, Arbeits- und Wohnorte löst sich noch weiter auf und die 
Stadtteile gewinnen an Bedeutung für das tägliche Leben: Arbei-
ten, Erholen, Einkaufen und Wohnen müssen diesen veränderten 
Ansprüchen gerecht werden (siehe auch Abschnitt zu 6 .5 Multi-
funktionaler Stadtraum) .
Erfordernisse für die Stadtentwicklung
 › Die Nutzungsdurchmischung für eine höhere Innovationsattrakti-
vität und -aktivität in der Innenstadt gezielt fördern
 › Vielfältige Möglichkeiten für soziales und kulturelles Erleben im 
innerstädtischen Raum schaffen, um die Aufenthaltsattraktivität 
zu erhöhen
 › Geschäfts- und Büroflächen innovativ, co-kreativ, temporär 
sowie sektorenübergreifend denken und entwickeln
 › Die Veedel als Zentren des nachbarschaftlichen Zusammenhalts 
mit einer guten Sozial- und Gesundheitsinfrastruktur und Nah-
versorgung weiterentwickeln

36
5 .2  Stärkere und kooperierende 
 Daseinsgrundfunktionen
Die Pandemie hat Belastungsgrenzen aufgezeigt .
Die medizinische Infrastruktur ist während der Pandemie an ihre 
Grenzen gestoßen, wodurch tieferliegende Probleme in der Aus-
gestaltung der Gesundheitsversorgung offengelegt wurden . Der 
Fachkräftemangel und die starke Belastung von Pflegekräften 
haben während der Pandemie weiter zugenommen und sorgen 
dafür, dass die gesundheitsbezogene Infrastruktur ein verletzliches 
System bleibt .
Um auch zukünftige Krisen gemeinsam erfolgreich zu bewältigen, 
ist es sinnvoll jetzt in den Aufbau resilienter und vorausschauen-
der Strukturen zu investieren, die ein flexibles Krisenmanagement 
ermöglichen .
Hilfreich ist dabei eine dauerhaft tragfähige Kooperationsstruktur, 
die im Krisenfall ein schnelles und zielgerichtetes Handeln ermög-
licht . Dazu können die kontinuierliche Anpassung der Krisen-
strukturen und der Kommunikationskanäle dienen, die während 
der Pandemie aufgebaut wurden, und bei Bedarf schnell reaktiviert 
werden müssen .
Eine positive Entwicklung, die in Teilen auf die Erfahrungen der 
Pandemie zurückzuführen ist, dass die mentale Gesundheit eine 
stärke Aufmerksamkeit erfährt . Die Situation erfordert dennoch 
dringend eine langfristige und zielgruppenspezifische Strategie 
für den Umgang mit psychischer Belastung und häuslicher Gewalt 
sowie den umfassenden Ausbau von Beratungsangeboten, um den 
gestiegenen Bedarf insbesondere bei jungen Menschen zu decken . 
Bestehende Strukturen und Angebote können dabei noch besser 
vernetzt und zugänglich gemacht werden .
Schlussfolgerungen für die Stadtentwicklung in Köln

37
In einer Gesellschaft, in der die soziale Ungleichheit zunimmt, 
besteht die Gefahr, dass Menschen ausgegrenzt werden oder das 
Vertrauen in politische Institutionen verlieren . Um gegenzusteuern, 
ist es wichtig, die verschiedenen Bedürfnisse der Stadtgesellschaft 
zu kennen und Hürden abzubauen, die die Teilhabe am gesellschaft-
lichen Leben verhindern . Die Pandemie hat gezeigt, dass viele 
Herausforderungen strukturell gelöst und nur durch zielgerichtete 
Kooperationen zwischen allen Akteur*innen entwickelt werden 
müssen . An dieser Stelle kann auf die in der Pandemie aufgebauten 
Strukturen aufgebaut werden, die eine pragmatische, effiziente und 
lösungsorientierte Zusammenarbeit ermöglicht haben . 
Erfordernisse für die Stadtentwicklung
 › Starke und kooperierende Netzwerke der Daseinsgrundvorsorge 
für eine ganzheitliche Begleitung bedürftiger Menschen schaf-
fen, um einer wachsenden Ungleichheit entgegenzuwirken
 › Bildungsungleichheit mit gezielten Programmen reduzieren
 › Die Interessen von Kindern und Jugendlichen bei der Stadtent-
wicklung noch stärker berücksichtigen
 › Weitere einfach zugängliche Frei- und Bewegungsräume für 
Kinder und Jugendliche zur Selbstorganisation und -gestaltung 
schaffen
 › Bürgerschaftliches Engagement und Möglichkeiten der Selbst-
wirksamkeit und Beteiligung weiter institutionalisieren und 
verstetigen (insbesondere von sozioökonomisch schwächeren 
Sozialgruppen)
 › Dem Fachkräftemangel im Bereich Gesundheitsversorgung 
durch eine umfassende Attraktivierung des Pflegeberufs 
entgegensteuern

38
5 .3 Resiliente Wirtschaftsstrukturen
Die Ambivalenz zwischen der Reduktion physischer Kontakte 
und dem Erhalt wichtiger Infrastrukturen und der Versorgung der 
Bevölkerung hat auch die Kölner Wirtschaft während der Corona-
Pandemie stark geprägt . Auf der einen Seite wurden ganze Teile des 
geschäftlichen Handelns verboten . Auf der anderen Seite haben 
Wirtschaftsbranchen, die sich insbesondere mit den Grundbedürf-
nissen befassen bzw . die die neuen Anforderungen reagieren, in der 
Pandemie gewonnen .
Kölns Wirtschaft hat durch eine diversifizierte Branchenstruktur 
sowie flexibles Agieren der Unternehmen die Corona-Krise gut 
beherrscht und Resilienz bewiesen .
Der aus makroökonomischer Perspektive milde Verlauf der Corona-
Pandemie beruht im Wesentlichen auf dem flexiblen und guten Kri-
senmanagement der Kölner Unternehmen . Im Nachhinein 
betrachtet, wurden die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pande-
mie insgesamt drastischer wahrgenommen als sie tatsächlich 
waren .
„Bei Ford haben wir zu Beginn der Pandemie schnell 
reagiert und pragmatische Maßnahmen ergriffen. Bei-
spielsweise wurden eigene T estzentren eingerichtet und 
Masken produziert. Später wurde auch ein Impfzentrum 
auf dem Betriebsgelände eingerichtet, das von anderen 
Unternehmen mitgenutzt wurde. Insgesamt hat Ford 
die Chance genutzt, systematisch Prozesse umzustruk-
turieren und beispielsweise dauerhaft Geschäftsreisen 
einzusparen. “ 
Gunnar Hermann, ehemaliger Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford 
Werke GmbH, heute Mitglied des Aufsichtsrat der Ford Werke GmbH)
Schlussfolgerungen für die Stadtentwicklung in Köln

39
Die konjunkturellen Auswirkungen der Corona-Pandemie werden 
mittlerweile durch neue Krisen überlagert .
Um Kölns Wirtschaft auch in der Zukunft resilient zu gestalten, 
sollten die einsetzenden strukturelle Veränderungen in den von der 
Pandemie stark betroffenen Branchen aktiv begleitet und unter-
stützt werden . Sowohl bei der Entwicklung und Umsetzung neuer 
Geschäftsmodelle und -strategien als auch bei der Gewinnung 
von notwendigen Fach- und Arbeitskräften können Kölner Unter-
nehmen von einer Unterstützung seitens der Stadtverwaltung 
profitieren .
Darüber hinaus hat der Digitalisierungsschub während der Pan-
demie die Anforderungen an digitale Infrastrukturen und Kompe-
tenzen nochmals erhöht . Die Arbeit im Homeoffice sowie digitale 
Anwendungen und Geschäftsmodelle verlangen schnelle und 
leistungsfähige Internetverbindungen, die fortwährend ausgebaut 
werden müssen . Der in Köln mit dem Projekt „100  % Glasfaser für 
Köln“ eingeschlagene Weg ist deshalb auch vor dem Hintergrund 
der Auswirkungen der Pandemie sinnvoll . Ebenso entscheidend ist 
die Aus- und Weiterbildung in Digitalkompetenzen, die möglichst 
frühzeitig aufgebaut und kontinuierlich weiterentwickelt werden 
muss .
Die Corona-Pandemie hat darüber hinaus die Bedeutung von Inno-
vationskompetenz, Anpassungsfähigkeit und Flexibilität verstärkt . 
Nicht alle Herausforderungen lassen sich automatisch durch digi-
tale Anwendungen lösen . Entscheidend ist das Handeln der Betei-
ligten in den Unternehmen und der Verwaltung . Damit Köln auch 
die nächsten (wirtschaftlichen) Krisen mit gleichem Erfolg besteht, 
sind innovativ denkende und flexibel reagierende Mitarbeiter*innen 
und Führungskräfte von besonderer Bedeutung . Die notwendigen 
Fähigkeiten sollten aktiv gefördert werden .
Erfordernisse für die Stadtentwicklung
 › Die Diversität in der Branchenstruktur für mehr Resilienz gegen-
über Krisenereignissen und tiefgreifenden Transformationspro-
zessen erhalten, festigen und weiterentwickeln
 › Strukturelle Veränderungen in Wirtschaftsbranchen aktiv mit 
den Unternehmen und weiteren Akteur*innen wie der Indust-
rie- und Handelskammer, der Handwerkskammer, KölnBusiness

40
Wirtschaftsförderungs-GmbH, Stadtverwaltung und Beteili-
gungsverwaltung begleiten und unterstützen
 › Den Auf- und Ausbau digitaler Infrastrukturen und Kompetenzen 
vor allem für kleine und mittlere Unternehmen mit geringen zeit-
lichen, finanziellen sowie fachlichen Ressourcen fördern
 › Innovationskompetenzen, Anpassungsfähigkeit und Flexibilität 
im Sinne der Krisenresilienz der Kölner Wirtschaft weiter stärken
5 .4 Integriertes Mobilitätssystem
Die Corona-Pandemie hat ambivalente Auswirkungen auf die 
Ziele der Mobilitätswende .
Bereits vor der Corona-Pandemie stand der Kölner Verkehrssektor 
aufgrund von Klimaschutzmaßnahmen, der infrastrukturellen Über-
lastung, der Luftbelastung und der Verteilungsfragen im Stadtraum 
vor Herausforderungen . Die Pandemie hat zusätzlich in T eilberei-
chen der Mobilitätswende sowohl zu unterstützenden Effekten als 
auch zu entgegengesetzten Entwicklungen geführt. So hat sich 
das Mobilitätsaufkommen insgesamt reduziert und die Nutzung 
des Fahrrads deutlich verstärkt . Viele Kölner*innen sind aber auch 
vermehrt auf den motorisierten Individualverkehr umgestiegen, was 
den Zielen der Mobilitätswende entgegenläuft (siehe Kapitel 5 .3 
Mobilität) .
Die Veränderungen im Mobilitätsverhalten und den Stoßzeiten 
haben die Einflussmöglichkeiten auf den innerstädtischen Ver-
kehr in Köln zutage geführt .
Neben den direkten und indirekten Auswirkungen der Corona-Pan-
demie auf die Mobilitätswende hat die Pandemie auch die Einfluss-
möglichkeiten auf Wegzwecke und Tageslinien offenbart. So haben 
Entscheidungsträger*innen in Köln bewusst die Stoßzeiten des 
innerstädtischen Verkehrs entzerrt. Auch die Möglichkeit zum 
Homeoffice führen zu weniger ausgeprägten Stoßzeiten im städti-
schen Verkehr. 
„Durch die Pandemie haben sich neue Bedarfe 
an den Straßenbau ergeben, die hervorragend 
zur strategischen Ausrichtung der Verkehrspoli-
tik der Stadt Köln passen: Wir verfolgen bereits 
eine Mobilitätswende, die möglichst kurze Wege 
ermöglicht und den Rad- und Fußverkehr stärkt. “
Ascan Egerer, Beigeordneter für Mobilität
Schlussfolgerungen für die Stadtentwicklung in Köln

41
Für den Verkehrssektor ergeben sich aus den Erfahrungen und den 
Veränderungen der Corona-Pandemie drei Aufgaben in Bezug auf 
die Stadtentwicklung:
1 .  Der Bedarf an gut ausgebauter Fahrradinfrastruktur ist weiter 
gestiegen . Der Ausbau sicherer Fahrrad- und Fußwege ist not-
wendig, um den höheren Nutzungszahlen gerecht zu werden und 
den Umstieg auf das Fahrrad für potenzielle Nutzer*innen noch 
attraktiver zu gestalten . 
2 .  Um die angestrebte Mobilitätswende zu erreichen, muss eine 
Rückverlagerung vom motorisierten und der Vertrauensrück-
gewinn vom Individualverkehr zum ÖPNV erfolgen . Auf diese 
Weise sinken nicht nur die Überlastungen der Straßen und die 
Luftverschmutzung in Köln, sondern der Park- und Verkehrsraum 
kann neu aufgeteilt und für alternative Nutzung zur Verfügung 
gestaltet werden . Das führt zu einer Steigerung der Lebensquali-
tät für alle Kölner*innen .
3 .  In der Pandemie hat sich gezeigt, dass das Verkehrsaufkommen 
und die Stoßzeiten aktiv beeinflusst werden können . Die Ver-
kehrsflächen für Autos ist derzeit so dimensioniert, dass sie 
dem aktuellen Verkehrsaufkommen, insbesondere zu Hauptver-
kehrszeiten, gerecht werden . Außerhalb dieser Stoßzeiten wird 
ein Großteil dieser Fläche aber nicht benötigt . Mit einer aktiven 
Beeinflussung der Verkehrsflüsse mit hohen Frequenzen könnte 
dementsprechend die Möglichkeit geschaffen werden, den 
Raum, der aktuell den Autofahrenden zur Verfügung steht, für 
den Rad- und Fußverkehr oder als Grünflächen um zu gestalten . 
Diese Möglichkeit sollte in Köln stärker genutzt werden .
Wirtschaftsförderungs-GmbH, Stadtverwaltung und Beteili-
gungsverwaltung begleiten und unterstützen
 › Den Auf- und Ausbau digitaler Infrastrukturen und Kompetenzen 
vor allem für kleine und mittlere Unternehmen mit geringen zeit-
lichen, finanziellen sowie fachlichen Ressourcen fördern
 › Innovationskompetenzen, Anpassungsfähigkeit und Flexibilität 
im Sinne der Krisenresilienz der Kölner Wirtschaft weiter stärken
5 .4 Integriertes Mobilitätssystem
Die Corona-Pandemie hat ambivalente Auswirkungen auf die 
Ziele der Mobilitätswende .
Bereits vor der Corona-Pandemie stand der Kölner Verkehrssektor 
aufgrund von Klimaschutzmaßnahmen, der infrastrukturellen Über-
lastung, der Luftbelastung und der Verteilungsfragen im Stadtraum 
vor Herausforderungen . Die Pandemie hat zusätzlich in T eilberei-
chen der Mobilitätswende sowohl zu unterstützenden Effekten als 
auch zu entgegengesetzten Entwicklungen geführt. So hat sich 
das Mobilitätsaufkommen insgesamt reduziert und die Nutzung 
des Fahrrads deutlich verstärkt . Viele Kölner*innen sind aber auch 
vermehrt auf den motorisierten Individualverkehr umgestiegen, was 
den Zielen der Mobilitätswende entgegenläuft (siehe Kapitel 5 .3 
Mobilität) .
Die Veränderungen im Mobilitätsverhalten und den Stoßzeiten 
haben die Einflussmöglichkeiten auf den innerstädtischen Ver-
kehr in Köln zutage geführt .
Neben den direkten und indirekten Auswirkungen der Corona-Pan-
demie auf die Mobilitätswende hat die Pandemie auch die Einfluss-
möglichkeiten auf Wegzwecke und Tageslinien offenbart. So haben 
Entscheidungsträger*innen in Köln bewusst die Stoßzeiten des 
innerstädtischen Verkehrs entzerrt. Auch die Möglichkeit zum 
Homeoffice führen zu weniger ausgeprägten Stoßzeiten im städti-
schen Verkehr. 
„Durch die Pandemie haben sich neue Bedarfe 
an den Straßenbau ergeben, die hervorragend 
zur strategischen Ausrichtung der Verkehrspoli-
tik der Stadt Köln passen: Wir verfolgen bereits 
eine Mobilitätswende, die möglichst kurze Wege 
ermöglicht und den Rad- und Fußverkehr stärkt. “
Ascan Egerer, Beigeordneter für Mobilität

42
Erfordernisse für die Stadtentwicklung
 › Köln als Destinationsraum stärken und den städtischen, regiona-
len und überregionalen ÖPNV weiterentwickeln
 › Rush Hours durch abgestimmte Start- und Endzeiten in Schulen, 
Unternehmen und der öffentlichen Hand aktiv steuern und 
vorbeugen
 › Mit digitalen Anwendungen, zum Beispiel Echtzeitauslastungsan-
zeigen in Apps, individuelle Mobilitätsentscheidungen erleichtern 
und Stoßzeiten entzerren
 › Im Sinne einer ökologisch-nachhaltigen Mobilitätswende den 
Umweltverbund, bestehend aus Rad- und Fußverkehr, ÖPNV 
sowie Car-Sharing Angeboten, weiter auszubauen
 › Verkehrsräume multifunktional im Sinne einer sozialen und 
klima-ökologischen Nutzung umgestalten und mehr Aufent-
haltsqualität des öffentlichen Raumes für die Bewohner*innen 
schaffen
5 .5 Multifunktionaler Stadtraum
Die Bedeutung der näheren Wohnumgebung ist gestiegen .
Während der Pandemie hat die Bedeutung des Wohnumfeldes 
erheblich zugenommen . Insbesondere die wohnortnahe Versor-
gung, der Zugang zu Grünflächen und zu vielfältigen Infrastrukturen 
haben für die Lebensqualität der Bewohner*innen an Bedeutung 
gewonnen . 
Nicht nur die Zunahme der Homeoffice-Arbeit, sondern auch neue 
Krisen haben einen Einfluss auf den Themenkomplex Wohnen: So 
stellen hohe Energiepreise und Baukosten eine erhebliche finan-
zielle Belastung dar und verschärfen die ohnehin angespannte Situ-
ation in Bezug auf bezahlbaren Wohnraum . Diese Faktoren müssen 
bei der Planung und Entwicklung von Wohngebieten berücksichtigt 
werden .
Schlussfolgerungen für die Stadtentwicklung in Köln

43
Den Stadtraum multifunktional denken und entwickeln
Im Hinblick auf die Stadtentwicklung ergibt sich aus den beschrie-
benen Aspekten der Bedarf, den Stadtraum möglichst multifunktio-
nal zu denken und zu entwickeln . Die dabei formulierten vielfältigen 
Bedarfe und Anforderungen sind bei der Planung und Entwicklung 
zu berücksichtigen .
Die Nutzungsdurchmischung in den Veedeln ist auszubauen und zu 
stärken, um somit die soziale und infrastrukturelle Vielfalt, eine kre-
ative und innovative Umgebung und eine nachhaltige Nutzung von 
Ressourcen zu ermöglichen . Gleichzeitig können auf diese Weise 
Wege verkürzt werden, wodurch sich die Lebensqualität und die 
wirtschaftliche Vitalität in den Stadtteilen erhöht . Kurze Wege und 
die vielseitig nutzbaren Sharing-Angebote von Freizeit- oder 
Arbeitsräumen, wie zum Beispiel Co-Working-Spaces, bringen 
außerdem Vorteile in den Bereichen Mobilität und Wohnen mit sich . 
Wenn im Quartier möglichst viele Flächen zur Verfügung stehen, die 
gemeinsam genutzt werden können (beispielsweise in Form von 
Grünflächen, Treffpunkten, Spielorten, Co-Working-Räumen und so 
weiter), kann dem steigenden Wohnflächenbedarf pro Kopf entge-
gengewirkt werden .
„Insgesamt sollte bei der Planung von sozialer 
Infrastruktur unabhängiger von T opographie 
und Gebäuden gedacht werden, sondern eher in 
Funktionen: Wir sollten die Bedarfe identifizieren 
und davon ausgehend multifunktionale Gebäude 
schaffen, die einfach umzubauen sind und auf 
diese Weise auf vielfältige Art nutzbar sind. “ 
Dr . Harald Rau, Beigeordneter für Soziales,  
Gesundheit und Wohnen

44
Für eine bedarfsorientierte Stadtentwicklung, die auf den Bedürf-
nissen der Bewohner*innen basiert, ist es entscheidend, dass die 
Kölner*innen weiterhin aktiv in Planungsprozesse miteinbezogen 
werden und ihre Perspektiven, Ideen und Interessen einbringen 
können . Im Sinne einer „kinderfreundlichen Kommune“ sollte dabei 
ein besonderer Fokus auf die Bedürfnisse junger Menschen gelegt 
werden . Ziel sollte sein, mit Rücksicht auf die langfristigen Heraus-
forderungen, die durch die Corona-Pandemie hinzugekommen 
sind, den Stadtraum für alle zugänglich, attraktiv und nutzbar zu 
gestalten .
Erfordernisse für die Stadtentwicklung
 › Freiräume und Grünflächen bedarfsorientiert ausbauen und 
pflegen
 › Nachbarschaften, sozialer Zusammenhalt und Gesundheit durch 
mehr Sozial- und Bewegungsräume in den Veedeln unterstützen 
und ausbauen
 › Den Wohnungsmarkt auf die Bedürfnisse einer heterogenen 
Bevölkerung ausrichten und aktiv steuern 
 › Stadträume in ihrer vielfältigen Funktion erkennen und vor allem 
als Orte von und für soziale, demokratische (z . B  . Bürger*innen-
räte) und wirtschaftliche Innovationen entwickeln
Schlussfolgerungen für die Stadtentwicklung in Köln

45
6  Auswirkungen auf die 
Umsetzung der Stadtstrategie 
„Kölner Perspektiven 2030+“
Stadtstrategie 2.0 
„Kölner Perspektiven 2030+“
Die Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“ dient als Kompass 
für eine zukunftsgerichtete, strategische und nachhaltige Stadt-
entwicklung dazu, Zielvorstellungen und Handlungsprinzipien 
für Köln zu formulieren und sie als ein Grundkonsens zu bündeln . 
Dabei werden alle für die Stadtentwicklung relevanten Bereiche 
in den Blick genommen und mögliche Wechselwirkungen berück-
sichtigt . Mit den „Kölner Perspektiven 2030+“ zeigt die Stadt Köln 
auf, dass nur über Zusammenarbeit und Vernetzung die verein-
barten Ziele erreicht werden können . Dieser Ansatz wurde durch 
die Corona-Pandemie bestätigt und fordert effiziente Synergien 
und gemeinsames Handeln stärker ein als zuvor . Denn nur eine 
integrierte Stadtentwicklung, die alle Akteur*innen 
berücksichtigt und deren Wissen und Planungen 
bündelt, kann den vielfältigen Herausforderungen 
der Zukunft zielorientiert und aktiv begegnen und 
sie gestalten .
Mit der Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 
2030+“ hat sich die Stadt Köln der Aufgabe 
gestellt, eine strategische Ausrichtung zu finden, 
um ihre Qualitäten als wettbewerbsfähige, klima-
resiliente, vielfältige und lebenswerte Stadt zu 
sichern und zu steigern . Die Stadtstrategie ist als 
ein lebendiges Produkt zu verstehen, das einer 
stetigen Konkretisierung und Weiterentwicklung 
bedarf . Insbesondere bei disruptiven Verände-
rungen wie der Corona-Pandemie ist es deshalb 
notwendig, die Gültigkeit der Inhalte der Stadt-
strategie zu überprüfen und gegebenenfalls die 
Priorisierung des Zielsystems neu zu bewerten .

46
Zum Abschluss der Studie zu den Auswirkungen der Corona-Pan-
demie auf die Umsetzung der Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 
2030+“ stellen sich deshalb folgende Fragen: 
 › Welche Aspekte sind bei der Umsetzung der Stadtstrategie vor 
dem Hintergrund der langfristigen Auswirkungen der Corona-
Pandemie zu ergänzen oder besonders zu beachten? 
 › Erfordern die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Stadt-
entwicklung eine veränderte Priorisierung der Aufgaben und 
Herausforderungen für Kölns Zukunft?
Megatrends vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie 
Bei der Erarbeitung der Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“ 
wurde auf einer breiten Grundlage vorhandener Konzepte auf-
gebaut . Außerdem wurden verschiedene Megatrends in den Blick 
genommen und daraus zentrale Aufgaben und Herausforderungen 
für die Stadtentwicklung abgeleitet . Da die Megatrends Entwick-
lungen in der weiteren Zukunft abbilden, hat sich deren Relevanz 
durch die Corona-Pandemie kaum verändert . Jedoch haben einige 
Trends im Zuge der Pandemie einen Schub erfahren und die Ent-
wicklungen sind schneller vorangeschritten als vor der Pandemie 
erwartet . Beispielsweise können hier die Trends „Entgrenzung von 
Arbeit und Freizeit“ , „Ausdifferenzierung der Arbeitsverhältnisse und 
steigendes Armutsrisiko“ und „virtuelle Durchdringung der Realität 
und Digitalleben“ angeführt werden (siehe „Kölner Perspektiven 
2030+“ Kapitel: Trends von übermorgen) . Besonders hinsichtlich 
der Entwicklungen im Bereich Digitalisierung ist die Corona-Pan-
demie jedoch keineswegs als Game-Changer zu verstehen, sondern 
lediglich als ein zentraler Beschleunigungsfaktor . Die Pandemie hat 
in fast allen Lebensbereichen zu einer deutlichen Verstärkung des 
Digitalisierungstrends geführt . Die damit verbundene Normalisie-
rung und Ausbreitung digitaler Anwendungen und Technologien 
wird weitere Digitalisierungsvorhaben in Zukunft vereinfachen .
Auswirkungen auf die Umsetzung der Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“

47
Das Zielgerüst der „Kölner Perspektiven 2030+“ vor dem 
 Hintergrund der Corona-Pandemie 
In der Gesamtschau zeigt sich, dass auch die zentralen Heraus-
forderungen, auf die die „Kölner Perspektiven 2030+“ ausgerichtet 
sind, durch die Pandemie keineswegs an Relevanz verloren haben . 
Vielmehr hat die Krisenerfahrung bestätigt, dass mit der Stadt-
strategie bereits die drängendsten Herausforderungen identifiziert 
worden sind . Die Ergebnisse dieser Studie spiegeln sich insgesamt 
sichtbar im Zielgerüst der Stadtstrategie (siehe „Kölner Perspekti-
ven 2030+“ , Kapitel Zielgerüst: Leitsätze und Ziele für die künftige 
Kölner Stadtentwicklung) wider . Deshalb besteht kein Zweifel daran, 
dass sich die handelnden Akteur*innen mit den Kölner Perspektiven 
auch nach der Pandemie weiterhin auf dem richtigen Pfad befinden . 
Jedoch hat sich der Handlungsbedarf und die Notwendigkeit für 
mehr Tempo auf diesen Pfaden aufgrund der Pandemie verstärkt:
Bei der Verfolgung der Ziele, die unter den Leitsatz 1 „Köln sorgt 
für kompakte und lebenswerte Quartiere“ gefasst sind, sollte ein 
besonderes Augenmerk auf den langfristig gestiegenen Anteil an 
Menschen, die im Homeoffice arbeiten, gelegt werden . Die Flexi-
bilisierung der Arbeitswelt und die zunehmende räumliche Über-
schneidung von Arbeit und Wohnen kann veränderte Wohnbedarfe 
schaffen und, wie in Kapitel 5 .4 „Wohnen und Leben“ erläutert, die 
Reduktion des Flächenverbrauchs pro Kopf erschweren (siehe Ziel 
1 .2 „Köln geht mit der knappen Ressource Fläche sorgfältig um“) . 
Kompakte und durchmischte Quartiere mit einem leistungsfähigen 
Mobilitätsangebot, in denen die Wege zwischen Arbeit und Woh-
nen auf ein Minimum reduziert sind, können hier Abhilfe schaffen . 
Ergänzt durch ein gutes Angebot an Co-Working-Spaces können in 
Wohnungsnähe die veränderten Flächenbedarfe abfangen werden .
Die Pandemie hat gezeigt, dass eine integrierte Stadtentwicklung, 
die die Veedel als lebenswerte Zentren des gemeinschaftlichen 
Lebens weiterentwickelt, der richtige Ansatz ist (siehe Ziel 1 .3 „Köln 
sichert und entwickelt seine Veedel zu Zentren des gemeinschaft-
lichen Lebens“) . Die Pandemie hat hier einen besonderen Fokus auf 
den öffentlichen Raum, insbesondere auf Grünflächen und Parks, 
gesetzt (siehe Ziel 1 .4 „Köln sorgt für attraktive Parks, Plätze, Stra-
ßen und sichere öffentliche Räume“) . Sie werden vielfältiger genutzt 
und werden seit der Corona-Pandemie deutlich stärker nachgefragt 
und wertgeschätzt . Dies gilt besonders für wohnungsnahe Grün-
flächen im eigenen Quartier . Auch im Hinblick auf die physische

48
und psychische Gesundheit und auf das Thema Klimaresilienz ist 
der Erhalt, die Pflege und die Ausweitung dieser Flächen von großer 
Bedeutung (siehe auch die Ziele unter Leitsatz 4 und 5) .
Hinsichtlich der Ziele, die unter den Leitsatz 2 „Köln schafft Raum 
für eine dynamische und nachhaltige Wirtschaft und für vielfältige 
Arbeitswelten“ gefasst sind, ist besonders eine breit aufgestellte 
und diversifizierte Wirtschaft von Vorteil . Die damit verbundene 
Resilienz und die pragmatische Anpassungsfähigkeit, die ein Groß-
teil der Unternehmen in der Krise bewiesen haben, gehören zu den 
klaren Stärken Kölns . Mit dem Erhalt und Ausbau dieser Stärken 
ist Köln auch für zukünftige Krisen gewappnet (siehe Ziel 2 .1 „Köln 
stärkt seinen breiten Wirtschaftsmix“) . Da die Kultur- und Kreativ-
wirtschaft als besonders stark betroffene Branche noch immer mit 
den Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen hat, ist weiterhin ein 
besonderes Augenmerk auf die Erreichung des Ziels 2 .4 „Köln ent-
wickelt Räume und Strukturen für die Kultur- und Kreativwirtschaft“ 
zu legen .
Die Relevanz der Ziele, die mit dem Leitsatz 3 „Köln sorgt für Bil-
dung, Chancengerechtigkeit und T eilhabe“ überschrieben sind, ist 
mit den Auswirkungen der Pandemie noch einmal deutlich gestie-
gen . Die Verstärkung der Bildungsungleichheit erfordert ein noch 
zielgerichteteres und entschlosseneres Handeln . Ein guter Ansatz, 
der in Köln bereits intensiv verfolgt wird, ist, Schulen nicht nur als 
Orte des Lernens, sondern auch als Zentren der Integration und der 
gesellschaftlichen Initiative zu verstehen .
Das Leitbild Kölns als kinder- und jugendfreundliche Kommune 
muss sich verstärkt auch stadträumlich niederschlagen, indem 
Kindern und Jugendlichen mehr Räume zur Verfügung gestellt 
werden und sie aktiver an Entscheidungen beteiligt werden (siehe 
Ziel 3 .4 „Köln fördert die kinder-, jugend- und familienfreundliche 
Stadt“) . Die Pandemie hat von Kindern und Jugendlichen besonders 
viel gefordert . Eine bedarfsgerechte Daseinsvorsorge sollte sich 
deshalb auf neue Anforderungen wie z .B . mehr psychologische 
Beratungsangebote für Kinder und Jugendliche ausrichten .
Auswirkungen auf die Umsetzung der Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“

49
In der Pandemie hat sich der Wohnraummangel im unteren und 
mittleren Preissegment weiter verschärft, sodass es immer mehr 
Menschen gibt, die sich das Wohnen in der Stadt nicht mehr leisten 
können . Der im Zuge der Pandemie weiter gestiegenen Anspan-
nung im Wohnungsmarkt muss deshalb dringend entgegengewirkt 
werden (siehe Ziel 3 .2 „Köln sorgt für bezahlbaren Wohnraum und 
vielfältige Wohnformen“) .
Bürgerschaftliches Engagement stellt eine wichtige Säule des städ-
tischen Zusammenlebens dar . Auf die hohe Bereitschaft zur nach-
barschaftlichen Unterstützung und die vielfältigen Hilfsangebote, 
die im Zuge der Pandemie entstanden sind, kann aufgebaut werden, 
indem Strukturen gefestigt und vernetzt werden . Die neuen kreati-
ven und digitalen Beteiligungsformate, die während der Pandemie 
eingesetzt wurde, bieten viele Vorteile, Bürger*innen auch weiterhin 
auf niederschwellige Art und Weise in Entscheidungsprozesse 
miteinzubeziehen (siehe Ziel 3 .6 „Köln unterstützt das bürgerschaft-
liche Engagement und setzt auf breite Einbeziehung der Bürger*  
innen in der Stadtentwicklung“) .
Für eine gute gesellschaftliche Teilhabe sollten Personengruppen, 
die durch die fortschreitende Digitalisierung möglicherweise 
benachteiligt sind, sensibel unterstützt und weiterhin eine inklusive 
Ansprache aller Bevölkerungsgruppen sichergestellt werden . Um 
eine Vergrößerung der sozialen Ungleichheit zu verhindern, sollte 
der Fokus verstärkt in die Sozialräume gelegt werden, um vor Ort 
bedarfsgerechte Angebote zu schaffen und auszubauen .
Auch auf den Bereich Mobilität hat die Pandemie nachhaltig ein-
gewirkt . Die Ziele, die in der Stadtstrategie unter den Leitsatz 4 
„Köln stärkt seine Rolle als vielfältig vernetzte Metropole“ gefasst 
werden, weisen bereits in die richtige Richtung, bekommen durch 
die Auswirkungen der Corona-Pandemie aber eine neue Relevanz . 
Um die Pandemie zum Beschleuniger der Verkehrswende werden 
zu lassen, müssen verstärkt Anreize für den Umstieg vom motori-
sierten Individualverkehr auf den Umweltverbund (ÖPNV, Rad- und 
Fußverkehr und stationsgebundene Sharing-Angebote) geschaffen 
werden (siehe Ziel 4 .1 „Köln entwickelt seine Mobilitätsangebote 
gemeinsam mit der Region innovativ und umweltverträglich weiter 
und stärkt den öffentlichen Nahverkehr“) . Hier sind insbesondere 
der weitere Ausbau der Fahrradinfrastruktur und die Reduktion von 
Flächen für den MIV notwendig (siehe Ziel 4 .2 „Köln schafft mehr 
Raum für Rad- und Fußverkehr“) .

50
Leitsatz 5 der Stadtstrategie, „Köln wächst klimagerecht und 
umweltfreundlich und sorgt für gesunde Lebensverhältnisse“ 
fokussiert eine gesunde und umweltverträgliche Stadtentwicklung . 
Die Relevanz dieses Leitzsatzes nimmt, ganz unabhängig von der 
Corona-Pandemie, durch die fortschreitende Klimaerwärmung 
weiter zu . Die Anpassung an Klimawandelfolgen, insbesondere in 
Bezug auf die gesundheitlichen Risiken, stellt eine der wichtigsten 
Aufgaben für die Stadtverwaltung in den nächsten Jahren dar (siehe 
Ziel 5 .3 „Köln betreibt eine konsequente Klimawandelanpassung“) . 
Betroffene Risikogruppen wie beispielsweise ältere Menschen soll-
ten dabei besonders in den Blick genommen werden (siehe Ziel 5 .2 
„Köln sorgt für Zugang zur gesundheitlichen Versorgung, Gesund-
heitsförderung und Prävention für alle Lebenslagen“) . 
Die Pandemie hat einen besonderen Fokus auf die Bereiche Ver-
kehr und Grünsystem gelegt, die ein großes Klimaschutzpotenzial 
aufweisen und gleichzeitig wichtige Stellschrauben für die Anpas-
sung an Klimawandelfolgen und Luftqualität der Stadt bilden . Die 
deutlich gestiegene Nutzung von Grünflächen zeigt außerdem, dass 
der Ausbau und Erhalt der Kölner Grünflächen für die Lebensquali-
tät und Gesundheit der Kölner*innen besonders relevant sind . Da 
der Stadtraum, insbesondere die öffentlichen Grünflächen, zuneh-
mend als Bewegungsraum genutzt werden, sollten diese zukünftig 
bei stadtentwicklungsbezogenen Entscheidungen noch stärker 
berücksichtigt werden, um die Gestaltung des Stadtraums mit dem 
Ziel der Gesundheitsförderung zu verbinden .
Hinsichtlich des Ziels 5 .2 „Köln sorgt für Zugang zur gesundheit-
lichen Versorgung, Gesundheitsförderung und Prävention für alle 
Lebenslagen“ ist durch die Erfahrungen mit der Pandemie deutlich 
geworden, dass Prävention wichtig für die Bewältigung zukünftiger 
Krisen ist, um in Ausnahmesituationen noch besser agieren zu 
können .
Auswirkungen auf die Umsetzung der Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“

51
Die Ergebnisse der vorliegenden Studie bestätigen in allen wesentlichen 
Punkten die vorhandenen Ziele der Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 
2030+“ . 
Dennoch hat die Corona-Pandemie den Fokus auf bestimmte Handlungsbe-
reiche verstärkt . Die Pandemie hat deutlich gemacht, dass die Bedeutung der 
Veedel als Zentren des gemeinschaftlichen Lebens zugenommen hat, dass eine 
attraktive Wohnumgebung mit Parks und Grünflächen wichtiger geworden und 
dass ein breiter Wirtschaftsmix besonders in Krisen sichere Voraussetzungen 
für eine Krisenbewältigung ist . Viele Herausforderungen werden durch die 
Pandemie noch zentraler, wie die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, die 
Gestaltung einer kinder- und jugendfreundlichen Stadt, die Förderung von 
Sport und Bewegung und die Realisierung der Mobilitätswende .
Die Corona-Pandemie kann vor dem Hintergrund der Studienergebnisse 
als Chance für eine nachhaltige und resiliente Stadtentwicklung begriffen 
werden .
Die Pandemie hat weitreichende Veränderungen in Wohn- und Arbeitsmodellen 
sowie Mobilitätspraktiken hervorgebracht und zu einer verstärkten Nahraum-
orientierung von Versorgungs- und Freizeitaktivitäten geführt . Die Pandemie 
dient deshalb in vielen Teilen als Motivation und Legitimation für die Anliegen 
einer nachhaltigen Entwicklung und einem Paradigmenwechsel zugunsten einer 
inklusiveren, nachhaltigeren, digitalen und smarten Stadtentwicklung .
Allerdings erschwert die Komplexität der Wirkungszusammenhänge zwischen 
den vielfältigen Megatrends auf der einen und wirkmächtigen Krisenereignissen 
auf der anderen Seite die Vorhersage von Entwicklungen wie beispielsweise 
das weitere Wachstum von Städten oder die Zukunft des Online-Handels . Hier 
bedarf es einer weiterhin kontinuierlichen Beobachtung der Entwicklungen und 
Antizipation von möglichen disruptiven Ereignissen, um kurzfristig präventiv 
reagieren zu können .

52
Flexibilität, Agilität und Kooperation sind von entscheidender 
Bedeutung, wenn es darum geht, den komplexen Herausforderun-
gen gerecht zu werden und Städte zukunftsfähig zu gestalten . 
Die Corona-Pandemie hat insgesamt gezeigt, dass Krisenereig-
nisse schnelle Reaktionen erfordern . Daher sollte die Stadtver-
waltung flexibel und agil auf aktuelle Entwicklungen reagieren 
können . Krisenmanagement und Resilienz sind deshalb von 
zentraler Bedeutung . Ein Schlüsselaspekt ist dabei die kooperative 
Zusammenarbeit innerhalb der Stadtverwaltung und mit weiteren 
relevanten Akteur*innen . Die in der Pandemie aufgebauten Kom-
munikationsstrukturen sollten gehalten werden, um eine effektive 
Zusammenarbeit zu gewährleisten, Synergien zu nutzen und um 
Köln als lebenswerte, zukunftsorientierte und resiliente Stadt 
weiterzuentwickeln .
Auswirkungen auf die Umsetzung der Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“

53

54
Quellenverzeichnis
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corona_pandemie_fuehrte_auch_in_koeln_zu_einkommensverlusten .pdf
 › Kölner Statistische Nachrichten, 2022b . Homeoffice in der Corona-Krise: Wohl für die 
einen, Belastung für die anderen . Zuletzt abgerufen am 30 .05  . 2023 unter https:/ /www .
stadt-koeln .de/mediaasset/content/pdf15/statistik-umfragen/ksn_2_2022_homeof-
fice_in_der_corona_krise_wohl_f%C3%BCr_die_einen_belastung_f%C3%BCr_die_
anderen .pdf
 › Krankenhaus Report, 2022 . Krankenhaus-Report 2022 – Patientenversorgung während 
der Pandemie . Zuletzt abgerufen am 30 .05  . 2023 unter https:/ /link .springer .com/con-
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tionsgeschehens . Zuletzt abgerufen am 30 .05  . 2023 unter https:/ /www . rki  .de/DE/Con-
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 › RWI, 2021 . Analysen zum Leistungsgeschehen der Krankenhäuser und zur Ausgleichs-
pauschale in der Corona-Krise . Zuletzt abgerufen am 30 .05  . 2023 unter https:/ /www .
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Ein Diskussionsanstoß (nicht nur) aus Anlass der COVID-19-Pandemie . Zuletzt 
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dle/123456789/12858/2022-09-09_Zweitvero%cc%88ffentlichung_Planbarkeit_
sta%cc%88dt_Beherbergungswesen .pdf?sequence=1undisAllowed=y

56
Projektverantwortung 
Brigitte Scholz, Leiterin Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Inhalt 
Prognos AG 
Goethestraße 85 
10623 Berlin 
Telefon: 030 520059210 
E-Mail: info@prognos .com  
www . prognos  .com 
twitter .com/Prognos_AG
Autor*innen 
Christian Schoon 
Bernhard Wankmüller 
Max Willinghöfer 
Edina Knabe
Mitwirkende

57
Kontakt
Amt für Stadtentwicklung und Statistik  
Stadthaus Deutz – Westgebäude  
Willy-Brandt-Platz 2  
50679 Köln 
Stephanie Dormann 
Stabsstelle Strategische Stadtentwicklung 
Telefon 0221 221-24673
koelnerperspektiven2030@stadt-koeln .de 
www.stadt-koeln.de/koelnerperspektiven2030

Die Oberbürgermeisterin
Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Satz
rheinsatz, Köln
Bildnachweis
istock: Tom Merton (S . 20); Imgorthand (S . 27);  
agrobacter (S . 30); morsa images (S . 33)
13-US/15/08 .2023

Mitteilung Ausschuss

5007 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
IX/15/15/1 
 
Vorlagen-Nummer 18.09.2023 
 2631/2023 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Stadtentwicklungsausschuss 28.09.2023 
 
Kölner Stadtentwicklung nach Corona 
Kölner Stadtentwicklung nach Corona 
Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Umsetzung der Stadtstrategie „Köl-
ner Perspektiven 2030+“ 
 
Hintergrund 
Die Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“ wurde am 14. Dezember 2021 als 
Kompass für eine nachhaltige, strategische und zukunftsorientierte Stadtentwicklung 
vom Rat der Stadt Köln mit Änderungen beschlossen (Informationen zum Ratsbe-
schluss siehe TOP 10.32, https://buergerinfo.stadt-
koeln.de/si0057.asp?__ksinr=23246) 
Da die Erarbeitung der Stadtstrategie nahezu vollständig vor Pandemiebeginn statt-
fand, konnte deren Ausmaß und Auswirkungen weder abgesehen, noch strategisch 
aufgegriffen werden. Nachdem die akuten Maßnahmen in einen langfristigen Umgang 
mit der Pandemie übergehen, war zu klären, wie sich Corona auf die Umsetzung der 
Stadtstrategie auswirkt. Auch wenn die Corona-Pandemie mittlerweile durch neue Kri-
sen überlagert wird, hat sie nach wie vor Auswirkungen auf das Leben der Kölner*in-
nen. 
Um die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Stadtentwicklung und die Stadt-
strategie zu klären, hat die Politik das Amt für Stadtentwicklung und Statistik über ei-
nen politischen Veränderungsnachweis beauftragt, eine Studie zu erarbeiten. 
Die Stabsstelle Strategische Stadtentwicklung im Amt für Stadtentwicklung und Statis-
tik hat für die Erarbeitung der Corona-Studie am 13.09.2022 die Prognos AG beauf-
tragt. 
Prozess und Methodik 
Die Corona-Studie teilt sich methodisch in zwei Phasen: 
1. Metastudie: In der ersten Phase wurden 16 nationale und europäische wissen-
schaftliche Studien analysiert und ergeben somit einen exogenen Blick auf die

2 
 
Auswirklungen der Corona-Pandemie in Großstädten und Metropolen im Allge-
meinen. Alle angewendeten Studien erfüllen die Kriterien Erhebungsqualität 
(wissenschaftlicher Hintergrund); Themenbezug  (Corona und Stadtentwick-
lung), Vergleichbarkeit des Raumbezugs  (Großstädte, Metropolen, Europa 
und Deutschland), Aktualität (2021-2023 nach mehrmonatigem Pandemiever-
lauf) und Megatrenduntersuchung (entweder als Bestandteil einer Corona- 
bzw. Stadtentwicklungsstudie oder einer spezifischen Megatrendstudie). Die 
verwendeten Quellen werden im Quellenverzeichnis der Studie aufgeführt. 
2. Fachinterviews: In einer zweiten Phase wurden die Ergebnisse der Literatur-
auswertung mit einer kölnspezifischen Einschätzung untersetzt. Dazu wurden 
die Ergebnisse aus der städtischen Umfrage verwendet und 15 Fachgespräche 
mit Kölner Expert*innen geführt. Ziel war es ein umfassendes Bild der Corona-
Pandemie auf Köln in Bezug auf verschiedene Themenbereiche zu bekommen. 
Eingebunden wurden dazu Gesprächspartner*innen aus den Bereichen Wirt-
schaft und Arbeit (Gesprächskreis Wirtschaft, HGK, KölnBusiness und Dezer-
nat für Stadtentwicklung, Wirtschaft, Digitalisierung und Regionales), Touris-
mus (Köln Tourismus GmbH), Mobilität (KVB und Dezernat Mobilität), Wohnen 
(Köln AG, Wohnungsbauinitiative Köln und Dezernat für Soziales, Gesundheit 
und Wohnen), Wissenschaft und Lehre (Universität zu Köln), Kinder und Ju-
gendliche (Kölner Jugendring und Dezernat für Bildung, Jugend und Sport) 
und Grünversorgung (Dezernat für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften). 
Die Zusammenführung der Ergebnisse aus beiden Phasen ergab einen umfassenden 
Überblick über die kölnspezifischen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Um-
setzung der Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“. 
Ergebnis 
Die vorliegende Studie zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Umset-
zung der Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“ bestätigt in allen wesentlichen 
Punkten die vereinbarten Ziele der Stadtstrategie. Die Corona-Pandemie kann vor 
dem Hintergrund der Studienergebnisse als Chance für eine nachhaltige, inklusive 
und resiliente Stadtentwicklung begriffen werden. 
Zusammenfassend lassen sich folgende Schlussfolgerungen für die Stadtentwicklung 
und die Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“ ableiten: 
 Eine verstärkte Nutzungsmischung, d.h. eine Vielfalt aus Einzelhandel, Woh-
nen, Gastronomie, Kultur, Beratungs- und Freizeitangeboten birgt eine hohe 
Chance für die Kölner Innenstadt. 
 Im Vorgriff auf zukünftige Krisen müssen resiliente und vorausschauende 
Strukturen erhalten oder aufgebaut werden. Zusammenarbeit ist hier das 
Schlüsselwort. 
 Der breite Branchenmix und die Flexibilität der Unternehmen hat Köln relativ 
gut durch die Corona-Pandemie getragen. 
 Die Mobilitätswende ist nur durch einen starken Umweltverbund (ÖPNV, Ra- 
und Fußverkehr, Carsharing-Angebote) zu erreichen.

3 
 
 Der Stadtraum (Grünflächen, Plätze und öffentliche Räume) sollte multifunktio-
nal gedacht und entwickelt werden. Auch um den veränderten Wohnbedarfen 
(Stichwort Homeoffice und mehr Aufenthalt im Freien) gerecht zu werden. 
Gez. Haack

Beratungsverlauf (1)

28.09.2023 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 18.18 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2631/2023
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
18.09.2023
Erstellt
16.08.2023 11:47