2414/2023
Beantwortung einer Anfrage der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen, CDU und Volt zum Thema "Drug-Checking in Köln" AN/1283/2023
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
4338 Zeichen
Dezernat, Dienststelle V/53 Vorlagen-Nummer 07.08.2023 2414/2023 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Gesundheitsausschuss 22.08.2023 Beantwortung einer Anfrage der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen, CDU und Volt zum Thema "Drug-Checking in Köln" AN/1283/2023 Mit der Anfrage AN/1283/2023 stellen die Fraktionen folgende Fragen: 1. Befindet sich die Verwaltung zum Thema Drug-Checking in Köln bereits in Gesprä- chen mit dem Landesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS)? 2. Wie schätzt die Verwaltung den weiteren Verlauf zur Umsetzung von Drug-Checking Maßnahmen ein? Wann könnten erste Drug-Checking Maßnahmen in Köln starten? 3. Welche Ressourcen benötigt die Verwaltung, um entsprechende Drug-Checking Maß- nahmen in Köln umsetzen zu können (Raum-, Personal-, Finanzbedarfe, etc.)? Die Verwaltung teilt dazu folgendes mit: 1. Befindet sich die Verwaltung zum Thema Drug-Checking in Köln bereits in Ge- sprächen mit dem Landesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS)? Das Gesundheitsamt der Stadt Köln steht zum Thema Drug-Checking in Kontakt mit der Ge- schäftsstelle der Suchtkooperation NRW. Diese begrüßt das Interesse der Stadt Köln am Mo- dellvorhaben und hält das Gesundheitsamt über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufen- den. Das MAGS NRW ist derzeit damit beschäftigt, eine Rechtsverordnung für NRW zu erstel- len und zu verabschieden. 2. Wie schätzt die Verwaltung den weiteren Verlauf zur Umsetzung von Drug-Che- cking Maßnahmen ein? Wann könnten erste Drug-Checking Maßnahmen in Köln starten? Das Gesundheitsamt beteiligt sich mit dem Drogenkonsumraum am Neumarkt an dem durch das Bundesministerium für Gesundheit genehmigten Pilotprojekt „Nationales Early Warning System (NEWS)“. Das Ziel ist, gesundheitsgefährdende Entwicklungen im Bereich psychoakti- ver Substanzen und Medikamentenmissbrauch frühzeitig zu erkennen und Konsumierende sowie Fachkräfte aus der Drogen-/Suchthilfe, Prävention etc. so schnell wie möglich darüber zu informieren. Einen wesentlichen Bestandteil des Projekts bilden dabei Substanzanalysen. Konsumierende können Substanzen bei mit NEWS kooperierenden Einrichtungen – wie dem Drogenkonsumraum im Gesundheitsamt - abgeben, wenn die Vermutung besteht, dass diese 2 Substanzen ein besonders hohes Schadenspotenzial haben. Bei Auffälligkeiten werden ent- sprechende Gefahrenmeldungen veröffentlicht. Das Gesundheitsamt plant die Einrichtung von „Drug Checking“ von illegalen harten Drogen (z. B. Heroin, Kokain) für Konsument*innen des Drogenkonsumraums am Neumarkt als Mo- dellprojekt und wird, sobald die gesetzlichen Grundlagen auf Landesebene geschaffen sind, dieses auch umsetzen. 3. Welche Ressourcen benötigt die Verwaltung, um entsprechende Drug-Checking Maßnahmen in Köln umsetzen zu können (Raum-, Personal-, Finanzbedarfe, etc.)? Das Drug-Checking soll für mitgebrachte Substanzen (z. B. Heroin, Kokain) der Konsu- ment*innen des Drogenkonsumraums erfolgen. In der Überlegung sind unterschiedliche Arten des Checkings von Schnelltests bis zu Labortests, die Auskunft über Verteilung der verschie- denen Substanzen und Beimischungen geben. Grundsätzlich ist in die Überlegungen einzu- beziehen, dass die Substanzanalyse mit Labor-, zusätzlichen Personalkosten und Sicherheits- maßnahmen verbunden ist. Zusätzlich ist es immer sinnvoll, ein flankierendes Beratungsange- bot sowohl als präventive Maßnahme als auch begleitend als Aufbau einer Konsumkompe- tenz anzubieten. Wenn Drug-Checking-Angebote auch in Einrichtungen der Jugendsuchtberatung vorgehalten werden sollen, was mit den auf diesem Arbeitsfeld tätigen Trägern der Wohlfahrtspflege noch nicht abschließend besprochen wurde, müssten auch dort entsprechende Ressourcen für die Substanzanalyse (Laborkosten, Sicherheitsvorkehrungen) vorgehalten und durch die Jugend- oder Gesundheitsverwaltung zusätzlich finanziell unterstützt werden. Mit vorhandenen Kapazi- täten können diese Angebote nicht realisiert werden. Unabhängig davon verfolgt das Drogenhilfeangebot mit dem Drogenkonsumraum im Gesund- heitsamt ein umfangreiches Beratungskonzept (zu Safer-Use, Safer-Sex, Lebens- und Aus- stiegshilfen sowie die Vermittlung in weiterführende Hilfsangebote). Gez. Dr. Rau
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (1)
- Neumarkt
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- 2414/2023
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 07.08.2023
- Erstellt
- 28.07.2023 16:08