0411/2020
Integriertes Management im Dezernat V
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Anlage1-Vision_Dezernat-V
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ANLAGE 1: Masterplan des Dezernats V, Soziales, Umwelt, Gesundheit und Wohnen Vision des Dezernats V In dieser Vision sind die übergreifenden Zielsetzungen sowie die Grundhaltungen des Dezernats beschrieben, die in den strategischen Zielen, den Strategien und den zur Erreichung dieser Zielsetzung eingesetzten Prozessen und Projekten zugrunde liegen bzw. berücksichtigt werden. Menschen leben in Köln mit hoher Lebensqualität hinsichtlich sozialer, gesundheitlicher und umweltbezogener Belange. Sie beteiligen sich ihren Wünschen und Bedürfnissen entsprechend am gesellschaftlichen Leben. In lebendigen Quartieren der Vielfalt mit je eigenem Profil wohnen, arbeiten und begegnen sich Menschen und übernehmen gemeinsam Verantwortung. Ihnen gelingen gesellschaftliche Teilhabe und gesellschaftliches Miteinander weitgehend unabhängig von ihrer persönlichen Situation. Hierdurch wird Vielfalt als Stärke erlebt. Das Dezernat V ist dem Gemeinwohl verpflichtet und unterstützt mit seinen Leistungen und Angeboten in den Bereichen Gesundheit, Arbeit, Wohnen, Existenzsicherung, Pflege, Umwelt und Verbraucherschutz sowie der Abfallwirtschaft das Leben vieler Menschen und die Arbeit von Organisationen in Köln. Deshalb ist es als innovativer Akteur in die Stadtentwicklung einbezogen. Hilfen zielen zuerst auf die Stärkung der Selbsthilfe und sind so nah wie möglich in den direkten Lebensbezügen der Menschen organisiert. Verwaltung und beauftragte Träger sind sozialräumlich ausgerichtet und arbeiten vertrauensvoll zusammen. Das Dezernat ist dem Prinzip der Subsidiarität verpflichtet, d.h. aufeinander abgestimmt Verantwortung zu übernehmen. Eine strukturierte und verbindliche Steuerungslogik richtet die Arbeit des Dezernats an gesetzlichen Grundlagen, an neuen Herausforderungen und politischen Entscheidungen aus. Die interne Steuerung ist mit den notwendigen Ressourcen zu hinterlegen. Wesentliche Ziele, Strategien, Ergebnisse und Wirkungen werden verfolgt und transparent dargestellt. Pro Handlungsfeld ist eine handlungsfeldspezifische Vision definiert. Davon abgeleitet sind strategische Ziele als Zustände bzw. Ergebnisse formuliert. Strategische Ziele beschreiben damit das „ WAS “ (erreicht werden soll). Grundsätzlich wird angestrebt auch für strategische Ziele Maßstäbe (u.a. Kennzahlen) zu deren Erreichung zu formulieren. Unterhalb der strategischen Ziele ordnen sich die Strategien ein, die beschreiben, „ WIE “ auf die strategischen Ziele hingearbeitet werden soll. Auf dieser Ebene endet der Masterplan, da die Ausformulierung von konkreten Prozessen, Projekten oder Maßnahmen im Rahmen der Fachplanungen erfolgen. Für diese sind dann operative Ziele zu definieren, die u.a. mit Hilfe von Kennzahlen und verfolgt werden.
Anlage-3 Tracking-System
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1 ANLAGE 3: Tracking-System im Dezernat V Im Tracking-System des Dezernats V wird zwischen Projekten und Prozessen unterschieden. Für die Projekte erfolgt eine Zuordnung zur/zum Auftraggeberin/Auftraggeber: Oberbürgermeisterin, Politik (Politischer Veränderungsnachweis/aus Ratsbeschlüssen, Dezernent (Amtsziele, strategische Leitprojekte, Verwaltungsreformprojekte und strategische Projekte, die aus dem Masterplan für das Dezernat V resultieren); eine Einschätzung zum Gesamtstatus des Projektfortschritts in Prozent; eine Darstellung der Anzahl der festgelegten Meilensteine insgesamt; eine Darstellung der Anzahl der erledigten Meilensteine; eine Darstellung der Anzahl der Meilensteine im Verzug (fällige Meilensteine, die noch nicht erreicht wurden) sowie eine Darstellung der Zahl der noch nicht fälligen Meilensteine. Die Daten werden monatlich aktualisiert. Für ausgewählte Prozesse wurden aussagekräftige Kennzahlen definiert, die monatlich erhoben werden. Die Ergebnisse können pro Amt bzw. Dienststelle auch graphisch ausgewertet werden. Dabei werden Ziel- und Ist- Werte dargestellt. Für Prozesse werden wichtige Kennzahlen ausgewertet und grafisch dargestellt. 2 01020304050607031.01.201928.02.201931.03.201930.04.201931.05.201930.06.201931.07.201931.08.201930.09.201931.10.201930.11.201931.12.2019 5011_Anzahl der aufgebauten SeniorenNetzwerke (Soll 2019 = 60)ZIEL-WertIST-Wert 3 01020304050607031.01.2…28.02.2…31.03.2…30.04.2…31.05.2…30.06.2…31.07.2…31.08.2…30.09.2…31.10.2…30.11.2…31.12.2… 5701_1_Mittlere Bearbeitungszeit Bauanträge ist um 25% auf 60 Tage gesenkt (analog)ZIEL-WertIST-Wert 4 02040608010012031.01.20…28.02.20…31.03.20…30.04.20…31.05.20…30.06.20…31.07.20…31.08.20…30.09.20…31.10.20…30.11.20…31.12.20… V613_Fallzahl mit Bearbeitungszeit bei Beschwerden innerhalb von 14 TagenZIEL-WertIST-Wert 5 0102030405060708031.01.201928.02.201931.03.201930.04.201931.05.201930.06.201931.07.201931.08.201930.09.201931.10.201930.11.201931.12.2019 5604_Steigerung der städtischen Ressourcen zur Unterbringung Geflüchteter in abgeschlossenen Wohneinheiten mit eigenen Sanitäranlagen und eigenen Küchen (31.12.2018=50%, ohne Beherbergungsbetriebe und ohne Notunterkünfte)ZIEL-WertIST-Wert
Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin
Dezernat, Dienststelle
V/V
Vorlagen-Nummer 26.02.2020
0411/2020
Mitteilung
öffentlicher Teil
Gremium Datum
Ausschuss Soziales und Senioren 05.03.2020
Gesundheitsausschuss 10.03.2020
Ausschuss für Umwelt und Grün 12.03.2020
Integriertes Management im Dezernat V
Strategische Ziele als Grundlage der Steuerung im Dezernat V
Das Dezernat für Soziales, Umwelt, Gesundheit und Wohnen hat sein dezernatsinternes Steuerungs-
system weiterentwickelt. In diesem Steuerungssystem
wurden aufbauend auf der Dezernatsvision strategische Ziele und Strategien zu deren Errei-
chung formuliert;
wird ein Rahmen für künftige Maßnahmen aufgespannt;
soll die Wirksamkeit des Dezernats und der im Dezernat eingesetzten Ressourcen weiter op-
timiert sein;
werden Politik und Verwaltung in ihrem Zusammenwirken in die Lage versetzt, strategische
Ziele zu definieren und Strategien zu planen und umzusetzen;
werden Ämter und Dienststellen des Dezernats V in der Steuerung ihrer Aufgaben durch ein
unterjähriges (monatliches) Tracking1 der Projektfortschritte und der Prozessergebnisse unter-
stützt;
wird das Führen über Ziele und damit eine gute Führungs- und Verwaltungskultur gestärkt.
I. Das Steuerungsverständnis im Dezernat V
Ausgehend von in Qualitätsmanagementsystemen anerkannten Steuerungsverfahren, wie z. B. dem
PDCA-Zyklus (Plan, Do, Check, Act; vgl. Deming) wurde für das Dezernat V ein konkreter, auf die
besonderen Aufgabenstellungen des Dezernats V zugeschnittener Steuerungskreislauf entwickelt.
1 „Tracking“ wird in der vorliegenden Systematik als Begriff und Konzept verwandt, weil das „Ziehe n“ sprachlich
vergegenwärtigen soll, dass ein attraktives Ziel die Akteure zieht; die Bewertung stellt fest, wie weit ein Vorgang
und die Akteure aktuell gezogen worden sind. In Abgrenzung zum „Tracking“ vermittelt das Konzept des „Co n-
trollings“ die positi v-attraktive Grundhaltung weniger stark und wird deshalb in der vorliegenden Systematik
sprachlich nicht verwendet.
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In den verschiedenen Phasen sind unterschiedliche Aufgaben zu erledigen:
1. Analyse der Ausgangssituation
Ausgangspunkt des strategischen Planungs- und Steuerungsprozesses ist die Analyse der Lebensla-
ge der Kölner Bevölkerung in ihren unterschiedlichen Dimensionen wie z. B. der gesundheitlichen
Situation, der Wohnsituation, dem Bildungs- und Ausbildungsstand.
Zur Beschreibung der Ausgangssituation gehört – neben der Analyse der Lebenslage – auch die Ana-
lyse der vorhandenen Angebote, Maßnahmen und Einrichtungen sozialer Infrastruktur. Die Aus-
gangsbeschreibung beantwortet also u.a. die Fragen: „Was ist schon da?“, „Für wen wird was ange-
boten?“, „Wo wird für wen was angeboten?“
Um zukünftig den vorhandenen Bestand sozialer Infrastruktur2. besser auswerten zu können, wird
derzeit an einer gesamtstädtisch vereinheitlichten Erfassung von Bestandsdaten gearbeitet. Dabei
geht es auch darum, steuerungsrelevante Informationen z. B. über die Art des Angebots, über die
Zielgruppen, den Ort und die Reichweite des Angebots, etc. verwaltungseinheitlich abzubilden.
2. Ziele/Strategien
Von der oben skizzierten Ist-Analyse ausgehend gilt es dann, unter Berücksichtigung der strategi-
schen Ziele der Stadt (Masterplan Dezernat V, Kölner Perspektiven 2030), in einem ämter- und de-
zernatsübergreifenden Prozess zu entscheiden, welche strategischen Ziele für bestimmte Räume
oder für bestimmte Zielgruppen erreicht werden sollen. Außerdem sind Strategien festzulegen, wie
diese Ziele erreicht werden können.
2 Von dieser Bestandserfassung sollen zukünftig auch die Bürgerinnen und Bürger profitieren. Z. B. können sie
nach bestimmten Angeboten in d er Nähe ihres Wohnortes suchen. Die Bestandsaufnahme Sozialer Infrastru k-
tur ist in der Entwurfsfassung für den verwaltungsinternen Gebrauch in der Produktivsetzung und wird zunächst
im Bereich Seniorinnen und Senioren und für die Sozialraumgebiete des Prog ramms Lebenswerte Veedel e r-
probt.
3
3. Bedarfsermittlung
Aufbauend auf den beiden vorhergehenden Schritten sind dann in einem dritten Schritt konkrete Be-
darfe zu ermitteln. Hier ist u.a. zu klären, was über die bereits vorhandene soziale Infrastruktur hinaus
benötigt wird bzw. welche Anpassungen erforderlich sind, um die vereinbarten Ziele zu erreichen.
Referenzpunkte für die Bedarfsermittlung sind die in Schritt 1 ermittelten Problemlagen und der Be-
stand sozialer Infrastruktur sowie die in Schritt 2 definierten Ziele/Strategien.
4. Planung von Maßnahmen
In diesem Schritt beginnt die konkrete, bedarfsgerechte Planung von Leistungen und Angeboten und
der benötigten Ressourcen. Wichtig ist, dass die Fachplanung integriert, d. h. ämterübergreifend und
sozialräumlich sowie auf Zielgruppen bezogen wirkungs- und ergebnisorientiert erfolgt.
5. Umsetzung von Maßnahmen und 6. Monitoring/Tracking/Evaluation
Im fünften und sechsten Schritt werden die geplanten Leistungen und Angebote umgesetzt und nach
der Umsetzung im Hinblick auf die angestrebten Ziele bewertet („Tracking“). Abweichungen der tat-
sächlichen von der geplanten Zielerreichung führen zur Frage, welche Prozess- oder Projektgestal-
tungen oder auch Rahmenbedingungen für die Zielerreichung anzupassen sind. Das Tracking nimmt
nicht nur die ausführende operative Einheit, sondern auch die beauftragende Einheit und somit die
Führung in die Pflicht, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass die vereinbarten Ziele zu errei-
chen sind.
II. Masterplan für das Dezernat V
Das Dezernat V hat nun, wie unter I.1 beschrieben, die für eine strategische Steuerung notwendigen
Ziele erarbeitet. Die Ziele des Dezernats werden im Masterplan des Dezernats V abgebildet.
Grundlage für den Masterplan ist die Vision des Dezernats V (vgl. Anlage 1):
Auf dieser Basis der handlungsleitenden Prinzipien wurden die aktuell in den Ämtern und Dienststel-
len des Dezernats V verfolgten strategischen Zielsetzungen und Strategien im „Masterplan für das
Dezernat V“ – in Anlehnung an die wesentlichen Lebenslagenbereiche - sechs Handlungsfeldern zu-
geordnet:
- Einkommen
- Beschäftigung
- Wohnen
- Gesundheit
- Umwelt
- soziale, gesellschaftliche und politische Einbindung.
Die Handlungsfelder sind nicht nach Zuständigkeiten der Ämter und Dienststellen, sondern nach Le-
benslagenbereichen gegliedert. Diese Gliederung soll unterstreichen, dass die Kölner Bürgerinnen
und Bürger im Mittelpunkt des Verwaltungshandelns stehen und unser Handeln auf die Verbesserung
von Lebensbedingungen und Teilhabechancen in den jeweiligen Lebenslagenbereichen ausgerichtet
ist. Die Ausrichtung an Handlungsfeldern legt außerdem notwendige und Ämter und Dienststellen
übergreifende Synergien nahe.
Die einzelnen Handlungsfelder mit den ihnen zugeordneten Zielen und Strategien finden sich in Anla-
ge 2.
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III. Weiterentwicklung des Tracking- und Evaluationssystems
Das Dezernat V hat – wie unter I. 6 beschrieben – zur Überprüfung der Umsetzung von Prozessen
und Projekten ein Tracking-System entwickelt: Kennzahlen von Prozessen und Projektstände werden
in einem Dashboard visualisiert und zur regelmäßigen Bewertung und Feinjustierung verwendet (An-
lage 3).
Die Fachplanungen der Ämter und Dienststellen gründen auf den festgelegten strategischen Zielen
und Strategien und gehen der Finanzplanung voraus. Es ist beabsichtigt, die strategischen Ziele und
Strategien mit den Zielen des Wirkungsorientierten Haushalts zu synchronisieren.
IV. Festlegung von Zielen durch den Rat der Stadt Köln
Die strategischen Ziele sollen durch den Rat der Stadt Köln festgelegt werden. Zeitlich sind die fol-
genden Umsetzungsphasen geplant:
1. Die strategischen Ziele und die Strategien zur Umsetzung werden zu Beginn einer neuer Ratspe-
riode reflektiert und festgelegt. In der Startphase im Jahr 2020 erstellt das Dezernat V, basierend
auf einer Auswertung der Zielerreichung, eine Beschlussvorlage für den neuen Rat.
2. Nach Ablauf der Hälfte der Ratsperiode (2023) informiert das Dezernat V die Politik in einer Mittei-
lung über die Ergebnisse.
Gez. Dr. Rau
Anlage 2 Handlungsfelder
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1 ANLAGE 2: 2 3 4 5 6
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0411/2020
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 26.02.2020
- Erstellt
- 05.02.2020 13:44