2853/2023
Bedarfsfeststellung für ein Zentraldepot der Museen der Stadt Köln + erweiterte Grundlagenermittlung
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Anlage 1 Zwischenergebnisse bisheriger Grundlagenermittlung
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ANLAGE 1 Erste Zwischenergebnisse der bisherigen Grundlagenermittlung: 1. Depotvorhaben in Köln und im deutschsprachigen Raum Bei der Forderung nach zentralen Museumsdepots handelt es sich um eine grundsätzliche Entwicklung auf internationaler Ebene als nachhaltige Lösung für drängende strukturelle Prob- leme in den Museen. Alleine im deutschsprachigen Raum befinden sich nach Recherchen (Stand Juli 2023) insge- samt 52 Depotprojekte in Vorbereitung, in Planung, im Bau oder wurden kürzlich fertiggestellt (Abb. 1). Köln gehört mit insgesamt neun städtischen Museen im bundesweiten Vergleich zu den Groß- städten mit den meisten Museen in kommunaler Trägerschaft. Dementsprechend hoch ist der zentrale Depotbedarf. Die Problemstellung in den Kölner Museen ist insofern prekär, da der Bedarf an Depot- und Funktionsflächen sich nicht ausschließlich an strukturellen Defiziten orientiert, sondern dar- über hinaus in einigen Fällen ein direkter Zusammenhang zu Großprojekten steht, in deren Kontext großangelegte Auslagerungen von Sammlungen und Funktionsräumen erforderlich sind. Davon betroffen sind v.a. die Sanierungen in RGM, ML und MAKK und das Projekt His- torische Mitte (KSM/RGM). Die Schaffung eines Zentraldepots ermöglicht deshalb in mehrfa- cher Hinsicht Synergien und langfristige Planungssicherheit. Abb. 1: Depotbauprojekte im deutschsprachigen Raum 2 2. Dezentrale Standorte Kölner Depots Die Sammlungsbestände des MAKK, ML, MS, NS-DOK, KSM, RJM und RGM sind momentan sowohl in den Stammhäusern sowie an 15 dezentralen Standorten in einem Radius bis über 15 km Entfernung von den Stammhäusern untergebracht (siehe Abb. 2). Bei den Außende- pots handelt es sich häufig um historische Gebäude mit schlechten bzw. unzugänglichen La- gerbedingungen sowie fehlenden Werkstätten, Räumen für das Schädlingsmanagement, Bü- ros etc., sodass weder die Pflege noch die präventive Konservierung zum Schutz der Samm- lungen angemessen umgesetzt werden können (in Abb. 2 rot markiert). Hinzu kommen Ausla- gerungen an Kunstspeditionen (in Abb. 2 grün markiert) mit guten konservatorischen Konditio- nen, allerdings mit der Folge hoher Mietkosten, von Kosten für Serviceleistungen und erhöh- ten Abstimmungsaufwands hinsichtlich der Zugänglichkeiten. Abb. 2: Depotstandorte Kölner Museen 3. Fazit Depotsituation Die Depotsituation in den untersuchten Museen ist uneinheitlich, aber grundsätzlich als kri- tisch einzuschätzen. Z.T. besteht ein erhebliches Risiko für fortschreitenden Kulturgutverlust. Die räumlichen Gegebenheiten und Rahmenbedingungen entsprechen z.T. nicht den aktuel- len gesetzlichen Vorgaben des Arbeits- und Brandschutzes sowie den Vorgaben der Boden- denkmalpflege und der Museen. Die baulichen und klimatischen Rahmenbedingungen sind schlecht (v.a. im KSM, NS-DOK, RGM, MAKK). Die beengten und schlecht zugänglichen Depotsituationen führen zu Mangelmanagement und starker Ressourcenbindung bei der Betreuung der Sammlungen. An den meisten Standorten fehlen zufriedenstellende Anlieferungssituationen mit den nötigen Funktionsräumen. 3 Große Teile der Sammlungen sind mit als Gefahrstoff klassifizierten Bioziden belastet. Die schwerflüchtigen, kaum abbaubaren chemischen Substanzen sind sowohl ein arbeitshygieni- sches Problem als auch durch die Querkontamination eine Gefahr für das gesamte eingela- gerte Kulturgut. Zu den bereits heute an zugemieteten Standorten ausgelagerten Beständen kommen zuneh- mend Bestände, welche im Zusammenhang mit Sanierungsmaßnahmen aus den Haupthäu- sern ausgelagert werden müssen. Mit der kostenintensiven Auslagerung wird jedoch keine zu- friedenstellende nachhaltige Lösung für die Unterbringung der Sammlungen geschaffen. 4. Aufgaben und Ziele des Zentraldepots Gesetzliche Vorgaben und Kulturguterhalt An erster Stelle werden mit der Einrichtung eines Zentraldepots die gesetzlichen Vorgaben in Hinblick auf den Arbeitsschutz, Brandschutz, die Barrierefreiheit für Mensch und Objekt sowie die Vorgaben der Bodendenkmalpflege erfüllt. Insbesondere beim Arbeitsschutz haben die Einrichtung angemessener Arbeitsplätze, eine zeitgemäße Arbeitsplatzgestaltung, d.h. eine Arbeitsorganisation im Einklang mit medizinischen Erkenntnissen zu Licht-, Raum- und Klima- einflüssen für Beschäftigte sowie der professionelle Umgang mit schadstoffbelasteten Objek- ten für die Gesundheit der Mitarbeiter*innen einen hohen Stellenwert. In diesem Zusammen- hang stehen ebenso die strikte Trennung von Depot- und Arbeitsräumen, effiziente Arbeits- wege, einfache und gefahrlose Evakuierung von Personen und Objekten im Bedarfsfall und die Berücksichtigung von sozialverträglichen räumlichen Strukturen und Einrichtungen. Aktuell belegte Depot- und Werkstattflächen müssen freigezogen werden, um Brandschutzan- forderungen in den Gebäuden nachzukommen, betriebliche Abläufe zu verbessern oder die bislang als Depots belegten Räume wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurückzuverset- zen und damit angemessen nutzen zu können. Ein wichtiger Aspekt ist zudem der langfristige Erhalt des materiellen Kulturgutes der Stadt Köln durch die Realisierung angemessener Aufbewahrungsbedingungen. Dadurch können in Zukunft Schäden oder Teilverluste vermieden werden. Schaffung Synergien und Stopp Mangelmanagement Die zentrale Infrastruktur in einem Zentraldepot ermöglicht Synergien durch gemeinsame Ma- terialanschaffungen und gemeinsame Nutzung von Geräten, Anlagen und Räumen und för- dert damit auch die Zusammenarbeit unter den Museen. Das gemeinsam erarbeitete Betriebs- konzept mit einheitlichen Standards stellt zudem eine zukunftsorientierte Museumsarbeit und einen entsprechenden Umgang mit den Sammlungen sicher. Nachhaltigkeit Aus Gründen der Nachhaltigkeit ist ein Hauptziel die Realisierung eines energieeffizienten, ökologisch nachhaltig konstruierten Gebäudes mit guter CO2-Bilanz. Ein fortschrittliches Kli- makonzept gewährleistet einen ressourcenschonenden Betrieb und die Minimierung der Be- triebskosten. Ziel ist es, durch effektive Bauweise, intelligente Steuerung und die Integration erneuerbarer Energiequellen dem Gebäude auf das gesamte Jahr gerechnet keine oder nur sehr wenig Pri- märenergie zuführen zu müssen. Dies sind Voraussetzungen, die in keinem der Museen oder genutzten Außendepots derzeit erreicht werden. 4 5. Flächenbedarfe Depotflächen Der Ist-Zustand der Sammlungslagerung in den Depots inkl. Auslastung wurde für jedes Mu- seum in einem sogenannten Mengengerüst erfasst. Der Soll-Zustand ergibt sich aus der Aus- wertung des Ist-Zustands in Hinblick auf eine angemessene Lagerung in Zukunft und den nöti- gen Reserven für Zuwächse, die entsprechend gängiger Erfahrungswerte mit 25% Zuwachs für 25 Jahre berechnet wurden. Für das zukünftige Zentraldepot wurde eine Depotnutzungsfläche von 23.591,8 m2 (ohne be- triebliche Infrastruktur, Verkehrs- und Technik- oder Gebäudekonstruktionsflächen) errechnet. Die Soll-Einzelbedarfe der Museen sind: MAKK: 3.711 m2, KSM: 6.068 m2, MS: 118 m2, ML: 4.374 m2, RJM: 1.472 m2, NS-DOK: 185 m2 und RGM/AZ: 7.369 m2 (siehe Abb. 3). Zusätzlich eingerechnet sind synergetisch genutzte Depotflächen von 294,8 m2 für 94,8 m2 Kühldepot, Foto/AV, sowie 200 m2 zur temporären Einlagerung und Entlastung des Ausstel- lungsmanagements. Abb. 3: Depotflächen netto Depotflächen: 23.591,8 m2 Synergie: 294,8 m2 (1,24 %) MAKK: 3.711 m2 (15,7%) KSM: 6.068 m2 (25,7%) MS: 118 m2 (0,5%) ML: 4.374 m2 (18,5%) RJM: 1.472 m2 (6,2%) NS-DOK: 185 m2 (0,8%) RGM/AZ: 7.369 m2 (31,2%) MAKK: 15,7 % KSM: 25,7 % MS: 0,5 % ML: 18,5 % RJM: 6,2 %NS-DOK: 0,8 % RGM/AZ: 31,2 % Synergie: 1,2 4% 5 Klimazonen in Depots Für die Klimatisierung der Depotflächen im Zentraldepot ist grundsätzlich ein energieeffizien- tes Universalklima mit reduziertem Luftwechsel geplant (siehe Abb. 4), sodass die Energie- kosten im Vergleich zu einer klassischen aktiven Klimatisierung um den Faktor 6-7 reduziert werden können. (©Lars Klemm, iconyk GmbH, 13.04.23) Abb. 4: Klimazonen Ein Anheben der Luftwechselrate ist nur dort nötig, wo nachweislich flüchtige, organische Schadstoffe (Volatile Organic Compounds, VOC) bzw. u.a. chlororganische Biozide in der Luft vorliegen. Dies erfolgt in erster Linie zum Schutze der Mitarbeitenden (Arbeitssicherheit), aber auch um eine Querkontamination der Sammlungsbestände zu verhindern. Beide Objektgruppen der Universalklimazonen 2 und 3 werden separiert gelagert, um Quer- kontaminationen durch belastete Gase bzw. Stäube zu unterbinden. Lediglich 2 Sonderklimazonen von je ca. 1 % Depotfläche mit dauerhaft erhöhtem Energiebe- darf werden für kühl zu lagernde Objekte, wie Foto und Film, im Kühldepot bzw. für Objekte aus Metall oder poröser, archäologischer Irdenware, die ein besonders trockenes Raumklima fordern, benötigt. Funktionsflächen (Büros, Werkstätten, Logistik etc.) Die Nutzerbedarfe an Funktionsflächen werden im Zentraldepot zukünftig primär synergetisch gelöst (siehe Abb. 5). Universalklima 1: 60% Universalklima 2: 8% Kunststoffobjekte Universalklima 3: 30% Biozid-belastete Objekte Sonderklimazone 1: 1% Kühlklima für Foto/AV Sonderklimazone 2: 1% Trockenklima für Metall/poröse Irdenware Universalklima 1: 60% Universalklima 3: 30% Biozid - belastete Objekte Universalkima 2: 8% Kunststoff -objekte 1% 6 Abb. 5: Funktionsflächen So werden zentrale Funktionen wie der Objekteingang, Funktionsbereiche für das Schädlings- management (IPM), multifunktionale Nass- und Staubräume, Fotostudios, Räume zur Objekt- bearbeitung, Ausstellungsvorbereitungsräume und betriebliche Lager, aber auch Vorlege- räume, Sozialräume und zentrale Büro- und Studienbereiche mit Co-Arbeitsplätzen und Clean-Desk-Bereichen nach aktuellem Kenntnisstand auf 3.295 m2 von insgesamt 5.534 m2 Funktionsfläche gemeinsam genutzt werden. Auch hierbei handelt es sich um Nutzungsflä- chen, welchen noch Verkehrs-, Technik- oder Konstruktionsgrundflächen zuzuschlagen sind. Da die Museen in ihren Stammhäusern hinsichtlich ihrer Funktionsbereiche unterschiedlich großzügig ausgestattet sind, gehen ML mit 50 m2, RJM mit 70 m2, NS-DOK mit 50 m2 und MS mit 0 m2 nur mit kleineren bis keinen hauseigenen Funktionsbedarfen ins Zentraldepot, wäh- rend das MAKK mit 746 m2, das KSM mit 752 m2 und RGM/AZ mit 571 m2 einen Großteil der Restaurierungswerkstätten, der Inventarisierungen bzw. Funktionen der Bodendenkmalpflege wegen beschränkter Platzverhältnisse in den Haupthäusern ins Zentraldepot verlagern müs- sen. Gesamte Flächenbedarfe Die ermittelten Nutzungsflächen (NUF) für Depots mit 23.591,8 m2 zuzüglich der Nutzungsflä- chen für Funktionsflächen mit 5.534 m2 ergeben gesamthaft für das Zentraldepot eine Nut- zungsfläche (NUF) von 29.125,8 m2. Um die Netto-Raumfläche (NRF) mit Verkehrs- und Technikflächen (VF & TF) festsetzen zu können, werden auf Basis von Erfahrungswerten aus anderen Depotbauprojekten 30 % der Nutzungsflächen (NUFs), hier 8.737,74 m2, aufgeschlagen. Dadurch ergibt sich für das zukünftige Zentraldepot eine Netto-Raumfläche (NRF) von 37.863,54 m2 (siehe Abb. 6). netto Funktionsflächen: 5.534 m2 Synergie: 3295 m2 (59,5%) MAKK: 746 m2 (13,4%) KSM: 752 m2 (13,6%) MS: 0 m2 (0%) RJM: 70 m2 (1,26%) ML: 50 m2 (0,9%) NS-DOK: 50 m2 (0,9%) RGM/AZ: 571 m2 (10,3%) Synergie: 59,5% KSM: 13,6% RGM/AZ: 10,3%NS-DOK: 0,9% ML: 0,9% RJM: 1,26% MAKK: 13,4% 7 Zur Netto-Raumfläche von 37.844,3 m2 werden als erforderliche Konstruktions-Grundfläche (KGF) weitere 10 %, also 3.784 m2, hinzugeschlagen, wodurch sich eine Summe von 41.628,3 m2 ergibt (siehe Abb. 7). Weitere 20% der Netto-Raumfläche (NRF) in Höhe von 7.568,8 m2 wurden für projektbedingte Unwägbarkeiten während der Konkretisierung des Entwurfs, für eine mögliche Etappierung der Baueinheiten oder für baurechtbedingte Aspekte einkalkuliert. Die Brutto-Grundfläche (BGF) beträgt demnach 41.628,3 m2 zzgl. dem Zuschlag für pro- jektbezogene Unwägbarkeiten 49.197 m2. Abb. 6: netto Nutzungsfläche und Nutzungsraumfläche Abb. 6: netto Nutzungsfläche und Nutzungsraumfläche Abb. 6: netto Nutzungsfläche und Nutzungsraumfläche Für das Zentraldepot ist inkl. aller Depot-, Funktions-, Verkehrs- & Technikflächen sowie unter Berücksichtigung der Zuschläge für die Konstruktionsgrundfläche (KGF) bzw. etwaiger projekt- bedingter Unwägbarkeiten für Etappierung, Entwurf, Baurecht etc. ein Neubau mit einer Brutto-Grundfläche (BGF) von 41.649,74 m2 bis 49.222,5 m2 vorzusehen. Abb. 7: Konstruktionsgrundfläche und Bruttogrundfläche netto Depotfl ächen: 23.591,8 m² netto Funktionsfl ä- chen: 5.534 m² Netto-Raumfläche (NRF) 37.863,54 m² Verkehrs- und Tech- nikflächen: 8.737,74 m² (30% der netto Nut- zungsfläche) netto Nutzungsfläche (NUF) gesamt 29.125,8 m² NUF Depotfläche 23.591,8 m² VF + TF (30% NRF) 8.737,74 m 2 NUF Funktionen 5.534 m² Netto-Raumfläche (NRF) 37.863,54 m² Netto Nutzungsfläche (NUF) gesamt 29.125,8 m² KGF (10% NRF) 3.784 projektbedingte Unwägbarkeiten (Entwurf, Etappie- rung, Baurecht etc.) (20% von NRF) 7.572,71 m² Brutto-Grundfläche (BGF) 41.649,74 m² - 49.222,5 m² Konstruktionsgrundfläche (KGF) 41.649,74 m²
Anlage 3 Vorabauszug Finanzausschuss am 05.02.2024
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Geschäftsführung Finanzausschuss Herr Müller (20) Telefon: (0221) 221-24649 Fax: (0221) 221-23902 E-Mail: Michael.Mueller6@stadt- koeln.de Datum: 05.02.2024 Auszug aus dem Beschlussprotokoll der Sitzung des Finanzausschusses vom 05.02.2024 öffentlich 10.3 Bedarfsfeststellung für ein Zentraldepot der Museen der Stadt Köln + er- weiterte Grundlagenermittlung 2853/2023 10.3.1 Gemeinsamer Änderungsantrag SPD und FDP vom 28.11.2023 AN/2130/2023 Der Finanzausschuss verweist die Vorlage und den Änderungsantrag der Fraktionen von SPD und FDP ohne Votum in den Rat.
Beschlussvorlage Rat
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Dezernat, Dienststelle VII/VII Vorlagen-Nummer 2853/2023 Freigabedatum 21.09.2023 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Bedarfsfeststellung für ein Zentraldepot der Museen der Stadt Köln + erweiterte Grundlagenermittlung Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: 1. Der Rat stellt den Bedarf fest, ein Zentraldepot für die Kölner Museen zu schaffen. 2. Der Rat beauftragt die Verwaltung mit der Durchführung einer weiterführenden Grund- lagenermittlung für ein Zentraldepot der Museen der Stadt Köln auf der Basis der bis- her ermittelten Feststellungen. Die Ergebnisse hieraus bilden die Grundlage für das weitere Verfahren. 3. Der Rat beschließt die Freigabe investiver Auszahlungsermächtigungen für das Haus- haltsjahr 2023 in Höhe von 300.000 Euro und in 2024 in Höhe von 600.000 Euro für die Durchführung der weiterführenden Grundlagenermittlung beim Teilfinanzplan des Museumsreferates in der Produktgruppe 0401 - Museumsreferat, Teilplanzeile 9 - Aus- zahlungen für den Erwerb von beweglichem Anlagevermögen, Finanzstelle 4500- 0401-0-0002 - Zentraldepot Museen. Bauausschuss 25.09.2023 Ausschuss Kunst und Kultur 26.09.2023 Finanzausschuss 23.10.2023 Rat 26.10.2023 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen 900.000 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Ende 2018 hatten sieben Museen der Stadt Köln (MAKK, MS, ML, KSM, NS-DOK, RJM und RGM/AZ) den dringenden Bedarf an der Einrichtung eines Zentraldepots angemeldet und wa- ren Gegenstand der bisherigen Grundlagenermittlung. Da das MOK zwischenzeitlich Bedarfe nachgemeldet hat, sollen diese kurzfristig ermittelt und in die bestehende Grundlagenermitt- lung integriert werden. Das WRM hat aufgrund ausreichender Räumlichkeiten keine Bedarfe angemeldet. Auf der Grundlage des Beschlusses 3347/2020 („Renovierungsprogramm Museen und Kultur- bauten 2020“, Projekt „Optimierung der musealen Depots/ Teilprojekt 1: Grundlagenermittlung Zentraldepot“) erfolgte im ersten Schritt ab November 2021 die Beauftragung eines externen Dienstleisters für Depotplanungen, Firma Iconyk aus München, zur standortneutralen Ermitt- lung der Bedarfe, der Nutzeranforderungen und erster Kostenprognosen. Coronabedingt wa- ren umfassende Begehungen, Besprechungen und Workshops ab Sommer 2022 wieder mög- lich, so dass die Grundlagenermittlung zur Prüfung der Bedarfe erst im Frühjahr 2023 abge- schlossen werden konnte. In diesen Prozess waren alle beteiligten Museen gleichberechtigt 3 involviert. In der Kölner Museumslandschaft handelt es sich bei dem Vorhaben um das bis- lang größte gemeinsam initiierte und erarbeitete Projekt. Der im Vorfeld des Beschlusses 3347/2020 grob ermittelte Bedarf für eine dauerhafte Siche- rung und Verwaltung der umfangreichen und äußerst heterogenen Sammlungen der stadtköl- nischen Museen erhärtete sich im Verlauf der Grundlagenermittlung. In einigen Museen ent- spricht die derzeitige Lagerung nicht den erforderlichen konservatorischen, sicherheitstechni- schen und organisatorisch-logistischen Anforderungen und Standards. In anderen Museen müssen im umfangreichen Maße Fremdflächen angemietet werden. Die ermittelte Brutto- Grundfläche für ein Zentraldepot beträgt ca. 50.000 qm. Die generierten Zwischenergebnisse finden sich in der Anlage 1 zu dieser Beschlussvorlage. Des Weiteren hat sich gezeigt, dass für die Erstellung umfassender Grundlagen zusätzliche vertiefte Untersuchungen zur Schadstoffbelastung der Sammlungen erforderlich sind. Diese haben grundlegende Auswirkungen auf das Depotkonzept und den zukünftigen Betrieb. Ebenso ergab sich, dass aufgrund der Größe der notwendigen Lager-, Funktions- und Infra- strukturflächen unterschiedliche Umsetzungsmöglichkeiten denkbar sind. Standort- und Grundstücksfrage sowie die grundsätzlich denkbaren Optionen Bau durch die Stadt Köln, In- vestorenverfahren oder Auslagerung an eine externe Gesellschaft müssen im weiteren Pro- jektverlauf geklärt werden. Die Einrichtung eines zentralen Depots für die Museen bringt deutliche Synergieeffekte, etwa gemeinsame Nutzung von Werkstätten und Arbeitsbereichen (Flächen und Technik), Scho- nung von Personalressourcen im Bereich Sicherheit, Verwaltung und Logistik sowie Wissens- transfer in den entsprechenden Abteilungen. Die Gesamtkosten der Maßnahme stehen in Abhängigkeit zum weiteren Verfahren zur Reali- sation des Depots, zum Planungsentwurf, zur Materialisierung etc. Aufgrund der Komplexität und zu erwartenden Kosten des Projekts sind dessen kurz- bis langfristige Auswirkungen, Po- tentiale (insbes. Fördermöglichkeiten und Wirtschaftlichkeitsvergleiche) und mögliche Ein- schränkungen zu prüfen und kritisch gegeneinander abzuwägen. Für eine konkrete Ausgestal- tung und Planung inklusive einer Kostenschätzung ist daher eine erweiterte Grundlagenermitt- lung zwingend notwendig. Erweiterte Grundlagenermittlung: Nach Abschluss der bisherigen Arbeiten sind im nächsten Schritt folgende weiterführende Maßnahmen vorgesehen: Bis Ende 2023 - Weiterführung und Intensivierung des Schadstoff-Screenings und dazu nötige Reini- gungsarbeiten an den Sammlungsobjekten zur Bestimmung der Flächenzuweisung von Klima- und Gefahrenzonen im Zentraldepot - Bedarfsermittlung MOK und Anpassung der bestehenden Grundlagenermittlung - Klärung der Standortfrage - Prüfung der Umsetzungsmöglichkeiten inkl. Depot, Werkstättenausstattung und Büros (Eigenbau oder Bestellbau/Investorenverfahren) - Erarbeitung eines Szenarios für eine Realisierung des Zentraldepots in Bauabschnit- ten zwecks zeitlicher Anpassung von Fertigstellungen an andere laufende Sanierungs- und Bauprojekte stadtkölnischer Museen (s. Umzugsplanung) - Prüfung von Fördermöglichkeiten 4 1. Hälfte 2024 - Abschluss des Schadstoff-Screenings und der dazu nötigen Reinigungsarbeiten an den Sammlungsobjekten in Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern - Erarbeitung eines detaillierten Betriebskonzeptes in Zusammenarbeit mit allen beteilig- ten Museen und involvierten Querschnittsämtern, Ermittlung einer belastbaren Kosten- berechnung für den Betrieb - Umzugsplanung Der Umzug der Sammlungen von den verschiedenen Depotstandorten der beteiligten Museen in das Zentraldepot ist eine logistisch anspruchsvolle und sensible Maß- nahme, die in Zusammenarbeit mit den beteiligten Museen, Depotfachplanern und ex- ternen Restaurator*innen präzise geplant und umgesetzt werden muss. Der Ablauf der Umzüge wird sich über einen längeren Zeitraum erstrecken und steht in Abhängigkeit zum Projektverlauf des Zentraldepots und in direktem Zusammenhang zur Priorisie- rung von Museen durch laufende oder bereits projektierte Baumaßnahmen (z.B. RGM- Sanierung/Historische Mitte, MAKK-Generalsanierung, ML-Sanierung). Grundsätzlich sind folgende Maßnahmen erforderlich: o Erstellung eines Konzeptes für das Kontaminationsmanagement o Weiterentwicklung und Konkretisierung der bisherigen Umzugsstrategie o Ermittlung einer belastbaren Kostenberechnung für die Umzüge der Werkstät- ten und Sammlungen o Erarbeitung eines Zeit- und Maßnahmenplans - Basierend auf den Ergebnissen der Grundlagenermittlung Erstellung einer nutzerspe- zifischen Leistungsbeschreibung des Zentraldepots in Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern Auf Basis der Ergebnisse der erweiterten Grundlagenermittlung wird die Verwaltung den politi- schen Gremien eine Beschlussvorlage zur Realisierung des Zentraldepots zur Entscheidung vorlegen. Berücksichtigung der Nachhaltigkeit: Bei der Erstellung, der Einrichtung und dem Betrieb des Zentraldepots erfolgt eine bewusste Schwerpunktsetzung auf die Aspekte Klimaschutz, Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Ar- beitsschutz. Dies beinhaltet die Entwicklung eines modularen Bau- und Nutzungskonzeptes sowie die Erfüllung der Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes des Bundes in Hinblick auf einen sparsamen Umgang mit Ressourcen. Finanzierung: Zur Realisierung des Zentraldepots wurden bereits im Haushalt 2023/2024 investive Mittel in Höhe von 3,7 Mio. Euro in 2023 und 7 Mio. Euro in 2024 im Teilfinanzplan des Museumsrefe- rates in Produktgruppe 0401 - Museumsreferat, Teilplanzeile 9 - Auszahlungen für den Erwerb von beweglichem Anlagevermögen, Finanzstelle 4500-0401-0-0002 - Zentraldepot Museen bereitgestellt und weitere investive Mittel in der Mittelfristplanung bis 2027 eingestellt. Für die erweiterte Grundlagenermittlung mit den erforderlichen externen Leistungen zur Unter- stützung der Museen beim Screening und Objekthandling sowie externen Beratungsleistun- gen zum Betriebs- und Umzugskonzept, zur Erstellung der funktionalen Beschreibung und Klärung des Verfahrens zur baulichen Realisierung werden bis Mitte 2024 Mittel in Höhe von 900.000 Euro beansprucht. 5 Begründung der Dringlichkeit: Durch einen verzögerten Abschluss der verwaltungsinternen Abstimmungen konnte die Vor- lage nicht früher fertiggestellt werden. Eine Beschlussfassung ist jedoch dringlich, da die er- weiterte Grundlagenermittlung auf den bereits begonnenen Prozessen zur Bedarfsermittlung aufbaut und daher eine Verzögerung vermieden werden muss. Anlage: Anlage 1: Zwischenergebnisse der bisherigen Grundlagenermittlung
Anlage 2 Stellungnahme zum Änderungsantrag der SPD und FDP
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Anlage 2
Stellungnahme der Verwaltung zum Änderungsantrag der Fraktionen SPD und
FDP aus der Sitzung des Ausschusses Kunst und Kultur vom 28.11.2023
(AN/2130/2023) zu Beschlussvorlage 2853/2023
Zielsetzung: „Die Depotinfrastruktur für die Kölner Museen soll auf eine zukunftsfähige
Basis gestellt werden.“ (AN/2130/2023)
1. „Dem Rat liegen keine nachvollziehbaren Darstellungen zu den einzelnen De-
pots vor, die derzeit in Nutzung sind. Müssen tatsächlich alle aufgegeben wer-
den?“ (AN/2130/2023)
Derzeit existieren keine uneingeschränkt guten Depotsituationen (siehe Tabelle 1).
2. „In welchen Depots besteht dringender Handlungsbedarf?“ (AN/2130/2023)
Der Handlungsbedarf in den Kölner Depots lässt sich in drei Kategorien zusammenfas-
sen:
Kategorie 1: Es besteht kurzfristiger Handlungsbedarf aufgrund drohenden Verlusts
städtischen Anlagevermögens bzw. als Voraussetzung zur Realisierung übergeordneter
Projekte mit hoher Dringlichkeit, z.B. Sanierungen der Bestandsgebäude.
Kategorie 2: Es besteht mittelfristiger Handlungsbedarf für Objekte in Interimssituatio-
nen mit hohen Betriebskosten bzw. ungünstiger Objektpflegesituation.
Kategorie 3: Gute Depotsituation, aber hohe Mietkosten bei personeller Belastung.
Tabelle 1: Depotranking nach Handlungsbedarf
Depots Handlungsbedarf Begründung
1 KSM Holzobjekte in
Bestandsgebäude
(ca. 3.000 m2)
kurzfristig, drin-
gend, Ersatzbe-
schaffung
baufällige Immobilie (teilweise gesperrt)
Verlust städtischen Anlagevermögens
Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben
sehr schlechte Lagerbedingungen für
Kulturgut
fehlende Funktionsbereiche
hohe Betriebskosten
hohe personelle Belastung
2 RGM Kleinfundlager
(ca. 5.000 m2)
kurzfristig, drin-
gend, Ersatzbe-
schaffung
baufällige Immobilie
Verlust städtischen Anlagevermögens
sehr schlechte Lagerbedingungen für
Kulturgut
Anlage 2: Stellungnahme zu AN/2130/2023
23. Januar 2024 S e i t e 2 | 5
fehlende Funktionsbereiche
Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben
hohe personelle Belastung
3 MAKK Kulturgut in
Stammhaus
(ca. 3.700 m2)
kurzfristig, drin-
gend
Realisierung übergeordneter Projekte
(Generalsanierung MAKK)
allg. fehlende Depot- und Funktionsbe-
reiche
hohe personelle Belastung
4 ML Kulturgut in
Stammhaus
(ca. 2.500 m2)
kurz- bis mittelfris-
tig
Platzmangel aufgrund hoher Zuwachs-
rate
starke personelle Belastung durch ho-
hen Ausstellungs- und Leihverkehr in zu
klein dimensionierten Depotbereichen
5 MS Großobjekte
(117 m2)
mittelfristig Platzmangel in bestehenden Depots
fehlende Funktionsbereiche
6 RGM/AZ Steinob-
jekte, teils Großob-
jekte
(ca. 4.000 m2)
mittelfristig Zusammenführung der Objekte aus ver-
schiedenen minderqualitativen Mietge-
bäuden bzw. Freiflächen mit angeglie-
derten Funktionsbereichen für Großfor-
mate
fehlende Funktionsbereiche
7 KSM Objekte in La-
gerhalle
(ca. 3.500 m2)
mittelfristig schlechte klimatische Bedingungen
fehlende Funktionsbereiche
Mietobjekt, hohe finanzielle und perso-
nelle Belastung
8 Interim Porz (porta)
(ML, RGM/AZ, NS-
DOK, KSM, RJM,
KMB auf insg.
10.000 m2)
mittelfristig Mietobjekt, sehr hohe finanzielle Belas-
tung
Unwirtschaftliche, nicht nachhaltige Ge-
bäudesubstanz mit sehr hohen Be-
triebskosten
9 Bedarfe MOK
(noch nicht ermittelt,
max. 500 m2)
mittelfristig Platzmangel in bestehenden Depots
10 RJM Flächen im
Stammhaus
(ca. 900 m2)
mittel- bis langfris-
tig
zu klein dimensionierte Depots
fehlende Funktionsbereiche
11 Depots bei Speditio-
nen
(ca. 2.500 m2 von
ML, KSM, RJM, NS-
DOK, MS)
langfristig sehr gute klimatische Bedingungen
hohe finanzielle und personelle Belas-
tung
3. Aspekte bei Planung eines oder mehrerer Depots
Anlage 2: Stellungnahme zu AN/2130/2023
23. Januar 2024 S e i t e 3 | 5
Bei einer Laufzeit von mindestens 50 Jahren entfallen 80% der Kosten auf den Betrieb,
lediglich 20% auf den Neubau. Daher lohnt es, in nachhaltige, passive Bauweise mit
low-tech Ausstattung zu investieren.1
Durch die Verbesserung der Depotinfrastruktur und die daraus resultierenden Syner-
gien (siehe Tabelle 2) sollen der ökologische Fußabdruck minimiert, die Effizienz der
Museumsarbeit gesteigert sowie Folgekosten durch unsachgemäße Aufbewahrung von
Kulturgut reduziert werden.
Eine Aufteilung der Sammlungen als Einzellösungen in unwirtschaftlichen Interimssitua-
tionen bindet Kapazitäten, b elastet den städtischen Haushalt und ist wenig ressourcen-
schonend.
Die Modernisierung bestehender Depots verursacht neben Baukosten auch Kosten für
die Auslagerung der Bestände während der Baumaßnahmen bzw. mindestens deren
umfangreichen Schutz vor Staub und Beschädigung. Des Weiteren löst sie weder die
Platzprobleme (vgl. Freiziehen von Flächen in Museumsgebäuden für Generalsanierun-
gen in Tabelle 1) noch können betriebliche Abläufe verbessert werden.
Im Hinblick auf eine zukunftsfähige Depotinfrastruktur für die Museen der Stadt Köln -
auch unter Berücksichtigung der Kölner Perspektiven 2030+ (hier: „Köln wächst klima-
gerecht und umweltfreundlich.“) - ist mittels dezentraler Depots keine langfristige das
Kulturgut sichernde, betrieblich vorteilhafte, wirtschaftliche und ökologische Lösung um-
zusetzen.
Denkbar ist, eine zukunftsfähige Depotinfrastruktur in ressourcenschonenden Teilschrit-
ten mit aufeinanderfolgenden Blöcken zu realisieren, deren Dringlichkeit durch den
Handlungsbedarf bzw. übergeordnete Projekte bestimmt wird (siehe Tabelle 1).
4. Betrachtung der Synergien
Mit Zunahme dezentraler Lösungen sinken die Synergien und somit auch die Kostenef-
fizienz, insbesondere bei den allgemeinen Funktionen (Andienung, Quarantäne, Schäd-
lingsmanagement, Kontaminationsmanagement, Objektpflege wie Fotoräume und allge-
meine Werkstatträume, Clean-Desk-Büros, Lager-, Aufenthalts- und Umkleideräume)
und den verbrauchsstärkeren Sonderklimazonen (siehe Tabelle 2).
Tabelle 2: Gegenüberstellung Zentraldepot (ZD) versus dezentralisierte Museumsdepots
Kategorie 1 Depotneu-
baublock
2 Depotneu-
baublöcke
3 Depotneu-
baublöcke
Einzeldepots
in Altbestand
Synergien für
Depots und
maximal geringer Sy-
nergieverlust
stark reduziert keine Syner-
gien
1 Holl, K., Klemm, L., 2022. Grundlagenermittlung für den Anforderungskatalog eines Depot - oder Archiv-
baus. In: Holl, K., Kilian, R. (Hrsg.), Handbuch Depots und Archive. Handlungsempfehlungen für Planung
und Betrieb. Stuttgart. Fraunhofer IRB. 2022, S. 91.
Anlage 2: Stellungnahme zu AN/2130/2023
23. Januar 2024 S e i t e 4 | 5
Funktionsbe-
reiche
bei allg. Funk-
tionsberei-
chen und Son-
derklimade-
pots
Synergien nur
noch inner-
halb der Ein-
zelblöcke
möglich
Prozessopti-
mierung/
Workflow
optimal geringer
höhere Perso-
nal- und Be-
triebskosten
stark redu-
ziert, lediglich
innerhalb der
Einzelblöcke
höhere Perso-
nal- und Be-
triebskosten
nicht gegeben
hohe Perso-
nal- und Be-
triebskosten
Nachhaltig-
keit/ Kostenef-
fizienz im Be-
trieb
gegeben geringer
höhere Be-
triebskosten
stark reduziert
höhere Be-
triebskosten
nicht gegeben
hohe Betriebs-
/ Modernisie-
rungskosten
5. Mittel für erweiterte Grundlagenermittlung
Laut Änderungsantrag AN/2130/2023 soll die Freigabe investiver Auszahlungsermächti-
gungen in Höhe von 600.000 Euro beschlossen werden, während in der Beschlussvor-
lage 2853/2023 eine Summe von 900.000 Euro angesetzt ist.
Zur Umsetzung der erweiterten Grundlagenermittlung werden die in der Vorlage be-
nannten Mittel vollumfänglich benötigt (siehe Tabelle 3).
Tabelle 3: Verwendung investiver Mittel
Maßnahme investive Mittel Kurzdarstellung Maßnahme
1 Grundlagenermittlung 216.500 Euro
Die musealen Bedarfe an zukünftige
Lagersituationen sowie die Ausstattung
von Werkstätten und Büros werden in
Zusammenarbeit mit externen Dienst-
leistern erarbeitet. Inbegriffen sind das
Betriebskonzept und die Umzugspla-
nung mit belastbarer Kostenberech-
nung.
Anlage 2: Stellungnahme zu AN/2130/2023
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2 Schadstoff-Screenings 343.342 Euro
Die Schadstoff-Screenings dienen dem
Aufbau zukunftsweisender Arbeitsstruk-
turen zum Schutz der Mitarbeiter*innen
sowie der Sammlungen und müssen
durch externe Dienstleister unterstützt
werden.
3
Funktionale Beschrei-
bung der zukünftigen
Depotinfrastruktur 250.000 Euro
Die funktionale Beschreibung erfolgt in
Zusammenarbeit mit externen Dienst-
leistern und dient als Grundlage für die
Vergabe an externe Dienstleister.
4
Szenarien für eine zu-
künftige Depotinfra-
struktur mit Realisie-
rung durch Bauab-
schnitte oder in Etap-
pen bzw. durch die fort-
gesetzte Nutzung be-
stehender Depots, stra-
tegische Beratung, Ent-
scheidungsmatrix Ver-
fahren (Eigen- bzw.
Fremdrealisierung) 86.810 Euro
Externe Beratung bei der Analyse der
Szenarien für eine zukünftige Depoti nf-
rastruktur mit Realisierung durch Bau-
abschnitte oder in Etappen bzw. durch
die fortgesetzte Nutzung bestehender
Depots
5 Zeit-Maßnahmen-Plan 1.550 Euro
Der durch einen externen Dienstleister
erstellte Zeit-Maßnahmen-Plan dient
der Projektkoordination ab Planung bis
Ende der Umzüge.
Summe 898.202 Euro
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien
Zur SitzungBeschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien
Zur SitzungBeschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2853/2023
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 21.09.2023
- Erstellt
- 04.09.2023 09:26