V/0197/2010
Grünflächen- und Platzgestaltung Museum Hiltrup und Beaugency-Platz
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Berichtsvorlage
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V/0197/2010 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Grünflächen und Umweltschutz Betrifft Grünflächen- und Platzgestaltung Museum Hiltrup und Beaugency-Platz Bericht der Vewaltung zur Vorlage Nr. V/0802/2009 Beratungsfolge 15.04.2010 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Bericht Bericht: Mit dem Beschluss zur Vorlage V/0802/2009 wurde die Verwaltung beauftragt, Pläne mit der Ziel- setzung der Verbesserung der Aufenthalts- und Nutzungsqualität der Parkanlage am Heimatmu- seum und des Beaugency-Platzes aufzustellen und dabei die Umsetzung der Ergebnisse des Wettbewerbes zu prüfen und in ein Gesamtkonzept zu integrieren sowie die Kosten für eine Um- setzung zu beziffern. Die zuständige Fachverwaltung, das Amt für Grünflächen und Umweltschutz, hat die Wettbe- werbsvorschläge mit dem gewünschten Ziel einer Belebung des Bereiches abgeglichen und die einzelnen Vorschläge mit einer fachlichen Einschätzung versehen. 1. Parkanlage am Heimatmuseum: Anregungen aus dem Wettbewerb Einschätzung der Fachverwaltung - Aufwertung des Sitz- und Ruhebe- reichs im westlichen Bereich der Flä- che, angrenzend an das Museums- gebäude, durch: • im Halbrund angelegte Sitz- bänke Die Anordnung der Bänke im Halbrund wird die Aufenthaltsquali- tät voraussichtlich nicht wesentlich verbessern. Die Anlage eines Rondells wird die Rasenfläche jedoch erheblich verkleinern und somit die Möglichkeiten der vielseitigen Nutzung der Fläche ein- schränken. Veranstaltungen wie z.B. Open-Air-Kino werden dann nicht mehr möglich sein. Vorlagen-Nr.: V/0197/2010 Auskunft erteilt: Herr Determann Ruf: 492 67 40 E-Mail: Determann@stadt-muenster.de Datum: 29.03.2010 Öffentliche Berichtsvorlage 2 V/0197/2010 • Pergola oder Rankgitter, ab- grenzend zum Friedhofsge- lände Eine Pergola könnte eine gestalterische Bereicherung des Über- ganges zum Friedhof sein. Nach Auswachsen der Gehölze im kommenden Sommer wird aber auch ohne bauliche Elemente wieder eine wahrnehmbare Trennung der Bereiche Friedhof und Parkanlage heranwachsen. Es ist daher im Wesentlichen eine Frage der Finanzierung, ob eine Pergola möglich ist. Bei be- grenzten Finanzmitteln sollte einer Außenterrasse mit Zugang vom Museum Vorrang gegeben werden. Einbeziehung der vorhandenen Spielgeräte und Betonsitzsteine Die Wiederverwendung ist aus Kostengründen eine Selbstver- ständlichkeit. • Berücksichtigung einer gro- ßen, erweiterten Sandspiel- fläche Ergänzend könnte auch eine Anzahl generationenübergreifender Bewegungsangebote die Grünanlage bereichern. • Aufstellen von Sandsteinsitz- quadern In der Parkanlage sind 11 Sitzblöcke mit Holzauflage und weitere 11 Betonsitzsteine vorhanden. Ein zusätzliches Angebot an Sandsteinsitzquadern erscheint nicht erforderlich. Die bestehen- den Elemente könnten grundsätzlich jedoch versetzt und / oder anders angeordnet werden. • Einbeziehung der Museums- fläche In diesem Anliegen liegt der Schlüssel zur Belebung des gesam- ten Bereiches. Hier lohnt sich ein breit gefächertes Engagement der Hiltruper Bevölkerung. Evtl. kann im Heimatmuseum auch das Thema Städtepartnerschaft aufgegriffen werden. Dieses gäbe Anknüpfungspunkte um den Beaugency-Platz evtl. dort hin zu verlegen. Rund um das Museum würden dann zwei Vereine für Aktivitäten sorgen. - Verbesserung der Wegeachsen- verbindung durch Schaffen einer durchgehenden Sichtverbindung vom Beaugency-Platz aus Eine optische Verbindung des Platzes mit der Grünfläche am Museum ist nicht erreichbar, da die angrenzenden Nachbar- grundstücke dieses durch Hecken und Einbauten unterbinden. Der Weg ist zudem im Verlauf abgewinkelt. Schaffung eines größeren Pflas- terkreises (Durchmesser rund 3 m) bzw. eines weiteren Blickfangs (Skulptur, Pflanze o.ä.) auf dieser Wegeachse Der Weg zwischen der Allee ist insgesamt zu schmal, um darauf eine Skulptur oder Pflanze als Blickfang anzuordnen. Auch ein Kreis von ca. 3m Durchmesser würde diese Situation nicht verb- essern. Entfernung des Metallzauns rund um das Museum. Dieses ist ein sehr wünschenswerter Vorschlag. Besonders im Zusammenhang mit einem intensiver betriebenen Museum, das sich nach Möglichkeit auch durch eine Tür nach Westen öffnen sollte, könnten belebende Impulse für die Grünfläche entstehen. Zusammenfassende Bewertung der Parksituation: Die Parkanlage liegt seitlich der Marktallee und wird auf der Nordseite vom Friedhof begrenzt. Die angrenzende Bebauung ist nicht so dicht, dass es die Bewohner zwingend in diese Parkan- lage zieht, wenn sie ein wenig Grün und frische Luft benötigen. Eine Belebung des Bereiches wird daher im Wesentlichen durch eine „aktive Bespielung“ zu erzielen sein. Dabei könnte das Museum als Gebäude mitten im Park eine besondere Rolle übernehmen. Wichtige Vorausset- zung dafür sind jedoch eine Öffnung des Gebäudes auch nach Westen und eine Bündelung von Aktivitäten rund um das Gebäude. Nach Entfernen des Zaunes könnte eine sonnige Außenter- rasse angelegt werden, die dann auch zur Belebung des Parks beitragen würde. 3 V/0197/2010 2. Beaugency-Platz: Anregungen aus dem Wettbewerb Einschätzung der Fachverwaltung - Aufstellen eines großen schatten- spendenden Baumes im mittleren Platzbereich (Platane) Platanen werden gerne mit Frankreich assoziiert. Eine Pflanzung könnte die Städtepartnerschaft zusätzlich betonen, sie wird die Aufenthaltsqualität jedoch nicht verändern. - Verbesserung der Ruhebanksituati- on mit Einbeziehung neu aufzustel- lender Sandsteinquader (Ziel: Schaf- fung einer verbesserten Sichtbezie- hung; evtl. Anlegung eines Rondells rund um den neu zu pflanzenden Baum) Sollte eine solche Veränderung dennoch gewünscht werden, könnte am einfachsten die ovale Kunststofffläche entfernt und gegen eine Pflanzfläche ausgetauscht werden. Für die ersten Jahre wäre auch eine Pflanzung von Rosen und Lavendel möglich. Nach einigen Jahren wird die Beschattung durch die Platane dann aber zu stark, dass eine Umgestaltung erforderlich würde. Zudem wäre diese Pflanzung zu pflegeintensiv und ihre Pflege für die Stadt nicht finanzierbar. Privates Engage- ment wäre dafür erforderlich. Alternativ könnte die Fläche mit Schatten verträglichen Storchschnabel (Geranium) bepflanzt wer- den. - Einbeziehung des Findlings mit den Stadtwappen der Partnerstädte in die Grünanlagen (evtl. durch Anbö- schung) und Entfernen der „Einzäu- nung“ dieses Steins Der Stein könnte nach Aufweitung der Pflanzfläche in diese integ- riert werden. Sollte es zu einer Baumpflanzung in der ovalen Flä- che mit Unterpflanzung kommen, könnte der Stein auch dort in- tegriert werden. Sinnvoller erscheint sicherlich eine alternative Aufstellung im Um- feld Heimatmuseum, weil dort die Aktivitäten zur Städtepartner- schaft mit denen des Heimatvereines gebündelt werden könnten. - Entfernen des Papierkorbs an der Laterne vor dem Platz und Aufstellen eines neuwertigeren Modells im seitli- chen Bereich der Grünanlagen Der Papierkorb ist funktional gut. Er könnte aber auch gegen das übliche rechteckige Modell, das im Randbereich eines Beetes steht, ausgetauscht werden. - Erkennbarmachen der deutsch- französischen Städtepartnerschaft. Hier ergäbe sich im Umfeld des Heimatmuseums sicher ein grö- ßerer Spielraum. Bei der Ideenfindung sollte das „Städtepartner- schaftskomitee Hiltrup“ beteiligt werden. Zusammenfassende Bewertung der Platzsituation: Der Beaugency-Platz liegt städtebaulich in einer Randlage zur Einkaufszone „Marktallee“. Schon von seiner Lage bietet er wenig Anreiz um sich dort aufzuhalten. Einerseits ist er zu abgelegen vom pulsierenden Leben der Marktallee, andererseits ist er aber auch nicht in einem so attrakti- ven ruhigen Umfeld eingebettet, als dass er durch dieses Attribut zum Aufenthalt anreizen würde. Bei diesen Rahmenbedingungen ist es fraglich, ob durch gestalterische Veränderungen eine größere Akzeptanz des Platzes als Aufenthaltsfläche in der Bevölkerung erreicht werden kann. Eine Analyse bei den zuständigen Ämtern hat jedoch ergeben, dass im Bereich Patronatsstraße ein Mangel an öffentlichen Stellplätzen besteht. Für den Fall, dass ein größerer Betrag für eine Veränderung des Bereiches bereitgestellt werden soll, empfiehlt es sich auch die Option der An- lage von 10 Stellplätzen zu überdenken. Bei allen Überlegungen ist zu berücksichtigen, dass die Kosten für die Herstellung der Flächen in dem gesamten Bereich erst vor kurzem mit den Anlie- gern abgerechnet wurden. Die Aufstellung zeigt, dass nicht alle aus dem Wettbewerb hervor gegangenen baulichen Verän- derungen geeignet erscheinen, den Bereich entsprechend der Zielvorstellungen zu beleben. 4 V/0197/2010 Baukosten: Für die Umsetzung des Planes, auf den sich die Veränderungsvorschläge aus dem Wettbewerb mehrheitlich beziehen, werden vom Entwurfsverfasser für die Flächen am Museum Hiltrup mit ca. 60.000,- € angegeben. Die Umgestaltung des Beaugency-Platzes wird mit 30.000,- € beziffert. Die Größenordnung dieser Kosten erscheint bei dem dargestellten Veränderungsumfang als rea- listisch. Genauere Kosten werden vom Amt für Grünflächen und Umweltschutz derzeit nicht ermittelt, da der Handlungsrahmen noch nicht genügend definiert wurde. Grundsätzlich sind zwei verschiede- ne Vorgehensweisen möglich, um Rahmenbedingungen für eine Planung zu erhalten: 1) Die Bezirksvertretung Münster Hiltrup stellt Finanzmittel in einer zu definierenden Höhe zur Verfügung und das Amt für Grünflächen und Umweltschutz entwickelt Verbesse- rungsvorschläge, die mit diesen Mitteln zu realisieren sind. 2) Bezirksvertretung, Hiltruper Bürger und Institutionen und die Verwaltung erarbeiten ein Szenario, mit dem der Bereich nachhaltig belebt werden kann. Dieses wird stark durch verschiedene Aktivitäten und Veranstaltungen unterstützt werden müssen. Bei diesem Prozess wird der Bezirksverwaltung eine zentrale Rolle als Anlaufstelle zukommen. Für diese Angebote wird das Amt für Grünflächen und Umweltschutz unterstützende räumli- che Konzepte entwickeln und die Kosten für die Umsetzung einzelner Maßnahmen ermit- teln. Die Finanzmittel sind dann für die Umsetzung bereitzustellen. Dabei kann es evtl. auch einzelne Bausteine mit unterschiedlicher Priorität geben. Einer Öffnung des Muse- ums nach Westen sollte dabei höchste Priorität eingeräumt werden. In der Anlage sind ein Plan vom Wettbewerb sowie eine Ideenskizze des Amtes für Grünflächen und Umweltschutz zur möglichen Entwicklung dargestellt. Die Schwerpunkte liegen auf der Öff- nung des Museumsumfeldes mit Verbesserung der Aufenthaltsqualität, Ergänzung des Bewe- gungsangebotes auch für Senioren. Zudem wurde die Rasenfläche für Veranstaltungen mög- lichst weitläufig erhalten. i.V gez. Thomas Paal Stadtrat Anlagen: Plan Nr. K 218/8 Entwicklungskonzept / Ideenskizze
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: vertagt
Zur SitzungOrte (2)
- Marktallee
- Patronatsstraße
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0197/2010
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 17.03.2010
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37