1251/2024
Änderung der Verkehrsführung im Bereich Trankgasse/Komödienstraße
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Anlage 1-Verkehrserhebung Trankgasse
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Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle III/66/664/1 Vorlagen-Nummer 23.04.2024 1251/2024 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Verkehrsausschuss 23.04.2024 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 25.04.2024 Änderung der Verkehrsführung im Bereich Trankgasse/Komödienstraße Hier: Sachstandbericht Der Verkehrsausschuss hat am 14.06.2022 (1340/2022) die Verwaltung mit der Ein- richtung einer Fahrradstraße auf der Trankgasse sowie der Umsetzung begleitender verkehrlicher Maßnahmen als eine Zwischenlösung ohne Umbau beauftragt. Ziel der Maßnahme war es, dem Fußverkehr zwischen Hauptbahnhof und Kardinal-Höffner- Platz mehr Raum zu geben und Konflikte zwischen allen Verkehrsarten zu reduzieren. Die Umsetzung erfolgte von Mitte April bis Mitte Mai 2023. Die Verwaltung bewertet die geänderte Situation vor Ort auf der Trankgasse grund- sätzlich positiv. Für den kreuzenden Fußverkehr ist mit der Einrichtung von Fußgän- gerüberwegen eine dem Stadtraum angemessene Bevorrechtigung für zu Fuß Ge- hende eingeführt worden. Dies wirkt sich nicht nur auf den Verkehrsfluss, sondern auch auf die Verkehrssicherheit positiv aus. Auch für Radfahrende hat sich die Situation vor Ort spürbar verbessert, insbesondere für Radfahrende in Nord-Süd-Richtung (Marzellenstraße / Kardinal-Höffner-Platz). Das Team des Fahrradbeauftragten erhält diesbezüglich im Rahmen von Veranstaltungen durchweg sehr positive Rückmeldungen von Radfahrenden. Die Verwaltung hat ebenfalls die Verkehrssituation für den Kfz-Verkehr rund um den Dom und in der Innenstadt in den vergangenen Monaten kontinuierlich beobachtet. Dazu wurden an ausgewählten Knotenpunkten vor und nach der Änderung der Ver- kehrsführung Knotenstromzählungen durchgeführt. Die Zählungen fanden jeweils im November 2022 und im November 2023 an einem Wochentag (Dienstag oder Don- nerstag) und einem Samstag statt. Der Samstag wurde bei diesem Projekt erhoben, um dem besonderen Verkehrsgeschehen in der Innenstadt im Hinblick auf Veranstal- tungs- und Einkaufsverkehre Rechnung zu tragen. Die graphische Darstellung der Auswertung der Verkehrserhebungen ist in Anlage 1 beigefügt. In der Komödienstraße, die im Rahmen des Verkehrskonzepts neu zur Einbahnstraße eingerichtet worden ist, hat der Verkehr um 44 bis 56 % abgenommen. Die Trank- gasse im Bereich zwischen Dom und Hauptbahnhof, die nur noch für die Ausfahrt aus der Dom-Tiefgarage und für die Anfahrt des Excelsior-Hotels befahren werden darf, 2 hat 70 bis 78 % weniger Kfz-Verkehr. Zunahmen lassen sich erwartungsgemäß auf den nächsten Umfahrungsrouten feststellen, wobei eine generelle Beeinträchtigung der Verkehrsabwicklung nicht feststellbar ist. Zunahmen über 10 % wurden auf der Goldgasse (29 % bzw. samstags 10 %), der Maximinenstraße (25 % bzw. 28 %) und der Nord-Süd-Fahrt (6 % bzw. 23 %) festgestellt und bewegen sich im Rahmen der er- wartbaren Schwankungen. Kleinräumig hat der Verkehr in den Straßen Unter Sach- senhausen, An den Dominikanern, in der Marzellenstraße (nördlich des Kreisver- kehrs) und in der Dompropst-Ketzer-Straße zugenommen. In einer Detailbetrachtung wurde für die genannten Straßen neben den Werten aus 2022 auch ein Vergleich mit Werten vor der Corona-Pandemie mit Zählungen wochentags aus 2019 und Anfang 2020 angestellt. Nur folgende Straßenabschnitte übertreffen auch in diesem Vergleich die älteren Verkehrsdaten: Goldgasse, Tunisstraße zwischen Unter Sachsenhausen und Komödienstraße (oberirdisch) sowie Marzellenstraße (nördlich des Kreisver- kehrs). Die Zunahmen von 2019 zu 2023 fallen jedoch deutlich geringer aus, als die von 2022 zu 2023, da zwischenzeitlich ein Rückgang des Verkehrs zu verzeichnen war. So hat beispielsweise das Verkehrsaufkommen im oben genannten Bereich der Marzellenstraße von 2022 zu 2023 um 74 % zugenommen, während es im Vergleich zu 2019 nur eine Steigerung um 16 % gab. Für die Kreuzung Maximinenstraße/Ursu- lastraße lagen keine geeigneten Vergleichswerte aus 2019 oder 2020 vor. In der Anfangszeit des umgesetzten Projekts gab es in der Straße Burgmauer, in der eine Spurumwandlung zugunsten eines Radfahrstreifens umgesetzt wurde, regelmä- ßig Stauereignisse. Seit der Beendigung einer Fahrstreifensperrung an der Tunis- straße in Richtung Offenbachplatz durch die WDR -Hochbaumaßnahme hat sich die Situation den Beobachtungen der Verwaltung nach entspannt und auch die Anzahl der Beschwerden ist zurückgegangen. Wochentags hat der Verkehr in der Straße um 18 % abgenommen, der Samstag konnte wegen des Ausfalls des Zählgeräts an der Tunisstraße nicht erhoben werden. Bekannt sind Probleme im Bereich der Tunnel östlich des Doms. Hier gibt es weiterhin Beschwerden über größere Staus insbesondere bei Anreiseverkehr zu Veranstaltun- gen, etwa zum Musical Dome oder zur Philharmonie. Die Samstags-Zählungen zeigen im Querschnitt hier nur geringfügige Zunahmen des Kfz-Verkehrs, jedoch zeigt sich in der Detail-Betrachtung insbesondere eine Zunahme des Verkehrs, der aus Richtung Rheinuferstraße kommt und aus dem östlichen Tunnel der Trankgasse links in die Straße Am Domhof oder den Gulliver-Tunnel abbiegt. Im Rahmen der Einrichtung der Fahrradstraße auf der Trankgasse wurden bereits die wegweisende Beschilderung, das Parkleitsystem und die Steuerungen an den betref- fenden Lichtsignalanlagen hinsichtlich der geänderten Verkehrsführung und geänder- ten Verkehrsmengen angepasst. Für die Lichtsignalanlagen Konrad Adenauer Ufer / Trankgasse und Am Domhof / Trankgasse wurden neue Signalprogramme entwickelt und zum Einsatz gebracht. Diese Anpassungen konnten das Problem jedoch noch nicht vollständig lösen. Aus diesem Grund wird die Verwaltung kurzfristig ein Ingenieurbüro beauftragen, mittels Verkehrsbeobachtungen die genauen Ursachen des gestörten Verkehrsflusses bei er- höhtem Veranstaltungsverkehr, z.B. bei zeitgleich endenden Veranstaltungen im loka- len Umfeld, detailliert zu ermitteln und gemeinsam mit der Verwaltung weitere Lö- sungsansätze zu konzeptionieren. Abschließend stellt die Verwaltung fest, dass die Beeinflussung des Kfz-Verkehrs durch die umgesetzten Maßnahmen im Rahmen der zu erwartenden Verkehrsverlage- rungen liegt. 3 Durch die Verschiebung der Rohbauarbeiten für die Neugestaltung der nördlichen Domumgebung ist die Verwaltung der Frage einer temporären Nutzung der zukünfti- gen Baustellenflächen im Bereich der Trankgasse nachgegangen. Entsprechend des Beschlusses des Verkehrsausschusses vom 23.05.2023 (AN/1102/2023 Punkt 6) sind in diesem Bereich elf mobile Abstellanlagen mit Platz für bis zu 88 Fahrräder aufgestellt worden. Außerdem werden aktuell eine Anfrage zur Errichtung bzw. Erweiterung von Außen- gastronomie sowie weitere darüberhinausgehende Möglichkeiten zur gestalterischen Aufwertung des Abschnitts geprüft, z.B. die Verlagerung der Radabstellanlagen in den Tunnel oder auch der Einsatz von mobilen Pflanzgefäßen. Gez. Egerer Anlage Verkehrserhebung
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1251/2024
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 23.04.2024
- Erstellt
- 11.04.2024 15:05