AN/0261/2018
Umbenennung der Heinrich-Lersch-Straße in Köln-Neubrück
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Antrag_SPD_LINKE_AN-0261-2018 (Druckstück für Sitzung am 21.06.2018)
5663 Zeichen
Herrn Bezirksbürgermeister Marco Pagano Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Bezirksvertretung Kalk Kalker Hauptstr. 247-273 51103 Köln-Kalk Markus Klein Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion E-Mail: markus_klein@koeln.de HP Fischer Fraktionsvorsitzender der Fraktion DIE LINKE. E-Mail: Linke-BV8@stadt-koeln.de Eingang beim Bezirksbürgermeister: 21.02.2018 AN/0261/2018 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Bezirksvertretung 8 (Kalk) 08.03.2018, TOP 7.2 -zurückgestellt- Bezirksvertretung 8 (Kalk) 03.05.2018, TOP 7.1 -zurückgestellt- Bezirksvertretung 8 (Kalk) 21.06.2018, TOP 7.1 Umbenennung der Heinrich-Lersch-Straße in Köln-Neubrück Gemeinsamer Antrag der SPD-Fraktion und der Fraktion DIE LINKE. vom 21.02.2018 Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, derzeit ist eine Änderung der 1999 verabschiedeten „Richtlinien des Rates für die Neu- und Umbenennung von Straßen und Plätzen“ zu den „Richtlinien für die Be- nennung von Straßen“ in der politischen Diskussion. Im Verwaltungsvorschlag zu den neuen Richtlinien ist unter § 3 Punkt 1 Absatz b) eine Umbenennung der Straße vorgesehen, „wenn bei einer Person nachträglich Aspekte im Geschichtsbild bekannt werden, die bei rechtzeitiger Kenntnis die Benennung verhindert hätten.“ In den der- zeit gültigen Richtlinien heißt es, dass eine Benennung nur nach Personen in Frage käme, deren Geschichtsbild abgeklärt ist. Egal aber, welche Richtlinie zum Zeitpunkt der Beschlussfassung dieses Antrages Gültigkeit besitzt, ist es politischer und gesellschaftlicher Konsens, dass eine Stra- ßenbenennung nach Nazis und ihren Anhängern abgelehnt wird. Augenscheinlich war am Tag der Benennung der Heinrich-Lersch-Straße am 18.07.1967 das Ge- schichtsbild über Heinrich Lersch noch nicht abgeschlossen, obwohl bereits 1946 eine während der NS-Zeit in Heinrich-Lersch-Straße benannte Straße umbenannt worden war. 2 Seit 1934 war der Erwachsene Lersch ein Mitglied der Hitler-Jugend. Lersch schrieb einige seiner alten Gedichte und Lieder in linientreue Texte um. Seine Anpassung wurde ergänzt durch Unterschriften und Ergebenheitsadressen an Adolf Hitler. So war Lersch Mitunterzeichner des Treuegelöbnisses „88 deutsche Schriftsteller“ für Hitler im Oktober 1933 und des „Aufrufs der Kulturschaffenden“ vom 19.08.1934 zur Vereinigung der Ämter des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers in der Person Hitlers. Er hielt Ansprachen, die im „ Dritten Reich“ die Erfüllung der deutschen Ge- schichte feierten. Lersch wollte der SS beitreten; ob er dies tat, ist aber unbekannt. Allerdings war er seit dem 01.08.1935 Mitglied der NSDAP (Nr. 3701750). In den Augen der Antragsteller sind dies bereits Gründe genug für eine Umbenen- nung. Darüber hinaus aber ist auch Punkt 2 der alten Richtlinie und § 2 der neuen Richtlinie tangiert, nach denen ein Straßenname (auch ähnliche) nicht doppelt im Stadtgebiet vorkommen soll. So gibt es bereits seit dem 30.03.1937 in Köln-Weiden einen Ler- schweg. Die Straßen im Stadtteil Neubrück wurden zum Teil nach berühmten Personen des Zeitgeschehens aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts benannt, die oftmals durch ihr gesellschaftliches und politisches Wirken direkt an der europäischen Eini- gungsbewegung beteiligt waren. Mit einigen Straßennamen wurden Persönlichkeiten der Frauen- oder Arbeiterbewegung geehrt, beispielsweise Helene Weber und Lud- wig Quidde. Im Mittel- und Westteil Neubrücks wird Schriftsteller*innen und im Süden bildenden Künstlern gedacht. Die Heinrich-Lersch-Straße ist die gedachte Verlängerung der Robert-Schuman- Straße (ehemaliger französischer Außenminister) und der Neubrücker Ring hieß bis 1992 Stresemannstraße, sodass auch die Bezeichnung nach einer Politikerin in die Systematik der Straßennamen passt. Regine Hildebrandt war eine Politikerin der Deutschen Einheit, die nicht geringer ein- zuschätzen ist, als die europäische Einheit. Hildebrandt war wegen ihres außerge- wöhnlich offenen, volksnahen, oft auch undiplomatischen Auftretens bundesweit po- pulär, was auch in dem Spitznamen „Mutter Courage des Ostens“ zum Ausdruck kam. Regine Hildebrandt war nie Mitglied der FDJ und eine Mitarbeit für die Stasi ist nicht bekannt. Außerdem würde durch die Umbenennung einer Straße von einem Männernamen zu einem Frauennamen auch ein weiterer Schritt zu einem ausgewogenen Verhältnis in Bezug auf weibliche und männliche Namen erfolgen. Daher bitten die Antragsteller folgendes zu beschließen: Die Bezirksvertretung Köln bittet die Verwaltung, 1. zu prüfen, ob die Heinrich-Lersch-Straße in Köln-Neubrück nach Punkt 4 der „Richtlinien des Rates für die Neu- und Umbenennung von Straßen und Plätzen“ gemäß Ratsbeschluss vom 26.08.1999 umbenannt werden kann, falls Recherchen der Verwaltung ergeben, dass bei Heinrich Lersch Aspekte im Geschichtsbild festgestellt werden, die heute die Be- nennung verhindert hätten. 3 2. zu prüfen, ob im Falle eines positiven Prüfungsergebnisses zu Ziffer 1. die Person Regine Hildebrandt (geborene Radischewski; * 26. April 1941; † 26. November 2001) die unter Punkt 3 der oben genannten Benen- nungsrichtlinie aufgeführten Voraussetzungen erfüllt. 3. im Falle der positiven Prüfung zu Ziffer 2. der Bezirksvertretung Kalk ei- ne Beschlussvorlage zur Umbenennung der Heinrich-Lersch-Straße in Regine-Hildebrandt-Straße vorzulegen. Mit freundlichen Grüßen gez. Markus Klein Markus Klein HP Fischer SPD-Fraktionsvorsitzender Fraktionsvorsitzender der Fraktion DIE LINKE.
Antrag_SPD_LINKE_AN-0261-2018 (Druckstück für Sitzung am 03.05.2018)
5597 Zeichen
Herrn Bezirksbürgermeister Marco Pagano Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Bezirksvertretung Kalk Kalker Hauptstr. 247-273 51103 Köln-Kalk Markus Klein Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion E-Mail: markus_klein@koeln.de HP Fischer Fraktionsvorsitzender der Fraktion DIE LINKE. E-Mail: Linke-BV8@stadt-koeln.de Eingang beim Bezirksbürgermeister: 21.02.2018 AN/0261/2018 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Bezirksvertretung 8 (Kalk) 08.03.2018, TOP 7.2 -zurückgestellt- Bezirksvertretung 8 (Kalk) 03.05.2018, TOP 7.1 Umbenennung der Heinrich-Lersch-Straße in Köln-Neubrück Gemeinsamer Antrag der SPD-Fraktion und der Fraktion DIE LINKE. vom 21.02.2018 Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, derzeit ist eine Änderung der 1999 verabschiedeten „Richtlinien des Rates für die Neu- und Umbenennung von Straßen und Plätzen“ zu den „Richtlinien für die Be- nennung von Straßen“ in der politischen Diskussion. Im Verwaltungsvorschlag zu den neuen Richtlinien ist unter § 3 Punkt 1 Absatz b) eine Umbenennung der Straße vorgesehen, „wenn bei einer Person nachträglich Aspekte im Geschichtsbild bekannt werden, die bei rechtzeitiger Kenntnis die Benennung verhindert hätten.“ In den der- zeit gültigen Richtlinien heißt es, dass eine Benennung nur nach Personen in Frage käme, deren Geschichtsbild abgeklärt ist. Egal aber, welche Richtlinie zum Zeitpunkt der Beschlussfassung dieses Antrages Gültigkeit besitzt, ist es politischer und gesellschaftlicher Konsens, dass eine Stra- ßenbenennung nach Nazis und ihren Anhängern abgelehnt wird. Augenscheinlich war am Tag der Benennung der Heinrich-Lersch-Straße am 18.07.1967 das Ge- schichtsbild über Heinrich Lersch noch nicht abgeschlossen, obwohl bereits 1946 eine während der NS-Zeit in Heinrich-Lersch-Straße benannte Straße umbenannt worden war. 2 Seit 1934 war der Erwachsene Lersch ein Mitglied der Hitler-Jugend. Lersch schrieb einige seiner alten Gedichte und Lieder in linientreue Texte um. Seine Anpassung wurde ergänzt durch Unterschriften und Ergebenheitsadressen an Adolf Hitler. So war Lersch Mitunterzeichner des Treuegelöbnisses „88 deutsche Schriftsteller“ für Hitler im Oktober 1933 und des „Aufrufs der Kulturschaffenden“ vom 19.08.1934 zur Vereinigung der Ämter des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers in der Person Hitlers. Er hielt Ansprachen, die im „ Dritten Reich“ die Erfüllung der deutschen Ge- schichte feierten. Lersch wollte der SS beitreten; ob er dies tat, ist aber unbekannt. Allerdings war er seit dem 01.08.1935 Mitglied der NSDAP (Nr. 3701750). In den Augen der Antragsteller sind dies bereits Gründe genug für eine Umbenen- nung. Darüber hinaus aber ist auch Punkt 2 der alten Richtlinie und § 2 der neuen Richtlinie tangiert, nach denen ein Straßenname (auch ähnliche) nicht doppelt im Stadtgebiet vorkommen soll. So gibt es bereits seit dem 30.03.1937 in Köln-Weiden einen Ler- schweg. Die Straßen im Stadtteil Neubrück wurden zum Teil nach berühmten Personen des Zeitgeschehens aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts benannt, die oftmals durch ihr gesellschaftliches und politisches Wirken direkt an der europäischen Eini- gungsbewegung beteiligt waren. Mit einigen Straßennamen wurden Persönlichkeiten der Frauen- oder Arbeiterbewegung geehrt, beispielsweise Helene Weber und Lud- wig Quidde. Im Mittel- und Westteil Neubrücks wird Schriftsteller*innen und im Süden bildenden Künstlern gedacht. Die Heinrich-Lersch-Straße ist die gedachte Verlängerung der Robert-Schuman- Straße (ehemaliger französischer Außenminister) und der Neubrücker Ring hieß bis 1992 Stresemannstraße, sodass auch die Bezeichnung nach einer Politikerin in die Systematik der Straßennamen passt. Regine Hildebrandt war eine Politikerin der Deutschen Einheit, die nicht geringer ein- zuschätzen ist, als die europäische Einheit. Hildebrandt war wegen ihres außerge- wöhnlich offenen, volksnahen, oft auch undiplomatischen Auftretens bundesweit po- pulär, was auch in dem Spitznamen „Mutter Courage des Ostens“ zum Ausdruck kam. Regine Hildebrandt war nie Mitglied der FDJ und eine Mitarbeit für die Stasi ist nicht bekannt. Außerdem würde durch die Umbenennung einer Straße von einem Männernamen zu einem Frauennamen auch ein weiterer Schritt zu einem ausgewogenen Verhältnis in Bezug auf weibliche und männliche Namen erfolgen. Daher bitten die Antragsteller folgendes zu beschließen: Die Bezirksvertretung Köln bittet die Verwaltung, 1. zu prüfen, ob die Heinrich-Lersch-Straße in Köln-Neubrück nach Punkt 4 der „Richtlinien des Rates für die Neu- und Umbenennung von Straßen und Plätzen“ gemäß Ratsbeschluss vom 26.08.1999 umbenannt werden kann, falls Recherchen der Verwaltung ergeben, dass bei Heinrich Lersch Aspekte im Geschichtsbild festgestellt werden, die heute die Be- nennung verhindert hätten. 3 2. zu prüfen, ob im Falle eines positiven Prüfungsergebnisses zu Ziffer 1. die Person Regine Hildebrandt (geborene Radischewski; * 26. April 1941; † 26. November 2001) die unter Punkt 3 der oben genannten Benen- nungsrichtlinie aufgeführten Voraussetzungen erfüllt. 3. im Falle der positiven Prüfung zu Ziffer 2. der Bezirksvertretung Kalk ei- ne Beschlussvorlage zur Umbenennung der Heinrich-Lersch-Straße in Regine-Hildebrandt-Straße vorzulegen. Mit freundlichen Grüßen gez. Markus Klein Markus Klein HP Fischer SPD-Fraktionsvorsitzender Fraktionsvorsitzender der Fraktion DIE LINKE.
Antrag_SPD_LINKE_AN-0261-2018
5531 Zeichen
Herrn Bezirksbürgermeister Marco Pagano Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Bezirksvertretung Kalk Kalker Hauptstr. 247-273 51103 Köln-Kalk Markus Klein Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion E-Mail: markus_klein@koeln.de HP Fischer Fraktionsvorsitzender der Fraktion DIE LINKE. E-Mail: Linke-BV8@stadt-koeln.de Eingang beim Bezirksbürgermeister: 21.02.2018 AN/0261/2018 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Bezirksvertretung 8 (Kalk) 08.03.2018, TOP 7.2 Umbenennung der Heinrich-Lersch-Straße in Köln-Neubrück Gemeinsamer Antrag der SPD-Fraktion und der Fraktion DIE LINKE. vom 21.02.2018 Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, derzeit ist eine Änderung der 1999 verabschiedeten „Richtlinien des Rates für die Neu- und Umbenennung von Straßen und Plätzen“ zu den „Richtlinien für die Be- nennung von Straßen“ in der politischen Diskussion. Im Verwaltungsvorschlag zu den neuen Richtlinien ist unter § 3 Punkt 1 Absatz b) eine Umbenennung der Straße vorgesehen, „wenn bei einer Person nachträglich Aspekte im Geschichtsbild bekannt werden, die bei rechtzeitiger Kenntnis die Benennung verhindert hätten.“ In den der- zeit gültigen Richtlinien heißt es, dass eine Benennung nur nach Personen in Frage käme, deren Geschichtsbild abgeklärt ist. Egal aber, welche Richtlinie zum Zeitpunkt der Beschlussfassung dieses Antrages Gültigkeit besitzt, ist es politischer und gesellschaftlicher Konsens, dass eine Stra- ßenbenennung nach Nazis und ihren Anhängern abgelehnt wird. Augenscheinlich war am Tag der Benennung der Heinrich-Lersch-Straße am 18.07.1967 das Ge- schichtsbild über Heinrich Lersch noch nicht abgeschlossen, obwohl bereits 1946 eine während der NS-Zeit in Heinrich-Lersch-Straße benannte Straße umbenannt worden war. 2 Seit 1934 war der Erwachsene Lersch ein Mitglied der Hitler-Jugend. Lersch schrieb einige seiner alten Gedichte und Lieder in linientreue Texte um. Seine Anpassung wurde ergänzt durch Unterschriften und Ergebenheitsadressen an Adolf Hitler. So war Lersch Mitunterzeichner des Treuegelöbnisses „88 deutsche Schriftsteller“ für Hitler im Oktober 1933 und des „Aufrufs der Kulturschaffenden“ vom 19.08.1934 zur Vereinigung der Ämter des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers in der Person Hitlers. Er hielt Ansprachen, die im „ Dritten Reich“ die Erfüllung der deutschen Ge- schichte feierten. Lersch wollte der SS beitreten; ob er dies tat, ist aber unbekannt. Allerdings war er seit dem 01.08.1935 Mitglied der NSDAP (Nr. 3701750). In den Augen der Antragsteller sind dies bereits Gründe genug für eine Umbenen- nung. Darüber hinaus aber ist auch Punkt 2 der alten Richtlinie und § 2 der neuen Richtlinie tangiert, nach denen ein Straßenname (auch ähnliche) nicht doppelt im Stadtgebiet vorkommen soll. So gibt es bereits seit dem 30.03.1937 in Köln-Weiden einen Ler- schweg. Die Straßen im Stadtteil Neubrück wurden zum Teil nach berühmten Personen des Zeitgeschehens aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts benannt, die oftmals durch ihr gesellschaftliches und politisches Wirken direkt an der europäischen Eini- gungsbewegung beteiligt waren. Mit einigen Straßennamen wurden Persönlichkeiten der Frauen- oder Arbeiterbewegung geehrt, beispielsweise Helene Weber und Lud- wig Quidde. Im Mittel- und Westteil Neubrücks wird Schriftsteller*innen und im Süden bildenden Künstlern gedacht. Die Heinrich-Lersch-Straße ist die gedachte Verlängerung der Robert-Schuman- Straße (ehemaliger französischer Außenminister) und der Neubrücker Ring hieß bis 1992 Stresemannstraße, sodass auch die Bezeichnung nach einer Politikerin in die Systematik der Straßennamen passt. Regine Hildebrandt war eine Politikerin der Deutschen Einheit, die nicht geringer ein- zuschätzen ist, als die europäische Einheit. Hildebrandt war wegen ihres außerge- wöhnlich offenen, volksnahen, oft auch undiplomatischen Auftretens bundesweit po- pulär, was auch in dem Spitznamen „Mutter Courage des Ostens“ zum Ausdruck kam. Regine Hildebrandt war nie Mitglied der FDJ und eine Mitarbeit für die Stasi ist nicht bekannt. Außerdem würde durch die Umbenennung einer Straße von einem Männernamen zu einem Frauennamen auch ein weiterer Schritt zu einem ausgewogenen Verhältnis in Bezug auf weibliche und männliche Namen erfolgen. Daher bitten die Antragsteller folgendes zu beschließen: Die Bezirksvertretung Köln bittet die Verwaltung, 1. zu prüfen, ob die Heinrich-Lersch-Straße in Köln-Neubrück nach Punkt 4 der „Richtlinien des Rates für die Neu- und Umbenennung von Straßen und Plätzen“ gemäß Ratsbeschluss vom 26.08.1999 umbenannt werden kann, falls Recherchen der Verwaltung ergeben, dass bei Heinrich Lersch Aspekte im Geschichtsbild festgestellt werden, die heute die Be- nennung verhindert hätten. 3 2. zu prüfen, ob im Falle eines positiven Prüfungsergebnisses zu Ziffer 1. die Person Regine Hildebrandt (geborene Radischewski; * 26. April 1941; † 26. November 2001) die unter Punkt 3 der oben genannten Benen- nungsrichtlinie aufgeführten Voraussetzungen erfüllt. 3. im Falle der positiven Prüfung zu Ziffer 2. der Bezirksvertretung Kalk ei- ne Beschlussvorlage zur Umbenennung der Heinrich-Lersch-Straße in Regine-Hildebrandt-Straße vorzulegen. Mit freundlichen Grüßen gez. Markus Klein Markus Klein HP Fischer SPD-Fraktionsvorsitzender Fraktionsvorsitzender der Fraktion DIE LINKE.
Sachstandsbericht BV
1171 Zeichen
Dezernat, Dienststelle
VIII/23
Vorlagen-Nummer
AN/0261/2018
Stand: 25.07.2024
Sachstandsbericht
Umbenennung der Heinrich-Lersch-Straße in Köln-Neubrück
Gemeinsamer Antrag der SPD-Fraktion und der Fraktion DIE LINKE. vom 21.02.2018
Beschluss:
Die Bezirksvertretung Köln bittet die Verwaltung, zu prüfen, ob die Heinrich-Lersch-Straße in
Köln-Neubrück nach Punkt 4 der „Richtlinien des Rates für die Neu- und Umbenennung von
Straßen und Plätzen“ gemäß Ratsbeschluss vom 26.08.1999 umbenannt werden kann, falls
Recherchen der Verwaltung ergeben, dass bei Heinrich Lersch Aspekte im Geschichtsbild
festgestellt werden, die heute die Benennung verhindert hätten.
Status in Bearbeitung
erledigt
Aktueller Bearbeitungsstand:
Die Prüfung wurde durchgeführt. Auf Basis des o.g. Prüfantrags hat die Bezirksvertretung
Kalk mit Beschluss vom 07.02.2019 – Vorlagennummer 4172/2018 - die Heinrich-Lersch-
Straße in Köln-Neubrück in Käthe-Schlechter-Straße umbenannt. Der Umbenennungsbe-
schluss wurde im Amtsblatt der Stadt Köln vom 24.07.2019 bekannt gegeben.
Nächste Schritte:
keine
Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den:
kein
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zurückgestellt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0261/2018
- Typ
- Antrag nach § 3 der GeschO des Rates
- Datum
- 22.02.2018
- Erstellt
- 22.02.2018 09:59