V/0079/2021
Produktions- und Konzeptionsförderungen für freie Theater 2021
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Beschlussvorlage
18970 Zeichen
V/0079/2021
V/0079/2021
Öffentliche Beschlussvorlage
Betrifft
Produktions- und Konzeptionsförderungen für freie Theater 2021
hier: Bestätigung der Entscheidungen des Theaterkuratoriums
Beratungsfolge
23.02.2021 Kulturausschuss Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
Der Kulturausschuss bestätigt die folgenden Entscheidungen des Kuratoriums für Produktions- und
Konzeptionsförderungen für freie Theater für das Jahr 2021.
Die Förderungen stehen unter dem ausdrücklichen Vorbehalt des Ratsbeschlusses über den Haus-
haltsplan 2021 und die damit verbundene Bereitstellung der Haushaltsmittel.
Befürwortungen:
Theatergruppe / -label Projekt Zuschuss
Cactus Junges Theater Produktionsprogramm 2021 31.000 Euro
Bodytalk TanzTheater Produktionen „Romeo & Julia unplagued“ und
„Magical Münstery Tour“
30.000 Euro
Theater T1 Produktion “Verrückt nach Trost” (AT) 30.000 Euro
Freuynde + Gaesdte Produktionsprogramm „Rebellen I-III“ 25.000 Euro
Ballmoos Productions Produktion „Oxford Spacebase“ (AT) 20.000 Euro
Physical Monkey Produktion „Gaia – make our planet sane
again“ (AT)
18.000 Euro
GLOSTER Wiederaufnahme des Stücks „Nur die Toten
kennen Brooklyn“
11.000 Euro
Christian Fries Anschubförderung zur Entwicklung der Pro-
duktion „Tage im März“
5.000 Euro
RUE OBSCURE Konzeptionsförderung zur Entwicklung einer
Produktion / Nachtspaziergang „How to survive
the coming bad years“ (AT)
5.000 Euro
Formation Silvia Jedrusiak Konzeptionsförderung zur Entwicklung einer
Produktion „You clap for me now“
5.000 Euro
Kulturamt
27.01.2021
Ihr/e Ansprechpartner/in:
Herr Ermeling
Telefon: 492-4103
Ermeling@stadt-
muenster.de
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V/0079/2021
Förderempfehlungen an das Kulturamt:
Theatergruppe/-label
Projekt
fiege_mletzko Szenische Lesung „Der Planet Trillaphon im Verhältnis zur Üblen
Sache“
Ablehnungen:
Theatergruppe/-label
Projekt
Cakey Blond Produktion „Glitter“
Gabriele Brüning Produktion „Rosa! Mensch sein ist vor allem die Hauptsache“
CONJAK Szenische Lesung „Mare Nostrum“
GLOSTER Produktion „Naughty Dog / Hungry Bear“
Ensemble FreiFrau Produktion „MutterSeelenAllein“
Thomas Nufer Produktion / Künstlerische Intervention „Terra Westfalica“
Nikola Materne Song-/Textperfomance „She’s gotta have it“
ProArtiSt Productions Produktion „Körper im Widerstand“
Harald Redmer Produktion „Vom Paradies“
Hilde Cromheeke / Lisa Boh-
ren-Harjes
Visuelles Theaterprojekt im städtischen Raum „Stadtbilder“ (AT)
Paradeiser Productions Transdisziplinäre Musiktheaterproduktion „Die Seele der Zeit“
TanzTheaterKollektiv Con Fini Tanzproduktion „Nicht auf dieser Welt“
EinTopf-Theater Theaterproduktion „EinTopf“
Vergissmeinnicht Kollektiv Bewegungstheaterperformance „Vergissmeinnicht“ (AT)
Eva-Maria Lüers Produktion „Bremer Freiheit“
White Elephant Collective Produktion „Undine tanzt“ (AT)
Kollektiv | Körper | Fest Produktion „Sara Maria Herts“
Kollektiv | Körper | Fest Konzeptionsförderung zur Entwicklung eines Projekts „Am Rand“
Physical Monkey Konzeptionsförderung zur Entwicklung eines Stücks „Die Leere
als Wagnis“
Christian Fries Konzeptionsförderung zur Entwicklung eines Projekts zu Karl Phi-
lipp Moritz‘ Roman „Anton Reiser“
MaKe Wiederaufnahme der Produktion „Blake and Me and the Universe“
Figurentheater Münster Konzeptionsförderung /Anschubfinanzierung
Begründung:
Auf der Grundlage der Leitlinien für die Produktions - und Konzeptionsförderung für freie Theater hat
das Kulturamt im Sommer 2020 die freien Theaterproduzierenden zur Antragstellung bis zum 26. Ok-
tober 2020 aufgerufen. Insgesamt wurden daraufhin 33 Anträge von 30 verschiedenen Antragstellen-
den fristgerecht eingereicht. In seiner Sitzung am 8 . Dezember 2020 hat das Kuratorium über sämtli-
che vorliegenden Anträge entschieden. Insgesamt hat es sechs Produktions- bzw. Programmförde-
rungen, zwei Konzeptionsförderungen, eine Wiederaufnahmeförderung und eine Anschubfinanzie-
rung befürwortet sowie eine Empfehlung ausgesprochen. 22 Vorschläge wurden abgelehnt. Das Ku-
ratorium erkannte insbesondere auch an, dass sich die Gruppen und Labels mit ihren Projektvorha-
ben großteils auf die durch die Corona -Pandemie bestehenden und ggf. noch zu erwartenden Um-
stände eingestellt haben. Einige Produktionsvorschläge greifen die aktuellen Diskurse thematisch und
inhaltlich auf, andere haben von vornherein Spielorte (z.B. Halle B Am Hawer kamp, Oxford-Kaserne,
Open-Air) in Betracht gezogen, um damit evtl. erwartbaren Corona -bedingten Einschränkungen bes-
ser begegnen zu können. Gleichzeitig tragen diese Vorhaben dazu bei, den eng gestrickten Pumpen-
hausspielplan 2021 zu entlasten.
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V/0079/2021
Zur Vergabe stand die Summe von 180.000 Euro, die dem planerischen Haushaltsansatz für das Jahr
2021 entspricht.
Dem Kuratorium war bekannt, dass die Bereitstellung dieser Mittel unter dem ausdrücklichen Vorbe-
halt des Ratsbeschlusses über den Haushaltsplan 202 1 steht. Dieser Vorbehalt wird nach positiver
Beschlussfassung im Kulturausschuss auch in die Zuwendungsbescheide an die Projektträger aufge-
nommen.
Im Einzelnen hat das Kuratorium seine Förderentscheidungen für 2021 wie folgt getroffen:
Befürwortungen:
Antragsteller: Cactus - Junges Theater (Alban Renz)
Projektplanung 2021 mit 3 Jugendtheaterproduktionen
Beantragt: 40.000 Euro
Zuschuss: 31.000 Euro
Cactus – Junges Theater steht seit Jahren für eine professionelle Theaterarbeit mit Jugendlichen und
repräsentiert die freie Jugendtheaterarbeit in der Stadt in hervorragender Weise mit. Cactus plant
2021 ein Programm mit drei Theaterproduktionen mit dem Schwerpunkt auf der Sichtbarmachung von
Diversität: Die inter/transkulturelle Theaterproduktion „Mein Panikraum. Dein Panikraum.“ (AT), die
Produktion „Chromomix/XXY“ (AT)“ zum Thema Intersexualität und die Cactus+ - Produktion „Samp-
le-Projekt“ (AT), ein Open Call, bei dem vier Newcomer eine Performance zum Thema „Zukunft / Uto-
pie“ entwickeln und präsentieren. Das Kuratorium verspricht sich von der Arbeit von Cactus auch für
2021 wieder ein Programm von besonderer Qualität mit Gestaltungschancen für den Theaternach-
wuchs unter professioneller Begleitung.
Antragsteller: Bodytalk TanzTheater (Yoshiko Waki, Rolf Baumgart)
Tanztheaterproduktionen „Romeo & Julia unplagued / Traumstadt – wie
wollen wir leben“ und „Magical Münstery Tour“
Beantragt: 33.000 Euro
Zuschuss: 30.000 Euro
Die Gruppe „Bodytalk TanzTheater“ um Yoshiko Waki und Rolf Baumgart hat seinen Arbei tsschwer-
punkt seit 2016 in Münster und entwickelt Tanz/Theaterproduktionen, die seitdem das Programm des
Theaters im Pumpenhaus maßgeblich mitprägen und regelmäßig überregionale Beachtung erzielen.
„Bodytalk“ realisiert 202 1 die beiden Produktionen „ Romeo & Julia unplagued… “ als Tanztheater -
Stück mit 15 Tänzerinnen und Tänzern in Kooperation mit dem polnischen Tanztheater aus Poznan
und „Magical Münstery Tour“ mit etwa 15 Fahrradtouren zu ungewöhnlichen Tanzorten im „platten“
Münsterland. Das Kuratorium verspricht sich von der Tanzt heaterarbeit von „Bodytalk“ mit „Romeo &
Julia unplagued“ zum einen eine Produktion auf der Höhe der Zeit mit überregionaler und internatio-
naler Beachtung und mit „Magical Münstery Tour“ eine außergewöhnliche Performance im ländlichen
Raum mit lokalen Akteuren und lokalem Publikum.
Antragsteller: Theater T1 (Thorsten Lensing)
Produktion “Verrückt nach Trost“ (AT)
Beantragt: 35.000 Euro
Zuschuss: 30.000 Euro
Das Kuratorium bescheinigt dem Theater T1 eine hohe künstlerische Qual ität, die es auch in seinen
bisherigen Produktionen immer wieder unter Beweis gestellt hat. Es überzeugt dabei durch eine hohe
künstlerische und schauspielerische Kompetenz in der Umsetzung der Projekte. Entsprechend beur-
teilte das Kuratorium auch die neue Produktion „Verrückt nach Trost “ des Theaters T1, die wieder
hochkarätig besetzt sein wird. T1 hat neben dem Theater im Pumpenhaus mit den So phiensälen in
Berlin, der Internationalen Kulturfabrik Kampnagel Hamburg und dem Grand Theatre Luxembourg
Koproduktionspartner gewinnen können, die eine überregionale Aufmerksamkeit garantieren. Die
Premiere von „Verrückt nach Trost“ ist im Theater im Pumpenhaus geplant.
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Antragsteller: Freuynde + Gaesdte (Zeha Schröder, Anke Winterhoff)
Produktionsprogramm „Rebellen I-III“
Beantragt: 42.000 Euro
Zuschuss: 25.000 Euro
Das Ensemble Freuynde + Gaesdte präsentiert seine Produktionen seit 1999 erfolgreich an unge-
wöhnlichen Orten. Mit „ Rebellen I-III“ legt die Gruppe nun zum neunten Mal ein themengebundenes
Programm mit drei Inszenierungen vor: „Die fehlende Seite“ basierend auf dem Logbuch der Bounty
auf der Seebühne auf dem Aasee, „ Krabat, Gaudeif“ als finsteres Nachtstück über Macht und Mani-
pulation und „Vom Aufräumen der Kalamitäten“, ein Stück, das sich den verschiedenen Charaktersei-
ten Professor Landois‘ widmet, im LWL-Naturkundemuseum. Das Kuratorium ist sich der Arbeitsquali-
tät des Ensembles bewusst und verspricht sich wieder ein anspruchsvolles und ambitioniertes Pro-
gramm mit außergewöhnlichen Produktionen.
Antragsteller: Ballmoos Productions (Till Wyler von Ballmoos)
Produktion „Oxford Spacebase“ (AT)
Beantragt: 27.000 Euro
Zuschuss: 20.000 Euro
Till Wyler von Ballmoos entwickelt eine ortsspezifische Produktion nach der Erzählung „Die virtuellen
Prinzen von SABA oder Oxford Space -Cowboys“ von Veit Christoph Baecker im Uhrenturmgebäude
der ehemaligen Oxford -Kaserne in Münster. „Oxford Spacebase“ gestaltet sich dabei als begehbare
Installation und als immersiver Parcours durch unterschiedliche „Zeitenwelten“ der ehemaligen Ka-
serne. Die Stückentwicklung basiert auf einer Recherche über das geschichtsträchtige Areal und for-
dert eine kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und der Garnisonsstadt Münster. Das
Kuratorium verspricht sich eine außergewöhn liche und zeitgemäße Inszenierung, die neue Publi-
kumskreise anspricht und erreicht und sich einen neuen Veranstaltungsort erschließt.
Antragsteller: Physical Monkey (Sabeth Dannenberg)
Produktion „Gaia – make our planet sane again“
Beantragt: 20.000 Euro
Zuschuss: 18.000 Euro
Seit ihrer Konzeption „Der Chinesische Mast“ 2016 und der damit zusammenhängenden Realisierung
zweier Soloproduktionen hat Sabeth Dannenberg ihre künstlerische Linie intensiv mit den Mitteln des
Physical Theatres weiterentwick elt. Das Kuratorium befürwortete bereits mit Entscheidung 2019 die
Konzeptidee und sprach sich für eine Konzeptionsförderung in Höhe von zunächst 4.000 Euro aus ,
die dann 2020 auf 5.000 Euro angehoben wurde. Ergebnis der Konzeptionsarbeit ist die für 2021 vor-
gesehene Produktion „Gaia – make our planet sane again“, bei der es thematisch um die Genesung
des Planeten und das Bestärken einer empathischen, engagierten Gesellschaft geht. Aus Sicht des
Kuratoriums hat Sabeth Dannenberg ihr Potential in ihrer Arbeit der vergangenen Jahre unter Beweis
gestellt und sich mit dem „Physical Theatre profiliert , so dass es für die neue Produktion einen Zu-
schuss von 18.000 Euro befürwortet.
Antragsteller: Gloster Productions (Carsten Bender)
Wiederaufnahme der Produktion “Nur die Toten kennen Brooklyn““
Beantragt: 14.700 Euro
Zuschuss: 11.000 Euro
Unter der künstlerischen Leitung von Carsten Bender entwickelt e Gloster Productions die Produktion
„Nur die Toten kennen Brooklyn“ nach der 1935 erschienenen gleichnamigen Kur zgeschichte des
amerikanischen Autors Thomas Wolfe als multimediale Inszenierung. Gloster wurde hierfür 2020 eine
Produktionsförderung zugesprochen. Das Stück wurde äußert positiv aufgenommen und im August
erfolgreich in der Halle B Am Hawerkamp aufgeführt . 2021 soll das Stück nun wiederaufgenommen
und erneut mehrfach in der geräumigen Halle B aufgeführt werden. GLOSTER sieht vor, die Inszenie-
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rung nicht nur zu reproduzieren, sondern durch den Einbau musikalischer Elemente weiter zu entwi-
ckeln. Das Kuratorium spricht sich für eine erneute Förderung aus.
Antragsteller: Christian Fries
Produktion „Tage im März“
Beantragt: 23.000 Euro (Produktionsförderung)
Zuschuss: 5.000 Euro (Konzeptions-/Anschubförderung)
Mit “Tage im März“ plant Christian Fries ein autobiografisches Theaterstück, das sich vor dem Hinter-
grund des Corona -bedingten Lockdowns im Frühjahr 2020 mit dem Tod seiner Mutter befasst. Das
Kuratorium schätzt die Arbeit von Christian Fries sehr und m öchte dessen künstlerische Arbeit für
Münster gesichert wissen. Es hält den Produktionsvorschlag allerdings für noch nicht ausgereift und
spricht sich für eine Konzeptions- bzw. Anschubförderung von 5.000 Euro aus. Die Konzeptionsphase
soll dazu genutzt we rden die Stückidee weiter zu vertiefen und Koproduktionspartner zu gewinnen.
Das Theater im Pumpenhaus sagte eine zusätzliche Unterstützung im Wege einer Anschubfinanzie-
rung in Höhe von ebenfalls 5.000 Euro zu.
Antragsteller: Rue Obscure (Anne Keller / Karina Behrendt / Katharina Kolar)
Konzeption zur Entwicklung der Produktion „How to survive the coming
bad years“ (AT)
Beantragt: 5.000 Euro
Zuschuss: 5.000 Euro
„Rue Obscure“ ist ein Theaterlabel für surreale und magisch -realistische Theater - und Perf or-
manceprojekte, das sich an der Schnittstelle von darstellender und bildender Kunst verortet und re-
gelmäßig gesellschaftsrelevante Themen aufgreift. Für 2021 sieht das Label die Konzeption einer
Produktion vor, die sich vor dem Hintergrund globaler Heraus forderungen wie aktuell der Corona -
Pandemie mit der Prepper -Szene befasst. Inhaltliche Recherche, Expert*innen -Interviews, die Ent-
wicklung von Spielszenen und die Suche nach Kooperationspartnern bilden den Kern der Konzepti-
onsarbeit. Das Kuratorium schätzt die Herangehensweise und den künstlerischen Ansatz von Rue
Obscure und erwartet die Entwicklung einer anspruchsvollen Neuproduktion auf der Höhe der Zeit.
Antragsteller: Formation Silvia Jedrusiak
Konzeption zur Entwicklung einer Produktion „You clap form e now“
Beantragt: 5.000 Euro
Zuschuss: 5.000 Euro
Mit ihrem ersten größeren Projekt „Elternschau“ realisierte Silvia Jedrusiak 2016 als eigenständige
Produzentin und Regisseurin ein Theaterstück über Widersprüche des Elternseins. Die sich anschlie-
ßende Produktion „Menschendinge“ wurde 2019 mehrfach erfolgreich im Pumpenhaus aufgeführt .
Für 2021 sieht das Label die Konzeption einer Produktion vor, die sich mit dem Werteempfinden un-
serer Gesellschaft auseinandersetzt, das durch die Corona-Krise auch für die Zukunft spürbar beein-
flusst wird. Das Phänomen des „Balkonklatschens“ für die neuen Alltagshelden der Corona -Zeit ist
dabei Ausgangspunkt für die künstlerische Idee. Mittels theoretischer und praktischer Recherche
werden zentrale und relevante Theme nschwerpunkte erarbeitet, künstlerische Zusammenhänge und
Bilder erstellt und die Grundstruktur des Stücks geschaffen. Das Kuratorium schätzt die Arbeit von
Sylvia Jedrusiak sehr und verspricht sich die Entwicklung einer außergewöhnlichen und zeitgemäßen
Neuproduktion.
Empfehlungen:
Das Theaterkuratorium empfiehlt, die folgende Produktion aufgrund von Aspekten der Newco-
mer/Nachwuchsförderung durch dafür gewidmete Mittel des Kulturamtes im Bereich der allgemei-
nen Kulturförderung zu unterstützen:
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V/0079/2021
Antragsteller: fiege_mletzko (Mareike Fiege, Viktoria Mletzko)
Szenische Lesung „Der Planet Trillaphon im Verhältnis zur Üblen Sache“
Beantragt: 6.000 Euro
Fiege_mletzko wurde 2018 von Mareike Fiege und Viktorio Mletzko gegründet. Die erste gemeinsa-
me Inszenierung „Keuschheit und Vernunft“ hatte 2019 im Pumpenhaus P remiere. Mit der nun ge-
planten Nachfolgeproduktion „Der Planet Trillaphon im Verhältnis zur Üblen Sache“ von David Foster
Wallace soll sich das Profil des Labels festigen und in Münster etablieren. Das Kuratorium erkennt in
der Arbeit des jungen Labels und in der neuen Produktion, die einen Erfahrungsbericht eines jungen
Menschen über seine Depression zum Inhalt hat, ausdrücklich Potential und Perspektive. Es sagte
allerdings noch keine Kuratoriumsförde rung zu, empfiehlt dem Kulturamt aber, eine Förderung aus
Newcomer/Nachwuchs-Aspekten vorzusehen.
Ablehnungen:
Das Kuratorium lehnte die folgenden Anträge ab, da es die darin beschriebenen Vorhaben im Ver-
gleich zu den positiv bewerteten Projekten für qua litativ nicht hinreichend oder weniger hinreichend
einschätzte oder die Projektvorschläge nicht der Förderabsicht der Leitlinien entsprachen:
Cakey Blond (David Kilinc) Produktion „Glitter“
(Das Theater im Pumpenhaus prüft die Möglichkeit eines
finanziellen Koproduktionsbeitrages)
Gabriele Brüning Produktion „Rosa! Mensch sein ist vor allem die Haupt-
sache“ (Das Theater im Pumpenhaus prüft die Möglich-
keit eines finanziellen Koproduktionsbeitrages)
CONJAK (Christiane Hagedorn) Szenische Lesung „Mare Nostrum“
GLOSTER (Carsten Bender) Produktion „Naughty Dog / Hungry Bear“
Ensemble FreiFrau (Carola von
Seckendorff / Cornelia Kupferschmid)
Produktion „MutterSeelenAllein“
Thomas Nufer
Produktion / Künstlerische Intervention „Terra Westfalica“
Nikola Materne
Song-/Textperfomance „She’s gotta have it“
ProArtiSt Productions
(Joachim Goldschmidt)
Produktion „Körper im Widerstand“
Harald Redmer
Produktion „Vom Paradies“
Hilde Cromheeke / Lisa Bohren-Harjes
Visuelles Theaterprojekt im städtischen Raum „Stadtbil-
der“ (AT)
Paradeiser Productions
(Kai Niggemann / Ruth Schultz)
Transdisziplinäre Musiktheaterproduktion „Die Seele der
Zeit“
TanzTheaterKollektiv Con Fini
(Jens Schneiderheinze)
Tanzproduktion „Nicht auf dieser Welt“
EinTopf-Theater (Andre Voß) Theaterproduktion „EinTopf“
Vergissmeinnicht Kollektiv (Melanie
Lopez Lopez / Freya-Maria Müller)
Bewegungstheaterperformance „Vergissmeinnicht“ (AT)
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V/0079/2021
Eva-Maria Lüers
Produktion „Bremer Freiheit“
White Elephant Collective
(Bettina Henningsen)
Produktion „Undine tanzt“ (AT)
Kollektiv | Körper | Fest
(Stefan Naszay)
Produktion „Sara Maria Herts“
Kollektiv | Körper | Fest
(Stefan Naszay)
Konzeptionsförderung zur Entwicklung eines Projekts
„Am Rand“
Physical Monkey (Sabeth Dannenberg) Konzeptionsförderung zur Entwicklung eines Stücks „Die
Leere als Wagnis“
Christian Fries Konzeptionsförderung zur Entwicklung eines Projekts zu
Karl Philipp Moritz‘ Roman „Anton Reiser“
MaKe (Manfred Kerklau) Wiederaufnahme der Produktion „Blake a nd Me and the
Universe“
Figurentheater Münster (Paula
Zweiböhmer / Hendrikje Winter)
Konzeptionsförderung / Anschubfinanzierung für das
„Figurentheater Münster“
I.V.
gez.
Wilkens
Stadträtin
Anlagen: Anlage A
Anlage A
1412 Zeichen
Anlage A zur V/0079/2021 Kurzüberblick Der Kulturausschuss bestätigt die Entscheidungen des Kuratoriums für Produktions- und Konzep- tionsförderungen für die professionellen freien Theater für das Jahr 2021. Ziele/Teilziele/Zielerreichung - Mit der Unterstützung des professionellen freien Theaters wird das facettenreiche, vielfäl- tige kulturelle Spektrum in Münster auf hohem Niveau aufrechterhalten und gefördert. - Die Theaterschaffenden werden in die Lage versetzt, die neuesten Produktionen auf pro- fessionellem Niveau zu realisieren. Die Projekte tragen dazu bei, das kulturelle Veranstal- tungsangebot in Münster zu bereichern. - Es wird eine Transparenz der Einzelfallentscheidungen über die Förderungen im freien Theaterbereich hergestellt. Finanzierung Produktgruppe: 0401 Bezeichnung der PG: Kulturmanagement / Kulturförde- rung Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja x Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja x Nein Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan 2021 enthalten? x Ja Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja x Nein Bereits veranschlagt? Ja x Nein Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig x vollständig freiwillig Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) keine
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (1)
- Am Hawerkamp
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0079/2021
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 19.01.2021
- Erstellt
- 19.01.2021 09:06