AN/0165/2019
Tag der Datensicherheit und des Datenschutzes im Rathaus der Stadt Köln
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Gem. Dringlichkeitsantrag nach § 12 (SPD)
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SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Ratsgruppe BUNT im Rat der Stadt Köln An den Vorsitzenden des Ausschusses Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen/Vergabe/Internationales Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 01.02.2019 AN/0165/2019 Dringlichkeitsantrag gem. § 12 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 04.02.2019 Tag der Datensicherheit und des Datenschutzes im Rathaus der Stadt Köln Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die Antragsteller bitten Sie, folgenden Dringlichkeitsantrag auf die Tagesordnung der Sitzung des Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfr a- gen/Vergabe/Internationales am 04.02.2019 zu setzen: Beschluss: 1. Die Verwaltung der Stadt Köln organisiert im Rathaus einen Tag der D a- tensicherheit und des Datenschutzes. Neben einer Expertenanhörung soll- ten an diesem Tag auch Workshops geplant werden, die niedrig schwellig über IT -Sicherheit und Datenschutz informieren. Dort sollen praktische Tipps gegeben werden, wie Gefahren rund um die eigene Datensicherheit erkennbar sind und wie Bedrohungen vorgebeugt werden kann. Die Veran- staltung soll sich auch explizit an d ie ehrenamtlichen Mitglieder*innen der städtischen Gremien und Aufsichtsräte wenden, die mit sensiblen Daten der Stadt arbeiten und diese über Endgeräte abrufen. 2. Nach Evaluierung des Tages der Datensicherheit und des Datenschutzes soll geprüft werden, ob dieser in regelmäßigen Abständen mit Beteiligung einer größeren Öffentlichkeit fortgeführt wird. - 2 - 3. Die Verwaltung stellt ein Online-Schulungsmodul zum Thema Datensicher- heit und Datenschutz bereit, das die Situation der Mandatsträger bei der Nutzung der städt ischen IT-Infrastruktur (inkl. SWK), aber auch privater Geräte (z. B. Tablets, Mobiltelefone) im Kontext der Mandatsausübung in besonderem Maße berücksichtigt. Zusätzlich soll ein anonymisierter Selbsttest zur Verfügung gestellt werden, der unkompliziert u nd schnell dabei hilft, eventuelle Sicherheitslücken auf städtischen oder eigenen End- geräten zu schließen. Als Sofortmaßnahme soll die Stadtverwaltung auf den Online-Kurs zum IT-Grundschutz des Bundesamtes für Sicherheit und Informationstechnik hinweisen. 4. Die Stadtverwaltung erweitert ihren vorhandenen technischen Support für Mandatsträger (im Zusammenhang mit Mandatos) um Praxishilfe zur D a- tensicherheit und zum Datenschutz für Mandatsträgerinnen und Mandats- träger. Die Verwaltung wird gebeten darzustellen, welche Ressourcen da- für zusätzlich erforderlich sind. Begründung: Anfang des Jahres wurde bekannt, dass ein 20 -Jähriger aus Hessen im Internet Listen mit persönlichen Daten von Politikerinnen und Politikern sowie von Perso- nen des öffentlichen Lebens ver öffentlicht hatte. Mithilfe von drei Twitter - Accounts hatte er Links verbreitet, über die Rufnummern und Adressen von 977 Betroffenen abrufbar waren. In einigen wenigen Fällen waren auch die pr ivate Korrespondenz aus Chats oder E -Mails sowie Ko ntodaten, Ausweiskopien und Fotos über die Links öffentlich zugänglich. Außerdem wurden einige Fac ebook- Accounts gehackt – zum Teil auch von Angehörigen –, um an Informationen über die Zielpersonen zu gelangen. Auf den Listen fanden sich nach Angaben des M i- nisteriums des Innern des Landes NRW auch die Daten von 135 Politiker*innen aus NRW, u. a. Mitgliedern des Bundestages, des Landtags Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Parlaments sowie kommunale Mandatsträger – auch Köl- ner waren betroffen. Es ist richtig, dass die Politik angesichts der vielen Datenskandale in den letzten Jahren strengere Sicherheitsvorgaben für Internet - und Softwareunternehmen fordert. Natürlich müssen z.B. die Maßnahmen, die das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) seit Jahren empfiehlt, endlich umgesetzt we r- den. Allerdings zeigt der erneute Datenskandal eben auch auf, dass nicht nur Schwachstellen in der IT-Technik verantwortlich für Datendiebstahl sind, sondern der unachtsame oder unwissende Umgang mit Zugangsdaten für E-Mails, Soziale Medien, Verkaufsportale usw. sehr gefährlich sein kann. Zum Schutz von priv a- ten insbesondere aber auch vertraulichen Informationen im Zusammenhang mit der Ausübung eines Mandats sollen digitale Kenntnisse und F ähigkeiten in Köln vermittelt und gefördert werden. Beim Tag der Datensicherheit und des Date n- schutzes im Kölner Rathaus könnten IT -Angriffe und ihre Folgen veranschaulicht werden. - 3 - Begründung der Dringlichkeit: In den letzten Tagen wurden riesige Datenlecks mit ca. 2,2 Milliarden E-Mail- Adressen samt Passwörtern entdeckt. Diese Datensammlungen mit gehac kten Zugangsdaten kursieren unter dem Namen „Collection #1-#5“ im Netz. Um eine zeitnahe Sensibilisierung für die Herausforderung rund um die Datensicherheit und den Datenschutz zu err eichen und der Stadtverwaltung eine ausre ichende Vorbereitungszeit für die eventuelle Umsetzung dieses Vorhabens zu g ewähren, wäre es wünschenswert, wenn der vorliegende Antrag bereits in der Sitzung des AVR am 4. Februar 2019 behandelt würde. Mit freundlichen Grüßen gez. Dr. Barbara Lübbecke gez. Thomas Hegenbarth SPD-Fraktionsgeschäftsführerin Ratsgruppe BUNT
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zurückgestellt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0165/2019
- Typ
- Gem. Dringlichkeitsantrag (SPD)
- Datum
- 01.02.2019
- Erstellt
- 01.02.2019 12:13