AN/0336/2022
Pflege in der Krise – Teilzeitausbildung und kommunale Unterstützung
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SPD Anfrage nach § 4
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An den Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses Herrn Dr. Ralf Unna Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 10.02.2022 AN/0336/2022 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Gesundheitsausschuss 15.02.2022 Pflege in der Krise – Teilzeitausbildung und kommunale Unterstützung Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die SPD-Fraktion bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung des Gesundheitsaus- schusses am 15.02.2022 zu setzen: Schon lange vor der Corona-Pandemie zeichnete sich ab, dass der Pflegesektor sich mehr und mehr auf eine Krise zubewegt. Einmal bringt die demographische Entwicklung einen immer höheren Bedarf an Pflegeplätzen mit sich. In Köln fehlen tausende Plätze, und in der Stadt müssten schon jetzt mehr als zehn neue Pflegeinrichtungen errichtet werden. Zudem steht der Pflegesektor wegen des Fachkräftemangels enorm unter Druck. Die Corona - Pandemie hat noch mal offengelegt, dass der Beruf sehr belastend ist und die Attraktivit ät schnell gesteigert werden muss. Neben der Gewinnung von Flächen für den Bau von Pfle- geeinrichtungen müssen jetzt sofort Anreize geschaffen werden, damit Pflegekräfte gehalten und gewonnen werden können. Eine Möglichkeit, Menschen für eine Ausbildung im Pflegesektor zu gewinnen, könnte nach Ansicht der SPD -Fraktion sein, die Ausbildung, z. B. zu Kinderkrankenpflegenden, auch in Teilzeit zu ermöglichen. Für viele Berufsinteressierte ist die Ausbildung in Vollzeit aufgrund ihrer familiären Situation und der Vergütung am Existenzminimum keine Option. Insbesonde- re Allein- und Getrennterziehenden ist es oftmals nicht möglich, die Ausbildung im Rahmen der Regelwochenarbeitszeit zu absolvieren. Pflegefachkräfte, die halbtags der Ausbildung nachgehen und deren K inder in dieser Zeit betreut werden, könnten auf mittelfristige Sicht dem herrschenden Mangel abhelfen. Wir fragen daher die Verwaltung: - 2 - 1. Gibt es aktuelle Zahlen dazu, wie viele Dauerpflegeplätze und Einrichtungen bis 2025, 2030 und 2040 in Köln fehlen? 2. Gibt es bereits Pläne der Verwaltung und/oder Gespräche mit Akteur*innen wie Arbeit- geber*innen, Pflegeschulen und Interessenvertretungen in Köln, um Pflegeausbildungen in Teilzeit anzubieten? 3. Ist es möglich, bei der Zuteilung von Kita -Plätzen eine Prioris ierung von Pflegekräften einzuführen? 4. Ist es möglich, Pflegekräften in Köln verbilligten oder kostenlosen Zugang zu städtischen Schwimmbädern, Kultureinrichtungen wie Museen usw., aber auch zu privaten Einrich- tungen wie Fitness-Studios zu ermöglichen, um den Pflegeberuf attraktiver zu machen? 5. Ist es möglich, eine Priorisierung von Pflegekräften bei der Vergabe von gefördertem Wohnraum einzuführen? Mit freundlichen Grüßen gez. Mike Homann SPD-Fraktionsvorsitzender
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- AN/0336/2022
- Typ
- SPD Anfrage nach § 4
- Datum
- 10.02.2022
- Erstellt
- 10.02.2022 10:52