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2655/2024

Jahresbericht 2022 der Naturschutzwacht für den Bezirk 2 Rodenkirchen Ost

Mitteilung BV 17.09.2024

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Anlage1 Jahresbericht 2022 Naturschutzwacht Bezirk Rodenkirchen Ost

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Anlage1 Jahresbericht 2022 Naturschutzwacht Bezirk Rodenkirchen Ost

4113 Zeichen

Naturschutzwacht – Jahresbericht 2022 
Bezirk 2 Köln – Rodenkirchen Ost 
Gerhard Wolf 
 
 
Beginnend mit dem 1.3.2022 übernahm ich den Bezirk als Naturschutzwacht mit doch einem 
großen Gelände. 
 
Schwerpunkt war von Anfang an das Naturschutzgebiet Sürther Aue. Dort sollten in naher 
Zukunft noch tiefgreifende Eingriffe erfolgen. 
Bis zum Herbst war ich tagtäglich dort unterwegs. Freilaufende Hunde waren die größte 
Herausforderung und sind es immer noch. Durch meine täglichen Hinweise und Belehrungen ist das 
Problem zwar kleiner geworden, aber immer noch stark vorhanden. Vielfältige Ausreden, aber auch 
Beschimpfungen bis hin zu körperlichen Bedrohungen waren meine täglichen Begleiter. 
 
Nach Rückgabe der HGK an die Stadt Köln ist zunächst eine starke Verbuschung des Geländes dort 
eingetreten. Ab Herbst fanden dann dort durch den BUND starke Rodungsarbeiten statt. Ziel war es, 
wieder unterschiedliche Biotypen zu entwickeln. Besonders für trockenheitsliebende Arten wie 
zahlreiche Bodenbrüter, Zauneidechse, Schmetterlingen, Insekten, aber auch zahlreiche 
Pflanzenarten. 
Diese ehemalige Kulturlandschaft beherbergt viele Arten der roten Liste , ist somit besonders 
schützenswert. 
Es wurde ein Gelände von ca. 10 Hektar teils mit vorhandenen großen Gitterelementen 
( zurückgelassen von der HGK ), teils mit einem neuen Elektroweidezaun umfasst. 
Die Idee war es, der Verbuschung mit einer Eselsbeweidung entgegenzutreten. Die Rodungsarbeiten 
wurden von dem Großteil der Bevölkerung mit großem Unverständnis wahrgenommen. Da war 
Aufklärung oft von Nöten. 
Bei den Rodungsarbeiten, nötig auch wegen starkem Brombeerbewuchs, wurden zahlreiche 
Wohnlager entdeckt. Die Beseitigung war nicht immer unkompliziert. Metalle aller Art, Ölradiator, 
Autoreifen, zahlreiche Säcke mit Müll Siedlungsmüll mussten durch die AWB abtransportiert 
werden. 
Diese Arbeit wurde durch teilweise mit bis zu 15 ehrenamtlichen, engagierten Personen,  
durchgeführt. Auch ein großer Bagger, mit Rode-und Schreddervorrichtung, musste eingesetzt 
werden, da motorbetriebene Sensen kaum durch kamen und es sehr mühsam war. 
Bereits wenige Wochen nach den Rodungsarbeiten wurde dann mühsam durch Handarbeit für 
Weidetiere giftige Pflanzen ( z.B. Senecio jacobea ) ausgegraben. Alle Teile enthalten giftige 
Alkaloide. 
Dadurch, dass das Jakobskreuzkraut zweijährig ist, zahlreich vorkommt, wird dies eine längere  Zeit 
in Anspruch nehmen. 
 
Im gesamten Bezirk machen sich auch einige invasive Pflanzen – und Tierarten breit. Dazu gehören 
Nutria, Kanadische Gans, Ägyptische Nilgans und viele Pflanzen wie z.B. das Große 
Riesenspringkraut ( Impatiens glandulifera ) oder auch der Gemeine Stechapfel ( Datura 
stramonium ).Letzteres zwar mittlerweile ein Kosmopolit, aber aus mehreren Gründen doch zu 
entfernen. Direkt am Rheinufer oft anzutreffen. 
 
In Gesprächen mit Bürgern die sich Sorgen machen um Ihre Erholungsgrünanlagen tritt oft ein 
Engagement hervor, welches hier auch einmal erwähnt werden muss. Eine Dame mit kleinem Eimer  
bewaffnet sammelt wöchentlich im Rheinkies am Ufer Glasscherben ein. Nach kleinerem 
Hochwasser wird oft von vielen einzelne größere angeschwemmte Müllteile zum nächsten 
Papierkorb getragen. 
Viele Anfragen an mich persönlich, aber auch an das Grünflächenamt direkt, betrafen an der alten

Panzerrampe, in Spielplatznähe, ein großes Holundergebüsch. Eigenmächtig wurde eine Sitzbank 
abgesperrt, mit Hinweisen auf  Gefahr durch den Eichenprozessionsspinner. 
Bereits im V orjahr vorhanden, jedoch im viel kleinerem Ausmaß, betraf es jetzt den ganzen Strauch 
von ca. 3m Höhe und 5m Breite. 
Obwohl es sich nur um Gespinnstmotten handelte, war die Bevölkerung nicht zu überzeugen. Erst 
nach Telefonaten mit der zuständigen Fachstelle wurde das entsprechende Gehölz entfernt und es 
herrschte Ruhe.Noch heute ist in den Köpfen der Bevölkerung vom Eichenprozessionsspinner die 
Rede, der dort vorhanden war. 
 
Erwähnen möchte ich noch, dass die Zusammenarbeit mit der AWB immer hervorragend 
funktionierte. Auch bei noch so manchmal verborgenen kleinen wilden Müllkippen.

Mitteilung BV

1152 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VIII/57/571 
 
Vorlagen-Nummer 
 2655/2024 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde 30.09.2024 
 
Jahresbericht 2022 der Naturschutzwacht für den Bezirk 2 Rodenkirchen Ost 
In der Anlage erhalten Sie den Jahresbericht 2022 des Naturschutzwartes Herrn Wolf für den 
Bezirk 2 zur Kenntnis. 
 
 
Die UNB möchte sich bei Herrn Wolf dafür bedanken, dass er sich seit dem 01.03.2022 als 
Naturschutzwacht im Bezirk 2 Rodenkirchen Ost engagiert. 
 
Zu den von Herrn Wolf angesprochenen Themen möchten wir uns wie folgt äußern. 
 
Freilaufende Hunde in der Sürther Aue 
 
Mitarbeiter der UNB und des Ordnungsamtes sprechen Hundebesitzer auf die Anleinpflicht 
an, wenn sie diese antreffen. Darüber hinaus führt das Ordnungsamt regelmäßige Kontroll-
gänge durch das Gebiet durch und spricht mit Hundebesitzern bzw. verwarnt sie bei Bedarf. 
Dem Thema der freilaufenden Hunde begegnet die UNB durch eine Informationskampagne, 
die u.a. aus einer Webseite und Flyern bestehen soll, die darüber informieren, welche Rechte 
und Pflichten für Hundebesitzer in Schutzgebieten gelten.

Beratungsverlauf (2)

30.09.2024 Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde
TOP 6.3 Kenntnisnahme (Mitteilung)

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
04.11.2024 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen)
TOP 10.2.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Am Rheinufer

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Details

Aktenzeichen
2655/2024
Typ
Mitteilung BV
Datum
17.09.2024
Erstellt
29.08.2024 16:01