1943/2024
Unfallprävention im Straßenverkehr
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
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Dezernat, Dienststelle I/32/324 Vorlagen-Nummer 09.09.2024 1943/2024 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Verkehrsausschuss 10.09.2024 Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / In- ternationales 16.09.2024 Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und Volt- Fraktion betreffend „Unfallprävention im Straßenverkehr“ (AN/0944/2024) Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und die Volt-Fraktion haben eine Anfrage (AN/0944/2024) gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates zum Thema Unfallprävention im Straßenverkehr eingereicht: Fragen im Detail: 1. Beabsichtigt die Verwaltung neue mobile, semi-mobile anzuschaffen oder weitere statio- näre Messstationen zu installieren? 2. Wie viel kosten mobile Messstationen und wie schnell refinanziert sich deren Anschaf- fung? Welche Kosten sind mit der Anschaffung bzw. Installation verbunden und wie lange dauert die durchschnittliche Refinanzierung? 3. Wie kann die Messstationsdichte/Geschwindigkeitsmessdichte in Köln mittelfristig erhöht werden? Stellungnahme der Verwaltung: Zu 1.) Aktuell verfügt der Verkehrsdienst über 5 mobile Radarwagen, 3 Stativsysteme, 13 Semistati- onäre Anlagen incl. 3 Zugfahrzeugen, 59 Stationäre Anlagen sowie 4 kombinierte Rotlicht- und Geschwindigkeitsmessanlagen. Diese Messsysteme werden derzeit durch 24 Mitarbei- tende des Technischen Außendienstes betreut und betrieben. Im Schnitt werden pro Jahr rund 550.000 Geschwindigkeitsüberschreitungen geahndet. Durch die enge Kooperation mit der Polizei Köln sowie der Unfallkommission der Stadt Köln 2 ist der Verwaltung der Anstieg der Verunglücktenzahl aufgrund überhöhten Geschwindigkeit bekannt und hat auch hier zur Besorgnis geführt. Vor diesem Hintergrund hat die Verwaltung die Zahl der Messstellen weiter erhöht. Aktuell sind rund 2.500 aktive Messstellen ausgewiesen. Damit die stetig steigende Anzahl auch bedient werden kann, wurden in den vergangenen Jahren insgesamt 13 Semistationäre Anlagen beschafft. Bei diesen Systemen handelt es sich um laserbasierte Geschwindigkeitsmessanlagen, die drehbar in einem Einachsanhänger montiert und in der Lage sind, beide Fahrtrichtungen auto- matisiert ohne Bedienpersonal zu überwachen. Die Semistationären Anlagen werden mittels Akku betrieben und bedürfen zum Aufladen einer Ladeinfrastruktur. Da diese am Standort Deutz nicht vorhanden ist, werden die 13 Semistatio- nären Anlagen in verschiedenen Örtlichkeiten der Stadtentwässerungsbetriebe (StEB) gela- den. Diese Örtlichkeiten sind jedoch mit 13 Systemen ausgereizt, für weitere Systeme ist dort der Platz für eine weitere Ladeinfrastruktur nicht mehr vorhanden. Die Semistationären Anlagen können personalschonend betrieben werden, sind variabel ein- setzbar, ermöglichen schnelle Reaktionen auf sich ändernde Anforderungen und sind beson- ders für den städtischen Verkehrsbereich geeignet. Aus diesen Gründen wurde auf den weite- ren Ausbau der personalintensiven Radarwagenflotte verzichtet. Weitere Beschaffungen von Semistationären Anlagen sind nach Realisierung einer neuen La- deinfrastruktur vorgesehen. Neben den mobilen Messsystemen wird, sofern die Voraussetzungen vorliegen und in Abstim- mung mit der Polizei sowie der Unfallkommission, auch der stationäre Messbereich kontinuier- lich ausgebaut. Aktuell befinden sich 3 neue stationäre Messanlagen im Aufbau. Es handelt sich hier um Messstellen im Bereich der Bachemer Str (Höhe Grundschule), Dellbrücker Hauptstr. sowie auf der Butzweilerhofallee in Höhe des Kinderspielplatzes (Motorworld). Zu 2.) Die Maßnahmen der kommunalen Geschwindigkeitsüberwachung dienen der Verkehrssicher- heit und sollen dazu beitragen, Verkehrsunfälle zu verhüten und schwere Unfallfolgen zu ver- meiden. Die Frage der Einnahmen bzw. der Refinanzierung spielt hierbei nur eine untergeord- nete Rolle. Es fallen ca. folgende Kosten an (Netto): Semistationäres Messsystem 350.000,- EUR Zugfahrzeug 40.000,- EUR Mobiles Messsystem 50.000,- EUR Messfahrzeug (Spezialanfertigung) 60.000,- EUR Stationäres Messsystem 100.000,- EUR 3 Bei einer Ausweitung der Messsysteme muss auch die Personalkapazität angepasst werden. Die mobile Messung erfolgt in großen Teilen in Zweierteams, die Aufstellung von Semistatio- nären Systemen erfolgt grundsätzlich immer in Zweierteams. Das Messpersonal ist in EG 6 TVöD eingruppiert, hier liegen die durchschnittlichen jährlichen Personalkosten bei rund 63.600,- EUR. Zu 3.) Im Rahmen einer Modernisierungsaktion werden seit den letzten Jahren die vorhandenen, auf Messschleifentechnik basierten und wartungs- sowie kostenintensiven Stationären Messanla- gen kontinuierlich gegen moderne Laserbasierte Systeme ausgetauscht. Die Laseranlagen sind wartungsfrei und können über das städtische Datennetzwerk administriert werden. Hier- durch ergibt sich im Gegensatz zu den alten Messsystemen eine höhere Messperformance und eine erhebliche Reduzierung der bisherigen durch die Wartungsarbeiten bedingten Aus- fallzeiten bei den Altsystemen. Darüber hinaus soll die bisherige Kooperation mit der Polizei Köln vertieft werden, um noch mehr gemeinsame Aktionen zur Geschwindigkeitsüberwachung und -kontrolle durchzuführen. Zielführend sieht die Verwaltung den Ausbau der Semistationären Flotte. Hierzu ist jedoch Voraussetzung, dass eine weitere Ladeinfrastruktur außerhalb den Örtlich- keiten der StEB geschaffen wird. Die Betriebshöfe der technischen Ämter, der Feuerwehr so- wie der AWB scheiden aus, da diese bereits mit ihrem eigenen Betriebspark voll ausgelastet sind. Gez. Blome
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1943/2024
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 09.09.2024
- Erstellt
- 13.06.2024 12:59