Mandari Insight

3761/2021

Beantwortung der Anfrage AN/2071/2021 der CDU-Fraktion, der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, der VOLT Fraktion zur Veränderung Schulanmeldezahlen 5. Klasse (2019/20) ./. 7. Klasse (2021/22)

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 08.11.2021

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Ausschuss Schule und Weiterbildung, Sitzung am 22.11.2021, TOP 3.1.1

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

· application/pdf

Ansehen

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

6489 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
IV/IV/2 
 
Vorlagen-Nummer 08.11.2021 
 3761/2021 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Schule und Weiterbildung 21.11.2021 
 
Beantwortung der Anfrage AN/2071/2021 der CDU-Fraktion, der Fraktion Bündnis 90/Die 
Grünen, der VOLT Fraktion zur Veränderung der Schulanmeldezahlen 5. Klasse (2019/20) ./. 7. 
Klasse (2021/22) 
1. Wie viele Schülerinnen und Schüler besuchten zu Beginn des Schuljahres 2019/2020 
die Hauptschule, die Realschule bzw. das Gymnasium in Klasse 5 und wie ist die 
durchschnittliche Klassengröße an den entsprechenden Schulformen? 
Wie sind die Abweichungen der durchschnittlichen Klassengröße vom Klassenfre-
quenzrichtwert und wie oft wurde der Klassenfrequenzhöchstwert jeweils erreicht? 
Die Fragen werden auf der Grundlage der amtlichen Schuldaten beantwortet, die für das 
Schuljahr 2021/22 voraussichtlich erst im Frühjahr 2022 vorliegen werden. Ersatzweise wird 
für die Beantwortung der Fragen der Jahrgang zugrunde gelegt, der zum Schuljahr 2018/19 
auf die weiterführende Schule gewechselt ist und sich im Schuljahr 2020/21 in der Jahrgangs-
stufe 7 befunden hat.  
 
In der Jahrgangsstufe 5 des Schuljahres 2018/19 wurden die kleinsten Regelklassen an 
Hauptschulen (18,4 Lernende pro Eingangsklasse) und die größten Regelklassen an Gymna-
sien gebildet (29,1 Lernende pro Eingangsklasse). An Realschulen lernten 26,1 Schüler*innen 
pro Eingangsklasse und an Gesamtschulen 27. Rund 72% der gymnasialen Eingangsklassen 
erreichten mindestens den Klassenfrequenzhöchstwert (29 Lernende pro Klasse); an Real-
schulen belief sich dieser Anteil auf 21% und an Gesamtschulen auf 24%. 
 
Tab. 1: Regelklassen, Lernende und Klassengrößen in der Jahrgangsstufe 5 an städti-
schen Schulen (Schuljahr 2018/19)

2 
Gez. Voigtsberger 
2. Wie viele Schülerinnen und Schüler besuchten zu Beginn des Schuljahres 2021/2022 
die Hauptschule, die Realschule bzw. das Gymnasium in Klasse 7 und wie ist die 
durchschnittliche Klassengröße an den entsprechenden Schulformen? 
Wie sind die Abweichungen der durchschnittlichen Klassengröße vom Klassenfre-
quenzrichtwert und wie oft wurde der Klassenfrequenzhöchstwert jeweils erreicht? 
 
Im Vergleich mit der Jahrgangsstufe 5 nahmen die durchschnittlichen Klassengrößen der 
Jahrgangsstufe 7 im Schuljahr 2020/21 an Hauptschulen deutlich (von 18,4 auf 22,1 Lernen-
de) und an Realschulen leicht zu (von 26,1 auf 26,4 Lernende). An Gymnasien sinkt die 
durchschnittliche Klassengröße von 29,1 auf 28,5 Lernende je Klasse. Zudem nimmt der An-
teil von Klassen mit 29 und mehr Lernenden an Gymnasien ab (von 72% auf 59%) und steigt 
an Realschulen an (von 21% auf 30,4%). 
 
Tab. 2: Regelklassen, Lernende und Klassengrößen in der Jahrgangsstufe 7 an städti-
schen Schulen (Schuljahr 2020/21) 
 
 
Bezogen auf alle Schulen und bei einer rein rechnerischen Betrachtung zeig t sich, dass der 
Zunahme der Jahrgangsstufenstärke (Klasse 5 zu Klasse 7) an Haupt - und Realschulen im 
Rahmen der bestehenden räumlichen Kapazitäten ein ausreichendes Schulplatzangebot ge-
genüber gestanden hat. Klassengrößen wurden verstärkt und/oder zusätzliche Regelklassen 
im Rahmen der Zügigkeiten eingerichtet.   
Der Schülerzahlrückgang an Gymnasien hat die Überbeanspruchung der räumlichen Kapazi-
täten nahezu nicht gemildert; die durchschnittliche Schülerz ahl lag weiterhin über dem Klas-
senfrequenzrichtwert und Mehrklassen konnten nicht aufgelöst werden. 
Die Klassenbildung an Gesamtschulen erfolgte im Rahmen der Zügigkeiten und belief sich im 
Durchschnitt auf den Klassenfrequenzrichtwert. 
  
3. Wie sind die Grün de für die Zuwächse der Schülerzahlen insgesamt von Klasse 5 zu 
Klasse 7 zu erklären? Welche Gründe sind das? 
Die Zunahme der Schülerzahlen in den Regelklassen an Haupt - und Realschulen und der 
Rückgang der Schülerzahlen an Gymnasien resultiert in erster Linie aus Schulformwechseln. 
Zudem steigt die Jahrgangsstärke durch die Wiederholung von Klassen an.

3 
Gez. Voigtsberger 
Aufgrund der pandemiebedingten Anpassung der Entscheidungen über die Versetzung und 
den Schulformwechsel zum Schuljahr 2020/21 fallen diese Effekte für den hier dargestellten 
Jahrgang allerdings deutlich geringer aus als in den Vorjahren.  
 
4. Wie erklärt sich die ungleiche Verteilung des Zuwachses bei den genannten Schulfor-
men? 
Schulformwechsel sind charakteristisch für gegliederte Schulsysteme (Hauptschule, Re al-
schule, Gymnasium) und finden überwiegend während der Sekundarstufe I hin zu Schulfor-
men statt, die zu einem geringer qualifizierenden Bildungsabschluss führen (von Gymnasien 
an Realschulen und von Realschulen an Hauptschulen).  
Der Selektionsmechanismus, der sich in einem gegliederten Schulsystem beim Übergang in 
die Jahrgangsstufe 5 zum Beispiel in den Schulformempfehlungen äußert, wird in der Sekun-
darstufe I durch Schulformwechsel fortgesetzt.  
Gesamtschulen führen zu allen allgemeinbildenden Schulabsc hlüssen, weshalb ein Schul-
formwechsel grundsätzlich unnötig ist. Dementsprechend spielen Schulformwechsel nahezu 
keine Rolle und sind die Klassengrößen im Vergleich der Jahrgangsstufen 5 und 7 nahezu 
identisch. 
Zudem gibt es deutliche schulformspezifische Unterschiede in Bezug auf den Anteil der Ler-
nenden, die eine Klasse wiederholen. Dieser Anteil belief sich im Schuljahr 2019/20 auf 8,1% 
für die Hauptschulen, auf 4,3% für die Realschulen, auf 1,6% für die Gymnasien und auf 0,9% 
für die Gesamtschulen (Sess ion 1058/2021 Monitoringbericht 2020: allgemeinbildende Schu-
len und Berufskollegs, Seite 35).   
 
5. Wie viele Schülerinnen und Schüler von Gymnasien wurden jeweils an die Realschulen 
bzw. an die Hauptschulen abgeschult? 
Wie viele Schülerinnen und Schüler von Realschulen wurden jeweils an die Hauptschu-
len abgeschult? 
Zum Schuljahr 2019/20 sind 27 Gymnasiasten*innen in die Jahrgangsstufe 6 einer Realschule 
und 27 Realschüler*innen in die Jahrgangsstufe 6 einer Hauptschule gewechselt. Zum Schul-
jahr 2020/21 sind 8 9 Gymnasiasten*innen in die Jahrgangsstufe 7 einer Realschule und 28 
Realschüler*innen in die Jahrgangsstufe 7 einer Hauptschule gewechselt. Der Vergleich mit 
den Schulformwechseln des Vorjahres macht den pandemiebedingten Rückgang der Schul-
formwechsel deutlich. 
 
Tab. 3: Schulformwechsel in die Jahrgangsstufe 6 (Schuljahr 2019/20) und in die Jahr-
gangsstufe 7 (Schuljahre 2019/20 und 2020/21)

4 
Gez. Voigtsberger

Beratungsverlauf (1)

22.11.2021 Ausschuss Schule und Weiterbildung
TOP 3.1.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3761/2021
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
08.11.2021
Erstellt
25.10.2021 15:17