2284/2025
Erneuter Zuschuss für das Erweiterung- und Entlastungsbausprojekt Sachsenturm für den Verein „Kölner Funken Artillerie blau weiß von 1870 e.V.“
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Anlage_Antrag des Vereins „Kölner Funken Artillerie blau weiß von 1870 e.V.“
14448 Zeichen
Kölner- Funken ArBBerie blau weiB von1870e.V.
BLAUEFUNKEN
PRÄSIDENT UND KOMMANDANT
BJÖRN GRIESEMANN
Kölnisches Stadtmuseum
Stellv. Direktorin
Frau Silvia Rückert
Kolumbahof 3
50667 Köln Wesseling, 07.04.2025
Bewilligungsbescheid vom 19.04.2023 zum „Zuschuss für das Erweiterungs- und
Entlastungsbauprojekt Sachsenturm für den Gem. Bauverein Sachsenturm e.V.“
Hier: Kostenfortschreibung und Antrag auf einen Zuschuss aufgrund nicht vorhersehbarer
Mehraufwendungen
Sehr geehrte Frau Rückert,
Wir übermitteln Ihnen die beigefügte Kostenfortschreibung und den Antrag auf einen Zuschuss
aufgrund nicht vorhersehbarer Mehraufwendungen.
Wir bitten um positive Bescheinigung.
Sollten Sie Fragen haben, rufen Sie mich gerne an.
Mitfreunc^hen Grüßen,
■)
Björn Griesemann
Präsident
Anlage
Kölner Funken Artillerie blau weiß von 1870 e.V. | Blaue-Funken-Weg 2 | 50677 Köln | www.blaue-funken.de
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BLAUEFUNKEN
PRÄSIDENT UND KOMMANDANT
BJORN GRIESEMANN
“Zukunftskonzept Sachsenturm-Wir machen Kölns Stadtgeschichte aus dem 12.
Jahrhundert mit unserem Entlastungsprojekt als Baudenkmal kulturhistorisch
erlebbar“
Hier: Kostenfortschreibung und Antrag auf einen Zuschuss aufgrund nicht
vorhersehbarer Mehraufwendungen
1. Beschreibung
Unter dem Titel “Zukunftskonzept Sachsenturm - Wir machen Kölns Stadtgeschichte aus
dem 12. Jahrhundert mit unserem Entlastungsprojekt als Baudenkmal kulturhistorisch
erlebbar“ wird derzeit ein Teil der mittelalterlichen Mauer/Stadtverteidigung wiederaufgebaut
und der Sachsenturm als Wachturm erhält seine eingefasste Position wieder. Das Denkmal
Sachsenturm wird durch die Auslagerung der Funktionsbereiche (u.a. Geschäftsstelle,
provisorische Küche) und Optimierung der WC-Anlagen von seinen denkmalstörenden
Elementen “befreit“, da diese in den Entlastungsbau integriert werden. Zukünftig wird nahezu
der gesamte Turm barrierefrei zum “Erleben der Kölner Stadtgeschichte im Mittelalter'
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genutzt werden können. Ein Geschichtsunterricht “zum Anfassen“ wird möglich und es
können Lesungen, Diskussionsrunden, Musikveranstaltungen sowie private Festivitäten
besucht werden.
Nach Abschluss der Tiefbauarbeiten mit u.a. den Unterfangungs- und Sicherungsarbeiten der
vorhandenen historischen Bausubstand, .der Entsorgung des wiedererwartenden
Bodenmaterials in LAGA Z2 und dem Abbruch der restlichen Fundamente der
mittelalterlichen Stadtmauer, konnten die Rohbauarbeiten, sowie die bau- und
denkmalschutztechnisch zwingend parallel umzusetzenden Betonfassadentätigkeiten
aufgenommen werden.
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PRÄSIDENT UND KOMMANDANT
BJORN GRIESEMANN
Im Zuge der Ausführungsplanungen der Vergabevorgängen und dem Teilabschluss der ersten
Gewerke, wurden die Herstellungskosten von ursprünglich 3,45 Mio. € auf 4,89 Mio. €
fortgeschrieben.
Die höheren Kosten ergeben sich im Wesentlichen aus
1. den Unterfangungs-ZSicherungsarbeiten der vorhanden historischen Bausubstanz
2. der vollständigen Entsorgung des Aushubmaterials LAGAZ2
3, der Höhenlage, der umfänglichen Präsenz und der Massivität der Alt-Fundamente der
ehemaligen Stadtmauer
4. der Durchquerung der LWL-Leitungen im Baufeld
5. den Anforderungen des Denkmalschutzes an die Oberflächenbeschaffenheit und der
daraus resultierenden Oberflächenbehandlung des zu diesem Zwecke entwickelten
neuartigen Sichtbetons
6. den Preisanstiegen und Mehrmengen der historisch notwendigen Baumaterialien (z.B.
Eiche)
7. dem Anstieg des Baupreisindex von 2022 bis heute
2. Projektstand Planung- Bauausführung
Im Einzelnen begründen sich die wesentlichen Mehrkostenelemente wie folgt.
1. Unterfangungs-ZSicherungsarbeiten der vorhanden historischenBausubstanz
Die Gründung des Sachsenturms war an der Straßenseite zum Kartäuserwall deutlich
höher und kragte wesentlich weiter in den Neubau hinein, als zuvor erkundet, sodass
hier deutlich größere Unterfangungskörper mit aufwendigen Rückverankerung
erforderlich waren, um die strukturelle Stabilität des historischen Bauwerks langfristig
zu gewährleisten und mögliche zukünftige Schäden am Turm (z.B. Rissbildungen aus
Setzungsverhalten mit erheblichen lang-jährigen Sanierungskosten) zu verhindern.
Diese Größe der Unterfangungskörper hatte zur Folge, dass die vorliegenden
Fernwärme- und Wasserleitungen des Bestandes umgelegt werden mussten, da das
Belassen der Leitungen in ihrer ursprünglichen Lage nicht nur den Baufortschritt
massiv behindert, sondern auch die Funktionalität und Sicherheit der
Versorgungsinfrastruktur dauerhaft beeinträchtigt hätte.
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Bei derartigen Bauvorhaben, insbesondere bei der Arbeit an historischer Bausubstanz,
gibt es strenge baurechtliche Vorgaben und Normen, die eingehalten werden müssen.
Die zusätzlichen gesonderte Untersuchungen, statischen Berechnungen und
Planungsanpassungen waren notwendig,. um diesen rechtlichen Anforderungen
gerecht zu werden. Die Nichteinhaltung hätte nicht nur rechtliche Konsequenzen,
sondern könnte auch die Baugenehmigung und den Versicherungsschutz gefährden.
2. Entsorgung des Aushubmaterials vollständig der LAGA Z2
Entgegen dem im Bodengutachten festgestellten überwiegenden Belastungen der
Klasse Z1.2, wurde überwiegend Klasse Z2 (stark belastetes Material) vorgefunden.
Die geplante und budgetierte Wiederverwendung des Aushubmaterials konnte somit
nicht umgesetzt werden, sondern den gesetzlichen Vorgaben folgend, erfolgte die
kostenintensive Bodenentsorgung auf speziellen Deponien.
3. Die Höhenlage, die umfängliche Präsenz und die Massivität der Alt-Fundamente der
ehemaligen Stadtmauer
Die völlig überraschende deutlich veränderte Höhenlage, die durchgehende Präsenz
und Massivität der Fundamente bedeuteten, dass wesentlich mehr Material
abgetragen und entsorgt werden musste als ursprünglich angenommen. Der
Aufwand für den Abbruch der massiven, historischen Mauerfundamente war
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erheblich höher, da spezialisierte Ausrüstung und zusätzliche Arbeitskraft benötigt
wurden, um die Arbeiten sicher und effizient in enger archäologischer Begleitung
durch das Römisch-Germanische Museum der Stadt Köln durchführen zu können.
4. Durchquerung der LWL-Leitungen im Baufeld
Die LWL-Leitungen des Netzanbieters Netcologne verliefen nicht wie erwartet linear
und in der Höhenlage fixiert, sondern stark variierend. In dieser Folge ergaben sich
fortlaufend in der Bauphase erhöhte Aufwendungen insgesamt.
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5. Anforderungen des Denkmalschutzes an die Qberflächenbeschaffenheit und die
daraus resultierende Oberflächenbehandlung des zu diesem Zwecke entwickelten
neuartigen Sichtbetons
Die hohen Anforderungen des Denkmalschutzes an die historische Authentizität
umfassen besondere ästhetische und strukturelle Vorgaben an die Bauart und die
Oberflächenqualität, die weit über die üblichen Standards eines „normalen“
Sichtbetdns hinausgehen.
Mittels parallel zum laufenden Bauprozess speziell geschultem Personal, der
Verfeinerung der gewählten Ver- und Nacharbeitungstechniken sowie zusätzlichen
Kontrollen während und nach den Betonagevorgängen, erwies sich im Verlauf der
Umsetzung als aufwendiger und damit wesentlich zeitintensiver ist als anfangs
angenommen, was wiederum zu Zeitverzug und deutlichen Mehrkosten führte.
Final gelang es den beteiligten Baupartnern jedoch den „mittelalterlichen
Farbcharakter“ der Betonelemente in seiner bundesweit erstmaligen Ausführungs
art zur hohen Zufriedenheit des Leiters des Denkmalsschutzes der Stadt Köln Herrn
Dr. Thomas Werner, herzustellen. Das Ergebnis kann als wegweisend für weitere
Bauwerke im mittelalterlichen Kontext mit modernen Baustoffen betrachtet werden
und mindestens eine Vorreiterrolle für erlebbare Baudenkmäler der Stadt Köln
übernehmen.
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6. Preisanstiege und Mehrmengen der historisch notwendigen Baumaterialien (z.Ek
Eiche)
Im Verlauf der fortgeführten Planungs- und Vergabeprozesse erwiesen sich die
bisherigen Materialien und deren Mengenansätze für die inneren baulichen
Akkustikmaßnahmen als nicht ausreichend und mussten deutlich erhöht werden, in
dessen Folge es zu den Mehrkosten kam. Insbesondere das zur historischen
Authentizität maßgeblich zu verwenden Material „Eiche“ erfuhr seit der letzten
Kostenschätzung im November 2022 bis heute eine exponentielle Preissteigerung
von ca. 16,2%, bildet inklusive aller Fensterrahmen einen Teil der Kostensteigerung
ab.
7. Anstieg des Baupreisindex von 2022 bis heute
Die außergewöhnlichen Veränderungen des Baupreisindex zwischen November
2002 und September 2024 sind ein weiterer Faktor der Kostensteigerungen.
Der Anstieg der Materialkosten und die Störungen der globalen Lieferketten
bewirkten, dass der Baupreisindex von seiner Bezugsgröße 2021=100% über
November 2022 mit 122,8% auf ca. 130,0% im September 2024 deutlich angestiegen
ist. Insbesondere . die Steigerungen im Bereich unserer hauptsächlichen
Baumaterialien Zement (plus 23,81%), Transportbeton (plus 22,81%) und
Baukies/Sand (plus 21,54%) verdeutlichen den Anstieg der Bau-/Materialkosten.
(Quelle: Statistisches Bundesamt)
8. Baubegleitende Anpassungen/Überarbeitungen der Ausführungsplanungen
Die Herausforderungen bei der baulichen Realisierung dieses Projektes sind
gleichfalls im Anstieg der Kostengruppe (KG) 700 „Baunebenkosten“ zu erkennen.
Baubegleitend mussten immer wieder Anpassungen und Überarbeitungen der
Ausführungsunterlagen und einzelner Vergabeteile vorgenommen werden, um
insbesondere die hohen Anforderungen des Denkmalschutzes an die historische
Authentizität bei der baulichen Realisierung bis ins Detail sicherzustellen.
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3. Projektstand Kostenfortschreibung 23.11.2022 vs. 23.08.2024
Insgesamt ergeben sich folgende Veränderungen [Einsparungen grün, Mehrkosten rot]:
100
200
KG Beschreibung
Grundstück
Herrichten und Erschließen
Stand
23.11.2022
[€] brutto
311.450,00
66.900,00
66.900,00
Stand
23.08.2024
[€] brutto
56.616,40
80.077,97
Veränderung
[%] [€] brutto
81,82% 254.833,60
119,70% 13.177,97
■
300 Bauwerk
Baustelleneinrichtung
I
400
500
700
0,00 61.022,46 61.022,46
310
320
330
340
350
360
370
390
Baugrube
Gründung
Außenwände / Innenwände
Innenwände
Decken
Dächer
Baukonstruktive Einbauten
Sonstige Maßnahmen für
Baukonstruktive
Technische Gebäudeausrüstung
Außenanlagen
Baunebenkosten
150.506,86
74.612,00
225.118,86
713.573,60
193.128,00
304.216,50
1.210.918,10
161.666,00
161.666,00
31.200,00
31.200,00
107.260,80
636.647,39
2.091.759,06
200.000,00
0,00
282,80%
172,74% |
123,71% |
0,00%
411.528,53
880.840,96
38.334,00
-31.200,00
107.260,80
834.222,50
834.222,50
72.080,00
72.080,00
519.184,54
519.184,54
3.540.000,80
55.000,00 51,28% - 52.260,80
744.216,00
70.000,00
900.000,00
4.895.339,28
89,21%
97,11% -
173,35%
138,29%
90.006,50
2.080,00
380.815,46
1.355.338,48
*
Die intensive Einwerbung von Spenden, die deutliche Steigung der Mitgliederzahlen (plus
38%), der große Zuwachs weiterer Leistungen Dritter, die Erhöhung der Eigenmittel und
Einsparungen in einzelnen Kostengruppen, konnten der Fortschreibung positiv
entgegenwirken.
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Die Gegenüberstellung der Aufteilung des Finanzierungsbedarfes ergibt demnach wie
folgt [Veränderungen rot]:
23.11.2022 23.08.2024
Gesamtprojektkosten [€]
bewilligte Förderung KfW
Leistungen Dritter (Blaue Funken, inkl. bewilligter Zuschuss 250.000, -)
erwartete Spenden/Beiträge/etc.
beantragte Förderung Dt. Stiftung Denkmalschutz
bewilligte Förderung Stiftung NRW
bewilligter Zuschuss der Stadt Köln für Bauverein Sachenturm
bewilligte Förderung Aktion Mensch
bewilligte Förderung Kämpgen-Stiftung
bewilligte Zuwendung "Heimat-Zeugnis"
bewilligter Nachtrag Zuwendung "Heimat-Zeugnis"
3.540.000,00
139.385,00
705.000,00
465.000,00
0,00
120.000,00
250.000,00
78.087,00
10.000,00
1.035.000,00
0,00
4.895.339,28
139.385,00
655.000,00
783.333,35
0,00
120.000,00
250.000,00
78.087,00
10.000,00
1.0350.000,00
560.000,00
beantragter Nachtrag Zuschuss Stadt Köln
für Blaue Funken
beantragter Nachtrag Zuschuss Stadt Köln
für Bauverein Sachenturm
0,00
0,00
50.000,00
50.000,00
Eigenanteil i.H. v. x % der Gesamtprojektkosten 21,15
737.528,00
Summe
23,79
1.164.533,93
0,00
4. Projektstand Terminplanung 10.02.2025
Die Folge der unvorhersehbaren Einflüsse aus der historischen Bausubstanz, den daraus
resultierenden planerischen Veränderungen und Auswirkungen auf die Bauausführung,
ergeben folgenden Rahmenterminplan [Veränderungen rot]:
BLAUEFUNKEN
PRÄSIDENT UND KOMMANDANT
BJORN GRIESEMANN
5. Fazit
Die zuwendungskonforme Fertigstellung des Gebäudes zum 30.06.2025 ist weiterhin
möglich, bzw. die dann unmittelbar anschließende Erstellung des
Schtussverwendungsnachweises zum 31.12.2025 ist dann ungefährdet.
Wir hoffen mit den vorgenannten Ausführungen die Komplexität und unsere
Anstrengungen zur Realisierung der historischen Authentizität dieses für die Stadt Köln
und uns so bedeutenden Gebäudes, die sich ergebenen Mehrkaufwendungen
umfassend erläutert zu haben, um den beantragten nachträglichen Zuschuss in Höhe
von 50.000, -€ zeitnah bewilligt zu bekommen.
Sollten Sie ergänzende Unterlagen benötigen, so bitten wir um Ihre Rückmeldung.
/ Björn Griesemann, 07. April 2025
Präsident
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Eilentscheidung Hauptausschuss
4882 Zeichen
Dezernat, Dienststelle VII/4518 Vorlagen-Nummer 2284/2025 Freigabedatum 26.09.2025 Eilentscheidung und Genehmigung zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Entscheidung durch den Hauptausschuss gemäß § 60 Absatz 1, Satz 1 GO NRW und Geneh- migung durch den Rat gemäß § 60 Absatz 1, Satz 3 GO NRW. Betreff Gremium Datum Zuständigkeit Hauptausschuss 29.09.2025 Entscheidung Rat 06.11.2025 Genehmigung (DE/EilE) Begründung für die Dringlichkeit: Der verwaltungsinterne Abstimmungsprozess hat sich leider verzögert, so dass die regulären Vorlagefristen nicht eingehalten werden konnten. Eine Beschlussfassung ist jedoch dringlich, weil an der Gesamtmaßnahme auch andere Drittmittelgeber beteiligt sind und die noch erfor- derlichen Baumaßnahme wie geplant zeitnah fertiggestellt werden müssen. Beschluss: 1. Der Hauptausschuss beschließt die erneute Bezuschussung des Erweiterungs- und Entlastungsbaus des Vereins „Kölner Funken Artillerie blau weiß von 1870 e.V.“ im Rahmen der Kulturförderabgabe in Höhe von 50.000 EUR. 2. Die Mittel stehen im Teilergebnisplan des Kölnischen Stadtmuseums in der Produkt- gruppe 0408 – Kölnisches Stadtmuseum in Teilplanzeile 15 – Transferaufwendungen im Haushaltsplan 2025 zur Verfügung. Beschluss des Rates: Der Rat genehmigt gemäß § 60 Absatz 1 Satz 3 GO NRW vorstehende Eilentscheidung des Hauptausschusses. 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 50.000 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Mit Beschluss 4332/2022 wurden den Blauen Funken und dem Bauverein Sachsenturm e.V. 2023 je 250.000 EUR aus dem Haushaltsplan 2020/2021 im Rahmen des politischen VN aus der Kulturförderabgabe als Zuschuss für bauliche Maßnahmen für die Sanierung und Erhaltung sowie Ergänzung von Denkmälern bereitgestellt. Die Baugenehmigung wurde am 02.11.2022 erteilt. Die Maßnahmen am „Zukunftskonzept Sachsenturm – Wir machen Kölns Stadtgeschichte aus dem 12. Jahrhundert mit unserem Entlastungsprojekt als Baudenkmal kulturhistorisch erleb- bar“ stellen sich nun als wesentlich kostenintensiver dar als erwartet. Um das Baudenkmal Sachsenturm gemäß den abgestimmten Vorgaben durch Nutzung zu erhalten, sind weitere Mittel erforderlich, um das Projekt realisieren zu können, deshalb sollen zusätzlich Gelder aus der Kulturförderabgabe für die Baumaßnahme verwendet werden. Die höheren Kosten ergeben sich im Wesentlichen aus: 3 - den Unterfangungs-/Sicherungsarbeiten der vorhandenen historischen Bausubstanz - der vollständigen Entsorgung des Aushubmaterials LAGA Z2 - der Höhenlage, der umfänglichen Präsenz und der Massivität der Alt-Fundamente der ehemaligen Stadtmauer - der Durchquerung der LWL-Leitungen im Baufeld - den Anforderungen des Denkmalschutzes an die Oberflächenbeschaffenheit und der daraus resultierenden Oberflächenbehandlung des zu diesem Zwecke entwickelten neuartigen Sichtbetons - den Preisanstiegen und Mehrmengen der historisch notwendigen Baumaterialien /z.B. Eiche) - dem Anstieg des Baupreisindex von 2022 bis heute Die ursprünglich geplanten Kosten betrugen 3.540.000,00 EUR, die aktuelle Gesamtsumme beläuft sich auf 4.895.339,28 EUR. Der Verein „Kölner Funken Artillerie blau weiß von 1870 e.V.“ stellt unabhängig vom Verein „Gemeinnützigen Bauverein Sachsenturm e.V.“ den Antrag auf einen weiteren Zuschuss. Die Verwaltung stellt sicher, gegebenenfalls im Förderbescheid, dass bei einer etwaigen Rückübertragung des Sachsenturms an die Stadt die durch die Fördermittel erzielten Wertverbesserungen der Immobilie nicht erneut finanziell kompensiert werden, sondern ggf. gegengerechnet werden. Finanzierung: Die für Brauchtum vorgesehenen Mittel wurden teilweise nicht ausgeschöpft und stehen im Teilergebnisplan des Kölnischen Stadtmuseums in TPZ 15 – Transferleistungen zur Verfü- gung und sollen verwendet werden für „Bauliche Maßnahmen für Sanierung und Erhaltung von Denkmälern“. Anlage Antrag des Vereins „Kölner Funken Artillerie blau weiß von 1870 e.V.“ mit Gegenüberstellung der ursprünglich geplanten Kosten und den aktuellen Kosten
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2284/2025
- Typ
- Eilentscheidung Hauptausschuss
- Datum
- 26.09.2025
- Erstellt
- 14.07.2025 14:48