2243/2017
Gemeinsamer Antrag der SPD-Fraktion und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen: Stadtteilmütter - Verstetigung 2018
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Beantwortung einer Anfrage (BV)
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/51/515 Vorlagen-Nummer 2243/2017 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 9 (Mülheim) Gemeinsamer Antrag der SPD-Fraktion und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen: Stadtteilmütter - Verstetigung 2018 AN/0777/2017 Der Rat der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am 30.09.14 beschlossen, mehrere Maßnahmen aus dem Programm „Mülheim 2020“ aus kommunalen Mitteln weiter zu fördern. Zu diesem Paket gehört auch das Projekt „Stadtteilmütter Mülheim“. Von 2015 bis zum 31.12.2017 sind insofern 235.712 Euro jährlich für das vorgenannte Projekt zur Verfügung gestellt worden. Bereits seit 2010 sind ebenfalls in den Sozialräumen Chorweiler, Höhenberg/Vingst und Ron- dorf/Meschenich Stadtteilmütterprojekte durch die Initiative von Trägern ins Leben gerufen worden. Allerdings hat die Stadt Köln hierfür, mit Ausnahme für 2017 in Chorweiler (18.000 Euro), keine kommunalen Mittel zur Verfügung gestellt, so dass die Projekte auf Initiative der beteiligten Träger über diverse Spendenmittel finanziert werden mussten. Diese Projektmittel entsprechen allerdings nicht annähernd der Summe für das Stadtteilmütterprojekt in Mülheim. Die niederschwellige Beratung und Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und deren Familien in den Themenbereichen: - Stabilisierung der Familien/Prävention/Existenzsicherung - Gesundheit - Bildung/Ausbildung/Arbeit hat inzwischen gezeigt, dass der Einsatz der Stadtteilmütter nachhaltig zur sozialen Stabilität der Fa- milien und dem sozialen Miteinander im Stadtbezirk beiträgt. Zur Verstetigung und Weiterentwicklung des Projektansatzes hat die Stadt Köln im Kontext zum ge- samtstädtischen Integrierten Handlungskonzept unter Federführung des Amtes für Weiterbildung ei- nen ESF Einzelantrag für das Projekt Stadtteileltern für alle 11 ausgewiesenen Sozialräume beim Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales beantragt. Neben der örtlichen Ausweitung umfasst dieses Projekt auch eine vom Jobcenter finanzierte An- schlussqualifizierung in einen Helferberuf, welcher den Teilnehmer/innen eine berufliche Perspektive eröffnet. 2 Die zukünftige Planung umfasst folgende Bausteine: 1. ESF Antrag – Amt für Weiterbildung – Qualifizierung von Stadtteileltern Qualifizierung von erwerbslosen Müttern und Vätern im ALG II Bezug Integrierte Praxisphase mit temporärem Einsatz von Stadtteileltern in den Bezirken Anschlussqualifizierung / Vermittlung durch das Jobcenter in Ausbildung in Helferberufe auf den ersten Arbeitsmarkt. 2. Regelförderung des Praxiseinsatzes Um die Ressourcen der qualifizierten Stadtteileltern nachhaltig für die Stadt Köln nutzbar zu machen, wird das Amt für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln ab 2018 eine Regelför- derung der Beschäftigung von ausgebildeten Stadtteilmüttern und perspektivisch Stadtteilel- tern für die Einsatzfelder der Jugendhilfe übernehmen. Wie hoch hierbei die jeweiligen Bedarfe für die 11 Sozialraumgebiete sind, wird derzeit abge- stimmt. In dem vorgenannten Kontext ist die Verwaltung in Abstimmungsgesprächen mit dem Träger der Christlichen Sozialhilfe Köln e.V. über die finanzielle Beteiligung der Stadt Köln für den Einsatz der bereits qualifizierten Stadtteilmütter in Mülheim. Für die Einsatzfelder der Jugendhilfe werden aller Voraussicht nach ca. 60% der anerken- nungsfähigen Kosten ab 2018 für den gesamten Stadtbezirk Mülheim durch die Jugendverwal- tung übernommen. Zugleich finden in Federführung durch das Amt für Weiterbildung stadtinterne Abstimmungs- gespräche mit den anderen beteiligten Ämtern der Sozialverwaltung statt, ob auch für die an- deren Themen- und Einsatzfelder der Stadtteileltern Regelfinanzierungen möglich sind.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2243/2017
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (BV)
- Datum
- 20.07.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27