AN/1887/2022
Wie gelingt es, die Antidiskriminierungs-Meldestellen um den Phänomenbereich Frauenfeindlich-keit zu erweitern?
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SPD Anfrage nach § 4
3141 Zeichen
An die Vorsitzende des Ausschusses für die Gleichstellung von Frauen und Männern Frau Teresa De Bellis -Olinger An Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 25.10.2022 AN/1887/2022 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 31.10.2022 Wie gelingt es, die Antidiskriminierungs-Meldestellen um den Phänomenbereich Frauenfeindlich-keit zu erweitern? Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrte Frau Ausschussvorsitzende, die SPD -Fraktion bittet Sie, folgende Anfrage in die Tagesordnung des Ausschusses am 31.10.2022 aufzunehmen: Das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nord- rhein-Westfalen will Meldestellen für queerfeindliche, rassistische und antiziganistische Vorfälle ein- zurichten. Hinzu kommt eine Meldestelle speziell für antimuslimischen Rassismus. Sie sollen die be- reits existierende Meldestelle für antisemitische Vorfälle ergänzen und so helfen, ein genaueres Bild von diskriminierenden Alltagsvorfällen auch unterhalb der Schwelle der Strafbarkeit zu erhalten. Das Land erhofft sich von den Stellen auch, wichtige Schlüsse für Intervention und Prävention ziehen zu können. Die Landesregierung stellt für den Aufbau der vier weiteren Meldestellen jeweils 140.000 Euro zur Verfügung. In der bisherigen Meldestellenlandschaft nicht berücksichtigt ist bisher das Problemfeld Frauenfeind- lichkeit. Frauen und Mädchen erleben leider ebenfalls alltäglich im öffentlichen Raum, aber auch bei der Beanspruchung öffentlicher und privater Dienste Angriffe auf Grundlage ihres Geschlechts, die von den Betroffenen in den seltensten Fällen angezeigt werden und die sich ebenfalls oft unterhalb der Schwelle der Strafbarkeit abspielen, ohne jedoch ihre einschüchternde Wirkung zu verfehlen. Ein belastbares Bild von der Größe dieses Problems fehlt ebenso wie bei den anderen Phänomenen. Wir möchten daher von der Verwaltung wissen: 1. Sieht die Verwaltung Möglichkeiten, beim Land auf die Erweiterung des bisherigen Meldestellen- konzeptes um eine weitere Stelle zur Frauenfeindlichkeit hinzuwirken oder diese anzuregen? 2. Wie schätzt die Verwaltung den Bedarf an einer entsprechenden Meldestelle Frauenfeindlichkeit ein – sowohl kommunal angesiedelt als auch auf Landesebene? 3. Kann sich die Verwaltung vorstellen, zusammen mit den Trägern „Edelgard“ in Richtung einer Meldestelle für Frauenfeindlichkeit auf kommunaler Ebene auszubauen? - 2 - 4. Wie viel würde die Einrichtung einer solchen Stelle für Köln ca. kosten? 5. In Dortmund gibt es einen kleinen Fonds zur Deckung von Kosten für Untersuchungen und Be- handlungen bei Fällen sexualisierter Gewalt. Welche Möglichkeiten der finanziellen Unterstüt- zung gibt es in Köln? Mit freundlichen Grüßen Gez. Mike Homann SPD-Fraktionsgeschäftsführer
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1887/2022
- Typ
- SPD Anfrage nach § 4
- Datum
- 25.10.2022
- Erstellt
- 25.10.2022 15:16