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Ernst-Berliner-Platz am Radstadion in Köln Müngersdorf

Anfrage nach § 4 der GeschO des Rates AN/0127/2021 vom 18.01.2021

Stand: Am 01.02.2021 in der Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) ungeändert beschlossen.

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  • Gemeinsamer Antrag von der CDU-Fraktion, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, SPD-Fraktion, Lothar Müller / Die Linke und Gerd Kaspar / FDP

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    CDU-Fraktion Fraktion Bündnis 90/Die Grünen SPD-Fraktion Lothar Müller / Die Linke Gerd Kaspar / FDP in der Bezirksvertretung Lindenthal Klettenberg Sülz Lindenthal Braunsfeld Müngersdorf Junkersdorf Marsdorf Weiden Lövenich Widdersdorf An die Bezirksbürgermeisterin Cornelia Weitekamp An die Oberbürgermeisterin Henriette Reker Köln 06.01 2021 Ernst-Berliner-Platz am Rad stadion in Köln Müngersdorf Sehr geehrte Frau Bezirksbürgermeisterin Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Wir bitten Sie folgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Lindenthal zu setzen: Die Bezirksvertretung Lindenthal beschließt, den neuen Vorplatz am Radsportzentrum NRW /Radstadion Köln Müngersdorf nach Ernst Berliner zu benennen wenn es eine positive Prüfung der Verwaltung gibt und eine Zustimmung von eventuellen Eigentümern. Die genaue Abgrenzung des Platzes im Müngersdorfer Sportpark wird in Zusammenarbeit mit der Verwaltung und der Sportstätten GmbH erarbeitet. Begründung: Das Radstadion in Köln Müngersdorf wird bis 2024 zum Radsportzentrum NRW umgebaut. Damit entsteht ein neuer Vorplatz vor dem Radsportzentrum. Dieser wird nach dem in Köln geborenen Ernst Berliner (früher Isedor Berliner) benannt. Er stammte aus einer jüdischen Familie im Griechenmarktviertel und wurde 1912 Kölner Stadtmeister auf der Stadtwaldbahn. Nach dem 1. Weltkrieg arbeitete er als Polsterer. Als Manager bestreute er u.a. den Kölner Amateur Weltmeister von 1932 Albert Richter. Im April 1933 verlor er im Nationalsozialismus seine Lizenz als Trainer. Weil er Jude war. Trotzdem hielt Albert Richter die Verbindung als Trainer und als Freund aufrecht. 1937 musste die Familie Berliner nach Amsterdam fliehen. Der Kontakt zwischen Richter und Berliner wurde weiter aufrecht gehalten. Bei der Bahnweltmeisterschaft 1938 in Amsterdam betreute Ernst Berliner den Radfahrer Albert Richter. Nach der völkerrechtswidrigen Besetzung der Niederlande durch Deutschland ging Ernst Berliner in den Widerstand und tauchte unter. 1947 wanderte er in die USA aus. Nach dem Krieg kam Ernst Berliner öfter nach Köln, um den Tod seines Freundes Albert Richter 1940 im NS-Gefängnis aufzuklären. Er scheiterte am fehlenden Aufklärungswillen in den Deutschen Behörden. 1977 starb er in den USA. Im Artikel https://www.hagalil.com/2020/01/albert-teddy-richter/ gibt es weitere Informationen zu Ernst Berliner und seiner Beziehung zu Albert Richter. Zusammen mit der Initiative „Albert-Richter-Radstadion“ werden in Zukunft die Freunde und Radsportler Albert Richter und Ernst Berliner zusammen gewürdigt. Am 25.01.2021 jährt sich der Geburtstag von Ernst Berliner zum 130. Male. Zeit für eine Würdigung durch die Bezirksvertretung Lindenthal. gez. Lara Schneider gez. Svenja Führer gez. Friedhelm Hilgers Fraktion Bündnis 90/ DIE GRÜNEN CDU-Fraktion SPD-Fraktion gez. Lothar Müller/ Die Linke gez. Gerd Kaspar / FDP

Beratungsverlauf

  1. 01.02.2021

    Bezirksvertretung 3 (Lindenthal)

    TOP 8.1.1, Entscheidung. Ergebnis: ungeändert beschlossen

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