4247/2016
Grüne Infrastruktur Köln
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Beschlussvorlage Rat
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/67/671 Vorlagen-Nummer 4247/2016 Freigabedatum 05.01.2017 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Grüne Infrastruktur Köln Integriertes Handlungskonzept "Vielfalt vernetzen" Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: 1. Der Rat beschließt das Integrierte Handlungskonzept (IHK) Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt ver- netzen“ und nimmt zur Kenntnis, dass die Verwaltung das IHK zum 01.12.2016 beim Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein- Westfalen eingereicht hat. 2. Über die Realisierung einzelner Maßnahmen sind nach Genehmigung des IHK und nach Maßgabe des jeweiligen Haushaltsplans Förderanträge zu stellen, dem jeweils ein Beschluss der zuständigen politischen Gremien vorausgeht. 3. Der Rat nimmt das von der Kölner Grün Stiftung erarbeitete Integrierte Handlungskonzept Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ im Wert von 40.000 € als Schenkung an. Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 23.01.2017 Bezirksvertretung 8 (Kalk) 02.02.2017 Ausschuss für Umwelt und Grün 02.02.2017 Stadtentwicklungsausschuss 09.02.2017 Rat 14.02.2017 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Begründung Der Aufruf Grüne Infrastruktur NRW erfolgte am 18.08.2016 durch das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen. Auf Grundlage des Ratsbeschlusses vom 22.09.2016 (Vorlagennummer 2559/2016) hat das Büro WGF Landschaft Landschaftsarchitekten GmbH Nürnberg (Herrn Prof. Gerd Aufmkolk) in enger Zu- sammenarbeit mit den einzelnen Fachdienststellen der Stadt Köln das nun vorliegende Integrierte Handlungskonzept Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ erarbeitet (Anlage 1). Die Kölner Grün Stiftung hat die Erarbeitung des IHK durch Übernahme der Finanzierung in Höhe von 40.000 € unterstützt. Die Einreichungsfristen für das IHK waren bzw. sind der 01.12.2016 sowie der 01.06.2017. Die Ver- waltung hat den ersten Termin angestrebt, um die Projekte in dem vorgegebenen Zeitraum bis 2020 (23) abwickeln zu können. Innerhalb von 6 Monaten nach Genehmigung des IHK ist für ein erstes Projekt ein Förderantrag zu stellen. Über eine mögliche Förderung entscheidet ein Auswahlgremium auf Ebene der Landes- und Bezirksregierung. Grundlage für die Bewerbung von Kommunen ist ein Integriertes Handlungskonzept. Dieses Handlungskonzept beruht auf der ganzheitlichen Betrachtung eines städtischen Teilraumes. Neben einer Bestandsaufnahme enthält das Konzept die Beschreibung einer Gesamtstrategie und beschreibt wesentliche Handlungsfelder, die geeignet sind, die Gebietsen- twicklung positiv zu beeinflussen. Das Programmgebiet des IHK Grüne Infrastruktur Köln wurde auf der Grundlage vorliegender Kon- zepte abgegrenzt. Mit dem IHK „Starke Veedel – Starkes Köln“ und dem „Grüngürtel Impuls Köln“ (Vorlagennummer 4300/2012) liegen zwei Konzepte vor, die sich räumlich und inhaltlich ergänzen und einen deutlichen Handlungsbedarf sowohl in sozialer / städtebaulicher als auch in freiraumplane- rischer Sicht darlegen. Die Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der lokalen Akteure erfolgt auf der Ebene der weiteren Projek- tabwicklung im Rahmen der Planung. Im Haushaltsplan 2016/2017 und in der mittelfristigen Finanzplanung sind unter dem Haushaltstitel „EFRE Rechtsrheinische Freiraumvernetzung“ Finanzmittel eingestellt. Der ausgewiesene städtische Eigenanteil in Höhe von 20 % steht unter dem Vorbehalt der Sicherstellung der komplementären För- dermittel in Höhe von 80 %. Anlage
Anlage - Integriertes Handlungskonzept
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Grüne Infrastruktur Köln Integriertes Handlungskonzept „Vielfalt vernetzen“ Bewerbung zur Teilnahme am Aufruf des Landes Nordrhein-Westfalen IMPRESSUM Grüne Infrastruktur Köln Integriertes Handlungskonzept „Vielfalt vernetzen“ Bewerbung zur Teilnahme am Aufruf des Landes Nordrhein-Westfalen Vorgelegt von der Stadt Köln, Amt für Landschaftspflege und Grünflächen Stadt Köln – Die Oberbürgermeisterin Amt für Landschaftspflege und Grünflächen | Willy-Brandt-Platz 2 | 50679 Köln I Dr. Joachim Bauer | Tel: 0221/221-26036 | joachim.bauer@stadt-koeln.de Im Auftrag erstellt durch: WGF Landschaft GmbH Manfred Hupfer Vordere Cramergasse 11 90478 Nürnberg November 2016 Gefördert mit Mitteln der Kölner Grün Stiftung IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | I INHALTSVERZEICHNIS 1 VORBEMERKUNGEN ................................ ................................ ............................. 1 2 Grüne Infrastruktur Nordrhein-Westfalen (NRW) ................................ ...................... 2 3 VORERFAHRUNGEN ................................ ................................ .............................. 4 3.1 Grüngürtel Impuls Köln................................ ................................ ............................. 4 3.2 IHK „Starke Veedel – Starkes Köln: Mitwirken, zusammenhalten, Zukunft gestalten“ ................................ ................................ ................................ ................. 5 3.3 RegioGrün ................................ ................................ ................................ .............. 14 3.4 Für die Vielfalt in der Natur. Die Biodiversitätsstrategie des Landes Nordrhein - Westfalen ................................ ................................ ................................ ............... 15 3.5 Deklaration „Biologische Vielfalt in Kommunen“ ................................ ..................... 17 3.6 Präventionsstrategie des Landes NRW und OP EFRE NRW ................................ . 18 3.7 Klimaschutzplan Nordrhein-Westfalen ................................ ................................ .... 19 3.8 Klimawandelgerechte Metropole Köln ................................ ................................ .... 19 4 Das Programmgebiet ................................ ................................ ............................. 22 4.1 Der Kölner Grüngürtel ................................ ................................ ............................ 22 4.2 Abgrenzung des Programmgebiets Grüne Infrastruktur zum IHK „Starke Veedel – Starkes Köln: Mitwirken, zusammenhalten, Zukunft gestalten“ ............................... 23 5 Der Raum und seine Stärken ................................ ................................ ................. 26 5.1 Ökologische und klimatische Situation ................................ ................................ ... 26 5.1.1 Grün-, Frei-, Wasserflächen, Wälder ............................................................................... 26 5.1.2 Landschaftsschutzgebiete ................................................................................................. 27 5.1.3 Geschützte Landschaftsbestandteile ............................................................................... 29 5.1.4 Biologische Vielfalt .............................................................................................................. 30 5.1.5 Klimafunktion ....................................................................................................................... 31 5.1.6 Grün- und Freiraumkorridore, Biotopverbund ................................................................. 31 5.2 Soziale und demographische Situation ................................ ................................ .. 34 5.3 Wirtschaftliche Situation ................................ ................................ ......................... 35 5.4 Gesamtstädtischer Kontext ................................ ................................ .................... 35 5.5 Leistungen des Programmgebietes im Bezug zu Grüner Infrastruktur .................... 35 6 SWOT-Analyse ................................ ................................ ................................ ...... 36 6.1 Ökologische und klimatische Situation ................................ ................................ ... 37 6.1.1 Grün-, Frei-, Wasserflächen, Wälder ............................................................................... 37 6.1.2 Landschaftsschutzgebiete / Landschaftsbestandteile ................................................... 38 IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | II 6.1.3 Biologische Vielfalt .............................................................................................................. 38 6.1.4 Klimafunktion ....................................................................................................................... 39 6.1.5 Grün- und Freiraumkorridore ............................................................................................. 39 6.2 Soziale und demographische Situation ................................ ................................ .. 40 6.2.1 Spiel- und Sportplätze ........................................................................................................ 40 6.2.2 Außerschulische Umweltbildungsangebote im Gebiet .................................................. 40 6.2.3 Fuß- und Radwege ............................................................................................................. 41 6.3 Wirtschaft ................................ ................................ ................................ ............... 41 7 Entwicklungsstrategie ................................ ................................ ............................ 42 7.1 Handlungsfelder der Entwicklungsstrategie: ................................ ........................... 43 7.1.1 Handlungsfeld „Grün entwickeln“ ..................................................................................... 43 7.1.2 Handlungsfeld „Grün schützen“ ........................................................................................ 44 7.1.3 Handlungsfeld „Grün erleben“ ........................................................................................... 45 7.1.4 Handlungsfeld „Grün nutzen“ ............................................................................................ 45 7.2 Priorisierung der Handlungsfelder ................................ ................................ .......... 47 8 Projekte ................................ ................................ ................................ .................. 48 8.1 Projekträume ................................ ................................ ................................ .......... 48 8.1.1 Projektraum Gremberger Wäldchen ................................................................................ 48 8.1.2 Projektraum Flehbachaue .................................................................................................. 48 8.1.3 Projektraum Grün vernetzen – Grün entwickeln ............................................................ 48 8.1.4 Projektraum „WaldParkour“ ............................................................................................... 49 8.2 Einzelprojekte ................................ ................................ ................................ ........ 51 8.2.1 Gartenlabor .......................................................................................................................... 51 8.2.2 Klimaleistungen des Grüngürtels ...................................................................................... 51 8.2.3 Holzhof .................................................................................................................................. 51 8.3 Projekte und Handlungsfelder ................................ ................................ ................ 52 8.4 Priorisierung der Projekte ................................ ................................ ....................... 52 8.5 Projektsteckbriefe ................................ ................................ ................................ ... 53 8.5.1 Gremberger Wäldchen – Neue Wege ............................................................................. 54 8.5.2 Flehbachaue – Wieder Moor ............................................................................................. 60 8.5.3 Gartenlabor .......................................................................................................................... 63 8.5.4 Grün vernetzen – Grün entwickeln ................................................................................... 66 8.5.5 WaldParkour ........................................................................................................................ 71 8.5.6 Klimaleistungen des Grüngürtels ...................................................................................... 75 8.5.7 Holzhof .................................................................................................................................. 78 9 BETEILIGTE AN DER ERSTELLUNG ................................ ................................ ... 81 9.1 Beteiligungsschritte ................................ ................................ ................................ 82 IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | III 9.2 Beteiligung der Öffentlichkeit ................................ ................................ .................. 86 9.3 Beteiligung politischer Gremien ................................ ................................ .............. 86 10 Nachhaltigkeit, Prozesssteue rung, Nichtdiskriminierung und Gleichstellung von Männern und Frauen ................................ ................................ .............................. 87 11 Durchführungskonzept ................................ ................................ ........................... 89 12 Evaluierung ................................ ................................ ................................ ............ 93 13 Anlagen ................................ ................................ ................................ .................. 97 13.1 Anlage 1: Beschlussvorlage ................................ ................................ ................... 97 13.2 Anlage 2: Ratsbeschluss ................................ ................................ ...................... 100 13.3 Anlage 3: Teilnehmerlisten Beteiligungsschritte ................................ ................... 101 13.4 Anlage 4: Karte Projektraum „Gremberger Wäldchen“ ................................ ......... 107 13.5 Anlage 5: Karte Projektraum „Flehbachaue“ ................................ ......................... 108 13.6 Anlage 6: Karte Projektraum „Gartenlabor“ ................................ .......................... 109 13.7 Anlage 7: Karte Projektraum „Grün vernetzen – Grün entwickeln “....................... 110 13.8 Anlage 8: Karte Projektraum „WaldParkour“ ................................ ......................... 113 14 Quellen ................................ ................................ ................................ ................ 114 15 Verzeichnis der Abkürzungen................................ ................................ ............... 115 16 Anhang ................................ ................................ ................................ ................ 116 IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | IV ABBILDUNGSVERZEICHNIS Abb. 1 Die drei Abschnitte des Äußeren Kölner Grüngürtels (Historisch, Nördlicher Viertelkreis, rechts-rheinisch) 5 Abb. 2 Übersicht über die elf Sozialräume des Programms "Lebenswerte Veedel - Lebenswertes Köln 7 Abb. 3 Freiraumkorridore RegioGrün 14 Abb. 4 Planungshinweiskarte für das Stadtgebiet Köln (Quelle: MKULNV 2015) 20 Abb. 5 Synthetische Karte der Betroffenheit „Wärmebelastung und ältere Personen“ (Quelle: MKULNV 2015) 20 Abb. 6 Grünflächensystem Köln 22 Abb. 7 Der Grüngürtel in Überlagerung mit dem Programmgebiet Starke Veedel – Starkes Köln“ 24 Abb. 8 Gebietsabgrenzung Programmgebiet IHK „Vielfalt vernetzen“ 25 Abb. 9 Landschaftsschutzgebiete und Geschützte Landschaftsbestandteile 28 Abb. 10 Verbundflächen, © Geobasis NRW, 2016 33 Abb. 11 Schema Entwicklungsstrategie 42 Abb. 12 Gesamtkonzept der Projekträume IHK „Vielfalt vernetzen“ 50 Abb. 13 Beschlussvorlage 99 Abb. 14 Auszug aus dem Sitzungsprotokoll des Rates der Stadt Köln 100 Abb. 15 Teilnehmerliste Abstimmungsgespräch 27.07.2016 102 Abb. 16 Teilnehmerliste Ideenwerkstatt 07.09.2016 104 Abb. 17 Teilnehmerliste Abstimmung Bericht und Projekte 07.11.2016 106 Abb. 19 Karte Projektraum „Flehbachaue“ 108 Abb. 20 Karte Projektraum „Gartenlabor“ 109 Abb. 21 Karte Projektraum „Grün vernetzen – Grün entwickeln Teil Nord“ 110 Abb. 22 Karte Projektraum „Grün vernetzen – Grün entwickeln Teil Mitte“ 111 Abb. 23 Karte Projektraum „Grün vernetzen – Grün entwickeln Teil Süd“ 112 Abb. 24 Karte Projektraum „WaldParkour“ 113 IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | V TABELLENVERZEICHNIS Tab. 1 Zuordnung Projekte - Handlungsfelder 52 Tab. 2 Übersicht Projektprioritäten 53 Tab. 3 Kostenübersicht 93 Tab. 4 Projektindikatoren „Gremberger Wäldchen“ 94 Tab. 5 Projektindikatoren „Flehbachaue“ 94 Tab. 6 Projektindikatoren „Gartenlabor“ 95 Tab. 7 Projektindikatoren „Grün vernetzen – Grün entwickeln“ 95 Tab. 8 Projektindikatoren „WaldParkour“ 95 Tab. 9 Projektindikatoren „Klimaleistungen des Grüngürtels“ 95 Tab. 10 Projektindikatoren „Holzhof“ 96 IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 1 1 VORBEMERKUNGEN Die Stadt Köln bewirbt sich mit dem vorliegenden Integrierten Handlungskonzept (IHK) „Vielfalt vernetzen“ um Aufnahme in das Programm Grüne Infrastruktur NRW und um Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) . Mit dem Projekt Grüne Infrastruktur sollen besonders in strukturschwachen Gebieten Grün - und Erholungsflächen geschaffen, vernetzt und aufgewertet werden. Vor allem Menschen, die in sozial benachteiligten und belasteten Stadtquartieren leben, sollen neue Zugänge zur Natur erhalten. Das Programmgebiet des IHK „Vielfalt vernetzen“ wurde auf Grundlage vorliegender Kon- zepte abgegrenzt. Mit dem IHK „ Starke Veedel – Starkes Köln: Mitwirken, zusammenhal- ten, Zukunft gestalten “ und dem „Grüngürtel Impuls Köln“ liegen zwei Konzepte vor, die sich räumlich und inhaltlich ergänzen und einen Teil der Gesamtstadt mit deutlichem Handlungsbedarf, sowohl in sozialer/städtebauli cher, als auch in freiraumplanerischer Sicht darstellen. Die Stadt Köln möchte auf Grundlage des IHK „Vielfalt vernetzen“ Projekte im rechtsrhei- nischen Teil des Kölner Grüngürtels zur nachhaltigen Verbesserung der natürlichen U m- welt und der Klima - und Umweltbedingungen zugunsten der Biodiversität und der Me n- schen in den Sozialräumen umsetzen. Das IHK beschreibt Projekträume mit zugeordneten Maßnahmen im Wissen, dass nicht alle Maßnahmen im Förderzeitraum umzusetzen oder zu finanzieren sind. Das IHK wird auch als Aufruf an die Politik, an die Stadtverwaltung und vor allem an die engagierten Menschen in den Sozialräumen verstanden, sich mit den Chancen des Grüngürtels als Teil des Wohnumfeldes auseinanderzusetzen, um die zukünftigen Herausforderung im sozialen und im Umweltbereich zu gestalten. Der Rat der Stadt Köln hat am 22. September 2016 der Erstellung ein es IHK „Grüne Inf- rastruktur“ zugestimmt (siehe Anlage 13.1 ). Für die Umsetzung sind ab 2016 entspr e- chende Finanzmittel im Haushaltsplan veranschlagt, u nter Voraussetzung korrespondi e- render Fördermittel. Die Ausarbeitung des IHK „Vielfalt vernetzen“ basiert auf dem Aufruf des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur - und Verbraucherschutz des Landes Nor d- rhein-Westfalen zur nachhaltigen Verbesserung der natürlichen Umwelt und der Klima - und Umweltbedingungen zugunsten der Biodiversität und der Menschen in Quartieren, Städten und Stadtumlandgebieten in Nordrhein-Westfalen vom 18.08.2016. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird die geschl echtsspezifische Differenzierung in diesem Handlungskonzept nicht angewendet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für beide Geschlechter IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 2 2 GRÜNE INFRASTRUKTUR NORDRHEIN-WESTFALEN (NRW) Nachfolgende Ausführungen sind de m Aufruf Grüne Infrastruktur NRW 18.08.2016 en t- nommen. In vielen Städten in NRW wirken sich schlechte Umweltbedingungen und ein Mangel an Grün- und Erholungsflächen negativ auf Gesundheit, Lebensqualität, Stadtklima, Bi o- diversität und Wirtschaft aus. Quart iere und Städte mit einem hohen Versiegelungsgrad, hoher Verkehrsbelastung und wenigen, oft nicht vernetzten Grün- und Freiflächen können höhere Anteile sozial benachteiligter Bevölkerungsschichten sowie eine unterdurchschnitt- liche Wirtschaftskraft aufweisen. Der Aufruf Grüne Infrastruktur NRW richtet sich daher an Kommunen, kommunale Ve r- bünde und kommunale Zusammenschlüsse, die eine Vernetzung und Optimierung von Freiräumen bis ins Stadtumland anstreben, um eine Verbesserung der Klima - und Um- weltbedingungen und der Lebensqualität sowie der Umweltgerechtigkeit in den Quarti e- ren, Stadtteilen und Stadtumlandgebieten zu erreichen. Mit dieser Zielsetzung soll damit auch sozialen Ausgrenzungsprozessen entgegengewirkt werden, indem eine Grüne Infra- struktur Quartiere und Stadtteile aufwertet. Grüne Infrastruktur (GI) ist ein strategisch geplantes, multifunktionales Netzwerk von n a- türlichen und naturnahen Flächen einschließlich der Gewässer. Es ist in der Lage, über gesunde Ökosysteme ein breites Spektrum an Ökosyst emleistungen für die Gesellschaft (z.B. Kühlung der Innenstädte, Verbesserung der Luftqualität, Vorsorge für Starkregene r- eignisse, Hochwasserschutz über Retentionsflächen, als Erholungs - und Freizeitmöglich- keiten, Naturerlebnis und -bildung, biologische Vi elfalt) bereitzustellen. Das Konzept der GI unterscheidet sich von der bisherigen Grün- und Freiraumplanung und geht über diese hinaus, indem es wichtige Themen in einem flexiblen Planungsansatz strategisch int e- griert betrachtet und so Naturschutz mit Sied lungsflächenentwicklung, Anpassung an den Klimawandel, Wachstumspolitik und graue Infrastruktur gemeinsam denkt. Der Aufruf Grüne Infrastruktur NRW zielt auf eine räumliche und funktionale Vernetzung und Optimierung der Grün -, Frei - und Wasserflächen über mehrere Einzelmaßnahmen von Quartieren und Stadtteilen bis ins Stadtumland sowie im Stadtumland, um eine Ve r- besserung der Klima- und Umweltbedingungen und der Lebensqualität zu erreichen. Der ganzheitlich-integrative, multifunktionale Ansatz von GI, wie di e gemeinsame Berück- sichtigung der Aspekte Umwelt, Gesundheit und soziale Lage, führt zu mehr Umweltg e- rechtigkeit. Die Attraktivität eines Quartiers, einer Stadt und des Stadtu mlandes kann durch GI für alle Bevölkerungsgruppen gesteigert werden. Die physisc he Verbindung von GI Komponenten in einem Gebiet liefert relevante Synergien im Bereich der Ökosyste m- leistungen und die funktionale Verknüpfung von GI Projekten mit Akteursgruppen, z.B. über Partizipation, liefert wichtige Anknüpfungspunkte zu Angeboten de r Bildung für nachhaltige Entwicklung. Durch die Entwicklung von GI Projekten, die insbesondere Ki n- dern und Jugendlichen aus benachteiligten und von Ausgrenzung bedrohten Schichten Naturerleben ermöglichen, kann die Integration gefördert und ein Beitrag zu m sozialen IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 3 Ausgleich und zur Vermittlung von Kompetenzen für die Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung geleistet werden. Das Land NRW wird zur Umsetzung des Aufrufs eine Förderrichtlinie erlassen. Die Ausführungen des Aufrufs treffen auf die Intentio n und die räumliche Abgrenzung des IHK „Vielfalt vernetzen“ voll umfänglich zu. Die angrenzenden Sozialräume weisen durchweg ein Defizit an wohnungsnahen Freiflächen und eine höheren Anteil sozial benachteiligter Bevölkerungsschichten als der Stadtdurchschnitt auf. Der Kölner Grüngürtel bietet ob seiner Flächengröße und linearen Ausdehnung opti- male Voraussetzungen zur Vernetzung von Freiräumen. Durch die unmittelbare Nähe zu den Stadtquartieren können die Freiflächen des Grüngürtels zur Aufwertung hinsichtlich Wohnqualität und Verbesserung der Umwel t- bedingungen beitragen. Durch den diskriminierungsfreien Zugang zum Grüngürtel kann die Attraktivität der Quartiere für alle Bevölkerungsgruppen gesteigert werden. Projekte des IHK zielen speziell auf kostenfre ies Naturerlebnis für Kinder und J u- gendliche aus den Sozialräumen. Durch Kooperation mit den Sozialraumbetreuern sollen Kinder und Jugendliche zur Teilhabe an der Projektfindung und -gestaltung angeregt werden. IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 4 3 VORERFAHRUNGEN Das IHK „Vielfalt vernetz en“ baut auf vorhandene Strategien und Entwicklungskonzepte auf und ergänzt diese inhaltlich und räumlich. Zu nennen sind hier vor allem der „Grüngürtel Impuls Köln “ (2013) und das IHK „Starke Veedel – Starkes Köln: Mitwirken, zusammenhalten, Zukunft gesta lten“ (August 2015 ). Weitere Ansatzpunkte liefern RegioGrün ( 2007) sowie landesweite und kommunale En t- wicklungsstrategien (u.a. Biodiversitätsstrategie des Landes Nordrhein -Westfalen, Pr ä- ventionsstrategie des Landes NRW, Klimaschutzplan Nordrhein -Westfalen, Klimawandel- gerechte Metropole Köln, Leitbild 2020: Kölns Weg in die Zukunft). 3.1 Grüngürtel Impuls Köln Die nachfolgenden Ausführungen sind de m Projektdossier zum „Grüngürtel Impuls“ Köln entnommen. Im Jahr 2008 wurde seitens der Kölner Grün Stiftung 2008 beschlossen, das Projekt „Grüngürtel Impuls “ zu starten. In zwei Planungsschritten wurden unter Beteiligung der Verwaltung, der Bürgerschaft und der Politik Ziele für den Erhalt und die Weiterentwic k- lung des Äußeren Kölner Grüngürtels entwickelt. Sie greif en die historische Vision der 1920er-Jahre auf, einen beide Rheinseiten umfassenden grünen Ring aus öffentlichen nutzbaren Freiräumen zu erhalten und zu vervollständigen, diesen durchgängig erlebbar zu machen und ihn für die Bevölkerung der angrenzenden Wo hnquartiere wie für die G e- samtstadtbevölkerung zu qualifizieren. Der Äußere Grüngürtel ist aufgrund seiner Dime n- sion in der Lage, gleichzeitig Aufgaben der Naherholung, der Natur -und Landschaftsent- wicklung, des Klima- und Hochwasserschutzes und der Stadtgestaltung zu erfüllen. Der Grüngürtel ist aufgrund seiner Geschichte nicht einheitlich gestaltet. Die unterschied- lichen Abschnitte des Grüngürtels sollten in ihrer Verschiedenheit mit ihren jeweiligen Ei- genschaften und Begabungen genutzt und herausgearbeitet werden. Hierbei sollen j e- doch neben den landschaftspflegerischen Aspekten auch gartenkünstlerische Belange sowie die Bedürfnisse nach Naherholung und Freizeitgestaltung in allen Teilen des Grün- gürtels gleichermaßen Berücksichtigung finden. Der „Historische Abschnitt“ im Südwesten, als weitgehend landschaftlich geprägter Raum, soll vorrangig störungsfrei Erhalten und gepflegt werden. Linksrheinisch weist der „Nördliche Viertelkreis“ einen eher landschaftlichen Charakter auf und ist geprägt durch landwirts chaftlich genutzte Flächen sowie durch extensiv genutzte s Grünland. Seine Nutzung als ruhiger Erholungsraum unter Beibehaltung seiner Grun d- struktur steht hier im Vordergrund. Der rechtsrheinische Teil des Grüngürtels weist nicht die Stringenz zusammenhäng ender Freiflächen auf. Sie sind fragmentiert und unterschiedlich geprägt. Angesichts der hohen Bevölkerungsdichte in den anschließenden Wohnquartieren werden sie als Erholungsfl ä- chen dringend benötigt. Ihre Erweiterung, Vernetzung und Verbesserung der Ersc hlie- ßung des „Rechtsrheinischen Halbkreises“ steht daher im Vordergrund. IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 5 Abb. 1 Die drei Abschnitte des Äußeren Kölner Grüngürtels (Historisch, Nördlicher Viertelkreis, rechts- rheinisch) Aus dem Konzept geht eindeutig hervor , dass der Grüngürtel linksrheinisch in weiten Teilen eine funktionierende Grüne Infrastruktur darstellt. Rechtsrheinisch gibt es für den Grüngürtel selbst und vor allem im Bezug zu den angrenzenden Quartieren deutlichen Handlungsbedarf. Der „Grüngürtel Impuls“ Köln liefert neben der allgemeinen Situationsbeschreibung auch konkrete Handlungsansätze. Das IHK „Vielfalt vernetzen“ baut auf diesen Handlungsansätze auf und vertieft diese zu Projekten. 3.2 IHK „Starke Veedel – Starkes Köln: Mitwirken, zusammenhalten, Zukunft gestalten“ Hintergrund Vor dem Hintergrund zukünftiger Herausforderungen, die sich nicht zuletzt durch das Wachstum und den demografischen und strukturellen Wandel für die Stadt Köln ergeben, hat sich die Stadtverwaltung intensiv mit der neuen E U-Förderperiode 2014-2020 ausei- nandergesetzt und die Förderstrategie der Stadt Köln darauf ausgerichtet. Am 10.02.2015 erfolgte der gemeinsame Aufruf „Starke Quartiere – starke Menschen“ des Landes Nordrhein -Westfalens zur präventiven und nachhaltigen Ent wicklung von Quartieren und Ortsteilen sowie zur Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung, der die Programme des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), des Europä i- schen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) bündelt. Das mit dem Förderaufruf verbundene Maßnahmenspektrum soll einen Beitrag zur Pr ä- ventionsstrategie des Landes leisten. Ziele der Landesregierung sind insbesondere die Handlungsfähigkeit von Kommunen zu erhöhen, mehr Gerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt zu erhalten und eine ökologisch nachhaltige Entwicklung des Landes zu befördern. De m- entsprechend sollen eine positive Quartiersentwicklung durch arbeits -, sozial-, integrat i- IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 6 ons- und familienpolitische sowie wirtschaftlic he, infrastrukturelle und städtebauliche Maßnahmen gefördert werden. Die Stadt Köln ist dem Aufruf des Landes gefolgt und hat sich mit dem Integrierten Handlungskonzept (IHK) „ Starke Veedel – Starkes Köln: Mitwir- ken, zusammenhalten, Zukunft gestalten“ für eine Förderung beworben. Grundlage des Integrierten Handlungskonzeptes bildet das Kölner Programm „Leben s- werte Veedel, Bürger - und Sozialraumorientierung in Köln“, das die Stadt seit 2006 u m- setzt. Oberstes Ziel dieses Programms ist die Verbesserung der Leb ensbedingungen für die Bewohnerinnen und Bewohner. Hierbei stehen fünf Leitziele im Mittelpunkt: Partizip a- tion, Prävention, Integration, Kooperation und effektiver Mitteleinsatz. In jedem Sozia l- raumgebiete ist eine Sozialraumkoordinatorin bzw. ein Sozialra umkoordinator tätig. Ihre Aufgabe ist es, die Zusammenarbeit und Vernetzung aller wichtigen Akteure aktiv zu fö r- dern und mit ihnen gemeinsam neue Handlungsansätze zu entwickeln. Erforderliche pr ä- ventive Angebote und Hilfen können so, auch unter Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner, frühzeitig und fachgerecht umgesetzt werden. Das Programm „Lebenswerte Veedel, Bürger- und Sozialraumorientierung in Köln“ arbeitet insgesamt in elf Sozialrä u- men im links- und rechtsrheinischen Köln. Inhaltlich Ausrichtung des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln: Mitwirken, zusamme n- halten, Zukunft gestalten“ Die nachfolgenden Ausführungen sind dem IHK entnommen , bzw. zusammengefasst wiedergegeben. Ziel des Integrierten Handlungskonzeptes ist es, die besonders von sozia ler Benachteili- gung betroffenen Stadtquartiere in Köln zu stärken, Armut zu bekämpfen, den sozialen Zusammenhalt zu stärken, Prävention zu systematisieren und die Lebenssituation der in diesen Quartieren lebenden Menschen nachhaltig zu verbessern. Das IHK benennt ins- gesamt 11 Gebiete mit besonderem Handlungserfordernis. Davon liegen sechs im rechts- rheinischen Köln. Besonders augenfällig ist die räumliche Konzentration dieser Gebiete. Alle Gebiete grenzen unmittelbar aneinander. Linksrheinisch liegen die Sozialräume eher in den Außenbezirken verteilt im Umfeld weitgehend intakter Stadtgebiete. IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 7 Abb. 2 Übersicht über die elf Sozialräume des Programms "Lebenswerte Veedel - Lebenswertes Köln Der Analyseteil des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln: Mitwirken, zusammenhalten, Z u- kunft gestalten“ weist starke Bezüge zur Zielrichtung Grüne Infrastruktur auf. Die Analyse der demografischen, Bildungs - und sozialen Situation (Sozialstruktur) zeigt, dass in den Veedeln überproportional viele Kinder und Jugendliche wohnen. Aus den Da- ten zur Arbeitslosenquote, dem Anteil an SGB II -Leistungsbeziehern sowie von älteren Bewohnerinnen und Bewohnern mit Grundsicherung kann ein Bedarf an kostenfreien E r- holungs- und Sportangeboten abgeleitet werden. Insgesa mt lässt sich somit ein erhöhter IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 8 Bedarf an Bewegungsräumen ableiten, der bei fehlenden Voraussetzungen im Sozia l- raum durch Angebote in angrenzenden Gebieten gedeckt werden sollte. Im Bereich der Bildungs- und sozialen Infrastruktur besteht in den Veedeln eine Fülle von Angeboten. Ergänzend dazu bilde n die Sozialraumkoordinato ren eine Schnittstelle zur Bürgeramtsleitung des jeweiligen Bezirks. Sie initiieren Netzwerke und Projekte und arbei- ten als Multiplikatoren in ihren Sozialräumen. Die Sozialraumkoordinatoren werden in Pro- jekte der Grünen Infrastruktur mit Umweltbildungsmaßnahmen eingebunden Städtebauliche Missstände bestehen vor allem in den verdichteten Teilen der Sozial- räume. Aus der Analyse geht hervor, dass neben der Gestaltung der öffentlichen und pri- vaten Räume in den Siedlungen auch die Anbindung an ein räumliches vernetztes G e- samtwegesystem für die Quartiersentwicklung von großer Bedeutung ist. Hier besteht mit dem Wegesystem des Grüngürtels eine gute Ausgangslage zur Vernetzung. Minder aus- gestattet sind vielfach Spiel -, Sport - und Bewegungsflächen in den Sozialräumen. Au f- grund des hohen Anteils an Kindern und Jugendlichen im Programmgebiet kommt der Gestaltung von attraktiven und altersgerechten Bewegungsmöglichkeiten vor Ort eine besondere Rolle zu. Auch hier kann der Grüngürtel Beiträge zur Verbesserung leisten. Die ökologische und klimatische Situation ist in den Sozialräumen unterschiedlich. Bei den Sozialräumen des Betrachtungsraums handelt es sich um stark verdichtete Quartiere mit einem sehr geringen Anteil von Grünflächen je Einwohner. Hier bestehen in der Grün - und Freiraumausstattung deutliche Defizite. Allerdings liegen die Quartiere direkt an den Freiflächen des Grüngürtels. Diese Lage kann sich grundsätzlich positiv auf das Klima im angrenzenden Sozialraum auswirken und auch bestimmte Grün - und Naturflächendefizite kompensieren. Voraussetzung ist jedoch, dass Barrieren überwunden werden können und die Erreichbarkeit gewährleistet ist Die Betrachtung der klimatischen Situation in den vier Sozialräumen Buchheim und Buch- forst, Höhenberg und Vingst, Ostheim und Neubrück sowie Mülheim-Nord und Keupstra- ße zeigt, dass die Quartiere zukünftig einer hohen, bzw. sehr hohen Wärmebelastung ausgesetzt sein werden. Da in den Quartieren keine klimaakt iven Bereiche vorhanden sind, steigt die Bedeutung der angrenzenden Freiräume (Grüngürtel) als klimatisch au s- gleichende Flächen. Die kombinierte Betrachtungsweise von ökologischen, kli matischen sowie sozialen und gesundheitlichen Aspekten wird seit einigen Jahren verstärkt unter dem Stichwort „U m- weltgerechtigkeit“ in Deutschland diskutiert. Im Vordergrund des Ansatzes steht dabei das präventive Ziel, umweltbezogene gesundheitliche Beeinträchtigungen zu vermeiden und zu beseitigen. Betrachtet wird der Gedank e auch im Zusammenhang mit der „Herstellung gleichwertiger Lebensbedingungen“ und dem damit verbunden integrativen Ansatz zum Abbau von sozialen Ungleichheiten zwischen den verschiedenen Stadtquartieren. Eine intakte Natur wirkt sich positiv auf das Wohlb efinden und die Lebensqualität der Menschen aus, und der Umgang mit und in der Natur fördert die motorischen und kognit i- ven Fähigkeiten, insbesondere bei der Kindesentwicklung. Insbesondere Kinder und w e- IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 9 niger mobile Menschen sind dabei auf Naturerlebnisse „vor Ort“, also in ihrem Stadtqua r- tier angewiesen. In sozial benachteiligten Stadtquartieren besteht häufig ein Defizit an Grün- und Erholungsflächen, so dass für viele Bewohnerinnen und Bewohner dieser G e- biete Möglichkeiten des Naturerlebens fehlen. Zum T eil findet eine Entfremdung von der Natur mit den Folgen einer fehlenden Wertschätzung, die sich nicht nur auf die Natur se l- ber, sondern auf das gesamte Umfeld auswirkt, statt. Zerstörung durch bewusstes Ha n- deln oder fehlende Achtsamkeit sind die Folge, di e sich in der zunehmenden Verschmu t- zung und Sachbeschädigung von Gemeinschaftseigentum zeigen und in den städtischen Bereichen mehr und mehr zum Problem werden. Hier kann das IHK „Vielfalt vernetzen“ des Program mes Grüne Infrastruktur einen wertvollen Beit rag leisten, in dem der freie Zugang zur Natur und das selbständige Beschäftigen mit Natur gefördert w erden. Ergän- zende Angebote aus dem Bereich Umweltbildung sind sinnvoll. Dies vor allem auch vor dem Hintergrund mangelnder Angebote in diesem Bereich. Darüber hinaus stellt die Verbesserung der Biodiversität eine wichtige Aufgabe in Zeiten des Artenschwundes und des Klimawandels dar, dem es mit geeigneten Mitteln entg e- genzusteuern gilt. Da die Stadt Köln die Deklaration „Biodiversität in Kommunen“ unte r- zeichnet hat und damit eine freiwillige Selbstverpflichtung zur Berücksichtigung der Arte n- vielfalt in allen Handlungsbereichen eingegangen ist, besteht auch Handlungsbedarf. Das IHK „Starke Veedel – Starkes Köln: Mitwirken – Zusammen halten - Zukunft gestal- ten“ teilt sich auf in ein Leitkonzept, das für alle Sozialräume allgemeine Maßnahmen und Handlungsprioritäten definiert. Darüber hinaus werden für alle elf Sozialräume raumbez o- gene Einzel-IHKs entwickelt, die die spezifischen Handlungserfordernisse herausar beitet und daraus lösungsorientierte Maßnahmen generieren. Sozialraumspezifische Ausgangslagen und Maßnahmen der rechtsrheinischen Handlungsräume und Ableitung von Handlungsoptionen Für das vorliegende IHK „Vielfalt vernetzen“ des Programms Grüne Infrastruktur ist insbe- sondere bedeutend, dass vier rechtsrheinische Sozialräume unmittelbar an den äußeren Grüngürtel angrenzen. Der Grüngürtel wird so räumlich zum integralen Bestandteil der „Veedel“ Buchheim und Buchforst, Höhenberg und Vingst, Ostheim und Neubr ück sowie Mülheim-Nord und Keupstraße. Im Folgenden werden daher die sozialraumspezifischen Ausgangslagen und Maßnahmen des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln : Mitwirken – Zusammen halten - Zukunft gestalten“ mit Relevanz und Synergien für das IHK „Vielfalt vernetzen“ in den vier Sozialräumen mit Handlungsbedarf im Bezug zum Äußeren Grü n- gürtel dargestellt. IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 10 Sozialraum Buchheim/Buchforst Der Sozialraum Buchheim/Buchforst grenzt zwischen der Anschlussstelle Köln-Dellbrück der A3 und dem Autobahnkreuz Köln Os t unmittelbar westlich an den Kölner Grüngürtel an. In einer Entfernung von max. 500 m ist der Grüngürtel für die Bewohner schaft er- reichbar. Im Sozialraum leben im Vergleich zum Durchschnitt der Stadt Köln mehr SGBII Empfän- ger (23,9%, Köln 13,2%) darunter häufig Kinder unter 15 Jahre (36,8%, Köln 22,2%). Die Arbeitslosenquote liegt mit 15,7% deutlich über dem Durchschnitt von 9,5%. Die Einwoh- nerstruktur ist durch eine junge Bevölkerung gekennzeichnet. Der Anteil an Haushalten mit Kindern liegt leicht über dem städtischen Durchschnitt, ebenso der Jugendquotient und der Anteil der Alleinerziehen den. Der Siedlungscharakter weist einen überwiegend sanierten Wohnungsbestand und eine sehr gute Anbindung an den öffentlichen Nahve r- kehr auf. Die sozialen Problemlage n werden im Stadtteil weniger sichtbar als in anderen Sozialräumen des Programmgebietes, so dass hier von „versteckter Armut“ gesprochen werden kann. Die Zufriedenheit mit dem Wohnumfeld liegt mit etwa 50% deutlich unter dem Stadtdurchschnitt von knapp 70%. Im Sozialraum selbst finden sich wenig öffentliche Grünflächen. Die Bewohnerschaft verfügt lediglich über 5,5 m² Grün - und Erholungsflä- chen je EW (Durchschnitt Stadt Köln 60m²). Auch das Angebot an Spielplätzen ist gering. Klimaaktive Freiflächen sind nicht vorhanden. Alle Einwohnerinnen und Einwohner we rden zukünftig in von Wärmebelastung betro ffe- nen Siedlungsgebieten leben, die Hälfte davon in hoch belasteten Gebieten. Handlungsbedarf in Bezug zu Grüner Infrastruktur besteht vor allem in der Vernetzung mit angrenzenden Grünflächen, der Schaffung von Spiel- und Bewegungsräumen sowie von Informations- und Beratungsangeboten zum Klimawandel. Als erforderliche Maßnahmen wurden u.a. die Schaffung von Spiel- und Bewegungsräu- men und Angeboten im Trendsport für Jugendliche ermittelt. Bezogen auf den Grüngürtel bedeutet die Analyse, dass der Grüngürtel den wohnung s- nahen Freiraum für die Bewohner innen und Bewohner des Sozialraums darstellt und Aufgaben im Bereich Erholung, Freiflächenangebot und Klimaschutz übernehmen kann und muss. Auf Grund der Sozialstruktur sind insbesondere kostenfreie Angebote für J u- gendliche anzustreben. Weiterhin stellt die Stärkung der Biodiversität in den Grünflächen als Teil des Lebensum- feldes eine wichtige Aufgabe dar. Eine geeignete Vermittlung der Zusammenhänge zwi- schen Nutzen und Schützen von Grünflächen kann zur Verbesserung der Wertschätzung naturnaher Strukturen beitragen und so das Naturerlebnis fördern und stärken. IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 11 Sozialraum Höhenberg/Vingst Der Sozialraum Höhenberg/Vingst grenzt zwischen der Anschlussstelle Frankfurter Stra- ße der Stadtautobahn und dem Alten Deutzer Postweg unmittelbar westlich an den Kölner Grüngürtel an. In einer Entfernung von max. 900 m ist der Grüngürtel für die Bewohner erreichbar. Im Sozialraum leben im Vergleich zum Durchschnitt der Stadt Köln mehr SBII Empfänger (27,5%, Köln 13,2%) darunter sehr häufig Kinder unter 15 Jahre (42,3%, Köln 22,2%). Die Arbeitslosenquote liegt mit 16,9% deutlich über dem Durchschnitt von 9,5%. Die Einwo h- nerstruktur ist durch eine ausgesprochen junge Bevölkerung gekennzeichnet. Der Anteil an Haushalten mit Kindern liegt deutlich über dem städtischen Durchschnitt, ebenso der Jugendquotient und der Anteil der Alleinerziehenden. Der Siedlungscharakter weist einen vollständig sanierten Wohnungsbestand und eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr auf. Die Zufriedenheit mit dem Wohnumfeld liegt unter dem Stadtdurchschnitt. Im Sozialraum finden sich gep flegte grüne Wegeverbindungen, und Spielflächen. Die Be- wohner verfügen lediglich über 5,9 m² Grün- und Erholungsflächen je EW (Durchschnitt Stadt Köln 60m²). Klimaaktive Freiflächen sind nicht vorhanden. Höhenberg und Vingst zeichnet sich durch eine zukünftig sehr hohe Wärmebelastung aus. Fast 80% der Bewohnerschaft werden zukünftig in hoch beziehungsweise sehr hoch belasteten Siedlungsgebieten leben. Handlungsbedarf in Bezug zu Grüner Infrastruktur besteht vor allem in der Vernetzung mit angrenzenden Naherholungsbereichen und der Schaffung von Informations - und Be- ratungsangeboten zum Klimawandel. Durch den hohen Anteil an Kindern und Jugendlichen besteht ein weiterer Bedarf nach Spiel- und Bewegungsräumen. Bezogen auf den Grüngürtel bedeutet die Analyse, dass der Grüngürtel den wohnung s- nahen Freiraum für die Bewohnerinnen und Bewohner des Sozialraums darstellt und Aufgaben im Bereich Erholung, Freiflächenangebot und Klimaschutz übernehmen kann und muss. Auf Grund der Sozialstruktur sind insbesondere kostenfreie Angebote für Ki n- der und Jugendliche anzustreben. Die Anbindung und Vernetzung mit den Freiflächen des Grüngürtels ist zu verbessern. IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 12 Ostheim/Neubrück Der Sozialraum Ostheim/Neubrück grenzt zwischen der B55 und der A4 unmittelbar ös t- lich an den Kölner Grüngürtel und südlich an die Flehbachaue an. Die max. Entfernung zu den Freiflächen des Grüngürtels und der Flehbachaue beträgt ca. 1.400 m. Im Sozialraum leben im Vergleich zum Durchschnitt der Stadt Köln viele S GBII Empfän- ger (31,2%, Köln 13,2%) darunter sehr häufig Kinder unter 15 Jahre (47,2%, Köln 22,2%). Die Arbeitslosenquote liegt mit 17,6% deutlich über dem Durchschnitt von 9,5%. Die Ei n- wohnerstruktur ist durch eine junge Bevölkerung und einen sehr hohen Anteil der Bewoh- nerinnen und Bewohne r mit Migrationshintergrund gekennzeichnet. Der Anteil an Hau s- halten mit Kindern liegt deutlich über dem städtischen Durchschnitt, ebenso der Jugen d- quotient. Der Siedlungscharakter weist teilweise einen sanierten Wohnungsbestand auf. Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist über Bus und Bahn gewährleistet. Au f- fällig ist, dass sich die demografische und soziale Situation zwischen den Quartieren zum Teil sehr stark unterscheidet. Die Zufriedenheit mit dem Wohnumfeld liegt mit unter 50% deutlich unter dem Stadtdurchschnitt von knapp 70%. Die Aufenthaltsqualität im gesa m- ten Stadtraum ist unzureichend. Im Sozialraum selbst finden sich wenig öffentliche Grü n- flächen und Spielplätze. Die Bewohner schaft verfügt lediglich über 6,9 m² Grün - und Er- holungsflächen je EW (Durchschnitt Stadt Köln 60m²). Klimaaktive Freiflächen sind nic ht vorhanden. Über die Hälfte der Einwohnerinnen und Einwohner wird zukünftig in von Wärmebelastung betroffenen Siedlungsgebieten leben. Klimaaktive Freiflächen sind fast nicht vorhanden. Handlungsbedarf in Bezug zu Grüner Infrastruktur besteht vor allem in der Schaffung von Spiel- und Bewegungsräumen sowie von Informations - und Beratungsangeboten zum Klimawandel. Als erforderliche Maßnahmen wurden u.a. die Schaffung von Spiel - und Bewegungsräu- men und Angeboten im Trendsport für Jugendliche ermittelt. Bezogen auf den Grüngürtel bedeutet die Analyse, dass der Grüngürtel hier eine beso n- dere Rolle als wohnungsnaher Freiraum für die Bewohner schaft des Sozialraums da r- stellt und Aufgaben im Bereich Erholung, Freiflächenangebot und Klimaschutz überne h- men kann und muss. Auf Grund der Sozialstruktur sind insbesondere kostenfreie und niederschwellige Angebote für Kinder und Jugendliche anzustreben. IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 13 Sozialraum Mülheim-Nord/Keupstraße Der Sozialraum Mülheim-Nord/Keupstraße grenzt nur mit den Gewerbeflächen am Ne u- rather Ring unmittelbar an den Grüngürtel an . Trotzdem stellt der Grüngürtel die am nächsten gelegene Freifläche für die Bewohner östlich der Bahnlinie dar. Die max. Entfer- nung zu den Freiflächen des Grüngürtels beträgt ca. 1.000 m. Im Sozialraum leben im Vergleich zum Durchschnitt der Stadt Köln sehr viele SGBII Emp- fänger (37,3%, Köln 13,2%) darunter sehr viele Kinder unter 15 Jahre (53,2%, Köln 22,2%). Die Arbeitslosenquote liegt mit 25,2% sehr deutlich über dem Durchschnitt von 9,5%. Die Einwohnerstruktur ist durch eine junge Bevölkerung und einen sehr hohen A n- teil der Bewohner mit Migrationshintergrund gekennzeichnet. Es handelt sich um einen gemischt strukturierten Sozialraum mit Wohn - und Gewerbeflächen. Der Wohnungsb e- stand ist zum größten Teil noch nic ht saniert. Die Anbindung an den öffentlichen Nahve r- kehr ist gut. Die Zufriedenheit mit dem Wohnumfeld liegt mit 33% deutlich unter dem Stadtdurchschnitt von knapp 70%. Die Aufenthaltsqualität im gesamten Stadtraum ist unzureichend. Im S o- zialraum selbst finden sich keine nennenswerten öffentliche Grünflächen und Spielplätze. Die Grün- und Erholungsflächenversorgung hat mit 2,8 m² je Einwohnerin und Einwohner den zweitniedrigsten Wer t unter den elf Sozialräumen . Zieht man die Fläche in einem Umkreis von 500 m hinzu, hat dieses Gebiet die geringste Versorgung mit Grün - und Er- holungsflächen. Klimaaktive Freiflächen sind nicht vorhanden. Analog hierzu ist auch die zukünftige Wärmebelastung im Gebiet hoch. Handlungsbedarf in Bezug zu Grüner Infrastruktur besteht vor allem in der Schaffung von Spiel- und Bewegungsräumen sowie von Informations - und Beratungsangeboten zum Klimawandel. Aufgrund des hohen Anteils an Kindern und Jugendlichen im Sozialraum sowie des g e- ringen Angebotes an Spielflächen besteht ein weiter er Bedarf nach altersgerechten Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten. Bezogen auf den Grüngürtel bedeutet die Analyse, dass der Grüngürtel hier eine beso n- dere Rolle als wohnungsnaher Freiraum für die Bewohner schaft des Sozialraums da r- stellt und Aufgaben im Ber eich Erholung, Freiflächenangebot übernehmen kann und muss. Auf Grund der Sozialstruktur sind insbesondere kostenfreie und niederschwellige Angebote für Kinder und Jugendliche anzustreben. IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 14 3.3 RegioGrün RegioGrün ist eines der zentralen Projekte der Regi onale2010 in der Region Köln/Bonn. RegioGrün entwickelt – aufbauend auf dem historischen Erbe des Inneren und Äußeren Kölner Grüngürtels – fünf Freiraumkorridore, welche in radialer Ausprägung die Erftaue und die bewaldete Ville erreichen und diese Landschaftselemente zu einem dritten Kölner Grüngürtel machen. Damit schließt RegioGrün an die wegweisend, als vorbildlich bekann- te Pionierfunktion der Kölner Grüngürtelpolitik an. RegioGrün vernetzt die Freiräume des Kölner Grünsystems mit denen des Umlandes. Vo r dem Hintergrund des Bevölkerung s- wachstum und der damit verbundenen baulichen Entwicklung werden durch die Auswe i- sung von Grünachsen Freiräume gesichert und der Gesamtraum gegliedert. Mit Regi o- Grün wird eine wesentliche Grundlage für eine regionale Klimaanpassung gelegt. Abb. 3 Freiraumkorridore RegioGrün Der Freiraumkorridor „Entlang der Strunde“ schneidet das Programmgebiet des IHK „Viel- falt vernetzen“ zwischen der Verrohrungsstelle der Strunde an der Kattowitzer Straße in Buchheim ( „Wo die Strunde untergeht“) und dem Regionale Projektort „Kreuzwasser“ an der A3 bei Holweide. Ein weiteres Projekt der Strundekorridors ist der durchgehende Radweg der Erlebnisroute Ost vom Rheinufer in Köln - Mülheim durch den Kölner Osten und das Bergische Land bis zur Quelle der Strunde in Herrenstrunden. RegioGrün stellt für das IHK „Vielfalt vernetzen“ im Bereich B uchheim und Flehbachaue einen wichtigen Anknüpfungspunkt dar. IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 15 3.4 Für die Vielfalt in der Natur. Die Biodiversitätsstrategie des Landes Nordrhein- Westfalen Die nachfolgenden Ausführungen sind de r Broschüre zur Biodiversitätsstrategie entnom- men. Die Biodiversitätsstrategie NRW stellt ein wichtiges Handlungsfeld der Landesregierung zur Umsetzung des Leitprinzips der nachhaltigen Entwicklung dar. Die Biodiversitätsstrategie NRW verfolgt einen interdisziplinären Ansatz. Ihre Inhalte sol- len in andere Fachplanungen wie zum Beispiel der Land -, Forst - und Wasserwirtschaft sowie im Landesentwicklungsplan und im Klimaschutzplan integriert und auch in Bildung und Wissenschaft berücksichtigt werden. Stadtlandschaften und Flächensparen Das Kapitel 7 - Stadtlandschaften und Flächensparen - beschäftigt sich mit der Natur in Städten und Dörfern. Zu den städtisch geprägten Lebensräumen gehören Gärten, Frie d- höfe, Parkanlagen, Industrieanlagen, Brachflächen sowie historische Gebäude wie Bu r- gen, Kirchen und Mauern. Die biologische Vielfalt ist auch in Siedlungsbereichen bedroht. Ehemals vorhandene wertvolle naturnahe Lebensräume gehen insbesondere durch die zu nehmende Flächen- versiegelung sowie durch intensive Pflege - und Unterhaltungsmaßnahmen verloren oder sie werden stark verändert. Wildwuchsflächen, von denen viele Pflanzen und Tierarten stark profitieren, sind im Siedlungsbereich aus vielerlei Gründen kaum noch vorhanden. Es können aber auch neue Lebensräume mit hohem Entwicklungspotenzial für die Bi o- diversität entstehen. Alle diese artenreichen Lebensräume sind zu erhalten bzw. zu fö r- dern. Aus diesen Gründen ist auch in den Städten und Dörfern der Naturschu tz gefordert und eine Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten vor Ort unerlässlich. Parkanlagen, Gärten und Friedhöfe: Auch private Haus - und Schrebergärten sind Bestandteile des städtischen Grünfläche n- systems und ein wichtiges Element zur Durchgrünung u nd Auflockerung der Bebauung in den Städten. Derzeit existieren in NRW rund 118.000 Kleingärten in 1.600 Anlagen auf 5.500 ha Fläche. Diese Gärten können artenreiche Biotope sein, sofern sie eine hohe Strukturvielfalt mit eingestreuten Wildwuchsflächen auf weisen. Solche Kleingärten sind in Verbindung mit angrenzenden Biotopen Elemente des lokalen Biotopverbundes. Gebäude und Mauern: Ursprüngliche Fels - und Höhlenbrüter wie Turmfalke, Schleiereule, Mehlschwalbe und Mauersegler finden in und an Gebäuden geeignete Ersatzlebensräume. Fledermäuse, die Gebäude bewohnen (zum Beispiel Breitflügelfledermaus und Zwergfledermaus), nutzen die Spalten und Hohlräume von Häusern als Quartier und Wochenstube. Bevorzugt we r- den Fassadenverkleidungen, Zwischendecken, Dachböden , Dachpfannen und Keller. Ursprüngliche Felspflanzen wie Mauerraute und Tüpfelfarn wachsen an alten Mauern. Oft gehen diese vielfältigen dörflichen und städtischen Lebensräume im Zuge von Sanieru n- IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 16 gen und Umbauten verloren, sodass viele der früher einmal al lgegenwärtigen Arten heute auf der Roten Liste stehen. Im betrachteten Ausschnitt des IHK „Vielfalt vernetzen“ liegen zahlreiche Kleingärten die weite Flächen des Grüngürtels einnehmen. Obwohl im öffentlichen Eigentum, sind diese Flächen ob ihrer Struktur und Organisation einer Entwicklung des Grüngürtels entzogen. Gebäude und Mauern finden sich im Grüngürtel in Form der Forts und Zwischenwerke. Hier bestehen bereist Ansätze zum Artenschutz. Naturschutz in der Gesellschaft Im Kapitel 9 - Naturschutz in der Gesellschaft – geht es um Naturerleben, Naturschutzbil- dung und Erholung in der Natur als Teil der Biodiversitätsstrategie. Durch Naturerlebnis sollen eine positive Einstellung der Menschen und eine entspreche n- de Verhaltensbereitschaft zum Schutz der biologischen Vielfalt gefördert werden. Umweltbildung soll einem modernen Naturschutzverständnis entsprechend helfen, die vielfältigen Funktionen von Natur im Zusammenhang mit ihren wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Nutzungsmöglichkeiten vor dem Hin tergrund von Lebens - und Wir t- schaftsweisen immer wieder neu zu beurteilen und entsprechende Schlussfolgerungen zu ziehen. Es gilt aber auch, Verständnis zu wecken für den Eigenwert tierischen und pflanz- lichen Lebens. Zu den Schlüsselthemen zählen insbesond ere die Vielfalt der Lebensrä u- me und der Arten, die Leistungen der Natur, der Klimawandel. Der Trend der Bevölkerung zu Erholungs - und Freizeitaktivitäten in Natur und Landschaft ist ungebrochen. Aus Sicht des Naturschutzes ist die hohe Wertschätzung der f reien Landschaft für entsprechende Aktivitäten grundsätzlich zu begrüßen. Sie trägt dazu bei, die Menschen für den Erhalt der Natur zu gewinnen. In der Regel sind abwechslungsre i- che Landschaften, die häufig auch sehr sensible Schutzgebiete enthalten, für F reizeit und Erholung besonders attraktiv. Die Nutzung von Natur und Landschaft findet in Schutzg e- bieten dann ihre Grenzen, wenn hierdurch deren Schutzziele beeinträchtigt werden. Dies kann in vielen Schutzgebieten verhindert werden, wenn Tourismus und Spor t den Geg e- benheiten vor Ort angepasst und verantwortungsvoll ausgeübt werden. Die Themen der Biodiversitätsstrategie finden sich i m betrachteten Ausschnitt des IHK „Vielfalt vernetzen“ wieder. Ansätze zur Entwicklung städtisch geprägter Lebensräumen, zum Artenschutz und zur Umweltbildung sind vorhanden. Dem Thema Erholung kommt im dicht besiedelten Umfeld des Kölner Grüngürtels eine besondere Bedeutung zu. IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 17 3.5 Deklaration „Biologische Vielfalt in Kommunen“ Mit der Unterzeichnung der Deklaration durch den Oberbürgermeister der Stadt Köln im Juni 2010 bekennt sich Köln zum Schutz der lokalen Artenvielfalt. Mit der Unterschrift wurde ein einstimmiger Ratsbeschluss umgesetzt. Die nachfolgenden Ausführungen sind der Deklaration vom 22.05.2010 entnommen. Die biologische Vielfalt, d.h. die Vielfalt innerhalb der Arten, zwischen den Arten und die Vielfalt der Ökosysteme, bildet die existenzielle Grundlage für menschliches L e- ben und für die Möglichkeiten wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Entfaltung. Die internationalen und nationalen Bemühungen, den weltweiten Verlust der biolog i- schen Vielfalt bis zum Jahr 2010 zu verlangsamen bzw. zu stoppen, waren bisher nicht ausreichend. Daher bedarf es verstärkter Anstrengungen aller Akteure auf allen Ebenen für den Erhalt der biologischen Vielfalt. Städten und Gemeinden kommt dabei eine wichtige Bedeutung als Akteure zu, da sie die politische Ebene repräsentieren, die den Menschen am nächsten steht. Sie spielen ang e- sichts ihrer umfassenden Aufgaben in Planung, Verwaltung und Politik und der damit ve r- bundenen Entscheidung über den Umgang mit Natur und Landschaft vor Ort eine wichtige Rolle beim Erhalt der biologischen Vielfalt und haben die Möglichkeit, das öffentliche B e- wusstsein zur Bedeutung der biologischen Vielfalt zu stärken. Die Kommunen setzen sich dafür ein, im Rahmen ihrer Möglichkeiten Maßnahmen im Sinne der Erhaltung und Stärkung der biologischen Vielfalt in folgenden Bereichen zu ergreifen: I. Grün- und Freiflächen im Siedlungsbereich Erhalt von naturnahen Flächen im Siedlungsbereich und Nutzung bestehender Potenziale zur Schaffung von naturnahen Flächen und Naturerlebnisräumen innerhalb des Sie d- lungsraumes auch im Hinblick auf die Anpassung an den Klimawandel. Naturnahe Pflege öffentlicher Grünflächen u.a. mit weitgehendem Verzicht auf Pestizide und Düngung und Reduktion der Schnittfrequenz (Ökologisches Grünflächenmanag e- ment). Verbindung von Hochwasserschutz, Naturschutz und Erholungsfunktion. IV. Bewusstseinsbildung und Kooperation Beiträge zur Bewusstseinsbildung über die Zusammenhänge zwischen der Erhaltung der biologischen Vielfalt im urbanen Raum und einer nachhaltigen Stadt - und Regio- nalentwicklung und Kulturlandschaftspflege auch im ländlichen Raum. Verstärkung der Bildungsarbeit und des Informatio nsangebotes zur biologischen Viel- falt vor Ort, z.B. durch Waldkindergärten, Schulgärten und Naturlehrpfade in städt i- schen Grünanlagen, IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 18 Der Grüngürtel verfügt zur Umsetzung der angeführten Ziele über ein enormes Potenzial. Das Programmgebiet des IHK „Vielfalt vernetzen“ stellt ausreichend Raum zur Schaffung von naturnahen Flächen und Naturerlebnisräumen bereit. Der naturnahen Pflege öffentlicher Grünflächen widmet sich eines der Projekte des IHK „Vielfalt vernetzen“. Ebenso der Verbindung von Hochwasserschutz und Naturschutz. Beiträge zur Bewusstseinsbildung über biologische Vielfalt im urbanen Raum und die Verstärkung der Bildungsarbeit und des Informationsangebotes zur biologischen Viel- falt vor Ort sind wichtige Bausteine aller Projekte des IHK. Die Projekte und Maßnahmen des IHK „Vielfalt vernetzen“ sind geeignet, die Ziele der Deklaration „Biologische Vielfalt in Kommunen“ umzusetzen 3.6 Präventionsstrategie des Landes NRW und OP EFRE NRW Die „Präventionsstrategie des Landes NRW“ stellt die Grundlage für e in systematisches Gegensteuern gegen den Niedergang von städtischen Quartieren und gegen soziale Ausgrenzung dar. Der strategische Ansatz verfolgt neben der Verbesserung der Teilhabe am Bildungs-, Gesundheits- und Beschäftigungssystem und der Aufwertung der Quartiere durch wirtschaftliche, in frastrukturelle und städtebauliche Maßnahmen aufgrund von In- dustriebrachen, fehlenden Grünzügen, unzu reichenden naturna hen Freizeit - und Erh o- lungsangeboten und einem Mangel an intakten Ökologiesystemen zunehmend das Th e- ma „ökologische Revitalisierung“. Mit der Prioritätsachse 4 des OP EFRE NRW „Nachhaltige Stadt- und Quartiersentwick- lung“ und den Zielsetzungen Quartiere lebenswert zu machen, soziale Probleme zu mi l- dern sowie Bildungs - und Zukunftschancen der Menschen zu verbessern, greift das OP EFRE NRW die Präventionsstrategie auf, sodass alle hier benannten Maßnahmen einen Beitrag zur Präventionsstrategie des Landes NRW leisten. Für die Umsetzung der spezifischen Ziele der Prioritätsachse 4 des OP EFRE NRW sind im Rahmen des IHK „Vielfalt vernetzen“ folgende Handlungsfelder einschlägig: Spezifisches Ziel 11 der Prioritätsachse 4 Verbesserung der Integration benachteiligter gesellschaftlicher Gruppen in Arbeit, Bildung und in die Gemeinschaft Früh ansetzende Hilfen für Kinder, Jugendliche und Familien Verbesserung des öffentlichen Raums/Wohnumfelds IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 19 Spezifisches Ziel 12 der Prioritätsachse 4: Ökologische Revitalisierung von Städten und Stadt-Umlandgebieten Grüne Infrastruktur Naturerlebnisgebiete und Naturschutzbildungsangebote Schutz und Wiederherstellung von Freiräumen Der Grüngürtel verfügt zur Umsetzung der Ziele 11 und 12 über ein enormes Poten zial. Das Programmgebiet des IHK „Vielfalt vernetzen“ stellt für die Bewohner der Sozialrä u- me oft den einzig verfügbaren und frei zugänglichen grünen Freiraum dar. Punktuell sind Maßnahmen zur Umsetzung der Präventionsstrategie vorhanden (z.B. HöVi -Land). Ab- geleitet aus den Handlungserfordernissen des IHK „ Starke Veedel – Starkes Köln: Mit- wirken, zusammenhalten, Zukunft gestal ten“ ist die Verbesserung des Grüngürtels im Sinne der Umweltgerechtigkeit ein zentrales Anliegen des vorliegenden Konzeptes. 3.7 Klimaschutzplan Nordrhein-Westfalen Ein Teil des Klimaschutzplans NRW beschäftigt sich mit der Anpassung an die Folgen der Klimaveränderungen. Im Klimaschutzplan sind 16 Handlungsfelder mit mehr als 60 Ma ß- nahmen benannt. Im Mittelpunkt stehen dabei u.a: Siedlungs- und Infrastrukturen widerstandsfähiger zu machen Stabilität und Leistungsfähigkeit von Naturhaushalt und Ökosystemen zu erhalten Bürger, Unternehmen und Kommunen für das Thema Anpassung zu sensibilisieren und Informationen bereitzustellen Als Maßnahmen werden u.a. benannt: Förderung der biologischen Vielfalt im urbanen Raum – Strategie „Grüne Stadt“ Förderung der Weiterentwicklung des städtischen Grün- und Freiflächenanteils Das IHK „Vielfalt vernetzen“ sieht Projekte und Maßnahmen mit Bezug zum Klim a- schutzplan durch Förderung der Weiterentwicklung des städtischen Grün - und Freifl ä- chenanteils vor. 3.8 Klimawandelgerechte Metropole Köln Im Rahmen des Projektes „Klimawandelgerechte Metropole Köln“ wurde die Stadt hi n- sichtlich der Auswirkungen des Klimawandels untersucht. Im Rahmen der Studie wurde eine Planungshinweiskarte mit Einstufung der zukünftigen Wärmebelastung und eine Be- troffenheitskarte erstellt, die diejenigen Bereiche in Köln zeigt, die durch die Kombination von Hitzebelastung und einem hohen Anteil älterer Menschen besonders sensibel gege n- über Hitze sind. IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 20 Dabei gelten die Sozialräume Höhenberg und Vingst als sehr hoch belastet. Die anderen Räume und sogar Teile des Grüngürtels wurden als hoch belastet bzw. als belastet ei n- gestuft. Dem gegenüber stehen klimaaktive größer Freiflächen des Grüngürtels wie Fl ä- che am Alten Deutzer Postweg, am Vingster Berg, der Merheimer Heide und entlang der Strunde. Die Flächen der hoch und sehr hoch belasteten Gebiete können als klimatische Sani e- rungsgebiete eingestuft werden, in denen sich Maßnahmen zur Verbesserung des Stad t- klimas aufdrängen, während die klimaaktiven beziehungsweise sehr klimaaktiven Flächen eine sehr hohe Empfindlichkeit bei nutzungsändernden Eingriffen, Versiegelung und we i- terer Bebauung aufweisen. Die Studie liefert neben der Ermittlung von Betroffenheiten auch Planungshinweise und Maßnahmen zur Anpassung an den K limawandel. Für das IHK „Vielfalt vernetzen“ rel e- vant sind insbesondere Maßnahmen aus den Bereichen Landschaftspflege und Grünfl ä- chen sowie aus dem Bereich Gesundheit. Für Landschaftspflege und Grünflächen wird die Sicherung und Entwicklung der Grünsysteme empfohlen. Für die Gesundheit der Menschen sind vor allem die Frei- und Grünflächenanteile der Wohnquartiere, das Vo r- handensein von Frischluftschneisen und die Erreichbarkeit von Erholungsräumen als Prä- ventionsmaßnahmen ausschlaggebend. Grünanlagen dienen als klimaökologische Au s- gleichsräume, Schadstoffsenken und Erlebnis -, Begegnungs-, Bewegungs- und Regene- rationsräume. Insofern sind der Erhalt, die Schaffung und die Erweiterung von Grünrä u- men im Rahmen einer nachhaltigen, gesundheitsförderlichen, integri erten Stadtentwick- lungsplanung zu fördern. Abb. 4 Planungshinweiskarte für das Stadtgebiet Köln (Quelle: MKULNV 2015) Abb. 5 Synthetische Karte der Betroffenheit „Wärmebelastung und ältere Personen“ (Quelle: MKULNV 2015) Die Studie liefert neben der Ermittlung von Betroffenheiten auch Planungshinweise und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel. Für das IHK „Vielfalt vernetzen“ rel e- IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 21 vant sind insbesondere Maßnahmen aus den Bereichen Landschaftspflege und Grünflä- chen sowie aus dem Bereich Gesundheit. Für Landschaftspflege und Grünflächen wird die Sicherung und Entwicklung der Grünsysteme empfohlen. Für die Gesundheit der Menschen sind vor allem die Frei- und Grünflächenanteile der Wohnquartiere, das Vo r- handensein von Frischluftschneisen und die Erreichbarkeit von Erholungsräumen als Prä- ventionsmaßnahmen ausschlaggebend. Grünanlagen dienen als klimaökologische Au s- gleichsräume, Schadstoffsenken und Erlebnis -, Begegnungs-, Bewegungs- und Regene- rationsräume. Insofern sind der Erhalt, die Schaffung und die Erweiterung von Grünrä u- men im Rahmen einer nachhaltigen, gesundheitsförderlichen, integrierten Stadtentwic k- lungsplanung zu fördern. Im Rahmen von Projekten des IHK „Vielfalt vernetzen“ sollen die Klimaleist ungen der Freiflächen im Grüngürtel herausgearbeitet, dargestellt und vermittelt werden IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 22 4 DAS PROGRAMMGEBIET 4.1 Der Kölner Grüngürtel Mit dem System des Äußeren Grüngürtels und der damit verbundenen Landschaftskorr i- dore aus RegioGrün verfügt die Stadt Kö ln großräumig über eine starke Grüne Infrastruk- tur. Der Äußere Grüngürtel umfasst Flächen des ehemaligen äußeren Festungsrings der Stadt Köln. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die Festungsanlagen geschliffen und we i- te Teile in Grünflächen umgewandelt. Durch Ar rondierungen entstand eine mehr oder weniger zusammenhängende Grünanlage mit Sport und Spielwiesen, Schulgärten, Wal d- schulen, Luftbädern und Blumengärten. Im Äußeren Grüngürtel liegen zur Stadt hin klei n- teilige Parzellen, Kleingärten und Friedhöfe. Auf der äußeren Seite liegt ein mit Sportfl ä- chen und den ehemaligen Festungswerken durchsetzter Waldstreifen, an den sich wied e- rum offene Wiesen und eingebettete Wasserflächen anschließen. Abb. 6 Grünflächensystem Köln IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 23 Der Grüngürtel weist sehr unterschiedlich strukturierte Bereiche auf. Der linksrheinische Grüngürtel Linksrheinisch liegt im Südwesten als „Park“ der gestaltete historische Teil. Nördlich a n- schließend folgt der landschaftlich -landwirtschaftlich geprägte Abschnitt. Der G rüngürtel ist vor allem linksrheinisch wertvoller Erholungsraum für die Stadt Köln und das Umland, stellt aber auch Lebensraum für Tiere und Pflanzen mit teilweise naturschutzfachlich sehr wertvollen Bereichen dar. Er übernimmt wichtige Klimaschutzfunktion en, dient dem Bi o- topverbund, dem Bodenschutz und leistet als Wasserspeicher einen Betrag zum Hoc h- wasserschutz. Der rechtsrheinische Grüngürtel Auch der rechtsrheinische Grüngürtel erfüllt wertvolle biotische und abiotischen Funkti o- nen. Anders als der link srheinische, wird der rechtsrheinische Halbkreis vor allem in se i- nem nördlichen Abschnitt durch räumliche Enge und nah heranrückende Siedlungen h o- her Dichte bestimmt. Der zerklüftete Korridor und dessen Nutzbarkeit sind stark geprägt von der Zerschneidung durch die Trassen von Straßen und Bahnlinien, sodass vor allem für die Stadtteile östlich des Gürtels eine schwierige Situation für die Zugänglich - und Nutzbarkeit des Gürtels besteht. Gestaltete Grünflächen und Parks fehlen mit Ausnahme der Merheimer Heide rechtsrheinisch völlig. Der rechtsrheinische Abschnitt hat weder die Dimension, noch die gestalterische Su b- stanz der linksrheinischen Seite. Während also der linksrheinische Grüngürtel schon he u- te wesentlich Aufgaben einer Grünen Infrastruktur übernimmt , sind diese Funktionen rechtsrheinisch wenig stark ausgeprägt. 4.2 Abgrenzung des Programmgebiets Grüne Infrastruktur zum IHK „Starke Veedel – Starkes Köln: Mitwirken, zusammenhalten, Zukunft gestalten“ Der Aufruf Grüne Infrastruktur ergänzt seitens des Landes den Aufruf „Starke Quartiere – Starke Menschen“ inhaltlich und räumlich. Vor diesem Hintergrund bildete bei der Ko n- zeption des IHKs „Vielfalt vernetzen“ die Schnittstelle zum Programm „Starke Veedel – Starkes Köln : Mitwirken, zusammenhalten, Zukunft ges talten“ den Ausgangspunkt . D ie Abgrenzung des Programmgebiets orientiert sich an den Sozialräumen. Die elf Sozialräume, welche die räumliche Abgrenzung des Programms „Starke Veedel - Starkes Köln: Mitwirken, Zusammenhalten, Zukunft gestalten“ bilden, liegen im gesamten Kölner Stadtgebiet. Die gesamträumliche Betrachtung zeigt, dass vor allem die recht s- rheinischen Sozialräume unmittelbare Beziehungen zum Kölner Grüngürtel aufweisen, so dass sich hieraus die Festlegung des Programmgebietes Grüne Infrastruktu r im recht s- rheinischen Grüngürtel ableiten lässt. Eine räumliche Überschneidung beider Programmgebiete ist nicht gegeben. IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 24 Abb. 7 Der Grüngürtel in Überlagerung mit dem Programmgebiet Starke Veedel – Starkes Köln“ Die Analyse ins besondere der rechtsrheinischen Sozialräume zeigt einerseits ein deutl i- ches Defizit an freiräumlichen Angeboten, anderseits aber auch durch die unmittelbare Nähe zum äußeren Grüngürtel ein hohes Potenzial, dieses Defizit zu beheben. Hier gre i- fen die beiden IHK in einander und zeigen Synergien auf, die dazu beitragen, die Ziele die der Europäische Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) sowohl für den Aufruf „Starke Menschen – Starke Quartiere“ des Landes NRW, als auch für den Aufruf Grüne Infr a- struktur des MKULNV definiert, zu erreichen. Auch wenn eine räumliche Überschneidung beider Programmgebiete nicht vorgesehen ist, stehen bei der Konzeption und Umsetzung die Schnittstellen und Wirkungszusa m- menhänge beider Programme im Mittelpunkt. Ziel ist es , Grüne Infrastruktur zu ertücht i- gen und dabei mit den Bedarfen der Bevölkerung aus den Sozialräumen zu verknüpfen, um die Lebensverhältnisse der dort wohnenden Menschen zu verbessern. Auf Grund der im IHK „ Starke Veedel – Starkes Köln: Mitwirken, zusammenhalten, Z u- kunft gestalten“ ermittelten sozialen Bedarfe und des Poten zials des Grüngürtels zu d e- ren Deckung, sowie aus der Kenntnis um die Defizite des Grüngürtels selbst, wird als Programmgebiet der Bereich des rechtsrheinischen Grüngürtels zwischen der A4 im S ü- den und der Anschlussstelle Köln – Mülheim der A3 im Norden festgelegt. IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 25 Abb. 8 Gebietsabgrenzung Programmgebiet IHK „Vielfalt vernetzen“ IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 26 5 DER RAUM UND SEINE STÄRKEN Der Äußere Grüngürtel und die Flehbachaue stellen im rechtsrheinischen Stadtgefüge die bedeutendsten zusammenhängenden Freiräume dar und e rfüllen wichtige Aufgaben hi n- sichtlich Erholung, Naturentwicklung und Klimaschutz. Für die Bewohner sind sie Teil der Stadtlandschaft und unverzichtbarer Teil des Wohnumfeldes. Nachfolgend wird an Hand von Indikatoren, die die spezifischen Qualitäten und Problem- lagen des Grüngürtels beschreiben, das Programmgebiet analysiert. Die Indikatoren zur Auswahl der Sozialräume ist ausführlich im IHK „Starke Veedel – Starkes Köln: Mitwirken, zusammenhalten, Zukunft gestalten“ beschrieben. 5.1 Ökologische und klimatische Situation Aufgrund des Umfangs an zusammenhängenden, unbebauten Flächen in Benachbarung zu stark versiegelten Siedlungsflächen kommt dem Programmgebiet eine hohe ökolog i- sche Bedeutu ng zu. Trotz eingeschlossener Stadtlage besitzt der Natur - und Lan d- schaftsschutz einen hohen Stellenwert. Das gesamte Programmgebiet ist als Lan d- schaftsschutzgebiet ausgewiesen. Teilflächen sind als geschützter Landschaftsbestandteil festgesetzt oder in der Biotopkartierung erfasst. 5.1.1 Grün-, Frei-, Wasserflächen, Wälder Der Projektraum stellt sich als eine Mischung aus Grünflächen, Gehölzflächen , Wald und landwirtschaftlichen Flächen dar. Den größten Flächenanteil haben Wald und Gehölzfl ä- chen. Landwirtschaftliche Nutzflächen sind in geringen Anteilen vorhanden. Der Vingster See, Flehbach und Strunde bilden mit einem zu vernachlässigenden Anteil offene Wa s- serflächen. Die verschiedenen Grünräume variieren stark in ihrer Größe und Ausdehnung. Schmale Korridore von etwa 20 bis 50 Meter Breite wechseln mit Flächen mit einigen hundert M e- tern Breite ab. Bei näherer Betrachtung der Grünflächen fällt auf, dass der Anteil nutzbarer Freiflächen im Verhältnis zur Gesamtfläche gering ist. Die Mehrzahl ist, trotz Eigentum der Stadt Köln, einer allgemeinen öffentlichen Nutzung entzogen. Es handelt sich hierbei in großem U m- fang um Vereinskleingartenanlagen. Diese sind zwar i.d.R. öffentlich erschlossen, dies aber nur zu bestimmten Tageszeiten. Zudem verwehren die Nutzer durch U mbauungen oft die Einsehbarkeit, so dass es sich faktisch um keine öffentlichen Räume handelt. We i- tere Grünflächen werden durch Sport- und Reitvereine in Anspruch genommen. Als größere zusammenhängende Grün - und Freifläche ist die Merheimer Heide zu ne n- nen. Die Waldflächen stellen einen wesentlichen Teil der nutzbaren Freiräume für die B e- wohner der angrenzenden Sozialräume dar. Die Qualität der Grünflächen und Wälder ist im Allgemeinen gut. Die Grünflächen sind i.d.R. gut gepflegt. Vor allem die Merheimer Heide, die Umfelder der Forts und Zwische n- werke sowie neue Grünflächen im Umfeld von Bauflächen können als gestaltete Flächen IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 27 verstanden werden. Bei den Waldflächen handelt es sich überwiegend um zusamme n- hängende, teils neu aufgeforstete Wälder unterschie dlicher Altersstruktur. Im Umfeld von Verkehrswegen ist die Freiraumqualität von Waldflächen durch Müll und Verlärmung z u- meist mangelhaft. 5.1.2 Landschaftsschutzgebiete „Freiraum um das Gremberger Wäldchen von Poll bis Heumar“ „Merheimer Heide und ehemaliger Festungsgürtel Ostheim bis Mülheim“ "Freiräume und Grünverbindungen zwischen Brück, Dellbrück, Merheim und Holweide" (Flehbachaue). Die Schutzgebiete sind festgesetzt zur Erhaltung und Wiederherstellung der Leistungsf ä- higkeit des Naturhaushalts durch: Sicherung von Rast- und Nahrungsplätzen für Wasser- und Watvögel Sicherung von naturnahen Waldbereichen reich strukturierter Landschaftsräume als Lebensraum bedrohter Tier- und Pflanzenarten Sicherung stadtklimatisch wertvoller Laubwaldflächen zwischen den Sied lungsberei- chen Sicherung stadtklimatischer Ausgleichsräume und Durchlüftungszonen und stadtklima- tisch wertvoller Grünverbindungen in den Bebauungsbereich Schutz des Landschaftsbildes wegen der Vielfalt, Eigenart und Schönheit insbesonde- re im Bereich des Gr emberger Wäldchens sowie ländlicher Räume im Übergangsb e- reich zu Waldgebieten Sicherung der besonderen Bedeutung der Grünflächen für die Erholung in naturnah erhaltenen Landschaftsräumen Im Bereich des Landschaftsschutzgebietes „Freiraum um das Gremberger Wäldchen“ befindet sich zwischen Langendahlweg und Alter Deutzer Postweg eine verfüllte ehemal i- ge Kiesgrube. Für diese ist im Landschaftsplan der Stadt Köln als Maßnahme eine Rekul- tivierung als Grünverbindung, bestehend aus artenreichen Gehölz - und Wiesen flächen festgelegt. IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 28 Abb. 9 Landschaftsschutzgebiete und Geschützte Landschaftsbestandteile IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 29 5.1.3 Geschützte Landschaftsbestandteile Neben den Landschaftsschutzg ebieten sind auch insgesamt sechs geschützte Lan d- schaftsbestandteile Teil des Programmgebiets. Grünverbindung nördlich „Am Springborn“, Höhenhaus Festgesetzt a ls Freiraum inne rhalb dicht besiedelter, städti scher Bereiche, erfüllt die Anlage wichtige klimatische Ausgleichsfunktionen und dient darüber hinaus als ortsn a- her Erholungsraum. Festgesetzt zur Sicherung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts durch Erhaltung eines stadtklimatischen Ausgleichsraumes, einer Grünverbindung und zur Belebung, Gliederung und Pflege des Ortsbildes. Faulbach und Strunderbach um Haus Herl und Herler Mühle, Buchheim Die Schutzfestsetzung zielt auf die Erhaltung und Wiederherstellung des Bachlaufs und der Auenber eiche als strukturierendes Land schaftselement und insbesondere als durch menschliche Einwirkungen besonders gefährdeter Biotoptyp für die auf naturnahe Bedin- gungen angewiesene bachbegleitende Fauna u nd Flora. Der gemeinsame Auenbe reich von Faulbach und Strunderbach östlich des Buchheimer Rings ist aufgrund der Feuch t- wiesen- und Ufervegetation ein Lebensraum von besonderem Wert für Wiesen - und Wat- vögel. Festgesetzt zur Sicherung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts, insbesondere durch Erhaltung von Auwaldbereichen und Bachläufen als Lebensraum spezialisierter Arten und zur Belebung, Gliederung und Pflege des Landschaftsbildes durch Er haltung struktu- rierender Landschaftselemente und vorhandener Reste der bäuerlichen Kulturlan d- schaft. Faulbach und Brachflächen südlich Schlagbaumsweg, Merheim und Holweide Die Schutzfestsetzung zielt auf die Erhaltung und Wiederherstellung des Bachlaufs un d der Auenbereiche als strukturierendes Landschaftselement und insbesondere als durch menschliche Eingriffe besonders gefährdeter Biotoptyp für die auf naturnahe Bedingu n- gen angewiesene bachbegleitende Flora und Fauna. Festgesetzt zur Sicherung der Leistu ngsfähigkeit des Naturhaushalts, insbesondere durch Erhaltung der Auenbereiche des Faulbachs als Lebensraum spezialisierter A r- ten, kleinerer Fließwassersysteme und durch Sicherung eines Sekundärbiotops als Le- bensstätte eines bedeutsamen Amphibienvorkommens und zur Belebung und Pflege des Ortsrand- und Landschaftsbildes. Merheimer und Brücker Bruch einschließlich der Merheimer Fliehburg Das geschützte Gebiet ist ein Lebensraum von regionaler Bedeutung für bedrohte Pfla n- zen- und Tierarten der Feuchtgebiete. Der engräumige Wechsel unterschiedlicher Bi o- toptypen bedingt den besonderen Artenreichtum des Geländes. Festgesetzt zur Sicherstellung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts, insbesond e- re durch Erhaltung von Feuchtgebieten und Fließwassersystemen und IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 30 zur Belebung, Gliederung und Pflege des Landschaftsbildes, insbesondere durch S i- cherung markanter Geländeformen und Erhaltung vorhandener Reste der bäuerlichen Kulturlandschaft. St. Gereon und Umgebung, Merheim Festgesetzt z ur Belebung, Gliederung und Pflege des Ortsrand - und Landschaftsbil- des, insbesondere durch Erhaltung vorhandener Reste der bäuerlichen Kulturlan d- schaft. Rekultivierungsbrache westlich Servatiusstraße Das im Randbereich verbuschte Gelände hat sich auf der Altablagerung 8.05.02 entw i- ckelt. Die artenreiche Hochstaudenschicht bietet insbesondere den darauf spezialisierten Insektenarten (Blütenbesucher, ihren Räubern und Parasiten), aber auch anderen Tieren Deckungsraum, Nahrungs- und Brut-möglichkeit. Festgesetzt zur Sicherung der Leistun gsfähigkeit des Naturhaushalts, insbesondere durch Erhaltung naturnah entwickelter Lebensräume für gefährdete Pflanzen - und Tierarten im Siedlungsbereich. Böschungsgehölze südlich Alter Deutzer Postweg, Ostheim Festgesetzt zur Sicherstellung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts durch Erha l- tung vielfältig strukturierter naturnah entwickelter Landschaftselemente und Zur Belebung und Gliederung des Landschaftsbildes. Aus den Schutzzwecken und Schutzgegenständen wird die Vielfältigkeit und Multifunkti o- nalität des Programmgebietes deutlich. Neben Funktionen des Naturschutzes, spielen auch klimatische- und Erholungsfunktionen eine wichtige Rolle. 5.1.4 Biologische Vielfalt Die Auswertung der Informationen zu geschützten (planungsrelevanten) Arten in Nor d- rhein-Westfalen des LANUV (Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nor d- rhein-Westfalen, Abfrage Messtischblatt) zeigt, dass es sich fast ausschließlich um V o- gelarten handelt. Als weitere Arten sind Zauneidechse und Wechselkröte benannt. Der Erhaltungszustand wird als günstig bis unzureichend angegeben. Das Artenspektrum zeigt, dass insbesondere Wald und Gehölzstrukturen von Bedeutung sind. Die biologische Vielfalt zeigt sich nicht nur am Vorkommen eines geschützten Artenspekt- rums, sondern auch an der Vie lfalt der Fauna und Flora , unabhängig des Schutzstatus oder der Schutzwürdigkeit. Hier hat der Grüngürtel und die Flehbachaue durch das n e- ben- und m iteinander sehr unterschiedlich geprägter Grünräume wie Wälder , Gehölze, Kleingärten, Sportanlagen, Grünfläc hen, Friedhöfe, landwirtschaftlich genutzter Flächen, Wasserflächen und Brachflächen eine hohe Struktur- und Artenvielfalt anzubieten. Insbe- sondere das Gremberger Wäldchen ist als Relikt der potentiell natürlichen Vegetation und als Refugial- und Trittsteinlebensraum für viele Tier - und Pflanzenarten im Rahmen des landesweiten Biotopverbunds von herausragender Bedeutung . Ziel einer Entwicklung ist die Optimierung des Waldgebietes durch Umwandlung der Laub-Nadelholzmischbestände IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 31 in naturnahen Laubwald, durch Waldmantelentwicklung und durch Beschrä n- kung/Lenkung von Freizeitaktivitäten. Der Grüngürtel stellt innerhalb der Stadt Köln einen wichtigen Lebensräume für heimi- scher Tier- und Pflanzenarten dar, der durch Anpassung der Pflege und Gestaltung hi n- sichtlich der Biodiversität und damit auch der Ökosystemdienstleistungen (u.a. Klima, N a- turerfahrung, natürliche Bodenfunktionen, Grundwasser ) optimiert werden soll. 5.1.5 Klimafunktion Die Freiflächen des Programmgebiets wirken mit ihren klimatischen Eigenschaften grund- sätzlich positiv auf das Stadtklima und sind für die dicht besiedelten Sozialräume von b e- sonderer Bedeutung als wohnungsnahe thermische Ausgleichsflächen. Waldflächen weisen zusätzlich eine thermische Ausgleichsfunktion und Feuchteregulation auf. Als klimatische wirksame Bereiche können die zusammenhängenden Freiflächen des Gremberger Wäldchens, des Vingster Berges und der Merheimer Heide betrachtet we r- den. Nördlich von Buchheim werden die Freiflächen zu klein, um relevante Klimaleistu n- gen zu erbringen. Für den Luftaustausch mit den östlich der Autobahn A3 gelegen großen Freiräume und Frischluftkorridore stellt die Autobahn mit den Lärmschutzwänden eine deutliche Barriere dar. Zwischen den Freiflächen und den Siedlungsräumen fehlt die Vernetzung über Grü n- strukturen. Die Siedlungsräume sind hinsichtlich Durchgrünung und Luftkorridoren als defizitär zu betrachten. 5.1.6 Grün- und Freiraumkorridore, Biotopverbund Das Programmgebiet ist Teil des Kölner Grünsystems aus Innerem und Äußerem Grü n- gürtel und den Landscha ftskorridoren von RegioGrün. Allerdings hat weder der rechts- rheinische Grüngürtel, noch die Flehbachaue die Qualität und Durchgängigkeit des link s- rheinischen Grüngürtels oder dem einiger Landschaftskorridore. Vielmehr wird der Raum, bedingt durch die Lage zwischen zwei großen Verkehrstrassen und großen Stadtquarti e- ren, durch räumliche Enge bestimmt. Die Flächen sind zudem stark durch querende Ve r- kehrstrassen unterteilt. Dies mindert die Funktion insbesondere als Freiraumkorridor. Als ein Fachkonzept des Na turschutzes und Grundlage für den kommunalen Lan d- schaftsplan sichert der Biotopverbund Flächen mit herausragender Bedeutung (Kernflä- chen) und Verbindungsflächen für das Biotopverbundsystem. Die Kernflächen enthalten die geschützten und naturschutzwürdigen Flächen des Biotopkatasters als wesentliche Bestandteile. Die Verbindungsflächen sollen die Ausbreitung bzw. den Austausch von Individuen benachbarter Populationen ermöglichen. Der Biotopverbund trägt ist auch ein Kernstück für den Erhalt und die Entwicklu ng der Biodiversität im Rahmen der nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt. Der Biotopverbund ist Bestandteil des Fachbeitrages des Naturschutzes und der Landschaftspflege und wird vom LANUV erarbeitet. Im Biotopverbundsystem stellt das Programmgebi et wichtige Teilräume dar. Als Kernflä- chen sind das Gremberger Wäldchen südlich und nördlich der Zubringerstraße zur A4, als IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 32 Verbindungsflächen der Grünzug zwischen Buchheim und der A4 nördlich von Gremberg ausgewiesen. Die Flehbachaue ist Teil der Verbind ungsfläche „ Grünland-Waldkomplex bei Brück“. Das aus zwei Teilfl ächen bestehende Gremberger W äldchen stellt einen der wenigen erhaltenen Reste des Maigl öckchen-Perlgras-Buchenwaldes in der Niederrheinischen Bucht dar. Hoher Strukturreichtum, besonderer Alt holzreichtum und der sehr hohe Anteil naturnaher Buchen- und Buchenmischwälder sowie Eichenmischw älder mit Übergängen zu Sternmieren-Eichen-Hainbuchenwald bedingen die Einmaligkeit dieses Gebiets auf Kölner Stadtgebiet. Die drei Teilflächen des Grünzugs haben im Bereich der Stadtteile Buchheim, H öhenberg und Gremberg eine besondere Vernetzungsfunktion als Lebensraum im städtischen Um- feld für viele Tier- und Pflanzenarten. Landwirtschaftlich, teils als Acker, teils als Grünland genutzte Flächen, Laubmischwaldbereiche, Parks und Gr ünanlagen, Kleingartenanlagen, ein alter, strukturreicher Friedhof sind für das Gebiet charakteristische Lebensräume. Kul- turhistorisch von Bedeutung sind Reste ehemaliger Forts. Ziel der Entwicklung ist eine reich gegliederten Kultur- und Erholungslandschaft. Der Grünland -Waldkomplex bei Brück besteht aus drei Teilfl ächen und umfasst einen strukturreichen Grünland-Waldkomplex, der durch die Autobahn A4 und die Landstraße 286n zerschnitten wird. Die Flehbachaue, ist als Teil des Komplexes, vor allem durch Ge- büsche, Kopfbaumweiden und dem Bach mit Ufergeh ölzen charakterisiert. Damit stellt das Gebiet einen wertvollen Rest der ehemaligen Kulturlandschaft im Übergang von der Rheinebene zur Bergischen Heideterrasse dar. IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 33 Abb. 10 Verbundflächen, © Geobasis NRW, 2016 IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 34 5.2 Soziale und demographische Situation In Bezug zu Grüner Infrastruktur sind Umweltbildungsangebote sowie die Verfügbarkeit und Qualität von Spiel - und Sportflächen und die Erreichbarkeit sowie Erschließ ung der Grünflächen für Fußgänger und Radfahrer relevant. Die soziale und demographische Situation bezüglich der Sozialräume ist ausführlich im IHK „Starke Veedel – Starkes Köln: Mitwirken, zusammenhalten, Zukunft gestalten “ dar- gelegt (vgl. Kapitel 3.2.). Spiel- und Sportplätze In und um den rechtsrheinischen Grüngürtel bestehen zahlreiche Spielplätze für Kinder. Es handelt sich zumeist um ausgewiesene Spielplätze im Zusammenhang mit Siedlungen und Kleingartenanlagen. Historis ch bedingt k onzentrieren sich Spielmöglichkeiten in den öffentlichen Grünräumen auf die Umfelder der Forts und Zwischenwerke. Das Angebot ist zumeist auf Kinder beschränkt. Räume für Sport und freies Spiel für Jugendliche in Form offener Wiesenflächen finden sich nur in der Merheimer Heide. Die Waldbereiche stehen als freie Spielflächen nicht zur Verfügung. Neue Angebote wurden im Grüngürtel in Form von Bewegungsparcours für alle Generationen geschaffen. Sportflächen werden an zwei Orten im Programmgebiet in Form von Vereinssportanlagen angeboten. Als weiteres Freizeitangebot ist das Naturfreibad Vingst zu nennen. Außerschulische Umweltbildungsangebote im Gebiet Außerschulische Umweltbildungsangebote oder –einrichtungen bestehen derzeit im Pr o- rammgebiet nicht. Als kleines, niederschwelliges Angebot im Sinne Umweltbildung kann das Ferienprogramm HöVi-Land angeführt werden. Da viele Kinder aus den beiden Stadt- teilen (und auch Sozialräumen) Höhenberg und Vingst während der Sommerferien au f- grund verschiedenster sozialer Probleme nicht in Urlaub fahren können, schaff t HöVi- Land ein dreiwöchiges kreatives Ferienprogramm vor Ort. Das Programm beinhaltet Aus- flüge in die Umgebung, bei denen Kinder unmittelbar Natur und Umwelt erfahren. Päd a- gogische Umweltbildung wird nicht angeboten. Fuß- und Radwege Als durchgehender, ausgeschilderter und markierter Fuß- und Radweg verläuft der Grün- gürtelweg durch das Programmgebiet. An den Grüngürtelweg knüpfen Kölner -Radwege und die RegioGrün Route Ost an, die ins Umland führen. Die Flehbachaue ist derzeit nicht an den Grüngürtel oder an RegioGrün angebunden. Sehr gut qualifiziert sind die Wege in der offenen Landschaft der Merheimer Heide. Insbe- sondere das Gremberger Wäldchen durchzieht ein dichtes Wegenetz. Nördlich der Me r- heimer Heide verläuft nur noch der Grüngürtelweg. Der Ausbaustandard ist zumeist ein wassergebundener Weg. In den Waldbereichen handelt es sich zumeist um informelle Wege ohne Markierung. IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 35 Mangelhaft ist die Anbindung der Wege an die umliegenden Siedlungsräume. Dies ist einerseits den Barrieren der Verkehrswege, andererseits auch den Barrieren durch Klei n- garten- und Sportanlagen geschuldet. Die Einstiege in die Wege sind oftmals versteckt und kaum wahrnehmbar und zum Teil vermüllt. Insbesondere im Gremberger Wä ldchen stehen die Wege, bzw. deren Nutzer in Konflikt mit den Natur- und Landschaftsschutzbestimmungen. 5.3 Wirtschaftliche Situation Wirtschaftliche Leistungen erzielen die Flächen im Grüngürtel nicht. Die Waldflächen di e- nen in erste Linie dem Landschaftssch utz und sind einer wirtschaftlichen Nutzung entz o- gen. Landwirtschaft findet nur auf sehr geringen Flächenanteilen statt. In den Forts und Zwischenwerken befinden sich kleinere gewerbliche Nutzungen. 5.4 Gesamtstädtischer Kontext Projekte im Zusammenhang mit G rüner Infrastruktur können den rechtsrheinischen, frag- mentierten Teil des gesamtstädtischen Grüngürtels verbinden und entwickeln und einen Beitrag zur Verbesserung der Wohn - und Lebenssituationen der rechtsrheinischen Stad t- bezirke leisten. 5.5 Leistungen des Programmgebietes im Bezug zu Grüner Infrastruktur Integration Das Programmgebiet integriert Erholungsfunktionen und Leistungen zur Klimaanpassung und zum Klimaschutz, Landschaftsschutz und fördert die Biodiversität. Zur grauen Infr a- struktur der Verkehrswege und Siedlungen bestehen unmittelbare räumliche und funkti o- nale Bezüge. Die Bezüge zu anderen Konzepten und Strategien sind in Kapitel 3 darge- legt. Konnektivität Mit dem Konzept zur GI Köln werden Teilräume des rechtsrheinische n Grüngürtels unter- einander und mit Räumen östlich der BAB A3 physisch und funktional verknüpft. Dies gilt auch für die Beziehungen zu den angrenzenden Sozialräumen. Die Projekte zielen nicht nur auf die qualitative Aufwertung der Verbundstrukturen ab, sondern auch auf den physi- schen und funktionalen Schluss von Lücken in den Verbundstrukturen. Multifunktionalität Aufgrund der Dimension der Freiräume des Grüngürtels können eine Vielzahl unte r- schiedlicher Funktionen wie z.B. Erholung, Freizeitnutzung und Nat urentwicklung gleich- wertig miteinander existieren. Ein hoher Nutzungsdruck macht es dennoch erforderlich dass z.B. Erholungs - und Freizeitbereiche durch entsprechende Vegetationsausstattung wertvollen Tieren und Pflanzen Lebensraum und die naturnahen Bereiche ein hohes Maß an Erlebnisqualität bieten. Der Nachweis erfolgt über die Projekte und Maßnahmen. IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 36 Mehrräumlichkeit Da Programmgebiet besteht aus unterschiedlichen Zonierungen des Grüngürtels mit ve r- schiedenen Landschaftselementen, Ökosystemen und techn ischen Infrastruktureinric h- tungen. Hieraus ergeben sich, auch in Verbindung mit den angrenzenden Sozialräumen , unterschiedlich Problemlagen und Lösungsansätze. Kooperation In die Pflege und Entwicklung des Grüngürtels und der Flehbachaue sind zum einen meh- rere Disziplinen und Ämter der Stadt Köln involviert (Grünplanung, Naturschutz, Klim a- schutz, Bodenschutz), zum anderen erstreckt sich das Programmgebiet auch auf die s o- zialen, städtebaulichen und stadtplanerischen Belange mehrerer Stadtviertel und Sozial- räume. Auf Projektebene wird die Zusammenarbeit projektspezifisch um die allgemeine Öffentlichkeit und verschiedene Akteursgruppen erweitert. 6 SWOT-ANALYSE Aus der Ortskenntnis, der Auswertung der Prozessen zum „Grüngürtel Impuls“ Köln und dem IHK „Starke Veedel – Starkes Köln: Mitwirken, zusammenhalten, Zukunft gestalten “ und nicht zuletzt aus den Diskussionen mit den beteiligten Ämtern der Stadt Köln wurden die Begabungen des Programmgebietes und dessen Defizite ermittelt und vor allem der Handlungsbedarf abgeleitet. Dies ist nachfolgend in Form einer SWOT-Analyse dargelegt. Die Analyse betrachtet vor allem diejenigen Indikatoren, welche die freiräumlichen und ökologischen Qualitäten und Vernetzungen sowie die altersspezifischen Nutzungen abbi l- den. Handlungsbedarf aus dem IHK „ Starke Veedel – Starkes Köln: Mitwirken, zusammenhal- ten, Zukunft gestalten “ mit Bezug zu Grüner Infrastruktur und da mit mit Bezug zum Pr o- grammgebiet des vorliegenden IHK ist im Kapitel 3.2 bei der Beschreibung der jeweiligen Sozialräume benannt. IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 37 6.1 Ökologische und klimatische Situation 6.1.1 Grün-, Frei-, Wasserflächen, Wälder Stärken Zusammenhängende Grünflächen als Naherho- lungsraum für die Bewohner der Veedel Merheimer Heide als großer attraktiver und gut nutzbarer Freiraum Dichtes Wegenetz Chancen /Potenziale Waldbereiche bieten hohes Aneignungspotenzial für Kinder und Jugendliche Die enge räumliche Verzahnung von Freiraum und Siedlung bietet Chancen zur Vernetzung und zur Entwicklung des Grüngürtels zum nutzbaren Freiraum und Naturerlebnisraum für die Anwohner Einbeziehung landwirtschaftlicher Bereiche in das Erholungsflächennetz Landwirtschaftliche Flächen für „freies“ Gärtnern Forts und Zwischenwerke als Ankerpunkte Anbindung Flehbachaue Schwächen Anteil nutzbarer Flächen im Verhältnis zur Ge- samtfläche gering Außerhalb der Merheimer Heide wenige, gut nutzbare öffentliche Grünflächen Wenig Angebote für freie Sportnutzung außerhalb des Vereinssports Hoher Flächenanteil für halböffentliche Nutzungen (Kleingärten, Vereinssport) Wenig attraktive Wege von den Siedlungsräumen in den Grüngürtel Zugewachsene und verwilderte Bereiche wirken als Angsträume Verkehrswege als Barrieren für Durchgängigkeit Risiken Übernutzung Vandalismus Entstehung von Angsträumen in vernachlässigten Teilräumen Weitere Zunahme privat genutzter oder halböf- fentlicher Flächen und Abnahme des öffentliche nutzbaren Raums Handlungsbedarf Schaffung nutzbarer öffentlicher Grünflächen Schaffung von Räumen und Angeboten für freie Spiel- und Naturerfahrung Verbesserte Anbindung der Siedlungsräume und Vernetzung der Freiflächen untereinander Funktionale und gestalterische Integration halböffentlicher Nutzungen (Kleingärten, Vereinssport) in die öffentlichen Freiflächen Neue Formen des Kleingartens als Teil des öffentlichen Raums IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 38 6.1.2 Landschaftsschutzgebiete / Landschaftsbestandteile Stärken Vollständig als Landschaftsschutzgebiet festge- setzt Mehrere geschützte Landschaftsbestandteile Chancen /Potenziale Beruhigung intensiv genutzter, naturschutzfach- lich hochwertiger Bereiche bei gleichzeitiger Er- schließung wenig wertvoller und genutzter Flä- chen Schwächen In Teilbereichen Störungen durch intensive, un- geordnete Erholungsnutzung Umsetzung der Landschaftsplanmaßnahmen ab- hängig von Finanzausstattung und Flächenver- fügbarkeit Risiken Flächeninanspruchnahme durch Verkehr und Siedlungen Weitere Zerschneidung Übernutzung oder Neunutzung sensibler Bereiche Handlungsbedarf Ordnung der Erholungsnutzung zur Beruhigung wertvoller Teilbereiche Umsetzung von Landschaftsplanmaßnahmen 6.1.3 Biologische Vielfalt Stärken Vorkommen geschützter Tierarten Naturschutzfachlich hochwertige Bereiche Gremberger Wäldchen als Relikt der potentiell natürlichen Vegetation und als Refugial- und Tritt- steinlebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Strukturreichtum Mosaik verschiedener Grünflächen Chancen /Potenziale Renaturierung Flehbachaue Hohes Vernetzungspotenzial trotz der Zerschnei- dung durch Verkehrswege aufgrund der engen räumlichen Abfolge der Grünflächen Junge Wälder, Brachflächen und Wiesen können gut aufgewertet werden und bieten Entwick- lungsmöglichkeiten Kleingartenanlagen können aufgewertet werden und bieten Entwicklungsmöglichkeiten Erhöhung der Biodiversität durch standörtlich an- gepasste Pflege Schwächen Starke Zerschneidung durch Verkehrswege Verlärmung Gewässersystem in den Siedlungsbereichen stark verändert Altlasten Risiken Falsche oder zu geringe Pflege führt zur Verar- mung des Artenspektrums Flächeninanspruchnahme durch Verkehr und Siedlungen Weitere Zerschneidung Übernutzung oder Neunutzung sensibler Bereiche Weitere Flächeninanspruchnahme für Vereins- sport und Kleingärten führt zum Verlust der Viel- falt Handlungsbedarf Renaturierung Flehbachaue Aufwertung junger Wälder, Brachflächen und Wiesen Erhöhung der Struktur- und Artenvielfalt in Kleingärten Standörtlich angepasste Pflege IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 39 6.1.4 Klimafunktion Stärken Wälder und Gehölze dienen als Frischluftentste- hungsgebiete und Staubfilter Offene Grünflächen entlasten als Kaltluftentste- hungsgebiete und thermische Ausgleichsflächen die Siedlungsräume Der Talraum des Strunder Bachs dient als Frisch- luftschneise Chancen /Potenziale Ausweitung des Grüngürtels als klimatisch wirk- samer Raum, insbesondere nördlich von Buch- heim Renaturierung der Flehbachaue (Wiedervernäs- sung Niedermoor) Vernetzung mit Siedlungsräumen Schwächen Die Autobahn A3 mit begleitenden Lärmschutz- wänden mindert die Frischluftzufuhr aus den öst- lich angrenzenden großen Frischluftkorridoren Die Freiräume im Norden sind zu schmal, um klimatische ausgleichen zu wirken Mangelnde Vernetzung mit den Siedlungsräumen Lufthygienische Belastungen durch Verkehrswege Risiken Schaffung weiterer Barrieren für Frisch- und Kalt- luftzufuhr durch Bebauung und bauliche Maß- nahmen an Verkehrstrassen Reduzierung klimarelevanter Strukturen durch Überbauung und Versiegelung Klimawandel als Unwägbarkeitsfaktor für den Na- turraum und die Kulturlandschaft Handlungsbedarf Renaturierung Flehbachaue Herausstellen der Klimaleistungen des Programmgebietes für die Siedlungsräume Vernetzung mit den Siedlungsräumen 6.1.5 Grün- und Freiraumkorridore Stärken Zusammenhängender Grünkorridor Gremberger Wäldchen Vernetzung mit Flehbachaue Strukturreichtum Bedeutung im Biotopverbund Kulturhistorische Bedeutung und Relikte (Forts, Zwischenwerke) Dichtes Wegenetz Chancen /Potenziale Erhöhung der Strukturvielfalt Anbindung Flehbachaue Schwächen Mangelnde Durchgängigkeit, Barrieren Kaum Erweiterungsmöglichkeiten Zerschneidung durch Verkehrswege Risiken Weitere Zerschneidung Flächeninanspruchnahme durch Siedlungen, Ver- kehr Handlungsbedarf Erhöhung der Strukturvielfalt im Wald und in den Grünflächen Anbindung der Flehbachaue als Teil des Grüngürtels Einbeziehung der Flächen östlich der Autobahn zur Erweiterung des Grüngürtels IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 40 6.2 Soziale und demographische Situation 6.2.1 Spiel- und Sportplätze Stärken Zahlreiche Spielplätze für Kinder mit hoher Quali- tät vorhanden Merheimer Heide als großer attraktiver und gut nutzbarer Freiraum Gutes Sportangebot für Vereinssport Naturfreibad Vingst Neue Angebote (Bewegungsparcours) In großen Teilen gute Erreichbarkeit der Freiräu- me mit dem ÖPNV Chancen /Potenziale Forts und Zwischenwerke mit Umfeld als Anker- punkte für Spielflächen Waldbereiche bieten Aneignungspotenzial von Kinder und Jugendliche Grüngürtel bietet Platz für Angebote an alle Al- tersgruppen Einbeziehung weiterer Flächen östlich der Auto- bahn A3 Schwächen Außerhalb der Merheimer Heide keine größeren Räume für freies Spielen Wenige Angebote für freie Sportnutzung außer- halb des Vereinssports Angebot ist zumeist auf Kinder beschränkt Keine Angebote für „Trendsport“ Risiken Entwicklung einseitiger Angebote Konflikt Naturschutz – Sport-/Spielnutzung Nutzungskonflikte zwischen unterschiedlichen Nutzergruppen Handlungsbedarf Schaffung von Flächen und Angeboten für freie Sportnutzung Schaffung von Angeboten für „Trendsport“ Schaffung von Angeboten für Jugendliche 6.2.2 Außerschulische Umweltbildungsangebote im Gebiet Stärken Für die Sozialräume Höhenberg und Vingst be- steht mit dem HöVi-Land in den Freiräumen um das Zwischenwerk Xa ein Anknüpfungspunkt Kölner Waldschule Gut Leidenhausen als potenti- eller Kooperationspartner Chancen /Potenziale HöVi-Land als Ankerpunkt Engagierte Sozialraubetreuer (Grund)Schulen im Umfeld Programmgebiet bietet vor allem mit dem Grem- berger Wäldchen sehr gute Themen (Wald, Tie- re/Pflanzen), Klimaschutz Schwächen Bisher keine Angebote Risiken Abhängigkeit von Einzelpersonen Handlungsbedarf Einbindung und Stärkung HöVi-Land Aufbau eines Umweltbildungsangebotes IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 41 6.2.3 Fuß- und Radwege Stärken Durchgehende Fuß-/Radwegeverbindung durch den Grüngürtel vorhanden und ausgeschildert In großen Teilen gute Erreichbarkeit mit ÖPNV Im Gremberger Wäldchen und der Merheimer Heide eine Vielzahl von Wegen vorhanden Anbindung an RegioGrün Route Ost Chancen /Potenziale Vernetzung über die A3 hinweg Einbindung Flehbachaue Lückenschluss Radweg RegioGrün-Flehbachaue- Grüngürtel Beruhigung Gremberger Wäldchen Schwächen Wenig attraktive Wege von den Siedlungen in den Grüngürtel Teilweise Barrieren durch Verkehrswege und halböffentliche Räume Zugänge kaum wahrnehmbar Freiflächen östlich der Autobahn A3 kaum er- schlossen Mit Ausnahme des Grüngürtelweges keine klares Wegekonzept Risiken Akzeptanzprobleme Interessenkonflikte Nutzergruppen, Naturschutz – Erholung Handlungsbedarf Lückenschluss und Anbindung der Flehbachaue an das Radwegesystem Wegekonzept Gremberger Wäldchen Vernetzungen über Rad-/Fußwege Überwindung von Barrieren (Verkehrswege) Schaffung klarer Zugänge Beseitigung von „Angsträumen“ 6.3 Wirtschaft Stärken ----- Chancen /Potenziale Fortanlagen bieten Potenzial für Gastronomie Grüngürtel als Erholungs- und Regenerations- raum für Unternehmen in den angrenzenden Siedlungen Grüngürtel als attraktive Adresse Vor-Ort Nutzung des Holzes aus Durchforstungen Schwächen Keine Gastronomieangebote Risiken Zu starke Inanspruchnahme durch wirtschaftliche Interessen Verkleinerung und Vernachlässigung des Grün- gürtels – Verlust des positiven Standortfaktors Grün Handlungsbedarf Konzept zur Vor-Ort Nutzung des Holzes aus Durchforstungen IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 42 7 ENTWICKLUNGSSTRATEGIE Auf Basis der Bestandsdaten, der SWOT -Analyse, den abgeleiteten Handlungsbedarfen und im Diskurs mit den beteiligten Akteuren w urde die Entwicklungsstrategie für das Pr o- grammgebiet abgeleitet. Die Entwicklungsziele, Handlungsfelder , Leitmaßnahmen und Projekte der Entwicklungsstrategie sind aufeinander abgestimmt und konsistent. Es b e- steht ein klarer, eindeutiger Bezug zwischen allen Ebenen der Strategie. Für das IHK wurde ein Leitbild definiert, das einerseits klar den Anspruch an den Grüngür- tel und be gleitende Freiräume wiedergibt und andererseits den Bezug zu den Sozialrä u- men herstellt. IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ Dieses Leitbild dient als programmatischer Titel für alle, auch über den Förderzeitraum hinaus durchzuführenden Proj ekte und Maßnahmen und gibt die langfristige Entwick- lungsrichtung vor. Abb. 11 Schema Entwicklungsstrategie IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 43 Im Vordergrund stehen der Erhalt und die Entwicklung des rechtsrheinischen Grüngürtels und der angrenzenden Freiräume als deutlich sichtbarer Raum im Stadtgebiet un d deren Leistungen für Erholung, Klimaschutz und Biodiversität. Dabei ist dies nicht Selbstzweck, sondern korrespondiert mit den Menschen in den angrenzenden Siedlungsräumen und leistet so einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingung. Die Handlungsfelder der Entwicklungsstrategie lassen sich denen des OP EFRE NRW Prioritätsachse 4 zuordnen. Dies sind: Grüne Infrastruktur (spezifisches Ziel 12), Schutz und Wiederherstellung von Freiräumen (spezifisches Ziel 12) und die Verbesserung des öffentlichen Raums (spezifisches Ziel 11). Die, den Handlungsfeldern zugeordneten Projekte und Maßnahmen sind somit auf die spezifischen Zielen 11 und 12 des OP EFRE NRW ausgerichtet. Leitmaßnahmen definieren die strategischen Ziele der Handlungsfelder. 7.1 Handlungsfelder der Entwicklungsstrategie: 7.1.1 Handlungsfeld „Grün entwickeln“ Viele neue Anforderungen werden heute an Grün - und Freiräume gestellt. Neben den ökologischen Funktionen sind dies insbesondere auch Anforderungen aus d er Bevölke- rung wie z.B. gute Zugänglichkeit und Erschließung, multifunktionale Nutzbarkeit, Schö n- heit und Ruhe. Die Grünflächen im Programmgebiet bedürfen hinsichtlich dieser Anford e- rungen sowohl funktional, als auch räumlich der Entwicklung und Erweiterung. Ein wertvoller „Natur - und Erholungsraum“, der unzweifelhaft zu den Stärken der Stadt Köln zählt, spielt auch bei der Stärkung von Sozialräumen eine wesentliche Rolle. Gro ß- zügige, funktionelle und ansprechend gestaltete Grünflächen entlasten als Aufent halts- räume die urbanen Freiflächen und schaffen, je nach Bedarf, Platz für ein Neben - und Miteinander von Generationen und Kulturen. Leitmaßnahmen im Handlungsfeld „Grün entwickeln“ Schaffung nutzbarer öffentlicher Grünflächen Verbesserte Anbindung und Vernetzung der Siedlungsräume Vernetzung der Freiflächen untereinander Funktionale und gestalterische Integration halböffentlicher Nutzungen (Kleingärten, Vereinssport) in die öffentlichen Freiflächen Anbindung der Flehbachaue als Teil des Grüngürtels Einbeziehung der Flächen östlich der Autobahn zur Erweiterung IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 44 7.1.2 Handlungsfeld „Grün schützen“ Der Grüngürtel und die Flehbachaue stellen nicht nur einen wichtigen Erholungsraum im dichten Siedlungsumfeld dar, sondern auch einen wertvolle Naturraum. Dies zeigt s ich in der umfassenden Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet und teilweise als geschützte Landschaftsbestandteile. Insbesondere das Gremberger Wäldchen gilt als einer der wer t- vollsten Waldbestände auf Kölner Stadtgebiet. Im Handlungsfeld „Grün schützen“ geht es vordringlich nicht um den erhaltenden Schutz von Flächen, sondern um die gezielte Weiterentwicklung, Aufwertung und Strukturanre i- cherung des Programmgebietes. Dies soll in allen Räumen und auf allen Ebenen erfo l- gen. Dazu zählen Waldflächen und Grün flächen, aber auch die zahlreichen Kleingärten. Auch kann durch Änderungen in der Pflege der Struktur - und Artenreichtum gefördert werden. Neben den Leistungen des Programmgebietes für den Natur - und Artenschutz gilt es auch die des Klimaschutzes herauszua rbeiten und darzustellen. Diese sind für die dicht bebauten rechtsrheinischen Siedlungsräume von besonderer Bedeutung hinsichtlich der Bewältigung der Folgen des Klimawandels. Leitmaßnahmen im Handlungsfeld „Grün schützen“ Erhöhung der Strukturvielfalt im Wald und in den Grünflächen Ordnung der Erholungsnutzung zur Beruhigung wertvoller Teilbereiche Umsetzung von Landschaftsplanmaßnahmen Renaturierung Flehbachaue Aufwertung junger Wälder, Brachflächen und Wiesen Erhöhung der Struktur- und Artenvielfalt in Kleingärten Standörtlich angepasste Pflege Herausstellen der Klimaleistungen des Programmgebietes für die Siedlungsräume IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 45 7.1.3 Handlungsfeld „Grün erleben“ Der Innere und Äußere Grüngürtel sind für die Stadt Köln insgesamt von herausragender Bedeutung für d ie Lebensqualität und selbstverständlicher Teil des Wohnumfeldes und des Alltags der Bewohner. Die Nutzungen sind vielfältig und nicht konfliktfrei. Das Han d- lungsfeld „Grün erleben“ beschäftigt sich mit den Konflikten und den Folgen der intensiven Nutzung. Aus der reinen Nutzung als Erholungsraum soll durch entsprechend Maßnahmen ein N a- turerlebnisraum in unmittelbarer Wohnungsnähe entstehen. Dies ist auch mit Umweltbi l- dungsmaßnahmen verbunden. Hierdurch sollen die Nutzer für die Leistungen, die Bede u- tung und den Schutz des Grüngürtels und der Flehbachaue sensibilisiert werden. Wichtigstes Instrument ist ein klares Wegekonzept, das zwischen Nutzung und Schutz vermittelt. Leitmaßnahmen im Handlungsfeld „Grün erleben“ Lückenschluss und Anbindung der Flehbachaue an das Radwegesystem Wegekonzept Gremberger Wäldchen Vernetzungen über Rad-/Fußwege Überwindung von Barrieren (Verkehrswege) Schaffung klarer Zugänge Beseitigung von „Angsträumen“ Einbindung und Stärkung HöVi-Land Aufbau eines Umweltbildungsangebotes 7.1.4 Handlungsfeld „Grün nutzen“ Die Freiräume des Grüngürtels dienen heute einer Vielzahl neuer Nutzungsformen, für die der historisch gewachsene Freiraum nicht konzipiert ist. Zudem ist der Nutzungsdruck durch das Bevölkerungswachstum deutlich gestiegen. Auch der Umgang mit Grünflächen hat sich geändert. Nutzergruppen eignen sich entsprechend ihren Ansprüchen den Fre i- raum selbständig an. Dies führt sowohl zwischen den Nutzergruppen, als auch zwischen Schutz von Natur und Landschaft und berechtigtem Anspruch auf Erholung zu Konflikten. Mit Maßnahmen im Handlungsfeld „Grün nutzen“ sollen diese Konflikte durch gezieltes Schaffen von Angeboten aufgebrochen werden. Eine besonders häufige Form des Nutzens von Grünflächen im Programmgebiet sind die organisierten Kleingärten. Da einerseits die Nachfrage nach Gartenparzellen nach wie vor hoch ist, andererseits aber auch a lternative Formen abseits von Vereinsstrukturen nac h- gefragt werden, sollen im Grüngürtel Projekte an der Schnittstelle Kleingarten -Urban Gar- dening erprobt werden. IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 46 Neben der Freizeitnutzung haben vor allem die Waldbereiche auch einen pot. wirtschaftl i- chen Nutzen. Aus Durchforstungs- und Pflegmaßnahmen fällt nutzbares Holz an. Dessen Verwertung soll unter dem Gesichtspunkt der sozialen Schwäche der a ngrenzenden Quartiere geprüft werden. Leitmaßnahmen im Handlungsfeld „Grün nutzen“ Schaffung von Räumen und Angeboten für freie Spiel- und Naturerfahrung Schaffung von Flächen und Angeboten für freie Sportnutzung Schaffung von Angeboten für „Trendsport“ Schaffung von Angeboten für Jugendliche Schaffung von neuen Formen des „Gärtnerns“ Konzept zur Vor-Ort Nutzung des Holzes aus Durchforstung IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 47 7.2 Priorisierung der Handlungsfelder Die Bedeutung der Handlungsfelder richtet sich nicht nur am vordringlichen Hand lungs- bedarf aus, sondern insbesondere an den Stärken und Schwächen des Programmgebi e- tes. Hier steh en einerseits die Entwicklung von Grün- und Freiflächen als nutzbare Fl ä- chen und andererseits der Schutz wertvoller Flächen im Vordergrund. Beides hat als Teil des städtischen Umfeldes, seinen Platz und soll durch Projekte im Miteinander gefördert werden. Das Programmgebiet bietet für d as Erleben von Natur und Landschaft großes Potential. Für die Bewohner der angrenzenden Wohnquartiere ist der Grüngürtel Teil des unmittel- baren Lebensumfeldes und Ersatz für mangelnde Grünflächen in den Quartieren. Die Nutzung von weniger sensiblen Teilen des Grüngürtels für neue, zusätzliche und zie l- gerichtete Freizeitangebote ist ein Ziel, das in erster Linie im Zusammenhang mit den Sozialräumen zu sehen ist, und häufig in Verbindung mit Projekten der Handlungsfelder Grün entwickeln und Grün erleben steht. Priorität 1: Grün entwickeln, Grün schützen Priorität 2: Grün erleben Priorität 3: Grün nutzen Aus der Reihung der Handlungsfelder ergibt sich nicht automatisch eine Priorisierung hin- sichtlich der Projekte. Auch i n den, als Priorität 2 oder 3 eingestuften Handlungsfeldern , können und sollen Projekte umgesetzt werden. IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 48 8 PROJEKTE Die Umsetzung der Entwicklungsstrategie erfolgt innerhalb abgegrenzter Projekträ ume und durch Einzelprojekte. Sowohl den Projekträumen, als auch den Einzelproje kten sind Umsetzungsmaßnahmen zugeordnet. Diese sind in den jeweiligen Pro jektsteckbriefen (siehe Kapitel 8.5) erläutert. Die Abgrenzung größerer, zusammenhängender Projekträume bietet sich auf Grund der spezifischen Ausgangslagen, Schwerpunkte und Handlungsbedarfe der Räume an. Hinsichtlich Förderanträge und Projektlaufzeiten sind auch Umsetzungsmaßnahmen aus den Projekträumen als Einzelprojekte anzusehen. 8.1 Projekträume Auf Grundlage der Handlungsbedarfe und Leitmaßnahmen und insbesondere aus der Struktur des Kölner Grüngürtels werden im Programmgebiet des IHK „Vielfalt vernetzen“ vier Projekträume identifiziert und abgegrenzt. 8.1.1 Projektraum Gremberger Wäldchen Der Projektraum Gremberger Wäldchen ist überwiegend mit Wald bestockt und beinhaltet mit dem Gremberger Wäldchen einen der letzten ursprünglichen Waldbereiche Kölns. Es hat eine hohe Bedeutung für Flora und Fauna und für die Bevölkerung als Naherholung s- gebiet. Hier besteht Handlungsbedarf zur Beruhigung der wertvollen Bereiche. Die Wal d- bereiche stellen wichtige Klimaleistungen für die Allgemeinheit zur Verfügung. Diese so l- len u.a. in Form von Umwel tbildungsmaßnahmen herausgestellt werden. Die Vernetzung mit den angrenzenden Sozialräumen soll verbessert werden, um den Bewohnern einen leichteren Zugang zu Natur und Landschaft zu ermöglichen. 8.1.2 Projektraum Flehbachaue Die Flehbachaue ist ein kulturgesch ichtliches und ökologisches Relikt ehemaliger Moo r- standorte (Bruch) der Kölner Niederterrasse. Ökologisch bedeutsam ist das Gelände w e- gen vorhandener Moorreste und des engräumigen Wechsels unterschiedlicher Biotopt y- pen und des Artenreichtums. Die Flehbacha ue stellt auch einen wichtigen Freiraumkorr i- dor zwischen dem Kölner Grüngürtel und dem Königsforst dar. Mit dem Projekt soll die Flehbachaue nach Beseitigung von Altablagerungen durch Wiedervernässung als Moo r- standort reaktiviert und aufgewertet werden. 8.1.3 Projektraum Grün vernetzen – Grün entwickeln Der Projektraum „Grün vernetzen – Grün entwickeln “ zieht sich weitgehend östlich der BAB A3 durch das gesamte Programmgebiet. Durch den Ausbau der A3 sind hinter den Lärmschutzeinrichtungen relativ beruhigte Grünflächen entstanden. Es handelt sich dabei um sehr unterschiedliche Flächen, teilweise um bepflanzte Böschungen, teilweise um Ansaaten. Es ist so ein ca. 20 bis 40 m breites Band entstanden, dass sich sehr gut für die ökologische Entwicklung und in Teilen f ür Erholung, Spiel und Sport eignet. Verbun- den werden die Flächen durch den A3 -Weg, der den Anwohnern neue Verbindungen e r- IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 49 möglicht und Freiräume erschließt. Zusammen mit der standortangepassten Entwicklung der Grünflächen kann ein spannendes und unerwartet es Grünerlebnis entlang der sonst als Barriere und Belastung empfunden A3 entstehen. 8.1.4 Projektraum „WaldParkour“ Der Projektraum „WaldParkour“ ist räumlich am Vingster Berg verortet. Dieser liegt zentral zwischen den Sozialräumen Höhenberg, Vingst und Osthe im. Die drei Sozialräume we r- den allseitig durch breite Verkehrstrassen begrenzt . Der Grüngürtel und speziell der Vingster Berg stellen für die Bewohner die wohnungsnahen Freiflächen dar. Im Waldbe- stand am Vingster Berg sollen Angebote für Jugendliche der S ozialräume zum freien Spiel in Natur und Landschaft ermöglicht werden. Der „Vingster B erg“ ist im Zusamme n- hang mit der Entschuttung der kriegszerstörten rechtsrheinischen Vororte künstlich aufge- tragen worden und stellt eine markante Erhebung dar. Dies e soll durch Aussichtsmöglich- keiten betont werden. IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 50 Abb. 12 Gesamtkonzept der Projekträume IHK „Vielfalt vernetzen“ IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 51 8.2 Einzelprojekte 8.2.1 Gartenlabor Kleingärten nehmen weite Flächen des Programmgebietes ein und bilden häufig Barrieren für die Durchgängigkeit sowohl hinsichtlich Wegeverbindungen, als auch hinsichtlich des Biotopverbundes. Das Projekt Gartenlabor widmet sich der Fragestellung, wie Kleinga r- tenanlagen in das Freiflächensystem und in den Biotopverbund besser eingebunden we r- den können und wie neue Formen des „Urban Gardening“ integriert werden können. E r- forderlich hierzu sind einerseits konkrete Testflächen, auf denen modellhaft Gärten zur Selbstversorgung unter Vernetzungsaspekten angelegt und genutzt werden, andererseits aber auch die Sensibilisierung von Kleingärtnern im Programmgebiet für die spezielle S i- tuation im Kölner Grüngürtel. Verortet sind die Testflächen im räumlichen Projekt Grün vernetzen – Grün entwickeln. 8.2.2 Klimaleistungen des Grüngürtels Die Grünflächen des recht srheinischen Grüngürtels haben für die Bewohner der angre n- zenden Siedlungsräume nicht nur Funktion als Erholungsraum, sondern leisten u.a. über die Wald- und Grünflächen wichtige Beiträge zum besseren Stadtklima, zur Lufthygiene und sind zukünftig als „kli matische Rückzugsräume“ von besonderer Bedeutung für das Wohlergehen der Bevölkerung. Um das Verständnis für den Erhalt, die Pflege und die Entwicklung des Grüngürtels zu erhöhen und für dessen pflegliche Nutzung zu sensibilisieren, sollen in einer wisse n- schaftlichen Studie dessen Leistungen für die Bevölkerung herausgearbeitet und darg e- stellt werden. Gerade bei Kindern und Jugendlichen kann durch intensive Naturerfahru n- gen frühzeitig eine positive Mensch -Natur-Beziehung erreicht werden, die Voraussetzung für den Schutz von Natur und Landschaft ist. 8.2.3 Holzhof Von der städtischen Forstverwaltung Köln werden rund 3.950 Hektar Waldfläche betreut . Rechtsrheinisch liegen Waldgebiete u.a. im Grüngürtel (Gremberger Wäldchen) und vor allem n ördlich des Stadtteils Dün nwald. Die Forstverwaltung bietet verschiedene Wal d- produkte zum Kauf an, darunter auch Brennholz und Kaminholz. Im Rahmen der „Grünen Infrastruktur“ sol l Brennholz vor Ort verstärkt genutzt werden. Ziel ist es, liegendes Holz aus Durchforstungs - und Waldp flegemaßnahmen im Pr o- grammgebiet auf einem „Holzhof“ zu sammeln, zu verarbeiten und günstig abzugeben. Die Gewinnung, Verarbeitung und Abgabe soll als Ökosozialprojekt durchgeführt werden. Dabei geht es neben der ressourcenschonenden Gewinnung und Abgabe von Holz vor Ort auch um soziale Aspekt e. Der „Holzhof“ soll Beschäftigungslosen Chancen zu r Quali- fizierung, Integration und Heranführung an den Arbeitsmarkt bieten. Die Umsetzung soll in Kooperation mit einem Sozialunternehmen erfolgen, da s neben der Integ ration von A r- beitslosen und Behinderten in den Arbeitsmarkt sich auch mit Bildungs- und Qualifizie- rungsangeboten beschäftigt. IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 52 8.3 Projekte und Handlungsfelder Die Tabelle zeigt die Zuordnung der Projekträume und Einzelprojekte zu den Handlung s- feldern. Dabei wi rd deutlich, dass alle Projekte mehrere Handlungsfelder bedienen. Dies zeigt anschaulich den multifunktionalen und mehrräumlichen Ansatz des IHK „Vielfalt ve r- netzen“. Handlungsfeld / Projekt Grün entwickeln (Priorität 1) Grün schützen (Priorität 1) Grün erleben (Priorität 2) Grün nutzen (Priorität 3) Gremberger Wäldchen WaldParkour Flehbachaue Grün vernetzen – Grün entwickeln Gartenlabor Klimaleistungen Holzhof Tab. 1 Zuordnung Projekte - Handlungsfelder 8.4 Priorisierung der Projekte Aus den spezifischen Handlungsbedarfen kann für die Projekträume und Einzelprojekte eine Priorisierung abgeleitet werden. In den Projektsteckbriefen wird wiederum eine Pri o- risierung der Maßnahmen vorgenommen. Vordringlicher Handlungsbedarf besteht in den Projekträumen Flehbachaue und Gre m- berg Wäldchen. Hier gilt es, durch Umsetzung entsprechender Maßnahmen wertvolle Naturelemente zu sichern, zu entwickeln und erlebbar zu machen. Das Projekt Gartenlabor wird ebenfalls als v ordringlich eingestuft. Es stehen im Grüngü r- tel konkrete Flächen zur Verfügung, um an der Schnittstelle des in Köln nach wie vor sehr nachgefragten klassischen „Kleingärtnerns“ und der Initiativen und Trends des „Urban Gardening“ Möglichkeiten des wohnungsnahen Gärtnerns zu schaffen und zu erproben. Der Projektraum „Grün vernetzen – Grün entwickeln“ beinhaltet sehr unterschiedliche Flächen. Dies sind u.a. Ausgleichsflächen für Bauvorhaben, neu zu entwickelnde Grünflä- chen, bestehende Erholungsflächen und au ch Ackerland. Alle Flächen haben sehr ve r- schiedene Ausgangslagen und Entwicklungshorizonte. In der Summe ist daher die Prior i- tät als Stufe 2 (hoch) einzustufen, wobei einige Maßnahmen im Projektraum mit vordrin g- lichem Handlungsbedarf einzustufen sind. Der „WaldParkour“ wird auf Grund des Zeitbedarfs für die erforderliche fachliche Konze p- tion und für die intensive Einbeziehung der Zielgruppe als mittlere Priorität eingestuft. Ein- zelmaßnahmen haben eine hohe Priorität. IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 53 Das Projekt Klimaleistungen erfordert i ntensiver fachlicher Vor - und Aufbereitung. Ko n- zepte hierzu liegen bisher nicht vor. Daher wird das Projekt mit mittlerer Priorität eing e- stuft. Priorität / Projekt Sehr hoch (Priorität 1) Hoch (Priorität 2) Mittel (Priorität 3) Gremberger Wäldchen Flehbachaue Gartenlabor Grün vernetzen – Grün entwickeln WaldParkour Klimaleistungen Holzhof Tab. 2 Übersicht Projektprioritäten 8.5 Projektsteckbriefe Nachfolgend sind die Projekträume und Einzelprojekte in Form v on Projektsteckbriefen beschrieben und entsprechend der Priorität geordnet. Die Steckbriefe beinhalten alle we- sentlichen Informationen zu den Projekten einschließlich Projektbeschreibung, erforderl i- cher Umsetzungsmaßnahmen, Priorisierung der Maßnahmen, Projektträger und –partner, Umsetzungszeiträume und geschätzter Kosten. Dargestellt ist weiterhin die Wirkung der Projekte auf übergeordnet Ziel und Programme, sowie Aussagen zur angedachten Partizipation. IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 54 8.5.1 Gremberger Wäldchen – Neue Wege Titel des Projektes Gremberger Wäldchen – Neue Wege Projektort Gremberger Wäldchen zwischen A 4 und Vingster Bad, Wald und Grünflächen südlich und nördlich des Alten Deutzer Postweges zwischen Vingster Ring und B8, Freiflächen westlich und nördlich des neuen Wohnquartiers Waldbadviertel Priorität (siehe zugehörige Karte Anlage 4) Handlungsfeld(er) Grün entwickeln Grün schützen Grün erleben Grün nutzen Ziele Stärkung der Biodiversität, Verbesserung Siedlungsumfeld, Umweltbildung, Naturerlebnis Handlungsbedarf Wegekonzept Gremberger Wäldchen zur Ordnung der Erholungsnutzung zur Beruh i- gung wertvoller Teilbereiche Herausstellen der Klimaleistungen des Programmgebietes für die Siedlungsräume Einbindung und Stärkung HöVi-Land Aufbau eines Umweltbildungsangebotes Überwindung von Barrieren (Verkehrswege) Schaffung klarer Zugänge in die Grünräume Beseitigung von „Angsträumen“ Projektbeschreibung Das Gremberger Wäldchen gehört zu den Besonderheiten im rechtsrheinischen Grüngü r- tel. Es ist der Rest eines Laubwaldes der sich über Gremberg hinaus erstreckenden Ni e- derterrasse der Kölner Bucht und zählt zu den letzten Überresten autochthonen Waldb e- standes in Köln. Aufgrund seiner langen Geschichte und des ursprünglichen Charakters hat das Gremberger Wäldchen eine hohe Bedeutung für die Bevölkerung als Naherh o- lungsgebiet und ganz besonders für Flora und Fauna. Der Projektansatz verfolgt das Ziel, durch eine eindeutige, reduzierte Wegeführung und Markierung der Zugänge das Gremberger Wäldchen als Erholungsraum zu erhalten und gleichzeitig die wertvollen Baumbestände und die Flora und Fauna als Naturwald zu schützen. Hierzu sollen Wege im Wäldchen entsiegelt und durch Abpflanzungen oder 1 IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 55 Barrieren geschlossen werden. Die nördlich des Alten Deutzer Postweges gelegen en Waldbereiche soll en im Gegenzug auf überwiegend vorhandenen Wegen erschlossen und in den Erholungsraum einbezogen werden. Im Wäldchen und am Zwischenwerk Xa sollen fünf Info -Punkte gestaltet werden, die über die Bedeutung und die Besonderheiten informieren und die Besuche r für einen schone n- den Umgang sensibilisieren. Nördlich des Alten Deutzer Postweges entstand eine große Neubausiedlung (Waldba d- viertel). Durch die Bebauung erhöht sich der Nutzungsdruck auf die südlich anschließe n- den Waldbereiche. Dem Bedürfnis nach Erholu ng außerhalb des Wohnquartiers soll durch ein neues Wegekonzept nachgekommen werden. Dies erfordert in Teilen eine Fre i- stellung von Wegen und von Zugängen durch Baumrodungen und die Anlage neuer W e- ge. Die Wege sollen als Waldwege mit wassergebundener Decke angelegt werden. In s- gesamt entsteht ein klares (Rund)Wegenetz, das nicht nur den Bewohnern des Waldba d- viertels, sondern insbesondere auch denen der angrenzenden Sozialräume Vi ngst und Höhenberg zu Gute kommt. In der Waldfläche südöstlich des Waldbadviert els befindet sich noch ein Grundstück in Privatbesitz. Dieses soll erworben werden und entsprechend den naturschutzfachlichen Zielen und den Anforderungen an Erholungsnutzung entwickelt werden. Um die Bereiche südlich und nördlich des Alten Deutzer Postw eges zu verbinden, sind sichere Querungsmöglichkeiten der Straße erforderlich. Zwischen der Kleingartenanlage und der Einmündung Hardtgenbuscher Kirchweg ist der Bau eines Fußweges am Alten Deutzer Postweg erforderlich. Unmittelbar westlich des Waldbadvier tels liegen die Freiflächen des Vingster Sees und des Zwischenwerks Xa. Der Vingster See wird als Naturfreibad genutzt. Das Zwische n- werk dient neben der allgemeinen Erholungsfunktion insbesondere der Ferienkinderb e- treuung aus den benachbarten Sozialräumen Höhenberg und Vingst. Diese wird einmal jährlich für drei Wochen in den Sommerferien durchgeführt und ehrenamtlich betreut. Mehrere hundert Kinder verbringen einen Teil der Ferienzeit auf dem Gelände. Zur Ve r- besserung des Angebotes sind die Installation ei ner festen Toilettenanlage und die „Mö b- lierung“ der Wiesen am Zwischenwerk erforderlich. Der Raum des Gremberger Wäldchens eignet sich auf Grund seiner waldbaulichen und ökologischen Bedeutung sehr gut, um für Kinder in den benachbarten Sozialräumen ein zusätzliches außerschulische s Naturbildungsangebot zu schaffen. Mit der Kölner Wal d- schule am Gut Leidenhausen (östlich Eil) besteht ein kompetentes Umweltbildungsang e- bot für Schülern und Schülerinnen aus der Großstadt Köln mit der Möglichkeiten für ein aktives Naturerleben. Neben der Vermittlung von Artenkenntnissen und dem Verständnis für ökologische Zusammenhänge stehen Sinneswahrnehmungen und Erlebniswerte im Vordergrund. Zusammen mit der Waldschule soll am Zwischenwerk oder am Vingster See ein „Grünes Klassenzimmer“ geschaffen werden. In einem Probezeitraum (drei Jahre) soll zunächst monatlich ein kindgerechtes Lernangebot zum Thema Wald ( Ökosystemleistun- IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 56 gen, Klimaschutz) angeboten werden. Als stationäre Örtlichkeit reicht z.B. ein Bauwagen aus. Sonst stellt der Wald das Grüne Klassenzimmer dar. Das Zwischenwerk IXb nördlich des Autobahnkreuzes soll nicht erschlossen werden, sondern der als Rückzugsraum z.B. für Fledermäuse dienen. Maßnahmen A) Aufbau eines Hauptwegenetzes im gesamten Bereich Gremberger Wä ldchen und Alter Deutzer Postweg. Die Wege sind als reine Fußwege mit max. wassergebu n- dener Decke zu konzipieren. Als Radweg wird nur der Grüngürtelweg ausgewiesen. A1 Südlich und nördlich der Östlichen Zubri ngerstraße werden auf ca. 4.000 m Wege geschlossen, zurückgebaut und verbleiben als Sukzessionsflächen in- nerhalb des Naturwaldes. A2 Südlich der Ö stlichen Zubringerstraße werden zwischen Kleingartenanlage und Gremberger Hof auf ca. 450 m asphaltierte Wege entsiegelt. A3 Südöstlich des Waldbadviertels w erden nach Auslichten und Rodung einze l- ner Bäume und Sträucher auf ca. 1.400 m wassergebundene Waldwege a n- gelegt. Die exakte Wegeführung ist noch zu klären. Bau eines Fußweges südlich des Alten Deutzer Postweges zwischen der Kleingartenanlage und der Einm ündung Hardtgen buscher Kirchweg (Länge ca. 700 m). X Zwischen der Bahnlinie und der A4 werden zur Beruhigung für Flora und Fa u- na alle Wege außerhalb der Hauptwege durch Barrieren und Bepflanzungen geschlossen. B) Um die Durchgängigkeit zwischen de n Bereichen südlich und nördlich des Alten Deutzer Postweges zu ermöglichen, sind an vier Stellen Querungshilfen erforderlich. C) Schaffung von „Türen ins Grüne“ durch Auslichten. D) Gestaltung von drei Info-Punkten mittels Infotafeln zum Thema Wald und als Orie n- tierungshilfe. Sanierung und Gestaltung der Schutzhütte im Gremberg Wäldchen als zentraler I n- formationspunkt zum Thema Wald (Ökosystemleistungen, Klimaschutz, Historie). E) Am Zwischenwerk Xa werden mehrere Sitzsteine in das Gelände eingebracht. Am südlichen Rand des Zwischenwerks soll eine dauerhafte Toilettenanlage installiert werden. F) In Zusammenarbeit zwischen der Kölner Waldschule und den Sozialraumkoordin a- toren Höhenberg und Vingst, bzw. Ostheim und Neubrück (Hr. Hansmann) soll ein, zunächst zeitlich befristetes Modellprojekt „Grünes Klassenzimmer“ erstellt werden. In Zusammenarbeit mit örtlichen Grundschulen sollen innerhalb der Schulzeiten 1x monatlich thematische Lernveranstaltungen im Gremberger Wäldchen angeboten IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 57 werden. Dabei werden Kinder spielerisch mit Natur, speziell Wald, vertraut gemacht. Neben dem Aufbau des Bildungsangebotes braucht es infrastrukturell einen einf a- chen Ort zur Vorbereitung -Nachbereitung und zur Aufbewahrung von Lernmaterial. Dies sollte bevorzugt im Bereich des Vingste r Bades erfolgen, da es sich hier um einen gesicherten Bereich handelt. G) Ankauf einer 3,2 ha großen Waldfläche. Entwicklung der Fläche entsprechend de r naturschutzfachlichen Zielstellung. H) Kartierung der Fledermausvorkommen am Zwischenwerk IXb. Ggf. Durchführung von Artenhilfsmaßnahmen. Maßnahmenprioritäten Priorität 1 Priorität 2 A1, A2, A3, X, C, E, F B, D, G, H Erforderliche vorbereitende Maßnahmen Entwurf der Wegekonzeption Abstimmung der Wegekonzeption mit Naturschutz und Artenschutz Abstimmung Querungshilfen mit Straßenbaulastträger Entwurf Umfeldgestaltung Zwischenwerk Projektskizze zum Grünen Klassenzimmer, Partnerschulen suchen Projektträger / Ansprechpartner Stadt Köln: Amt 671 Herr Bauer / Amt 671/2 Hr. Bouwmann / Amt 512/1 Mögliche Projektpartner Sozialraumkoordinatoren Höhenberg und Vingst, Ostheim und Neubrück Waldschule Köln, Herr Küchenhoff GAG Immobilien AG KölnBäder GmbH Umsetzungszeitraum: 2017 – 2020 2020 - 2022 Umsetzungsreife: Projektidee Konzept vorhanden Planung vorhanden Erwartete Projektkosten gesamt 1.499.180 € (inkl. 20 % Baunebenkosten und 19 % MwSt. soweit anrechenbar) IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 58 Maßnahmenübersicht Maßnahme Kosten Umsetzungszeitraum Abhängigkeiten Maßnahmenträger A1 Baukosten 456.960 € 2017-2020 --- Stadt Köln A2 Baukosten 64.260 € 2017-2019 --- Stadt Köln A3 Baukosten 429.828 € 2018-2021ff Fußweg Straßenbau- lastträger Stadt Köln X Baukosten 21.420 € 2017-2020 --- Stadt Köln B Baukosten 171.360 € 2019-2021ff Straßenbaulastträger Stadt Köln C Baukosten 14.280 € 2018 --- Stadt Köln D Baukosten 79.730 € 2019-2021ff --- Stadt Köln E Baukosten 49.980 € 2017 --- Stadt Köln F Personalkosten 28.800 € Sachkosten 15.422 € 2017-2020 --- Stadt Köln / Köl- ner Waldschule G Grundstückskosten 160.000 € 2021ff Eigentümer Stadt Köln H Gutachten 7.140 € 2019-2020 --- Biostation / Stadt Köln Wirkung des Projektes auf Ziele des Operationellen Programms EFRE NRW Ziel 11 Früh ansetzende Hilfe für Kinder, Jugendliche, Familien Verbesserung des öffentlichen Raums / Wohnumfeld Belebung der örtlichen Wirtschaft Wirkung des Projektes auf Ziele des Operationellen Programms EFRE NRW Ziel 12 Grüne Infrastruktur Naturerlebnis / Umweltbildung Schutz und Wiederherstellung von Freiräumen Wirkung des Projektes auf Indikatoren „Grüne Infrastruktur“ Konnektivität Integration Multifunktionalität Kooperation Demografie Sozial Einbindung in übergeordnete Strategien des Landes NRW und der Stadt Köln Biodiversitätsstrategie: Naturerleben, Naturschutzbildung un d Erholung, Schaffung von zielgruppengerechten Naturschutzbildungsangeboten für die unterschiedlichsten Bevölke- rungsgruppen, Weiterer Ausbau der Informationssysteme über die Verbreitung der heim i- IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 59 schen Arten, Naturerlebnisangebote, Vorbeugung von Nutzungsko nflikten zwischen N a- turschutz und Freizeitnutzung Präventionsstrategie des Landes NRW : Soziale Prävention durch früh ansetzende U m- weltbildung, Kinder für ihr eigenes Umfeld und für Natur - und Umweltschutz sensibilisie- ren. Klimawandelgerechte Metropole Köl n: Gremberg, Vingst und Höhenberg klimatisch b e- sonders belastet, Zugang zu klimatisch weniger belasteten Räumen. Deklaration Biologische Vielfalt in Kommunen: Raum zur Schaffung von naturnahen Fl ä- chen und Naturerlebnisräumen, Verstärkung der Bildungsarbeit und des Information s- angebotes zur biologischen Vielfalt Partizipation Zur Akzeptanzsteigerung der Wegekonzeption sind die Anwohner der angrenzenden Sie d- lungsräume im Entwurfsprozess zu beteiligen (Informationsveranstaltung, Workshop). Bei der Konzeption des „Grünen Klassenzimmers“ sind die örtlichen Schulen einzubezi e- hen. IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 60 8.5.2 Flehbachaue – Wieder Moor Titel des Projektes Flehbachaue – Wieder Moor Projektort Flehbachaue östlich L 286n zwischen A4 und Stadt- bahnlinie Weiden - Bensberg Priorität (siehe zugehörige Karte Anlage 5) Handlungsfeld(er) Grün entwickeln Grün schützen Grün erleben Grün nutzen Ziele Förderung der Biodiversität, Bodenschutz, Wasserrückhaltung, Klimaschutz, Kulturg e- schichte, Naturerlebnis, Erholung, Umweltbildung Handlungsbedarf Anbindung der Flehbachaue als Teil des Grüngürtels Renaturierung Flehbachaue Lückenschluss und Anbindung der Flehbachaue an das Radwegesystem Projektbeschreibung Die Flehbachaue ist ein kulturgeschichtliches und ökologisches Relikt ehemaliger Moo r- standorte (Bruch) der Kölner Niederterrasse. Kulturgeschichtlich bedeutsam ist die sog. Fliehburg, ein Siedlungsplatz frühantiker Kulturen, von dem heute nur noch die Reliefform erhalten ist. Ökologisch bedeutsam ist das Gelände wegen vorhandener Moorreste und des engräumigen Wechsels unterschiedlicher Biotoptypen und des Artenreichtums. Dies zeigt sich in der Ausweisung als geschützter Landschaftsbestandteil. Die Flehbachaue stellt auch einen wichtigen Freiraumkorridor zwischen dem Kölner Grüngürtel und dem Königsforst dar. Die Flehbachaue wurde bis in 1930er Jahre trockengelegt. U.a. wurde der Bachlauf ve r- legt. Weitere Belastungen ergeben sich durch Altlablagerungen aus Hausmüll, vermutlich aus den 1950/60er Jahren. Mit dem Projekt soll die Flehbachaue nach Beseit igung der Altablagerungen durch Wi e- dervernässung als Niedermoorstandort reaktiviert und aufgewertet werden. Die Vernä s- sung dient der Wasserrückhaltung (Retentionsraum) und erhöht die Biodiversität und kann als CO2-Senke klimatisch wirksam sein. 1 IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 61 Die Kulturgeschichte und die ökologische Bedeutung soll Besuchern aktiv vermittelt we r- den. Hierzu dienen ein Lehrpfad und ein Informationspunkt. Über vorhandene Wege wird die Flehbachaue an das Wegesystem des Grüngürtels und an das RegioGrün -System angebunden. Maßnahmen A) Machbarkeitsstudie zur Umsetzung der Wiedervernässung (vorbereitende Planu n- gen zu Naturschutz, Artenschutz, Gewässerschutz, …) B) Beseitigung der Altablagerung und anschließende Vernässung der Flehbachaue durch kontrollierten Zufluss über ein Wehr am Flehbach. C) Konzeption und Gestaltung eines Lehrpfades und Informationspunktes zur Erle b- barkeit von Ökologie und Kulturgeschichte. D) Lückenschluss Radweg durch Ausweisung und Kennzeichnung zwischen Miele n- forster Kirchweg und dem Grüngürtelrundweg in der Merheimer Heide. Anlage eines begleitenden Blühsaums zur Strukturanreicherung. E) Wissenschaftliche Begleitung der Vernässung durch ein Monitoring (Bodenkunde, Ökologie). Maßnahmenprioritäten Priorität 1 Priorität 2 A, B, E C, D Erforderliche vorbereitende Maßnahmen Beseitigung der Altablagerung (Planung, Durchführung, Entsorgung) Projektträger / Ansprechpartner Stadt Köln: Amt 671 Frau Eitner / Amt 574 Frau Küchenhoff / Amt 572 Herr Beecks / Amt 573 Mögliche Projektpartner Stadtentwässerungsbetriebe Köln Universität Köln, Geographisches Institut Umsetzungszeitraum: 2017 – 2020 2020 - 2022 Umsetzungsreife: Projektidee Konzept vorhanden Planung vorhanden Erwartete Projektkosten gesamt 926.534 € (inkl. 20 % Baunebenkosten und 19 % MwSt. soweit anrechenbar) IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 62 Maßnahmenübersicht Maßnahme Kosten Umsetzungszeitraum Abhängigkeiten Maßnahmenträger A Planungskosten 65.450 € 2017-2018 --- Stadt Köln B Baukosten 785.400 € 2017-2018 Beseitigung Abla- gerung 2018-2020 Wie- dervernässung --- Stadt Köln C Bau- und Pla- nungskosten 20.230 € 2021ff Umsetzung Maßnahme B Stadt Köln D Baukosten 25.704 € 2021ff --- Stadt Köln E Planungskosten 29.750 € 2018 - Fortlaufend --- Stadt Köln / Uni- versität Köln Wirkung des Projektes auf Ziele des Operationellen Programms EFRE NRW Ziel 11 Früh ansetzende Hilfe für Kinder, Jugendliche, Familien Verbesserung des öffentlichen Raums / Wohnumfeld Belebung der örtlichen Wirtschaft Wirkung des Projektes auf Ziele des Operationellen Programms EFRE NRW Ziel 12 Grüne Infrastruktur Naturerlebnis / Umweltbildung Schutz und Wiederherstellung von Freiräumen Wirkung des Projektes auf Indikatoren „Grüne Infrastruktur“ Konnektivität Integration Multifunktionalität Kooperation Demografie Sozial Einbindung in übergeordnete Strategien des Landes NRW und der Stadt Köln Biodiversitätsstrategie: Wiederherstellung gestörter Auenstandorte. Klimaschutzplan NRW: Wiederherstellung gestörter Auenstandorte, Erhalt, Entwicklu ng und Wiederherstellung von Feucht- und Moorbiotopen unter Klimawandelbedingungen. Deklaration Biologische Vielfalt in Kommunen: Verbindung von Hochwasserschutz und Naturschutz. Partizipation Information der Öffentlichkeit über das Gesamtprojekt, den Proj ektfortschritt und speziell über die ökologischen Zusammenhänge durch Pressearbeit, Internetauftritt Stadt Köln. Auf Grund der Komplexität und Besonderheit der Maßnahme (Wiedervernässung eines Niedermoors) soll die Fachöffentlichkeit (z.B. nichtamtlicher N aturschutz) frühzeitig und dauerhaft eingebunden werden. IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 63 8.5.3 Gartenlabor Titel des Projektes Gartenlabor Projektort Schlagbaumsweg östlich der A3 / Olpener Straße / Plettenberger Straße Priorität (siehe zugehörige Karte Anlage 6) Handlungsfeld(er) Grün entwickeln Grün schützen Grün erleben Grün nutzen Ziele Förderung der Biodiversität, Naturerlebnis, Erholung Handlungsbedarf Funktionale und gestalterische Integration halböffentlicher Nutzungen (Kleingärten, Vereinssport) in die öffentlichen Freiflächen Erhöhung der Struktur- und Artenvielfalt in Kleingärten Schaffung nutzbarer öffentlicher Grünflächen Schaffung neuer Formen des Nutzgartens Projektbeschreibung Kleingärten nehmen weite Flächen des Programmgebietes ein und bilden häufig Barrieren für die Durchgängigkeit sowohl hinsichtlich Wegeverbindungen, als auch hinsichtlich des Biotopverbundes. Das Projekt Gartenlabor widmet sich der Fragestellung, wie Kleinga r- tenanlagen in das Freiflächensystem und in den Biotopverbund besser eingebunden we r- den können, wie die biologische Vielfalt und die Strukturvielfalt erhöht werden kann und wie neue Formen des „Urban Gardening“ integriert werden können. Auf zwei Testflächen werden modellhaft Gärten angelegt. Diese sollen insbesondere von den Bewohnern angrenz ender Quartiere unter ökologischen Kriterien und Aspekten der Struktur- und Artenvielfalt genutzt werden. Sie dienen auch als „Schau - und Lehrgarten“ für die Sensibilisierung von Kleingärtnern im Programmgebiet. Verortet sind die beiden Testflächen als Teil des räumlichen Projektes Grün vernetzen – Grün entwickeln. Die „Gartenlabore“ sind keine Kleingärten im herkömmlichen Sinne, sondern selbstve r- ständlicher Teil des öffentlichen Freiflächensystems des Kölner Grüngürtels und werden so auch zu Begegnungsorte n. Das Gartenlabor richtet sich insbesondere an Menschen ohne Erfahrung im Gärtnern. Es sollen Bevölkerungsteile erreicht werden, die sich bisher 1 IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 64 nicht wesentlich mit der Thematik des Lebensmittelanbaus beschäftigt haben. Durch das Gärtnern soll ein Bewuss tsein für Lebensmittel und die biologische Vielfalt auch von Nutzpflanzen geschaffen werden. Der Sozialraum Höhenberg weist eine sehr hohe Quote von Bewohnern mit Migrations- hintergrund auf. Diese stellen eine weitere wichtige Zielgruppe für die Gartenlabo re dar. Die Fläche an der Olpener Straße soll daher im Sinne eines „Integrationsgartens“ konz i- piert und bewirtschaftet werden. Die Betreuung des Projektes soll in Zusammenarbeit mit der kommunalen Arbeitsmark t- förderung und mit Migrations-Initiativen erfolgen. Maßnahmen A) Erstellung Flächen-, Nutzungs-, Betriebskonzept B) Einrichten der Infrastruktur (Wasser, Parkplätze, Wege, Begegnungsorte,…) C) Ökologische Gestaltungsmaßnahmen D) Herrichten und Bereitstellen von Grabeland, Pflanzgut und Werkzeug E) Ansprache von Nutzern (Flyer, Infobroschüre, Social Media, …) Maßnahmenprioritäten Priorität 1 Priorität 2 A, B, C, D, E ---- Erforderliche vorbereitende Maßnahmen Klärung der Infrastruktur Betriebskonzept Projektträger / Ansprechpartner Stadt Köln: Amt 671 Herr Bauer Mögliche Projektpartner Stadt Köln Amt 804 / kommunale Arbeitsmarktförderung Integrationsinitiativen Ernährungsrat Köln und Umgebung Kreisverband Kölner Gartenfreunde e. V. Netzwerk Urbane Gärten in Köln Örtliche Landwirte Umsetzungszeitraum: 2017 – 2020 2020 - 2022 Umsetzungsreife: Projektidee Konzept vorhanden Planung vorhanden IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 65 Erwartete Projektkosten gesamt 504.593 € (inkl. 20 % Baunebenkosten und 19 % MwSt. soweit anrechenbar) Maßnahmenübersicht Maßnahme Kosten Umsetzungszeitraum Abhängigkeiten Maßnahmenträger A Planungskosten 17.850 € 2017 --- Stadt Köln B Bau- und Pla- nungskosten 254.363 € 2018-2019 --- Stadt Köln C Bau- und Pla- nungskosten 146.370 € 2019-2020 --- Stadt Köln D Baukosten 74.110 € 2019 --- Stadt Köln E Planungskosten 11.900 € 2017 - Fortlau- fend --- Stadt Köln Wirkung des Projektes auf Ziele des Operationellen Programms EFRE NRW Ziel 11 Früh ansetzende Hilfe für Kinder, Jugendliche, Familien Verbesserung des öffentlichen Raums / Wohnumfeld Belebung der örtlichen Wirtschaft Wirkung des Projektes auf Ziele des Operationellen Programms EFRE NRW Ziel 12 Grüne Infrastruktur Naturerlebnis / Umweltbildung Schutz und Wiederherstellung von Freiräumen Wirkung des Projektes auf Indikatoren „Grüne Infrastruktur“ Konnektivität Integration Multifunktionalität Kooperation Demografie Sozial Einbindung in übergeordnete Strategien des Landes NRW und der Stadt Köln Biodiversitätsstrategie: Biologische Vielfalt in Städten und Dörfern Klimaschutzplan NRW: Förderung der biologischen Vielfalt im urbanen Raum – Strategie „Grüne Stadt“ Deklaration Biologische Vielfalt in Kommunen: Raum zur Schaffung von naturnahen Fl ä- chen und Naturerlebnisräumen. Partizipation Information der Öffentlichkeit über das Gesamtprojekt und den Projektfortschritt Direkte mehrsprachliche Ansprache pot. Nutzer durch Flyer, Infobroschüre, Social M e- dia, Internetauftritt Stadt Köln Einbindung vorhandener Netzwerke und Vereinigungen IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 66 8.5.4 Grün vernetzen – Grün entwickeln Titel des Projektes Grün vernetzen – Grün entwickeln Projektort Freiflächen östlich und we stlich der A3 zwischen Anschlussstelle Köln-Mülheim und Querung A3 B55 bei Ostheim Priorität (siehe zugehörige Karte Anlage 7) Handlungsfeld(er) Grün entwickeln Grün schützen Grün erleben Grün nutzen Ziele Förderung der Biodiversität, Verbesserung Siedlungsumfeld, Naturerlebnis, Erholung Handlungsbedarf Verbesserte Anbindung der Siedlungsräume und Vernetzung der Freiflächen untere i- nander Einbeziehung der Flächen östlich der Autobahn zur Erweiterung des Grüngürtels Standörtlich angepasste Pflege Projektbeschreibung Der Projektraum „Grün vernetzen – Grün entwickeln “ zieht sich weitgehend östlich der BAB A3 durch d as gesamte Programmgebiet. Durch den Ausbau der A3 sind hinter den Lärmschutzeinrichtungen relativ beruhigte Grünflächen entstanden. Es handel t sich dabei um sehr unterschiedliche Flächen, teilweise um bepflanzte Böschungen, teilweise um Ansaaten. Es ist so ein ca. 20 bis 40 m breites Band entstanden, dass sich sehr gut für die ökologische Entwicklung und in Teilen für Erholung, Spiel und Sport eignet. Verbun- den werden die Flächen durch den A3 -Weg, der den Anwohnern neue Verbindungen e r- möglicht und Freiräume erschließt. Zusammen mit der standortangepassten Entwicklung der Grünflächen kann ein spannendes und unerwartetes Grünerlebnis entlang der s onst als Barriere und Belastung empfunden A3 entstehen. Der A3-(Rad)Weg führt auf vorhanden Straßen/Wegen entlang des gesamten Pro gramm- gebietes und schließt nördlich der Anschlussstelle Köln-Mülheim und am Portal „Kreu z- wasser“ an den Grüngürtelweg an. Im P rojekttitel werden die wesentlichen Bausteine und Intentionen deutlich. Es soll auf einem linearen Band durch unterschiedliche Entwicklung und Pflege von Grünflächen die ökologische Vielfalt gefördert und vernetzt werden. Ziel ist ein grünes Biotopverbundn etz das eine graue Infrastruktur begleitet. 2 IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 67 Die Entwicklung der Grünflächen soll sich an den jeweiligen standörtlichen Bedingungen (Bodenart, Exposition, Wasserverfügbarkeit) und am Biotoptyp (Gehölz, Offenland) orie n- tieren. Dabei sind auch Veränderungen des derzeitigen Zustands möglich. Flächen sollen mit regionalen Saatgutmischungen neu eingesät oder mit verschiedenen Gehölzen neu bepflanzt werden. An Waldrändern können gestufte Gehölzsäume etabliert werden. Auch die Pflege der Flächen soll an den jewei ligen Vegetationstyp angepasst werden. Mahdhäufigkeit und –zeitpunkt wechseln. So entstehen verschiedene Wiesentypen und Säume mit unterschiedlichen Wuchshöhen, Blühaspekten und -zeiträumen. Die Erfahrun- gen aus der Entwicklung und der Pflege sollen dokumen tiert werden, um daraus Rüc k- schlüsse für die Entwicklung weiterer, verkehrsbegleitender Grünflächen in Köln zu g e- winnen. Flächen im Grünen Band mit engem Bezug zu Wohnquartieren sollen für Sport und Spiel entwickelt und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Zu beachten ist der rechtliche Status der Flächen. Teilweise handelt es sich um natu r- schutzfachliche Ausgleichsflächen. Hier bedarf es des Abgleichs mit der Zielsetzung der Maßnahme. Maßnahmen E1 Fläche zwischen Sportplatz TuS Weidenhaus, A 3 und Bahnlinie: Entwicklung von extensivem Grünland E2 Wiese zwischen Melissenweg und „Am Springborn“: Erweiterung der vorhandenen Spielplatzfläche mit einzelnen Spiel -, Sportstationen in der Wiese, Anlage eines Blühsaums am Fußweg E3 Böschung am Neurathe r Ring: Einsaat unterschiedlicher blütenreicher Wiesen, A n- lage eines Blühsaums am Fußweg E4 Wiese östlich Fort XI: Spiel-, Sportstationen in der Wiese E5 Grünflächen Herler Ring/MTV Köln: Gestaltung als „Quartierspark“ mit Aufenthalt s- qualität, Schaffung e ine durchgängigen Wegeführung durch die Grünflächen zw i- schen Wichheimer Straße und Herler Ring E6 Grünfläche zwischen Kleingartenanlage Bergischer Gladbacher Straße und Bahnl i- nie: Anreicherung mit Spielstationen, Einsaat blütenreicher Abschnitte E7 Gesamtschule Holweide: Entwicklung von Feuchtflächen, Staudenfluren und tempo- rären Gewässern im Umfeld des Strunder Bachs, Erweiterung des „Schulgartens“ E8 Feldgehölz an der Wichheimer Straße: Entwicklung trockener Säume am Rand des Gehölzes, Übergangszone zum Acker E9 Landwirtschaftsfläche am Schlagbaumsweg: siehe Projektsteckbrief Gartenlabor E10 Merheimer Heide: Entwicklung von Blüh - und Waldsäumen entlang des Wegene t- zes IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 68 E11 Merheimer Heide: Entwicklung von Spiel- und Sportflächen im südöstlichen Bereich E12 Landwirtschaftsfläche an der Olpener Straße: siehe Projektsteckbrief Gartenlabor E13 Uckermarkstraße: Weiterentwicklung der Grünfläche zu einem kleinen „Park“ V Entwicklung eines möglichst durchgängigen Weges östlich der A3. Anbindung an den Grüngürtelweg und an die Flehbachaue Maßnahmenprioritäten Priorität 1 Priorität 2 E5, E9, E10, E11, E12 E1, E2, E3, E4, E6, E7, E8, E13, V Erforderliche vorbereitende Maßnahmen Abgleich der Einzelflächen mit rechtlichen Bindungen Abgleich mit Zielen anderer Planungen Konzept zur Auswahl geeigneter Pflanzen und Saatgutmischungen Erkundung standörtlicher Bedingungen (Boden, Wasser) Projektträger / Ansprechpartner Stadt Köln: Amt 671 Herr Bauer / Amt 571 Mögliche Projektpartner Biostation Köln-Leverkusen Ehrenamtliche Naturschutzverbände Umsetzungszeitraum: 2017 – 2020 2020 - 2022 Umsetzungsreife: Projektidee Konzept vorhanden Planung vorhanden Erwartete Projektkosten gesamt 488.262 € (inkl. 20 % Baunebenkosten und 19 % MwSt. soweit anrechenbar) IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 69 Maßnahmenübersicht Maßnahme Kosten Umsetzungszeitraum Abhängigkeiten Maßnahmenträger E1 Bau- und Pla- nungskosten 20.349 € 2019-2020 --- Stadt Köln E2 Bau- und Pla- nungskosten 28.274 € 2019-2020 --- Stadt Köln E3 Bau- und Pla- nungskosten 21.063 € 2019-2020 --- Stadt Köln E4 Bau- und Pla- nungskosten 25.704 € 2021ff --- Stadt Köln E5 Bau- und Pla- nungskosten 100.846 € 2017-2019 Planung MTV Köln Stadt Köln E6 Bau- und Pla- nungskosten 25.704 € 2021ff --- Stadt Köln E7 Bau- und Pla- nungskosten 65.688 € 2021ff --- Stadt Köln E8 Bau- und Pla- nungskosten 32.844 € 2019-2020 --- Stadt Köln E9 Siehe Projekt Gartenlabor Siehe Projekt Gartenlabor --- Stadt Köln E10 Bau- und Pla- nungskosten 21.420 € 2017-2018 --- Stadt Köln E11 Bau- und Pla- nungskosten 62.118 € 2017-2019 --- Stadt Köln E12 Siehe Projekt Gartenlabor Siehe Projekt Gartenlabor --- Stadt Köln E13 Bau- und Pla- nungskosten 12.852 € 2019-2020 --- Stadt Köln V Bau- und Pla- nungskosten 71.400 € 2018-2021ff --- Stadt Köln IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 70 Wirkung des Projektes auf Ziele des Operationellen Programms EFRE NRW Ziel 11 Früh ansetzende Hilfe für Kinder, Jugendliche, Familien Verbesserung des öffentlichen Raums / Wohnumfeld Belebung der örtlichen Wirtschaft Wirkung des Projektes auf Ziele des Operationellen Programms EFRE NRW Ziel 12 Grüne Infrastruktur Naturerlebnis / Umweltbildung Schutz und Wiederherstellung von Freiräumen Wirkung des Projektes auf Indikatoren „Grüne Infrastruktur“ Konnektivität Integration Multifunktionalität Kooperation Demografie Sozial Einbindung in übergeordnete Strategien des Landes NRW und der Stadt Köln Biodiversitätsstrategie: Biologische Vielfalt in Städten und Dörfern Deklaration Biologische Vielfalt in Kommunen: Naturnahe Pflege öffentlicher Grünflächen Partizipation Zur Akzeptanzsteigerung sind die Anwohner der angrenzenden Siedungsräume im En t- wurfsprozess zu beteiligen (Informationsveranstaltung, Workshop). IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 71 8.5.5 WaldParkour Titel des Projektes WaldParkour Projektort Vingster Berg mit Fort X zwischen Ostheimer Straße und B55 Priorität (siehe zugehörige Karte Anlage 8) Handlungsfeld(er) Grün entwickeln Grün schützen Grün erleben Grün nutzen Ziele Verbesserung Siedlungsumfeld Soziale Prävention durch Teilhabe an der Gestaltung des eigenen Siedlungsumfeldes Handlungsbedarf Schaffung von Räumen und Angeboten für freie Spiel- und Naturerfahrung Schaffung von Flächen und Angeboten für freie Sportnutzung Schaffung von Angeboten für „Trendsport“ Schaffung von Angeboten für Jugendliche Beseitigung von „Angsträumen Projektbeschreibung Der „Vingster Berg“ liegt zentral zwischen den Sozialräumen Höhenberg, Vingst und Ostheim. Teil des Projektraums ist auch das nordöstlich gelegene Fort X mit Umfeld. Derzeit stellt sich der Raum als fast gesch lossener Waldbestand mit einzelnen Grüni n- seln dar. Innerhalb der Quartiere finden sich Grünflächen nur in den Straßenräumen und als Spielplätze. Es besteht vor allem ein Defizit an Spiel- und Bewegungsräumen für ältere Kinder und Jugendliche . Dieses Defizi t soll durch das Projekt WaldParkour behoben werden. Der Grüngürtel und speziell der Vingster Berg stellen für die Bewohner die wohnungsnahen Freiflächen dar. Parkour ist eine Sportart, bei welcher unter Überwindung von Hindernissen de Nutzer den schnellsten und effizientesten Weg von A nach B nimmt. Parkour kann sowohl in natürl i- chem wie in urbanem Umfeld praktiziert werden Ein weiterer Aspekt ist es, den respek t- vollen Umgang mit der Umgebung und den Mitmenschen zu schulen. Der Nutzer ist auf seine Umgebung angewiesen und sollte deshalb darum bemüht sein, sie intakt zu halten und Respekt vor privatem und öffentlichem Besitz zu haben 3 IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 72 Das Projekt WaldParkour soll den Ansatz der Sportart auf ein niederschwelliges Angebot transformieren. Es soll am Vingster Be rg ein Rundweg mit Stationen aufgebaut werden. Die Stationen beinhalten zu überwindende Hindernisse aus Naturmaterialien wie Hol z- stämme, Seile, Netze u.ä. Nach Bedarf können sich im Laufe der Zeit die Hindernisse verändern. Die Hindernisse sind so auszuwäh len, dass diese ohne Schutz - oder Siche- rungsmaßnahmen zu nutzen sind. Einzelne Wegeabschnitte sollen zudem als Naturerleb- nispfad (Barfußpfad u.ä.) gestaltet werden. Insgesamt entsteht ein Bereich, in dem Kinder und Jugendliche selbständig Natur aktiv erleben und erfahren können. Die Wege bleiben dabei weiterhin für die Allgemeinheit nutzbar. Weitere Maßnahmen sind die eindeutige Kennzeichnung der Zugänge durch Auslichten, die Schaffung von Sichtschneisen durch Auslichten und die Gestaltung eines Aussicht s- punktes unter Nutzung der vorhandenen Bäume (Baumwipfelhaus). Zur Verbindung des Vingster Berges mit dem Bereich Fort X soll eine Querungshilfe an der Frankfurter Straße gebaut werden. Dies dient in besonderer Weise auch der Durc h- gängigkeit des Grüngürtelwegs. Maßnahmen A) Schaffung von „Türen ins Grüne“ durch Auslichten in den Waldbereichen. B) Der Parkour ist nur über die Stationen markiert, die Nutzer suchen sich ihren eig e- nen Weg. Teilabschnitte von Wegen im Umfeld des Spielplatzes und des Forts we r- den m it verschiedenen Naturmaterialien als Barfußpfad gestaltet. Die Stationen werden unter Nutzung des vorhandenen Baumbestandes gestaltet (Seile und Netze zwischen den Bäumen, Hindernisse aus Bäumen der Auslichtungsmaßnahmen). C) Herstellung von Sichtachsen v om Hochpunkt nach Osten und Westen durch Au s- lichten und Auflichten des Waldbestandes. D) Gestaltung eines Aussichtpunktes unter Nutzung des vorhandenen Baumbestandes in Form eines „Baumwipfelhauses“ am Hochpunkt. E) Lückenschluss zwischen Vingster Berg un d Fort X durch Bau einer Querungshilfe an der Frankfurter Straße. IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 73 Maßnahmenprioritäten Priorität 1 Priorität 2 A, B, C D, E Erforderliche vorbereitende Maßnahmen Konzeption ParKour Sportfachliche Beratung Abstimmung der Konzeption mit Naturschutz und Artenschutz Abstimmung Querungshilfe mit Straßenbaulastträger Projektträger / Ansprechpartner Stadt Köln: Amt 671 Hr. Bauer / Amt 671/2 Hr. Bouwmann Mögliche Projektpartner Sozialraumkoordinatoren Höhenberg und Vingst (Hr. Hildebrand), Ostheim und Ne u- brück (Hr. Hansmann) Veedel e.V Sporthochschule Köln Umsetzungszeitraum: 2017 – 2020 2020 - 2022 Umsetzungsreife: Projektidee Konzept vorhanden Planung vorhanden Erwartete Projektkosten gesamt 156.128 € (inkl. 20 % Baunebenkosten und 19 % MwSt. soweit anrechenbar) Maßnahmenübersicht Maßnahme Kosten Umsetzungszeitraum Abhängigkeiten Maßnahmenträger A Bau- und Pla- nungskosten 5.712 € 2018 --- Stadt Köln B Bau- und Pla- nungskosten 43.316 € 2018-2021ff Beteiligung Jugendlicher Stadt Köln C Bau- und Pla- nungskosten 35.700 € 2018-2019 --- Stadt Köln D Bau- und Pla- nungskosten 28.560 € 2021ff --- Stadt Köln E Bau- und Pla- nungskosten 42.840 € 2021ff Straßenbaulastträger Stadt Köln IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 74 Wirkung des Projektes auf Ziele des Operationellen Programms EFRE NRW Ziel 11 Früh ansetzende Hilfe für Kinder, Jugendliche, Familien Verbesserung des öffentlichen Raums / Wohnumfeld Belebung der örtlichen Wirtschaft Wirkung des Projektes auf Ziele des Operationellen Programms EFRE NRW Ziel 12 Grüne Infrastruktur Naturerlebnis / Umweltbildung Schutz und Wiederherstellung von Freiräumen Wirkung des Projektes auf Indikatoren „Grüne Infrastruktur“ Konnektivität Integration Multifunktionalität Kooperation Demografie Sozial Einbindung in übergeordnete Strategien des Landes NRW und der Stadt Köln Biodiversitätsstrategie : Naturerleben, Naturschutzbildung und Erholung, Schaffung von zielgruppengerechten Naturschutzbildungsangeboten für die unterschiedlichsten Bevölke- rungsgruppen, Naturerlebnisangebote, Vorbeugung von Nutzungskonflikten zwischen Naturschutz und Freizeitnutzung. Präventionsstrategie des Landes NRW: Soziale Prävention durch früh ansetz ende U m- weltbildung, Kinder für ihr eigenes Umfeld und für Natur - und Umweltschutz sensibilisie- ren. Klimawandelgerechte Metropole Köln: Gremberg, Vingst und Höhenberg klimatisch b e- sonders belastet, Zugang zu klimatisch weniger belasteten Räumen. Partizipation Erstellung der Konzeption und Planung gemeinsam mit Jugendlichen aus den Sozia l- räumen Installation des Parkour unter Beteiligung Jugendlicher aus den Sozialräumen Intensive Öffentlichkeitsarbeit (Social Media) IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 75 8.5.6 Klimaleistungen des Grüngürtels Titel des Projektes Klimaleistungen des Grüngürtels Projektort Gesamtes Programmgebiet Priorität Handlungsfeld(er) Grün entwickeln Grün schützen Grün erleben Grün nutzen Ziele Verständnis für den Erhalt, die Pflege und die Entwicklung des Grüngürtels erhöhen Sensibilisieren der Öffentlichkeit zur pfleglichen Nutzung Darstellen der Klimaleistungen für die Bevölkerung Planungshinweise, Planungsempfehlungen aus Sicht Klimaschutz / Klimawandel Handlungsbedarf Herausstellen der Klimaleistungen des Programmgebietes für die Siedlungsräume Projektbeschreibung Die Grünflächen des rechtsrheinischen Grüngürtels haben für die Bewohner der angre n- zenden Siedlungsräume nicht nur Funktion als Erholungsraum, sondern leisten u.a. über die Wald- und Grünflächen wichtige Be iträge zum besseren Stadtklima, zur Lufthygiene und sind zukünftig als „klimatische Rückzugsräume“ von besonderer Bedeutung für das Wohlergehen der Bevölkerung. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie soll diese Bedeutung ermittelt, bewertet und in eine r, für die allgemeine Öffentlichkeit und insbesondere für Kinder verständlichen Form aufbereitet und dargestellt werden. Durch den unmittelbaren Kontakt zu Schulen kann gerade die öffentliche Wahrnehmung der Bedeutung lokaler Partizipation und Ve r- antwortlichkeit für Umweltfragestellungen gefördert werden. Zudem zielt das Projekt d a- rauf ab, anhand der Methode des Forschenden Lernens den Zugang zu wissenschaftl i- chem Arbeiten zu erleichtern. Weiterhin kann die Studie wichtige Hinweise zur zukünftigen Entwicklu ng und Pflege der Grünflächen des Programmgebiets unter dem Gesichtspunkt Klimaschutz und Klimawa n- del liefern. Maßnahmen 3 IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 76 A) Studie zur Klimaleistungen des Programmgebietes in Bezug zu angrenzenden Sied- lungsräumen. B) Aufbereitung der Studie in allgemeinverständlicher Form. C) Aufbereitung der Studie zur Verwendung für Umweltbildungsmaßnahmen. D) Entwicklung von niederschwelligen Informationsformaten. Maßnahmenprioritäten Priorität 1 Priorität 2 A, B, C, D --- Erforderliche vorbereitende Maßnahmen Kontakt zu Hochschulen Projektträger / Ansprechpartner Stadt Köln: Amt 671 Hr. Bauer / Dezernat V -7 Koordinationsstelle Klimaschutz / Amt 574 Fr. Küchenhoff Mögliche Projektpartner Universität zu Köln, Geographisches Institut, Lehrstuhl für Hydro- und Klimageographie Umsetzungszeitraum: 2017 – 2020 2020 - 2022 Umsetzungsreife: Projektidee Konzept vorhanden Planung vorhanden Erwartete Projektkosten gesamt 89.250 € (inkl. 20 % Baunebenkosten und 19 % MwSt. soweit anrechenbar) Maßnahmenübersicht Maßnahme Kosten Umsetzungszeitraum Abhängigkeiten Maßnahmenträger A Planungskosten 59.500 € 2017-2020 Bereitschaft Hochschu- le zur Mitarbeit Stadt Köln B Planungskosten 11.900 € 2020 --- Stadt Köln C Planungskosten 11.900 € 2020 --- Stadt Köln D Planungskosten 5.950 € 2020 --- Stadt Köln IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 77 Wirkung des Projektes auf Ziele des Operationellen Programms EFRE NRW Ziel 11 Früh ansetzende Hilfe für Kinder, Jugendliche, Familien Verbesserung des öffentlichen Raums / Wohnumfeld Belebung der örtlichen Wirtschaft Wirkung des Projektes auf Ziele des Operationellen Programms EFRE NRW Ziel 12 Grüne Infrastruktur Naturerlebnis / Umweltbildung Schutz und Wiederherstellung von Freiräumen Wirkung des Projektes auf Indikatoren „Grüne Infrastruktur“ Konnektivität Integration Multifunktionalität Kooperation Demografie Sozial Einbindung in übergeordnete Strategien des Landes NRW und der Stadt Köln Klimaschutzplan Nordrhein-Westfalen: Stabilität und Leistungsfähigkeit von Naturhaushalt und Ökosystemen erhalten, Bürger, Unternehmen und Kommunen für das Thema Anpa s- sung zu sensibilisieren und Informationen bereitzustellen. Partizipation Intensive Öffentlichkeitsarbeit (Social Media) IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 78 8.5.7 Holzhof Titel des Projektes Holzhof Projektort Gesamtes Projektgebiet / Ehemaliger Schießplatz am Alten Deutzer Postweg Priorität Handlungsfeld(er) Grün entwickeln Grün schützen Grün erleben Grün nutzen Ziele Angebot niederschwelliger Beschäftigung und Qualifizierung im Umweltbereich Ressourcenschonende Nutzung und Verkauf von Brennholz Handlungsbedarf Vor-Ort Nutzung des Holzes aus Durchforstung Projektbeschreibung Im Rahmen eines Ökosozialprojektes soll im Gremberger Wäldchen in Kooperation mit einem gemeinnützigen Trä ger ein Ort geschaffen werden, an dem Holz aus Durchfor s- tungs- und Pflegemaßnahmen gelagert, aufbereitet und verkauft werden kann. Der Hol z- einschlag erfolgt durch die Forstverwaltung. Diese veräußert das liegende Holz an den Projektträger weiter. Die Aufnahme, der Transport, die Verarbeitung und Veräußerung als Brennholz erfolgt durch den Projektträger. Die erforderlichen Leistungen sollen unter fachkundiger Anleitung qualifizierten Personals ausgeführt werden. Beschäftigung slosen bieten die Tätigkeiten Cha ncen zur Qualifizierung, Integration und Heranführung an den Arbeitsmarkt. Zur Durchführung des Projektes ist zuerst die Frage der Trägerschaft zu klären. Die Stadt Köln lässt hierzu eine Projektstudie erstellen und nimmt Kontakt mit möglichen Sozialun- ternehmen auf die sich neben der Integration von Arbeitslosen und Behinderten in den Arbeitsmarkt auch mit Bildungs- und Qualifizierungsangeboten beschäftigen. Auf der Fläche des ehemaligen Schießplatzes am Alten Deutzer Postweg soll der „Hol z- hof“ eingerichtet werden. Hierzu wird das Gelände freigestellt und mit einer Schotterdecke versehen und mit einem umlaufenden Zaun gesichert. Als Wetterschutz und Verkaufsstel- le dient ein Bauwagen. Für die Verarbeitung und den Vertrieb sind Maschinen erforde r- lich. Maßnahmen 3 IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 79 A) Projektstudie zur Klärung möglicher Trägerschaften. B) Herrichten des Holzhofes C) Sachmittel und Personal zur Qualifizierung Maßnahmenprioritäten Priorität 1 Priorität 2 A, B, C --- Erforderliche vorbereitende Maßnahmen Installation einer Arbeitsgruppe bei der Stadt Köln Projektträger / Ansprechpartner Sozialunternehmen Stadt Köln: Amt für Landschaftspflege und Grünflächen, Forstverwaltung Forstbetriebsbezirk rechtsrheinischer Wald Mögliche Projektpartner Jobcenter Köln Umsetzungszeitraum: 2017 – 2020 2020 - 2022 Umsetzungsreife: Projektidee Konzept vorhanden Planung vorhanden Erwartete Projektkosten gesamt 756.840 € (inkl. 20 % Baunebenkosten und 19 % MwSt. soweit anrechenbar) Maßnahmenübersicht Maßnahme Kosten Umsetzungszeitraum Abhängigkeiten Maßnahmenträger A Planungskosten 23.800 € 2019-2020 Mitwirkung Träger Stadt Köln B Bau- und Pla- nungskosten 435.540 € 2021ff Mitwirkung Träger Stadt Köln C Sach- und Per- sonalkosten 297.500 € 2021ff Mitwirkung Träger Sozialunternehmen Wirkung des Projektes auf Ziele des Operationellen Programms EFRE NRW Ziel 11 Früh ansetzende Hilfe für Kinder, Jugendliche, Familien Verbesserung des öffentlichen Raums / Wohnumfeld Belebung der örtlichen Wirtschaft IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 80 Wirkung des Projektes auf Ziele des Operationellen Programms EFRE NRW Ziel 12 Grüne Infrastruktur Naturerlebnis / Umweltbildung Schutz und Wiederherstellung von Freiräumen Wirkung des Projektes auf Indikatoren „Grüne Infrastruktur“ Konnektivität Integration Multifunktionalität Kooperation Demografie Sozial Einbindung in übergeordnete Strategien des Landes NRW und der Stadt Köln Präventionsstrategie des Landes NRW Partizipation Intensive Öffentlichkeitsarbeit (Social Media) IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 81 9 BETEILIGTE AN DER ERSTELLUNG Die Erstellung des Integrierten Handlungskonzeptes „Vielfalt vernetzen“ erfolgte unter intensiver Beteiligung verschiedener Akteure und Disziplinen innerhalb der Stadtverwa l- tung sowie unter Beteiligung von Sozialraumkoordinat oren. Die Projektleitung lag beim Amt für Landschaftspflege und Grünflächen, Herrn Dr. Bauer. Beteiligt waren folgende Dezernate und Fachämter der Stadt Köln: Dezernat I Allgemeine Verwaltung, Ordnung und Recht Amt für Stadtentwicklung und Statistik – Abteilungsleitung Koordination Amt für Stadtentwicklung und Statistik - Stadtentwicklungspolitisch bedeutsame Projek- te Dezernat V Soziales, Integration und Umwelt Amt für Kinder, Jugend und Familie – Sachgebiet Kinderinteressen und Jugendförd e- rung Koordinationsstelle Klimaschutz Untere Landschaftsbehörde - Sachgebiet Natur- und Landschaftsschutz Umwelt- und Verbraucherschutzamt - Umweltplanung und Vorsorge Umwelt- und Verbraucherschutzamt - Untere Bodenschutzbehörde Umwelt- und Verbraucherschutzamt - Umweltbildung/Biodiversität Dezernat VI Stadtentwicklung, Planen, Bauen und Verkehr Amt für Landschaftspflege und Grünflächen - Planung, Projektsteuerung, Standards Amt für Landschaftspflege und Grünflächen - Grundlagen und Fachplanung Amt für Landschaftspflege und Grünflächen - Grundlagen und Fachplanung, Lan d- schaftsplan Amt für Landschaftspflege und Grünflächen – Sachgebiet Forst Amt für Landschaftspflege und Grünflächen – Sachgebiet Kleingarten Stadtplanungsamt Neben Fachämtern der Stadt Köln wurden beteiligt: GAG Immobilien AG, Sozialmanagement Sozialraumkoordinator Höhenberg und Vingst, Katholische Jugendagentur Köln gGmbH Höhenberg Sozialraumkoordinator Ostheim und Neubrück, Veedel e. V. Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR - Planung und Bau Kanalnetze, Gewässer und Hochwasserschutz Waldschule Köln Universität zu Köln, International Master of Environmental Sciences Kölner Grün Stiftung IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 82 Die Projektsteuerung erfolgte durch das Team des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen unter Leitung von Hr. Dr. Bauer unter Beteiligung des Bearbeiters. Hierzu fanden mehrere Termine statt. Zwischen den Ämtern der Stadtverwaltung und mit dem Bearbeiter fand ein stetiger Di a- log bezüglich der Projekte statt. Bei der Bezirksregierung Köln fand am 18.08.2016 ein Beratungsge spräch zur Vorg e- hensweise und zur inhaltlichen Ausrichtung des IHK „Vielfalt vernetzen“ statt. 9.1 Beteiligungsschritte Zur verwaltungsinternen Abstimmung und zur inhaltlichen Qualifizierung über die ve r- schiedenen Fachdisziplinen hinweg fanden drei Workshops statt (Teilnehmerlisten siehe Anlage 2). Erster Workshop am 27.07.2016 Abstimmung über den Aufbau und Inhalt des IHK „Vielfalt vernetzen“ und Diskussion ers- ter Projekte. Gegenstand des ersten Workshops war die Diskussion des Aufbaus und des method i- schen Ansatzes des IHK sowie erster Projektvorschläge. Aus dem Teilnehmerkreis wurde das geplante Vorgehen grundsätzlich bestätigt. Hinsichtlich der zu Grunde liegenden Vo r- erfahrungen wurde darauf verwiesen, dass das IHK „ Starke Veedel – Starkes Köln: Mit- wirken, zusammenhalten, Zukunft gestalten “ noch in weiterer Bearbeitung und Detailli e- rung ist. Als weitere Grundlagen sollen auch das Konzept RegioGrün und das Klim a- schutzkonzept der Stadt Köln berücksichtigt werden. Hinsichtlich des Aufrufs wurden Fragen für da s Beratungsgespräch bei der Bezirksregi e- rung formuliert. Die vorgestellten Projektideen wurden intensiv diskutiert und gemeinsam geschärft. In der Diskussion ergaben sich weitere Projektansätze die teilweise in das vorliegende IHK ei n- geflossen sind. Es wurde ein Folgetermin unter Beteiligung weiterer Ämter der Stadt Köln vereinbart. IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 83 Zweiter Workshop am 07.09.2016 Abstimmung über den Aufbau und Inhalt des IHK „Vielfalt vernetzen“ und Diskussion ers- ter Projekte Im zweiten Workshop wurden die detaillierte n und ergänzten Projekt e intensiv fachlich diskutiert. Der Projektansatz zum Gärtnern/Grabeland soll weiterverfolgt und um das Thema Kleingärten erweitert werden. Ein freier Spielbereich in einem weniger wertvollen Waldbereich wird befürwortet. Es sollen auch Maßnahmen ergriffen werden, um Angsträume zu beseitigen. Betont wurde ausdrücklich die Bedeutung des Gremberger Wäldchens für den Natu r- schutz. Die Beruhigung wertvoller Flächen durch Rückbau von Wegen und die E r- schließung neuer, weniger wertvoller Be reiche als Ausgleich für die Erholungsnutzung wurde befürwortet. Die Grünflächen an der BAB A3 sollen vernetzt und zielgerichtet weiterentwickelt we r- den. Die Entwicklung soll sich an den jeweils vorhandenen Biotoptypen orientieren. Ziel ist es Übergangsbereiche zwischen verschiedenen Biotoptypen zu schaffen. Besonders wichtig sind die Zugänge in das Grünsystem und deren Vernetzung mit den Siedlungsräumen. Hier besteht deutlicher Handlungsbedarf. Diskutiert wurde über die Schaffung von Umweltbildungsangebo ten im Programmg e- biet. Einigkeit herrschte darüber, dass dies nur in Verbindung mit bestehenden Ang e- boten realisiert werden kann. Als zu prüfende Ansätze wurden HöVi -Land, Kölner Waldschule und die GAG Immobilien AG benannt. Letztere hat im neunen Wohnqua r- tier Waldbadviertel ein Jugendzentrum realisiert. In einem gesonderten Termin sollen Fragestellungen zum Thema Umweltbildung mit den genannten diskutiert werden. In einem weiteren Projekt sollen die Klimaleistungen des Grüngürtels herausgearbeitet werden. Dies sollte nach Auffassung von Teilnehmern als wissenschaftliche Studie g e- schehen. Daraus abgeleitet könnte für den Grüngürtel ein Managementplan mit U m- setzungsprojekten entwickelt werden. Bezüglich der Flehbachaue wurde ausdrücklich die naturschutzfachliche Bedeutung als einer der wenigen Moorstandorte betont und deutlich ein Handlungsbedarf formuliert. IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 84 Projektbezogener Besprechungstermin bezüglich Umweltbildung 20.09.2016 Zum Thema Umweltbildungsangebot fand im Waldbadviertel ein Ortstermin statt. Tei l- nehmer waren: Vertreter der Stadt Köln (Amt für Stadtentwicklung und Statistik - Stadtentwicklungspo- litisch bedeutsame Projekte, Umwelt- und Verbraucherschutzamt - Umweltplanung und Vorsorge, Amt für Landschaftspflege und Grünflächen) Vertreter der GAG Immobilien AG (Entwicklung Waldbadviertel) AWO Köln Waldschule Köln Sozialraumkoordinator Höhenberg und Vingst (Ferienprogramm HöVi-Land) Sozialraumkoordinator Ostheim und Neubrück Ziel des Termins war es, auszuloten ob in oder am Waldbadviertel Chancen zur Etablie- rung von Umweltbildungsangeboten bestehen. Der Raum um das Waldbadviertel eignet sich insbesondere deshalb, da mit dem nahen Gremberger Wäldchen ein waldbaulich und ökologisch wertvoller Raum angrenzt und mit HöVi -Land und dessen engagierten Initiato- ren Ansätze aus dem soziale Bereich vorhanden sind. Besprochen wurde, ob sich das neue Jugendzentrum im Waldbadviertel als Räumlichkeit für Umweltbildung eignet. Dies wurde von den Teilnehmern ausgeschlossen, da die avisierte Zielrichtung auf Angebote in der Natur ausgerichtet ist. Mit Herrn Küchenhoff (Leiter der Waldschule Köln, Gut Leidenhausen Stadtteil Eil) und den Sozialraumkoordinatoren wurde intensiv über die Möglichkeit und den Standort einer Außenstelle der Waldschule diskutiert. Mit der Kölner Waldschule besteht potentiell ein kompetentes Umweltbildungsangebot für Schülern und Schülerinnen aus der Großstadt Köln mit der Möglichkeiten für ein aktives Naturerleben. Herr Küchenhoff betonte, dass es sich nur um eine Außenstelle handeln könne, da der Schwerpunkt der Waldschule ei n- deutig am Gut Leidenhausen liegt. Denkbar wäre, in einem Probezeitraum (drei Jahre) zunächst 1 x monatlich , außerhalb der Ferienzeiten, ein kindgerechtes Lernangebot zum Thema Wald (Ökosystemleistungen, Klimaschutz) anzubiete n. Voraussetzung ist eine Kooperation mit örtlichen Grundschulen, um gezielt Kinder aus den Sozialräumen anz u- sprechen. Es wurde auch über die erforderliche Infrastruktur diskutiert. Hier stand die Frage im Raum, ob das Zwischenwerk, dessen Gelände HöVi -Land zur Ferienbetreuung nutzt, ge- eignet ist. Herr Küchenhoff wies darauf hin, dass als stationäre Örtlichkeit z.B. ein a b- schließbarer Bauwagen ausreicht, darüber hinaus stellt der Wald das „Grüne Klasse n- zimmer“ dar. Als Standort wäre das Gelände des Naturfreibades Vingst ideal geeignet, da es sich hier um einen abschließbaren Raum handelt und das Bad auch als Anreiz für Ki n- der dient, um das Lernangebot anzunehmen. Durch die Beschränkung auf Zeiten auße r- halb der Ferien bestehen keine Bedenken hinsichtlich ein er gemeinsamen Nutzung. B e- züglich der Nutzung des Freibades bedarf es noch der Ab - und Zustimmung der KölnBä- IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 85 der GmbH. Die Betreuung der Kinder müsste über zusätzliche Honorarkräfte erfolgen. Personell ist die Waldschule nicht in der Lage, zusätzlich Leistungen anzubieten. Vor Ort wurde auch noch über die Bedürfnisse von HöVi-Land diskutiert. HöVi-Land ist ein Ferienprogramm am Zwischenwerk für Kinder aus den benachbarten Sozialräumen H ö- henberg und Vingst. Es wird einmal jährlich für drei Wochen in den Somm erferien durch- geführt und ehrenamtlich betreut. Mehrere hundert Kinder verbringen einen Teil der Fer i- enzeit auf dem Gelände. Zur Verbesserung des Angebotes wären die Installation einer festen Toilettenanlage und die „Möblierung“ der Wiesen am Zwischenwerk erforderlich. Dritter Workshop am 07.11.2016 Abstimmung des Berichtsentwurfs und der Projekte zum IHK „Vielfalt vernetzen“. Im dritten Workshop wurden der Entwurf des Berichtes und die erarbeiteten Projekte vo r- gestellt und intensiv diskutiert. Ausführlich erläutert wurden an Hand der Gliederung der Aufbau des IHK und die w e- sentlichen Inhalte (SWOT -Analyse, Handlungsbedarfe, Entwicklungsstrategie mit Lei t- bild, Entwicklungszielen, und Leitmaßnahmen) . Die Diskussion bestätigte den Aufbau und die Inhalte des IHK. Hinsichtlich der Priorisierung der Handlungsfelder ergab sich eine Verschiebung des Handlungsfeldes „Grün schützen“ von Priorität 2 nach Priorität 1. Die Einschätzung, dass der Schutz der Grünflächen im Programmgebiet gleichrangig mit der räumlichen und funktionalen Entwicklung des Grüngürtels zu sehen ist, wurde von den Teilne h- mern einvernehmlich bestätigt. Ausführlich besprochen wurden die Projekträume, Projekte und Maßnahmen. Im Projektraum Gremberger Wäldchen wurde in gemeinsamer Diskussion das Wege- konzept optimiert. Naturschutzfachlich wertvolle Bereiche südlich Ostheim werden nicht in Anspruch genommen und aus der Konzeption entfernt. Das Gremberger Wäldchen südlich der „Östlichen Zubringerstraße“ soll nach erfolgtem Rückbau von Wegen als Naturwald geschützt werden. Die vorhandene Schutzhütte soll saniert und als zentraler Infopunkt für das Grembe r- ger Wäldchen gestaltet werden. Sehr intensiv gesprochen wurde über die Flehbachaue. Auf Grund der besonderen Schutzwürdigkeit des Raums werden alle Gestaltungsmaßnahmen außerhalb vorhan- dener Wege nicht weiter verfolgt. Mit der Ausschreibung der Leistungen zur Beseitigung der Altablagerungen kann nach Zuteilung von Fördermitteln begonnen werden. Hierzu liegt eine Machbarkeitsstudie vor. Zur Klärung na turschutzfachlicher und artenschutzrechtlicher Fragestellungen s o- wie zu Fragen des Gewässerschutzes sind vertiefende Untersuchungen in Form einer Machbarkeitsstudie erforderlich. Hierzu ist beabsichtigt frühzeitig nach Anerkennung des IHK einen Förderantrag zu stellen. Im zweiten Workshop wurde festgelegt, dass der Projektansatz zum Thema Gärtnern und Kleingärten weiterverfolgt werden soll. Hierzu wurde nun das Projekt Gartenlabor IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 86 entwickelt. Das Projekt wurde allgemein begrüßt. Die Ausrichtung soll um di e Punkte Beteiligung von Arbeitsmarkinitiativen und Migranten erweitert werden. Beim Projekt „Grün vernetzen – Grün entwickeln“ wurde auf den rechtlichen Status als planfestgestellte Ausgleichsflächen hingewiesen. Diese Flächen werden im Projekt nicht weiter behandelt. Der WaldParkour wurde hinsichtlich Fragestellungen der naturschutzfachlichen Wertig- keit des Vingster Berges, des erforderlichen Wegebaus und ggf. erforderlicher Ve r- kehrssicherungspflicht diskutiert. Es wurde vereinbart, dass vor einem Förd erantrag zunächst die naturschutzfachliche Wertigkeit geklärt werden muss und der Bedarf für ein solches Angebotes bei den Jugendlichen der angrenzenden Sozialräume abgefragt wird. Der anwesende Mitarbeiter der Universität Köln äußerte großes Interesse an einer wis- senschaftlichen Studie zum Thema Klimaleistungen des Grüngürtels. Hierzu wird Ko n- takt mit der Hochschule aufgenommen. An die Anwesenden wurde der vorläufige Bericht zur Prüfung verteilt. Die Rückläufe we r- den geprüft und nach Rücksprache soweit erforderlich eingearbeitet 9.2 Beteiligung der Öffentlichkeit Die allgemeine Öffentlichkeit sowie lokale Akteure werden auf Ebene der Projekte in den Prozess eingebunden. Im Rahmen der Erstellung des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln: Mitwirken, zusammenhalten, Zukunft gestalten“ sowie des „Grüngürtel Impulses“ war die allgemeine Öffentlichkeit intensiv beteiligt, so dass für das Programmgebiet hinsichtlich Bürgerbeteiligung Grundlagen vorhanden sind, auf denen aufgebaut werden kann. In die Erstellung des IHK „Vielfalt vernetzen“ war die Kölner Grün Stiftung eingebunden. 9.3 Beteiligung politischer Gremien Den Auftrag zur Erstellung eines Integrierten Handlungskonzeptes (IHK) „Grüne Infr a- struktur“ für die neue EU -Förderperiode des Europäischen Fonds für regionale En twick- lung (EFRE) hat der Rat der Stadt Köln in seiner Sitzung am 22.09.2016 beschlossen (Anlage 1). Die Finanzierung der Erstellung des IHK erfolgte durch die Kölner Grün Stiftung. Dem Rat der Stadt Köln wird eine Vorlage zur Schenkungsannahme des IHK eins chl. Handlungs- auftrag vorgelegt. Aus zeitlichen Gründen war es nicht möglich, zwischen dem Projektaufruf im August 2016 und dem Abgabetermin 01.12.2016 den entsprechenden Ratsbeschluss einzuholen, da das IHK erst Ende November 2016 mit den einzelnen Fachdi enststellen abgestimmt und fertiggestellt wurde. Nach derzeitiger Zeitplanung wird der Ratsbeschluss im Frühjahr 2017 eingeholt. IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 87 10 NACHHALTIGKEIT, PROZESSSTEUERUNG, NICHTDISKRIMINIE- RUNG UND GLEICHSTELLUNG VON MÄNNERN UND FRAUEN Nachhaltigkeit / Verstetigung Die Projekte und Maßnahmen des IHK „Vielfalt vernetzen“ sind überwiegend so angelegt, das durch fach - und sachgerechte Ausführung sowie durch eine fachgerechte Grünfl ä- chen- und Waldpflege die Nachhaltigkeit gewährleistet ist. Die Fortführung der Pflege o b- liegt der Stadt Köln. Die Einzelmaßnahme „Grünes Klassenzimmer“ im Projektraum Gremberger Wäldchen ist zunächst befristet ü ber die Laufzeit des Programms Grüne Infrastruktur angelegt. (Wal d- schule, Grundschulen, Stadt Köln) werden vor Ablauf des Programme s auf Erfolg (Grad der Zielerreichung) und Zukunftsperspektive überprüft. Bei entsprechend guter Beurte i- lung kann das Projekt in die Organisationsstruktur der Waldschule Köln eingegliedert werden. Über die weitere Finanzierung ist auf Förderebene der Walds chule zu entsche i- den. Die Wiedervernässungsmaßnahme im Projektraum „Flehbachaue“ wird während der Pr o- grammlaufzeit wissenschaftlich durch ein Monitoring (Bodenkunde, Ökologie) begleitet. Nach Abschluss der Förderlaufzeit wird ein Abschlussbericht mit Empf ehlung weiterfüh- render Maßnahmen erstellt. Die Umsetzung und Finanzierung der empfohlenen Ma ß- nahmen liegt in der Zuständigkeit der Stadt Köln. Die Anlage und infrastrukturelle Ausstattung des Projektes „Gartenlabor“ erfolgt in Ve r- antwortung der Stadt Köln , die Betreuung soll in Zusammenarbeit mit der kommunalen Arbeitsmarktförderung und Migrations-Initiativen erfolgen. Aus den im Programmzeitraum gewonnenen Erfahrungen des Betriebskonzeptes kann auf die zukünftige Nachfrage und Organisation der Nutzer gesc hlossen werden. Das Betriebskonzept ist im Rahmen der Projektevaluation zu überprüfen und ggf. nachzubessern. Während der Programmlaufzeit sollen Kontakte zu vorhandenen Netzwerken geknüpft und das Projekt in diese eingebu n- den werden. Die Einzelmaßnahmen Parkour im Projektraum „WaldParkour“ wird nur umgesetzt, wenn die Nachfrage geklärt und die Nachhaltigkeit nachgewiesen ist. Durch die Einbindung und Eigenverantwortung der Nutzer ist eine Verstetigung des Projektes zu erwarten. Im Projekt „Klimaleistung en des Grüngürtels“ ergeben sich aus der Studie Handlung s- empfehlungen hinsichtlich Öffentlichkeitsarbeit und Pflege des Programmgebietes. Die Umsetzung ggf. weiterer Projekte liegt in der Verantwortung der Stadt Köln. Der Umfang ist derzeit nicht abzuschätzen. Prozesssteuerung Während der gesamten Programmlaufzeit soll die im Rahmen der Erstellung der IHK initi- ierte Arbeitsgruppe beibehalten werden (Kap. 9 Beteiligte bei der Erstellung) . Die Arbeits- gruppe gewährleistet die effiziente ämterübergreifende Planung und Abwicklung der Pro- jekte. Nach Bedarf sind weitere Dezernate und Ämter der Stadt Köln bzw. Externe hinzu- IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 88 zuziehen. Auf Grund der engen räumlichen und inhaltlichen Verbindung zwischen Grüner Infrastruktur und den Sozialräumen ist insbesondere die Koordination und Kooperation mit der Programmleitung des IHK „Starke Veedel – Starkes Köln: Mitwirken, zusammenhal- ten, Zukunft gestalten“ von Bedeutung. Federführend verantwortlich für den Gesamtprozess und die Maßnahmenumsetzung i st das Amt für Landschaftspf lege und Grünflächen. Das Amt ist auch verantwortlich für die Beteiligung der Politik, die Öffentlichkeitsarbeit, das Finanz-/Fördermittelmanagement und die Qualitätssicherung sowie die Evaluierung der Projekte. Das Amt trägt auch die Ve r- antwortung für eine korrekte und effiziente Verwendung der Fördermittel. Die Beteiligung der Öffentlichkeit auf Projektebene ist Einzelfallbezogen durchzuführen. Nichtdiskriminierung und Gleichstellung von Männern und Frauen Das Querschnittsziel des OP EFRE NRW wird u. a. dadurch unterstützt, dass die Projekte des IHK „Vielfalt vernetzen“ grundsätzlich so ausgestaltet sind und umgesetzt werden, dass sie für alle Menschen gleichermaßen zugänglich und unabhängig von Geschlecht, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung nutzbar sind. Es werden durch Projekte Angebote aus - und aufgebaut, mit denen Kinder und Jugendliche, Familien und Ältere in den Sozialräumen erreicht werden können und diese gleichberechtigt en und freien Zugang Natur und Lan d- schaft, zu Bildungs-, Erholungs- und Spielangeboten erhalten. Die Arbeitsgruppe und das federführende Amt stellen sicher, dass die Fördermittel diskr i- minierungsfrei vergeben werden. IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 89 11 DURCHFÜHRUNGSKONZEPT Mit der Umsetzu ng des Maßnahmenprogramms soll frühzeitig nach erfolgter Anerke n- nung des Integrierten Handlungskonzeptes begonnen werden. Die Stadt Köln wird zeitnah einen ersten Förderantrag stellen. Federführend verantwortlich für den Gesamtprozess und die Koordination der Maßnah- menumsetzung ist das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen. Bei der konkreten Planung und Umsetzung von Maßnahmen sind je nach Aufgabenstellung weitere Ä mter bzw. Dienststellen der Stadt Köln einzubinden und zu beteiligen. Dies sind im Wesentlichen: Amt für Stadtentwicklung und Statistik - Stadtentwicklungspolitisch bedeutsame Projek- te Untere Landschaftsbehörde - Sachgebiet Natur- und Landschaftsschutz Umwelt- und Verbraucherschutzamt - Umweltplanung und Vorsorge / Untere Bode n- schutzbehörde / Umweltbildung/Biodiversität Stadtplanungsamt Dezernat V Soziales, Integration und Umwelt Amt für Kinder, Jugend und Familie – Sachgebiet Kinderinteressen und Jugendförd e- rung Koordinationsstelle Klimaschutz Dezernat VI Stadtentwicklung, Planen, Bauen und Verkehr Umsetzungszeitraum In den Projektsteckbriefen sind für jede Maßnahme die avisierten Umsetzungszeiträume benannt. Diese sind entsprechend dem derzeitigen Kenntnisstand aufgelistet und korres- pondieren mit den Projektlaufzeiten gemäß EFRE -Förderung (Ansatzjahr + 3 VE -Jahre). Weiterhin sind die erforderlichen vorbereitenden Maßnahmen benannt. Unter der Voraussetzung einer positiven Entscheidung zur Anerkennung des IHK „Vielfalt vernetzen“ wird die Stadt Köln zeitnah einen ersten Förderantrag stelle n und für weitere Projekte die vorbereitenden Maßnahmen einleiten. Die Prioritäten der Projekte und Maßnahmen sind im IHK benannt. Als vordringlichste Maßnahme wird eine Machbarkeitsstudie zur Umsetzung der Wiedervernässung (vorb e- reitende Planungen zu Naturschutz, Artenschutz, Gewässerschutz, …) angesehen. Dem IHK liegt zu Grunde, dass möglicherweise nicht alle Maßnahmen bis zum Ende des Förderzeitraums abgeschlossen werden können, oder darüber hinaus fortgeführt werden sollen. Dies stellt keine inhaltlic he Schwäche dar, sondern ist der großräumigen Betrach- tung des Raumes geschuldet. IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 90 Kosten Die Gesamtkosten und die Kostenaufteilung je Maßnahme w urden an Hand von Erfa h- rungswerten hergeleitet. Die Benennung der Kosten beruht auf den derzeit vorhandenen Kenntnissen in Bezug auf Art und Umfang der Maßnahmen. Die genannten Kosten sind Bruttokosten und beinhalten eine Pauschale von 20% für Baunebenkosten. Finanzierung / Förderung Die Stadt Köln hat im Haushaltsplanentwurf 2016/2017 ff. in der mittelfristige n Finanzpla- nung unter dem Haushaltstitel „EFRE Rrh. Freiraumvernetzung“ folgende Haushaltsmittel vorgesehen: Finanzposition 2017 2018 2019 2020 Investitionszuweisungen vom Land 520.000 640.000 560.000 240.000 Auszahlungen für sonstige Baumaß- nahmen 650.000 800.000 700.000 300.000 Ergänzt wird die Finanzierung durch den kommunalen Eigenanteil der Stadt Köln. Der ausgewiesene städt ische Eigenanteil in Höhe von 20 % steht unter dem Vorbehalt der Sicherstellung der komplementären Fördermittel (80 %). Mögliche Förderzugänge für die Maßnahmen werden nach Anerkennung des Integrierten Handlungskonzeptes im Austausch mit den zuständigen Ressorts geklärt. Die Projekte „Gremberger Wäldchen“ und „WaldParkour“ beinhalten Maßnahmen zur Verkehrsinfrastruktur (straßenbegleitender Fußweg, Verkehrsinseln). Hier sind auch a n- derweitige Finanzierungsmöglichkeiten zu prüfen. Im Projektraum „Flehbachaue ist zu prüfen, ob für die Beseitigung der Altablagerungen auch anderweitige Förderzugänge möglich sind. IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 91 Maßnahmen und Kostenübersicht Die nachfolgende Übersicht stellt die Aufteilung der Maßnahmenkosten für eine Projek t- laufzeit bis 2021ff dar. Berücksichtig sind somit auch Maßnahmen, für die erst in den Ja h- ren 2019/2020 Förderanträge gestellt werden. Die Jahre ab 2021 sind zusa mmengefasst, da hier noch keine Daten aus dem Haushaltsplanentwurf der Stadt Köln vorliegen. Die dargestellten Kosten korrespondieren bis 2020 mit den jährlichen Haushaltsansätzen der Stadt Köln. Die Zuordnung von Kosten -Jahr basiert auf den derzeit vorhan denen Kenntnissen in B e- zug auf Priorität, Art, Umfang und Umsetzbarkeit der Maßnahmen. Verschiebungen auf Grundlage weiterer Detailplanungen sind möglich und zu erwarten. Nicht berücksichtigt ist die Projektumsetzung durch andere Träger. Projekt Maßnahme Gesamtkosten davon in 2017 davon in 2018 davon in 2019 davon in 2020 davon in 2021 ff Gremberg Wäldchen A1 456.960 € 150.000 € 50.000 € 50.000 € 209.960 € ----- A2 64.260 € 40.000 € 20.000 € 4.260 € ----- ----- A3 429.828 € ----- 100.000 € 40.000 € 30.000 € 259.828 € X 21.420 € 4.000 € 4.000 € 4.000 € 9.420 € ----- B 171.360 € ----- ----- 10.000 € 25.000 € 136.360 € C 14.280 € ----- 14.280 € ----- ----- ----- D 79.730 € ----- ----- 25.000 € 25.000 € 29.730 € E 49.980 € 49.980 € ----- ----- ----- ----- F 44.222 € 2.000 € 14.000 € 14.000 € 14.222 € ----- G 160.000 € ----- ----- ----- ----- 160.000 € H 7.140 € ----- ----- 4.000 € 3.140 € ----- Flehbachaue A 65.450 € 30.000 € 35.450 € ----- ----- ----- B 785.400 € 300.000 € 300.000 € 150.000 € 35.400 € ----- C 20.230 € ----- ----- ----- ----- 20.230 € D 25.704 € ----- ----- ----- ----- 25.704 € E 29.750 € ----- 10.000 € 10.000 € 9.750 € ----- IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 92 Projekt Maßnahme Gesamtkosten davon in 2017 davon in 2018 davon in 2019 davon in 2020 davon in 2021 ff Gartenlabor A 17.850 € 17.850 € ----- ----- ----- ----- B 254.363 € ----- 125.000 € 129.363 € ----- ----- C 146.370 € ----- ----- 75.000 € 71.370 € ----- D 74.110 € ----- ----- 74.110 € ----- ----- E 11.900 € 2.500 € 2.500 € 2.500 € 4.400 € ----- Grün vernet- zen E1 20.349 € ----- ----- 5.000 € 15.349 € ----- E2 28.274 € ----- ----- 5.000 € 23.274 € ----- E3 21.063 € ----- ----- 5.000 € 16.063 € ----- E4 25.704 € ----- ----- ----- ----- 25.704 € E5 100.846 € 22.000 € 50.000 € 28.846 € ----- ----- E6 25.704 € ----- ----- ----- ----- 25.704 € E7 65.688 € ----- ----- ----- ----- 65.688 € E8 32.844 € ----- ----- 5.000 € 27.844 € ----- E10 21.420 € 10.000 € 11.420 € ----- ----- ----- E11 62.118 € 8.000 € 30.000 € 24.118 € ----- ----- E13 12.852 € ----- ----- 5.000 € 7.852 € ----- V 71.400 € ----- 7.500 € 7.500 € 5.000 € 51.400 € WaldParkour A 5.712 € ----- 5.712 € ----- ----- B 43.316 € ----- 2.000 € 2.000 € 2.000 € 37.316 € C 35.700 € ----- 20.000 € 15.700 € ----- ----- D 28.560 € ----- ----- ----- ----- 28.560 € E 42.840 € ----- ----- ----- ----- 42.840 € IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 93 Projekt Maßnahme Gesamtkosten davon in 2017 davon in 2018 davon in 2019 davon in 2020 davon in 2021 ff Klimaleistung A 59.500 € 5.000 € 5.000 € 5.000 € 44.500 € ----- B 11.900 € ----- ----- ----- 11.900 € ----- C 11.900 € ----- ----- ----- 11.900 € ----- D 5.950 € ----- ----- ----- 5.950 € ----- Holzhof A 23.800 € ----- ----- 23.800 € ----- ----- B 435.540 € ----- ----- ----- ----- 435.540 € C 297.500 € ----- ----- ----- ----- 297.500 € Tab. 3 Kostenübersicht 12 EVALUIERUNG Ziel der Evaluation ist es, Sachstände und Entwicklungsprozesse sowohl des gesamten IHK’s, als auch einzelner Projekte aufzunehmen und zu interpretieren, um so einerseits möglichen Fehlentwicklungen gegenzusteuern und anderseits die Zielerreichung von Maßnahmen zu dokumentieren. Die Evaluation ist eine Querschnittsaufgabe im Rahmen der Umsetzung des IHK „Vielfalt vernetzen“. Es wird prozessbegleitend sowohl eine Programm- als auch eine Projekteva- luation durchgeführt. Der Stand der Erreichung der im IHK beschriebenen Leitmaßnah- men wird in einem jährlich stattfindenden Workshop in der ämterübergreifenden Arbeit s- gruppe überprüft, ggf. angepasst und fortgeschrieben und dient der Gesamtsteuerung des Programms. Federführend verantwortlich für die Evaluierung ist das Amt für Landschaft s- pflege und Grünflächen. Die Projekte werden an Hand von umsetzungsorientierten Indikatoren überprüft. Die Ind i- katoren zielen dabei auf die Deckung von Handlungsbedarfen. Die Indikatoren werden auf Ebene des IHK für wesentliche Maßnahmen festgelegt und von der Arbeitsgruppe rege l- mäßig überprüft und soweit erforderlich modifiziert. IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 94 Projektindikatoren Gremberger Wäldchen Handlungsbedarf Indikator(en) Erreichung Wegekonzept Gremberger Wäldchen zur Ordnung der Erholungsnutzung zur Beruhigung wertvoller Teilbereiche Entwurf und Abstimmung der Wegekon- zeption 2017 Rückbau von mind. 2.000 m Wege 2020 Entsiegelung von mind. 250 m 2018 Anlage von mind. 400 m neuer Wege 2019 Dauerhafte Schießung von mind. 5 We- gen 2018 Einbindung und Stärkung HöVi-Land Einbringen von ausreichend Sitzsteinen in Abstimmung mit Betreiber HöVi-Land 2017 Aufbau eines Umweltbildungsangebotes Sanierung Schutzhütte, Gestaltung Info- punkt 2020 Entwurf Modellprojekt Waldschule 2017 Überwindung von Barrieren (Verkehrs- wege) Entwurf und Abstimmung mit Straßen- baulastträger 2017 Bau von mind. 2 Querungshilfen 2021ff Schaffung klarer Zugänge in die Grün- räume Schaffung von mind. 6 Türen ins Grün 2018 Tab. 4 Projektindikatoren „Gremberger Wäldchen“ Flehbachaue Handlungsbedarf Indikator(en) Erreichung Anbindung der Flehbachaue als Teil des Grüngürtels Ausschilderung der Anbindung Fleh- bachaue an den Grüngürtelweg und an die RegioGrün-Route 2021ff Renaturierung Flehbachaue Erstellung einer Machbarkeitsstudie zur Umsetzung der Wiedervernässung 2017 Beseitigung der Altablagerung 2018 Beginn der Vernässung der Flehbach- aue 2018 Beginn der wissenschaftlichen Beglei- tung (Monitoring) 2018 Erstellung einer Konzeption eines Lehr- pfades und Informationspunktes 2021ff Tab. 5 Projektindikatoren „Flehbachaue“ IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 95 Gartenlabor Handlungsbedarf Indikator(en) Erreichung Schaffung nutzbarer öffentlicher Grün- flächen Einrichten der Infrastruktur auf mind. einer der beiden Flächen 2018 Ökologische Gestaltungsmaßnahmen auf mind. einer der beiden Flächen 2019 Herrichten und Bereitstellen von Grabe- land, Pflanzgut und Werkzeug auf mind. einer der beiden Flächen 2019 Schaffung neuer Formen des Nutzgar- tens Erstellung eines Flächen-, Nutzungs-, Betriebskonzeptes 2017 Ansprache von mind. 100 pot. Nutzern 2017 Tab. 6 Projektindikatoren „Gartenlabor“ Grün vernetzen – Grün entwickeln Handlungsbedarf Indikator(en) Erreichung Vernetzung der Freiflächen untereinan- der Umsetzung von mind. 3 Entwicklungs- flächen 2019 Einbeziehung der Flächen östlich der Autobahn zur Erweiterung des Grüngür- tels Konzept zur Entwicklung eines mög- lichst durchgängigen Weges östlich der A3 2018 Standörtlich angepasste Pflege Umsetzung auf mind. 3 Entwicklungsflä- chen 2019 Tab. 7 Projektindikatoren „Grün vernetzen – Grün entwickeln“ WaldParkour Handlungsbedarf Indikator(en) Erreichung Schaffung von Räumen und Angeboten für freie Spiel- und Naturerfahrung Erstellung der Konzeption zum Parkour 2018 Beseitigung von „Angsträumen“ Schaffung von mind. 4 Türen ins Grün, Herstellung der Sichtachsen 2019 Tab. 8 Projektindikatoren „WaldParkour“ Klimaleistungen des Grüngürtels Handlungsbedarf Indikator(en) Erreichung Herausstellen der Klimaleistungen des Programmgebietes für die Siedlungs- räume Erstellung der Studie zur Klimaleistun- gen des Programmgebietes 2018 Bereitstellung von Informationsmedien 2020 Tab. 9 Projektindikatoren „Klimaleistungen des Grüngürtels“ IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 96 Holzhof Handlungsbedarf Indikator(en) Erreichung Vor-Ort Nutzung des Holzes aus Durch- forstung Klärung der Trägerschaft 2019 Mind. 2 Beschäftigte qualifiziert 2021ff Tab. 10 Projektindikatoren „Holzhof“ IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 97 13 ANLAGEN 13.1 Anlage 1: Beschlussvorlage Beschlussvorlage Integriertes Handlungskonzept „Grüne Infrastruktur“ für die neue EU - Förderperiode des Europäischen Fonds für Regionalentwicklung (EFRE) vom 15.09.2016 / 22.09.2016 IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 98 IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 99 Abb. 13 Beschlussvorlage IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 100 13.2 Anlage 2: Ratsbeschluss Der Rat der Stadt Köln hat am 22.09.2016 die Verwaltung mit der Aufstellung eines Int e- grierte Handlungskonzeptes (IHK) „Grüne Infrastruktur“ für die neue EU -Förderperiode des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) beauftragt. Abb. 14 Auszug aus dem Sitzungsprotokoll des Rates der Stadt Köln IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 101 13.3 Anlage 3: Teilnehmerlisten Beteiligungsschritte IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 102 Abb. 15 Teilnehmerliste Abstimmungsgespräch 27.07.2016 IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 103 IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 104 Abb. 16 Teilnehmerliste Ideenwerkstatt 07.09.2016 IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 105 IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 106 Abb. 17 Teilnehmerliste Abstimmung Bericht und Projekte 07.11.2016 IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 107 13.4 Anlage 4: Karte Projektraum „Gremberger Wäldchen“ Abb. 18 Karte Projektraum „Gremberger Wäldchen“ IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 108 13.5 Anlage 5: Karte Projektraum „Flehbachaue“ Abb. 19 Karte Projektraum „Flehbachaue“ IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 109 13.6 Anlage 6: Karte Projektraum „Gartenlabor“ Abb. 20 Karte Projektraum „Gartenlabor“ IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 110 13.7 Anlage 7: Karte Projektraum „Grün vernetzen – Grün entwickeln “ Abb. 21 Karte Projektraum „Grün vernetzen – Grün entwickeln Teil Nord“ IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 111 Abb. 22 Karte Projektraum „Grün vernetzen – Grün entwickeln Teil Mitte“ IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 112 Abb. 23 Karte Projektraum „Grün vernetzen – Grün entwickeln Teil Süd“ IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 113 13.8 Anlage 8: Karte Projektraum „WaldParkour“ Abb. 24 Karte Projektraum „WaldParkour“ IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 114 14 QUELLEN AMT FÜR STADTENTWICKLUNG UND STATISTIK KÖLN (2015): IHK „Starke Veedel – Starkes Köln: Mitwirken, zusammenhalten, Zukunft gestalten“. August 2015 KÖLNER GRÜN STIFTUNG (HRSG.) (2013): Grüngürtel Impuls Köln: G rundlage zur Volle n- dung einer Vision. Oktober 2013 LANDESAMT FÜR NATUR, UMWELT UND VERBRAUCHERSCHUTZ NORDRHEIN-WESTFALEN (LA- NUV) (HRSG.) (2013): Klimawandelgerechte Metropole Köln: Abschlussber icht. LANUV- Fachbericht 50, Recklinghausen 2013 MINISTERIUMS FÜR KLIMASCHUTZ, UMWELT, LANDWIRTSCHAFT, NATUR- UND VERBRAUCHER- SCHUTZ DES LANDES NORDRHEIN-WESTFALEN (MKULNV) (2016): „Grüne Infrastruktur“ NRW: Aufruf des zur nachhaltigen Verbesserung der natür lichen Umwelt und der Klima - und Umweltbedingungen zugunsten der Biodiversität und der Menschen in Quartieren, Städten und Stadtumlandgebieten in Nordrhein-Westfalen. 18.08.2016. MINISTERIUMS FÜR KLIMASCHUTZ, UMWELT, LANDWIRTSCHAFT, NATUR- UND VERBRAUCHER- SCHUTZ DES LANDES NORDRHEIN-WESTFALEN (MKULNV) (2015): Für die Vielfalt in der N a- tur: Die Biodiversitätsstrategie des Landes Nordrhein-Westfalen. Oktober 2015 MINISTERIUMS FÜR KLIMASCHUTZ, UMWELT, LANDWIRTSCHAFT, NATUR- UND VERBRAUCHER- SCHUTZ DES LANDES NORDRHEIN-WESTFALEN (MKULNV) (2015): Klimaschutzplan Nor d- rhein-Westfalen: Klimaschutz und Klimafolgenanpassung. Stand: Dezember 2015 (1. Auf- lage) OPERATIONELLE PROGRAMM NRW 2014 -2020 für den europäischen Fond für Regiona l- entwicklung „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung“ (OP EFRE NRW). Genehmigt am 17.10.2014 durch die Europäische Kommission Präventionsstrategie des Landes Nordrhein-Westfalen REGIONALE 2010 AGENTUR (2007): RegioGrün. Mai 2007 IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 115 15 VERZEICHNIS DER ABKÜRZUNGEN BAB Bundesautobahn EU Europäische Union EW Einwohner GI Grüne Infrastruktur EFRE Europäische Fonds für regionale Entwicklung IHK Integriertes Handlungskonzept MKULNV Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur - und Ve r- braucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen NRW Nordrhein-Westfalen LANUV Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nord rhein- Westfalen SWOT Strengths (Stärken), Weaknesses (Schwächen), Opportunities (Cha n- cen) und Threats (Bedrohungen) IHK Grüne Infrastruktur Köln „Vielfalt vernetzen“ S e i t e | 116 16 ANHANG Anhang I: GI Köln - IHK „Vielfalt vernetzen“ - Gesamtkonzept der Projekträume Anhang II: GI Köln - IHK „Vielfalt vernetzen“ - Projektraum „Gremberger Wäldchen Anhang III¨GI Köln - IHK „Vielfalt vernetzen“ - Projektraum „Flehbachaue“ Anhang IV: GI Köln - IHK „Vielfalt vernetzen“ - Projektraum „Gartenlabor“ Anhang V: GI Köln - IHK „Vielfalt vernetzen“ - Projektraum „Grün vernetzen – Grün entwi- ckeln “ Anhang VI: GI Köln - IHK „Vielfalt vernetzen“ - Projektraum „WaldParkour“ HHHHHHHHHHHHHH HH ii E1H[WHQVLYHV*UQODQGE2- Spiel/SportE3%OWHQUHLFKE4- Erholung/SpielE05- ParkE06- SpielE07)HXFKWIOlFKHQE086lXPHE09- Gartenlabor E106lXPHE11- SpielE11- SportE12- GartenlaborE13- Park Gartenlabor Gartenlabor XXXX UU XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXHHHHHHHHiiiiiiiiiiii HH:::: WGF Landschaft1UQEHUJ21.11.2016 Buchforst+|KHQEHUJVingstOstheim1HXEUFNBuchheim0OKHLP1RUG Projektraum*UQYHUQHW]HQProjektraum*UHPEHUJHU:lOGFKHQProjektraum"WaldParkour"Projektraum*UQYHUQHW]HQProjektraum"Flehbachaue"Projektraum*UQYHUQHW]HQ.HXSVWUDH $QKDQJ,*,.|OQ,+.9LHOIDOWYHUQHW]HQ*HVDPWNRQ]HSWGHU3URMHNWUlXPH 2VWKHLPHU6WUDHHHHHHH HHHHHH Vingst Ostheim *UQJUWHO5XQGZHJ Vingster RingAlter Deutzer PostwegXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXHHHHHHHHWaldbadvierteliiiiiiiiiiii WGF Landschaft1UQEHUJ21.11.2016A1 - 5FNEDXA2 - EntsiegelungA3 - Neue Wege - :HJHVFKOLHHQB - QuerungenC - 7UHQLQV*UQD - InfopunkteE - Umfeld ZwischenwerkF - *UQHV.ODVVHQ]LPPHUG - )OlFKHQDQNDXIH - Fledermaus-Fort CFDECCCCCCCCCCCCBBBBDDDDA1A1A1A1A1A1A1A1A1A1A1A2A2HGA3A3A3A3A3A3A3A3$QKDQJ,,*,.|OQ,+.9LHOIDOWYHUQHW]HQ3URMHNWUDXP*UHPEHUJHU:lOGFKHQ ii6lXPHE11- SpielE11- Sport- GartenlaborGartenlaborHaltestelleStadtbahnMerheim%UFN "Mit dem RadGXUFK0OKHLPFliehburgI-Punkt"Flehbachaue"St.GereonKratzweg2OSHQHU6WUDH*UQJUWHO5XQGZHJHH::5HJLR*UQ3URMHNW"Kreuzwasser" BCD WGF Landschaft1UQEHUJ21.11.2016 B- 9HUQlVVXQJGHU)OHKEDFKDXHC - InformationspunktD - /FNHQVFKOXVV5DGZHJPLW%OKVDXP$QKDQJ,,,*,.|OQ,+.9LHOIDOWYHUQHW]HQ3URMHNWUDXP)OHKEDFKDXH Vingster Ring E106lXPHE11- SpielE11- SportE12- GartenlaborGartenlaborUU3RUWDO*UQJUWHO"Merheimer Heide"*UQJUWHO5XQGZHJ+|KHQEHUJHU5LQJ E06- SpielE07)HXFKWIOlFKHQE086lXPHE09- GartenlaborGartenlabor::5HJLR*UQ3URMHNW"Kreuzwasser"WGF Landschaft1UQEHUJ21.11.2016 $QKDQJ,9*,.|OQ,+.9LHOIDOWYHUQHW]HQ3URMHNWUDXP*DUWHQODERU :: HHUU WGF Landschaft1UQEHUJ21.11.2016$QKDQJ9*,.|OQ,+.9LHOIDOWYHUQHW]HQ3URMHNWUDXP*UQYHUQHW]HQ*UQHQWZLFNHOQE- *UQHQWZLFNHOQV - *UQYHUQHW]HQE- *UQHQWZLFNHOQV - *UQYHUQHW]HQE- *UQHQWZLFNHOQV - *UQYHUQHW]HQE1 H[WHQVLYHV*UQODQGVVVVV - FlehbachaueE2 - Spiel/SportE3 %OWHQUHLFKE4 - Erholung/SpielE5 - ParkE6 - SpielE7 )HXFKWIOlFKHQE8 6lXPHE9 - GartenlaborE10 6lXPHE11 - SpielE11 - SportE12 - GartenlaborE13 - Park HHHaltestelleBus2VWKHLPHU6WUDHVingster RingE12- GartenlaborE13- ParkGartenlabor WGF Landschaft1UQEHUJB21.11.2016A- 7UHQLQV*UQB - Parkour mit StationenC - SichtachseD - AussichtE - QuerungBCCDEBBBAAAAAAAA$QKDQJ9,*,.|OQ,+.9LHOIDOWYHUQHW]HQ3URMHNWUDXP:DOG3DUNRXU
Beratungsverlauf (5)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert empfohlen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 4247/2016
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 05.01.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27