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1939/2017

Beschlussvorlage "Förderung der Gemeinwesenarbeit in Quartieren mit besonderem Handlungsbedarf" (Vorlagen-Nr. 3869/2016)

Beantwortung einer mündl. Anfrage (BV) 21.06.2017

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 8 (Kalk), Sitzung am 22.06.2017, TOP 9.1.7

Beantwortung e. mündl. Anfrage (BV)

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Beantwortung e. mündl. Anfrage (BV)

3761 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
V/50/502 
 
Vorlagen-Nummer 
 1939/2017 
Beantwortung einer mündlichen Anfrage aus einer früheren Sitzung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 8 (Kalk) 22.06.2017 
 
Beschlussvorlage "Förderung der Gemeinwesenarbeit in Quartieren mit besonderem 
Handlungsbedarf" (Vorlagen-Nr. 3869/2016) 
 
Frage 1: 
Warum werden die Bezirksvertretungen und die Bevölkerung bzw. die Akteure vor Ort hier 
nicht in die Beratung einbezogen? 
 
Antwort der Verwaltung: 
 
In der Sitzung am 15.01.2015 hat der Ausschuss für Soziales und Senioren beschlossen, die Verwal-
tung zu beauftragen, zusammen mit den Trägern der Gemeinwesenarbeit und der Liga der freien 
Wohlfahrtsverbände das bisherige Konzept der kommunalen Förderung von Gemeinwesenarbeit zu 
überprüfen und ggf. einen Vorschlag für ein neues Konzept zum bedarfsorientierten Einsatz der Mittel 
auf der Grundlage einer Quartiersanalyse zu entwickeln. 
 
Diesem Auftrag ist die Sozialverwaltung gefolgt und hat das Konzept in einem abgestimmten Prozess 
mit den beteiligten Trägern (Veedel e.V., Holweider Selbsthilfe e.V., Christliche Sozialhilfe Köln e.V. 
und Buchheimer Selbsthilfe e.V.) und den Spitzenverbänden (Arbeiterwohlfahrt, Diakonisches Werk 
Köln und Region, Paritätischer Wohlfahrtsverband) weiterentwickelt. Insofern hat eine Einbeziehung 
der örtlichen Akteure stattgefunden, die durch die Vereine der Gemeinwesenarbeit repräsentiert wur-
den.  
 
Kernpunkt des neuen Konzeptes ist die auf vier Jahre befristete Quartierszuweisung an die Träger 
der Gemeinwesenarbeit.  
 
In der Sitzung am 09.06.2016 hat der Ausschuss für Soziales und Senioren das von der Verwaltung, 
der Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege und den Trägern der Ge-
meinwesenarbeit entwickelte und vorgelegte Konzept „Aktivierung und Beteiligung im Quartier – Kon-
zept zur Förderung der Gemeinwesenarbeit in Quartieren mit besonderem Handlungsbedarf“ zustim-
mend zur Kenntnis genommen. Er hat weiterhin die Verwaltung beauftragt, die Förderung der Ge-
meinwesenarbeit ab dem 01.01.2017 auf der Basis des entwickelten Konzeptes fortzuführen.  
 
Eine Einbeziehung der Bezirksvertretungen erfolgte aufgrund des gesamtstädtischen Charakters der 
Reform nicht. In Zukunft wird die Verwaltung bei bezirksrelevanten Änderungen der Fördergebiete die 
betroffenen Bezirksvertretungen beteiligen. 
 
Frage 2: 
Wie ist man zu der Entscheidung gelangt, die Gemeinwesenarbeit im Bezirk so umzustruktu-
rieren und wie erfolgte die Auswahl der zu beauftragenden Vereine? 
 
Antwort der Verwaltung:

2 
 
Die Aufgabe der kommunal geförderte Gemeinwesenarbeit wird nicht nur im Stadtbezirk Kalk wahr-
genommen.  
Es bestand Einvernehmen zwischen Verwaltung, Politik und Spitzenverbänden der freien Wohlfahrts-
pflege, dass die bis dahin geltende Fördersystematik aus gesamtstädtischer Perspektive fortentwi-
ckelt und in ein Konzept eingebettet werden sollte. 
 
Die Fördergebiete der Gemeinwesenarbeit hat die Verwaltung auf der Basis einer gesamtstädtischen 
Stadtviertelanalyse ermittelt. In einem Ranking wurden die Stadtviertel mit der höchsten Quote des 
Bezuges von SGB II – Leistungen ausgewiesen. Darüber hinaus wurde die sozialräumliche Verteilung 
von Wohnungen, die dem Belegungsrechtsvertrag zwischen Stadt Köln und GAG unterliegen, ge-
wichtet. Abschließend wurde die bereits bestehende soziale Infrastrukturausstattung in den Quartie-
ren berücksichtigt. Als Ergebnis wurden neben den geförderten Quartieren drei weitere Bedarfsgebie-
te in Neu – Bocklemünd, Westend und Kalk – Nord identifiziert.  
 
Die Auswahl der zu beauftragenden Vereine erfolgte auf Grundlage des Konzeptes und in Abstim-
mung mit der Liga der Wohlfahrtspflege.

Beratungsverlauf (1)

22.06.2017 Bezirksvertretung 8 (Kalk)
TOP 9.1.7 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1939/2017
Typ
Beantwortung einer mündl. Anfrage (BV)
Datum
21.06.2017
Erstellt
03.08.2017 00:27