Mandari Insight

AN/0261/2018

Umbenennung der Heinrich-Lersch-Straße in Köln-Neubrück

Antrag nach § 3 der GeschO des Rates 22.02.2018

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Bezirksvertretung 8 (Kalk), Sitzung am 08.03.2018, TOP 7.2

Antrag_SPD_LINKE_AN-0261-2018 (Druckstück für Sitzung am 21.06.2018)

· application/pdf

Ansehen

Antrag_SPD_LINKE_AN-0261-2018 (Druckstück für Sitzung am 03.05.2018)

· application/pdf

Ansehen

Antrag_SPD_LINKE_AN-0261-2018

· application/pdf

Ansehen

Sachstandsbericht BV

· application/pdf

Ansehen

Antrag_SPD_LINKE_AN-0261-2018 (Druckstück für Sitzung am 21.06.2018)

5663 Zeichen

Herrn 
Bezirksbürgermeister 
Marco Pagano 
 
Frau 
Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
Bezirksvertretung Kalk 
Kalker Hauptstr. 247-273 
51103 Köln-Kalk 
 
Markus Klein 
Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion 
E-Mail: markus_klein@koeln.de 
 
HP Fischer 
Fraktionsvorsitzender der Fraktion DIE LINKE. 
E-Mail: Linke-BV8@stadt-koeln.de 
 
 
 Eingang beim Bezirksbürgermeister: 21.02.2018 
 AN/0261/2018 
 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates 
 
 
Gremium Datum der Sitzung 
Bezirksvertretung 8 (Kalk) 08.03.2018, TOP 7.2 
-zurückgestellt- 
Bezirksvertretung 8 (Kalk) 03.05.2018, TOP 7.1 
-zurückgestellt- 
Bezirksvertretung 8 (Kalk) 21.06.2018, TOP 7.1 
 
Umbenennung der Heinrich-Lersch-Straße in Köln-Neubrück 
Gemeinsamer Antrag der SPD-Fraktion und der Fraktion DIE LINKE. vom 
21.02.2018 
 
Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, 
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
 
derzeit ist eine Änderung der 1999 verabschiedeten „Richtlinien des Rates für die 
Neu- und Umbenennung von Straßen und Plätzen“ zu den „Richtlinien für die Be-
nennung von Straßen“ in der politischen Diskussion. Im Verwaltungsvorschlag zu 
den neuen Richtlinien ist unter § 3 Punkt 1 Absatz b) eine Umbenennung der Straße 
vorgesehen, „wenn bei einer Person nachträglich Aspekte im Geschichtsbild bekannt 
werden, die bei rechtzeitiger Kenntnis die Benennung verhindert hätten.“ In den der-
zeit gültigen Richtlinien heißt es, dass eine Benennung nur nach Personen in Frage 
käme, deren Geschichtsbild abgeklärt ist.  
 
Egal aber, welche Richtlinie zum Zeitpunkt der Beschlussfassung dieses Antrages 
Gültigkeit besitzt, ist es politischer und gesellschaftlicher Konsens, dass eine Stra-
ßenbenennung nach Nazis und ihren Anhängern abgelehnt wird. Augenscheinlich 
war am Tag der Benennung der Heinrich-Lersch-Straße am 18.07.1967 das Ge-
schichtsbild über Heinrich Lersch noch nicht abgeschlossen, obwohl bereits 1946 
eine während der NS-Zeit in Heinrich-Lersch-Straße benannte Straße umbenannt 
worden war.

2 
 
 
 
 
Seit 1934 war der Erwachsene Lersch ein Mitglied der Hitler-Jugend. Lersch schrieb 
einige seiner alten Gedichte und Lieder in linientreue Texte um. Seine Anpassung 
wurde ergänzt durch Unterschriften und Ergebenheitsadressen an Adolf Hitler. So 
war Lersch Mitunterzeichner des Treuegelöbnisses „88 deutsche Schriftsteller“ für 
Hitler im Oktober 1933 und des „Aufrufs der Kulturschaffenden“ vom 19.08.1934 zur 
Vereinigung der Ämter des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers in der Person 
Hitlers. Er hielt  Ansprachen, die im „ Dritten Reich“ die Erfüllung der deutschen Ge-
schichte feierten. Lersch wollte der SS beitreten; ob er dies tat, ist aber unbekannt. 
Allerdings war er seit dem 01.08.1935 Mitglied der NSDAP (Nr. 3701750). 
In den Augen der Antragsteller sind dies bereits Gründe genug für eine Umbenen-
nung.  
 
Darüber hinaus aber ist auch Punkt 2 der alten Richtlinie und § 2 der neuen Richtlinie 
tangiert, nach denen ein Straßenname (auch ähnliche) nicht doppelt im Stadtgebiet 
vorkommen soll. So gibt es bereits seit dem 30.03.1937 in Köln-Weiden einen Ler-
schweg. 
 
Die Straßen im Stadtteil Neubrück wurden zum Teil nach berühmten Personen des 
Zeitgeschehens aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts benannt, die oftmals 
durch ihr gesellschaftliches und politisches Wirken direkt an der europäischen Eini-
gungsbewegung beteiligt waren. Mit einigen Straßennamen wurden Persönlichkeiten 
der Frauen- oder Arbeiterbewegung geehrt, beispielsweise Helene Weber und Lud-
wig Quidde. Im Mittel- und Westteil Neubrücks wird Schriftsteller*innen und im Süden 
bildenden Künstlern gedacht.  
Die Heinrich-Lersch-Straße ist die gedachte Verlängerung der Robert-Schuman-
Straße (ehemaliger französischer Außenminister) und der Neubrücker Ring hieß bis 
1992 Stresemannstraße, sodass auch die Bezeichnung nach einer Politikerin in die 
Systematik der Straßennamen passt. 
 
Regine Hildebrandt war eine Politikerin der Deutschen Einheit, die nicht geringer ein-
zuschätzen ist, als die europäische Einheit. Hildebrandt war wegen ihres außerge-
wöhnlich offenen, volksnahen, oft auch undiplomatischen Auftretens bundesweit po-
pulär, was auch in dem Spitznamen „Mutter Courage des Ostens“ zum Ausdruck 
kam. Regine Hildebrandt war nie Mitglied der FDJ und eine Mitarbeit für die Stasi ist 
nicht bekannt. 
Außerdem würde durch die Umbenennung einer Straße von einem Männernamen zu 
einem Frauennamen auch ein weiterer Schritt zu einem ausgewogenen Verhältnis in 
Bezug auf weibliche und männliche Namen erfolgen. 
 
Daher bitten die Antragsteller folgendes zu beschließen: 
 
Die Bezirksvertretung Köln bittet die Verwaltung, 
 
1. zu prüfen, ob die Heinrich-Lersch-Straße in Köln-Neubrück nach Punkt 4 
der „Richtlinien des Rates für die Neu- und Umbenennung von Straßen 
und Plätzen“ gemäß Ratsbeschluss vom 26.08.1999 umbenannt werden 
kann, falls Recherchen der Verwaltung ergeben, dass bei Heinrich 
Lersch Aspekte im Geschichtsbild festgestellt werden, die heute die Be-
nennung verhindert hätten.

3 
 
 
 
 
2. zu prüfen, ob im Falle eines positiven Prüfungsergebnisses zu Ziffer 1. 
die Person Regine Hildebrandt (geborene Radischewski; * 26. April 1941; 
† 26. November 2001) die unter Punkt 3 der oben genannten Benen-
nungsrichtlinie aufgeführten Voraussetzungen erfüllt. 
3. im Falle der positiven Prüfung zu Ziffer 2. der Bezirksvertretung Kalk ei-
ne Beschlussvorlage zur Umbenennung der Heinrich-Lersch-Straße in 
Regine-Hildebrandt-Straße vorzulegen. 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
 
 
gez. Markus Klein 
 
Markus Klein   HP Fischer 
SPD-Fraktionsvorsitzender   Fraktionsvorsitzender 
   der Fraktion DIE LINKE.

Antrag_SPD_LINKE_AN-0261-2018 (Druckstück für Sitzung am 03.05.2018)

5597 Zeichen

Herrn 
Bezirksbürgermeister 
Marco Pagano 
 
Frau 
Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
Bezirksvertretung Kalk 
Kalker Hauptstr. 247-273 
51103 Köln-Kalk 
 
Markus Klein 
Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion 
E-Mail: markus_klein@koeln.de 
 
HP Fischer 
Fraktionsvorsitzender der Fraktion DIE LINKE. 
E-Mail: Linke-BV8@stadt-koeln.de 
 
 
 Eingang beim Bezirksbürgermeister: 21.02.2018 
 AN/0261/2018 
 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates 
 
 
Gremium Datum der Sitzung 
Bezirksvertretung 8 (Kalk) 08.03.2018, TOP 7.2 
-zurückgestellt- 
Bezirksvertretung 8 (Kalk) 03.05.2018, TOP 7.1 
 
Umbenennung der Heinrich-Lersch-Straße in Köln-Neubrück 
Gemeinsamer Antrag der SPD-Fraktion und der Fraktion DIE LINKE. vom 
21.02.2018 
 
Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, 
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
 
derzeit ist eine Änderung der 1999 verabschiedeten „Richtlinien des Rates für die 
Neu- und Umbenennung von Straßen und Plätzen“ zu den „Richtlinien für die Be-
nennung von Straßen“ in der politischen Diskussion. Im Verwaltungsvorschlag zu 
den neuen Richtlinien ist unter § 3 Punkt 1 Absatz b) eine Umbenennung der Straße 
vorgesehen, „wenn bei einer Person nachträglich Aspekte im Geschichtsbild bekannt 
werden, die bei rechtzeitiger Kenntnis die Benennung verhindert hätten.“ In den der-
zeit gültigen Richtlinien heißt es, dass eine Benennung nur nach Personen in Frage 
käme, deren Geschichtsbild abgeklärt ist.  
 
Egal aber, welche Richtlinie zum Zeitpunkt der Beschlussfassung dieses Antrages 
Gültigkeit besitzt, ist es politischer und gesellschaftlicher Konsens, dass eine Stra-
ßenbenennung nach Nazis und ihren Anhängern abgelehnt wird. Augenscheinlich 
war am Tag der Benennung der Heinrich-Lersch-Straße am 18.07.1967 das Ge-
schichtsbild über Heinrich Lersch noch nicht abgeschlossen, obwohl bereits 1946 
eine während der NS-Zeit in Heinrich-Lersch-Straße benannte Straße umbenannt 
worden war.

2 
 
 
 
 
Seit 1934 war der Erwachsene Lersch ein Mitglied der Hitler-Jugend. Lersch schrieb 
einige seiner alten Gedichte und Lieder in linientreue Texte um. Seine Anpassung 
wurde ergänzt durch Unterschriften und Ergebenheitsadressen an Adolf Hitler. So 
war Lersch Mitunterzeichner des Treuegelöbnisses „88 deutsche Schriftsteller“ für 
Hitler im Oktober 1933 und des „Aufrufs der Kulturschaffenden“ vom 19.08.1934 zur 
Vereinigung der Ämter des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers in der Person 
Hitlers. Er hielt  Ansprachen, die im „ Dritten Reich“ die Erfüllung der deutschen Ge-
schichte feierten. Lersch wollte der SS beitreten; ob er dies tat, ist aber unbekannt. 
Allerdings war er seit dem 01.08.1935 Mitglied der NSDAP (Nr. 3701750). 
In den Augen der Antragsteller sind dies bereits Gründe genug für eine Umbenen-
nung.  
 
Darüber hinaus aber ist auch Punkt 2 der alten Richtlinie und § 2 der neuen Richtlinie 
tangiert, nach denen ein Straßenname (auch ähnliche) nicht doppelt im Stadtgebiet 
vorkommen soll. So gibt es bereits seit dem 30.03.1937 in Köln-Weiden einen Ler-
schweg. 
 
Die Straßen im Stadtteil Neubrück wurden zum Teil nach berühmten Personen des 
Zeitgeschehens aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts benannt, die oftmals 
durch ihr gesellschaftliches und politisches Wirken direkt an der europäischen Eini-
gungsbewegung beteiligt waren. Mit einigen Straßennamen wurden Persönlichkeiten 
der Frauen- oder Arbeiterbewegung geehrt, beispielsweise Helene Weber und Lud-
wig Quidde. Im Mittel- und Westteil Neubrücks wird Schriftsteller*innen und im Süden 
bildenden Künstlern gedacht.  
Die Heinrich-Lersch-Straße ist die gedachte Verlängerung der Robert-Schuman-
Straße (ehemaliger französischer Außenminister) und der Neubrücker Ring hieß bis 
1992 Stresemannstraße, sodass auch die Bezeichnung nach einer Politikerin in die 
Systematik der Straßennamen passt. 
 
Regine Hildebrandt war eine Politikerin der Deutschen Einheit, die nicht geringer ein-
zuschätzen ist, als die europäische Einheit. Hildebrandt war wegen ihres außerge-
wöhnlich offenen, volksnahen, oft auch undiplomatischen Auftretens bundesweit po-
pulär, was auch in dem Spitznamen „Mutter Courage des Ostens“ zum Ausdruck 
kam. Regine Hildebrandt war nie Mitglied der FDJ und eine Mitarbeit für die Stasi ist 
nicht bekannt. 
Außerdem würde durch die Umbenennung einer Straße von einem Männernamen zu 
einem Frauennamen auch ein weiterer Schritt zu einem ausgewogenen Verhältnis in 
Bezug auf weibliche und männliche Namen erfolgen. 
 
Daher bitten die Antragsteller folgendes zu beschließen: 
 
Die Bezirksvertretung Köln bittet die Verwaltung, 
 
1. zu prüfen, ob die Heinrich-Lersch-Straße in Köln-Neubrück nach Punkt 4 
der „Richtlinien des Rates für die Neu- und Umbenennung von Straßen 
und Plätzen“ gemäß Ratsbeschluss vom 26.08.1999 umbenannt werden 
kann, falls Recherchen der Verwaltung ergeben, dass bei Heinrich 
Lersch Aspekte im Geschichtsbild festgestellt werden, die heute die Be-
nennung verhindert hätten.

3 
 
 
 
 
2. zu prüfen, ob im Falle eines positiven Prüfungsergebnisses zu Ziffer 1. 
die Person Regine Hildebrandt (geborene Radischewski; * 26. April 1941; 
† 26. November 2001) die unter Punkt 3 der oben genannten Benen-
nungsrichtlinie aufgeführten Voraussetzungen erfüllt. 
3. im Falle der positiven Prüfung zu Ziffer 2. der Bezirksvertretung Kalk ei-
ne Beschlussvorlage zur Umbenennung der Heinrich-Lersch-Straße in 
Regine-Hildebrandt-Straße vorzulegen. 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
 
 
gez. Markus Klein 
 
Markus Klein   HP Fischer 
SPD-Fraktionsvorsitzender   Fraktionsvorsitzender 
   der Fraktion DIE LINKE.

Antrag_SPD_LINKE_AN-0261-2018

5531 Zeichen

Herrn 
Bezirksbürgermeister 
Marco Pagano 
 
Frau 
Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
Bezirksvertretung Kalk 
Kalker Hauptstr. 247-273 
51103 Köln-Kalk 
 
Markus Klein 
Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion 
E-Mail: markus_klein@koeln.de 
 
HP Fischer 
Fraktionsvorsitzender der Fraktion DIE LINKE. 
E-Mail: Linke-BV8@stadt-koeln.de 
 
 
 Eingang beim Bezirksbürgermeister: 21.02.2018 
 AN/0261/2018 
 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates 
 
 
Gremium Datum der Sitzung 
Bezirksvertretung 8 (Kalk) 08.03.2018, TOP 7.2 
 
Umbenennung der Heinrich-Lersch-Straße in Köln-Neubrück 
Gemeinsamer Antrag der SPD-Fraktion und der Fraktion DIE LINKE. vom 
21.02.2018 
 
Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, 
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
 
derzeit ist eine Änderung der 1999 verabschiedeten „Richtlinien des Rates für die 
Neu- und Umbenennung von Straßen und Plätzen“ zu den „Richtlinien für die Be-
nennung von Straßen“ in der politischen Diskussion. Im Verwaltungsvorschlag zu 
den neuen Richtlinien ist unter § 3 Punkt 1 Absatz b) eine Umbenennung der Straße 
vorgesehen, „wenn bei einer Person nachträglich Aspekte im Geschichtsbild bekannt 
werden, die bei rechtzeitiger Kenntnis die Benennung verhindert hätten.“ In den der-
zeit gültigen Richtlinien heißt es, dass eine Benennung nur nach Personen in Frage 
käme, deren Geschichtsbild abgeklärt ist.  
 
Egal aber, welche Richtlinie zum Zeitpunkt der Beschlussfassung dieses Antrages 
Gültigkeit besitzt, ist es politischer und gesellschaftlicher Konsens, dass eine Stra-
ßenbenennung nach Nazis und ihren Anhängern abgelehnt wird. Augenscheinlich 
war am Tag der Benennung der Heinrich-Lersch-Straße am 18.07.1967 das Ge-
schichtsbild über Heinrich Lersch noch nicht abgeschlossen, obwohl bereits 1946 
eine während der NS-Zeit in Heinrich-Lersch-Straße benannte Straße umbenannt 
worden war.

2 
 
 
 
 
Seit 1934 war der Erwachsene Lersch ein Mitglied der Hitler-Jugend. Lersch schrieb 
einige seiner alten Gedichte und Lieder in linientreue Texte um. Seine Anpassung 
wurde ergänzt durch Unterschriften und Ergebenheitsadressen an Adolf Hitler. So 
war Lersch Mitunterzeichner des Treuegelöbnisses „88 deutsche Schriftsteller“ für 
Hitler im Oktober 1933 und des „Aufrufs der Kulturschaffenden“ vom 19.08.1934 zur 
Vereinigung der Ämter des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers in der Person 
Hitlers. Er hielt  Ansprachen, die im „ Dritten Reich“ die Erfüllung der deutschen Ge-
schichte feierten. Lersch wollte der SS beitreten; ob er dies tat, ist aber unbekannt. 
Allerdings war er seit dem 01.08.1935 Mitglied der NSDAP (Nr. 3701750). 
In den Augen der Antragsteller sind dies bereits Gründe genug für eine Umbenen-
nung.  
 
Darüber hinaus aber ist auch Punkt 2 der alten Richtlinie und § 2 der neuen Richtlinie 
tangiert, nach denen ein Straßenname (auch ähnliche) nicht doppelt im Stadtgebiet 
vorkommen soll. So gibt es bereits seit dem 30.03.1937 in Köln-Weiden einen Ler-
schweg. 
 
Die Straßen im Stadtteil Neubrück wurden zum Teil nach berühmten Personen des 
Zeitgeschehens aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts benannt, die oftmals 
durch ihr gesellschaftliches und politisches Wirken direkt an der europäischen Eini-
gungsbewegung beteiligt waren. Mit einigen Straßennamen wurden Persönlichkeiten 
der Frauen- oder Arbeiterbewegung geehrt, beispielsweise Helene Weber und Lud-
wig Quidde. Im Mittel- und Westteil Neubrücks wird Schriftsteller*innen und im Süden 
bildenden Künstlern gedacht.  
Die Heinrich-Lersch-Straße ist die gedachte Verlängerung der Robert-Schuman-
Straße (ehemaliger französischer Außenminister) und der Neubrücker Ring hieß bis 
1992 Stresemannstraße, sodass auch die Bezeichnung nach einer Politikerin in die 
Systematik der Straßennamen passt. 
 
Regine Hildebrandt war eine Politikerin der Deutschen Einheit, die nicht geringer ein-
zuschätzen ist, als die europäische Einheit. Hildebrandt war wegen ihres außerge-
wöhnlich offenen, volksnahen, oft auch undiplomatischen Auftretens bundesweit po-
pulär, was auch in dem Spitznamen „Mutter Courage des Ostens“ zum Ausdruck 
kam. Regine Hildebrandt war nie Mitglied der FDJ und eine Mitarbeit für die Stasi ist 
nicht bekannt. 
Außerdem würde durch die Umbenennung einer Straße von einem Männernamen zu 
einem Frauennamen auch ein weiterer Schritt zu einem ausgewogenen Verhältnis in 
Bezug auf weibliche und männliche Namen erfolgen. 
 
Daher bitten die Antragsteller folgendes zu beschließen: 
 
Die Bezirksvertretung Köln bittet die Verwaltung, 
 
1. zu prüfen, ob die Heinrich-Lersch-Straße in Köln-Neubrück nach Punkt 4 
der „Richtlinien des Rates für die Neu- und Umbenennung von Straßen 
und Plätzen“ gemäß Ratsbeschluss vom 26.08.1999 umbenannt werden 
kann, falls Recherchen der Verwaltung ergeben, dass bei Heinrich 
Lersch Aspekte im Geschichtsbild festgestellt werden, die heute die Be-
nennung verhindert hätten.

3 
 
 
 
 
2. zu prüfen, ob im Falle eines positiven Prüfungsergebnisses zu Ziffer 1. 
die Person Regine Hildebrandt (geborene Radischewski; * 26. April 1941; 
† 26. November 2001) die unter Punkt 3 der oben genannten Benen-
nungsrichtlinie aufgeführten Voraussetzungen erfüllt. 
3. im Falle der positiven Prüfung zu Ziffer 2. der Bezirksvertretung Kalk ei-
ne Beschlussvorlage zur Umbenennung der Heinrich-Lersch-Straße in 
Regine-Hildebrandt-Straße vorzulegen. 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
 
 
gez. Markus Klein 
 
Markus Klein   HP Fischer 
SPD-Fraktionsvorsitzender   Fraktionsvorsitzender 
   der Fraktion DIE LINKE.

Sachstandsbericht BV

1171 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VIII/23 
 
 
Vorlagen-Nummer 
AN/0261/2018
Stand: 25.07.2024 
Sachstandsbericht  
Umbenennung der Heinrich-Lersch-Straße in Köln-Neubrück 
Gemeinsamer Antrag der SPD-Fraktion und der Fraktion DIE LINKE. vom 21.02.2018 
Beschluss: 
Die Bezirksvertretung Köln bittet die Verwaltung, zu prüfen, ob die Heinrich-Lersch-Straße in 
Köln-Neubrück nach Punkt 4 der „Richtlinien des Rates für die Neu- und Umbenennung von 
Straßen und Plätzen“ gemäß Ratsbeschluss vom 26.08.1999 umbenannt werden kann, falls 
Recherchen der Verwaltung ergeben, dass bei Heinrich Lersch Aspekte im Geschichtsbild 
festgestellt werden, die heute die Benennung verhindert hätten. 
 
Status    in Bearbeitung 
 
    erledigt 
 
 
Aktueller Bearbeitungsstand: 
Die Prüfung wurde durchgeführt. Auf Basis des o.g. Prüfantrags hat die Bezirksvertretung 
Kalk mit Beschluss vom 07.02.2019 – Vorlagennummer 4172/2018 - die Heinrich-Lersch-
Straße in Köln-Neubrück in Käthe-Schlechter-Straße umbenannt. Der Umbenennungsbe-
schluss wurde im Amtsblatt der Stadt Köln vom 24.07.2019 bekannt gegeben.   
Nächste Schritte: 
keine 
Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den:  
kein

Beratungsverlauf (1)

08.03.2018 Bezirksvertretung 8 (Kalk)
TOP 7.2 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: zurückgestellt

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0261/2018
Typ
Antrag nach § 3 der GeschO des Rates
Datum
22.02.2018
Erstellt
22.02.2018 09:59