2655/2024
Jahresbericht 2022 der Naturschutzwacht für den Bezirk 2 Rodenkirchen Ost
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Anlage1 Jahresbericht 2022 Naturschutzwacht Bezirk Rodenkirchen Ost
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Naturschutzwacht – Jahresbericht 2022 Bezirk 2 Köln – Rodenkirchen Ost Gerhard Wolf Beginnend mit dem 1.3.2022 übernahm ich den Bezirk als Naturschutzwacht mit doch einem großen Gelände. Schwerpunkt war von Anfang an das Naturschutzgebiet Sürther Aue. Dort sollten in naher Zukunft noch tiefgreifende Eingriffe erfolgen. Bis zum Herbst war ich tagtäglich dort unterwegs. Freilaufende Hunde waren die größte Herausforderung und sind es immer noch. Durch meine täglichen Hinweise und Belehrungen ist das Problem zwar kleiner geworden, aber immer noch stark vorhanden. Vielfältige Ausreden, aber auch Beschimpfungen bis hin zu körperlichen Bedrohungen waren meine täglichen Begleiter. Nach Rückgabe der HGK an die Stadt Köln ist zunächst eine starke Verbuschung des Geländes dort eingetreten. Ab Herbst fanden dann dort durch den BUND starke Rodungsarbeiten statt. Ziel war es, wieder unterschiedliche Biotypen zu entwickeln. Besonders für trockenheitsliebende Arten wie zahlreiche Bodenbrüter, Zauneidechse, Schmetterlingen, Insekten, aber auch zahlreiche Pflanzenarten. Diese ehemalige Kulturlandschaft beherbergt viele Arten der roten Liste , ist somit besonders schützenswert. Es wurde ein Gelände von ca. 10 Hektar teils mit vorhandenen großen Gitterelementen ( zurückgelassen von der HGK ), teils mit einem neuen Elektroweidezaun umfasst. Die Idee war es, der Verbuschung mit einer Eselsbeweidung entgegenzutreten. Die Rodungsarbeiten wurden von dem Großteil der Bevölkerung mit großem Unverständnis wahrgenommen. Da war Aufklärung oft von Nöten. Bei den Rodungsarbeiten, nötig auch wegen starkem Brombeerbewuchs, wurden zahlreiche Wohnlager entdeckt. Die Beseitigung war nicht immer unkompliziert. Metalle aller Art, Ölradiator, Autoreifen, zahlreiche Säcke mit Müll Siedlungsmüll mussten durch die AWB abtransportiert werden. Diese Arbeit wurde durch teilweise mit bis zu 15 ehrenamtlichen, engagierten Personen, durchgeführt. Auch ein großer Bagger, mit Rode-und Schreddervorrichtung, musste eingesetzt werden, da motorbetriebene Sensen kaum durch kamen und es sehr mühsam war. Bereits wenige Wochen nach den Rodungsarbeiten wurde dann mühsam durch Handarbeit für Weidetiere giftige Pflanzen ( z.B. Senecio jacobea ) ausgegraben. Alle Teile enthalten giftige Alkaloide. Dadurch, dass das Jakobskreuzkraut zweijährig ist, zahlreich vorkommt, wird dies eine längere Zeit in Anspruch nehmen. Im gesamten Bezirk machen sich auch einige invasive Pflanzen – und Tierarten breit. Dazu gehören Nutria, Kanadische Gans, Ägyptische Nilgans und viele Pflanzen wie z.B. das Große Riesenspringkraut ( Impatiens glandulifera ) oder auch der Gemeine Stechapfel ( Datura stramonium ).Letzteres zwar mittlerweile ein Kosmopolit, aber aus mehreren Gründen doch zu entfernen. Direkt am Rheinufer oft anzutreffen. In Gesprächen mit Bürgern die sich Sorgen machen um Ihre Erholungsgrünanlagen tritt oft ein Engagement hervor, welches hier auch einmal erwähnt werden muss. Eine Dame mit kleinem Eimer bewaffnet sammelt wöchentlich im Rheinkies am Ufer Glasscherben ein. Nach kleinerem Hochwasser wird oft von vielen einzelne größere angeschwemmte Müllteile zum nächsten Papierkorb getragen. Viele Anfragen an mich persönlich, aber auch an das Grünflächenamt direkt, betrafen an der alten Panzerrampe, in Spielplatznähe, ein großes Holundergebüsch. Eigenmächtig wurde eine Sitzbank abgesperrt, mit Hinweisen auf Gefahr durch den Eichenprozessionsspinner. Bereits im V orjahr vorhanden, jedoch im viel kleinerem Ausmaß, betraf es jetzt den ganzen Strauch von ca. 3m Höhe und 5m Breite. Obwohl es sich nur um Gespinnstmotten handelte, war die Bevölkerung nicht zu überzeugen. Erst nach Telefonaten mit der zuständigen Fachstelle wurde das entsprechende Gehölz entfernt und es herrschte Ruhe.Noch heute ist in den Köpfen der Bevölkerung vom Eichenprozessionsspinner die Rede, der dort vorhanden war. Erwähnen möchte ich noch, dass die Zusammenarbeit mit der AWB immer hervorragend funktionierte. Auch bei noch so manchmal verborgenen kleinen wilden Müllkippen.
Mitteilung BV
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Dezernat, Dienststelle VIII/57/571 Vorlagen-Nummer 2655/2024 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde 30.09.2024 Jahresbericht 2022 der Naturschutzwacht für den Bezirk 2 Rodenkirchen Ost In der Anlage erhalten Sie den Jahresbericht 2022 des Naturschutzwartes Herrn Wolf für den Bezirk 2 zur Kenntnis. Die UNB möchte sich bei Herrn Wolf dafür bedanken, dass er sich seit dem 01.03.2022 als Naturschutzwacht im Bezirk 2 Rodenkirchen Ost engagiert. Zu den von Herrn Wolf angesprochenen Themen möchten wir uns wie folgt äußern. Freilaufende Hunde in der Sürther Aue Mitarbeiter der UNB und des Ordnungsamtes sprechen Hundebesitzer auf die Anleinpflicht an, wenn sie diese antreffen. Darüber hinaus führt das Ordnungsamt regelmäßige Kontroll- gänge durch das Gebiet durch und spricht mit Hundebesitzern bzw. verwarnt sie bei Bedarf. Dem Thema der freilaufenden Hunde begegnet die UNB durch eine Informationskampagne, die u.a. aus einer Webseite und Flyern bestehen soll, die darüber informieren, welche Rechte und Pflichten für Hundebesitzer in Schutzgebieten gelten.
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (1)
- Am Rheinufer
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Details
- Aktenzeichen
- 2655/2024
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 17.09.2024
- Erstellt
- 29.08.2024 16:01