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V/0024/2005

Verkehrssituation Schulteweg

Vorlage 10.01.2005

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung Münster-West, Sitzung am 01.02.2005, TOP 3.1

Berichtsvorlage

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Anlage 2 Lageplan

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Anlage 1 Seite 1 Antrag

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Anlage 1 Seite 2 Antrag

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Berichtsvorlage

4323 Zeichen

DER OBERBÜRGERMEISTER 
Stadtplanungsamt 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Verkehrssituation Schulteweg 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
01.02.2005 Bezirksvertretung Münster-West Bericht 
 
 
Bericht: 
 
Antrag von Herrn Dr. Bode und weiterer Anlieger (s. Anlage 1: Schreiben an Herrn Oberbürger-
meister Dr. Tillmann vom 23.08.2004)  
 
 
Die Interessengemeinschaft Schulteweg beklagt sich über die vorherrschenden Verkehrsverhält-
nisse im Bereich des Schulteweges. Sie sieht Gefährdungspotenziale für kleine Kinder und ältere 
Mitmenschen durch zu schnell fahrende Kfz, insbesondere durch die Ihrer Einschätzung nach in 
den vergangenen Jahren stetige Zunahme des Durchgangsverkehrsaufkommens. Nicht zuletzt 
würden auch die Fahrzeuge der AWM häufig zu schnell und z. T. rücksichtslos fahren. 
Des weiteren bemängelt sie den ruhenden Verkehr auf dem Schulteweg. Dieser würde regelmä-
ßig den einseitig anliegenden Gehweg zuparken, so dass die Fußgänger gezwungenermaßen 
auf die Fahrbahn ausweichen müssen.  
 
Bestandsanalyse 
 
Der Schulteweg ist als Anliegerstraße einzustufen und Bestandteil einer Tempo-30-Zone. Lkw-
Verkehr ist als unbedeutend anzusehen und beschränkt sich auf den allgemeinen Wirtschafts-
verkehr. Das Verkehrsaufkommen insgesamt ist als sehr gering anzusehen und resultiert im we-
sentlichen aus dem Quell- und Zielverkehr des nahen Umfeldes. Es kann jedoch nicht ausge-
schlossen werden, dass wohngebietseigener Ziel-, Quell- und Binnenverkehr - dieser wird von 
den Anliegern offensichtlich als Durchgangsverkehr wahrgenommen - den Schulteweg benutzt. 
Sonstiger Durchgangsverkehr ist aufgrund der Lage im Straßennetz eher die Ausnahme als die 
Regel. Beispielhaft sei hier die „mögliche Wegebeziehung“ Albert-Schweitzer-Straße – Schmed-
dingstraße – Schulteweg – Auf dem Draun – Sentruper Straße angeführt. Verkehrsbelastungs-
zahlen für den Schulteweg wurden nicht ermittelt, da der Aufwand hierfür in keinem vertretbaren 
Verhältnis zum Ergebnis steht. Beobachtungen vor Ort bestätigen diese Einschätzung. 
Der Straßenquerschnitt Schulteweg gliedert sich in eine 4,50 m (Einmündungsbereich Schulte-
weg-Schmeddingstraße) bis 5,60 m (Einmündungsbereich Schulteweg-Theresiengrund) breite 
Fahrbahn mit einem einseitig anliegendendem 1,35 m breiten Gehweg (s. Anlage 2: Lageplan). 
  
 
Vorlagen-Nr.: 
V/0024/2005 
Auskunft erteilt: 
Herr  Witt 
Ruf: 
492 61 60 
E-Mail: 
WittG@stadt-muenster.de 
Datum: 
10.01.2005 
Öffentliche Berichtsvorlage

2 
Planungsansatz 
 
In einem Gespräch vor Ort wurde die Gesamtproblematik mit Vertretern der Anlieger, der Polizei 
und der Fachverwaltung erörtert. Hiernach sollen auf ausdrücklichen Wunsch der Anlieger die 
Einmündungsbereiche Schulteweg/Schmeddingstraße und Schulteweg/Theresiengrund jeweils 
durch einen Freiburger Kegel als Maßnahme zur Verkehrsberuhigung eingeengt werden (s. La-
geplan). 
Andere Maßnahmen, wie z. B. Fahrbahnaufpflasterungen (Schwellen), Durchfahrtsverbot für 
Nichtanlieger u.s.w. – wie im Antrag formuliert - wurden nach erfolgter Versachlichung der Dis-
kussion nicht näher in Betracht gezogen. 
Zielsetzung soll sein, den motorisierten Verkehrsteilnehmern durch die Aufstellung von „Freibur-
ger Kegel“ klar erkennbar in Erinnerung zu rufen, dass sie sich in einer Tempo-30-Zone befinden 
und demzufolge auch das Fahrverhalten hiernach auszurichten haben. 
 
Die Kosten hierfür betragen ca. 1.900,- EUR und wären vom Grundsatz her aus der Haushalts-
stelle 6308.950.1056.6 Bauk. Str. kl. Verkehrsberuhigungsmaßnahmen / Tempo 30 im Bezirk 
West zu begleichen. 
 
Ergänzend hierzu wurde den Antragstellern empfohlen, eine alternierende Parkordnung auf der 
Straße als Maßnahme zur Verkehrsberuhigung zu praktizieren. 
 
Fazit 
  
Aus fachplanerischer Sicht heraus sind die aufgezeigten zwei Freiburger Kegel als Angebotspla-
nung zu verstehen, da ein zwingendender Handlungsbedarf aufgrund einer unzureichenden Ver-
kehrsicherheit nicht hergeleitet werden kann. 
 
Die Verwaltung erstellt eine Beschlussvorlage zur Freigabe der Finanzmittel, sofern die Bezirks-
vertretung Münster-West dem Wunsch der Anlieger nach Verkehrsberuhigungsmaßnahmen fol-
gen will. 
 
 
 
 
I. V. 
 
 
 
Schultheiß 
Stadtdirektor 
 
 
 
 
Anlagen: 
 
1. Schreiben des Herrn Dr. Bode und weiterer Anlieger an Herrn Oberbürgermeister Dr. Till-
mann 
2. Lageplan

Anlage 1 Seite 1 Antrag

2359 Zeichen

Anlage 1 Seite 1

Herrn Oberbürgermeister Dr. Tillmann
Stadt Münster

Münster, 23.08.2004

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

hoffentlich hatten Sie schöne Ferien gehabt und können sich jetzt ausgeruht und mit neuer
Kraft der Kommunalpolitik widmen.

„Münster kinderfreundlichste Stadt Deutschlands“ - damit das auch weiter so bleibt, sind die
Politiker, die „machen statt meckern“, auch auf Anregungen aus der Bevölkerung
angewiesen

Wir möchten Ihnen Ideen für eine Verbesserung in unserem Stadtteil geben.

Wir sind Anwohner im Bereich des Schulteweges. Beim Schulteweg handelt es sich wie der
Name schon sagt um einen kleinen Weg mit z.T. umübersichtlichen Grundstückseinfahrten.
Bürgersteige, die zudem häufig zugeparkt sind, finden sich nur auf einer Straßenseite. In
unmittelbarer Nachbarschaft wohnen weitere Familien mit kleinen Kindern und viele ältere
geh- und sehbehinderte Menschen.

Wir haben Sorge um unsere Kinder und älteren Mitmenschen.

Der Schulteweg wird von vielen Autofahrern als Abkürzung und Durchgangsstraße benutzt.
Trotz Tempo -30-Zone ist in diesem kleinen Weg das Tempo der Autos oft viel zu hoch und
der Situation nicht angemessen. Dabei fahren in der Regel nicht die Anwohner zu schnell.
sondern insbesondere der Durchgangsverkehr. Auch die Müllabfuhr mit ihren großen Wagen
fährt häufig viel zu schnell und z.T. rücksichtslos. Unsere Kinder spielen zwar meist auf den
Grundstücken, können jedoch auch unbeobachtet schon das Törchen selbst öffnen und dann
unvermutet auf den Schulteweg rennen.

Die gesunde Entwicklung eines Kindes erfordert jedoch eine „sensible“ Verkehrssituation, in
der adäquates Verkehrsverhalten erlernt werden kann.

Der Schulteweg sollte für Durchgangsverkehr gesperrt werden. Das könnte unserer Meinung
nach am bestem mit einer Umwandlung in eine künstliche Sackgasse (z.B. in Höhe
Theresiengrund/Ecke Schulteweg) vermieden werden. Auch eine „Durchfahrt-verboten-
Anwohner frei“-Reglung wäre hier eine gute Möglichkeit.

Von der Verwaltung wird diese Möglichkeit offensichtlich abgelehnt — auch noch mit der
Begründung, dass die Anwohner der Straße „Auf dem Draun“ (Hier handelt es sich um eine
Strasse mit beidseitigen breiten Bürgersteigen) den Schulteweg als Abkürzung benutzen.
Vermutlich wird der Durchgangsverkehr noch zunehmen, wenn die Schmeddingstraße wie
geplant eine Fahrradstraße wird.

Anlage 1 Seite 2 Antrag

1435 Zeichen

Anlage 1 Seite 2

Auch für geschwindigkeitsreduzierende Straßenveränderung z.B. mit Betoninseln,
Fahrbahnmarkierungen o.ä. ist offensichtlich kein Geld vorhanden Wir verweisen auf das in
Kopie beiliegende Schreiben von Frau Kosmider, die sich freundlicherweise schon für uns
einzusetzen versuchte (leider ohne Erfolg).

Vom Ordnungsamt wurde uns empfohlen „versetzt“ zu parken. Das ist hier nicht
durchführbar, da ein Parken nur auf einer Straßenseite möglich ist.

Wir Erwachsene sind von dem Autoverkehr nicht unmittelbar betroffen, können auf
gefährliche Situationen adäquat und schnell reagieren.

Uns geht es um Sicherheit der schwächeren Verkehrteilnehmer. In unserer unmittelbaren
Nachbarschaft wohnen ca. 10 Kinder im Kindergarten-/Grundschulalter und sicher ebenso
viele ältere, hilfsbedürftige geh- und sehbehinderte Menschen, die noch nicht bzw. nicht mehr
schnell genug auf Gefahren im Straßenverkehr reagieren können.

Wir bitten Sie als jetzigen und hoffentlich auch zukünftigen Oberbürgermeister der Stadt
Münster Ihren Einfluss auf die Wohnqualität und Sicherheit auch für die Schwächeren der
Gesellschaft in diesem Sinne geltend zu machen. Vielleicht wäre es ja auch möglich mit
einem Ihrer Mitarbeiter (aus dem Straßenverkehrsamt oder Ordnungsamt) hier einmal die
Situation vor Ort zu besprechen und nach Lösungen zu suchen.

Dafür stehen wir gerne zur Verfügung und wünschen Ihnen für den Wahlkampf 2004 viel
Erfolg.

Beratungsverlauf (1)

01.02.2005 Bezirksvertretung Münster-West
TOP 3.1 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (6)

  • Albert-Schweitzer-Straße
  • Sentruper Straße
  • Schmeddingstraße
  • Schulteweg
  • Auf dem Draun
  • Theresiengrund

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0024/2005
Typ
Vorlage
Datum
10.01.2005
Erstellt
06.10.2020 14:37