V/0619/2005
Tätigkeitsbericht der Heimaufsicht 2004
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Berichtsvorlage
3750 Zeichen
DER OBERBÜRGERMEISTER Sozialamt Betrifft Tätigkeitsbericht der Heimaufsicht 2004 Beratungsfolge 31.08.2005 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung Bericht 15.09.2005 Kommission zur Förderung der Integration von Menschen mit Behinderungen Bericht Bericht: Der Tätigkeitsbericht der Heimaufsicht wird in der vorliegenden Form nach 2003 zum zweiten Mal erstellt und hat damit die früheren jährlichen Erfahrungsberichte in der Pflegekonferenz abgelöst. Er gibt einen Überblick über die aktuellen Versorgungsstrukturen in den Einrichtungen Münsters, die personellen Ausstattungsmerkmale für die Betreuung und Pflege der Bewohnerinnen und Bewohner, die Beratungs- und Prüfaktivitäten der Heimaufsicht im vergangenen Jahr sowie die festgestellten Mängel. Kapazitätsausweitungen sind in 2004 bei den Trägern nur marginal erfolgt. Im Bereich der statio- nären Altenhilfe sowie bei ambulant betreuten Wohnformen werden deutlich spürbare Expansio- nen für die kommenden Jahre durch die Schaffung neuer Einrichtungen bzw. neuer Wohnobjekte in verschiedenen Stadtteilen erwartet. Die von den Gutachtern festgestellten Pflegestufen der Bewohnerinnen und Bewohner von stati- onären Altenpflegeeinrichtungen erfahren trotz regelmäßiger Fluktuationen eine hohe Konstanz. Gleich bleibend hohe oder leicht zunehmende Pflegebedarfe kennzeichnen daher die Wohn- und Betreuungssituation in den Häusern. Prägendes Element der Personalausstattung in den Einrichtungen Münsters ist die seit Jahren hohe Fachkraftquote, die je nach Einrichtungsart zwischen über 64 % bis knapp 94 % der in der Betreuung eingesetzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beträgt. Unabhängig von den Durch- schnittswerten überschreitet jede Einrichtung in Münster die gesetzlich geforderte Fachkraftquote von 50 % - in der Regel deutlich. Ca. 2200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind täglich für die Versorgung und Betreuung der gut 3750 betreuungsbedürftigen Bewohnerinnen und Bewohner verantwortlich. Die Anzahl der Prüfungen wurde im Verhältnis zum Vorjahr erneut deutlich gesteigert, vor allem bei den regelmäßigen Überwachungen. Es ist sichergestellt, dass Pflegeheime, Wohnstätten für Menschen mit Behinderungen, Kurzzeit- und Tagespflegeeinrichtungen sowie die beiden Hospize Vorlagen-Nr.: V/0619/2005 Auskunft erteilt: Herr Zurloh Ruf: E-Mail: Datum: 28.07.2005 Öffentliche Berichtsvorlage 2 entsprechend der gesetzlichen Vorgabe jährlich überprüft werden. Lediglich kleinere Wohngrup- pen, die keinen größeren Veränderungen unterliegen und in denen Bürgerinnen und Bürger mit nicht so hohem Hilfebedarf leben, werden in größeren Abständen besucht. Bei den zahlreichen Prüfungen wurden Mängel festgestellt, die z. T. sofort beseitigt werden konn- ten, z. T. aber auch einer längeren Bearbeitung bedürfen, Stichwort Pflegedokumentationen. Er- neut musste in Einzelfällen aber auch konstatiert werden, dass individuelle Erwartungen nicht immer mit dem Leistbaren von stationären Einrichtungen übereinstimmen oder sehr subjektive Wahrnehmungen und Stimmungen nicht den objektiv prüfbaren oder veränderbaren Umständen entsprechen. Einzelheiten zu den vorgefundenen Mängeln können dem Bericht entnommen wer- den. Insgesamt kommt die Heimaufsicht zu der abschließenden Bewertung, dass den Einrichtungen und ihren Trägern eine gute Qualität in der Betreuung und Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner bestätigt werden kann. Das soll aber nicht darüber hinweg täuschen, dass entgegen den aktuell notwendigen Einsparungen für die persönliche Betreuung der Nutzerinnen und Nutzer mehr Personal oder mehr Ehrenamtliche wünschenswert wären. In Vertretung Dr. Klein
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- V/0619/2005
- Typ
- Vorlage
- Datum
- 28.07.2005
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37