AN/1123/2024
NRW-Landesregierung plant Kürzungen im Programm „Soziale Beratung von Geflüchteten“ um 63 Prozent – Auswirkungen auf Köln
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SPD Anfrage nach § 4
2945 Zeichen
An den Vorsitzenden des Integrationsrates Herrn Tayfun Keltek An die Geschäftsstelle des Integrationsrates SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: AN/1123/2024 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Integrationsrat 03.09.2024 NRW-Landesregierung plant Kürzungen im Programm „Soziale Beratung von Geflüchteten„ um 63 Prozent – Auswirkungen auf Köln Sehr geehrter Herr Vorsitzender Keltek, die SPD-Fraktion bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der kommenden Sitzung des Integrationsrates zu setzen: Im aktuellen NRW-Haushaltsentwurf für das Jahr 2025 sind erhebliche Kürzungen im Pro- gramm „Soziale Beratung von Geflüchteten“ vorgesehen. Die Mittel für dieses Programm sol- len von 35 auf 12,9 Millionen Euro sinken, was einer Kürzung um 63 Prozent entspricht. Diese Kürzung würde zentrale Beratungsangebote wie die Asylverfahrensberatung, die Regi- onale Beratung sowie die psychosoziale Beratung und die psychosozialen Zentren erheblich schwächen. Des Weiteren wurde ein neuer Haushaltstitel „Zuweisungen an die Kreise nach dem Gesetz zur Unterstützung der Kreise bei der Flüchtlingsbetreuung“ eingeführt, der 15,5 Millionen Euro für die Kreise vorsieht, um die Aufnahme, Unterbringung und Versorgung sowie integ- rationsfördernde Maßnahmen zu unterstützen. Da Köln eine kreisfreie Stadt ist, steht zu be- fürchten, dass sie voraussichtlich nicht von diesen Mitteln profitieren kann. Darüber hinaus plant die Landesregierung, 10.379.900 Euro für die Einführung, Nutzung und Bereitstellung von Bezahlkarten in den Kommunen bereitzustellen. Vor diesem Hintergrund bitten wir um die Beantwortung folgender Fragen: 1. Welche konkreten Auswirkungen haben die geplanten Kürzungen der Mittel für die Flüchtlingsberatung auf die Stadt Köln und ihre bestehenden Beratungsangebote für Ge- flüchtete? - 2 - 2. Hat die Stadtverwaltung Kenntnisse dazu, warum die vorgesehenen Pauschalen zur Un- terstützung der Kreise bei der Flüchtlingsbetreuung in der Haushaltsplanung nur für kreisangehörige Gemeinden vorgesehen sind und nicht für kreisfreie Städte wie Köln? 3. Hat sich die Stadtverwaltung schon mit dem Land darüber verständigt, wie sichergestellt werden soll, dass trotz der reduzierten Mittel die notwendige Beratung und Unterstützung für Geflüchtete weiterhin in der bisherigen Qualität in Köln angeboten werden kann? 4. Welche Alternativen zur Finanzierung der Flüchtlingsberatung sieht die Stadt Köln, falls die Landesmittel tatsächlich im geplanten Umfang gekürzt werden? Wir bitten darum, die Anfrage und die Antwort auch dem Ausschuss für Soziales und Se- nior*innen zur Kenntnis zu geben. Mit freundlichen Grüßen, gez. Christian Joisten SPD-Fraktionsvorsitzender
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- AN/1123/2024
- Typ
- SPD Anfrage nach § 4
- Datum
- 28.08.2024
- Erstellt
- 28.08.2024 11:50