AN/0948/2019
Sicherung des Kinder- und Jugendschutzes im Köln Buchheim - im Besonderen
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20190708_BV-Prüfauftrag Buchheim Jugendschutz
4560 Zeichen
Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
in der Bezirksvertretung Köln-Mülheim
Gleichlautend an:
Herrn Bezirksbürgermeister
Norbert Fuchs
Frau Oberbürgermeisterin
Henriette Reker
-Rathaus-
26.05.2019
Prüfauftrag zur Sitzung der BV 9 am 17.06.2019
Sicherung des Kinder- und Jugendschutzes in Köln Buchheim - im Besonderen
Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister,
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
die SPD -Fraktion und die Fraktion BÜNDNIS 90/ D ie GRÜNEN in der Bezir ksvertretung Köln -Mülheim
bitten nachstehenden Prüfauftrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung
Mülheim zu setzen:
Die Bezirksvertretung möge beschließen:
Der Stadtteil Köln-Buchheim zeichnet sich durch engagierte professionell und ehrenamtlich tätige
Personen aus. Sie setzen sich für einen lebenswerten Stadtteil ein, in dem alle Personen, Kinder und
Jugendliche im Besonderen, einen förderlichen Raum finden. Sie bieten Unterstützung und vielfältige
Aktionen an, so dass eine lebenswerte, lebendige Veedelskultur gelebt wird.
In den vergangenen Monaten ist der Stadtteil Köln-Buchheim in den Schlagzeilen gewesen. Es fand
im Kreuzungsbereich Johannes-Stumpf-Straße/An St. Theresia eine Schießerei statt. Die
Stadtteilkonferenz Köln-Buchheim thematisiert anlässlich des benannten Vorfalls erneut die
besonderen Gefahren für Kinder und Jugendliche im Stadtteil. Hier fällt auf, dass in einzelnen
Straßenzügen ein erhöhtes Aufkommen von nicht förderlichen Ladenlokalen für Kinder und
Jugendliche zu erkennen ist. Parallel befinden sich im Stadtteil Köln-Buchheim viele Schulen,
Kindertagesstätten, ein Jugendclub und die Buchheimer Selbsthilfe.
Vor diesem Hintergrund stellen sich folgende Fragen:
- Inwieweit wird der Kinder - und Jugendschutz im Kontext der aktuellen Ereignisse in Köln -
Buchheim (Schießerei Anfang des Jahres im Kreuzungsbereich Johannes-Stumpf-Straße/An St.
Theresia ) gesichert?
- Welche kommunalen Regularien d er Vermietung v on Ladenlokalen am Dreieck Frankfurter
Straße/Guilleaumestraße/Alte Wipperfürter Straße können im Sinne des Kinder - und Jugend-
schutzes genutzt werden? Welche Maßnahmen wurden schon getroffen?
- Welche weiteren Maßnahmen zur Sicherung des Kinder - und Jugendschutzes im Stadtteil
Köln-Buchheim werden unter den aktuellen Entwicklungen gedacht und bearbeitet?
- Welche Personenkreise werden in der Entwicklung weiterer Maßnahmen einbezogen?
Begründung:
Fachkräfte im Stadtteil Buchheim berichten auf der letzten Stadtteilkonferenz von einer zunehme n-
de Gefährdung von Kindern und Jugendlichen. Sie weisen zwei Brennpunkte aus:
Kreuzungsbereich Johannes -Stumpf-Straße/An St. Theresia: Bre nnpunkt i st die dortige Gas t-
stätte Jokers. Anfang des Jahres 2019 fielen mehrere Schüsse, möglicherweise in Verbindung
mit Rockerrivalitäten. In direkter Nachbarschaft befinde n sich der Spielplatz und der neue
Bolzplatz 'TREFFArena'. Die TREFFArena wird derzeit aus EU/kommunalen Mit teln für etwa
450.000€ aufwändig in Stand gesetzt und kann Ende des Monats Juni 2019 feie rlich eing e-
weiht werden. Vorausgegangen war hier ein partizipativer Pr ozess des Kölner Jugen damtes
und des J ugendhauses TREFFER unter i ntensiver Beteiligung der J ugendlichen. Der Platz wird
zukünftig bis 22 Uhr nutzbar sein.
Dreieck Frankfurter Straße/Guilleaumestraße/Alte Wipperfürter Straße: Hier befinden sich
vier Wettbüros, zwei Spielhallen, ein Ladenlokal mit Shisha -Bedarf, zwei Cafés oder Clubs
(nicht einsehbare Schaufenster , Zutritt nur für Personen ab 18 Jahren ). Im direkten Umfeld
befinden sich im Gegenzug ein Kindergarten, zwei Grundschulen, eine Realschule, ein Gy m-
nasium und ein Jugendclub in unmittelbarer Nähe. Aufgrund der räumlichen Nähe wird der
gesetzliche Mindestabstand von 350 Metern zu allgemeinbildenden Schul en und Einrichtu n-
gen für Kinder und Jugendliche klar unterschritten. Die Mitglieder der Stadtteilkonferenz
formulierten die Sorge, dass der Schutz von Kindern und Jugendlichen hier nicht gesich ert ist,
wenn s ie täglich die oben beschrieben Läden passieren. Dies kann zur Gewöhnung und zur
Herabsetzung der Hemmschwelle zum eigenen Spielverhalten führen.
Alexander Lünenbach Winfried Seldschopf Ruth Fischer
Fraktionsvorsitzender Fraktionsvorsitzender SPD Fraktion-
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (5)
- Johannes-Stumpf-Straße
- Frankfurter Straße
- Guilleaumestraße
- An St. Theresia
- Am Dreieck
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- AN/0948/2019
- Typ
- Antrag nach § 3 der GeschO des Rates
- Datum
- 25.06.2019
- Erstellt
- 25.06.2019 07:11