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1381/2017

Beschluss des Integrierten Handlungskonzeptes "Starke Veedel - Starkes Köln" für die

Dringlichkeitsvorlage Bezirksvertretung 17.05.2017

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 9 (Mülheim), Sitzung am 29.05.2017, TOP 9.1.8

Anlage 2_Kostenübersicht für die Sozialräume Buchheim und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße_Fortschreibung MÜLHEIM 2020

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Anlage 3_Betrachtungsraum_Maßnahme 2.5.5 Ein Platz an der Herler Straße

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Anlage 1_ IHK für die Sozialräume Buchheim und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße_Fortschreibung MÜLHEIM 2020

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Dringlichkeitsvorlage Bezirksvertretung

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Ansehen

Anlage 2_Kostenübersicht für die Sozialräume Buchheim und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße_Fortschreibung MÜLHEIM 2020

3160 Zeichen

Maßnahme
Kosten (€)
2016**
Kosten (€)
2017**
Kosten (€) 
2018**
Kosten (€)
2019**
Kosten (€)
2020**
Kosten (€)
2021**
0.0.1 Büro für Quartiersmanagement und 
Aktivierung 748.688 0 0 0 0
0.0.2 Evaluation 44.090 0 0 0 0
1.0.5 Integration von (zugewanderten) Kindern, 
Jugendlichen und jungen Erwachsenen in die 
bestehenden Regelsysteme durch aufsuchende 
mobile Arbeit / Streetwork* 0 509.040 0 0 0 0
1.0.7 Qualifizierungsoffensive Kinder- und 
Jugendarbeit Köln* 0 53.800 0 0 0 0
1.0.12 Sprachförderangebote für neu eingereiste 
Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 
und 25 Jahren mit keinen oder geringen 
Deutschkenntnissen im Rahmen von 
Jugendintegrationskursen* 0 368.577 0 0 0 0
1.0.16 Zugehende Hilfe zur Überleitung ins 
Regelsystem und Entwicklung einer beruflichen 
Perspektive für junge Menschen mit psychischen 
Problemen bis 27 Jahre in allen 
Sozialraumgebieten* 0 54.502 0 0 0 0
1.0.17 a) Kölner Bildungsberatungszentrum 0 0 420.000 0 0 0
1.0.17 b) Stadtteileltern* 0 155.094 0 0 0 0
Anlage 2. Kostenübersicht für die Sozialräume Buchheim und Buchforst
                sowie Mülheim-Nord und Keupstraße
Gesamtkosten für die Sozialräume Buchheim und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße: 9.826.914 €
* Anteilige, auf den Sozialraum bezogene Darstellung der Kosten für sozialraumübergreifende Maßnahmen (raumübergreifende 
Förderantragstellung).
**  Die Gesamtmaßnahmenkosten sind dem vorgesehenen Bewilligungsjahr zugeordnet. Im Rahmen der detaillierten Planungen zur 
Förderantragstellung wird der Mittelabfluss den jeweiligen Haushaltsjahren zugeordnet.

Maßnahme
Kosten (€)
2016**
Kosten (€)
2017**
Kosten (€) 
2018**
Kosten (€)
2019**
Kosten (€)
2020**
Kosten (€)
2021**
1.0.19 Übergänge begleiten: Angebote der 
Familienbildung mit Schwerpunkt Kooperation mit 
Kita, Familienzentren, Schulen im Primarbereich 
und SEK 1, Trägern des Offenen Ganztags* 0 0 221.936 0 0 0
1.0.20 Gemeinsam für Grundbildung im Veedel* 0 137.140 0 0 0 0
1.0.21 Ferienschulen* 0 0 23.391 0 0 0
1.0.26 Willkommen und Ankommen in Köln* 0 394.080 0 0 0 0
2.0.4 Spiel- und Bewegungsräume in den Veedeln 
(Buchheim / Buchforst) 0 125.000 0 0 0
2.0.4 Spiel- und Bewegungsräume in den Veedeln 
(Mülheim-Nord / Keupstraße) 0 240.000 0 0 0
2.5.5 Ein Platz an der Herler Straße 0 723.500 0 0 0
2.5.6 Umgestaltung der Frankfurter Straße in 
Buchheim 0 1.917.500 0 0 0
3.0.7 Einrichtung von Kölner Veedelscentern für 
Arbeit und Soziales 0 2.604.900 0 0 0 0
3.0.8 "Wirtschaftskoordinator" Vernetzung und 
Stärkung der Lokalen Unternehmerschaft 0 348.006 0 0 0 0
4.0.2 Offen für Regen "Grüne Höfe, grüne Plätze" 83.050 0
4.0.4 Aufbau eines Hitzewarn- und 
Informationssystems. Informationsmaterial für die 
Bevölkerung zum Thema Hitzeentwicklung im Zuge 
des Klimawandels 0 54.000 0 0 0 0
4.0.6 Maßnahmen zur Verstetigung des Verkehrs/ 
Umweltsensitive Verkehrssteuerung 0 60.000 0 0 0 0
4.0.9 Maßnahmen rund um eine Leitart zur 
Identifikation mit dem SR und Erhöhung der 
Biodiversität und Aufenthaltsqualität 0 24.520 0 0 0 0
4.0.10 Stärkung beziehungsweise Erweiterung des 
Schulgartenangebotes 0 49.300 0 0 0 0
5.0.3 Hof und Fassadenprogramm 0 466.800 0 0 0

Anlage 3_Betrachtungsraum_Maßnahme 2.5.5 Ein Platz an der Herler Straße

102 Zeichen

N0 7035 140210 Meter0D‰VWDEStand: Dezember 2016
%HWUDFKWXQJVUDXP(LQ3ODW]DQGHU+HUOHU6WUD‰H

Anlage 1_ IHK für die Sozialräume Buchheim und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße_Fortschreibung MÜLHEIM 2020

474275 Zeichen

Starke Veedel – Starkes Köln        Juni 2016 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Impressionen aus den Sozialräumen Buchheim und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 
Starke Veedel – Starkes Köln 
Mitwirken, Zusammenhalten, Zukunft gestalten 
Fortschreibung des Strukturförderprogramms  MÜL-
HEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buc h-
forst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 
Stand 06.06.2016

2 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
 
 
 
 
Kontakt / Impressum 
Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
Willy-Brandt-Platz 2 
50679 Köln 
 
Telefon 0221 / 221-22267 
stadtentwicklung.statistik@stadt-koeln.de 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat Stadtentwicklung, Planen, Bauen und Verkehr 
Amt für Stadtentwicklung und Statistik

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
3 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Starke Veedel – Starkes Köln 
Mitwirken, Zusammenhalten, Zukunft gestalten 
 
Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜ L-
HEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buc h-
forst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
Stand 06.06.2016

4 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
Mein Standpunkt 
 
Liebe Bürgerinnen und Bürger 
in Buchheim und Buchforst, Mülheim-Nord und der Keupstraße, 
 
angesichts wachsender Armut insbesondere bei Kindern und Jugendlichen sowie bei älteren 
Menschen, Alleinerziehenden, Geringqualifizierten oder Langzeitarbeitslosen ist mir der s o-
ziale Ausgleich in unserer Stadt sehr wichtig. lch freue mich deshalb, Ihnen mit diesem lnt e-
grierten Handlungskonzept ein Programm für lhr Veedel vorlegen zu können, das insbeson-
dere die Lebenslage der von Armut bedrohten  oder betroffenen Bürgerinnen und Bürger in 
den Blick nimmt. 
Jede Bürgerin und jeder Bürger soll eine gleichberechtigte Chance haben, am gesellschaftl i-
chen Leben teilzuhaben. Dies ist das Leitbild, auf dem das soziale Handeln unserer Stadtge-
sellschaft basiert. Dazu gehört die Chance auf Gesundheit, auf eine gute Bildung und Au s-
bildung ebenso wie die Chance auf einen Arbeitsplatz oder eine angemessene Wohnung in 
einem lebenswerten, attraktiven Veedel. 
Mit dem Programm und den darin enthaltenen Projekten und Maßnahmen kommen wir di e-
sem Leitbild in den nächsten Jahren hoffentlich ein gutes Stück naher. Das Programm en t-
halt Maßnahmen zur Verbesserung von Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen 
aber auch von Erwachsenen, der Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, 
beschäftigungsfördernde Maßnahmen für Langzeitarbeitslose. Enthalten sind auch Wohnum-
feld verbessernde Maßnahmen und lnvestitionen in die örtliche Infrastruktur, mit denen ihr 
Veedel attraktiver werden soll. 
Liebe Bürgerinnen und Bürger, ich lade Sie herzlich ein, sich zu engagieren und zu beteil i-
gen. Seien Sie dabei, wenn es zum Beispiel um die Gestaltung von Plätzen geht, nutzen Sie 
die Fördermöglichkeiten für ihre Kinder oder für sich selbst, wenn es darum geht eine neue 
berufliche Perspektiven zu entwickeln. 
 
 
lhre 
 
Henriette Reker

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
5 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
Vorwort 
Köln ist durch eine starke Vielfalt geprägt. 
Jedes Veedel hat ein eigenes Gesicht. 
Diese Vielfalt spiegelt nicht nur die unte r-
schiedlichen Entstehungszeiten und Funk-
tionalitäten der einzelnen Stadtteile wider, 
sondern auch die Weltoffenheit Kölns.  
Die ausgewogene Entwic klung aller Ve e-
del ist Ziel der Kölner Stadtentwicklung. 
Dies gilt sowohl für die gebaute Umwelt 
als auch für die soziale Balance in der 
Stadt. Hierfür müssen wir frühzeitig Ma ß-
nahmen ergreifen, damit alle Stadtteile 
den „Anschluss behalten“.  
Vor diesem H intergrund beteiligt sich die 
Stadt Köln an dem Aufruf „Starke Quarti e-
re – starke Menschen“ des Landes Nor d-
rhein-Westfalen und nutzt so die Chancen 
der aktuellen EU-Förderperiode. Im Fokus 
stehen dabei Armutsbekämpfung und die 
Vermeidung von Ungleichheit.  
Die Stellschrauben der Quartiersentwic k-
lung sind dabei vielfältig. Die im Integrie r-
ten Handlungskonzept „Starke Veedel – 
Starkes Köln“ vorgeschlagenen Maßna h-
men widmen sich sowohl der Gestaltung 
des öffentlichen Raumes, als auch sozi a-
len Themen wie Prävention, Bildung, Qua-
lifizierung sowie dem Klimaschutz und der 
Umweltgerechtigkeit.  
Dabei bauen wir auf dem seit 2005 eta b-
lierten Programm „Lebenswerte Veedel“ 
auf, bei dem die elf Sozialräume Kölns im 
Mittelpunkt stehen. In den Sozialräumen 
ist der Bedarf an unterstützenden Angebo-
ten kontinuierlich besonders hoch.  
Bei der Betrachtung der Sozialräume 
Buchheim und Buchforst sowie Mülheim -
Nord und Keupstraße können wir auf die 
Ergebnisse des Strukturförderprogramms 
MÜLHEIM 2020 zurückgreifen. Hier hat 
die Sta dt Köln bis 2014 durch zahlreiche 
Maßnahmen in den Handlungsfeldern 
Städtebau, Bildung und Lokale Ökonomie  
die Weichen für eine Verbesserung der 
Lebenssituation der Menschen gestellt.  
 
 
Darauf wollen wir aufbauen und den b e-
gonnenen Prozess der Quartierse ntwick-
lung dort fortführen. Konnten wir durch 
bauliche Maßnahmen in den beiden Soz i-
alräumen Plätze, Grünflächen und Str a-
ßen in ihrer Verkehrs- und Aufenthaltsqua-
lität aufwerten, gilt es weiterhin städteba u-
liche und sozialintegrative Handlungsb e-
darfe zu erkennen und anzugehen. 
Die Quartiersentwicklung in den elf Sozial-
räumen stellt uns in den kommenden Ja h-
ren vor vielschichtige Herausforderungen. 
Mit der Fortschreibung des Strukturförde r-
programms MÜLHEIM 2020 in den Sozial-
räumen Buchheim und Buchforst sowie 
Mülheim-Nord und Keupstraße bündeln 
wir erneut die Kräfte aus unterschiedlichen 
Handlungsfeldern zu einem Ansatz. Ich 
bin mir sicher, dass wir durch diesen int e-
grierten Ansatz der Quartiersentwicklung, 
einen guten Schritt für die Stadtteile nach 
vorne machen. 
 
Ihr  
 
Franz-Josef Höing

6 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
7 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Inhaltsverzeichnis 
1. Ausgangslage ................................ ................................ ................................ ............. 9 
2. Einbettung der Fortführung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 in das  
         Integrierte Handlungskonzept „Starke Veedel – Starkes Köln“ ............................ 11 
3. Projektstruktur und Vorgehensweise zur Entwicklung des Programms „Starke  
          Veedel – Starkes Köln“ ................................ ................................ ........................... 19 
4. Bestandsanalyse für den Sozialraum Buchheim und Buchforst .......................... 23 
4.1 Sozialraumspezifische Situation ................................ ................................ ............27 
4.2 Demographische, soziale und Bildungssituation ................................ ...................28 
4.3 Situation des öffentlichen Raums ................................ ................................ ..........30 
4.4 Wirtschaftliche Situation ................................ ................................ ........................32 
4.5 Wohnsituation ................................ ................................ ................................ .......33 
4.6 Ökologische und klimatische Situation ................................ ................................ ..34 
5. Stärken- und Schwächenanalyse sowie Ableitung der Handlungsbedarfe .......... 39 
6. Festlegung des Gebiets der „Sozialen Stadt“ für den Sozialraum Buchheim und 
Buchforst ................................ ................................ ................................ .................. 41 
7. Bestandsanalyse Mülheim-Nord und Keupstraße................................ .................. 43 
7.1 Sozialraumspezifische Bestandssituation ................................ .............................48 
7.2 Demographische, soziale und Bildungssituation ................................ ...................48 
7.3 Situation des öffentlichen Raums ................................ ................................ ..........51 
7.4 Wirtschaftliche Situation ................................ ................................ ........................53 
7.5 Wohnsituation ................................ ................................ ................................ .......54 
7.6 Ökologische und klimatische Situation ................................ ................................ ..55 
8. Festlegung des Gebiets der „Sozialen Stadt“ Mülheim-Nord und  Keupstraße... 59 
9. Stärken- und Schwächenanalyse sowie Ableitung der Handlungsbedarfe .......... 61 
10. Ziele und Handlungsfelder ................................ ................................ ....................... 63 
10.1 Bezug zum Zielsystem ................................ ................................ ..........................69 
11. Maßnahmen für die Sozialräume Buchheim und Buchforst sowie Mülheim -Nord  
         und Keupstraße ................................ ................................ ................................ ........ 73 
11.1 Einbindung der Maßnahmen in die kommunale Präventionskette .........................73 
11.2 Maßnahmen in den Sozialräumen Buchheim und Buchforst sowie Mülheim -Nord 
und Keupstraße ................................ ................................ ................................ ....80 
11.2.1 Handlungsfeld: Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung ................................ ...........83 
11.2.2 Handlungsfeld 1: Früh ansetzende Hilfen ................................ .............................96 
11.2.3 Handlungsfeld 2: Öffentlicher Raum................................ ................................ .... 147 
11.2.4 Handlungsfeld 3: Wirtschaft und Qualifizierung ................................ ................... 159 
11.2.5 Handlungsfeld 4: Umweltgerechtigkeit – Klimaschutz, Luftreinhaltung und 
Lärmminderung ................................ ................................ ................................ .. 170

8 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
11.2.6 Handlungsfeld 5: Wohnen ................................ ................................ ................... 186 
12. Umsetzungsplanung – Organisation und Steuerung ................................ ............189 
12.1 Zeit-, Kosten- und Finanzierungsplanung ................................ ............................ 191 
13. Anhang ................................ ................................ ................................ .....................197

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
9 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
1. Ausgangslage  
Mit dem Programm MÜLHEIM 2020 hat die Stadt Köln zwischen 2009 und 2014 einen neuen 
strukturverändernden Weg beschritten. Mit der Beauftragung eines Integrierten Handlung s-
konzeptes für die Programmstadtteile Köln -Buchforst, -Buchheim und -Mülheim ging eine 
umfassende Analyse der Ausgangssituation einher, die Entwicklungsbedarfe in den Hand-
lungsfeldern Bildung und Lokale Ökonomie sowie Städtebau aufzeigten.  
Ausgelöst durch den Strukturwandel in diesen ehemalig industriell geprägten Stadtteilen im 
rechtsrheinischen Köln fielen beso nders die hohen Erwerbslosenquoten, die differenzierte 
Zusammensetzung der Bevölkerung aus Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und deu t-
schen Bewohnerinnen und Bewohnern, die Altersstruktur der Bewohnerschaft, die Verteilung 
von Schülerinnen und Schülern auf einzelne Schulformen und die soziale Lage der Haushal-
te im Vergleich zum städtischen Durchschnitt signifikant ins Auge. 
Das Gesamtziel von MÜLHEIM 2020 lag in der Entwicklung einer besseren sozialen und 
wirtschaftlichen Zukunftsperspektive für die Bewohnerinnen und Bewohner der drei Stadtteile 
und führte zu der bewussten Entscheidung Kölns für ein gezieltes integriertes Wirken in den 
Handlungsfeldern Lokale Ökonomie, Bildung und Städtebau. Diese Entscheidung ermöglich-
te eine maximale wirtschaftliche und soziale Wirkung in den Stadtteilen. Flankiert wurden die 
einzelnen Maßnahmen durch das programmübergreifende Controlling und die breit angele g-
te Öffentlichkeitsarbeit, die einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg des Programms geleistet 
haben.  
Insgesamt konnt en in den einzelnen Handlungsfeldern deutliche Entwicklungsimpulse u m-
gesetzt werden:  
 Das Handlungsfeld Bildung war in seiner Zielerreichung besonders erfolgreich. Die 
Vielzahl der Maßnahmen sowie die unterschiedlichen inhaltlichen Ausrichtungen, 
Vernetzungen und Wirkungsebenen haben nachhaltige Entwicklungsprozesse ang e-
schoben. Diese waren auf Grundlage des „Lebenslaufprinzips“ langfristig mit Blick auf 
die spezifischen Zielgruppen angelegt. 
 Im Handlungsfeld Lokale Ökonomie wurden zum einen Schwerpunkte im  Bereich der 
Arbeitsmarktintegration von Erwerbslosen gesetzt und zum anderen Maßnahmen zur 
Imageverbesserung und zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten umgesetzt, die 
insgesamt zur Verbesserung der Situation vor Ort beigetragen haben.  
 Im Handlungsfeld  Städtebau stand die Aufwertung des öffentlichen Raumes, die 
Steigerung der Aufenthaltsqualität und die Entwicklung von Erholungsmöglichkeiten 
im Vordergrund. Die Ziele wurden im Rahmen der baulichen Aktivitäten gut erreicht 
und haben indirekt auch zu eine r Erhöhung der Wohnzufriedenheit beigetragen. 
Dadurch konnten langfristig nachhaltige Effekte erzeugt werden. 
Das Strukturförderprogramm MÜLHEIM 2020 umfasste mit den ungesetzten Maßnahmen 
ein Finanzvolumen von rund 32 Millionen Euro. Mit dem Ziel positive  Entwicklungen in den 
Stadtteilen Buchforst, Buch heim und Mülheim durch  33 Projekte in Gang zu setzen, wurde 
die Bildung gefördert, die Arbeitslosigkeit verringert, die Wirtschaftskraft erhöht und die g e-
sundheitliche Lebensführung der Bewohnerinnen und Bew ohner verbessert. Zur Überpr ü-
fung und Steuerung der Effekte von MÜLHEIM 2020 wurden neben den inhaltlichen Proje k-
ten der Handlungsfelder auch Querschnittsprojekte wie das Programmcontrolling und die 
Programmevaluation installiert  
Der Europäische Fonds für  regionale Entwicklung (EFRE) der Europäischen Union, das 
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und die Ministerien 
für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr sowie für Wirtschaft, Energie, Industrie,

10 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
Mittelstand und Handwerk des Landes NRW förderten das Vorhaben. 20 Prozent der Kosten 
übernahm die Stadt Köln. Finanzielle Unterstützung gab es außerdem durch die Bund e-
sagentur für Arbeit und das Jobcenter. Die Koordination des Gesamtprogramms MÜLHEIM 
2020 lag beim Amt für S tadtentwicklung und Statistik der Stadt Köln. Am Umsetzungspr o-
zess waren 12 städtische Ämter und zahlreiche Träger beteiligt. 
 
Verstetigung von MÜLHEIM 2020 
Die Umsetzung des Programms MÜLHEIM 2020 wurde durch mehrere  Fachausschüsse 
intensiv begleitet. Dort wurde bereits frühzeitig die Forderung erhoben, durch die Verwaltung 
Überlegungen anzustellen, wie die Erfolge des Programms nachhaltig gesichert werden 
können.  
Der Rat der Stadt Köln hat dann auf Grundlage eines Vorschlags der Verwaltung am 
30.09.2014 ein Maßnahmenpaket von 18 Maßnahmen beschlossen, mit dem die Verstet i-
gung des Programms MÜLHEIM 2020 in den Handlungsfeldern Bildung und Lokale Ökon o-
mie fortgeführt werden konnte. Die ausgewählten Maßnahmen (z. B. Rucksack) eignen sich 
besonders den integrierten Ansatz fortzusetzen und somit  die Nachhaltigkeit und Wirkung 
von MÜLHEIM 2020 zu sichern und weiter zu steigern. In dieses Paket wurden nur Ma ß-
nahmen aufgenommen, deren positive Wirkungen im Rahmen des Programms MÜLHEIM 
2020 deutlich belegbar waren und die einen Beitrag zur Stabilisierung der Situation vor Ort 
bilden. Die Finanzierung erfolgt zunächst bis Ende 2016 über städtische Mittel.

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
11 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
2. Einbettung der Fortführung des Strukturfö rderprogramms MÜLHEIM 2020 
in das Integrierte Handlungskonzept „Starke Veedel – Starkes Köln“  
Trotz der guten und messbaren Erfolge, die das Strukturförderprogramm MÜLHEIM 2020 
erreicht hat, bestehen in Teilräumen nach wie vor soziale Problemlagen und Bedarfe, die ein 
städtisches Handeln erfordern.  
Mit dem vorliegenden Integrierten Handlungskonzept  für die Sozialräume Buchheim und 
Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße möchte die Stadt Köln die Chancen der neu-
en EU-Förderperiode nutzen. Dabei wird an das Programm MÜLHEIM 2020 angeknüpft und  
ergänzend auf dem Programm „Lebenswerte Veedel – Bürger- und Sozialraumorientierung 
in Köln“ 1 aufgebaut. Bereits seit 2006 ist die Stadt Köln in  elf Gebieten mit dem Programm 
"Lebenswerte Veedel – Sozialraum- und Bürgerorientierung" aktiv, über das zahlreiche Vor-
haben realisiert oder angestoßen wurden. Die durch dieses  Programm installierte  Sozial-
raumkoordination ist für die Menschen in den Veedeln mittlerweile zu einem festen An-
sprechpartner geworden.  
Deshalb hat der Stadtvorstand, in dem alle Dezernate der Stadtverwaltung vertreten sind, 
am 17.03.2015 beschlossen, die elf Sozialräume aus dem Programm „Lebenswerte Veedel“ 
sowie die diesem Konzept zugrunde liegende Handlungsstrategie der Quartiersorientierung 
zur Gr undlage des geplanten Integrierten Handlungskonzepte für den EFRE - / ESF-Aufruf 
des Landes „Starke Quartiere – Starke Menschen“ zu machen. Die Entwicklung integrierter, 
sozialraumorientierter Handlungskonzepte ist eine Aufgabe, die für alle städtischen Die nst-
stellen eine Herausforderung bedeutet und die neue Anforderungen an die Stadtgesellschaft 
zur Entwicklung adäquater Angebotsformen und –strukturen formuliert.  
Ziel des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ ist es, verbesserte L ebensbedingungen 
der Menschen in allen elf Sozialräumen zu  schaffen und auf den Arbeiten des Programms 
„Lebenswerte Veedel“ aufzubauen. Das vorliegende Integrierte Handlungskonzept führt 
dementsprechend das Programm MÜLHEIM 2020 fort, es ist Bestandteil des Programms 
„Starke Veedel – Starkes Köln“ und berücksichtigt dabei die dort verankerten Sozialräume 
Buchheim und Buchforst sowie Mülheim -Nord und Keupstraße. Die Grundlage für die Fort-
führung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 bildet daher diese Gesamtstrategie 
mit der bestehenden Abgrenzung der Sozialräume (vergleiche Karte 1).  
  
                                                
1 Das Ziel des Programms „Lebenswerte Veedel“ liegt in der Begründung und Optimierung von Unterstützungs-
leistungen und der Stärkung der Selbsthilfekräfte, indem die Zusammenarbeit und Vernetzung aller städtischen 
Dienststellen, der freien Träger, Verbände und sonstiger Akteure im Quartier vorangetrieben wird. Dazu wird in 
jedem Sozialraum eine Sozialraumkoordination eingesetzt, die – bis auf eine Ausnahme – bei den freien Trägern 
angesiedelt ist. Sie fungiert als „Informationsdrehscheibe“ und Bindeglied zwischen Verwaltung, Wirtschaft, Poli-
tik, Verbänden und Bewohnerschaft. Sie unterstützt oder initiiert Kooperations- und Vernetzungsstrukturen im 
Sozialraum, nutzt diese, um besondere Bedarfslagen zu identifizieren, und entwickelt gemeinsam mit den Diens-
ten und Einrichtungen der freien Träger vor Ort bedarfsgerechte Projekte und Maßnahmen.

12 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
Karte 1: Programmgebiet (Sozialräume) „Starke Veedel – Starkes Köln" 
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
13 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Monitoring Stadtentwicklung / Gebietsauswahl 
Mit Hilfe des Monitorings Stadtentwicklung wurde geprüft, ob in den Sozialräumen Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim -Nord und Keupstraße tatsächlich weiterhin besondere Hand-
lungserfordernisse bestehen und sie im Vergleich zur Gesamtstadt überdurchschnittlich stark 
von sozialer Benachteiligung betroffen sind. Das Monitoring Stadtentwicklung beobachtet 
dabei systematisch die Entwicklung der Gesamtstadt Köln und ihrer Teilräume. Betrachtet 
werden in einer einheitlichen Vorgehensweise (Indexwerte) verschiedene Themenfelder, wie 
zum Beispiel Soziale Lage, Demographischer Wandel oder Wohnen. Für die Auswahl der elf 
Sozialräume wurde der Index „Soziale Lage“ zugrunde gelegt, der die wirtschaftlichen, pol i-
tisch-kulturellen und gesundheitlichen Aspekte von Benachtei ligung berücksichtigt. Er setzt 
sich zusammen aus verschiedenen Statistikdaten sowie aus Ergebnissen der Umfrage „L e-
ben in Köln“ und berücksichtigt somit sowohl „harte“ statistische Daten als auch „subjektive“ 
Einschätzungen der Befragten.  
Der Index wird durch die Vielfalt an Indikatoren der Tatsache gerecht, dass sich Benachteil i-
gung in weit mehr als nur monetären Aspekten widerspiegelt. 
Abbildung 1 zeigt die Zusammensetzung des Indexes „Soziale Lage“ für die Gesamtstadt. 
Grundlage der Berechnung des Inde xes sind die 86 Kölner Stadtteile. Für die vorliegende 
räumliche Abgrenzung wurden Stadtteile zusammengefasst, um in etwa gleich große Räume 
von 20.000 Einwohnerinnen und Einwohnern und Räume mit einer vergleichbaren sozia l-
ökonomischen Bevölkerungsstruktur bilden zu können.  
Abbildung 1: Zusammensetzung Index Soziale Lage2 
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
Die bestehenden Sozialräume, die im Programm „Lebenswerte Veedel“ enthalten sind, zä h-
len alle (bis auf die Ausnahme des Teilbereiches Rondorf im Sozialraum Meschenich und 
Rondorf) zu den Gebieten mit besonderen Handlungserfordernissen . Auch für die Sozia l-
                                                
2 Der Hinweis S verweist auf Statistikdaten, der Hinweis U auf Umfrageergebnisse.

14 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
räume Buchheim und Buchforst sowie Mülheim -Nord und Keupstraße konnten diese Han d-
lungserfordernisse durch das Monitoring Stadtentwicklung aufgezeigt werden. 
 
Die aktuelle EU-Förderperiode und ihre Umsetzung in Köln 
Die Stadt Köln steht, wie auch viele andere Städte, derzeit vor dem Hintergrund der Global i-
sierung, der Internationalisierung, der Digitalisierung, des Klimawande ls, der Energiewende, 
der Zu- und Abwanderungen und des demografischen Wandels vor großen Herausforderu n-
gen. Diese globalen , strukturellen Entwicklungen werden von einer zunehmenden Einko m-
menspolarisierung sowie steigenden Anteilen armer und benachteiligte r Bevölkerungsgrup-
pen begleitet, die sich räumlich konzentrieren. Zwischen einzelnen Stadtteilen nehmen struk-
turelle Ungleichgewichte und eine kleinräumige Polarisierung zu. Die in den letzten Jahren 
festzustellende, zunehmende räumliche Segregation führt dazu, dass folgerichtig die Qua r-
tiersebene in den Fokus der Stadtentwicklung gerät. Das Quartier, in Köln auch Veedel g e-
nannt, ist das direkte Lebensumfeld der Menschen: Hier wohnen und leben sie, treten mite i-
nander in Beziehung und beteiligen sich somit am Gemeinwesen.  
In der Förderperiode des EU -Strukturfonds zur Regionalen Entwicklung (EFRE) 2007 bis 
2014 hat die Stadt Köln mit dem Programm MÜLHEIM 2020 strukturelle Veränderungen im 
Programmgebiet herbeigeführt. Die erzielten Effekte haben Einzelquartie re wie zum Beispiel 
Mülheimer Stadtgarten oder Mülheim -Süd weiter stabilisiert und zu einer Verbesserung der 
Lebenssituation der Bewohnerschaft beigetragen. Andere Quartiere wie zum Beispiel Mü l-
heim-Nord, Keupstraße oder auch Buchheim und Buchforst haben sich aufgrund teilweise 
veränderter Rahmenbedingungen weniger positiv entwickelt.

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
15 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Karte 2: Abgrenzung des Programmgebiets MÜLHEIM 2020 
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik  
In der neuen Förderperiode der EU -Strukturfonds 2014 bis 2020 hat die Europäische Union 
mit der Europa -2020-Strategie die Prioritäten „Intelligentes, nachhaltiges und integratives 
Wachstum“ gesetzt und damit fünf Kernziele zu den Themenfeldern „Beschäftigung“, „Fo r-
schung und Entwicklung sowie Innovation“, „Klima wandel und Energie“, „Bildung“ sowie 
„Armut und soziale Ausgrenzung“ festgelegt. Zur Umsetzung dieser Strategie hat das Land 
Nordrhein-Westfalen Operationelle Programme (OP) für die Strukturfonds: Europäischer 
Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), Europä ischer Sozialfonds (ESF) sowie Europä i-
scher Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) erarbeitet. Alle 
Operationellen Programme müssen einen Beitrag zur Präventionsstrategie des Landes 
Nordrhein-Westfalen leisten. Gemeinsam mit d en europaweiten Strategien definieren vier

16 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
Leitthemen den Rahmen für den Europäischen Sozialfonds (ESF) und weiterer europäischer 
Fördermöglichkeiten3: Im Einzelnen handelt es sich dabei um folgende Themen: 
 Früh ansetzende Hilfen („Kein Kind zurücklassen“)  
 Verbesserung des Übergangs Schule – Beruf („Kein Abschluss ohne Anschluss“ – 
Übergang Schule – Beruf Nordrhein-Westfalen) 
 Integrierte und nachhaltige Stadt - und Quartiersentwicklung (zum Beispiel durch  
städtebauliche, gesundheitsfördernde oder Jugendhilfemaßnahmen) 
 Armutsbekämpfung 
Aus den Operationellen Programmen heraus veröffentlicht das Land Aufrufe, auf die eine 
Bewerbung erfolgen kann. Am 10.02.2015 wurde der Aufruf mit dem Thema „Starke Quartie-
re – starke Menschen“ – Gemeinsamer Aufruf zu den Prog rammen des EFRE, des ELER 
und des ESF (2014 bis 2020) zur präventiven und nachhaltigen Entwicklung von Quartieren 
und Ortsteilen sowie zur Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung“ gestartet. Die Stadt Köln 
bewirbt sich mit dem vorliegenden Programm (IHK) „Sta rke Veedel – Starkes Köln: Mitwi r-
ken, zusammenhalten, Zukunft gestalten“ für die neue Europäische Förderperiode. 
Die Stadt Köln hat die Europäische Förderphase 2014 bis 2020 und die dahinterliegende 
„Europa 2020 Strategie“ zum Anlass genommen, die eigenen städtischen Ziele zu prüfen 
und neu aufzustellen. Die von der Europäischen Union aufgestellten Prioritäten und die fünf 
Kernziele werden ebenso ausdrücklich unterstützt wie die Präventionsstrategie des Landes. 
Der Stadtvorstand hat deshalb das Konzept „Eur opa 2020 Handlungsprogramm: Kölner 
Handlungserfordernisse“ als Orientierung der Verwaltung in zentralen städtischen Han d-
lungsfeldern am 23.09.2014 beschlossen. Dies sind die Bereiche (1) Bildung, (2) Soziale 
Balance / Quartiersentwicklung, (3) Beschäftigung, (4) Infrastruktur / Mobilität, (5) Klimawa n-
del und nachhaltige Energiewirtschaft, (6) Forschung, Entwicklung und Innovation sowie (7) 
Kultur / Baukultur / öffentlicher Raum. Diese sieben Handlungsfelder werden in einem fac h-
übergreifenden Prozess umgeset zt. Als wesentliche Ziele wurden unter anderem die Qua r-
tiersentwicklung und die damit angestrebte soziale Balance in der Stadt und zwischen den 
Quartieren benannt.  
Im Vordergrund des städtischen Handelns stehen damit die benachteiligten Quartiere sowie 
die in diesen Quartieren lebenden Bewohnerinnen und Bewohner. Ziel ist, Rahmen -
bedingungen zu schaffen und geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensbedi n-
gungen vor Ort zu entwickeln. Betrachtet werden dabei immer die Gesamtstadt und die 
Wechselwirkungen zwischen den Quartieren. So führt eine Verbesserung der Lebensbedi n-
gungen der Bewohnerinnen und Bewohner belasteter Quartiere auch zu einer Auf wertung 
der Gesamtstadt.  
Für die Verbesserung der Lebenssituation der Bewohnerinnen und Bewohner ist eine int e-
grierte Betrachtung der verschiedenen Themenfelder der Stadtentwicklung, wie zum Beispiel 
Wohnen, Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Soziales, Bildung, Gesundheit, Mobilität, Öffentlicher 
Raum, Klima, Umwelt und Grün besonders wirkungsvoll. Daher werden auch besteh ende 
und derzeit in der Entwicklung befindliche Konzepte der Stadt Köln in dem Programm „Sta r-
ke Veedel – Starkes Köln“ aufgegriffen und dementsprechend Maßnahmen priorisiert und 
aneinander angepasst 4. Durch diese integrierte und gesamtstädtische Betrachtun g werden 
                                                
3 Vergleich http://www.soziale-stadt.Nordrhein-Westfalen.de/downloads/EU-
Strukturfonds_Okt.2014.pdf (14.08.2015) 
4 Eine kurze Beschreibung der städtischen Konzepte befindet sich im Kapitel 10 Anhang 1

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
17 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
die Verstetigung und die Nachhaltigkeit von Quartiersentwicklungen gesichert, da sie in g e-
samtstädtische Strategien und Konzepte eingebunden sind und nicht isoliert betrachtet we r-
den.  
 
Projektidee und Zielsetzung  
Mit der Fortschreibung des Struk turförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume 
Buchheim und Buchforst sowie Mülheim -Nord und Keupstraße knüpft die Stadt Köln an b e-
reits erfolgreich gestartete Programme zur Verbesserung der Lebenssituation an. Dabei ver-
bindet die Fortschreibung die Effekte von MÜLHEIM 2020 mit den Wirkungen aus dem Pro-
gramm „Lebenswerte Veedel – Bürger- und Sozialraumorientierung in Köln“ zu einer Han d-
lungsstrategie und verknüpft sie mit der neuen EU -Förderperiode und dem NRW Aufruf 
„Starke Menschen – Starke Quartiere“, aus dem die Stadt Köln das Kölner Programm „Sta r-
ke Veedel- Starkes Köln“ entwickelt hat. Alle drei Programme haben die gemeinsame Au s-
richtung, dass sie die Verbesserung der Lebenssituation der Bewohnerschaft  auf der Ebene 
der Sozialräume, die Vermeidung  von Armut und Ausgrenzung und die Verb esserung der 
Teilhabe in den Fokus städtischen Handelns nehmen.  
Die Umsetzung der Idee der Sozialraumorientierung ist je nach Handlungsfeld in den Diens t-
stellen der Verwaltung unterschiedlich stark ausgeprägt. Bislan g ist die Zusammenführung 
dieses Ansatzes zu einem gesamtstädtischen, integrierten Handlungsansatz nur teilweise 
gelungen. Deshalb hat der Stadtvorstand am 17.03.2015 die sozialräumliche Ausrichtung 
des Verwaltungshandelns als verbindliches Handlungsprinzi p noch einmal bekräftigt. In de r-
selben Sitzung hat der Stadtvorstand beschlossen, die elf Sozialräume aus dem Programm 
„Lebenswerte Veedel“ sowie die diesem Konzept zugrunde liegende Handlungsstrategie der 
Quartiersorientierung zur Grundlage des geplanten Förderantrags für den EFRE - / ESF -
Aufruf des Landes „Starke Quartiere – Starke Menschen“ zu machen. Die Entwicklung int e-
grierter, sozialraumorientierter Handlungskonzepte ist eine notwendige Aufgabe, die für alle 
städtischen Dienststellen eine Herausforder ung bedeutet . Integrierte Handlungskonzepte  
formulieren somit auch  neue Anforderungen an die Stadtgesellschaft und geben der Stad t-
verwaltung innovative Anstöße für die Entwicklung neuer,  adäquater Angebotsformen und –
strukturen.  
Mit dem Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ strebt die Stadt Köln erstmals die syste-
matische Erarbeitung und Umsetzung eines integrierten, quartiersorientierten Handlungsa n-
satzes in einem Programmgebiet mit mehreren Sozialräumen an. Diesem Ansatz liegt die 
Leitfrage zugrunde, wie erfolgreich Stadtentwicklung aus dem Quartier heraus erfolgen kann, 
welche Faktoren zum Gelingen beitragen und wie die Bewohnerinnen und Bewohner aktiv in 
die Quartiersentwicklung eingebunden werden können.  
Zum einen wird erstmalig für elf Sozialräume ein Maßnahmenpaket entwickelt, das in allen 
Sozialräumen mit einem vergleichbaren  Vorgehen umgesetzt, dabei jedoch explizit auf die 
Bedarfe und Erfordernisse vor Ort angepasst wird. Dies sind insbesondere Maßnahmen, die 
zur Präventionskette 5 gehören. Zum a nderen werden zusätzlich gebietsspezifische Lösu n-
gen passgenau für die Bedürfnisse und Anforderungen der unterschiedlichen Sozialräume 
entwickelt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf den niedrigschwelligen Zugang zu den 
Angeboten und ihrer Verknüpfung gele gt. Bei den gebietsspezifischen Maßnahmen werden 
auch Maßnahmen mit Modellcharakter vorgeschlagen. Eine Übertragbarkeit der dort erzie l-
ten Erkenntnisse wird angestrebt. 
                                                
5 Unter einer kommunalen Präventionskette soll die Gesamtheit der präventiven Hilfsangebote ve r-
standen werden, die biografisch entlang der Bedarfe in den einzelnen Lebensphasen und Lebensla-
gen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen erforderlich sind.

18 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
Die beiden  Programme MÜLHEIM 2020 und „Lebenswerte Veedel – Bürger- und Sozia l-
raumorientierung in Köln“ haben nachhaltig wirkende  strukturelle und netzwerkorientierte 
Grundlagen geschaffen, die für die Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 
2020 im Rahmen von „Starke Veedel – Starkes Köln“ eine wichtige Basis bilden. So arbeitet 
die Sozialraumkoordination aus dem Programm „Lebenswerte Veedel“ seit 2006 kontinuie r-
lich an der Begründung und Optimierung von Unterstützungsleistungen und der Stärkung der 
Selbsthilfekräfte und treibt in diesem Sinne die Zusammenarbeit und Vernetzung all er städti-
schen Dienststellen, der freien Träger, Verbände und sonstiger Akteure im Quartier voran. 
Im Rahmen von MÜLHEIM 2020 wurde für die Umsetzungsphase ein e Quartiersmanagerin 
eingesetzt, die bestehende Netzwerke der Sozialraumkoor dination nutzte,  um ü ber die 
MÜLHEIM 2020 – Maßnahmen zu informieren und Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die 
Maßnahmen zu gewinnen. Darauf aufbauend ist bei der Fortschreibung von MÜLHEIM 2020 
ein Quartiersmanagement geplant, das unter dem Rahmen der Maßnahme „Büro für Qua r-
tiersmanagement und Aktivierung“ alle sozialraumspezifischen Aktivierungs - und Teilhabe-
ansätze bündelt. 
Mit der Fortschreibung von MÜLHEIM 2020 auf Basis des Programms „Starke Veedel - Star-
kes Köln“ erhält die Stadt Köln die Möglichkeit ihre positive Arbei t fortzuführen und das int e-
grierte Handeln zur Armu tsbekämpfung und zur Aktivierung und Teilhabe der Bewohne r-
schaft mit zusätzlichen Schwerpunkten voranzubringen  und noch nachhaltiger auszurichten. 
Das Ziel der Verbesserung der Lebensbedingungen in den Soz ialräumen Buchheim und 
Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße behält dabei seine Gültigkeit.

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
19 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
3. Projektstruktur und Vorgehensweise zur Entwicklung des Programms 
„Starke Veedel – Starkes Köln“ 
Die Erstellung des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ und der IHKs für die elf Soz i-
alräume erfolgte unter intensiver Beteiligung verschiedener Akteure innerhalb der Stadtve r-
waltung und den Sozialraumkoordinatorinnen und Sozialraumkoordinatoren. Die Projektle i-
tung lag bei der Amtsleitung des Amtes für Stadtent wicklung und Statistik und wurde durch 
die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO AG unterstützt (vergleiche Abbildung 2).  
Beteiligt waren die nachfolgend aufgelisteten Dezernate und Fachämter: 
Dezernat Oberbürgermeister/ -in: Amt des Oberbürgermeisters / der  Oberbürgermeisterin, 
Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 
Dezernat I Allgemeine Verwaltung, Ordnung und Recht: Bürgeramt Rodenkirchen, Bürge r-
amt Ehrenfeld, Bürgeramt Nippes, Bürgeramt Chorweiler, Bürgeramt Porz, Bürgeramt Kalk, 
Bürgeramt Mülheim, Amt für Personal, Organisation und Innovation 
Dezernat II Finanzen: Kämmerei 
Dezernat III Wirtschaft und Liegenschaften: Amt für Wirtschaftsförderung 
Dezernat IV Dezernat für Bildung, Jugend und Sport: Amt für Schulentwicklung, Amt für Wei-
terbildung, Familien beratung und Schulpsychologischer Dienst, Sportamt, Amt für Kinder, 
Jugend und Familie, Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 
Dezernat V Soziales, Integration und Umwelt: Amt für Soziales und Senioren, Punktdiens t-
stelle Diversity, Gesundheitsamt, Amt für Wohnungswesen, Umwelt - und Verbrauche r-
schutzamt, Koordinationsstelle Klimaschutz 
Dezernat VI Stadtentwicklung, Planen, Bauen und Verkehr: Amt für Stadtentwicklung und 
Statistik, Stadtplanungsamt, Amt für Straßen und Verkehrstechnik,  Amt für Landschaftspfle-
ge und Grünflächen 
Dezernat VII - Kunst und Kultur: Kulturamt, Stadtbibliothek, Museumsdienst Köln 
Zur Projektsteuerung wurde ein Projektteam im Amt für Stadtentwicklung und Statistik einge-
richtet. Zur inhaltlichen Bearbeitung wurde n die folgenden fünf themenspezifische n Arbeits-
gruppen gebildet, die dezernats- und ämterübergreifend zusammengearbeitet haben: 
 AG 1: Früh ansetzende Hilfen 
 AG 2: Öffentlicher Raum 
 AG 3: Wirtschaft und Qualifizierung / Wohnen 
 AG 4: Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmminderung 
 AG 5: Sozialraumorientierung als Strategie der Stadtentwicklung 
Neben unterschiedlichen Fachämtern haben auch weitere Akteure an der Programmentwick-
lung und den Arbeitsgruppensitzungen teilgenommen, wie zum Beis piel das Jobcenter, die 
stadteigene Wohnungsbaugesellschaft GAG Immobilien AG, die Regionalagentur Köln und 
der für die regionale Zusammenarbeit zuständige Köln / Bonn e.V.  
Die in den Arbeitsgruppen erarbeiteten Inhalte wurden regelmäßig in Ämterrunden ei nge-
bracht, diskutiert, abgestimmt und die weitere Vorgehensweise festgelegt.  
Zur Steuerung des Gesamtprogramms richtete das Amt des Oberbürgermeisters einen Le n-
kungskreis mit Vertreterinnen und Vertretern der Dezernate ein.

20 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
Zusätzlich wurden die Sozialra umkoordinatorinnen und Sozialraumkoordinatoren sowie die 
Leitungen der Bürgerämter zu zentralen Veranstaltungen eingeladen und mit in den Disku s-
sionsprozess eingebunden. Insbesondere waren sie beteiligt an der Qualifizierung der B e-
standsanalyse sowie an der Entwicklung von Maßnahmen. 
Abbildung 2: Projektstruktur Stadtverwaltung  
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
Über diese regelmäßig durchgeführten Sitzungen mit der Projektgruppe, den Arbeitsgru p-
pen, dem Lenkungskreis und den Fach ämterrunden wurden anlassbezogen Gespräche mit 
weiteren Akteuren geführt, wie zum Beispiel:  
 Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nor d-
rhein-Westfalen 
 Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen 
 Fachstelle für sozialraumorientierte Armutsbekämpfung 
 Regionalagentur Köln 
 Bezirksregierung Köln 
 Liga der Wohlfahrtsverbände 
 Seniorenvertretung der Stadt Köln 
 Personalrat 
 Steuerungsgremium „Lebenswerte Veedel“ 
Die verschieden politische n Gremien wurden über Mitteilungen regelmäßig über das Pr o-
gramm und den Programmfortschritt informiert.

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
21 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Entwicklung der Maßnahmen 
Zur inhaltlichen Qualifizierung des Programms fand am 27. April 2015 ein Workshop mit den 
Fachdienststellen, dem Jobcenter,  der Sozialraumkoordination, den Bürgerämtern und der 
GAG Immobilien AG zur Qualifizierung der Bestandsanalyse statt . Die rund 60 Teilnehmen-
den qualifizierten die vorliegenden Ergebnisse, stellten Querbezüge her und zeigten Schnit t-
stellen zu anderen Themen bereichen auf. So wurden die Analyseergebnisse geschärft und 
ausdifferenziert. 
Ein zweiter Workshop fand am 27. Mai 2015 zur Qualifizierung der gemeldeten Maßnahmen 
mit denselben Teilnehmenden wie am 27. April 2015 statt. 180 Projektideen wurden in den 
Workshop eingebracht. Die Maßnahmen wurden nach unterschiedlichen Kriterien ( zum Bei-
spiel Förderfähigkeit, Zeit- und Kostenrahmen, Zusammenfassung von Maßnahmen mit i n-
haltlichen Überschneidungen, Zuständigkeit der Kommune) qualifiziert und in das erarbeitete 
und abgestimmte Zielsystem eingeordnet. In der Gesamtschau wurden 70 Maßnahmenideen 
für die Bewohnerveranstaltung herausgearbeitet. 
Am 1. Juni 2015 fand eine öffentliche Bewohnerveranstaltung statt. Das Ziel lag darin, über 
das Programm und die geplanten P rojekte zu informieren, dazu Meinungen der Bewohne r-
schaft einzuholen und weitere Ideen aufzunehmen. Die Bewohnerinnen und Bewohner der 
elf Sozialräume sowie weitere Teilnehmende hatten damit die Möglichkeit, an der Erstellung  
und Qualifizierung des Maßnahmenprogramms für ihren Sozialraum aktiv mitzuwirken. Rund 
250 Teilnehmende haben sich aktiv in das Programm eingebracht, vorhandene Ideen bewer-
tet und Ideen für Maßnahmen entwickelt.  
Abbildung 3: Öffentlichkeitsveranstaltung am 01. Juni 2015 
 
Quelle: Stadt Köln (Fotos: Abbis Photodesign) 
Diese Veranstaltung ist als Auftakt des Beteiligungsverfahrens zu verstehen. Die Beteiligung 
wird ein fester Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ sein.  
Am 18. Juni, 28. Juli und 25. August 2015 tagte die Zwischengeschaltete Stelle light und 
nahm eine diskriminierungsfreie Auswahl der Maßnahmen vor. Mitglieder dieser Stelle sind 
Vertreterinnen und Vertreter aller Dezernate. Die Leitung des Gremiums lag beim Beigeor d-
neten des Dezernates für Planen, Bauen  und Stadtentwicklung, der durch die Leiterin des 
Amtes für Stadtentwicklung und Statistik vertreten wurde. Die Auswahl der Maßnahmen 
wurde begründet, protokolliert und einvernehmlich beschlossen.

22 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
Abbildung 4: Diskriminierungsfreie Auswahl durch die Zw ischengeschaltete Stelle 
light 
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
23 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
4. Bestandsanalyse für den Sozialraum Buchheim und Buchforst 
Die Bestandsanalyse für den Sozialraum Buchheim und Buchforst nimmt die folgenden zent-
ralen Handlungsfelder in den Blick:  
 Sozialraumspezifische Situation 
 Demographische, soziale und Bildungssituation 
 Situation des öffentlichen Raums 
 Wirtschaftliche Situation 
 Wohnsituation 
 Ökologische und klimatische Situation 
Bei der Analyse des Sozial - und Wirtschaftsraumes für das Programm MÜLHEIM 2020 wu r-
den in der ersten Bearbeitungsphase lediglich die Kölner Stadtteile Buchforst und Mülheim 
dezidiert betrachtet. In den später durchgeführten Interviews und vor dem Hintergrund der 
abgeleiteten Projekte hat  sich gezeigt, dass es sinnvoll ist, dass Programmgebiet darüber 
hinaus um Teile des Stadtteils Buchheim zu erweitern. Die Buchheimer Bevölkerung orie n-
tiert sich zur Nahversorgung überwiegend zum Wiener Platz und zur Frankfurter Straße. A u-
ßerdem besucht ei n relevan ter Anteil von Schüler innen und Schülern  aus Mülheim und 
Buchforst die Schulen in Buchheim. Die später empfohlene Ergänzung des Programmg e-
biets durch das beauftragte Gutachterbüro um Teile des Stadtteils Buchheim war zum Zei t-
punkt der Erstellung d er Analyse des Wirtschafts - und Sozialraumes noch nicht absehbar 
und ist daher nicht Gegenstand der Analyse. Ausgewählte Daten wurden in einem eigenen 
Kapitel nachgetragen. Dementsprechend sind Analysedaten aus MÜLHEIM 2020 nur bedingt 
mit den Daten des Sozialraums Buchheim und Buchforst des vorliegenden IHK „Starke Ve e-
del – Starkes Köln“ zu vergleichen.

24 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
Karte 3: Übersicht mit Quartiersgliederung - Schwerpunkt Qualifizierung und Soziales 
im Sozialraum Buchheim und Buchforst 
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
25 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Karte 4: Übersicht mit Quartiersgliederung - Schwerpunkt Bildung  im Sozialraum 
Buchheim und Buchforst 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

26 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
Bevölkerungs- und Sozialstruktur  / Bildungsbeteiligung6 im Sozialraum  Buchheim 
und Buchforst 
 
2007 bis 2013 Zunahme an Einwohnerinnen und Einwohnern mit Migrationshintergrund, rückläufige 
Zahl an Leistungsempfängerinnen und -empfängern nach SGB ll (gilt auch für Kinder unter 15 Ja h-
ren in SGB ll-Bedarfsgemeinschaften), dennoch deutlich überhöhter Wert, Zunahme an Senior innen 
und Senioren mit Grundsicherungsbezug, Jugendquotient höher als in Gesamtstadt, unterdurc h-
schnittlicher Anteil an Gymnasiasten. 
 
Charakteristik des Sozialraums (stadträumliche Besonderheiten) 
Lage im 
Stadtge-
biet 
Bezirk: 
Mülheim 
Stadtteile: 
Buchheim, Buch-
forst 
angrenzende Sozia l-
räume: 
6 + 7 + 9 
Fläche: 
203 ha 
Siedlungs-
entwick-
lung 
Siedlungsentwicklung ab den 1920er Jahren (Buchforst) und 1940er Jahren (Buc h-
heim), überwiegend zusammenhängende, vollständig sanierte Siedlungen im G e-
schosswohnungsbau, größtenteils im Eigentum der GAG, Siedlung Buchheim -
Modemannstraße 1970er Jahre, Buchheim-Herl Einfamilienhäuser. 
Nahver-
sorgung 
Bezirkszentrum Mülheim: Frankfurter Straße mit Vollversorgern und Discountern, 
Stadtteilzentrum Buchforst: Waldecker Straße mit Discountern, Umgestaltung im 
Rahmen von MÜLHEIM 2020, Nahe der U -Bahn Haltestelle, Nahversorgungszentrum 
Buchheim: im Bereich Frankfurter Straße, hier keine Aufenthaltsqualitäten. 
Anbindung 
ÖPNV, 
MIV 
Sehr gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr (Stadtbahnlinien 3, 13 
und 18, S 6 und S 11) und diverse Buslinien, motorisierter Individualverkehr über 
Kreuz Köln-Ost und AS K-Dellbrück an das Autobahnnetz angebunden. 
Grün / 
Freizeit 
Innerhalb des Sozialraums wenig öffentliche Grünflächen, angrenzend an Kultur - und 
Landschaftsachse Strunder Bach (Regionale 2010), Merheimer Heide, Guilleaum e-
Garten in Buchheim (nachbarschaftlich Urban-Gardening Aktivität) 
Gewerbe Gewerbegebiete Germaniastraße und Piccoloministraße in Randlagen.  
soziale 
Akteure 
Diverse soziale Akteure (AWO, Runder Tisch Buchforst, Bürgervereine, diverse nied-
rigschwellige Beratungsangebote, GAG Immobilien AG, Sozialkoordination, Kirche)  
  
                                                
6 Eine differenzierte Darstellung der Bildungsbeteiligung kann dem Anhang entnommen werden. (ve r-
gleiche Kapitel 10 Anhang 12) 
 
Kinder-
betreuung
Bildungs-
teilhabe
Insgesamt
Migrations-
hintergrund 
(%)
Jugend-
quotient *
Altenquotient 
** Insgesamt Quote unter 15 
Jahre
Quote unter 
15 Jahre Insgesamt Quote
***
Betreuungs-
quote U10 
****
 Gymnasi-
astenquote 
*****
insgesamt Quote
2007 19.199 43,8 28,2 27,5 4.143 26,6 1.156 40,8 248 7,3 52,2 x 1.689 20,0
Entwicklung 
2007 bis '13 774 6,8 -0,9 -2,1 -187 -2,7 -56 -4,0 91 2,9 8,8 x -63 -4,3
2013 19.973 50,6 27,3 25,4 3.956 23,9 1.100 36,8 339 10,2 61,0 30,1 1.626 15,7
Stadt Köln 
2013 34,9 23,6 26,8 13,2 30.300 22,2 12.421 6,7 64,9 38,8 51.706 9,5
Insgesamt mit Kindern 
(%)
allein-
erziehend Senioren * Anteil der Einwohner unter 18 Jahre an den Einwohnern von 18 - unter 65 Jahre
2007 9.681 21,8 28,1 23,8 ** Anteil der Einwohner ab 65 Jahre an den Einwohnern von 18 - unter 65 Jahre
Entwicklung 
2007 bis '13 403 -0,7 -0,7 -0,6 *** Anteil der Empfänger von Grundsicherung im Alter an allen Einwohnern ab 65 Jahre mit Hauptwohnsitz
2013 10.084 21,1 27,4 23,2 **** Anteil der in KiTa, Tagespflege und OGTS betreuten Kinder an allen Kindern unter 10 Jahre
***** Anteil der Gymnasiasten an allen Schülern der Klassen 7 - 9 im Schuljahr 2014 / 2015
Stadt Köln 
2013 18,4 24,1 23,1
SGBII Empfänger Empfänger 
Grundsicherung Arbeitslose
Haushalte
Einwohnerstruktur

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
27 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Kita / 
Schulen 
3 Grundschulen, Herder -Gymnasium, Be rufskolleg, Wuppertaler Straße, Teilstandort  
der Gesamtschule Mülheim, diverse Kindertagesstätten. 
Stabilisierungsmaßnahmen 
Sozial-
raum-
koordinati-
on 
Buchheimer Selbsthilfe  e.V., Sozialraum seit 2006, Koordinierung von Prävention s-
maßnahmen und Hilfeangeboten, Vernetzung der unterschiedlichen Akteure, Initii e-
rung von Maßnahmen ( zum Beispiel Kooperation mit der GAG  Immobilien AG, Stadt-
teilkonferenz). 
Städt. 
Maßnah-
men 
Teile des Sozialraumes gehör ten zum Strukturförderprogramm MÜLHEIM 2020 
(2009-2014), zum Teil Kalk / Mülheim Programm (ab 1995). 
Private 
Maßnah-
men 
Komplette Sanierung der GAG-Siedlung Blauer Hof und Weiße Stadt (L andesentwick-
lungsgesellschaft, privat, GAG Immobilien AG). 
 
Fazit 
Sehr heterogener Sozialraum, Stadtteil Buchforst überwiegend sanierte Wohnbebauung, haup t-
sächlich im Eigentum der GAG  Immobilen AG, städtebauliche Gestaltung des Zentrums führte zu 
Aufwertung, dennoch weiterhin früh ansetzende Hilfen für Kinder, Jugendliche und Familien zur 
Stabilisierung des Stadtteils erforderlich, hier wenig Grün - und Freiflächen. Stadtteil Buchheim mit 
sehr heterogenen Quartieren, hier sowohl Quartiere mit sozial stark belastete r Bewohnerschaft als 
auch durchschnit tlich geprägte Quartiere vorhanden; insgesamt deutliche Zunahme an Bewohn e-
rinnen und Bewohnern mit Migrationshintergrund. Hier sind neben sozialen Maßnahmen auch stä d-
tebauliche Maßnahmen zur Wohnumfeldverbesserung und Maßnahmen zur Vernetzung mit der 
Grünfläche der Merheimer Heide erforderlich. 
 
4.1 Sozialraumspezifische Situation7 
Der Sozialraum Buchheim und Buchforst zählt überwiegend zum Siedlungstyp „Zwische n-
stadtteile“, in dem Wohnsiedlungen aus unterschiedlichen Entstehungszeiträumen zu finden 
sind.  
                                                
7 Angabe zu den statistischen Werten und Indikatoren (Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung 
und Statistik):  
 Die Angaben zur sozialen und demografischen Situation beziehen sich auf das Jahr 2013. Um 
zeitliche Entwicklungen darzustellen, wurden zudem die Werte von 2007 in den Steckbrief aufge-
nommen. (Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik).  
 Die Beschreibungen zum öffentlichen Raum entsprechen dem Stand aus dem Jahr 2015.  
 Die Ausgangssituation zum Themenbereich Wirtschaft und Wohnen umfassen verschie dene Da-
tengrundlagen: 
o Gewerbe- und Industrieflächen; Stand 2015  
o Einzelhandel- und Zentrenkonzept, Beschäftigungssituation, Wohnungsbestand der GAG I m-
mobilien AG, Anteil öffentlich geförderter Wohnungen; jeweils Stand 2013  
o Kaufkraftindex; Stand 2007  
o Wohnzufriedenheit: Demografie-Umfrage der Stadt Köln, 2009 
o Die Datengrundlagen zum Themenbereich Klima wurden im Jahr 2013 berechnet, die Daten 
zu Grün- und Freiflächen stammen aus dem laufend fortgeführten Grünflächenkataster und 
wurden in 2015 berechnet, die Berechnung der Luftschadstoffe erfolgte ebenfalls in 2015, die 
Daten zum Verkehrslärm stammen aus dem Jahr 2014.

28 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
In Buchheim erfolgte die Siedlungsentwicklung ab den 1940er Jahren . Die Mehrheit der G e-
bäude sind Geschosswohnungsbauten.  Der funktionale Schwerpunkt liegt in Buchheim in 
der Wohnfunktion. Es gibt nur wenig Infrastruktur und Arbeitsmöglichkeiten.  
Buchforst grenzt im Osten an den Stadtteil Buchheim, im Süden an den Stadtteil Kalk und im 
Westen und Norden an Mülheim. In Buchforst fand eine Siedlungsentwicklung ab den 
1920er Jahren statt, die teilweise im Stile des „Neuen Bauens“ als Weiße Stadt und Blauer 
Hof durch die Kölner Architekten Wilhelm Riphahn und Caspar Maria Grod geplant und au s-
geführt wurde. Darüber hinaus finden sich Geschoßwohn ungsbauten unterschiedlicher Epo-
chen. Buchforst ist durch mehrere Bahntrassen der Deutschen Bahn AG und die Stadtauto-
bahn (Bundesstraße 55a) im Süden geprägt, die als starke räumliche Zäsuren wirken.  
Der Sozialraum Buchheim und Buchforst zeigt insgesamt eine sehr heterogene Bevölk e-
rungsstruktur.  
 
4.2 Demographische, soziale und Bildungssituation  
Die Handlungsbedarfe im Sozialraum werden insbesondere bei kleinräumiger Betrachtung 
deutlich. Der Jugend - und Altenquotient liegt über dem städtischen Durchschnitt. Gleiches 
gilt für den Anteil an Bewohnerinnen und Bewohnern, die einen Migrationshintergrund au f-
weisen. 
Die Bildungsteilhabe, die über die Gymnasialquote abgebildet wird, zeigt einen durchschnit t-
lichen Wert. So besuchen in Buchheim rund 38 Prozent und in Buchforst 39 Prozent der 
Schülerinnen und Schüler ein Gymnasium. Dies entspricht der  städtischen Gymnasialquote 
von 38,8 Prozent. 
 
Bevölkerungsstruktur 
Insgesamt leben rund 2 0.000 Personen im Sozialraum, davon rund 13.000 im Stadtteil 
Buchheim und 7.000 im Stadtteil Buchforst. Zwischen 2007 und 2013 sind im Saldo 774 
Menschen in den Sozialraum gezogen, ein leichter Bevölkerungszuwachs ist somit zu ve r-
zeichnen. Prägend für den Sozialraum ist die hohe kulturelle Vielfalt. Der A nteil von 50 ,6 
Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner mit Migrationshintergrund liegt mit über 15 Pr o-
zentpunkten deutlich über dem städtischen Durchschnitt von 35 Prozent. Der Anteil der B e-
wohnerschaft mit Migrationshintergrund ist im Sozialraum zwischen 2007 und 2013 um rund 
7 Prozent gestiegen. Der Jugendquotient liegt mit 27,3 Prozent rund 4 Prozent punkte über 
dem städtischen Durchschnitt (23,6  Prozent). Insbesondere der Stadtteil Buch forst weist mit 
rund 33 Prozent einen hohen Anteil von Einwohnerinnen und Einwohnern unter 18 Jahren 
auf. 
Der Altenquotient (Anteil der Einwohnerinnen und Einwohner ab 65 Jahren) ist zwischen 
2007 und 2013 um 2,1 P rozentpunkte gesunken. Er liegt mit rund 25 Prozent leicht unter 
dem gesamtstädtischen Durchschnitt von 26,8 Prozent.  
 
Neuzugewanderte 
In jüngerer Vergangenheit hat sich die Debatte um die Integration von Neuzugewanderten 
vor dem Hintergrund der aktuellen  politischen Ereignisse in verschiedenen Krisen - und 
Kriegsregionen mit daraus resultierendem Flüchtlingszustrom wieder verstärkt. Auch im S o-
zialraum Buchheim und Buchforst sind nennenswerte Zuwanderungen zu verzeichnen. In 
den Jahren 2013 und 2014 sind 933 Ausländerinnen und Ausländer, davon 238 Personen 
zwischen 15 und 26 Jahren, zugezogen (Gesamtstadt 8.158 Personen, davon 2.265 zw i-

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
29 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
schen 15 und 26 Jahren). Die Gruppe der Neuzugewanderten ist dabei sehr heterogen, so 
dass sie spezifische Unterstützungsb edarfe bei der Integration vor Ort benötigt und damit 
eine Zielgruppe mit eigenen Bedarfen bildet. Zu nennen sind hier beispielsweise Sprachfö r-
derung, Hilfe bei Behördengängen und psychologische Betreuung in Folge  traumatischer 
Erlebnisse. Die Akteure vor Ort sehen sich mit der wachsenden Herausforderung konfro n-
tiert, dass mit der Integrationsleistung in de n ohnehin durch soziale Problemlagen betroff e-
nen Quartieren Überlastungen und Überforderungen einhergehen. Die fachlich zuständigen  
Ämter der Stadtverwal tung setz en sich bereits intensiv mit dieser in ihrer Intensität neuen 
Entwicklung und Herausforderung auseinander. Sie haben im Jahr 2014 auf Grundlage einer 
weitgehenden Bedarfsanalyse einen gemeinsamen „Handlungsrahmen Zuwanderung“ mit 
einem Maßnahmenpaket entwickelt, das eng an den erhöhten Bedarfen anknüpft.  
Dabei wird auch außerhalb des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ auf die bisher i-
gen Erfahrungen aufgebaut. So wurden im Rahmen von MÜLHEIM 2020 gute Erfahrungen 
mit dem Sprachförderprojekt DemeK (Deutsch in mehrsprachigen Klassen) gemacht.  
 
Haushaltsstruktur 
Die Haushaltsstruktur im Sozialraum ist im Vergleich zur Gesamtstadt durch einen höheren 
Anteil an Familienhaushalten (Sozialraum Buchheim und Buchforst 21,1 Prozent ; Stadt Köln 
18,4 Pro zent) und Haushalten mit alleinerziehenden Elternteilen geprägt (27,4 Prozent im 
Sozialraum, 24,1 Prozent Stadt Köln). Der Anteil der Seniorenhaushalte im Sozialraum en t-
spricht mit 23 Prozent dem Anteil der Stadt Köln. 
 
Sozialstruktur 
Ein Blick auf die Soz ialstruktur zeigt, dass Handlungsbedarfe im Sozialraum Buchheim und 
Buchforst erkennbar sind. So weicht der Ante il der Transferbezieherinnen und -bezieher im 
Sozialraum um einen um rund 10 Prozent punkte höher liegenden Wert deutlich vom städti-
schen Durchschnitt ab (Sozialraum 23,9 Prozent, Stadt Köln 13,2 Prozent). Die soziale B e-
nachteiligung zeigt sich auch bei kleinteiliger Betrachtung, da die Gruppe der Kinder unter 15 
Jahren einen hohen Anteil im SGB II -Bezug ausmacht. So beziehen rund 37 Prozent dieser 
Altersgruppe im Sozialraum Leistungen nach SGB II. In der Stadt Köln sind es durchschnit t-
lich nur etwa 22 Prozent. Bei der Betrachtung der Quote der Grundsicherungsempfänger in-
nen und -empfänger bestätigen sich die Handlungsbedarfe. Während der Ante il von Pers o-
nen mit Bezug von SGB II sowohl bei den Erwachsenen als auch bei den Kindern und J u-
gendlichen leicht rückläufig ist, nimmt der Anteil der Seniorinnen und Senioren ab 65 Jahren 
mit Bezug von Grundsicherung im Alter zu und liegt deutlich über dem  stadtweiten Durch-
schnitt (Stadt Köln 6,7 Prozent, Sozialraum Buchheim und Buchforst 10,2 Prozent) . Diese 
Problemlagen finden sich insbesondere in den Quartieren Buchheim -Mitte (15,9 Prozent) , 
Buchheim-Gronauer Straße (11,5 Prozent) und Buchforst-Mitte (13,2 Prozent). 
Die Wahlbeteiligung an der Kommunalwahl 2014 und auch an der Wahl der Oberbürge r-
meisterin 2015 zeigt ein messbar geringeres Interesse an einer gesellschaftspolitischen Teil-
habe. So haben im Stadtteil Buchforst rund 34,1 Prozent und im Stadttei l Buchheim 39,1 
Prozent an der Kommunalwahl 2014 teilgenommen. Die Wahlbeteiligung auf gesamtstädt i-
scher Ebene lag mit 49,7 Prozent deutlich höher. Bei der Betrachtung der Wahl der Obe r-
bürgermeisterin 2015 fällt das Ergebnis noch deutlicher aus. Lag die Wa hlbeteiligung der 
Gesamtstadt bei 40,3 Prozent, so gingen in Buchforst nur 27,2 Prozent und in Buchheim nur 
30,3 Prozent der Wahlberechtigten an die Wahlurnen. 
Da gesellschaftliche Teilhabechancen und Bereitschaft zur Mitwirkung an gesellschaftlich 
bedeutsamen Meinungsbildungsprozessen als wichtige Faktoren für die Erreichung sozialer 
Balance eingestuft werden, kommt den aktivierenden Unterstützungsangeboten im Bereich

30 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
Prävention, Bildung und Qualifizierung eine hohe Bedeutung zu. Sie bilden durch eine nie d-
rigschwellige Willkommensstruktur – auch in Verbindung mit der Sozialraumkoordination – 
eine gute Grundlage für die Entwicklung von Kooperationspartnerschaften zum Aufbau einer 
Präventionskette. Sie eröffnen Zugänge zu und für Menschen, die für das „Regelsystem“ und 
unterstützende Angebotsstrukturen häufig schwer erreichbar sind. 
 
Soziale Infrastruktur 
Im Sozialraum Buchheim und Buchforst  sind bereits eine Vielzahl von Angeboten etabliert, 
auf die mit diesem Programm aufgebaut wird. Zu nennen sind insbesondere:  
 im Bereich der Regelangebote der Bildungs - und sozialen Infrastruktur: Kindertages-
einrichtungen, Familienzentren, Grundschulen, weiterführende Schulen, Berufskolleg, 
Jugendangebote, Jobbörse, Begegnungszentrum,  
 sowie Ergänzungsangebote im Bereich der Bildungs - und Sozialberatung, Senioren-
beratung, Schuldnerberatung, Hausaufgabenbetreuung , Mieterberatung, Sport - und 
Freizeitangebote, Computerkurse, Arbeitskreise zu verschiedenen Themen, Kunst - 
und Kulturangebote  
Von den Akteuren vor Ort werden allerdings Defizite in den Bereichen Bildung und Ausbi l-
dung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen gesehen. So sind weiterhin früh 
ansetzende Hilfen für Kinder; Jugendliche und Familien zur Stabilisierung des Sozia lraumes 
erforderlich. Mit dem Programm MÜLHEIM 2020 wurden erste Ansätze verankert. Insbeson-
dere wurden Schulen in die Lage versetzt als Institutionen besser lernen zu können, indem 
ihre Organisation verbessert wurde. Ebenso wurde n die Vernetzung von Akteu ren und die 
Gestaltung von Bildungsprozessen an geschoben, die an den Kompetenzen von Kindern, 
Jugendlichen und ihren Eltern ansetzten. Auch im Übergang von der Schule in den Beruf 
konnten über MÜLHEIM 2020 erste Erfolge verzeichnet werden. Darauf aufbauend sind nun 
weitere Bildungsmaßnahmen und Maßnahmen der frühen Förderung  im Rahmen der For t-
schreibung des Strukturförderprogramms geplant, die sich auf Förderung, Bildung, Ausbi l-
dung und berufliche Entwicklung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen  und 
ihren Familien mit und ohne Migrationshintergrund beziehen. 
 
4.3 Situation des öffentlichen Raums 
Ziel der Stadtentwicklung in Köln ist es , durch die Verbesserung des öffentlichen Raumes 
und die Gestaltung des unmittelbareren Wohnumfeldes, lebendige, bunt e und generation s-
gerechte Quartiere für und mit den Kölnerinnen und Kölner n zu schaffen. Dies umfasst auch 
die Inwertsetzung bislang untergenutzter Flächen. Damit soll auch eine soziale Ausgrenzung 
vermieden und abgebaut werden. Insbesondere für einkommensschwächere Haushalte stellt 
aufgrund ihrer geringeren Mobilität das unmittelbare Wohnumfeld mit seinen Aufenthaltsqua-
litäten einen zentralen Bezugspunkt dar. 
Das nördlich der Bergisch Gladbacher Straße liegende Quartier „Buchheim Gronauer Str a-
ße“ ist räuml ich isoliert. Für die Brachfläche der ehemaligen Bahnwendeschleife innerhalb 
dieses Quartiers liegen Konzepte zu Wohnbebauung mit einer Kita vor, geplant ist eine da u-
erhafte Flüchtlingsunterkunft. Ein laufendes städtebauliches Projekt im Sozialraum ist die  
neue Wohnbebauung an der Siedlung Gauweg im Quartier „Buchheim -Herl“, hier finanziert 
der Investor zudem eine öffentlich nutzbare Grünfläche.  In Buchheim -Mitte ist  zudem die 
Revitalisierung einer gewerblichen Brache mit Wohnbebauung vorgesehen. Das Projek t 
"Herler Straße" sieht neben gefördertem  und freifinanziertem Wohnungsbau einen öffentl i-
chen Spielplatz und eine Kindertagesstätte vor.  Die Brache des ehemaligen Güterbahnhofs

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
31 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Mülheim soll mit einer hochwertigen Bürobebauung und entlang der Keupstraße mit  einer 
gemischten Bebauung revitalisiert werden. Eine Abfolge öffentlicher Flächen ermöglicht die 
Zugänglich- und Nutzbarkeit des Raumes. Neue Arbeitsplatzangebote in unterschiedlichen 
Segmenten können zur Belebung des Arbeitsmarktes beitragen. 
 
Wohnumfeld 
Die städtebauliche Situation in beiden Stadtteilen des Sozialraumes ist sehr unterschiedlich. 
Das Stadtteilzentrum von Buchforst, im Wesentlichen die Waldecker Straße  einschließlich 
des Kreuzungsbereiches mit der Heidelberger Straße, wurde im Rahmen des Strukturförder-
programms MÜLHEIM 2020 umfänglich umgebaut und aufgewertet.  
Das Nahversorgungszentrum in Buchheim ist durch den dominanten Kreuzungsbereich 
Frankfurter Straße / Alte Wipperfürther Straße  geprägt. Hohes Verkehrsaufkommen und 
mangende Gestaltun g zeigen eine geringe Aufenthaltsqualität in diesem Bereich. Mit den 
Maßnahmen „ein Platz an der Herler Straße“ und „Umgestaltung der Frankfurter Straße in 
Buchheim“ wird das Nahversorgungszentrum in Buchheim hinsichtlich seiner Aufenthalt s-
funktion und Str aßenraumgestaltung deutlich aufgewertet. Darüber hinaus wird an die b e-
gonnene Aufwertung der Frankfurter Straße im Rahmen von MÜLHEIM 2020 angeknüpft  
und die Aufwertung dieser Straße im Stadtteil Buchheim fortgeführt. 
 
Begegnungsräume 
Räume zur Begegnung sind im Sozialraum vorhanden. Der Runde Tisch Buchforst e.V. mit 
seinen Stadtteilzentren I und II betreibt eine vorbildliche sozial- und interkulturelle Arbeit. Hier 
finden verschiedene Beratungsangebote im Bereich Bildung z um Beispiel  mehrsprachige 
Orientierungsberatungen), Sozialberatungen für Seniorinnen und Senioren, Pflegebedürftige 
und Angehörige und weitere Beratungen ( zum Beispiel Schuldnerberatung) statt. Darüber 
hinaus sind die Stadtteilzentren in Buchforst Initiatoren von küns tlerischen und kulturellen 
Angeboten und bilden wichtige und vernetzte Anlaufstellen, die von der Bewohnerschaft des 
Stadtteils ausgesprochen gut angenommen werden. Sie leisten einen erheblichen Be itrag 
zur Teilhabe und Beteiligung der Bewohnerschaft und d er Akteure vor Ort. Die personellen 
Ressourcen zur Koordinierung der Arbeiten müssten jedoch aufgestockt werden. Ziel sollte 
es sein, beide Stadtteilzentren zu sichern. In der Kulturkirche der GAG Immobilien AG finden 
regelmäßig kulturelle Veranstaltungen vornehmlich in Form von Ausstellungen statt. 
Im Stadtteil Buchheim ist die Akteurslandschaft differenzierter und aufgrund der Größe des 
Stadtteils auch vielfältiger. Die heterogene Bevölkerungsstruktur stellt allerdings hohe A n-
sprüche an die Vernetzung und Zusammenarbeit der einzelnen Gruppen und Angebote. Hier 
kommt insbesondere der Buchheimer Selbsthilfe e.V. als Träger der Sozialraumkoodination 
Buchheim und Buchforst einer besonderen Bedeutung zu. 
 
Spiel- und Bewegungsräume  
Um den jungen Menschen im unm ittelbaren Wohnumfeld alters- und bedarfsgerechte Spiel-, 
Kommunikations- und Bewegungsräume und damit adäquate Entwicklungsmöglichkeiten 
anbieten zu können, ist die Neuerrichtung von attraktiven, qualitativ guten und bedarfsorie n-
tierten sportlichen Angeboten dringend erforderlich. Kinder und Jugendliche verbringen einen 
nicht unerheblichen Teil ihrer Freizeit im öffentlichen Raum. Sie bewegen sich aufgrund fe h-
lender Möglichkeiten nicht nur auf den offiziell ausgewiesenen Flächen. Aufgrund des geg e-
benen Bed arfs sind verstärkt niederschwellige, kostenfreie Angebote für jeden ohne Au s-
grenzung im öffentlichen Raum bereitzustellen. Im Stadtteil Buchforst bestehen drei und im 
Stadtteil Buchheim vier Spielplätze. Aufgrund des Jugendquotienten von rund 27 Prozent (im

32 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
Vergleich Stadt Köln 24 Prozent) besteht ein B edarf zur Erweiterung des Angebots. Als P o-
tenzialfläche steht eine Fläche an der Wuppertaler Straße (Stegw iese) zur Verfügung. Hier 
soll ein Angebot für Trendsportangebote, zum Beispiel Klettern, entstehen  
 
Mobilität 
Die Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ist über zwei S -Bahnlinien 
und drei Stadtbahnlinien sowie diverse Buslinien gut. Auch die Verbindung zur Autobahn für 
den Motorisierten Individualverkehr (MIV) ist gut.  
Der Sozialraum Buchheim und Buchforst  weist im Modal Split ein en Radverkehrsanteil von 
rund 6 Prozent auf und liegt damit deutlich unter dem Durchschnitt im Stadtgebiet Köln  von 
12 Prozent . Handlungsbedarfe bestehen somit im Ausbau der Fahrradwegeverbindungen  
innerhalb des Sozialraumes. So weist unter anderem das  Radwegenetz an der Frankfurter 
Straße im Bereich Alt-Buchheim eine Lücke auf.  
 
4.4 Wirtschaftliche Situation  
Gewerbe und Industrie  
Gewerbe- und Industrieflächen bilden einen wesentlichen Ansatzpunkt für die Schaffung von 
Arbeitsplätzen durch die örtlichen Betriebe und tragen damit maßgeblich zur wirtschaftlichen 
Dynamik in den Sozialräumen bei. Zum Sozialraum Buchheim und Buchforst gehören das 
Gewerbegebiet Piccoloministraße im Norden und das Gewerbe - und Industriegebiet Germa-
niastraße im Süden. Insgesamt gibt es Gewerbeflächen in einer Größenordnung von 12,9 ha 
und Industrieflächen in Höhe von 1,8 ha. Im Gewerbegebiet Germaniastraße sind unter a n-
derem großflächiger Auto- (Opel) und Einzelhandel (Praktiker Baumarkt  - derzeit Leerstand) 
sowie chemische Betriebe (ACLA Werke GmbH) angesiedelt. Im Gewerbegebiet Piccolo -
ministraße stehen noch diverse Potenzialflächen zur Verfügung.  
 
Beschäftigungssituation 
Die Beschäftigungssituation der Bewohnerinnen und Bewohner im Sozialraum drückt sich 
auch in der vergleichsweise geringen Quote der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten 
aus (Sozialraum: 48,5 Prozent, Stadt Köln: 52,1 Prozent). Allerdings konnte der Anteil dieser 
Bevölkerungsgruppe im Zeitraum von 2007 bis 2013 um 14 Prozent gesteigert werden und 
liegt damit gleichauf mit  der gesamtstädtischen Entwicklung . Bei detaillierter Betrach tung 
wird deutlich, dass der Anteil der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen (Sozial-
raum 43,2 Prozent; Stadt Köln 49,1 Prozent) unter dem städtischen Durchschnitt liegt , wäh-
rend die Beschäftigungsquote  der Personen unter 25 Jahren mit 32,7 Prozent über dem 
städtischen Durchschnitt von 29,8 Prozent  liegt. Auch die Quote der sozialve rsicherungs-
pflichtig beschäftigten Ausländerinnen und Ausländer liegt mit 39,6 Prozent  über der Quote 
der Gesamtstadt (38,3 Prozent).  
Deutlich schlechter im Vergleich zur gesamtstädtischen Entwicklung zeigt sich die Entwic k-
lung bei der Bevölkerungsgruppe der Langzeitarbeitslosen. Hier liegt der Sozialraum mit e i-
ner Quote von 47,6 Prozent 4 Prozentpunkte über dem städtischen Durchschnitt. Auch bei 
der Betrachtung der Veränderungen zwischen 2007 bis 2013 schneidet der Sozialraum mit 
einer Zunahme der Langzei tarbeitslosen von plus 5,6 Prozent deutlich schlechter ab als die 
Entwicklung in der Stadt Köln, die einen Rückgang der Langzeitarbeitslosen von 0,7 Prozent 
aufweist.

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
33 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
In Verbindung mit dem hohen Anteil an Arbeitslosen  (rund 16 Prozent) und Leistungsbezie-
henden (rund 24 Prozent)  zeigen sich im Sozialraum Buchheim und Buchforst Bedarfe im  
Qualifizierungsbereich. Insgesamt benötigen viele Bewohnerinnen und Bewohner zunächst 
heranführende, niedrigschwellige Unterstützungsangebote.  
Das Strukturförderprogramm MÜLHEIM 2020 verfolgte im Handlungsfeld Lokale Ökonomie 
unter anderem den Schwerpunkt der Verbesserung der Erwerbsfähigkeit. Hier lag der Fokus 
auf der Arbeitsmarktintegration von Langzeitarbeitslosen und Frauen. Es wurden deutlich 
mehr Personen in Beschäfti gung vermittelt als ursprünglich prognostiziert. So konnten über 
das Projekt „Jobfactory-Aktiv plus“ 115 Langzeitarbeitslose in eine sozialversicherungspflich-
tige Beschäftigung vermittelt. Die Vermittlungsquote lag damit bei rund 32 Prozent. Über 
1.000 Unternehmen wurden angesprochen , um Arbeits- und Praktikumsplätze zu akquiri e-
ren. Im Projekt „Frau und Beruf“, eine auf die Wiedereingliederung von Frauen in den A r-
beitsmarkt nach der Familienpause  ausgerichtete Maßnahme, konnten 106 Frauen in eine 
sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vermittelt werden. Die Vermittlungsquote lag hier 
ebenfalls bei 32 Prozent. Der Schlüssel zum Erfolg beider Projekte lag in der zugehenden 
Beratung, die individuell auf die Teilnehmenden zugeschnitten war. Trotzdem zeigen die Be-
schäftigungszahlen weiterhin einen Bedarf für eine Beschäftigungs förderung zur Integration 
von Einwohnergruppen in den Arbeitsmarkt. 
 
Versorgung  
Der Stadtteil Buchheim verfügt über ein Nahversorgungszentrum, das im Wesentlichen auf 
die Versorgung der umliegenden Wohnviertel ausgerichtet ist. Es befindet sich am westl i-
chen Rand des Stadtteils Buchheim entlang der Frankfurter Straße zwischen Bahndamm 
und Stadtbahntrasse. Der Nutzungsschwerpunkt liegt im Kreuzungsbereich Frankfurter Str a-
ße / Guilleaumestraße / Alte Wipperfürther Straße sowie im südlichen Teil der Alte Wippe r-
fürther Straße. Den Versorgungsschwerpunkt bilden vor allem Waren des kurzfristigen Be-
darfs, insbesondere Lebensmittel. Seit 1990 sind ein deutlicher Rückgang der Bet riebsflä-
chen und der Verkaufsflächen im Einzelhandel und ein Anstieg der Dienstleistungsbetriebe 
zu beobachten. Tr otz dieser Entwicklung ist die N ahversorgung in Buchheim als gut einz u-
schätzen. 
In Buchforst befindet sich im Kreuzungsbereiches Heidelberger / Waldecker Straße mit sü d-
lichem (bis Stadtautobahnauffahrt) und westlichem Ausläufer n (bis Dortmunder Straße) in 
zentraler Lage ein Stadtteilzentrum. Dreiviertel der Verkaufsfläche nehmen Angebote des 
kurzfristigen Bedarfes ein. Seit 1990 sind eine deutlich rückläufige Entwicklung der Betriebs-
zahl und Verkaufsfläche im Einzelhandel und ein deutlicher Anstieg der Dienstleistungen zu 
beobachten. Trotz dieser Entwicklung ist die Versorgung in Buchforst als gut einzuschätzen. 
 
4.5 Wohnsituation  
Gebäudestruktur und Zustand 
Der Sozialraum ist durch Mehrfamilienhäuser ab den 1920er Jahren (Buchforst) und 1940er 
Jahren (Buchheim) geprägt. Der Gebäudebestand zeichnet sich – insbesondere im Stadtteil 
Buchforst – durch einen überwiegend sanierten Wohnungsbest and aus. Die sozialen Pro b-
lemlagen werden daher im Stadtteil weniger sichtbar als in anderen Sozialräumen, so dass 
hier auch von „versteckter Armut“ gesprochen werden kann.

34 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
Eigentümerstruktur  
Im Sozialraum Buchheim und Buchforst ist die GAG Immobilien  AG als städtisches Tochter-
unternehmen ein wichtiger Partner. Sie besitzt knapp 3.500 Wohnungen, die in den letzten 
Jahren saniert wurden . So wurde beispielsweise die Siedlung „Blauer Hof“ in Buchforst s a-
niert und neu gestaltet . Der Anteil der Ein - und Zweifamilienhäuser liegt bei 40 Prozent und 
damit rund 19 Prozent unterhalb des städtischen Durchschnitts von 59 Prozent. 
 
Öffentlich geförderter Wohnungsbau  
Der Anteil öffentlich geförderter Wohnungen liegt in beiden Stadtteilen mit 10,8 Prozent 
(Buchforst) beziehungsweise 12 Prozent (Buchheim) über dem städtischen Durchschnitt von 
7,4 Prozent.  
 
Wohnzufriedenheit 
Im Rahmen der Demografie -Umfrage 2009 wurde die Zufriedenheit mit der eigenen Wo h-
nung ermittelt. Diese zeigt, dass fast 80 Prozent der Bewohnersch aft mit ihrer Wohnung z u-
frieden oder sogar sehr zufrieden sind. Hiermit liegt der Sozialraum über den städtischen 
Durchschnittswerten. Die Zufriedenheit mit dem Wohnumfeld liegt allerdings mit etwa 50 
Prozent deutlich unter dem Stadtdurchschnitt (knapp 70 Prozent), so dass Handlungsbedarf 
erkennbar wird.  
 
4.6 Ökologische und klimatische Situation 
Für eine nachhaltige und präventive Stadtentwicklung sind der Klimaschutz sowie der Erhalt 
beziehungsweise die Förderung guter Umweltbedingungen von zentraler Bedeutung. Insbe-
sondere Städte sind durch ihren hohen Versiegelungsgrad sowie höhere Umweltbelastungen 
durch Verkehr und Industrie besonders von Klimafolgen, wie zum Beispiel Hitzeperioden, 
aber auch von schlechten Umweltbedingungen, wie mangelnde Grün- und Erholungsflächen, 
Lärm- oder Luftschadstoffbelastung betroffen8.  
Die kombinierte Betrachtungsweise von ökologischen, klimatischen sowie sozialen und g e-
sundheitlichen Aspekten wird in Deutschland seit einigen Jahren verstärkt unter dem Stic h-
wort „Umweltgerechtigkeit“9 diskutiert. Im Vordergrund des Ansatzes steht dabei das präven-
tive Ziel, umweltbezogene gesundheitliche Beeinträchtigungen zu vermeiden und zu beseit i-
gen. Betrachtet wird der Gedanke auch im Zusammenhang mit der „Herstellung gleichwe rti-
ger Lebensbedingungen“ und dem damit verbunden en integrativen Ansatz zum Abbau von 
sozialen Ungleichheiten zwischen den verschiedenen Stadtquartieren.  
 
 
                                                
8 Die im Folgenden durchgeführten flächenbezogenen Analysen und Berechnungen beziehen sich 
ausschließlich auf bewohnte Stadtquartiere. Größere Gewerbe- oder Grünflächen wurden aus der 
Berechnung herausgenommen, um die Werte nicht zu verzerren. 
9 „Umweltgerechtigkeit wird als normatives Leitbild verstanden, das auf die Vermeidung und den A b-
bau der sozialräumlichen Konzentration gesundheitsrelevanter Umweltbelastungen sowie die Gewähr-
leistung eines sozialräumlich gerechten Zugangs zu Umweltressourcen ausgerichtet ist.“ Böhme, C., 
Preuß, Th. u. C. Bunge (2014): Umweltgerechtigkeit im städtischen Raum – Erfolgsfaktoren für eine 
Implementierung im kommunalen Handeln. Umid 2, S. 5-10, S. 6.

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
35 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Grün- und Freiflächen 
Im Sozialraum sind keine größeren Grünflächen vorhanden und das Gebiet verfüg t nur über 
eine geringe Anzahl an Spielplätzen.  Nur 0,8 Prozent der gesamten Fläche des Sozialra u-
mes bilden Grünflächen.  Im Vergleich zur Gesamtstadt fällt die Versorgung mit Grün - und 
Freiflächen somit gering aus. Jeder Einwohnerin und jedem Einwohner ste hen rechnerisch 
rund 5,5 m² Grün - und Freiflächen zur Verfügung. Dieser Wert erhöht sich bei der erweiter-
ten der Betrachtung eines Radius von zusätzlichen 500m auf circa 104 m² je Einwohnerin 
und Einwohner. Die Zahl der Straßenbäume in Buchheim und Buchforst bewegt sich mit 24,4 
Bäumen je Straßenkilometer im mittleren Bereich der Sozialräume.  
 
Lärm- und Schadstoffbelastung 
In einer dicht besiedelten Stadt wie Köln ist die Hauptquelle der Luftemission der Straße n-
verkehr. Kritische Belastungen werden im Wese ntlichen für die Luftschadstoffe Feinstaub 
und Stickstoffoxide festgestellt10. Der Sozialraum Buchheim und Buchforst liegt innerhalb der 
2008 eingeführten und 2012 erweiterten Umweltzone.  
Lärm stellt insbesondere in großen Städten ein zentrales Umweltprobl em dar. Bei der hier 
durchgeführten Analyse der Sozialräume wurden nicht alle Lärmbelastungen betrachtet, 
sondern nur solche Bereiche, die erhebliche Belastungen aufweisen. Zumeist wurde bei den 
nachfolgenden Auswertungen auf die in Nordrhein-Westfalen im Zusammenhang mit der EU-
Umgebungslärmrichtlinie definierten Auslösewerte Bezug genommen 11. Gegenstand dieser 
Richtlinie sind Straßen-, Flug- und Schienenverkehrslärm sowie durch Industrieanlagen und 
große Hafenanlagen ausgelöster Lärm. 
Im Sozialraum Buchhei m und Buchforst sind mehrere Straßenbereiche zu finden, in denen 
Hinweise auf hohe Luftbelastungen errechnet wurden. Die Heidelberger Straße weist - nahe-
zu über ihre gesamte Länge im Sozialraum - eine hohe oder erhöhte Belastung auf. Gleiches 
gilt für die Kalk-Mülheimer-Straße und die Frankfurter Straße. Die Waldecker Straße und der 
Buchheimer beziehungsweise Herler Ring weisen ebenfalls größere Abschnitte mit hohen 
Belastungen in den Screeningberechnungen auf. Diese sind, auf ihrer Gesamtstrecke durch 
den Sozialraum, jedoch eher durch erhöhte Luftbelastungen unterhalb von 40 µg pro m³ 
Stickstoffdioxidkonzentration geprägt. 
Neben der Luftschadstoffbelastung wirkt sich in folgenden Belastungsachsen Straßenve r-
kehrslärm negativ auf die Lebensverhältnisse der Bewohnerinnen und Bewohner aus:  
 Silesiusstraße (Belastung durch Stadtautobahn Anschlussstelle Frankfurter Straße)  
 Waldecker Straße von Waldecker Platz bis Kasseler Straße 
 Straßenzug Alte Wipperfürther Straße / Herler Straße in Teilbereichen  
 Bergisch Gladbacher Straße innerhalb des Sozialraumes  
Im westlichen Teil des Sozialraumes gibt es zusätzlich eine Lärmbelastung durch den Schi e-
nenverkehr der Deutschen Bahn AG. Eine hohe Belastung entsteht zudem durch Fluglärm, 
von dem knapp 4.000 Bewohnerinnen und Bewohner betroffen sind.  
                                                
10 Erläuterungen zur Erhebung von Luftqualität und Schadstoffbelastung können dem Kapitel 10  
Anhang 9 entnommen werden. 
11 Erläuterungen zur Erhebung von Lärmbelastungen nach EU-Umgebungslärmrichtlinie können dem 
Kapitel 10 Anhang 10 entnommen werden.

36 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
Stadtklima 
Durch eine systematische Untersuchung des Kölner Stadtklimas wird deutlich, dass es z u-
künftig in Köln heißer wird und Wetterextreme (Starkregenereignisse) zunehmen werden. 
Daher ist es wichtig frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um sich an den nicht mehr aufzuhal-
tenden Klimawandel anzupassen. Die Betroffenheit oder Anfälligkeit eines Stadtgebietes 
ergibt sich zum einen aus der klimatischen Belastung (zum Beispiel durch Hitze) und zum 
anderen aus der Sensitivität der dortigen  Stadtbewohnerinnen und -bewohner. So löst zum 
Beispiel eine hohe Wärmebelastung je nach Anteil der anfälligen Personengruppe über 65 
Jahre (Sensitivität) eine intensive Betroffenheit eines Stadtteils aus.  
Die Zahl der Sommertage wird bis Mitte des Jahrhunderts für das Stadtgebiet Köln im Ve r-
gleich zu den derzeitigen klimatischen Verhältnissen, um 30 bis 70 Prozent zunehmen und 
die Zahl der heißen Tage kann sich verdoppeln. In den dicht bebauten Stadtquartieren gibt 
es nur wenige wirksame Maßnahmen e ntsprechende Kühlpunkte zu schaffen. Durch die 
Versickerung von Regenwasser vor Ort und der damit möglichen Verdunstung bei Hitzee r-
eignissen, könnte durch Entsiegelung und Bepflanzung von gepflasterten und betonierten 
Stellplätzen, Höfe n, Vorgärten oder Ga ragenauffahrten eine Abmilderung der klimatischen 
Belastungen erfolgen. 
Im Sozialraum Buchheim und Buchforst zeigt sich eine hohe zukünftige Wärmebelastung der 
Bewohnerschaft. Klimaaktive Flächen sind im Sozialraum nicht vorhanden. Etwa die Hälfte 
der Einwohnerinnen und Einwohner wird zukünftig in von Wärmebelastung hoch und sehr 
hoch belasteten Siedlungsgebieten leben, die übrige Hälfte in belasteten Gebieten. Bei Hit-
zeperioden wurden höhere Sterberaten gemessen und das wärmere Stadtklima führt zu e r-
höhten gesundheitlichen Belastungen und Risiken. Auch die Empfindlichkeit der Menschen 
gegenüber Hitze bestimmt die Höhe dieser Risiken. Zusätzlich führen Hilfebedürftigkeit und 
soziale Vereinsamung oft dazu, dass Maßnahmen wie zum Beispiel ausreichende Flüssi g-
keitsversorgung und -aufnahme unterlassen werden. Somit wirken sich der Klimawandel und 
die Zunahme an Tagen mit hohen Temperaturen im Sozialraum negativ aus. Demnach sind 
frühzeitig Maßnahmen über den richtigen Umgang mit Hitze, insbesondere für (Klein-) Kinder 
sowie ältere und gesundheitlich eingeschränkte Menschen, einzuleiten.

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
37 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Abbildung 5: Übersichtskarte zur Lärm -, Schadstoff- und Wärmebelastung im Sozial-
raum Buchheim und Buchforst 
 
Quelle: Stadt Köln, Umwelt- und Verbraucherschutzamt

38 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
39 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
5. Stärken- und Schwächenanalyse sowie Ableitung der Handlungsbedarfe  
In der Gesamtschau ergeben sich im Sozialraum Buchheim und Buchforst  deutliche Hand-
lungsbedarfe über alle Handlungsfelder hinweg, wobei die heterogene Ausgangssituation im 
Sozialraum beachtet werden muss.  
Tabelle 1: Stärken-Schwächen-Analyse und Ableitung der Handlungsbedarfe im So zi-
alraum Buchheim und Buchforst 
Ist-Analyse  Stärken  Herausforderungen Handlungsbedarf 
Demogra-
phische, 
soziale und 
Bildungs-
situation 
Zunehmende kulturelle 
Vielfalt 
Hohe Kreativität das 
Leben zu meistern 
 Ausgeprägt „junger“ 
Sozialraum 
 Bürgerschaftliches 
Engagement vorha n-
den 
Aktivierungsprobleme 
Hoher Anteil von SGB 
II- Bezieherinnen und 
Beziehern sowie von 
Arbeitslosen mit hoher 
Betroffenheit von K in-
dern in den Quartieren, 
speziell in Quartie ren 
mit hoch verdichtetem  
Geschosswohnungsbau  
Unzureichende Bi l-
dungs-teilhabe 
Wachsende Altersarmut 
auf erhöhtem Au s-
gangsniveau 
Optimierung präventiver integrie r-
ter Angebotsstrukturen mit L ü-
ckenschluss, speziell für Kinder 
und Jugendliche  
Aktivierung und Empowerment, 
vor allem von SGB II - Bezieherin-
nen und Beziehern und Langzei t-
arbeitslosen  
Sicherung der Teilhabechancen 
von Familien, Älteren, Kindern, 
Jugendlichen 
Wirtschaft 
und Wo h-
nen 
Gewerbegebiete Ger -
maniastraße und Pi c-
coloministraße in 
Randlagen 
Gute Nahversorgung s-
lage mit Stadtteilzen t-
rum Buchforst 
Heterogener Sozia l-
raum  
Überwiegend sanierter 
Wohnungsbestand 
Hohe Arbeitslosigkeit, 
insbesondere auch bei 
jungen Erwachsenen 
mit fehlenden berufl i-
chen Perspektiven  
Verdeckte, unauffällige 
Bedarfslagen mit prek ä-
rem Charakter 
Optimierung der Angebots - und 
Informationsstrukturen für junge 
Erwachsene im Übergang zu 
Ausbildung und Beruf 
Aktive, aufsuchen de Ansprache 
der vor Ort ansässigen Unte r-
nehmen (Optimierung der Ber a-
tungsleistungen, z um Beispiel 
Einzelhandel) 
Ökologische 
/ klimatische 
Situation 
 Investor F inanzierung 
einer öffentlich nutzb a-
ren Grünfläche durch 
Wohnungsneubauvor-
haben eines Investors 
Sehr geringe Aussta t-
tung mit Grünflächen 
Geringer Anteil an 
Spielplätzen 
Zukünftig hohe Betro f-
fenheit von Wärmeb e-
lastung 
Spiel- und Bewegungsräume 
schaffen 
Informations- und Beratungsa n-
gebote zum Klimawandel scha f-
fen  
Öffentlicher 
Raum 
Gute ÖPNV -An-
bindung 
Weitgehend gepflegtes 
Wohnumfeld 
Saniertes Stadtteilzent-
rum Buchforst 
Quartier Buchheim 
Gronauer Straße räu m-
lich isoliert  
Nahversorgungszentrum 
Buchheim ohne Aufen t-
haltsqualität, keine Qua r-
tiersmittelpunkte in 
Buchheim  
Maßnahmen zur Wohnumfel d-
verbesserung (Müllproblematik)  
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

40 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
41 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
6. Festlegung des Gebiets der „Sozialen Stadt“  für den Sozialraum Buch-
heim und Buchforst 
Mit dem Integrierten Handlungskonzept für den Sozialraum Buchheim und Buchforst werden 
Maßnahmen zur Stabilisierung und Aufwertung von sozialen Missständen nach  
§ 171 e BauGB „Maßnahmen der Sozialen Stadt“ vorgesehen. Soziale Missstände liegen 
nach § 171 e BauGB insbesondere dann vor, wenn ein Gebiet auf Grund der Zusammense t-
zung und wirtschaftlichen Situation der darin lebenden und arbeitenden Menschen erheblich 
benachteiligt ist.  
Der geplante Einsatz staatlicher Städtebauförderungsmittel erfordert im Ra hmen des Pr o-
gramms „Soziale Stadt“ eine Festlegung und räumliche Abgrenzung der einzelnen Sozia l-
räume jeweils als Gebiet der „Sozialen Stadt“ nach § 171 e BauGB durch den Rat der Stadt 
Köln.  
Im Zusammenhang mit dem Strukturförderprogramm MÜLHEIM 2020 hat der Rat am 
24.11.2011 bereits ein Gebiet der „Sozialen Stadt“ Mülheim beschlossen. Dieses umfasst 
unter anderem den Sozialraum Buchheim und Buchforst. Damit entfällt hier die Notwendi g-
keit zur Neufestlegung eines „Soziale Stadt“- Gebietes.  
Unmittelbare finanzielle Auswirkungen ergeben sich aus dieser Festlegung gemäß § 171 e 
BauGB nicht. Sie ist als einer sogenannten „Fördergebietskulisse“ vielmehr eine Vorausse t-
zung für die Inanspruchnahme von Fördermitteln insbesondere des Bundes.  
Karte 5 zeigt die räum liche Angrenzung des Sozialraums Buchheim und Buchforst und des 
Programmgebiets MÜLHEIM 2020. Hier wird deutlich, dass klei ne Teilbereiche des  Sozial-
raumes außerhalb der farblich markierten ( pink) dargestellten Gebietsgrenze des bestehe n-
den Programmgebiets MÜLHEIM 2020 liegen. Im Rahmen der Förderanträge zum Stadten t-
wicklungsprogramm 2016 wurde die formale Anerkennung dieser Annexgebiete beantragt, 
um auch in diesen Teilbereichen die geplanten Maßnahmen umsetzen zu können.

42 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
Karte 5: Gebiet der „Sozialen Stadt“ für den Sozialraum Buchheim und Buchforst
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
43 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
7. Bestandsanalyse Mülheim-Nord und Keupstraße 
Die Bestandsanalyse für den Sozialraum Mülheim-Nord und Keupstraße  nimmt die folge n-
den zentralen Handlungsfelder in den Blick:  
 Sozialraumspezifische Gesamtsituation 
 Demographische, soziale und Bildungssituation 
 Situation des öffentlichen Raums 
 Wirtschaftliche Situation 
 Wohnsituation 
 Ökologische und klimatische Situation

44 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
Karte 6: Übersicht mit Quartiersgliederung - Schwerpunkt Qualifizierung und Soziales 
im Sozialraum Mülheim-Nord und Keupstraße 
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
45 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Karte 7: Übersicht mit Quartiersgliederung - Schwerpunkt Bildung im Sozialraum Mül-
heim-Nord und Keupstraße 
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

46 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
Bevölkerungs- und Sozialstruktur / Bildungsbeteiligung12 im Sozialraum 
 
2007 bis 2013 Zunahme von Einwohner innen und Einwohnern mit Migrationshintergrund, konstant 
hohe Zahl von Leistungsempfängerinnen und -empfängern nach SGB ll (gilt auch für Kinder unter 
15 Jahren in SGB ll Bedarfsgemeinschaften), hoher Jugendquotient und Anteil an Haushalten mit 
Kindern, geringer Altenquotient,  sehr geringer Anteil an Gymnasiast innen und Gymnasiasten , ge-
ringe Betreuungsquote, hoher Anteil an Empfängerinnen und Empfängern von Grundsicherung. 
 
Charakteristik des Sozialraumes (stadträumliche Besonderheiten) 
Lage im 
Stadtge-
biet 
Bezirk: 
Mülheim 
Stadtteile: 
Mülheim 
angrenzende Sozia l-
räume: 
5 
Fläche: 
208 ha 
Siedlungs-
entwick-
lung 
Arbeiterviertel der Gründerzeit ( ab 1870) für die F irma Felten & Guill eaume sowie 
Martin &  Pagenstecher und Walzwerke Böcking, Strukturwandel im Industriebereich 
förderte Abwärtsentwicklung der Quartiere 
Nahver-
sorgung 
Stadtteilzentrum Mülheim: Berliner Straße mit Vollversorgern und Discountern nahe 
der Stadtbahnhaltestelle Von -Sparr-Straße und Mülheim / Berliner Straße, Umgesta l-
tung im Rahmen des Strukturförderprogramms „ MÜLHEIM 2020“, Geschäftsstruktur 
mit stark ethnischer Prägung, Stadtteilzentrum Mülheim: Keupstraße mit hohem Gas t-
ronomiebesatz, kleinteiliger, individueller Geschäftsstruktur mit starker ethnischer 
Prägung, Nähe der Stadtbahn-Haltestelle Keupstraße. 
Anbindung 
ÖPNV, 
MIV 
Gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr (Stadtbahnlinie 4) und d i-
verse Buslinien, motorisierter Individualverkehr über AS Köln -Mülheim und AS Köln -
Dellbrück sehr gut an das Autobahnnetz angebunden, Bun desstraßen B 8, B 51 und 
B 506. 
Grün / 
Freizeit 
Innerhalb des Sozialraumes keine nennenswerten Grünflächen und Wegeverbindu n-
gen, ausschließlich kleinere Einzelflächen und erneuerte Spielplätze vorhand en, be-
nachbart Naherholungsbereich Rheinufer. 
Gewerbe Hoher Anteil Gewerbeflächen (Medie n- und Dienstleistungsquartier „Schanzenviertel“, 
Drahtwerke Köln), im Stadtteilzentrum Berliner Straße, gemischte Nutzung mit Klei n-
gewerbe vorhanden. 
                                                
12 Eine differenzierte Darstellung der Bildungsbeteiligung kann dem Anhang entnommen werden (ve r-
gleiche Kapitel 10 Anhang 12) 
Kinder-
betreuung
Bildungs-
teilhabe
Insgesamt
Migrations-
hintergrund 
(%)
Jugend-
quotient *
Altenquotient 
** Insgesamt Quote unter 15 
Jahre
Quote unter 
15 Jahre Insgesamt Quote
***
Betreuungs-
quote U10 
****
 Gymnasi-
astenquote 
*****
insgesamt Quote
2007 11.202 60,3 29,9 16,8 3.795 38,9 1.033 55,0 141 11,0 56,1 x 1.548 29,3
Entwicklung 
2007 bis '13 -110 4,0 -1,4 -0,1 -152 -1,6 -64 -1,8 74 5,9 0,2 x 7 -4,1
2013 11.092 64,3 28,5 16,7 3.643 37,3 969 53,2 215 16,9 56,3 13,0 1.555 25,2
Stadt Köln 
2013 34,9 23,6 26,8 13,2 30.300 22,2 12.421 6,7 64,9 38,8 51.706 9,5
Insgesamt mit Kindern 
(%)
allein-
erziehend Senioren * Anteil der Einwohner unter 18 Jahre an den Einwohnern von 18 - unter 65 Jahre
2007 5.312 23,0 29,0 15,3 ** Anteil der Einwohner ab 65 Jahre an den Einwohnern von 18 - unter 65 Jahre
Entwicklung 
2007 bis '13 124 -2,1 4,6 0,2 *** Anteil der Empfänger von Grundsicherung im Alter an allen Einwohnern ab 65 Jahre mit Hauptwohnsitz
2013 5.436 20,9 33,6 15,5 **** Anteil der in KiTa, Tagespflege und OGTS betreuten Kinder an allen Kindern unter 10 Jahre
***** Anteil der Gymnasiasten an allen Schülern der Klassen 7 - 9 im Schuljahr 2014 / 2015
Stadt Köln 
2013 18,4 24,1 23,1
Bevölkerungs- und Sozialstruktur im Sozialraum: Mülheim-Nord und Keupstr.
SGBII Empfänger Empfänger 
Grundsicherung Arbeitslose
Haushalte
Einwohnerstruktur

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
47 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
soziale 
Akteure 
Diverse niedrigschwellige Beratungsangebote (GAG Immobilien AG, Don Bosco Club, 
MÜTZE, Sozialkoordination, Kirche und weitere ), Kulturbunker mit Kulturangebot, 
ehrenamtliches Engagement vorhanden. 
Kita / 
Schulen 
1 Grundschule im Gebiet, benachbart Genovevagymnasium und Hauptschule Tiefe n-
talstraße im Sozialraum, diverse Kindertagesstätten und Familienzentren. 
 
Stabilisierungsmaßnahmen 
Sozial-
raum-
koordinati-
on 
Christliche Sozialhilfe Köln e.V. (Maria Fichte), Sozialraum seit 2006, Koordinier ung 
von Prävention smaßnahmen und Hilfeangeboten, V ernetzung der unterschiedlichen 
Akteure, Initiieren von Maßnahmen ( Beispielsweise Stadtteilkonferenzen Mülheim -
Nord und Keupstraße, Mitwirkung bei der Initiative „Hallo Nachbar - Danke schön“). 
Städtische 
Maßnah-
men 
Sanierungsgebiet Mülheim -Nord (1982 bis 2004), Rahmenkonzept Mülheim -Nord 
(2001), Mülheim Pro gramm (2003 bis 2010), in Teilen Strukturförderprogramm 'MÜ L-
HEIM 2020' (2009 bis 2014), Umbau der  Markgrafenstraße zur Revitalisierung des 
Stadtteilzentrums Berliner Straße. 
Private 
Maßnah-
men 
Umbau des Alt -Gewerbegebietes Schanzenstraße zu einem gefrag ten Medien - und 
Dienstleistungsstandort durch private Eigentümer. Aufwertung von Gebäude zum 
Beispiel Fassadensanierung an Berliner Straße durch private Eigentümer 
 
Fazit 
Gemischt strukturierter Sozialraum mit Wohn - und Gewerbeflächen, Konversionsfläche des ehem a-
ligen Güterbahnhofs an zentraler Stelle im Sozialraum, in den Wohnquartieren überdurchschnittlich 
viele einkommensschwache Haushalte, sehr geringer Anteil an Gymnasiasten im gesamten Sozia l-
raum, allerdings liegt die Gesamtschulquote über dem stadtweiten Durchschnitt. I n den Quartieren 
Keupstraße und Berliner Straße hoher Migrantenanteil, aktuell Zuwanderer aus Bulgarien, zum Teil 
hohe Fluktuatio n. Flüchtlingsunterbringung an drei Standorten. Hoher Migrantenanteil an Grun d-
schulen. Maßnahmen insbesondere zur Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit, Integration von 
Flüchtlingen, Angebote für Jugendliche notwendig. Mobilisierung vo n privaten Akteuren unabdin g-
bar, hier Arbeitskreise und Moderation weiter notwendig. Entwicklung der Konversionsfläche des 
Güterbahnhofs auch mit Gewinn für die umliegenden Quartiere. Kulturelles Angebot im Schanze n-
viertel für die Quartiere nutzen. Verstet igung der Erfolge aus dem Strukturförderprogramm „MÜ L-
HEIM 2020“ und Fortführung bestimmter Projekte (zum Beispiel Stadtteilmütter).

48 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
7.1 Sozialraumspezifische Bestandssituation13 
Der Sozialraum Mülheim -Nord und Keupstraße  ist von einer großen Vielfalt gepräg t. Er ist 
lebendig, gut erschlossen und liegt in direkter Nähe zum Rhein. Der Strukturwandel hat hier 
jedoch in den letzten Jahren und Jahrzehnten besonders tiefe Spuren hinterlassen und das  
Gesicht des Sozialraums und seine  Bedeutung als Industriestandorte deutlich verändert. 
Bedeutende Unternehmen wie z um Beispiel Felten und Guilleaume, die Deutz AG oder die 
Deutsche Bahn AG haben ihre Standorte aufgegeben; neue Unternehmen haben sich in den 
letzten Jahren , insbesondere run d um die Schanzenstraße, angesiedelt. Damit sind auch 
neue Arbeitsplätze mit neuen Anforderungen an Qualifizierung und Ausbildung entstanden. 
Die notwendige schulische und berufliche Qualifizierung eines T eils der im Sozialraum l e-
benden Menschen konnte mit den rasanten Strukturveränderungen jedoch nicht Schritt ha l-
ten. Die tiefgreifenden Spuren des Strukturwandels machen sich auch bei der überdurc h-
schnittlich hohen Arbeitslosenquote und bei anderen sozialen Indikatoren bemerkbar und 
stellen die Bewohnerinnen und Bewohner de r Quartiere ebenso wie die Verwaltung und die 
Politik vor große Herausforderungen. 
 
7.2 Demographische, soziale und Bildungssituation  
Die Handlungsbedarfe im Sozialraum werden insbesondere bei kleinräumiger Betrachtung 
deutlich. Der Jugend - und Altenquotient liegt über dem städtischen Durchschnitt. Gleiches 
gilt für den Anteil an Bewohnerinnen und Bewohnern, die einen Migrationshintergrund au f-
weisen. 
Die Bildungsteilhabe, die über die Gymnasialquote abgebildet wird, zeigt einen deutlich un-
terdurchschnittlichen Wert. So besuchen in Sozialraum nur rund 13  Prozent der Schüleri n-
nen und Schüler ein Gymnasium. Auf gesamtstädtischer Ebene liegt die Gymnasialquote bei 
38,8 Prozent. 
 
Bevölkerungsstruktur 
Insgesamt leben rund 11.000 Personen im Sozialraum, davon rund 3.200 im Quartier Keup-
straße und 7.800  im Quartier Mülheim-Nord. Zwischen 2007 und 2013 haben im Saldo110 
Menschen in den Sozialraum verlassen, ein leichter Bevölkerungsrückgang ist somit zu ve r-
zeichnen. Prägend für den Sozialraum ist die hohe kulturelle Vielfalt. Der Gesamtanteil von 
                                                
13 Angabe zu den statistischen Werten und Indikatoren (Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung 
und Statistik):  
 Die Angaben zur sozialen und demografischen Situation beziehen sich auf das Jahr 2013. Um 
zeitliche Entwicklungen darzustellen, wurden zudem die Werte von 2007 in den Steckbrief aufg e-
nommen. (Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik).  
 Die Beschreibungen zum öffentlichen Raum entsprechen dem Stand aus dem Jahr 2015.  
 Die Ausgangssituation zum Themenbereich Wirtschaft und Wohnen umfassen verschiedene D a-
tengrundlagen: 
o Gewerbe- und Industrieflächen; Stand 2015  
o Einzelhandel- und Zentrenkonzept, Beschäftigungssituation, Wohnungsbestand der GAG I m-
mobilien AG, Anteil öffentlich geförderter Wohnungen; jeweils Stand 2013  
o Kaufkraftindex; Stand 2007  
o Wohnzufriedenheit: Demografie-Umfrage der Stadt Köln, 2009 
o Die Datengrundlagen zum Themenbereich Klima wurden im Jahr 2013 berechnet, die Daten 
zu Grün- und Freiflächen stammen aus dem laufend fortgeführten Grünflächenkataster und 
wurden in 2015 berechnet, die Berechnung der Luftschadstoffe erfolgte ebenfalls in 2015, die Da-
ten zum Verkehrslärm stammen aus dem Jahr 2014.

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
49 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
64,3 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner mit Migrationshintergrund liegt knapp 30 
Prozentpunkte deutlich über dem städtischen Durchschnitt von rund 35 Prozent. Der Anteil 
der Bewohnerschaft mit Migrationshintergrund ist im Sozialraum zwischen 2007 und 2013 
um rund 4 Prozentpunkte gestiegen.  
Der Jugendquotient liegt mit 28,5 Prozent rund 5 Prozent über dem städtischen Durchschnitt 
(23,6 Prozent). Bei der kleinräumigen Betra chtung zeigen insbesondere die der Hacketäuer 
Siedlung mit rund 47 Prozent und die Schönrather Straße (Gewerbe) mit rund 41 Prozent 
einen überdurchschnittlichen Einwohneranteil der unter 18 Jährigen.  
Der Altenquotient (Anteil der Einwohnerinnen und Einwohner ab 65 Jahren) liegt mit rund 17 
Prozent deutlich unter  dem gesamtstädtischen Durchschnitt von 26,8 Prozent. In der G e-
samtschau besteht der Sozialraum Mülheim -Nord und Keupstraße aus jungen und migra n-
tisch geprägten Quartieren.  
 
Neuzugewanderte 
In jüngerer Vergangenheit hat sich die Debatte um die Integration von Neuzugewanderten 
vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Ereignisse in verschiedenen Krisen - und 
Kriegsregionen mit daraus resultierendem starkem Flüchtlingszustrom wieder verstärkt. Auch 
im Sozialraum Mülheim-Nord und Keupstraße sind nennenswerte Zuwanderungen zu ve r-
zeichnen. In den Jahren 2013 und 2014 sind 840 Ausländerinnen und Ausländer, davon 243 
Personen zwischen 15 und 26 Jahren, zugezogen (Gesamtstadt 8.158 Personen, davon 
2.265 zwischen 15 und 26 Jahren). Die Gruppe der Neuzugewanderten ist dabei sehr het e-
rogen, so dass sie spezifische Unterstützungsbedarfe bei der Integration vor Ort benötigt und 
damit eine Zielgruppe mit eigenen Bedarfen bildet. Zu nennen sind hier beispielsweis e 
Sprachförderung, Hilfe bei Behördengängen und psychologische Betreuung in Folge trauma-
tischer Erlebnisse. Die Akteure vor Ort sehen sich mit der wachsenden Herausforderung 
konfrontiert, dass mit der  Integrationsleistung in de n ohnehin durch soziale Probl emlagen 
betroffenen Quartieren Überlastungen und Überforderungen einhergehen . Die fachlich z u-
ständigen Ämter der Stadtverwaltung setzen sich bereits intensiv mit dieser in ihrer Intensität 
neuen Entwicklung und Herausforderung auseinander. Sie haben im Jah r 2014 auf Grundla-
ge einer weitgehenden Bedarfsanalyse einen gemeinsamen „Handlungsrahmen Zuwand e-
rung“ mit einem Maßnahmenpaket entwickelt, das eng an den erhöhten Bedarfen anknüpft.  
Dabei wird auch außerhalb des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ a uf die bisher i-
gen Erfahrungen aufgebaut. So wurden im Rahmen von MÜLHEIM 2020 gute Erfahrungen 
mit dem Sprachförderprojekt DemeK (Deutsch in mehrsprachigen Klassen) gemacht.  
 
Haushaltsstruktur 
Der Anteil der Haushalte im Sozialraum ist zwischen 2007 und 2013 um 124 Haushalte auf 
5.436 angestiegen. Die Haushaltsstruktur zeigt einen höheren Anteil an Familienhaushalten 
(Sozialraum Mülheim-Nord und Keupstraße 20,9 Prozent; Stadt Köln 18,4 Prozent). Deutlich 
über dem städtischen Durchschnitt von gut 24 Prozent liegt der Anteil der Haushalte  mit al-
leinerziehenden Elternteilen mit 33,6 Prozent. Der Anteil der Seniorenhaushalte im Sozia l-
raum liegt mit rund 16 Prozent unterhalb des städtischen Durschnitts von gut 23 Prozent. 
 
Sozialstruktur 
Ein Blick auf die Sozialstruktur zeigt einen erheblichen Handlungsbedarf im Sozialraum Mül-
heim-Nord und Keupstraße erkennbar sind. So weicht der Ante il der Transferbezieherinnen 
und -bezieher im Sozialraum mit mehr als  24 Prozentpunkte deutlich vom städtischen

50 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
Durchschnitt ab (Sozialraum 37,3 Prozent, Stadt Köln 13,2 Prozent). Bei der Betrachtung der 
Entwicklung der SBG -II-Empfängerinnen und Empfänger konnte zw ischen 2007 und 2013  
ein leichter Rückgang von rund 1,6 Prozent verzeichnet werden. Die soziale Benachteiligung 
zeigt sich auch bei kleinteiliger Betrachtung, da die Gruppe der Kinder unter 15 Jahren einen 
hohen Anteil im SGB II -Bezug ausmacht. So beziehen rund 969 Kindere unter 15 Jahren 
SBG-II Leistungen. Das sind 53,2 Prozent dieser Bevölkerungsgruppe im Sozialraum. In der 
Stadt Köln sind es durchschnittlich nur etwa 22 Prozent. Auch die Quote der Grundsich e-
rungsempfängerinnen und -empfänger bestätigt den großen Handlungsbedarf . Während der 
Anteil von Personen mi t Bezug von SGB II sowohl bei den Erwachsenen als auch bei den 
Kindern und Jugendlichen leicht rückläufig ist, nimmt der Anteil der Seniorinnen und Seni o-
ren ab 65 Jahren mit Bezug von Grundsicherung zu und liegt deutlich über dem stadtweiten 
Durchschnitt (Stadt Köln 6,7 Prozent, Sozialraum Mülheim-Nord und Keupstraße 16,9 Pro-
zent). Diese Problemlagen finden sich insbesondere in den Quartieren Mülheim-Keupstraße 
(15,9 Prozent) , Mülheim Berliner  Straße (15,7 Prozent) und besonders in der Hacketäuer 
Siedlung (27,2 Prozent). 
Die Wahlbeteiligung an der Kommunalwahl 2014 und auch an der Wahl der Oberbürge r-
meisterin 2015 zeigt ein geringeres Interesse an einer gesellschaftspolitischen Teilhabe. So 
haben im Stadtteil Mülheim 39,6 Prozent der Wahlberechtigten  an der  Kommunalwahl 
2014 teilgenommen. Die Wahlbeteiligung auf gesamtstädtischer Ebene lag mit 49,7 Prozent 
deutlich höher. Bei der Betrachtung der Wahl der Oberbürgermeisterin 2015 fällt das Erge b-
nis noch deutlicher aus. Lag die Wahlbeteiligung der Gesamtstadt bei 40,3 Prozent, so gi n-
gen im Stadtteil Mülheim nur 30,4 Prozent der Wahlberechtigten an die Wahlurnen. 
Diese Analyseergebnisse sind ein Indikator für unzureichende Teilhabe(chancen) und dafür, 
dass den aktivierenden Unterstützungsangeboten im Bereich Prävention, Bildung und Quali-
fizierung eine hohe Bedeutung zu kommt. Diese Unterstützungsangebote bilden durch eine 
niedrigschwellige Willkommensstruktur – auch in Verbindung mit der Sozialraumkoordination 
– eine gute Grundlage für die Entwicklung von Kooperat ionspartnerschaften zum Aufbau 
einer Präventionskette. Sie eröffnen Zugänge zu und für Menschen, die für das „Regelsy s-
tem“ und unterstützende Angebotsstrukturen häufig schwer erreichbar sind. 
 
Soziale Infrastruktur 
Im Sozialraum Mülheim-Nord und Keupstraße  sind bereits eine Vielzahl von Angeboten 
etabliert, auf die mit diesem Programm aufgebaut wird. Zu nennen sind insbesondere:  
 im Bereich der Regelangebote der Bildungs - und sozialen Infrastruktur: Kindertages-
einrichtungen, Familienzentr um, Grundschulen, weiterführende Schulen, Jugendan-
gebote, Interkulturelle Zentren, Integrationszentrum, Angebote für Menschen mit B e-
hinderung, Senioren- und Pflegeeinrichtungen, Begegnungszentrum, Bürgerzentrum, 
Integrationsagentur, Kulturinstitut, Interimsstandort Theater , Obdachlosen- und 
Flüchtlingsunterkünfte  
 sowie Ergänzungsangebote im Bereich der Sozialberatung, Lebensmittelausgabe, 
Kultur- und Freizeitangebote, Wohnungslosenhilfe, Beschäftigungsangebote, Kinde r-
betreuungsservice 
Im Sozialraum kann auf verschiedene Angebote und Einrichtungen der sozialen Infrastruktur 
aufgebaut werden. Seit 1990 existiert das Bürgerhaus MüTZe. In unmittelbarer Nähe gibt es 
den Kulturbunker Mülheim. Der Betreiberverein entwickelt mit seinen soziokulturellen Leis-
tungen Angebote für den gesamten Stadtbezirk, während sich das Bürgerhaus MüTZe auf 
die sozialen Problemlagen des Stadtteils Mülheim -Nord fokussiert. Hervorzuheben ist dar-
über hinaus, dass es im Sozialraum vier Obdachlosen- und Flüchtlingsheime gibt.

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
51 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Von den Akteuren vor Ort werden allerdings Defizite in den Bereichen Bildung und Ausbi l-
dung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen gesehen. So sind weiterhin früh 
ansetzende Hilfen für Kinder; Jugendliche und Familien zur Stabilisierung d es Sozialraumes 
erforderlich. Zwar wurden mit dem Programm MÜLHEIM 2020 erste Ansätze verankert. In s-
besondere wurden Schulen in die Lage versetzt als Institutionen besser lernen zu können, 
indem ihre Organisation verbessert wurde. Ebenso wurden die Vernetzung von Akteuren und 
die Gestaltung von Bildungsprozessen angeschoben, die an den Kompetenzen von Kindern, 
Jugendlichen und ihren Eltern ansetzten. Auch im Übergang von der Schule in den Beruf 
konnten über MÜLHEIM 2020 erste Erfolge verzeichnet werden. Dar auf aufbauend sind nun 
weitere Bildungsmaßnahmen und Maßnahmen der frühen Förderung im Rahmen der For t-
schreibung des Strukturförderprogramms geplant, die sich auf Förderung, Bildung, Ausbi l-
dung und berufliche Entwicklung von Kindern, Jugendlichen und junge n Erwachsenen und 
ihren Familien mit und ohne Migrationshintergrund beziehen. 
 
7.3 Situation des öffentlichen Raums 
Ziel der Stadtentwicklung in Köln ist es , durch die Verbesserung des öffentlichen Raumes 
und die Gestaltung des unmittelbareren Wohnumfeldes, le bendige, bunte und generation s-
gerechte Quartiere für und mit den Kölnerinnen und Kölner zu schaffen. Dies umfasst auch 
die Inwertsetzung bislang untergenutzter Flächen.  Durch eine qualitätsvolle und zugangso f-
fene Gestaltung des öffentlichen Raumes soll auch soziale Ausgrenzung vermieden und a b-
gebaut werden. Insbesondere für einkommen sschwächere Haushalte stellt aufgrund ihrer 
geringeren Mobilität das unmittelbare Wohnumfeld einen zentralen Bezugspunkt dar. 
Der öffentliche Raum in Mülheim-Nord und Keupstraße ist durch die gemischte Struktur aus 
Wohn- und Gewerbeflächen geprägt. Zum Teil bestehen Mängel in der Vernetzung von Fl ä-
chen und bei den Wegeverbindungen. So stellt die Aktivierung der angrenzenden Brachfl ä-
chen des ehemaligen Güterbahnhofs mit der Öffnung des Gewerbegebietes zum Sozialraum 
und der Verbindung zu der Stadtbahnhaltestelle Keupstraße eine Möglichkeit dar, die innere 
Vernetzung der unterschiedlichen Räume zu begünstigen.  
Im Rahmen des Strukturförderprogramms MÜLH EIM 2020 wurden bereits wesentliche Ver-
besserungen im öffentlichen Raum erzielt. So wurde die Aufenthaltsqualität des Marktplatzes 
an der Berliner Straße durch eine funktionale Neua ufteilung verbessert und durch einen 
neuen Spielplatz zu einem Quartierspla tz aufgewertet. Auch die Berliner Straße wurde u m-
gestaltet. Die Fahrbahn zeigt nach dem Umbau eine Breite von 6,20  m statt 9,50 m und ist 
somit stärker auf den Fußgängerverkehr ausgerichtet. Mit knapp 4,80 m Gehwegbreite und 
begleitendem Längsparken zwisch en Bäumen entstand eine attraktive Vorzone für die L a-
denlokale, die auch Außengastronomie und Verkaufsauslagen zulässt. Mit der Aufhebung 
des bisherigen Rechtsabbiegers aus der Berliner Straße wurde diese verbreiterte Gehfläche 
ohne Unterbrechung an die Fu ßgängerquerung des Clevischen Ringes herangeführt, was 
die Verknüpfung mit dem gegenüberliegenden Böcking-Park und dem Rheinquartier deutlich 
verbessert. Bislang wenig Beachtung fand die Gestaltung der öffentlichen Flächen de s Sied-
lungsbereiches Rixdorfer Straße im Quartier „Mülheim - Berliner Straße“. Ebenso gibt es 
Schwächen und Mindernutzungen im Bereich der privaten Freiräume im Quartier „Hacketäu-
er Siedlung“. 
 
Wohnumfeld 
Die Wohnbereiche des Sozialraums sind bereits vollständig verkehrsberuhigt.  Eine B efra-
gung Wohnzufriedenheit der Bewohnerinnen und Bewohner mit ihrem Wohnumfeld im Pr o-
grammgebiet aus dem Jahr 2009 zeigt, dass lediglich knapp 30 Prozent der Bewohnerschaft

52 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
mit ihrem direkten Wohnumfeld sehr zufrieden bzw. zufrieden ist. Dabei handelt es s ich um 
den niedrigsten Zufriedenheitsanteil im Vergl eich der elf Sozialräume. Auch in der Gesam t-
stadt liegt die Zufriedenheit mit dem Wohnumfeld bei gut 70 Prozent und damit deutlich hö-
her. Es ist jedoch davo n auszugehen, dass sich dieser Zufriedenheitsw ert durch die Ma ß-
nahmen von MÜLHEIM 2020 deutlich erhöht hat.  Seit dem Umbau der Berliner Straße als 
Geschäftsstraße ist eine verstärkte Aktivität privater Hauseigentümer zu beobachten, die ihre 
Gebäude aufwerten bzw. energetisch sanieren. 
 
Begegnungsräume 
Räume zur Begegnung sind im Sozialraum vorhanden. Insbesondere ist hier das Bürgerhaus 
Mütze mit unterschiedlichen Angeboten aktiv. Unter dem Leitgedanken „Hilfe zur Selbsthilfe“ 
engagiert sich der Trägerverein „Mülheimer Selbsthilfe Teestube e.V.“ mit niedrigschwelligen 
Angeboten im sozialen und kulturellen Bereich für die (sozialbenachteiligten) Bewohnerinnen 
und Bewohner . Neben Konzerten  und Theateraufführungen finden Sozialberatungen und 
eine Lebensmittelausgabe statt. Das hauseigene Café bietet kosten günstig Frühstück und 
Mittagessen an. Gleichzeitig  fördert der Biergarten am Bürgerpark den Austausch im Qua r-
tier und die soziale Kontrolle für den neugestalteten Park. Darüber hinaus betreibt die Mütze 
ein Möbellager für gebraucht Möbel und trägt durch di e dort verankerten Arbeitsgelegenhe i-
ten zur Verbesserung der Beschäftigungssituation bei. 
Ein weiterer Begegnungsraum ist der Kulturbunker am Marktplatz. Der Angebotsschwerpunk 
liegt im Bereich Tanz, Theater, Lesungen, Kunstveranstaltungen, Kabarett und Comedy. Der 
Betreiberverein arbeitet ehrenamtlich. 
 
Spiel- und Bewegungsräume  
Um den jungen Menschen im unmittelbaren Wohnumfeld alters - und bedarfsgerechte Spiel-, 
Kommunikations- und Bewegungsräume und damit adäquate Entwicklungsmöglichkeiten 
anbieten zu können, ist die Neuerrichtung von attraktiven, qualitativ guten und bedarfsorie n-
tierten sportlichen Angeboten dringend erforderlich. Kinder und Jugendliche verbringen einen 
nicht unerheblichen Teil ihrer Freizeit im öffentlichen Raum. Sie bewegen sich aufg rund feh-
lender Möglichkeiten nicht nur auf den offiziell ausgewiesenen Flächen , was immer wieder 
zu Konflikten führen kann. Aufgrund des gegebenen Bedarfs sind verstärkt niederschwellige, 
kostenfreie Angebote für jeden ohne Ausgrenzung im öffentlichen Raum  bereitzustellen. Im 
Mülheim-Nord bestehen vier und im Quartier Keupstraße zwei  Spielplätze. Aufgrund des 
erhöhten Jugendquotienten von rund 2 9 Prozent (im Vergleich Stad t Köln 24 Prozent) b e-
steht ein B edarf zur Erweiterung des Angebots. Als Potenzialfläch e wird hier die Weiteren t-
wicklung des Spielplatzes an der Rixdorfer Straße gesehen.  
 
Mobilität 
Die Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ist über die Stadtbahnlinie 
4 sowie diverse Buslinien gewährleistet. Auch die Verbindung zur Autobahn für den Motor i-
sierten Individualverkehr (MIV) über die Anschlussstellen Köln -Mülheim und Köln -Dellbrück 
ist gut.  
Der Sozialraum Mülheim-Nord und Keupstraße weist im Modal Split einen Radverkehrsanteil 
von rund 8 Prozent auf und liegt damit deutli ch unter dem Durchschnitt im Stadtgebiet Köln  
von 12 Prozent . Handlungsbedarfe bestehen somit im Ausbau der Fahrradwegeverbindu n-
gen innerhalb des Sozialraumes. Im Rahmen der Aktivierung der Brachfläche Güterbahnhof 
Mülheim ist der Bau einer Radwegeverbindung östlich der Markgrafenstraße vorgesehen.

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
53 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
7.4 Wirtschaftliche Situation 
Gewerbe und Industrie  
Der Sozialraum weist im Vergleich zu anderen Gebieten einen hohen Anteil an Gewerbe - 
und Industrieflächen auf (insgesamt 71,3 ha: 34,3 ha Gewerbe - und 37 ha Industrieflächen). 
Hierzu zählen die Gewerbe - und Industriegebiete Mülheim -Nord im Süden, Schönrather 
Straße im Norden und Neurather Straße im Nordosten. Das erfolgreich restrukturierte Alt -
Gewerbegebiet Mülheim -Nord ist vorrangig von Dienstleistungs - und Medien betrieben g e-
kennzeichnet. Hierzu zählen unter anderem der Bastei Lübbe Verlag oder auch die Brainpool 
TV GmbH. Das Gewerbe - und Industriegebiet Schönrather Straße wird unter anderem von 
BASF Color Solutions Germany GmbH und der Curt Richter GmbH (Transport logistik / Che-
mie) genutzt. In den 1960er Jahren wurde das Gewerbe- und Industriegebiet Neurather Ring 
entwickelt, in dem ein Flüchtlingsheim angesiedelt ist.  
 
Beschäftigungssituation 
Die Beschäftigungssituation der Bewohnerinnen und Bewohner im Sozialraum zeigt die nied-
rigste Quote der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten im Vergleich der Sozialräume  
und im Vergleich zur Gesamtstadt (Sozialraum: 37,5 Prozent, Stadt Köln: 52,1 Prozent) . Al-
lerdings erhöhte sich der Anteil dieser Bevölkerungsgruppe i m Zeitraum von 2007 bis 2013 
um 10 Prozent, liegt damit aber rund 4 Prozentpunkte unterhalb der gesamtstädtischen Ent-
wicklung. Bei detaillierter Betrachtung wird deutlich, dass der Anteil der sozialversicherung s-
pflichtig beschäftigten Frauen (Sozial raum 31,6 Prozent; Stadt Köln 49,1 Prozent) deutlich 
unter dem städtischen Durchschnitt liegt , während die Beschäftigungsquote  der Personen 
unter 25 Jahren mit 25,8 Prozent sich dem städtischen Durchschnitt von 29,8 Prozent annä-
hert. Auch die Quote der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländerinnen und Aus-
länder liegt mit 29,7  Prozent ebenfalls unterhalb der Quote der Gesamt stadt von 38,3 Pro-
zent.  
Im Vergleich zur gesamtstädtischen Entwicklung liegt die Quote der Langzeitarbeitslosen mit 
weniger als 2 Prozentpunkte nur leicht über dem städtischen Durchschnitt (Sozialraum 45,1 
Prozent, Stadt Köln: 43,6 Prozent). Bei der Betrachtung der Veränderungen zwischen 2007 
bis 2013 schneidet der Sozialraum jedoch mit einer Zunahme der Langzeitarbeitslo sen von 
plus 1,3  Prozent deutlich schlechter ab als die Entwicklung in der Stadt Köln, die einen 
Rückgang der Langzeitarbeitslosen von 0,7 Prozent aufweist. 
In Verbindung mit dem hohen Anteil an Arbeitslosen  (rund 25 Prozent) und Leistungsbezie-
henden (rund 37 Prozent) zeigen sich im Sozialraum Mülheim-Nord und Keupstraße Bedarfe 
im Qualifizierungsbereich. Insgesamt benötigen viele Bewohnerinnen und Bewohner z u-
nächst heranführende, niedrigschwellige Unterstützungsangebote.  
Das Strukturförderprogramm MÜLHEIM 2020 verf olgte im Handlungsfeld Lokale Ökonomie 
unter anderem den Schwerpunkt der Verbesserung der Erwerbsfähigkeit. Hier lag der Fokus 
auf der Arbeitsmarktintegration von Langzeitarbeitslosen und Frauen. Es wurden deutlich 
mehr Personen in Beschäftigung vermittelt  als ursprünglich prognostiziert. So konnten über 
das Projekt „Jobfactory-Aktiv plus“ 115 Langzeitarbeitslose in eine sozialversicherungspflich-
tige Beschäftigung vermittelt. Die Vermittlungsquote lag damit bei rund 32 Prozent. Über 
1.000 Unternehmen wurden  angesprochen, um Arbeits - und Praktikumsplätze zu akquiri e-
ren. Im Projekt „Frau und Beruf“, eine auf die Wiedereingliederung von Frauen in den A r-
beitsmarkt nach der Familienpause ausgerichtete Maßnahme, konnten 106 Frauen in eine 
sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vermittelt werden. Die Vermittlungsquote lag 
demnach ebenfalls bei 32 Prozent. Der Schlüssel zum Erfolg beider Projekte lag in der z u-
gehenden Beratung, die individuell auf die Teilnehmenden zugeschnitten war.  Trotzdem zei-

54 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
gen die Beschäft igungszahlen weiterhin einen Bedarf für eine Beschäftigungsförderung zur 
Integration von Bewohnergruppen in den Arbeitsmarkt. 
 
Versorgung  
Die Berliner Straße stellt sich als gewachsenes Stadtteilzentrum mit verdichteter, teilweise 
gründerzeitlicher Bebauung mit einer Länge von rund 750m in Mülheim -Nord dar. Es ve r-
sorgt die Quartiere Mülheim -Nord, Böcking-Siedlung, Bruder Klaus Siedlung und die Sie d-
lung Neurath. Der dichteste Geschäftsbesatz liegt im südlichen Abschnitt zwischen Clev i-
schem Ring und Von-Sparr-Straße (hier befindet sich auch der Wochenmarkt). Im nördlichen 
Abschnitt lockert der  Ladenbesatz auf und bietet vorrangig Dienstleistungsangebote. Insge-
samt zeigt das Stadtteilzentrum Berliner Straße keine wesentlichen Angebotslücken. Alle r-
dings ist seit 1990 eine deutliche Abnahme der Betriebsanzahl, insbesondere im Einzelhan-
del (rund 14 Prozent) sowie im Gastgewerbe, zu beobachten.  
Die Keupstraße erfüllt die Funktion eines Stadtteilzentrums und versorgt die Quartiere Keu p-
straße, Mülheimer Stadtg arten und das Gewerbegebiet Schanzenstraße. Auf einer Länge 
von rund 550 m verläuft das Stadtteilzentrum zwischen Stadtbahntrasse und Bergisch Gla d-
bacher Straße. Es bildet eine kleinteilige, dichte Geschäftsstruktur mit weitgehend geschlo s-
senen Ladenfronten. Der Angebotsschwerpunkt liegt im Bereich der Gastronomie mit einem 
vielseitigen Angebot mit teilweise überregionaler Ausstrahlung (türkisch -orientalische Re s-
taurants). Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Bereich der sonstigen und der konsumnahen 
Dienstleistungen ebenfalls häufig mit ethnischem Hintergrund.  
Insgesamt ist die Nahversorgung im Sozialraum Mülheim-Nord und Keupstraße gut. In quali-
tativer Hinsicht bestehen Defizite in der Versorgung in Mülheim -Nord. Das Stadtteilzentrum 
entlang der Keupstraße z eichnet sich durch einen Ladenbesatz mit überwiegend türkischer 
Prägung aus. Hier finde t sich neben dem Einzelhandel als auch ein umfängliches gastron o-
misches Angebot.  
 
7.5 Wohnsituation 
Gebäudestruktur und -Zustand  
Der Sozialraum ist , insbesondere im Bereich Schanzenstraße, durch die Mischung aus 
Wohnen und Gewerbe geprägt. Die Wohngebäude stammen überwiegend aus der Gründe r-
zeit vor 1920 und sind zum größten Anteil Mehrfamilienhäuser. Der Gebäudebestand zeigt 
einen heterogenen Erhaltungszustand. Dabei ist insbesondere in den letzten beiden Jahren 
eine zunehmende Sanierungsaktivität privater Hauseigentümer im Bereich der Berliner Str a-
ße zu beobachten. Auch hat die GAG Immobilien AG ihren Gebäudebestand in der Hack e-
täuer Siedlung aufgewert et und energetisch saniert. Andere Quartiere zeigen im Gegenzug 
einen mehrheitlich unsanierten Zustand. Aufgrund der gründerzeitlichen Bausubstanz und 
der innenstadtnahen Lage werden vor Ort weitere Aufwertungspotenziale gesehen und z u-
nehmend die Befürchtu ng einer einsetzenden Verdrängung der ansässigen Bevölkerung 
artikuliert.  
 
Eigentümerstruktur 
Die Eigentümerstruktur ist unter anderem durch einen hohen Anteil an Einzeleigentümern 
geprägt. Der Wohnungsbestand des städtischen Tochterunternehmens GAG Immob ilien AG 
ist mit rund 800 Wohneinheiten vergleichsweise gering, so dass die Handlungsmöglichkeiten 
als Partner vor Ort eingeschränkt sind. Im Sozialraum müssen dementsprechend andere

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
55 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Formen der Eigentümeransprache und Mobilisierungsmöglichkeiten geschaffen werden (zum 
Beispiel Anreizinstrumente zur Behebung des Sanierungsstaus). 
 
Öffentlich geförderter Wohnungsbau  
Mit 8,5 Prozent liegt der Anteil der öffentlich geförderten Wohnungen leicht über dem städt i-
schen Durchschnitt von 7,4 Prozent.  
 
Wohnzufriedenheit  
In der Demografie -Umfrage 2009 wurde die Bewohnerschaft hinsichtlich ihrer Zufriedenheit 
mit der eigenen Wohnung und dem Wohnumfeld befragt. Hier zeigt sich, dass die Bewo h-
nerschaft überwiegend mit ihrer Wohnung zufrieden ist. Im Sozialr aum geben rund 80 Pr o-
zent der Bewohnerschaft an mit ihrer Wohnung zufrieden oder sogar sehr zufrieden zu sein . 
Ein Werte, der  leicht über dem städtischen Durchschnitt liegt. Die Zufriedenheit mit dem 
Wohnumfeld ist hingegen deutlich geringer als der städti sche Durchschnitt. Lediglich jeder 
Dritte gab an, mit dem Wohnumfeld zufrieden zu sein. Erste Maßnahmen mit dem Ziel der 
Wohnumfeldverbesserung wurden im Rahmen von „MÜLHEIM 2020“ umgesetzt. Bei einer 
Aktualisierung der Befragung ist daher von einem deutlich positiveren Ergebnis auszugehen. 
 
7.6 Ökologische und klimatische Situation  
Für eine nachhaltige und präventive Stadtentwicklung sind der Klimaschutz sowie der Erhalt 
beziehungsweise die Förderung guter Umweltbedingungen von zentraler Bedeutung. Insbe-
sondere Städte sind durch ihren hohen Versiegelungsgrad sowie höhere Umweltbelastungen 
durch Verkehr und Industrie besonders von den Klimafolgen, wie zum Beispiel Hitzeperi o-
den, aber auch von schlechten Umweltbedingungen, wie mangelnde Grün - und Erholungs-
flächen, Lärm- oder Luftschadstoffbelastung betroffen14.  
Die kombinierte Betrachtungsweise von ökologischen, klimatischen sowie sozialen und g e-
sundheitlichen Aspekten wird in Deutschland seit einigen Jahren verstärkt unter dem Stic h-
wort „Umweltgerechtigkeit“ 15 diskutiert. Im Vordergrund des Ansatzes steht dabei das pr ä-
ventive Ziel, umweltbezogene gesundheitliche Beeinträchtigungen zu vermeiden und zu b e-
seitigen. Die Betrachtung erfolgt auch im Zusammenhang mit der „Herstellung gleichwertiger 
Lebensbedingungen“ und dem damit verbunden integrativen Ansatz zum Abbau von sozi a-
len Ungleichheiten zwischen den verschiedenen Stadtquartieren.  
 
Grün- und Freiflächen 
Der Sozialraum Mülheim-Nord und Keupstraße verfügt über wenige Grünflächen und Spiel-
plätze. Die Grün - und Erholungsflächenversorgung hat mit 2,8 m² je Einwohnerin und Ei n-
wohner den zweitniedrigsten Wert unter den elf Sozialräumen. Zieht man die Fläche in e i-
                                                
14 Die im Folgenden durchgeführten flächenbezogenen Analysen und Berechnungen beziehen sich ausschließlich 
auf bewohnte Stadtquartiere. Größere Gewerbe- oder Grünflächen wurden aus der Berechnung herausgenom-
men, um die Werte nicht zu verzerren. 
15 „Umweltgerechtigkeit“ wird als normatives Leitbild verstanden, das auf die Vermeidung und den Abbau der 
sozialräumlichen Konzentration gesundheitsrelevanter Umweltbelastungen sowie die Gewährleistung eines sozi-
alräumlich gerechten Zugangs zu Umweltressourcen ausgerichtet ist.“ Böhme, C., Preuß, Th. u. C. Bunge (2014): 
Umweltgerechtigkeit im städtischen Raum – Erfolgsfaktoren für eine Implementierung im kommunalen Handeln. 
Umid 2, S. 5-10, S. 6.

56 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
nem Umkreis von 500 m hinzu, hat dieses Gebiet die geringste Versorgung mit Grün - und 
Erholungsflächen. Die Zahl der Straßenbäume in Mülheim-Nord und Keupstraße ist mit 44,8 
Bäumen je Straßenkilometer hingegen überdurchschnittlich.  
 
Lärm- und Schadstoffbelastung 
In einer dicht besiedelten Stadt wie Köln ist die Hauptquelle der Luftemission der Straße n-
verkehr. Kritische Belastungen werden im Wesentlichen für die Luftschadstoffe Feinstaub 
und Stickstoffoxide festgestellt 16. Der Sozialraum Mülheim-Nord und Keupstraße liegt ledig-
lich im südlichen Randbereich in der 2008 eingeführten und 2012 erweiterten Umweltzone.  
Lärm stellt insbesondere in großen Städten ein zentrales Umweltproblem dar. Bei der hier 
durchgeführten Analyse der Sozialräume wurden nicht alle Lärmbelastungen betrachtet, 
sondern nur solche Bereiche, die erhebliche Belastungen aufweisen. Zumeist wurd e bei den 
nachfolgenden Auswertungen auf die in Nordrhein-Westfalen im Zusammenhang mit der EU-
Umgebungslärmrichtlinie definierten Auslösewerte Bezug genommen 17. Gegenstand dieser 
Richtlinie sind Straßen-, Flug- und Schienenverkehrslärm sowie durch Industri eanlagen und 
große Hafenanlagen ausgelöster Lärm. 
In Screeningberechnungen für den Sozialraum Mülheim -Nord und Keupstraße wurden b e-
züglich der Schadstoffbelastungen drei Straßen als Schwerpunkte der Schadstoffbelastung 
ermittelt, an denen sich überwiegend hohe Lärmbelastungen durch Straßenverkehr ergeben. 
Die Bergisch Gladbacher Straße zwischen Keupstraße und Bahnunterführung an der Carl s-
werkstraße, die Berliner Straße zwischen Clevischem Ring und Markgrafenstraße sowie der 
Clevische Ring zwischen Bergisch Gladbacher Straße und Von-Sparr-Straße, mit Ausnahme 
des Abschnitts zwischen Markgrafenstraße und Langemaß. Durch eine Messstation am Cl e-
vischen Ring, die südlich an den Sozialraum angrenzt, wird eine dauerhaft hohe Sticksto ffdi-
oxidbelastung mit Jahresmittelwerten deutlich über dem Grenzwert nachgewiesen. 
 
Stadtklima  
Durch eine systematische Untersuchung des Kölner Stadtklimas wird deutlich, dass es z u-
künftig in Köln heißer wird und Wetterextreme (Starkregenereignisse) zunehmen werden. 
Daher ist es wichtig frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um sich an den nicht mehr aufzuhal-
tenden Klimawandel anzupassen. Die Betroffenheit oder Anfälligkeit eines Stadtgebietes 
ergibt sich zum einen aus der klimatischen Belastung (zum Beispiel durch Hitze) und zum 
anderen aus der Sensitivität der dortigen Stadtbewohnerinnen und -bewohner. So löst zum 
Beispiel eine hohe Wärmebelastung je nach Anteil der anfälligen Personengruppe über 65 
Jahre (Sensitivität) eine intensive Betroffenheit eines Stadtteils aus.  
Die Zahl der Sommer tage wird bis Mitte des Jahrhunderts für das Stadtgebiet Köln im Ve r-
gleich zu den derzeitigen klimatischen Verhältnissen, um 30 bis 70 Prozent zunehmen und 
die Zahl der heißen Tage (über 30 Grad) kann sich verdoppeln. In den dicht bebauten Stadt-
quartieren gibt es nur wenige wirksame Maßnahmen entsprechende Kühlpunkte zu schaffen. 
Durch die Versickerung von Regenwasser vor Ort und der damit möglichen Verdunstung bei 
Hitzeereignissen, könnte durch Entsiegelung und Bepflanzung von gepflasterten und bet o-
                                                
16 Erläuterungen zur Erhebung von Luftqualität und Schadstoffbelastung können dem Kapitel 10  
Anhang 9 entnommen werden. 
17 Erläuterungen zur Erhebung von Lärmbelastungen nach EU-Umgebungslärmrichtlinie können dem 
Kapitel 10 Anhang 10 entnommen werden.

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
57 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
nierten Stellplätzen, Höfen, Vorgärten oder Garagenauffahrten eine Abmilderung der klimati-
schen Belastungen erfolgen. 
Der Sozialraum Mühlheim-Nord und Keupstraße ist prognostisch durch eine vergleichsweise 
hohe Wärmebelastung gekennzeichnet. Klimaaktive Flächen sind im Sozialraum nicht vo r-
handen. Alle Einwohnerinnen und Einwohner leben in zukünftig von Wärmebelastung b e-
troffenen Gebieten. Rund 62 Prozent leben in belasteten und 37 Prozent sogar in hoch b e-
lasteten Gebieten. Somit zeigen der Klimawandel und die Zun ahme an Tagen mit hohen 
Temperaturen negative Auswirkungen  im Sozialraum . Hitzeperioden können zu  höheren 
Sterberaten und das wärmere Stadtklima zu erhöhten gesundheitlichen Belastungen und 
Risiken führen. Auch die Empfindlichkeit der Menschen gegenüber Hi tze bestimmt die Höhe 
dieser Risiken. Zusätzlich führen Hilfebedürftigkeit und soziale Vereinsamung oft dazu, dass 
Maßnahmen wie zum Beispiel eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung und -aufnahme 
unterlassen werden. Demnach sind frühzeitig Maßnahmen zum richtigen Umgang mit Hit ze, 
insbesondere für die Bevölkerungsgruppen der (Klein-) Kinder sowie der älteren und g e-
sundheitlich eingeschränkten Menschen, einzuleiten.  
Abbildung 6: Übersichtskarte zur Lärm -, Schadstoff- und Wärmebelastung im Sozial-
raum Mülheim-Nord und Keupstraße 
 
Quelle: Stadt Köln, Umwelt- und Verbraucherschutzamt

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und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
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Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
8. Festlegung des Gebiets der „Sozialen Stadt“  Mülheim-Nord und  
Keupstraße 
Mit dem Integrierten Handlungskonzept für den Sozialraum Mülheim -Nord und Keupstraße 
werden Maßnahmen zur Stabilisierung und Aufwertung von sozialen Missständen nach  
§ 171 e BauGB „Maßnahmen der Sozialen Stadt“ vorgesehen. Soziale Missstände liegen 
nach § 171 e BauGB insbesondere dann vor, wenn ein Gebiet auf Grund der Zusammense t-
zung und wirtschaftlichen Situation der darin lebenden und arbeitenden Menschen erheblich 
benachteiligt ist.  
Der geplante Einsatz staatlicher Städtebauförderungsmittel erfordert im Rahmen des Pr o-
gramms „Soziale Stadt“ eine Festlegung und räumliche Abgrenzung der einzelnen Sozia l-
räume jeweils als Gebiet der „Sozialen Stadt“ nach § 171 e BauGB durch den Rat der Stadt 
Köln.  
Im Zusammenhang mit dem Strukturförderprogramm MÜLHEIM 2020  hat der Rat am 
24.11.2011 bereits ein Gebiet der „Sozialen Stadt“ Mülheim beschlossen. Dieses umfasst 
unter anderem den Sozialraum Mülheim-Nord und keupstraße . Damit entfällt hier die No t-
wendigkeit zur Neufestlegung eines „Soziale Stadt“- Gebietes.  
Unmittelbare finanzielle Auswirkungen ergeben sich aus dieser Festlegung gemäß § 171 e 
BauGB nicht. Sie ist als einer sogenannten „Fördergebietskulisse“ vielmehr eine Vorausse t-
zung für die Inanspruchnahme von Fördermitteln insbesondere des Bundes.

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und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
Karte 8: Gebiet der „Sozialen Stadt“ für den Sozialraum Mülheim-Nord und Keupstraße 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

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61 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
9. Stärken- und Schwächenanalyse sowie Ableitung der Handlungsbedarfe  
In der Gesamtschau ergeben sich im Sozialraum Mülheim -Nord und Keupstraße  deutliche 
Handlungsbedarfe über alle Handlungsfelder hinweg , wobei die heterogene Ausgangssitu a-
tion im Sozialraum beachtet werden muss.  
Tabelle 2 : Stärken-Schwächen-Analyse und Ableitung der Handlungsbedarfe im Soz i-
alraum Mülheim-Nord und Keupstraße 
Ist-Analyse  Stärken  Herausforderungen Handlungsbedarf 
Demographi-
sche, soziale 
und Bi l-
dungs-
situation 
Ausgeprägte kult u-
relle Vielfalt  
Niedrigschwellige 
Beratungsangebote 
sowie soziale Ei n-
richtungen vorha n-
den  
Ehrenamtliches 
Engagement  
 
Aktivierungsprobleme 
Hoher Anteil an SGB II 
Bezieherinnen und Bezi e-
hern und Arbeitslosen 
Deutlich steigende  Alters-
armut  
Hohe interkulturelle 
Durchmischung birgt Ko n-
fliktpotenziale  
Optimierung präventiver integrie r-
ter Angebotsstrukturen mit L ü-
ckenschluss, speziell für Kinder 
und Jugendliche  
Aktivierung und Empowerment, 
vor allem von SGB II Bezieheri n-
nen und Beziehern sowie Lan g-
zeitarbeitslosen  
Verbesserung und  Sicherung der 
Teilhabechancen, auch von Ält e-
ren 
Verbesserter Zugang zu Bi l-
dungsangeboten 
Wirtschaft 
und Wohnen 
Gut erschlossene 
Gewerbegebiete 
Medien- und Kre a-
tivwirtschaft in der 
Schanzenstraße 
Fehlende qualitative Na h-
versorgung in Mülheim -
Nord  
Sehr hohe Quote arbeitsl o-
ser junger Menschen unter 
25 Jahren 
Fehlende Beratungsang e-
bote für Kleinhändler und 
Einzelhändler zu u nter an-
derem betriebswirtschaftli-
chen Themen 
Optimierung der Angebots - und 
Informationsstrukturen für junge 
Erwachsene im Übergang zur 
Ausbildung und Beruf 
Aktive, aufsuchende Ansprache 
der vor O rt ansässigen Unterneh-
men (Optimierung der Beratung s-
leistungen zum Beispiel Einzel-
handel) 
 
Ökologische 
/ klimatische 
Situation 
Benachbarter Na h-
erholungsbereich 
Rheinufer  
Kleinere Spielfl ä-
chen vorhanden 
Hohes Defizit in der Grü n-
flächenversorgung, kaum 
Grün- und Freiflächen 
Hohe Versiegelung 
Mangel an Wegeverbi n-
dungen 
Hohe Wärme -, Lärm - und 
Luftschadstoffbelastung 
Spiel- und Bewegungsräume 
schaffen 
Informations- und Beratungsa n-
gebote zum Klimawandel schaffen

62 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
Ist-
Analyse  
Stärken  Herausforderungen Handlungsbedarf 
Öffentlicher 
Raum 
Gute Verkehrsanbi n-
dung 
Begegnungsräume 
vorhanden 
Aufwertungsprozes-
se durch „MÜLHEIM 
2020“ begonnen 
Verbesserungen 
durch Bewohnerakt i-
onen z um Beispiel 
zur Müllproblematik  
Kreatives Potenzial 
im Quartier (Scha u-
spielhaus und 
Schanzenstraße) 
Mängel im Wohnumfeld, 
insbesondere der Wohng e-
biete „Mülheim -Berliner-
Straße“, „Rixdorfer Straße“ 
Mindernutzung bei privaten 
Freiräumen im Quartier 
„Hacketäuer Siedlung“  
Ausbau vorhandener Begegnun g-
sorte  
Maßnahmen zur Wohnumfeldve r-
besserung (Müllprob lematik) for t-
führen beziehungsweise  auswei-
ten 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
63 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
10. Ziele und Handlungsfelder  
Die Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 basiert auf den Zielen des 
Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“, die somit auch eine Gültigkeit für die Sozialrä u-
me Buchheim und Buchforst sowie Mülheim -Nord und Keupstraße entfalten.  Den Rahmen 
dafür bildet das im Aufruf des Landes Nordrhein-Westfalen vom 10.02.2015 „Starke Quartie-
re – starke Menschen“ enthaltene Ziel der nachhaltigen Quartiersentwicklung sowie der B e-
kämpfung von Armut und Ausgrenzung. Die Landesregierung Nordrhein -Westfalens „…will 
die Armutsvorbeugung und die Entwicklung von Präventi onsketten unterstützen, mit denen 
die unterschiedlichen Zielgruppen erreicht, Hilfen insbesondere im Lebens - und Sozialraum 
der Menschen angeboten und die Lebenslagen berücksichtigt werden. Dabei soll insbeso n-
dere die frühzeitige Förderung von Kindern und Familien in den Blick genommen werden“18.  
Die im Aufruf des Landes enthaltenen Ziele, die in der Bestandsanalyse identifizierten Stä r-
ken und Herausforderungen sowie die sich daraus ergebenden Handlungsbedarfe bilden die 
Grundlage für die Fortschreibung von MÜLHEIM  2020 im Rahmen  des Programm „Starke 
Veedel – Starkes Köln“. Daher wird folgendes Leitziel festgelegt: 
 
„Verbesserte Lebensbedingungen der Menschen im Programmgebiet“ 
 
Dieses Leitziel entspricht dem des Programms „Lebenswerte Veedel“, knüpft gleichzeitig an 
die vom Stadtvorstand beschlossenen „Europa -2020-Strategie“ der Stadt Köln an und gibt 
die langfristige Zielrichtung für das Programmgebiet vor.  
Die Operationalisierung des Leitziels für die strategische und für die operative Ebene erfolgt 
durch einen Top -Down-Ansatz. Die sich aus der Stärken -Schwächen-Analyse ergebenden 
Schwerpunkte für Handlungsbedarfe und -prioritäten wurden mit den Entwicklungsvorgaben 
des Leitziels des Programms gespiegelt, so dass sich im Ergebnis folgende fünf Handlung s-
felder, die das Programm themenspezifisch ausrichten, ergeben: 
1. Früh ansetzende Hilfen 
2. Wirtschaft und Qualifizierung 
3. Wohnen 
4. Öffentlicher Raum 
5. Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmminderung 
Bevor für diese Handlungsfelder die strategischen und operativen Ziele erarbeitet werden 
konnten, wurden die aus dem Aufruf vorgegebenen Querschnittsziele, die für das gesamte 
Programm gelten und beachtet werden müssen, in das Zielsystem eingebracht. Hierbei han-
delt es sich um folgende Ziele: 
 Gleichstellung von Männern und Frauen 
 Nichtdiskriminierung (Chancengleichheit / Barrierefreiheit) 
 Nachhaltigkeit 
Die Stadt Köln hat diese Querschnittsziele um zwei weitere ergänzt, näm lich um das Ziel 
„Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung“ sowie das Ziel „Sozialraumorientierte Stadtentwic k-
lung“. Dabei geht es um die Frage, wie Stadtentwicklung aus dem Quartier heraus unter B e-
                                                
18 vergleiche Aufruf des Landes Nordrhein-Westfalen vom 10.02.2015, Seite 4

64 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
teiligung der dort aktiven Akteure und lebenden Menschen erfolg en kann. Ziel ist, die sozia l-
raumorientierte Ausrichtung des Handelns sowohl in der Verwaltung als auch bei den Akte u-
ren und den unterschiedlichen Zielgruppen in den Sozialräumen zu verankern. Der Zielgru p-
penbezug steht dabei im Mittelpunkt des Handelns. D ie Umsetzung dieser Querschnittsziele 
im Programm „Starke Veedel - Starkes Köln“ bedeutet einen Paradigmenwechsel in der 
Stadtentwicklung und berücksichtigt gleichzeitig alle Querschnittsziele des Aufrufs. Insb e-
sondere die Nachhaltigkeit wird durch die akt ivierende und teilnehmende Form der Stad t-
entwicklung gefördert.  
Im nächsten Schritt wurden für die fünf Handlungsfelder strategische Ziele festgelegt. Sie 
beschreiben den angestrebten Zustand, der in den fünf Handlungsfeldern erreicht werden 
soll.  
Tabelle 3: Handlungsfelder und Strategische Ziele  
Nr. Handlungsfeld Strategische Ziele 
1 Früh ansetzende Hilfen 
 Verbesserte Bildungsstrukturen und erhöhtes (Aus -) Bi l-
dungsniveau 
 Verbesserte gesundheitliche Situation 
2 Wirtschaft und Qualifizi e-
rung 
 Gefestigte und verbesserte Erwerbsfähigkeit sowie erhöhte 
Erwerbstätigkeit 
 Strukturell verbesserte wirtschaftliche Situation 
3 Wohnen 
 Lebenswertes und ökologisch gerecht gestaltetes Wohn - 
und Lebensumfeld 
 Gefestigte und gestärkte Wohnfunktion 
4 Öffentlicher Raum  Lebenswertes und ökologisch gerecht gestaltetes Wohn - 
und Lebensumfeld 
5 
Umweltgerechtigkeit - Kli-
maschutz, Luftreinhaltung 
und Lärmminderung 
 Lebenswertes und ökologisch gerecht gestaltetes Wohn - 
und Lebensumfeld 
 Umweltgerechteres und klimaangepasstes Leben 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik  
Um die strategischen Ziele für die Entwicklung von Maßnahmen zu operationalisieren, wu r-
den insgesamt 14 operative Ziele definiert. Sie können nicht trennscharf für die einzelnen 
Handlungsfelder festgelegt werden, da sie aufgrund des integrativen Ansatzes ihre Wirkung 
vielfach über mehrere Handlungsfelder hinweg entfalten. Die strategischen Ziele hingegen 
können – bis auf eine Ausnahme (Lebenswertes und ökologisch gerecht gestaltetes Wohn - 
und Lebensumfeld) – eindeutig einem Handlungsfeld zugeordnet werden.  
Deshalb sind die operativen Ziele im Zielsystem mehreren Handlungsfeldern zugeordnet 
(vergleiche Abbildung 11). Besonders deutlich wird der integrative Ansatz bei den Han d-
lungsfeldern „Frü h ansetzende Hilfen“ und „Wirtschaft und Qualifizierung“. Hier wirken die 
operativen Ziele in der Regel in beiden Handlungsfeldern. Dies entspricht dem Ziel, im Sozi-
alraum Meschenich und Rondorf eine Präventionskette aufzubauen. Ähnliche starke Zielwi r-
kungszusammenhänge sind auch bei den Handlungsfeldern „Öffentlicher Raum“ und „U m-
weltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmminderung“ festzustellen. Die op e-
rativen Ziele dieser beiden Handlungsfelder wirken darüber hinaus auch noch im Handlungs-
feld „Wohnen“.  
Um die festgelegten Ziele erreichen zu können, wurden Maßnahmen für die Handlungsfelder 
entwickelt, die einen Beitrag zur Zielerreichung leisten. Die Zielfestlegung wird in der au s-

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
65 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
führlichen Maßnahmenbeschreibung deutlich. Zusätzlich werden Ziele für jede konkrete 
Maßnahme definiert, deren Erreichung durch festgelegte Indikatoren über ein Controlling 
gemessen wird. Sowohl die maßnahmenbezogenen Ziele als auch die entsprechende Z u-
ordnung der Maßnahmen zu den operativen Zielen sind in den Maßna hmenbeschreibungen 
dokumentiert.  
Die Entwicklung des Zielsystems erfolgte in Abstimmung mit den involvierten Fachämtern . 
Damit sind alle relevanten fachlichen Anforderungen in der Strategie - und Zieldiskussion 
berücksichtigt. Das Zielsystem bildet den Konsens für die zukünftige Entwicklung des Sozial-
raumes und ist damit Grundlage für alle notwendigen im Integrierten Handlungskonzept en t-
haltenen Maßnahmen.  
Für das gesamte Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ ergibt sich das folgende Zielsys-
tem (vergleiche Abbildung 7).  
Die für die Sozialräume Buchheim und Buchforst sowie  Mülheim-Nord und Keupstraße vor-
gesehenen Maßnahmen bilden entsprechend der örtlichen Bedarfssituation einen Beitrag zur 
Erreichung der Ziele des IHKs (vergleiche Abbildungen 8 und 9).  
Auf Grundlage der abgeleiteten spezifischen Handlungsbedarfe werden nicht in jedem Soz i-
alraum Maßnahmen zu allen Zielen umgesetzt. Die folgende n Übersichten verdeutlichen, zu 
welchen operativen Zielen die Handlungsansätze in Buchheim und Buchf orst sowie in Mü l-
heim-Nord und Keupstraße einen besonderen Beitrag liefern (grün hervorgehoben).

66 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
67 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Abbildung 7 : Zielsystem des Programms „Starke Veedel - Starkes Köln" 
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

68 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
69 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
10.1 Bezug zum Zielsystem 
Die für den Sozialraum Buchheim und Buchforst vorgesehenen Maßnahmen bilden einen Beitrag zur Erreichu ng der Ziele des Programms . Auf 
Grundlage der abgeleiteten spezifischen Handlungsbedarfe werden nicht in jedem Sozialraum Maßnahmen zu allen Zielen umgesetzt . Die folgen-
de Übersicht verdeutlicht, zu welchen operativen Zielen die Handlungsansätze in Buchheim und Buchforst einen besonderen Beitrag liefern (grün 
hervorgehoben).  
 
Abbildung 8: Beitrag der Maßnahmen zur Erreichung der operativen Ziele im Sozialraum Buchheim und Buchforst 
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

70 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
71 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Die für den Sozialraum Mülheim-Nord und Keupstraße vorgesehenen Maßnahmen bilden einen Beitrag zur Erreichung der Ziele des Programms. 
Auf Grundlage der abgeleiteten spezifischen Handlungsbedarfe werden nicht in jedem Sozialraum Maßnahmen zu allen Zielen umgesetzt. Die 
folgende Übersicht verdeutlicht, zu welchen operativen Zielen die Handlungsansätze in Mülheim-Nord und Keupstraße einen besonderen Beitrag 
liefern (grün hervorgehoben).  
Abbildung 9: Beitrag der Maßnahmen zur Erreichung der operativen Ziele Sozialraum Mülheim-Nord und Keupstraße 
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

72 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
73 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
11. Maßnahmen für die Sozialräume Buchheim und Buchforst sowie Mülheim-
Nord und Keupstraße 
Abgeleitet von der Stärken -Schwächen-Analyse und den sich daraus ergebenden Han d-
lungsbedarfen, liegen die Schwerpunkte der Maßnahmen  bei der Fortführung des Pr o-
gramms MÜLHEIM 2020 im Bereich der Prävention.  
 
11.1 Einbindung der Maßnahmen in die kommunale Präventionskette  
Bei allen ausgewählten Maßnahmen des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ wurde 
darauf geachtet, dass nur solche vorgeschlagen werden, die einen Beitrag zur Prävention s-
kette leisten und bestehende Lücken schließen. Unter der kommunalen Präventionskette soll 
die Gesamtheit der präventiven Hilfsangebote verstanden werden, die biografi sch entlang 
der Bedarfe in den einzelnen Lebensphasen von Kindern, Jugendlichen sowie Erwachsenen 
aller Altersgruppen erforderlich sind. Dabei ist ein besonderes Augenmerk auf die einzelnen 
Schnittstellen im Hilfesystem zu legen. Diese Übergänge gilt es unter besonderer Beachtung 
der Bedarfe der Bewohnerinnen und Bewohner zu gestalten. 
Zentral ist dabei die zielgruppenspezifische Betrachtung. So werden beispielweise die im 
Rahmen der Bedarfsanalyse festgestellten Unterstützungsnotwendigkeiten für Kinder und  
Jugendliche in den Maßnahmen zu früh ansetzenden Hilfen berücksichtigt, die Zielgruppe 
der Seniorinnen und Senioren wird unter anderem durch die Aktivierungsmaßnahme wie 
„Zuhause im Veedel“ (Projekt Nummer 5.0.2) unterstützt.  
 
Bereits bestehende Präventionsansätze  
In der Stadt Köln gibt es bereits eine Vielzahl an Präventionsangeboten für Kinder und J u-
gendliche. Diese reichen von der Kindertagesbetreuung der unter 3-Jährigen über die Offene 
Ganztagsschule im Primarbereich bis hin zu weiterführenden gebundenen Ganztagsschulen. 
In diesen Bereichen hat die Stadt Köln in den vergangenen Jahren erhebliche , auch finanzi-
elle Anstrengungen unternommen mit dem Ziel, die Betreuungsquote deutlich zu erhöhen. 
Darüber hinaus verfügt die Stadt Köln über umfassende Hilf esysteme in verschiedenen 
Handlungsfeldern (zum Beispiel Weiterbildung  / Grundbildung, Arbeitsmarkt- und Beschäfti-
gungsförderung, Freizeit, Integrations -, Gesundheits- und Sportförderung), die sich an ve r-
schiedene Zielgruppen richten (Kinder und Jugendlich e, Familien, kranke und behinderte 
Menschen, Seniorinnen und Senioren, Flüchtlinge und Zuwanderer, Arbeitslose, Wohnung s-
lose und vom Wohnungsverlust bedrohte Menschen, Leistungsempfängerinnen und Lei s-
tungsempfänger, Eltern und Alleinerziehende). Die bestehenden Hilfesysteme sind durchweg 
präventiv ausgerichtet. 
Für gerechte Bildungs- und Zukunftschancen verfolgt die Stadt Köln eine „Doppelstrategie“: 
1. Es wird entschieden in die Regelsysteme der Bildung investiert, um die Bildungs- und 
Entwicklungschancen aller Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen zu verbessern.  
2. Die Stadt Köln kommt der zentralen Maxime städtischer Armutsbekämpfung in einem 
sozialräumlichen Bezug, „Ungleiches ungleich behandeln“, auch mit Blick auf das 
Handlungsfeld „Bildung, Jugend und Sport “ nach und fördert gerade solche Einric h-
tungen und Angebote noch einmal verstärkt, die vielen Kindern und Jugendlichen in 
prekären sozialen Lebenslagen verbesserte Bildungs - und Entwicklungschancen e r-
öffnen.

74 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Mit Blick auf die Präventionskette lässt sich f esthalten, dass es in der Stadt Köln eine Vie l-
zahl guter Ansätze gibt. Das über die entsprechende Bundesinitiative in Köln etablierte 
„Netzwerk frühe Hilfen“ mit seinen Kinderwillkommensbesuchen und Familienhebammen 
kann als das erste Glied der kommunalen Präventionskette der Stadt Köln angesehen we r-
den. Das in Köln umgesetzte Landesprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss“ stellt einen 
weiteren Baustein im Wirkungsbereich des Übergangs von der Schule in den Beruf dar. In 
Köln werden des Weiteren die Baustei ne „Kindertagesbetreuung – Familienzentren, plu s-
KITA, Sprachförderung“ und „Ganztagsschulen – Offene Ganztagsschulen im Primarbereich 
und gebundene Ganztagsschulen im Sekundarbereich“ stark akzentuiert, zum einen in ihrer 
Breitenwirkung für alle Kölner Elt ern und Kinder, zum anderen „in der Tiefe“ zur Verbess e-
rung von Bildungschancen in Stadtgebieten mit erhöhtem Armuts - und Bildungsrisiko. 
Schulsozialarbeit wird – wie angeführt – (als knappes Gut) insbesondere nach Kriterien der 
sozialen Benachteiligung, der Inklusion und der Integration eingesetzt. 
Auch im Arbeitsfeld „Senioren“ ist die Präventionskette seit langem etabliert. Wichtige Ke t-
tenglieder sind beispielsweise: offene Mitmach -Angebote in Bürgerzentren und Seniore n-
Netzwerken, Informationsarbeit über das Monatsmagazin „KölnerLeben“ oder eine Informati-
onskarte („rote Info -Karte“) für alle neun Stadtbezirke mit allen wichtigen Informationen zu 
Beratungs- und Unterstützungsangeboten für Seniorinnen und Senioren, verschiedene Fo r-
men der Beratung, Angebote in der Wohnung, Entlastungsangebote für pflegende Angehöri-
ge, Stationäre Hilfen sowie Hospize. Die Kettenglieder vernetzen sich an sogenannten „Ru n-
den Tischen“ in den Bezirken. Hier besteht jedoch ein Intensivierungsbedarf. 
Dem Thema Gesundheit als Grundl age für Bildungschancen sowie sozialer und beruflicher 
Teilhabe wird in Köln ebenfalls ein hoher Stellenwert eingeräumt. So gibt es ein differenzie r-
tes Angebot an Gesundheitsförderung und ein sehr breit aufgestelltes ambulantes und stat i-
onäres Versorgungssystem. Die Stadt Köln begleitet und unterstützt seit Jahren kontinuie r-
lich die Weiterentwicklung sowie die Abstimmung und Evaluation der Gesundheitsförderpr o-
jekte in Köln, unter anderem im Rahmen der kommunalen Gesundheitskonferenz sowie in 
ressortübergreifender Zusammenarbeit im Bereich Gesundheit mit anderen Schwerpunkten 
wie Kinder und Jugendhilfe, Schule, Soziales, Seniorinnen und Senioren. Bei Kindern wird 
zum Beispiel „Gruppenprophylaxe“ für die Zahngesundheit in Kindertageseinrichtungen und 
Schulen v om Kinder - und Jugendzahnärztlichen Dienst des Gesundheitsamtes im Auftrag 
des „Kölner Arbeitskreis Zahngesundheit“ durchgeführt. Darüber hinaus wurden von der 
Stadt Köln, dort wo an Nahtstellen zum Versorgungssystem Lücken auftreten, sozialko m-
pensatorische Angebote eingerichtet, wie beispielsweise im Rahmen der oben erwähnten 
Frühen Hilfen. Diese Angebote sind niedrigschwellig konzipiert und erreichen gezielt auch 
Kinder aus sozial benachteiligten Familien. Darüber hinaus gibt es bedarfsorientiert Einric h-
tungen für Erwachsene wie beispielsweise sozialpsychiatrische Angebote, Suchtberatung s-
stellen und Präventionsangebote für Seniorinnen und Senioren. 
Trotz dieses bereits engmaschig angelegten Systems der Gesundheitsförderung leben in 
Köln Menschen, die davon noch nicht erreicht werden und daher gezielt Angebote wie zug e-
hende Hilfen oder Gesundheitslotsen benötigen, um mit dieser Unterstützung der Weg in das 
System der Gesundheitsförderung und -versorgung und zu dem für sie geeigneten Angebot 
zu finden. 
Im Ber eich der Arbeitsmarktintegration bestehen vielfältige Angebote für die unterschiedl i-
chen Zielgruppen, die immer wieder überprüft und an die veränderten Bedarfslagen ange-
passt werden. Neue Beratungsansätze des Jobcenters Köln wie zum Beispiel der „Work First 
Ansatz“ bei „befit4job“, einem 6 -wöchigen Intensivprogramm für Jugendliche und junge E r-
wachsene, sozialraumorientierte Beratung wie bei „U25 Hotspot Chorweiler“ oder das U25 -
Angebot „moDUle“ bieten Jugendlichen individuelle Möglichkeiten der Weiterentwicklung und 
Integration in den Ausbildungs - oder Arbeitsmarkt. Weitere beispielhafte Angebote für J u-
gendliche sind die Jugendbüros, die Fachberatung, Joblinge, die Joblotsen U25 und ein Ei n-

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
75 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
gliederungscoaching. Zudem setzt jeder der Jobcenter -Standorte in den  Stadtbezirken auf 
Netzwerkarbeit im Sozialraum, um die Jugendlichen dort bestmöglich zu erreichen. Dabei 
geht es neben der Integration in den Arbeitsmarkt auch um soziale Integration.  
Für die Zielgruppe der Alleinerziehenden werden spezifische Beratungsa ngebote und Ma ß-
nahmen vorgehalten, zum Beispiel „Alleinerziehende im Aufbruch“, Umschulungsbegleitung, 
Projekte für alleinerziehende Migrantinnen sowie das Projekt ‚NAVI‘ (Nachhaltige Aktivi e-
rung-Vermittlung-Integration) für Erziehende.  
Für Langzeitleistungsbeziehende mit multiplen Vermittlungshemmnissen ( zum Beispiel feh-
lende Qualifikation, gesundheitliche oder familiäre Probleme, fehlende Motivation) gibt es 
weitere, zum Teil sehr niedrigschwellige Angebote, die eng mit den kommunalen Einglied e-
rungsleistungen nach § 16a SGB II verbunden sind.  
Das ganze Bündel der Maßnahmen wird individuell und passgenau genutzt und je nach B e-
darf auf längere Zeit als Förderkette angelegt, um die Integrationsfähigkeit schrittweis zu 
verbessern mit dem Ziel, die Hilfebedürftigkeit zu verringern oder zu überwinden. 
 
Entwicklung einer Gesamtstrategie für eine kommunale Präventionskette  
Trotz des großen Engagements der Stadt im Präventionsbereich ist die Armut insbesondere 
bei Kindern, Jugendlichen sowie Seniorinnen und Senioren in den Sozialräumen  weiterhin 
überdurchschnittlich hoch. Die bislang auf - und ausgebauten präventiven Hilfsange bote ha-
ben offenbar Lücken, die mit dem vorliegenden Integrierten Handlungskonzept „Starke Ve e-
del – Starkes Köln“ geschlossen werden sollen. Tabelle 4 zeigt die zentralen Bausteine der 
Kölner Präventionskette, untergliedert nach Zielgruppen, zentralen Hand lungsfeldern, wichti-
gen Partnern, Angebotsstrukturen und Lücken, auf.

76 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Tabelle 4: Zentrale Bausteine der Kölner Präventionskette  
Zentrale Bausteine der Kölner Präventionskette 
Zielgruppen /  
Lebenslagen 
Zentrale 
Handlungs-
felder 
Wichtige  
Partner 
Angebotsstrukturen Lücken 
0 bis 3 (Kita)  Gesunde Ki n-
der, Frühe 
Förderung 
Familie, Famil i-
enzentren, 
Frühförderung, 
Gesundheits-
amt, Jugendamt 
Frühe Hilfen, Clearin g-
stelle - Gesunde Z u-
kunft für Kinder in 
Köln, Jusch, Familie n-
hebamme, KiWi, Hilfen 
zur Erziehung, 
Frühförderung, Kita  
U-3, Sprachliche En t-
wicklung 
Prävention durch  
Information, Erreic h-
barkeit der Zielgru p-
pen, Sprach -und Ku l-
turmittler 
3 bis 6 (Kita) Altersgerechte 
Entwicklung, 
Förderung der 
Erziehungs-
kompetenz 
Familie, Famil i-
enzentren, 
Frühförderung, 
Gesundheits-
amt, Jugendamt 
Kindertagesstätten, 
Frühe Bildung, 
Sprachförderung, 
Übergang Kita / 
Grundschule, Hilfen 
zur Erziehung, Sch u-
leingangsuntersu-
chung 
Prävention durch  
Information, Erreic h-
barkeit der Zielgru p-
pen, Sprach -und K ul-
turmittler 
6 bis 10 
(Grund-
schule) 
Erfolgreicher 
Bildungsteil-
habe, G e-
sundheitser-
ziehung, g e-
sundheitliche 
Teilhabe 
Familie, Schule, 
OGS, Jugen d-
amt, Freizeittr ä-
ger, Gesun d-
heitsamt 
Schuleingangsunter-
suchung, Sprachförd e-
rung, Elternmitwirkung 
in der Schule,  Über-
gang Grundschule Sek 
I, Hilfen zur Erziehung, 
Gesunde Ernährung, 
Lernpaten (intergen e-
rative Angebote), OGS 
plus Träger im Umfeld 
Schule 
Prävention durch  
Information, adress a-
tengerechte  
Erziehungshilfen,  
Bildungsberatung und 
Gesundheitsförde-
rung, Sp rach- und 
Kulturmittler 
10 bis 16 
(Sek. I) 
Erfolgreicher 
Bildungsteil-
habe und E r-
weiterung der 
Teilhabe-
chancen  
Familie, Schule, 
OGS, Jugen d-
amt, Freizeittr ä-
ger 
Elternmitwirkung in der 
Schule, Hilfen zur E r-
ziehung, Freizeitang e-
bote, Suchtprävention, 
Berufswahlorientie-
rung, KAoA, Übergang 
Schule / Ausbildung, 
Lernpaten (intergen e-
rative Angebote), OGS 
plus Träger im Umfeld 
Schule 
Prävention durch  
Information, adress a-
tengerechte  
Erziehungshilfen,  
Bildungsberatung und 
gesundheitliche  
Prävention, unter  an-
derem Suchtprävent i-
on, Sprach - und Ku l-
turmittler 
16 bis 19 
(Sek. II) 
Erfolgreicher 
Bildungsteil-
habe und E r-
weiterung der 
Teilhabechan-
cen  
Familie, Schule, 
Jugendamt, 
Freizeitträger, 
Soziale lokale 
Netzwerke  
Zusammenarbeit 
Schule / Eltern, Hilfen 
zur Erziehung, Fre i-
zeitangebote, Such t-
prävention, Beruf s-
wahlorientierung, 
KAoA, Übergang 
Schule / Ausbildung 
Prävention durch  
Information, adress a-
tengerechte  
Erziehungshilfen,  
Bildungsberatung und 
gesundheitliche  
Prävention, unter a n-
derem Suchtprävent i-
on, Sprach- und Ku l-
turmittler

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
77 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Zielgruppen /  
Lebenslagen 
Zentrale 
Handlungs-
felder 
Wichtige  
Partner 
Angebotsstrukturen Lücken 
19 bis 34 (ju n-
ges Erwac h-
senenalter) 
Übergang 
Schule / Beruf, 
Berufsausbil-
dung, Studium 
und Einstieg in 
den Beruf, 
Familiengrün-
dung, Ge-
sundheitsför-
derung  
Schule, KAoA, 
Kammern, Loka-
le Ökonomie, 
Weiterbildungs-
träger, Jobce n-
ter 
Bildungsberatung, 
KAoA, Praktikum, du a-
le Ausbildung, IHK, 
HWK, Berufsbezogene 
Sprachförderung, 
Grundbildungsträger, 
Bürgerzentren 
Prävention durch  
Information, Grund-
bildung, Ausbildungs - 
Qualifizierungs- und 
Berufsberatung, Stä r-
kung soziale Netzwe r-
ke, gesundheitliche 
Prävention 
34 bis 65 (E r-
wachsenenal-
ter, Familien -
phase) 
Förderung der 
Erziehungs-
kompetenz, 
Erwerbstätig-
keit, Leben s-
langes Lernen 
Jobcenter, Qu a-
lifizierungsträ-
ger, Familie n-
zentren, Weite r-
bildungsträger, 
Arbeitslosen-
zentren, 
Schuldnerbera-
tung 
Bildungsberatung, 
Beschäftigungs-
förderung, Qualifizi e-
rungsträger, Gesun d-
heitsförderung, Bü r-
gerzentren 
Grundbildung,  
Qualifizierungs- und 
Berufsberatung, Stä r-
kung soziale Netzwe r-
ke, Aktivierung / E m-
powerment, Erzi e-
hungshilfen, gesun d-
heitliche Prävention 
65 bis 80 (R u-
hestand) 
Bürgerschaftli-
ches Eng a-
gement, Ku l-
tur, Sport, 
Bildung, Fre i-
zeit, Gesun d-
heit 
Diverse Diens t-
leister im Qua r-
tier, Familie/ 
Nachbarschaft, 
Anbieter von 
Sport, Kultur, 
Bildung, G e-
sundheit, Ber a-
tung, Informat i-
on 
Soziale Netzwerke, 
Freizeitträger,  
Gesundheitsförderung, 
Lebenslanges Lernen, 
Barrierefreiheit,  
Begegnungsräume, 
SeniorenNetzwerke, 
VHS, Bürgerzentren, 
Selbsthilfegruppen, 
Initiativen, Projekte, 
Seniorenberatung 
Prävention durch  
Information, Soziale 
Netzwerke, altersg e-
rechte Lern - und  
Gesundheitsförde-
rung, Intergenerative 
Win-Win Strukturen, 
gesundheitliche Pr ä-
vention, Prävention für 
mobilitätseinge-
schränkte Menschen, 
Menschen mit ge rin-
ger Rente / Transfe r-
einkommen und a n-
ders teilhabe -
eingeschränkter Me n-
schen, Steuerung und 
Vernetzung der Pr ä-
ventionskette 
80 und älter Selbständiges 
Leben mit 
Unterstützung, 
Pflege/ G e-
sundheit, Tei l-
habe 
Familie, Nac h-
barschaft, Kra n-
ken- und Pfl e-
gekassen, Amt 
für Soziales und 
Senioren, Woh l-
fahrtsverbände 
und andere 
Dienstleister, 
Gesundheits-
system 
Haushaltsnahe Diens t-
leistung, häusliche 
Pflege, Seniorenber a-
tung/Pflegeberatung/ 
Wohnraumanpas-
sungsberatung und 
andere Dienst -
leistungen zum sel b-
ständigen Leben, g e-
rontopsychiatrische 
Beratung 
Prävention für hau s-
gebundene und pfl e-
gebedürftige  
Menschen, Steuerung 
und Vernetzung der 
Präventionskette 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

78 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Bislang fehlt eine konsequente, ganzheitliche Analyse möglicher Lücken beziehungsweise 
Optimierungsbedarfe in der Präventionskette und die Etablierung einer kommunalen G e-
samtstrategie. Die vorangestellten Beispiele zeigen, dass sich durch das Trägerengagement 
im Verbund mit den Angeboten des Regelsyst ems ein starkes Angebotsprofil entwickeln las-
sen kann. Hierfür sollen die Voraussetzungen geschaffen werden.  
Durch eine Neuorientierung der Hilfesysteme sollen bislang voneinander getrennt erbrachte 
Leistungen und Angebote aufeinander abgestimmt und koord iniert werden. Ziel ist es eine 
durchgängige Förderung und Unterstützung zu gestalten, bei denen die einzelnen Angebote 
sinnvoll miteinander verknüpft und Wirkungszusammenhänge aufgezeigt werden können – 
unabhängig davon, wer sie erbringt.  
Hierzu gehören unter anderem: 
 Präventive Leistungen im Bereich der Frühen Hilfen 
 Unterstützungen im Übergang Schule und Beruf 
 Beratungsleistungen für Familien  
 Präventive Angebote in den Bereichen Sport und Freizeit  
 Gesundheitsförderung, zum Beispiel Angebote für Menschen mit Sucherkrankung 
und junge Erwachsene mit psychischen Erkrankungen oder Ernährung 
 Unterstützung und Aktivierung von Seniorinnen und Senioren zum Beispiel Seniore n-
netzwerke 
 Verbesserung der Integration 
 Beschäftigungsförderung 
Abbildung 10 zeigt die Themenfelder und Zielgruppen der Präventionskette in Köln sowie die 
einzubindenden Akteure.  
Ein wichtiger Ansatzpunkt für Verbesserungen der bestehenden Ansätze der Kölner Präve n-
tionskette wird in den Bereichen der „Bildungsberatung“ beziehungsweise al lgemein im B e-
reich der niedrigschwelligen, zugehenden Unterstützungsleistungen für Eltern gesehen. Di e-
se sind in Verbindung mit Grundbildungs - und Alphabetisierungsangeboten für Eltern bezi e-
hungsweise Erwachsene sowie in den Bereichen einer proaktiven offe nen Kinder- und Ju-
gendarbeit, der Gestaltung offen zugänglicher, attraktiver Sport -, Spiel- und Bewegungsräu-
me sowie der Unterstützung von Seniorinnen und Senioren zu sehen. Ein weiterer zentraler 
Baustein ist die Qualifizierung und Professionalisierung des Systems, mit denen das armuts-
sensible und präventiv wirkende Denken und Handeln von Fachkräften in Bildungsinstituti o-
nen verstärkt werden soll. 
Die Idee besteht darin, im Rahmen des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ systema-
tisch-strukturbildende Schwerpunkte zu setzen und Einzelmaßnahmen, die sich wechselse i-
tig ergänzen, entsprechend zu „clustern“. Die benannten, neu als Bausteine der Prävent i-
onskette zu qualifizierenden Themen „Bildungsberatung“, „Jugendarbeit“, „Sport und Bew e-
gung“ und „Qualifizi erung“ haben grundsätzlich das Potenzial, die Präventionskette insg e-
samt engmaschiger zu weben und gewinnbringend weiter zu entwickeln, da die Altersgru p-
pen und Bildungssettings übergreifend wirken können.  
Die Entwicklung dieser Präventionsstrategie soll - ausgehend von den Bedürfnissen der B e-
wohnerinnen und Bewohner - als Prozess gestaltet werden. Für die dafür erforderliche Akt i-
vierung der Bewohnerschaft im Programmgebiet sind im Programm „Starke Veedel – Star-
kes Köln“ mehrere Maßnahmenvorschläge in vers chiedenen Handlungsfeldern enthalten. 
Sie können für den anstehenden Prozess der sozialraumorientierten integrierten Stadten t-
wicklung genutzt werden. Bei diesem Prozess handelt es sich um einen Paradigmenwechsel

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
79 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
in der Stadtentwicklung, der darin besteht, die Stadt weniger aus der Angebotsperspektive 
zu entwickeln, sondern vielmehr die Sozialräume und die darin lebenden Menschen sowie 
die Akteure in den Mittelpunkt des Handelns zu stellen. Diese Veränderung des Blickwinkels 
kommt auch in dem Beschluss des S tadtvorstandes der Stadt Köln vom 17.03.2015 zum 
Ausdruck, mit dem die sozialräumliche Ausrichtung des Verwaltungshandelns als Han d-
lungsmaxime für die Verwaltung festgelegt wurde.  
 
Ausblick  
Nach Auskunft der Koordinierungsstelle beim Ministerium für Fami lie, Kinder, Jugend, Kultur 
und Sport des Landes Nordrhein -Westfalen stehen die Weiterführung und Ausweitung des 
Landesprogramms „Kein Kind zurück lassen! Kommunen in NRW beugen vor“ (Kekiz) in 
einer zweiten Phase unmittelbar bevor. Mit Beschluss vom 26.04 .2016 befürwortet der 
Stadtvorstand eine Teilnahme der Stadt Köln an der geplanten zweiten Phase von Kekiz und 
sieht die Vorbereitung einer Bewerbung auf den etwa zur Jahresmitte erwarteten Aufruf des 
Landes vor. Damit das Programm in Köln mit Rückenwind u nd Verbindlichkeit starten kön n-
te, wird parallel die Erstellung einer Beschlussvorlage für den Rat der Stadt Köln vorbereitet. 
 
Abbildung 10: Themenfelder und Zielgruppen der Präventionskette in Köln  
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

80 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
11.2 Maßnahmen in den Sozialräumen Buchheim und Buchforst sowie Mülheim -
Nord und Keupstraße 
Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Maßnahmen  in den Sozialräumen Buc h-
heim und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße. Eine detailliertere Maßnahmenbe-
schreibung findet sich in den folgenden Maßnahmenblättern  
Tabelle 5: Übersicht der Maßnahmen in den Sozial räumen Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 
Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung 
Nummer Maßnahme 
0.0.1 Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung in den Sozialräumen Buchheim und Buch-
forst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
0.0.2 Prozessbegleitende Evaluation in den Sozialräumen Buchheim und Buchforst sowie Mü l-
heim-Nord und Keupstraße 
 
Handlungsfeld 1: Früh ansetzende Hilfen 
Nummer Maßnahme  
1.0.5 Integration auch von zugewanderten  Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in 
die bestehenden Regelsysteme durch aufsuchende mobile Arbeit / Streetwork in den So-
zialräumen Buchheim und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
1.0.7 Qualifizierungsoffensive offene Kinder- und Jugendarbeit Köln in den Sozialräumen Buch-
heim und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
1.0.12 Sprachförderangebote für neu eingereiste Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 
16 und 25 Jahren mit keinen oder geringen Deutschkenntnissen im Rahmen von Ju-
gendintegrationskursen in den Sozialräumen Buchheim und Buchforst sowie Mülheim -
Nord und Keupstraße 
1.0.16 Zugehende Hilfe zur Überleitung ins Regelsystem und Entwicklung einer beruflichen Pe r-
spektive für junge Menschen mit psychischen Problemen bis 27 Jahre in allen Sozialrä u-
men; hier in den Sozialräumen Buchheim und Buchforst sowie Mülheim -Nord und Keu p-
straße 
1.0.17 Kölner Bildungsberatungszentrum einschließlich Stadtteileltern  in den Sozialräumen 
Buchheim und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
1.0.19 Übergänge begleiten: Angebote der Familienbildung mit Schwerpunkt Kooperation mit 
Kita, Familienzentren, Schulen im Primarbereich und SEK 1, Trägern des Offenen Gan z-
tags in den Sozialräumen Buchheim und Buchforst sowie Mülheim -Nord und Keupstraße 
1.0.20 Gemeinsam für Grundbildung im Veedel  in den Sozialräumen Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
1.0.21 Ferienschulen in den Sozialräumen Buchheim und Buchforst sowie Mülheim -Nord und 
Keupstraße 
1.0.26 Willkommen und Ankommen in Köln in den Sozialräumen Buchheim und Buchforst sowie 
Mülheim-Nord und Keupstraße

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
81 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Handlungsfeld 2: Öffentlicher Raum 
Nummer Maßnahme  
2.0.4 Spiel- und Bewegungsräume in den Veedeln  in den Sozialräumen Buchheim und Buc h-
forst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
„Wuppertalerstraße / Stegwiese“ und „Rixdorfer Straße“ 
2.5.5 Ein Platz an der Herler Straße in Buchheim 
2.5.6 Umgestaltung der Frankfurter Straße in Buchheim 
 
Handlungsfeld 3: Wirtschaft und Qualifizierung 
Nummer Maßnahme  
3.0.7 Kölner Veedelscenter (KVC) in den Sozialräumen Buchheim und Buchforst sowie Mü l-
heim-Nord und Keupstraße 
3.0.8 „Wirtschaftskoordinator“ Vernetzung und Stärkung der lokalen Unternehmerschaft in den 
Sozialräumen Buchheim und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 
Handlungsfeld 4: Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmminderung 
Nummer Maßnahme  
4.0.2 Offen für Regen „Grüne Höfe, grüne Plätze“ in den Sozialräumen Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
4.0.4 Aufbau eines Hitzewarn - und Informationssystems. Informationsmaterial für die Bevölk e-
rung zum Thema Hitzeentwicklung im Zuge des Klimawandels  in den Sozialräumen 
Buchheim und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
4.0.6 Maßnahmen zur Verstetigung des Verkehrs / Umweltsensitive Verkehrssteuerung in den 
Sozialräumen Buchheim und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
4.0.9 Maßnahmen rund um eine Leitart zur Verbesserung der Identifikation der Bürgerinnen und 
Bürger mit ihrem Veedel und gleichzeitiger Erhöhung der Biodiversität sowie der Aufen t-
haltsqualität in den Projekträumen  
4.0.10 Stärkung bzw. Erweiterung des Schulgartenangebotes in den Sozialräumen Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 
Handlungsfeld 5: Wohnen 
Nummer Maßnahme  
5.0.3 Haus-, Hof- und Fassadenprogramm in den Sozialräumen Buchheim und Buchforst sowie 
Mülheim-Nord und Keupstraße 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

82 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
83 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
11.2.1 Handlungsfeld: Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung  
Laufende Nummer 0.0.1 Handlungsfeld: Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung 
Maßnahme Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung  in den S o-
zialräumen Buchheim und Buchforst sowie Mülheim -Nord 
und Keupstraße 
Inhalt Ausgangslage 
Die Sozialräume Buchheim und Buchforst sowie Mülheim -Nord 
und Keupstraße bilden den nord -östlichsten Bereich der Sozia l-
räume Kölns. Sie zeigen eine heterogene Struktur. So sind die 
Quartiere Mülheim-Nord und Keupstraße durch eine gründerzeit-
liche Bebauung gepr ägt, während Buchforst dem Leitbild der 
baulichen Sachlichkeit der 1920er Jahre folgt und Buchheim e i-
ne bauliche Geschoss - und Einfamilienhausstruktur der Nac h-
kriegszeit aufweist.  
Der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund liegt im 
Durchschnitt bei 57,5 Prozent und damit deutlich über dem städ-
tischen Durchschnitt von 34,9 Prozent. Auch die Zahlen der 
SGB-II Empfangenden liegen in den Sozialräumen mit durc h-
schnittlich 30,6 Prozent mehr als doppelt so hoch wie der städt i-
sche Durchschnitt von 13,2 Proz ent. Es ist daher davon ausz u-
gehen, dass auch soziale Probleme wie Arbeitslosigkeit, Armut, 
Verschuldung und gegebenenfalls Suchtprobleme in den Sozia l-
räumen eine Rolle spielen. 
Der Blick auf die Sozialstruktur zeigt eine geringe Perspektive 
zur Teilhabe d er Bewohnerschaft. Es wird deutlich, dass in 
Buchheim und Buchforst sowie in Mülheim -Nord und Keupstr a-
ße Unterstützungs- und Beratungsangeboten nach wie vor eine 
hohe Bedeutung zukommt. Die Aktivierung der Bewohnerschaft 
spielt bei der Verantwortung für be ide Sozialräume als Ganzes 
und für das Wohnumfeld im engeren Sinn eine wichtige Rolle. 
Hier konnten bereits erste Erfahrungen durch den Verfügung s-
fonds MÜLHEIM 2020 und das Umweltbildungsprojekt „Hallo 
Nachbar, danke schön!“, das in einem Projektgebiet in Mülheim-
Nord rund um die Berliner Straße, den Marktplatz und den Bü r-
gerpark durchgeführt wurde, gute Ergebnisse erzielt werden. 
Trotzdem stellt die Aktivierung und Teilhabe der Bewohnerschaft 
eine große Herausforderung dar, der mit niederschwelligen A n-
geboten zu begegnen ist. Eine positivere Imagebildung für die 
Sozialräume ist für die Entwicklung Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße unabdingbar.  
In beiden Sozialräumen besteht bereits ein vielseitiges Hilfesy s-
tem, welches unmittelbar en tlastende Auswirkungen auf die 
Quartiersentwicklung nimmt. In Teilbereichen mangelt es jedoch 
an einem lückenlosen Schnittstellenmanagement, welches im 
Rahmen des integrierten Ansatzes und einer Vielzahl von akt i-
vierenden Prozessen von hoher Bedeutung ist.

84 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Schnittstelle zur Sozialraumkoordination:  
Mit dem Programm „Lebenswerte Veedel“ wird bereits seit 2006 
in elf Sozialräumen konsequent ein integriertes   sozialraumori-
entiertes Handlungskonzept verfolgt.   
Die Sozialraumkoordinatoren sind organisatorisch  bei den Bü r-
gerämtern angebunden. Mit der Koordination in den Sozialrä u-
men sind zehn freie Träger beauftragt, eine Koordination erfolgt 
in städtischer Trägerschaft. Diese arbeiten nach den method i-
schen Prinzipien der sozialraumorientierten Arbeit: 1. Orien tie-
rung an den Bedarfen und Interessen der Wohnbevölkerung, 2. 
Nutzung der Stärken und Potenziale der Menschen sowie der 
Ressourcen des Sozialraums, 3. Stärkung von Selbsthilfe, E i-
geninitiative und Teilhabe, 4. Erschließung von zusätzlichen e x-
ternen Ressou rcen, 5. Zielgruppen und bereichsübergreifende 
Ansätze, 6. Kooperation und Vernetzung der Aktivitäten und A n-
gebote im Sozialraum.  
Die Sozialraumkoordination nimmt seit Jahren erfolgreich eine 
aktive Koordinationsfunktion wahr und arbeite t aktiv an der S i-
cherung und dem Ausbau der Netzwerke in den Sozialräumen. 
Die Umsetzung des Maßnahmenprogramm s „Starke Veedel – 
Starkes Köln“ in den Sozialräumen kann durch die elf vorhand e-
nen Sozialraumkoordinatorinnen beziehungsweise Sozialraum-
koordinatoren nicht zusätz lich geleistet werden. Durch das Pr o-
gramm „Starke Veedel – Starkes Köln“ entsteht ein neuer Koo r-
dinierungs- und Abstimmungsaufwand. Die Akzeptanz und I m-
plementierung des Handlungsprogramms kann in den Sozia l-
räumen aber nur gelingen, wenn Bewohnerschaft und  Akteure 
für dieses Programm sensibilisiert werden und Zugangsstrukt u-
ren genutzt werden. Die Maßnahme „Büro für Quartiersm a-
nagement und Aktivierung“ soll in enger Abstimmung mit den 
Sozialraumkoordinationen die Umsetzung des Maßnahmenpr o-
grammes sichern. Zum einen in den spezifischen Themenbere i-
chen – hier insbesondere der Aufbau von Präventionsketten – 
sowie zum anderen bei Bedarf – seien dies problematische 
Wohnquartiere und Nachbarschaften oder auch notleidende 
Einkaufsstraßen. 
Die wesentlichen Aufgaben d es Quartiermanagements zur U m-
setzung des Programms sind demnach in enger Abstimmung mit 
der Sozialraumkoordination und den institutionellen Akteuren vor 
Ort. 
Das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ setzt an 
diesen Punkten an und ist somit optima l auf die Bedürfnisse der 
Sozialräume ausgerichtet.  
In der Praxis ergibt sich vor Ort ein Team aus der Bürgeramtslei-
tung, der Sozialraumkoordination und der Programmsteuerung 
„Starke Veedel – Starkes Köln“, welches mit Blick auf die umz u-
setzenden Maßnahmen um weitere Akteure ergänzt wird.

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
85 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
                                 Bürgeramtsleitung  
                                   Steuerungsfunktion 
 
 
 
 
 
 
Sozialraumkoordination                          Programmsteuerung  
Vernetzung vor Ort                          „Starke Veedel – Starkes 
                                                                Köln“  
 
Projektbeschreibung 
Das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ setzt an 
den oben genannten Herausforderungen und Bedarfslagen an. 
Die Maßnahme geht der Frage nach, wie erfolgreich Stadten t-
wicklung aus dem Quartier heraus erfolgen kann, welche Fakt o-
ren zum Gelingen beitragen und wie die Bewohnerinnen und 
Bewohner aktiv in die Quartiersentwicklung eingebunden we r-
den können. Entsprechend dieser viel schichtigen Fragestellung, 
setzt sich das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ 
aus fünf unterschiedlichen Projektbausteinen zusammen:  
 Quartiersmanagement 
 Verfügungsfonds 
 Bestandserhebung und Schnittstellenmanagement  
 Öffentlichkeitsarbeit  
 Aufbau einer bürgerschaftlichen Kultur der Wohnumfel d-
pflege, Müllvermeidung und Müllbeseitigung.  
Das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ bündelt 
diese Projektbausteine unter einem Dach, die jeweils darauf a b-
zielen, die Quartiersentwicklung im Sinne der sozialraumorie n-
tierten Stadtentwicklung umzusetzen. Dabei bildet die Aktivi e-
rung der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der weiteren 
ortsansässigen Akteure den Schwerpunkt des „Büros für Qua r-
tiersmanagement und Aktivierung“.  
Die genannten Projektbaustei ne mit hohem aktivierendem Ch a-
rakter bedürfen einer zentralen Steuerung und Vernetzung, die 
durch die Zusammenführung des „Büros für Quartiersmanag e-
ment und Aktivierung“ gewährleistet wird. Es wird eine gemei n-
same räumliche Verortung vorgenommen.  
Die einzelnen Projektbausteine stehen jeweils für sich als inhal t-
lich selbständige Maßnahmen, die auch von unterschiedlichen 
Projektträgern umgesetzt werden können. Bei der Maßna h-

86 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
menumsetzung wird jedoch vorausgesetzt, dass eine enge Z u-
sammenarbeit zwischen den einzelnen Projektbausteinen erfolgt 
und Wechselwirkungen berücksichtigt werden.  
 
Projektbaustein: Quartiersmanagement 
Im Rahmen des Integrierten Handlungsprogramms „Starke Ve e-
del – Starkes Köln“ sind für Buchheim und Buchforst sowie Mü l-
heim-Nord und Keupstr aße eine Reihe von Maßnahmen g e-
plant, die einen neuen und zusätzlichen Koordinierungsaufwand 
für die Sozialräume auslösen, der durch die schon bestehenden 
Strukturen nicht gedeckt werden kann. Das Quartiersmanag e-
ment übernimmt die Aufgabe, die maßnahmenums etzenden 
Träger in Abstimmung mit der Sozialraumkoordination bei den 
Zugängen zu den Zielgruppen und bei der Akquise der Teilne h-
menden im Sinne eines „One -face-to the -customer“ zu unte r-
stützen. Darüber hinaus stellt das Quartiersmanagement die 
Vernetzung der Maßnahmen sicher.  
Das Quartiersmanagement ist Ansprechpartner und Lotse für 
alle Belange des sozialraumbezogenen Programms und bildet 
die Schnittstelle in die Verwaltung, es dient somit als lokal vero r-
tete Kommunikationsdrehscheibe und Informationsverm ittlung. 
Es sensibilisiert die Bewohnerschaft und die lokalen Akteure für 
das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“, nutzt die vo r-
handenen Zugangsstrukturen und sichert somit den Erfolg des 
Integrierten Handlungsprogramms. Neben der Ansprache der 
Bewohnerschaft wird das Quartiersmanagement auch zentraler 
Ansprechpartner für die weiteren lokalen Akteure sein. Insb e-
sondere mit Blick auf die Initiierung einer aktiven Eigent ü-
merstruktur zur Verbesserung der Wohnsituation in den Sozia l-
räumen wird die Ansprache  und Mobilisierung der Wohnungse i-
gentümer eine weitere Aufgabe der Quartiersmanager darste l-
len. Mit Blick auf die heterogene Bebauungs - und Eigent ü-
merstruktur bestehen vielfältige Möglichkeiten für Aufwertung s-
maßnahmen an den Gebäudefassaden und für Maßnah men zur 
Entsiegelung und Begrünung von Häusern und (Innen -)Höfen, 
zum Beispiel über das geplante Haus -, Hof- und Fassadenpro-
gramm. Im Projektbaustein „Verfügungsfonds“ wird das Qua r-
tiersmanagement unterstützend und begleitend mitwirken, die 
Maßnahme „Bestandserhebung und Schnittstellenmanagement“ 
wird ebenfalls durch das Quartiersmanagement unterstützt. 
Vor dem Hintergrund des politischen Interesses am Gesamtpr o-
gramm wird die Gremienarbeit ebenfalls ein Aufgabenfeld des 
Quartiersmanagements darstellen.  
Für die Erbringung der Leistungen wird zusätzliche Expertise 
und Ressourceneinsatz benötigt, so dass eine Ausschreibung 
vorgesehen ist.  
 
Projektbaustein: Verfügungsfonds 
Der Verfügungsfonds bietet eine finanzielle Unterstützung für die

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
87 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Umsetzung von Projekti deen in den Sozialräumen Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim -Nord und Keupstraße. Bewohn e-
rinnen und Bewohner, Träger vor Ort sowie Vereine, Arbeit s-
gruppen und –kreise und andere können Anträge für die Förd e-
rung von Projektideen beantragen. Voraussetzung i st dabei, 
dass die Ideen einen inhaltlichen Bezug zu den Sozialräumen 
haben und in die Bedarfslage vor Ort passen. Mit Hilfe des Ve r-
fügungsfonds soll somit das bürgerschaftliche Engagement m o-
bilisiert werden.  
Der Verfügungsfonds dient dazu, die städtebaul ichen Maßnah-
men in den Sozialräumen zu flankieren und die Beteiligungspr o-
zesse vorzubereiten. Beispielsweise könnten Beteiligungsma ß-
nahmen wie Malwettbewerbe zur Gestaltung des Spielplatzes 
(Maßnahme 2.0.4) oder Nachbarschaftsfeste und Begegnung s-
tage zur M ieter- und Eigentümeraktivierung umgesetzt werden, 
bei denen konkrete Bezüge zu den städtebaulichen Maßnahmen 
entstehen. Die Richtlinien des Verfügungsfonds werden de m-
entsprechend ausgestaltet.  
Im Rahmen des Verfügungsfonds – ein niedrigschwelliges Akt i-
vierungsinstrument – übernimmt das Quartiersmanagement be i-
spielsweise die Aufgabe, Bewohnerinnen und Bewohner sowie 
weitere Sozialraumakteure für eine Antragstellung zum Verf ü-
gungsfonds zu motivieren und sie bei der Umsetzung ihrer Ideen 
und Vorstellung zu unterstützen.  
Förderanträge zum Verfügungsfonds sind an das in den Sozia l-
räumen verortete Büro für Quartiersmanagement und Aktivi e-
rung zu stellen. Potenzielle Anträge werden dort zunächst auf 
grundsätzliche Förderfähigkeit geprüft und dann in enger A b-
stimmung mit der Sozialraumkoordination inhaltlich bewertet und 
bei Bedarf priorisiert. Hierfür wird durch das Quartiersmanag e-
ment eine Arbeitsgruppe zur fachlichen (Vor-)Bewertung der An-
träge eingerichtet. Die letztendliche Beschlussfassung von Fö r-
deranträgen erfolgt durch einen Veedelsbeirat, der als Entsche i-
dungsgremium für den betreffenden Sozialraum einzurichten ist.  
Die operative Abwicklung des Verfügungsfonds erfolgt in A r-
beitsteilung zwischen dem Quartiersmanagement und der zen t-
ralen Koordinierungsste lle beim Amt für Stadtentwicklung und 
Statistik.  
 
Projektbaustein: Bestandserhebung und Schnittstellen -
management 
Der Projektbaustein bildet die Basis des Prozesses einer „Stad t-
entwicklung aus dem Quartier heraus“. Im Mittelpunkt steht d a-
bei zunächst die Schaffung von Grundlagen für die Umsetzung 
des Prozesses zur Sozialraumorientierten Stadtentwicklung. 
Diese umfasst die Analyse der lokalen Akteurs - und Angebots-
struktur, die Ableitung der Handlungsbedarfe und das Aufzeigen 
von Schnittstellen. Auf den Erkenntnissen aufbauend, erfolgt die 
detaillierte Umsetzungskonzeption des Prozesses und das Wi s-
sensmanagement (laufende Bereitstellung der Informationen für

88 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
alle Akteure in den Sozialräumen).  
Im Rahmen des Projektbausteins „Bestandserhebung und 
Schnittstellenmanagement“ zeigt das Quartiersmanagement die 
Zugänge zu den ortsansässigen Akteuren auf und benennt A n-
gebote und Systeme.  
Für die Erbringung der Leistungen wird zusätzliche Expertise 
und Ressourceneinsatz benötigt, so dass eine Ausschreibung 
vorgesehen ist.  
 
Projektbaustein: Öffentlichkeitsarbeit  
Der Projektbaustein setzt sich aus unterschiedlichen Instrume n-
ten der Öffentlichkeitsarbeit und Medienarbeit zusammen. Es 
wird ein Strategie - und Kommunikationskonzept zur Öffentlic h-
keitsarbeit und zur „Vermar ktung“ des sozialraumbezogenen 
Programms erarbeitet. Der Schwerpunkt liegt dabei in den Th e-
men Beteiligung, Mitwirkung und Aktivierung. Ziel ist es die u n-
terschiedlichen Zielgruppen niederschwellig und bedarfsgerecht 
zu erreichen und die dafür erforderlich en Instrumente zu entw i-
ckeln. Darüber hinaus wird auf die klassischen Instrumente der 
Öffentlichkeitsarbeit zurückgegriffen, um die Inhalte der For t-
schreibung des Programms MÜLHEIM 2020 zu kommunizieren.  
Für die Erbringung der Leistungen wird zusätzliche Expertise 
und Ressourceneinsatz benötigt, so dass eine Ausschreibung 
vorgesehen ist.  
 
Projektbaustein: Aufbau einer bürgerschaftlichen Kultur der 
Wohnumfeldpflege, Müllvermeidung und Müllbeseitigung 
Ziel des Projekts ist es, Bewohnerinnen und Bewohner in den 
Sozialräumen Buchheim und Buchforst sowie Mülheim-Nord und 
Keupstraße zu motivieren, aktiv bei der Pflege und Instandha l-
tung ihres Lebensraums mitzuwirken. Die Sozialräume sollen 
erkennbar sauberer und gepflegter, das nachbarschaftliche Mi t-
einander gestärkt und die Integration von Migrantinnen und Mi g-
ranten gefördert werden. Hierzu bedarf es zunächst einer Änd e-
rung vorhandener Einstellungen und Verhaltensweisen. 
Zielgruppe des Vorhabens ist die gesamte Bewohnerschaft der 
Sozialräume, wobei ein zielgrupp engenauer Zuschnitt der 
durchzuführenden Maßnahmen als Schlüssel zum Erfolg ang e-
sehen wird. In dem Bemühen, das Bewusstsein zu verändern 
und bürgerschaftliches Engagement zu fördern, konzentriert sich 
das Projekt auf folgende Arbeitsbereiche:  
 Eine kontinu ierliche zielgruppengenaue Öffentlichkeitsa r-
beit 
 Nachhaltige umweltpädagogische Maßnahmen in örtl i-
chen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen 
 Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfelds

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
89 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Die Umsetzung der Maßnahme erfolgt in enger Abstimmung mit 
der Sozialrau mkoordination sowie in sorgfältiger Auswertung 
von Synergiepotentialen, die sich in der Zusammenarbeit mit 
jenen Maßnahmen des Integrierten Handlungskonzeptes „Starke 
Veedel - Starkes Köln“ eröffnen, die komplementäre Zielsetzu n-
gen aufweisen. 
Für die Erbri ngung der Leistungen wird zusätzliche Expertise 
und Ressourceneinsatz benötigt, so dass eine Ausschreibung 
vorgesehen ist.  
Zielgruppe Die Zielgruppe ist sehr breit aufgestellt.  Die Maßnahme kommt 
insbesondere den unterschiedlichen Teilgruppen der Bewohn e-
rinnen und Bewohnern in beiden Sozialräumen zugute. Aber 
auch die Verwaltung, Träger, Politik, sonstige staatliche Institut i-
onen auf kommunaler Ebene, Sozialraumkoordinatorinnen und –
koordinatoren, weitere (organisierte) lokale Akteure und Intere s-
sensvertretungen sind in die Zielgruppe inbegriffen.  
Ziele Projektbaustein: Quartiersmanagement  
Querschnittsziel 
 Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung 
Operative Ziele 
 Aufgewertete und vernetzte Begegnungs - und Leben s-
räume 
 Verbesserte Aktivierung der Mieter am Wohnort 
Projektziele 
Das Quartiersmanagement zielt darauf ab die Bewohnerschaft 
der Sozialräume zu erreichen, zu aktivieren und zu unterstützen. 
Es handelt sich um eine niedrigschwellige und aktivierende 
Maßnahme zur Verbesserung von Teilhabe und Mitwirkung. Ziel 
ist es, über die Maßnahmen der Fortschreibung des Programms 
MÜLHEIM 2020 die Verantwortung der Bewohnerinnen und B e-
wohner sowie weiterer Akteure für das „eigene“ Veedel langfri s-
tig zu stärken, zu stabilisieren und selbsttragende Strukturen 
auszubauen. Darüber hinaus werden folgende Ziele verfolgt: 
 Koordination und Bündelung der im Rahmen vorgeseh e-
nen Bewohnerbeteiligungen und –aktivierungen sowie 
weiterer Akteure vor Ort in Abstimmung mit der Sozia l-
raumkoordination 
 Intensivierung des nachbarschaftliche n, bürgerschaftl i-
chen und ehrenamtlichen Engagements durch den Verf ü-
gungsfonds 
 Verbesserung der Vernetzung und Kooperation der A k-
teure in den Sozialräumen in Bezug auf die Fortführung 
des Programms MÜLHEIM 2020 und des Integrierten 
Gesamtprogramms „Starke Veedel – Starkes Köln“ ve r-
ankerten Maßnahmen

90 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Projektbaustein: Verfügungsfonds  
Querschnittsziel 
 Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung 
Projektziel 
 Mit dem Verfügungsfonds wird das Ziel verfolgt, Bewo h-
nerinnen und Bewohner sowie lokale Akteure der Sozia l-
räume aktiv in die Quartiersentwicklung einzubeziehen. 
Im Focus steht die Intensivierung des nachbarschaftl i-
chen, bürgerschaftlichen und ehrenamtlichen Engag e-
ments. Die kurzfristige und unkomplizierte Umsetzung e i-
ner Vielzahl von kleinen Projekten und Maßnahmen soll 
zur Verbesserung des Miteinanders in den Sozialräumen 
führen. Forciert werden soll insbesondere eine Verbess e-
rung in der Kommunikation und Vernetzung innerhalb der 
Bürgerschaft der Sozialräume sowie eine Stärkung der 
Kooperation der Akteure untereinander.  
 
Projektbaustein: „Bestandsanalyse und Schnittstellen -
management“ 
Querschnittsziel  
 Sozialraumorientierte Stadtentwicklung  
Projektziel 
 In den Sozialräumen Buchheim und Buchforst sowie Mü l-
heim-Nord und Keupstraße werden bereits eine Vielzahl 
an Aktiv itäten und Maßnahmen wirksam, stehen in der 
Praxis aber oftmals zu stark nebeneinander. Mit dem 
Baustein „Bestandsanalyse und Schnittstellenmanag e-
ment“ sollen im Sinne einer sozialraumorientierten Han d-
lungsweise die Maßnahmen vor Ort vernetzt, vorhandene 
Lücken über ergänzende Maßnahmen geschlossen und 
Dopplungen aufgezeigt werden. Ziel ist es die Zusa m-
menarbeit in allen Fachbereichen der Verwaltung sowie 
mit der Bürgerschaft und den weiteren Akteuren vor Ort 
zu stärken. Dabei knüpft der Prozess bei den bes tehen-
den Strukturen sowie den Aktivitäten und Angeboten der 
Akteure vor Ort an, die bereits eine Vielzahl an laufenden 
Maßnahmen umsetzen.  
 
Projektbaustein: Öffentlichkeitsarbeit  
Querschnittsziel 
 Verbesserte Teilhabe- und Mitwirkung 
Operative Ziele 
 Verbesserte Aktivierung der Mieter am Wohnort 
 Stärker unterstützte und entwickelte Wohnadresse

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
91 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Projektziele 
 Ziel der Öffentlichkeitsarbeit ist es, einen aktiven Prozess 
zur Konsens- und Imageentwicklung zu initiieren, in de s-
sen Vordergrund die Entwicklung eines  neuen positiven 
„Stadtteil-Gefühls" steht. 
 Eine breit ausgerichtete Öffentlichkeitsarbeit dient da r-
über hinaus der Information und Aktivierung der Akteure 
in beiden Sozialräumen. Sie richten sich im Wesentlichen 
an Bewohnerinnen und Bewohner, Multiplikato ren und 
Unternehmen sowie weitere Akteure und verfolgt dabei 
das Ziel, das Programm und die damit verbundenen 
Maßnahmen bekannt zu machen und eine positive Au f-
bruchsstimmung in den Sozialräumen zu erzeugen.  
 Die Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit setzten bei der 
Beteiligung und Aktivierung der Bevölkerung und Akte u-
ren vor Ort an und bilden einen wichtigen Beitrag zur Mi t-
gestaltung des Programms durch die Bewohnerschaft.  
 
Projektbaustein: Aufbau einer bürgerschaftlichen Kultur der 
Wohnumfeldpflege, Müllvermeidung und Müllbeseitigung 
Operative Ziele 
 Verbesserte Umweltbildung und -beratung sowie umwelt-
bewusstere Lebensweise 
 Geminderte und gemilderte Umweltbelastungen 
Projektziele  
 Verbesserung von Einstellungen und Verhaltensweisen 
gegenüber dem eigenen Lebensraum  
 Verhaltensänderung 
 Förderung von Eigeninitiative und Bürgerengagement  
 nachhaltige Reduzierung des Müllaufkommens  
Indikatoren Projektbaustein: Quartiersmanagement  
 Bekanntheit, Akzeptanz und praktische Annahme des 
Quartiersmanagements bei der Bewohnerschaft 
 Anzahl der Teilnehmenden bei den durchgeführten Ve r-
anstaltungen 
 
Projektbaustein: Verfügungsfonds 
 Anzahl der beantragten Maßnahme 
 Anzahl der durchgeführten Maßnahmen 
 Anzahl der beteiligten Personen

92 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Projektbaustein: „Bestandsanalyse und Schnittstellen -
management“ 
 Anzahl der Prozessbeteiligten 
 Anzahl der entwickelten bedarfsorientierten Angebote im 
Konsens 
 Anzahl der beteiligten Dienststellen in der Verwaltung 
 Anzahl der Zielgruppen, die im Prozess erreicht wurden 
 Subjektive Einschätzung des Prozesses durch die Pr o-
zessbeteiligten 
 
Projektbaustein: Öffentlichkeitsarbeit und Marketing 
 Anzahl der Veröffentlichungen (Flyer, Artikel) 
 
Projektbaustein: Aufbau einer bürgerschaftlichen Kultur der 
Wohnumfeldpflege, Müllvermeidung und Müllbeseitigung 
 Anzahl der Beratungsgespräche 
 Anzahl der Maßnahmen zur Öffentlichkeitsbeteiligung 
 Anzahl der durchgeführten umweltpädagogischen Ma ß-
nahmen 
 Anzahl der durchgeführten Maßnahmen z ur Wohnu m-
feldverbesserung 
 Verhaltensveränderungen 
 Hausbildung eines zivilgesellschaftlichen Bewusstseins 
 Verringerung des Müllaufkommens 
Bezugnehmend auf die oben dargestellten Ziele ist auch hier 
darauf hinzuweisen, dass „harte“ Indikatoren für den Bewuss t-
seinswandel kaum zu benennen sind. Die Definition von Parame-
tern, Indikatoren und weiteren Evaluationsmaßnahmen ist G e-
genstand eines differenzierten Evaluationskonzeptes, das sich 
unter anderem der Methode der qualifizierten Befragung bedi e-
nen wird. 
Kosten Verfügungsfonds: 326.182,50 € 
Quartiersmanagement: 565.152,00 € 
Öffentlichkeitsarbeit: 301.322,00 € 
Bestandserhebung und Schnittstellenmanagement:  
104.720,00 € 
Aufbau einer bürgerschaftlichen Kultur der Wohnumfeldpflege, 
Müllvermeidung und Müllbeseitigung: 200.000,00 €

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
93 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Gesamtkosten: 1.497.376,50 € 
Davon 2017: 216.927,50 € 
Davon 2018: 452.462,00 €  
Davon 2019: 435.221,00 € 
Davon 2020: 392.766,00 € 
Projektlaufzeit / Zeitraum 42 Monate / 3 Jahre und 6 Monate 
01.01.2017 bis 30.06.2020 
Für alle Arbeitsmodule ist prozessbegleitend eine Projektlaufzeit 
von 42 Monate vorgesehen. Da die Maßnahme einen wichtigen 
Rahmen für das Gesamtprogramm bildet und ihr eine wichtige 
Grundlage für die Erarbeitung und Implementierung einer sozial-
raumbezogenen Arbeitsweise zukommt, ist die Maßnahme von 
Beginn an bis zum Abschluss des Programms vorzusehen.  
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
Förderung Städtebauförderung

94 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Laufende Nummer 0.0.2 Handlungsfeld: Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung 
Maßnahme Prozessbegleitende Evaluation in den Sozialräumen Buc h-
heim und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
Inhalt Projektbeschreibung  
Die Evaluation bildet einen wichtigen Beitrag zur Bewertung, 
Qualifizierung und Weiterentwicklung der Programmumsetzung 
in den Sozialräumen Buchheim und Buchforst sowie Mülheim -
Nord und Keupstraße . Sie ist prozessbegleitend angelegt und 
nimmt das gesamte M aßnahmenpaket in den Blick. Dabei wird 
besonders die Wirkung der städtebaulichen Maßnahmen b e-
trachtet und im Sinne des integrierten Ansatzes der Quartier s-
entwicklung vor allem Beteiligungs- und Aktivierungsprozesse in 
den Mittelpunkt gestellt.  
Die Evaluation ist zunächst auf die Sozialräume Buchheim und 
Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße ausgerichtet. Im 
Kontext des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ findet 
die Bündelung und Vernetzung der Ergebnisse aus den einze l-
nen Sozialräumen statt und wird im laufenden Prozess dorthin 
zurückgespiegelt. Somit zeigt die Evaluation frühzeitig die Wi r-
kung der Maßnahmen im Sozialraum wie auch im Kontext des 
Gesamtprogramms auf, um darauf aufbauend weitere notwendi-
ge Veränderungen einzuleiten.  
 
Vorgehen und Methode  
Die Evaluation ist prozessbegleitend und damit formativ ang e-
legt. Sie verfolgt das Ziel den Prozess laufend zu bewerten und 
Handlungsempfehlungen abzuleiten. Sie baut dabei auf  konkre-
ten Daten auf, die im Rahmen des Controllings erhoben werden. 
Aus diesem Grund ist eine Beteiligung beim Aufbau des Control-
lings sicherzustellen. Andererseits erfolgt die Bewertung des 
Prozesses im Rahmen von diskursiven Prozessen, wie Wor k-
shops, Einzelgesprächen, World-Cafes und ähnliches.  
Die prozessbegleitende Eval uation nimmt ein breites Spektrum 
an Themen in den Fokus. Eine parallele Bearbeitung aller Th e-
men ist in der erforderlichen Intensität nicht möglich. Aus diesem 
Grund ist vorgesehen, Schwerpunkte zu unterschiedlichen Zei t-
horizonten zu setzten. Die konkrete  Abfolge ist im Rahmen des 
Prozesses festzulegen.  
Parallel hierzu ist eine kontinuierliche Selbstevaluation im Ra h-
men der Einzelmaßnahmen vorgesehen. Die Träger der Einze l-
maßnahmen werden bei der Selbstevaluation unterstützt und 
qualifiziert (z um Beispiel über Leitfragen, Erhebung von Ken n-
werten), so dass der laufende Prozess kontinuierlich bewertet 
und die Ergebnisse in die „prozessbegleitende Evaluation“ z u-
rück gespiegelt werden können. Die Ergebnisse bilden einen 
elementaren Beitrag für die Gesamtevaluation.  
Die Gesamtsteuerung der Maßnahme „prozessbegleitende Ev a-

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
95 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
luation“ sowie die Einbindung in das gesamte Maßnahmenpr o-
gramm liegen bei der zentralen Koordinierungsstelle der Stad t-
verwaltung (Amt für Stadtentwicklung und Statistik). Auch das 
Controlling w ird im Aufgabenbereich der zentralen Koordinat i-
onsstelle umgesetzt. So wird sichergestellt, dass eine enge Z u-
sammenarbeit zwischen Evaluation und Controlling erfolgt und 
Wechselwirkungen berücksichtigt werden. 
Für die Erbringung der Leistungen der einzelnen Module werden 
eine zusätzliche externe Expertise und ein Ressourceneinsatz 
benötigt, so dass eine Ausschreibung der Leistungen vorges e-
hen ist.  
Zielgruppe Die Maßnahme kommt allen Zielgruppen in den Sozialräumen  
zugute. Sie ist dabei sehr breit aufgestellt , von der Verwaltung 
über Träger, Politik, sonstige staatliche Institutionen auf komm u-
naler Ebene, Sozialraumkoordinat ion bis hin zu weiteren (org a-
nisierten) Akteuren und Interessensvertretungen im Quartier s o-
wie Bewohnerinnen und Bewohner. 
Ziele Querschnittsziel 
 Sozialraumorientierte Stadtentwicklung 
Projektziel  
 Die Evaluation verfolgt das Ziel laufend Bewertungen 
über den Prozess zu erhalten und Handlungsempfehlu n-
gen abzuleiten. Die Qualifizierung und Weiterentwicklung 
der Programmumsetzung steht im Fokus der Evaluation 
Indikatoren  Anzahl der durchgeführten Methoden (Expertengespr ä-
che, World Café, etc.) 
 Bereitstellung von Zwischenergebnissen  
Kosten Kalkulierte Tagessätze Brutto: je 1.130,50 € 
78 Tage: 88.179,00 € 
Gesamtkosten für die Sozialräume: 88.179,00 € 
davon 2017: 22.610,00 €  
davon 2018: 22.610,00 € 
davon 2019: 22.610,00 € 
davon 2020: 20.349,00 € 
Projektlaufzeit / Zeitraum 42 Monate / 3 Jahre und 6 Monate 
01.01.2017 bis 30.06.2020 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
Förderung Städtebauförderung

96 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
11.2.2 Handlungsfeld 1: Früh ansetzende Hilfen 
Laufende Nummer 1.0.5 Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen 
Maßnahme Integration auch von zugewanderten Kindern, Jugendlichen 
und jungen Erwachsenen mit Flüchtlingsstatus in die b e-
stehenden Regelsysteme durch aufsuchende mobile Arbeit 
in den Sozialräumen und Buchheim und Buchforst sowie 
Mülheim-Nord und Keupstraße  
Inhalt Ausgangslage 
Die g esellschaftliche Situation der beiden Sozia lräume Buch-
heim und Buchforst  sowie Mühlheim-Nord und Keupstraße i st 
durch den überdurchschnittlich hohen Anteil von Menschen mit 
Migrationshintergrund und schlechten Perspektiven auf dem A r-
beits- und Ausbildungsmarkt geprägt. Dies wirkt sich auf das 
Verhalten der Kin der und Jugendlichen in den  Stadtteilen spür-
bar aus. Geringe Akzeptanz von kulturellen Unterschieden, eine 
latente Feindlichkeit dem anderen gegenüber, Selbstbezug und 
Abgrenzung auf die eigene Herkunftsgruppe sind vor allem in 
sozial bena chteiligten Familien, unabhängig von der jeweiligen 
Nationalität, auszumachen. Durch aufsuchende Jugendarbeit 
soll hier auch die Zielgruppe mit Flüchtlingsstatus niederschwel-
lig erreicht und in die bestehenden Regelsysteme integriert we r-
den. 
Die Anbindung insbesondere der Kinder, Jugendlichen und ju n-
gen Erwachsenen an Jugendeinrichtungen und Schulen, die 
Bindung von Kapazitäten an Integrationsleistungen (z um Bei-
spiel Sprachkurse, familienunterstützende Angebote) und die 
aktive Freizeitgestaltung der Kinder und Jugendlichen sind nur 
ein Teil der örtlichen Herausforderungen. Hier gilt, wie generell 
in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, eine adäquate Planung 
und Bereitstellung von adressatengerechten Angeboten mit dem 
Ziel auch junge Flüchtlingen in die best ehenden Regelangebote 
zu integrierten. 
 
Projektbeschreibung 
Neben Gesprächs- und Beratungsangeboten vor Ort beinhaltet 
die mobile aufsuchende Arbeit insbesondere eine Unterstützung 
der Jugendlichen bei der Umsetzung ihrer Wünsche und Int e-
ressen im Freizeitbereich, Kulturbereich und Bildungsbereich. 
Im Rahmen von Gemeinwesenarbeit ist die Mobile Arbeit mit 
unterschiedlichen Institutionen im Stadtgebiet wie Schulen, Ve r-
einen und Kirchen, sowie der städtischen Streetwork vernetzt.  
Die Angebote in mobiler und aufsuchender Arbeit können auch 
für die heranwachsenden Flüchtlinge z um Beispiel vor einer 
Flüchtlingsunterkunft oder auf einem öffentlichen Spiel - oder 
Bolzplatz stattfinden. Es handelt sich dabei um niederschwellige 
Spiel-, Sport- und Kreativangebote, di e zumeist gemeinsam mit 
Kindern und Jugendli chen aus den Sozialräumen  durchgeführt

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
97 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
werden. 
Zielgruppe Sozial benachteiligte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene 
auch mit Flüchtlingsstatus im Alter von 10 bis 25 Jahren. 
Ziele Operative Ziele 
 Vernetzte Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich 
Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebot s-
formen 
 Verbessertes Übergangsmanagement – Frühe Bildung, 
Schule, Beruf, Arbeitsmarkt 
Übergeordnetes Ziel Mobiler Jugendarbeit ist die Integration und 
die Verbesserung der Lebenswelt Jugendlicher. In Hinblick auf 
den öffentlichen Raum gilt es insbesondere, Prozesse der Au s-
grenzung, Vorverurteilung und Stigmatisierung von Jugendlichen 
zu verhindern oder zu verringern. Entsprechend ist die Förd e-
rung gesellschaftlicher Akzeptanz und Toleranz gegenüber J u-
gend und Jugendkultur und umgekehrt zu fördern. 
Projektziele 
Ziel des  Projektes ist, insbesondere die Zielgruppen der nicht 
angebundenen Jugendlichen und jungen Erwachsenen auch mit 
Flüchtlingsstatus zu erreichen und d iesen den Zugang zur Infr a-
struktur der Sozialrä ume und damit der gesellschaftlichen Tei l-
habe zu ermöglichen, um ihre Lebenssituation nachhaltig zu 
verbessern (Heranführung an die Regelsysteme). Aufgrund der 
individuellen Multiproblemlagen der Zielgruppe is t eine individ u-
elle Begleitung des Einzelnen nötig.  
 Nachhaltiges Wirken und Veränderung von Verhalten s-
weisen und Ansichten durch eine frühzeitige Unterstü t-
zung der Kinder, Jugendlichen und Familien durch Bezi e-
hungsarbeit  
 Beratung, Information und Begleitung 
 Verbesserung der Integration in den Sozialräumen und 
darüber hinaus ist ein weiteres Ziel 
 Eine Vernetzung und Einbindung in bestehende Strukt u-
ren vor Ort, z um Beispiel in die Jugendeinrichtung, den 
Sportverein und weitere Einrichtungen wird zusätzlich an-
gestrebt 
Indikatoren  Anzahl der Kontakte differenziert nach Zielgruppen  
 Dokumentation der Themen von Jugendlichen und ihrer 
Bearbeitung  
 Zahl der Vermittlungen zu sonstigen unterstützenden A n-
geboten / Kooperationspartnern 
 Zahl der Vermittlung in Qualifizierungsangebote oder 
Ausbildung

98 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
 Vermittlung in bestehende Institutionen 
Kosten Es wird jeweils ein  Projekt im Sozialra um Buchheim und Buch-
forst eines im Sozialraum Mühlheim -Nord und Keupstraße 
durchgeführt.  
Personalkosten 
2 Stellen Projektleitung kleine und mittlere Projekte  und heraus-
gehobene Projektmitarbeit 
172.920,00 € pro Jahr / 345.840,00 € für 2 Jahre 
 
Sachkosten 
Sachkosten enthalten Honorar- und Materialkosten 
81.600,00 € pro Jahr / 163.200,00 € für 2 Jahre 
 
Gesamtkosten 509.040,00 € 
Davon 2017: 254.520,00 € 
Davon 2018: 254.520,00 € 
Projektlaufzeit / Zeitraum 24 Monate / 2 Jahre  
01.01.2017 bis 31.12.2018 
Eine Weiterentwicklung dieser Maßnahme ist denkbar. Die ko n-
krete Fortführung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung  
abhängig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßna h-
me 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Kinder, Jugend und Familie, Abteilung Ki n-
derinteressen und Jugendförderung 
Förderung ESF-Einzelprojekt  
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht 
erkennbar. 
Bemerkung Das mobile Angebot wird in enger Abstimmung mit den Akteuren 
in den Sozialräumen konzipiert.

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
99 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Laufende Nummer 1.0.7 Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen 
Maßnahme Qualifizierungsoffensive Offene Kinder- und Jugendarbeit 
Köln in den Sozialräumen Buchheim und Buchforst sowie 
Mülheim-Nord und Keupstraße  
Inhalt Ausgangslage 
Die Abfrage bei Trägern der freien Jugendhilfe in der Stadt Köln 
zu Handlungsnotwendigkeiten im Handlungsfeld „Früh anse t-
zende Hilfen“ hat als einen wichtigen Handlungsbedarf das 
Thema „Professionalisierung des Systems durch Qualifizierung“ 
ergeben. Dies gilt aufgrund der spezifischen Ausgangslage auch 
für die Sozialräume Buchheim und Buchforst sowie Mülheim -
Nord und Keupstraße,  
Dabei sind s owohl Setting -interne Qualifizierungsangebote i n-
nerhalb der Kinder - und Jugendhilfe als auch Setting -
übergreifende Angebote mit kooperierenden Systemen wie Kita, 
Familienzentren, Schule, Übergangssystem Schule / Beruf und  
Prävention als Bedarfe genannt worden. 
Entsprechende übergreifende Qualifizierungsangebote sind bi s-
her nicht verfügbar, bieten aber große Chancen hinsichtlich der 
Optimierung von Präventionsketten durch besser aufeinander 
ausgerichtete Teilsysteme. 
Gleichzeitig soll über die Qualifizierungsoffensive ein Beitrag zur 
Fachkräftesicherung in der Offenen Kinder - und Jugendarbeit 
geleistet werden. Es sollen sowohl die vorhandenen Fachkräfte-
potenziale gestärkt und weiterentwickelt werden , als auch Au f-
stiegsmöglichkeiten der Beschäftigen zu Fachkrä ften durch 
Fortbildungen verbessert werden. 
 
Projektbeschreibung 
Im Rahmen des Projektes soll eine Qualifizierungsoffensive re a-
lisiert werden, die sozialräumliche Bezüge – hier für die Sozia l-
räume Buchheim und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keup-
straße,– ebenso wie eine gesamtstädtische Ausrichtung u m-
fasst. Die Qualifizierungsinhalte lassen sich dabei in fachübe r-
greifende Themen (zum Beispiel Projektmanagement) und fach-
spezifische Inhalte (zum Beispiel Kindeswohl) unterscheiden. 
Um über die S etting-übergreifenden Qualifizierungen einen Be i-
trag zur Stärkung der sozialräumlichen Präventionsketten zu e r-
reichen, wird innerhalb des Curriculums ein Schwerpunkt in der 
Durchführung von Qualifizierungen in den Sozialräumen unter 
Einbeziehung der jeweils vor Ort akti ven Koop erationspartner 
liegen. Setting -interne Qualifizierungen werden zentral umg e-
setzt. 
Die Umsetzung des Projektes erfolgt in den folgenden Arbeit s-
paketen: 
 Ermittlung des Qualifizierungsbedarfes aller relevanten

100 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Akteure 
 Entwicklung eines bedarfsgerecht en Qualifizierungsko n-
zeptes 
 Umsetzung und Durchführung des Qualifizierungskonzep-
tes 
 Evaluierung der durchgeführten Qualifizierung 
Der Projektstart erfolgt analog zu der Gesamtstrategie der Stadt 
Köln im Integrierten Handlungskonzept „ Starke Veedel –Starkes 
Köln“ zunächst in Form einer Pilotphase in den folgenden Soz i-
alräumen: 
 Buchheim und Buchforst sowie Mülheim -Nord und Keu p-
straße  
 Meschenich und Rondorf 
 Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 
Nach sechs Monaten Projektlaufzeit erfolgt die Ausweitung der 
Qualifizierungsoffensive auf die weiteren Sozialräume: 
 Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil 
 Bickendorf, Westend und Ossendorf 
 Bilderstöckchen 
 Bocklemünd / Mengenich 
 Höhenberg und Vingst 
 Ostheim und Neubrück 
 Humboldt / Gremberg und Kalk  
Durch diese zweistufige Vorgehensweise wird sichergestellt, 
dass die in der Pilotphase gewonnenen Erkenntnisse zeitnah auf 
alle Sozialräume übertragen werden können. Die Übertragung 
auf alle elf Sozialräume ist zwingend erforderlich, da angesichts 
der dezentralen, bez irklich ausgerichteten Strukturen der Off e-
nen Kinder- und Jugendarbeit in Köln nur so sichergestellt we r-
den kann, dass das gesamte System und nicht nur einzelne A k-
teure qualifiziert werden.   
Mögliche Themenschwerpunkte der Qualifizierungsoffensive auf 
der Grundlage der Bedarfsabfrage: 
 Armutssensibles Handeln in der Offenen Kinder - und Ju-
gendarbeit  
 Sprachförderung  
 Anerkennung und Sichtbarmachung Non -formaler Bi l-
dungsprozesse 
 Interkulturelles Lernen 
 Netzwerken und Projektmanagement 
 Berufswahlorientierung in der Jugendarbeit

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
101 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
 Primärpräventive Suchtberatung 
 Bewegung, Ernährung und Stressregulation in Kinder - 
und Jugendeinrichtungen 
 Digitalisierung und Medienpädagogische Präventionsa r-
beit 
 Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung 
 Ökologische Bildung (zum Beispiel Urban Gardening) 
 Kulturelle Bildung 
 Inklusion 
Zielgruppe  Beschäftigte in der Offenen Kinder - und Jugendarbeit in 
Köln 
 Erzieherinnen und Erzieher in Kitas und Familienzentren 
 Lehrkräfte im Primar- und Sekundarbereich 
 Träger des Offenen Ganztags 
 Träger im Übergangssystem Schule / Beruf 
 Träger im Präventionsbereich 
Ziele Operative Ziele 
 Neu geschaffene, bedarfsgerechte Angebotsstrukturen  
 Vernetze Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich 
Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebot s-
formen 
 Verbesserung Übergangsmanagement – Frühe Bildung, 
Schule, Beruf, Arbeitsmarkt 
 Stärkung der vorhandenen Fachkräftepotenziale und 
Steigerung der Beschäftigungsfähigkeit als Fachkräfte 
durch Fortbildungen  
Projektziele 
 Kompetenzstärkung der handelnden Akteure  durch Ve r-
mittlung praxisrelevanter Fortbildungsinhalte 
 Stärkung der sozialräumlichen und gesamtstädtischen 
Präventionsstrukturen durch bessere Kenntnisse über die 
Arbeitsfelder benachbarter Professionen und damit ei n-
hergehend weitere wissensbasierte Verne tzung aller A k-
teure  
 Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Offenen Kinder - 
und Jugendarbeit 
Indikatoren  Anzahl der durchgeführten Setting -internen und –über-
greifenden Qualifizierungen 
 Anzahl der Teilnehmenden

102 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
 Relevanz der Qualifizierungsinhalte für die berufliche 
Praxis (auf der Grundlage der Teilnehmenden-Befragung) 
Kosten 
Kosten für 11 Sozialräume  
Kosten für den Sozia l-
raum Buchheim und 
Buchforst sowie Mül-
heim-Nord und Keu p-
straße  
  
pro Jahr  2 Jahre 
Stellen-
anteile  
für die  
Sozial-
räume  
anteilige 
Kosten 
Personalkosten 
1 Stelle Koordination  
(Projektleitung kleine Pr o-
jekte) 86.460 € 172.920 € 0,18  31.440 € 
0,5 Stelle Assistenz 29.490 € 58.980 € 0,09  10.724 € 
Personalkosten gesamt: 
231.900 €   231.900 € - 42.164 € 
Davon Haushaltsjahr 
2017:    115.950 € - 21.082 € 
Davon Haushaltsjahr 
2018:   115.950 € - 21.082 € 
Sachkosten 
Honorare Dozentinnen 
und Dozenten 22.500 € 45.000 € - 8.182 € 
Materialien für Fortbildu n-
gen 3.000 € 6.000 € - 1.090 € 
Raummieten für Fortbi l-
dungen 6.500 € 13.000 € - 2.364 € 
Sachkosten gesamt:    64.000 € - 11.636 € 
Davon Haushaltsjahr 
2017:    32.000 € - 5.818 € 
Davon Haushaltsjahr 
2018:    32.000 € - 5.818 € 
Gesamtkosten   295.900 € - 53.800 € 
Davon Haushaltsjahr 2017  
 
147.950 € 
 
26.900 € 
Davon Haushaltsjahr 
2018:   147.950 €  26.900 € 
 
Projektlaufzeit / Zeitraum 24 Monate / 2 Jahre  
01.01.2017 bis 31.12.2018 
Eine Weiterentwicklung dieser Maßnahme ist denkbar. Die ko n-
krete Fortführung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung 
abhängig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßna h-
me.

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
103 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Kinder, Jugend und Familie / Offene Kinder- 
und Jugendarbeit 
Förderung ESF 
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht 
erkennbar.

104 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Laufende Nummer 1.0.12 Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen 
Maßnahme Sprachförderangebote für neu eingereiste Jugendliche und 
junge Erwachsene zwischen 16 und 25 Jahren mit keinen 
oder geringen Deutschkenntnissen im Rahmen von J u-
gendintegrationskursen in den Sozialräumen Buchheim und 
Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
Inhalt Ausgangslage  
Zunehmend reisen Jugendliche ab 16 Jahren neu zu, entweder 
als Flüchtlinge mit ungesichertem Aufenthaltsstatus oder vie l-
fach aus Südosteuropa.  In der Regel verfügen sie weder über 
Schulabschlüsse noch über die erforderlichen Deutschkenntni s-
se, um Schulabschlüsse in absehbarer Zeit erreichen zu kö n-
nen. Durch die geringen Deutschkenntnisse besteht darüber 
hinaus ein sehr erschwerter  Zugang zu Praktikumsplätzen oder 
gar zum Arbeitsmarkt.  
In die Sozialräume sind in 2013 / 2014 insgesamt 481 Jugendli-
che und junge Erwachsene zwischen 16 und 25 Jahren neu z u-
gewandert (Buchheim und Buchforst 238; Mülheim -Nord und 
Keupstraße 243)19. Die Chancen auf kurzfristige Aufnahme in ein 
Regelsystem zur Verbesserung der Bildungs - und Berufspe r-
spektive sind der Zielgruppe entweder nicht kurzfristig möglich 
oder strukturell nicht zugänglich. Den persönlichen und gesel l-
schaftlichen Folgen fehlender Perspektiven kann mit dem kur z-
fristig zugänglichen Angebot der Jugendintegrationskurse pr ä-
ventiv begegnet werden. 
 
Projektbeschreibung 
Projekt- und Aufgabenbeschreibung 
Der Zugang zu bestehenden Jugendintegrationskursen wird den 
Jugendlichen ermöglicht, die keinen Anspruch auf eine BAMF-
(Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) geförderte Maßna h-
me haben und nicht im Regelsystem Schule einen Platz finden . 
Zur Teilnahme erteilt das Kommunale Integrationszentrum (KI) 
Köln einen Gutschein für den Jugendintegrationskursträger, der 
entsprechend seine Kosten von rund 3.000 € pro Teilnehmen-
dem abrechnet. Vorangegangen ist eine Einzelfallprüfung und –
entscheidung durch das KI Köln.  Bestehende Jugendintegrat i-
onskurse werden durch diese Maßnahme für die beschriebene 
Zielgruppe geöffnet.  
Die Maßnahme ist ein wirksamer Teil der Präventionskette im 
Bereich (Aus-) Bildung und Beruf. In drei  obligatorischen Modu-
                                                
19 Aufgrund der aktuellen Flüchtlingssituation ist in der Gesamtschau für die Sozialräume ein deutl i-
cher Anstieg dieser Bevölkerungsgruppe zur verzeichnen. So sind 2015 insgesamt 694 Jugendliche 
und junge Erwachsene zwischen 16 und 25 Jahren nach Buchheim und Buchforst sowie Mülheim -
Nord und Keupstraße zugewandert.

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
105 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
len á 300 Stunden  werden die Jugendlichen und jungen E r-
wachsenen in die Lage versetzt, mit der Sprache und den L e-
bensverhältnissen im Bundesgebiet so vertraut zu werden, dass 
sie ohne Hilfe oder Vermittlung Dritter in allen Angelegenheiten 
des täglichen Lebens selbstständig handeln können.  
Sie  
 werden durch fachliche Kenntnisse auf ein zukünftiges 
Weiterlernen in einer schulischen oder beru flichen Bi l-
dungseinrichtung oder in einem Betrieb vorbereitet 
 werden mit dem Ziel der Ausbildungs - und Berufsvorbe-
reitung mit dem Schul - und Ausbildungssystem vertraut 
gemacht 
 erwerben und erweitern Allgemeinwissen zu verschied e-
nen Bereichen des Lebens in Deutschland wie Gesun d-
heitswesen, Alkohol- und Drogenprävention,  
Ein Orientierungskurs über 60  Stunden vermittelt Kenntnisse 
und Verständnis zu deutschen rechtsstaatlichen Zusamme n-
hängen, Rechten, Pflichten und zu interkultureller Kompetenz. 
Während des J ugendintegrationskurses werden die Teilne h-
menden durch Jugendmigrationsdienste und die Kursträger 
selbst beraten. Der Übergang in weiter führ ende Bildung und 
Ausbildung beziehungsweise  den Beruf soll nahtlos gesichert 
werden. 
Zielgruppe Neu Zugewanderte z wischen 16 und 25 Jahren  ohne Anspruch 
auf BAMF- finanzierte Jugendintegrationskurse, die entweder in 
den Sozialräumen wohnen, einen Jugendintegrationskurs bes u-
chen können oder dort ihre sozialen Bezüge haben. 
Ziele Operatives Ziel 
 Neu geschaffene, bedarfsgerechte Angebotsstrukturen 
und / oder Arbeitsplätze 
Projektziel 
 Verbesserung der Integrationschancen in das Schul - und 
Ausbildungssystem und in den Arbeitsmarkt 
Indikatoren  Zahl der von der Zielgruppe abgeschlossenen Jugendi n-
tegrationskurse 
Kosten Sachkosten 
Die Kosten für einen Jugendintegrationskurs belaufen sich aktu-
ell auf 3,10 € pro Stunde  Für 960 St unden ergeben sich  Ge-
samtkosten von 2.976,00 € pro Kursplatz. 
Für 55 angestrebte Plätze pro Jahr in den Sozialräumen betra-
gen die Projektkosten 163.680 € pro Jahr  
Sachkosten gesamt327.360,00 €.

106 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Personalkosten 
Mit der Projektabwicklung ist ein zusätzlicher Personalmehrb e-
darf verbunden. Als Teilprojekt ergänzend zu den Sozialräumen 
Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord und Meschenich 
und Rondorf entfallen 55 Prozent einer halben Stelle „Projekt-
mitarbeit“ (0,5 Stelle von 74.940,00 € pro Jahr) auf diese Sozial-
räume mit zusätzlich 20.608,00 € pro Jahr und 41.217,00 € auf 
die Projektlaufzeit. 
 
Gesamtkosten 368.577,00 € 
Davon 2017: 184.288,50 € 
Davon 2018: 184.288,50 € 
Projektlaufzeit / Zeitraum 24 Monate / 2 Jahre 
01.01.2017 bis 31.12.2018 
Eine Fortführung über den 31.12.2018 hinaus ist möglich und 
grundsätzlich gewünscht. Eine Weiterentwicklung der Maßna h-
me ist denkbar. Die konkrete Fortführung ist im Rahmen einer 
modularen Betrachtung abhängig vom Evaluationsergebnis der 
Maßnahme. 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Punktdienststelle Diversity, Kommunales Integrat i-
onszentrum  
Förderung ESF B1.2 Armutszuwanderung gegebenenfalls als Einzelprojekte 
zur Integration 
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht 
erkennbar.

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
107 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Laufende Nummer 1.0.16 Handlungsfeld Früh ansetzende Hilfen 
Maßnahme Zugehende Hilfe zur Überleitung ins Regelsystem und En t-
wicklung einer beruflichen Perspektive für junge Menschen 
mit psychischen Problemen bis 27 Jahre in allen Sozial räu-
men; hier für die Sozialräume Buchheim und Buchforst s o-
wie Mülheim-Nord und Keupstraße 
Inhalt Ausgangslage 
Die elf Sozialräume 
 Bickendorf, Westend und Ossendorf 
 Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 
 Höhenberg und Vingst 
 Ostheim und Neubrück 
 Mülheim-Nord und Keupstr 
 Buchheim und Buchforst 
 Porz Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil 
 Meschenich und Rondorf 
 Bilderstöckchen 
 Bocklemünd / Mengenich 
 Humboldt / Gremberg und Kalk 
weisen sich durch wirtschaftliche, soziale und gesundheitliche 
Benachteiligung aus. Hier leben gehäuft Familien mit niedrigem 
sozialen Status und Multiproblemlagen. Viele junge Menschen 
bis 27 Jahre werden aufgrund von ganz unterschiedli chen Prob-
lemen daran gehindert, eine eigene Lebensperspektive insb e-
sondere im Hinblick auf eine berufliche Zukunftsgestaltung zu 
entwickeln. Ihnen fällt es schwer, die altersüblichen Entwic k-
lungsschritte zu gehen. Sie ziehen sich zurück und vermeiden 
den direkten Kontakt zu anderen Menschen oder verhalten sich 
aggressiv und abweisend. Oft werden auch Alkohol bezi e-
hungsweise illegale Drogen konsumiert. Ursache eines solches 
Verhaltens können psychiatrische sowie weitere Beeinträcht i-
gungen oder Erkrankungen s ein, die als solche meist (noch) 
nicht diagnostiziert sind. Dieses müsste aber frühzeitig erkannt 
und bei der weiteren schulischen oder beruflichen Planung b e-
rücksichtigt werden. Unter Umständen wäre parallel (oder vo r-
geschaltet) eine Behandlung / Therapie  erforderlich, um eine 
berufliche Perspektive überhaupt in Angriff nehmen zu können. 
Diese jungen Menschen benötigen daher eine gezielte Unte r-
stützung von Menschen, die ihre Bedürfnisse erkennen, über 
sozialpsychiatrische Kenntnisse verfügen und eng mit de m psy-
chiatrischen Hilfesystem zusammenarbeiten.  
Erfahrungswerte belegen, dass die jungen Menschen, die in e i-
nem sozial benachteiligten Umfeld leben und zusätzlich eine

108 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
psychische Beeinträchtigung aufweisen, einen sehr nie d-
rigschwelligen Zugang benötigen, um im Regelsystem anz u-
kommen. Daher wird eine zugehende Hilfe benötigt. Der sozia l-
psychiatrische Ansatz hat dabei das Ziel, junge Menschen mit 
psychischen Problemen niedrigschwellig in ihren Alltagskomp e-
tenzen zu stärken, die Betroffenen langfristig in das  Regelsys-
tem anzubinden und den Übergang zu begleiten.  
Die aufsuchende Hilfe zeichnet sich dabei durch ein zugehendes 
und stark akzeptierendes Angebot aus, das immer dann erfo r-
derlich ist, wenn Komm -Strukturen einer Beratungsstelle nicht 
greifen. In der P raxis bedeutet dies, dass die jungen Menschen 
überwiegend zu Hause aufgesucht werden, da sie häufig sozial 
zurückgezogen leben, keinen Peergroups angehören, weder die 
Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene noch entspr e-
chende Institutionen nutzen ode r sich an bekannten Hotspots 
ihrer Altersgruppe in der Stadt aufhalten.  
Diese Situation ist auch in den Sozialräumen Buchheim und 
Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße zu beobachten. 
 
Schnittstellen zu Regelangeboten und Anknüpfungsmö g-
lichkeiten  
 Bildungseinrichtungen wie Schulen, insbesondere die 
Schulsozialarbeit, sonstige städtische Einrichtungen, Job-
center U25 und alle Akteure in den Sozialräumen vor Ort 
sind wichtige Kooperationspartner, da sie häufig Hinweise 
auf die Personen der bedürftigen Zi elgruppe erhalten o-
der in direktem Kontakt mit den Personen stehen (zum 
Beispiel Schulen, Kompetenzagenturen)  Insbesondere 
bei vermuteten oder bestehenden psychiatrischen Pro b-
lemlagen kann das hier dargestellte Angebot von den K o-
operationspartnern hinzugez ogen werden beziehung s-
weise eine Vermittlung erfolgen.  
 Mit dem Jobcenter U25 gibt es im Rahmen der einze l-
fallbezogenen Begleitung eine enge Zusammenarbeit, un-
ter anderem wenn es um die Entwicklung einer berufl i-
chen Perspektive geht. Sollte sich bei der Beratung eines 
Jugendlichen / jungen Erwachsenen durch das Jobcen-
ter U25 eine sozialpsychiatrische Problematik abzeic h-
nen, besteht im Rahmen der Kooperation die Möglichkeit, 
eine einzelfallbezogene Begleitung durch die hier darg e-
stellte Maßnahme einzuleiten.  
 Streetwork der Jugendhilfe (siehe auch Maßnahme 1.05)  
Im Gegensatz zu dem hier dargestellten Angebot 1.0.16 
besteht die Zielgruppe von Streetwork in der Regel aus 
Kindern und Jugendlichen, die sich an bekannten Hotpots 
aufhalten und sich dort mit Gleichgesinnten der Pee r-
group treffen. Daher sind im überwiegenden Fall die Zie l-
gruppe von Streetwork und die Zielgruppe des hier da r-
gestellten Angebots nicht identisch. Wenn sich jedoch bei

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
109 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
der einzelfallbezogenen Begleitung eines Ju gendlichen / 
jungen Erwachsenen im Rahmen von Streetwork eine so-
zialpsychiatrische Problematik abzeichnet, besteht im 
Rahmen der Kooperation beider Maßnahmen die Mö g-
lichkeit, dass die einzelfallbezogene Begleitung entspr e-
chend an die hier dargestellte Maßn ahme übergeleitet 
wird.  
 Gesundheitsamt  
Es gibt eine enge fachliche Kooperation des Angebots 
1.0.16 mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst des G e-
sundheitsamtes. Das Angebot 1.0.16 ergänzt das best e-
hende Regelangebot. Der Sozialpsychiatrische Dienst ist 
ein stadtweites Angebot, das Hilfen und Beratung für E r-
wachsene mit einer psychischen Erkrankung nach dem 
ÖGD und Gesetz über Hilfen und Schutzmaßnahmen bei 
psychischen Krankheiten (PsychKG). vorhält (zum Be i-
spiel in Krisensituationen). Es handelt sich dabei i n der 
Regel nicht um eine intensivierte und längerfristige B e-
gleitung, sondern um eine situative Hilfestellung für au s-
schließlich erwachsene Menschen. Das hier neu benöti g-
te Angebot richtet sich hingegen auch an minderjährige 
junge Menschen mit in der Alte rsphase benötigten spezi-
fischen Hilfestellungen – sobald der Bedarf auftritt oder 
bekannt wird. 
In der Praxis zeigt sich, dass eine Kontaktaufnahme zu 
diesen jungen Menschen mit der beschriebenen Probl e-
matik überaus schwierig ist. Ihnen ist selbst nicht b e-
wusst, dass gegebenenfalls psychische Problemlagen 
vorliegen. Daher sehen sie keinen Grund, einen Fac h-
dienst wie den Sozialpsychiatrischen Dienst oder einen 
niedergelassene Fachärztin / einen Facharzt aufzus u-
chen. Die Angehörigen nehmen die Situation meist deutli-
cher wahr. Ihnen sind aufgrund ihrer persönlichen Betro f-
fenheit und (in der Regel) fehlender Fachkenntnisse j e-
doch nicht möglich, die Jugendlichen beziehungsweise 
jungen Erwachsenen zu motivieren, aktiv Hilfe zu suchen. 
Meist vergeht sehr viel Zeit,  so dass die Betroffenen erst 
viel zu spät Zugang zum Hilfesystem finden. In der Zw i-
schenzeit ist unter Umständen keine gezielte Perspekti v-
planung erfolgt oder Ausbildungs - oder Schulabbrüche 
passiert, da keine helfenden Maßnahmen begonnen wo r-
den sind. Eine Erfahrung, die sehr frustrierend für die jun-
gen Menschen ist und im Zuge einer umfassenden Hilf e-
planung vermieden werden könnten. Die hier beschrieb e-
ne Maßnahme, eine aufsuchende, speziell auf junge 
Menschen und schulische / berufliche Orientierung au s-
gerichteten Hilfe mit einem besonders niedrigschwelligen 
Ansatz ist daher geeignet, einen Kontaktaufbau schrit t-
weise einzuleiten. Darüber hinaus kann durch die Spezia-
lisierung und den intensiven Kontakt zu Schnittstellen, 
beispielsweise mit dem Jobcenter U25 , wirksamere und 
zielgerichtete Hilfen angeboten werden. Aufgrund der

110 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Vernetzung des hier beschriebenen Angebots in den S o-
zialräumen und entsprechenden Institutionen wie zum 
Beispiel den Schulen, ist es unter anderem möglich, die 
betroffenen jungen Menschen überhaupt kennenzulernen. 
Dadurch kann frühzeitig präventiv eingeschritten und die 
Chronifizierung einer eventuell bestehenden Erkrankung 
vermieden werden.  
 
Projektbeschreibung 
 Intensiv abholende und stark akzeptierendes Hilfsang e-
bot, sprichwörtlich abh olende Begleitung beispielsweise 
beim Verlassen der Wohnung oder bei der Kontakthe r-
stellung mit anderen Menschen, die eine sehr akzepti e-
rende und langsam aufbauende Hilfe notwendig macht 
und auf einer vertrauensvollen Beziehung beruht.  
 Stärkung der Alltagskompetenzen und somit langfristig 
Anbindung an die Regelangebote. Dabei ist es von grö ß-
ter Wichtigkeit, dass dieser Prozess kontinuierlich verläuft 
und sich an den individuellen Bedürfnissen jedes Einze l-
nen orientiert. 
Beispielhafte Aufgabendarstellung 
 Herstellung einer vertrauensvollen Kontakts im Rahmen 
aufsuchender Tätigkeit 
 Entwicklung einer individuellen realistischen Perspektive, 
insbesondere im Bereich Tagesstrukturierung, Beschäft i-
gung, Ausbildung 
 Gestaltung des Übergangs zwischen Schule und Beruf 
 Hilfe im Kontakt zum Jobcenter U 25 und anderen Instit u-
tionen 
 Anbindung an die Angebote des gesundheitlichen Rege l-
systems 
Diese Maßnahme hat einen modellhaften Ansatz, der erstmalig 
in Köln erprobt wird. 
Es kann dabei auf Erfahrungen bereits durchgef ührter Projekte 
in anderen Städten, z um Beispiel „Achtung-Fertig-Los!“ in Ve l-
bert, mit ähnlichen Zielsetzungen zurückgegriffen werden.  
Zielgruppe Junge Menschen mit psychischen Problemen bis 27 Jahre 
Ziele Operative Ziele 
 Neu geschaffenen, bedarfsgerechte Angebotsstrukturen  
 Vernetze Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich 
Bildung, Gesundheit und Arbeitsvermittlungen mit b e-
darfsgerechten Zugängen und Angebotsformen

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
111 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Projektziele 
 Die jungen Menschen finden durch die neue bedarfsge-
rechte aufsuchende Angebotsstruktur, die die psychische 
Problematik berücksichtigt, den Zugang zu den Angeb o-
ten gesundheitlicher Versorgung und sonstiger Regela n-
gebote. 
 Unter Berücksichtigung der psychischen Problematik  
werden individuelle Ziele  mit der Perspektive beruflicher 
und / oder sozialer Teilhabe vereinbart und umgesetzt. 
 Durch Vernetzung des Angebots mit anderen Angeboten 
wie zum Beispiel  Veedelscenter (3.0.7), U25, Jobcenter, 
Schulsozialarbeit (siehe oben) wird der Übergang für die 
Betroffenen ins Regelsystem erleichtert.  
 Im Projektzeitraum sollen mindestens 40 junge Menschen 
aus den elf Sozialräumen mit psychischen Problemlagen 
begleitet und je in mindestens ein Angebot vermittelt we r-
den, das einen weiteren Schritt in Hinblick auf die  berufli-
che Perspektive bedeutet. Dieses Angebot kann je nach 
individueller Problemlage im gesundheitlichen, schul i-
schen, ausbildungs -, qualifizierungs - und/oder berufsb e-
zogenen Bereich liegen.  
Indikatoren  Anzahl erreichter und beratener Personen 
 Anzahl von Vermittlungen in Hilfen oder Maßnahmen 
Kosten Personalkosten 
2 Vollzeitkräfte (Sozialarbeit  / Sozialpädagogik) jeweils für das 
links- und rechtsrheinische Köln, herausgehobene Projektmita r-
beit 81.300,00 € x 2 = 162.600,00 € pro Jahr / 325.200,00 € für 2 
Jahre 
 
Kosten für die 11 Sozialräume: 
Sozialraum 
Anteil 
Personal-
kosten in 
Prozent 
im 
1.Jahr 
in Euro 
im 
2.Jahr 
in Euro gesamt 
Bickendorf, Westend 
und Ossendorf 15 24.390 24.390 48.780 
Blumenberg, Cho r-
weiler und Seeberg -
Nord 15 24.390 24.390 48.780 
Höhenberg und 
Vingst 10 16.260 16.260 32.520 
Ostheim und Ne u-
brück 5 8.130 8.130 16.260

112 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Mülheim-Nord und 
Keupstr 5 8.130 8.130 16.260 
Buchheim und 
Buchforst 5 8.130 8.130 16.260 
Porz Ost, Finkenberg, 
Gremberghoven und 
Eil 5 8.130 8.130 16.260 
Meschenich und 
Rondorf 5 8.130 8.130 16.260 
Bilderstöckchen 10 16.260 16.260 32.520 
Bocklemünd / Me n-
genich 5 8.130 8.130 16.260 
Humboldt / Gremberg 
und Kalk 20 32.520 32.520 65.040 
Gesamt 100 162.600 162.600 325.200 
 
Gesamtkosten: 325.200,00 € 
Davon Haushaltsjahr 2017: 162.600,00 € 
Davon Haushaltsjahr 2018: 162.600,00 € 
 
Gesamtkosten für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße: 32.520,00 € 
Davon Haushaltsjahr 2017: 16.260,00 € 
Davon Haushaltsjahr 2018: 16.260,00 € 
Projektlaufzeit / Zeitraum 24 Monate / 2 Jahre  
01.01.2017 bis 31.12.2018 
Projektverantwortlicher Stadt Köln, Gesundheitsamt 
Förderung ESF 
Bemerkung Angabe des Fachamtes: 
Der Zugang zur Zielgruppe erfolgt über das Thema Gesundheit, 
nicht über das Thema Pädagogik. Die Zielgruppe befindet sich 
jedoch im Übergang zum Erwachsensein, daher fließen je nach 
Entwicklungstand auch pädagogische Elemente in die Begle i-
tung ein. 
Die Besonderheit des Angebots besteht darin, dass hier Me n-
schen erreicht werden, die neben möglichen psychosozialen De-
fiziten eine psychische Problematik aufweisen. Diese Menschen 
benötigen ein sozialpsychiatrisch ausgerichtetes Angebot, da 
rein pädagogische Ansätze nicht mehr greifen.

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
113 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Laufende Nummer 1.0.17 Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen 
Maßnahme Kölner Bildungsberatungszentrum einschließlich Stadtteilel-
tern in den Sozialräumen Buchheim und Buchforst sowie 
Mülheim-Nord und Keupstraße  
Inhalt Ausgangslage 
Bildungsberatung ist eine Grundvoraussetzung für die erfolgre i-
che Entwicklung und Umsetzung von ressortübergreifenden Pr ä-
ventionsketten und Strategien gegen Armut und soziale Au s-
grenzung, da sie Menschen zur Selbsthilfe und eigenverantwor t-
lichen Lebensgestaltung befähigt. Bildungsberatung ist somit ein 
Schlüssel für die Verbesserung der Integration benachteiligter 
gesellschaftlicher Gruppen in Arbeit, Bildung und in die Gemei n-
schaft. 
Dabei wird das Verständnis der Organisation für wirtschaftliche 
Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zugrunde gelegt, wel-
che Bildungsberatung als eine Dienstleistung zur Unterstützung 
von Individuen jeden Alters bei Bildungs - Ausbildungs- oder Be-
rufsentscheidungen definiert. (OECD, 2004) 
Anhand der sozio -ökonomischen Eckwerte in den Sozialräumen 
Buchheim und Buchforst  sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
wird – wie auch in den weiteren neun  Kölner Sozialräumen – 
deutlich, dass der Bedarf an Angeboten zur Bildungs - und Sozi-
alberatung über dem städtischen Durchschnitt liegt. Die Erfa h-
rung zeigt zudem, dass insbesondere für den niederschwelligen 
Zugang entsprechende Angebote in Form von einer Orienti e-
rungsberatung und Lotsenfunktion in Verbindung mit aufsuche n-
der Beratung und Begleitung erforderlich sind, damit bildungsbe-
nachteiligte Menschen in prekären Lebenslagen erreicht werden.  
Mit dieser Maßna hme wird ein quartiersbezogener und niede r-
schwelliger Bildungsberatungsansatz im Veedel geschaffen. Das 
Angebot bildet eine „Türöffnerfunktion“ in Richtung Regelang e-
bot.  
 
Projektbeschreibung 
Basierend auf den Erfahrungen des Bildungsberatungszentrums 
Mülheim wird zur nachhaltigen Verbes serung des Zugangs zu 
Bildungs(beratungs)angeboten für bildungsbenachteiligte Zie l-
gruppen der Aufbau und Betrieb eines träger - und settingübe r-
greifenden Bildungsberatungszentrums (BB-Zentrum) mit vier 
Standorten als zentrale „Anlaufstellen“ im Programmgebiet der 
elf Sozialräume vorgesehen.  
Vorgesehen ist der Aufbau der Bildungsberatungszentren an fo l-
genden vier Standorten:  
 Buchheim und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keu p-
straße

114 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
 Meschenich und Rondorf 
 Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord; Bickendorf, 
Westend und  Ossendorf; Bilderstöckchen;  Bocklemünd / 
Mengenich 
 Höhenberg und Vingst; Ostheim und Neubrück; Humboldt 
/ Gremberg und Kalk ; Porz-Ost, Finkenberg,  Gremberg-
hoven und Eil 
Durch diese räumliche Verteilun g ist die gute Erreichbarkeit für 
alle Sozialräumen sichergestellt.  
Nach Priorisierung der zentralen Beratungsanliegen in Form e i-
ner Orientierungsberatung durch die Beratenden (zum Beispiel 
Kita / Schule, Ausbildung, Familie, Gesundheit, Arbeit) begleiten  
die Stadtteileltern dann bei der Kontaktaufnahme mit den Unter-
stützungsstrukturen des Regelsystems, übersetzen und helfen 
beim Ausfüllen von Formularen. 
Die zentralen Beratungsinfrastrukturen profitieren dabei von den 
Zugängen der Stadtteileltern in besti mmte Communities / Zie l-
gruppen und den Ressourcen für Begleitung und Übersetzungen.  
Die Stadtteileltern profitieren von dem Erfahrungsaustausch mit 
den Beratenden und der Anbindung an eine zentrale Infrastru k-
tur, die auch von ihnen genutzt werden kann. 
Gleichzeitig können Beratende und Stadtteileltern einzelfallbez o-
gene Fragen gemeinsam klären und gemeinsam Fortbildungen 
wahrnehmen. 
 
Grundprinzipien des BB-Zentrums 
 Die Arbeit des BB -Zentrums ist vernetzt mit den releva n-
ten Akteuren im Einzugsbereich, auf gesamtstädtischer, 
Landes- und Bundesebene 
 Beratung ist kostenlos für Ratsuchende 
 Beratungsformen sind Präsensberatung, telefonische B e-
ratung, Online Beratung sowie aufsuchende nie d-
rigschwellige Beratung durch Stadtteileltern 
 Beratende sind fachlich qualifiziert und nehmen an einem 
Weiterbildungsprogramm teil 
 Beratung erfolgt trägerneutral und qualitätsgesichert 
 Öffnungszeiten sind zielgruppenorientiert 
 Zugangswege sind niederschwellig 
 Datenschutz ist sichergestellt 
 Zugang ist möglichst barrierefrei 
 Gender Mainstreaming und interkulturelle Mainstreaming -
Prinzipien werden in der Beratung angewandt

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
115 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Organisationsstruktur 
Ein BB-Zentrum ist in gut erreichbarer Lage an zentrale Verso r-
gungsstrukturen und Bildungssettings (Familienzentren, Gan z-
tagsschulen, Jugendeinrichtungen, Bezirksrathäuser, Bürgerzen-
tren) angebunden. Durch die Anbindung an bestehende Infr a-
strukturen werden Synergieeffekte genutzt und eine bestmögl i-
che Erreichbarkeit für die Bewohnerinnen und Bewohner siche r-
gestellt. 
Das BB-Zentrum ist von seiner Konzeption her als offene Se r-
vice-Infrastruktur angelegt, in der Beraterinnen und Berater Bera-
tungsanfragen an die jeweils fachkompetenten Stellen vor Ort 
oder auf gesamtstädtischer Ebene weiterleiten. Der Lotsenfunk-
tion kommt eine hohe Bedeutung zu  und durch die Klärung von 
Beratungsanliegen wird die Funktion einer Orientierungs - oder 
Erstberatung nach dem Subsidiaritätsprinzip erfüllt.  
Zu Fragestellungen, zu denen bisher keine oder nicht ausre i-
chende Beratungsinfrastrukturen verfügbar sind, erbrin gen die 
BB-Zentren selber die erforderlichen Beratungsleistungen. Ziel 
ist es , ein umfassendes Bildungsberatungsangebot entlang der 
Lebensbiografie für alle Bewohnerinnen und Bewohner vorzuhal-
ten. 
Als Stammpersonal sind in jedem BB-Zentrum 1,5 bis 2 feste 
Beratende tätig. Ergänzt wird das Beratungsangebot durch H o-
norarkräfte. Alle Kooperationspartner verpflichten sich zur Einhal-
tung von Mindest -Qualitätsstandards in der Beratung entspr e-
chend den Vorgaben des Kölner Netzwerkes Qualität in Ber a-
tung (QiB Köln).  
Im Rahmen eines Qualitätsmanagements werden Beratungen 
dokumentiert und bewertet, Kund innen und Kunden befragt und 
Fortbildungen sowie Zertifizierungen ermöglicht. Dies bildet die 
Grundlage für ein Monitoringsystem, welches als Frühwarnsys-
tem eingesetzt wird.  
Es ist geplant, einen Beirat mit Vertreterinnen und Vertretern der 
Stadt Köln, Beratungsstellen, Wissenschaft und Wirtschaft zur 
Begleitung die Arbeit des BB-Zentrums einzurichten.  
Das BB-Zentrum bietet durch die Bereitstellung einer räumlich / 
technischen Infrastruktur einen infrastrukturellen und organisat o-
rischen Rahmen für die folgenden Setting übergreifenden Han d-
lungsfelder. 
 (Aufsuchende) Bildungsberatung entlang der Bildungske t-
te  
 Frühkindliche Bildung 
 Jugendhilfe / Offene Kinder- und Jugendarbeit 
 Familienbildung 
 Weiterbildung und Qualifizierung  
 Beratung zur beruflichen Entwicklung

116 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
 Beratung zu Grundbildung und Alphabetisierung 
 Beratung zu Sprachförderung  
 Beratung von südosteuropäischen Armutszugewanderten 
 Gesundheitsbildung und Prävention  
Kooperationsstrukturen für folgende Arbeitsschwerpunkte sollen 
in der ersten Projektphase etabliert werden: 
 Schullaufbahnberatung 
 Übergang Schule / Beruf und Studium 
 Ehrenamt und Seniorenbildung 
 Beratung für Soziales (Lei stungsbezug, Wohnen, Schul d-
nerberatung) 
 
Einbindung des Teilprojektes „Stadtteileltern“ 
Eine Besonderheit des BB-Zentrums ist die Einbindung des Tei l-
projektes „Stadtteileltern“, durch das die Sicherstellung nie d-
rigschwelliger Zugänge in die Zielgruppen gew ährleistet wird. 
Hierfür werden die bestehenden „Stadtteilmütter -Projekte“ zu e i-
nem Stadtteileltern -Projekt weiterentwickelt . Auf Grundlage der 
Erfahrungen aus dem Strukturförderprogramm MÜLHEIM 2020 
wird sich an den beiden folgenden Prinzipien orientiert: 
 Keine Beschränkung der Stadtteileltern auf Migrationshi n-
tergrund 
 Verstärkte Einbeziehung von Männern als Stadtteilväter 
Innovativ an dem Vorhaben ist insbesondere die Weiterentwic k-
lung der bisherigen Stadtteilmütter -Projekte in ein dreistufiges 
Qualifizierungsmodell mit besonderem Fokus auf Nachhaltigkeit 
durch Arbeitsmarktintegration: 
 Qualifizierung zur Stadt teilmutter / zum Stadtteilvater: Die 
Qualifizierung der Stadtteileltern erfolgt durch die V olks-
hochschule Köln und hat einen zeitlichen Umfang von 6 
Monaten und c irca 20 Unterrichtseinheiten pro Woche. 
Vermittelt werden Kenntnisse in den Bereichen Bildung, 
Gesundheit und Soziales sowie Basiswissen in der Ber a-
tung. Die Stadtteileltern unterstützen Familien in Fragen 
zu diesen Themen und fungieren als Lo tsen zu Fachbera-
tungsstellen und dem Regelsystem.  
 Praxiseinsatz als Stadtteileltern (18 bis 24 Monate): Stadt-
teileltern informieren in vielen Sprachen über Fördermö g-
lichkeiten ihrer Kinder in der Schule, nennen Ansprec h-
personen für eine familiäre Unterstü tzung und beraten bei 
gesundheitlichen Themen oder beim Übergang Schule 
und Beruf. Sie leisten in ihrem Veedel praktische Integr a-
tionsarbeit. 
 Berufsbezogene Anschlussqualifizierung in den ersten A r-

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
117 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
beitsmarkt (6 bis 12 Monate), zum Beispiel:  
o Betreuung und Versorgung von pflegebedürftigen 
Menschen 
o Haushaltsnahe Dienstleistungen 
o Alltagsassistenz – zum Beispiel in Wohngruppen für 
Demenzkranke 
o Pädagogische Hilfskraft, zum Beispiel für den Einsatz 
in einer Offenen Ganztagsschule 
o Verwaltungsassistenz im Gesundheitswesen / Patien-
tenlotsin 
Es erfolgt eine dezentrale Koordination der Stadtteileltern durch 
kooperierende Träger an insgesamt acht Standorten, wobei eini-
ge Sozialräume für das Stadtteileltern -Projekt zusammengefasst 
werden. An diese vier Standorte  werden die acht Stadtteilelter n-
projekte, die von Trägern vor Ort koordiniert werden, angebu n-
den, so dass eine Kombination aus „Komm“ -Strukturen und auf-
suchender Arbeit realisiert wird. 
Durch die enge Kooperation zwischen den Beratenden und den 
Stadtteileltern werden Beratungs - und Begleitungsangebote 
wirksam miteinander verbunden.  
Es ist geplant, dass die Universität zu Köln / Humanwisse n-
schaftliche Fakultät das Projekt „Stadtteileltern“ wissenschaftlich 
unter der Fragestellung begleiten wird, welche Auswirkungen der 
Einsatz von Stadtteileltern auf Wissensbestände und Verha l-
tensmuster der begleitenden Familien hat. 
 
Abgrenzung und Verbindung des Projektes zu den bestehenden 
Strukturen 
Das Projekt etabliert eine Verweis- und Lotsenstruktur, durch die 
der Re gelbetrieb der Kölner Beratungslandschaft gestärkt wird 
und Menschen, die bisher Beratungsangebote in den Bereichen 
Bildung, Soziales und Gesundheit nicht oder nur in unzureiche n-
dem Maße in Anspruch genommen haben, an diese Strukturen 
herangeführt werden. 
Das Projekt schließt insbesondere mit seinen aufsuchenden und 
dezentralen Beratungsformaten Lücken in der gesamtstädtischen 
Regelangebotsstruktur und wirkt gleichzeitig auf der infrastrukt u-
rellen Ebene durch die Einbindung der beratenden Einrichtungen 
niedrigschwellige quartiersbezogener Beratungsnetzwerke, die 
auf Dauer angelegt sind. 
Die enge Kooperation mit den Projekten Kölner Veedelscenter , 
das die besondere Zielgruppe der Langzeitarbeitslosen, die nicht 
mehr von den Regelsystemen erreicht werden, ansp richt, 
Grundbildung im Veedel (vergleiche Projektnummer 1.0.20), F a-
milienbildung sowie den Arbeitsmarktakteuren, den Komp e-
tenzagenturen und Bildungsträgern im Programmgebiet der elf 
Sozialräume ist ein wesentlicher Projektbestandteil.

118 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Dies gilt auch für die Kooperation mit bestehenden Beratung s-
netzwerken wie z um Beispiel Netzwerk früher Hilfen, NEIS, A r-
beitskreis Vernetzte Beratung, Netzwerke der Weiterbildung, und 
weitere 
Zielgruppe Bildungsbenachteiligte  
 Erwachsene 
 Familien  
 Kinder und Jugendliche 
Ziele Operative Ziele 
 Vernetze Beratungs - und Angebotsstrukturen im Bereich 
Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebot s-
formen 
 Verbessertes Übergangsmanagement – Frühe Bildung, 
Schule, Beruf, Arbeitsmarkt 
 Neu geschaffene, bedarfsgerechte Angebotsstru kturen 
und / oder Arbeitsplätze 
Projektziele 
Mit dem BB-Zentrum soll im Programmgebiet der elf Sozialräume 
eine träger- und projektübergreifende Beratungsinfrastruktur auf-
gebaut werden, um so benachteiligte Sozialräume und bildung s-
benachteiligte Bewohnerin nen und Bewohner, besonders von 
Armut Betroffene wie Alleinerziehende, Langzeitarbeitslose und 
Menschen mit Migrationshintergrund zu erreichen, zu stabilisi e-
ren und zu unterstützen. 
Im Themenkomplex „Stadtteileltern“ stehen zudem folgende Zi e-
le im Vordergrund: 
 Verbesserung der Bildungs - und Entwicklungschancen 
von Kindern in den durch Stadtteileltern unterstützten F a-
milien 
 Verbesserung der Grundbildungs- und Erziehungskompe-
tenzen von Eltern in den durch Stadtteileltern unterstüt z-
ten Familien 
 Verbesserung der Arbeitsmarktchancen der Stadtteileltern 
Das Projekt schließt mit seinen Beratungsangeboten Lücken in 
der Regelangebotsstruktur und wirkt gleichzeitig auf der infr a-
strukturellen Ebene durch die Schaffung niedrigschwelliger qua r-
tiersbezogener Unterstützungsstrukturen, die auf Dauer angelegt 
sind. 
Damit entspricht das Projekt der in Prioritätsachse 4: Nachhaltige 
Stadt- und Quartiersentwicklung / Prävention unter IP 9 (b) fo r-
mulierten Zielsetzung „Verbesserung der Integration benachte i-
ligter gesellschaftli cher Gruppen in Arbeit, Bildung und in die 
Gemeinschaft“ (Ziel 11) in vollem Umfang und leistet einen w e-
sentlichen Beitrag zur Erreichung dieser Zielsetzung.

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
119 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Indikatoren  Anzahl der erfolgten Beratungen 
 Anzahl der erreichten Ratsuchenden nach Geschlecht, A l-
ter, Migrationshintergrund, Status, Beratungsanlass  
 Anzahl der erfolgten Vermittlungen an dritte Stellen 
 Anzahl der durchgeführten Informationsveranstaltungen 
 Anzahl der durchgeführten Weiterbildungen 
 Anzahl der durch Stadtteileltern erreichten Familien 
 Veränderung von Wissensbeständen und Verhaltenswe i-
sen bei den unterstützten Familien (Erziehungskomp e-
tenz, Orientierungswissen, Integration) 
 Anzahl der in den ersten Arbeitsmarkt vermittelten Stad t-
teileltern 
Kosten 
 
 
pro Jahr 2 Jahre
Stellenanteile 
für den 
Sozialraum 
anteilige Kosten
1 Stelle Gesamtprojektleitung 
(Leistungsgruppe 1) 101.556 € 304.668 € 0,18 55.394 €
1 Stelle Fachkraft Orga / 
Administration
(Leistungsgruppe 3) 46.488 € 139.464 € 0,18 25.357 €
6 Stellen herausgehobene Fachkraft 
Beratung (Leistungsgruppe 2) 396.936 € 1.190.808 € 1,09 216.511 €
1 Stelle herausgehobene Fachkraft 
(Leistungsgruppe 2) Stadtteileltern 66.156 € 198.468 € 0,18 36.085 €
8 x 0,25 Stellen herausgehobene 
Fachkraft (Leistungsgruppe 2) 132.312 396.936 € 0,36 72.170 €
Personalkosten gesamt: 2.230.344 € - 405.517 €
15 v.H. der pauschalierten 
förderfähigen direkten 
Personalausgaben: 334.552 € - 60.828 €
Honorare Beratende 120.000 € 360.000 € - 65.455 €
Honorare Stadtteileltern (nur 2 Jahre) 84.000 € 168.000 € - 30.545 €
Qualifizierung der Beratenden 5.000 € 15.000 € - 2.727 €
Qualifizierung der Akteure vor Ort 5.000 € 15.000 € - 2.727 €
Qualifizierung Stadtteileltern VHS 90.000 € - 16.364 €
Wissenschaftliche Begleitung 
Stadtteileltern 12.000 € 36.000 € - 6.545 €
Beratungsräume 19.200 € 57.600 € - 10.473 €
Marketing / Öffentlichkeitsarbeit 6.000 € 18.000 € - 3.273 €
Sachausgaben gesamt: 759.600 € - 138.109 €
Gesamtkosten 3.324.496 € - 604.454 €
Davon Haushaltsjahr 2017: 1.198.165 € - 217.848 €
Davon Haushaltsjahr 2018: 1.063.165 € - 193.303 €
Davon Haushaltsjahr 2019: 1.063.165 € - 193.303 €
Personalkosten
Sachkosten
Kosten für 11 Sozialräume 
Kosten für die Sozialräume Mülheim-
Nord-Keupstraße / Buchheim und 
Buchforst

120 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Projektlaufzeit / Zeitraum 36 Monate / 3 Jahre  
01.01.2017 bis 31.12.2019 
Eine Weiterentwicklung dieser Maßnahme ist denkbar. Die ko n-
krete Fortführung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung 
abhängig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßna h-
me. 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Weiterbildung in Kooperation mit Amt für Kin-
der, Jugend und Familie 
Förderung  EFRE 
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht 
erkennbar. 
Bemerkung 165.000,00 € Drittmittel für das Teilprojekt Stadtteileltern werden 
durch eine Stiftung bereitgestellt. Eine schriftliche Finanzierungs-
zusage liegt vor.

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
121 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Laufende Nummer 1.0.19 Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen 
Maßnahme Übergänge begleiten: Angebote der Familienbildung mit 
Schwerpunkt Kooperation mit Kita, Familienzentren, Schu-
len im Primarbereich und SEK 1, Trägern des Offenen Ganz-
tags in den  Sozialräumen Buchheim und Buchforst sowie 
Mülheim-Nord und Keupstraße,  
Inhalt 
 
Ausgangslage 
Die Familie ist für jedes Individuum die erste und gleichzeitig 
nachhaltigste Sozialisationsinstitution. Als zentraler Ort des Au f-
wachsens und der Identitätsbildung stellt sie für Kinder den g e-
sellschaftlichen Mikrokosmos kultureller Leitbilder dar. Jeder 
Mensch erfährt in der Familie soziale Normen, Geborgenheit 
und intensive Beziehung. Familie symbolisiert den Wunsch nach 
persönlichem Glück. Jeder Mensch hat eine Familie, jeder 
braucht sie von Geburt an bis ins hohe Alter. 
Bislang wurden keine vergleichbaren Ansätze auf gesamtstädt i-
scher Ebene realisiert.  Das Projekt wurde in der A G § 78 SGB 
VIII Familienbildung entwickelt.  
Projektspezifische Einwohnerdaten der Jugendhilfeplanung 
(Stand 31.12.2014) begründen den räumlichen Bedarf: 
Buchheim 
 Einwohnerinnen und Einwohner insgesamt 11.892 
 0 bis 3 Jährige 407 
 3 bis 6 Jährige 379 
 6 bis 10 Jährige 477 
 10 bis 15 Jährige 613 
 0 bis 15 Jährige gesamt 1.876 
 Einwohnerinnen und Einwohner mit Migrationshintergrund 
6.300 
 Haushalte mit Kindern 1.314 
 Alleinerziehende 344 
 Arbeitslosenquote insgesamt 16,3 Prozent 
Buchforst 
 Einwohnerinnen und Einwohner insgesamt 5.130 
 0 bis 3 Jährige 138 
 3 bis 6 Jährige 142 
 6 bis 10 Jährige 193 
 10 bis 15 Jährige 253 
 0 bis 15 Jährige gesamt 726

122 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
 Einwohnerinnen und Einwohner mit Migrationshintergrund 
2.730 
 Haushalte mit Kindern 509 
 Alleinerziehende 142 
 Arbeitslosenquote insgesamt 17,2 Prozent 
Mülheim-Nord 
 Einwohnerinnen und Einwohner insgesamt 7.535 
 0 bis 3 Jährige 257 
 3 bis 6 Jährige 245 
 6 bis 10 Jährige 339 
 10 bis 15 Jährige 396 
 0 bis 15 Jährige gesamt 1.237 
 Einwohnerinnen und Einwohner mit Migrationshintergrund 
4.636 
 Haushalte mit Kindern 770 
 Alleinerziehende 266 
 Arbeitslosenquote insgesamt 24,6 Prozent 
Keupstraße 
 Einwohnerinnen und Einwohner insgesamt 3.341 
 0 bis 3 Jährige 118 
 3 bis 6 Jährige 107 
 6 bis 10 Jährige 157 
 10 bis 15 Jährige 183 
 0 bis 15 Jährige gesamt 565 
 Einwohnerinnen und Einwohner mit Migrationshintergrund 
2.535 
 Haushalte mit Kindern 363 
 Alleinerziehende 110 
 Arbeitslosenquote insgesamt 24,5 Prozent 
In den Sozialrä umen Buchheim und Buchforst sowie  Mülheim-
Nord und Keupstraße liegt der Schwerpunkt auf der Sicherung 
der bereits bestehenden Projekte „Rucksack in der Kita“ und 
„Rucksack in der Grundschule“. Es gibt bereits zwei konkrete 
Anfragen, das Projekt „Griff bereit“ für Kinder von 0 bis  3 Jahren 
zusätzlich durchzuführen und so die Mütter und Väter in da s 
frühkindliche Bildungssystem einzubinden. In Abhängigkeit vom 
konkreten Bedarf werden weitere in der Projektbeschreibung 
dargestellte Angebotsmodule eingesetzt.

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
123 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Bereits bestehende Durchführungsorte von „Rucksack in der 
Kita“ (aktuell durch Nachhaltigkeitsmittel gefördert): 
 Familienzentrum Berliner Straße 20, 
 Familienzentrum Am Steinbergsweiher. 14,  
 Familienzentrum Am Stadtgarten / Charliestraße 11 
 Familienzentrum Kita Sonnenstrahl Knaufstraße 3 
 Familienzentrum Graf-Adolf-Straße 24 
 Familienzentrum Wittener Straße 10 
 Familienzentrum Rasselband Clevischer Ring 176 
 Kita Fröbel Tausendfüßler Ulitzkastraße 34 
 Kita Böckingstraße 53 
 Kita Kalk-Mülheimer-Straße 278 
Bereits bestehende Durchführungsorte von „Rucksack in der 
Grundschule“ (aktuell durch Nachhaltigkeitsmittel gefördert): 
 KGS Horststraße 
 GGS Kopernikusstraße 
 
Projektbeschreibung 
Eingebettet in lokale Strukturen wird ein breit gefächertes Unte r-
stützungssystem aufgebaut, das Familien fördert und aktiviere n-
de Impulse im Gemeinwesen setzt. Damit werden  sowohl Bi l-
dungs- und Entwicklungsprozesse von Kindern gefördert als 
auch Eltern und Familien unterstützt.  
Unabhängig von der sozialen und kulturellen Herkunft werden 
allen Kinder und Jugendlichen positive Zukunftschancen eröf f-
net. Bildung und Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und i h-
ren Eltern werden von Geburt bis zur Ausbildung gefördert. Je-
des Kind soll körperlich und seelisch gesund im Arbeitsleben 
ankommen. 
Es wird eine Präventionskette (weiter-)entwickelt, die bereits be-
stehende Maßnahmen und weit ere notwendige Maßnahmen 
einschließt und miteinander verbindet. Mit dieser Prävention s-
kette werden Schutzfaktoren gefördert und Risikofaktoren ve r-
mindert. Die Präventionskette muss die verschiedenen Stationen 
und Einflussfaktoren in der Entwicklung der Kin der in den Blick 
nehmen. Risikoanfällig sind vor allem Übergänge zwischen den 
einzelnen Lebens - und Erziehungsphasen (Transitionen). Hier 
setzen die Familienbildungsangebote an.  
 
Methoden 
Offene Sprechstunden, Eltern -Kind-Kurse, Elternkompetenztrai-
nings, Elternseminare, Elterncafes, Nachbarschaftshilfen und

124 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
haushaltsnahe Dienstleistungen, Elternbildungsprogramme „Griff 
bereit“, „Rucksack in der Kita“ und „Rucksack in der Grundsch u-
le“, Familie und Nachbarschaft  (FuN) sowie Qualifizierungen für 
Erzieherinnen, Lehrerinnen und Mitarbeiterinnen im offenen 
Ganztag. 
Durchgeführt werden die Projekte von Mitarbeiterinnen der F a-
milienbildung, die eine Zusatzqualifikation zur Elternbegleiterin 
(Elternchance II) erfolgreich abgeschlossen haben und qualif i-
ziert wurden, niederschwellige auch aufsuchende Zugänge zu 
Familien zu erschließen, die bisher von Angeboten der Famil i-
enbildung nur selten erreicht werden konnten. Ebenso verfügen 
sie über interkulturelle Kompetenz mit den besonderen Schwe r-
punkten: 
 Elternkompetenz stärken: Bedeutung von Bildung, indiv i-
dueller Förderung und Bildungsverläufen vermitteln 
 Bildungsoptionen eröffnen: Angebote zur Bildungsbegle i-
tung und -beratung einrichten 
 Schulwahl begleiten: Eltern bei diesen Entscheidungen 
Information anbieten 
 Diagnose stellen: Fähigkeiten von Kindern einschätzen 
und nach Bedarf Familien an andere Dienste vermitteln 
 Zusammenarbeit verbessern: Erziehungs - und Bildung s-
partnerschaften zwischen Familien und Fachkräften in 
Kinderbetreuung und Schule fördern 
 Innovative Familienbildung etablieren: neue Formen und 
Inhalte der Eltern- und Familienbildung einrichten 
 Netzwerke bilden: Zusammenarbeit mit anderen eltern - 
und kindbezogenen Einrichtungen stärken 
Die Angebote werden bei Bedarf bei interkultureller Zusamme n-
setzung der Te ilnehmenden mit einer Doppeldozentur (mutte r-
sprachliche Fähigkeiten und Deutsch) durchgeführt, um sprac h-
liche Barrieren und Kommunikationshindernisse zu minimieren. 
Die Angebote „Griff bereit“, „Rucksack in der Kita“ und „Ruc k-
sack in der Grundschule“ basieren auf dem peer-to-peer Ansatz, 
die Evaluation der Angebote belegt ihre Wirksamkeit. Diese drei 
Angebote werden in enger Abstimmung mit dem Kommunale n 
Integrationszentrum (KI) als Fachdienststelle durchgeführt. 
Ein wichtiger Aspekt bei den Angeboten für F amilien ist die g e-
genseitige soziale Unterstützung, die Erfahrungen der gemei n-
sam verbrachten (Lern-) Zeit und der Austausch im Rahmen e i-
ner geschützten Gruppe. Dienste und Angebote, die Familien 
dringend benötigen , werden gebündelt. Hierzu zählen Bildung,  
Erziehung und Betreuung. 
Ein Beispiel für die Umsetzung der Präventionskette in Abspr a-
che mit der Sozialraumkoordination: 
 Angebote für Schwangerschaft, Geburt, Mutterschutzzeit

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
125 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
 Ganzheitliche Geburtsvorbereitung  
 Begleitung bei der Geburt und Nachsorge 
Angebote im 1. Lebensjahr 
 Babynest 
 Elterncafe 1. Lebensjahr 
 Elternstart NRW,  
 Guter Start mit Baby (haushaltsnahe Dienstleitung) 
Angebote im 2. bis 6. Lebensjahr 
 Elterncafe  
 Griffbereit  
 Gesund aufwachsen 
 Rucksack in der Kita 
 Eltern-Kind-Gruppen 
 Elternbegleiterinnen (Elternchance II) 
Angebote im 6. bis 10. Lebensjahr 
 Elternbegleiterinnen (Elternchance II) 
 Rucksack in der Grundschule 
 Elterntraining (starke Eltern-starke Kinder, FuN) 
 Eltern-Kind-Gruppen 
Angebote ab 10 Jahre 
 Elterncafes, Elterninformationsabende, Elterntrainings, El-
ternwerkstätten, Elternbegleiterinnen (Elternchance II)  
Die Projekte sind mit de n Sozialraumkoordinationen vorabbe-
sprochen. Über Familienzentren und Kitas, die bereits am Pr o-
gramm „Rucksack“ teilnehmen bestehen in den Sozialrä umen 
bereits Kontakte zu folgenden Einrichtungen, mit denen im Pr o-
jekt kooperiert werden soll:  
 CSH 
 Familienberatung, Kitas, KIWI, Sozialraumkoordination 
 Familienhaus Buchforst 
 AK Kind und Familie Buchforst 
 Stadtteilkonferenz Buchforst 
 Buchheimer Treff 
 Familienladen Buchheim 
 Buchheimer Selbsthilfe 
 Vingster Treff (KIWI)

126 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
 Lebenshilfe Köln e.V. 
 Diakonisches Werk 
 Zentrum für Frühförderung gGmbH 
 GGS Kopernikusstraße 
 GS Wuppertaler Straße 
 KGS Stankt Mauritius 
 FS Berliner Straße 
 GHS Rendsburger Platz 
 OGS Alte Wipperfürther Straße 
Darüber hinaus sollen weitere Kooperationspartner gewonnen 
werden. 
 
Organisation 
Die Organisationsstruktur des Projektes gliedert sich in drei B e-
reiche: Steuerung im Fachamt, in den Sozialräumen und Umset-
zung in den Sozialräumen 
Zur Ge währleistung der ordnungsgemäßen Durchführung und 
Abwicklung des Moduls ist es notwendig, in einer Organisat i-
onseinheit die administrativen Aufgaben des Projektes zu bü n-
deln und den Informationsfluss zu sichern. Die Öffentlichkeitsa r-
beit für das Projekt wi rd koordiniert und das Projekt nach außen 
vertreten. 
Zentrale Aufgaben der Geschäftsführung für das Projekt sind:  
 Mittelbewirtschaftung 
 Vergaben 
 Verträge 
 Controlling 
 Evaluation 
 Dokumentation, Erstellen von Zwischen - und Endberic h-
ten 
 Koordination von Arbeitsgruppen 
 Vertretung des Projektes nach außen 
 Öffentlichkeitsarbeit für das Gesamtprojekt 
Zielgruppe Kinder, junge Erwachsene in der Familiengründungsphase, Müt-
ter und Väter in prekären Lebenslagen, Bezugspersonen und 
Nachbarschaften 
Ziele Operative Ziele 
 Vernetze Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich 
Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebot s-

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
127 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
formen 
 Verbessertes Übergangsmanagement – Frühe Bildung, 
Schule, Beruf, Arbeitsmarkt 
 Neue bedarfsgerechte Angebotsstrukturen entwickeln un-
ter Berücksichtigung bewährter evaluierter Ansätze  
Projektziele 
Bei den gesetzten Zielen muss berücksichtigt werden, dass F a-
milien eine heterogene Zielgruppe sind, die sich differenziert 
durch eine Vielfalt von divergierenden Bildungsbarrieren, Par t-
nerschaftskonstellationen, ethnischen Abstammungen und u n-
terschiedlichen ökonomischen Grundlagen unterscheiden. 
 Entwicklung einer förderlichen Beziehung zwischen Eltern 
und Kindern  
 Entwicklung einer Erziehungspartnerschaft zwischen E l-
tern und pädagogischen Fachkräften 
 Vermittlung von Kompetenzen, die Erwachsene und Ki n-
der brauchen, um unter den gegenwärtigen Bedingungen 
von Gesellschaft, Arbeit und Kindheit „Familie zu leben“ 
und die mit Familie verbundenen Aufgaben sicher, gela s-
sen und mit Freude zu erfüllen. 
 Aktivierung und Beteiligung von Eltern 
Deswegen wird die Beteiligungsbereitschaft der Eltern an 
den Bildungs- und Erziehungsprozessen ihrer Kinder g e-
fördert. Es entsteht für die Familien eine sichtbare Ve r-
bindlichkeit und Verlässlichkeit der Angebote:  Nieder-
schwellige familienstärkende und – unterstützende Ange-
bote und Hilfen für Eltern, Kinder und Jugendliche aller 
Altersstufen. 
 Gesundheitsförderung 
Die Familie ist der früheste und aussichtsreichste Ort für 
die Prägung gesundheitsrelevanter Verhaltensweisen. Sie 
ist ebenso der Ort, an dem Fehlentwicklungen erkannt 
und alternative Lösungen entwickelt werden können. Vor 
diesem Hintergrund trägt die Gesundheitsförderung zu 
einer positiven Veränderung der Lebensqualität von F a-
milien bei, unterstü tzt die Entwicklung eines ganzheitl i-
chen Körperbewusstseins und ermutigt, neue Handlung s-
alternativen umzusetzen. 
 „Hilfe zur Selbsthilfe“ durch Information , Unterstützung 
und Begleitung  
Indikatoren  Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer,  
 Anzahl der durchgeführten Angebote, 
 Evaluation durch regelmäßige Teilnehmerbefragung

128 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Kosten Personalkosten 
1 Stelle Projektleitung großer Projekte 
93.540,00 € pro Jahr / 187.080,00 € für 2 Jahre 
Bei einem Stundenumfang von 19 Stunden pro Woche: 
45.571,00 € pro Jahr / 91.142,00 € für 2 Jahre 
 
1 Stelle herausgehobene Projektmitarbeit 
81.300,00 € pro Jahr / 162.600,00 € für 2 Jahre 
Bei einem Stundenumfang von 19 Stunden pro Woche: 
39.608,00 € pro Jahr / 79.215,00 € für 2 Jahre 
 
1 Stelle Assistenz 
58.980,00 € pro Jahr / 117.960,00 € für 2 Jahre 
Bei einem Stundenumfang von 19 Stunden pro Woche 
28.734,00 € pro Jahr / 57.468,00 € für 2 Jahre 
Personalkosten gesamt: 113.913,00 € pro Jahr / 227.826,00 € 
für 2 Jahre 
 
Sachkosten 
Sachkostenbudget Marketing / Öffentlichkeitsarbeit (gegebenen-
falls über Querschnittsbudget) 
Sachkosten gesamt 6.250,00 € pro Jahr / 12.500,00 € für 2 
Jahre 
 
Programmkosten 
20 Angebote pro Jahr  
Kosten je Angebot durchschnittlich insgesamt 6.820,00 € 
6.620,00 € Honorarkosten 
   200,00 € Materialkosten 
Honorarkosten 132.400,00 € pro Jahr / 264.800,00 € für 2 Jahre 
Materialkosten 4.000,00 € pro Jahr / 8.000,00 € für 2 Jahre 
Programmkosten gesamt: 136.400,00 pro Jahr / 272.800,00 
für 2 Jahre 
 
Gesamtkosten 250.313,00 € pro Jahr / 500.626,00 € für 2  
Jahre 
Davon 2017: 250.313,00 €

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
129 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Davon 2018: 250.313,00 € 
Projektlaufzeit / Zeitraum 24 Monate / 2 Jahre 
01.01.2017 bis 31.12.2018  
Eine Weiterentwicklung dieser Maßnahme ist denkbar. Die ko n-
krete Fortführung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung 
abhängig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßna h-
me. 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Kinder, Jugend und Familie, Abteilung Ki n-
derinteressen und Jugendförderung 
Förderung ESF 
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht 
erkennbar. 
Bemerkung Im Bereich früher Hilfen und der Bekämpfung von Armut werden 
die Angebote mit den Akteuren i n den Sozialrä umen zielgrup-
penspezifisch nach Bedarf entwickelt, soweit sie nicht bereits im 
Vorfeld abgestimmt wurden.

130 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Laufende Nummer 1.0.20 Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen 
Maßnahme Gemeinsam für Grundbildung im Veedel in den Sozialrä u-
men Buchheim und Buchforst sowie Mülheim-Nord und 
Keupstraße  
Inhalt Ausgangslage 
Aktuellen Studien zufolge leben in Köln mehr als 100.000 funkt i-
onale Analphabetinnen und Analphabeten (circa  16 Prozent der 
Deutsch sprechenden Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter.)  
Davon sind maximal fünf von hundert als Lernende in Alphabeti-
sierungskursen angemeldet. Die Erfahrung zeigt, dass e rfolgrei-
che Prävention s- und Interventionsstrategien heterogene Zie l-
gruppen und Problemlagen berücksichtigen  müssen. Dabei ist 
Grundbildung eine gesamtgesellschaftliche Querschnittsaufg a-
be, die nicht nur im Alphakurs stattfind et. Mit dieser Maßnahme 
wird ein quartiersbezogener und niederschwelliger Ansatz g e-
schaffen. Das Angebot bildet eine „Türöffnerfunktion“ in Ric h-
tung Regelangebot.  
Vor diesem Hintergrund haben die Stadt Köln, die Universität zu 
Köln und die Lernende Region – Netzwerk Köln e.V. im Sommer 
2014 das Kölner Zent rum für Grundbildung und Prävention ins 
Leben gerufen. 
Die Arbeitsschwerpunkte des Zentrums sind: 
 Netzwerkarbeit unterstützen 
 Angebotsstrukturen weiterentwickeln 
 Zugangswege erschließen und systematisch nutzen 
 Präventionsstrategien etablieren  
Arbeitsgrundlage sind die Empfehlungen des Landesbeirates für 
die gemeinwohlorientierte Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen 
zum Thema Alphabetisierung und Grundbildung , wobei im Ra h-
men des Projektes „Gemeinsam für Grundbildung im Veedel“ die 
folgenden Empfehlungen von besonderer Bedeutung sind: 
 „Eine Grundbildungsoffensive zu initiieren 
 Grundbildung als Aufgabe von Schule zu fokussieren 
 Ressortübergreifendes Einbeziehen von Familie n, vo r-
schulischen Einrichtungen, Schulen, Arbeitswelt, Ve r-
braucherschutz und politischer Bildung 
 Neue Zugänge und Formate zu ermöglichen…“ 
Es ist davon auszugehen, dass in den elf  Kölner Sozialräumen 
und damit auch in den Sozialräumen Buchheim und Buchforst  
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße der Anteil der funktionalen 
Analphabeten noch einmal deutlich über dem städtischen 
Durchschnitt liegt.  
Auch wenn hinsichtlich der Korrelation zwischen Grundbildung s-

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
131 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
defiziten und wirtschaftlicher, politisch -kultureller und gesun d-
heitlicher Benachteiligung die Datenlage noch nicht befriedigend 
ist, zeigen vorliegende aktuelle Studien, dass Grundbildungsd e-
fizite in einem zirkulären Wirkungszusammenhang Ursache und 
Folge dieser Benachteiligungsformen sind. 
So weist die   leo – Level-One Studie (leo -Studie) zur Literalität 
von Erwachsenen auf den unteren Kompetenzniveaus deutliche 
Übereinstimmungen zwischen wirtsc haftlicher Benachteiligung 
und funktionalem Analphabetismus auf. Andere Studien ko m-
men für politisch -kulturelle und gesundheitliche Benachteiligung 
und Grundbildungsdefizite ebenfalls zu stark ausgeprägten Z u-
sammenhängen („Literacy changes Lives" des Natio nal Literacy 
Trust, 2008). 
Funktionaler Analphabetismus „ist gegeben, wenn die schrif t-
sprachlichen Kompetenzen von Erwachsenen niedriger sind als 
diejenigen, die minimal erforderlich sind und als selbstverstän d-
lich vorausgesetzt werden, um den jeweiligen g esellschaftlichen 
Anforderungen gerecht zu werden und gesellschaftliche Teilh a-
be zu garantieren.“ (Q: Alphabund 2010) 
Aktuelle Studien wie LEO Level One (2011) und PIAAC (2012) 
sehen dabei eine hohe Korrelation zwischen fehlenden grundle-
genden Kompetenzen und Arbeitslosigkeit / SGB II -Bezug, pre-
kären Lebensverhältnissen, Überschuldung, Armuts- und Krank-
heitsrisiko und Bildungsbenachteiligungen in Familienstrukturen. 
Dabei ist, ähnlich wie bereits bei PISA, das erzielte Kompeten z-
niveau in hohem Maße abhängig von der sozialen Herkunft.  
 
Projektbeschreibung 
Aufgabenverständnis  
Durch die Verbindung von Praxis und Forschung im Bereich 
Grundbildung und Prävention soll die gemeinsame Entwicklung 
und kontinuierliche Bewertung der Wirkung von Interventionen 
ermöglicht und Grundbildungsarbeit als partizipativ geplante Hi l-
fe zur Selbsthilfe und als effektive und effiziente Intervention 
etabliert werden. 
Grundbildung umfasst in unserem Verständnis „Kompetenzen in 
den Grunddimensionen kultureller und gesellschaftlicher Teilha-
be, wie Rechenfähigkeit (Numeracy), Grundfähigkeiten im IT -
Bereich (Computer Literacy), Medienkompetenz (Media Lit e-
racy), Gesundheitsbildung (Health Literacy), Finanzielle Gru nd-
bildung (Financial Literacy) und Soziale Grundkompetenzen 
(Social Literac y).“ (Q uelle: Bundesministerium für Bildung und 
Forschung, 2012) . Damit ist Grundbildung eine  Fähigkeit, die 
über die Lese - beziehungsweise Schreibkompetenzen hinau s-
geht, diese aber beinhaltet. 
Basierend auf den Erfahrungen der  langjährigen Alphabetisi e-
rungs- und Grundbildungsarbeit der Volkshochschule  Köln und 
der Projekte PAGES und CURVE, die im Rahmen des Bunde s-
programms alphabund umgesetzt wurden, wird angestrebt, als

132 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Heranführungsstruktur zu den klassischen Alphabetisierung s-
kursen und unter Bezugnah me auf den oben zitierten umfa s-
senden Grundbildungsbegriff, sozialräumlich verortete Grundbil-
dungsangebote zu den Themen 
 Lese- und Schreibkompetenzen (Literacy) 
 Rechenfähigkeit (Numeracy) 
 Grundfähigkeiten im IT-Bereich (Computer Literacy), 
 Medienkompetenz (Media Literacy) 
 Gesundheitsbildung (Health Literacy) 
 Finanzielle Grundbildung (Financial Literacy) 
 Soziale Grundkompetenzen (Social Literacy) 
zu entwickeln und umzusetzen. 
 
Umsetzung 
Die Umsetzung des Projektes erfolgt in allen elf Kölner Sozia l-
räumen, da die Bedarfslagen in Bezug auf verbesserte Grun d-
bildungskompetenzen vergleichbar sind.  Dabei wurde der im 
Monitoring Stadtentwicklung der Stadt Köln verwendete Index 
„Soziale Lage“ zu Grunde gelegt, der für die elf Kölner Sozia l-
räume besondere Handlungserfordernisse im gesamtstädtischen 
Vergleich ausweist. 
Der Projektstart erfolgt analog zu der Gesamtstrategie der Stadt 
Köln im Integrierten Handlungskonzept „ Starke Veedel –Starkes 
Köln“ zunächst in Form einer Pilotphase in den folgenden Soz i-
alräumen:   
 Buchheim und Buchforst sowie Mülheim -Nord und Keu p-
straße  
 Meschenich und Rondorf 
 Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 
Nach sechs Monaten Projektlaufzeit erfolgt die Ausweitung des 
Angebotes auf die weiteren Sozialräume: 
 Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil 
 Bickendorf, Westend und Ossendorf 
 Bilderstöckchen 
 Bocklemünd / Mengenich 
 Höhenberg und Vingst 
 Ostheim und Neubrück 
 Humboldt / Gremberg und Kalk  
Durch diese zweistufige Vorgehensweise wird sichergestellt, 
dass die in der Pilotphase gewonnenen Erkenntnisse zeitnah auf 
alle Sozialräume übertragen werden können und Strategien der

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
133 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Teilnehmendengewinnung und Formatentwicklung zunächst in 
einer Teilgruppe erprobt werden können, bevor sie in der Fläche 
umgesetzt werden. 
 
Geplante Vorgehensweise 
 Gewinnung von Lernenden für Grundbildungsangebote 
 T 0 -Befragung: Erhebung der vorhandenen Wissensb e-
stände und Verhaltensweisen der Lernenden  
 Entwicklung von modularen Curricula für die unterschie d-
lichen Literacy-Dimensionen  
 Umsetzung der Curricula in Kursen in den  jeweiligen So-
zialräumen des Programmgebietes 
 T 1 -Befragung: Veränderung der Wissensbestände und 
Verhaltensweisen der Lernenden 
 Erarbeitung von Handreichungen für Dozentinnen und 
Dozenten als Grundlage einer Übernahme der Curricula -
Inhalte in den Regelbetrieb wie zum Beispiel in Alphabeti-
sierungskurse und in beschäftigungsfördernde Maßna h-
men 
 
Abgrenzung des ESF -Einzelprojektes zu den Programmen der 
ESF-Förderung 
Ausschlaggebend für das Vorhaben ist die Tatsache, dass über 
die bestehenden Alphabetisierungskurse nur maximal 5 Prozent 
der funktionalen Analphabeten erreicht werden. Die Gründe hier-
für liegen unter anderem in den zentralen Angebotsstrukturen, 
umfangreichen Curricula, Mindestteilnehmendenzahlen sowie 
verfügbaren Lernorten und Lernzeiten.  
Das Projekt „Grundbildung im Veedel“ ist den klassischen A l-
phabetisierungskursen als 
 niedrigschwelliges 
 dezentrales 
 inhaltlich differenziertes  
Grundbildungsangebot vorgeschaltet  und dient der Heranfü h-
rung der Lernenden an die Regelstrukturen durch neue Angebo-
te. 
Diese Angebote unterscheiden sich in Umfang und Format deut-
lich von Alphabetisierungskursen im Regelangebot, da sie bei 
geringem Umfang der Lerneinheiten modular aufgebaut sind und 
darauf abzielen, kurzfristige Lernerfolge zu vermitteln. Grundbil-
dungsangebote bieten eine Brücke, um wieder Zugänge zu A n-
geboten der Regelsysteme zu finden, etwa das Nachholen von 
Schul- oder Berufsabschlüssen oder die Teilnahme an Ber a-
tungs- und Bildungsangeboten.

134 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Erreichung der Zielgruppen 
Die Gewinnung der Teilnehmenden erfolgt durch eine enge K o-
operation mit den sozialräumlichen Strukturen vor Ort, die 
gleichzeitig auch als Lernorte in das Projekt eingebunden we r-
den. Beispielhaft seien hier genannt: 
 Kitas / Familienzentren 
 Schulen 
 Jugendeinrichtungen 
 Bürgerzentren 
 Migrantenorganisationen, zum Beispiel Moscheevereine 
 Interkulturelle Zentren 
 Beratungsinfrastrukturen vor Ort 
Weitere Zugangsstrukturen und Lernorte werden im Projekt 
identifiziert und für die Grundbildungsarbeit aktiviert. Des Weit e-
ren erfolgt eine Kooperation mit den Stadtteileltern - und Integra-
tionslotsen-Projekten, um Teilnehmende für die Kursangebote 
durch die aufsuchenden Strukturen zu gewinnen.  
Ergänzt wird die Teilnehmendengewinnung durch eine enge Ko-
operation mit dem Kölner Beratungsservice und dem Kölner Ve-
edelscenter (KVC) , den Arbeitsmarktakteuren, den Komp e-
tenzagenturen und Bildungsträgern im Programmgebiet . Eta b-
liert wird eine Verweis - und Lotsenstruktur, durch die Bildungs - 
und Sozialberatung auf Grundbildungsangebote verweist und 
umgekehrt aus der Grundbildungsteilnahme in die Bildungs- und 
Beratungsangebote vermittelt wird. 
Zielgruppe Bildungsbenachteiligte Bürgerinnen und Bürger mit Grundbi l-
dungsdefiziten in den elf Sozialräumen:  
 Erwachsene 
 Familien und 
 Jugendliche / Junge Erwachsene  
Ziele Operatives Ziel 
 Vernetze Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich 
Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebot s-
formen 
Projektziele 
 Mit dem Projekt „Gemeinsam für Grundbildung im Ve e-
del“ soll im Programmgebiet eine Grundbildungsoffensive 
gestartet werden, um so benachteiligte Stadtteile und bi l-
dungsbenachteiligte Bewohnerinnen und Bewohner, b e-
sonders von Armut Betroffene wie Alleinerziehende, 
Langzeitarbeitslose und Menschen mit Migrationshinte r-
grund durch die Möglic hkeit des Erwerbs von alltagsb e-
zogenen Grundbildungskenntnissen zu stabilisieren und

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
135 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
zu unterstützen. 
 Das Projekt schließt mit seinen Grundbildungsformaten 
Lücken in der Regelangebotsstruktur und wirkt gleichze i-
tig auf der infrastrukturellen Ebene durch di e Schaffung 
niedrigschwelliger quartiersbezogener Grundbildung s-
netzwerke, die auf Dauer angelegt sind. 
 Damit entspricht das Projekt der in Prioritätsachse 4: 
Nachhaltige Stadt- und Quartiersentwicklung / Prävention 
unter IP 9 (b) formulierten Zielsetzung „ Verbesserung der 
Integration benachteiligter gesellschaftlicher Gruppen in 
Arbeit, Bildung und in die Gemeinschaft“ (Ziel 11) in vo l-
lem Umfang und leistet einen wesentlichen Beitrag zur 
Erreichung dieser Zielsetzung. 
Indikatoren  Anzahl der entwickelten Grundbildungsformate 
 Anzahl der erreichten Lernenden nach Geschlecht, Alter, 
Migrationshintergrund, Status (Kursteilnahmen) 
 Anzahl der realisierten Angebote 
 Anzahl der durchgeführten Informationsveranstaltungen 
 Anzahl der durchgeführten Weiterbildungen für D ozentin-
nen und Dozenten 
 Anzahl der durchgeführten Weiterbildungen für Multiplika-
torinnen und Multiplikatoren

136 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Kosten 
Kosten für 11 Sozialräume  
Kosten für die Sozial - 
räume Buchheim und  
Buchforst sowie  Mül-
heim-Nord und Keu p-
straße  
  
pro Jahr  2 Jahre 
Stellen-
anteile  
für die 
Sozial-
räume  
anteilige  
Kosten 
Personalkosten 
1 Stelle Gesamtprojektle i-
tung  
(Projektleitung kleine Pr o-
jekte) 86.460 € 172.920 € 0,18  31.440 € 
1 Stelle Päd. MA (Projek t-
mitarbeit) 74.940 € 149.880 € 0,18  27.251 € 
1 Stelle Wiss.  MA (Projek t-
mitarbeit) 74.940 € 149.880 € 0,18  27.251 € 
Personalkosten gesamt: 
472.680 €   472.680 € - 85.942 € 
Davon Haushaltsjahr 2017:    236.340 € - 42.971 € 
Davon Haushaltsjahr 2018:   236.340 € - 42.971 € 
Sachkosten 
Honorare Dozentinnen und 
Dozenten 
(insgesamt 7.200 Unte r-
richtseinheiten) 82.800 € 165.600 € 
- 
30.109 € 
Seminarräume / Lernmat e-
rialien 48.000 € 96.000 € - 17.455 € 
Marketing / Öffentlichkeit s-
arbeit  5.000 € 10.000 € - 1.818 € 
Qualifizierung der Dozenti n-
nen  
und Dozenten 2.500 € 5.000 € 
- 
909 € 
Qualifizierung der Akteure 
vor Ort  
(Inhalte und strukturelle 
Themen) 2.500 € 5.000 € 
- 
909 € 
Sachausgaben gesamt:    281.600 € - 51.200 € 
Davon Haushaltsjahr 2017:    140.800 € - 25.600 € 
Davon Haushaltsjahr 2018:    140.800 € - 25.600 € 
  
Gesamtkosten   754.280 € - 137.142€ € 
Davon Haushaltsjahr 2017:   377.140 €  68.571 € 
Davon Haushaltsjahr 2018:   377.140 €  68.571 € 
 
Projektlaufzeit / Zeitraum 24 Monate / 2 Jahre 
01.01.2017 bis 31.12.2018 
Eine Weiterentwicklung dieser Maßnahme ist denkbar. Die ko n-
krete Fortführung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung 
abhängig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßna h-
me.

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
137 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Weiterbildung  
Es ist geplant das Projekt in Kooperation mit U niversität zu Köln 
und der Lernenden Region – Netzwerk Köln e.V. (Kölner Zen t-
rum für Grundbildung und Prävention) umzusetzen. 
Förderung ESF-Einzelprojekt  
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht 
erkennbar.

138 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Laufende Nummer 1.0.21 Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen 
Maßnahme Ferienschulen in den Sozialräumen Buchheim und Buc h-
forst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
Inhalt Ausgangslage 
Sprache ist das Medium und der Schlüssel zum Lernen in allen 
Fächern. Entsprechende Kompetenzen  bilden eine Vorausse t-
zung für den Schulerfolg. Die Herausforderung in mehrsprach i-
gen Klassen besteht darin, alle Kinder so zu unterstützen, dass 
sie die Schulsprache Deutsch möglichst gut und auch schnell 
beherrschen. Ferienschulen sind ein geeignetes Instrument, den 
Schulerfolg neu zugewanderter und sozial benachteiligter Kinder 
zu fördern. 
 
Projektbeschreibung 
Im Rahmen des Projekts sollen 22 Ferienschulen an Grundschu-
len im Programmgebiet der elf Sozialräume angeboten werden. 
Hierüber können bis zu 600 Schülerinnen und Schüler erreicht 
werden. 
Das Projekt setzt bei den Erfahrungen des Strukturförderpr o-
gramms MÜLHEIM 2020 an. Hier konnten in der Zeit von 2011 
bis 2014 alle Grundschulen im Programmgebiet mit einem ve r-
gleichbaren modularen Konzept für eine Zusammenarbeit in 
dem Thema „Sprachförderung“ gewonnen werden.  
Der Projektstart erfolgt analog zu der Gesamtstrategie der Stadt 
Köln im Integrierten Handlungskonzept „Starke Veedel –Starkes 
Köln“ zunächst in Form einer viermonatigen Pilotphase in den 
folgenden Sozialräume.  
 Buchheim und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keu p-
straße  
 Meschenich und Rondorf 
 Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 
Nach der Durchführung von je einer Ferienschule in den vier P i-
lotstandorten erfolgt die Ausweitung des Angebotes au f die wei-
teren Sozialräume: 
 Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil 
 Bickendorf, Westend und Ossendorf 
 Bilderstöckchen 
 Bocklemünd / Mengenich 
 Höhenberg und Vingst 
 Ostheim und Neubrück 
 Humboldt / Gremberg und Kalk

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
139 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Durch diese zweistufige Vorgehensweise wird sichergestellt, 
dass die in der Pilotphase gewonnenen Erkenntnisse zeitnah auf 
alle Sozialräume übertragen werden und didaktische und org a-
nisatorische Konzepte zunächst in einer Teilgruppe erprobt we r-
den können, bevor sie in der Fläche umgesetzt werden. 
Es ist davon auszugehen, dass in den elf  Kölner Sozialräumen 
und damit auch in den Sozialräumen Buchheim und Buchforst  
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  der Anteil an Grundschu l-
kindern mit besonderem  Sprachförderbedarf noch einmal deu t-
lich über dem  städtischen Durchschnitt liegt, da der Anteil an 
Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund höher und 
die sozio-ökonomische Lage der Familien schwieriger ist als in 
der Gesamtstadt.  
Während der Schulferien (Oste rn / Sommer / Herbst) können 
Schülerinnen und Schüler mit Sprachförderbedarf  an ihrer 
Grundschule an einer kostenlosen Ferienmaßnahme teilne h-
men, die auf die Verbesserung der Sprachkompetenzen in der 
Muttersprache und in der deutschen Sprache  ausgerichtet ist. 
Während der Maßnahme werden die Kinder in Kleingruppen 
(sechs Kinder) von je zwei Lehramtsstudentinnen und -
studenten betreut. Die Sprachförderung basiert auf der DemeK 
Methode.  
Charakteristisches Kennzeichen der Ferienschule ist die Verbi n-
dung von spielpädagogischen Elementen mit lebendiger Sprach-
fördertätigkeit zur Verbesserung der alltags - und bildung s-
sprachlichen Kompetenzen. Den Abschluss der Ferienschule 
bildet am letzten Tag ein Abschlussfest, zu de m auch die Eltern 
und Geschwisterkinder eingeladen werden. 
Im Rahmen des Ferienschulen -Konzeptes werden die teilne h-
menden Grundschulen hinsichtlich der Optimierungsmöglichke i-
ten für erfolgreiche mehrsprachige Unterrichtskonzepte beraten 
und unterstützt, so dass die Wirkung der Ferienschulen im 
Schulalltag aufgegriffen und fortgeführt werden kann. 
 
Abgrenzung des Vorhabens zu Regelangeboten 
Bereits im Strukturförderprogramm MÜLHEIM 2020 konnten Fe-
rienschulen nur durch die damals verfügbare Förderung real i-
siert werden, da keine anderen Finanzierungsmöglichkeiten ver-
fügbar waren. 
Vergleichbare kompetenzorientierte Angebote wie der Talen t-
CAMPus im Bundesprogramm „Kultur macht stark“ richten sich 
an Schülerinnen und Schüler in der Sek undarstufe 1, haben 
nicht den klaren Fokus auf Sprachförd erung und können somit 
nicht übertragen oder zur Finanzierung herangezogen werden. 
Ferienschulen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Konzeption 
und Umsetzung erheblich von den Regelangeboten im Offenen 
Ganztag, da entsprechende Betreuungsschlüssel und or ganisa-
torische Voraussetzungen im schulischen Regelbetrieb nicht

140 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
realisiert werden können. Gleichwohl wirken die Ferienschulen 
durch die vermittelten Kompetenzen in den schulischen Alltag 
und geben in Kombination mit den Beratungsangeboten wichtige 
Impulse für mehrsprachigen Unterricht in den beteiligten Grun d-
schulen. 
Zielgruppen Schülerinnen und Schüler der beteiligten Grundschulen  
Beteiligte Grundschulen in den elf Sozialräumen 
Lehramtsstudentinnen und -studenten 
Ziele Operatives Ziel 
 Neu geschaffene, bedarfsgerechte Angebotsstrukturen 
und / oder Arbeitsplätze 
Projektziele 
Sprachliche Kompetenzen erweisen sich zunehmend als grun d-
legende Qualifikation für eine vollständige Teilhabe am gesel l-
schaftlichen und wirtschaftlichen Leben. Ziel des Projektes ist 
es, mit einem umfassenden modularen Konzept die sprachliche 
Kompetenz von Kindern mit Zuwanderungsgeschichte und Ki n-
dern aus sozial schwachen Familien zu fördern. Sprachförd e-
rung versteht sich im Rahmen der Projektumsetzung in einem 
doppelten Sinne: 
 als Förderung der Bildungssprache Deutsch im Deutsch - 
und Fachunterricht, da viele Schülerinnen und Schüler 
auch während der Schulzeit noch Deutschlerner sind 
 als Förderung der Herkunftssprachen (Schriftsprache) in 
Koordination mit dem Erwerb der deutschen Sprac he als 
Anknüpfen an den Stärken der mehrsprachig aufwac h-
senden Migrantinnen und Migranten 
Ein weiteres Ziel ist die frühzeitige und umfassende Vermittlung 
von Praxiswissen für Lehramtsstudentinnen und –studenten, die 
in den Ferienschulen erfolgt. 
Indikatoren  Anzahl der beteiligten Grundschulen  
 Anzahl der erreichten Schülerinnen und Schüler 
 Anzahl der zum Einsatz kommenden Lehramtsstudenti n-
nen und -studenten

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
141 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Kosten 
Kosten für 11 Sozialräume  
Kosten für die 
Sozialräume 
Buchheim und 
Buchforst 
sowie Mü l-
heim-Nord und 
Keupstraße  
  
pro Jahr  2 Jahre 
Stel-
lenan-
teile  
für die 
Sozial-
räume  
anteilige  
Kosten 
Personalkosten 
0,5 Stellenanteile Herausgehob e-
ne Projektarbeit 40.650 € 81.300 € 0,09  14.782 € 
Personalkosten gesamt:  40.650 € 81.300 €  14.782 € 
Sachkosten 
 11 Ferie n-
schulen 
22 Ferie n-
schulen 
- 
€ 
Honorar- und Sachkosten (pro 
Ferienschule 8.000 €) 88.000 € 176.000 € - 32.000 € 
Sachausgaben gesamt:  88.000 € 176.000 € - 32.000 € 
Davon Haushaltsjahr 2017:    140.800 € - 25.600 € 
Davon Haushaltsjahr 2018:    140.800 € - 25.600 € 
  
Gesamtkosten   257.300 € - 46.782 € 
Davon Haushaltsjahr 2017  128.650 €  23.391 € 
Davon Haushaltsjahr 2018  128.650 €  23.391 € 
 
Projektlaufzeit / Zeitraum 24 Monate / 2 Jahre 
01.01.2017 bis 31.12.2018 
Eine Weiterentwicklung dieser Maßnahme ist denkbar. Die ko n-
krete Fortführung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung 
abhängig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßna h-
me. 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Weiterbildung in Koop eration mit dem Ko m-
munalen Integrationszentrum.  
Es ist geplant , die positiven Umsetzungserfahrungen aus dem 
Strukturförderprogram MÜLHEIM 2020 mit den Kooperation s-
partnern Lernende Region – Netzwerk Köln e.V., Zentrum für 
Mehrsprachigkeit und Integration (ZMI) sowie dem Institut für 
Deutsche Sprache und Literatur II der Universität zu Köln umz u-
setzen.  
Förderung Gegebenenfalls geeignetes Landesprogramm des MFLJS oder 
MSW oder des BAMF (Sprachkurse) 
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht 
erkennbar.

142 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Laufende Nummer 1.0.26 Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen 
Maßnahme Willkommen und Ankommen in Köln  in den Sozialräumen 
Buchheim und Buchforst sowie Mülheim -Nord und Keu p-
straße  
Inhalt Ausgangslage  
Köln ist die vier t-größte Stadt Deutschlands. Aufgrund ihrer 
Strukturen vor allem aber durch ihr tolerantes und offenes 
Stadtbild verfügt die Stadt über eine hohe Anziehungskraft s o-
wohl bei Studierenden, Alleinlebenden, Familien und Personen 
aus dem Um - und Ausland. Aus dies em Grund zählt Köln auch 
zu einer der wachsenden Städte Deutschlands. 
Ein Faktor ist u nter anderem der seit vielen Jahren anhaltende 
Zuzug von EU -Bürgerinnen und Bürger. An der Spitze der Kö l-
ner aus EU -Mitgliedsstaaten standen zum Stichtag 31.12.2015 
Italiener (18.745), Polen (9.632) und Griechen (5.776). Bezü g-
lich dieser Staatsangehörigen ist in den vergangenen Jahren ein 
moderater und relativ linearer Anstieg der Einwohnerzahlen zu 
verzeichnen. 
Seit dem EU-Beitritt von Bulgarien und Rumänien im Jahr 2007 
ist die Zahl der gemeldeten EU-Bürgerinnen und Bürger aus den 
beiden Staaten deutlicher als bei allen anderen Zuwanderern 
aus den EU -Mitgliedsstaaten gestiegen. Zum 31.12.2015 hat 
sich die Zahl auf insgesamt 10.497 Menschen erhöht (6.548 
Bulgaren, 3.9 49 Rumänen). Dazu gibt es in Köln eine nicht 
quantifizierbare Anzahl an EU -Bürgerinnen und Bürgern, insb e-
sondere aus den beiden genannten Staaten, die nicht gemeldet 
sind, sich aber sowohl vorübergehend als auch regelmäßig in 
Köln aufhalten. Schon anhand der Meldedaten über Zuzüge und 
Fortzüge lassen sich hohe Fluktuationsquoten nachvollziehen, 
die 2014 bei rund 51 Prozent, in den Jahren 2011  bis 2013 so-
gar zwischen 65 und 70 Prozent lagen. 
Der Zuzug von Zugewanderten konzentriert sich nicht auf einige 
wenige Quartiere, sondern verteilt sich über das ganze Stadtg e-
biet. Besonders betroffen sind dabei zwangsläufig die Gebiete 
und Quartiere, die mit vergleichsweise hohen Arbeitslosenqu o-
ten und entsprechend hohen Anteilen von Transferleistung s-
empfängerinnen und -empfängern, noch relativ preisgünstigem 
Wohnungsbestand zu den benachteiligten Stadt teilen und -
vierteln in Köln gehören. Hierzu zählen  auch die Sozialrä ume 
Buchheim und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße. 
Die Freizügigkeit innerhalb der EU g ründet für alle EU -
Bürgerinnen und -Bürger auf dem Recht zur Arbeitssuche und 
dem Aufenthaltsrecht sowohl zur Arbeitssuche als auch für die 
Dauer der Beschäftigung in jedem EU-Mitgliedsland. 
Menschen, die in ihren Herkunftsländern eine schulische Bildung 
und eine berufliche Qualifizierung erfahren haben, finden sich 
auf dem hiesigen Arbeitsmarkt relativ gut zurecht und könnten 
sich und ihre Familien oft selbstständig finanzieren und ernä h-

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
143 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
ren. Ausgrenzungs - und Diskriminierungserfahrung sind zum 
Teil dennoch ursächlich für den schwierigen zuweilen perspe k-
tivlosen Zugang zum hiesigen Arbeitsmarkt. Insbesondere Fra u-
en aus den benannten Zuzugsländern sind von Diskriminierung 
und Ausgrenzung betroffen. Studien zu folge, erfahren gerade 
Frauen aus Sinti und Roma F amilien häufiger Diskriminierung 
aufgrund von Zuschreibungen, die diesen Personen gegenüber 
getroffen werden, als andere. Zugänge in den Arbeits- aber auch 
Wohnungsmarkt sind erschwert, da sowohl Arbeitgeber als auch 
Wohnungseigentümer häufig zurückschreck en, Familien aus 
EU-Ost-Ländern eine Wohnung zu vermieten beziehungsweise  
einen Ar beits- oder Ausbildungsplatz anzubieten. Somit kann 
davon ausgegangen werden, dass qualifizierte Personen aus 
den beschriebenen Gründen, einen deutlich schwereren Start in 
das hiesige System haben, als andere. 
Die aktuelle Zuwanderungssituation weist aber eben auch eine 
große Anzahl von Menschen auf, die in ihren Herkunftsländern 
bereits großer Not ausgesetzt waren, ohne Zugang zu Bildung, 
adäquat bezahlter Beschäftigung, Gesu ndheitsversorgung und 
menschenwürdigen Wohnbedingungen. Die Menschen ohne 
echte Perspektive auf dem hiesigen Arbeitsmarkt sichern ihren 
täglichen Lebensunterhalt unter anderem durch Gelegenheitsar-
beiten, Sammeln von Schrott und Flaschen, Verwertung von 
Sperrmüll aber auch durch Bettelei oder persönliche Verdingung 
bis hin zu Prostitution. 
Um den daraus heraus resultierenden Anforderungen begegnen 
zu können, hat die Stadt Köln das ESF -Projekt „Willkommen in 
Köln“ im Zeitraum 01.01.2014 bis 31.12.2015 durchge führt. Im 
Zentrum aller Aktivitäten stand die nachhaltige Integration der 
Zuwanderinnen und Zuwanderer aus Südosteuropa in den A r-
beitsmarkt und das soziale Umfeld. Schwerpunkte des Projektes 
waren der Aufbau von Begegnungs- und Beratungsstellen sowie 
die Durchführung von Sprachkursen. Die Verbindung von aufs u-
chender Beratungstätigkeit und fester Beratungsstelle als A n-
laufpunkt erwies sich als erfolgreiche Strategie für die Teilne h-
mendengewinnung und die Umsetzung der Beratungsarbeit. Die 
Vielzahl der multiplen Vermittlungshemmnisse der Zugewande r-
ten (Wohnsituation, Krankenversicherungsschutz, soziale Abs i-
cherung, Schulden) verzögerte jedoch eine schnelle Integration 
in den hiesigen Arbeitsmarkt. Im Fokus stand daher erst einmal 
der Abbau dieser Hemmnisse . Die Beratungen wurden dann 
Zug um Zug mit arbeitsaktivierenden Maßnahmen kombiniert. 
Die Unterstützungs- und Beratungsangebote konzentrierten sich 
in diesem Projekt im Wesentlichen auf die Stadtteile Ehrenfeld, 
Kalk und Mülheim. 
Das Ministerium für Arbeit und Soziales NRW fördert für ein wei-
teres Jahr arbeitsmarkt relevante Projekte im Kontext der Z u-
wanderung aus Südosteuropa. In dem Folgeprojekt „Weiteren t-
wicklung Willkommen in Köln“ werden in 2016 die Erkenntnisse 
aus der zweijährigen Projektumsetzungsphase aufgegriffen und 
weiterentwickelt. Die Maßnahmen im Projekt konzentrieren sich

144 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
auch hier auf die Stadtteile Ehrenfeld, Kalk und Mülheim. 
Im Rahmen der neuen ESF-Förderphase in Nordrhein-Westfalen 
wird das Projekt „Willkommen und Ankommen in Köln“ ab 2017 
die guten Ansätze aus den beiden vorangegangen Projekten 
aufgreifen und auf die bisher nicht berücksichtigten Sozialräume 
Buchheim und Buchforst sowie Mülheim -Nord und Keupstraße  
übertragen. Im zukünftigen Projekt ist der zentrale Inhalt die A r-
beitsmarktintegration sowie die Themenfelder Diskriminierung, 
Ausgrenzung und Vorurteile gegenüber der beschriebenen Zie l-
gruppe. Denn die Unterstützung und Mobilisierung der anko m-
menden Personen ist nicht ausreichend. Ein Zusammenspiel 
zwischen der Aufnahme- und Ankommenden-Gesellschaft muss 
forciert werden, um eine zielführende und erfolgreiche Integrat i-
on für alle Beteiligten zu erlangen.   
Niedrigschwellige Unterstützung, die im Vorfeld der Arbeit s-
marktintegration erforderlich ist, erhalten die Menschen ab dem 
01.01.2016 über Angebote, die aus dem Europäischen Hilf s-
fonds finanziert werden. Die Angebote aus dem EHAP sollen 
den Menschen bei der Bewältigung des Alltags in Deutschland 
helfen, sie für Beratungsstrukturen des regulären Hilfesystems 
sensibilisieren und an diese heranführen sowie bei der Überwi n-
dung von sprachlichen Schwierigkeiten unterstützen. Das ESF -
Projekt als Schnittstelle knüpft hier an zwei Stellen an. Zum e i-
nen unterstützt es die Zugewanderten bei der Arbeitsmarkti n-
tegration. Die Zugewand erten verfügen über sehr unterschiedl i-
che Ausgangssituationen im Hinblick auf ihre Chancen der I n-
tegration in den Arbeit smarkt. Sowohl der Bildungs - bezie-
hungsweise der Ausbildungsstand, die tatsächliche Arbeitserfah-
rung als auch der arbeitsrechtliche Stat us sind sehr vielfältig. In 
der Regel sind die Sprachkompetenzen  der deutschen Sprache 
für eine schnelle Integration in Beschäftigung zu gering. Best e-
hende Potenziale, Fähigkeiten und Kenntnisse müssen identif i-
ziert werden. Ebenso wichtig ist die Förderung  der Sprachkom-
petenz. Zum anderen wird ein Schwerpunkt des Projektes auf 
die Öffnung von Betrieben und Ausbildungseinrichtungen sowie 
Ämtern und Dienststellen gelegt. Im Rahmen von Diversity wird 
sowohl die Zielgruppe als auch die Aufnahmegesellschaft als 
Zielgruppe betrachtet. Wie beschr ieben, haben Erfahrungen g e-
zeigt, dass Integrationsmaßnahmen eindimensional nicht zie l-
führend sind, deshalb fokussiert Willkommen und Ankommen in 
Köln alle Beteiligten gleichermaßen. 
 
Projektbeschreibung  
Das Projekt „Willkommen und Ankommen in Köln“ setzt hier mit 
einem sogenannten integrierten Konzept, einer Kombination aus 
Kompetenzfeststellung, Sprachförderung, Beratung und Begle i-
tung abgestimmt auf die Zielgruppe, sowie Öffentlichkeitsarbeit, 
Schulungen, Begegnung und A ustausch an beide Zielgruppen 
(Arbeitnehmerinnen und –nehmer sowie Arbeitgeberinnen und -
geber) gerichtet, an.

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
145 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Das Ziel der Arbeitsmarktintegration soll in enger Abstimmung 
mit maßgeblichen Kölner Arbeitsmarktakteuren und anderen mit 
der Zielgruppe vertrauten Institutionen wie zum Beispiel Jobcen-
ter, Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer Migran-
tenselbsthilfeorganisationen, Antidiskriminierungsstellen und 
weitere erreicht werden durch: 
 Zielgruppensensible Beratung 
 Kompetenzfeststellung im Rahmen der arbeitsmarktlichen 
Integration 
 Sprachkurse 
 Gewinnung von Arbeitgeber innen und -gebern zur Quali-
fizierung der Zielgruppe (Kombination von einem Prakt i-
kum und auf den Job ausgerichtete Sprachkurs) 
 Begleitung in bestehenden Beschäftigungsverhältnissen 
 Anerkennung von ausländischen Bildungs- und Berufsab-
schlüssen 
 Fachberatung für berufliche Abschlüsse  
 Begleitung vor und nach Anerkennung von Abschlüssen 
 Rechte und Pflichten von Arbeitnehmer innen und -
nehmern 
 Coaching im Rahmen der dauerhaften Integration  
 Begegnung und Austausch sowie Sensibilisierung auf 
beiden Seiten 
 Vermittlung der Projektteilnehmenden in sozialversich e-
rungspflichtige Beschäftigungs- beziehungsweise in Aus-
bildungsverhältnisse 
 Aufbau einer Unterstützungsstruktur für die Zugewande r-
ten als auch die Arbeitgeber der Zielgruppe 
Zielgruppe  Personen aus der E uropäischen Union mit Schwerpunkt 
Süd-Osteuropa 
 im Alter zwischen 18 und 55 Jahren 
 Frauen und Männer zu gleichen Anteilen 
Ziele Operative Ziele 
 Schaffung von bedarfsgerechten Angebotsstrukt uren und 
/ oder Arbeitsplätzen 
 Vernetzte Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich 
Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebot s-
formen 
 Verstärkte Arbeitsmarktintegration von Armut Bedrohten / 
Betroffenen

146 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Projektziele  
 Aktivierung, Heranführung und  Integration in den A r-
beitsmarkt und die Sozialräume 
 Konzeption eines umfassenden Begleitprogramms 
 Qualifikation durch ausbildungsähnliche Strukturen und 
Sprachkurse 
 Abbau von Vorurteilen und Diskriminierung 
Indikatoren  Anzahl der Fortbildungsveranstaltungen  
 Anzahl der Teilnehmenden  
 Anzahl Personen, die mit Abschlüssen qualifiziert wurden 
 Anzahl Personen Vermittlungen in den Arbeitsmarkt 
Kosten Personal und Sachkosten (Summen) 
                                                                                            Pro Jahr                 für 2 Jahre 
Projektleitung mittlere Projekte 1/3 Stelle Pauschale           28.820 €                   57.640 € 
Herausgehobene Projektmitarbeit 1/3 Stelle Pauschale      27.100 €                   54.200 € 
Gesamt:                                                                                55.920 €                 111.840 € 
 
Weiterleitung an Träger  
Herausgehobene Projektmitarbeit, 1 Stelle Pauschale         81.300 €                162.600 € 
Öffentlichkeitsarbeit                                                               10.000 €                  20.000 € 
Qualifikation der Akteure vor Ort                                           10.000 €                  20.000 € 
Qualifikation der Teilnehmenden                                           40.000 €                  80.000 € 
Gesamt                                                                                141.300 €                282.600 € 
 
Gesamtkosten 394.440,00 €  
Davon 2017: 197.220,00 € 
Davon 2018: 197.220,00 € 
Projektlaufzeit / Zeitraum 24 Monate / 2 Jahre 
01.01.2017 bis 31.12.2018 
Eine Übertragung dieser Maßnahme auf andere Sozialräume 
sowie eine Weiterentwicklung sind denkbar. Die konkrete For t-
führung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung abhängig 
vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßnahme. 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Punktdienststelle Diversity 
Förderung ESF, B 1 im Rahmen der Einzelfallentscheidung 
Der Eigenanteil der Stadt Köln wird durch die Stellung von Pe r-
sonal erbracht. 
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht 
erkennbar.

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
147 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
11.2.3 Handlungsfeld 2: Öffentlicher Raum 
Laufende Nummer 2.0.4 Handlungsfeld: Öffentlicher Raum 
Maßnahme Spiel- und Bewegungsräume in den Veedeln  
Sozialraum Buchheim und Buchforst: Fläche Wuppertaler 
Straße / Stegwiese 
Sozialraum Mülheim -Nord und Keupstraße: Weiterentwic k-
lung des Spielplatzes Rixdorfer Straße 
Einrichtung von Angeboten zum Skaten, BMXen und anderen 
Trendsportarten sowie Spiel - und Bewegungsmöglichkeiten für 
Kinder und Jugendliche in den beiden Sozialräumen 
Inhalt Ausgangslage 
In den Sozialräumen Buchheim und Buchforst  sowie Mülheim-
Nord und Keupstraße besteht eine große bis sehr große Unte r-
versorgungen von öffentlichen Spiel - und Bolzplatzflächen. Laut 
Rankingliste der Spielplatzbedarfsplanung der Stadt Köln verfügt 
allein der Stadtteil Buchheim mit einem Flächenfehlbedarf von 
aktuell insgesamt 16.501 m²  unter Berücksichtigung von Ei n-
wohnerdichte und Anteil an Mehrfamilienhäusern sowie Anza hl 
und Anteil der hier lebenden Kinder und Jugendlichen über die 
dritthöchste Priorität aller 86 Kölner Stadtteile.  Buchforst liegt in 
diesem Stadtteilranking auf Platz 8 (Sortierung nach Rang, 1 = 
höchster Bedarf). Mülheim liegt in diesem Ranking auf Platz 27. 
Neben einem hohen Fehlbedarf an ausgebauten öffentlichen 
Spiel- und Bolzplatzflächen (Quantitative Bewertung) ist auch 
die Qualität auf den sechs öffentlichen Spiel - und Bolzplatzflä-
chen in Buchheim und den drei öffentlichen Spiel- und Bolzplatz-
flächen in Buchforst von geringer Wertigkeit. In den letzten zwei 
Jahren konnte eine größere zusammenhängende Spielplatzfl ä-
che in Buchheim neugestaltet werden. Dies hatte eine leichte , 
aber nicht ausreichende Anhebung der qualitativen Bewertung 
des Sozialraumes zur Folge.  
Dem grundsätzlich vorhandenen und aufgrund der teilweise z u-
nehmenden Einwohnerzahlen20 jährlich steigenden Flächenfeh l-
bedarf kann nur mit neu geschaffenen Spiel- und Bewegungsflä-
chen entgegengewirkt werden. 
Ein enorm hoher Handlungsbedarf ergib t sich darüber hinaus 
auch aus den vorhandenen Bevölkerungsstrukturen sowie den 
gegebenen familiären und sozialen Lebensbedingungen der 
Kinder und Jugendlichen. 
In Buchheim und Buchforst sind 17,9 Prozent aller Einwohner 
innen und Einwohner Kinder und Juge ndliche bis 18 Jahre. Im 
                                                
20 Von 2007 bis 2013 stieg die Einwohnerzahl in dem Sozialraumgebiet Buchheim und Buchforst um 
774 Personen. In Mülheim Nord und Keupstraße ist die Einwohnerzahl von 2007 bis 2013 um 110 
Personen gesunken.

148 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Sozialraum Mülheim -Nord und Keupstraße sind 19,6 Prozent 
aller Einwohnerinnen und Einwohner Kinder und Jugendliche bis 
18 Jahre. In den  Sozialräumen lebt somit ein hoher Anteil an 
Einwohnerinnen und Einwohnern, der zugangsberechtig t zu ö f-
fentlichen Spielplätzen ist. Die qualitative Situation auf den neun 
Spiel- und Bolzplätzen in den Sozialräumen Mülheim -Nord und 
Keupstraße ist vergleichbar zu Buchheim und Buchforst. 
Um den jungen Menschen im unmittelbaren Wohnumfeld alters - 
und bedarfsgerechte Spiel-, Kommunikations- und Bewegungs-
räume und damit adäquate Entwicklungsmöglichkeiten anbieten 
zu können, ist die Neuerrichtung von attraktiven, qualitativ guten 
und bedarfsorientierten , sportlichen Angeboten dringend erfo r-
derlich. 
Kinder un d Jugendliche verbringen einen nicht unerheblichen 
Teil ihrer Freizeit im öffentlichen Raum. Sie bewegen sich dabei 
aufgrund fehlender Möglichkeiten nicht nur auf den offiziell au s-
gewiesenen Flächen. Aufgrund des gegebenen Bedarfs sind 
verstärkt niederschwellige, kostenfreie Angebote für jeden ohne 
Ausgrenzung im öffentlichen Raum bereitzustellen. 
 
Projektbeschreibung 
Unterschiedliche bewegungsorientierte Räume zur Ausübung 
von Trendsportarten wie Inlinern, Skaten , Klettern und BMXen, 
die auch als (de-)zentrale Jugendtreffpunkte mit Aufenthaltsqua-
lität zum Treffen, Chillen und Kommunizieren genutzt werden 
können, sind bedarfsgerecht herzurichten. 
Entsprechend des Bedarfes ist folgende Fläche für einen pr o-
jektbezogenen Umbau vorgesehen: 
Sozialraum Buchheim und Buchforst: Fläche Wuppertaler 
Straße / Stegwiese:  
Trendsport zum Beispiel Klettern (nicht Skaten + BMX) auf der 
vorgehaltenen Fläche Wuppertaler Straße / Stegwiese

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
149 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
  
Der öffentliche Spielplatz Wuppertaler Straße / Stegwiese ist ein  
zweigeteilter Spielplatz in Köln-Buchheim. 
Im nördlichen Teil der Spielplatzfläche befindet sich lediglich e i-
ne Tischtennisplatte. Der südliche Teil des Spielplatzes ist an 
der Wuppertaler Straße gelegen und ist nicht ausgebaut. Hier 
befindet sich eine fa st 5.000 m² große Grünfläche. Die beiden 
Bereiche liegen etwa 200 Meter fußläufig voneinander entfernt 
und sind durch einen Fußweg miteinander verbunden.

150 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
  
Angrenzend an den Spielplatz Wuppertaler Straße / Stegwiese 
befindet sich die Gesamtschule Zweigstel le Wuppertaler Straße 
in Köln -Buchheim, die von einem Großteil der i m Sozialraum  
lebenden Kinder und Jugendlichen besucht wird. 
Einen Ausbau des südlichen Teiles mit einem Bewegungsang e-
bot für die älteren Kinder bis Jugendlichen ist hier dringend e r-
forderlich. Das Angebot einer neuen Bewegungsfläche ist auf-
grund der Nähe zur Schule gut verortet und wird von den Ki n-
dern und Jugendlichen daher voraussichtlich gut angenommen. 
 
Sozialraum: Mülheim-Nord und Keupstraße: Weiterentwic k-
lung des Spielplatzes Rixdorfer Straße 
Trendsport auf einer oder zwei Teilflächen des Spielplatzes 
Rixdorfer Straße. Kombiniert mit Spiel - und Bewegungsmöglich-
keiten für die Altersstufe 6 bis 10 Jahre.

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
151 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
  
Der Spielplatz Rixdorfer Straße ist in mehrere Teilbereiche au f-
gegliedert. Einzelnen Bereiche sind komplett abgeräumt und li e-
gen seit mehreren Jahren brach. Der Spielplatz Rixdorfer Straße 
deckt einen großen Einzugsbereich ab. Der nächst gelegen 
Spiel- und Bolzplatz ist etwa 600 Meter entfernt. 
  
Eine Erreichbarkeit des Spielplatzes in östlicher Richtung ist 
durch die von Norden nach Süden verlaufende Bahntrasse nicht 
gegeben. 
An der Pla nung der Maßnahmen werden die in den  Sozialräu-
men Buchheim und Buchforst sowie Mülheim -Nord und Keu p-
straße lebenden Kinder und Jugendlichen sowie die interessierte

152 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Bewohnerschaft beteiligt. Auf diese Weise kann eine bed arfsge-
rechte Gestaltung gewährleistet werden. 
Zielgruppe Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene 
Ziele Operative Ziele 
 Erschlossene und bedarfsgerecht weiterentwickelte Fl ä-
chen für neue Nutzungen 
 Aufgewertete und vernetzte Begegnungs - und Leben s-
räume 
Projektziele 
 Zeitnahe Bereitstellung öffentlicher Spiel - und Bew e-
gungsflächen mit hohem Bewegungs - und Aufenthalt s-
wert für Kinder, Jugendliche, Familien sowie andere in 
den beiden Sozialräumen lebende Menschen  
 Schaffung der Voraussetzungen für eine höhere Lebens - 
und Aufenthaltsqualität für die Bewohnerinnen und B e-
wohner der beiden Sozialräume durch Verbesserungen 
im öffentlichen Raum und dem Wohnumfeld  
Indikatoren  Anzahl neu errichteter Spiel- und Bewegungsangebote 
 Umgestaltete Fläche in m² 
 Teilnehmende an den Kinder -, Jugend- und Bürgerbetei-
ligungen 
 Verminderung des Fehlbedarfes, Erhöhung der zur Ve r-
fügung stehenden Flächen (in m²) 
Kosten Sachkosten / Baukosten 
Sozialraum Buchheim und Buchforst: Kostenschätzung 
125.000,00 € 
Sozialraum Mülheim -Nord und Keupstraße: Kostenschätzung 
240.000,00 € 
Gesamtkosten für beide Sozialräume: 365.000,00 € 
Davon 2017: 60.833,33 € 
Davon 2018: 201.666,67 € 
Davon 2019: 91.666,67 € 
Davon 2020: 10.833,33 € 
Projektlaufzeit / Zeitraum 36 Monate / 3 Jahre 
01.07.2017 bis 30.06.2020 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Kinder, Jugend und Familie  
Förderung EFRE mit Kofinanzierung durch Städtebauförderung

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
153 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Laufende Nummer 2.5.5 Handlungsfeld: Öffentlicher Raum 
Maßnahme Ein Platz an der Herler Straße – Treffen und Verweilen im 
Veedel Buchheim 
Inhalt Ausgangslage 
Buchheim ist einer der ältesten Orte im rechtsrheinischen Köln 
und durch große zusammenhängende Wohnquartiere und einen 
abwechslungsreichen Landschaftsbereich geprägt.  
Buchheim ist mit rund 12.900 Einwohner innen und Einwohnern 
trotz der zentralen Lage im Stadtbezirk Mülheim und der fl ä-
chendeckenden Bebauung sehr ursprünglich geblieben.  
In Buchheim -Mitte und Alt -Buchheim prägen überwiegend g e-
schlossene Baublöcke mit bis zu fünf Geschossen, die sich über 
ganze Straßenzüge erstrecken, das Stadtbild. Diese ur bane 
Dichte wird nur an wenigen Stellen im Sozialraum durch öffent-
lich zugängliche Freiflächen unterbrochen. Aufenthaltsflächen 
zum Verweilen und Begegnen sind hier kaum vorhanden. 
Am Schnittpunkt der Quartiere Buchheim -Mitte und Alt -
Buchheim trifft die Alte-Wipperfürther Straße auf die Herler Str a-
ße. Vier Baublöcke schaffen an dieser Stelle einen spannenden 
Stadtraum, der großes Potenzial für einen Veedels -Platz hat. 
Wichtige Fußwegeverbindungen führen über diese Fläche in und 
aus den angrenzenden Wohnquar tieren. Den Baublöcken sind 
städtische Flächen vorgelagert, die zum Teil als Gehwege, Str a-
ßenbegleitgrün und Parkplatzflächen genutzt werden. Der Stadt-
raum wird durch die Straßentrasse zerschnitten, parkende Autos 
verhindern wichtige Sicht - und Funktionsbe ziehungen, vorha n-
dene kleinere Grünflächen sind nicht gestaltet. 
Zwar umfasste das Programmgebiet des Strukturförderpr o-
gramms „MÜLHEIM 2020“ auch den Stadtteil Buchheim, jedoch 
waren hier keine Projekte im Handlungsfeld Städtebau vorges e-
hen. Im Anschluss an das Programm sollen die stadt- und sozi-
alräumlichen Potenziale in Buchheim nun aktiv genutzt werden.  
 
Projektbeschreibung 
Die Maßnahme sieht dabei folgende Schwerpunkt vor: 
 Neuordnung des Stadtraumes und Bündelung von Fun k-
tionen (Parkplätze etc.) 
 Schaffung einer größeren zusammenhängenden Platzfl ä-
che mit Aufenthaltsbereichen und Spielmöglichkeiten 
(ggf. auch Gastronomieangeboten) 
 Erhöhung des Grünanteils  
 Schaffung sicherer Fußgängerquerungen 
 In die Umgestaltung können aktuelle Aspekte der Fre i-
raumgestaltung im Hinblick auf stadtklimatische Herau s-

154 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
forderungen (Klimawandel: Hitze, Starkregen etc.) mit 
einfließen.  
Phase 1 (Entwurf) 
 Erarbeitung der Entwurfsplanung (Leistungsphasen 1 bis 
3 HOAI) durch beauftragte Landschaftsarchitekten 
 Durchführung von 2 Work shops vor Ort (Auftakt, Zw i-
schenpräsentation) in der Planungsphase (Stadtpl a-
nungsamt, Sozialraumkoordination, Landschaftsarchitekt, 
Beteiligungsbüro, Öffentlichkeit) 
 Vorstellung der Planung 
 Umsetzungskonzept (Umgang mit Parkplätzen während 
Bauphase) 
Phase 2 (Ausführung) 
 Erarbeitung Ausführungsplanung, Vergabe, Bauleitung, 
Ausführung (Leistungsphasen 5 bis 9 HOAI) 
Zielgruppe Einwohnerinnen und Einwohner des Stadtteils, insbesondere 
Gruppen mit beschränktem Aktionsradius (z.B. Senior innen und 
Senioren, Kinder und Jugendliche), welche dadurch einen h o-
hen Stadtteilbezug haben und für die zentrale Aufenthaltsqual i-
tät und Kommunikationsmöglichkeiten im Stadtteil von besond e-
rer Bedeutung sind. 
Ziele Operative Ziele 
 neugeordneter Stadtraum 
 aufgewertete Begegnungs- und Lebensräume 
Projektziele 
 Erhöhung der Verweildauer und Aufenthaltsqualität  
 höhere Lebensqualität  
 Verbesserung der Integrations - und Kommunikation s-
möglichkeiten durch Begegnungsräume 
 Stärkung der lokalen Identität 
 Verbesserung des Mikroklimas durch Entsiegelung, E r-
höhung des Grünanteils 
 Belebung des Infrastrukturangebots 
 geringere Verwahrlosungstendenzen 
 wohnortnahe Freiraumqualitäten 
 Verbesserung der Nutzungsmöglichkeiten 
Indikatoren  umgestalteter Platzfläche in m² 
 begrünte und entsiegelte Platzfläche in m²

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
155 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
 Aufenthaltsbereiche in m² 
Kosten (brutto) Sach- / Ausbaukosten 
Ausbaukosten                                       624.750,00 € 
SiGeKo                                                    10.000,00 € 
Vermessung                                              4.000,00 € 
Planung Landschaftsarchitekt (Leistungsphasen 1 bis 3)  
                                                                23.750,00 € 
Ausführungsplanung (Leistungsphasen 5 bis 9) 
                                                                53.200,00 € 
Durchführung Beteiligung/Workshops       7.800,00 € 
 
Gesamtkosten 723.500,00 € 
Davon 2017:       13.900,00 € 
Davon 2018:       35.850,00 € 
Davon 2019:     445.550,00 € 
Davon 2020:     228.200,00 € 
Alle Angaben grobe Schätzungen, da aktueller Planungsstand 
keine genaue Kostenermittlung zulässt. 
Die Stadt Köln wird die Maßnahme ausschreiben und nach 
Auswertung den entsprechenden Auftrag erteilen. 
 
Verteilung der Kosten mit Auftragsvergabe 
2017  
Leistungsphasen 1 und 2                         10.800,00 € 
Beteiligung (Auftakt)                                   3.100,00 € 
Zwischensumme                                      13.900,00 € 
2018 bis 2020 
Leistungsphasen 3 und 5                         33.750,00 € 
Beteiligung (Zwischenpräsentation)           2.100,00 € 
Zwischensumme                                      35.850,00 € 
 
Leistungsphasen 6 und 8 anteilig             22.300,00 € 
Ausführung anteilig                                 416.550,00 € 
SiGeKo anteilig                                           6.700,00 € 
Zwischensumme                                    445.550;00 €

156 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Leistungsphasen 8 (anteilig) und        10.000,00 € 
Ausführung anteilig                            208.300,00 € 
SiGeKo anteilig                                      3.300,00 € 
Vermessung                                           4.000,00 € 
Beteiligung (Abschluss, Dokumentation) 2.600,00 € 
Zwischensumme                                 228.200,00 €  
Projektlaufzeit / Zeitraum 45 Monate / 3,75 Jahre 
01.10.2017 bis 30.06.2021 
Projektverantwortung Planung: Stadtplanungsamt  
Ausführung: Amt für Straßen und Verkehrstechnik 
Förderung Städtebauförderung 
Bemerkung Die Maßnahme kann ggf. kombiniert werden mit Förderung von 
Entsiegelungsmaßnahmen aus Maßnahme 4.0.2

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
157 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Laufende Nummer 2.5.6 Handlungsfeld: Öffentlicher Raum 
Maßnahme Umgestaltung der Frankfurter Straße in Buchheim (zwischen 
Heidelberger Straße und Ackerstraße) 
Inhalt Ausgangslage 
 Quartiersprägende vierspurige Stadtstraße als Abschnitt 
der rechtsrheinischen Verkehrstangente zwischen Köln -
Mülheim und Köln-Porz 
 mit platzartigen Aufweitungen, Geschäfts - und Gastrono-
miebesatz sowie zahlreichen Abbiege- bzw. Querungsbe-
ziehungen u nter and erem zu einem angrenzenden Gy m-
nasium 
 Nach vorwiegend verkehrstechnischen Kriterien gestalt e-
ter Straßenraum mit diversen Abbiegespuren, bislang o h-
ne Berücksichtigung des Radverkehrs und mit ungeor d-
neter Nutzung der Seitenräume 
 Unmittelbar angrenzende Wohnbebauung mit Geschäften 
/ Gastronomie im Erdgeschoss 
 
Projektbeschreibung 
 Die Umgestaltung der Frankfurter Straße in diesem Tei l-
bereich stellt eine Fortführung der bereits umgesetzten 
Neugestaltung im Bereich der Frankfurter Straße zw i-
schen Wiener Platz und Bahnhof Mülheim dar, wo bereits 
eine Verlagerung des Schwerpunktes von der verkehrl i-
chen Funktionalität auf die städtebaulichen Ansprüche 
gelungen ist. 
 Reduzierung der Fahrbahnflächen auf das notwendige 
Maß zu Gunsten der Gehwege  / Aufenthaltsflächen  zur 
Optimierung der Aufenthaltsqualität 
 Stärkung der Aufenthaltsfunktion durch entsprechende 
Straßenraumgestaltung einschließlich Begrünung und 
Neuordnung des ruhenden Verkehrs 
 Berücksichtigung und sichere Führung des Radverkehrs  
auf Schutzstreifen in diesem Abschnitt; damit Herstellung 
eines Netzschlusses zwischen den Radfahrstreifen auf 
dem nordwestlich angrenzenden Einkaufsboulevard der 
Frankfurter Straße in Mülheim und den südlich der Ei n-
mündung der Heidelberger Straße angrenz enden Ra d-
wegen 
 geradlinige Führung des Radverkehrs auf der kreuzenden 
Veloroute von der Kölner Innenstadt über Köln-Holweide / 
Köln-Dellbrück bis nach Bergisch Gladbach im Bereich 
der Einmündung der Heidelberger Straße 
 Sicherung des gegenläufigen Radverkeh rs auf der kurv i-

158 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
gen Arnsberger (Einbahn -) Straße zwischen Bahnlinie 
und Frankfurter Straße (Teil einer Veloroute zur Mülhe i-
mer Brücke) 
Zielgruppe  Anwohnerinnen und Anwohner des Stadtteils Buchheim 
 Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer  von und nach Köln -
Mülheim 
Ziele Operatives Ziel 
 Erschlossene und bedarfsgerechte weiterentwickelte Fl ä-
chen für neue Nutzungen 
Projektziele 
 Raumqualitäten verbessern und stärker vernetzen 
 Erhöhung des Radverkehrsanteils auf diesem Straßenab-
schnitt 
 Erweiterung der Aufenthaltsflächen für Fußgängerinnen 
und Fußgänger 
Indikatoren  Umgebaute Fläche in m²  
 Anzahl der gepflanzten Straßenbäume 
Kosten Geschätzte Sachkosten 
Straßenachse in Buchheim im Vollumbau 8.500 m² x 150 ,00 € / 
m²: 1.275.000,00 € 
Bahnunterführung nach Köln-Mülheim 2.000 m² x150 ,00 € / m²: 
300.000,00 € 
Einmündung Heidelberger Straße im Teilumbau 2.500 m² x 
80,00 € / m² : 200.000,00 € 
Externe Planungskosten: 78.000,00 € 
LSA-Planungskosten: 25.000,00 € 
Baukosten (Leistungsphasen 6, 8 und 9 und örtl iche Bauüber-
wachung): 33.000,00 € plus 6.500,00 €: 39.500,00 € 
Gesamtkosten 1.917.500,00 € 
Davon 2018: 100.000,00 € 
Davon 2019: 625.000,00 € 
Davon 2020: 625.000,00 € 
Davon 2021: 567.500,00 € 
Projektlaufzeit / Zeitraum 42 Monate / 3,5 Jahre 
01.07.2018 bis 31.12.2021 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Straßen und Verkehrstechnik 
Förderung Städtebauförderung

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
159 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
11.2.4 Handlungsfeld 3: Wirtschaft und Qualifizierung 
Laufende Nummer 3.0.7 Handlungsfeld: Qualifizierung und lokale Ökonomie 
Maßnahme Einrichtung von Kölner Veedelscenter (KVC) für Arbeit und 
Soziales im Sozialraum Mülheim-Nord und Keupstraße 
Inhalt  
 
Ausgangslage 
In Ballungsräumen, wie auch Köln, und insbesondere in deren 
Sozialräumen besteht eine soziale Ungleichheit in der Gesell-
schaft und auf dem Arbeitsmarkt. Bei vielen Betroffenen führt 
der Umstand, langfristig auf den Bezug von Grundsicherung s-
leistungen angewiesen und arbeitslos zu sein, zu ökonom i-
schen, sozialen und kulturellen Teilhabedefiziten und zune h-
menden Exklusionsrisiken. Dazu gehören materielle Verarmung, 
soziale Isolation, abnehmende Beschäftigungsfähigkeit oder g e-
sundheitliche Probleme. Auf gesamtgesellschaftlicher Ebene 
wird der soziale Zusammenhalt gefährdet. 
Die Gefahr der Verfestigung einer Verarmung, eine s finanziellen 
Abstiegs und sozialer Ausgrenzung besteht für die Mehrheit der 
Hartz IV -Empfängerinnen und Empfänger. Den Langzeitbezi e-
henden im Hartz IV gelingt es kaum, ihre defizitäre Position zu 
überwinden. 
Soziale wie arbeitsmarktpolitische Ursachen kö nnen gleiche r-
maßen dazu führen, dass Distanz und emotionaler Bezug zur 
Arbeit verloren gegangen sind. Langzeitbeziehende können häu-
fig ihre eigenen Stärken und Schwächen nicht erkennen und 
thematisieren. Auch fehlt ihnen das Selbstwertgefühl, um das 
eigene Leben sinnvoll zu gestalten. 
Arbeitsmarktpolitische Instrumente greifen bei den Betroffenen 
meist zu kurz. Um die Menschen aus dieser Situation heraus zu 
holen, müssen Aktivitäten stärker mit sozialpädagogischen U n-
terstützungsangeboten einhergehen. Hat ei n sozialer Erosion s-
prozess eingesetzt, muss die Stabilisierung der sozialen Situat i-
on und der Motivation im Vordergrund stehen. Diese Maßna h-
men sollten sich gleichermaßen auf das lebens - wie auf das e r-
werbsbezogene Leistungsvermögen beziehen. 
Die Regelmaßnahmen der Sozial- und Arbeitsverwaltung führen 
bei der Bekämpfung der Armut nach dem SGB II häufig nicht zu 
dem gewünschten Erfolg, weil durch die unterschiedliche Tr ä-
gerschaft auch Vernetzungen, bezogen auf die individuellen L e-
benssituationen der Menschen , eher die Ausnahme sind. Eine 
ganzheitliche Perspektive muss zunächst zu einer Stabilisierung 
der Lebensführung beitragen . I st dies weitgehend gelungen, 
sollten erwerbs- und lebensweltbezogene Förderelemente stä r-
ker integriert werden. Von zentraler Bedeut ung sind die bessere 
Verzahnung unterschiedlicher Institutionen und der Aufbau wir k-
samer Netzwerkstrukturen von Soziales und Arbeit auch mit 
dem Ziel, Präventionsketten zu bilden.  
Allein mit isolierten Regelmaßnahmen der Sozial - oder Arbeits-

160 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
verwaltung sind diese Probleme nicht zu lösen. Trägerübergre i-
fende Angebote und besser abgestimmte Leistungen unte r-
schiedlicher Hilfesysteme werden einen weit wirksameren Be i-
trag leisten. Es geht darum, neue Wege auszuprobieren und in 
ein individuelles Hilfeangebot einzupassen. 
Sozialraum Mülheim-Nord und Keupstr. 
Die vorgenannte Beschreibung gilt in auch für den Sozialraum 
Mülheim-Nord und Keupstr. 
Während in Köln insgesamt die Quote der SGB II Empfänger bei 
13,2 Prozent liegt, sind es für den Sozialraum Mülheim-Nord und 
Keupstraße 37,3 Prozent (Stand 2013). Seit Jahren besteht eine 
konstant hohe Anzahl an Langzeitarbeitslosen, verbunden mit 
deren zunehmender Verarmung. 
Erfolge aus dem Strukturförderprogramm „ MÜLHEIM 2020“ be-
dürfen für die Bekämpfung der Armut einer weiteren Unterstü t-
zung. Der Sozialraum verfügt über den geringsten Anteil an s o-
zialversicherungspflichtigen Beschäftigten (37,5  Prozent) im 
Vergleich zu anderen Sozialräumen in Köln und liegt damit deut-
lich unter dem städtischen Durchschnitt. Die Beschäftigungsquo-
ten der Frauen, Menschen mit Migrationshintergrund und der 
unter 25 -Jährigen fällt noch geringer aus. Gleichzeitig ist jede 
vierte Person arbeitslos und davon ein erheblicher Anteil lan g-
zeitarbeitslos. Betrachtet man dies zusammen mit dem hohen 
Anteil an SGB II -Leistungsbeziehern, wird der erhöhte Unte r-
stützungsbedarf für den Sozialraum Mülheim -Nord und Keupstr. 
deutlich. 
 
Projektbeschreibung 
Das Kölner Veedelscenter für Arbeit und Soziales (KVC) steht 
für bürgernahen Service und interdisziplinäre Zusammenarbeit, 
um die unterschiedlichen Zielgruppen zu erreichen. Mit qua r-
tiersnahen Beratungsangeboten sollen von Armut betroffene 
Familien und deren Kinder erreicht sowie deren Bildungs - und 
Sprachkompetenz gestärkt werden. 
Als offene Anlaufstelle bietet das KVC Selbsthilfeangebote und 
Beratung für die von sozialer Ausgrenzung betroffenen Me n-
schen. So soll die Einrichtung nicht nur Grundsicherungsem p-
fängern offen stehen. 
Eine nachhaltige Wirkung ist nur über k ombinierte, ineinander-
greifende Unterstützungsangebote zu erreichen, weil die wec h-
selseitigen Einflüsse zwischen Armut, Gesundheit, Bildung und 
Langzeitarbeitslosigkeit die Menschen enorm prägen. 
Die Präventionsketten sind darauf ausgerichtet, ein umfasse n-
des und tragfähiges Netz für Menschen in Armut und Langzei t-
leistungsbezug unter Beteiligung aller zu entfalten. Dabei geht 
es nicht darum, ein neues, weiteres Netzwerk zu bilden oder e i-
nes zu ersetzen. Ziel ist vielmehr, bestehende Netzwerke, A n-
gebote sowie die Akteure so zusammenzuführen, dass ein u n-

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
161 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
tereinander abgestimmtes Handeln im Rahmen einer integrie r-
ten Gesamtstrategie möglich wird. Zusätzlich sind ergänzende 
Angebote zu entwickeln, die den Menschen in ihrer individuellen 
Situation weiterhelfen, derzeit aber nicht für ihre Lebenswirklic h-
keit angeboten werden. Hier soll mit dem KVC ein neuer Ansatz 
realisiert werden.  
Die räumliche Zuständigkeit des KVC ist auf den Sozialraum 
Mülheim-Nord und Keupstraße begrenzt. 
In dem KVC sollen viele soziale Dienst leistungen unter dem As-
pekt der Bürgerorientierung zusammengeführt werden. Durch 
die interdisziplinäre Organisation und Arbeitsweise entsteht ein 
individuelles Hilfeangebot. Durch unterschiedliche Angebote sol-
len zu bestimmten Themen alle Bevölkerungsgruppen im Sozial-
raum angesprochen werden, um den Zustand der Exklusion und 
der Separation aufzuheben. Der Ausbau einer integrierten und 
nachhaltigen Stadt- und Quartierentwicklung wird unterstützt. 
Was beinhaltet das KVC? 
 Es ist ein sozialer und beruflicher Lernort. 
 Es ist eine Begegnungsstätte. 
 Es liefert Antworten auf alle wichtigen Fragen (Lebens - 
und Sozialberatung). 
 Es liefert Problemlösungen bei den kleinen Pannen des 
Alltags. 
 Es integriert Familienangehörige der Hilfesuchenden. 
 Es bindet die Kundinnen un d Kunden und erzeugt direkt 
und indirekt soziale Bezüge. 
 Es stellt soziale Beratung, psychosoziale Betreuung und 
Krisenintervention bereit. 
 Es bietet attraktive Zusatzangebote (Gesundheitsorientie-
rung, Freizeit, Beruf). 
 Es hilft und unterstützt in allen Fr agen der Qualifikation, 
Vermittlung und beruflichen Integration. 
 Es hat eine Caféecke als Begegnungs - und Kommunika-
tionszentrum. 
 Es hat als Schwerpunktaufgabe, Präventionsketten zu 
bilden.  
Beratung – Soziale Angebote – Förderung der Teilhabe am s o-
zialen Leben – Angebote zur Selbstentwicklung, Sport und Al l-
gemeinbildung – Vermittlung ehrenamtlicher Tätigkeiten – Be-
werbungsunterstützung – Spracherwerb – Qualifizierungsange-
bote und Vermittlung in Ausbildung und Beschäftigung sind die 
Förderkettenglieder für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 
KVC.

162 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Abgrenzung und Nähe zu anderen Projekten mit ähnlicher Zie l-
richtung / Einbindung in bestehende Strukturen 
Eine enge Kooperation mit anderen Projekten, z um Beispiel 
Kölner Beratungs-Service, Grundbildung im Veede l, Familienbil-
dung sowie den Arbeits marktakteuren, den Kompetenzagent u-
ren und Bil dungsträgern im Sozialraum  ist wesentlicher Projekt-
bestandteil und Teil eines erforderlichen Netzwerkes. Doppe l-
strukturen werden hierdurch auf jeden Fall vermieden. Stärken 
vorhandener Netzwerkpartner sollen in das KVC eingebunden 
werden. Netzwerkpartnern werden – soweit erforderlich – 
Raumkapazitäten im KVC zur Verfügung gestellt. Das Besond e-
re des KVC ist die Verbindung vorhandener Strukturen, bezie-
hungsweise deren Ergänzung, wenn Bedarfe nicht erfüllt werden 
können. Vorhandene Regelangebote werden eingebunden und 
unterstützt. 
Die Arbeitslosenzentren bieten in der Regel Beratung und U n-
terstützung, wenn Menschen Arbeitslosengeld I oder II bezi e-
hen, im Alter erwerbslos sind, ein e Rückkehr in den Beruf a n-
streben, von Arbeitslosigkeit bedroht sind oder aufstockende 
SBG II-Leistungen beziehen. Sie sind Treffpunkt für Menschen 
ohne Arbeit, suchen mit ihnen nach Möglichkeiten der Beschä f-
tigung, versuchen durch Gespräche das Leben lebe nswerter zu 
machen und Anlaufstelle für sie zu sein.  
Das KVC ersetzt nicht Arbeitslosenzentren, sondern arbeitet mit 
ihnen zusammen. Dies lässt sich damit beschreiben, dass es 
Aufgabe des KVC ist Menschen zu aktivieren, damit sie Arbeit s-
losenzentren nutzen. 
Die Revitalisierung der Menschen für eine gesellschaftliche Tei l-
habe ist das durch das KVC angestrebte Ergebnis. 
Die abgeschlossenen Projekte „Schritt für Schritt “ in fünf nor d-
rhein-westfälischen Kommunen haben zur ganzheitlichen B e-
trachtung auf Basis einer Peer -to-Peer-Beziehung wichtige E r-
kenntnisse gebracht. Das KVC verfolgt den Weg von „Schritt für 
Schritt, „Betroffene zu Beteiligten zu machen“ und so eine große 
Anzahl von Langzeitarbeitslosen zu erreichen. 
 
Nachhaltigkeit der Maßnahme 
Die Aktivierung von Menschen, denen es an einer gesellschaftl i-
chen Teilhabe fehlt, sie heranzuführen an bestehende Angeb o-
te, sie zu begleiten, zu unterstützen und gegen bewährte Verhal-
tensmuster zu arbeiten, beinhaltet einen Prozess der Veränd e-
rung. Die Kontinuität die ses Handelns wird mit zunehmender 
Zeit zu einer nachhaltigen Veränderung führen. Parallel dazu 
soll die arbeitsmarktliche Integration zunehmend in den Verä n-
derungsprozess eingeführt werden. Zu Beginn nicht als Dom i-
nante, sondern abhängig von dem Reifegrad der erreichten Akti-
vierung.

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
163 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Besonderes Landesinteresse 
Klassische Maßnahmen zur Beendigung der Langzeitarbeitsl o-
sigkeit hatten in der Vergangenheit zu häufig keinen Erfolg, weil 
sie das The ma nur temporär in den Fokus  genommen haben. 
Bestehende Ange bote w aren mitunter keine Selbstläufer, so n-
dern erforderten eine Teil nehmerakquise mit erheblichem Au f-
wand. Abbrüche der Teilnehmenden führten zu Maßnahmekarri-
eren, ohne dem Ziel, die Lang zeitarbeitslosigkeit abzubauen 
vielfach näher zu kommen. 
Der andere Weg de s KVC ist es, durch gesellschaftliche Teilh a-
be in einem Folgeschritt die arbeitsmarktliche Integration anz u-
streben. Dies ist ein Prozess, der für den in Betracht gezogenen 
Personenkreis einen längeren Zeitaufwand erfordern kann. 
Die klassischen Arbeitsmark tinstrumente werden nicht ersetzt, 
sondern je nach Entwicklung der Teilnehmenden in den Prozess 
einbezogen. Mit ihnen alleine ist jedoch das angestrebte Ziel 
nicht zu erreichen. 
 
Aufgaben 
Die Hilfen sollen unter Berücksichtigung der unterschiedlichen 
Lebenslagen in den Lebens - und Sozialräumen der Menschen 
angeboten werden. 
Dieses Angebot beinhaltet auch die Möglichkeit, die Menschen 
auf kurzem Wege in ihren eigenen vier Wänden aufzusuchen. 
Aufsuchende Hilfe ist der erste Schritt zur Realisierung einer g e-
sellschaftlichen Teilhabe. 
Das Angebot an Hilfeleistungen des KVC lässt sich nicht a b-
schließend beschreiben, weil die individuelle Situation der Me n-
schen berücksichtigt werden muss. Dabei ist zu beachten, dass 
die Dienstleistungen nicht von den Sozialberater n selbst e r-
bracht werden müssen und gegebenenfalls nur temporär ve r-
fügbar sind. 
Beispielhaft sei aufgezählt: 
 Aufsuchende Hilfen 
 Begleitung zu Terminen 
 Sozial-, Gesundheits -, Renten -, Schuldner -, Familien -, 
Berufs-, Bildungs-, Arbeitsberatung 
 Interkultureller Treff 
 Aufbau einer Tagesstruktur 
 Gesprächskreise, Gruppenaustausch moderiert / nicht 
moderiert 
 Vortragsreihen, zum Beispiel Rente, Hartz IV, Ernährung, 
Kindererziehung, Führerscheine, Berufskunde 
 unterstützendes Deutsch lernen, Wiederholung Rechnen

164 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
 Vermittlung ehrenamtlicher Tätigkeiten und Minijobs 
 Kurse z.B. Nähen, EDV, Fitness 
 Computertreffeinschließlich Schreiben fertigen, Anträge 
ausfüllen, Bewerbungsunterlagen erstellen 
 Basteln, Stilberatung, Knigge 
 Arbeitsplatzbesichtigungen, Praktika 
Eine enge Kooperation mit anderen Projekten, z um Beispiel 
Kölner BeratungsService, Grundbildung im Veedel, Familienbi l-
dung sowie den Arbeitsmarktakteuren, den Kompetenzagent u-
ren und Bildungsträgern im Programmgebiet ist wesentlicher 
Projektbestandteil und Teil eines erforderlichen Netzwerkes.  
Der ganzheitliche Ansatz des KVC schließt mit seinen aufs u-
chenden und sozialräumlichen Formaten Lücken in der Rege l-
angebotsstruktur und wirkt gleichzeitig auf der infrastrukturellen 
Ebene durch die Einbindung der be ratenden Einrichtungen im 
Sozialraum, indem die niedrigschwelligen quartiersbezogenen 
Beratungsnetzwerke ergänzt werden. 
 
Teilnehmerkapazitäten 
Die geplanten personellen und räumlichen Kapazitäten eines 
KVC ermöglichen die individuelle Betreuung und Unterstützung 
von monatlich 150 Personen. Bei einer durchschnittlichen g e-
schätzten Verweildauer von 6 Monaten können 600 Personen in 
der Förderphase aus dem Sozialraum Mülheim -Nord und Keup-
straße am KVC teilnehmen. Nicht eingerechnet sind dabei Pe r-
sonen, d ie nicht von den Projektmitarbeitern betreut werden, 
aber einzelne Veranstaltungen, Vorträge, Kurse im KVC in A n-
spruch nehmen. 
Zielgruppe Menschen in äußerst schwierigen Lebenslagen, die nicht (mehr) 
in soziale Bezüge eingebunden sind, die nicht mehr teilhaben an 
den Ideen und Realitäten der sozialen Gemeinschaft und die 
keine persönliche, soziale und berufliche Perspektive sehen. 
Die Maßnahme soll Arbeitslose, insbesondere Langzeitlei s-
tungsbezieher von Arbeitslosengeld II , darunter Migrantinnen 
und Migranten, Jugendliche ohne Berufsausbildung, Alleinerzi e-
hende oder andere Personen, die einen Anspruch auf Arbeitsl o-
sengeld II hätten, aber keinen Antrag (mehr) stellen, anspr e-
chen. Das Angebot soll grundsätzlich allen Einwohner innen und 
Einwohnern des Sozi alraumes Mülheim-Nord und Keupstr. zur 
Verfügung stehen.  
Ziele Operative Ziele 
 Bedarfsgerechte Angebotsstrukturen schaffen und / oder 
Arbeitsplätze akquirieren 
 Die von Armut Bedrohten / Betroffenen werden im stärk e-
rem Maße in den Arbeitsmarkt integriert

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
165 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
 Verbessertes Übergangsmanagement – Arbeitslosigkeit, 
gesellschaftliche Teilhabe, Arbeitsmarkt 
 Projektziele  
 Bekämpfung von Armut verbunden mit Beschäftigungsl o-
sigkeit und Langzeitarbeitslosigkeit 
 Minderung beziehungsweise Auflösung jeglicher Diskr i-
minierung entstanden durch Armut und fehlende Teilhabe 
am gesellschaftlichen Leben 
 Auflösung der Isolation benachteiligter gesellschaftlicher 
Gruppen 
 Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit 
 Integration in Qualifizierung, Ausbildung und / oder Arbeit, 
letztlich auch ehrenamtliche Tätigkeiten 
Indikatoren  Anzahl der durchgeführten Beratungen, darunter auch 
Hausbesuche und Gruppenberatungen 
 Anzahl der Teilnehmenden an den Angeboten des Ve e-
delscenters wie Gesprächskreise, Kurse, Vortragsreihen 
 Anzahl der vermittelten Personen in ehrenamtliche Ei n-
satzstellen 
 Anzahl der Personen, die eine Ausbildung und Arbeit, d a-
runter Vollzeit/Teilzeit/Mini-jobs aufgenommen haben 
Kosten Personalkosten 
1 Vollzeitstelle Projektleitung  großer Projekte 93.540,00 € pro 
Jahr / 187.080,00 € für 2 Jahre 
2 Vollzeitstellen herausgehobene Projektmitarbeit 81.300,00  € 
pro Jahr / 325.200,00 € für 2 Jahre 
4 Vollzeitstellen Projektmitarbeit 4 x 74.940,00 € = 299.760,00 € 
pro Jahr / 599.520,00 € für zwei Jahre 
1 Vollzeitstelle Projektassistenz  58.980,00 € pro Jahr /  
117.960,00 € für zwei Jahre 
0,5 Stelle Honorarkraft als Projektmitarbeiterin  37.470,00 € pro 
Jahr / 74.940,00 e für 2 Jahre 
Personalkosen gesamt 1.304.700,00 € 
 
Ausgaben für Teilnehmende im Projekt und für Sachkosten 
nach  
a) Pauschalisierte ALG II Leistungen an Teilnehmende in Form 
einer (Kofinanzierung) (300,00 € x 150 Teilnehmende x 24 
Monate): 1.080.000,00 € 
b) Mietanteile 1 Vortragsraum, Caféecke, 2 Beratungsräume für 
Externe, Raum für Arbeitskreise und Raum für Workshops

166 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
(45.500,00€ pro Jahr x 2 Jahre): 91.200,00 € 
c) Ausstattung zur Vorposition: PC für Bewerbungen, Drucker, 
Internetzugang, Beamer, Digitalkamera für Bewerbungsfotos 
und zur Dokumentation, Tische, Stühle, Kaffeemaschine 
(12.500,00 € pro Jahr x 2 Jahre): 25.000,00 € 
d) Kosten für Kur se und Veranstaltungen (Honorare, Leh r-
gangsgebühren) (40.000,00 € pro Jahr x 2 Jahre): 80.000,00 
€ 
e) e)Verbrauchsartikel für Kurse, Veranstaltungen, Bewerbu n-
gen und Caféecke (10.000,00 € pro Jahr x 2 Jahre) 
20.000,00 € 
f) Öffentlichkeitsarbeit (Druck Broschüren , Flyer, Plakate 
(2.000,00 € pro Jahr x 2 Jahre): 4.000,00 € 
Ausgaben für Teilnehmende (Kofinanzierung) gesamt :   
1.300.200,00 € 
 
Gesamtkosten des KVC: 2.604.900,00 € 
Davon 2017: 1.302.450,00 € 
Davon 2018: 1.302.450,00 € 
Förderung ESF 
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht 
erkennbar.  
Die Durchführung des KVC soll an einen Träger nach einer Au s-
schreibung vergeben werden. 
Projektlaufzeit / Zeitraum 24 Monate / 2 Jahre 
01.01.2017 bis 31.12.2018 Eine Weiterentwicklung der Ma ß-
nahme ist denkbar. Die konkrete Fortführung ist im Rahmen e i-
ner modularen Betrachtung abhängig vom Evaluationsergebnis 
der vorgesehenen Maßnahme. Das KVC als Maßnahme der 
Armutsbekämpfung und Revitalisierung will die Menschen bef ä-
higen, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und eine I n-
tegration in den Arbeitsmarkt erreichen. Es wird Betroffene g e-
ben, für die der Prozess mit klassischen Förderzyklen von bis zu 
24 Monaten zu kurz sein wird. Eine 2. Förderphase soll frühze i-
tig eingeplant werden. 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Soziales und Senioren in Kooperation mit 
dem Jobcenter Köln.

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
167 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Laufende Nummer 3.0.8 Handlungsfeld: Qualifizierung / Lokale Ökonomie 
Maßnahme „Wirtschaftskoordinator“ - Vernetzung und Stärkung der 
Lokalen Unternehmerschaft in den Sozialräumen Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
Inhalt Ausgangslage 
Die beiden Sozialräume Buchheim und Buchforst sowie Mü l-
heim-Nord und Keupstraße sind durch eine sehr heterogene 
Struktur gekennzeichnet. In Buchheim und Buchforst liegen das 
Gewerbegebiet Piccoloministraße im Norden und das Gewerbe - 
und Industriegebiet Germaniastraße im Süden. Hier haben sich 
unter anderem gro ßflächiger Auto - und Einzelhandel sowie 
chemische Betriebe (ACLA Werke GmbH) angesiedelt. Im G e-
werbegebiet Piccoloministraße stehen noch diverse Potenzia l-
flächen zur Verfügung. Die Nahversorgung ist als gut zu b e-
zeichnen. 
Das erfolgreich restrukturierte Al t-Gewerbegebiet Mülheim-Nord 
ist vorrangig von Dienstleistungs - und Medienbetrieben gekenn-
zeichnet („Schanzenviertel“), einige Straßenzüge weisen eine 
gemischte Nutzung mit Kleingewerbe auf. Dazu kommen auf der 
Berliner Straße und Keupstraße eine kleinteil ige, individuelle 
Geschäftsstruktur mit ethnischer Prägung und hohem Gastr o-
nomiebesatz. 
Der Bevölkerungsanteil mit Migrationshintergrund liegt mit 50,6 
Prozent in Buchheim und Buchforst und 64,3 Prozent in Mü l-
heim-Nord und Keupstraße sehr deutlich über dem  gesamtstäd-
tischen Wert von 34,9  Prozent. Der Anteil der Bewohnerinnen 
und Bewohner mit geringem Einkommen und entsprechend 
schwacher Kaufkraft ist ebenfalls wesentlich höher (23,9 Prozent 
beziehungsweise 37,3 Prozent bei 13,2 Prozent für die Gesamt-
stadt). Daraus resultiert, dass sich ein großer Anteil der lokalen 
Ökonomie in den Sozialräumen aus Einzelhandel und Kleinb e-
trieben zusammensetzt, der wiederum geprägt ist durch einen 
großen Anteil ethnischer Ökonomie. Aus den Erfahrungen der 
abgeschlossenen EFRE-Projekte „Büro Wirtschaft für Mülheim“ 
und „Familienfreundliche Kölner Gewerbegebiete“ muss gefo l-
gert werden, dass viele dieser kleinen und mittleren Betriebe 
einen hohen Beratungsbedarf haben. Dieser von den Unte r-
nehmen selbst häufig nicht erkannte Bedar f umfasst betrieb s-
wirtschaftliche Fragen und Thematiken des Personalmanag e-
ments.  
 
Projektbeschreibung 
Es bedarf hier einer aktiven und aufsuchenden Ansprache der 
Unternehmerinnen und Unternehmer, um Zugang in diese B e-
triebe zu bekommen und sie zu einer Be ratung hinzuführen. Er-
gänzend soll eine Vernetzung der lokalen Unternehmen zur 
Stärkung der Sozialräume beitragen. Diese ist aktiv zu initiieren, 
zu begleiten und zu unterstützen mit dem Ziel, dass sich daraus

168 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
nachhaltige Strukturen entwickeln. Diese Strukturen werden eine 
Verbesserung der Integration der in den Sozialräumen lebenden 
benachteiligten Bewohnerinnen und Bewohner in Arbeit und Ge-
sellschaft befördern. 
Ein weiteres Ziel ist eine höhere Beschäftigung i nnerhalb der 
beiden Sozialräume. Dazu soll eine stärkere Verbindung zw i-
schen den Bewohnerinnen und Bewohnern vor Ort und den l o-
kalen Unternehmen angestrebt werden. Denn eine Beschäft i-
gung im nahen Umfeld führt zu geringerem Berufsverkehr und 
trägt so zur Verringerung der CO² Belastung bei. 
Der „Wirtschaftskoordinator" geht in den Sozialräumen aktiv auf 
die (Einzel) -Händler und lokalen Unternehmen zu, er vernetzt 
diese zum Beispiel durch Schaffung oder Stärkung von Intere s-
sengemeinschaften und unterstützt du rch Implementierung r e-
gelmäßiger Netzwerktreffen zum Informationsaustausch. 
Im Wege der aufsuchenden Kontaktaufnahme informiert er die 
Unternehmen über bestehende Weiterbildungs-, Beratungs- und  
Unterstützungsangebote und bringt sie mit den entsprechenden  
Akteuren wie Kammern, Agentur für Arbeit, Regionalagentur,  
und anderen zusammen. Hier erfüllt er eine Lotsenfunktion, die 
es in der Form bislang nicht gibt. 
Zielgruppe Lokale Unternehmen KMU (bis 250 Mitarbeiter)  
Ziele Operative Ziele 
 Stärker geförderte und entwickelte Wirtschaftsstandorte / 
Adressbildung 
 Verbesserte Nahversorgung 
 Neu geschaffene, bedarfsgerechte Angebotsstrukturen 
und / oder Arbeitsplätze 
Projektziele 
 Schaffung von aktiven Netzwerken und Stärkung der U n-
ternehmerschaft vor Ort  
 Belebung der Wirtschaft in den Sozialräumen 
 Verbesserung der Arbeitsplatzsituation 
Indikatoren  Anzahl beratener Unternehmen  
 Anzahl Netzwerkgründungen 
 Teilnehmerzahlen an Infoveranstaltungen  
Kosten Personalkosten (pauschaliert) 
0,25 Stelle Projektleitung (LG 1)                       25.389,00 € / Jahr 
0,75 Stelle herausgehobene Tätigkeit (LG 2)   49.617,00 € / Jahr 
0,75 Stelle Mitarbeit (LG3)                                34.866,00 € / Jahr 
Summe        109.872,00 € / Jahr

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
169 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Personalkosten gesamt 329.616,00 € 
 
Sachkosten  
Veranstaltungen, Flyer, Internet etc.  18.390,00 € 
Sachkosten gesamt 18.390,00 € 
 
Gesamtkosten 348.006,00 € 
Davon 2017: 116.002,00 € 
Davon 2018: 116.002,00 € 
Davon 2019: 116.002,00 € 
Projektlaufzeit / Zeitraum 36 Monate / 3 Jahre 
01.01.2017-31.12.2019 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Wirtschaftsförderung, Abteilung 804 A r-
beitsmarktförderung 
Förderung  EFRE

170 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
11.2.5 Handlungsfeld 4: Umweltgerechtigkeit – Klimaschutz, Luftreinhaltung und 
Lärmminderung 
Laufende Nummer 4.0.2 Handlungsfeld: Umweltgerechtigkeit – Klimaschutz, Luftreinhal-
tung und Lärmminderung  
Maßnahme Offen für Regen: „Grüne Höfe, grüne Plätze “ in den Sozia l-
räumen Buchheim und Buchforst sowie Mülheim -Nord und 
Keupstraße  
Inhalt Ausgangslage 
Die Stadt Köln hat das Projekt „Klimawandelgerechte Metropole 
Köln“, zusammen mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und 
Verbraucherschutz NRW, dem Deutschen Wetterdienst und den 
Stadtentwässerungsbetrieben Köln durchgeführt und die Erge b-
nisse in der Studie: „ Fachbericht 50: Klimawandelgerechte Me t-
ropole Köln - Abschlussbericht“ publiziert. Die Studie hat deutlich 
gezeigt, dass es zuk ünftig in Köln heißer wird und dass Wette r-
extreme zunehmen werden. Schon jetzt besteht eine deutliche 
Aufheizung (Wärmeinsel) der dicht bebauten Stadtteile gege n-
über dem Umland mit Temperaturdifferenzen von bis zu 10 
Grad. 
In der Zukunft werden die heißen Tage, mit Temperaturen von 
über 30 Grad und die Sommertage, mit Temperaturen von über 
25 Grad in Köln deutlich zunehmen. 
Dabei können Maximaltemperaturen von über 40 Grad erreicht 
werden. Die Zahl der Sommertage wird bis Mitte des Jahrhu n-
derts für das Stad tgebiet Köln im Vergleich zu den derzeitigen 
klimatischen Verhältnissen, um 30 bis 70 Prozent zunehmen 
und die Zahl der heißen Tage kann sich sogar verdoppeln. In 
den dicht bebauten Stadtquartieren gibt es nur wenige wirksame 
Maßnahmen entsprechende Kühlpunkte zu schaffen.  
Durch die Versickerung von Regenwasser vor Ort und der damit 
möglichen Verdunstung bei Hitzeereignissen, könnten zahlrei-
che gepflasterte und betonierte Stellplätze, Höfe, Vorgärten oder 
Garagenauffahrten durch Entsiegelung und Bepflanzun g wieder 
zur klimatische Abmilderung der Hitzebelastung beitragen. 
 
Projektbeschreibung 
Es gibt zwei Ansätze , die parallel verfolgt werden: Entsiegelung 
von privaten oder von öffentlichen Flächen. 
In einem ersten Schritt soll  in den Sozialräumen eine Bestands-
aufnahme die möglichen potentiellen Flächen erheben, die für 
eine Entsiegelung zur Verfügung stehen.  
In einem weiteren Schritt soll  die Entsiegelung und Bepflanzung 
der Flächen durchgeführt werden. Dies e kann durch die Förde-
rung von Entsiegelungsmaßnahmen für private und gewerbliche 
Eigentümer erfolgen. Möglich ist zum Beispiel eine Förderquote 
von 20 € pro entsiegeltem m². Mit einer entsprechenden Öffen t-

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
171 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
lichkeitsarbeit in den Sozialräumen soll  für die Maßnahme g e-
worben werden. Zudem besteht ein integrativer Ansatz, da die 
Maßnahme durch einen Träger des zweiten  Arbeitsmarktes 
durchgeführt werden kann.  
Neben privaten Flächen sollen auch öffentliche Flächen (zum 
Beispiel Plätze) entsiegelt werden. Hier sind mögliche Synergi e-
effekte mi t anderen EFRE -Projekten zu prüfen, bei denen im 
Rahmen von Gestaltungsmaßnahmen auch Flächen entsiegelt 
werden.  
Mit der Entsiegelung ist auch eine ökologische Revitalisierung 
der Flächen durchzuführen. Denkbar ist hier die gezielte Z u-
sammenarbeit mit den  Wohnungsbaugesellschaften in den S o-
zialräumen. 
Neben der Regen wasserversickerung vor Ort könn en aus vol l-
versiegelten Hinterhöfen grüne Oasen entstehen, die den B e-
wohnerinnen und Bewohnern nicht nur eine v erbesserte Aufent-
haltsqualität bieten, sondern auch  das Bewusstsein für den Kl i-
mawandel und Natur stärken. 
Zielgruppe Alle Bewohnerinnen und Bewohner 
Ziele  Operative Ziele 
 Verbesserte Umweltbildung und -beratung sowie umwelt-
bewusstere Lebensweise 
 Geminderte und gemilderte Umweltbelastungen 
Projektziele 
 Anzahl der sensibilisierten Bewohnerinnen und Bewohner 
für das Thema „Klimaanpassung / Hitze“ 
 Flächenentsiegelung 
Indikatoren  Entsiegelte Fläche in m² 
 Begrünte Fläche in m² 
 Anzahl der beteiligten Bewohnerinnen und Bewohner 
Kosten Personalkosten 
Eine halbe Stelle E13: 43.050,00 € für drei Jahre 
 
Sachkosten 
Pro m² entsiegelter Fläche fallen Kosten in Höhe von 25 bis 40 € 
an. Hinzu kommen Planungskosten in Höhe von 20 Prozent.  
Kostenvolumen 30.000,00 € 
Es fallen Kosten für Öffentlichkeitsarbeit in Höhe von  
10.000,00 € an. Die Kosten zur Bestandsaufnahme sind im G e-
samtvolumen enthalten. Berücksichtigt werden in der Kostenka l-
kulationen sowohl Maßnahmen für private als auch für öffentl i-
che Flächen.

172 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Geschätzte Gesamtkosten 83.050,00 € 
Davon 2017: 29.350,00 € 
Davon 2018: 29.350,00 € 
Davon 2019: 24.350,00 € 
Projektlaufzeit / Zeitraum 36 Monate / 3 Jahre 
01.01.2017 bis 31.12.2019 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Umwelt- und Verbraucherschutzamt  
Förderung EFRE mit Kofinanzierung Städtebauförderung

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
173 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Laufende Nummer 4.0.4 Handlungsfeld: Umweltgerechtigkeit – Klimaschutz, Luftreinha l-
tung und Lärmminderung 
Maßnahme Aufbau eines Hitzewarn- und Informationssystems. Informa-
tionsmaterial für die Bevölkerung zum Thema Hitzeentwic k-
lung im Zuge des Klimawandels in den Sozialräumen Buc h-
heim und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
Inhalt Ausgangslage 
Die Stadt Köln hat das Projekt „Klimawandelgerechte Metropole 
Köln“, zusammen mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und 
Verbraucherschutz NRW, dem Deutschen Wetterdienst und den 
Stadtentwässerungsbetrieben Köln durchgeführt und die Erge b-
nisse in der Studie: „ Fachbericht 50: Klimawandelgerechte Met-
ropole Köln - Abschlussbericht“ publiziert. Die Studie hat deutlich 
gezeigt, dass es zukünftig in Köln wärmer wird und die Wette r-
extreme zunehmen werden. Schon jetzt besteht eine deutliche 
Aufheizung (Wärmeinsel) der dicht bebauten Stadtteile gege n-
über dem Umland mit Temperaturdifferenzen von bis zu 10 
Grad. 
In der Zukunft werden die heißen Tage, mit Temperaturen von 
über 30 Grad und die Sommertage, mit Temperaturen von über 
25 Grad in Köln deutlich zunehmen. Dabei können Maximalte m-
peraturen von über 40 Grad erreicht werden. Die Zahl der So m-
mertage wird bis Mitte des Jahrhunderts für das Stadtgebiet 
Köln im Vergleich zu den derzeitigen klimatischen Verhältnissen, 
um 30 bis 70 Prozent zunehmen und die Zahl der heißen Tage 
kann sich sogar verdoppeln.  
Die zunehmende Aufheizung der Stadtquartiere bei lang anha l-
tenden sommerlichen Hitzeereignissen trifft besonders Kleinki n-
der, kranke und ältere Menschen. Aber auch bei gesunden 
Menschen kann Hitze zu Erschöpfung und eingeschränkter Leis-
tungsfähigkeit führen. 
Bei Hitzeperioden wurden höhere Sterberaten gemessen und 
das wärmere Stadtklima führt zu erhöhten gesundheitlichen B e-
lastungen und Risiken. Auch die Empfindlichkeit der Menschen 
gegenüber Hitze bestimmt die Höhe dieser Risiken.  
Zusätzlich führen Hilfebedürf tigkeit und soziale Vereinsamung 
oft dazu, dass Maßnahmen wie zum Beispiel ausreichende 
Flüssigkeitsversorgung und Flüssigkeitsaufnahme unterlassen 
werden. 
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) bietet auf seiner Internetseite 
und als Handy -App eine Hitzewarnung an. Dieser Dienst kann 
auch von Altenpflegeeinrichtungen genutzt werden. 
 
Projektbeschreibung 
Ziel ist es, durch eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit die Bewo h-
nerschaft in den Sozialräumen zu erreichen, die alters - und situ-
ationsbedingt diese webbasierte Te chnik nicht nutzen können.

174 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Diese Zielgruppe soll nicht nur eine Vorwarnung für Hitzeerei g-
nisse bekommen, sondern auch eine entsprechende Verha l-
tensänderung beziehungsweise Vorsorge betreiben.  
So sollte zum Beispiel ein alter Mensch dazu angehalten werden 
an besonders belasteten Hitzetagen sein Trinkverhalten zu ä n-
dern oder die junge Mutter könnte in der Mittagszeit mit ihrem 
Kind den Schattenplatz aufsuchen. 
Die Kampagne soll neben allgemeinverständlichen Informati o-
nen verschiedene Medien bedienen. Gerade alte Menschen, 
gegebenenfalls in Einrichtungen, benutzen andere Medien als 
junge Mütter von Kleinkindern. Die Information soll über ve r-
schiedene Kommunikationswege verbreitet werden. Hierbei so l-
len auch neue Wege eingeschlagen werden.  
Hierzu ergeben sich in den Sozialräumen mehrere Fragestellun-
gen: 
 Wie wird die Hitzewarnung des DWD in den Einrichtu n-
gen an die Bewohnerinnen und Bewohner kommuniziert 
und wie wirkt sich die Hitzewarnung auf das Verhalten 
aus? 
 Wie werden ältere Bewohnerinnen und Bewohner e r-
reicht, die nicht in einer Einrichtung leben? 
 Welche Möglichkeiten gibt es, das Thema Stadtklima / 
Hitzeentwicklung zu kommunizieren? 
 Was sind geeignete Kommunikationsmedien? 
 Welche Verhaltensänderungen stellen sich ein? 
Mit Hilfe von Multiplikatoren soll das  Thema an die Zielgruppe 
kommuniziert werden. Hier werden gezielt nicht nur Träger im 
Bereich Altenpflege angesprochen, sondern diverse andere, um 
das Wissen auf breiter Basis zu kommunizieren. 
Mögliche Multiplikatoren sind: 
 Diverse soziale und kirchliche Träger  
 Pflegedienste 
 Grundschulen 
 Sozialraumkoordination 
 Anlaufstellen 
 Gemeinden, Soziale Netzwerke, Mittler 
Geplant ist das Themenfeld „Informationsfluss der Hitze -
Warnung in der Einrichtung“, beziehungsweise „Erreichbarkeit 
von alleinlebenden älteren Menschen“ durch die Universität 
Bonn (Professor Kistemann, Institut für Hygiene & Public Health) 
im Rahmen von gesundheitsgeographischen Masterarbeiten u n-
tersuchen zu lassen.  
Mögliche Maßnahmen sind:

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
175 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
 Medien: Die Information kann über einen einfachen Flyer  
erfolgen, aber auch durch Medien wie Handy -Apps oder 
das Internetz. 
 Ausgabe von Trinkflaschen 
 Gedrucktes Informationsmaterial  
 Internet / App 
 Veranstaltungen: Geplant ist an zentralen Orten in den 
Sozialräumen Thementage und Informationskampagnen 
nach dem Motto „bleib cool“ durchzuführen. Diese sollen 
an heißen Sommertagen den Aspekt Gesundheitsvorso r-
ge spielerisch erlebbar machen. Eine Trinktheke des Ve r-
sorgungsunternehmens RheinEnergie gibt Trinkwasser 
aus, um die Bevölkerung für das Thema zu sensibilisi e-
ren. Kinder (und Erwachsene) können mit Feuerweh r-
schläuchen und Wasserspielen Abkühlung finden. Durch 
gezielte Ausgabe von Trinkflaschen an ältere Leute we r-
den diese erreicht.  
Das Thema Klimawandel und die damit verbundene Hitzeen t-
wicklung kann in Zusamm enarbeit mit dem Gesundheitsamt in 
die Grundschulen transportiert werden.  
Alte Menschen in Einrichtungen könnten auch über eine „Hitz e-
ampel“ entsprechend informiert werden.  
Zielgruppe Alle Bewohnerinnen und Bewohner der Quartiere 
Ziele Operatives Ziel 
 Verbesserte Umweltbildung und –beratung sowie u m-
weltbewusstere Lebensweise 
Projektziele 
 Veränderte Einstellung zum Thema Umweltbelastung und 
Hitze  
 Sensibilisierung für das Thema Hitzewelle 
Indikatoren  Anzahl der Website-Besuche (Klicks)  
 Anzahl der durchgeführten Beratungsgespräche 
Kosten Personalkosten 
0,5 Stellen E13 beim Umwelt -und Verbraucherschutzamt: 
43.050,00 € für 3 Jahre  (Die Darstellung der Personalkosten e r-
folgt nur nachrichtlich. Diese Kosten werden nicht in die Förd e-
rung eingebracht.) 
 
Sachkosten 
Wissenschaftliche Analyse durch die Uni Bonn. 4.000,00 € für 2 
Studierende für jeweils 0,5 Jahre

176 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Supervision                                                  4.000,00 € 
Separate, isolierte Internetpräsenz:             6.000,00 € 
Veranstaltungen und Infokampagne in den  
Sozialräumen vor Ort                                  20.000,00 € 
Flyer, Informationsmaterial, Trinkflaschen  20.000,00 € 
Sachkosten gesamt: 54.000,00 € 
 
Gesamtkosten 54.000,00 € 
Davon 2017: 20.000,00 € 
Davon 2018: 20.000,00 € 
Davon 2019: 14.000,00 € 
Projektlaufzeit / Zeitraum 36 Monate / 3 Jahre 
01.01.2017 bis 31.12.2019  
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Umwelt-und Verbraucherschutzamt in Zusammenar-
beit mit dem Gesundheitsamt der Stadt Köln, der RheinEnergie 
und der Universität Bonn, Institut für Hygiene und Öffentliche 
Gesundheit 
Förderung BUMB-Programm (Klima), BMBF

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
177 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Laufende Nummer 4.0.6 Handlungsfeld: Umweltgerechtigkeit – Klimaschutz, Luftreinha l-
tung und Lärmminderung 
Maßnahme Maßnahmen zur Verstetigung des Verkehrs / Umweltsensiti-
ve Verkehrssteuerung auf der Bergisch Gladbacher Straße 
in den Sozialräumen Buchheim und Buchforst sowie Mü l-
heim-Nord und Keupstraße 
Inhalt Ausgangslage 
Anhand des auf Kölner Stadtgebiet durch das Landesumweltamt 
betriebenen Luftschadstoffmessnetzes liegen Erkenntnisse vor, 
dass an allen Messstationen Überschreitungen der Grenzwerte 
der 39. Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) festz u-
stellen sind. Hierbei steht der Verkehr als wesentliche Emiss i-
onsquelle im Vor dergrund. Der Luftreinhalteplan der Stadt Köln 
hat mit der Umweltzone bereits eine wesentliche Maßnahme zur 
Reduzierung der Luftschadstoffbelastung umgesetzt. Darüber 
hinaus sind noch weitere Maßnahmen erforderlich. 
 
Projektbeschreibung 
Ziel des Projektes ist die Reduzierung der verkehrsbedingten 
Luftschadstoffbelastung, indem auf stark befahrenen Straße n-
zügen für eine Verstetigung des Verkehrs  gesorgt wird,  das 
heißt die Anfahr- und Bremsvorgänge werden verringert. Es wird 
eine Wirksamkeitsuntersuchung für  die Analyse immissionsr e-
duzierender Maßnahmen  beauftragt. Für den Belastung s-
schwerpunkt im Kreuzungsbereich Clevischer Ring / Mülheimer 
Brücke wird eine umweltsensitive Lichtsignalanlage  bereits in 
Kürze im Rahmen der Luftreinhaltung  umgesetzt. Diese Ma ß-
nahme kann auch für die Bergisch Gladbacher Straße eine mög-
liche Maßnahme werden. Alternativ sind weitere Maßnahmen 
zur Verstetigung des Verkehrs (beispielsweise A usbau von 
Kreisverkehren, Geschwindigkeitsbegrenzung) beziehungsweise 
zur Verkehrsreduzierung denkbar. Auf Grundlage der Wirksa m-
keitsuntersuchung werden die für den jeweiligen Belastung s-
schwerpunkt herausgestellten Maßnahmen im weiteren Verfa h-
ren der Luftreinhaltung aufgenommen. 
Die Umsetzung der Maßnahme ist für die am stärksten belaste-
ten Straßenabschnitte (Bergisch Gladbacher Straße)  in den So-
zialräumen Buchheim und Buchforst  sowie Mülheim -Nord und 
Keupstraße vorgesehen. 
Zielgruppe Die Maßnahme betrifft die Bewohnerinnen und Bewohner der 
genannten Sozialräume, die am Straßenverkehr beteiligt sind. 
Ziele Operatives Ziel 
 Geminderte und gemilderte Umweltbelastungen

178 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Projektziel 
 Verstetigung des Verkehrs  
Indikatoren  Geringerer Stauanteil 
 Reduzierung der Luftschadstoffbelastung, indem die 
Messergebnisse für Feinstaub bzw. Stickstoffdioxid red u-
ziert werden. Dies kann an der Messstation an der Be r-
gisch Gladbacher Straße abgelesen werden. 
Kosten Geschätzte Gesamtkosten: 50.000,00 € 
2017: 10.000,00 € 
2018: 20.000,00 € 
2019: 20.000,00 € 
Projektlaufzeit / Zeitraum 36 Monate / 3 Jahre 
01.2017 bis 12.2019 
Projektverantwortlicher Stadt Köln Umwelt-und Verbraucherschutzamt  
Förderung EFRE

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
179 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Laufende Nummer 4.0.9 Handlungsfeld: Umweltgerechtigkeit – Klimaschutz, Luftreinhal-
tung und Lärmminderung 
Maßnahmen Maßnahmen rund um eine Leitart zur Verbesserung der 
Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Sozia l-
raum und gleichzeitiger Erhöhung der Biodiversität sowie 
der Aufenthaltsqualität in den Sozialräumen Mülheim -Nord 
und Keupstraße sowie Buchheim und Buchforst 
Inhalt Ausgangslage 
Es ist schon lange bekannt, dass lebendige Tiere eine besond e-
re Wirkung bei Menschen in Bezug auf Identifikation und eigene 
Wahrnehmung erzielen. Das sich Kümmern um andere Lebewe-
sen, die geeignete Hilfe bereitwillig annehmen, führt dabei oft zu 
einer Steige rung des Selbstwertgefühls und kann dazu beitr a-
gen, Aggressionen gegen sich und das Umfeld in Fürsorge u m-
zuwandeln.  
Darüber hinaus stellt die Verbesserung der Biodiversität eine 
wichtige Aufgabe in Zeiten des Artenschwundes und des Klim a-
wandels dar, denen  es mit geeigneten Mitteln entgegenzuste u-
ern gilt. Da die Stadt Köln die Deklaration „Biodiversität in Ko m-
munen“ unterzeichnet hat und damit eine freiwillige Selbstve r-
pflichtung zur Berücksichtigung der Artenvielfalt in allen Han d-
lungsbereichen eingegangen  ist, besteht hier konkreter Han d-
lungsbedarf, zumal die Kommune bei dem Wettbewerb „Bi o-
diversität in Kommunen“ sehr schlecht abgeschnitten hat.  
Projekte zur gezielten Förderung von Arten, die als Sympathi e-
träger gelten, sind dabei besonders geeignet, sowohl dem sozia-
len, als auch dem ökologischen Aspekt gerecht zu werden.  
 
Projektbeschreibung 
Es wird eine geeignete Art ausgewählt, für die Schutzmaßna h-
men relativ einfach auch durch die Bürgerinnen und Bürger u m-
zusetzen sind. Durch den Aufbau einer Internetseite mit allen 
Informationen rund um diese Tierart und der Darstellung mögl i-
cher Schutzmaßnahmen sollen alle Bürgerinnen und Bürger i n-
formiert werden. 
Aktionen vor Ort sollen dabei nicht nur bleibende Strukturen 
schaffen, sondern unter Mitwirken d er Bürgerschaft erfolgen, so 
dass eine Identifikation möglich wird. Denkbar sind hier, adäquat 
zum Spatzenprojekt, Maßnahmenkonzeption und Umsetzung an 
Schulen und KITAs zur Lebensraumgestaltung, die Entwicklung 
von Flyern zum Schutz der Art sowie die Ausl obung eines Foto-
wettbewerbs zu der Art mit anschließender Kalendererstellung. 
Die Entwicklung und die Abgabe von Saatgut als direkte oder 
indirekte Nahrungsgrundlage sowie die Anleitung für Fortpfla n-
zungsstätten sollen das Projekt abrunden. Durch die Entwi ck-
lung eines Kinderlesebuches soll darüber hinaus das Erlebte 
weiter gefestigt werden und mit einer Förderung im Bereich L e-

180 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
sekompetenz verbunden werden.  
Wichtig ist, dass die gewählte Art zum einen als Sympathietr ä-
ger wahrgenommen wird, aber auch noch so häufig vorkommt, 
dass eine Beobachtung durch die Bewohnerinnen und Bewo h-
ner ohne großen Aufwand möglich ist. Die Habitate sollten dabei 
geeignet sein, auch anderen Arten zu helfen. 
Durch die Anlage eines beschilderten Lehrpfades sollen die 
Leitart und ihr Lebensraum darüber hinaus für alle erlebbar we r-
den. Aus dem Spatzenprojekt liegt bereits eine ganze Reihe von 
Erfahrungen vor, die im Rahmen eines neuen Projektes genutzt 
werden könnten. Als mögliche Arten könnten der Igel oder Wil d-
bienen gewählt werden. Zum Nachweis der Populationsstärkung 
könnte eine Kartierung vor Beginn und nach Ablauf der Projek t-
zeit in Bezug auf die gewählte Art in den Projekträumen durc h-
geführt werden. 
Zielgruppe Bewohnerinnen und Bewohner aller Altersstufen einschließlich 
gemeinnütziger Vereine und Wohnungsbaugesellschaften 
Ziele Querschnittsziel 
 Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung 
Operative Ziele 
 Vernetze Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich 
Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebot s-
formen 
 Verbesserte Umweltbildung  und – beratung sowie u m-
weltbewusstere Lebensweise 
Projektziele 
 Identifizierung der Bewohnerschaft mit der gewählten Art 
 Verbesserung des Lebensumfeldes durch die Erweit e-
rung oder naturnähere Gestaltung von Grünbereichen 
 Verbesserung der Wertschätzung naturnaher Strukturen  
 Wissenserweiterung über ökologische Zusammenhänge 
durch Aktionen und Informationen rund um die gewählte 
Art 
 Verbesserung der Population der gewählten Art 
Indikatoren  Anzahl der verteilten Kalender 
 Anzahl der angelegten Habitatstrukturen 
 Nutzung des Lehrpfades 
 Anzahl der Einsätze des Kinderlesebuches an den 
Grundschulen 
 Anzahl der Population der Leitart

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
181 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Kosten Personal und Sachkosten (Summen) 2016:  
 Erstellung und Druck von Flyern zu Lebensweise und 
Schutz: 2.000,00 € (Materialkosten und Design Beauftr a-
gung) 
 Schulprojekte an einer Pilotschule oder anderen Einric h-
tung zur Schaffung geeigneter Habitate: 
Honorarkosten: 24 Arbeitsstunden a 30 € ergibt 720,00 € Mate-
rialkosten: 250,00 €  
 
Personal und Sachkosten (Summen) 2017:  
 Abgabe von Nisthilfen und Saatgut zur Schaffung geei g-
neter Lebensgrundlagen für die Art durch interessieret 
Bürgerinnen und Bürger: 5.000,00 € (Materialkosten, Ver-
teilung und Designe) 
 Fotowettbewerb und Kalendererstellung 14.000,00 € 
 Schulprojekte an 1 Pilotschule oder anderen Einrichtung 
zur Schaffung geeigneter Habitate: 
Honorarkosten: 24 Arbeitsstunden a 30 € ergibt 720,00 € 
Materialkosten: 250,00 € 
 Sicherung der Nachhaltigkeit der Aktion an der ersten 
Schule durch Einsatz der erstellten Materialien (Ausste l-
lung, Internetseite, Arbeitsheft und Kinderlesebuch). 6 
Stunden a 30 €; gesamt: 180,00 € 
 
Personal und Sachkosten (Summen) 2018:  
 Schaffung geeigneter Habitate im Wohnumfeld als G e-
meinschaftsaktion unter Anleitung von Fachleu ten aus 
dem Naturschutz an einer Örtlichkeit: Honorarkosten: 24 
Arbeitsstunden a 30 € ergibt 720,00 € Materialkosten: 
500,00 € 
 Sicherung der Nachhaltigkeit der Aktion an der zweiten 
Schule durch Einsatz der erstellten Materialien (Ausste l-
lung, Internetseit e, Arbeitsheft und Kinderlesebuch). 6 
Stunden a 30 €; gesamt: 180,00 € 
 
Personal und Sachkosten (Summen) 2019:  
 Abschlussbericht 
Gesamtkosten: 24.520,00 €  
Davon 2016: 2.970,00 € 
Davon 2017: 20.150,00 € 
Davon 2018: 1.400,00 €

182 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Projektlaufzeit / Zeitraum 36 Monate / 3 Jahre 
01.07.2016 bis 30.06.2019 
Projektverantwortlicher Stadt Köln, Amt für Umwelt - und Verbraucherschutz  in Zusa m-
menarbeit mit den lokalen Naturschutzverbänden, Stiftung Rhe i-
nische Kulturlandschaft und gegebenenfalls Wohnungsbaug e-
sellschaften 
Förderung EU-Förderprogramm LIFE 
Gegebenenfalls Natur- und Umweltschutzakademie (MKULNV)

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
183 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Laufende Nummer 4.0.10 Handlungsfeld: Umweltgerechtigkeit – Klimaschutz, Luftreinha l-
tung und Lärmminderung 
Maßnahme Stärkung beziehungsweise Erweiterung des Schulgarten-
angebotes in den Sozialräumen  Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße  
Inhalt Ausgangslage 
Köln weist zwar mit seinen fünf naturbezogenen außerschul i-
schen Lernorten ein gewisses Repertoire auf, da einige der Ei n-
richtungen jedoch nicht gut mit dem öffentlichen Nahverkehr a n-
gebunden sind, fällt es vor allem Schulen in den sozial benac h-
teiligten Quartieren schwer, die Mittel für einen privaten Bus auf-
zubringen. Auch sonst haben Kinder aus diesen sozialen 
Schichten kaum einmal die Möglichkeit des Besuches naturn a-
her Bereiche. Zurzeit können aufgrund des Angebotes  zum Bei-
spiel nur 30 Prozent der Kinder und Jugendlichen und 10 Pr o-
zent der Elementarstufe solche Angebote in Anspruch nehmen. 
Da zusätzliche Umwelt- und Naturbildung n icht durch einmalige 
Aktivitäten bei Kindern verankert werden können, ist es sinnvoll, 
entsprechende Lernorte im unmittelbaren Umfeld der Kinder zu 
platzieren und in ihr tägliches Leben zu integrieren. Da Schule 
heute überwiegend im Ganztagsbetrieb läuft, besteht darüber 
hinaus auch die Notwendigkeit, vor Ort Räume mit hoher Au f-
enthaltsqualität zu schaffen, damit die Schüler sich in den Pa u-
senzeiten erholen können. Dabei kommt natur nahen Strukturen 
nachgewiesenermaßen eine hohe Bedeutung zu.  
 
Projektbeschreibung 
Durch die Unterstützung der Schulen in Bezug auf die persone l-
le und finanzielle Ausstattung soll die Anlage und der Betrieb 
von Schulgärten an einer Schule unterstützt werden.  
Durch die Entwicklung lehrplan konformen Unterrichtsmaterials 
soll die Nutzung des Schulgartens den Lehrerinnen und Lehrern 
in möglichst vielen Fächer ermöglicht werden. 
Der erhoffte Effekt soll sein, dass Schülerinnen und Schülern die 
Herkunft und Wertschätzung von Lebensmitteln näher gebracht 
wird und der Unterricht durch einen hohen Praxisbezug nachhal-
tiger gestaltet wird. Darüber hinaus ist es gerade im Zeitalter der 
Inklusion von besonderer Bedeutung, dass auch lernschwächere 
Schülerinnen und Schüler  durch ihr Können z um Beispiel im 
handwerklichen Bereich, die Akzeptanz der Mitschülerinnen und 
Mitschüler gewinnen. Zusätzlich können durch naturnahe Stru k-
turen die motorischen, kognitiven und emotionalen Fähigkeiten 
verbessert werden und durch das Hegen und den damit selbst 
erzielten Erfolg das Selbstwertgefühl gestärkt werden. 
Durch Hilfsgesuche in Bezug auf die Betreuung des Schulga r-
tens kann darüber hinaus auch eine nachbarschaftliche Koop e-
ration entstehen, die verschiedene Generationen miteinander 
verbindet und den Zugang zueinander auch in anderen Th e-

184 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
menbereichen ermöglicht. Dadurch soll in den Sozialräumen das 
Miteinander gefördert werden. 
Die Maßnahme greift auf bestehende Erfahrungen des Umwelt- 
und Verbraucherschutzamtes in der Zusammenarbeit mit Sch u-
len zurück. Dazu zählt auch die Erfahrung in der Einbindung der 
Schulen sowie der Frage nach einer Betreuung an Wochene n-
den und in den Ferien. 
Zielgruppe Interessierte Kinder und Jugendliche der jeweiligen Schulen 
Einbezug von ehrenamtlich tätigen Helferinnen und Helfern, zum 
Beispiel Seniorinnen und Senioren mit einem breit en Wissens-
spektrum in Bezug auf gärtnerische Fähigkeiten  
Ziele Operative Ziele 
 Vernetzte Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich 
Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebot s-
formen 
 Verbesserte Umweltbildung - und -beratung sowie u m-
weltbewusstere Lebensweise 
Projektziele 
 Lernerfolg und Veränderung des Sozialverhaltens bei 
Einbezug des Schulgartens in die schulische Bildung s-
landschaft 
 Integration lernschwächerer Schülerinnen und Schüler 
durch Wertschätzung auch der körperlichen Fähigkeiten 
 Wertschätzung und Bewusstseinsbildung in Bezug auf die 
Herkunft von Lebensmitteln 
 MINT (Fachbereiche Mathematik, Informatik, Naturwi s-
senschaft und Technik) - Förderung mit Entwicklung von 
Berufsperspektiven 
 Förderung von Nachbarschaftskooperationen 
 Verbesserung de r Biodiversität durch Schaffung ökol o-
gisch hochwertiger Kleinstrukturen 
 Verbesserung der Aufenthaltsqualität an der Schule und 
klimatische Wohlfahrtswirkung 
Indikatoren  Anzahl der Lehrergespräche 
 Anzahl der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler 
Kosten Bedient werden soll 1 Schule über drei Jahre.  
Betreuung des Schulgartens 40 Wochen á 6 Stunden á  40,00 € 
= 9.600,00 € pro Jahr Honorarkosten 
2.000,00 € Material pro Jahr 
10.000,00 € einmalige Materialkosten Erstanlage 
4.500,00 € einmalige Kosten für die Zusammenstellung Lehrplan

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
185 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
konformen Unterrichtsmaterials 
 
Gesamtkosten 49.300,00 € 
Davon 2016: 15.800,00 €  
Davon 2017: 11.600,00 € 
Davon 2018: 16.100,00 € 
Davon 2019:   5.800,00 € 
Projektlaufzeit / Zeitraum 36 Monate / 3 Jahre 
01.07.2016 bis 30.06.2019  
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz in Koopera-
tion mit dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen 
Förderung  EFRE 
gegebenenfalls Natur- und Umweltschutzakademie (MKULNV)

186 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
11.2.6 Handlungsfeld 5: Wohnen 
Laufende Nummer 5.0.3 Handlungsfeld: Wohnen 
Maßnahme 
Haus,- Hof- und Fassadenprogramm in den Sozialräumen  
Buchheim und Buchforst sowie Mülheim -Nord und Keu p-
straße  
Inhalt Ausgangslage 
Sozialraum Buchheim und Buchforst:  
Die Stadtteile Buchheim und Buchforst sind mehrheitlich von 
Mehrfamilienhäusern geprägt. Der Anteil öffentlich geförderter 
Wohnungen liegt in beiden Stadtteilen über dem städtischen 
Durchschnitt mit 10,8 Prozent beziehungsweise 12 Prozent. Die 
GAG Immobilien AG besitzt knapp 3.500 Wohnungen, die in den 
letzten Jahren saniert wurden. Daher ist insbesondere der Stadt-
teil Buchforst durch einen überwiegend sanierten Wohnungsb e-
stand gekennzeichnet. Die sozialen Problemlagen werden daher 
weniger sichtbar als in anderen Sozialräumen des Program m-
gebietes.  
Die Zufriedenheit mit der eigenen Wohnung, die im Rahmen der 
Demografie-Umfrage 2009 ermittelt wurde, liegt etwas über dem 
städtischen Durchschnitt, während die Zufriedenheit mit dem 
Wohnumfeld mit etwa 50 Prozent deutlich unter dem städtischen 
Durchschnitt von knapp 70 Prozent liegt. Hier zeigt sich ein kl a-
rer Handlungsbedarf, durch Investitionen über das geplante 
Fassadenprogramm an der Aufwertung des Wohnumfeldes aktiv 
mitzuwirken.  
 
Sozialraum Mülheim Nord und Keupstraße:  
Der Sozialraum Mülheim-Nord und die Keupstraße ist durch eine 
Mischung aus Wohnen und Gewerbe geprägt. Die Wohngebä u-
de stammen überwiegend aus der Zeit vor 1920 und sind zum 
größten Teil noch nicht saniert. Durch die gründerzeitliche Ba u-
substanz und die innenstadtnahe Lage bestehen Auf wertungs-
potenziale, welche mit der Gefahr der Verdrängung der ansäss i-
gen Bevölkerung einhergehen. Die GAG Immobilien AG verfügt 
im Sozialraum lediglich über 800 Wohneinheiten. Der Anteil ö f-
fentlich geförderter Wohnungen liegt mit 8,5 Prozent leicht über 
dem städtischen Durchschnitt.  
Die Ergebnisse der Demografie -Umfrage 2009 zeigen, dass die 
Bewohnerschaft überwiegend zufrieden ist. Die Zufriedenheit mit 
dem Wohnumfeld ist jedoch deutlich geringer ausgeprägt. Ledig-
lich jeder dritte gab an, mit dem Wohnumfe ld zufrieden zu sein. 
Auch hier zeigt sich entsprechend der Umfrage ein klarer Han d-
lungsbedarf durch Investitionen über das Haus, - Hof- und Fas-
sadenprogramm an der Aufwertung des Wohnumfeldes aktiv 
mitzuwirken.

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
187 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Projektbeschreibung 
Das Fassadenprogramm sol l dazu anregen, nachhaltige Ve r-
besserungen an Wohnhäusern oder am unmittelbaren Wohnum-
feld vorzunehmen. Die Wohn- und Aufenthaltsqualität in den So-
zialräumen soll verbessert werden. 
Grundlage der Förderung bildet die Förderrichtlinie Stadterneue-
rung von 20 08 (Teil II, Förderbestimmungen für die städtebaul i-
che Sanierung und Entwicklung). Demnach können Maßnahmen 
zur Fassadenverbesserung, Begrünung, Herrichtung und G e-
staltung von Hof - und Gartenflächen sowie Maßnahmen an A u-
ßenwänden und Dächern gefördert werd en. Zuwendungsfähig 
sind 50 Prozent der Ausgaben, höchstens jedoch 60 Euro je qm 
umgestalteter Fläche. 
Durch die Erneuerung der Ansichtsflächen von Wohngebäuden 
werden Innenhof und Straßenseite deutlich aufgewertet. Das 
Förderprogramm bietet Mieterinnen un d Mietern sowie und E i-
gentümerinnen und Eigentümern von Wohnimmobilien und g e-
mischt genutzten Immobilien Unterstützung bei Verschön e-
rungsmaßnahmen für Fassaden und Innenhöfe. Ein attraktiver 
Stadtteil stärkt das gemeinsame Miteinander von Bewohneri n-
nen und  Bewohnern. Vor diesem Hintergrund sind Verschön e-
rungs- und Verbesserungsmaßnahmen in den Sozialräumen 
Buchheim und Buchforst sowie Mülheim Nord und Keupstraße 
von besonderer Bedeutung.  
Zielgruppe  Hauseigentümer 
 Eigentümergemeinschaften 
 Mieterinnen und Mieter sowie Nutzungsberechtigte 
Ziele Operatives Ziel  
 Stärker unterstützte und entwickelte Wohnadressen 
Projektziele 
 Die Wohn - und Aufenthaltsqualität in den Sozialräumen 
soll verbessert werden 
 Aufwertung des Wohnumfeldes 
 Stärkung des Miteinanders der Bewohnerschaft durch ein 
attraktiveres Wohnumfeld 
 Steigerung der privaten Investitionen in den Sozialräumen 
Indikatoren  Anzahl der Interessentenanfragen zum Programm 
 Anzahl der durchgeführten Beratungen  
Kosten Gesamtkosten für Buchheim und Buchforst: 300.280,00 € 
Gesamtkosten für Mülheim Nord und Keupstraße: 166.760,00 €

188 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Gesamtkosten für beide Sozialräume: 467.040,00 € 
Davon 2017:   77.840,00 € 
Davon 2018: 155.680,00 € 
Davon 2019: 155.680,00 € 
Davon 2020:   77.840,00 € 
Projektlaufzeit / Zeitraum 36 Monate / 3 Jahre  
01.07.2017 bis 30.06.2020 
Projektverantwortlicher Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
Förderung Städtebauförderung 
Bemerkung Der Baustein „Entsiegelung“ der im Rahmen der Förderrichtlinie 
Stadterneuerung in Teil II, Ziffer 11.2 Satz (1) mit aufgeführt 
wird, soll innerhalb des Haus - Hof – und Fassadenprogramms 
explizit nicht gefördert werden, da die Stadt Köln das Thema 
„Entsiegelung“ im Rahmen der Maßnahme 4.0.2 „Grüne Höfe, 
Grüne Plätze“ sowohl für private als auch für öffentlic he Flächen 
zur Förderung anbietet. Eine entsprechende Anpassung wird in 
der zu erarbeitenden Richtlinie zum Haus, Hof - und Fassaden-
programm erfolgen.

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
189 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
12. Umsetzungsplanung – Organisation und Steuerung 
Bereits in der Phase der Konzepterstellung wurden mit Blick auf die Umsetzung des Pr o-
gramms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Arbeitsstrukturen aufgebaut, an denen für die U m-
setzungsphase angeknüpft werden soll. Die Eckpunkte zu Strukturen und Verfahren sind mit 
Nennung der an der Umsetzung beteiligten Akteure u nd ihrer Rollen in der nachfolgenden 
Abbildung dargestellt.  
Abbildung 11: Organisationsmodel zur Umsetzung des Integrierten Handlungskonzep-
tes „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik  
Das daraus abgeleitete Organisationsmodell bildet zunächst die organisatorische Ausgang s-
struktur der Stadt Köln in der Vorbereitungsphase für die Umsetzung der Maßnahmen. Diese 
Vorbereitungsphase dient der Planung und Durchführung aller für die Umsetzung erforderl i-
chen Arbeiten (siehe unten). 
Im Rahmen einer Prozesssteuerung sollen die bei der Evaluation von MÜLHEIM 2020 e r-
kannten Optimierungspotenziale einer zentralen Steuerung bei dezentraler Umsetzung b e-
rücksichtigt werden, um die erforderlichen Strukturen und Verfahren auf  die Anforderungen 
des neuen Programm „Starke Veedel - Starkes Köln“ möglichst effizient umzusetzen. Dies 
beinhaltet zum Beispiel die Vermeidung von Doppelstrukturen und Redundanzen in der Au f-
gabenwahrnehmung, die Steigerung der Arbeitseffizienz, eine Opti mierung der Ressourcen 
und des Know-hows der Beteiligten sowie der integrierten, ämterübergreifenden Zusammen-
arbeit. Ziel ist es, mit Beginn der Umsetzungsphase ein optimales Organisationsmodell i m-
plementiert zu haben oder zeitnah zu entwickeln.

190 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Als zentra les Entscheidungs- und Steuerungsgremium des neuen Programms ist ein Le n-
kungskreis vorgesehen. Dieser ist hochrangig besetzt und trifft alle für die Planung und 
Durchführung des Programms wesentlichen Entscheidungen.  
Die für die Vorbereitung der Umsetzung sphase erforderlichen Arbeiten übernimmt das Steu-
erungsteam in Zusammenarbeit mit den Fach - und Bürgerämtern. Das Steuerun gsteam 
bündelt Erfahrungen, zum Beispiel  zu den Themen Projektsteuerung, Bürgerbeteiligung , 
Öffentlichkeitsarbeit, Finanzen, Förderung und Vergabe. 
Um die Fragestellungen aus den Sozialräumen unkompliziert zu bündeln, wird für jeden S o-
zialraum eine konkrete Ansprechperson benannt, die zum einen die aktuellen Belange regelt 
und zum anderen die Schnittstelle zum Gesamtprogramm bildet.  
In der Vorbereitungsphase kümmert sich der koordinierende Bereich des Steuerungsteams 
insbesondere um die Vorbereitung der Antragstellungen von Fördermitteln für das neue Pr o-
gramm. Weiterhin wird der begonnene Prozess der Bürgerinnen - und Bürgerbeteiligung, 
dem im neuen Programm eine hohe Bedeutung zukommt, weitergeführt und durch Ma ß-
nahmen der Öffentlichkeitsarbeit unterstützt. Die durch die Fachämter zu erstellenden Ko n-
zepte und darauf aufbauenden Leistungsbeschreibungen dienen als Grundlage späterer 
Ausschreibungen.  
Eine entscheidende Bedeutung für den erfolgreichen Abschluss der Vorbereitungsphase ist 
der intensiven und konstruktiven Zusammenarbeit zwischen dem koordinierenden Steu e-
rungsteam und den Dezernaten / Fachämtern beizumessen. Im Rahmen dieser Zus ammen-
arbeit sind im Bedarfsfall die Grundlagen für die Erweiterung des Steuerungsteams um zen t-
rale Steuerungs- und Koordinationsaufgaben für die Umsetzungsphase zu entwickeln. Da r-
über hinaus werden die Fragen einer künftigen, förderfähigen Einbindung von E xternen be-
ziehungsweise von Beschäftigten der Fachämter abgestimmt. 
Parallel dazu erfolgt auch ein Austausch mit den Bürgeramtsleitungen und der Sozialrau m-
koordination über die Weiterentwicklung und zielgerichtete Ergänzung der vorhandenen 
Strukturen in den Sozialräumen um die Koordination der Maßnahmen des IHKs sicherzustel-
len. Dabei wird insbesondere das Quartiersmanagement die örtliche Sozialraumkoordination 
sinnvoll unterstützen und entlasten. In enger Kooperation mit den Akteuren vor Ort soll die 
Umsetzung der Maßnahmen unterstützt und insbesondere die Abwicklung des Verfügung s-
fonds begleitet werden. 
Für den Erfolg des Programms wird die prozessbegleitende Entwicklung der Umsetzung s-
struktur von entscheidender Bedeutung sein. Ziel ist es auf aktuelle Anforderungen reagieren 
zu können und ein zentrales Schnittstellenmanagement aufzubauen.

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
191 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
12.1 Zeit-, Kosten- und Finanzierungsplanung  
Tabelle 6: Zeit-, Maßnahmen- und Finanzierungsplanung für die Sozialräume Buchheim und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
Handlungsfeld Nr.  Maßnahme  Gebietsbezug  Gesamtkosten 
für die Sozial-
räume Buc h-
heim und Buc h-
forst sowie 
Mülheim-Nord 
und Keupstraße  
in €  
Finanzierung   2016 2017 2018 2019 2020 2021 
übergreifend 0.0.1 Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung  in 
den Sozialräumen Buchheim und Buchforst sowie 
Mülheim-Nord und Keupstraße 
übergreifend (alle Sozia l-
räume) 
1.497.376,50 Städtebauförderung  216.927,50 452.462,00 435.221,00 392.766,00  
übergreifend 0.0.2 Prozessbegleitende Evaluation  in d en Sozialrä u-
men Buchheim und Buchforst sowie Mülheim -Nord 
und Keupstraße 
übergreifend (alle Sozia l-
räume) 
88.179,00 Städtebauförderung  22.610,00 22.610,00 22.610,00 20.349,00  
Früh ansetzende 
Hilfen 
1.0.5 Integration auch von zugewanderten Kindern, J u-
gendlichen und jungen Erwachsenen in die best e-
henden Regelsysteme durch aufsuchende mobile 
Arbeit / Streetwork  in den Sozialräumen Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim -Nord und Keupstr a-
ße 
übergreifend (alle Sozia l-
räume) 
509.040,00 ESF  254.520,00 254.520,00    
Früh ansetzende 
Hilfen 
1.0.7 Qualifizierungsoffensive Offene Kinder - und J u-
gendarbeit Köln  in den  Sozialräumen Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim -Nord und Keupstr a-
ße 
übergreifend (alle Sozia l-
räume) 
53.800,00 ESF  26.900,00 26.900,00    
Früh ansetzende 
Hilfen 
1.0.12 Sprachförderangebote für neu eingereiste Jugen d-
liche und junge Erwachsene zwischen 16 und 25 
Jahren mit keinen oder geringen Deutschkenntni s-
sen im Rahmen von Jugendintegrationskursen  in 
den Sozialräumen Buchheim und Buchforst sowie 
Mülheim-Nord und Keupstraße 
übergreifend (alle Sozia l-
räume) 
368.577,00 ESF  184.288,50 184.288,50    
Früh ansetzende 
Hilfen 
1.0.16 Zugehende Hilfe zur Überleitung ins Regelsystem 
und Entwicklung einer beruflichen Perspektive für 
junge Menschen mit psychischen Problemen bis 27 
Jahre in allen Sozialräumen ; hier in den Sozialrä u-
men Buchheim und Buchforst sowie Mülheim -Nord 
und Keupstraße 
übergreifend (alle Sozia l-
räume) 
32.520,00 ESF  16.260,00 16.260,00    
Früh ansetzende 
Hilfen 
1.0.17 Kölner Bildungsberatungszentrum einschließlich 
Stadtteileltern in den Sozialräumen Buchheim und 
Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
übergreifend ( in vier So-
zialräumen) 
604.454,00 EFRE   217.848,00 193.303,00 193.303,00

192 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
193 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
Handlungsfeld Nr.  Maßnahme  Gebietsbezug  Gesamtkosten 
für die Sozia l-
räume Buc h-
heim und Buc h-
forst sowie 
Mülheim-Nord 
und Keupstraße  
in €  
Finanzierung aus  2016 2017 2018 2019 2020 2021 
Früh anse tzende 
Hilfen 
1.0.19 Übergänge begleiten: Angebote der Familienbi l-
dung mit Schwerpunkt Kooperation mit Kita, Fam i-
lienzentren, Schulen im Primarbereich und SEK 1 
und Trägern des Offenen Ganztags  in den Sozia l-
räumen Buchheim und Buchforst sowie Mülheim -
Nord und Keupstraße 
übergreifend (alle Sozia l-
räume) 
500.626,00 ESF  250.313,00 250.313,00    
Früh ansetzende 
Hilfen 
1.0.20 Gemeinsam für Grundbildung Übergreifend (alle Sozial-
räume 
137.142,00 ESF  68.571,00 68.571,00    
Früh ansetzende 
Hilfen 
1.0.21 Ferienschulen in den Sozialräumen Buchheim und 
Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
übergreifend (alle Sozia l-
räume) 
46.782,00 gegebenenfalls g e-
eignetes Lande s-
programm des 
MFKJKS oder MSW 
oder des BAMF 
(Sprachkurse) 
 23.391,00 23.391,00    
Früh ansetzende 
Hilfen 
1.0.26 Willkommen und Ankommen in Köln  für die Sozia l-
räume Buchheim und Buchforst sowie Mülheim -
Nord und Keupstraße 
übergreifend (alle Sozia l-
räume) 
394.440,00 ESF  197.220,00 197.220,00    
Öffentlicher Raum 2.0.4 Spiel- und Bewegungsräume in den Veedeln in den 
Sozialräumen Buchheim und Buchforst sowie Mü l-
heim-Nord und Keupstraße 
übergreifend (alle Sozia l-
räume) 
365.000,00 EFRE mit Kofina n-
zierung über Stä d-
tebauförderung  
 60.833,33 201.666,67 91.666,67 10.833,33  
Öffentlicher Raum 2.5.5 Ein Platz an der Herler Straße in Buchheim Buchheim und Buchforst 723.500,00 Städtebauförderung  13.900,00 35.850,00 445.550,00 228.200,00  
Öffentlicher Raum 2.5.6 Umgestaltung der Frankfurter Straße in Buchheim Buchheim und Buchforst 1.917.500,00 Städtebauförderung   100.000,00 625.000,00 625.000,00 567.500,00 
Wirtschaft und Qual i-
fizierung 
3.0.7 Kölner Veedelscenter (KVC) in den Sozialräumen 
Buchheim und Buchforst sowie Mülheim -Nord und 
Keupstraße 
übergreifend 2.604.900,00 ESF  1.302.450,00 1.302.450,00    
Wirtschaft und Qual i-
fizierung 
3.0.8 „Wirtschaftskoordinator“ Vernetzung und Stärkung 
der Lokalen Unternehmerschaft  in den Sozialrä u-
men Buchheim und Buchforst sowie Mülheim -Nord 
und Keupstraße  
übergreifend ( in vier  So-
zialräumen) 
348.006,00 EFRE  116.002,00 116.002,00 116.002,00

194 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
195 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
Handlungsfeld Nr.  Maßnahme  Gebietsbezug  Gesamtkosten 
für die Sozia l-
räume Buc h-
heim und Buc h-
forst sowie 
Mülheim-Nord 
und Keupstraße  
in € 
Finanzierung aus  2016 2017 2018 2019 2020 2021 
Umweltgerechtigkeit 
- Klimaschutz, Luf t-
reinhaltung und 
Lärmminderung 
4.0.2 Offen für Regen „Grüne Höfe, grüne Plätze“ in den 
Sozialräumen Buchheim und Buchforst sowie Mü l-
heim-Nord und Keupstraße 
übergreifend (alle Sozia l-
räume) 
83.050,00 EFRE mit Kofina n-
zierung über Stä d-
tebauförderung 
 29.350,00 29.350,00 24.350,00   
Umweltgerechtigkeit 
- Klimaschutz, Luf t-
reinhaltung und 
Lärmminderung 
4.0.4 Aufbau eines Hitzewarn - und Informationssystems. 
Informationsmaterial für die Bevölkerung  zum 
Thema Hitzeentwicklung im Zuge des Klimawa n-
dels in den Sozialräumen Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
übergreifend (alle Sozia l-
räume) 
54.000,00 BUMB-Programm 
(Klima) 
 20.000,00 20.000,00 14.000,00    
Umweltgerechtigkeit 
- Klimaschutz, Luf t-
reinhaltung und 
Lärmminderung 
4.0.6 Maßnahmen zur Verstetigung des Verkehrs / U m-
weltsensitive Verkehrssteuerung  in den Sozialrä u-
men Buchheim und Buchforst sowie Mülheim -Nord 
und Keupstraße 
übergreifend ( in drei  So-
zialräumen) 
50.000,00 EFRE  10.000,00 20.000,00 20.000,00   
Umweltgerechtigkeit 
- Klimaschutz, Luf t-
reinhaltung und 
Lärmminderung 
4.0.9 Maßnahmen rund um eine Leitart zur Verbess e-
rung der Identifikation der Bürgerinnen und Bürger 
mit ihrem Sozialraum und gleichzei tiger Erhöhung 
der Biodiversität sowie der Aufenthaltsqualität in 
den Sozialräumen Mülheim -Nord und Keupstraße 
sowie Buchheim und Buchforst 
übergreifend  24.520,00 EU-
Förderprogramm 
LIFE 
Gegebenenfalls 
Natur- und Umwel t-
schutzakademie 
(MKULNV) 
2.970,00 20.150,00 1.400,00    
Umweltgerechtigkeit 
- Klimaschutz, Luf t-
reinhaltung und 
Lärmminderung 
4.0.10 Stärkung beziehungsweise Erweiterung des Schu l-
gartenangebotes in den Sozialräumen Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim -Nord und Keupstr a-
ße 
übergreifend 49.300,00 EFRE 
gegebenenfalls N a-
tur- und Umwel t-
schutzakademie 
(MKULNV) 
15.800,00 11.600,00 16.100,00 5.800,00   
Wohnen 5.0.3 Haus-, Hof- und Fassadenprogramm in den Sozial-
räumen Buchheim und Buchforst sowie Mülheim -
Nord und Keupstraße 
übergreifend (alle Sozia l-
räume) 
467.040,00 Städtebauförderung  
 
 77.840,00 € 155.680,00 € 155.680,00 € 77.840,00 €

196 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
197 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
13. Anhang 
Anhang 1: Städtische Konzepte 
Themenfeld: Früh ansetzende Hilfe  
Kölner Konzept zur Stärkung der integrativen Stadtgesellschaft (2012) 
Das in 23 Arbeitsgruppen in einem zweijährigen Arbeits- und Beteiligungsprozess formulierte 
Kölner Konzept zur Stärkung der integrativen Stadtgesellschaft bildet die zentrale Leitlinie für 
die kommunale Integrationsarbeit der nächsten Jahre. Es geht von dem Grundsatz aus, dass 
nur eine integrierte und für Veränderung offene Stadtgesellschaft erfolgreich und für alle g e-
winnbringend die Herausforderungen der globalisierten Zukunft bewältigen kann. Daneben 
fußt es im Sinne des Inklusions - und Genderansatzes au f dem Grundgedanken, dass Ve r-
schiedenheit der Normalfall ist und dass jeder einzelne Mensch in seiner Besonderheit a k-
zeptiert werden und seine Potenziale einbringen können soll.  
Ein Drittel der in Köln lebenden Menschen hat aktuell, mit steigender Tendenz, einen soge-
nannten Zuwanderungshintergrund. Statistisch gesehen ist feststellbar, dass sowohl selbst 
Zugewanderte als auch Menschen mit erkennbarem familiärem Zuwanderungshintergrund 
im Durchschnitt sozial und wirtschaftlich schlechter gestellt sin d als die sogenannte Meh r-
heitsgesellschaft. Insofern gilt: „ Integration ist eine dauerhafte politische und gesellschaftl i-
che Aufgabe, die alle in der Stadt (im Land) lebenden Menschen betrifft. Ziel der im Konzept 
beschriebenen präventiven und „nachholende n“ Maßnahmen zur  Integrationsförderung ist 
es, den Kölnerinnen und Kölner n mit Zuwanderungshintergrund eine gleichberechtigte Tei l-
habe am wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Leben zu ermögli-
chen und für Toleranz, Akzeptanz und  wechselseitigen Respekt zwischen den Bevölk e-
rungsgruppen zu werben.  
Das ergänzende "Interkulturelle Maßnahmenprogramm - Maßnahmenempfehlungen" ist die 
Zusammenstellung von Ideen zur Weiterentwicklung des Prozesses der Integration. Es b e-
findet sich aktuell (Stand: Juni 2015) in der politischen Beratung. 
Weitere Informationen unter:  
http://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/soziales/integration/konzept-zur-staerkung-der-
integrativen-stadtgesellschaft 
 
Handlungskonzept Behindertenpolitik (2009) 
In Köln leben mehr als 100.000 Menschen mit einer anerkannten Schwerbehinderung und 
weitere rund 50.000 Menschen mit einer Behinderun g von 20 bis 40 Prozent. Nicht nur für 
sie sind barrierefreie und inklusive Strukturen und Angebote notwendig. Auch alle anderen - 
ganz gleich, ob sie in Köln wohnen oder die Stadt nur kurzfristig besuchen - profitieren da-
von. So ist bekannt, dass eine bar rierefrei zugängliche Umwelt für etwa 10 Prozent der B e-
völkerung zwingend erforderlich, für etwa 30 bis 40 Prozent notwendig und für 100 Prozent 
komfortabel ist, also ein Qualitätsmerkmal darstellt. 
Die Aufgabe des Handlungskonzeptes ist es, die Informationen über die Lebenssituation von 
Menschen mit Behinderungen in Köln zu verbessern, den Blick für Stärken und Schwächen 
der Kölner Behindertenpolitik und der bestehenden Hilfesysteme zu schärfen, kurz - und mit-
telfristige Ziele zu entwickeln, einen Maßnahmen plan abzustimmen, der zukünftig als Leitf a-
den für eine koordinierte und zielorientierte Behindertenpolitik in Köln dient.  
Der 1. Folgebericht legt den Fokus auf die Situation von Menschen mit Behinderung in dem 
Bewusstsein, dass die Bedeutung von Inklusio n sehr viel umfassender ist. Die Maßnahmen 
zum Abbau von Barrieren und zur Förderung einer uneingeschränkten Teilhabe von Me n-

198 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
schen mit Behinderung zeigen jedoch, dass sie die Teilhabe aller Menschen erleichtern und 
damit wichtige Schritte zu einer inklusiven Entwicklung sind. 
Um das Engagement einzelner Menschen, Organisationen und Betriebe zu würdigen und 
bekannt zu machen, wird in 2015 zum siebten Mal der Kölner Innovationspreis Behinderte n-
politik (KIB) ausgeschrieben. 
Weitere Informationen unter:  
http://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/soziales/behinderung/handlungskonzept-zur-
koelner-behindertenpolitik 
 
„Plan für ein seniorenfreundliches Köln“ (2002) 
Aktuell gibt es in Köln mehr als 40 SeniorenNetzwerke in den Kölner Stadtteilen. Bereits im 
Oktober 2002 gingen die ersten SeniorenNetzwerke in den Stadtteilen mit Meschenich, Poll 
und Kalk an den Start. Prozessbegleitende politisch gewählte Gremien sind  
 Integrationsrat  
 StadtArge Behindertenpolitik  
 StadtArge Seniorenpolitik 
Zentrale und präventiv wirkende Zielsetzungen der Netzwerke sind: 
 das Leben in der Gemeinschaft zu fördern, 
 Selbstverantwortung der Seniorinnen und Senioren zu stärken, 
 Beteiligung von älteren Menschen am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, 
 Selbsthilfe und Nachbarschaftshilfe anzuregen, 
 Bürgerschaftliches Engagement zu unterstützen und 
 altersspezifische Angebote in Bildung, Kultur, Freizeit und Sport zu.  
Weitere Informationen unter:  
http://www.seniorennetzwerke-koeln.de/snw/snw_web.nsf/id/pa_startseite.html 
 
Seniorenfreundliches Köln – Weiterentwicklung der Seniorenarbeit 2015 -2015 (Se p-
tember 2014) 
Köln ist eine Stadt in der die Zahl alter und hochaltriger Menschen kontinuierlich zunimmt.  
Das seniorenfreundliche Köln will sich in seinen Angebotsstrukturen darauf einstellen. Es soll 
sich auszeichnen durch: 
 bedarfsgerechte und gut erreichbare, barrierefrei zugängliche Information und 
Beratung,  
 vielfältige Beteiligungsmöglichkeiten Engagement und Selbsthilfe bereiter Seni o-
rinnen und Senioren,  
 integrierte und passgenaue Angebote, die ein selbständiges Leben in d er eige-
nen Wohnung such im hohen Alter und mit Handicaps ermöglichen,  
 ein in der Öffentlichkeit verankertes Bewusstsein für die Lebenssituation und B e-
dürfnisse alternder Menschen.

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
199 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Eckpfeiler der kommunalen Seniorenarbeit sind die in den Stadtbezirken wirk enden Pr o-
gramme: Seniorenberatung, Senioren  / Netzwerke, Entlastungsdienste für Menschen mit 
Demenz und ihre Angehörigen und haushaltsnahe Dienstleistungen 
 
Rahmenkonzept der Kölner Bürgerhäuser und Bürgerzentren 
Ausgehend von städtischen Konzepten wie Leitbild der Stadt Köln, Leitlinien für ein soziales 
Köln etc. und übergeordneten Arbeitsprinzipien wie Prävention, Integration, Inklus i-
on/Barrierefreiheit und Gender Mainstreaming arbeiten die Kölner Bürgerhäuser/ -zentren 
nach der vom Rat 2007 verabschiedeten Rahmenkonzeption.  
 
Leitziele der Bürgerhäuser und Bürgerzentren: 
Die Bürgerhäuser und Bürgerzentren haben eine wesentliche Funktion in der Schaffung von 
Möglichkeiten zur Begegnung der Menschen. Sie bieten eine Infrastruktur sowohl zu eige n-
aktivem Handeln als auch zu konsumtiven Verhalten. Als lebendiger und offener Treffpunkt 
fördern sie den sozialen, kulturellen und politischen Dialog der Menschen. 
Die Bürgerhäuser und Bürgerzentren beteiligen sich mit ihren Angeboten aktiv an der Gestal-
tung des Sta dtteils und des Stadtbezirks mit dem Ziel der Verbesserung der Lebensqualität 
für die Bevölkerung. Sie fördern die Integration aller Kulturen und sozialer Schichten, sowie 
die Verbindung zwischen den Generationen. 
Die Bürgerhäuser und Bürgerzentren verfolgen das Ziel möglichst viele Menschen zu aktivie-
ren, um eigenverantwortliches Handeln zu erreichen und/oder für ehrenamtliches Engag e-
ment zu motivieren. 
Die Bürgerhäuser und Bürgerzentren sind Dienstleister für die Bürgerinnen und Bürger im 
Stadtteil und im  Stadtbezirk. Sie bilden eine Informationsplattform in Verbindung mit Ber a-
tungsleistungen. 
Die Leitziele der Bürgerhäuser und Bürgerzentren werden im Rahmen von Handlungsfeldern 
umgesetzt:  
 Handlungsfeld Kultur 
 Handlungsfeld Erziehung, Bildung und Qualifizierung 
 Handlungsfeld Beratung 
 Handlungsfeld Sozialraumorientierte Gemeinwesenarbeit 
 Handlungsfeld bürgerschaftliches und gesellschaftspolitisches Engagement 
 Handlungsfeld Ökologie 
 Handlungsfeld Gesundheitsförderung 
Die Handlungsfelder können je nac h Ausrichtung der Einrichtung und den Gegebenheiten 
"vor Ort" eingeschränkt oder durch weitere inhaltliche Schwerpunkte ergänzt bzw. erweitert 
werden wie zum Beispiel Wohnen, gesellschaftspolitische Bildung usw. 
 
Mit 11 der 14 Kölner Bürgerhäuser/ -zentren werden jährlich auf Grundlage der Rahmenko n-
zeption Ziel- und Leistungsvereinbarungen abgeschlossen

200 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
„Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung Köln 2011“ 
Der Rat der Stadt Köln hat im Herbst 2011 die „Integrierte Jugendhilfe - und Schulentwick-
lungsplanung Köln 2011“ beschlossen und die Verwaltung mit der Umsetzung beauftragt. Es 
handelt sich hierbei um ein strategisches Rahmenkonzept, mit dem Ziele, Herausforderu n-
gen und Entwicklungsperspektiven für gerechte Bildungs- und Zukunftschancen von Kindern, 
Jugendlichen und jungen Erwachsenen beschrieben und Lösungsansätze erörtert werden. 
Das Konzept verfolgt eine lebenslaufbezogene Perspektive auf die Bildungsbereiche, sieht 
Kinderarmut, Inklusion und Integration als zentrale Herausforderungen und er örtert sozial-
räumliche Ansätze zur Verbesserung von Lebensverhältnissen und Bildungschancen. Die 
vorgeschlagenen Lösungen sind in öffentlichen Sitzungen aller neun Bezirksvertretungen mit 
einem um Bildungsakteure vor Ort  erweiterten Teilnehmerkreis ausführ lich erörtert worden. 
Die zahlreichen wertvollen Anregungen, Hinweise und Vorschläge sind in die Planungen 
aufgenommen worden. Vor diesem Hintergrund sind in den Folgejahren Konkretisierungs - 
und Teilpläne entwickelt und entsprechende Maßnahmen umgesetzt w orden, zum Beispiel 
die „Spielplatzbedarfsplanung der Stadt Köln 2011“, der „Inklusionsplan für Kölner Schulen 
2012“, die „Konkretisierung der Schulentwicklungsplanung Köln 2012“, die halbjährlichen 
„Statusberichte zum Ausbau der Kindertagesbetreuung in Kö ln“ (seit 2011), die „Schulen t-
wicklungsplanung für die städtischen Berufskollegs und Weiterbildungskollegs in Köln 2015“ 
oder die „Kinder - und Jugendförderplanung Köln 2015 – 2020“ (in Vorbereitung). Die Int e-
grierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung der Stadt Köln wird in einer Publikation 
des Ministeriums für Arbeit und Soziales des Landes Nordrhein -Westfalen (2011) „Moderne 
Sozialplanung“ als Beispiel „guter Praxis“ vorgestellt. Besondere Erwähnung finden unter 
anderem der gewählte Planungsansatz einer „local governance“ und dass den Planungen 
unterliegende Indikatorenmodell der Sozialraumanalyse mit seinen zu Indizes zusammen 
gefassten Bildungs - und Sozialindikatoren auf kleinräumiger Ebene von Stadtteilen und 
Stadtvierteln Kölns. 
Weitere Informationen unter: 
http://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/jugendhilfebericht_2011.pdf  
 
Kölner Bildungsbericht – Bildungsmonitoring 2012 
Der Kölner Bildungsbericht schafft Transparenz im Bildungsgeschehen und stellt aussagef ä-
hige „Daten für Taten“ zur Verfügung. Er widmet sich besonders zentralen Fragestellungen 
wie den Übergängen zwischen den Schulformen bis hin zur Ausbildung und in den Beruf. 
Außerdem wird der sprach lichen Bildung in frühen Lebensphasen, dem informellen Lernen 
und der Bildungsberatung besonderer Stellenwert eingeräumt. Dabei richtet sich der Blick 
immer auch auf die Stadtbezirke und Stadtteile Kölns, beispielsweise um deutlich zu m a-
chen, wo Kinder und  Jugendliche unter erschwerten Bedingungen aufwachsen, die die Bi l-
dungsbeteiligung und den Bildungserfolg beeinträchtigen können. Auch für Köln lässt sich 
nachweisen, dass Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen in hohem Maße von der 
sozialen Herkunft  abhängen und entsprechend sozialräumlich stark unterschiedlich verteilt 
sind. Gleichzeitig wird im Bildungsbericht beispielhaft aufgezeigt, dass präventive Maßna h-
men wirksam sind. So konnte für die sprachliche Bildung und Förderung im Elementarb e-
reich nac hgewiesen werden, dass der Sprachförderbedarf geringer ist, je länger ein Kind 
eine Kindertageseinrichtung bereits besucht. Besonders auffällig waren die Ergebnisse bei 
Kindern mit Migrationshintergrund: mit jedem zusätzlichen Jahr in der Kita halbiert sic h na-
hezu der Anteil, der Sprachförderung benötigt. 
Weitere Informationen unter:  
http://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/bildungsbericht2012-barrierefrei.pdf

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
201 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Bildungsstrategie der Stadt Köln 
Für gerechte Bildungs - und Zukunftschancen verfolgt die Stadt Köln eine „Doppelstrategie“: 
Erstens wird entschieden in die Regelsysteme der Bildung investiert, um die Bildungs - und 
Entwicklungschancen aller Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen zu verbessern. Zweitens 
kommt die Stadt der zentralen Maxime städtischer Armutsbekämpfung in einem sozialräu m-
lichen Bezug, „Ungleiches ungleich behandel n“, auch mit Blick auf das Handlungsfeld „Bi l-
dung, Jugend und Sport“ nach und fördert gerade solche Einrichtungen und Angebote noch 
einmal verstärkt, die vielen Kindern und Jugendlichen in prekären sozialen Lebenslagen ve r-
besserte Bildungs- und Entwicklungschancen eröffnen. 
Es gibt in Köln eine Vielzahl von Präventionsangeboten für Kinder und Jugendliche. Im Fo l-
genden sollen beispielhaft zwei „große Blöcke“, die gleichsam zentrale Bausteine der ko m-
munalen Präventionskette in Köln darstellen, ausführlicher d argestellt werden. Mit Blick auf 
die Bildung von Kindern und Jugendlichen haben insbesondere der Ausbau der Kindert a-
gesbetreuung und die schulische Ganztagsbildung einen ausgesprochen hohen bildungs - 
und gesellschaftspolitischen Stellenwert: Für die Eltern  spielt eine flexible und qualitativ 
hochwertige Kinderbetreuung eine zentrale Rolle für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
(Betreuungsaspekt). Für die Kinder selbst ergeben sich verbesserte Bildungschancen, in s-
besondere wenn sie aus benachteiligten Familien kommen (Bildungsaspekt). 
 Im laufenden Kindergartenjahres 2014/15 liegt die Versorgungsquote der Kindert a-
gesbetreuung für unter 3-Jährige in Köln stadtweit bei 40  Prozent und hat sich damit 
seit dem Kindergartenjahr 2006/07 verfünffacht. Die Versorgungsquote für die 3 -
jährigen und älteren Kinder in Köln mit Kindergartenplätzen liegt bei 100  Prozent. Vor 
dem Hintergrund zukünftig voraussichtlich weiter stark steigender Gebu rten- und Kin-
derzahlen in Köln und einer weiter zunehmenden gesellschaftlichen Akzeptanz der 
Betreuung von Kleinkindern bestehen weiterhin erhöhte Ausbaubedarfe in der Kinder-
tagesbetreuung. Dies dokumentieren auch die Ergebnisse einer jüngst als Vollerh e-
bung durchgeführten, mehrsprachigen Befragung aller rund 30.000 Eltern mit unter 3-
jährigen Kindern in Köln, nach der der gesamtstädtische Bedarf U3 bei 52  Prozent 
liegt. 
 Im Schuljahr 2014 / 2015 sind in Köln stadtweit 26.500 Plätze im Bereich der Offenen 
Ganztagsschule im Primarbereich ( OGS) an 155 Offenen Ganztagsschulen eing e-
richtet. Die gesamtstädtische Versorgungsquote liegt aktuell bei 75  Prozent. Auf der 
Grundlage aktueller Bedarfsabfragen und -analysen soll die Zahl der OGS-Plätze im 
nächsten Schuljah r 2015  /2 0 16 stadtweit auf 27.900 erhöht werden. Die Verso r-
gungsquote liegt dann bei 78 Prozent. Der freiwillige kommunale Anteil an der Fina n-
zierung des offenen Ganztags im Schuljahr 2014 / 2015 beträgt rd. 17 Millionen Euro. 
 Im Schuljahr 2014  / 2015 sind in Köln insgesamt 60 weiterführende Schulen gebu n-
dene Ganztagsschulen. Der Anteil der Ganztagsplätze an den Plätzen in den Ei n-
gangsklassen der weiterführenden Schulen in Köln liegt aktuell bei 65  Prozent. Im 
nächsten Schuljahr werden sich zwei weitere Sc hulen zu Ganztagsschulen weite r-
entwickeln. Die Versorgungsquote steigt dann auf 68 Prozent. 
 Gerade Kindertageseinrichtungen, die besonders vielen Kindern aus sozial benac h-
teiligten Lebensverhältnissen verbesserte Bildungschancen eröffnen, werden in Köln 
zu Familienzentren weiterentwickelt und / oder erhalten zusätzliche finanzielle Förde-
rungen als plusKITA -Einrichtungen und Kindertageseinrichtungen  mit zusätzlicher 
Sprachförderung nach KiBiz. Im Kindergartenjahr 2014  / 2015 gibt es in Köln insg e-
samt 108 Fam ilienzentren, weitere 6 werden im nächsten Kindergartenjahr dazu 
kommen. Familienzentren in Köln sind entsprechend den Empfehlungen des Minist e-
riums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein -Westfalen

202 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
(„Kleinräumige Auswahlkriterie n zur Förderung von Kindertageseinrichtungen und 
Familienzentren mit besonderem Unterstützungsbedarf – Hinweise für Städte, Kreise 
und Gemeinden“) überwiegend in Stadtgebieten mit erhöhtem Armuts - und Bildungs-
risiko eingerichtet. 
 Seit dem Kindergartenjahr 2014 / 2015 werden zudem insgesamt 128 Kindertage s-
einrichtungen in Köln als plusKITA -Einrichtungen und 401 Kindertageseinrichtungen 
als Einrichtungen mit zusätzlicher Sprachförderung nach den §§ 16a und b in Verbi n-
dung mit 21a und b KiBiz gefördert. Weiter e 45 Kindertageseinrichtungen werden 
analog der plusKITA -Idee mit freiwilligen städtischen Mitteln gefördert, wodurch die 
„Bildungsgerechtigkeitsmittel“ des Landes verstärkt werden. 
 50 Grundschulen, die nach einem Sozialindex der Jugendhilfe - und Schulentw ick-
lungsplanung ausgewählt wurden, erhalten erhöhte, noch über die regelmäßig geleis-
teten, freiwilligen städtischen Leistungen hinausgehende OGS-Fördermittel. Im Ra h-
men dieser Sozialindizierung wurden wohnortbezogene Schülerdaten mit kleinräum i-
gen Informationen zu Anzahl und Anteil der Kinder im Grundschulalter, die in SGB II -
Bedarfsgemeinschaften leben, so miteinander verknüpft, dass eine Abschätzung des 
Armuts- und Bildungsrisikos der Schülerschaft jeder Grundschule in Köln ermöglicht 
wird. 
 Der Einsatz von Schulsozialarbeitern in Schulen folgt ebenfalls nach Kriterien der s o-
zialen Benachteiligung, der Inklusion und der Integration. Aktuell werden in Köln von 
kommunaler Seite insgesamt 132 Stellen Schulsozialarbeit eingesetzt. Hier kommen 
zum Teil freiwilli ge städtische Fördermittel zum Einsatz, zum Teil – nach Auslaufen 
der Mittel im Rahmen des Bildungspaketes – Fördermittel des Landes. 
Mit seinen Versorgungsquoten in den Bereichen Kindertagesbetreuung für unter 3 -Jährige, 
Offene Ganztagsschule im Primarbereich und Ganztag in der Sekundarstufe I belegt Köln im 
interkommunalen Vergleich in Nordrhein -Westfalen vordere Plätze. Hierin und auch in die 
erhöhte Förderung von Bildungsinstitutionen in Stadtgebieten mit erhöhtem Armuts - und Bil-
dungsrisiko gehen – neben Landesförderungen – erhebliche städtische Eigenmittel ein. Die 
gesamten Aufwendungen des Dezernates für Bildung, Jugend und Sport liegen bei über 1 
Milliarde Euro, wobei nur ein Viertel des Betrags durch Erträge, beispielsweise auch Landes-
fördermittel, gegen finanziert ist.  
Neben der Förderung von Bildungschancen im Kontext von Kindertageseinrichtungen und 
Schule, die vorgehend beispielhaft skizziert wurde, unternimmt das Bildungsdezernat der 
Stadt Köln weitere erhebliche Anstrengungen in vielen Handlung s- und Bildungsbereichen 
unter anderem in den Bereichen Familienberatung, Weiterbildung  / Grundbildung / Volk s-
hochschule, Kinder - und Jugendarbeit und Sportförderung. Trotz der beschriebenen A n-
strengungen und Investitionen in den Bildungsbereich ist mit Bl ick auf hohe Kinderarmut s-
quoten gerade in den elf Sozialrä umen in Köln gleichwohl festzuhalten, dass die aktuellen 
und zukünftigen Herausforderungen für gelingendes Aufwachsen und gleiche Bindung s-
chancen für alle Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen weiterhin sehr groß sind. 
Weitere Informationen unter: 
http://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/bildung-und-schule/

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
203 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Kulturförderung 
Die Stadt Köln hat ein hohes Selbstverständnis als Kulturstadt anerkannt zu sein. Als größte 
Stadt in Nordrhein-Westfalen bietet sich daher ein sehr vielfältiges und aktives Bild der Ku l-
turszene. Die Kulturförderung versteht sich in diesem Sinne auch als Querschnittsaufgabe, 
deren Wirkung in dem ersten Kulturbericht zu den Jahren 2013 und 2014 21 ausführlich be-
schrieben ist. Die folgende Bestandsanalyse der Kulturförderung in Köln bezieht ausschlie ß-
lich auf die institutionalisierte Kulturförderung. 
Die institutionalisierte Kulturförderung, die von der Stadt angeboten wird umfasst alle Bere i-
che der Hochkultur mit Oper, Schauspiel, Gürzenich -Orchester, Puppenspiele und Museen 
sowie der Stadtbibliothek. Darüber hinaus ist das Historische Archiv dort angebunden. Die 
städtischen Angebote haben  einen sehr starken räumlichen Bezug zum Innenstadtbereich 
und direkt angrenzenden Stadtteilen Kalk und Mülheim. Ein Angebot in den Sozialräumen 
findet sich Mülheim-Nord und Keupstraße mit den Depots 1 und 2 der Städtischen Bühnen, 
Kalk mit der Halle Kalk sowie in Chorweiler und Neubrück, in denen Stadtteilbibliotheken 
vorhanden sind22. 
Neben der institutionalisierten Kulturförderung werden die Angebote der „freien Szene“ in 
den Sparten Bildende Kunst, Literatur, Theater, Tanz, Film, Musik, Popmusik und Inte rkultur 
finanziell unterstützt. Die Förderung konzentriert sich auf professionalisierte Angebote von 
Kultur in den unterschiedlichen Sparten und grenzt sich damit bewusst gegen das au s-
schließlich räumlich orientierte Angebot der „Veedelskultur“ ab. Die För derung der „freien 
Szene“ wird wiederum in die Förderung von Kulturinstitutionen mit festen Spielstätten und in 
die Projektförderung differenziert, die sich sowohl auf Künstlerförderung (Einzelpersonen), 
als auch auf Ensembles und Gruppen und auch auf Proj ekte in den Spielstätten beziehen 
kann. Darüber hinaus werden Ateliers für Bildende Künstler und Proberäume für Gruppen 
der Popkultur angeboten.  
Der räumliche Bezug der institutionalisierten Kulturförderung von Spielstätten spiegelt sich 
ebenfalls mit einem deutlichen Schwerpunkt in der Innenstadt sowie auch in Ehrenfeld, Kalk 
und Sülz / Klettenberg. Die Nutzung von Ateliers und  Proberäumen ist in den Sozialrä umen 
Meschenich und Rondorf, Humboldt /  Gremberg und Kalk und angrenzend an die Sozia l-
räumen Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord und Bocklemünd / Mengenich vorha n-
den. 
Der Ausbau des kulturellen Angebotes in den Sozialräumen ist ein wichtiger Baustein für 
Verbesserung der Integration benachteiligter Gruppen in Arbeit, Bildung und in die Gemei n-
schaft. Ziel ist auch, durch die Einbindung der Kulturförderung in die Handlungsfelder und 
Maßnahmen in den Programmgebieten, die Kulturstadt Köln noch stärker auf die Randgebie-
te des Stadtgebietes auszuweiten. 
Weitere Informationen unter: 
http://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/kultur/koelner-kulturbericht  
 
  
                                                
21 Weitere Erläuterungen zum Kulturbericht der Stadt Köln können dem Anhang entnommen werden  
22 Eine Übersichtskarte zur Lage städtischer kultureller Einrichtungen (Museen, Ateliers/proberäumen , 
Theater und Kulturinstituten) findet sich im ersten Abschnitt der Bestandsanalyse (Themenfeld: D e-
mographische und soziale Situation). Eine genauere Übersicht über die Lage der Einrichtungen kann 
den Karten für jeden Sozialraum im 2.1.1 entnommen werden.

204 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Themenfeld: Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmminderung 
Klimaschutzkonzept - Zum Schutz des Klimas und der Bewohnerinnen und Bewohner 
der Stadt Köln 
Das Integrierte Klimaschutzkonzept umfasst übergreifend den gesamten Energie - und Mobi-
litätsbereich. Für die Erstellung des "Integrierten Klimaschutzkonzept Köln" wurden Aufträge 
in Höhe von 197 .308 Euro erteilt. Mit dem Konzept liegt für Köln ein Programm vor, das bei 
ganzheitlicher Umsetzung erheblich dazu beiträgt, den begonnenen Klimaschutzprozess der 
Stadt Köln fortzusetzen und den Verpflichtungen aus dem Bürgermeisterkonvent nachz u-
kommen, n ämlich einer 20 -prozentigen Steigerung der Energieeffizienz, einer 20 -
prozentigen Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien und einer 20-prozentigen Senkung 
der CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020. Das Konzept mit dem gesamten Energie - und Mo-
bilitätsbereich hat der Rat der Stadt Köln im April 2014 zur Kenntnis genommen. Das Ko n-
zept leistet darüber hinaus einen Beitrag, die selbst auferlegten CO2 -Minderungsziele zu 
erreichen und ergänzt das Kooperationsprojekt „Smart City Cologne“. Mit einem Beschluss 
hat der Rat 13 konkrete Maßnahmen aus dem Gesamtkonzept, für 2014 zur weiteren schnel-
len Bearbeitung und Einzelbeschlussfassungen auf den Weg gebracht und ermöglicht es 
weitere Fördermittel von Bund und Europäischer Union zu beantragen.  
Weitere Informationen unter:  
http://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/umwelt-tiere/klima/integrierte-klimaschutzkonzepte-
energie-und-verkehr  
 
Freiflächensystem der Stadt Köln 
Köln verfügt über ein gesamtstädtisches Freiflächensystem, das auf die Planungen von Fritz 
Schumacher in den 1920er Jahren zurückgeht. Die nachfolgenden Generationen haben kon-
tinuierlich auf dieser Zielformulierung aufgebau t, ohne diese in Frage zu stellen. Heute ist 
dieses gesamtstädtische Freiflächensystem mit seinen wesentlichen Elementen, dem Inn e-
rer und Äußerer Grüngürtel und den verbindenden radialen Grünzügen, ein wesentliches 
Element der Stadtstruktur, das sowohl aus  klimatischer, ökologischer als auch erholung s-
funktionaler Sicht von großer Bedeutung ist.  
In den zurückliegenden Jahren konnten hierauf aufbauend weitergehende Ziele formuliert 
werden um das Freiflächensystem weiter zu entwickeln und weiter zu qualifizie ren. Die Aus-
weisung von Kompensationsflächenpools in den radial vom Äußeren Grüngürtel zur Stad t-
grenze führenden Grünzügen, die Weiterentwicklung in die Region (RegioGrün) und die E r-
arbeitung eines Entwicklungskonzeptes für den Äußeren Grüngürtel sowie die  geplante Ver-
längerung des Inneren Grüngürtels sind als vorausschauende Strategie vor dem Hintergrund 
der wachsenden Stadt und des Klimawandels zu verstehen. 
Weitere Informationen unter:  
http://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/freizeit-natur-sport/projekte/regiogruen  
http://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/freizeit-natur-sport/projekte/  
 
Stadtklima in Köln 
Die Stadt Köln hat das Projekt „Klimawandelgerechte Metropole Köln“, zusammen mit dem 
Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NORDRHEIN-WESTFALEN, dem 
Deutschen Wetterdienst und den Stadtentwässerungsbetriebe n Köln durchgeführt und die 
Ergebnisse in der Studie: „ Fachbericht 50: Klimawandelgerechte Metropole Köln - Ab-
schlussbericht“ publiziert. Die Studie  hat deutlich gezeigt, dass es zukünftig in Köln heißer

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
205 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
wird und dass Wetterextreme (Starkregenereignisse) zunehmen werden. Daher ist es wichtig 
frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um sich an den nicht mehr aufzuhaltenden Klimawandel 
anzupassen.  
 
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass schon heute eine deutliche Aufheizung (Wärmei n-
sel) der dicht bebauten Stadtteile und der Innenstadt gegenüber dem Umland besteht. Die im 
Rahmen der Studie durchgeführten Messungen zeigten Temperaturdifferenzen von bis zu 10 
Grad. 
In der Zukunft werden die heißen Tage, mit Temperaturen von über 30°C und die Somme r-
tage, mit Temperaturen von über 25°C in Köln deutlich zunehmen. 
Dabei können Maximaltemperaturen von über 40°C erreicht werden. Die Zahl der Somme r-
tage wird bis Mitte d es Jahrhunderts für das Stadtgebiet Köln im Vergleich zu den derzeit i-
gen klimatischen Verhältnissen, um 30 bis 70 Prozent zunehmen und die Zahl der heißen 
Tage kann sich sogar verdoppeln.  
Planungshinweiskarte: 
Die Planungshinweiskarte zeigt für das gesamt e Stadtgebiet auf, welche zukünftige Wärm e-
belastung zu erwarten ist. Sie gibt Hinweise welche Gebiete besonders vom Klimawandel 
betroffen sein werden und welche wichtigen Kaltluftentstehungsgebiete im Stadtgebiet noch 
vorhanden sind. Sie gilt als wichtige Grundlage für Auswertungen zur Betroffenheit einzelnen 
Stadtteile beziehungsweise -bezirke.  
Mit der Darstellung  
 der Anzahl der heißen Tage für die Periode 2021 bis 2050 (als Maß für die zu erwa r-
tende Wärmebelastung),  
 der Verteilung der Grünzüge in der Stadt (als potentielle Frisch - und Kaltluftprodukti-
onsflächen),  
 den Kaltluftflüssen (als Maß für die Möglichkeit der Verminderung der innerstädt i-
schen Wärmebelastung), 
 der Windrose (woher weht der Wind wie häufig?), 
werden in der Planungshinweiskarte Größen zusammengeführt, welche die siedlungsklimati-
sche Situation und das Leben der Menschen in der Stadt beschreiben. Dadurch hilft diese 
Karte, die Empfindlichkeit der Flächen bei Nutzungsänderungen und den resultierenden kl i-
matischen Folgen erkennen und bewerten zu können. 
Die Flächen der hoch und sehr hoch belasteten Gebiete können hierbei als klimatische S a-
nierungsgebiete eingestuft werden, in denen sich Maßnahmen zur Verbesserung des Stad t-
klimas aufdrängen, während die klimaaktiven, beziehungsweise sehr k limaaktiven Flächen 
eine sehr hohe Empfindlichkeit bei nutzungsändernden Eingriffen, Versiegelung und Beba u-
ungsverdichtungen aufweisen. Diese beiden Klassen sollten als „Stadtklimatische Au s-
gleichsflächen“ in ihrer klimatischen Funktion erhalten bleiben. 
Wichtige Eckpunkte einer klimawandelgerechten Planung sind die Freihaltung von Kaltlu f-
tentstehungsgebieten und Frischluftschneisen, die Durchgrünung der Stadt, aber auch die 
Berücksichtigung der Belange des Klimawandels bei Planverfahren.  
Betroffenheit: 
Der Stadtbewohner befindet sich in permanentem Austausch mit seinem urbanen Umfeld. 
Bewegt er sich im Freien, zum Beispiel in der Innenstadt zum Einkaufen, zum Spaziereng e-

206 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
hen im Park oder ist er mit dem Rad unterwegs zum Arbeitsplatz, so wirken auf ihn die L uft-
temperatur, die Luftfeuchte, die Luftströmung und die Sonnenstrahlung ein. Im Gegensatz 
zum Aufenthalt im Freien ergeben sich beim Aufenthalt in Gebäuden andere Situationen. 
Hier werden Wohlbefinden sowie Wärmestress wesentlich durch die Innenraumtemper atur 
und Luftfeuchte in den Räumen bestimmt. Einerseits lassen sich durch technische Einric h-
tungen wie Klimaanlagen optimale Innenraumtemperaturen erreichen. Andererseits können 
durch das hohe Wärmespeichervermögen der Gebäudehülle insbesondere nachts hohe  
Wärmebelastungen auftreten, falls keine entsprechenden Hilfsmittel vorhanden sind.  
Weitere Informationen unter:  
http://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/umwelt-tiere/klima/das-projekt-
klimawandelgerechte-metropole-koeln  
 
Themenfeld Wirtschaft und Qualifizierung / Wohnen: 
Stadtentwicklungskonzept Wohnen und Handlungskonzept Preiswerter Wohnungsbau 
/ Kooperatives Baulandmodell 
Das am 11.02.2014 vom Rat beschlossene Stadtentwicklungskonzept (StEK) Wohnen sowie 
das im Vorgriff bereits am 02.11.2010 beschlossene Handlungskonzept Preiswerter Woh n-
raum formulieren u. a. spezifische Ziele und Leitlinien der Kölner Wohnungspolitik, die auch 
auf das Integrierte Handlungskonzept EFRE anzuwenden sind: 
 Ziel 3: Sicherung und Neubau öffentlich geförderter Wohnungen 
 Ziel 4: Anpassung der Wohnungsbestände gemäß der Anforderungen des demogr a-
phischen Wandels und des Klimawandels 
 Ziel 5: Nachhaltig angelegte Wohnungspolitik 
 Ziel 6: Steigerung der Wohnzufriedenheit 
 Ziel 7: Abschluss einer Vereinbarung mit der Wohnungswirtschaft zur partnerschaftl i-
chen Lösung der bevorstehenden Aufgaben in Neubau und Bestand 
 Leitlinie 2: Innenentwicklung vor Außenentwicklung 
 Leitlinie 3: Sozialen Ausgleich unterstützen – soziale Schieflagen vermeiden 
 Leitlinie 4: Partnerschaftliche Quartiersentwicklung fördern 
Zur Erreichung der Ziele und Leitlinien der Kölner Wohnungspolitik wird zurzeit ein Han d-
lungsprogramm mit 22 Maßnahmen in acht Handlungsfeldern umgesetzt. Insbesondere der 
mit dem Konzept begonnene, intensive Dialog mit der Wohnungswirtschaft ist eine wichtige 
Voraussetzung für quartierbezogenen Partnerschaften, die sich im EFRE Handlungspr o-
gramm wiederfinden. 
Der Rat der Stadt Köln hat zudem am 17.12.2013 den Beschluss zum Kooperativen Ba u-
landmodell Köln gefasst, um die Bereitstellung bezahlbaren Wohnraums in Köln anzuku r-
beln. Das Kooperative Baulandmodell Köln nimmt diejenigen, die von einer Bodenwertsteige-
rung profitieren, in die Pflicht, einen definierten Teil der geplanten Wohneinheiten für den 
geförderten Wohnungsbau zur Verfügung zu stellen und sich stärker als bisher an den Fo l-
gekosten der Bauleitplanung zu beteiligen. 
Weitere Informationen unter:

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
207 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
http://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/stadtentwicklung/wohnen 
 
Einzelhandels- und Zentrenkonzept (EHZK) 
Das EHZK wurde am 17.12.2013 vom Rat der Stadt Köln beschlossen. Er ist die wesentliche 
Handlungsgrundlage zur Sicherung und Stärkung des Kölner Zentrensystems, als Rückgrat 
der räumlich-funktionalen Ordnung der Stadt sowie zur Sicherung einer Wohnortnahen Na h-
versorgung. Das EHZK definiert für alle 80 Kölne r Geschäftszentren konkrete Handlung s-
empfehlungen bezüglich Ausstattung, Branchenmix und enthält Aussagen bezüglich Han d-
lungserfordernissen für unterversorgte Bereiche. Wesentliche Aussagen des EHZK sind in 
den Zentrenpässen der Programmgebiete wiedergegeben. 
Weitere Informationen unter:  
http://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/stadtentwicklung/versorgung/einzelhandels-
und-zentrenkonzept-1 
 
Stadtentwicklungskonzept Wirtschaft 
Vor dem Hintergrund eines verstärkten Wettbewerbs um Betriebe, gerade auch des prod u-
zierenden Gewerbes, steigt die Bedeutung von geeigneten Konzepten die es ermöglichen, 
frühzeitig und angemessen auf d ie verschiedenen Bedarfe an Fläche und Infrastruktur zu 
reagieren. Den Wirtschaftsstandort Köln langfristig zu stabilisieren und zu stärken ist das Ziel 
des in Planung befindlichen Stadtentwicklungskonzeptes Wirtschaft. 
Wesentlicher Bestandteil ist dabei die Herausarbeitung der Flächenbedarfe, Flächenpotenzi-
ale und ihrer Verfügbarkeit sowie die Darstellung von Konflikten der Flächennutzung in B e-
zug auf Freiraum, Gewerbe -, Wohn - und Einzelhandelsnutzung. Die Herausforderung ist 
dabei die verschiedenen Intere ssen und Bedarfe an Fläche nachhaltig und ressourcensch o-
nend zu erfüllen.  
Themenfeld Öffentlicher Raum / städtebauliche Situation:  
 teilräumliche Entwicklungsplanungen (Rechtsrheinische Entwicklungskonzept Tei l-
raum Nord, Handlungsprogramm Rechtsrheinische Perspektiven) 
 Einzelhandels- und Zentrenkonzept der Stadt Köln 
 Stadtentwicklungskonzept Wohnen 
 Handlungskonzept zur Kölner Behindertenpolitik 
 Köln Mobil 2015

208 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Anhang 2: Anteil der Radfahrerinnen und Radfahrer in den Sozialraumen Buchheim 
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
Sozialräume Stadtteile Anteil Fahrradnutzung am 
Anteil aller Wege in  Pro-
zent 
Buchheim und Buchforst Buchheim 5 
Buchforst 6 
Rondorf 9 
Mülheim-Nord und Keupstraße Mülheim 8 
Stadt Köln gesamt 12 
Quelle: Haushaltsbefragung zum Verkehrsverhalten, 2006 
 
 
Anhang 3: Anteil an Ein -, Zwei - und Mehrfamilienhäusern am Gesamtbestand sowie 
Wohneinheiten der GAG (Stand 2013)  in den Sozialraumen Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
Programmgebiet 
Stadt Köln 
Anteil  
Ein- und Zwei-
familienhäu-
ser in Prozent 
Anteil Mehrf a-
milienhäuser 
in Prozent 
GAG-Bestand 
(Wohneinhei-
ten) 
Buchheim und Buchforst 40  60  3.501 
Mülheim-Nord und Keupstraße 24  76  800 
Stadt Köln 59  41  41.601 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
209 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Anhang 4: Anteil an öffentlich geförderten Wohnungen in Prozent in den einzelnen 
Stadtteilen der elf Sozialräume 
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
 
22,1 28,6 
11,1 
22 
81,9 
20,7 25,9 
10,8 12 
25,7 
7,1 10,2 11,2 6,2 0,9 8,5 
30,7 
13,9 
0 1,1 
10,7 13,2 7,4 
Bickendorf
Ossendorf
Bilderstöckchen
Blumenberg
 Chorweiler
Seeberg
Bocklemünd/…
Buchforst
Buchheim
Vingst
Höhenberg
Humboldt- Gremberg
Kalk
Rondorf
Meschenich
Mülheim
Ostheim
Neubrück
Gremberghoven
Eil
Porz
Finkenberg
Stadt Köln
-
Anteil an öffentl. geförderten Wohnungen (Typ 
A) 2013 in Prozent

210 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Anhang 5: Kaufkraftindex nach Stadtteilen in den elf Sozialräumen 
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
85 90 95 100 105 110 115
Stadt Köln
Eil
Finkenberg
Porz
Neubrück
Ostheim
Mülheim-Nord / Keupstr.
Rondorf
Meschenich
Kalk
Humboldt-Gremberg
Vingst
Höhenberg
Buchforst
Buchheim
Bocklemünd / Mengenich
Chorweiler
Blumenberg
Bilderstöckchen
Ossendorf
Bickendorf
- 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1
Kaufkraftindex

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
211 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Anhang 6: Wohnzufriedenheit der Bewohnerinnen und Bewohner mit ihrer Wohnu n-
gen und ihrem Wohnumfeld in den elf Sozialräumen (2009) 
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

212 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
213 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
Anhang 7: Anteil an Grünflächen pro Einwohner in den Sozialraumen Buchheim und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 (m² je Einwohner) 
Sozialraum 
Kleingartenanla-
ge 
Kinderspiel-
platz 
Grünanla-
ge 
Fried-
hof 
Land-
schafts-plan sonstiges Forst 
Grün 
+ 
Fors
t 
ge-
samt 
Buchheim und Buchforst 0,0 1,0 4,5 0,0 0,0 0,5 0,0 4,5 5,5 
Mülheim-Nord und Keupstraße 0,0 1,8 0,9 0,0 0,0 0,0 0,0 0,9 2,8 
Durchschnitt Köln     26 m²         60m²   
Quelle: Stadt Köln, Amt für Landschaftspflege und Grünflächen, Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
 
Anteil an Grünflächen an der Gesamtfläche in den Sozialraumen Buchheim und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße (in  Prozent) 
Sozialraum 
Kleingartenan-
lage 
Kinderspiel-
platz 
Grünan-
lage 
Fried-
hof 
Land-
schafts-
plan sonstiges Forst 
Grün 
+ 
Forst 
ge-
samt 
Buchheim und Buchforst 0,2 0,0 0,3 0,1 0,0 0,0 0,1 0,4 0,8 
Mülheim-Nord und Keupstraße 0,1 0,1 0,4 0,2 0,0 0,0 0,0 0,4 0,8 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Landschaftspflege und Grünflächen, Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
 
Anteil an Grünflächen pro Einwohnerin und Einwohner in den Sozialraumen Buchheim und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 (m² je Einwohnerin und Einwohner) 500m Pufferzone 
Sozialraum 
Kleingartenan-
lage 
Kinderspiel-
platz 
Grünanla-
ge Friedhof 
Land-
schafts-
plan sonstiges Forst 
Grün
+Fors
t 
ge-
samt 
Buchheim und Buchforst 25,6 4,5 38,1 12,5 0,0 4,0 19,0 57,1 103,7 
Mülheim-Nord und Keupstraße 4,6 5,5 23,9 12,0 0,0 0,0 1,8 25,7 47,8 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Landschaftspflege und Grünflächen, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

214 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
215 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
Anhang 8: Von Lärmbelastung besonders betroffene Bereiche in den Sozialräumen Buchheim und Buchforst sowie Mülheim -Nord und 
Keupstraße  
Sozialraum Straßenverkehr Deutsche Bahn AG HGK und KVB Flugverkehr BImSchG Anlage 
Buchheim und Buchforst Belastungsachsen 
 Silesiusstraße (Belastung 
durch Stadtautobahn A n-
schlussstelle Frankfurter 
Straße) 
 Waldecker Str aße von Wa l-
decker Platz bis Kasseler 
Straße 
 Straßenzug Alte Wipperfürter 
Str. / Herler Str. in Teilbere i-
chen 
 Bergisch Gladbacher Str. 
innerhalb des Sozialraumg e-
bietes 
 
 
 
 
 
 
 
Belastungsachsen  
Gebäude entlang der 
Bahnstrecke im Westen 
des Planraumgebietes 
Buchheim 
 
 Belastungsräume 
Teilbereiche des Pla n-
raumgebietes Buchheim

216 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
217 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
 
Sozialraum Straßenverkehr Deutsche Bahn AG HGK und KVB Flugverkehr BImSchG Anlage 
Mülheim-Nord und 
Keupstraße 
Belastungsachsen 
 Bergisch Gladbacher Straße 
zwischen Eulenbergstraße 
und Carlswerkstraße 
 Genovevastraße zwischen 
Bergisch Gladbacher Straße 
und Carl-Brisch-Straße 
 Clevischer Ring zwischen 
Keupstraße und Hacketäuer 
Straße 
 Berliner Straße innerhalb des 
Sozialraumes 
 
 Belastungsach-
sen 
 Gebäude in 
Teilberei-
chen entlang 
der Berliner 
Straße 
 
  
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

218 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
219 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Anhang 9: Luftqualität und Schadstoffbelastung 
Laut 39. BImSchV gelten folgende Grenzwerte zum Schutz der menschlichen Gesundheit:  
 NO2: der über ein Kalenderjahr gemittelte Immissionsgrenzwert liegt bei 40 µg pro 
m3; der über eine volle Stunde gemittelte Immissionsgrenzwert beträgt 200 µg pro 
m3, bei 18 zugelassenen Überschreitungen im Kalenderjahr. 
 PM10:der über ein Kalenderjahr gemittelte Immissionsgrenzwert liegt bei 40 µg pro 
m3; der über den Tag gemittelte Immissionsgrenzwert beträgt 50 µg pro m3, bei 35 
zugelassenen Überschreitungen im Kalenderjahr. 
In die Berechnung sind alle Straßen mit einem DTV -Wert (durchschnittliche tägliche Ve r-
kehrsbelastung) von über 4000 Kfz / 24h berücksichtigt. Weiterhin sind alle Gebäude bis zu 
einer Entfernung von 35 m zur Straßenmitte eingeflossen. Die Konzentratione n sind im E r-
gebnis in einer Immissionshöhe von 1,5 m an der Gebäudefassade dargestellt. Da es sich 
um ein Screening und keine Detailbetrachtung handelt, können die Ergebnisse lediglich als 
Hinweis auf eine problematische Belastung gewertet werden.  
Bei Überschreitungen von Grenzwerten werden Ursachenanalysen durchgeführt und es sind 
Luftreinhaltepläne aufzustellen, in denen Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität 
festgelegt werden. Eine Maßnahme für das Kölner Stadtgebiet ist die Einführung der U m-
weltzone. Aus einer stadtweiten Screeningberechnung der kfz -bedingten Luftschadstoffe 
wurde die Belastung für die Sozialrä ume ausgewertet. Die Immissionsbelastung wurde s o-
wohl für Feinstaub (PM10) als auch für Stickstoffdioxid (NO2) berechnet, wobei in der 
Schlussbetrachtung lediglich der Luftschadstoff Stickstoffdioxid als problematische Größe mit 
den häufigsten Überschreitungen herangezogen wurde. 
Zum Messen der Luftschadstoffbelastung gibt es im Jahr 2015 in Köln 5 kontinuierliche 
Messstellen und 11 Passivsamm ler. Davon befindet sich direkt im Sozialraum Meschenich, 
nördlich der Brühler Landstraße, ein Passiv sammler, der die Stickstoffdioxidbelastung e r-
fasst.  
Nachfolgend werden für d ie Sozialräume Buchheim und Buchforst sowie Mülheim -Nord und 
Keupstraße die ak tuellen Schwerpunkte der Luftbelastung, auf Basis der Screening -
Ergebnisse, dargestellt. Als Schwerpunkte werden dabei lediglich diejenigen Straßen einb e-
zogen, die in der Screeningberechnung eine Stickstoffdioxidbelastung von über 40µg pro m³  
erzielten und damit Hinweise auf eine problematische Belastung geben.  
 
Buchheim und Buchforst 
Im Bereich der Stadtteile Buchheim und Buchforst sind mehrere Straßenbereiche im Sozia l-
raum zu finden, in denen Hinweise auf hohe Luftbelastungen errechnet wurden. Die Heide l-
berger Straße weist - nahezu über ihre gesamte Länge im Sozialraum - eine hohe oder e r-
höhte Belastung auf. Selbiges gilt für die Kalk -Mülheimer-Straße und die Frankfurter Straße. 
Die Waldecker Straße und der Buchheimer beziehungsweise Herler Ring weisen eb enfalls 
größere Abschnitte mit hohen Belastungen in den Screeningberechnungen auf. Diese sind, 
auf ihrer Gesamtstrecke durch den Sozialraum, jedoch eher durch erhöhte Luftbelastungen 
unterhalb von 40µg pro m³ Stickstoffdioxidkonzentration geprägt. 
 
Mülheim-Nord und Keupstraße 
Auch für den Sozialraum Mülheim-Nord und Keupstraße lassen sich wieder drei Straßen als 
Schwerpunkte mit errechneten hohen Belastungen identifizieren. Die Bergisch -Gladbacher 
Straße zwischen Keupstraße und Bahnunterführung an der Carls werkstraße, die Berliner

220 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Straße zwischen Clevischem Ring und Markgrafenstraße, sowie der Clevische Ring selbst 
zwischen Bergisch-Gladbacher Straße und Von-Sparr-Straße, mit Ausnahme des Abschnitts 
zwischen Markgrafenstraße und Langemaß. Durch eine Messstat ion am Clevischen Ring, 
welche südlich an den Sozialraum angrenzt, wird eine dauerhaft hohe Stickstoffdioxidbela s-
tung mit Jahresmittelwerten deutlich über dem Grenzwert nachgewiesen. 
 
Anhang 10: Erläuterungen zur Erhebung der Lärmbelastung nach Europäische r Um-
gebungslärmrichtlinie  
Außer für die Lärmvorsorge (Planfeststellungsverfahren) gibt es in Deutschland jedoch keine 
gesetzlich festgelegten Grenzwerte. Ebenso sind das Berechnungsverfahren und die Defin i-
tion einer erheblichen Belastung in Deutschland ni cht einheitlich, sondern je nach Emittent 
und Verfahren unterschiedlich. Vorrangig wurde daher bei den nachfolgenden Auswertungen 
auf die Kartierung nach EU -Umgebungslärmrichtlinie zurückgegriffen, bei der, basierend auf 
einem innerhalb der Europäischen Un ion (EU) einheitlichen Verfahren, die Ermittlung der 
Belastung durch Umgebungslärm erfolgt und die als eine wesentliche Informationsgrundlage 
über gegebene Lärmbelastungen anzusehen ist. Neben Lärmkarten mit flächigen Darste l-
lungen der Lärmbelastungen werd en bei dieser Kartierung auch die Lärmbelastungen an 
Gebäudefassenden erfasst. In einem weiteren Schritt werden mit Hilfe dieser Fassadenb e-
lastungen die Lärmbelastungen der Einwohner der Gebäude ermittelt.  
Unter Umgebungslärm werden gemäß der EU-Richtlinie belästigende und gesundheit s-
schädliche Geräusche im Freien, die durch menschliche Aktivitäten verursacht werden und 
die von Verkehrsmitteln wie dem Straßenverkehr, den Eisenbahnen, Flugzeugen, sowie von 
Industriegeländen und großen Häfen ausg ehen, verstanden. Sport -, Freizeit- und Nachbar-
schaftslärm, Lärm durch Tätigkeiten innerhalb von Wohnungen und Lärm am Arbeitsplatz 
werden nicht durch die EU-Umgebungslärm-Richtlinie erfasst.  
Auslösewerte wurden mit Runderlass des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Lan d-
wirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV) vom 07.02.2008) definiert: „Lärmprobleme im 
Sinne des § 47 d Absatz 1 BImSchG liegen auf jeden Fall vor, wenn an Wohnungen, Sch u-
len, Krankenhäusern oder anderen schutzwürdigen Gebäuden ein LDEN von 70 dB(A) oder 
ein LNight von 60 dB(A) erreicht oder überschritten wird. Dies gilt nicht in Gewerbe - oder 
Industriegebieten nach §§ 8 und 9 der Baunutzungsverordnung sowie in Gebieten nach § 34 
Absatz 2 des Baugesetzbuches mit entsprechender Eigenart.“ Für den Fluglärm sind 
Schutzziele für die Lärmaktionsplanung in rechtsverbindlicher Weise in § 14 des Gesetzes 
zum Schutz gegen Fluglärm geregelt. Vor diesem Hintergrund hat das MUNLV für Fluglärm 
die Auslösewerte von 65 dB(A) (LDEN) und 55 dB(A) (LNight) definiert.

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
221 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Anhang 11: Umweltbildungs- und Naturerlebnisangebote

222 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
 Starke Veedel – Starkes Köln

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
223 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
Anhang 12: Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 9 an städtischen allgemeinbildenden Schulen am Wohnort (Schuljahr 2014 / 
2015) in den Sozialräumen Buchheim und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
Sozialraum / Stadt 
absolut Quoten in Prozent 
Ins-
ge-
samt 
Haupt
-
schu-
le 
Real-
schu-
le 
Ge-
samt-
schule 
Gym-
na-
sium 
För-
der-
schule 
Haupt
-
schu-
le 
Real-
schu-
le 
Ge-
samt-
schule 
Gym-
na-
sium 
För-
der-
schule 
Buchheim und Buchforst 554 90 159 131 167 7 16,2 28,7 23,6 30,1 1,3 
Mülheim-Nord und Keupstr. 353 107 77 101 46 22 30,3 21,8 28,6 13,0 6,2 
Stadt Köln 23.129 3.098 5.450 4.669 8.975 937 13,4 23,6 20,2 38,8 4,1 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Schulentwicklung und Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Statistisches Informationssystem)

224 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buch-
forst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße Integriertes Handlungskonzept  
 Starke Veedel – Starkes Köln

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und 
Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße Integriertes Handlungskonzept  
225 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
Anhang 13: Bevölkerungs- und Sozialstruktur in den Quartieren  
Sozialraum Buchheim und Buchforst 
 
Bevölkerung- uns Sozialstruktur  der Quartiere im Sozialraum Buchheim 
und Buchforst 
 
 
Buchforst Reihenhäuser 
 
Buchforst Mitte 
 
Siedlung Kattowitzer Straße 
 
Kinder-
betreuung
Bildungs-
teilhabe
Insgesamt
Migrations-
hintergrund 
(%)
Jugend-
quotient Altenquotient Insgesamt Quote unter 15 
Jahre
Quote unter 
15 Jahre Insgesamt Quote Betreuungs-
quote U10
 Gymnasi-
astenquote insgesamt Quote
2007 667 36,9 43,6 37,1 42 8,0 17 12,4 6 4,4 53,9 x x x
Entwicklung 
2007 bis '13 35 5,7 -2,3 7,3 2 0,3 -3 0,1 -1 -1,4 29,4 x x x
2013 702 42,6 41,3 44,4 44 8,3 14 12,5 5 3,0 83,3 53,8 14 4,4
Insgesamt mit Kindern 
(%)
allein-
erziehend Senioren
2007 281 28,5 11,3 33,8
Entwicklung 
2007 bis '13 5 1,2 4,0 0,5
2013 286 29,7 15,3 34,3
Empfänger 
Grundsicherung ArbeitsloseEinwohnerstruktur SGBII Empfänger
Haushalte
Kinder-
betreuung
Bildungs-
teilhabe
Insgesamt
Migrations-
hintergrund 
(%)
Jugend-
quotient Altenquotient Insgesamt Quote unter 15 
Jahre
Quote unter 
15 Jahre Insgesamt Quote Betreuungs-
quote U10
 Gymnasi-
astenquote insgesamt Quote
2007 6.594 47,3 25,8 26,4 1.611 30,0 449 48,9 98 8,6 55,7 x x x
Entwicklung 
2007 bis '13 -119 4,8 -2,0 -1,8 -153 -2,9 -47 -4,3 44 4,6 5,1 x x x
2013 6.475 52,1 23,8 24,6 1.458 27,1 402 44,6 142 13,2 60,8 31,8 602 17,2
Insgesamt mit Kindern 
(%)
allein-
erziehend Senioren
2007 3.403 21,0 31,4 22,5
Entwicklung 
2007 bis '13 59 -2,3 -0,2 0,5
2013 3.462 18,7 31,2 23,0
Empfänger 
Grundsicherung ArbeitsloseEinwohnerstruktur SGBII Empfänger
Haushalte
Kinder-
betreuung
Bildungs-
teilhabe
Insgesamt
Migrations-
hintergrund 
(%)
Jugend-
quotient Altenquotient Insgesamt Quote unter 15 
Jahre
Quote unter 
15 Jahre Insgesamt Quote Betreuungs-
quote U10
 Gymnasi-
astenquote insgesamt Quote
2007 809 20,3 25,8 49,7 25 4,3 6 6,5 0 0,0 56,9 x x x
Entwicklung 
2007 bis '13 3 10,7 1,4 -0,4 11 1,9 6 4,9 4 1,8 21,2 x x x
2013 812 31,0 27,2 49,3 36 6,2 12 11,4 4 1,8 78,1 66,7 25 6,7
Insgesamt mit Kindern 
(%)
allein-
erziehend Senioren
2007 382 20,7 17,7 36,4
Entwicklung 
2007 bis '13 -5 -0,8 -3,0 -0,1
2013 377 19,9 14,7 36,3
Empfänger 
Grundsicherung ArbeitsloseEinwohnerstruktur SGBII Empfänger
Haushalte
Aufgelockerte Einzelhausbebauung, keine auffälligen Sozialdaten, Ergebnisse 
insgesamt deutlich günstiger als gesamtstädtische Werte, Zunahme von Bewohne-
rinnen und Bewohnern mit Migrationshintergrund, sehr hoher Jugend- und Altenquo-
tient. Im Bereich Kopernikusstraße Kulturort evangelische Auferstehungskirche, 
Seniorenzentrum SBK, Wohnungen der GWK, sowie bilinguale Kita. 
Besteht hauptsächlich aus den historisch bedeutsamen Genossenschaftssiedlungen 
'Blauer Hof' (erbaut 1926 bis 1927) und 'Weiße Stadt' (1929 bis 1932), beide in den 
letzten Jahren umfänglich modernisiert, Wohnungen Weiße Stadt teilweise Umwande-
lung in privates Einzeleigentum, Wittener Straße städtische Belegrechtswohnungen. 
Sehr hoher Anteil an Kindern und Jugendlichen (leicht rückläufig) im Bedarfsgemein-
schaften mit SGB ll Bezug, deutliche Zunahme an Empfängern von Grundsicherung. 
Durch Einfamilienhausbebauung geprägtes Quartier unmittelbar am Grünzug der 
Strunde. Sozialdaten mit insgesamt deutlich günstigeren Sozialwerten als im gesamt-
städtischen Durchschnitt, sehr hoher Altenquotient und deutliche Zunahme an Ein-
wohnerinnen und Einwohnern mit Migrationshintergrund. 
Jugendquotient                 Anteil der Einwohner unter 18 Jahre an den Einwohnern von 18 – unter 65 Jahre 
Altenquotient                 Anteil der Einwohner ab 65 Jahre an den Einwohnern von 18 - unter 65 Jahre 
Quote                                Anteil der Empfänger von Grundsicherung im Alter an allen Einwohnern ab 65 Jahre mit Hauptwohnsitz 
Betreuungsquote U10       Anteil der in KiTa, Tagespflege und OGTS betreuten Kinder an allen Kindern unter 10 Jahre 
Gymnasiastenquote          Anteil der Gymnasiasten an allen Schülern der Klassen 7 - 9 im Schuljahr 2014/15 
Entwicklung 2007 - ’13      Angabe in Prozentpunkten

226 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buch-
forst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße Integriertes Handlungskonzept  
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Siedlung Modemannstraße 
 
Germaniastraße Gewerbe 
geringfügige Einwohneranzahl, aus Datenschutzgrün-
den nicht darstellbar 
 
Buchheim Mitte 
 
Buchheim-Gronauer Straße 
 
Kinder-
betreuung
Bildungs-
teilhabe
Insgesamt
Migrations-
hintergrund 
(%)
Jugend-
quotient Altenquotient Insgesamt Quote unter 15 
Jahre
Quote unter 
15 Jahre Insgesamt Quote Betreuungs-
quote U10
 Gymnasi-
astenquote insgesamt Quote
2007 1.138 53,4 33,4 25,6 212 22,5 70 35,0 16 8,7 48,9 x x x
Entwicklung 
2007 bis '13 98 7,3 -4,3 -3,4 -12 -3,4 -5 -2,7 -2 -0,9 12,3 x x x
2013 1.236 60,7 29,1 22,2 200 19,1 65 32,3 14 7,8 61,2 35,3 81 12,4
Insgesamt mit Kindern 
(%)
allein-
erziehend Senioren
2007 505 28,1 17,6 25,1
Entwicklung 
2007 bis '13 58 -4,7 -2,4 -1,8
2013 563 23,4 15,2 23,3
Empfänger 
Grundsicherung ArbeitsloseEinwohnerstruktur SGBII Empfänger
Haushalte
Kinder-
betreuung
Bildungs-
teilhabe
Insgesamt
Migrations-
hintergrund 
(%)
Jugend-
quotient Altenquotient Insgesamt Quote unter 15 
Jahre
Quote unter 
15 Jahre Insgesamt Quote Betreuungs-
quote U10
 Gymnasi-
astenquote insgesamt Quote
2007 3.696 44,8 30,7 23,1 1.076 34,9 295 48,5 69 12,5 48,7 x x x
Entwicklung 
2007 bis '13 238 7,9 -0,9 -1,7 36 -1,8 -3 -2,6 19 3,4 6,2 x x x
2013 3.934 52,7 29,8 21,4 1.112 33,1 292 45,9 88 15,9 54,9 16,1 445 21,8
Insgesamt mit Kindern 
(%)
allein-
erziehend Senioren
2007 1.907 21,8 32,8 21,7
Entwicklung 
2007 bis '13 113 0,4 2,4 -0,4
2013 2.020 22,2 35,2 21,3
Empfänger 
Grundsicherung ArbeitsloseEinwohnerstruktur SGBII Empfänger
Haushalte
Kinder-
betreuung
Bildungs-
teilhabe
Insgesamt
Migrations-
hintergrund 
(%)
Jugend-
quotient Altenquotient Insgesamt Quote unter 15 
Jahre
Quote unter 
15 Jahre Insgesamt Quote Betreuungs-
quote U10
 Gymnasi-
astenquote insgesamt Quote
2007 1.646 63,1 39,0 24,4 484 34,9 149 47,3 28 11,4 53,3 x x x
Entwicklung 
2007 bis '13 52 6,4 -1,4 -3,2 -56 -5,7 -13 -7,2 -2 0,1 9,1 x x x
2013 1.698 69,5 37,6 21,2 428 29,2 136 40,1 26 11,5 62,4 31,7 154 18,1
Insgesamt mit Kindern 
(%)
allein-
erziehend Senioren
2007 721 30,1 23,0 22,6
Entwicklung 
2007 bis '13 27 0,8 1,2 -0,8
2013 748 30,9 24,2 21,8
Empfänger 
Grundsicherung ArbeitsloseEinwohnerstruktur SGBII Empfänger
Haushalte
Öffentlich geförderter Geschosswohnungsbau (1970er Jahre) der Sahle, Wohnen in 
gepflegtem Zustand. Soziales Engagement durch 'Parea' (gemeinnützige Initiative 
der Sahle Wohnen) vor Ort. Deutliche Zunahme an Bewohnerinnen und Bewohnern 
mit Migrationshintergrund, überdurchschnittlich hoher Anteil von Kindern und Jugend-
lichen in Bedarfsgemeinschaften mit SGB ll Bezug. 
Wohnquartier mit hohem Anteil an öffentlich gefördertem Wohnungsbau zum Beispiel im 
Bereich Hermann-Kunz-Straße, Wuppertaler Straße, Am Steinbergs Weiher und Wichhei-
mer Straße. Programm „Modellprojekt sozialraumorientierte Vernetzung von Jugendhilfe“ 
(2000-2005). Insgesamt sehr hohe Quoten bei Empfängern von SGB ll Bezügen, sowie 
Grundsicherung im Alter, deutlicher Anstieg von Einwohnerinnen und Einwohnern mit 
Migrationshintergrund. 
Geprägt durch vier 9-geschossige Punkthäuser (ehemalige Arbeiterwohnheime von 
Ford und Bayer) und acht 3-geschossige Zeilenbauten in isolierter abseitiger Lage 
unmittelbar westlich der BAB A 3, Nahversorgung über das Stadtteilzentrum Holweide 
West und Discounter möglich, Sozialeinrichtung „Buchheimer Treff“ im Quartier. Sehr 
hoher Anteil an Einwohnerinnen und Einwohnern mit Migrationshintergrund und hoher 
Jugendquotient, sehr hoher Anteil an SGB ll und Grundsicherungsempfängern. 
Gewerbe zwischen Bahn und Frankfurter Straße mit großflächigen Auto- (Opel 
Bauer) und Einzelhandel (ehemals Max Bahr, aktuell Leerstand) und chemischen 
Betrieb (ACLA Werke GmbH).

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und 
Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße Integriertes Handlungskonzept  
227 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Alt-Buchheim 
 
Buchheim-Herl 
 
Germaniastraße Gewerbe 
keine Einwohnerinnen und Einwohner 
 
  
Kinder-
betreuung
Bildungs-
teilhabe
Insgesamt
Migrations-
hintergrund 
(%)
Jugend-
quotient Altenquotient Insgesamt Quote unter 15 
Jahre
Quote unter 
15 Jahre Insgesamt Quote Betreuungs-
quote U10
 Gymnasi-
astenquote insgesamt Quote
2007 3.677 37,3 24,1 26,9 632 21,3 156 33,7 28 4,3 49,1 x x x
Entwicklung 
2007 bis '13 502 9,0 1,9 -3,4 -1 -3,3 18 -5,1 28 4,2 11,6 x x x
2013 4.179 46,3 26,0 23,5 631 18,0 174 28,6 56 8,5 60,7 25,5 270 12,7
Insgesamt mit Kindern 
(%)
allein-
erziehend Senioren
2007 1.974 19,2 29,6 22,7
Entwicklung 
2007 bis '13 150 1,5 -4,4 -2,4
2013 2.124 20,7 25,2 20,3
Empfänger 
Grundsicherung ArbeitsloseEinwohnerstruktur SGBII Empfänger
Haushalte
Kinder-
betreuung
Bildungs-
teilhabe
Insgesamt
Migrations-
hintergrund 
(%)
Jugend-
quotient Altenquotient Insgesamt Quote unter 15 
Jahre
Quote unter 
15 Jahre Insgesamt Quote Betreuungs-
quote U10
 Gymnasi-
astenquote insgesamt Quote
2007 966 21,8 20,6 39,9 61 8,6 14 14,3 3 1,3 51,7 x x x
Entwicklung 
2007 bis '13 -33 3,6 -2,6 -0,6 -14 -1,8 -9 -8,3 1 0,4 6,1 x x x
2013 933 25,4 18,0 39,3 47 6,8 5 6,0 4 1,7 57,8 47,4 35 7,7
Insgesamt mit Kindern 
(%)
allein-
erziehend Senioren
2007 505 15,8 26,3 30,7
Entwicklung 
2007 bis '13 -4 -2,2 -8,7 1,0
2013 501 13,6 17,6 31,7
Empfänger 
Grundsicherung ArbeitsloseEinwohnerstruktur SGBII Empfänger
Haushalte
Alter Ortskern mit gemischter Bebauung und eigenem Nahversorgungszentrum. Anteil der 
Einwohnerschaft mit sozialer Belastung deutlich geringer als im benachbarten Quartier 
Buchheim-Mitte, deutliche Zunahme an Bewohnerinnen und Bewohnern mit Migrationshin-
tergrund. 
Vorstädtisch, teilweise ländlich geprägter Siedlungsbereich mit aufgelockerter Bebauung. 
Keine auffälligen Sozialdaten, Ergebnisse meist günstiger als gesamtstädtische Werte. 
Diverse Potentialflächen zur Ansiedelung von Gewerbe vorhanden.

228 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buch-
forst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße Integriertes Handlungskonzept  
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Sozialraum Mülheim-Nord und Keupstraße 
 
Bevölkerungs- und Sozialstruktur der Quartiere im Sozialraum 
Mülheim-Nord und Keupstraße 
 
 
 
 
Mülheim Keupstraße 
 
Mülheim Berliner Straße 
 
Hacketäuer Siedlung 
 
Kinder-
betreuung
Bildungs-
teilhabe
Insgesamt
Migrations-
hintergrund 
(%)
Jugend-
quotient Altenquotient Insgesamt Quote unter 15 
Jahre
Quote unter 
15 Jahre Insgesamt Quote Betreuungs-
quote U10
 Gymnasi-
astenquote insgesamt Quote
2007 3.296 68,9 27,2 15,5 1.077 37,4 305 56,4 35 9,8 53,4 x x x
Entwicklung 
2007 bis '13 -32 5,1 1,5 1,0 68 2,3 13 1,3 24 6,1 -0,5 x x x
2013 3.264 74,0 28,7 16,5 1.145 39,7 318 57,7 59 15,9 52,9 15,7 470 25,6
Insgesamt mit Kindern 
(%)
allein-
erziehend Senioren
2007 1.673 20,4 24,6 15,3
Entwicklung 
2007 bis '13 -6 0,9 4,7 -0,4
2013 1.667 21,3 29,3 14,9
Empfänger 
Grundsicherung ArbeitsloseEinwohnerstruktur SGBII Empfänger
Haushalte
Kinder-
betreuung
Bildungs-
teilhabe
Insgesamt
Migrations-
hintergrund 
(%)
Jugend-
quotient Altenquotient Insgesamt Quote unter 15 
Jahre
Quote unter 
15 Jahre Insgesamt Quote Betreuungs-
quote U10
 Gymnasi-
astenquote insgesamt Quote
2007 5.529 58,8 25,3 16,7 1.786 37,3 428 52,7 80 12,3 56,5 x x x
Entwicklung 
2007 bis '13 -52 2,7 -2,1 -0,1 -161 -3,5 -71 -5,6 22 3,4 -4,4 x x x
2013 5.477 61,5 23,2 16,6 1.625 33,8 357 47,1 102 15,7 52,1 16,0 779 24,9
Insgesamt mit Kindern 
(%)
allein-
erziehend Senioren
2007 2.735 20,1 31,9 14,2
Entwicklung 
2007 bis '13 133 -3,0 2,9 0,2
2013 2.868 17,1 34,8 14,4
Empfänger 
Grundsicherung ArbeitsloseEinwohnerstruktur SGBII Empfänger
Haushalte
Kinder-
betreuung
Bildungs-
teilhabe
Insgesamt
Migrations-
hintergrund 
(%)
Jugend-
quotient Altenquotient Insgesamt Quote unter 15 
Jahre
Quote unter 
15 Jahre Insgesamt Quote Betreuungs-
quote U10
 Gymnasi-
astenquote insgesamt Quote
2007 1.547 54,8 57,7 19,5 760 55,3 256 65,3 20 11,8 60,6 x x x
Entwicklung 
2007 bis '13 -42 4,2 -11,0 -3,1 -40 -1,8 -14 4,0 21 15,4 14,8 x x x
2013 1.505 59,0 46,7 16,4 720 53,5 242 69,3 41 27,2 75,4 7,5 232 30,5
Insgesamt mit Kindern 
(%)
allein-
erziehend Senioren
2007 541 45,3 32,2 18,7
Entwicklung 
2007 bis '13 2 -6,3 5,1 -0,1
2013 543 39,0 37,3 18,6
Empfänger 
Grundsicherung ArbeitsloseEinwohnerstruktur SGBII Empfänger
Haushalte
Klassisches Arbeiterviertel aus der Gründerzeit mit dichter Bebauung, teilweise Wohn-
raum mit Substandard. Hohe Bewohnerfluktuation. Anstieg des Migrantenanteils hier 
Zuzug von Bürgerinnen und Bürgern aus Bulgarien, sehr hoher Anteil an SGB ll Empfän-
gern, insbesondere Kinder und Jugendliche, sehr geringe Kinderbetreuungsquote. 
Klassisches Arbeiterviertel aus der Gründerzeit mit dichter Bebauung, teilweise noch 
Wohnraum mit Substandard. Hohe Bewohnerfluktuation. Anstieg des Migrantenanteils, 
Belegrechtswohnungen und Obdachlosenversorgung im Quartier, rückläufiger Anteil an 
Bewohnerinnen und Bewohnern im SGB ll Bezug, allerdings sehr deutlich überdurch-
schnittliche Werte, geringe Betreuungsquote. 
Drei- bis viergeschossige Neubausiedlung (1966 bis 1971) mit fünf achtgeschossigen 
Wohnhäusern. Hoher Anteil an SGBII Empfängern, sowie Kindern und Jugendlichen, 
insgesamt sehr hoher Jugendquotient im Quartier. Betreuungsquote deutlich gestiegen. 
Jugendquotient                 Anteil der Einwohner unter 18 Jahre an den Einwohnern von 18 – unter 65 Jahre 
Altenquotient                 Anteil der Einwohner ab 65 Jahre an den Einwohnern von 18 - unter 65 Jahre 
Quote                                Anteil der Empfänger von Grundsicherung im Alter an allen Einwohnern ab 65 Jahre mit Hauptwohnsitz 
Betreuungsquote U10       Anteil der in KiTa, Tagespflege und OGTS betreuten Kinder an allen Kindern unter 10 Jahre 
Gymnasiastenquote          Anteil der Gymnasiasten an allen Schülern der Klassen 7 - 9 im Schuljahr 2014/15 
Entwicklung 2007 - ’13      Angabe in Prozentpunkten

Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und 
Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße Integriertes Handlungskonzept  
229 
Starke Veedel – Starkes Köln  
 
  
Schönrather Straße Gewerbe 
 
Neurather Ring Gewerbe 
 
Mülheim-Nord Gewerbe 
geringfügige Einwohneranzahl aus Date n-
schutzgründen nicht darstellbar 
 
 
  
Kinder-
betreuung
Bildungs-
teilhabe
Insgesamt
Migrations-
hintergrund 
(%)
Jugend-
quotient Altenquotient Insgesamt Quote unter 15 
Jahre
Quote unter 
15 Jahre Insgesamt Quote Betreuungs-
quote U10
 Gymnasi-
astenquote insgesamt Quote
2007 418 43,5 33,8 21,6 70 19,7 17 23,0 4 7,0 65,3 x x x
Entwicklung 
2007 bis '13 93 8,0 6,7 -5,3 40 4,5 21 10,6 2 4,3 -15,3 x x x
2013 511 51,5 40,5 16,3 110 24,2 38 33,6 6 11,3 50,0 . 45 16,7
Insgesamt mit Kindern 
(%)
allein-
erziehend Senioren
2007 180 23,9 20,9 19,4
Entwicklung 
2007 bis '13 2 1,4 5,2 0,9
2013 182 25,3 26,1 20,3
Empfänger 
Grundsicherung ArbeitsloseEinwohnerstruktur SGBII Empfänger
Haushalte
Kinder-
betreuung
Bildungs-
teilhabe
Insgesamt
Migrations-
hintergrund 
(%)
Jugend-
quotient Altenquotient Insgesamt Quote unter 15 
Jahre
Quote unter 
15 Jahre Insgesamt Quote Betreuungs-
quote U10
 Gymnasi-
astenquote insgesamt Quote
2007 390 46,9 26,0 16,8 102 30,3 27 48,2 . 4,3 40,0 x x x
Entwicklung 
2007 bis '13 -68 9,6 0,6 7,0 -59 -14,3 -13 -19,6 . 5,5 1,9 x x x
2013 322 56,5 26,6 23,8 43 16,0 14 28,6 5 9,8 41,9 . 29 16,1
Insgesamt mit Kindern 
(%)
allein-
erziehend Senioren
2007 174 21,3 18,9 17,2
Entwicklung 
2007 bis '13 -6 -2,3 28,0 5,4
2013 168 19,0 46,9 22,6
Empfänger 
Grundsicherung ArbeitsloseEinwohnerstruktur SGBII Empfänger
Haushalte
Gewerbegebiet nördlich des Mülheimer Autobahnzubringers. Hauptnutzer 'BASF Color 
Solutions Germany GmbH'. Standort von fünf Flüchtlings- und Obdachlosenheimen, 
insgesamt wenig Einwohnerinnen und Einwohner im Quartier, hoher Jugendquotient. 
In den 1960er Jahren neu aufgeschlossenes Gewerbegebiet mit verfügbaren Flächenre-
serven. Im nördlichen Bereich Standort eines Flüchtlingsheims. Im Gewerbegebiet auch 
vergleichsweise hoher Einwohnerzahl, hier starke Rückläufe von SGB ll Bezügen, bei 
sehr geringer Betreuungsquote. 
Erfolgreich restrukturiertes Alt-Gewerbegebiet mit hoher Arbeitsplatzdichte, vorrangig im 
Dienstleistungs- und Medienbereich, hier zu vernachlässigender Anteil an Einwohnerin-
nen und Einwohnern, hier noch offene Konversionsflächen (ehemaliger Güterbahnhof) 
vorhanden.

230 Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buch-
forst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße Integriertes Handlungskonzept  
 Starke Veedel – Starkes Köln 
 
 
Anhang 14: Datenprofil der Sozialräume im Handlungsfeld Frühe Hilfen  
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
Jahr 2013
Angaben als prozentualer Anteil 
Bickendorf, Westend und Ossendorf
Bilderstöckchen
Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord
Bocklemünd / Mengenich
Buchheim und Buchforst
Höhenberg und Vingst
Humbold / Gremberg und Kalk
Meschenich und Rondorf
davon Meschneich
Mülheim-Nord und Keupstraße
Ostheim und Neubrück
Porz-Ost, Finkenberg, Gremberhoven und Eil
Köln
Einwohner
unter 3-Jährige 3,2 3,6 3,3 2,9 3,1 3,6 3,2 2,6 3,1 3,4 3,5 3,2 2,9
3 bis unter 6-Jährige 3,3 3,3 3,8 2,9 3,1 3,5 3,0 3,1 3,6 3,3 3,8 3,2 2,7
6 bis unter 10-Jährige 4,3 4,2 5,1 4,4 3,9 4,2 3,6 4,1 4,8 4,6 4,7 4,7 3,4
unter 18-Jährige 19,9 20,1 22,5 18,9 17,9 19,4 16,6 19,2 21,6 19,6 21,4 19,9 15,7
18 bis unter 28-Jährige 13,1 14,6 14,3 11,3 14,4 14,6 17,8 11,5 12,5 17,3 12,9 12,0 13,5
28 bis unter 65-Jährige 52,4 49,1 47,7 46,4 51,1 49,5 51,5 52,8 53,1 51,6 45,9 48,4 53,1
ab 65-Jährige 14,6 16,2 15,5 23,3 16,6 16,5 14,0 16,6 16,0 11,5 19,7 19,6 17,8
Ausländerinnen und Ausländer 21,5 26,1 32,3 20,2 26,2 30,7 33,9 23,0 39,1 46,4 26,7 25,7 17,2
Einwohner mit Migrationshintergrund 43,4 49,1 74,5 40,1 50,6 56,3 57,2 39,8 59,0 64,3 58,0 54,8 34,9
Einwohner unter 18 Jahre 
mit Migrationshintergrund 58,1 66,0 81,6 58,7 70,1 75,3 81,2 53,4 74,1 81,5 74,5 73,1 49,7
Haushalte
Einpersonenhaushalte 42,3 41,7 26,1 40,4 47,2 44,3 53,4 34,8 34,6 52,4 35,6 35,7 50,1
Familienhaushalte 25,5 25,5 32,9 23,3 21,1 24,0 18,4 25,5 26,8 20,9 27,6 24,7 18,4
Anteil Alleinerziehende an 
allen Familienhaushalten 29,2 23,7 25,4 30,0 27,4 29,1 29,3 19,1 17,8 33,6 26,0 23,5 24,1
Sozialleistungsbezug SGB II
SGBII Quote 19,4 19,6 29,9 27,3 23,9 27,5 25,3 14,5 25,0 37,3 31,2 24,9 13,2
SGBII Quote bei unter 15-Jährigen 30,3 31,8 44,7 46,1 36,8 42,3 39,9 23,4 36,6 53,2 47,2 38,3 22,2
Sozialleistungsbezug SGB XII
Quote Grundsicherung im Alter 11,1 7,7 30,1 10,3 10,2 11,4 13,0 5,6 10,7 16,9 12,2 11,0 6,7
Quote Grundsicherung 
bei Erwerbsminderung 1,3 1,0 2,0 1,4 1,3 1,5 1,4 0,7 1,1 2,2 1,5 1,0 0,8
Arbeitslosigkeit
Arbeitslosenquote 11,7 11,5 15,7 16,1 15,7 16,9 17,2 9,4 15,0 25,2 17,6 14,9 9,5
Jugendarbeitslosenquote 6,5 8,3 10,1 8,0 11,2 9,9 9,0 6,9 12,5 17,9 11,9 11,2 6,5
Kinderbetreuung in Kita/Tagespflege
unter 3-Jährige mit Migrationshintergrund 47,6 49,6 73,9 57,0 54,6 67,5 68,5 38,6 54,9 65,3 65,5 49,0 35,1
3 bis unter 6-Jährige 
mit Migrationshintergrund 59,4 69,8 83,6 61,5 71,1 77,0 81,9 55,0 72,3 80,1 80,7 73,7 50,2
unter 6-Jährige Kinder 
darunter beitragsbefreit 47,2 53,1 70,7 65,6 59,4 69,1 69,8 39,2 60,1 77,9 70,9 52,7 33,2
beitragsbefreit mit Migrationshintergrund 62,4 60,2 70,6 72,2 64,8 71,2 73,4 57,7 72,7 81,6 74,6 62,4 51,6
Hilfen zur Erziehung
Anteil laufender Hilfen nach  
§§27 bis 35 SGB VIII an allen Einwohnern 
mit Haupwohnung unter 21 Jahren 2,6 3,3 2,4 5,1 3,6 2,8 3,0 2,8 4,1 5,5 2,4 2,0 2

Dringlichkeitsvorlage Bezirksvertretung

18115 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VI/15/152 
152/1 
Vorlagen-Nummer 
 1381/2017 
Freigabedatum 
  
Dringlichkeitsentscheidung und Genehmigung zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Entscheidung durch den Bezirksbürgermeister und ein Mitglied der Bezirksvertretung gemäß § 36 
Absatz 5, Satz 2 GO NRW und Genehmigung durch die Bezirksvertretung. 
Betreff 
Beschluss des Integrierten Handlungskonzeptes "Starke Veedel - Starkes Köln" für die 
Sozialräume "Buchheim und Buchforst" sowie "Mülheim-Nord und Keupstraße" als 
Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 29.05.2017 
 
Begründung für die Dringlichkeit: 
Im Zusammenhang der Erarbeitung des Integrierten Handlungskonzeptes (IHK) für die Sozialräume 
„Buchheim und Buchforst“ sowie „Mülheim-Nord und Keupstraße“ als Fortschreibung des Strukturför-
derprogramms MÜLHEIM 2020 waren Prüfverfahren notwendig, die eine frühere Fertigstellung des 
IHKs sowie die Vorlage des IHKs in den politischen Gremien nicht ermöglichten.  
 
Aufgrund von notwendigen Abstimmungsprozessen, wurde die Beschlussvorlage für das IHK für die 
Sozialräume „Buchheim und Buchforst“ sowie „Mülheim-Nord und Keupstraße“ (Vorlage-Nr. 
0740/2017) im Sinne einer zügigen Programmumsetzung verfristet in die politische Beratungsfolge 
eingebracht. Der im Rahmen der Beschlussvorlage 0740/2017 vorgesehene Sitzungstermin der Be-
zirksvertretung 9 (Mülheim) konnte im Zuge dessen nicht mehr erreicht werden. Um dennoch die 
Ratssitzung am 18.05.2017 zu erreichen und somit zeitnah mit der Programmumsetzung beginnen zu 
können, ist eine Beschlussfassung vor der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung (29.05.2017) er-
forderlich. Daher ist eine Dringlichkeitsentscheidung herbeizuführen 
 
Gemäß § 36 Absatz 5, Satz 2 GO NRW i.V.m. § 10 der Hauptsatzung empfehlen wir dem Rat wie 
folgt zu beschließen: 
 
Beschluss: 
1. Der Rat beschließt das auf der Grundlage des Leitkonzeptes „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
(Ratsbeschluss 20.12.2016, Vorlage-NR. 2899/2016) erstellte IHK für die Sozialräume „Buchheim 
und Buchforst“ sowie „Mülheim-Nord und Keupstraße“ als Fortschreibung des Strukturförderpro-
gramms MÜLHEIM 2020 (siehe Anlage 1). Er beauftragt die Verwaltung mit der Umsetzung der 
Maßnahmen aus dem Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ und der Anpassung der Maß-
nahmenkonzeptionen, soweit im weiteren Abstimmungsprozess mit den Fördermittelgebern auf-
grund laufender Änderungen der Förderbedingungen Anpassungen erforderlich werden.  
2. Der Rat beschließt die Erbringung der Leistungen durch Dritte für die im IHK für die Sozialräume 
„Buchheim und Buchforst“ sowie „Mülheim-Nord und Keupstraße“ als Fortschreibung des Struk-
turförderprogramms MÜLHEIM 2020 aufgeführten Einzelmaßnahmen, die in der Kosten- und Fi-
nanzierungsübersicht hinterlegt sind. Die Umsetzung der Maßnahmen steht unter Vorbehalt der 
Bewilligungen aus den avisierten Förderzugängen sowie einer erzielten Förderquote von mindes-
tens 50 % der Gesamtkosten der jeweiligen Maßnahmen. Die erforderlichen Veranschlagungen 
des ergebniswirksamen Aufwandes und der investiven Zahlungsermächtigungen bis 2020 in Hö-
he von 9,2 Mio. € sind im Hpl. 2016/2017 inkl. der mittelfristigen Finanzplanung bis 2020 bereits 
berücksichtigt. Der entstehende Aufwand 2021ff in Höhe von rund 0,6 Mio. € für die Gesamtmaß-
nahmen des IHKs für die Sozialräume „Buchheim und Buchforst“ sowie „Mülheim-Nord und

2 
 
Keupstraße“, wurde nachrichtlich aufgeführt und ist in den zukünftigen Haushaltsplanaufstellun-
gen zu berücksichtigen. 
3. Der Rat beauftragt die Verwaltung,  
A) mit der Umsetzung der Maßnahmen des IHKs für die Sozialräume „Buchheim und Buchforst“ 
sowie „Mülheim-Nord und Keupstraße“ auf Basis des Leitkonzeptes „Starke Veedel – Starkes 
Köln“.  
B) die erforderlichen Entscheidungen zu konsumtiven Maßnahmen des IHKs, die in den Sozial-
räumen „Buchheim und Buchforst“ sowie „Mülheim-Nord und Keupstraße“ wirksam werden, 
der Bezirksvertretung Mülheim vorzulegen und die zuständigen Fachausschüsse im Wege der 
Mitteilung zu informieren.  
C) mit der Umsetzung der investiven Maßnahmen in den Sozialräumen „Buchheim und Buch-
forst“ sowie „Mülheim-Nord und Keupstraße“. Der Rat verzichtet auf die nochmalige Vorlage, 
falls die zuständigen Fachausschüsse und die Bezirksvertretung Mülheim ohne Einschrän-
kung zustimmen.  
 
 
Datum  Abstimmungsergebnis 
 
 Unterschrift  Unterschrift

3 
 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen         € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja 50 % b.max. 85 % 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme  9,2 ´Mio € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja 50 % b.max. 90 % 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
c) bilanzielle Abschreibungen         € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
 
Begründung: 
1. Ausgangslage 
Vor dem Hintergrund zukünftiger Herausforderungen, die sich nicht zuletzt durch den demografischen 
und strukturellen Wandel für die Stadt Köln ergeben, hat sich die Stadtverwaltung seit Herbst 2014 
intensiv mit der neuen EU-Förderperiode 2014-2020 auseinandergesetzt und die Förderstrategie der 
Stadt Köln darauf ausgerichtet. Mit seinem Beschluss zum „Europa 2020 Handlungsprogramm: Köl-
ner Handlungserfordernisse“ hat der Stadtvorstand am 23.09.2014 die Aufforderungen verbunden, 
dass alle Dezernate und Ämter bereits im Vorfeld der zu erwartenden neuen Projektaufrufe des Lan-
des in die Vorbereitungen einsteigen und Projektideen entwickeln. Mit der Genehmigung der Operati-
onellen Programme zum Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und zum Europäi-
schen Sozialfonds (ESF) des Landes Nordrhein-Westfalen ist durch die EU formal die neue Förderpe-
riode im Herbst 2014 gestartet. 
Auf Basis des Operationellen Programms erfolgte am 10.02.2015 der gemeinsame Aufruf „Starke 
Quartiere – starke Menschen“ des Landes NRW zur präventiven und nachhaltigen Entwicklung von 
Quartieren und Ortsteilen sowie zur Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung, der die Programme 
des EFRE, des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (E-
LER) und des ESF bündelt. Das mit dem Förderaufruf verbundene Maßnahmenspektrum soll einen 
Beitrag zur Präventionsstrategie des Landes leisten. 
Grund- und damit Fördervoraussetzung, um Mittel aus den europäischen Struktur- und Investitions-
fonds beantragen zu können, ist die Erstellung eines Integrierten Handlungskonzeptes (IHK). Köln hat 
sich mit seinem Konzept für den breiten Ansatz der sozialraumorientierten Stadtentwicklung ent-
schieden und mit dem Leitkonzept (IHK) „Starke Veedel - Starkes Köln: mitwirken, zusammenhalten, 
Zukunft gestalten" (abrufbar unter www.starke-veedel.koeln) die unterschiedlichen Handlungsfelder 
des Aufrufs gemeinsam betrachtet. Das IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ stellt dabei die elf Sozial-
räume, in denen die Stadt Köln mit dem Programm „Lebenswerte Veedel - Bürger- und Sozialraum-
orientierung in Köln“ seit 2006 arbeitet, in den Vordergrund.

4 
 
Im Einzelnen handelt es sich dabei um die linksrheinischen Sozialräume: 
 Bickendorf, Westend und Ossendorf 
 Bilderstöckchen 
 Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord  
 Bocklemünd / Mengenich 
 Meschenich und Rondorf  
und um die rechtsrheinischen Sozialräume: 
 „Buchheim und Buchforst“1 
  sowie „Mülheim-Nord und Keupstraße“2  
 Höhenberg und Vingst 
 Humboldt / Gremberg und Kalk 
 Ostheim und Neubrück 
 Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil 
Mit der Vorlage-Nr. 2899/2016 hat der Rat das IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ als zukunftswei-
sendes Leitkonzept zur Sozialraumorientierten Stadtentwicklung beschlossen und die Verwaltung 
unter Nutzung möglicher Förderzugänge mit der Umsetzung der dargestellten Maßnahmen beauf-
tragt. Das Leitkonzept wurde von der Interministeriellen Arbeitsgruppe (IntermAG) am 04.11.2016 
anerkannt. Auf Basis der Anerkennung und des Ratsbeschlusses vom 20.12.2016 (Vorlag-Nr. 
2899/2016) können Fördermittel des ESF und EFRE beantragt werden. 
Parallel dazu möchte die Verwaltung weitere Fördermittel für die Finanzierung der Maßnahmen ein-
werben. Zentral ist dabei das Programm „Soziale Stadt“. Im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ 
können über Städtebaufördermittel investive Maßnahmen gefördert werden. Aufgrund der Anforde-
rungen der Städtebauförderung ist die Erarbeitung eines separaten sozialraumbezogenen IHKs, das 
die Gegebenheiten des Raumes nach unterschiedlichen Kriterien betrachtet, Stärken und Schwächen 
herausarbeitet und daraus Handlungsempfehlungen in Form von Maßnahmen ableitet, erforderlich. 
Im Ergebnis bedeutet diese Voraussetzung für die Beantragung von Städtebaufördermitteln, dass 
zusätzlich zu dem raumübergreifenden Leitkonzept insgesamt zehn separate sozialraumbezogene 
IHKs erarbeitet werden. Aufgrund des erforderlichen Bearbeitungsaufwandes sieht die Verwaltung 
entsprechend des Ratsbeschlusses vom 20.12.2016 (Vorlag-Nr. 2899/2016) ein gestaffeltes Verfah-
ren vor.   
Für die Sozialräume 
 „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 „Buchheim und Buchforst“ sowie „Mülheim-Nord und Keupstraße“ als Fortschreibung des 
Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 
 „Meschenich und Rondorf“ 
wurden die IHKs fertiggestellt, beim Land zur Anerkennung eingereicht und werden dem Rat hiermit 
                                                 
1 Aufgrund besonderer Fördervoraussetzungen wurden gemäß der Vorgabe des Landes die Sozialräume 
„Buchheim und Buchforst“ sowie „Mülheim-Nord und Keupstraße“ zu einem Handlungsraum zusammengefasst. 
Er kann so als Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020, das die Stadt Köln von 2009 bis 
2014 umgesetzt hat, weiter gefördert werden. 
2 Siehe Fußnote 1

5 
 
zur Beschlussfassung vorgelegt. Die IHKs wurden in einem dynamischen Prozess erarbeitet. Teilwei-
se haben sich die beschriebenen Angebotsstrukturen im Rahmen der Erarbeitungsphase verändert. 
Die IHKs bilden den Stand im Juni 2016 ab. 
Für die Erarbeitung der weiteren IHKs ist ein gestuftes Verfahren vorgesehen:  
 derzeit erfolgt die Bearbeitung der IHKs für die Sozialräume „Humboldt / Gremberg und Kalk“ 
sowie „Bickendorf, Westend und Ossendorf“. 
 bis Herbst 2017 ist die Erarbeitung der IHKs für die Sozialräume „Bilderstöckchen“ sowie „Hö-
henberg und Vingst“ vorgesehen. 
 bis Ende 2017 ist die Erarbeitung der IHKs für die Sozialräume „Ostheim und Neubrück“, 
„Bocklemünd / Mengenich“ sowie „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ vorgese-
hen.  
 
2. Einordnung des IHKs für die Sozialräume „Buchheim und Buchforst“ sowie „Mülheim-
Nord und Keupstraße“ als Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 
Mit dem Programm MÜLHEIM 2020 hat die Stadt Köln zwischen 2009 und 2014 einen neuen struk-
turverändernden Weg beschritten. Das Gesamtziel von MÜLHEIM 2020 lag in der Entwicklung einer 
besseren sozialen und wirtschaftlichen Zukunftsperspektive für die Bewohnerinnen und Bewohner der 
drei Stadtteile Buchheim, Buchforst und Mülheim und führte zu der bewussten Entscheidung Kölns für 
ein gezieltes integriertes Wirken in den Handlungsfeldern Lokale Ökonomie, Bildung und Städtebau. 
Flankiert wurden die einzelnen Maßnahmen durch das programmübergreifende Controlling und die 
breit angelegte Öffentlichkeitsarbeit, die einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg des Programms ge-
leistet haben.  
Trotz der guten und messbaren Erfolge, die das Strukturförderprogramm MÜLHEIM 2020 erreicht hat, 
bestehen in Teilräumen nach wie vor soziale Herausforderungen und Bedarfe, die ein städtisches 
Handeln erfordern.  
Mit dem vorliegenden IHK für die Sozialräume „Buchheim und Buchforst“ sowie „Mülheim-Nord und 
Keupstraße“ möchte die Stadt Köln die Chancen der neuen EU-Förderperiode nutzen. Es bildet einen 
Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“, das insgesamt elf Sozialräume umfasst. 
Ziel des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ ist es, verbesserte Lebensbedingungen für die 
Menschen in allen Sozialräumen zu schaffen und auf den Arbeiten des Programms „Lebenswerte 
Veedel– Sozialraum- und Bürgerorientierung“ aufzubauen, das bereits seit 2006 in den elf Sozialräu-
men umgesetzt wird. Seitdem wurden zahlreiche Vorhaben angestoßen oder realisiert. Die Sozial-
raumkoordinatorinnen und -koordinatoren sind für die Menschen in den Veedeln mittlerweile zu festen 
Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern geworden.  
Das IHK für die Sozialräume „Buchheim und Buchforst“ sowie „Mülheim-Nord und Keupstraße“ als 
Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 umfasst eine detaillierte Betrachtung 
der Sozialräume und geht unter Berücksichtigung der Ergebnisse des Vorläuferprogramms auf die 
spezifischen Anforderungen ein. Es bildet daher auf Basis des Leitkonzeptes „Starke Veedel – Star-
kes Köln“ ein für sich stehendes Konzept. Ziel des IHKs ist es, die Sozialräume „Buchheim und Buch-
forst“ sowie „Mülheim-Nord und Keupstraße“ zu stärken, die Armut zu bekämpfen, den sozialen Zu-
sammenhalt auszubauen, Präventionsansätze zu systematisieren und die Lebenssituation der in die-
sen Quartieren lebenden Menschen nachhaltig zu verbessern. Erwartet werden auch positive Effekte 
auf die gesamtstädtische Entwicklung und den sozialen Zusammenhalt in der Gesamtstadt. Dabei 
beinhaltet das IHK auch das Ziel, strukturelle Verbesserungen bei der Entwicklung und Umsetzung 
integrierter Quartiersentwicklung als Strategie der Stadtentwicklung zu erreichen. Dazu gehört die 
stärkere Entwicklung sozialraumorientierten Denkens in der Verwaltung ebenso, wie die abgestimmte 
Zusammenarbeit zwischen den in den Quartieren aktiven Akteuren einerseits und die Abstimmung 
ihres Handels mit den Dienststellen der Stadt andererseits. Gleichzeitig wird die Bewohnerschaft von 
allen an der Programmumsetzung Beteiligten aktiv eingebunden.

6 
 
Das IHK für die Sozialräume „Buchheim und Buchforst“ sowie „Mülheim-Nord und Keupstraße“ grei-
fen die Gliederung des Leitkonzepts auf.  
Darauf aufbauend wurden 22 Maßnahmen von den städtischen Fachämtern, den Bürgerämtern und 
weiteren Akteuren, u.a. der Sozialraumkoordination erarbeitet und sind zur Umsetzung vorgesehen. 
 
3. Finanzen 
Der Rat hat die Anerkennung des Bedarfs für die im IHK „Starke Veedel – Starkes Köln: mitwirken, 
zusammenhalten, Zukunft gestalten“ aufgeführten Einzelmaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 
rd. 77,3 Mio. € -vorbehaltlich der avisierten Förderzugänge- in seiner Sitzung am 20.12.2016 be-
schlossen (Session-Nr. 2899/2016). 
Die erforderliche Veranschlagung des ergebniswirksamen Aufwandes und der investiven Zahlungs-
ermächtigungen bis 2020 in Höhe von 51,4 Mio. € sind im Hpl. 2016/2017 inkl. mittelfristigen Finanz-
planung bis 2020 berücksichtigt. Der darüber hinausgehende Bedarf für die Jahre 2021 und 2022 in 
Höhe von 25,9 Mio. € ist bereits nachrichtlich aufgeführt und wird in den zukünftigen Haushalts-
planaufstellungen berücksichtigt.  
Für 2021ff sind nach derzeitigem Planungsstand im Rahmen der Hpl.-Anmeldungen zum Hpl. 2018 
inkl. Finanzplanung 0,6 Mio. € von den nachrichtlich bereits aufgeführten 25,9 Mio. € anzumelden. 
Eine Aufteilung nach konsumtiven oder investiven Inhalten ist derzeit noch nicht abschließend mög-
lich. 
Die erforderlichen Haushaltsermächtigungen dienen sowohl der Vorfinanzierung der Maßnahmen als 
auch der Sicherstellung der Finanzierung des städtischen Eigenanteils. Über die Höhe der zu erwar-
tenden Fördermittel kann derzeit noch keine qualifizierte Aussage getätigt werden. Die Förderquote 
des EFRE liegt bei maximal 50 % der Projektkosten. Der ESF fördert bis maximal 90 % der projekt-
bezogenen Personalkosten einschließlich der Arbeitsplatzkosten auf Grundlage von Pauschalen, je-
doch keine projektbezogenen Sachkosten. Maßnahmen, die über die Städtebauförderung finanziert 
werden, weisen derzeit eine Förderquote von 70 %3 auf. Durch die Kofinanzierung der Städtebauför-
derung mit anderen Fördertöpfen, die -sofern die Voraussetzungen vorliegen- beantragt werden soll, 
kann z.B. für einzelne  EFRE-kofinanzierte Maßnahmen eine Förderquote von bis zu 85 % erreicht 
werden. 
Für die Sozialräume „Buchheim und Buchforst“ sowie „Mülheim-Nord und Keupstraße“ sollen aus 
dem o. g. Ansatz insgesamt 9,2 Mio. € zur Umsetzung der Einzelmaßnahmen verwandt werden. 
Die Finanzierung der Maßnahmen erfolgt aus Teilergebnisplan, bzw. Teilfinanzplan 0902, Stadtent-
wicklung. Die im Hpl. 2016/2017 inklusive mittelfristiger Finanzplanung bis 2020 für das Projekt „Star-
ke Veedel – Starkes Köln“ veranschlagten konsumtiven Aufwandsermächtigungen und investiven 
Zahlungsermächtigungen decken die kalkulierten Gesamtkosten des Teilprojektes ab. Jenseits der im 
Haushalt bereitgestellten Mittel, stehen über die Projektkoordination hinaus keine Personalressourcen 
zu Verfügung. Eine Aufteilung nach konsumtiven oder investiven Inhalten ist derzeit noch nicht ab-
schließend möglich. Aufgrund des Planungsfortschrittes kann derzeit davon ausgegangen werden, 
dass es noch Verschiebungen von den ergebniswirksamen Aufwendungen zu den investiven Auszah-
lungen geben wird. 
Die Mittel aus den Förderprogrammen der EU, dem ESF und dem EFRE, sind fristgebunden, Bewilli-
gungen sind nur bis zum Jahr 2020 möglich. Der integrierte Ansatz des Leitkonzeptes bedingt die 
Realisierung einer Vielzahl vernetzt wirkender Maßnahmen. Mit einer weiteren Verzögerung der Um-
setzung sind die Gewährung von Fördermitteln und damit die Umsetzung des IHKs gefährdet. 
 
Anlagen 
                                                 
3 Die Förderquote der Städtebauförderung wird jährlich für die Kommunen durch das Land festgelegt. Maßgeb-
lich ist die Förderquote, die bei der Beantragung der Fördermittel Gültigkeit hat.

Beratungsverlauf (1)

29.05.2017 Bezirksvertretung 9 (Mülheim)
TOP 9.1.8 Genehmigung (DE/EilE) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

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Details

Aktenzeichen
1381/2017
Typ
Dringlichkeitsvorlage Bezirksvertretung
Datum
17.05.2017
Erstellt
03.08.2017 00:27