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0013/2020

Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe gemäß § 75 SGB VIII; hier: "Kunststück Familie e.V."

Beschlussvorlage Ausschuss 10.11.2020

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Nächste Beratung: Jugendhilfeausschuss, Sitzung am 10.03.2020, TOP 2.1.1

Beschlussvorlage Ausschuss

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Anlage 1 Satzung Kunststück Familie e.V.

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Anlage 2 Päd. Konzeption_Tätigkeitsberichte Kunststück Familie e.V.

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Beschlussvorlage Ausschuss

7510 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
IV/510/62 
1701 
Vorlagen-Nummer 
 0013/2020 
Freigabedatum 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe gemäß § 75 SGB VIII; hier: "Kunststück Familie 
e.V." 
Beschlussorgan 
Jugendhilfeausschuss 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Jugendhilfeausschuss – Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie – beschließt, den „Kunststück 
Familie e.V.“, Schaafenstr. 5, 50676 Köln, gemäß § 75 Abs. 2 SGB VIII als Träger der freien Jugend-
hilfe anzuerkennen. 
 
Jugendhilfeausschuss 10.03.2020 
Ausschuss Schule und Weiterbildung 27.04.2020

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung: 
Der „Kunststück Familie e.V.“, Schaafenstr. 5, 50676 Köln wurde am 08.12.2005 gegründet und am 
24.03.2006 beim Amtsgericht Köln in das Vereinsregister unter VR-Nr. 15058 eingetragen. 
 
Der Verein beantragt nunmehr die Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe. 
 
Der Zweck des Vereins ist gemäß § 2 der Satzung geregelt. 
Vereinszweck ist die Förderung und Unterstützung familiärer Beziehungen, Bindungen und die Unter-
stützung einer gesunden Persönlichkeitsentwicklung. Im Zentrum steht dabei die Förderung der Ent-
wicklung und Erziehung zur Autonomie.  
Diese Hilfe erfolgt u. a. durch ressourcenorientierte künstlerisch geleitete Krisenintervention, systemi-
sche Beratung sowie moderierte Selbsthilfegruppen. Ziel ist die Unterstützung hilfsbedürftiger Perso-
nen, um im Sinne des Grundgesetzes eine positive Lebensbewältigung in der Gesellschaft zu finden, 
dabei gemeinnützige Ziele zu verfolgen und einen Beitrag zur Erfüllung der Aufgaben der Jugendhilfe 
zu leisten. Die Angebote haben sowohl präventiven, als auch fördernden und rehabilitativen Charak-
ter. 
Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch die Förderung innovativer Projekte, die dem 
Vereinszweck entsprechen. 
 
Inhaltlich ist „Kunststück Familie e.V.“ im thematischen Rahmen der Jugendförderung / Jugendhilfe 
tätig. Er leistet dabei Jugendhilfe zur Verwirklichung des Rechts nach §1 und §16 SGB VIII in dem 
Sinne, junge Menschen in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung zu fördern und dazu beizutra-
gen, Benachteiligungen zu vermeiden oder abzubauen. Dabei wird das ganze Familiensystem einbe-
zogen. 
Der Verein bietet nach § 2 SGB VIII ergänzende Leistungen für Kinder, die von einer seelischen Be-
hinderung bedroht sind. 
Zielgruppe des „Kunststück Familie e.V.“ sind vor allem Kinder, Jugendliche und deren Eltern, die 
sich in Krisensituationen befinden. Eltern und andere Erziehungsberechtigte werden bei der Erzie-
hung beraten und unterstützt. Der Verein stärkt Beziehungen innerhalb der Familie und zeigt Wege 
auf, wie Konfliktsituationen gelöst werden können. Dabei verfolgt er den Ansatz Hilfe zur Selbsthilfe. 
„Kunststück Familie e.V.“ leistet einen nicht unwesentlichen Beitrag zur unmittelbar oder mittelbaren 
Erfüllung der Aufgaben der Jugendhilfe. Die Projekte sind dabei an einem humanistischen Men-
schenbild orientiert mit dem Ziel, junge Menschen in ihrer Entwicklung zu einer eigenverantwortlichen 
und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu unterstützen. Der Verein bietet im Rahmen seiner Pro-
jekte jungen Menschen, die aufgrund ihrer bisherigen Lebensbiographie keine Perspektive zu einer 
positiven persönlichen und sozialen Entwicklung haben und/ oder besonderen Gefährdungen ausge-
setzt sind, ein zeitnah ansetzendes Unterstützungsangebot im Rahmen von Prävention (primär, se-
kundär und tertiär), dass sie in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung fördert und dazu beiträgt, 
Benachteiligungen zu vermeiden oder abzubauen. 
Schwerpunkt der Arbeit von „Kunststück Familie e.V.“ liegt dabei in der Arbeit mit Trennungskindern, 
denen kontinuierliche Angebote angeboten werden (Kunstprojekt für Trennungskinder).

3 
Hinzu kommt ein Angebot für Kinder in Krisensituationen. Hierzu gehören zum Beispiel Kinder mit 
Gewalterfahrung, die mit ihren Müttern in Frauenhäuser geflüchtet sind oder solche, deren Mütter an 
den SKF angebunden sind. 
Seit 2013 bietet der Verein ein Entlastungsangebot für Kinder, Jugendliche und deren Familien an, 
die von einer plötzlichen Behinderung eines Elternteils (Unfall, Erkrankung) betroffen sind. Ergänzt 
werden diese kontinuierlichen Angebote durch jährlich wechselnde Projekte. 
 
Der Verein „Kunststück Familie e.V.“ arbeitet kooperativ-integrativ. Er ist in Köln gut vernetzt und ar-
beitet mit unterschiedlichen Institutionen, wie Schulen, dem Atelier artig, Beratungsstellen, Stiftungen, 
Arbeiterwohlfahrt, Kinderschutzbund, SKF, Zentrum für Autismus, Selbsthilfegruppen, Bezirksjugend-
ämtern, Arbeitskreisen mit unterschiedlichen Schwerpunkten, etc. zusammen. 
Der Verein verfügt über keine Festangestellten und kooperiert zur fachgerechten Durchführung von 
Projekten im Bereich der Prävention, Rehabilitation und Entwicklungsförderung u.a. mit dem „Atelier 
artig“, einer heilpädagogisch-kunsttherapeutischen Praxis, die anerkannter Leistungsträger der Ju-
gendhilfe der Stadt Köln ist.  
Angebote werden ausschließlich von Personen durchgeführt, die sich für die jeweilige Aufgabe nach 
ihrer Persönlichkeit eignen und eine dieser Aufgabe entsprechende Ausbildung erhalten haben 
(Fachkräfte) oder aufgrund besonderer Erfahrungen im Themenzusammenhang in der Lage sind, die 
Aufgabe angemessen zu erfüllen.  
Dabei arbeitet „Kunststück Familie e.V.“ interdisziplinär. Fachkräfte verschiedener Fachrichtungen 
können so zielgerecht zusammenwirken, soweit die jeweilige Aufgabe dies erfordert. Da der Verein 
Mitglieder hat, die neben der praktischen Arbeit auch in Forschung und Lehre tätig sind, können aktu-
elle Tendenzen und Veränderungen der Kinder- und Jugendkultur, Ergebnisse und Erkenntnisse im-
mer unmittelbar in die Arbeit mit einfließen. 
Je nach fachlichem Aufgabenschwerpunkt wird Fachpersonal auf Fachschulebene (z.B. Erzie-
her*innen), Fachhochschulebene (z.B. Sozialarbeiter*innen, Sozialpädagog*innen) oder Universitäts-
ebene (z.B. Heilpädagog*innen Master- bzw. Diplompädagog*innen, Diplompsycholog*innen, Kunst-
therapeut*innen, Psychotherapeut*innen, etc.) einbezogen. Fort- und Weiterbildungen, Supervisionen 
oder Coaching wird bei Bedarf gewährleistet. 
Der Vorstand besteht aus drei Personen, die ehrenamtlich fungieren: 
- Karl Poimer 
- Judith Husmann 
- Tanja Pöpping 
Der Verwaltung liegen keine Erkenntnisse über die handlungsbevollmächtigten Personen vor, die 
einer Anerkennung des Vereins als Träger der freien Jugendhilfe entgegenstehen. 
Das Finanzamt Köln-Altstadt hat mit Datum vom 06.10.2017 einen Freistellungsbescheid zur Körper-
schaftsteuer für 2014-2016 erteilt. 
 
„Kunststück Familie e.V.“ verfolgt ausschließlich gemeinnützige Ziele. Es ist davon auszugehen, dass 
er auch zukünftig einen wesentlichen Beitrag zur Erfüllung der Aufgaben der Jugendhilfe zu leisten im 
Stande ist und die Gewähr für eine den Zielen des Grundgesetzes förderliche Arbeit bieten wird.  
 
Da die Voraussetzungen nach § 75 Abs. 1 SGB VIII erfüllt sind und der Verein bereits seit mehr als 
10 Jahren auf dem Gebiet der Jugendhilfe tätig ist, hat er einen Anspruch auf die Anerkennung als 
Träger der freien Jugendhilfe gem. § 75 Abs. 2 SGB VIII. 
 
Die Satzung und die Konzeption sind als Anlagen 1 und 2 unter Session -Nr. 0013/2020 hinterlegt.

Anlage 1 Satzung Kunststück Familie e.V.

10572 Zeichen

Satzung des Vereins  Kunststück Familie e.V.

§ 1 Name, Sitz und Geschäftsjahr 1.) Der Verein trägt den Namen „Kunststück Familie“ 2.) Er hat seinen Sitz und Verwaltung in 50676 Köln, Schaafenstraße 5. 3.) Er wird im Vereinsregister des Amtsgerichts der Stadt Köln unter der Registriernummer VR 15058 eingetragen. 4.) Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.  § 2 Vereinszweck 1.) Vereinszweck ist es, Projekte zur Förderung familiärer Beziehungen und Bindungen nach einer Trennung/Scheidung, bei innerfamiliären Beziehungs- und Erziehungsproblemen und in Patchworkfamilien zu unterstützen. 2.) Der Satzungszweck wird insbesondere Verwirklicht durch die Förderung innovativer sozialer Projekte, die dem Vereinszweck entsprechen.  § 3 Gemeinnützigkeit 1.) Der Verein verfolgt im Rahmen seiner Tätigkeit gemäß § 2 der Satzung ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes "steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung (§§ 51 ff. AO). Er ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.  2) Die Mittel des Vereins sind ausschließlich zu satzungsgemäßen Zwecken zu verwenden. Eine Gewinnausschüttung an Vereins-mitglieder oder Dritte erfolgt nicht.  3) Niemand darf durch Vereinsausgaben, die dem Vereinszweck fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Für den Ersatz von Aufwendungen ist, soweit nicht andere gesetzliche Bestimmungen anzuwenden sind, das Bundesreise-kostengesetz maßgebend.  4) Bei Ausscheiden eines Mitgliedes aus dem Verein oder bei Vereinsauflösung erfolgt keine Rückerstattung etwaig eingebrachter Vermögenswerte.

5) Eine Änderung des Vereinszweck darf nur im Rahmen des in § 3 (1) gegebenen Rahmens erfolgen.   § 4 Mitgliedschaft des Vereins 1.) Der Verein ist kein Mitglied in einer überordneten Organisation oder einem Dachverband.  § 5 Mitglieder des Vereins 1.) Mitglieder des Vereins können natürliche und juristische Personen werden, die sich bereit erklären, die Vereinszwecke und - ziele aktiv oder materiell zu unterstützen  2.) Die Mitgliedschaft wird auf schriftlichen Antrag durch Beschluss des Vorstandes erworben. Gegen eine ablehnende Entscheidung des Vorstandes kann der Antragsteller Beschwerde einlegen, über die die nächste Mitgliederversammlung entscheidet. 3.) Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluss oder Tod, bei juristischen Personen auch durch Verlust der Rechtspersönlichkeit. Der Austritt eines Mitgliedes ist nur zum ersten eines jeden Monats möglich. Er erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorsitzenden unter Einhaltung einer Frist von 14 Tagen.  4.) Der Vereinsausschluss erfolgt durch Beschluss des Vorstandes, wenn ein Mitglied gegen die Ziele und Interessen des Vereins schwer verstoßen hat, die Voraussetzungen der Satzung nicht mehr erfüllt, so kann es durch den Vorstand mit sofortiger Wirkung ausgeschlossen werden.  5.) Dem Mitglied muss vor der Beschlussfassung Gelegenheit zur Rechtfertigung bzw. Stellungnahme gegeben werden. Gegen den Ausschließungsbeschluss kann innerhalb einer Frist von 14 Tagen nach Mitteilung des Ausschlusses Berufung eingelegt werden, über den die nächste Mitgliederversammlung entscheidet. Bis zur auf den Ausschluss folgenden Mitgliederversammlung ruhen die weiteren Rechte und Pflichten des Mitgliedes.

§  6 Organe des Vereins Die Organe des Verein sind a.) die Mitgliederversammlung b.) der Vorstand.  § 7 Mitgliederversammlung 1.) Der Mitgliederversammlung gehören alle Vereinsmitglieder mit je einer Stimme an.  2.) Die Mitgliederversammlung findet mindestens einmal jährlich statt. Sie wird vom Vorstand schriftlich unter Angabe der Tagesordnung einberufen. Die Einladungsfrist beträgt 2 Wochen. Die Frist beginnt mit dem auf die Absendung des Einladungsschreibens folgenden Tag. Es gilt das Datum des Poststempels. Das Einladungsschreiben gilt dem Mitglied als zugegangen, wenn es an die letzte vom Mitglied des Vereins schriftlich bekannt gegebene Adresse gerichtet ist.  3.) Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist einzuberufen, wenn es das Vereinsinteresse erfordert. Auf schriftliches Verlangen von mind. 10 % aller Vereinsmitglieder hat der Vorstand binnen 6 Wochen eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen. Dem Antrag der Mitglieder muss der gewünschte Tagesordnungspunkt zu entnehmen sein.  4.) Die Mitgliederversammlung ist bei ordnungsgemäßer Einladung ohne Rücksicht auf die Anzahl der Erschienenen beschlussfähig. Sie wählt aus ihrer Mitte einen Versammlungsleiter. Beschlüsse werden, sofern die Versammlung nicht etwas anderes bestimmt, offen durch Handaufheben mit Stimmenmehrheit getroffen. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt. 5.) Zu Satzungsänderungen und zu Beschlüssen über die Auflösung des Vereins ist abweichend von (4) 3/4 der in der Mitgliederversammlung abgegebenen Stimmen, mindestens die Mehrheit aller Vereinsmitglieder erforderlich.

§ 8 Aufgaben der Mitgliederversammlung 1.) Die Mitgliederversammlung als das oberste beschlussfassende Vereinsorgan ist grundsätzlich für alle Aufgaben zuständig, sofern bestimmte Aufgaben gemäß dieser Satzung nicht einem anderen Vereinsorgan übertragen wurde. Die Mitgliederversammlung wählt aus der Reihe der Mitglieder den Vorstand. Gewählt sind die Personen, die die meisten Stimmen auf sich vereinigen.  2.) Die Mitgliederversammlung kann Mitglieder des Vorstandes abwählen. Hierzu benötigt sie die Mehrheit der Stimmen aller Vereinsmitglieder.  3.) Die Mitgliederversammlung entscheidet über Anträge von Mitgliedern, die durch Vorstandsbeschluss ausgeschlossen werden sollen. 4.)  Die Mitgliederversammlung nimmt den jährlich vorzulegenden Geschäftsbericht des Vorstandes und den Prüfungsbericht des Rechungsprüfers entgegen und erteilt dem Vorstand Entlastung. 5.) Die Mitgliederversammlung entscheidet über den vom Vorstand jährlich vorzulegenden Haushaltsplan des Vereines.  6.) Die Mitgliederversammlung hat Satzungsänderungen und Vereins-auflösungen zu beschließen.  7.) Ihr sind insbesondere die Jahresrechnung und der Jahresbericht zur Beschlussfassung über die Genehmigung und die Entlastung des Vorstandes schriftlich vorzulegen. Sie bestellt zwei Rechnungsprüfer, die weder dem Vorstand noch einem vom Vorstand berufenen Gremium angehören und auch nicht Angestellte des Vereins sein dürfen, um die Buchführung einschließlich Jahresabschluss zu prüfen und über das Ergebnis vor der Mitgliederversammlung zu berichten. Die Rechnungsprüfer haben Zugang zu allen Buchungs- und Rechnungsunterlagen des Vereines. 8.) Die Mitgliederversammlung entscheidet z.B. auch über  a) Gebührenbefreiungen;  b) Aufgaben des Vereins;  c) An- und Verkauf sowie Belastung von Grundbesitz;

d) Beteiligung an Gesellschaften;  e) Aufnahme von Darlehen  f) Genehmigung aller Geschäftsordnungen für den Vereinsbereich;  g) Mitgliedsbeiträge;  h) Satzungsänderungen;  i) Auflösung des Vereins.   9.) Sie kann über weitere Angelegenheiten beschließen, die ihr vom Vorstand oder aus der Mitgliederschaft vorgelegt werden.   
§ 9 Vorstand 1.) Der Vorstand besteht aus drei Personen. Die Amtszeit beträgt 4 Jahre. Wiederwahl ist zulässig. Die jeweils amtierenden Vorstandsmitglieder bleiben nach Ablauf ihrer Amtszeit im Amt, bis Nachfolger gewählt sind. 2.) Der/ die Vorsitzende und sein(e)/ ihr(e) Stellvertreter(in) wird von der Mitgliederversammlung bestimmt. 3.)  Der Vorstand beschließt über alle Vereinsangelegenheiten, soweit sie nicht eines Beschlusses der Mitgliederversammlung bedürfen. Er führt die Beschlüsse der Mitgliederversammlung aus.  4.) Der Vorstand trifft auf Verlangen eines Vorstandsmitgliedes nach Absprache mit den anderen Vorstandsmitgliedern zusammen. Der Vorstand ist bei Anwesenheit von zwei Mitgliedern beschlussfähig. Er fasst Beschlüsse mit Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt. Beschlüsse des Vorstands können bei Eilbe-dürftigkeit auch schriftlich oder fernmündlich gefasst werden, wenn alle Vorstandsmitglieder ihre Zustimmung zu diesem Verfahren schriftlich oder fernmündlich erklären. Schriftlich oder fernmündlich gefasste Vorstandsbeschlüsse sind schriftlich niederzulegen und vom Vorstand zu unterzeichnen.

5.)  Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich von dem/der Vorsitzenden und/oder dem/der Stellvertreter/in vertreten, wobei jeder für sich allein vertretungsberechtigt ist. Über Konten des Vereins kann nur der/die Vorsitzende oder der/die Stellvertreter mit einem weiteren Vereinsmitglied (Revisor/in) gemeinsam verfügen.  6.) Der Vorstand kann durch Beschluss als besonderen Vertreter gemäß § 30 BGB einen hauptamtlichen Geschäftsführer bestellen, der die laufenden Geschäfte des Vereins führt und Vorgesetzter der hauptamtlichen Vereinsmitarbeiter ist. Entscheidungen über Arbeitsverträge, Kündigungen sowie Mitgliedsaufnahmen und Ausschlüsse bleiben dem Vorstand vorbehalten. 7.)  Der Geschäftsführer hat die Pflicht zur Teilnahme an den Mitgliederversammlungen und das Recht und auf Verlangen des Vorstandes die Pflicht an den Vorstandssitzungen teilzunehmen. Er hat auf allen Sitzungen Rederecht und ist den Vereinsorganen gegenüber rechenschaftspflichtig.  8.) Satzungsänderungen, die von Aufsichts-, Gerichts- oder Finanzbehörden aus formalen Gründen verlangt werden, kann der Vorstand von sich aus vornehmen. Diese Satzungsänderungen müssen der nächsten Mitgliederversammlung mitgeteilt werden. 9.) Es besteht eine Haftungsbeschränkung für den Vorstand.   § 10 Protokolle Die Beschlüsse des Vorstandes und der Mitgliederversammlungen werden schriftlich protokolliert und stehen den Mitgliedern zur Einsicht zur Verfügung.  
  § 11 Tarifverträge Da es innerhalb des Vereins keine hauptamtlichen Beschäftigten sondern lediglich Honorarkräfte gibt wird kein Bundesangestelltentarif angewendet.

§12 Vereinsfinanzierung 1.) Die erforderlichen Geld- und Sachmittel des Vereins werden beschafft durch:  a) Zuschüsse des Landes, der Kommunen und anderer öffentlicher Stellen; b) Spenden / auch zweckgebundene Spenden c) Zuwendungen Dritter, z.B. der freien Wohlfahrtspflege  2.) Die Mitglieder zahlen keine Beiträge.  3.) Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an den Kinderschutzbund/Köln der es ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat. Beschlüsse über die künftige Verwendung des Vereinsvermögens dürfen erst nach Einwilligung des Finanzamtes ausgeführt werden.   § 13 Inkrafttreten Diese Satzung tritt mit der Eintragung in das Vereinsregister in Kraft.     Köln, den 08.12.2005

Anlage 2 Päd. Konzeption_Tätigkeitsberichte Kunststück Familie e.V.

85924 Zeichen

Kunststück	Familie	e.V.		Anlage	zum	Antrag	auf	Anerkennung	als	Träger	der	freien	Jugendhilfe	gemäß	§75	SGB	VIII	
	 1	
			Pädagogische	Konzeption		Kunststück	Familie	e.V.	mit	Angaben	über	Aufgaben,	Ziele	und		praktische	Arbeit	mit	Nachweisen		über	bisherige	Tätigkeiten	auf	dem	Gebiet	der	Jugendhilfe		„Kunststück	Familie	e.V.“	ist	ein	als	gemeinnützig	anerkannter	Verein	mit	Sitz	in	Köln,	der	sich	im	Jahr	2005	gegründet	hat.	Der	Verein	ist	gemeinnützig	und	erstrebt	keinen	Gewinn.	Kunststück	Familie	ist	politisch	neutral	und	unter	der	Nummer	15058	im	Vereinsregister	eingetragen.		Im	Zentrum	der	Arbeit	von	Kunststück	Familie	e.V.	steht	die	Familie.	Wir	begreifen	das	System	Fami-lie	als	Teil	unserer	komplexen	Gesellschaft	in	ihrer	Ganzheitlichkeit	und	Vielfalt.	Die	Familie	als	Basis	menschlichen	Zusammenlebens	ist	über	die	Jahrhunderte	hinweg	massiven	gesellschaftlichen	Wan-deln	unterworfen.	Heute	umfasst	Familie	verschiedenartigste,	gleichberechtigte	Lebensformen;	sich	wandelnde	Familienstrukturen,	neue	Rollenbilder,	Migration	und	Flucht,	Trennung/Scheidung,	Ar-mut,	Krankheit	und	Tod	wirken	sich	sowohl	auf	das	ganze	System	Familie	als	auch	auf	jedes	einzelne	Familienmitglied	aus.	Jeder	Einzelne	wird	als	Mitglied	in	der	Gesellschaft	und	Kultur	mit	besonderem	Blick	auf	seine	Individualität	wahrgenommen.		Für	Kinder	ist	die	Familie	das	Fundament	ihrer	gesunden	Entwicklung.	Als	Bildungsort	hat	die	Familie	einen	entscheidenden	Einfluss	auf	die	Teilhabechancen	von	Heranwachsenden.	Hier	wird	Gemein-schaft	und	Geborgenheit	ebenso	wie	Empathie,	Eigenverantwortlichkeit	und	Konfliktfähigkeit	erlebt,	gelernt.	Plötzliche	aber	auch	schleichende	Veränderungen	in	diesem	dynamischen	System	durch	Trennung,	Verlust,	Umzug,	Krankheit,	etc.	hemmen	und	oder	stören	eine	positive	Entwicklung,	denn	sie	kosten	viel	Kraft	und	müssen	von	jedem	einzelnen	Familienmitglied	individuell	bewältigt	werden.	Institutionen	und	Infrastrukturen	passen	oft	nicht	zu	dem	sich	verändernden	Familienalltag,	in	dem	Partizipation,	Chancengleichheit	oder	aber	auch	einfach	nur	Verständnis,	Schutz	und	individuelle	Fürsorge	nicht	mehr	in	ausreichendem	Maße	gegeben	sind.	Insbesondere	mitbetroffene	Kinder	und	Jugendliche	geraten	situativ	aus	dem	Blickfeld	belasteter	Erwachsener.	Kinder	sind	jedoch	von	ein-schneidenden	Veränderungen,	dem	Verlust	des	vertrauten,	sicheren	Familienlebens	und	den	damit	einhergehenden	emotionalen	Reaktionen	sehr	betroffen	und	in	ihrer	weiteren	gesunden	Entwicklung	besonders	gefährdet.		Kunststück	Familie	e.V.	möchte	ohne	lange	Wartezeiten	im	Moment	der	jeweils	empfundenen	Krise	allen	Familienmitgliedern	helfen	und	verhindern,	dass	Kinder	oder	Eltern	aufgrund	ihrer	psychischen	Belastung	schwerwiegende	Symptome	und	Folgeschäden	entwickeln.	Auf	Grundlage	eines	humanis-tischen	Menschenbildes	möchte	KF	Hilfe	zur	Selbsthilfe	leisten.	Als	Zielgruppe	hat	Kunststück	Familie	e.V.		vor	allem	Kinder,	Jugendliche	und	deren	Eltern,	die	sich	in	Krisensituationen	befinden.	Zweck	des	Vereins	ist	die	Förderung	und	Unterstützung	familiärer	Beziehungen,	Bindungen	und	die	Unter-stützung	einer	gesunden	Persönlichkeitsentwicklung.	Im	Zentrum	steht	dabei	die	Förderung	der	Ent-wicklung	und	Erziehung	zur	Autonomie	im	Sinne	einer	eigenverantwortlichen	und	gemeinschaftsfä-higen	Persönlichkeit.	Dabei	leistet	Kunststück	Familie	e.V.		Hilfe	für	Familien,	die	sich	in	einer	akuten	Krise	aufgrund	familiärer	Schwierigkeiten	(innerfamiliäre	Erziehungsprobleme,	Trennung,	Tod	eines

Kunststück	Familie	e.V.		Anlage	zum	Antrag	auf	Anerkennung	als	Träger	der	freien	Jugendhilfe	gemäß	§75	SGB	VIII	
	 2	
Familienmitgliedes,	Behinderung	etc.)	befinden.	Diese	Hilfe	erfolgt	u.	a.	durch	ressourcenorientierte	künstlerisch	geleitete	Krisenintervention,	systemische	Beratung	sowie	moderierte	Selbsthilfegrup-pen.		Kunststück	Familie	e.V.	richtet	sich	an	die	Familien	als	System	wie	auch	an	deren	einzelne	Mitglieder.	Ein	multimodales	Team	aus	Fachleuten	unterschiedlicher	Bereiche	unterstützt	und	stärkt	in	vielfälti-gen	Angeboten	alle	beteiligten	Generationen	eines	Familiensystems.	Dabei	ist	das	Hilfsangebot	so-wohl	präventiv	als	auch	rehabilitativ	ausgerichtet.			Diese	Hilfe	erfolgt	insbesondere	durch		§ Informationsgespräche	über	Handlungs-	und	Hilfsmöglichleiten	§ Präventive	Angebote	im	Bereich	von	Kunst-	und	Kultur		§ Systemische	Beratung	und	Therapie	§ Kunsttherapeutische	Krisenintervention	§ Moderierte	Selbsthilfegruppen	§ Fort-	und	Weiterbildung	§ Interdisziplinäre,	rehabilitative	und	präventive	Angebote	§ Förderprogramme	§ Multiplikatorenanleitung	§ Öffentlichkeitsarbeit	§ Politisches	Engagement	hinsichtlich	einer	Wertschätzung	für	alle	Eltern	und	Kinder	sowie	Of-fenheit	und	Toleranz	gegenüber	allen	familiären	Lebensformen.		Seit	seiner	Gründung	im	Jahre	2005	kann	der	Verein	auf	vielfältige	Projekte	und	Erfahrungen	zurück-greifen.	Vor	allem	in	Zusammenarbeit	mit	anderen	Einrichtungen	konnte	am	Bedarf	orientiert	quali-fizierte	Hilfe	für	Kinder,	Jugendliche	und	Erwachsenen	erfolgen.			Der	Verein	verfügt	über	keine	Angestellten,	greift	deshalb	auf	ein	Pool	von	unterschiedlich	ausgerich-teten	Fachleuten	zurück,	die	je	nach	Aufgabengebiet	aus	dem	Bereich	der	Heilpädagogik,	Sozialpäda-gogik,	Systemischen	Beratung,	Kunstpädagogik,	Kunstgeschichte,	Kunst,	etc.	kommen	und	Qualifika-tionen	und	Erfahrungen	im	entsprechenden	Bereich	haben.	Zur	fachgerechten	Durchführung	von	Projekten	im	Bereich	der	Prävention,	Rehabilitation	und	Entwicklungsförderung	kooperiert	der	Ver-ein	u.a.	mit	dem	„Atelier	artig“,	einer	heilpädagogisch-kunsttherapeutischen	Praxis,	die	anerkannter	Leistungsträger	der	Jugendhilfe	der	Stadt	Köln	ist.			Der	Verein	Kunststück	Familie	e.V	hat	sich	in	Köln	gut	vernetzt	und	arbeitet	mit	unterschiedlichen	Institutionen,	wie	Schulen,	dem	Atelier	artig,	Beratungsstellen,	Stiftungen,	Arbeiterwohlfahrt,	Kin-derschutzbund,	Zentrum	für	Autismus,	Selbsthilfegruppen,	Arbeitskreisen	mit	unterschiedlichen	Schwerpunkten,	etc.	zusammen.

Kunststück	Familie	e.V.		Anlage	zum	Antrag	auf	Anerkennung	als	Träger	der	freien	Jugendhilfe	gemäß	§75	SGB	VIII	
	 3	
Retrospektiv	–	eine	Auswahl	von	Projekten	der	letzten	Jahre			A	/	Projekt:		Independent	Creatures	-	Ein	integratives	Kunstprojekt	Integrative	Kunstwerkstatt/	Skulpturen	aus	Holz,	Stahl,	Draht		Kurzbeschreibung	der	Projektidee	Angelehnt	an	die	Kreaturen	(Bäume)	aus	Herr	der	Ringe,	entwickelt	unter	Anleitung	der	Projektleiter	(2	Diplom	Heilpädagoginnen/	Kunsttherapeutinnen,	1	Schreiner)	jedes	einzelne	Kind/	Jugendlicher	selbstständig	innerhalb	einer	Gruppe	von	10	Teilnehmern	entsprechend	seiner	Phantasie	und	Vor-stellungen	eine	eigene	„Kreatur“.	Aus	massiven	Holz-	und	Baumstammstücken	werden	Figuren	her-ausgearbeitet.	Die	einzelnen	Holzskulpturen	werden	gemeinsam	am	Ende	des	Projektes	anhand	von	Drahtverstrebungen	zu	einem	Gemeinschaftskunstwerk	miteinander	verbunden.	Dabei	hat	jede	ein-zelne	Skulptur	für	sich	ihre	Wirkung	und	ermöglicht	durch	das	Zusammenfügen	der	einzelnen	Teile	ein	beeindruckendes	Gruppenwerk.	Es	werden	Mechaniken	eingebaut,	sowohl	in	die	einzelne	Skulp-tur,	als	auch	in	das	Endprodukt,	damit	sie,	ohne	ihre	Grundstruktur	zu	verlieren,	immer	wieder	ver-ändert	werden	kann	und	auch	Außenstehenden	im	Nachhinein	die	Möglichkeit	einer	aktiven	Verän-derung	bzw.	Interaktion	mit	dem	Kunstwerk	offeriert.		Hintergrund	Die	Kunstwerkstatt	Holz	ermöglicht	den	Kindern	und	Jugendlichen,	ihre	individuellen	Gestaltungs-	und	Ausdrucksmöglichkeiten	zu	erfahren	und	mit	gezielter	Unterstützung	ausleben	zu	können.	Der	dabei	erlebte	Arbeitsprozess	in	der	Auseinandersetzung	und	der	Bearbeitung	der	Materialien	eröff-net	die	Möglichkeit,	Probleme	im	Moment	des	Wahrnehmens	anzugehen	und	sofort	auf	diese	rea-gieren	zu	können.		Ziel	Das	Ziel	besteht	dabei	nicht	nur	in	der	Heranführung	an	das	Kunsthandwerk	bzw.	die	Verarbeitung	und	Umgangsweise	mit	dem	vorgegebenen	Material,	sondern	ebenso	in	der	Transferleistung	ge-machter	Erfahrungen	in	den	Alltag	der	Teilnehmer.	Die	schöpferischen	Tätigkeiten	ermöglichen	neue	Erfahrungen	des	Selbst	und	des	sozialen	Miteinanders	in	der	Kleingruppe,	was	ein	Erlernen	von	Selbstständigkeit,	Selbstbewusstsein,	Selbstwertgefühl,	Respekt,	einem	sozialen	Miteinander	und	kooperativen	Verhalten	integriert.		Das	Material	Holz	bietet	einen	großen	Widerstand,	der	nur	durch	das	Zusammenwirken	von	hand-werklichem	Können	und	geistiger	Vorstellungskraft	zu	brechen	ist.	Arbeiten	am	Holz	bedeutet	gleich-zeitig	ein	Arbeiten	an	den	eigenen	Grenzen.	Die	fertige	Skulptur	präsentiert	sich	den	Kindern	und	Jugendlichen	als	sichtbarer	Beweis	dafür,	was	sie	aus	eigener	Kraft	schaffen	können.	Dabei	wird	ein	Prozess	hervorgerufen,	der	viel	Auseinandersetzung	mit	der	eigenen	Persönlichkeit	fordert	und	selbstständige	Aktivität	einschließt.		Umsetzung	In	einer	ersten	Projektphase	geht	es	um	die	Auseinandersetzung	und	Hinführung	zum	dreidimensio-nalen	Arbeiten.	Mit	Zeichnungen	und	Tonfiguren	wird	auf	die	Umsetzung	einer	eigenen	Skulptur	aus	Holz	hingearbeitet.

Kunststück	Familie	e.V.		Anlage	zum	Antrag	auf	Anerkennung	als	Träger	der	freien	Jugendhilfe	gemäß	§75	SGB	VIII	
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Die	dafür	nötigen	Werkzeuge	werden	durch	Ausprobieren	unter	Anleitung	kennen	gelernt,	um	mit	dem	dann	vertrauten	Material	eine	„Kreatur“	entstehen	zu	lassen.	Das	Projekt	wurde	über	einen	Zeitraum	von	einem	halben	Jahr	(24	Termine	zu	je	2	Wochenstunden)	im	Atelier	artig	angelegt.	Eine	abschließende	Ausstellung	am	Ende	des	Projektes	präsentiert	jedes	einzelne	Kunstwerk	und	deren	Gesamtkomposition.	Die	entstehenden	Werke	wirken	sich	positiv	auf	das	Selbstvertrauen	und	Selbstbewusstsein	der	Kinder	und	Jugendlichen	aus.		Überblick	Teilnehmer:		10	Kinder	und	Jugendliche	ab	10	Jahren,	davon	5	TN	mit	Behinderung	und	5				ohne	Behinderung	Leitung/Durchführung:	Verein	Kunststück	Familie	e.V./	Atelier	artig				2	Diplom	Heilpädagoginnen/	Kunsttherapeutinnen	/	1	Schreiner	Art	des	Angebotes	integrative	Kunstwerkstatt/	Skulpturen	aus	Holz,	Stahl,	Draht	Projektort		Atelier	artig,	Schaafenstraße	5,	50676	Köln	Projektzeit		24	Termine	a	2	Stunden/	Start	August	2007		Das	Projekt	wurde	aus	Mitteln	der	Kastanienhofstiftung	(www.kastanienhofstiftung.de)	und	der	Kämpgen	Stiftung	(www.kaempgen-stiftung.de)	gefördert.	Die	Abschlusspräsentation	fand	im	Rahen	eines	Kölner	Stiftungstages	auf	dem	Gelände	der	Kastanienhof-Stiftung	in	Köln	statt	in	Austausch	und	Begleitung	mit	der	damaligen	Behindertenbeauftragten	der	Stadt	Köln.			B/	Projekt	/	Förderschule	emotionale	&	soziale	Entwicklung		Förderschulen	soziale	und	emotionale	Entwicklung:	Blumenthalstraße/	Mörikeweg		Mal-	und	Gestaltungsatelier	Das	Mal-	und	Gestaltungsatelier	in	einer	Schule	ist	ein	künstlerisches	Angebot	für	die	Schüler.	Künst-lerische	und	gestalterische	Mittel	sind	ein	ideales	Medium	mit	Kindern	und	Jugendlichen	fördernd	zu	arbeiten.	Sie	besuchen	das	Atelier	je	nach	Bedarf	ein	bis	zwei	mal	wöchentlich	über	einen	Zeitraum	von	zwei	Schulstunden.	Gearbeitet	wird	im	Atelier	unter	fachkompetenter	Anleitung	zweier	Atelier-leiter	in	einer	Kleingruppe	von	bis	zu	vier	Kindern.		Hintergrund	–	Warum	ein	Atelier	in	der	Schule?	Ästhetische	Aktivitäten	wie	das	Malen,	Zeichnen,	Plastizieren,	etc.	fördern	die	kreative	Auseinander-setzung	des	Kindes	mit	seiner	Umwelt.	Der	spielerische,	materialerprobende	Anteil	künstlerischen	Arbeitens	bietet	ein	Forum,	in	denen	die	Kinder	ihre	Phantasien	frei	entwickeln	und	malerisch	um-setzen	können.	Dabei	fordert	die	Bildnerei	von	den	Kindern	immer	neue	Auseinandersetzungspro-zesse	mit	ihrem	eigenen	Tun.	Sie	beginnen	ihre	Fähigkeiten	und	Grenzen	kennen	zu	lernen	und	aus-zuprobieren.	Durch	Versuch	und	Irrtum	lernen	die	Kinder	ihre	Persönlichkeit	immer	besser	kennen	und	entwickeln	eine	verbesserte	Frustrationstoleranz.	Unterschiedliche	Zugangsweisen	werden	er-probt,	eine	neue	Handlungsbasis	mit	erweiterten	Perspektiven	wird	gewonnen.	Neben	dem	Schulalltag,	in	denen	die	Schüler	bestimmten	Ansprüchen	gerecht	werden	müssen	und	Misserfolge	erfahren,	bietet	das	kindgerechte	künstlerische	Arbeiten	einen	Freiraum,	der	keinen	vorgegebenen	Leistungsanspruch	beinhaltet.	Sie	lernen	hier	ihren	eigenen	Anforderungen	gerecht	zu	werden,	selbst	gesteckte	Ziele	strukturiert	zu	erreichen	und	ihre	dafür	gefragten	Verhaltensweisen	zu	steuern	und	anzupassen.	Die	verschiedenen	im	Atelier	zur	Verfügung	stehenden	Materialien	er-

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fordern	auf	einer	spielerischen	Ebene	gewisse	Regeln	und	Bearbeitungsvorgänge	von	den	„Künst-lern“,	die	eingehalten	werden	müssen,	um	ein	ihren	Wünschen	und	Vorstellungen	entsprechendes	Ergebnis	zu	erzielen;	diese	Umgangsmöglichkeiten	und	Erfolge	spiegeln	sich	durch	Transferleistungen	in	den	einzelnen	Bereichen	des	Lebens	und	Verhaltens	in	der	Schule,	Familie	und	Alltag	des	Kindes	wieder.		Ziel	Wichtig	ist	der	ressourcenorientierte	Ansatz	des	künstlerischen	Angebotes,	denn	Ziel	ist	es,	die	Kin-der	in	ihrem	Tun	und	ihren	Qualitäten	zu	fordern,	neue	Möglichkeiten	aufzuzeigen	und	zu	schaffen,	um	ihre	Selbstständigkeit	anzureizen.	Die	Situation	des	Gruppensettings	ermöglicht	den	Kindern	und	Jugendlichen	soziale	Regeln,	eigene	Grenzen	und	die	der	anderen	zu	erfahren,	zu	achten	und	zu	ler-nen.	Dieser	gruppendynamische	Erlebnisprozess	wird	von	den	Atelierleiten	begleitet	und	unterstützt.		Arbeit	im	Atelier	Gearbeitet	wird	im	Atelier	in	einzelnen	Schritten,	die	individuell	auf	jedes	Kind	angepasst	werden.	Verschiedene	Materialien	wie	Guachéfarben,	Holz,	Papier,	Ton,	Gips,	etc.	stehen	den	Kindern	und	Jugendlichen	zur	Verfügung.	Es	kann	im	Sitzen,	Stehen,	und	auf	dem	Boden	künstlerisch	gearbeitet	und	experimentiert	werden.	Dabei	wird	der	gesamte	Bildentstehungsprozess	von	den	Angebotsleite-rinnen	intensiv	begleitet.	Ohne	fremdgesteuerten	Leistungsdruck	oder	Wertung	können	Bilder	und	Werke	ihrer	Vorstellung	entstehen.	Das	offeriert	eine	neue	Handlungsbasis	mit	erweiterten	Perspek-tiven.	Der	beim	Malen	und	Werken	erlebte	Prozess	eröffnet	die	Möglichkeit,	Bildprobleme	im	Mo-ment	des	Wahrnehmens	anzugehen	und	sofort	auf	diese	reagieren	zu	können.	Die	Kinder	und	Ju-gendlichen	erfahren	eine	ganzheitliche	Förderung	im	Handlungsspielraum	Atelier.	Die	entstehenden	Werke	wirken	sich	positiv	auf	das	Selbstvertrauen	und	Selbstbewusstsein	der	Kin-der	und	Jugendlichen	aus,	was	durch	Ausstellungen,	in	denen	ihre	Werke	eine	große	Wertschätzung	erfahren,	unterstützt	wird.		Überblick	Gruppenstärke:		Bis	zu	4	Kinder	in	einer	Gruppe	bei	zwei	Heilpädagogen/Kunsttherapeuten	(A.	Preß			und	R.	Müller)	Umfang:		1,5	Zeitstunden	entsprechend	2	Schulstunden	als	eine	Einheit	in	der	Woche		2005	–	2012	u.a.	mit	finanzieller	Unterstützung	der	Carl	Richard	Montag	Stiftung	für	Jugend	und	Ge-sellschaft,	Bonn	(www.carl-richard-montag-stiftung.de)	und	bezirksorientierten	Mitteln	(Stadt	Köln).				C/	Projekt	/	Förderschule	Lernen		Kooperationsprojekt	„Gefühlsreise“	der	Wilhelm	Leyendecker	Schule	umgesetzt	durch	das	Atelier	artig	gefördert	durch	die	Kämpgen-Stiftung,	Köln.	Im	Vordergrund	des	künstlerisch	ausgelegten	Pro-jektes	standen	Emotionen	im	Sinne	einer	Entwicklungsförderung	(emotional,	sozial)	und	Gewaltprä-vention.		Idee	Der	Förderverein	und	das	Lehrerkollegium	der	Wilhelm-Leyendecker-Schule,	Förderschule	mit	dem	Schwerpunkt	Lernen,	entwickelten	gemeinsam	mit	dem	Atelier	artig	und	dem	Verein	Kunststück	Familie	e.V.	Anfang	2006	eine	schulinterne	Projektidee	zum	Thema	Emotionen.		Ausgangspunkt	des

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Kooperationsprojektes	mit	dem	Namen	“Gefühlsreise”	war	die	zunehmende	Beobachtung	von	vers-tärktem	Konfliktpotenzial	der	Schüler.	In	der	Unterstufenkonferenz	enstand	durch	diese	Beobach-tung	die	Zielsetzung,	das	bestehende	Konzept	um	Themen	zur	sozialen	Integration,	Gruppenfindung,	Akzeptanz	und	zum	Umgang	mit	und	zur	Bewältigung	von	Konflikten	zu	erweitern.	Um	diese	Erweite-rung	umsetzen	zu	können,	bedarf	es	der	Zusammenarbeit	und	Unterstützung	von	außerschulischen	Fachleuten,	die	durch	Vertreterinnen	des	Atelier	artig	gefunden	wurden.	Die	Arbeit	der	Lehrer	vor	Ort	wird	damit	qualitativ	durch	Fachkräfte	aus	dem	Bereich	der	Heilpädagogischen	Kunsttherapie	ergänzt	und	erweitert.			Das	Projekt	integriert	sich	hervorragend	in	das	schulinterne	Unterrichtssystem	mit	seinen	einzelnen	fachlichen	Inhalten	ein,	untermauert	und	ergänzt	dieses.	Es	ist	als	schul-	begleitendes	Projekt	mit	dem	Schwerpunkt	Gefühle,	Emotionen,	Stimmungen	und	Affekte	ausgerichtet	und	fokussiert	in	ers-ter	Linie	die	Arbeit	mit	den	Schülern	der	Unterstufe	über	einen	Zeitraum	von	6	Monaten	angesetzt.		Die	im	Unterricht	behandelten	Themen	mit	dem	Schwerpunkt	Emotionen	sollen	in	Projektform	ver-treten	durch	die	beiden	Kunsttherapeutinnen	aufgegriffen	und	in	künstlerischer	Form	ergänzend	zum	Unterricht	thematisiert	und	verinnerlicht	werden.	Die	eher	kognitive	Herangehensweise	inner-halb	der	einzelnen	Unterrichtsfächer	an	das	Thema	„Emotionen“	wird	in	einem	Schutzraum	Atelier	innerhalb	der	Schule	auf	emotionaler	Ebene	erweitert	und	vertieft.	Emotionen	spielen	beim	Lernen	eine	zentrale	Rolle.	Nicht	nur	"starke"	Gefühle	wie	Angst	sondern	auch	eher	"schwache"	wie	Interes-se	und	Neugier	sind	für	den	Lehr-	und	Lernprozess	von	Bedeutung.	Da	der	Schule	hier	mit	Möglichkeiten	des	wichtigen	emotionales	Arbeiten	Grenzen	gesetzt	sind,	entstand	die	Idee	der	Ko-operation	mit	außerschulischen	Fachleuten	und	der	damit	verbundenen	Möglichkeit,	den	Schülern	eine	differenzierte	Wahrnehmung	und	ein	erweitertes	Ausdrucksvermögen	bieten	zu	können.			SCHULISCH	UNTERRICHTLICHE	PROJEKTINHALTE		Ich	lerne	mich	selbst	kennen		Die	Kinder	der	Unterstufe	müssen	ihre	eigene	Position	im	Umgang	mit	anderen	noch	finden	und	fes-tigen.	Bei	ihnen	steht	das	„Ich“	im	Vordergrund	ihres	Gefühlslebens.	Die	Selbstwahrnehmung	der	Schüler	wird	durch	gemeinsames	Erleben,	Erzählen	von	Geschichten	und	gemeinsamen	Spielen	ges-tärkt.	In	den	Klassen	wird	durch	Einführung	erster	Klassenregeln	ein	Klima	zum	Wohlfühlen	und	Ler-nen	geschaffen.			
Ich	lerne	mich	und	die	anderen	kennen		Im	nächsten	Schritt	des	Projekts	steht	das	Verhältnis	der	Schüler	untereinander	im	Vordergrund.	Die	Fähigkeit	des	Perspektivenwechsels	als	Voraussetzung	zu	einem	konstruktiven	Umgang	miteinander	stehen	hier	an	erster	Stelle.	Im	Unterricht	wird	diese	Empathiefähigkeit	gezielt	gefördert,	unter	an-derem	durch:			
Bücher	oder	Geschichten	lesen		Wie	fühlen	sich	die	Hauptpersonen?	Wie	würde	ich	mich	fühlen?	Was	könnte	ich	machen,	damit	es	einer	traurigen	Person	wieder	besser	geht?	Wann	habe	ich	mich	schon	einmal	so	gefühlt?			Musik	und	Bewegung		Wie	kann	ich	mit	Instrumenten	Gefühle	ausdrücken?	Was	passiert,	wenn	ich	lauter	oder	leiser	spie-le?	Was	löst	Musik	bei	mir	selbst	aus?	Wie	kann	ich	mein	Gesicht,	meinen	Körper	verändern	oder	bewegen	um	meine	Stimmung	mitzuteilen?			
Briefkasten

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Ich	schreibe	einem	Mitschüler	einen	Brief.	Ich	male	einem	Mitschüler	ein	Bild.	Ich	antworte	auf	Brie-fe	und	Bilder,	die	ich	erhalten	habe.			
Plakate	und	Bücher		Wir	haben	gemeinsam	etwas	erlebt	und	schreiben	es	auf.	Wir	beschriften	Fotos.	Wir	können	uns	immer	wieder	anschauen,	was	wir	gemeinsam	erlebt	haben.			
Wir	sind	eine	Klasse		Im	Verlauf	des	Projektes	sollen	die	Schüler	lernen,	sich	als	Teil	der	Gruppe	zu	sehen.	Während	des	Projektes	sollen	die	Schüler	ein	Selbstwertgefühl	entwickeln,	welches	ihnen	ermöglicht,	eigene	Be-dürfnisse	in	der	Gruppe	mitzuteilen,	ohne	dabei	bestehende	soziale	Regeln	zu	verletzen.	Die	Kinder	übernehmen	Verantwortung	für	die	Gestaltung	von	Beziehungen	untereinander	und	lernen,	Sicht-weisen	des	anderen	zu	erfahren	und	im	eigenen	Handeln	zu	berücksichtigen.	Das	Projekt	soll	den	Schülern	helfen,	sich	selbst	als	einen	wichtigen	Teil	einer	Gruppe	zu	erleben.	Besonders	diejenigen	Kinder,	die	ein	sehr	geringes	Selbstwertgefühl	haben,	bekommen	mit	Unterstützung	des	Ateliers	artig	die	Möglichkeit,	ein	positives	Selbstgefühl	zu	entwickeln.	Ein	positives	Selbstwertgefühl	ist	grundentscheidend	für	die	Zufriedenheit	der	Kinder	und	Basis	für	ihr	Wohlergehen.	Sie	lernen	eigene	Stärken	kennen	und	Schwächen	anderer	zu	respektieren.			Unterrichtliche	Methoden	und	Inhalte	unterstützen	dieses	Ziel:		Klassendiskussionen	im	Stuhlkreis	Ich	vertrete	meine	Meinung,	ich	höre	zu,	was	die	anderen	zu	sagen	haben.		Helfersysteme	Wem	kann	ich	helfen,	was	kann	ich	besonders	gut?	Wer	kann	mir	helfen,	wenn	ich		etwas	noch	nicht	so	gut	kann?	Wie	kann	ich	jemanden	um	Hilfe	bitten?		Bücher	und	Geschichten	lesen	Kann	mir	eine	Figur	aus	einem	Buch	oder	eine	Geschichte	helfen?	Gibt	es	da		jemanden,	der	die	gleichen	Gefühle	hat	wie	ich?		Brieffreundschaften	Ich	schreibe	mir	Briefe	mit	anderen	Schülern.	Was	erzähle	ich	von	mir?	Was	will		ich	von	einem	anderen	erfahren?		Klassengespräche	Was	ist	in	der	Klasse	gut	gelaufen?	Wo	hat	es	Streit	gegeben?	Was	können	wir		tun,	damit	es	allen	gut	geht?	Was	kann	ich	dazu	beitragen?		Rollenspiele		Wir	spielen	Szenen	aus	dem	Schulalltag.	Wie	fühlen	sich	die	beteiligten	Figuren?	Wie	können	wir	das	ausdrücken?	Finden	wir	Lösungen,	bei	denen	sich	alle	wohl	fühlen?		Die	Arbeit	an	diesem	Konzept	wird	ständig	hinterfragt	und	weitergeführt.	Dazu	geben	die	Klassenleh-rerInnen	im	regelmäßigen	Austausch	mit	den	Fachkräften	des	Ateliers	artig	wichtige	Impulse	für	die	weitere	Gestaltung.	Das	Konzept	soll	schrittweise	mit	altersangepassten	Elementen	weiterentwickelt	werden.			Das	Projekt	ist	ausgelegt	als	ressoucenstärkendes	Angebot	für	Schüler,	die	neben	der	spezifischen	Schulform	einen	besonderen	Bedarf	an	Förderung	haben.	Künstlerische	und	gestalterische	Mittel	sind	ein	ideales	Medium	mit	Kindern	und	Jugendlichen	fördernd	zu	arbeiten,	viele	Schüler	zeigen	in	ihrer	emotionalen,	kognitiven	und	sozialen	Entwicklung	große	Defizite	und	einen	besonderen	Bedarf.	Allein	der	Unterricht	kann	nicht	alle	Probleme	der	einzelnen	Schüler	aufarbeiten.	Durch	ein	in	die

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Schule	eingegliedertes	Angebot	kann	unmittelbar	auf	die	Schüler	in	ihrer	individuellen	Entwicklung	reagiert	werden.	Sie	erhalten	professionelle	und	begleitende	Unterstützung,	die	einer	sozialen	und	emotionalen	Krise	vorbeugen	und	als	Erweiterung	und	Ergänzung	zu	Unterrichtsinhalten	gesehen	werden	kann.	Das	Kind	erfährt	Entlastung	und	Unterstützung	und	eine	Vertiefung	der	im	Unterricht	erarbeiteten	Inhalte.	Neben	seinem	rehabilitativen,	fördernden	Charakter	trägt	das	Projekt	auch	einen	hohen	präventiven	Anteil	in	sich.	Die	Schülerinnen	und	Schüler	gewinnen	durch	die	kunstorien-tierte	Praxis	mehr	Selbstvertrauen	und	prägen	höhere	Kompetenzen	auf	unterschiedlichen	Bereichen	aus.	Das	Lernklima	wird	spürbar	besser,	was	wiederum	die	schulischen	Leistungen	der	Kinder	hebt,	weil	sie	mehr	Spaß	am	Lernen	haben.		In	enger	Zusammenarbeit	der	Schule	mit	den	Kunsttherapeu-ten	können	Themenblöcke	des	Fachunterrichtes	in	die	künstlerische	Praxis	gestellt	und	damit	auf	einer	anderen	Ebene	bearbeitet	werden.	Eine	Rückkoppelung	bzw.	eine	Dimension	ist	hier	multiline-ar,	also	von	Fachunterricht	hin	zum	künstlerischen	Angebot	und	umgekehrt.		Ästhetische	Aktivitäten	wie	das	Malen,	Zeichnen,	Plastizieren,	etc.	fördern	die	kreative	Auseinander-setzung	des	Kindes	mit	seiner	Umwelt.	Der	spielerische,	materialerprobende	Anteil	künstlerischen	Arbeitens	bietet	ein	Forum,	in	denen	die	Kinder	ihre	Phantasien	frei	entwickeln	und	malerisch	um-setzen	können.	Dabei	fordert	die	Bildnerei	von	den	Kindern	immer	neue	Auseinandersetzungspro-zesse	mit	ihrem	eigenen	Tun.	Sie	beginnen	ihre	Fähigkeiten	und	Grenzen	kennen	zu	lernen	und	aus-zuprobieren.	Durch	Versuch	und	Irrtum	lernen	die	Kinder	ihre	Persönlichkeit	immer	besser	kennen	und	entwickeln	eine	verbesserte	Frustrationstoleranz.	Unterschiedliche	Zugangsweisen	werden	er-probt,	eine	neue	Handlungsbasis	mit	erweiterten	Perspektiven	wird	gewonnen.	Neben	dem	Schulall-tag,	in	denen	die	Schüler	bestimmten	Ansprüchen	gerecht	werden	müssen	und	Misserfolge	erfahren,	bietet	das	kindgerechte	künstlerische	Arbeiten	einen	Freiraum.	Sie	lernen	sich	an	ihren	Anforderun-gen	zu	orientieren,	eigene	Ziele	strukturiert	zu	erreichen	und	ihre	dafür	gefragten	Verhaltensweisen	anzupassen.	Das	offeriert	eine	neue	Handlungsbasis	mit	erweiterten	Perspektiven.	Der	beim	Malen	und	Werken	erlebte	Prozess	eröffnet	die	Möglichkeit,	Bildprobleme	im	Moment	des	Wahrnehmens	anzugehen	und	sofort	auf	diese	reagieren	zu	können.	Die	Kinder	und	Jugendlichen	erfahren	eine	ganzheitliche	Förderung	im	Handlungsspielraum	Atelier.	Die	entstehenden	Werke	wirken	sich	positiv	auf	das	Selbstvertrauen	und	Selbstbewusstsein	der	Kinder	und	Jugendlichen	aus,	was	durch	eine	Ausstellung	am	Projektende,	in	denen	ihre	Werke	eine	große	Wertschätzung	erfahren,	unterstützt	wird.			Die	verschiedenen	im	Schulatelier	zur	Verfügung	stehenden	Materialien	erfordern	auf	spielerische	Weise	Regeln	und	Bearbeitungsvorgänge	von	den	Kindern,	die	sie	einhalten	müssen,	um	ein	ihren	Wünschen	und	Vorstellungen	entsprechendes	Ergebnis	zu	erzielen;	diese	neu	erworbenen	Möglichkeiten	und	Erfolge	spiegeln	sich	durch	Transferleistungen	in	den	einzelnen	Bereichen	des	Lebens	und	Verhaltens	in	der	Schule,	Familie	und	Alltag	des	Kindes	wieder.	Künstlerisches	Arbeiten	ist	eine	spielerische,	materialerprobende,	sensomotorische	Aktivität.	Im	Zentrum	der	Arbeit	steht	der	Zusammenhang	Wahrnehmen	-	Erleben	-	Handeln.	Dies	fordert	von	den	Kindern	immer	neue	Ausei-nandersetzungsprozesse	mit	ihrem	eigenen	Tun.	Sie	beginnen	ihre	Fähigkeiten	kennen	zu	lernen	und	auszuprobieren.	Durch	Versuch	und	Irrtum	lernen	sie	ihre	Grenzen	zu	erkennen	und	entwickeln	eine	verbesserte	Frustrationstoleranz.			Den	Schülern	bietet	sich	damit	eine	interessante	Entwicklungs-	wie	Entfaltungsmöglichkeit	an,	die	innerhalb	des	normalen	Schulalltag	nicht	möglich	wäre.	Als	Ganzes	fördert	dieses	Projekt	soziale	Kompetenz,	Kreativität	und	individuelle	Fähigkeiten	von	Kindern	und	Jugendlichen	besonders	hin-sichtlich	ihrer	emotionalen	Intelligenz.	Kunst	berührt	jeden	Lebensbereich.	Insofern	helfen	kunstori-

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entierte	Ansätze	neben	dem	Kunstunterricht	gerade	auch	bei	der	Ausgestaltung	verschiedenster	Schulfächer,	nicht	zuletzt	berühren	sie	alle	Fragen	der	Lebensorientierung	und	Lebensgestaltung.		Wichtig	ist	der	ressourcenorientierte	Ansatz	des	künstlerischen	Angebotes,	denn	Ziel	ist	es,	die	Kin-der	in	ihrem	Tun	und	ihren	Qualitäten	zu	fördern,	neue	Möglichkeiten	aufzuzeigen	und	sie	in	ihrer	Selbstständigkeit	zu	unterstützen.	Die	Situation	des	Gruppensettings	ermöglicht	den	Kindern	und	Jugendlichen	soziale	Regeln,	eigene	Grenzen	und	die	der	anderen	zu	erfahren,	zu	achten	und	zu	ler-nen.	Dieser	gruppendynamische	Erlebnisprozess	wird	von	den	Projektleiterinnen	begleitet	und	un-terstützt.			HINTERGRUND/	SCHWERPUNKT	EMOTIONEN		Entwicklungsbereich:	Emotionalität	Entwicklungsaspekt:	emotionale	Ausdrucksfähigkeit		Gefühle,	Emotionen,	Stimmungen	und	Affekte	sind	ein	Teil	zwischenmenschlicher	Kommunikation.	Neigungen,	aber	auch	Fähigkeiten	werden	wesentlich	durch	Gefühle	mitbestimmt.	Emotionen	lassen	sich	grob	in	angenehme	und	unangenehme	Gefühle	einteilen.	Sie	haben	meist	eine	Qualität	(„Wel-che	Art	von	Emotion?“)	und	eine	Stärke	(„Wie	intensiv	ist	die	Emotion?“).		Da	Emotionen	starke	Auswirkungen	auf	die	Leistung	einer	Person	haben	können,	rückt	neben	dem	Begriff	Intelligenz,	der	bisher	eher	auf	die	technische	und	mathematische	Leistung	bzw.	Intelligenz	abzielte,	auch	die	so	genannte	emotionale	Intelligenz	immer	mehr	in	den	Vordergrund.		Bei	gesellschaftlichen	Verhaltensnormen	und	Bräuchen	und	im	moralischen	Handeln	zeigen	Gefühle	und	Emotionen	an,	ob	wir	uns	den	geltenden	Normen	gemäß	verhalten.	Im	Sprachgefühl	rep-räsentiert	das	negative	und	positive	Gefühl	die	Einhaltung	der	Sprachregeln,	z.B.	entsprechend	der	Grammatik.	In	der	Einschätzung	der	eigenen	Gesundheit	und	in	der	Medizin	deuten	Gefühle	auf	Krankheiten	oder	auf	den	Genesungsprozess,	und	zwar	sowohl	im	körperlichen	wie	im	psychischen	Bereich	(Phobie,	Selbstwertgefühl).	Bei	körperlicher	und	psychischer	Belastung	zeigen	Gefühle	Er-müdung,	Überlastungen	und	Stresszustände	an.	Bei	der	Motivation	spielt	das	Gefühl	dank	seines		Wertcharakters	eine	wichtige	Rolle	als	handlungsauslösendes	Moment.	Der	individuelle	Charakter	ist	über	weite	Strecken	geprägt	durch	ein	individuelles	Gefühlsprofil.		Nach	Izard	(1994)	existieren	zehn	unterschiedliche	Gefühle,	die	auf	der	ganzen	Welt	und	in	jeder	Kultur	vorkommen:	Interesse,	Leid,	Widerwillen,	Freude,	Zorn,	Überraschung,	Scham,	Furcht,	Verach-tung	und	Schuldgefühl.	Ältere	Theorien	teilen	die	Gefühle	in	vier	Hauptgruppen	ein:	Angst,	Ärger,	Freude	und	Trauer.	Weitere	Beispiele	für	Einzelemotionen	sind	Enttäuschung,	Mitleid,	Neid,	Stolz	und	Verliebtheit.			Eine	weitere	Klassifikation	besteht	darin,	zwischen	Gefühlen	und	Affekten	zu	unterscheiden.	Die	Ge-fühle	sind	hiernach	die	Emotionen,	die	verbinden,	während	Affekte	die	Emotionen	sind,	die	trennen.	Zu	den	Gefühlen	gehören	somit:	Liebe,	Freundschaft,	Mitgefühl,	Verbundenheit,	Gemeinschaftsge-fühl.	Zu	den	Affekten	gehören:	Neid,	Hass,	Angst,	Eifersucht,	Minderwertigkeitsgefühl,	Schuldgefühl.	Nach	Goleman	setzt	sich	Emotionale	Intelligenz	aus	fünf	Teilkonstrukten	zusammen	Selbstbewusst-heit	(Fähigkeit	eines	Menschen,	seine	Stimmungen,	Gefühle	und	Bedürfnisse	zu	akzeptieren	und	zu	verstehen,	und	die	Fähigkeit,	deren	Wirkung	auf	andere	einzuschätzen.		Selbstmotivation	(Begeiste-rungsfähigkeit	für	die	Arbeit,	sich	selbst	unabhängig	von	finanziellen	Anreizen	oder	Status	anfeuern	zu	können)	Selbststeuerung	(planvolles	Handeln	in	Bezug	auf	Zeit	und	Ressourcen).	Soziale	Intelligenz	als	Fähigkeit,	Kontakte	zu	knüpfen	und	tragfähige	Beziehungen	aufzubauen,	gutes	Beziehungsma-nagement	und	Netzwerkpflege)	Empathie	(Fähigkeit,	emotionale	Befindlichkeiten	anderer	Menschen	zu	verstehen	und	angemessen	darauf	zu	reagieren).	Nicht	das	bloße	Vorhandensein	von	Gefühlen,	Emotionen,	Stimmungen	und	Affekten,	sondern	der	bewusste	Umgang	mit	ihnen	machen	eine	hohe

Kunststück	Familie	e.V.		Anlage	zum	Antrag	auf	Anerkennung	als	Träger	der	freien	Jugendhilfe	gemäß	§75	SGB	VIII	
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emotionale	Intelligenz	aus.	Darüber	hinaus	zählen	hierzu	Eigenschaften	wie	Vertrauenswürdigkeit	und	Innovationsfreude	oder	die	Motivationsfähigkeit	und	das	Vermögen,	Gefühle	und	Bedürfnisse	anderer	wahrzunehmen.	Dabei	werden	Befähigungen	wie	Teamführung,	Selbstvertrauen,	die	Fähigkeit,	sich	selbst	und	andere	aufzubauen	sowie	politisches	Bewusstsein	betrachtet.	Goleman	verwendet	den	Begriff	emotionale	Intelligenz	also	für	eine	Vielzahl	von	Konstrukten,	die	nur	bedingt	als	eine	Einheit	angesehen	werden	können.	In	dieser	Hinsicht	ist	emotionale	Intelligenz	dem	Intelli-genzquotienten	ähnlich.			Das	Projekt	möchte	in	Form	eines	als	ganzheitlichen	Projektes	„Kunst“	an	der	Schule	diese	emotiona-le	Intelligenz	ergänzend	zum	Fachunterricht	erweitern	und	stellt	auf	innovative	Weise	eine	Verbin-dung	zwischen	Lehren,	Schülern,	Unterrichtsinhalten,	künstlerischem	Schaffen,	Lernen	und	Lebens-gestaltung	her.	Heranwachsende	lernen	im	Laufe	ihrer	Entwicklung,	ihre	Emotionalität	in	den	ver-schiedensten	gesellschaftlichen	Bereichen	und	den	unterschiedlichsten	sozialen	Situationen	unter	Kontrolle	zu	halten.	Schule	ist	ein	bedeutender	institutioneller	Bereich,	in	dem	diese	Gefühlskontrolle	gesellschaftlich	eingeübt	wird	und	in	dem	das	spontane	Ausleben	intensiver	Emotionen	weitgehend	eingeschränkt	ist.	Das	Aus-	und	Erleben	von	besonders	als	negativ	angesehener	emotionaler	Destruk-tivität,	z.	B.	Aggression,	wird	in	der	Schule	ab	einem	bestimmten	Ausmaß	sanktioniert	und	bestraft.	Die	Kontrolle	spontaner	Emotionalität	ist	selbstverständlich	für	das	soziale	Zusammenleben	sinnvoll.	Aufgrund	dieser	Überlegungen	ist	das	Projekt	ein	geeignetes	Arrangements,	neben	der	Ge-fühlskontrolle	zusätzliche	Bereiche	und	Freiräume	innerhalb	der	Schule	zu	ermögli-	chen,	die	ausglei-chend	auf	diese	Einschränkungen	und	Selbstkontrollen	wirken	können.	Um	eine	vereinfachende	Me-tapher	zu	nutzen:	Ein	Gefühl	erzeugt	im	Inneren	einen	Druck,	der	eines	Ausdrucks	bedarf.	Werden	nicht	regelmäßig	Möglichkeiten	geboten,	in	denen	dieser	Ausdruck	erfolgt,	kann	ein	Überdruck	ent-stehen,	der	sich	ab	einem	gewissen	Zeitpunkt	nach	außen	unkontrolliert	entlädt.	Die	Kunst	ist	dabei	ein	möglicher	Bereich,	indem	sozial	akzeptiert	und	kanalisiert	–	alle	Art	von	Emotionen	produktiv	und	kreativ	genutzt	werden.			Überblick	Teilnehmer:		12		Schüler		der	Jahrgangsstufen	1	–	5		Leitung/Durchführung:	Verein	Kunststück	Familie	e.V./	Atelier	artig				2	Diplom	Heilpädagoginnen/	Kunsttherapeutinnen		Art	des	Angebotes	Kunstwerkstatt/	Arbeit	mit	Emotionen/Wahrnehmung	Projektort		Kunstraum	der	Förderschule	Lernen	Leyendeckerstraße	Projektzeit		24	Termine	a	2	Stunden/	Start	nach	den	Herbstferien	2006		Das	Projekt	wurde	aus	Mitteln	von	der	Kämpgen-Stiftung	finanziert.				D/	Projekt	STADTLEBEN	Stadtleben	ist	ein	Kooperationsprojekt	der	Förderschule	Redwitzstraße	und	dem	Verein	Kunststück	Familie	e.V.	mit	wöchentlich	stattfindenden	Terminen	über	den	Zeitraum	von	6	Monaten	von	Okto-ber	2008	–	März	2009		Informationen	und	den	Link	zum	Magazin	“Stadtleben”,	das	von	den	5	Schülern	im	Rahmen	des	Pro-jektes	gestaltet	wurde,	finden	Sie	unter:

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http://www.foerderschule-redwitzstrasse.de/index.php?mact=News,cntnt01,detail,0&cntnt01articleid=25&cntnt01returnid=79		Stadtleben	ist	ein	imponierendes	Magazin	von	jungen	Künstlern	mit	geistiger	Behinderung,	die	das	Heft	ohne	kommerzielle	Ziele	zu	verfolgen,	entwarfen.	Mit	bestechender	künstlerischer	Unabhängig-keit	zeigen	uns	die	Autoren	die	Stadt	Köln	aus	ihrer	privaten	Perspektive	und	laden	ein	zum	Dialog	mit	ihren	Gedanken,	Ideen,	Vorstellungen	und	Wünschen.	Eine	Ausstellung	im	November	2009	in-nerhalb	präsentierte	eindrucksvolle	Bilder,	Fotos	und	Collagearbeiten,	aus	deren	Fundus	das	Magazin	erstellt	wurde.			E/	Projekt	SCHREIBWERKSTATT	BILDERBUCH	Schreibwerkstatt	Bilderbuch:	eine	künstlerisch-		illustrative	Auseinandersetzung	mit	sich	und	der	Um-welt	-	Ein	Kooperationsprojekt	mit	der	Förderschule	Lernen	Rosenzweigweg			Idee	Idee	des	Projektes	ist	es,	die	teilnehmenden	Kinder,	die	mehrheitlich	aus	sozialen	Brennpunkten	stammen,	in	ihrem	Bewusstsein	für	die	Welt	und	Umwelt	zu	sensibilisieren.	In	ihrem	alltäglichen	Leben	in	der	Stadt,	in	der	sie	mehr	durch	mediale	Einflüsse	lernen	als	in	der	realen	Natur,	haben	viele	der	Kinder	keine	Vorstellungen	mehr,	was	die	Freilandhaltung	für	Hühner	bedeutet,	wohin	der	Abfall	gebracht	wird	oder	wie	das	Klima	von	jedem,	also	auch	ihnen	selbst,	geschützt	werden	kann.	Alle	reden	über	Umweltschutz	und	Klimawandel.	Aber	wovor	muss	die	Erde	denn	geschützt	werden	und	warum?	Und	was	gehört	zu	unserer	Umwelt	eigentlich	alles	dazu?	Vielen	Kindern	fehlt	bereits	ein	Bewusstsein	für	ihre	direkte	Umwelt,	was	die	mit	Müll	verdreckten	Schulflure	eindruckvoll	demonst-rieren.	Anstelle	rudimentärer	Erfahrungen	in	der	Natur,	in	der	Kinder	spielend	ihre	Welt	und	Umwelt	kennen	lernen,	findet	die	Lebenswelt	der	Kinder	immer	mehr	in	einer	medialen	Wirklichkeit	statt,	die	keinerlei	Berührungen	mit	der	Umwelt	mit	sich	bringt.	Die	am	Projekt	teilnehmenden	Kinder	kom-men	überwiegend	aus	dem	Kölner	Stadtteil	Meschenich,	einem	sozialen	Brennpunkt	der	Stadt	mit	großem	Migrationsanteil.	Aufgrund	einer	hohen	Armutsrate	zeigen	viele	der	Kinder	immer	mehr	Verwahrlosungstendenzen.	Ihre	unmittelbare	Umgebung	und	Wohngegend	ist	geprägt	von	trostlo-sem	Beton	und	Hochhäusern,	die	wenig	natürlichen	Spielraum	bieten.	Durch	die	große	Überforderung	ihrer	Familien	und	die	fehlende	Förderung	in	ihrer	Kindheit,	was	vielfache	Benachtei-ligungen	mit	sich	bringt,	wird	die	Förderschule	Lernen	zur	einzigen	Perspektive	ihrer	Schullaufbahn.		Die	Schule	ist	aufgrund	eines	weitreichenden	Förderbedarfs	der	Schüler,	sowie	sozialen	und	bil-dungspolitischen	Anforderungen,	in	ihren	Handlungsspielräumen	begrenzt.	Somit	bleibt	im	all-täglichen	Schulgeschehen	wenig	Raum	für	ästhetische	Erfahrungen	und	die	Entwicklung	fördernde	Auseinandersetzungen	mit	sich	und	seiner	Umwelt.	Der	Bedarf	der	Zusammenarbeit	mit	einer	außer-schulischen	Institutionen	wie	dem	Atelier	artig	und	der	damit	verbundenen	Möglichkeit,	den	Schülern	durch	ganzheitliches	Arbeiten	eine	differenzierte	Wahrnehmung	und	ein	erweitertes	Aus-drucksvermögen	bieten	zu	können,	scheint	immer	bedeutender	zu	werden.	In	Kooperation	des	Ate-lier	artig	und	der	Förderschule	Lernen	am	Rosenzweigweg	wurde	am	Bedarf	der	Kinder	orientiert	die	Idee	und	Konzeption	des	Projektes	„Schreibwerkstatt	Bilderbuch“	entwickelt.	Gemeinsam	mit	Kin-dern	der	Förderschule	Lernen	wird	über	den	Zeitraum	eines	Schulhalbjahres	begleitet	von	zwei	Kunstpädagogen/	Heilpädagogen/	Kunsttherapeutin	ein	Kinderbuch	zum	Thema	Umweltschutz	kre-iert,	geschrieben,	erfunden,	und	gestaltet.	Über	unterschiedliche	Sinne	werden	die	Schüler	an	das

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Thema	Umweltschutz	herangeführt	und	können	ihre	Erfahrungen	in	einem	spannenden	Kinderbuch	für	andere	zugänglich	machen.	Der	Schwerpunkt	liegt	auf	der	bewussten	Auseinandersetzung	mit	der	eigenen	Welt,	Umwelt	und	dessen	kreativen	künstlerischen	Gestaltung	in	Texten	und	Illustrationen.	Entsprechend	der	Kompetenzen	und	auftretenden	Problematiken	der	Kinder	werden	Inhalte	und	Strukturen	des	Buches	von	Kindern	für	Kinder	erarbeitet.		Dabei	werden	zentrale	Umweltthemen,	die	den	unmittelbaren	Erfahrungsraum	der	Kinder	betreffen,	wie	täglicher	Verkehr,	Abfallwirtschaft,	Umweltverschmutzung,	Massentierhaltung,	erneuerbare	Energien,	Atomenergie	und	Sicherheit,	die	Kinder	durch	ihr	Buchprojekt	begleiten	anhand	von	einfa-chen	Fragen:		-		Was	sind	Versuchskaninchen	und	was	versuchen	sie?		-		Warum	wird	Milch	im	Supermarkt	von	Genen	manipuliert?		-		Was	ist	Bio-	Essen?		-		Welche	Tiere	leben	bei	uns,	und	wer	bedroht	sie?		-		Wie	kommt	das	Essen	in	die	Stadt	(Thema	Verkehr)?		-		Was	ist	eine	Müllverbrennungsanlage?		-		Woher	kommt	Energie	und	was	macht	ihr	damit?			In	Form	von	Exkursionen	rund	um	und	in	Köln	werden	die	Kinder	zu	den	Themen	experimentieren,	dokumentieren,	künstlerisch	darstellen,	illustrieren	und	forschen.	Die	Eindrücke,	die	sich	den	Kindern	durch	aktive	Erfahrungen	mit	ihrer	Umwelt,	wie	z.B.	bei	dem	Besuch	einer	Müllverbrennungsanlage	oder	eines	Ausfluges	tief	in	den	Wald,	o.ä.	offenbaren,	fließen	im	Kunstatelier	artig	in	ein	künstle-risches,	kreatives	Gestalten	von	Wort,	Text	und	Bildnereien	zu	einem	Gesamtkunstwerk	„Kinder-buch“	ein.	Der	ressourcenorientierte	Ansatz	des	künstlerischen	Angebotes	ermöglicht	es,	die	Kinder	in	ihrem	Tun	und	ihren	Qualitäten	zu	fördern,	neue	Möglichkeiten	aufzuzeigen	und	sie	in	ihrer	Selbstständigkeit	und	Handlungsfähigkeit	zu	unterstützen.	In	einer	wertgeschätzten	ästhetischen	Auseinandersetzung	mit	sich	und	der	Welt,	in	der	sie	leben,	können	sie	ihre	Fähigkeiten,	Grenzen	und	Wünsche	kennen	lernen	und	sich	ausprobieren.	Den	Kindern	wird	bewusst,	dass	sie	die	Umwelt,	in	der	sie	leben,	etwas	angeht	und	sie	eine	Verantwortung	für	sie	tragen.	In	enger	Zusammenarbeit	mit	Lehrern	aus	den	Bereichen	Sachkunde	und	Sprache	gewinnen	die	Schüler	Einblick	in	den	Lebens-raum	von	Mensch	und	Tier.			Ziel	Ziel	des	Projektes	ist	es,	einen	nachhaltig	wirksamen	Beitrag	zur	Sensibilisierung	an	Umweltthemen	und	der	kreativen	Bildung	zu	leisten.	Dem	Atelier	als	einem	(Frei-)	Raum	zum	Arbeiten	und	Denken,	Experimentieren	und	Handeln	kommt	dabei	eine	zentrale	Rolle	zu.	Gemeinsam	mit	den	Kindern	wer-den	die	Atelierleiter	auf	eine	künstlerische	Entdeckungsreise	der	unmittelbaren	Umwelt	gehen.	Sie	werden	ermutigt,	ihre	Sinne	zu	schärfen	und	sich	auf	neue	Sehweisen	einzulassen.	So	werden	sie	zu	Hauptakteuren	im	künstlerischen	Prozess	und	lassen	ihre	Ideen	und	Erfahrungen	zu	sichtbaren	For-men	werden.	Dabei	agieren	die	Atelierleiter	unterstützend	und	eröffnen	neue	Räume	zum	Entde-cken,	Schauen,	Befragen	und	Wahrnehmen.	In	der	Arbeitsatmosphäre	des	Kunstateliers	entwickeln	die	Kinder	eigene	Zugriffs-	und	Handlungsweisen	auf	ungewöhnliche	Materialien.	Dazu	gehören	fa-cettenreiche	Herangehensweisen	wie	bildnerisches	Arbeiten,	Plastiken,	physikalisches	experimentie-ren,	fotografieren	und	kreatives	Schreiben.

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Dabei	ermöglicht	die	künstlerische	und	kreative	Arbeit	in	der	Gruppe	intensive	Erfahrungen	über	sich,	die	eigene	Identität,	das	Erleben	in	einer	Gruppe,	die	eigenen	Grenzen,	Talente	und	Vorlieben	kennen	zu	lernen.	Das	gemeinsame	Projekt	Kinderbuch	fordert	von	den	teilnehmenden	Kindern	ei-gene	Interessen	in	die	Teamarbeit	fließen	zu	lassen	und	sich	gemeinsam	neues	Wissen	anzueignen.	In	Form	von	Gesprächen	und	Diskussionen	werden	redaktionelle	Entscheidungen	gemeinsam	getrof-fen.	Das	bedeutet	ein	Erleben	grundlegender	Erfahrungen	von	gruppendynamischen	Prozessen.	In	der	Auseinandersetzung	mit	sich	und	der	Gruppe	werden	soziale	Kompetenzen	geübt	und	das	Ver-treten	einer	eigenständigen	Meinung	erlernt.	Die	Kinder	werden	in	ihren	Werten	und	Interessen	gefördert,	eine	Unmittelbarkeit	von	Beziehungen	durch	wechselseitige	Wahrnehmung	der	Beteilig-ten	wird	unterstützt	und	ermöglicht	Interaktion.	In	dem	durch	die	Fachkräfte	angeleiteten	Interakti-onsgeschehen	der	Kinder	ergibt	sich	eine	Gruppendynamik,	in	der	verschiedenen	sozialen	Rollen	und	Positionen	(Status)	in	Hinblick	auf	die	Verteilung	von	Macht,	Kompetenz,	Einfluss,	Autorität	oder	anderer	signifikanter	Sozialressourcen	erfahrbar	werden.	Spannend	wird	sich	zeigen,	wie	sich	die	Projektteilnehmer	nach	innen	als	Gemeinschaft	z.	B.	über	Inhalte,	Gefühle,	Rituale,	Werte,	etc.	defi-nieren	und	wie	sie	sich	nach	außen	hin	als	Buchillustratoren	präsentieren.		Zur	Nachhaltigkeit	und	Sicherung	des	Projektergebnisses	wird	das	Buch	in	die	Schülerbibliothek	auf-genommen.	Angedacht	ist,	dass	es	Verwendung	findet	in	einzelnen	Unterrichtsfächern	und	frei	zugänglich	ist	für	andere	Kinder.	In	einer	abschließenden	Lesereise	in	unterschiedliche	Institutionen	in	und	um	Köln	können	die	jungen	Autoren	ihr	Buch	vorstellen	und	so	Aufmerksamkeit	und	Gehör	für	ihre	Geschichten	zum	Umweltschutz	erfahren.		Überblick	Teilnehmer:		12		Schüler	der	Förderschule	Lernen	am	Rosenzweigweg	Leitung/Durchführung:	Verein	Kunststück	Familie	e.V./	Atelier	artig	(Künstlerische	Leitung:	Doro				Schwirten,	Heilpädagogin,	Kunsttherapeutin)	Art	des	Angebotes	Kunstwerkstatt/	Arbeit	mit	Emotionen/Wahrnehmung	Projektort		Kunstraum	Förderschule	Lernen	am	Rosenzweigweg	Projektzeit		12	Termine	a	2	Stunden/	September	2010	–	Dezember	2010	Das	Projekt	wurde	aus	Mitteln	der	Kämpgen-Stiftung	Köln	und	dem	Förderverein	der	Förderschule	Lernen	Rosenzweigweg	finanziert.				E/	Projekt	GENERATION	4+	Ein	generationsübergreifendes	Kunstprojekt		vom	Verein	Kunststück	Familie	e.V.	Anliegen	des	Vereins	Kunststück	Familie	e.V.	ist	es,	in	einem	generationsübergreifenden	Kunstprojekt	mit	dem	Schwerpunkt	Druckkunst	Bewohner	der	Kölner	Innenstadt	zusammen	zu	brin-gen,	um	der	Einsamkeit	und	Anonymität	in	diesem	Wohngebiet	entgegenzuwirken	und	eine	lebendi-ge	Nachbarschaft	zu	aktivieren.	In	großzügigen	barrierefreien	Atelierräumen	der	Kölner	Innenstadt	(Akademie	artig)	können	sie	sich	begegnen,	verschiedene	Druckverfahren	kennen	lernen	und	sich	im	freiem	Experimentieren	angewandter	Kunst	probieren.	In	der	kreativen	Atmosphäre	des	Ateliers	lernen	sich	die	Teilnehmer	kennen	und	schätzen.	Die	Bildende	Kunst	verschafft	ihnen	dabei	eine	wunderbare	Aktions-	und	Artikulationsmöglichkeiten.	Dabei	stehen	die	freie	Entfaltungsmöglichkeit	der	KünstlerInnen	und	die	Sensibilisierung	ihrer	Talente	im	Zentrum.	Das	prozessorientierte	Arbeiten

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ermöglicht	ihnen	Erweiterung	und	Entwicklung	ihrer	Persönlichkeit.	Im	Kunstschaffen	entdecken	sie	ihre	eigene	Kreativität,	Authentizität	und	Fantasie.	Die	Wahrnehmungsfähigkeit	aller	Sinne	wird	ge-schult	und	deren	Ausdrucksfähigkeit	erweitert.		Entgegen	herkömmlicher	Angebote	für	Senioren,	in	denen	eine	Kontaktaufnahme	alleine	durch	ge-meinsame	Anwesenheit	in	einem	Raum	erfolgen	soll,	ermöglicht	die	Druckwerkstatt	ein	gegenseiti-ges	wie	generationsübergreifendes	Kennenlernen	im	künstlerischen	Schaffensprozess.	Die	Atelierat-mosphäre	wie	das	eigene	Tun	bestimmen	den	Handlungsspielraum	und	ermöglichen	einen	einfachen	Einstieg	eines	gegenseitigen	Austauschs	und	Kennenlernen.	Druckverfahren	wie	der	Siebdruck	lassen	viel	Teamarbeit	in	den	einzelnen	handwerklichen	Handlungsschritten	zu,	das	Jung	und	Alt	auch	im	unmittelbaren	künstlerischen	Austausch	gehen.	Dabei	ist	die	Druckwerkstatt	ein	für	alle	teilnehmen-den	Generationen	und	ihre	Fantasien	geschützter	und	vertrauter	Raum,	in	dem	sie	mit	gegenseitiger	Unterstützung	wie	die	der	Atelierleiter	ihre	Ideen	in	Form	und	Farbe	umsetzen.		Das	Angebot	der	Druckwerkstatt	richtet	sich	an	Menschen	unterschiedlichster	Lebensverhältnisse	und	Lebensphasen	im	Alter	von	4	bis	104	Jahren	aus	der	Kölner	Innenstadt	und	angrenzenden	Stadt-vierteln.	Die	Druckwerkstatt	bietet	allen	Generationen	Raum,	sich	und	ihr	künstlerisches	Potential	kennen	zu	lernen.	Unter	fachkompetenter	Anleitung	im	Sinne	einer	Assistenz	ergibt	sich	den	Teilnehmenden	ein	wertfreier	anregender	Raum	zum	Experimentieren.	Hier	können	Ideen,	Konzepte	und	Projekte	ver-wirklicht	werden,	sie	können	ihr	Wissen	und	ihre	Fähigkeiten	austauschen,	handwerklich	tätig	sein.	Nachhaltig	sollen	aus	dem	Projekt	bleibende	Kontakte	untereinander	hervorgehen,	die	inhaltlich	über	das	Angebot	des	Projektes	Generation	4+	hinausgehen.	Die	Atelierräume	bleiben	allen	Interes-sierten	als	Anlaufstelle	und	Ort	der	Begegnung	auch	im	Anschluss	an	das	Projekt	bestehen.	Angelegt	ist	das	Projekt	für	einen	Zeitraum	von	zunächst	8	Monaten	für	insgesamt	bis	zu	20	Teilneh-mer.	Regelmäßig	werden	diese	in	einem	Umfang	von	wöchentlich	2	Atelierstunden	von	zwei	Fach-kräften	angeleitet.	Die	Gruppe	versteht	sich	dabei	als	halboffene	Gruppe,	da	sie	Interessierten	jederzeit	einen	Einstig	in	der	Gesamtprojektlaufzeit	ermöglicht.			Über	ein	halbes	Jahr	haben	Kinder,	Jugendliche,	Erwachsene	und	Senioren	die	Möglichkeit,	die	Druckwerkstatt	zu	besuchen,	sich	im	künstlerischen	Tun	kennen	zu	lernen	und	Einblick	in	die	zeitge-nössische	Druckkunst	zu	erhalten.	Die	Technik	der	Druckkunst	eignet	sich	dabei	hervorragend	in	der	Arbeit	mit	Menschen	mit	unterschiedlichsten	Voraussetzungen	und	Vorerfahrungen,	da	die	hand-werkliche	Herangehensweise	an	den	Druck	einfach	vermittelt	werden	kann	und	gleichzeitig	das	ent-wickeln	der	Druckvorlagen	viel	Raum	für	künstlerisches	Experimentieren	lässt.	Durch	den	klaren	Rahmen	und	die	fachkompetente	Einführung	in	diese	Kunstform,	die	eine	Struktur	mit	klaren	Hand-lungsabläufen	vorgibt,	kann	eine	Plattform	geschaffen	werden,	in	der	sich	alle	als	Gruppe	wahrneh-men	können.	Die	Besonderheit	der	künstlerisch-kreativen	Tätigkeit	fördert	das	Miteinander	der	teil-nehmenden	Generationen,	die	in	Dialog	mit	unterschiedlichsten	Materialien	und	Druckverfahren	gemeinsam	Prozesse	der	Bildentstehung	erarbeiten.	Neben	der	aktiven	Auseinandersetzung	mit	der	Bildenden	Kunst	werden	zudem	gemeinsame	Museumsbesuche	das	Potential	der	Teilnehmer	berei-chern.	Rezeptive	Erfahrungen	ausgewählter	Kunstwerke	zum	Thema	Druckkunst	wirken	sich	nachhal-tig	positiv	auf	das	eigene	künstlerische	Schaffen	der	Teilnehmer	aus.	Die	Anleitung	durch	ein	interdis-ziplinäres	Team	(Dpl.	Kunsttherapeutin,	Dpl.	Designerin/	Bekleidungstechnikerin/	freie	Künstlerin)	fordert	und	fördert	die	Teilnehmer	im	eigenen	Kunstschaffen.	Eine	abschließende	Ausstellung,	die	gemeinsam	mit	den	Teilnehmern	entwickelt	wird,	präsentiert	die	entstandenen	Drucke.

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	Überblick	Teilnehmer:		3	Mehrgenerationsfamilien,	5	Familien	(Eltern	Kinder),	4	Senioren	Leitung/Durchführung:	Verein	Kunststück	Familie	e.V.					1	Kunsttherapeutin	/	1	Dpl.	Designerin/	1	Siebdruckfachkraft	Art	des	Angebotes	Druckwerkstatt	Projektort		Akademie	artig,	Beethovenstraße	27,	50674	Köln	Projektzeit		6	Termine	a	3		Stunden/	November	–	Dezember	2015		Mit	freundlicher	Finanzierung	der	Rhein-Energie-Stiftung	u.a.	Kleinstiftern.				F/	Projekt	Ich	sehe	was,	was	du	nicht	siehst...	In	dem	Projekt	„Ich	sehe	was,	was	du	nicht	siehst“	werden	10	Kinder	und	Jugendliche	im	Alter	von	8	–	13	Jahren	mit	und	ohne	Behinderung	an	die	Kunst	der	Fotografie	und	angrenzende,	künstlerische	Themenbereiche	herangeführt.	Einmal	wöchentlich	treffen	sie	sich	in	einem	Offenen	Atelier	in	der	Kölner	Innenstadt.	Hier	erleben	sie	Raum	für	sich	und	ihre	Fantasien,	die	sie	unter	professioneller	Anleitung	künstlerisch	gestalten	können.	Ihrer	individuellen	Entwicklung	ent-sprechend	schöpfen	sie	aus	ihren	Ressourcen	und	lassen	ihr	Talent,	ihre	Persönlichkeit	mit	allen	Emotionen	in	das	Kunstwerk	einfließen.		Die	Kinder	und	Jugendlichen	werden	angeregt	durch	das	Medium	der	Fotografie	ihre	Selbstwahr-nehmung	zu	fokussieren,	intensivieren	und	zu	reflektieren.	In	der	Stadt	können	sie	mit	einer	Einweg-kamera	ihre	individuelle	Sicht	auf	die	Dinge	in	der	Umwelt	bildlich	zum	Ausdruck	bringen.	Das	Erken-nen	der	eigenen	Stärken	und	Ressourcen,	insbesondere	in	Bezug	auf	das	individuelle	ästhetische	Empfinden	werden	dabei	geschult.	Die	prozesshafte	Auseinandersetzung	mit	dem	Objekt	der	Fo-tokamera	und	dem	Medium	der	Fotografie	ermöglicht	den	Kindern	und	Jugendlichen	eine	neue	Her-angehensweise	an	die	sie	alltäglich	umgebende	Welt.	Die	entstehenden	Fotos	stehen	sinnbildlich	für	unterschiedliche,	individuelle	Perspektiven	auf	diese.	Der	Ausdruck	der	eigenen	Sichtweise	über	Fo-tografien	setzt	einen	bewussten	Umgang	mit	der	eigenen	Wahrnehmung	voraus	und	ermöglicht	in-folgedessen	sowohl	die	kritische	Auseinandersetzung	mit	dieser,	als	auch	ein	wertschätzendes	Ak-zeptieren	der	damit	verbundenen,	selbstständigen	Arbeit.	Im	Dialog	über	ihre	Fotografie	lernen	die	Kinder	verschiedene	Perspektiven	kennen.	Der	kommunikative	Austausch	neuer	Sichtweisen	auf	die	sie	alle	gleichermaßen	umgebende	Welt	wirkt	anregend	und	inspirierend,	so	dass	sich	neue,	berei-chernde	Perspektiven	für	die	Kinder	und	Jugendlichen	entwickeln	können.	Das	Ergebnis	des	künstle-rischen	Prozesses	wurde	öffentlich	in	einer	abschließenden	Ausstellung	präsentiert.	Durch	die	Ver-bindung	von	Fotografie,	Kunst	und	Kreativität	gelingt	es	einen	Bogen	zu	spannen,	der	die	teilneh-menden	Kinder	und	Jugendliche	auf	experimentelle,	spielerische	und	kreative	Weise	wichtige	kultu-relle	Erfahrungen	ermöglicht.	Die	Kombination	der	eigenen	ästhetischen	Wahrnehmung,	dem	leicht	zugänglichen	und	handhabbaren	Medium	der	Fotografie	und	der	sowohl	aus	einzel-	als	auch	grup-penbezogenen	Arbeitsteilung	ermöglicht	ein	großes	Potential	und	ist	eine	Stärke	dieses	Projekts.	Bei	der	Konzeptplanung	wurde	vor	allem	der	Bedarf	einiger	Heranwachsender	mit	Downsyndrom	berücksichtigt.		Überblick

Kunststück	Familie	e.V.		Anlage	zum	Antrag	auf	Anerkennung	als	Träger	der	freien	Jugendhilfe	gemäß	§75	SGB	VIII	
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Teilnehmer:		10	Kinder	und	Jugendliche	im	Alter	von	8	–	13	Jahren	mit	und	ohne	Behinde-rung	Leitung/Durchführung:	Verein	Kunststück	Familie	e.V.					2	Kunsttherapeutinnen		Art	des	Angebotes	Atelierarbeit/	Fotografie	Projektort		Akademie	artig,	Beethovenstraße	27,	50674	Köln	Projektzeit		24	Termine	a	2		Stunden	von	September	2014	–	Februar	2015		Das	Projekt	wurde	aus	Mitteln	der	Hans-Günter-Adels-Stiftung	finanziert.				F/	Kunsttherapie	als	Vor-	und	Nachsorge	in	der	Tagesklinik	Ein	Kooperationsprojekt	des	Vereins	Kunststück	Familie	e.V.	mit	dem	Atelier	artig	und	der	Tagesklinik	Pionierstraße	Ein	intensiver	Austausch	und	enge	Zusammenarbeit	der	Tagesklinik	Pionierstraße,	dem	Verein	Kunst-stück	Familie	e.V.	und	dem	Atelier	artig	ermöglichte	ein	nachhaltiges	Kunsttherapiekonzept	mit	heil-pädagogischer	Orientierung	im	Sinne	der	Vor-	und	Nachsorge.	Als	Instanz	der	Krisenintervention,	Vorbeugung	und	zum	Schutz	von	Kindern	und	Jugendlichen	leistet	das	Angebot	eine	Hilfestellung	und	dient	der	Förderung	einer	gesunden	Persönlichkeitsentwicklung.	Die	Hilfe	soll	dazu	beitragen,	positive	Lebensbedingungen	für	junge	Menschen	und	ihre	Familien	zu	erhalten	oder	zu	schaffen	und	dabei	jeden	einzelnen	in	seiner	individuellen	und	sozialen	Entwicklung	fördern	und	dazu	beitragen,	Benachteiligungen	zu	vermeiden	bzw.	abzubauen.		Das	ambulante	Angebot	richtete	sich	zunächst	konzeptionell	an	Kinder-	und	Jugendliche,	die	bereits	einen	tagesklinischen	Aufenthalt	absolviert	hatten	und	mit	Hilfe	diesem	einen	stabilen	Übergang	zurück	in	Familie	und	Schulalltag	ermöglicht	bekommen	konnten.	Der	hohe	Bedarf	von	Kindern	und	Jugendlichen	an	therapeutischer	Begleitung	während	mitunter	langer	Wartezeiten	auf	einen	tages-klinischen	Platz	führte	zu	einer	Modifizierung	des	Gesamtkonzeptes	in	eine	Vor-	und	Nachsorge	und	konnte	sich	im	Sinne	eines	Pilotprojektes,	finanziert	über	Stiftungsmittel	(Hans	Günther	Adels-Stiftung)	im	Jahr	2016/2017	etablieren.	Im	Fokus	des	Gesamtkonzeptes	steht	von	Beginn	an	eine	realistische	Bedarfslage	klären	zu	können	um	somit	Ziele	für	eine	Hilfeplanung	zu	schärfen.	Die	kon-kreten	Zielformulierungen	der	Hilfe	ergeben	sich	aus	der	aktuellen	belastenden	Lebenssituation	des	einzelnen	Kindes/Jugendlichen	und	dem	daraus	resultierenden	individuellem	Bedarf.		Die	Kunsttherapie	ist	im	vorliegenden	Modell	eine	sich	an	die	tagesklinische	Behandlung	vor	und	anschließende	Eingliederungshilfe,	bei	der	eine	Anbindung	von	Kindern	und	Familien	einfach	gelingt,	da	bereits	eine	gute	Vertrauensbasis	existiert.	Dabei	findet	zwischen	den	Ärzten	und	Therapeuten	der	Tagesklinik	und	des	Ateliers	artig	ein	direkter	Informationsaustausch	statt,	um	ein	abgestimmtes	Handeln	zu	ermöglichen	und	eine	Teilhabe	am	gesellschaftlichen	und	familiären	Zusammenleben	zu	gewährleisten.		Ziel	der	Kunsttherapie	ist	es,	den	Übergang	vom	tagesklinischen	Aufenthalt	in	die	Familie	und	den	schulischen	Alltag	therapeutisch	zu	unterstützen	und	die	Kinder	und	Jugendlichen	in	ihren	Verselbst-ändigungsprozessen	zu	fördern.	Nach	der	Entlassung	aus	dem	tagesklinischen	Alltag	und	der	Klinik-schule	ermöglicht	das	Kleingruppen-Setting	der	heilpädagogisch-fundierten	Kunsttherapie	eine	sen-sible	Begleitung	den	Anforderungen	alltäglicher	Herausforderungen	begegnen	zu	lernen.

Kunststück	Familie	e.V.		Anlage	zum	Antrag	auf	Anerkennung	als	Träger	der	freien	Jugendhilfe	gemäß	§75	SGB	VIII	
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Vor	Eintritt	in	die	stabilisierende	Klinikstruktur	mit	entlastendem	therapeutischen	Angebot	sowie	nach	der	Entlassung	aus	dem	tagesklinischen	Alltag	und	der	Klinikschule	ermöglicht	das	Kleingrup-pen-Setting	der	Kunsttherapie,	eine	sensible	Begleitung	den	Anforderungen	alltäglicher	Herausforde-rungen	begegnen	zu	lernen.	Der	ganzheitliche	Ansatz	der	heilpädagogisch	fundierten	Kunsttherapie	verspricht	nachhaltige	Erfolge	für	eine	gesunde	und	stabile	Persönlichkeitsentwicklung	eines	Heran-wachsenden.		Das	ambulante	Angebot	fand	im	Rahmen	von	2	Therapiestunden	wöchentlich	und	um-	fassender	Umfeldarbeit	über	die	Dauer	von	2	Jahren	statt.	Pro	Gruppe	konnten	4	-	6	Teilnehmer	aufgenommen	werden,	deren	Behandlungsdauer	sich	nach	dem	individuellen	Bedarf	richtete.	Freie	Plätze	können	in	dem	Modell	der	halboffenen	Gruppenarbeit	sofort	neu	belegt	werden.		Bis	heute	hat	sich	das	multimethodisch	konzipierte	Angebot	aus	einem	Repertoire	an	pädagogischen	und	therapeutischen	Ansätzen	und	Techniken	bewähren	können.	Der	positive	Verlauf	der	Einzelfälle	und	die	Resonanz	aus	Klinik,	Elternhäusern,	Schule	und	von	den	teilnehmenden	Kindern	und	Jugend-lichen	selbst	unterstreicht	diese	Aussage	und	begründet	zudem	die	Notwendigkeit	eines	solchen	Angebotes.		Die	konkreten	Zielformulierungen	der	Hilfe	ergeben	sich	aus	der	aktuellen	belastenden	Lebenssitua-tion	des	Kindes/Jugendlichen	und	dem	daraus	resultierenden	individuellem	Bedarf.	Eine	enge	Zu-sammenarbeit	und	ein	fachlicher	Austausch	mit	unterschiedlichen	Tageskliniken	für	Kinder-	und	Ju-gendliche	in	Köln	konnten	den	Bedarf	aufzeigen,	die	Vor-	und	Nachsorge	stärker	in	den	Fokus	zu	stel-len.	Um	erreichte	Fortschritte	im	Sinne	einer	gesunden	Persönlichkeitsentwicklung	durch	den	Klini-kaufenthalt	nachhaltig	zu	stabilisieren,	kann	diesem	therapeutischen	Angebot	ein	präventiver,	reha-bilitativer	und	fördernder/fordernder	Charakter	zugesprochen	werden.	Die	leitenden	Therapeuten	haben	aufgrund	ihrer	jahrelangen	Arbeit	ausreichende	Erfahrungen	mit	der	Klientel	sammeln	können.		Vor	der	tagesklinischen	Behandlung	haben	viele	Kinder	und	Jugendliche,	die	zur	Aufnahme	anstehen,	an	Jugendhilfemaßnahmen	unterschiedlicher	Art	teilgenommen.	Während	der	teilstationären	Be-handlung	in	der	Tagesklinik	stellt	sich	häufig	heraus,	dass	nach	Abschluss	der	therapeutischen	Maß-nahmen	ein	hoher	Bedarf	an	weiterführenden	Jugendhilfemaßnahmen	besteht,	der	möglichst	zeit-nah	nach	der	Tagesklinikbehandlung	umgesetzt	werden	sollte.	Diese	Maßnahmen	können	der	Festi-gung	der	er-	reichten	Therapieerfolge	dienen	und	langfristig	zu	einer	positiven	psychischen	Entwick-lung	der	betroffenen	Kinder	und	Jugendlichen	beitragen.	Das	Angebot	des	Ateliers	artig	dient	hier	als	wichtiger	Baustein.		Für	Kinder	mit	Sozialisationsdefiziten	im	emotionalen,	sozialen	oder	kognitiven	Bereich,	die	sich	in	Form	von	Entwicklungsrückständen,	Lerndefiziten	und	Verhaltensauffälligkeiten	äußern	können,	sind	künstlerische	und	gestalterische	Mittel	ein	ideales	Medium,	um	fördernd	und	therapeutisch	zu	arbei-ten.	In	Auseinandersetzung	mit	der	Kunst	lernen	die	Kinder	und	Jugendlichen,	Herausforderungen	des	Schul-	und	Familienalltages	positiv	zu	erleben,	um	auf	eventuelle	Belastungen	professionell	rea-gieren	zu	können.	Entsprechend	der	Kompetenzen	und	auftretenden	Problematiken	der	Kinder	wer-den	Inhalte	und	Strukturen	der	bildnerischen	Werke	mit	dem	einzelnen	Kind	erarbeitet.	Künstlerisches	Arbeiten	ist	eine	spielerische,	materialerprobende,	sensomotorische	Aktivität.

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Zentral	für	eine	erfolgreiche	nachhaltige	therapeutische	Behandlung	ist	die	Mitarbeit	des	Lebensum-feldes	der	Kinder	und	Jugendlichen.	Die	im	therapeutischen	Schutzraum	erarbeiteten	Ergebnisse	können	so	als	Transferleistung	im	Lebensalltag	des	Kindes	gesichert	werden.	Ein	interaktiver	Infor-mationsaustausch	und	enge	Zusammenarbeit	von	Therapeuten,	Eltern	und	Lehrern	etc.	ist	hier	ele-mentar.	Eine	enge	Anbindung	der	Er-	ziehungsberechtigten	in	den	laufenden	Therapieprozess	findet	dabei	in	fallspezifischem	Umfang	bzw.	zu	jeweils	notwendigen	Anteilen	statt.	Die	Mitarbeit	der	Eltern	ist	Voraussetzung,	damit	das	Kind	seine	Entwicklungsschritte	auch	erfolgreich	in	seinem	Lebensalltag	umsetzen	kann.		Die	Integration	des	ambulanten	Angebotes	in	die	Klinik	gewährleistet	ein	hohes	Potential	aufgrund	der	engen	Zusammenarbeit	der	Hilfesysteme.	Eine	positive	Weiterentwicklung	erlernter	Strukturen	und	„Erfahrenswerte“	aus	dem	Klinikalltag	können	in	der	ambulanten	„Nachsorge“	gesichert	werden	und	bieten	Nachhaltigkeit.	Die	Arbeit	im	multiprofessionellen	Team	kann	von	Beginn	an	eine	realisti-sche	Bedarfslage	klären	und	somit	Ziele	für	eine	Hilfeplanung	schärfen.	Der	ganzheitliche	Ansatz	ver-spricht	nachhaltige	Erfolge	für	eine	gesunde	und	stabile	Persönlichkeitsentwicklung	eines	Heran-wachsenden.		Überblick	Teilnehmer:		16		Jugendliche	im	Alter	von	13	–	17	Jahren	Leitung/Durchführung:	Verein	Kunststück	Familie	e.V./	Atelier	artig				2	Diplom	Heilpädagoginnen/	Kunsttherapeutinnen		Art	des	Angebotes	Kunsttherapeutisches	Gruppenangebot	Projektort		Atelier	der	Tagesklinik	Pionierstraße	Projektzeitraum	1x	Wöchentlich	seit	Mai	2016	bis	heute	Das	Projekt	wird	aus	Mitteln	der	Hans	Günther	Adels	Stiftung	finanziert.		G/	Projekt	Sichtweise	.Das	Projekt	„Sichtweise“	wird	seit	2013	vom	Verein	Kunststück	Familie	e.	V.	in	Kooperation	mit	dem	„Atelier	artig“	mit	Unterstützung	der	Kämpgen-Stiftung	(in	Teilen	auch	der	Rhein-Energie-Stiftung-Familie	und	der	Boll-Stiftung)	durchgeführt.	Das	kunsttherapeutische	Projekt	richtet	sich	an	Kinder	und	Jugendliche	im	Alter	von	4	bis	17	Jahren,	in	deren	Familien	ein	Elternteil	durch	Unfall	oder	Krankheit	plötzlich	von	einer	Behinderung	betroffen	ist.	Es	wurde	festgestellt,	dass	besonders	für	die	Kinder	betroffener	Familien	kaum	Unterstützungsangebote	existieren,	obwohl	aus	entwicklungspsy-chologischer	Sicht	das	weitere	gesunde	Aufwachsen	eines	Kindes	durch	eine	derartige	Situation	stark	beeinflusst	ist.	Im	Rahmen	des	Projektes	„Sichtweise“	wird	den	Kindern	ein	geschützter	Raum	ange-boten,	in	dem	sie	sich	mithilfe	unterschiedlicher	Medien	und	Materialien	mit	dieser	Thematik	ausei-nandersetzen	und	mit	anderen	Betroffenen	austauschen	können.	Begleitet	werden	die	Kinder	durch	einen	Künstler/Trickfilmmacher	und	zwei	promovierte	Heilpädagoginnen/	Kunsttherapeutinnen.			Grundlegender	Gedanke	dieses	Projektes	ist,	den	Kindern	Raum	für	ihre	Erfahrungen	mit	der	neuen	Familiensituation	zu	ermöglichen,	um	Gedanken	und	Gefühle	zur	neuen	Beziehungsgestaltung	mit	dem	betroffenen	Elternteil	und	der	neuen	Rollen-	und	Aufgabenverteilung	innerhalb	des	Familiensys-

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tems	ausdrücken	zu	können.	Das	Teilen	der	Situation	mit	anderen	Betroffenen,	Eltern	und	Kindern	soll	eine	Perspektivenerweiterung	für	das	gesamte	Familiensystem	ermöglichen.		Der	Projektverlauf	seit	2013	1. In	den	ersten	Projektjahren	konnten	ca.	60	Kinder	begleitet	und	unterstützt	werden.	Bei	den	unterstützten	Familien	handelt	es	sich	um	Familien,	die	sich	unabhängig	vom	Zeitpunkt	des	Unfalls	oder	der	Erkrankung	nach	wie	vor	in	einer	akuten	Krise	befinden.	2. Es	wurde	eine	über	den	unmittelbaren	Teilnehmerkreis	hinausgehende	Netzwerkarbeit	ange-regt,	indem	ein	Austausch	mit	unterschiedlichen	Kliniken,	Stiftungen,	Selbsthilfegruppen,	Be-ratungsstellen	usw.	stattfand.		3. In	Zusammenarbeit	mit	der	Bundesarbeitsgemeinschaft	der	Kinderschutzzentren	Köln	wurde	im	Juni	2015	ein	Fachkongress	mit	dem	Thema	„Plötzlich	ist	alles	anders	-	Kinder	und	Jugend-liche,	die	unerwartet	von	einer	Behinderung	eines	Elternteils	betroffen	sind“	durchgeführt.	Er	beschäftigte	sich	inhaltlich	mit	Themen	wie	veränderte	Rollenverteilung	im	Familiensys-tem,	Wirkung	von	traumatischen	Ereignissen,	Hilfe-	und	Unterstützungsangebote	für	Kinder	und	Jugendliche	sowie	gesetzlichen	Rahmenbedingungen.		4. Um	die	betroffenen	Familien	unmittelbar	erreichen	und	unterstützen	zu	können,	wurde	das	Projekt	„Sichtweise“	direkt	innerhalb	der	RehaNova	Köln,	Neurologische	Rehabilitationsklinik	GmbH,	implementiert.	Das	Konzept	des	ambulanten	kunsttherapeutischen	Angebotes	in	der	RehaNova	verfolgt	eine	konsequente	Umsetzung	des	familienorientierten	Ansatzes	und	schafft	damit	eine	erste	Anlaufstelle	für	eine	altersgerechte	Herangehensweise	an	die	Prob-lematik	innerhalb	der	Klinik.	5. Das	von	den	Kindern	im	ersten	Projektjahr	selbst	erstellte	Kinderbuch	wurde	in	2014	von	ei-ner	Kinderbuch-Autorin	professionell	überarbeitet,	sodass	es	bundesweit	für	alle	Zielgruppen	verständlich	und	nutzbar	wird.	Seit	Juni	2015	wird	es	vom	Balance	buch	+	medien	Verlag	in	seiner	Reihe	„kids	in	BALANCE“	vertrieben.	Das	Buch	richtet	sich	vorwiegend	an	Kinder	ab	fünf	Jahren	mit	einem	behinderten	Elternteil,	aber	auch	an	deren	Eltern,	Lehr-	und	Fachper-sonen	(Psychologinnen,	Therapeuten	etc.)	sowie	Beratungsstellen.	Darüber	hinaus	hilft	es	Kindern,	die	nicht	betroffen	sind,	sich	dieser	Thematik	zu	nähern	und	einen	Eindruck	von	Be-hinderungen	zu	bekommen,	auch	von	den	Belastungen	für	die	Familie.	6. Das	Kinderbuch	wurde	in	Form	eines	Trickfilms	verfilmt.		Die	Weiterführung	des	Projektes	Aktuell	führt	der	Verein	aufgrund	der	zunehmenden	Nachfrage	und	positiven	Resonanz,	das	Projekt	„Sichtweise“	für	zwei	weitere	Jahre	durch	(zunächst	bis	2020).	Da	für	Betroffene	bislang	kaum	Ange-bote	existieren,	ist	es	ein	besonderes	Anliegen	des	Vereins,	ein	flächendeckendes,	niedrigschwelliges	Hilfs-	und	Unterstützungssystem	für	die	betroffenen	Familien	zu	schaffen.	Darüber	hinaus	ist	Ziel	des	Projektes,	durch	Leseriesen	und	andere	Maßnahmen	das	Kinderbuch	„Papas	Unfall“	und	den	daran	angelehnten	Trickfilms,	an	die	entsprechende	Institutionen	und	eine	breitere	Gesellschaftsschicht		weiterzutragen.	Zudem	sollen	Multiplikatoren	angeleitet	werden,	die	dementsprechend	jeweils	vor	Ort	Angebote	und	vorhandene	Institutionen	einbinden	können.	Es	gilt,	Kunst-,	Musik-,	Gestalt-	und	Ergotherapeuten	(o.ä.)	für	die	Schaffung	solcher	Angebote	zu	motivieren,	während	Ärzte,	Kinder-	und	Jugendpsychotherapeuten,	Soziale	Dienste	und	weiteres	Klinikpersonal	für	die	Kinder	betroffe-ner	Patienten	sensibilisiert	werden	sollen	und	diese	an	entsprechende	Angebote	weiterverweisen	können.

Kunststück	Familie	e.V.		Anlage	zum	Antrag	auf	Anerkennung	als	Träger	der	freien	Jugendhilfe	gemäß	§75	SGB	VIII	
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Für	die	nächsten	zwei	Jahre	sind	deshalb	im	Rahmen	des	Projektes	folgende	Bausteine	geplant:	1. Weiterführung	der	kunsttherapeutischen	Gruppen.	2. Lesungen	mit	dem	Kinderbuch	„Papas	Unfall“	und/	oder	Filmpräsentationen	in	Kindergärten,	Schulen,	Universitäten,	Kliniken	usw..		Diese	sind	von	grundlegender	Bedeutung,	denn	nur	durch	eine	öffentlichkeitswirksame		Verbreitung	des	Buches/	Filmes	und	damit	des	Projektes	kann	eine	große	Zahl	von	Kindern		und	Jugendlichen	aus	betroffenen	Familien	profitieren	und	weitere	Institutionen	auf	den		akuten	Bedarf	aufmerksam	gemacht	werden.	3. Weitere	Vernetzung	mit	Kliniken	und	Therapeuten	sowie	Implementierung	des	Projektes	an	anderen	Orten.	4. Erreichen	einer	zumindest	teilweisen	Regelfinanzierung	durch	Kooperation	mit	dem	Gesund-heits-	und	Jugendamt	sowie	Bundesministerium.	Erste	Gespräche	haben	bereits	stattgefun-den.	Das	Projekt	wird	von	den	Kostenträgern	sehr	befürwortet.	5. Ausweitung	der	wissenschaftlichen	Begleitung	um	ausreichende	Daten	für	die	Begründung	der	Notwendigkeit	bei	den	Kostenträgern	zu	erhalten	und	die	Wirksamkeit	des	Projektes	be-legen	zu	können.	6. Fachtag	für	Multiplikatoren.	7. Öffentlichkeitsarbeit	zur	Sensibilisierung	der	Gesellschaft	für	die	Bedarfe	der	betroffenen	Familien.			Sommerdruckwerkstatt		Integration	und	Stärkung	durch	Kunst.		Das	Projekt	ist	ausgelegt	als	ein	inklusives	künstlerisches	Angebot	für	Kinder	und	Jugendliche	aus	der	Kölner	Innenstadt	und	angrenzenden	Stadtvierteln	mit	und	ohne	Behinderung.	Es	geht	vor	allem	darum,	den	Kindern	Neugierde	an	facettenreichen	künstlerischen	Drucktechniken	und	ein	Interesse	an	literarischer	und	bildnerischer	Gestaltung	zu	wecken.	Dafür	wird	den	ca.	10	-	15	Teilnehmern	das	Drucken	in	der	Kunst	als	Verfahren	in	vielerlei	Varianten	rezeptiv	und	aktiv	nähergebracht.	Hierbei	setzen	die	anleitenden	Kunsttherapeuten/	Kunstpädagogen	an	den	Ressourcen	jedes	einzelnen	an.	Individuell	wird	jeder	Teilnehmer	im	Gruppenkontext	entsprechend	seiner	Wünsche,	Interessen	und	Vorstellungen	unterstützt	und	angeleitet	in	einen	Prozess,	der	zu	einem	wertvollen	ästhetischen	Endprodukt	führt	–	ein	eigenes	Buch.	Dieses	Kunstwerk	wird	sich	nachhaltig	positiv	auf	das	Selbst	auswirken	und	dementsprechend	das	Selbstwertgefühl	stärken.	Da	unsere	künstlerischen	Projekte	generell	inklusiv	ausgerichtet	sind,	ist	auch	für	dieses	Projekt	eine	Zielgruppe	von	Kindern	und	Jugendlichen	vorgesehen,	die	vielfältige	Ressourcen	mit	sich	bringen.	Angesprochen	sind	Heranwachsende	der	Kölner	Innenstadt	und	angrenzenden	Stadtbezirken,	die	aufgrund	ihrer	Lebenssituation	in	den	Sommerferien	nicht	verreisen	(können).	Institutionen	wie	Flüchtlingsheime	(Moselstraße	&	Vorgebirgsstraße),	die	Bürgerinitiative	Rathenauplatz,	Offener	Ganztag	(Grundschule	Lochnerstraße),	Kölner	Selbsthilfe	e.V.,	(internationale)	Familienberatung	der	Stadt	Köln,	etc.,	mit	denen	der	Verein	Kunststück	Familie	e.V.	vernetzt	ist,	sind	eigeladen,	interessier-te	Teilnehmer	an	uns	weiterzuleiten.	Das	Kompaktangebot	der	Sommerdruckwerkstatt	bietet	hier	die	Möglichkeit,	vertieft	in	einen	künstlerischen	Prozess	einzutauchen	und	sich	mit	seinem	Werk	zu	identifizieren.	Geplant	sind	5	Kompakttage	a	4	Stunden	mit	einer	kleinen	Abschlusspräsentation,	bei	der	die	entstandenen	Werke	wertschätzend	auch	der	Öffentlichkeit	präsentiert	und	feierlich	über-reicht	werden.

Kunststück	Familie	e.V.		Anlage	zum	Antrag	auf	Anerkennung	als	Träger	der	freien	Jugendhilfe	gemäß	§75	SGB	VIII	
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Ergebnis	In	einer	Blockwoche	vom	25.07.	–	29.07.2016	mit	fünf	Kompakttagen	à	vier	Stunden	konnten	15	Kin-der	und	Jugendliche	in	inklusiver	Gruppenzusammenstellung	im	Alter	von	7	bis	15	Jahren	in	den	Räumen	der	Akademie	artig	mittels	unterschiedlicher	Drucktechniken	facettenreiche	künstlerische	Erfahrungen	sammeln	und	eigene	Potenziale	und	Ressourcen	erkennen.	Die	künstlerischen	Techni-ken	wurden	rezeptiv	mit	Bild-	und	Anschauungsmaterial	vermittelt,	um	dann	eine	aktive	Auseinan-dersetzung	zu	ermöglichen	und	selbstständig	verschiedene	Verfahren	ausprobieren	zu	können.	Zu	dem	Thema	„persönliche	Helden“	und	unter	der	Anleitung	erfahrener	Therapeutinnen	und	Künstle-rinnen	konnten	die	Teilnehmerinnen	individuell	an	ihre	eigene	Lebenswelt	anknüpfen	und	für	sie	wichtige	Themen	künstlerisch	be-	und	erarbeiten.	Durch	Anregungen	mit	Bildbänden,	Comicbüchern,	anderen	visuellen	Vorlagen	und	im	Einzelgespräch	konnten	die	Kinder	ihre	eigenen	Ideen	wahrneh-men	und	äußern,	um	dann	darauf	aufbauend	ihre	Druckideen	umsetzen	zu	können.	Die	inklusive	Gruppenzusammenstellung	erweis	sich	dabei	als	sehr	vielfältig,	kreativ	und	wertschätzend	unterei-nander.	Das	Arbeiten	in	einer	Gruppe	in	der	unterschiedlichste	Interessen	und	Hintergründe	zusam-mentrafen,	ermöglichte	die	Inspiration	vieler	unterschiedlicher	Arbeitsprozesse.	Der	Austausch	unter	den	Teilnehmerinnen	führte	zu	immer	neuen	Anregungen,	die	viele	künstlerische	Prozesse	in	Gang	setzten	und	beeinflussten.	Es	wurden	diverse	Druck-	und	Stempeltechniken	thematisiert	und	auf	die	Vorstellungen	der	Teilnehmerinnen	zugeschnitten,	sodass	jedes	Kind	den	eigenen	Fähigkeiten	und	dem	eigenen	Interessensgebiet	entsprechend,	künstlerische	Druckverfahren	erlernen	und	mit	Unter-stützung	umsetzen	konnte.	Die	Gestaltung	eines	Leporellos	zu	einem	persönlichen	Thema	mit	vielen	unterschiedlichen	Medien,	ermöglichte	den	Kindern	und	Jugendlichen	die	Auseinandersetzung	mit	den	eigenen	Identifikationsfiguren	und	Helden.	Die	Möglichkeit	des	seriellen	Drucks	in	Kombination	mit	verschiedenen	Hinter-	und	Untergründen	schaffte	viele	Erfolgserlebnisse	und	eröffnete	den	Zu-gang	zur	Vielfältigkeit	und	Ästhetik	der	Drucktechniken.	Zudem	verdeutlichte	das	Erschaffen,	Über-tragen,	Ausschneiden	und	Drucken	von	Figuren	und	Formen	die	persönliche	Handlungsfähigkeit	je-des	Einzelnen.	Die	Zusammenfassung	dieser	Werke	in	einem	selbstständig	gestalteten	und	zusam-mengesetzten	Buch,	ermöglichte	die	Mitnahme	eines	tatsächlichen	Objektes	zur	Identifikation	mit	dem	eigenen	Held,	zur	langfristigen	Freude	am	eigenen	Schaffensprozess	und	zur	Inspiration	weite-rer	persönlicher	Arbeiten.	Das	Entwickeln	und	Herstellen	eines	eigenen	Werkes	über	mehrere	Tage	und	entsprechend	der	eigenen	Vorstellungen,	ermöglichte	es	den	Kindern	sich	selbst	als	handelnd	und	entscheidend	wahrzunehmen	und	anschließend	ein	fertiges	Produkt	in	den	Händen	zu	halten.	Das	selbstbestimmte	Arbeiten	und	die	Fertigstellung	eines,	für	das	Kind	ästhetisch	ansprechenden,	Produktes	erfüllte	die	Ziele	des	Projektes	und	ermöglichte	einen	positiven,	selbstwertstärkenden	Abschluss.			
Die	Begeisterung	der	Teilnehmer	und	das	Interesse	daran,	möglichst	viele	Techniken	auszuprobieren	und	nach	Möglichkeit	zu	variieren	und	abzuwandeln	ließe	bei	einem	weiteren	Druckprojekt	eine	län-gere	Zeitspanne	zu,	um	die	umfassenden	Ideen	möglichst	intensiv	umzusetzen.	Diese	intensive	Be-schäftigung	mit	einem	Medium	und	einer	oder	mehreren	Ideen	ermöglicht	den	Kindern	eine	nach-haltige	Identifikation	mit	ihrem	eigenen	Schaffen,	frei	von	Bewertung	und	Beurteilung.			
Das	Erlernen	eines	neuen	künstlerischen	Verfahrens	und	das	Überwinden	damit	einhergehender	Schwierigkeiten	förderte	die	individuelle	Handlungsfähigkeit	der	Kinder,	Herausforderungen	anzu-nehmen	und	Probleme	zu	bewältigen.	Eine	enge	Unterstützung	ermöglichte	den	Teilnehmerinnen	einen	Lern-	und	Schaffensprozess,	der	auf	ihre	eigenen	Stärken	zugeschnitten	war	und	von	dem	sie	zukünftig	profitieren	können.

Kunststück	Familie	e.V.		Anlage	zum	Antrag	auf	Anerkennung	als	Träger	der	freien	Jugendhilfe	gemäß	§75	SGB	VIII	
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Überblick	Teilnehmer:		15		Jugendliche	im	Alter	von	10	–	15	Jahren	Leitung/Durchführung:	Verein	Kunststück	Familie	e.V./	Atelier	artig				2	Diplom	Heilpädagoginnen/	Kunsttherapeutinnen		Art	des	Angebotes	Integratives	Gruppenangebot	Projektort		Akademie	artig	Projektzeitraum	1	Kompaktwoche	innerhalb	der	Sommerferien	NRW	Das	Projekt	wurde	aus	Mitteln	der	Hans	Günther	Adels	Stiftung	und	der	Kämpgen-Stiftung	Köln		fi-nanziert.			G/	Kunstwerkstatt	für	Kinder	und	Jugendliche	mit	Fluchthintergrund	in	Porz		Kunststück	Familie	e.V.	in	Kooperation	mit	dem	Bezirksjugendamt	Porz,	Interkultureller	Dienst,	der		OT	Arche	Nova	und	der	Notunterkunft	Praktiker	(Notaufnahme	für	geflüchtete	Familien,	Friedrich-Neumann-Str.)		Einmal	wöchentlich	besuchen	4	Kinder	aus	der	Notaufnahme	(Kinder	mit	Fluchthintergrund)	und	4	Kinder	aus	der	OT	Arche	Nova	die	Kunstwerkstatt,	die	in	den	Räumlichkeiten	der	OT	Arche	Nova	stattfindet.	Die	Kinder	sind	zwischen	6	und	14	Jahren.	Die	geflüchteten	Kinder	sind	besonders	belas-tet	durch	traumatisierende	Fluchterfahrungen	und	erschwerte	soziale	Bedingungen	in	der	Notunter-kunft.	In	der	Kunstwerkstatt	soll	ihnen	ein	wertfreier	Raum	geboten	werden,	in	dem	sie	sich	frei	aus-drücken	und	in	Kontakt	mit	anderen	Kindern	aus	der	unmittelbaren	Umgebung	treten	können.	Für	die	Kinder	soll	eine	neue	Verortung	in	Porz,	sowie	eine	Anbindung	an	OT	Arche	Nova	geschaffen	werden.	Zudem	kommen	Kinder	aus	der	OT	Arche	Nova,	die	sozialen	Förderbedarf	haben.	Die	Kinder	nehmen	regelmäßig	an	den	halboffenen	kunsttherapeutischen	Gruppensitzungen	teil.	Im	Vorder-grund	steht	die	ressourcenorientierte	Arbeit.	Die	Kinder	sollen	positive	Erfahrungen	mit	sich	selbst	und	Kindern	anderer	Kulturen	sammeln.	Zum	einen	steht	die	Stärkung	des	Selbstwertes	im	Fokus.	Die	Kinder	sollen	in	der	Kunstwerkstatt	die	Möglichkeit	haben	sich	selbst	als	aktive	Gestalter	wahrzu-nehmen.	So	wird	die	Selbstwirksamkeit	und	die	Handlungsfähigkeit	der	Kinder	gestärkt.	Zum	anderen	ist	die	Förderung	sozialer	Kompetenzen	ein	wichtiges	Ziel	des	Projektes.	Durch	das	künstlerische	Medium	können	die	Kinder	auch	nonverbal	miteinander	in	Beziehung	treten	und	wichtige	soziale	Strukturen	werden	in	eine	sichtbare	Form	gebracht.	Es	finden	regelmäßige	Reflexionstermine	zu-sammen	mit	den	Pädagoginnen	der	kooperierenden	Einrichtungen	statt.		Überblick	Teilnehmer:	8	Kinder	und	Jugendliche	im	Alter	von	4	–	14	Jahren:	4	Kinder	aus	der	Not-aufnahme	(Kinder	mit	Fluchthintergrund)	und	4	Kinder	aus	der	OT	Arche	No-va		Leitung/Durchführung:	Verein	Kunststück	Familie	e.V.					2	Kunsttherapeutinnen		Art	des	Angebotes	Atelierarbeit	Projektort		OT	Arche	Noah	Köln	Porz	Projektzeit		40	Termine	a	2		Stunden	von	April	2017	–	April	2018

Kunststück	Familie	e.V.		Anlage	zum	Antrag	auf	Anerkennung	als	Träger	der	freien	Jugendhilfe	gemäß	§75	SGB	VIII	
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Das	Projekt	wurde	aus	Mitteln	von	„wir	helfen“	und	der	Walter-Kaminski-Stiftung	gefördert.			H/	Projekt	Favole	-	Musische	Woche	Projekt	der	Jaguarklasse	im	Rahmen	der	Musischen	Woche	der	Stefan	Lochner	GGS.	Favola	–	Schüler	erzählen	und	gestalten	Märchen	-	ein	interkulturelles,	inklusives	Kunst-	und	Buchpro-jekt			Favola		ist	ein	literarisch-künstlerisches	Projekt,	das	die	weitreichenden	Erfahrungen	in	der	Arbeit	mit	Mitgliedern	einer	Gesellschaft	unterschiedlichen	kulturellen	Hintergrundes	mit	und	ohne	Flüchtlings-biografie	nutzt,	um	mit	der	dadurch	gewonnenen	Vielfalt	gemeinsam	„Geschichte	zu	schreiben“.	Ziel	des	Märchenprojekts	ist	es,	bei	den	Kindern	die	Liebe	zu	literarischer	und	bildnerischer	Gestaltung	zu	wecken	in	einer	heutigen	stark	medialisierten	Gesellschaft.				Kurzangaben	zum	Projekt	Beginn/	Ende:	Musische	Woche	der	Stefan	Lochner	GGS	-	15.	-	21.	November	2016	Durchführungsort:	Köln	(Innenstadt)	hier:	Stefan	Lochner	GGS,	Akademie	artig	Schwerpunkt:	künstlerisches	Projekt	zur	Förderung	von	Vielfalt,	Miteinander,	zur	Selbstwertstärkung	und	zur	positiven	Persönlichkeits-	und	Identitätsentwicklung	der	beteiligten	SchülerInnengruppe	Vermittlung	verschiedener	künstlerischer	Techniken	sowie	Drucktechniken	Zielgruppe:	Erst-	und	Zweitklässler	der	Januarklasse,	Lehrerin	Frau	Niebuhr				Durchführende	Institution	Akademie	artig	beauftragt	durch	den	Verein	Kunststück	Familie	e.V.		in	Zusammenarbeit	mit	der	verantwortlichen	Lehrkraft	mit	Unterstützung	von	1-2	begleitenden	El-tern			Praktische	Durchführung:	
Die	Klasse	trifft	sich	in	der	Musischen	Woche		zum	regulären	Schulbeginn	im	Klassenraum	und	geht	dann	gemeinsam	mit	der	Lehrkraft	und	den	begleitenden	Eltern	zur	Akademie	artig.		Idee	Favola		ist	ein	literarisch-künstlerisches	Schülerprojekt,	das	spielerisch	Bild	und	Textmedien	nutzt	um	gemeinsam	Geschichte	zu	schreiben.	In	der	gegebenen	Situation	mit	Erst-	und	Zweitklässlern	wird	auf	eine	vorgegebene	Geschichte	(H.C.	Andersen:	Des	Kaisers	Neue	Kleider,	Das	Hässliche	Entlein	o.ä.)	aufgebaut.	Die	Schüler	„erarbeiten“	sich	den	Inhalt	und	Bildwelt	u.a.	auch	durch	den	geleiteten	Besuch	des	Wallraf	Richards	Museums	Köln	um	Gehörtes,	Erzähltes,	Gesehenes	mit	den	Möglichkei-ten,	die	die	Akademie	bietet,	bild-	und	texthaft	umzusetzen.	Unterschiedliche	Wahrnehmungen,	Fertigkeiten,	Sprache,	Hintergrundwissen	fließen	im	gemeinschaftlichen	Arbeiten	an	einem	vorzeig-baren	„Buch“	zusammen	und	fördern	so	Interaktion,	Kommunikation,	Selbstvertrauen.	Das	Projekt	schafft	vor	dem	Hintergrund	der	wachsenden	Digitalisierung	unserer	Gesellschaft	einen	notwendigen	künstlerisch/haptischen,	phantasievollen	Raum.		Das	Projekt	findet	in	einem	hellen	ansprechenden	Atelier	der	Kölner	Innenstadt	statt,	in	dem	mittels	kreativer	Sprache	und	bildnerischen	Ausdrucks	gemeinsam	ein	wertiges	Buch/Leporello	entwickelt

Kunststück	Familie	e.V.		Anlage	zum	Antrag	auf	Anerkennung	als	Träger	der	freien	Jugendhilfe	gemäß	§75	SGB	VIII	
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wird,	das	den	Schatz	der	Märchenrezeption	der	SchülerInnen	in	neuem	Gewand.	Die	SchülerInnen	werden	ein	Gemeinschaftsgefühl	entwickeln,	das	jeden	einzelnen	bereichert.		Favola	wird	Teil	eines	übergeordneten	Projektes	Favole,	sein.		Favole	wird	die	Zusammenfassung	unterschiedlichster	Märcheninterpretationen	demographisch	unterschiedlichster	Favola-Projekte	sein,	die	abschließend	in	einem	Märchenbuch	veröffentlicht	werden	sollen.			Ziel	Ziel	von	favole	ist	es,	neben	der	individuellen	Entwicklung	und	Förderung	der	Teilnehmer	die	Vielfalt	einer	Urbanität	zu	illustrieren	und	Räume	für	Minoritäten	in	der	Öffentlichkeit	zu	schaffen.	Das	Pro-jekt	ist	eine	klare	Parteinahme	für	eine	auf	Inklusion	aufgebaute	Gesellschaft	zur	Förderung	einer	fairen	Migrationsarchitektur.	Das	künstlerische	Tun	ist	ein	gesellschaftlicher	Integrationsmotor	und	schafft	den	notwendigen	Raum,	der	eine	pluralistische	Gesellschaft	fordert	und	eine	heterogene	Öffentlichkeit	ermöglicht.	Mittel-	und	langfristiges	Vorhaben	sind	eine	erweiterte	Kommunikation,	eine	ganzheitliche	Entwicklungsforderung,	Integration	und	gleichzeitige	Wahrung	der	mitgebrachten	kulturellen	Werte.				Methoden	Theorie:	Das	Kulturgut	Märchen	dient	als	Basis	der	künstlerischen	und	literarischen	Arbeit.	In	Identi-fikation	mit	der	eigenen	Kultur	repräsentieren	die	Märchen	und	entstehenden	Geschichten	ein	Stück	Kindheit,	Heimat	oder	Lebenserfahrung	und	sind	dabei	eng	verbunden	mit	der	eigenen	Biographie.	Das	Wortspiel	unterschiedlicher	Sprachen	visualisiert	die	künstlerische	Auseinandersetzung	mit	In-halt	und	Texten,	denn	über	die	entstehenden	Bilder	und	Kunstwerke	werden	die	Märchen	und	Ge-schichten	sichtbar.	Die	Wertschätzung	der	kulturellen	Vielfalt	von	Menschen	mit	und	ohne	sichtbare	Beeinträchtigungen	steht	dabei	im	Vordergrund	des	künstlerisch-literarischen	Projektes.	Neben	dem	Malen,	kommen	unterschiedliche	Drucktechniken,	die	Fotografie	aber	auch	plastische	Übungen	zum	Einsatz,	die	sowohl	Halt	als	auch	Wandlung	und	Reifung	ermöglichen.	Durch	die	fach-kompetente	Begleitung	eines	interdisziplinären	Teams	aus	den	Bereichen	Kunsttherapie,	Bildender	Kunst,	Design,	Typografie	und	Lyrik,	wird	eine	sensible	Begleitung	der	Teilnehmer	ermöglicht	und	deren		leiblich-physische,	seelische	und	geistige	Entwicklung	berücksichtigt.	Wie	vielfältig	im	künstle-rischen	Prozess	dabei	die	Blickwinkel	erweitert	werden,	wird	schließlich	in	den	entstehenden	Kunst-objekten	sichtbar,	die	abschließend	zu	einem	gemeinsamen	Sammelwerk	zusammengefasst	werden.	Favola	gestaltet	damit	eine	Öffentlichkeit	für	Heterogenität,	hybride	Identitäten	und	Pluralität.		Hintergrund	Favole	–	Märchen	und	Geschichten	„Wenn	wir	sterben,	sind	das,	an	was	sich	die	Menschen	erinnern,	die	Geschichten	unseres	Lebens	und	die	Geschichten,	die	wir	erzählt	haben.”	(Ruth	Stotter)	Geschichten	erzählen	ist	eine	der	ältesten	Formen	menschlicher	Kommunikation.	Märchen	und		Ge-schichten	verkörpern	kulturellen	Reichtum,	in	dem	alle	Werte,	Kulturen,	Sitten	und	Bräuche	Einklang	finden.	Sie	sagen	etwas	über	Sehnsüchte,	Wünsche	und	Bedürfnisse	aus	und	sprechen	unmittelbar	unsere	Emotionen	an.	Sie	offenbaren	uns,	mit	welchen	menschlichen	Haltungen	wir	uns	identifizie-ren.	Märchen	und	Geschichten	zu	erzählen	bedeutet	immer	auch	unterschiedliche		Kulturen	und	deren	Werte	aufzuzeigen,	sich	mit	Denk-	oder	Verhaltensmuster	zu	identifizieren	und	Wissen	freizu-legen.	Eine	gute	Geschichte	bleibt	im	Gedächtnis	und	beeinflusst	unser	Handeln	–	vielleicht	auch	unser	politisches	Handeln.	Denn	Geschichten	können	einen	Wandel	oder	die	Diskussion	über	Emoti-onen,	Visionen	und	Werte	zu	unterstützen.	Während	sie	uns	mit	anderen	Kulturen	bekannt	machen

Kunststück	Familie	e.V.		Anlage	zum	Antrag	auf	Anerkennung	als	Träger	der	freien	Jugendhilfe	gemäß	§75	SGB	VIII	
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setzen	sie	gleichzeitig	unsere	eigenen	Geschichten	frei	und	fördern	uns	Erfahrungen	und	Fähigkeiten	zu	teilen.	Märchen	und	Geschichten	ermöglichen	uns	eine	hohe	Identifikation,	fesseln	die	Zuhörer	und	beanspruchen	sie	in	ihrer	Aufmerksamkeit.	Neben	der	eigentlichen	Projektarbeit	ist	grundlegen-de	Idee,	die	Geschichten	und	entstandenen	Illustrationen	und	Kunstwerke	in	einem	Buch	zu	veröf-fentlichen,	um	mit	dem	kulturellen	Reichtum	dieser	literarischen	und	künstlerischen	Arbeit	gemäß	dem	Motto	"Nachhaltigkeit	gestalten"	einer	breiten	Öffentlichkeit	zur	Verfügung	zu	stellen.	Dadurch	möchte	favole	Antworten	und	Wege	für	eine	nachhaltige	Zukunft	in	der	Stadt	Köln	und	darüber	hin-aus	finden	und	anregen,	um	ein	würdevolles,	interessiertes	und	respektvolles	Miteinander	zu	sensibi-lisieren.	Denn	insbesondere	Menschen	mit	Flüchtlingshintergrund	werden,	bedingt	durch	den	ande-ren	Kulturkreis,	von	einer	Norm	in	die	andere	Norm	geführt	und	so	mit	einer	Wertewelt	konfrontiert,	die	sie	nicht	kennen	und	doch	gezwungen	sind	zu	leben.	Durch	das	Märchenerzählen	können	sie	Gefühle	und	Erregungen	durchleben	und	die	Haltung	eines	Anderen	einnehmen,	die	sie	aber	aus	Ihrer	Fantasie	und	ihren	eigenen	Erfahrungen	schöpfen.			Überblick	Teilnehmer:	28	Kinder	aus	der	Grundschule	Lochnerstraße	mit	und	ohne	Fluchthinter-grund,	kulturelle	Vielfalt	Leitung/Durchführung:	Verein	Kunststück	Familie	e.V.					2	Kunsttherapeutinnen		Art	des	Angebotes	Interkulturelle	Atelierarbeit	Projektort		Akademie	artig	Projektzeit		1	Kompaktwoche	(15.	-	21.	November	2016)		Das	Projekt	wurde	aus	Mitteln	vom	Verein	Kunststück	Familie	e.V.	getragen.				I/	Trennungsgruppe	In	Zusammenarbeit	des	Vereins	Kunststück	Familie	e.V.	und	dem	Atelier	artig	treffen	sich	einmal	wöchentlich	Kinder	und	Jugendliche	(4-16	Jahre)	für	eine	Zeitstunde	in	Atelierräumen	der	Kölner	Innenstadt	(Rathenauviertel).	Hier	erhalten	sie	in	die	Möglichkeit,	ihrer	besonderen	Situation	als	Trennungs-	oder	Scheidungskind	in	einem	geschützten	Rahmen	Ausdruck	verleihen	zu	können	ohne	auf	die	Gefühle	ihrer	Eltern	oder	anderer	Beteiligten	Rücksicht	nehmen	zu	müssen.	Die	Kinder	haben	hier	einen	sicheren	Rahmen,	in	dem	sie	ihre	Erlebnisse,	Gedanken	und	Gefühle	ausdrücken	können	und	werden	bei	der	Bewältigung	ihrer	Trennungstrauer,	Wut	und	Verzweiflung	unterstützt.	Sie	ler-nen	mit	ihrer	neuen	Familiensituation	besser	zurechtzukommen.	In	der	Kleingruppe	können	sie	Ent-lastung	erfahren	und	miterleben,	wie	andere	„Betroffene“	damit	umgehen	und	können	voneinander	und	miteinander	lernen.	Dabei	werden	die	Heranwachsenden	unter	enger	fachspezifischer	Beglei-tung	durch	heilpädagogisch-kunsttherapeutische	Methoden	stabilisiert	und	unterstützt.	Das	Projekt	findet	seid	2005	in	Zusammenarbeit	mit	der	Familienberatungsstelle	Köln	Innenstadt	und	dem	Ate-lier	artig	statt.		Überblick	Teilnehmer:	Kinder	und	Jugendliche	aus	Trennungsfamilien	im	Alter	von	4	–	16	Jahren		Leitung/Durchführung:	Verein	Kunststück	Familie	e.V.	in	Zusammenarbeit	mit	dem	Atelier	artig				2	Diplom	Heilpädagogen,	Kunsttherapeutinnen		Art	des	Angebotes	Atelierarbeit,	Moderierte	Selbsthilfe,	Resilienz

Kunststück	Familie	e.V.		Anlage	zum	Antrag	auf	Anerkennung	als	Träger	der	freien	Jugendhilfe	gemäß	§75	SGB	VIII	
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Projektort		Akademie	artig	Projektzeit		2005	bis	heute		Das	Projekt	wurde	aus	Mitteln	von	„wir	helfen“	und		der	Paria	Stiftung	getragen.

Beratungsverlauf (1)

10.03.2020 Jugendhilfeausschuss
TOP 2.1.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

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Orte (11)

  • Schaafenstraße 5
  • Blumenthalstraße
  • Beethovenstraße 27
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  • Leyendeckerstraße
  • Redwitzstraße
  • Pionierstraße
  • Lochnerstraße
  • Rathenauplatz

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Details

Aktenzeichen
0013/2020
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
10.11.2020
Erstellt
08.01.2020 08:25