AN/0127/2021
Ernst-Berliner-Platz am Radstadion in Köln Müngersdorf
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Gemeinsamer Antrag von der CDU-Fraktion, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, SPD-Fraktion, Lothar Müller / Die Linke und Gerd Kaspar / FDP
3126 Zeichen
CDU-Fraktion
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
SPD-Fraktion
Lothar Müller / Die Linke
Gerd Kaspar / FDP
in der Bezirksvertretung Lindenthal
Klettenberg Sülz Lindenthal Braunsfeld Müngersdorf Junkersdorf Marsdorf Weiden Lövenich Widdersdorf
An die Bezirksbürgermeisterin
Cornelia Weitekamp
An die Oberbürgermeisterin
Henriette Reker
Köln 06.01 2021
Ernst-Berliner-Platz am Rad stadion in Köln Müngersdorf
Sehr geehrte Frau Bezirksbürgermeisterin
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin
Wir bitten Sie folgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung
der Bezirksvertretung Lindenthal zu setzen:
Die Bezirksvertretung Lindenthal beschließt, den neuen Vorplatz am
Radsportzentrum NRW /Radstadion Köln Müngersdorf nach
Ernst Berliner
zu benennen wenn es eine positive Prüfung der Verwaltung gibt und eine
Zustimmung von eventuellen Eigentümern.
Die genaue Abgrenzung des Platzes im Müngersdorfer Sportpark wird in
Zusammenarbeit mit der Verwaltung und der Sportstätten GmbH erarbeitet.
Begründung:
Das Radstadion in Köln Müngersdorf wird bis 2024 zum Radsportzentrum NRW
umgebaut.
Damit entsteht ein neuer Vorplatz vor dem Radsportzentrum. Dieser wird nach dem
in Köln geborenen Ernst Berliner (früher Isedor Berliner) benannt.
Er stammte aus einer jüdischen Familie im Griechenmarktviertel und wurde 1912
Kölner Stadtmeister auf der Stadtwaldbahn. Nach dem 1. Weltkrieg arbeitete er als
Polsterer. Als Manager bestreute er u.a. den Kölner Amateur Weltmeister von 1932
Albert Richter. Im April 1933 verlor er im Nationalsozialismus seine Lizenz als
Trainer. Weil er Jude war. Trotzdem hielt Albert Richter die Verbindung als Trainer
und als Freund aufrecht.
1937 musste die Familie Berliner nach Amsterdam fliehen. Der Kontakt zwischen
Richter und Berliner wurde weiter aufrecht gehalten. Bei der Bahnweltmeisterschaft
1938 in Amsterdam betreute Ernst Berliner den Radfahrer Albert Richter.
Nach der völkerrechtswidrigen Besetzung der Niederlande durch Deutschland ging
Ernst Berliner in den Widerstand und tauchte unter. 1947 wanderte er in die USA
aus.
Nach dem Krieg kam Ernst Berliner öfter nach Köln, um den Tod seines Freundes
Albert Richter 1940 im NS-Gefängnis aufzuklären. Er scheiterte am fehlenden
Aufklärungswillen in den Deutschen Behörden.
1977 starb er in den USA.
Im Artikel https://www.hagalil.com/2020/01/albert-teddy-richter/ gibt es weitere
Informationen zu Ernst Berliner und seiner Beziehung zu Albert Richter.
Zusammen mit der Initiative „Albert-Richter-Radstadion“ werden in Zukunft die
Freunde und Radsportler Albert Richter und Ernst Berliner zusammen gewürdigt.
Am 25.01.2021 jährt sich der Geburtstag von Ernst Berliner zum 130. Male. Zeit für
eine Würdigung durch die Bezirksvertretung Lindenthal.
gez. Lara Schneider gez. Svenja Führer gez. Friedhelm Hilgers
Fraktion Bündnis 90/ DIE GRÜNEN CDU-Fraktion SPD-Fraktion
gez. Lothar Müller/ Die Linke gez. Gerd Kaspar / FDP
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0127/2021
- Typ
- Anfrage nach § 4 der GeschO des Rates
- Datum
- 18.01.2021
- Erstellt
- 18.01.2021 09:25