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3446/2023

Beantwortung einer schriftlichen Anfrage aus der Sitzung des Wirtschaftsausschusses vom 14.09.2023 betreffend "Ausbau der H2-Tankinfrastruktur für den Schwerlastverkehr in Köln" (AN/1421/2023)

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 15.11.2023

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Dezernat, Dienststelle  
IX/IX/3 
 
Vorlagen-Nummer 14:11.2023 
 3446/2023 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Wirtschaftsausschuss 16.11.2023 
 
Beantwortung einer schriftlichen Anfrage aus der Sitzung des Wirtschaftsausschusses 
vom 14.09.2023 betreffend "Ausbau der H2-Tankinfrastruktur für den 
Schwerlastverkehr in Köln" (AN/1421/2023) 
1. Welche Bedeutung misst die Verwaltung dem Auf- und Ausbau einer für LKW geeig-
neten H2-Tankinfrastruktur in Köln bei? 
 
KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH (KBW): 
 
KölnBusiness misst dem Auf- und Ausbau einer für LKW geeigneten H2-Tankinfrastruktur in 
Köln eine sehr hohe Bedeutung bei. 
 
Denn seit über 2.000 Jahren ist Köln eine der bedeutendsten Handelsmetropolen und Ver-
kehrsknoten in Europa. Rund 4.500 Kölner Logistik- und Handelsunternehmen führen diese 
Tradition noch heute fort. Mit 77.000 Mitarbeiter*innen erwirtschaftet die Branche in Köln fast 
85 Milliarden Euro im Jahr. Sie ist damit eine der umsatzstärksten Kölner Wirtschaftszweige. 
Und die Branche wächst: Zwischen 2008 und 2022 hat sich die Anzahl der Beschäftigten im 
Kölner Logistik- und Handelszweig um insgesamt 28 Prozent erhöht, in den Corona-Jahren 
2019 bis 2021 allein um 6 Prozent. Insgesamt sind in der Stadt achtzehn der zwanzig umsatz-
stärksten Logistikunternehmen in Deutschland mit einer Niederlassung oder einem Verteil-
zentrum vertreten, darunter international führende Anbieter wie Deutsche Post DHL, DB 
Schenker und Dachser. Mit Unternehmen wie HGK Group, Emons Spedition und Curt Richter 
haben zudem international bedeutsame Logistikmittelständler ihren Hauptsitz in Köln. Im Han-
delsbereich verfügt Köln mit dem Hauptsitz der REWE Group über einen bedeutsamen inter-
nationalen Player. 
 
Aufgrund der hohen Bedeutung der Verkehrsinfrastruktur in Köln ist Köln auch ein wichtiger 
Logistikknoten, der selbstverständlich auch die neuesten und nachhaltigsten Tankstellen be-
reithalten sollte. Innovative H2-Tankstellen auf dem Kölner Stadtgebiet anzusiedeln, hätte für 
die Stadt Köln somit die folgenden Vorteile: 
 
• Die Unternehmen des Kölner Leitmarktes Logistik- und Großhandels können, wenn sie 
geeignete H2-Ladeinfrastruktur standortnah zur Verfügung hätten, ihren Fuhrpark von 
schweren LKW auf nachhaltige Antriebstechnologie umstellen. Damit wird die nachhal-
tige Transformation der Unternehmen gefördert und somit ein Beitrag zu deren Stand-
ortsicherung geleistet.

2 
 
• Viele Logistikfahrten haben ihre Quelle oder Senke in Köln, da Köln ein Logistikknoten-
punkt auch für auswärtige LKW ist. Eine große Flotte nachhaltig angetriebener Fahr-
zeuge, die in Köln auch die entsprechende Tankinfrastruktur vorfinden, tragen somit 
zur CO2-Reduzierung auf Kölns Straßen und damit zur Verkehrswende auch im Köl-
ner Wirtschaftsverkehr bei. 
• Die Stadt Köln wird zudem als Förderin für innovative, nachhaltige Tankinfrastruktur 
wahrgenommen. Dies fördert ihr Image. 
 
Nach vielen Jahren an Forschung ist der Markthochlauf für H2-Tankinfrastruktur und nachhal-
tiger Antriebstechnologie nun sowohl auf EU- als auch auf Bundes- und Landesebene gestar-
tet und stellt daher auch Anforderungen auf kommunaler bzw. städtischer Ebene.  
 
Die AFIR (Alternative Fuel Infrastructure Regulation) der EU (Europäischen Union) defi-
niert bis 2030 die folgenden Infrastrukturziele für Deutschland:  
 
• Mindestens alle 200 km eine H2- Tankstelle entlang der sog. TEN-T Korridore, d.h. ca. 
140 Tankstellen entlang der 14.000 Autobahn-km in Deutschland 
 
• Zusätzlich in Ballungsräumen (urban nodes) → bis zu 78 H2-Tankstellen in städti-
schen Knoten in Deutschland. 
 
 
Das Bundeskabinett hat daher im Juli 2023 die Fortschreibung der nationalen Wasser-
stoffstrategie des BMWK (Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz) beschlos-
sen. Der Markthochlauf soll nun bis 2030 deutlich beschleunigt werden. Dies gilt insbesondere 
für den Aufbau einer leistungsfähigen Wasserstoffinfrastruktur. Bis 2027/2028 soll ein Wasser-
stoffstartnetz mit > 1.800 km errichtet werden; europaweit kommen ca. 4.500 km hinzu (Euro-
pean Hydrogen Backbone). Mittels Erweiterung zu einem Kernnetz sollen bis 2032 alle gro-
ßen Erzeugungs-, Import- und Speicherzentren in Deutschland verbunden sein. Dies ist die 
Voraussetzung, damit bis 2030 Wasserstoff insbesondere bei Anwendungen in der Industrie 
und bei schweren Nutzfahrzeugen eingesetzt werden können.  
 
Die Wasserstoff Roadmap Nordrhein-Westfalen greift diese übergeordneten Ziele auf und 
spezifiziert für den Nutzfahrzeugbereich allein für NRW folgende Ziele bis 2030:  
200 Tankstellen für Lkw/Pkw zur Bedienung von 
 
• 11.000 H2-Lkw über 20 t  
• 1.000 H2-Abfallsammler  
• 3.800 H2-Busse für den ÖPNV 
 
Sowohl das BMWK als aus die Landesregierung NRW haben zur Unterstützung des Markt-
hochlaufs Handlungs- und Förderkonzepte aufgelegt, die auch verschiedene Förderbausteine 
für die Errichtung von H2-Tankstelleninfrastruktur beinhalten.  
 
Im Großraum Köln gibt es laut h2.live aktuell 5 öffentlich zugängliche H2-Tankstellen mit ei-
nem Druckniveau von 700 bar, und zwar in Leverkusen, Wesseling, Flughafen Köln/Bonn, 
Bonn und Düren. Im Bereich von 350 bar, der aktuell größtenteils für LKW relevant ist, gibt es 
vier Tankstellen in Frechen, Flughafen Köln/Bonn, Wesseling und Düren. Eine weitere Tank-
stelle in Hürth ist in Realisierung.  
Nach einer ersten Branchenerhebung von Anfang 2023 durch Energy4Climate.NRW zeigten 
bereits 14 Logistikunternehmen Bedarf an den derzeit existierenden und weiteren H2-Tank-
stellen im Großraum Köln. Damit war das Cluster Köln neben den Clustern Duisburg und Ost-
westfalen-Lippe in der Erhebung unter den Speditionen am stärksten nachgefragt (siehe un-
tenstehende Grafik).  
Es ist damit zu rechnen, dass die zur Verfügungstellung von weiterer H2 Tankinfrastruktur in

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Köln weitere Branchenunternehmen dazu bringen wird, auf diese nachhaltige Antriebsart um-
zusteigen. In Gesprächen mit Branchenakteuren ist eine gute Tankstelleninfrastruktur die 
wichtigste Voraussetzung für die Anschaffung eines Brennstoffzellen-LKW. So hat REWE seit 
Februar 2023 einen solchen LKW in Köln im Einsatz und plant die Routen strikt nach der Ver-
fügbarkeit von H2-Tankstellen. Für eine Ausweitung der Flotte in der Region müssten weitere 
Tankstellen entstehen.  
 
(Quelle: NRW.Energy4Climate, Vortrag Dr. Frank Koch am 15.09.2023) 
 
Verwaltung: 
 
Die Bedeutung des Ausbaus einer für LKW H2 Tankinfrastruktur hängt von den Technologies-
zenarien und der Marktentwicklung von mit einer Brennstoffzelle betriebenen LKWs ab. Auf-
grund der gewerblichen Nutzung entscheiden insbesondere die relativen Kosten zwischen 
den unterschiedlichen Antriebsarten insb. Beschaffungskosten, den Verbrauchskosten sowie 
der (örtlich) vorhandenen Infrastruktur über die Technologieauswahl. Unter anderem aufgrund 
der geringeren Energieeffizienz (und daraus resultierend höheren Kosten) von wasserstoffbe-
triebenen Fahrzeugen im Vergleich zu batterieelektrischen Fahrzeugen, ist auch für LKW eine 
Markttendenz zu batteriebetrieben Fahrzeugen – insbesondere im urbanen Einsatz – zu be-
obachten. So gehen Marktentwicklungsszenarien der Nationalen Organisation Wasserstoff- 
und Brennstoffzellentechnologien (NOW GmbH) von einem Marktanteil von Brennstoffzellen 
LKW von etwa 17% und von batterieelektrischen Fahrzeugen von 57.8% aus (Link). Es kom-
men auch im urbanen Schwerlastverkehr erste batterieelektrische Fahrzeuge zum Einsatz 
(Beispiele: Batterieelektrische Betonmischer Link). Auch das IFEU Institut und das Fraunhofer 
Institut kommen zu dem Ergebnis, dass insbesondere im Gewerbebereich batterieelektrische 
Fahrzeuge einen Vorteil haben, da die Kosteneffizienz das entscheidende Kriterium ist. Im 
Busbereich ist ebenfalls insbesondere im städtischen Einsatz derzeit der batterieelektrische 
Bus führend. Außer in der Region Köln (72 Brennstoffzellenbusse) kommen nur noch in Wup-
pertal (20 Fahrzeuge) und Frankfurt (13 Fahrzeuge) nennenswerte Flotten zum Einsatz.   
 
Da aber Wasserstoff bei überregionalen Bus- und LKW Verkehren eine Rolle spielen kann und 
hier der Markt technologisch noch keine klare Entwicklung vorsieht, kann der Ausbau von H2 
Tankinfrastruktur in Köln ebenfalls eine entsprechende Rolle einnehmen auch wegen der loka-
len Verfügbarkeit von Wasserstoff als Nebenprodukt (Link zum Einsatz überregionaler Busse 
der DB AG: Link). Dabei wird zu beobachten sein, in welchen anderen preisbildenden Sektoren 
des Verkehrssektors Wasserstoff eine wichtigere und marktaktivierende Rolle spielt (Luftver-
kehr, Seeverkehr). 
 
Die Brennstoffzellentechnologie bleibt daher eine wichtige strategische Handlungsoption, die

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von der Stadtverwaltung und den städtischen Töchtern beobachtet wird. Konkrete Planung zum 
Ausbau von H2-Tankinfrastruktur gibt es bei der Stadtverwaltung jedoch nicht.    
 
Aus Sicht der AWB wäre eine Grundbedingung für den erfolgreichen Betrieb von wasserstoff-
betriebenen (Müll-)Fahrzeugen erfüllt, wenn es in Köln mindestens drei Wasserstofftankstellen 
in der Hochlaufphase geben würde.  
 
2. Welche Bedingungen müssen Potenzialstandorte aufweisen, damit sie für die Er-
richtung einer für LKW ausgelegten H2-Tankstelle geeignet sind?  
 
KBW:  
 
Standortanforderungen für Flächen 
 
• Öffentliche Zugänglichkeit 
• Min. 1600 m2 bis ca. 5.000 m2 nutzbare Fläche 
• Planungssicherheit für mindestens 10 Jahre 
• (Kauf) oder Anmietung 
• Vorrangig: Misch-, Gewerbegebiete oder Industriegebiet 
• Zuwegung: 
• Platz für eine Ein- und eine Ausfahrt für Schwerlastverkehr 
• Platz für Anstellspur -> mindestens ein wartendes Fahrzeug (Heavy Duty) 
• Zu- und Abfahrt in alle Richtungen möglich 
• Keine besonderen Auflagen hinsichtlich: 
• Lärm 
• Bauhöhe 
• Artenschutz  
• Wünschenswert:  
• Altlasten- und Kampfmittelfreiheit 
• Keine großen Höhenunterschiede auf dem Gelände 
• Idealerweise  
• ein rechteckiges Grundstück,  
• keine “schlauchförmigen“ Grundstücke 
• Verkehrsfluss durch Schwerlastverkehr vorstellbar, hinsichtlich Ein- und Aus-
fahrt, bzw. Durchfahrt 
• Mit welchen Fahrzeugen/ Kunden ist zu rechnen: 
• Bus (25 m Wendekreis) 
• LKW (25 m Wendekreis) 
• PKW/ Leichte Nutzfahrzeuge 
• Flurförderfahrzeuge (bei Bedarf) 
• Kosten  
• für Medienanschlüsse, Genehmigung, Planung und Betrieb liegen beim Betrei-
ber.  
• Bau von Ladesäulen und anderen Versorgungseinrichtungen ebenso (s.u.). 
 
Komponenten einer Wasserstofftankstelle 
 
Eine Wasserstofftankstelle (HRS) besteht grundlegend aus drei Komponenten.  
 Dem Speicher, entweder über liegenden oder stehenden Tanks, je nach Anwendung 
und Belieferungskonzept.  
 Der Kompressor verdichtet den angelieferten Wasserstoff auf die benötigte Druck-
stufe. Meist erfolgt hier eine Zwischenspeicherung in Hoch- und Mitteldruckspeicher.  
 An der Zapfsäule wird der Wasserstoff an die Fahrzeuge abgegeben. 
 
Tankvarianten 
 
Wasserstofffahrzeuge werden nach aktuellem Stand der Technik mit gasförmigem Wasser-
stoff betankt. International wurden in diesem Zuge zwei verschiedenen Tankdrücke festgelegt, 
die zur Speicherung des Wasserstoffs in unterschiedlichen Fahrzeugen Anwendung finden,

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350 und 700 bar. 
 
Die beiden Tankvarianten finden sich aufgrund ihrer Speicherkapazität bei unterschiedlichen 
Platzbedarfen in verschiedenen Fahrzeuglösungen je nach Anwendungsfall wieder und müs-
sen auch jeweils anlagenseitig eingeplant werden.  
 
Pkw nutzen 700 bar (Typ IV) Tanks. Bei höherem Druck können größere Mengen Wasserstoff 
in kleinerem Volumen transportiert werden. Daneben können auch die folgenden Nutzfahr-
zeuge 700 bar tanken: Leichte Nutzfahrzeuge, Abfallsammelfahrzeuge und zukünftig ggf. 
auch Sattelzüge. 
 
Schwere und große Nutzfahrzeuge können Aufgrund ihres höheren Platzangebotes im Fahr-
zeug größere Tanks mit niedrigerem Druck mit sich führen, um ausreichende Mengen H2 zu 
speichern. Daher finden hier derzeit vorrangig 350 bar Tanks Anwendung. Dies gilt auch für 
Busse und Flurförderfahrzeuge (Gabelstapler). 
 
 
Flächenbedarfe H2-Tankstellen für Köln 
 
A nlagengröße L XL 
Anlagenbereich 500 qm 800 qm 
V erkehrsbereich 600 qm 1000 qm 
Speicherbereich 200 qm 600 qm 
Wartebereich (wünschenswert) 300 qm 600 qm 
Summe 1600 qm 3000 qm  
 
Beispiel: Betankungskonzept mit On-site Produktion (XL-Format) 
 
Der für die Betankung notwendige Wasserstoff wird direkt vor Ort auf dem Grundstück der 
Tankstelle mit grünem Strom produziert. Der Strom wird eigens für den Elektrolyseur aus grü-
ner Erzeugung eingekauft. 
 
 Dafür wird ein modular aufgebauter Elektrolyseur mit einer Leistung von bis zu 20 Me-
gawatt (MW) in diversen 40 Fuß (12,2m) Containern auf dem Grundstück errichtet und 
– meist – vom Tankstellenbetreiber betrieben. 
 
 Um den Wasserstoff auch an anderen Tankstellen nutzen zu können wird eine Abfüll-
anlage zur Befüllung von Wasserstofftrailern errichtet. Ein solcher Trailer ist mit Kohle-
fasertanks (vom Typ IV) bestückt und besitzt insgesamt ca. 450 kg Wasserstoff Fas-
sungsvermögen. 
 
 Der vor Ort produzierte Wasserstoff wird in Druckbehältern zwischengespeichert und 
bei Bedarf über die Dispenser an die Fahrzeuge abgegeben. 
 
Durch diesen Aufbau kann der Betreiber 100% grünen Wasserstoff direkt an seine Kunden 
weitergeben, insbesondere für den Standort entfallen zusätzlich die Emissionen durch den 
Wasserstofftransport. 
 
Verwaltung: 
 
Häfen und Güterverkehr Köln (HGK): Fläche: Geeignete Standorte für eine H2-Tankstelle 
müssen gewissen Flächenvorgaben (Größe, Lage, Bodenbeschaffenheit etc.) entsprechen. 
Dies beinhaltet – je nach Genehmigungslage – bspw. auch Abstandsflächen zu benachbarten 
(Nutzungs-/Produktions-)Flächen.

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Frequenz: Ein geeigneter Standort sollte die verkehrswegespezifischen Voraussetzungen für 
ein „Fahrzeug-Grundrauschen“ aufweisen können, d. h. dass eine belastbare Anzahl an täg-
lich tankenden Lkw die Tankstellen frequentieren muss, um eine betriebswirtschaftlich sinn-
volle Auslastung zu erzeugen. (H2-Durchsatzmengen vs. Genehmigungsumfang)  
 
Zugang: Unter Berücksichtigung der Frequenz-Anforderung sollte eine professionelle Tank-
stelle für H2-Lkw so positioniert werden, dass diese idealerweise von unternehmensinternen 
und -externen Fahrzeugen frequentiert werden kann. Ein Betrieb auf ausschließlich unterneh-
mensinterner Basis erscheint aktuell nicht sinnvoll, da damit hohe Investitionen in Infrastruktur 
und geeignete, eigene Fahrzeuge einhergehen würden (-> Sicherstellung Abnahmemengen 
vs. Lagerhaltung etc.).  
 
Lagerhaltung: Für einen geeigneten Standort sollte ebenso die Bedingung erfüllt sein, dass 
eine entsprechend hinreichende Vorratslagerhaltung möglich und zulässig ist. Entscheidend 
ist die Erteilung bzw. das Vorliegen entsprechender Genehmigungen. Dies ist standortspezi-
fisch zu prüfen (-> Mengenvorhaltung für Versorgungssicherheit des lfd. Betriebs einer Tank-
stelle). 
 
3. Welche städtischen Grundstücke sind aus Sicht der Verwaltung geeignet, um poten-
ziellen Betreibern die Möglichkeit zur Errichtung einer H2-Tankstelle für LKW zu er-
möglichen? 
 
KBW:  
 
Die Nachfrage nach städtischen Grundstücken am Standort Köln ist trotz der aktuell schwieri-
gen Marktlage ungebrochen hoch.  
 
Vor diesem Hintergrund und dem begrenzten Angebot an gewerblichen Flächen am Standort 
Köln, hat man sich bei der Vergabe von kommunalen Flächen auf bestimmte Ansiedlungskri-
terien verständigt. Diese stellen eine optimale Ausnutzung der Fläche im Hinblick auf Mitarbei-
terzahl, Baukörper und die Kriterien der Klimaschutzleitlinien sicher. Wenn die Konzeptionie-
rung von H2-Tankstellen für LKW diese Kriterien erfüllen bzw. zur Erreichung der Mitarbeiter-
zahl mit anderen Nutzungen kombiniert wird (bspw. H2-LKW Tankstelle und Handwerkerpark 
Kombination), ist durchaus auch eine Vergabe kommunaler, gewerblicher Flächen für die Er-
richtung von H2-Tankstellen für LKW denkbar.  
 
Neben den wenigen kommunalen Gewerbeflächen, die sich für ein solches Vorhaben eignen 
könnten, wäre es wichtig, das Thema H2-Tankstellen für LKWs künftigen Logistikprojekten 
insbesondere auch auf privaten Flächen mitzudenken. Auch bei der Neukonzeptionierung von 
schon bestehenden Logistikstandorten sollte das Thema aufgegriffen werden.  
 
Bei Flächenanfragen von Betreibern von H2-Tankstellen steht die KölnBusiness begleitend 
und unterstützend zur Verfügung, um dieses wichtige Thema der Mobilitätswende im Logistik-
bereich auch im Kölner Stadtgebiet verorten zu können. Hier bietet die KölnBusiness als Be-
hördenlotse zu 23 die Möglichkeit Anfragen zu kanalisieren und abseits der gewerblichen Flä-
chen auch Flächen mit nicht-gewerblicher Nutzung mit in Betracht ziehen zu können. Hier 
sollte insbesondere auf die unter Punkt 2 genannten Standortanforderungen für H2-Tankstel-
len für Lkw geachtet werden. 
 
In Ergänzung zur Vergabe städtischer Grundstücke könnte mitgedacht werden, mobile contai-
nerbasierte H2-Tankstellen für eine zeitliche befristete Flächennutzung heranzuziehen. Im 
Falle einer temporären Nutzung sei an die Pachtstelle der Stadt Köln verwiesen. 
 
 
Verwaltung: 
 
Es sind grundsätzlich solche Standorte geeignet, die mindestens die Anforderungen Fläche, 
Frequenz, Zugang und Lagerhaltungsgenehmigung erfüllen.

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4. Sind der Verwaltung Hemmnisse beim Aufbau einer bedarfsgerechten H2-Tankinfra-
struktur bekannt? 
 
KBW: 
 
 Heute ist grüner Wasserstoff preislich noch nicht wettbewerbsfähig. Es besteht das 
„Henne-Ei-Problem“: Aufgrund fehlender Endnutzer fehlt es an Anreizen für potenzielle 
Betreiber für den Ausbau einer Wasserstoffinfrastruktur, der wiederum die Vorausset-
zung für neue Nachfrage durch den Endnutzer ist. Das zeigt sich besonders im Ver-
kehrssektor, wo neben einer fehlenden Tankstelleninfrastruktur der derzeit noch hohe 
Preis von Brennstoffzellen-Fahrzeugen den Durchbruch verhindert. Die EU, der Bund 
und auch das Land NRW versuchen dies mit Förderprogrammen zu beheben. 
 
 In der Stadt Köln besteht eine hohe Flächenknappheit und daher auch eine starke Flä-
chenkonkurrenz zwischen Wohnen, Bürogebäude, Gewerbe und Flächen für Infra-
struktur. Daher sind Zuschlagsfaktoren für eine Fläche oft der höchste zu erzielende 
Verkaufs- bzw. Pachtpreis oder die Schaffung von möglichst vielen Arbeitsplätzen. Po-
tenzielle Betreiber von H2-Tankstellen haben es oft schwer, an geeignete, bedarfsge-
rechte Flächen zu kommen. 
 
 Verfügbarkeit von grünem Wasserstoff: Grüner Wasserstoff wird mit Hilfe von erneuer-
barem Strom hergestellt. Dieser Strom ist aktuell besonders in den windreichen Regio-
nen im Norden und Osten Deutschlands verfügbar. Das Rheinland ist aus diesem 
Grund größtenteils auf den Import von erneuerbarem Strom zur H2-Produktion oder 
vom direkten Import von Wasserstoff abhängig. Hierzu wird eine leistungsfähige Pipe-
line-Infrastruktur benötigt, die sich aktuell in weiten Teilen Deutschlands noch im Pla-
nungsstadium befindet. Mit einer Pipeline könnten die H2-Tankstellen dann entweder 
direkt oder mit Hilfe von LKW versorgt werden. Die heutigen H2-Tankstellen in der Re-
gion werden noch größtenteils mit überregionalem H2 mittels LKW-Trailern versorgt.  
 
Der Aufbau einer bedarfsgerechten H2-Tankinfrastruktur nimmt einige Zeit in Anspruch. Ins-
besondere in Hinblick auf die Ziele in NRW und auf Bundesebene bis zum Jahr 2030 ist frag-
lich, ob die notwendige Anzahl an H2-Tankstellen in der Zeit realisiert werden kann. Von der 
Identifikation eines geeigneten Grundstückes über die Planung, Genehmigung und Bauphase 
bis zum Start und Betrieb einer H2-Tankstelle dauert es in der Regel oft mehrere Jahre. 
 
Verwaltung: 
 
Investitionen: Die Anschaffungskosten für H2-Lkw sind – abweichend von „normalen“ Verb-
rennerfahrzeugen – um ein Vielfaches höher und damit für ein Wirtschaftsunternehmen, das 
sich den Zwängen des Marktes ausgesetzt sieht, ohne eine spezifische Förderung nicht reali-
sierbar (s. Fördereignung). Eine Amortisation über angepasste  
(Transport-)Leistungen ist genau zu prüfen und zu kalkulieren (Preissensibilität am Markt vs. 
Regulatorik).  
 
Fördereignung: Für einige professionelle Anwendungsgebiete der H2-Technologie gibt es 
nicht immer die geeigneten Fördermöglichkeiten, um den Investitionshemmnissen zu begeg-
nen. 
Wasserstoffqualität: Die Qualität des Wasserstoffs („grau“, „blau“, „grün“ etc.) stellt zwar 
grundsätzlich kein Hemmnis dar, wird aber oftmals als „Gegenargument“ angeführt: „Der ein-
gesetzte Wasserstoff ist nicht grün“.  
 
AWB (Wasserstoffmüllwagen): 
Nach dem monatelangen Lieferverzug ist der Wasserstoff-Müllwagen vor einigen Wochen in 
den Einsatz gegangen.

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Er ist allerdings 90 % der geplanten Betriebszeit nicht einsetzbar, weil der Hersteller die Tech-
nik nur schwer in den Griff bekommt und die Wartezeiten auf den Service hoch sind. Dazu 
kommen betriebliche Schwierigkeiten mit der einzigen Kölner Wasserstofftankstelle am Flug-
hafen. 
 
5. Inwieweit wird der Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur für den LKW-Verkehr im 
geplanten Logistikkonzept der Stadt Köln berücksichtigt? 
 
Verwaltung: 
 
Im Rahmen der Arbeiten für das Logistikkonzept sind bei der Aktualisierung der Analyse der 
Ist-Situation des Logistikstandortes die vorhandenen Infrastrukturen, Logistikflächen und logis-
tikaffine Dienste wie beispielsweise Tankstellen für neue Antriebstechnologien zu bewerten 
und für diese Bereiche erforderliche Handlungsempfehlungen und Maßnahmen zu entwickeln. 
 
 
Gez. Haack

Beratungsverlauf (1)

18.01.2024 Wirtschaftsausschuss
Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (2)

  • Markt
  • Am Markt

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Details

Aktenzeichen
3446/2023
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
15.11.2023
Erstellt
26.10.2023 14:14