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Jahresbericht 2022 der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln

Mitteilung Ausschuss 1556/2023 vom 04.07.2023

Stand: Am 22.08.2023 im Gesundheitsausschuss beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.

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    Jahresbericht Jahresbericht 2022 2022 2 Inhaltsverzeichnis S. 03 Einleitung S. 04 Zahlen und Fakten S. 06 Öffentlichkeitsarbeit S. 09 Unterstützungsleistung bei Gruppengründungen S. 11 In-Gang-Setzer Projekt S. 12 Allgemeine Unterstützungsleistungen S. 15 Finanzielle Förderung S. 16 Unterstützung in Gruppenform S. 17 Koordination der Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe im Paritätischen Köln S. 19 Virtuelles Haus der Selbsthilfe S. 20 Kölner Haus der Selbsthilfe S. 21 Gremien und Arbeitskreise S. 23 Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe S. 25 Fazit und Ausblick 3 Einleitung Mit dem vorliegenden Jahresbericht der Selbst - hilfe-Kontaktstelle Köln - die einzige Einrichtung in der Stadt, die ein umfassendes Informations- und Beratungsangebot rund um das Thema Selbsthilfe bereitstellt - wird Ihnen ein Gesamteindruck unserer Tätigkeiten im Jahr 2022 und deren Ergebnisse ver - mittelt. Seit mehr als 35 Jahren unterstützt die Selbsthilfe- Kontaktstelle Selbsthilfegruppen bei ihrer Arbeit, vermittelt interessierte Bürger*innen an bestehen - de Gruppen und trägt auf verschiedenen Ebenen zu einem selbsthilfefreundlichen Köln bei. Das Team der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln besteht aus qualifizierten, hauptamtlichen Fachkräften: Vier Frauen und ein Mann haben eine Fachausbildung im sozialen Bereich, drei Fachkräfte arbeiten in der Verwaltung. Außerdem sprechen drei unserer Kolle- ginnen neben Deutsch auch Türkisch. Daher können wir türkischsprachigen Bürger*innen unsere Leistungen in ihrer Muttersprache anbieten. Natürlich beraten wir auch weitere anderssprachige Selbsthilfegruppen beim Aufbau und unterstützen sie bei weiteren Aktivitäten. Die Grundlage unserer Arbeit beruht auf folgen - den Leitgedanken: Jeder Mensch verfügt über das Wissen und die Kraft, mit einer schwierigen Lebenssituation, einer Krankheit oder Behinderung eigenverant - wortlich und selbstbestimmt umzugehen. Alle Fähigkeiten, die er*sie dazu benötigt, sind bereits in ihm*ihr angelegt. Dadurch kann jeder Mensch seine Situation selber verändern oder verbessern. Innerhalb einer Gruppe, im Austausch mit Gleichgesinnten und anderen Betroffenen, können sich eigene Möglichkeiten und Poten- ziale besser entfalten und weiterentwickeln. Aus dieser Haltung heraus richten wir den Fokus unserer Arbeit auf vorhandene Kräfte und Fähig - keiten, nicht auf Defizite. Dieser Ansatz gilt für einzelne Ratsuchende genauso wie für Gruppen. Selbsthilfegruppen sind Partner*innen auf Augen- höhe. Die Mitarbeiter*innen der Selbsthilfe-Kon- taktstelle geben daher ihr professionelles Wissen und Erfahrungen an sie weiter, um ihr Selbsthilfe - engagement und ihre Selbstvertretung zu stärken. Die Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln bedankt sich für die langanhaltende und vertrauensvolle Un- terstützung bei allen beteiligten Akteur*innen, insbesondere bei der Stadt Köln sowie den Kran - kenkassen/-verbänden in Nordrhein-Westfalen. 4 Zahlen und Fakten Information und Beratung Im Jahr 2022 hat die Selbsthilfe-Kontaktstelle 19.483 Kontakte statistisch erfasst. Davon waren 4.241 eingehende Kontakte und 15.242 ausge- hende Kontakte. Kontakte an Infoständen, Ver - anstaltungen oder im Bereich der Sozialen Medien sind in diesen Zahlen nicht erfasst. Die ausgehenden Kontakte setzen sich wie folgt zusammen: 811 ausgehende Einzelkontakte zu Selbsthilfe - gruppen und 14.431 ausgehende Kontakte zu Selbsthilfegruppen, Bürger*innen oder professio - nellen Einrichtungen in Form von Einladungen zu Treffen, Versand von Protokollen, aktuelle Informa- tionen, etc.. Eingehende Kontakte 28,5% 29,5% 41,4% 0,6 % 1.759 (26) Bürger*innen 1.249 (131) Prof. Einrichtungen 1.208 (12) Selbsthifegruppen 25 (0) Sonstige 2022 (...) türkischsprachig 382 persönlich 1.828 telefonisch 2.031 schriftlich 9,0 % 43,1 % 47,9 % Es suchten 42 Bürger*innen die Selbsthilfe- Kontaktstelle persönlich auf, wenn sie auf der Suche nach einer Selbsthilfegruppe waren und 26 holten allgemeine Selbsthilfe-Informationen ein. Das Hauptanliegen der persönlichen Kontaktauf - nahme von Selbsthilfegruppen war organisato - rische Unterstützung. Überwiegend wurde die Selbsthilfe-Kontaktstelle von Kölner Bürger*innen, Selbsthilfegruppen und professionellen Einrich- tungen kontaktiert: 3.573 (84,2 %). Das Hauptanliegen von Selbsthilfe-Interessierten und professionellen Einrichtungen war die Suche nach Selbsthilfegruppen. Dazu wurde die Selbst- hilfe-Kontaktstelle von 1.440 Bürger*innen und von 126 professionellen Einrichtungen kontak - tiert. Die 1.440 anfragenden Bürger*innen auf der Su - che nach einer Selbsthilfegruppe verteilten sich wie folgt: 7,4 % 86,6 % 5,8 % 83 in Vertretung 106 Angehörige 1.251 Betroffene 29,4% 70,3 % 0,3 % 4 Geschlecht unbekannt 424 Männer 1.012 Frauen 5 Angefragte Themen Um einen Eindruck zu vermitteln, welche konkreten Anfragen sich hinter den abstrakten Zahlen der Anfrage-Statistik verbergen, ist im Folgenden eine Übersicht der am meisten angefragten Themen aufgelistet: 6,1 % 17,2 % 10,0 % 338 Depressionen/ Bipolare Störungen 197 Angst/ Panik / Phobien 120 Gewalt/ Missbrauch - Opfer 107 Familie/ Eltern/ Kind - nicht näher bezeichnet 5,0 % 4,3 % 104 Ess-Störungen 96 AD(H)S 4,1 % 3,4% 3,0% 85 Einsamkeit/ Freizeit 80 Corona 66 Alkoholabhängigkeit 57 Tod/ Trauer 5,4 % 5,3 % Im Rückblick lassen sich zwei Trends aus den vorangestellten Zahlen benennen: Die eingehenden Kontakte nahmen deutlich zu, die ausgehenden hingegen nahmen ab. Beide Entwicklungen liegen in derselben Ursache begründet: Im Vergleich zum Jahr 2021 waren die kontakt-reduzierenden Maß - nahmen in Folge der Covid-19-Pandemie weniger eingreifend. Zum einen bedingte dies, dass der engmaschige Informationsfluss von Seiten der Kontaktstelle nicht mehr in dem Maße wie zuvor erfor - derlich war. Monatliche Aktualisierungen der Corona-Schutz-Verordnung gehörten ab dem Frühjahr der Vergangenheit an. Die Zunahme der eingehenden Kontakte wiederum ist unter anderem darauf zurück- zuführen, dass einige Gruppen erst im Sommer 2022 wieder ihre Treffen in Präsenz aufnahmen. Dies zeigt sich auch darin, dass das häufigste Anliegen die organisatorische Unterstützung von Seiten der Gruppen war. Ein weiteres Indiz auf die genannte Ursache ist darüber hinaus, dass sich die persönlichen Kontaktaufnahmen im Vergleich zum Vorjahr vervierfacht haben. 5 6 Öffentlichkeitsarbeit Neben dem Bekanntmachen der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln ist es das Ziel, dem Begriff „Selbsthilfe - gruppe” ein positives Image zu geben, den Bekanntheitsgrad der Selbsthilfegruppen zu erhöhen und den Zugang zu den Selbsthilfegruppen zu erleichtern. Die jährliche Informationsveranstaltung zu den Fördermöglichkeiten für Kölner Selbsthilfegrup - pen musste Anfang Februar hingegen ein weiteres Mal in einem virtuellen Format durchgeführt werden. Im darauffolgenden Frühjahr des Jahres zeichnete sich jedoch ab, dass im Vergleich zu den beiden Vor - jahren wieder mehr öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen im Präsenzformat durchführbar waren. Dies bot dem Team der Kontaktstelle die Möglichkeit, in der jüngeren Vergangenheit neu konzipierte und bereits terminierte und dann doch wieder verschobene Veranstaltungsformate endlich umzusetzen. Die passende Gelegenheit hierzu war die nach 2019 zum zweiten Mal bundesweit durchgeführte Aktionswoche „Wir hilft“: Vom 1. bis zum 11. September 2022 beteiligten sich Gruppen, Kooperations - partner*innen und Unterstützungsstellen wie die Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln mit verschiedensten Veranstaltungen, in Präsenz oder virtuell, an der vom Paritätischen Gesamtverband initiierten Selbsthilfe- Aktionswoche. In Köln startete die Aktionswoche am 3. September mit einer inklusiven Fahrradtour durch Köln. Unterstützt durch die Kooperationspartner „Weiße Speiche e.V. “ und „Radeln ohne Alter – Köln“ fuh - ren Selbsthilfeaktive durch Köln, um so auf die Aktionswoche und die Kölner Selbsthilfelandschaft aufmerksam zu machen. Am 4. September folgte ein Informationsstand beim Kölner Ehrenamts - tag auf dem Heumarkt. Am Abend des 5. September wiederum organisierte die Kontaktstelle ein Austauschtreffen für Vertreter*innen von Kölner Selbsthilfegruppen im Rahmen eines Kegelabends. Zwei weitere Informationsstände folgten an den beiden darauffolgenden Tagen: Am 6. September zusammen mit den Kooperationspartnern Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe sowie der Seniorenberatung Porz auf dem Wochenmarkt in Köln-Porz und am 7. September mit den Kooperationspartnern des Gesundheitszentrums für Migrantinnen und Migranten und „dieKümmerei“ in Köln-Chorweiler. Am Mittwochabend des 8. September lud die Selbsthilfe-Kontaktstelle zu einem Selbsthilfe-Literatur - abend „MitGeteilt“ in das Theater „die wohngemeinschaft“ im Belgischen Viertel ein. Den Abschluss der Aktionswoche in Köln bildete ein Tag der offenen Tür der Selbsthilfe-Kontaktstelle am 10. September. Selbsthilfeaktive, interessierte Kölner*innen sowie Netzwerkpartner waren eingela - 7 den, um in den Räumen der Kontaktstelle ein facettenreiches Programm wahrzunehmen: Neben einem Auftritt des Kölner Selbsthilfe-Chors boten u.a. Improvisationstheater-Workshops, ein Gewinnspiel sowie eine Einführung in die neue Hybrid-Technik im Haus der Selbsthilfe den zahlreichen Gästen ein kurzwei- ligen und abwechslungsreichen Tag sowie die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Fotos: Impressionen der Aktionswoche Selbsthilfe 2022; Rechts unten: Vorstandsvorsitzende Elfi Scho-Antwerpes mit Mitarbeiterinnen der Selbsthilfe-Kontaktstelle am Tag der Offenen Tür. 8 Übersicht der weiteren Aktivitäten im Bereich Öffentlichkeitsarbeit Ständige Aktualisierung der Internetseite www.selbsthilfekoeln.de der Selbsthilfe-Kon- taktstelle (Selbsthilfegruppen, Gründungswün- sche, aktuelle Neugründungen, Veranstaltun- gen von und für Gruppen etc.); 2022 wurde die Internetseite 40.107 Mal besucht; Pflege des eigenen Facebook-Auftritts www. facebook.com/selbsthilfe.koeln; Aktualisierung und Neuaufnahme von Grup - pendaten im Internetportal Selbsthilfenetz.de; Regelmäßige Zusendung von Informations- materialien an über 130 professionelle Einrich - tungen zum Auslegen oder zur Weitergabe an Interessierte; Auslage und Aktualisierung von 130 Grup - pen-Flyern in den Prospektständern im Ein - gangsbereich des Kölner Hauses der Selbsthilfe; Fortführung des Projekts SelbsthilfeNews der Krankenkassenverbände NRW. Dieser News - letter erscheint im Zwei-Monats-Rhythmus und wird derzeit an rund 900 Abonnent*innen verschickt. Zusätzlich sind alle Ausgaben im Archiv auf www.selbsthilfe-news.de zu finden; Regelmäßiges Befüllen der Prospektständer mit Infomaterial in Einrichtungen mit Publikums- verkehr, wie z.B. dem Gesundheitsamt der Stadt Köln; Pressemitteilungen zu Aktivitäten der Selbst - hilfe-Kontaktstelle und zu Gruppengründungs- treffen; Chor der Kölner Selbsthilfe – Auftritte und Pres- severöffentlichungen; Infostand im Rahmen des Aktionstages „Break The Silence“ der Stadt Köln am 04.11.2022. 9 Unterstützungsleistungen bei Gruppengründungen Die Unterstützungsleistungen der Selbsthilfe-Kontaktstelle im Bereich Gruppengründung sind vielfältig: Die Selbsthilfe-Kontaktstelle berät Initiator*innen, entwickelt mit ihnen gemeinsam Faltblätter, sammelt weitere Interessent*innen auf einer Warteliste und stellt den Kontakt untereinander her. Darüber hinaus moderiert die Selbsthilfe-Kontaktstelle erste Gruppentreffen, entwickelt mit Gruppen tragfähige Struk - turen und unterstützt diese bei der Öffentlichkeitsarbeit sowie der Suche nach einem geeigneten Raum. 2022 hat die Selbsthilfe-Kontaktstelle folgende Gründungen bzw. Gründungsversuche mit unterschied- lichen Aktivitäten unterstützt: 1. Borderline Seiltanz 2. Long Covid 3. Trennung & Scheidung 4. BET Bindungs-/Entwicklungstrauma 5. Empty Nest 6. Post-Covid 7. Frauen 50+ 8. Einsamkeit 9. Junge Selbsthilfegruppe Depressionen 10. Prämenstruelles Syndrom (PMS) 11. Adipositas (ohne OP) 12. CoVeRSE – Nebenwirkungen nach Impfung 13. BET Bindungs-/Entwicklungstrauma KÖLN-SÜLZ 1 14. Eltern von Kindern und Jugendlichen mit einer Angststörung 15. Kontaktabbruch zu den Eltern 16. Depressionsselbsthilfegruppe altersunabhängig 17. Elterngruppe – Kinder mit AD(H)S 18. BET Bindungs-/Entwicklungstrauma Köln-Nippes 19. Lichen Sclerosus Deutschland e.V. 20. Clusterkopfschmerzen 10 Gruppen mit folgenden Themen haben sich unabhängig von der Selbsthilfe-Kontaktstelle gegründet und sind 2022 in die Vermittlungskartei aufgenommen worden: Folgende Themen wurden 2022 in die Übersicht „Gruppengründungswünsche“ aufgenommen. Aktive Gruppengründungsinteressierte wurden beraten und unterstützt. Die Gruppengründung ist noch nicht erfolgt. Diese Auflistung zeigt wieder ein breit gefächertes Themenspektrum der neu gegründeten bzw. in Vorbereitung befindlichen Selbsthilfegruppen. 1. Bindungs- und Entwicklungstrauma (BET) 2. Eltern von Kindern und Jugendlichen mit Angststörung 3. Einsamkeit 4. Angehörige von Corona Leugnern/ Impfgegnern/ Querdenkern 5. Empty Nest 6. Kontaktabbruch zu den Eltern 7. Cluster-Kopfschmerzen 8. Elterngruppe – ADHS bei Kindern 9. Depressionen Köln-Nord 10. Bindungs-und Entwicklungstrauma, linksrheinisch 11. Adipositas (ohne OP) 12. Depressionsgruppe altersunabhängig 13. Alleinsein 14. Verlassene Eltern 15. Familien mit Kindern und krebserkranktem Elternteil 16. Abschied vom Kinderwunsch 1. Recovered Codependents RC (genesene Co-Abhängige) 2. Jugend-Zöligruppe Köln/Düsseldorf 3. In Würde zu sich stehen 4. Männergruppe 11 In-Gang-Setzer Projekt Seit 2018 beteiligt sich die Selbsthilfe-Kontaktstel- le am In-Gang-Setzer Projekt, um Gruppengrün- dungen verstärkt zu unterstützen. So sollen mehr Gruppengründungswünsche aufgegriffen und bei Bedarf neue Gruppen intensiver begleitet werden. Das Projekt In-Gang-Setzer besteht seit über zehn Jahren an rund 50 Standorten bundesweit und wurde im vergangenen Jahr um drei weitere Jahre in Köln verlängert. In-Gang-Setzer*innen sind ehrenamtliche Mit - arbeiter*innen der Selbsthilfe-Kontaktstellen. Sie kommen i. d. R. aus Selbsthilfegruppen und werden geschult. Sie unterstützen Selbsthilfe - gruppen in Hinblick auf Kommunikation und Organisation der Gruppenprozesse. Sie sind kei - ne Ansprechpersonen für die jeweiligen Themen der Gruppen. In-Gang-Setzer*innen werden bei Bedarf in neu gebildeten Selbsthilfegruppen für einen bestimmten Zeitraum eingesetzt. Sie wer - den bei der Tätigkeit kontinuierlich durch die Selbsthilfe-Kontaktstelle begleitet und unterstützt. Darüber hinaus gibt es regelmäßige Austausch- treffen mit anderen In-Gang-Setzer*innen. 2022 wurden NRW-weit neue In-Gang-Setzer*in- nen für ihre ehrenamtliche Tätigkeit durch das Schulungsprogramm des Projektes ausgebildet. Die Selbsthilfe-Kontaktstelle stellte hierfür ihre Räumlichkeiten an drei Wochenenden zur Verfü- gung und unterstützte in der organisatorischen Planung und Durchführung. Wir schulten eben- falls eine neue In-Gang-Setzerin, die zukünftig Gruppen auf deutsch und russisch begleiten kann. Darüber hinaus gab es wieder verschiedene virtu- elle Fortbildungsangebote und Austauschtreffen auf Landes-, Bundes-, und Regionalebene - sowohl für die In-Gangsetzer*innen als auch für die Fach - kräfte in den Selbsthilfe-Kontaktstellen. Die erfolgreichen Gruppengründungen zu den Themen „Bindungs- und Entwicklungstrauma (BET)“ – zwei Gruppen, „Einsamkeit“ , „Adipositas“ , „Depressionen 18-40“ , „Trennung und Scheidung“ und „Kontaktabbruch zu den Eltern“ sind 2022 von drei In-Gang-Setzer*innen begleitet worden. 12 Allgemeine Unterstützungsleistungen Alle Selbsthilfegruppen in Köln können sich jederzeit mit Fragen oder Problemen, die sich aus der Selbst- hilfearbeit ergeben, an die Selbsthilfe-Kontaktstelle wenden. Seien es Schwierigkeiten und Konflikte in der Gruppe, Fragen zur Finanzierung, Raumsuche, Öffentlichkeitsarbeit, Vereinsrecht oder Informations- und Handlungswünsche zu gesundheits- und sozialpolitischen Fragestellungen. Die Selbsthilfe-Kontaktstelle bietet den örtlichen Selbsthilfegruppen Information, Einzelberatung, Erfah- rungsaustausch mit anderen Gruppen, Fortbildung und Supervision sowie praktische Hilfestellungen, insbesondere über das Haus der Selbsthilfe und das Virtuelle Haus der Selbsthilfe, an. 14,4 % 22 % 36,7 % 3 % 482 Organisatorische Unterstützung 288 Finanzen 189 Austausch aktueller Infos 120 Öffentlichkeitsarbeit9,1 % 7,0 % 92 Gremienarbeit 61 Sonstiges (aufgelistet sind Anliegen ab 20 Kontakten) 38 Starthilfe/ Anleitung 26 Gruppendynamik 4,6 % 2 % 2022 wandten sich Selbsthilfegruppen 1.208 mal mit folgenden Anliegen (Mehrfachnennungen möglich) an die Selbsthilfe-Kontaktstelle: 226 persönliche Kontakte mit Gruppen hatten fol- gende Anliegen (Mehrfachnennungen möglich): 127 Organisatorische Unterstützung 36 Finanzen 31 Sonstiges 30 Austausch aktueller Infos 18 Gremienarbeit (aufgelistet sind die fünf häufigsten Anliegen) Zu diesen Zahlen sei angemerkt, dass aufgrund der anhaltenden Covid-19-Pandemie und den damit verbundenen kontaktreduzierenden Maßnahmen sowie Vorgaben zum Arbeitsschutz, die Möglichkei - ten zum persönlichen Kontakt zeitweise eingeschränkt waren. 13 Datenbank Die Aktualität der Datenbank ist eine wichtige Grundlage der Informations- und Unterstützungsarbeit der Selbsthilfe-Kon- taktstelle. Die Datenbank umfasst aktuell (Anfang 2023) 248 Gruppen. Diese Zahl entspricht nicht der Anzahl der Kölner Selbsthilfegruppen, da einige Gruppen 20 oder mehr Unter- gruppen haben. Im Rahmen der begonnenen Digitalisie - rungsmaßnahmen wurde die Datenbank weiter angepasst. Informationen Alle in der Datenbank erfassten Selbsthilfegruppen erhalten regelmäßig interessante Neuigkeiten und Informationen zu wichtigen Unterstützungsangeboten der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln sowie des Paritäti - schen NRW. Darüber hinaus bekommen die Selbsthil - fegruppen wichtige Informationen weitergeleitet, die von professionellen Kooperationspartner*innen oder landes- und bundesweiten Selbsthilfevereinigungen an die Selbsthilfe-Kontaktstelle gerichtet werden. Raumkartei In der Raumkartei, in der sich die Institutionen in Köln befinden, die Selbsthilfegrup- pen Räume kostenlos zur Verfügung stellen bzw. Räu- me vermieten, sind aktuell rund 120 Einrichtungen auf- geführt. Es besteht nach wie vor ein hoher Raumbedarf, vor allem im Innenstadt- Bereich. Die Situation hatte sich bereits durch die Covid- 19-Pandemie verstärkt, hinzu kam die Energiepreis-Krise, welche sich erheblich auf die Mietkosten niederschlug. So hat sich im vergangenen Jahr die Zahl geeigneter Rauman- gebote für Kölner Selbsthilfe - gruppen weiter reduziert. Setzen Sie sich gerne mit uns in Verbindung, wenn Sie Selbsthilfegruppen Räume zur Verfügung stellen können. 14 Datenschutz Die im Mai 2018 in Kraft getretene Datenschutz-Grundverordnung (DS- GVO) hat anfangs zu großer Verunsicherung bei allen Aktiven geführt. Da die Verunsicherung weiterhin anhielt, wurde die begonnene Fortbil - dungsreihe auch im Jahr 2022 fortgeführt. So wurde eine Fortbildung „Die Nutzung digitaler Medien für Selbsthilfegruppen“ zu diesem Thema an - geboten, da durch die Covid-19-Pandemie Selbsthilfegruppen verstärkt auf digitale Angebote umstiegen, um ihren Gruppenaustausch während der kontaktreduzierenden Maßnahmen aufrecht zu erhalten. Seit Anfang 2020 stehen zur Datenschutz-Grundverordnung eine FAQ- Sammlung sowie weitere Hilfestellungen auf der Internetseite der Selbst- hilfe-Kontaktstelle Köln für die Selbsthilfegruppen zum Download bereit. Auch die Selbsthilfe-Kontaktstelle hat sich weiterhin intensiv mit dem Thema befasst und eigene Strukturen angepasst. Im Fokus standen da - bei die Datenminimierung und die Überarbeitung von Einwilligungser - klärungen. 15 Finanzielle Förderung Seit 1996 stellt die Stadt Köln der Selbsthil - fe-Kontaktstelle Fördermittel - den sogenann- ten Selbsthilfetopf - zur Verfügung, den die Selbsthilfe-Kontaktstelle gemeinsam mit dem Sprecher*innenkreis der Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe verwaltet. Der „Topf“ setzt sich aus einem Sockelbetrag in Höhe von 9.828,80 € und Restfördergeldern des Amtes für Soziales, Arbeit und Senioren und des Gesundheitsamtes zusam - men. Das Volumen des „Topfes“ ist daher jährlich unterschiedlich. Die Verwendung der Fördergel- der wird dem Amt für Soziales, Arbeit und Senio - ren sowie dem Gesundheitsamt mit Bericht und Belegen nachgewiesen. Durch die Möglichkeit, den „Topf“ nach Bedarf - ohne Einhaltung starrer Antragsfristen – in Anspruch zu nehmen, ist er eine wesentliche Hilfestellung und Stabilisierungs- maßnahme für kleine und neue Gruppen, Gruppen mit schwankendem Förderbedarf so - wie Gruppen in Krisensituationen. Aber auch für Gruppen, die es nicht schaffen, Fristen einzuhal - ten, ein Gruppenkonto einzurichten oder in Vor - leistung der Kosten zu gehen, bietet der „Topf" Hilfe. Ohne diese Möglichkeit würden einige Grup- pen nicht existieren. 2022 standen der Selbsthilfe-Kontaktstelle ca. 108.000 € zur Verteilung an Gruppen zur Ver - fügung. Dadurch wurden 51 Gruppen gefödert, davon 16 Gruppen erstmalig. Die Summe der an einzelne Gruppen ausgezahlten Mittel war zudem höher als im vergangenen Jahr. Darüber hinaus konnten mit diesen Mitteln grup - penübergreifende Anschaffungen getätigt und gruppenübergreifende Aktivitäten gefördert werden. Besondere Schwerpunkte waren hier die Öffentlichkeitsarbeit, Fortbildungen und Supervi - sionstreffen sowie Modernisierungsmaßnahmen im Haus der Selbsthilfe. Diese thematischen Schwerpunkte zeigen, welchen hohen Stellenwert die städtische Selbst - hilfeförderung für die Selbsthilfeunterstützung hat und ebenso, welche Bedeutung die Selbsthilfe für die Stadt Köln hat. Alle Selbsthilfegruppen haben Zugang zur städti- schen Förderung durch das Gesundheitsamt, das Amt für Soziales, Arbeit und Senioren sowie über die Selbsthilfe-Kontaktstelle. Darüber hinaus ist eine Förderung von gesundheitlichen Gruppen durch die Krankenkassen möglich. Auch in 2022 wurde wieder eine Informationsveranstaltung des Selbsthilfebeirates zum Thema finanzielle Förde - rung unter Mitwirkung der zuständigen Mitarbei- terinnen des Amtes für Soziales, Arbeit und Se - nioren und des Gesundheitsamtes durchgeführt. Gemeinsam mit weiteren von den für die Wahrnehmung der Interessen der Selbsthilfe maßgeblichen Spitzenorganisationen benann- ten Selbsthilfegruppen, nimmt die Selbsthilfe- Kontaktstelle als beratendes Mitglied an der Ver - gabesitzung der Krankenkassen/ - verbänden teil. 16 Diese Sitzung findet jährlich Ende April/ Anfang Mai statt, so dass die bewilligten Mittel Ende Mai an die Gruppen ausgezahlt werden können. Das weiterhin durch die Covid-19-Pandemie geprägte Jahr 2022 bedeutete für viele Selbst - hilfegruppen eine außergewöhnliche Belastung und konfrontierte sie mit zusätzlichen Heraus- forderungen. Bereits vorhandene Themen in - nerhalb der Gruppen, wie eine hohe Fluktuation von Teilnehmer*innen, Aufrechterhaltung von Gruppenstabilität im Kontext von Generations- wechsel oder die (Über-)Belastung von Gruppen- leiter*innen und der Aktiven in Gremien erhiel - ten durch die Pandemie ein neues Gewicht. Die Selbsthilfe-Kontaktstelle begleitet die Kölner Selbsthilfelandschaft und erarbeitet hierfür neue Wege. Der so wichtig gewordene Faktor der Di - gitalisierung ist deshalb auch im vergangenen Jahr ein zentraler Schwerpunkt gewesen. Dazu zählen die Bereitstellung des zuvor erwähnten Virtuellen Hauses der Selbsthilfe, niederschwelli- ge Angebote zur Heranführung der Gruppen an digitale Austauschmöglichkeiten sowie gleich- sam die Aufklärung in Bezug auf Datensicher - heit und –schutz. Die Selbsthilfe-Kontaktstelle hat ihre weiteren regulären Angebote, wie Aus - tauschtreffen oder Fortbildungen an die der - zeitige Situation angepasst: Veranstaltungen wurden so konzipiert, dass sie sowohl in Präsenz aber auch notfalls digital durchgeführt werden konnten. Mitunter wurden Veranstaltungen auch hybrid angeboten. Unterstützung in Gruppenform 17 Die Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe (148 Gruppen als Mitglieder; Stand Anfang 2023) ist der Zusam - menschluss der gesundheitlichen und sozialen Selbsthilfe in Köln unter dem Dach des Paritäti - schen und wird von der Selbsthilfe-Kontaktstel - le koordiniert. Die AG dient dem Austausch und vertritt themenübergreifend die Interessen der Selbsthilfegruppen in Köln. Der Arbeitsgemein- schaft steht ein gewählter Sprecher*innenkreis vor. Der bereits im vorangegangenen Jahr ange - stoßene Generationenwechsel vollzog sich auch in diesem Jahr weiter. Im Oktober 2022 wurde der bestehende Sprecher*innen-Kreis wiedergewählt, zudem wurde ein Vertreter einer sozialen Selbst - hilfegruppe als Sprecher neu in den Sprecher*in - nen-Kreis gewählt. Alle von der Selbsthilfe-Kontaktstelle organisierten Treffen und Fortbildungen für Selbsthilfegruppen im Überblick: Koordination der Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe im Paritätischen Köln 18 Fortbildungen und Workshops: „Supervision” 4 Termine: 15. Februar, 10. März, 05. April, 12. Mai 2022, 18.00-20.00 Uhr Referentin: Claudia Daubenbüchel, Supervisorin (DGSv) „Improvisationstheater: Ein Kurzurlaub für Körper und Seele. Abschalten - Lachen - Lernen” 30. April 2022, 10.00-15:30 Uhr Referent: Markus Hahn, Mitarbeiter der Improschule clamotta GbR „Willkommenskultur & Generationswechsel in der Selbsthilfegruppe“ 2 Termine: 09. & 16. Juni 2022, 18.00-21.00 Uhr Referentin: Beatrix Rey, Dipl. Sozialarbeiterin, Koordinatorin für Selbsthilfegruppen, Systemische Coachin, Trainerin und Seminarleiterin „Perspektivwechsel Salutogenese: Wie wir Gesundfördern statt Krankheit zu vermeiden“ 2 Termine: 14. & 21. September 2022, 18.00-20.00 Uhr Referentin: Katrin Röntgen, Coachin, Achtsamkeitstrainerin und Theaterpädagogin „Umgang mit Störungen und Konflikten in der Selbsthilfegruppe“ 2 Termine: 08. & 25. Oktober 2022, 10.00-16.00 bzw. 18.00-19:30 Uhr Referentin: Martina Bünger, Diplom Sozialwissenschaftlerin, Systemische Coachin, Empowerment-Trainerin, WenDo-Trainerin „Öffentlichkeitsarbeit lebendig gestalten – Mit System und klarem Profil zum Erfolg“ 19. November 2022, 11.00-17.00 Uhr Referntin: Susanne Stromberg, Kommunikation & Fundraising Treffen im Rahmen des Selbsthilfebeirates: Informationsveranstaltung „Die finan- zielle Förderung der Selbsthilfe in Köln im Jahr 2022 – 1 Treffen. Treffen im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe: Sprecher*innenkreis-Treffen - 12 Treffen; Treffen der AG Selbsthilfe - 2 Treffen; 19 Treffen im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe: Sprecher*innenkreis-Treffen - 12 Treffen; Treffen der AG Selbsthilfe - 2 Treffen; Virtuelles Haus der Selbsthilfe Das Virtuelle Haus der Selbsthilfe ist ein Digitalisierungsangebot für Selbsthilfegruppen in Nordrhein- Westfalen. Diese Videokonferenz-Plattform bietet Selbsthilfegruppen in NRW die Möglichkeit, sich virtuell auszutauschen. Anders als viele kommerzielle Angebote ist diese Videokonferenzplattform datenschutzkonform, kostenlos sowie möglichst barrierearm und an die Bedürfnisse von Selbsthilfe - gruppen angepasst. Als solches war es das erste entsprechende Angebot für Selbsthilfegruppen in ganz Deutschland. Dem Datenschutz wird dadurch Rechnung getragen, dass zum einen die Open-Source-Software „Jitsi- Meet“ verwendet wird. Zum anderen ist der Standort des verwendeten Servers in Deutschland. Mit Hilfe von freiwilligen Tester*innen aus dem Sprecher*innen-Kreis der Kölner AG Selbsthilfe wurde dieses An- gebot mehrere Wochen lang geprüft und die aus dieser Testphase gewonnenen Erkenntnisse genutzt, um die Endnutzer*innen-Plattform anzupassen. Das Virtuelle Haus der Selbsthilfe begann als Pilotprojekt im Juli 2020 in Köln und startete dort für die Nutzer*innen im September 2020. Begleitet durch Einführungsveranstaltungen für die Selbsthilfeakti - ven sowie einer ausführlichen Dokumentation nutzten seitdem über 30 Kölner Selbsthilfegruppen die - ses Angebot bis zum Oktober 2021 regelmäßig. Aus den Erfahrungen dieses Projekts entwickelte der Paritätische NRW das landesweite Nachfolgeprojekt „Virtuelles Haus der Selbsthilfe NRW“ . Weiterentwickelt, um den Ansprüchen und Bedarfen von Selbsthil- fegruppen noch gerechter zu werden, bietet es seit November 2021 Nutzer*innen die Möglichkeit noch autonomer ihre Treffen dort zu organisieren, wobei die eingangs genannten Vorteile gewahrt bleiben. 19 20 Kölner Haus der Selbsthilfe Das Kölner Haus der Selbsthilfe umfasst zwei Gruppenräume, eine Teeküche sowie Sanitärräu- me in den Räumlichkeiten der Selbsthilfe-Kontakt- stelle Köln und steht Kölner Selbsthilfegruppen als Unterstützungsleistung zur Verfügung. Die beiden Gruppenräume werden regelmäßig von 60 Kölner Selbsthilfegruppen für Treffen genutzt. Seit dem Frühjahr des vergangenen Jahres konn - ten nach knapp zwei Jahren der Einschränkungen im Rahmen von notwendigen Hygiene-Konzepten die Gruppenräume wieder vollumfänglich genutzt werden. Lediglich die Nutzung der Teeküche konn- te erst wieder im Herbst 2022 freigegeben werden. Darüber hinaus wurde der Durchgangsbereich des Kölner Hauses der Selbsthilfe modernisiert: Neben neuen Wandhalterungen für die Auslage von Flyern, um auf Gruppengründungswünsche sowie bereits bestehende Selbsthilfegruppen auf- merksam zu machen, wurde mit Unterstützung der Kämpgen-Stiftung aus Köln ein Plattform-Lift installiert. Durch diesen sind nun auch die beiden Gruppenräume barrierefrei zugänglich. Darüber hinaus wurden beide Gruppenräume mit neuen, abschließbaren Schließfachschränken und Raum 1 mit Technik für Hybrid-Gruppentreffen ausgestattet. Letzteres ermöglicht durch Mittel der Stiftung Wohlfahrtspflege. Fotos: Modernisierungen im Kölner Haus der Selbsthilfe. 21 Gremien und Arbeitskreise Das Ziel der Selbsthilfe-Kontaktstelle ist ein selbst- hilfefreundliches Köln. In diesem Rahmen verfolgt die Kontaktstelle die Stärkung der Selbsthilfe durch Vernetzung mit professionellen Institutionen sowie der Beteiligung in Facharbeitskreisen und Gremien der Stadt Köln. Hierzu unterstützt die Selbsthilfe-Kontaktstelle beteiligte Vertreter*in- nen von Selbsthilfegruppen durch Informations- austausch und Fortbildungsangebote. Die Selbsthilfe-Kontaktstelle bzw. die Arbeitsge - meinschaft Selbsthilfe sind in folgenden Gremien und Arbeitskreisen vertreten: Anhörungen im Rahmen von Planfeststellungs- verfahren Fachausschüsse des Rates Kommunale Konferenz Alter und Pfl ege Kommunale Gesundheitskonferenz Stadt AG Behindertenpolitik Gesunde Städte-Netzwerk Regionalkonferenz im LVR Ethik-Kommission der Uni- versitäts-Klinik Köln Wahlausschuss der Stadt AG Behindertenpolitik AK BarrierefreiBeratung gemäß § 116 SH-Kontaktstelle und Selbsthilfe vertreten AG Selbsthilfe in Vertretung für SH-Kontaktstelle Köln Selbsthilfegruppen vertreten Gremien mit Beteiligung der SH-Kontaktstelle / AG Selbsthilfe Schwerpunkte der Interessenvertretung waren: Kommunale Gesundheitskonferenz Die Kommunale Gesundheitskonferenz bietet den Selbsthilfegruppen vor allem über ihre Arbeits - gruppen die Möglichkeit, ihre Themen und An - liegen einzubringen. Eine Arbeitsgruppe ist u.a. der Selbsthilfebeirat, dessen Vorsitz der Selbsthil - fe-Kontaktstelle obliegt. Dadurch ist die Selbsthil - fe-Kontaktstelle auch in den Arbeitsgruppenspre - cher*innen-Treffen vertreten. Stadt AG Behindertenpolitik Die Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik vertritt die Interessen der Menschen mit Behinde - rungen in politischen Gremien und Einrichtungen der Stadt Köln. Mit Beginn der neuen Ratsperiode vertritt die Selbsthilfe-Kontaktstelle den Paritäti- schen Köln dort als stimmberechtigtes Mitglied. Darüber hinaus ist die Selbsthilfe-Kontaktstelle auch vertreten im Wahlausschuss der Stadt AG Behindertenpolitik. Aufgabe des Wahlausschusses ist die Besetzung vakanter Posten in der Stadt AG Behindertenpolitik sowie Nominierungen sach - kundiger Einwohner*innen in den Ausschüssen des Rates der Stadt Köln. Der Sprecher*innen-Kreis der AG Selbsthilfe wie - derum wurde im Oktober 2022 für ein Jahr neu ge- wählt. 22 Fachliche Einbindung Wie alle Selbsthilfe-Kontaktstellen des Paritätischen in NRW stehen die Mitarbeiter*innen im fachlichen Austausch mit den Kolleg*innen der paritätischen Kontaktstellen sowie mit allen anderen Kontaktstellen in NRW. Landesarbeitskreis Selbsthilfe-Kontaktstellen NRW AG Selbsthilfe-Kontaktstellen + Büros im Paritätischen NRW Regionaltreffen der SH-Kontaktstellen AK IKÖ der SH-Kontakstellen in NRW AG Selbsthilfe in die Lehre bringen Selbsthilfe-Akademie NRW Fachliche Einbindung 23 Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe Das Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe Köln ist ange - bunden an die Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln und ist ein Projekt des Landes NRW und der Landesver- bände der Pflegekassen. Seit 2017 hat es sich in der Kölner Innenstadt etab- liert und wird unterstützt von zwei Fachkräften mit jeweils 9,75 und 10 Stunden. Die Aufgabe des Kontaktbüros liegt darin, Interes- sierte über bestehende Pflegeselbsthilfeangebote zu informieren, Gruppen in ihrer Arbeit zu bera- ten und zu begleiten sowie bei der Gründung von neuen Selbsthilfeangeboten zu unterstützen. Derzeit unterstützt das Kontaktbüro 16 Gesprächs- kreise für pflegende Angehörige. Sieben der Gesprächskreise sprechen gezielt Men- schen, die jemanden aufgrund einer Demenz be - treuen und/oder pflegen an, vier weitere richten sich dagegen an allgemein pflegende Angehöri - ge. Auch werden zwei betriebliche Gesprächskrei- se unterstützt. Im Zuge der Pandemie konnten sich die im letzten Jahr etablierten digitalen Gesprächskreise weiter - hin durchsetzen. Bei einem Angebot handelt es sich um einen digitalen Gesprächskreis allgemein für pflegende Angehörige und bei dem anderen um ein digitales Yoga-Angebot in Kooperation mit dem Verein Yoga hilft e.V.. Neu dazugekommen in diesem Jahr ist auch ein Gesprächskreis für pflegende Eltern. Neben den vom Kontaktbüro unterstützten Ge - sprächskreisen gibt es eine Vielzahl an weiteren Gruppen, die sich in anderer Förderung befinden. Derzeit sind knapp 20 weitere Kreise gelistet, mit dem das Kontaktbüro ebenfalls vereinzelt im Kon- takt steht und vermittelt. Ein weiterer großer Bestandteil der Arbeit liegt im regelmäßigen Kontakt und Austausch mit einer Vielzahl von Kooperationspartner*innen, wie z.B. mit dem Kuratorium Deutsche Altershilfe, dem Regionalbüro Alter Pflege und Demenz Köln und Südliches Rheinland sowie mit den Kolleg*innen der Kontaktbüros NRW, WohnMobil, Seniorenko - ordinationen, der Alzheimer Gesellschaft und der AOK. Gemeinsam wurden auch im Jahr 2022 Angebote für die Zielgruppe geplant und umgesetzt, um das Thema Pflegeselbsthilfe sichtbar zu machen, aber auch über andere Thematiken zu informieren und diskutieren. Es konnten im Rahmen der Aktionswoche „Wir Hilft“ diverse digitale Vorträge zu Themen wie Wohnraumanpassung, Konflikte in der häuslichen 24 Pflege sowie zum Thema Demenz in Kooperation mit dem Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz und weiteren Kontaktbüros angeboten werden. Auch die Veranstaltungsreihe „Zeit für mich“ in der Zusammenarbeit mit dem Regionalbüro und der AOK wurde fortgeführt. Die Reihe basiert auf un - terschiedlichen digitalen Vorträgen mit der Mög - lichkeit im Nachgang an einem Vertiefungskurs teilzunehmen. Neben den digitalen Formaten beteiligte sich das Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe auch bei den De - menznetzwerken Porz und Innenstadt und leis - tete weitere Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen von Markt- und Informationsständen. Das Thema Pflegeselbsthilfe wird mit der stetig steigenden Anzahl an älteren Menschen in unserer Gesellschaft zunehmend an Bedeutung gewinnen. Der Bedarf nach Austausch und Unterstützung ist groß. Daher sind bereits weitere Angebote für das Jahr 2023 geplant. Unter anderem sollen weitere Gesprächskreise initiiert werden, aber auch die be- reits laufenden Formate, wie die Veranstaltungs - reihe „Zeit für mich“ soll weitergeführt werden. 24 25 Fazit und Ausblick Das vergangene Jahr war eins des Übergangs. Waren die beiden vorherigen Jahre stark geprägt von der Covid-19-Pandemie und den damit ver - bundenen Einschränkungen des gesellschaft - lichen Lebens, erlaubte das Pandemiegesche - hen und die politischen Entscheidungen, dass Lockerungen dauerhaft in Kraft treten konnten. Diese Lockerungen und die damit einhergehen - de Erholung des gesellschaftlichen Lebens of - fenbarten aber auch, welche Folgen zwei Jahre im Ausnahmezustand hatten: Ob auf privater oder gesellschaftlicher Ebene – viele Einschrän- kungen und Belastungen führten dazu, dass individuelle Prioritäten neu gesetzt wurden. Trotz stabilisierender Maßnahmen und ausge - weiteten Unterstützungsangeboten seitens der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln, mussten wir in der ersten Jahreshälfte feststellen, dass sich die in den beiden vorangegangenen Pandemie-Jah - ren angedeutete Entwicklung verstetigt hatte: Mitunter langjährige Selbsthilfeaktive zogen sich aus ihrem Ehrenamt zurück und hinterlie - ßen eine gelichtete Kölner Selbsthilfelandschaft. Dies führte auch dazu, dass – wie in den Jahren zuvor – einige Selbsthilfegruppen sich auflösten. In der zweiten Jahreshälfte zeigte sich aber, dass dies jedoch nur eine Seite einer Entwick - lung war: Zogen sich viele Menschen während der Pandemie in das Private zurück, folgte nun eine Freude und Motivation, sich wieder in das gesellschaftliche Leben einzubringen. Neben Neugründungen von Selbsthilfegruppen zeig - te sich dies insbesondere während der Aktions- woche Selbsthilfe „Wir hilft“ im September 2022. Neben bewährten Veranstaltungsformen wie In- formationsständen im ganzen Kölner Stadtgebiet und einen Tag der offenen Tür der Kontaktstelle, waren es insbesondere erstmalig erprobte Ver - anstaltungsformate wie ein Literatur-Abend oder eine inklusive Fahrradtour durch Köln, die auf be - sonders positive Resonanz stießen. Zwar stellten wir fest, dass der Zulauf der einzelnen Veranstaltun- gen noch unter dem Niveau von vor der Pandemie lag, die Rückmeldung einzelner Teilnehmer*in- nen zeigten aber deutlich, dass die Aktionswo - che in Köln sehr positiv aufgenommen wurde. Auch im Bereich der Interessensvertretung der Kölner Selbsthilfelandschaft zeigte sich die be - nannte positive Entwicklung.: So wurde im Ok - tober des zurückliegenden Jahres nicht nur der Sprecher*innen-Kreis der AG Selbsthilfe ohne Gegenstimmen wiedergewählt, ein Ver - treter einer sozialen Selbsthilfegruppe kam neu hinzu. So sind nun neben gesundheitli- chen auch wieder die sozialen Selbsthilfegrup - pen aus Köln im Sprecher*innen-Kreis vertreten. 26 Und auch in der Versorgungslandschaft Kölns ver- nahm die Selbsthilfe-Kontaktstelle neue Impulse zur Zusammenarbeit: Im Herbst 2022 schloss die Kontaktstelle eine Kooperationsvereinbarung mit dem Onkologischen Zentrum Köln-Hohenlind des St. Elisabeth-Krankenhauses und begann darüber hinaus Gespräche zu einer institutionalisierten Kooperation mit dem Neurologisch-interdiszipli - nären Behandlungszentrum in Köln-Braunsfeld. Mit Blick auf das Jahr 2023 wünschen wir uns, dass sich diese positiven Entwicklungen so fort - setzen werden und die Kölner Selbsthilfeland- schaft gestärkt aus dieser Krise hervorgehen wird. März 2023 26 Das Team der Kontaktstelle v.l.n.r.: K. Maletz (bis 03/2022), M. Kollman, S. Adam, C. Aydinlioglu, J. te Kronnie, S. Huwald. Ö. Naz; Nicht im Bild: C. Tapan, T. Fuss. 27 Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln Montag bis Donnerstag, 9.00- 16.00 Uhr und Freitag 9.00- 12.30 Uhr Marsilstein 4-6, 50676 Köln 0221 95 15 42 23 selbsthilfe-koeln@paritaet-nrw.org www.selbsthilfekoeln.de Telefonische Informationen zu Selbsthilfegruppen 0221 95 15 42 16 Montag und Donnerstag, 9.00- 12.30 Uhr Mittwoch, 14.00- 17.30 Uhr Türkische Information 0221 95 15 42 56 Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe Köln 0221 95 15 42 33 Mittwoch 10.00- 12.00 Uhr pflegeselbsthilfe-koeln@paritaet-nrw.org Persönliche Beratung nach Vereinbarung Das Internetportal der Selbsthilfe in NRW www.selbsthilfenetz.de Über das Selbst hil fe netz Wer in NRW eine Selbsthilfegruppe sucht, um Unterstützung von gleichermaßen Betroffenen bei einer Erkrankung oder in einer sozialen Notlage zu erfahren, kann diese über das Selbsthilfenetz finden. Über 8.000 Gruppen zu rund 700 Stichworten sind hier gelistet. Auch wenn es in der näheren Umgebung noch keine passende Gruppe gibt, ist das Selbsthilfenetz die richtige Adresse: Denn hier finden Selbsthilfe- Interessierte die Kontaktdaten von Selbsthilfe-Kontaktstellen und -Büros , die unter anderem bei der Gründung einer neuen Gruppe helfen. Zusätzlich erhalten Interessierte durch Informationen und Ankündigungen einen Einblick in das, was die Selbsthilfe in Nordrhein-Westfalen derzeit ausmacht und bewegt. Hier finden Sie Informationen zu: Ca. 10.000 Selbsthilfegruppen in Nordrhein-Westfalen, sortiert nach Stichworten Selbsthilfe-Kontaktstellen in Nordrhein-Westfalen mit Adressen und Informationen Landesweiten Selbsthilfeorganisationen Antworten rund um das Thema Selbsthilfe: Arbeitshilfen, Literaturtipps, Internetverweise und vieles mehr Schauen Sie mal rein! Bild: © Rick Neves/Getty Images Neue Selbsthilfegruppen +++ Workshops +++ Seminare +++ Termine +++ Aktuelles +++ Projekte +++ Erfahrungen  Aktuelles aus der Selbsthilfe  Neue Selbsthilfegruppen  Selbsthilfegruppen stellen sich vor  T ermine und Veranstaltungen  Projekte und Erfahrungen  Workshops und Seminare MELDEN SIE SICH AN UNTER: www.selbsthilfe-news.de 6x IM JAHR BES T E N S I NFORMIERT Ein Angebot der Krankenkassen/-verbände in NRW im Rahmen der Selbsthilfeförderung nach §20h SGB V. REGELMÄSSIGE NEWSLETTER aus der Region Köln 32 Impressum Herausgegeben von: Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln im Paritätischen Marsilstein 4-6, 50676 Köln v.i.S.d.P . Steven Adam Druck: Wir machen Druck, Backnang-Waldrems Auflage: 50 Bildnachweis Titelbild: NaturePhoto / pixabay.com Köln, März 2023
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    DEUTSCHER PARITÄTISCHER WOHLFAHRTSVERBAND LANDESVERBAND NORDRHEIN-WESTFALEN E.V. Loher Straße 7 42283 Wuppertal www.paritaet-nrw.org Telefon: 0202|2822-0 Telefax 0202|2822-110 mail@paritaet-nrw.org Amtsgericht Wuppertal VR 14 39 Steuer-Nr: 131|5951|0051 Stiften und Spenden: www.gemeinsamhandeln.de Seite 1 von 4 Selbsthilfe-Kontaktstelle | Marsilstein 4-6 | 50676 Köln Köln Marsilstein 4-6 50676 Köln Telefon: 0221/951542-23 Telefax: 0221/951542-42 www.selbsthilfekoeln.de selbsthilfe-koeln@paritaet-nrw.org Rückfragen: Steven Adam Öffnungszeiten: MO - DO: 9 - 12.30 + 13 - 16 Uhr FR: 9 - 12 Uhr Stadt Köln Amt für Soziales, Arbeit und Senioren Andrea Kreß Ottmar-Pohl-Platz 1 51103 Köln 11.04.2023 Förderung der nicht unmittelbar über den Ausschuss für Soziales und Senioren und den Gesundheitsausschuss geförderten Selbsthilfegruppen im Sozial- und Gesundheitsbereich Bericht der Selbsthilfe -Kontaktstelle Köln Verwendungsnachweis 2022 Selbsthilfeförderung 2022 2022 standen uns insgesamt 116.292,74 € zur Förderung der Selbsthilfegruppen zur Verfügung. Die Summe setzt sich wie folgt zusammen: 47.438,50 € Übertrag aus der Selbsthilfeförderung 2021 (Amt für Soziales, Arbeit und Senioren 37.669,80 € und Gesundheitsamt 9.768,70 €) und neu 68.854,24 € Zuwendungen aus 2022 (Amt für Soziales, Arbeit und Senioren 39.087,80 €, Gesundheitsamt 29.766,44 €). Verteilt auf die beiden Ämter standen uns seitens des Amtes für Soziales, Arbeit und Senioren insgesamt 76.757,60 € und seitens des Gesundheitsamtes 39.535,14 € zur Verfügung. Von dem uns zur Verfügung stehenden Betrag in Höhe von 116.292,74 € haben wir 58.802,09 € wie folgt verausgabt: 21.890,22 € wurden an 47 Selbsthilfegruppen ausgezahlt. 26.583,73 € wurden für übergreifende Aktivitäten und Anschaffungen verwendet. 10.328,14 € erhielt die Selbsthilfe-Kontaktstelle für ihren Verwaltungsaufwand. DEUTSCHER PARITÄTISCHER WOHLFAHRTSVERBAND LANDESVERBAND NORDRHEIN-WESTFALEN E.V. Loher Straße 7 42283 Wuppertal www.paritaet-nrw.org Telefon: 0202|2822-0 Telefax 0202|2822-110 mail@paritaet-nrw.org Amtsgericht Wuppertal VR 14 39 Steuer-Nr: 131|5951|0051 Stiften und Spenden: www.gemeinsamhandeln.de Seite 2 von 4 Zu den Gruppenanträgen im Einzelnen Es wurden 52 Gruppenanträge aufgenommen. An 47 Gruppen wurden Fördermittel ausgezahlt. Bei den 5 nicht geförderten Gruppen haben 2 Gruppen ihren Antrag nicht konkretisiert. Hier gehen wir davon aus, dass sie ausreichend andere Fördermittel erhalten haben oder der Förderbedarf so gering war, dass er aus Eigenmitteln finanziert wurde. Ein Antrag wurde abgelehnt, ein Antrag wurde zurückgezogen und in einem weiteren Fall war eine Förderung nicht möglich. 30 Gruppen wurden mit einem Betrag bis zu 500 € gefördert, bei 13 Gruppen lag der Förderbetrag zwischen 500 € - 1.000 €, 4 Gruppe erhielten eine Förderung zwischen 1.000 €- 1.900 €. Die Förderinhalte verteilten sich auf das gesamte mögliche Förderspektrum. 33 Gruppen erhielten eine Erstattung der Telefonkosten. 24 Gruppen wurden Mietkosten erstattet. 8 Gruppen wurden mit Fahrtkosten gefördert, 5 Gruppen mit Portokosten. 10 Gruppen erhielten eine Förderung für Büromaterial, 3 Gruppe für Kopierkosten. Mit unterschiedlichen Inhalten im Bereich Öffentlichkeitsarbeit wurden 2 Gruppen gefördert. Eine Förderung für Fachliteratur erhielten 8 Gruppen, sowie weitere 4 Gruppen für technische Geräte. Mit Kostenerstattungen fürs Internet wurden 12 Gruppen unterstützt. Zu den übergreifenden Anschaffungen und Aktivitäten Wie im Vorjahr wurden Verbrauchsmittel für das Haus der Selbsthilfe finanziert sowie Kosten für die Ausstattung der Teeküche, des Eingangsbereichs sowie der sanitären Anlagen. Darüber hinaus wurde in die adäquate Ausstattung der beiden Gruppenräume investiert. So erhielten die Räume Schließfachschränke, die es den Nutzer*innen ermöglichen dort Gruppenunterlagen sicher und geschützt zu lagern. Für einen virtuellen Info-Abend sowie Treffen der AG Selbsthilfe wurden Honorare für Schriftdolmetscher*innen finanziert. Wie in den Jahren zuvor war ein Schwerpunkt der übergreifenden Förderung Fortbildungen für die Selbsthilfegruppe: Ein Schwerpunkt lag im Bereich der Resilienz, ein weiterer im Bereich der Gruppendynamiken. Wie in den Vorjahren fanden auch wieder gruppenübergreifende Supervisionen statt. DEUTSCHER PARITÄTISCHER WOHLFAHRTSVERBAND LANDESVERBAND NORDRHEIN-WESTFALEN E.V. Loher Straße 7 42283 Wuppertal www.paritaet-nrw.org Telefon: 0202|2822-0 Telefax 0202|2822-110 mail@paritaet-nrw.org Amtsgericht Wuppertal VR 14 39 Steuer-Nr: 131|5951|0051 Stiften und Spenden: www.gemeinsamhandeln.de Seite 3 von 4 Erfahrungen und Fazit der Selbsthilfe -Kontaktste lle Die Anzahl der Anträge 69 (Vorjahr: 61) war höher als im vergangen Jahr. Dies betraf neben den Anträgen einzelner Gruppen auch die der gruppenübergreifenden Art. So wurden 2022 47 einzelne Gruppen (Vorjahr: 42) gefördert. Erstmalig davon gefördert wurden16 Gruppen (Vorjahr: 9). Die eingangs genannte zeigt sich insbesondere in der Summe der an einzelne Gruppen ausgezahlten Mittel. So wurden 2022 insgesamt 30.743,97 € im Gegensatz zu 16.072,46 € im Jahr 2021 verausgabt. Im Detail sieht es so aus, dass die Anzahl der Gruppen, die weniger als 500 € erhielt, gleichgeblieben ist: 30 Gruppen in 2022 (Vorjahr: 30). Die Anzahl der Gruppen mit einem Förderbetrag zwischen 500-1.000 Euro ist jedoch auf 13 Gruppen gestiegen (Vorjahr: 10). Über 1.000 Euro erhielten 4 Gruppen (Vorjahr: 2), somit verdoppelte sich die Anzahl dieser Anträge sogar. Die Förderungshöhe der gruppenübergreifenden Anträge ist in diesem Jahr auch deutlich gestiegen. So hat sich der Wert von 30.743,97 €, im Vergleich zum Vorjahr (2021: 16.072,46 €) beinah verdoppelt. Gründe dafür sind, dass dringend erforderliche Investitionen (Eingangsbereich, Teeküche, sanitäre Anlagen sowie die Gruppenräume selbst) in das Kölner Haus der Selbsthilfe notwendig waren. Sichtbar wurden die Investitionen dadurch, dass nach knapp 2 Jahren des nur eingeschränkten Zugangs durch notwendige Hygienekonzepte als Reaktion auf die Covid-19-Pandemie, dass die Räumlichkeit wieder stärker frequentiert wurden. Wie im Vorjahr haben wir mit mehreren Gruppen die Anträge gemeinsam ausgefüllt. Der Unterstützungsbedarf ist insbesondere für neue Gruppen und Personen, die erstmalig einen Antrag stellen, hoch. Wir sind Ansprechperson für Gruppen mit eher geringem oder schwankendem Förderbedarf, für neue Gruppen und Gruppen in besonderen Situationen, wie z.B. die Gruppen, die aktuell nicht in der Lage sind, in Vorleistung zu gehen, Anträge auszufüllen, Belege in ordnungsgemäßer Form vorzulegen sowie Fristen einzuhalten oder ein Gruppenkonto zu führen. Schwierig ist für uns nach wie vor, dass bei wechselnden Ansprechpersonen oft keine interne Übergabe stattfindet. Die Restsumme in Höhe von 57.0490,65 € (Gesundheitsamt 5.554,91 €, Amt für Soziales, Arbeit und Senioren 51.945,74 €) würden wir gerne für übergreifende Aktivitäten im Bereich der Fortbildungen und Öffentlichkeitsarbeit verausgaben. Die geförderten Gruppen und der Sprecher*innenkreis der AG Selbsthilfe im Paritätischen bedanken sich ausdrücklich für die Unterstützung durch die Stadt Köln. Steven Adam Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln
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    Dezernat, Dienststelle V/503/1 Vorlagen-Nummer 04.07.2023 1556/2023 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 17.08.2023 Gesundheitsausschuss 22.08.2023 Jahresbericht 2022 der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln In der Sitzung des gemeinsamen Unterausschusses Selbsthilfegruppen des Ausschusses für Soziales, Seniorinnen und Senioren und des Gesundheitsausschusses am 17.09.2015 wurde entschieden, die jeweiligen Jahresberichte als Tagesordnungspunkt auch den beiden Fach- ausschüssen vorzulegen. Da eine Mitteilung nicht zugleich öffentlich und nicht öffentlich sein kann, wurde der nicht öf- fentliche gemeinsame Unterausschuss Selbsthilfegruppen mit einer separaten Mitteilungsvor- lage informiert (1546/2023). Mit Anlage 1 stellt die Verwaltung den Jahresbericht 2022 der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln zur Verfügung. Besonders hingewiesen sei auf die Aktionswoche im September (Seite 6+7) und das Kölner Haus der Selbsthilfe, das barrierefrei zugänglich ist (Seite 20). In Anlage 2 informiert die Kontaktstelle in einem Bericht über die Mittelverwendung hinsichtlich der nicht unmittelbar über den Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren und den Gesundheitsausschuss geförderten Selbsthilfegruppen im Sozial- und Gesundheitsbereich. Der Jahresbericht kann auch unter Jahresbericht 2022 der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln her- untergeladen werden. Gez. Dr. Rau

Beratungsverlauf

  1. 17.08.2023

    Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren

    TOP 12.15, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  2. 22.08.2023 zuletzt

    Gesundheitsausschuss

    TOP 6.2, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen

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