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1332/2020

Jahresbericht 2019 der Naturschutzwacht, Bezirk 7 Porz-Süd

Mitteilung BV 05.06.2020

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 7 (Porz), Sitzung am 01.09.2020, TOP 10.2.3

Anlage 1: Jahresbericht 2019 Bezirk 7 Süd Herr Witt

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Anlage 1: Jahresbericht 2019 Bezirk 7 Süd Herr Witt

4928 Zeichen

Dieter Witt
Jahresbericht 2019
7. Bezirk VII, Porz-Süd
DIETER WITT
In 2019 ist in den Schutzgebieten, an Straßen- und Wegrändern deutlich mehr 
Müll als 2018 angefallen. Auch am Ufer des Rheins fanden sich nach 
Hochwasserständen große Mengen an Plastikmüll, zusätzlich wurden auch 
Kühlschränke, Autoreifen und viel Schwemmholz angespült.
Gelegentlich kam es in den Schutzgebieten meines Zuständigkeitsbereichs 
wieder zu illegalen Müllabladungen. Es ist begrüßenswert, dass die zahlreichen 
Spaziergänger ebenfalls darauf achten, dass es nicht zu solchen illegalen 
Müllentsorgungen kommt.
Im Auenwald wurde an Silvester weniger Feuerwerk als im Vorjahr abge­
brannt, die Hinterlassenschaften habe ich eingesammelt, etwa ein halber 
Eimer voll.
Der private PKW-Verkehr auf den Wirtschaftswegen hatte im vergangenen Jahr 
in den Schutzgebieten etwa den gleichen Umfang, wie im Vorjahr.
Oft werden Fahrzeuge auch für längere Zeit im Landschaftsschutzgebiet 
abgestellt. In diesen Fällen klemme ich einen entsprechenden Hinweiszettel 
hinter den Scheibenwischer.
Bei Stromkilometer 674,7 (NATO-Rampe) war während des gesamten Jahrs 
reger Autoverkehr, wie sich am Müllaufkommen feststellen ließ.
Der Zufahrtsweg sollte zeitnah mit Pfosten abgesperrt werden. Weder die 
aufgestellten Hinweisschilder des Amts für Straßen- und Verkehrstechnik, 
noch die Präsens des Ordnungsamts, haben keinen positiven Einfluss auf das 
Verhalten der Autofahrer. In den Fällen, in denen ich die Autofahrer persönlich 
antreffe, kläre ich diese noch einmal auf. In den anderen Fällen gebe ich die 
Kennzeicheninformation an die untere Naturschutzbehörde weiter.
Ordnungsamt und die AWB wurden darauf hingewiesen, dass am Rhein 
zwischen Langel und Zündorf auf einer Strecke von ca. 2 km weder Bänke 
noch Mülleimer stehen. Die früher vorhandenen Holzbänke wurden in diesem 
Bereich nicht mehr ersetzt.
Am Langeier Sportplatz stehen seit 2018 fünf neue Bänke, die Mülleimer hat 
man jedoch leider immer noch vergessen. Das hat dazu geführt, dass ich in 
2019 dort regelmäßig den anfallenden Müll aufsammele (pro Tag bis zu zwei 
Eimer voll, im Sommer teilweise noch mehr). Der bereitstehende Müllcontainer 
der AWB wird von Anglern und Badegästen genutzt. Zusätzlich entsorgen dort 
aber auch Bürger aus Lülsdorf und Langel ihren Hausmüll und Bauschutt.
Mitte Juni habe ich im Auenwald eine größere Menge Müll gefunden, bei dem

Dieter Witt
es sich augenscheinlich um Kehrgut einer Kehrmaschine handelte. Die AWB 
habe ich dann umgehend informiert und die Abholung entsprechend veran­
lasst.
Bei einem zufälligen treffen mit dem Kehrmaschinenfahrer habe ich ihn auch 
noch einmal auf den Vorfall angesprochen und auf die Konsequenzen 
hingewiesen.
Erfreulicherweise wurde der Spielplatz Frongasse in 2019 komplett erneuert. 
Leider hatte man vergessen die neu angelegten Rasenflächen für parkende 
Autos zu sperren. Auf meine Initiative wurde der Bereich mit 28 Findlingen 
abgesperrt. Zwei Stellen sind allerdings noch für Versorgungsfahrzeuge und 
Rasenmäher befahrbar und werden jetzt immer noch als Parkfläche genutzt. 
Hier wäre eine Absperrung mit herausnehmbaren Pfosten wünschenswert.
Bei den Freizeitreitern kamen in 2019 der Kennzeichnungspflicht mit Plaketten 
deutlich besser nach, nachdem sie von der unteren Naturschutzbehörde ent­
sprechend angeschrieben wurden.
Im heißen und trockenen Sommer wurden trotz Brandgefahr zahlreiche 
Lagerfeuer entfacht. Meine Hinweise auf die bestehenden Verbote werden in 
der Regel ignoriert. Erst der Verweis auf das Ordnungsamt führt zur Einhaltung 
des Verbots.
Die Zahl der freilaufenden Hunde hat auch in 2019 nicht abgenommen. Wildtiere 
werden hierdurch massiv gestört und bedroht. Auf entsprechende Hinweise 
meinerseits reagierten die Hundehalter oft uneinsichtig und in einigen Fällen 
sogar aggressiv.
Das Grünflächenamt hat im vergangenen Jahr den Überhang zu den Wegen 
sorgfältig geschnitten. Für den Überhang zu den Ackerflächen blieben erneut 
die betroffenen Landwirte zuständig.
Das Rasenmähen und der Gehölzschnitt beim Wegkreuz am Holzweg führe ich 
zusammen mit einem weiteren Helfer durch, dabei leeren wir auch den 
Papierkorb regelmäßig. Inzwischen habe ich mit mehreren Helfern eine 
zusätzliche Bank aufgestellt.
Am schlechten Zustand der landwirtschaftlichen Wirtschaftswege hat sich leider 
auch im vergangenen Jahr nichts geändert. Es wird nach wie vor von den 
Landwirten nur notdürftig mit Schotter ausgebessert. Dem Befahren mit 
schwerem Gerät, insbesondere bei der Rübenernte, halten diese 
behelfsmäßigen Reparaturen aber meist nur eine Saison stand.
Die üblichen Verschmutzungen der Wirtschaftswege durch die landwirt­
schaftliche Tätigkeit werden von den Landwirten in der Regel zeitnah beseitigt.

Dieter Witt
Die Zusammenarbeit mit ortsansässigen Landwirten und dem Dorfpolizisten 
Herrn Attemeier und seinen Kollegen, war auch in 2019 weiterhin sehr 
angenehm.

Mitteilung BV

2308 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dienststelle 
57/571 
 
Vorlagen-Nummer 
 1332/2020 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde 22.06.2020 
Bezirksvertretung 7 (Porz) 01.09.2020 
 
Jahresbericht 2019 der Naturschutzwacht, Bezirk 7 Porz-Süd 
 
In der Anlage erhalten Sie den Jahresbericht 2019 des ehrenamtlichen Naturschutzbeauftragten 
Herrn Witt für den Bezirk 7 Süd zur Kenntnis. 
 
Stellungnahme der Verwaltung zu den genannten Missständen 
 
Feuerwerk im Bereich des Langeler Auwaldes 
 
Das Rheinvorland mit dem Langeler Auwald und seinen angrenzenden Bereichen ist ein wichtiges 
Rast- und Überwinterungsgebiet für Zugvögel und Wintergäste. 
Gerade in diesem aus Naturschutzsicht überaus hochwertigen und hochsensiblen Gebiet sind Feu-
erwerke aufgrund der damit einhergehenden Störungen unbedingt zu unterlassen.  
Das Abrennen von Feuerwerken stellt eine Ordnungswidrigkeit dar.  
Der städtische Ordnungsdienst wurde daher gebeten, in diesem Jahr dort Kontrollen durchzuführen. 
 
 
Pkw-Verkehr im Bereich der Nato-Rampe 
 
Trotz Kontrollen und der Verhängung von Bußgeldern hat sich gemäß Naturschutzwachtbericht die 
Situation insbesondere in den Sommermonaten nicht wesentlich geändert. 
Nach wie vor wird der Zufahrtsweg zur Nato-Rampe bei Missachtung der Verbotsschilder befahren 
und dort wird auch geparkt. 
Der städtische Ordnungsdienst wurde erneut gebeten, diesen Bereich verstärkt zu kontrollieren. 
 
 
Fehlende Bänke 
 
Seitens des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen ist beabsichtigt, die Bänke im Rahmen des 
Programms „Stadtverschönerung“ mit einzubringen. 
 
 
Freilaufende Hunde 
 
Aufgrund der starken Abnahme der Feldvögel sowie anderer Wildtiere der Feldflur, wie z.B. Feldhase 
u.a., stellt das Laufenlassen der Hunde gerade in diesen Gebieten ein großes Problem dar. Aber 
auch in den anderen Gebieten sind freilaufende Hunde eine Gefahr für die wildlebenden Tiere.   
Ein Ansprechen der Hundehalter scheint gemäß Landschaftswachtbericht nur wenig bis keine Wir-
kung zu zeigen. Von daher wurde auch in diesem Fall der städtische Ordnungsdienst informiert.

2 
 
Neben den Verbotsbestimmungen des Landschaftsplans sind hier die Regelungen der Landeshunde-
verordnung und im Wald die des Landesforstgesetzes zu beachten.

Beratungsverlauf (2)

22.06.2020 Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde
TOP 6.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
01.09.2020 Bezirksvertretung 7 (Porz)
TOP 10.2.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1332/2020
Typ
Mitteilung BV
Datum
05.06.2020
Erstellt
06.05.2020 13:37