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1556/2023

Jahresbericht 2022 der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln

Mitteilung Ausschuss 04.07.2023

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Jahresbericht

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Jahresbericht

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Jahresbericht      Jahresbericht 
                2022                2022

2
Inhaltsverzeichnis
 
S. 03 Einleitung
S. 04 Zahlen und Fakten
S. 06 Öffentlichkeitsarbeit
S. 09 Unterstützungsleistung bei Gruppengründungen
S. 11 In-Gang-Setzer Projekt
S. 12 Allgemeine Unterstützungsleistungen
S. 15 Finanzielle Förderung 
S. 16 Unterstützung in Gruppenform
S. 17 Koordination der Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe im Paritätischen Köln
S. 19 Virtuelles Haus der Selbsthilfe
S. 20 Kölner Haus der Selbsthilfe
S. 21 Gremien und Arbeitskreise
S. 23 Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe
S. 25 Fazit und Ausblick

3
Einleitung
Mit dem vorliegenden Jahresbericht der Selbst -
hilfe-Kontaktstelle Köln - die einzige Einrichtung in 
der Stadt, die ein umfassendes Informations- und 
Beratungsangebot rund um das Thema Selbsthilfe 
bereitstellt - wird Ihnen ein Gesamteindruck unserer 
Tätigkeiten im Jahr 2022 und deren Ergebnisse ver -
mittelt.
Seit mehr als 35 Jahren unterstützt die Selbsthilfe-
Kontaktstelle Selbsthilfegruppen bei ihrer Arbeit, 
vermittelt interessierte Bürger*innen an bestehen -
de Gruppen und trägt auf verschiedenen Ebenen zu 
einem selbsthilfefreundlichen Köln bei. 
Das Team der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln besteht 
aus qualifizierten, hauptamtlichen Fachkräften: Vier 
Frauen und ein Mann haben eine Fachausbildung 
im sozialen Bereich, drei Fachkräfte arbeiten in der 
Verwaltung. Außerdem sprechen drei unserer Kolle-
ginnen neben Deutsch auch Türkisch.
Daher können wir türkischsprachigen Bürger*innen 
unsere Leistungen in ihrer Muttersprache anbieten. 
Natürlich beraten wir auch weitere anderssprachige 
Selbsthilfegruppen beim Aufbau und unterstützen 
sie bei weiteren Aktivitäten.
Die Grundlage unserer Arbeit beruht auf folgen -
den Leitgedanken:
Jeder Mensch verfügt über das Wissen und die 
Kraft, mit einer schwierigen Lebenssituation, 
einer Krankheit oder Behinderung eigenverant -
wortlich und selbstbestimmt umzugehen.
Alle Fähigkeiten, die er*sie dazu benötigt, sind 
bereits in ihm*ihr angelegt. Dadurch kann jeder 
Mensch seine Situation selber verändern oder 
verbessern.
Innerhalb einer Gruppe, im Austausch mit 
Gleichgesinnten und anderen Betroffenen, 
können sich eigene Möglichkeiten und Poten-
ziale besser entfalten und weiterentwickeln.
Aus dieser Haltung heraus richten wir den Fokus 
unserer Arbeit auf vorhandene Kräfte und Fähig -
keiten, nicht auf Defizite. Dieser Ansatz gilt für 
einzelne Ratsuchende genauso wie für Gruppen.
Selbsthilfegruppen sind Partner*innen auf Augen-
höhe. Die Mitarbeiter*innen der Selbsthilfe-Kon-
taktstelle geben daher ihr professionelles Wissen 
und Erfahrungen an sie weiter, um ihr Selbsthilfe -
engagement und ihre Selbstvertretung zu stärken.
Die Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln bedankt sich 
für die langanhaltende und vertrauensvolle Un-
terstützung bei allen beteiligten Akteur*innen, 
insbesondere bei der Stadt Köln sowie den Kran -
kenkassen/-verbänden in Nordrhein-Westfalen.

4
Zahlen und Fakten
Information und Beratung
Im Jahr 2022 hat die Selbsthilfe-Kontaktstelle 
19.483 Kontakte statistisch erfasst. Davon waren 
4.241 eingehende Kontakte und 15.242 ausge-
hende Kontakte. Kontakte an Infoständen, Ver -
anstaltungen oder im Bereich der Sozialen Medien 
sind in diesen Zahlen nicht erfasst.
Die ausgehenden Kontakte setzen sich wie folgt 
zusammen: 
811 ausgehende Einzelkontakte zu Selbsthilfe -
gruppen und 14.431 ausgehende Kontakte zu 
Selbsthilfegruppen, Bürger*innen oder professio -
nellen Einrichtungen in Form von Einladungen zu 
Treffen, Versand von Protokollen, aktuelle Informa-
tionen, etc..
 
Eingehende Kontakte
28,5%
29,5%
41,4%
0,6 %
1.759 (26)  Bürger*innen
1.249 (131) Prof. Einrichtungen
1.208 (12) Selbsthifegruppen
25 (0) Sonstige
2022
(...)  türkischsprachig
382 persönlich
1.828 telefonisch
2.031 schriftlich
9,0 %
43,1 %
47,9 %
Es suchten 42 Bürger*innen die Selbsthilfe-
Kontaktstelle persönlich auf, wenn sie auf der 
Suche nach einer Selbsthilfegruppe waren und 26 
holten allgemeine Selbsthilfe-Informationen ein. 
Das Hauptanliegen der persönlichen Kontaktauf -
nahme von Selbsthilfegruppen war organisato -
rische Unterstützung. Überwiegend wurde die 
Selbsthilfe-Kontaktstelle von Kölner Bürger*innen, 
Selbsthilfegruppen und professionellen Einrich-
tungen kontaktiert: 3.573 (84,2 %).
Das Hauptanliegen von Selbsthilfe-Interessierten 
und professionellen Einrichtungen war die Suche 
nach Selbsthilfegruppen. Dazu wurde die Selbst-
hilfe-Kontaktstelle von 1.440 Bürger*innen und 
von 126 professionellen Einrichtungen kontak -
tiert. 
Die 1.440 anfragenden Bürger*innen auf der Su -
che nach einer Selbsthilfegruppe verteilten sich 
wie folgt: 
7,4 %
86,6 %
5,8 %
83 in Vertretung
106 Angehörige
1.251 Betroffene
29,4%
70,3 %
0,3 %
4 Geschlecht unbekannt
424 Männer
1.012 Frauen

5
Angefragte Themen
Um einen Eindruck zu vermitteln, welche konkreten Anfragen sich hinter den abstrakten Zahlen der 
Anfrage-Statistik verbergen, ist im Folgenden eine Übersicht der am meisten angefragten Themen 
aufgelistet:
6,1 %
17,2 %
10,0 %
338 Depressionen/ Bipolare Störungen
197 Angst/ Panik / Phobien
120 Gewalt/ Missbrauch - Opfer
107 Familie/ Eltern/ Kind - nicht näher bezeichnet 
5,0 %
4,3 %
104 Ess-Störungen 
96 AD(H)S 
4,1  %
3,4%
3,0%
85 Einsamkeit/ Freizeit 
80 Corona 
66 Alkoholabhängigkeit
57 Tod/ Trauer
5,4 %
  
5,3 %
Im Rückblick lassen sich zwei Trends aus den vorangestellten Zahlen benennen: Die eingehenden 
Kontakte nahmen deutlich zu, die ausgehenden hingegen nahmen ab. Beide Entwicklungen liegen 
in derselben Ursache begründet: Im Vergleich zum Jahr 2021 waren die kontakt-reduzierenden Maß -
nahmen in Folge der Covid-19-Pandemie weniger eingreifend. Zum einen bedingte dies, dass der 
engmaschige Informationsfluss von Seiten der Kontaktstelle nicht mehr in dem Maße wie zuvor erfor -
derlich war. Monatliche Aktualisierungen der Corona-Schutz-Verordnung gehörten ab dem Frühjahr der 
Vergangenheit an. Die Zunahme der eingehenden Kontakte wiederum ist unter anderem darauf zurück-
zuführen, dass einige Gruppen erst im Sommer 2022 wieder ihre Treffen in Präsenz aufnahmen. Dies 
zeigt sich auch darin, dass das häufigste Anliegen die organisatorische Unterstützung von Seiten der 
Gruppen war. Ein weiteres Indiz auf die genannte Ursache ist darüber hinaus, dass sich die persönlichen 
Kontaktaufnahmen im Vergleich zum Vorjahr vervierfacht haben.
5

6
Öffentlichkeitsarbeit
Neben dem Bekanntmachen der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln ist es das Ziel, dem Begriff „Selbsthilfe -
gruppe” ein positives Image zu geben, den Bekanntheitsgrad der Selbsthilfegruppen zu erhöhen und 
den Zugang zu den Selbsthilfegruppen zu erleichtern. 
Die jährliche Informationsveranstaltung zu den Fördermöglichkeiten für Kölner Selbsthilfegrup -
pen musste Anfang Februar hingegen ein weiteres Mal in einem virtuellen Format durchgeführt 
werden. 
Im darauffolgenden Frühjahr des Jahres zeichnete sich jedoch ab, dass im Vergleich zu den beiden Vor -
jahren wieder mehr öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen im Präsenzformat durchführbar waren. 
Dies bot dem Team der Kontaktstelle die Möglichkeit, in der jüngeren Vergangenheit neu konzipierte 
und bereits terminierte und dann doch wieder verschobene Veranstaltungsformate endlich umzusetzen. 
Die passende Gelegenheit hierzu war die nach 2019 zum zweiten Mal bundesweit durchgeführte 
Aktionswoche „Wir hilft“: Vom 1. bis zum 11. September 2022 beteiligten sich Gruppen, Kooperations -
partner*innen und Unterstützungsstellen wie die Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln mit verschiedensten 
Veranstaltungen,  in Präsenz oder virtuell, an der vom Paritätischen Gesamtverband initiierten Selbsthilfe-
Aktionswoche.
In Köln startete die Aktionswoche am 3. September mit einer inklusiven Fahrradtour durch Köln. 
Unterstützt durch die Kooperationspartner „Weiße Speiche e.V. “ und „Radeln ohne Alter – Köln“ fuh -
ren Selbsthilfeaktive durch Köln, um so auf die Aktionswoche und die Kölner Selbsthilfelandschaft 
aufmerksam zu machen. Am 4. September folgte ein Informationsstand beim Kölner Ehrenamts -
tag auf dem Heumarkt. Am Abend des 5. September wiederum organisierte die Kontaktstelle ein 
Austauschtreffen für Vertreter*innen von Kölner Selbsthilfegruppen im Rahmen eines Kegelabends. 
Zwei weitere Informationsstände folgten an den beiden darauffolgenden Tagen: Am 6. September 
zusammen mit den Kooperationspartnern Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe sowie der Seniorenberatung 
Porz auf dem Wochenmarkt in Köln-Porz und am 7. September mit den Kooperationspartnern des 
Gesundheitszentrums für Migrantinnen und Migranten und „dieKümmerei“ in Köln-Chorweiler. 
Am Mittwochabend des 8. September lud die Selbsthilfe-Kontaktstelle zu einem Selbsthilfe-Literatur -
abend „MitGeteilt“ in das Theater „die wohngemeinschaft“ im Belgischen Viertel ein. 
Den Abschluss der Aktionswoche in Köln bildete ein Tag der offenen Tür der Selbsthilfe-Kontaktstelle 
am 10. September. Selbsthilfeaktive, interessierte Kölner*innen sowie Netzwerkpartner waren eingela -

7
den, um in den Räumen der Kontaktstelle ein facettenreiches Programm wahrzunehmen: Neben einem 
Auftritt des Kölner Selbsthilfe-Chors boten u.a. Improvisationstheater-Workshops, ein Gewinnspiel sowie 
eine Einführung in die neue Hybrid-Technik im Haus der Selbsthilfe den zahlreichen Gästen ein kurzwei-
ligen und abwechslungsreichen Tag sowie die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen.
Fotos: Impressionen der Aktionswoche Selbsthilfe 2022; Rechts unten: Vorstandsvorsitzende Elfi Scho-Antwerpes mit 
Mitarbeiterinnen der Selbsthilfe-Kontaktstelle am Tag der Offenen Tür.

8
Übersicht der weiteren Aktivitäten im 
Bereich Öffentlichkeitsarbeit
Ständige Aktualisierung der Internetseite 
www.selbsthilfekoeln.de der Selbsthilfe-Kon-
taktstelle  (Selbsthilfegruppen, Gründungswün-
sche, aktuelle Neugründungen, Veranstaltun-
gen von und für Gruppen etc.); 2022 wurde die 
Internetseite 40.107 Mal besucht; 
Pflege des eigenen Facebook-Auftritts www.
facebook.com/selbsthilfe.koeln;
Aktualisierung und Neuaufnahme von Grup -
pendaten im Internetportal Selbsthilfenetz.de;
Regelmäßige Zusendung von Informations-
materialien an über 130 professionelle Einrich -
tungen zum Auslegen oder zur Weitergabe an 
Interessierte;
Auslage und Aktualisierung von 130 Grup -
pen-Flyern in den Prospektständern im Ein -
gangsbereich des Kölner Hauses der Selbsthilfe;
Fortführung des Projekts SelbsthilfeNews der 
Krankenkassenverbände NRW. Dieser News -
letter erscheint im Zwei-Monats-Rhythmus 
und wird derzeit an rund 900  Abonnent*innen 
verschickt. Zusätzlich sind alle Ausgaben im 
Archiv auf www.selbsthilfe-news.de zu finden;
Regelmäßiges Befüllen der Prospektständer mit 
Infomaterial in Einrichtungen mit Publikums-
verkehr, wie z.B. dem Gesundheitsamt der Stadt 
Köln; 
Pressemitteilungen zu Aktivitäten der Selbst -
hilfe-Kontaktstelle und zu Gruppengründungs-
treffen; 
Chor der Kölner Selbsthilfe – Auftritte und Pres-
severöffentlichungen;
Infostand im Rahmen des Aktionstages „Break 
The Silence“ der Stadt Köln am 04.11.2022.

9
Unterstützungsleistungen bei Gruppengründungen 
Die Unterstützungsleistungen der Selbsthilfe-Kontaktstelle im Bereich Gruppengründung sind vielfältig: 
Die Selbsthilfe-Kontaktstelle berät Initiator*innen, entwickelt mit ihnen gemeinsam Faltblätter, sammelt 
weitere Interessent*innen auf einer Warteliste und stellt den Kontakt untereinander her. Darüber hinaus 
moderiert die Selbsthilfe-Kontaktstelle erste Gruppentreffen, entwickelt mit Gruppen tragfähige Struk -
turen und unterstützt diese bei der Öffentlichkeitsarbeit sowie der Suche nach einem geeigneten Raum.
2022 hat die Selbsthilfe-Kontaktstelle folgende Gründungen bzw. Gründungsversuche mit unterschied-
lichen Aktivitäten unterstützt: 
1. Borderline Seiltanz
2. Long Covid
3. Trennung & Scheidung
4. BET Bindungs-/Entwicklungstrauma
5. Empty Nest
6. Post-Covid
7. Frauen 50+
8. Einsamkeit
9. Junge Selbsthilfegruppe Depressionen
10. Prämenstruelles Syndrom (PMS)
11. Adipositas (ohne OP)
12. CoVeRSE – Nebenwirkungen nach Impfung
13. BET Bindungs-/Entwicklungstrauma KÖLN-SÜLZ 1
14. Eltern von Kindern und Jugendlichen mit einer Angststörung
15. Kontaktabbruch zu den Eltern
16. Depressionsselbsthilfegruppe altersunabhängig
17. Elterngruppe – Kinder mit AD(H)S
18. BET Bindungs-/Entwicklungstrauma Köln-Nippes
19. Lichen Sclerosus Deutschland e.V.
20. Clusterkopfschmerzen

10
Gruppen mit folgenden Themen haben sich unabhängig von der Selbsthilfe-Kontaktstelle gegründet 
und sind 2022 in die Vermittlungskartei aufgenommen worden: 
Folgende Themen wurden 2022 in die Übersicht „Gruppengründungswünsche“ aufgenommen. Aktive 
Gruppengründungsinteressierte wurden beraten und unterstützt. Die Gruppengründung ist noch nicht 
erfolgt.
Diese Auflistung zeigt wieder ein breit gefächertes Themenspektrum der neu gegründeten bzw. in 
Vorbereitung befindlichen Selbsthilfegruppen.
1. Bindungs- und Entwicklungstrauma (BET)
2. Eltern von Kindern und Jugendlichen mit Angststörung
3. Einsamkeit
4. Angehörige von Corona Leugnern/ Impfgegnern/ Querdenkern
5. Empty Nest
6. Kontaktabbruch zu den Eltern
7. Cluster-Kopfschmerzen
8. Elterngruppe – ADHS bei Kindern
9. Depressionen Köln-Nord
10. Bindungs-und Entwicklungstrauma, linksrheinisch
11. Adipositas (ohne OP)
12. Depressionsgruppe altersunabhängig
13. Alleinsein
14. Verlassene Eltern
15. Familien mit Kindern und krebserkranktem Elternteil
16. Abschied vom Kinderwunsch
1. Recovered Codependents RC (genesene Co-Abhängige)
2. Jugend-Zöligruppe Köln/Düsseldorf
3. In Würde zu sich stehen
4. Männergruppe

11
In-Gang-Setzer Projekt
Seit 2018 beteiligt sich die Selbsthilfe-Kontaktstel-
le am In-Gang-Setzer Projekt, um Gruppengrün-
dungen verstärkt zu unterstützen. So sollen mehr 
Gruppengründungswünsche aufgegriffen und bei 
Bedarf neue Gruppen intensiver begleitet werden. 
Das Projekt In-Gang-Setzer besteht seit über zehn 
Jahren an rund 50 Standorten bundesweit und 
wurde im vergangenen Jahr um drei weitere Jahre 
in Köln verlängert.
In-Gang-Setzer*innen sind ehrenamtliche Mit -
arbeiter*innen der Selbsthilfe-Kontaktstellen. 
Sie kommen i. d. R. aus Selbsthilfegruppen und 
werden geschult. Sie unterstützen Selbsthilfe -
gruppen in Hinblick auf Kommunikation und 
Organisation der Gruppenprozesse. Sie sind kei -
ne Ansprechpersonen für die jeweiligen Themen 
der Gruppen. In-Gang-Setzer*innen werden bei 
Bedarf in neu gebildeten Selbsthilfegruppen für 
einen bestimmten Zeitraum eingesetzt. Sie wer -
den bei der Tätigkeit kontinuierlich durch die 
Selbsthilfe-Kontaktstelle begleitet und unterstützt. 
Darüber hinaus gibt es regelmäßige Austausch-
treffen mit anderen In-Gang-Setzer*innen.
2022 wurden NRW-weit neue In-Gang-Setzer*in-
nen für ihre ehrenamtliche Tätigkeit durch das 
Schulungsprogramm des Projektes ausgebildet. 
Die Selbsthilfe-Kontaktstelle stellte hierfür ihre 
Räumlichkeiten an drei Wochenenden zur Verfü-
gung und unterstützte in der organisatorischen 
Planung und Durchführung. Wir schulten eben-
falls eine neue In-Gang-Setzerin, die zukünftig 
Gruppen auf deutsch und russisch begleiten kann.
Darüber hinaus gab es wieder verschiedene virtu-
elle Fortbildungsangebote und Austauschtreffen 
auf Landes-, Bundes-, und Regionalebene - sowohl 
für die In-Gangsetzer*innen als auch für die Fach -
kräfte in den Selbsthilfe-Kontaktstellen.
Die erfolgreichen Gruppengründungen zu den 
Themen „Bindungs- und Entwicklungstrauma 
(BET)“ – zwei Gruppen, „Einsamkeit“ , „Adipositas“ , 
„Depressionen 18-40“ , „Trennung und Scheidung“ 
und „Kontaktabbruch zu den Eltern“ sind 2022 von 
drei In-Gang-Setzer*innen begleitet worden.

12
Allgemeine Unterstützungsleistungen
Alle Selbsthilfegruppen in Köln können sich jederzeit mit Fragen oder Problemen, die sich aus der Selbst-
hilfearbeit ergeben, an die Selbsthilfe-Kontaktstelle wenden. Seien es Schwierigkeiten und Konflikte in 
der Gruppe, Fragen zur Finanzierung, Raumsuche, Öffentlichkeitsarbeit, Vereinsrecht oder Informations- 
und Handlungswünsche zu gesundheits- und sozialpolitischen Fragestellungen. 
Die Selbsthilfe-Kontaktstelle bietet den örtlichen Selbsthilfegruppen Information, Einzelberatung, Erfah-
rungsaustausch mit anderen Gruppen, Fortbildung und Supervision sowie praktische Hilfestellungen, 
insbesondere über das Haus der Selbsthilfe und das Virtuelle Haus der Selbsthilfe, an.
14,4 %
22 %
36,7 %
3 %
482 Organisatorische Unterstützung
288 Finanzen
189 Austausch aktueller Infos
120 Öffentlichkeitsarbeit9,1 %
 7,0 %
92 Gremienarbeit
61 Sonstiges
(aufgelistet sind Anliegen ab 20 Kontakten)
38 Starthilfe/ Anleitung
26 Gruppendynamik
 4,6 %
2 %
2022 wandten sich Selbsthilfegruppen 1.208 mal 
mit folgenden Anliegen (Mehrfachnennungen 
möglich) an die Selbsthilfe-Kontaktstelle:
226 persönliche Kontakte mit Gruppen hatten fol-
gende Anliegen (Mehrfachnennungen möglich):
127 Organisatorische Unterstützung
36 Finanzen
31 Sonstiges
30 Austausch aktueller Infos
18 Gremienarbeit
(aufgelistet sind die fünf häufigsten Anliegen)
Zu diesen Zahlen sei angemerkt, dass aufgrund der anhaltenden Covid-19-Pandemie und den damit 
verbundenen kontaktreduzierenden Maßnahmen sowie Vorgaben zum Arbeitsschutz, die Möglichkei -
ten zum persönlichen Kontakt zeitweise eingeschränkt waren.

13
Datenbank
Die Aktualität der Datenbank ist eine wichtige Grundlage der 
Informations- und Unterstützungsarbeit der Selbsthilfe-Kon-
taktstelle. Die Datenbank umfasst aktuell (Anfang 2023) 248 
Gruppen. Diese Zahl entspricht nicht der Anzahl der Kölner 
Selbsthilfegruppen, da einige Gruppen 20 oder mehr Unter-
gruppen haben. Im Rahmen der begonnenen Digitalisie -
rungsmaßnahmen wurde die Datenbank weiter angepasst.
Informationen
Alle in der Datenbank erfassten Selbsthilfegruppen 
erhalten regelmäßig interessante Neuigkeiten und 
Informationen zu wichtigen Unterstützungsangeboten 
der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln sowie des Paritäti -
schen NRW. Darüber hinaus bekommen die Selbsthil -
fegruppen wichtige Informationen weitergeleitet, die 
von professionellen Kooperationspartner*innen oder 
landes- und bundesweiten Selbsthilfevereinigungen an 
die Selbsthilfe-Kontaktstelle gerichtet werden.
Raumkartei
In der Raumkartei, in der 
sich die Institutionen in Köln 
befinden, die Selbsthilfegrup-
pen Räume kostenlos zur 
Verfügung stellen bzw. Räu-
me vermieten, sind aktuell 
rund 120 Einrichtungen auf-
geführt. Es besteht nach wie 
vor ein hoher Raumbedarf, 
vor allem im Innenstadt-
Bereich. Die Situation hatte 
sich bereits durch die Covid-
19-Pandemie verstärkt, hinzu 
kam die Energiepreis-Krise, 
welche sich erheblich auf die 
Mietkosten niederschlug. So 
hat  sich im vergangenen Jahr    
die Zahl geeigneter Rauman-
gebote für Kölner Selbsthilfe -
gruppen weiter reduziert.
           Setzen Sie sich gerne mit 
           uns in Verbindung, wenn 
          Sie Selbsthilfegruppen 
          Räume zur Verfügung 
          stellen können.

14
Datenschutz
Die im Mai 2018 in Kraft getretene Datenschutz-Grundverordnung (DS-
GVO) hat anfangs zu großer Verunsicherung bei allen Aktiven geführt. 
Da die Verunsicherung weiterhin anhielt, wurde die begonnene Fortbil -
dungsreihe auch im Jahr 2022 fortgeführt. So wurde eine Fortbildung „Die 
Nutzung digitaler Medien für Selbsthilfegruppen“ zu diesem Thema an -
geboten, da durch die Covid-19-Pandemie Selbsthilfegruppen verstärkt 
auf digitale Angebote umstiegen, um ihren Gruppenaustausch während 
der kontaktreduzierenden Maßnahmen aufrecht zu erhalten. 
Seit Anfang 2020 stehen zur Datenschutz-Grundverordnung eine FAQ-
Sammlung sowie weitere Hilfestellungen auf der Internetseite der Selbst-
hilfe-Kontaktstelle Köln für die Selbsthilfegruppen zum Download bereit. 
Auch die Selbsthilfe-Kontaktstelle hat sich weiterhin intensiv mit dem 
Thema befasst und eigene Strukturen angepasst. Im Fokus standen da -
bei die Datenminimierung und die Überarbeitung von Einwilligungser -
klärungen.

15
Finanzielle Förderung
Seit 1996 stellt die Stadt Köln der Selbsthil -
fe-Kontaktstelle Fördermittel - den sogenann-
ten Selbsthilfetopf - zur Verfügung, den die 
Selbsthilfe-Kontaktstelle gemeinsam mit dem 
Sprecher*innenkreis der Arbeitsgemeinschaft 
Selbsthilfe verwaltet. Der „Topf“ setzt sich aus 
einem Sockelbetrag in Höhe von 9.828,80 € und 
Restfördergeldern  des Amtes für Soziales, Arbeit 
und Senioren und des Gesundheitsamtes zusam -
men. Das Volumen des „Topfes“ ist daher jährlich 
unterschiedlich. Die Verwendung der Fördergel-
der wird dem Amt für Soziales, Arbeit und Senio -
ren sowie dem Gesundheitsamt mit Bericht und 
Belegen nachgewiesen. Durch die Möglichkeit, 
den „Topf“ nach Bedarf - ohne Einhaltung starrer 
Antragsfristen – in Anspruch zu nehmen, ist er 
eine wesentliche Hilfestellung und Stabilisierungs-
maßnahme für kleine und neue Gruppen, 
Gruppen mit schwankendem Förderbedarf so -
wie Gruppen in Krisensituationen. Aber auch für 
Gruppen, die es nicht schaffen, Fristen einzuhal -
ten, ein Gruppenkonto einzurichten oder in Vor -
leistung der Kosten zu gehen, bietet der „Topf" 
Hilfe. Ohne diese Möglichkeit würden einige Grup-
pen nicht existieren.
2022 standen der Selbsthilfe-Kontaktstelle ca. 
108.000 € zur Verteilung an Gruppen zur Ver -
fügung. Dadurch wurden 51 Gruppen gefödert, 
davon 16 Gruppen erstmalig. Die Summe der an 
einzelne Gruppen ausgezahlten Mittel war zudem 
höher als im vergangenen Jahr. 
Darüber hinaus konnten mit diesen Mitteln grup -
penübergreifende Anschaffungen getätigt und 
gruppenübergreifende Aktivitäten gefördert 
werden. Besondere Schwerpunkte waren hier die 
Öffentlichkeitsarbeit, Fortbildungen und Supervi -
sionstreffen sowie Modernisierungsmaßnahmen 
im Haus der Selbsthilfe. 
Diese thematischen Schwerpunkte zeigen, 
welchen hohen Stellenwert die städtische Selbst -
hilfeförderung für die Selbsthilfeunterstützung 
hat und ebenso, welche Bedeutung die Selbsthilfe 
für die Stadt Köln hat. 
Alle Selbsthilfegruppen haben Zugang zur städti-
schen Förderung durch das Gesundheitsamt, das 
Amt für Soziales, Arbeit und Senioren sowie über 
die Selbsthilfe-Kontaktstelle. Darüber hinaus ist 
eine Förderung von gesundheitlichen Gruppen 
durch die Krankenkassen möglich. Auch in 2022 
wurde wieder eine Informationsveranstaltung des 
Selbsthilfebeirates zum Thema finanzielle Förde -
rung unter Mitwirkung der zuständigen Mitarbei-
terinnen des Amtes für Soziales, Arbeit und Se -
nioren und des Gesundheitsamtes durchgeführt. 
Gemeinsam mit weiteren von den für die 
Wahrnehmung der Interessen der Selbsthilfe 
maßgeblichen Spitzenorganisationen benann-
ten Selbsthilfegruppen, nimmt die Selbsthilfe-
Kontaktstelle als beratendes Mitglied an der Ver -
gabesitzung der Krankenkassen/ - verbänden teil.

16
Diese Sitzung findet jährlich Ende April/ Anfang 
Mai statt, so dass die bewilligten Mittel Ende 
Mai an die Gruppen ausgezahlt werden können.
Das weiterhin durch die Covid-19-Pandemie 
geprägte Jahr 2022 bedeutete für viele Selbst -
hilfegruppen eine außergewöhnliche Belastung 
und konfrontierte sie mit zusätzlichen Heraus-
forderungen. Bereits vorhandene Themen in -
nerhalb der Gruppen, wie eine hohe Fluktuation 
von Teilnehmer*innen, Aufrechterhaltung von 
Gruppenstabilität im Kontext von Generations-
wechsel oder die (Über-)Belastung von Gruppen-
leiter*innen und der Aktiven in Gremien erhiel -
ten durch die Pandemie ein neues Gewicht.
Die Selbsthilfe-Kontaktstelle begleitet die Kölner 
Selbsthilfelandschaft und erarbeitet hierfür neue 
Wege. Der so wichtig gewordene Faktor der Di -
gitalisierung ist deshalb auch im vergangenen 
Jahr ein zentraler Schwerpunkt gewesen. Dazu 
zählen die Bereitstellung des zuvor erwähnten 
Virtuellen Hauses der Selbsthilfe, niederschwelli-
ge Angebote zur Heranführung der Gruppen an 
digitale Austauschmöglichkeiten sowie gleich-
sam die Aufklärung in Bezug auf Datensicher -
heit und –schutz. Die Selbsthilfe-Kontaktstelle 
hat ihre weiteren regulären Angebote, wie Aus -
tauschtreffen oder Fortbildungen an die der -
zeitige Situation angepasst: Veranstaltungen 
wurden so konzipiert, dass sie sowohl in Präsenz 
aber auch notfalls digital durchgeführt werden 
konnten. Mitunter wurden Veranstaltungen auch 
hybrid angeboten.
Unterstützung in Gruppenform

17
Die Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe (148 Gruppen 
als Mitglieder; Stand Anfang 2023) ist der Zusam -
menschluss der gesundheitlichen und sozialen 
Selbsthilfe in Köln unter dem Dach des Paritäti -
schen und wird von der Selbsthilfe-Kontaktstel -
le koordiniert. Die AG dient dem Austausch und 
vertritt themenübergreifend die Interessen der 
Selbsthilfegruppen in Köln. Der Arbeitsgemein-
schaft steht ein gewählter Sprecher*innenkreis 
vor. Der bereits im vorangegangenen Jahr ange -
stoßene Generationenwechsel vollzog sich auch 
in diesem Jahr weiter. Im Oktober 2022 wurde der 
bestehende Sprecher*innen-Kreis wiedergewählt, 
zudem wurde ein Vertreter einer sozialen Selbst -
hilfegruppe als Sprecher neu in den Sprecher*in -
nen-Kreis gewählt. 
Alle von der Selbsthilfe-Kontaktstelle organisierten Treffen und Fortbildungen für 
Selbsthilfegruppen im Überblick: 
Koordination der Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe im Paritätischen Köln

18
Fortbildungen und Workshops:
„Supervision” 
4 Termine: 15. Februar, 10. März, 05. April, 12. Mai 2022, 18.00-20.00 Uhr
Referentin: Claudia Daubenbüchel, Supervisorin (DGSv)
„Improvisationstheater: Ein Kurzurlaub für Körper und Seele. Abschalten - Lachen - Lernen” 
30. April 2022, 10.00-15:30 Uhr
Referent: Markus Hahn, Mitarbeiter der Improschule clamotta GbR
„Willkommenskultur & Generationswechsel in der Selbsthilfegruppe“
2 Termine: 09. & 16. Juni 2022, 18.00-21.00 Uhr
Referentin: Beatrix Rey, Dipl. Sozialarbeiterin, Koordinatorin für Selbsthilfegruppen, Systemische 
Coachin, Trainerin und Seminarleiterin
„Perspektivwechsel Salutogenese: Wie wir Gesundfördern statt Krankheit zu vermeiden“
2 Termine: 14. & 21. September 2022, 18.00-20.00 Uhr
Referentin: Katrin Röntgen, Coachin, Achtsamkeitstrainerin und Theaterpädagogin
„Umgang mit Störungen und Konflikten in der Selbsthilfegruppe“
2 Termine: 08. & 25. Oktober 2022, 10.00-16.00 bzw. 18.00-19:30 Uhr
Referentin: Martina Bünger, Diplom Sozialwissenschaftlerin, Systemische Coachin, 
Empowerment-Trainerin, WenDo-Trainerin
„Öffentlichkeitsarbeit lebendig gestalten – Mit System und klarem Profil zum Erfolg“
19. November 2022, 11.00-17.00 Uhr
Referntin: Susanne Stromberg, Kommunikation & Fundraising
Treffen im Rahmen des 
Selbsthilfebeirates:
Informationsveranstaltung „Die finan-
zielle Förderung der Selbsthilfe in Köln 
im Jahr 2022 – 1 Treffen.
Treffen im Rahmen der 
Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe:
Sprecher*innenkreis-Treffen - 12 Treffen;
Treffen der AG Selbsthilfe - 2 Treffen;

19
Treffen im Rahmen der 
Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe:
Sprecher*innenkreis-Treffen - 12 Treffen;
Treffen der AG Selbsthilfe - 2 Treffen;
Virtuelles Haus der Selbsthilfe
Das Virtuelle Haus der Selbsthilfe ist ein Digitalisierungsangebot für Selbsthilfegruppen in Nordrhein-
Westfalen. Diese Videokonferenz-Plattform bietet Selbsthilfegruppen in NRW die Möglichkeit, sich 
virtuell auszutauschen. Anders als viele kommerzielle Angebote ist diese Videokonferenzplattform 
datenschutzkonform, kostenlos sowie möglichst barrierearm und an die Bedürfnisse von Selbsthilfe -
gruppen angepasst. Als solches war es das erste entsprechende Angebot für Selbsthilfegruppen in ganz 
Deutschland.
Dem Datenschutz wird dadurch Rechnung getragen, dass zum einen die Open-Source-Software „Jitsi-
Meet“ verwendet wird. Zum anderen ist der Standort des verwendeten Servers in Deutschland. Mit Hilfe 
von freiwilligen Tester*innen aus dem Sprecher*innen-Kreis der Kölner AG Selbsthilfe wurde dieses An-
gebot mehrere Wochen lang geprüft und die aus dieser Testphase gewonnenen Erkenntnisse genutzt, 
um die Endnutzer*innen-Plattform anzupassen.
Das Virtuelle Haus der Selbsthilfe begann als Pilotprojekt im Juli 2020 in Köln und startete dort für die 
Nutzer*innen im September 2020. Begleitet durch Einführungsveranstaltungen für die Selbsthilfeakti -
ven sowie einer ausführlichen Dokumentation nutzten seitdem über 30 Kölner Selbsthilfegruppen die -
ses Angebot bis zum Oktober 2021 regelmäßig. 
Aus den Erfahrungen dieses Projekts entwickelte der Paritätische NRW das landesweite Nachfolgeprojekt 
„Virtuelles Haus der Selbsthilfe NRW“ . Weiterentwickelt, um den Ansprüchen und Bedarfen von Selbsthil-
fegruppen noch gerechter zu werden, bietet es seit November 2021 Nutzer*innen die Möglichkeit noch 
autonomer ihre Treffen dort zu organisieren, wobei die eingangs genannten Vorteile gewahrt bleiben.
19

20
Kölner Haus der Selbsthilfe
Das Kölner Haus der Selbsthilfe umfasst zwei 
Gruppenräume, eine Teeküche sowie Sanitärräu-
me in den Räumlichkeiten der Selbsthilfe-Kontakt-
stelle Köln und steht Kölner Selbsthilfegruppen als 
Unterstützungsleistung zur Verfügung. Die beiden 
Gruppenräume werden regelmäßig von 60 Kölner 
Selbsthilfegruppen für Treffen genutzt.
Seit dem Frühjahr des vergangenen Jahres konn -
ten nach knapp zwei Jahren der Einschränkungen 
im Rahmen von notwendigen Hygiene-Konzepten 
die Gruppenräume wieder vollumfänglich genutzt 
werden. Lediglich die Nutzung der Teeküche konn-
te erst wieder im Herbst 2022 freigegeben werden. 
Darüber hinaus wurde der Durchgangsbereich 
des Kölner Hauses der Selbsthilfe modernisiert: 
Neben neuen Wandhalterungen für die Auslage 
von Flyern, um auf Gruppengründungswünsche 
sowie bereits bestehende Selbsthilfegruppen auf-
merksam zu machen, wurde mit Unterstützung 
der Kämpgen-Stiftung aus Köln ein Plattform-Lift 
installiert. Durch diesen sind nun auch die beiden 
Gruppenräume barrierefrei zugänglich.
Darüber hinaus wurden beide Gruppenräume mit 
neuen, abschließbaren Schließfachschränken und  
Raum 1 mit Technik für Hybrid-Gruppentreffen 
ausgestattet. Letzteres ermöglicht durch Mittel 
der Stiftung Wohlfahrtspflege.
Fotos: Modernisierungen im Kölner Haus der Selbsthilfe.

21
Gremien und Arbeitskreise
Das Ziel der Selbsthilfe-Kontaktstelle ist ein selbst-
hilfefreundliches Köln. In diesem Rahmen verfolgt 
die Kontaktstelle die Stärkung der Selbsthilfe durch 
Vernetzung mit professionellen Institutionen 
sowie der Beteiligung in Facharbeitskreisen und 
Gremien der Stadt Köln. Hierzu unterstützt die 
Selbsthilfe-Kontaktstelle beteiligte Vertreter*in-
nen von Selbsthilfegruppen durch Informations-
austausch und Fortbildungsangebote.
Die Selbsthilfe-Kontaktstelle bzw. die Arbeitsge -
meinschaft Selbsthilfe sind in folgenden Gremien 
und Arbeitskreisen vertreten:
Anhörungen im Rahmen 
von Planfeststellungs-      
verfahren
Fachausschüsse des Rates
Kommunale Konferenz 
Alter und Pfl  ege
Kommunale 
Gesundheitskonferenz
Stadt AG 
Behindertenpolitik
Gesunde Städte-Netzwerk
Regionalkonferenz im LVR
Ethik-Kommission der Uni-
versitäts-Klinik Köln 
Wahlausschuss der 
Stadt AG 
Behindertenpolitik
AK BarrierefreiBeratung gemäß § 116                                                                                                                                      
    SH-Kontaktstelle und Selbsthilfe 
vertreten
    AG Selbsthilfe in Vertretung für 
SH-Kontaktstelle Köln
    Selbsthilfegruppen 
vertreten
Gremien
mit Beteiligung der 
SH-Kontaktstelle /
AG Selbsthilfe
Schwerpunkte der Interessenvertretung 
waren:
Kommunale Gesundheitskonferenz
Die Kommunale Gesundheitskonferenz bietet den 
Selbsthilfegruppen vor allem über ihre Arbeits -
gruppen die Möglichkeit, ihre Themen und An -
liegen einzubringen. Eine Arbeitsgruppe ist u.a. 
der Selbsthilfebeirat, dessen Vorsitz der Selbsthil -
fe-Kontaktstelle obliegt. Dadurch ist die Selbsthil -
fe-Kontaktstelle auch in den Arbeitsgruppenspre -
cher*innen-Treffen vertreten.
Stadt AG Behindertenpolitik
Die Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik 
vertritt die Interessen der Menschen mit Behinde -
rungen in politischen Gremien und Einrichtungen 
der Stadt Köln. Mit Beginn der neuen Ratsperiode 
vertritt die Selbsthilfe-Kontaktstelle den Paritäti-
schen Köln dort als stimmberechtigtes Mitglied. 
Darüber hinaus ist die Selbsthilfe-Kontaktstelle 
auch vertreten im Wahlausschuss der Stadt AG 
Behindertenpolitik. Aufgabe des Wahlausschusses 
ist die Besetzung vakanter Posten in der Stadt AG 
Behindertenpolitik sowie Nominierungen sach -
kundiger Einwohner*innen in den Ausschüssen 
des Rates der Stadt Köln.
Der Sprecher*innen-Kreis der AG Selbsthilfe wie -
derum wurde im Oktober 2022 für ein Jahr neu ge-
wählt.

22
Fachliche Einbindung
Wie alle Selbsthilfe-Kontaktstellen des Paritätischen in NRW stehen die Mitarbeiter*innen im fachlichen 
Austausch mit den Kolleg*innen der paritätischen Kontaktstellen sowie mit allen anderen Kontaktstellen 
in NRW.
Landesarbeitskreis
Selbsthilfe-Kontaktstellen NRW
AG Selbsthilfe-Kontaktstellen 
+ Büros im 
Paritätischen NRW
Regionaltreffen der
 SH-Kontaktstellen
AK IKÖ der 
SH-Kontakstellen in NRW
AG Selbsthilfe in die 
Lehre bringen
Selbsthilfe-Akademie NRW
Fachliche 
Einbindung

23
Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe
Das Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe Köln ist ange -
bunden an die Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln und 
ist ein Projekt des Landes NRW und der Landesver-
bände der Pflegekassen. 
Seit 2017 hat es sich in der Kölner Innenstadt etab-
liert und wird unterstützt von zwei Fachkräften mit 
jeweils 9,75 und 10 Stunden.
Die Aufgabe des Kontaktbüros liegt darin, Interes-
sierte über bestehende Pflegeselbsthilfeangebote 
zu informieren, Gruppen in ihrer Arbeit zu bera-
ten und zu begleiten sowie bei der Gründung von 
neuen Selbsthilfeangeboten zu unterstützen.
Derzeit unterstützt das Kontaktbüro 16 Gesprächs-
kreise für pflegende Angehörige.
Sieben der Gesprächskreise sprechen gezielt Men-
schen, die jemanden aufgrund einer Demenz be -
treuen und/oder pflegen an, vier weitere richten 
sich dagegen an allgemein pflegende Angehöri -
ge. Auch werden zwei betriebliche Gesprächskrei-
se unterstützt.
Im Zuge der Pandemie konnten sich die im letzten 
Jahr etablierten digitalen Gesprächskreise weiter -
hin durchsetzen. Bei einem Angebot handelt es 
sich um einen digitalen Gesprächskreis allgemein 
für pflegende Angehörige und bei dem anderen 
um ein digitales Yoga-Angebot in Kooperation mit 
dem Verein Yoga hilft e.V..
Neu dazugekommen in diesem Jahr ist auch ein 
Gesprächskreis für pflegende Eltern.
Neben den vom Kontaktbüro unterstützten Ge -
sprächskreisen gibt es eine Vielzahl an weiteren 
Gruppen, die sich in anderer Förderung befinden. 
Derzeit sind knapp 20 weitere Kreise gelistet, mit 
dem das Kontaktbüro ebenfalls vereinzelt im Kon-
takt steht und vermittelt.
Ein weiterer großer Bestandteil der Arbeit liegt im 
regelmäßigen Kontakt und Austausch mit einer 
Vielzahl von Kooperationspartner*innen, wie z.B. 
mit dem Kuratorium Deutsche Altershilfe, dem 
Regionalbüro Alter Pflege und Demenz Köln und 
Südliches Rheinland sowie mit den Kolleg*innen 
der Kontaktbüros NRW, WohnMobil, Seniorenko -
ordinationen, der Alzheimer Gesellschaft und der 
AOK. 
Gemeinsam wurden auch im Jahr 2022 Angebote 
für die Zielgruppe geplant und umgesetzt, um das 
Thema Pflegeselbsthilfe sichtbar zu machen, aber 
auch über andere Thematiken zu informieren und 
diskutieren.
Es konnten im Rahmen der Aktionswoche „Wir 
Hilft“ diverse digitale Vorträge zu Themen wie 
Wohnraumanpassung, Konflikte in der häuslichen

24
Pflege sowie zum Thema Demenz in Kooperation 
mit dem Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz 
und weiteren Kontaktbüros angeboten werden. 
Auch die Veranstaltungsreihe „Zeit für mich“ in der 
Zusammenarbeit mit dem Regionalbüro und der 
AOK wurde fortgeführt. Die Reihe basiert auf un -
terschiedlichen digitalen Vorträgen mit der Mög -
lichkeit im Nachgang an einem Vertiefungskurs 
teilzunehmen.
Neben den digitalen Formaten beteiligte sich das 
Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe auch bei den De -
menznetzwerken Porz und Innenstadt und leis -
tete weitere Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen von 
Markt- und Informationsständen.  
Das Thema Pflegeselbsthilfe wird mit der stetig 
steigenden Anzahl an älteren Menschen in unserer 
Gesellschaft zunehmend an Bedeutung gewinnen. 
Der Bedarf nach Austausch und Unterstützung ist 
groß. Daher sind bereits weitere Angebote für das 
Jahr 2023 geplant. Unter anderem sollen weitere 
Gesprächskreise initiiert werden, aber auch die be-
reits laufenden Formate, wie die Veranstaltungs -
reihe „Zeit für mich“ soll weitergeführt werden.
24

25
Fazit und Ausblick
Das vergangene Jahr war eins des Übergangs. 
Waren die beiden vorherigen Jahre stark geprägt 
von der Covid-19-Pandemie und den damit ver -
bundenen Einschränkungen des gesellschaft -
lichen Lebens, erlaubte das Pandemiegesche -
hen und die politischen Entscheidungen, dass 
Lockerungen dauerhaft in Kraft treten konnten.
Diese Lockerungen und die damit einhergehen -
de Erholung des gesellschaftlichen Lebens of -
fenbarten aber auch, welche Folgen zwei Jahre 
im Ausnahmezustand hatten: Ob auf privater 
oder gesellschaftlicher Ebene – viele Einschrän-
kungen und Belastungen führten dazu, dass 
individuelle Prioritäten neu gesetzt wurden.
Trotz stabilisierender Maßnahmen und ausge -
weiteten Unterstützungsangeboten seitens der 
Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln, mussten wir in 
der ersten Jahreshälfte feststellen, dass sich die 
in den beiden vorangegangenen Pandemie-Jah -
ren angedeutete Entwicklung verstetigt hatte: 
Mitunter langjährige Selbsthilfeaktive zogen 
sich aus ihrem Ehrenamt zurück und hinterlie -
ßen eine gelichtete Kölner Selbsthilfelandschaft. 
Dies führte auch dazu, dass – wie in den Jahren 
zuvor – einige Selbsthilfegruppen sich auflösten.
In der zweiten Jahreshälfte zeigte sich aber, 
dass dies jedoch nur eine Seite einer Entwick -
lung war: Zogen sich viele Menschen während 
der Pandemie in das Private zurück, folgte nun 
eine Freude und Motivation, sich wieder in das 
gesellschaftliche Leben einzubringen. Neben 
Neugründungen von Selbsthilfegruppen zeig -
te sich dies insbesondere während der Aktions-
woche Selbsthilfe „Wir hilft“ im September 2022.
Neben bewährten Veranstaltungsformen wie In-
formationsständen im ganzen Kölner Stadtgebiet 
und einen Tag der offenen Tür der Kontaktstelle, 
waren es insbesondere erstmalig erprobte Ver -
anstaltungsformate wie ein Literatur-Abend oder 
eine inklusive Fahrradtour durch Köln, die auf be -
sonders positive Resonanz stießen. Zwar stellten 
wir fest, dass der Zulauf der einzelnen Veranstaltun-
gen noch unter dem Niveau von vor der Pandemie 
lag, die Rückmeldung einzelner Teilnehmer*in-
nen zeigten aber deutlich, dass die Aktionswo -
che in Köln sehr positiv aufgenommen wurde.
Auch im Bereich der Interessensvertretung der 
Kölner Selbsthilfelandschaft zeigte sich die be -
nannte positive Entwicklung.: So wurde im Ok -
tober des zurückliegenden Jahres nicht nur 
der Sprecher*innen-Kreis der AG Selbsthilfe 
ohne Gegenstimmen wiedergewählt, ein Ver -
treter einer sozialen Selbsthilfegruppe kam 
neu hinzu. So sind nun neben gesundheitli-
chen auch wieder die sozialen Selbsthilfegrup -
pen aus Köln im Sprecher*innen-Kreis vertreten.

26
Und auch in der Versorgungslandschaft Kölns ver-
nahm die Selbsthilfe-Kontaktstelle neue Impulse 
zur Zusammenarbeit: Im Herbst 2022 schloss die 
Kontaktstelle eine Kooperationsvereinbarung mit 
dem Onkologischen Zentrum Köln-Hohenlind des 
St. Elisabeth-Krankenhauses und begann darüber 
hinaus Gespräche zu einer institutionalisierten 
Kooperation mit dem Neurologisch-interdiszipli -
nären Behandlungszentrum in Köln-Braunsfeld.
Mit Blick auf das Jahr 2023 wünschen wir uns, 
dass sich diese positiven Entwicklungen so fort -
setzen werden und die Kölner Selbsthilfeland-
schaft gestärkt aus dieser Krise hervorgehen wird.
                                                                             März 2023
26
Das Team der Kontaktstelle v.l.n.r.: K. Maletz (bis 03/2022), M. Kollman, S. Adam, C. Aydinlioglu, J. te Kronnie, S. Huwald. Ö. Naz; 
Nicht im Bild: C. Tapan, T. Fuss.

27

Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln
Montag bis Donnerstag, 9.00- 16.00 Uhr
und Freitag 9.00- 12.30 Uhr
Marsilstein 4-6, 50676 Köln
0221 95 15 42 23
selbsthilfe-koeln@paritaet-nrw.org
www.selbsthilfekoeln.de
Telefonische Informationen
zu Selbsthilfegruppen
0221 95 15 42 16
Montag und Donnerstag, 9.00- 12.30 Uhr
Mittwoch, 14.00- 17.30 Uhr
Türkische Information
0221 95 15 42 56
Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe Köln
0221 95 15 42 33
Mittwoch 10.00- 12.00 Uhr
pflegeselbsthilfe-koeln@paritaet-nrw.org
Persönliche Beratung nach Vereinbarung

Das Internetportal der Selbsthilfe in NRW
www.selbsthilfenetz.de 
Über das Selbst hil fe netz
Wer in NRW eine Selbsthilfegruppe sucht, um Unterstützung von gleichermaßen Betroffenen bei einer 
Erkrankung oder in einer sozialen Notlage zu erfahren, kann diese über das Selbsthilfenetz finden. Über 
8.000 Gruppen zu rund 700 Stichworten sind hier gelistet. Auch wenn es in der näheren Umgebung noch 
keine passende Gruppe gibt, ist das Selbsthilfenetz die richtige Adresse: Denn hier finden Selbsthilfe-
Interessierte die Kontaktdaten von Selbsthilfe-Kontaktstellen und -Büros , die unter anderem bei der 
Gründung einer neuen Gruppe helfen. Zusätzlich erhalten Interessierte durch Informationen und 
Ankündigungen einen Einblick in das, was die Selbsthilfe in Nordrhein-Westfalen derzeit ausmacht und 
bewegt.
Hier finden Sie Informationen zu:
Ca.  10.000 Selbsthilfegruppen in Nordrhein-Westfalen, sortiert nach Stichworten
Selbsthilfe-Kontaktstellen in Nordrhein-Westfalen mit Adressen und Informationen
Landesweiten Selbsthilfeorganisationen
Antworten rund um das Thema Selbsthilfe: Arbeitshilfen, Literaturtipps, Internetverweise
und vieles mehr
Schauen Sie mal rein!
Bild: © Rick Neves/Getty Images

Neue Selbsthilfegruppen +++ Workshops +++ Seminare +++ Termine +++ Aktuelles +++ Projekte +++ Erfahrungen
 Aktuelles aus der Selbsthilfe
 Neue Selbsthilfegruppen
 Selbsthilfegruppen stellen sich vor
 T ermine und Veranstaltungen 
 Projekte und Erfahrungen
 Workshops und Seminare
MELDEN SIE SICH AN UNTER:
www.selbsthilfe-news.de
6x
IM JAHR BES T E N S I NFORMIERT
Ein Angebot der Krankenkassen/-verbände in NRW im Rahmen der Selbsthilfeförderung nach §20h SGB V.
REGELMÄSSIGE NEWSLETTER
aus der Region Köln

32
Impressum
Herausgegeben von:
Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln im Paritätischen
Marsilstein 4-6, 50676 Köln
v.i.S.d.P . Steven Adam
Druck: 
Wir machen Druck, Backnang-Waldrems
Auflage: 50
Bildnachweis Titelbild:
NaturePhoto / pixabay.com
Köln, März 2023

Bericht Förderung

7439 Zeichen

DEUTSCHER PARITÄTISCHER WOHLFAHRTSVERBAND LANDESVERBAND NORDRHEIN-WESTFALEN E.V. 
Loher Straße 7 
42283 Wuppertal 
www.paritaet-nrw.org 
Telefon: 0202|2822-0 
Telefax 0202|2822-110 
mail@paritaet-nrw.org 
Amtsgericht 
Wuppertal VR 14 39 
Steuer-Nr: 131|5951|0051 
Stiften und Spenden: 
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Selbsthilfe-Kontaktstelle | Marsilstein 4-6 | 50676 Köln  
Köln  
 
Marsilstein 4-6 
50676 Köln 
Telefon: 0221/951542-23 
Telefax: 0221/951542-42 
www.selbsthilfekoeln.de 
selbsthilfe-koeln@paritaet-nrw.org 
Rückfragen: Steven Adam 
 
Öffnungszeiten: 
MO - DO: 9 - 12.30 + 13 - 16 Uhr 
FR: 9 - 12 Uhr  
Stadt Köln 
Amt für Soziales, Arbeit und Senioren 
Andrea Kreß 
Ottmar-Pohl-Platz 1 
51103 Köln 
 11.04.2023 
Förderung der nicht unmittelbar über den Ausschuss für Soziales und Senioren und den 
Gesundheitsausschuss geförderten Selbsthilfegruppen im Sozial- und Gesundheitsbereich 
Bericht der Selbsthilfe -Kontaktstelle Köln  
Verwendungsnachweis 2022  
 
Selbsthilfeförderung 2022  
 
2022 standen uns insgesamt 116.292,74 € zur Förderung der Selbsthilfegruppen  
zur Verfügung.  
 
Die Summe setzt sich wie folgt zusammen: 
47.438,50 € Übertrag aus der Selbsthilfeförderung 2021 (Amt für Soziales, Arbeit und 
Senioren 37.669,80 € und Gesundheitsamt 9.768,70 €) und neu 68.854,24 € Zuwendungen 
aus 2022 (Amt für Soziales, Arbeit und Senioren 39.087,80 €, Gesundheitsamt 29.766,44 
€).  
 
Verteilt auf die beiden Ämter standen uns seitens des Amtes für Soziales, Arbeit und 
Senioren insgesamt 76.757,60 € und seitens des Gesundheitsamtes 39.535,14 € zur 
Verfügung.  
 
Von dem uns zur Verfügung stehenden Betrag in Höhe von 116.292,74 € haben wir 
58.802,09 € wie folgt verausgabt: 
 
21.890,22 € wurden an 47 Selbsthilfegruppen ausgezahlt. 
26.583,73 € wurden für übergreifende Aktivitäten und Anschaffungen verwendet. 
10.328,14 € erhielt die Selbsthilfe-Kontaktstelle für ihren Verwaltungsaufwand.

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Zu den Gruppenanträgen im Einzelnen  
 
Es wurden 52 Gruppenanträge aufgenommen. An 47 Gruppen wurden Fördermittel 
ausgezahlt. Bei den 5 nicht geförderten Gruppen haben 2 Gruppen ihren Antrag nicht 
konkretisiert. Hier gehen wir davon aus, dass sie ausreichend andere Fördermittel 
erhalten haben oder der Förderbedarf so gering war, dass er aus Eigenmitteln finanziert 
wurde. Ein Antrag wurde abgelehnt, ein Antrag wurde zurückgezogen und in einem 
weiteren Fall war eine Förderung nicht möglich. 
 
30 Gruppen wurden mit einem Betrag bis zu 500 € gefördert, bei 13 Gruppen lag der 
Förderbetrag zwischen 500 € - 1.000 €, 4 Gruppe erhielten eine Förderung zwischen 
1.000 €- 1.900 €. 
 
Die Förderinhalte verteilten sich auf das gesamte mögliche Förderspektrum. 33 Gruppen 
erhielten eine Erstattung der Telefonkosten. 24 Gruppen wurden Mietkosten erstattet. 8 
Gruppen wurden mit Fahrtkosten gefördert, 5 Gruppen mit Portokosten. 10 Gruppen 
erhielten eine Förderung für Büromaterial, 3 Gruppe für Kopierkosten. Mit 
unterschiedlichen Inhalten im Bereich Öffentlichkeitsarbeit wurden 2 Gruppen gefördert. 
Eine Förderung für Fachliteratur erhielten 8 Gruppen, sowie weitere 4 Gruppen für 
technische Geräte. Mit Kostenerstattungen fürs Internet wurden 12 Gruppen unterstützt.  
 
Zu den übergreifenden Anschaffungen und Aktivitäten 
 
Wie im Vorjahr wurden Verbrauchsmittel für das Haus der Selbsthilfe finanziert sowie 
Kosten für die Ausstattung der Teeküche, des Eingangsbereichs sowie der sanitären 
Anlagen. 
 
Darüber hinaus wurde in die adäquate Ausstattung der beiden Gruppenräume investiert. 
So erhielten die Räume Schließfachschränke, die es den Nutzer*innen ermöglichen dort 
Gruppenunterlagen sicher und geschützt zu lagern. 
 
Für einen virtuellen Info-Abend sowie Treffen der AG Selbsthilfe wurden Honorare für 
Schriftdolmetscher*innen finanziert.  
 
Wie in den Jahren zuvor war ein Schwerpunkt der übergreifenden Förderung 
Fortbildungen für die Selbsthilfegruppe: Ein Schwerpunkt lag im Bereich der Resilienz, 
ein weiterer im Bereich der Gruppendynamiken. Wie in den Vorjahren fanden auch wieder 
gruppenübergreifende Supervisionen statt.

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Erfahrungen und Fazit der Selbsthilfe -Kontaktste lle  
 
Die Anzahl der Anträge 69 (Vorjahr: 61) war höher als im vergangen Jahr. Dies betraf 
neben den Anträgen einzelner Gruppen auch die der gruppenübergreifenden Art. So 
wurden 2022 47 einzelne Gruppen (Vorjahr: 42) gefördert. Erstmalig davon gefördert 
wurden16 Gruppen (Vorjahr: 9).  
 
Die eingangs genannte zeigt sich insbesondere in der Summe der an einzelne Gruppen 
ausgezahlten Mittel. So wurden 2022 insgesamt 30.743,97 € im Gegensatz zu 16.072,46 € 
im Jahr 2021 verausgabt. Im Detail sieht es so aus, dass die Anzahl der Gruppen, die 
weniger als 500 € erhielt, gleichgeblieben ist: 30 Gruppen in 2022 (Vorjahr: 30). Die 
Anzahl der Gruppen mit einem Förderbetrag zwischen 500-1.000 Euro ist jedoch auf 13 
Gruppen gestiegen (Vorjahr: 10). Über 1.000 Euro erhielten 4 Gruppen (Vorjahr: 2), somit 
verdoppelte sich die Anzahl dieser Anträge sogar. 
 
Die Förderungshöhe der gruppenübergreifenden Anträge ist in diesem Jahr auch deutlich 
gestiegen. So hat sich der Wert von 30.743,97 €, im Vergleich zum Vorjahr (2021: 16.072,46 
€) beinah verdoppelt. Gründe dafür sind, dass dringend erforderliche Investitionen 
(Eingangsbereich, Teeküche, sanitäre Anlagen sowie die Gruppenräume selbst) in das 
Kölner Haus der Selbsthilfe notwendig waren. Sichtbar wurden die Investitionen dadurch, 
dass nach knapp 2 Jahren des nur eingeschränkten Zugangs durch notwendige 
Hygienekonzepte als Reaktion auf die Covid-19-Pandemie, dass die Räumlichkeit wieder 
stärker frequentiert wurden. 
 
Wie im Vorjahr haben wir mit mehreren Gruppen die Anträge gemeinsam ausgefüllt. 
Der Unterstützungsbedarf ist insbesondere für neue Gruppen und Personen, die 
erstmalig einen Antrag stellen, hoch. Wir sind Ansprechperson für Gruppen mit eher 
geringem oder schwankendem Förderbedarf, für neue Gruppen und Gruppen in 
besonderen Situationen, wie z.B. die Gruppen, die aktuell nicht in der Lage sind, in 
Vorleistung zu gehen, Anträge auszufüllen, Belege in ordnungsgemäßer Form vorzulegen 
sowie Fristen einzuhalten oder ein Gruppenkonto zu führen. Schwierig ist für uns nach 
wie vor, dass bei wechselnden Ansprechpersonen oft keine interne Übergabe stattfindet. 
 
Die Restsumme in Höhe von 57.0490,65 € (Gesundheitsamt 5.554,91 €,  
Amt für Soziales, Arbeit und Senioren 51.945,74 €) würden wir gerne für übergreifende 
Aktivitäten im Bereich der Fortbildungen und Öffentlichkeitsarbeit verausgaben.  
 
Die geförderten Gruppen und der Sprecher*innenkreis der AG Selbsthilfe im 
Paritätischen bedanken sich ausdrücklich für die Unterstützung durch die Stadt Köln.  
 
 
Steven Adam 
Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln

Mitteilung Ausschuss

1457 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
V/503/1 
 
Vorlagen-Nummer 04.07.2023 
 1556/2023 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 17.08.2023 
Gesundheitsausschuss 22.08.2023 
 
Jahresbericht 2022 der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln 
In der Sitzung des gemeinsamen Unterausschusses Selbsthilfegruppen des Ausschusses für 
Soziales, Seniorinnen und Senioren und des Gesundheitsausschusses am 17.09.2015 wurde 
entschieden, die jeweiligen Jahresberichte als Tagesordnungspunkt auch den beiden Fach-
ausschüssen vorzulegen. 
 
Da eine Mitteilung nicht zugleich öffentlich und nicht öffentlich sein kann, wurde der nicht öf-
fentliche gemeinsame Unterausschuss Selbsthilfegruppen mit einer separaten Mitteilungsvor-
lage informiert (1546/2023). 
 
Mit Anlage 1 stellt die Verwaltung den Jahresbericht 2022 der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln 
zur Verfügung. Besonders hingewiesen sei auf die Aktionswoche im September (Seite 6+7) 
und das Kölner Haus der Selbsthilfe, das barrierefrei zugänglich ist (Seite 20). 
 
In Anlage 2 informiert die Kontaktstelle in einem Bericht über die Mittelverwendung hinsichtlich 
der nicht unmittelbar über den Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren und den 
Gesundheitsausschuss geförderten Selbsthilfegruppen im Sozial- und Gesundheitsbereich. 
 
Der Jahresbericht kann auch unter Jahresbericht 2022 der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln her-
untergeladen werden. 
 
 
Gez. Dr. Rau

Beratungsverlauf (2)

17.08.2023 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 12.15 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
22.08.2023 Gesundheitsausschuss
TOP 6.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (5)

  • Ottmar-Pohl-Platz 1
  • Marsilstein 4
  • Straße 7
  • Heumarkt
  • Markt

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
1556/2023
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
04.07.2023
Erstellt
09.05.2023 13:09