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AN/2697/2021

Nacht- und Abendmärkte für Köln

Gem. Antrag nach § 3 (Grüne) 21.12.2021

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Nächste Beratung: Wirtschaftsausschuss, Sitzung am 10.02.2022, TOP 5.1

Gem. Antrag nach § 3 (Grüne)

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Gem. Antrag nach § 3 (Grüne)

4154 Zeichen

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kölner Rat 
CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln 
Volt-Fraktion im Rat der Stadt Köln 
 
 
An den Vorsitzenden des 
Wirtschaftsausschusses 
Dirk Michel 
 
Frau Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
 
 
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 21.12.2021 
 
AN/2697/2021 
 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Wirtschaftsausschuss 13.01.2022 
 
Nacht- und Abendmärkte für Köln 
Sehr geehrter Herr Michel, 
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
 
die Antragstellenden bitten Sie, folgenden Antrag in die Tagesordnung des Wirtschaftsaus-
schusses am 13.01.2022 aufzunehmen. 
 
Die Stadt Köln soll für das Jahr 2022 Marktformate für die Abendstunden entwickeln und 
eine Ausschreibung beauftragen. 
 
Beschluss: 
 
1. Die Verwaltung wird beauftragt, auf Basis der Befragung zur Nutzung der Kölner Wo-
chenmärkte (Anlage 2 „Zusammenfassung Wochenmarkt-Befragung 2019“, 
0949/2020) ein Konzept für die Etablierung von Wochen- und Schlemmermärkten für 
die Abendstunden zu entwickeln. Hier sollen alle Stadtbezirke im Sinne des Einzel-
handelszentrenkonzept (EHZK) bedacht werden.  
2. Es soll eine Ausschreibung für Markbetreibende im Q1 2022 durchgeführt werden, 
damit spätestens wir in 2022 die ersten Nacht- und Abendmärkte stattfinden können. 
3. Hierbei sind insbesondere Biomärkte, regionale Erzeuger*innen, Street Food Ange-
bote, Märkte für den Austausch von Essensspenden und Konzepte gegen Konsum-
güter- und Lebensmittelverschwendung zu bevorzugen. Auch sollen Anbieter für Ei-
sen- und Haushaltswaren, Reparaturwerkstätten und Upcycling Berücksichtigung fin-
den, um z.B. fehlende Baumärkte auszugleichen. 
4. Es soll auf die Inklusion aller Bürger*innen geachtet werden, durch bspw. Schaffung 
von Sitzgelegenheiten auch für mitgebrachtes Essen. 
5. Die Märkte sollen auch in Hinblick auf die Infrastruktur vor Ort ganzheitlich ausgestat-
tet werden. Die Müllvermeidung ein nachvollziehbares Konzept aufweisen, sodass 
sie einen Beitrag zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung Kölns leisten. Hierzugehört 
eine Biotonne, Wasser- und Stromanschlüsse und ein WC Konzept für die Beschi-
cker und Besucher.

- 2 - 
 
6. Bekannte Akteure wie der Ernährungsrat, Marktschwärmer, Regionalwert AG usw. 
sind in die Planungen einzubeziehen. 
7. Die Bezirksvertretungen sollen für Vorschläge für Standorte in ihren Bezirken mitein-
gebunden werden. 
 
Finanzierung: Für eine mögliche externe Konzeptvergabe stehen Mittel aus dem politischen 
Veränderungsnachweis des Doppelhaushalts 2020/2021 in Höhe von EUR 70.000 zur Ver-
fügung. 
 
Begründung: 
 
Der Abendmarkt „Meet & Eat“ auf dem Rudolfplatz zeigt auf, dass das Wochenmarktkonzept 
durch längere Öffnungszeiten und ein überarbeitetes Angebot zukunftsweisend weiterge-
dacht werden kann. Auch in anderen Stadtbezirken jenseits der Innenstadt können neue 
Marktformate sowohl die Nahversorgung stärken als auch das nachbarschaftliche Zusam-
menkommen ermöglichen. Ein verstärkter Fokus auf regionale Erzeuger*innen macht eine 
lokale Wertschöpfung möglich und trägt dazu bei Transportkosten und –emissionen zu redu-
zieren.  
Eine Umstrukturierung und Neuausweisung von Wochenmärkten kann durch Einbindung 
entsprechender Initiativen wie foodsharing dazu beitragen, Lebensmittelverschwendung zu 
reduzieren. Der persönliche Dialog beim Kauf auf Märkten trägt darüber hinaus zu mehr 
Achtsamkeit gegenüber Konsumgütern bei, sodass Wochenmärkte letztendlich auch einen 
Beitrag zur gesunden Ernährungsstrategie leisten können. 
Entgegen hochpreisiger Food Markets sollen die neuen Marktformate ein Ort der nachbar-
schaftlichen Inklusion werden und Gentrifizierung und damit dem Ausschluss von Geringver-
dienenden entgegengewirkt werden. Mit gemeinsamen Sitzgelegenheiten, an denen gekauf-
tes und mitgebrachtes Essen zusammen verzehrt werden kann, soll verhindert werden, dass 
das Einkommen über die Teilhabe an Märkten entscheidet. 
 
 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
gez. gez. gez. 
Lino Hammer 
Grüne-
Fraktionsgeschäftsführer 
Niklas Kienitz 
CDU-
Fraktionsgeschäftsführer 
Lucas Sickmöller  
Volt- 
Fraktionsgeschäftsführer

Beratungsverlauf (1)

10.02.2022 Wirtschaftsausschuss
TOP 5.1 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/2697/2021
Typ
Gem. Antrag nach § 3 (Grüne)
Datum
21.12.2021
Erstellt
21.12.2021 10:28