V/0731/2005
Stadthalle Hiltrup
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Berichtsvorlage
5164 Zeichen
DER OBERBÜRGERMEISTER
Amt für Gebäudemanagement
Betrifft
Stadthalle Hiltrup
Bestandsaufnahme und Zustand der Lüftungsanlagen
Beratungsfolge
27.10.2005 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Bericht
Bericht:
Bericht zur Lüftungssituation in der Stadthalle Hiltrup
Dieser Bericht erfolgt auf Wunsch der BV-Hiltrup.
Die Stadthalle Hiltrup wurde im Jahr 1978 fertig gestell t. Der größte Teil der Lüftungsan-
lagen wurde bisher nicht erneuert und befindet sich in einem altersgemäß schlechten
Zustand. Drehzahlregelungs- und Wärmerückgew innungssysteme sind so gut wie nicht
vorhanden. Die Luftmengen der vo rhandenen Anlagen sind für die Nutzung zwar ausrei-
chend; aufgrund der veralteten Technik ist eine Erneuerung der zentralen Lüftungsanla-
gen in den nächsten Jahren er forderlich, um den Anforder ungen aus dem Betrieb und
den Zielen der Energieeffizienz gerecht zu werden.
Zurzeit werden folgende Bereiche der Stadthalle Hiltrup mechanisch belüftet/gekühlt:
1. Mehrzweckhalle
Der Raum wird über getrennte Zu- und Abluft anlagen versorgt. Die Anlagen befinden
sich im Technikgeschoss. Im Zuge der no twendigen Erneuerung der Anlagen sollten die-
se aus Platzgründen in den ehemaligen Heiz raum neben dem Mehrzweckraum verlagert
werden. Um die klimatischen Ve rhältnisse im Raum zu ver bessern wird mit dieser Maß-
nahme die Zuluftführung geändert.
Gründe für den Umbau:
Entscheidend für die Wirksamkeit einer raumlufttechnischen (RLT) Anlage ist die Luftfüh-
rung im Raum. In der Mehrzweckhalle wird die Zuluft im Deckenbereich über Drallaus-
lässe eingeblasen und die Abluft im unter en Bereich der Halle abgesaugt. Da die war-
me/verbrauchte Luft durch den natürlichen Auftrieb nach oben steigt, die Abluft jedoch im
unteren Bereich abgesaugt wird, kommt es zu einem er heblichen Aufstau der Abluft in
der Halle. Gleichzeitig erreicht aufgrund dieser Lufttemperaturschichtung der Zuluftstrahl
Vorlagen-Nr.:
V/0731/2005
Auskunft erteilt:
Herr Sauer
Ruf:
492 65 81
E-Mail:
SauerF@stadt-muenster.de
Datum:
06.09.2005
Öffentliche Berichtsvorlage
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nicht den Aufenthaltsbereich und kommt somi t auch nicht dem Nutzer zugute. Die Luft-
führung muss also dringend so verändert werden, dass die Abluft direkt im Deckenbe-
reich abgesaugt und die Zuluft so eingeblasen wird, dass eine wirksame Raumdurchspü-
lung erzielt wird.
2. Foyer EG
Der Raum hat eine zentrale Abluftanlage mit Da chventilator. Die Zuluft strömt frei über
die Türen von außen nach. Zur Verbesserung der Situation müsste eine kombinierte Zu-
und Abluftanlage eingebaut werden.
3. Foyer OG
Der Raum hat eine zentrale Abluftanlage mit zw ei Dachventilatoren. Die Zuluft muss frei
über geöffnete Fenster oder Türen nachströmen. Um die Anlage heut igen Standards an-
zupassen und Zugerscheinungen zu vermeiden, ist der Einbau einer kombinierten Zu-
und Abluftanlage unumgänglich.
4. Sitzungsraum
Der Sitzungsraum besitzt derzeit keine mechanische Lüftungsanlage. Um ihn für größere
Veranstaltungen nutzen zu können, muss eine Zu- und Abluftanlage eingebaut werden.
5. Restaurant/Clubraum
Die Räume werden über eine Zu - und Abluftanlage versorgt. Die Anlage befindet sich im
Technikgeschoss.
6. Kegelbahn
Der Raum wird über eine Zu- und Abluftanlag e versorgt. Die Anlage befindet sich im
Technikgeschoss.
7. Erziehungsberatungsstelle
Die Anlage wurde 2004 we gen baurechtlicher Mängel (Brandschutz) erneuert und ent-
spricht den Standards des Amtes für Gebäudemanagement (Luftmengenanpassung
durch Drehzahlregelung und Wärmerückgewinnung).
8. Küche (Restaurant)
In die Küche wird die Zuluft über ein Zuluftgerät im Tec hnikgeschoss eingeblasen. Die
Abluft wird über eine Dunstabzugshaube mi t entsprechenden Fettfanggittern abgesaugt
und anschließend über einen Dachventilator über Dach ausgeblasen.
9. Sonstiges
Alle Funktions- und Nebenräume haben dezentrale Abluftanlagen mit Dachventilatoren.
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Anlagen zur Kühlung der Zuluft sind nicht vorhanden. Die Stadt Müns ter verzichtet auf
Empfehlung des Energiebeir ates von 1996 in ihren Gebäuden weitgehend auf mechani-
sche Kühlung.
Kosten
1a. Mehrzweckhalle,
Umbau der Lüftungsanlage ohne Kühlung 110.403,00 Euro
1b. Mehrzweckhalle,
Umbau der Lüftungsanlage mit Kühlung 174.620,60 Euro
2,3. Foyer EG / OG,
Einbau einer Zu- und Abluftanlage 102.544,00 Euro
4. Sitzungsraum,
Einbau einer Zu- und Abluftanlage 36.963,40 Euro
Haushaltsmittel stehen im Finanz- und Invest itionsprogramm nicht zur Verfügung. Auf-
grund der höchst angespannt en Finanzlage der St adt können aus heutig er Sicht zusätz-
liche Mittel auf absehbare Zeit nicht bereitges tellt werden. Ggf. könnten einzelne Maß-
nahmen bei gleichzeitigem Verzicht auf bis her im Investitionsprogramm beschlossene
Maßnahmen finanziert werden.
Die Zeitplanung für die Baum aßnahmen und die Reihenfolge werden in Abstimmung mit
der BV-Hiltrup festgelegt.
Die übrigen Anlagen werden im Rahmen de r allgemeinen Bauunterhaltung erneuert und
angepasst.
I. V.
gez.
Joksch
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- V/0731/2005
- Typ
- Vorlage
- Datum
- 06.09.2005
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37