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AN/0147/2017

Migrationsmuseum für Köln

GUT Anfrage nach § 4 26.01.2017

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GUT Anfrage nach § 4

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6852 Zeichen

Pressemitteilung 14.11.2016 
Historische Chance nicht vergeben! 
Wir fordern e in deutsches Migrationsmuseum als eigenständiges Haus an einem zentralen Ort und 
getragen von vielen Akteuren 
Am Freitag erreichte uns die Meldung 
Bremerhaven 6 Mio. Euro zum Aufbau eines nationalen Migrationsmuseums vorgesehen sind 
des Bremer Senators für Wirtschaft, Arbeit und Häfen vom 11.11.2016) 
Diese Entscheidung löste Befremden 
Debatte bzw. ohne die Beteiligung entscheidender Akteure zustande kam. Auch DOMiD 
und wissenschaftlichen Kreisen sowie bei Migrantens elbstorganisationen anerkannteste 
sem Bereich, wurde nicht in die Entscheidungsfindung einbezogen oder wenigstens infor 
DOMiD wurde 1990 als Selbstorganisation von Migrant 
für ein Migrationsmuseum einsetzt. Der Verein 
schichte der Migration. Die Mitglieder und Mitarbeiter kommen aus diversen Communities und bilden die Mi
rationsgesellschaft ab. Der Verein ist mit 
Als Kompetenzzentrum zur historischen Migrationsfors chung 
(2015 im Bundeskanzleramt) ist der Verein seit Jahren etabliert. 
besetzten Beirat, dem u. a. Prof. Yasemi
Pries, Dr. Mark Terkessidis und Dr. Heribert Prantl 
rationsmuseum weit vorangeschritten: Mit Unterstütz ung der Schirmherrin Prof. 
durch Stiftungsgelder und öffentliche Mittel
gen klärt, ein Konzept erarbeitet und Umsetzungsideen konkretisiert (s. 
deskanzleramt und beim Bürgerfest des Bundespräs 
Das Thema Migration ist zentral für unser zukünftig es Zusammenleben und bedarf daher eines eigenständi gen 
Hauses, nicht eines An- oder Umbaus. 
ein „nationales“ Migrationsmuseum nur funktionieren, wenn 
mitkonzipiert und getragen wird , d.h. in diesem Fall besonders 
muss eine qualitativ hochwertig e gewachsene Sammlung sein. Als Standort bieten sich auch aufgrund der Sy 
bolkraft – vergleichbare Häuser stehen in Paris, New York oder Melbourne 
stadt mit entsprechendem Einzugsbereich an, in der sich Migrationsprozesse 
für das Zusammenleben in der Gesellschaft setzen, m uss sein Ausgangspunkt zudem die Gegenwart und nich t 
die Vergangenheit sein. 
Mehr über die konzeptionellen Überlegungen und erst e Skizzen zu einem solchen Haus sind in 
enthalten ( http://www.domid.org/sites/default/files/broschuere_migrationsmuseum.pdf 
steht Ihnen in unserer Geschäftsstelle Arnd Kolb und Dr. Robert Fuchs gerne zur 
Der DOMiD-Vorstand: Tevfik Aslan ,
Ahmet Sezer, Fatma Uzun 
Historische Chance nicht vergeben!  
in deutsches Migrationsmuseum als eigenständiges Haus an einem zentralen Ort und 
Am Freitag erreichte uns die Meldung , dass im Bundeshaushalt 2017 für das Deuts che Auswandererhaus in 
Bremerhaven 6 Mio. Euro zum Aufbau eines nationalen Migrationsmuseums vorgesehen sind 
des Bremer Senators für Wirtschaft, Arbeit und Häfen vom 11.11.2016) . 
Befremden aus, weil diese Zuwendung für Bremerhaven scheinbar 
Debatte bzw. ohne die Beteiligung entscheidender Akteure zustande kam. Auch DOMiD ,
und wissenschaftlichen Kreisen sowie bei Migrantens elbstorganisationen anerkannteste 
sem Bereich, wurde nicht in die Entscheidungsfindung einbezogen oder wenigstens infor 
Selbstorganisation von Migrant en gegründet und ist der erste Akteur, der sich sei
für ein Migrationsmuseum einsetzt. Der Verein verfügt über eine bundesweit einzigartige Sammlung zur G 
Die Mitglieder und Mitarbeiter kommen aus diversen Communities und bilden die Mi
Der Verein ist mit entsprechend migrantischen Organisationen und Verbänden ve 
ls Kompetenzzentrum zur historischen Migrationsfors chung und in der musealen Darstellung 
ist der Verein seit Jahren etabliert. Unterstützt wird er  
Yasemin Karakaşoğlu, Prof. Jochen Oltmer, Prof. Claus Leggewie, Prof. Ludger 
Heribert Prantl angehören. Zudem sind DOMiDs Pläne für ein zentrales Mi
rationsmuseum weit vorangeschritten: Mit Unterstütz ung der Schirmherrin Prof.  Rita Süssmuth 
durch Stiftungsgelder und öffentliche Mittel wurde eine Machbarkeitsstudie erstellt, die die Rah menbedingu 
und Umsetzungsideen konkretisiert (s. Link ). Ersten Einblicke wurden im Bu 
eramt und beim Bürgerfest des Bundespräs identen präsentiert. 
Das Thema Migration ist zentral für unser zukünftig es Zusammenleben und bedarf daher eines eigenständi gen 
oder Umbaus. Wir fordern die Errichtung eines solchen Hauses. 
Migrationsmuseum nur funktionieren, wenn  es von allen M enschen, die 
, d.h. in diesem Fall besonders auch den Migranten . Die Grundlage 
e gewachsene Sammlung sein. Als Standort bieten sich auch aufgrund der Sy 
vergleichbare Häuser stehen in Paris, New York oder Melbourne – eine von Migration geprägte Gro 
stadt mit entsprechendem Einzugsbereich an, in der sich Migrationsprozesse verdichten. Will das Haus Impulse 
für das Zusammenleben in der Gesellschaft setzen, m uss sein Ausgangspunkt zudem die Gegenwart und nich t 
Mehr über die konzeptionellen Überlegungen und erst e Skizzen zu einem solchen Haus sind in 
http://www.domid.org/sites/default/files/broschuere_migrationsmuseum.pdf 
steht Ihnen in unserer Geschäftsstelle Arnd Kolb und Dr. Robert Fuchs gerne zur Verfügung 
, Norbert Brünen, Jens Grimmelijkhuizen, Dr. Ali- Kemal Gün, Klaus Köster, 
 
 
in deutsches Migrationsmuseum als eigenständiges Haus an einem zentralen Ort und 
che Auswandererhaus in 
Bremerhaven 6 Mio. Euro zum Aufbau eines nationalen Migrationsmuseums vorgesehen sind  (Pressemitteilung 
scheinbar ohne öffentliche 
, eine der in politischen 
und wissenschaftlichen Kreisen sowie bei Migrantens elbstorganisationen anerkannteste n Institutionen in die- 
sem Bereich, wurde nicht in die Entscheidungsfindung einbezogen oder wenigstens infor miert. 
und ist der erste Akteur, der sich sei tdem 
ber eine bundesweit einzigartige Sammlung zur G e- 
Die Mitglieder und Mitarbeiter kommen aus diversen Communities und bilden die Mig- 
migrantischen Organisationen und Verbänden ve rnetzt. 
in der musealen Darstellung  von Migration 
 von einem hochrangig 
, Prof. Jochen Oltmer, Prof. Claus Leggewie, Prof. Ludger 
Zudem sind DOMiDs Pläne für ein zentrales Mig- 
Rita Süssmuth und finanziert 
wurde eine Machbarkeitsstudie erstellt, die die Rah menbedingu n- 
). Ersten Einblicke wurden im Bu n- 
Das Thema Migration ist zentral für unser zukünftig es Zusammenleben und bedarf daher eines eigenständi gen 
Wir fordern die Errichtung eines solchen Hauses. Aus unserer Sicht kann 
enschen, die  es betrifft 
. Die Grundlage des Hauses 
e gewachsene Sammlung sein. Als Standort bieten sich auch aufgrund der Sy m- 
eine von Migration geprägte Gro ß- 
verdichten. Will das Haus Impulse 
für das Zusammenleben in der Gesellschaft setzen, m uss sein Ausgangspunkt zudem die Gegenwart und nich t 
Mehr über die konzeptionellen Überlegungen und erst e Skizzen zu einem solchen Haus sind in einer Broschüre 
http://www.domid.org/sites/default/files/broschuere_migrationsmuseum.pdf ). Für Rückfragen 
gung . 
Kemal Gün, Klaus Köster,

GUT Anfrage nach § 4

3278 Zeichen

Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 26.01.2017 
AN/0147/2017 
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Ausschuss Kunst und Kultur 31.01.2017 
 
Migrationsmuseum für Köln 
 
Sehr geehrte Frau Dr. Bürgermeister,  
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
 
unsere Ratsgruppe GUT bittet Sie, folgende Anfrage in die Tagesordnung des Ausschusses Kunst und Kultur am 
31.01.2017 aufzunehmen. 
 
Der Verein DOMiD e.V.  dokumentiert seit 1990 die Geschichte der Migrationskultur, und hat in dieser Zeit eine ein-
zigartige Sammlung von rund 100.000 Objekten zusammengetragen. Darüber hinaus erforscht DOMiD Migrationsge-
schichte und präsentiert bereits heute Ausstellungen zum Thema. 
 
Ein Vereinsziel ist es, diese wichtige Arbeit in einem eigenen Museum am Standort Köln zu präsentieren. Dieses Ziel 
unterstützen, unter anderen, zahlreiche Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Wissenschaft, an dieser Stelle sei 
hier nur die Schirmherrin Frau Professorin Rita Süssmuth erwähnt. 
 
Die Entscheidung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages vom 10.11.2016 Fördermittel in Höhe von 6 
Millionen Euro an das Deutsche Auswandererhaus nach Bremerhaven zu vergeben, stieß bei DOMiD verständlicher-
weise auf Verwunderung. 
 
Unsere Ratsgruppe GUT will die Pläne für ein Kölner Museum zur Migrationsgeschichte von DOMiD weiter unterstüt-
zen, und möchte die Verwaltung daher fragen, welche Perspektiven sie für ein solches Museum in Köln sieht. Und 
warum die Unterstützung durch die Bundesebene an Köln vorbeizugehen scheint. 
 
 
 
An die Vorsitzende des Ausschusses  
Kunst und Kultur  
Frau Dr. Eva Bürgermeister 
 
Frau Oberbürgermeisterin  
Henriette Reker 
 
 
 
Tobias Scholz, MdR 
Thor Zimmermann, MdR  
Zi. 231 – Spanischer Bau 
Rathausplatz 1, 50667 Köln 
 
Tel.: 0221/221-22176 
ratsgruppe@dieguten.koeln 
www.dieguten.koeln

- 2 - 
 
Unsere Fragen: 
 
1. Welche Anstrengungen unternahm die Stadt Köln vor der Entscheidung die Bundeszuschüsse nach Bremer-
haven zu geben, diese Zuschüsse nach Köln zu holen? 
 
2. Wurde die Stadt Köln in die Entscheidung über die Vergabe der Bundesmittel eingebunden, wurde sie über 
die Entscheidung informiert, wie erhielt sie die Information? 
 
3. Frau Reker äußerte sich gegenüber der Presse positiv über ein Kölner Migrationsmuseum. Wie kann die Un-
terstützung der Stadt Köln für dieses Projekt in Zukunft aussehen? 
 
4. Welche Chancen sieht die Stadt Köln Landes-, Bundes- oder EU-Mittel für ein Kölner Migrationsmuseum ein-
zuwerben, welche Bemühungen unternimmt sie in dieser Richtung? 
 
 
Bitte geben Sie Ihre Antwort als Mitteilung in den Ausschuss Kunst und Kultur, sowie den Integrationsrat, damit die-
se das Thema bei Bedarf diskutieren können. 
 
Gez. Thor Zimmermann 
 
Siehe auch: 
 
Pressemitteilung von DOMiD November 2016  
http://www.domid.org/sites/default/files/pressemitteilung_domid_161114.pdf 
 
 
Mitteilung der Senatspressestelle Bremen 
http://senatspressestelle.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen146.c.186158.de&asl=bremen146.c.25714.de 
 
Aktueller Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers vom 25.1.2017 
http://www.ksta.de/koeln/migrationsmuseum-koeln-koennte-ein-museum-auf-einer-neuen-rheinbruecke-
bekommen-25608808 
 
Anlage Pressemitteilung DOMiD

Beratungsverlauf (1)

31.01.2017 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 5.1 Antrag / Anfrage
Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0147/2017
Typ
GUT Anfrage nach § 4
Datum
26.01.2017
Erstellt
03.08.2017 00:27