0443/2018
Bedarfsfeststellungsbeschlüsse für die Projekte 0.0.1 "Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung" und 0.0.2 "Prozessbegleitende Evaluation"
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Mitteilung Ausschuss
1002 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/15/152 152/12 Vorlagen-Nummer 22.02.2018 0443/2018 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Integrationsrat 05.03.2018 Bedarfsfeststellungsbeschlüsse für die Projekte 0.0.1 "Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung" und 0.0.2 "Prozessbegleitende Evaluation" Im Rahmen des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ hat der Rat am 19.12.2017 den Bedarf für die Maßnahme 0.0.1 „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ beschlossen. Darüber hin- aus hat der Stadtentwicklungsausschuss am 14.12.2017 den Bedarf für die Maßnahme 0.0.2 „Pro- zessbegleitende Evaluation“ beschlossen. Für die Sozialräume „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“, „Meschenich und Rondorf“ sowie „Buchheim und Buchforst“ und „Mülheim-Nord und Keupstraße“ liegen für die beiden Maßnahmen bereits Zuwendungsbescheide vor, sodass für diese Sozialräume zeitnah die Ausschreibungen für die zwei Projekte erfolgen können. Gez. Blome i.V. für Dez. VI
Anlage 2_ Bedarfsfeststellungsbeschluss_0.0.2 Prozessbegleitende Evaluation
15215 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin
Dezernat, Dienststelle
VI/15/152
152/1
Vorlagen-Nummer
3093/2017
Freigabedatum
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung
Betreff
Starke Veedel - Starkes Köln
Hier: Bedarfsfeststellung für das Projekt 0.0.2 "Prozessbegleitende Evaluation" in elf
Sozialräumen
Beschlussorgan
Stadtentwicklungsausschuss Stadtentwicklungsausschuss
Gremium Datum
Beschluss:
1. Der Stadtentwicklungsausschuss erkennt den Bedarf der Maßnahme 0.0.2 „Prozessbegleitende
Evaluation“ an. Er beauftragt die Verwaltung vorbehaltlich der Anerkennung der noch ausstehen-
den sozialraumspezifischen Integrierten Stadtentwicklungskonzepte (ISEK)1 durch das Land
NRW die Maßnahme in den nachfolgenden elf Sozialräumen als Bestandteil des Programms
„Starke Veedel – Starkes Köln“ extern zu vergeben:
Bickendorf, Westend und Ossendorf
Bilderstöckchen
Buchheim und Buchforst2
1 Für nachfolgende Sozialräume steht eine Anerkennung der sozialraumspezifischen ISEKs durch das Land
NRW aus: „Bickendorf, Westend und Ossendorf“, „Bilderstöckchen“, „Bocklemünd / Mengenich“, „Höhenberg
und Vingst“, „Humboldt / Gremberg und Kalk“, Ostheim und Neubrück“ und „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberg-
hoven und Eil“
2 Aufgrund besonderer Fördervoraussetzungen wurden gemäß der Vorgabe des Landes die Sozialräume
„Buchheim und Buchforst“ sowie „Mülheim-Nord und Keupstraße“ zu einem Handlungsraum zusammengefasst.
Stadtentwicklungsausschuss 09.11.2017
Bezirksvertretung 7 (Porz) 09.11.2017
Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 13.11.2017
Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 23.11.2017
Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 04.12.2017
Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 04.12.2017
Bezirksvertretung 5 (Nippes) 07.12.2017
Bezirksvertretung 8 (Kalk) 07.12.2017
Stadtentwicklungsausschuss 14.12.2017
Ausschuss Soziales und Senioren 14.12.2017
2
Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord
Bocklemünd / Mengenich
Höhenberg und Vingst
Humboldt / Gremberg und Kalk
Meschenich und Rondorf
Mülheim-Nord und Keupstraße3
Ostheim und Neubrück
Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil
Die Finanzierung der mit 70 Prozent förderfähigen Maßnahmen erfolgt aus Teilergebnisplan, 0902,
Stadtentwicklung, Teilplanzeile 13 - Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen.
2. Der Stadtentwicklungsausschuss verzichtet auf die Vorlage zur formalen Vergabeentscheidung,
wenn das Vergabe- und das Rechnungsprüfungsamt den Vergabevorschlägen der Vergabestelle
einvernehmlich und ohne Einschränkungen zustimmen.
Er kann so als Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020, das die Stadt Köln von 2009 bis
2014 umgesetzt hat, weiter gefördert werden.
3 Siehe Fußnote 2
3
Haushaltsmäßige Auswirkungen
Nein
Ja, investiv Investitionsauszahlungen €
Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja %
Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 440.900,- €
Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja 308.630,- 70 %
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:
a) Personalaufwendungen €
b) Sachaufwendungen etc. €
c) bilanzielle Abschreibungen €
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:
a) Erträge €
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten €
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:
a) Personalaufwendungen €
b) Sachaufwendungen etc. €
Beginn, Dauer
Begründung:
1. Projektbeschreibung 0.0.2 „Prozessbegleitende Evaluation“ in elf Sozialräumen
Die Maßnahme 0.0.2 „Prozessbegleitende Evaluation“ in elf Sozialräumen ist eine wesentliche Quer-
schnittsmaßnahme des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“. Die Evaluation bildet einen wich-
tigen Beitrag zur Bewertung, Qualifizierung und Weiterentwicklung der Programmumsetzung in den
Sozialräumen. Sie verfolgt das Ziel laufend Bewertungen über den Prozess zu erhalten und Hand-
lungsempfehlungen abzuleiten. Sie ist prozessbegleitend angelegt und nimmt das gesamte Maßnah-
menpaket des Programms in den Blick.
Die Evaluation ist zunächst auf die einzelne Sozialraumebene ausgerichtet. Im Kontext des Pro-
gramms „Starke Veedel – Starkes Köln“ findet die Bündelung und Vernetzung der Ergebnisse aus
den einzelnen Sozialräumen statt und wird im laufenden Prozess dorthin zurückgespiegelt. Somit
zeigt die Evaluation frühzeitig die Wirkung der Maßnahmen im Sozialraum wie auch im Kontext des
Gesamtprogramms auf, um darauf aufbauend weitere notwendige Veränderungen einzuleiten.
2. Das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln
Mit der Vorlage-Nr. 2899/2016 hat der Rat das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ als zu-
kunftsweisendes Leitkonzept zur Sozialraumorientierten Stadtentwicklung beschlossen und die Ver-
waltung unter Nutzung möglicher Förderzugänge mit der Umsetzung der dargestellten Maßnahmen
beauftragt. Das Leitkonzept wurde von der Interministeriellen Arbeitsgruppe (IntermAG) am
04.11.2016 anerkannt. Auf Basis der Anerkennung und des Ratsbeschlusses vom 20.12.2016 (Vor-
lag-Nr. 2899/2016) können Fördermittel des ESF und EFRE beantragt werden.
Parallel zu dem Leitkonzept werden für die einzelnen Sozialräume sozialraumspezifische Integrierten
Stadtentwicklungskonzepten (ISEK) erarbeitet, um über das Programm „Soziale Stadt“ Städtebauför-
dermittel beantragen zu können. Aufgrund des erforderlichen Bearbeitungsaufwandes sieht die Ver-
waltung entsprechend des Ratsbeschlusses vom 20.12.2016 (Vorlag-Nr. 2899/2016) ein gestaffeltes
4
Verfahren vor.
Für die Sozialräume „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord, „Meschenich und Rondorf“ sowie
„Buchheim und Buchforst“ und „Mülheim-Nord und Keupstraße“ als Fortführung des Strukturförder-
programms MÜLHEIM 2020 wurden bereits sozialraumspezifische ISEKS erstellt, die vom Rat am
18.05.2017 beschlossen und dem Land zur Anerkennung vorgelegt wurden (Vorlagen-Nr. 0743/2017;
0737/2017; 0740/2017).
Die sozialraumspezifischen ISEKs für „Humboldt/Gremberg und Kalk“ sowie „Bickendorf, Westend
und Ossendorf“ befinden sich derzeit in der politischen Beratung und werden am 28.09.2017 dem Rat
zur Beschlussfassung vorgelegt (Vorlagen-Nr. 2488/2017; 2481/2017) und zeitgleich dem Land zur
Anerkennung eingereicht.
Die weiteren ISEKs für die Sozialräume „Bilderstöckchen“, „Bocklemünd / Mengenich“, „Höhenberg
und Vingst“, „Ostheim und Neubrück“ sowie „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ befinden
sich derzeit in der Bearbeitung und werden zeitnah in die politischen Gremien eingebracht.
Für die Sozialräume „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord, „Meschenich und Rondorf“ sowie
„Buchheim und Buchforst“ und „Mülheim-Nord und Keupstraße“ als Fortführung des Strukturförder-
programms MÜLHEIM 2020 liegen für die Maßnahme 0.0.2 „Prozessbegleitende Evaluation“ bereits
die Zuwendungsbescheide des Stadtentwicklungsprogramms 2017 vor. Sobald der Bedarfsfeststel-
lungsbeschluss vorliegt, kann die Maßnahme für diese Räume ausgeschrieben werden
Für die weiteren sieben Sozialräume werden Ende 2017 die Förderanträge zum Stadtentwicklungs-
programm 2018 gestellt. Die Zuwendungsbescheide werden voraussichtlich Ende 2019 vorliegen.
Anschließen kann die Ausschreibung der Maßnahme erfolgen.
3. Finanzen
Die Kosten pro Sozialraum setzen sich wie folgt zusammen:
Tagessatz: 1.130,50 € (Brutto)
Arbeitstage: 39
Gesamtkosten pro Sozialraum: 44.090 €
Pro Sozialraum werden 44.090 € Gesamtkosten angesetzt. Da die Sozialräume „Buchheim und Buch-
forst“ sowie „Mülheim-Nord und Keupstraße“ zu einem Handlungsraum zusammengefasst sind, wer-
den die Sozialräume auch bei der Berechnung der Gesamtmaßnahme als ein Handlungsraum be-
trachtet. Die Gesamtkosten für die 11 Sozialräume beträgt somit 440.900 € (10 x 44.090 €).
Die Finanzierung der mit 70 Prozent förderfähigen Maßnahmen erfolgt aus Teilergebnisplan, 0902,
Stadtentwicklung, Teilplanzeile 13 - Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen. Die kalkulierten
Aufwandsermächtigungen sind im Haushaltsplan 2017 inklusive mittelfristiger Finanzplanung bis 2020
veranschlagt beziehungsweise wurden zum Haushaltsplan-Entwurf 2018 inklusive mittelfristiger Fi-
nanzplanung bis 2021 angemeldet.
4. Vergabe
Die jeweiligen Vergabeverfahren für die vorgenannten Leistungen werden entsprechend den gesetzli-
chen Vergabebestimmungen und der städtischen Vergabeordnung (KVO) in Abstimmung mit dem
Zentralen Vergabeamt und dem Rechnungsprüfungsamt durchgeführt.
Gemäß den Bestimmungen des Fördergebers sind städtische Personalkosten nicht förderfähig. Die
zu vergebenen Fremdleistungen dürfen daher nur in Form von Liefer- oder Dienstleistungen, nicht
aber in Form von Honorar-, Dienst- oder Arbeitsverträgen beauftragt werden.
Die Stellungnahme vom Rechnungsprüfungsamt gemäß Bedarfsprüfungsrichtlinie ist als Anlage 2
beigefügt. Die Maßnahmen wurden dem Amt für Personal, Organisation und Innovation gemäß Ziffer
6.3 der Bedarfsprüfungsrichtlinie zur Kenntnis vorgelegt.
5
Anlagen:
Anlage 1 Projektbeschreibung
Anlage 2 Stellungnahme zur Bedarfsprüfung vom Rechnungsprüfungsamt
Laufende Nummer 0.0.2 Handlungsfeld: Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung
Maßnahme Prozessbegleitende Evaluation in den elf Sozialräumen
Inhalt Projektbeschreibung
Die Evaluation bildet einen wichtigen Beitrag zur Bewertung,
Qualifizierung und Weiterentwicklung der Programmumsetzung
in den Sozialräumen. Sie ist prozessbegleitend angelegt und
nimmt das gesamte Maßnahmenpaket in den Blick. Dabei wird
besonders die Wirkung der städtebaulichen Maßnahmen
betrachtet und im Sinne des integrierten Ansatzes der
Quartiersentwicklung vor allem Beteiligungs- und
Aktivierungsprozesse in den Mittelpunkt gestellt.
Die Evaluation ist zunächst auf die Sozialräumebene
ausgerichtet. Im Kontext des Programms „Starke Veedel –
Starkes Köln“ findet die Bündelung und Vernetzung der
Ergebnisse aus den einzelnen Sozialräumen statt und wird im
laufenden Prozess dorthin zurückgespiegelt. Somit zeigt die
Evaluation frühzeitig die Wirkung der Maßnahmen im
Sozialraum wie auch im Kontext des Gesamtprogramms auf, um
darauf aufbauend weitere notwendige Veränderungen
einzuleiten.
Vorgehen und Methode
Die Evaluation ist prozessbegleitend und damit formativ
angelegt. Sie verfolgt das Ziel den Prozess laufend zu bewerten
und Handlungsempfehlungen abzuleiten. Sie baut dabei auf
konkreten Daten auf, die im Rahmen des Controllings erhoben
werden. Aus diesem Grund ist eine Beteiligung beim Aufbau des
Controllings sicherzustellen. Andererseits erfolgt die Bewertung
des Prozesses im Rahmen von diskursiven Prozessen, wie
Workshops, Einzelgesprächen, World-Cafes und ähnliches.
Die prozessbegleitende Evaluation nimmt ein breites Spektrum
an Themen in den Fokus. Eine parallele Bearbeitung aller
Themen ist in der erforderlichen Intensität nicht möglich. Aus
diesem Grund ist vorgesehen, Schwerpunkte zu
unterschiedlichen Zeithorizonten zu setzten. Die konkrete
Abfolge ist im Rahmen des Prozesses festzulegen.
Parallel hierzu ist eine kontinuierliche Selbstevaluation im
Rahmen der Einzelmaßnahmen vorgesehen. Die Träger der
Einzelmaßnahmen werden bei der Selbstevaluation unterstützt
und qualifiziert (zum Beispiel über Leitfragen, Erhebung von
Kennwerten), so dass der laufende Prozess kontinuierlich
bewertet und die Ergebnisse in die „prozessbegleitende
Evaluation“ zurück gespiegelt werden können. Die Ergebnisse
bilden einen elementaren Beitrag für die Gesamtevaluation.
Die Gesamtsteuerung der Maßnahme „prozessbegleitende
Evaluation“ sowie die Einbindung in das gesamte
Maßnahmenprogramm liegen bei der zentralen
Koordinierungsstelle der Stadtverwaltung (Amt für
Stadtentwicklung und Statistik). Auch das Controlling wird im
Aufgabenbereich der zentralen Koordinationsstelle umgesetzt.
So wird sichergestellt, dass eine enge Zusammenarbeit
zwischen Evaluation und Controlling erfolgt und
Wechselwirkungen berücksichtigt werden.
Für die Erbringung der Leistungen der einzelnen Module werden
eine zusätzliche externe Expertise und ein Ressourceneinsatz
benötigt, so dass eine Ausschreibung der Leistungen
vorgesehen ist.
Zielgruppe Die Maßnahme kommt allen Zielgruppen in den Sozialräumen
zugute. Sie ist dabei sehr breit aufgestellt, von der Verwaltung
über Träger, Politik, sonstige staatliche Institutionen auf
kommunaler Ebene, Sozialraumkoordination bis hin zu weiteren
(organisierten) Akteuren und Interessensvertretungen im
Quartier sowie Bewohnerinnen und Bewohner.
Ziele Querschnittsziel
Sozialraumorientierte Stadtentwicklung
Projektziel
Die Evaluation verfolgt das Ziel laufend Bewertungen
über den Prozess zu erhalten und
Handlungsempfehlungen abzuleiten. Die Qualifizierung
und Weiterentwicklung der Programmumsetzung steht im
Fokus der Evaluation
Indikatoren Anzahl der durchgeführten Methoden
(Expertengespräche, World Café, etc.)
Bereitstellung von Zwischenergebnissen
Kosten Sozialräume Buchheim und Buchforst sowie Mülheim-Nord
und Keupstraße
Kalkulierte Tagessätze Brutto: je 1.130,50 €
39 Tage: 44.090 €
Gesamtkosten: 44.090 €
Die Maßnahme ist für den Sozialraum bereits bewilligt.
Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord
Kalkulierte Tagessätze Brutto: je 1.130,50 €
39 Tage: 44.090 €
Gesamtkosten: 44.090 €
Die Maßnahme ist für den Sozialraum bereits bewilligt.
Sozialraum Meschenich und Rondorf
Kalkulierte Tagessätze Brutto: je 1.130,50 €
39 Tage: 44.090 €
Gesamtkosten: 44.090 €
Die Maßnahme ist für den Sozialraum bereits bewilligt.
Sozialraum Bickendorf, Westend und Ossendorf
Kalkulierte Tagessätze Brutto: je 1.130,50 €
39 Tage: 44.090 €
Gesamtkosten: 44.090 €
Sozialraum Bilderstöckchen
Kalkulierte Tagessätze Brutto: je 1.130,50 €
39 Tage: 44.090 €
Gesamtkosten: 44.090 €
Sozialraum Bocklemünd / Mengenich
Kalkulierte Tagessätze Brutto: je 1.130,50 €
39 Tage: 44.090 €
Gesamtkosten: 44.090 €
Sozialraum Höhenberg und Vingst
Kalkulierte Tagessätze Brutto: je 1.130,50 €
39 Tage: 44.090 €
Gesamtkosten: 44.090 €
Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk
Kalkulierte Tagessätze Brutto: je 1.130,50 €
39 Tage: 44.090 €
Gesamtkosten: 44.090 €
Sozialraum Ostheim und Neubrück
Kalkulierte Tagessätze Brutto: je 1.130,50 €
39 Tage: 44.090 €
Gesamtkosten: 44.090 €
Sozialraum Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil
Kalkulierte Tagessätze Brutto: je 1.130,50 €
39 Tage: 44.090 €
Gesamtkosten: 44.090 €
Gesamtkosten für elf Sozialräume: 440.900 €
Projektlaufzeit / Zeitraum Umsetzungszeitraum je Sozialraum:
36 Monate / 3 Jahre
Der Maßnahmenstart in den Sozialräumen, in denen bereits
Bewilligungen vorliegen: 01.01.2018 bis 31.12.2020
Der Maßnahmenstart für die weiteren Sozialräume erfolgte
entsprechend des gestaffelten Verfahrens.
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Förderung Städtebauförderung
Anlage 1_Bedarfsfeststellungsbeschluss_0.0.1 Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung
39854 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin
Dezernat, Dienststelle
VI/15/152
152/1
Vorlagen-Nummer
3096/2017
Freigabedatum
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung
Betreff
Starke Veedel - Starkes Veedel
Hier: Bedarfsfeststellung für das Projekt 0.0.1 "Büro für Quartiersmanagement und
Aktivierung" in elf Sozialräumen
Beschlussorgan
Rat
Gremium Datum
Beschluss:
1. Der Rat erkennt den Bedarf der Maßnahme 0.0.1 „Büro für Quartiersmanagement und Aktivie-
rung“ an. Er beauftragt die Verwaltung vorbehaltlich der Anerkennung der noch ausstehenden
sozialraumspezifischen Integrierten Stadtentwicklungskonzepte (ISEK)1 die Maßnahme in den
nachfolgenden elf Sozialräumen als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes
Köln“ extern zu vergeben:
Bickendorf, Westend und Ossendorf
Bilderstöckchen
1 Für nachfolgende Sozialräume steht eine Anerkennung der sozialraumspezifischen ISEKs durch das Land NRW aus:
„Bickendorf, Westend und Ossendorf“, „Bilderstöckchen“, „Bocklemünd / Mengenich“, „Höhenberg und Vingst“, „Humboldt /
Gremberg und Kalk“, „Ostheim und Neubrück“ und „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“
Stadtentwicklungsausschuss 09.11.2017
Bezirksvertretung 7 (Porz) 09.11.2017
Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 13.11.2017
Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 23.11.2017
Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 04.12.2017
Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 04.12.2017
Bezirksvertretung 5 (Nippes) 07.12.2017
Bezirksvertretung 8 (Kalk) 07.12.2017
Stadtentwicklungsausschuss 14.12.2017
Ausschuss Soziales und Senioren 14.12.2017
Finanzausschuss 18.12.2017
Rat 19.12.2017
2
Buchheim und Buchforst2
Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord
Bocklemünd / Mengenich
Höhenberg und Vingst
Humboldt / Gremberg und Kalk
Meschenich und Rondorf
Mülheim-Nord und Keupstraße3
Ostheim und Neubrück
Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil
Die Finanzierung der mit 70 Prozent förderfähigen Maßnahmen erfolgt aus Teilergebnisplan, 0902,
Stadtentwicklung, Teilplanzeile 13 - Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen.
2. Der Rat verzichtet auf die Vorlage zur formalen Vergabeentscheidung, wenn das Vergabe-
und das Rechnungsprüfungsamt den Vergabevorschlägen der Vergabestelle einvernehmlich
und ohne Einschränkungen zustimmen.
Beschlussalternative:
Der Rat erkennt den Bedarf der Maßnahme 0.0.1 „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“
nicht an.
2 Aufgrund besonderer Fördervoraussetzungen wurden die Sozialräume „Buchheim und Buchforst“ sowie „Mülheim-Nord
und Keupstraße“ zu einem Handlungsraum zusammengefasst. Er kann so als Fortschreibung des Strukturförderprogramms
MÜLHEIM 2020, das die Stadt Köln von 2009 bis 2014 umgesetzt hat, weiter gefördert werden.
3 Siehe Fußnote 2
3
Haushaltsmäßige Auswirkungen
Nein
Ja, investiv Investitionsauszahlungen €
Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja %
Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 7.186.468,50 €
Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja 5.030.527,95
70 %
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:
a) Personalaufwendungen €
b) Sachaufwendungen etc. €
c) bilanzielle Abschreibungen €
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:
a) Erträge €
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten €
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:
a) Personalaufwendungen €
b) Sachaufwendungen etc. €
Beginn, Dauer
Begründung:
1. Projektbeschreibung 0.0.1 „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ in elf Sozial-
räumen
Die Maßnahme 0.0.1 „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ in elf Sozialräumen ist eine
wesentliche Querschnittsmaßnahme des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“.
Die Maßnahme geht der Frage nach, wie erfolgreich Stadtentwicklung aus dem Quartier heraus erfo l-
gen kann, welche Faktoren zum Gelingen beitragen und wie die Bewohnerinnen und Bewohner aktiv
in die Quartiersentwicklung eingebunden werden können. Entsprechend dieser vielschichtigen Frag e-
stellung, setzt sich das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ aus vier bzw. fünf unte r-
schiedlichen Projektbausteinen zusammen.
Quartiersmanagement
Verfügungsfonds
Bestandserhebung und Schnittstellenmanagement
Öffentlichkeitsarbeit
In den Sozialräumen „Bocklemünd und Mengenich“, „Ostheim und Neubrück“ sowie „Buchheim und
Buchforst“ und „Mülheim -Nord und Keupstraße“ soll zudem ein fünfter Projektbaustein umges etzt
werden
Aufbau einer bürgerschaftlichen Kultur der Wohnumfeldpflege, Müllvermeidung und Müllbese i-
tigung
Für den Projektbaustein „Aufbau einer bürgerschaftlichen Kultur der Wohnumfeldpflege, Müllverme i-
4
dung und Müllbeseitigung“ erfolgt ein separater Bedarfsfeststellungsbeschluss. Für die Sozialräume
„Buchheim und Buchforst“ sowie „Mülheim -Nord und Keupstraße“ liegt der Bedarfsfeststellungsb e-
schluss bereits vor (Vorlage Nr. 1843/2017).
Das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ bündelt die ver schiedenen Projektbausteine
unter einem Dach, die jeweils darauf abzielen, die Quartiersentwicklung im Sinne der sozialraumor i-
entierten Stadtentwicklung umzusetzen. Dabei bildet die Aktivierung der Bewohnerinnen und B e-
wohner sowie der weiteren ortsansässig en Akteure den Schwerpunkt des „Büros für Quartiersm a-
nagement und Aktivierung“.
Die genannten Projektbausteine mit hohem aktivierendem Charakter bedürfen einer zentralen Steu e-
rung und Vernetzung, die durch die Zusammenführung des „Büros für Quartiersmanag ement und
Aktivierung“ gewährleistet wird. Es wird eine gemeinsame räumliche Verortung vorgenommen.
Die einzelnen Projektbausteine stehen jeweils für sich als inhaltlich selbständige Maßnahmen, die
auch von unterschiedlichen Projektträgern umgesetzt werde n können. Bei der Maßnahmenumse t-
zung wird jedoch vorausgesetzt, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Projek t-
bausteinen erfolgt und Wechselwirkungen berücksichtigt werden.
2. Das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln
Mit der Vorlage-Nr. 2899/2016 hat der Rat das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ als zu-
kunftsweisendes Leitkonzept zur Sozialraumorientierten Stadtentwicklung beschlossen und die Ver-
waltung unter Nutzung möglicher Förderzugänge mit der Umsetzung der dargestellten Maßnahmen
beauftragt. Das Leitkonzept wurde von der Interministeriellen Arbeitsgruppe (IntermAG) am
04.11.2016 anerkannt. Auf Basis der Anerkennung und des Ratsbeschlusses vom 20.12.2016 (Vor-
lag-Nr. 2899/2016) können Fördermittel des ESF und EFRE beantragt werden.
Parallel zu dem Leitkonzept werden für die einzelnen Sozialräume sozialraumspezifische Integrierten
Stadtentwicklungskonzepten (ISEK) erarbeitet, um über das Programm „Soziale Stadt“ Städtebauför-
dermittel beantragen zu können. Aufgrund des erforderlichen Bearbeitungsaufwandes sieht die Ver-
waltung entsprechend des Ratsbeschlusses vom 20.12.2016 (Vorlag-Nr. 2899/2016) ein gestaffeltes
Verfahren vor.
Für die Sozialräume „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord, „Meschenich und Rondorf“ sowie
„Buchheim und Buchforst“ und „Mülheim-Nord und Keupstraße“ als Fortführung des Strukturförder-
programms MÜLHEIM 2020 wurden bereits sozialraumspezifische ISEKS erstellt, die vom Rat am
18.05.2017 beschlossen und dem Land zur Anerkennung vorgelegt wurden (Vorlagen-Nr. 0743/2017;
0737/2017; 0740/2017). Die sozialraumspezifischen ISEKs für „Humboldt/Gremberg und Kalk“ sowie
„Bickendorf, Westend und Ossendorf“ befinden sich derzeit in der politischen Beratung und werden
am 28.09.2017 dem Rat zur Beschlussfassung vorgelegt (Vorlagen-Nr. 2488/2017; 2481/2017) und
zeitgleich dem Land zur Anerkennung eingereicht. Die weiteren ISEKs für die Sozialräume „Bilderstö-
ckchen“, „Bocklemünd / Mengenich“, „Höhenberg und Vingst“, „Ostheim und Neubrück“ sowie „Porz-
Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ befinden sich derzeit in der Bearbeitung und werden zeit-
nah in die politischen Gremien eingebracht.
Für die Sozialräume „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord, „Meschenich und Rondorf“ sowie
„Buchheim und Buchforst“ und „Mülheim-Nord und Keupstraße“ als Fortführung des Strukturförder-
programms MÜLHEIM 2020 liegen für die Maßnahme 0.0.1 „Büro für Quartiersmanagement und Akti-
vierung“ bereits die Zuwendungsbescheide des Stadtentwicklungsprogramms 2017 vor. Sobald der
Bedarfsfeststellungsbeschluss vorliegt, kann die Maßnahme für diese Räume ausgeschrieben wer-
den
Für die weiteren sieben Sozialräume werden Ende 2017 die Förderanträge zum Stadtentwicklungs-
programm 2018 gestellt. Die Zuwendungsbescheide werden voraussichtlich Ende 2019 vorliegen.
Anschließen kann die Ausschreibung der Maßnahme erfolgen.
5
3. Finanzen
Sozialraum Quartiersma-
nagement
Verfügungs-
fonds
Bestands-
analyse und
Schnittstel-
lenma-
nagement
Öffentlich-
keitsarbeit
Kosten
Bickendorf, Westend
und Ossendorf
286.863,50 € 268.506 € 52.360 € 150.661 € 758.390,50 €
Bilderstöckchen 286.863,50 € 167.832 € 52.360 € 150.660 € 657.715,50 €
Buchheim und Buch-
forst / Mülheim-Nord
und Keupstraße
282.576 € 163.091 € 52.360 € 150.661 € 648.688 €
Blumenberg, Chor-
weiler und Seeberg-
Nord
282.575 € 246.275 € 52.360 € 150.660 € 731.870 €
Bocklemünd / Men-
genich
286.863,50 € 112.644 € 52.360 € 150.660 € 602.527,50 €
Höhenberg und
Vingst
286.863,50 € 268.768,50 € 52.360 € 150.660 € 758.652 €
Humboldt / Grem-
berg und Kalk
286.863,50 € 417.406,50 € 52.360 € 150.661 € 907.291 €
Meschenich und
Rondorf
282.580 € 178.490 € 52.360 € 150.660 € 664.090 €
Ostheim und Neu-
brück
286.863,50 € 221.980,50 € 52.360 € 150.660 € 711.864 €
Porz-Ost, Finken-
berg, Gremberg-
hoven und Eil
286.863,50 € 255.496,50 € 52.360 € 150.660 € 745.380 €
Gesamtsummen 2.855.775,50 € 2.300.490 € 523.600 € 1.506.603 € 7.186.468,50 €
Die Finanzierung der mit 70 Prozent förderfähigen Maßnahmen erfolgt aus Teilergebnisplan, 0902,
Stadtentwicklung, Teilplanzeile 13 - Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen. Die kalkulierten
Aufwandsermächtigungen sind im Haushaltsplan 2017 inklusive mittelfristiger Finanzplanung bis 2020
veranschlagt beziehungsweise wurden zum Haushaltsplan-Entwurf 2018 inklusive mittelfristiger Fi-
nanzplanung bis 2021 angemeldet.
4. Vergabe
Die Vergaben für die Projektbausteine
Quartiersmanagement
Bestandsanalyse und Schnittstellenmanagement
Öffentlichkeitsarbeit
müssen für jeden der elf Sozialräume extern vergeben werden.
Für den Projektbaustein „Verfügungsfonds“ ist keine Vergabe erforderlich. Die operative Abwicklung
des Verfügungsfonds erfolgt in Arbeitsteilung zwischen dem Quartiersmanagement und der zentralen
Koordinierungsstelle beim Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Die jeweiligen Vergabeverfahren für die vorgenannten Leistungen werden entsprechend den gesetzli-
chen Vergabebestimmungen und der städtischen Vergabeordnung (KVO) in Abstimmung mit dem
6
Zentralen Vergabeamt und dem Rechnungsprüfungsamt durchgeführt.
Gemäß den Bestimmungen des Fördergebers sind städtische Personalkosten nicht förderfähig. Die
zu vergebenen Fremdleistungen dürfen daher nur in Form von Liefer- oder Dienstleistungen, nicht
aber in Form von Honorar-, Dienst- oder Arbeitsverträgen beauftragt werden.
Die Stellungnahme vom Rechnungsprüfungsamt gemäß Bedarfsprüfungsrichtlinie ist als Anlage 2
beigefügt. Die Maßnahmen wurden dem Amt für Personal, Organisation und Innovation gemäß Ziffer
6.3 der Bedarfsprüfungsrichtlinie zur Kenntnis vorgelegt.
Anlagen:
Anlage 1 Projektbeschreibung
Anlage 2 Stellungnahme zur Bedarfsprüfung vom Rechnungsprüfungsamt
Laufende Nummer 0.0.1 Handlungsfeld: Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung
Maßnahme Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung in elf Sozial-
räumen
Inhalt Ausgangslage
Beim Blick auf die Sozialstruktur in den elf Sozialräumen zeigt sich
eine geringe Perspektive zur Teilhabe der Bewohnerschaft. Es
wird deutlich, dass Unterstützungs- und Beratungsangeboten nach
wie vor eine hohe Bedeutung zukommt. Die Aktivierung der B e-
wohnerschaft spielt bei der Verantwortung für die Sozialräume als
Ganzes und für das Wohnumfeld im engeren Sinn eine wichtige
Rolle. Die Aktivierung und Teilhabe der Bewohnerschaft stellt eine
große Herausforderung dar, der mit niederschwelligen Angeboten
zu begegnen ist. Eine positivere Imagebildung für die Sozialräume
ist für die Entwicklung der Veedel unabdingbar.
In den Sozialräumen besteht bereits ein vielseitiges Hilfesystem,
welches unmittelbar entlastende Auswirkungen auf die Quartier s-
entwicklung nimmt. In Teilbereichen mangelt es jedoch an einem
lückenlosen Schnittstellenmanagement, welches im Rahmen des
integrierten Ansatzes und einer Vielzahl von aktivierenden Pr o-
zessen von hoher Bedeutung ist.
Schnittstelle zur Sozialraumkoordination:
Mit dem Programm „Lebenswerte Veedel“ wird bereits seit 2006 in
elf Sozialräumen konsequent ein integriertes sozialraumorientier-
tes Handlungskonzept verfolgt.
Die Sozialraumkoordinatoren sind organisatorisch bei den Bürge r-
ämtern angebunden. Mit der Koordination in den Sozialräumen
sind zehn freie Träger beauftragt, eine Koordination erfolgt in städ-
tischer Trägerschaft. Diese arbeiten nach den methodischen Pri n-
zipien der sozialraumorientierten Arbeit: 1. Orientierung an den
Bedarfen und Interessen der Wohnbevölkerung, 2. Nutzung der
Stärken und Potenziale der Menschen sowie der Ressourcen des
Sozialraums, 3. Stärkung von Selbsthilfe, Eigeninitiative und Tei l-
habe, 4. Erschließung von zusätzlichen externen Ressourcen, 5.
Zielgruppen und bereichsübergreifende Ansätze, 6. Kooperation
und Vernetzung der Aktivitäten und Angebote im Sozialraum.
Die Sozialraumkoordination nimmt seit Jahren erfolgreich eine a k-
tive Koordinationsfunktion wahr und arbeite t aktiv an der Sich e-
rung und dem Ausbau der Netzwerke in den Sozialräumen.
Die Umsetzung des Maßnahmenprogramm s „Starke Veedel –
Starkes Köln“ in den Sozialr äumen kann durch die elf vorhand e-
nen Sozialraumkoordinatorinnen beziehungsweise Sozialraumko-
ordinatoren nicht zusätzlich geleistet werden. Durch das Pr o-
gramm „Starke Veedel – Starkes Köln“ entsteht ein neuer Koord i-
nierungs- und Abstimmungsaufwand. Die Akze ptanz und Impl e-
mentierung des Handlungsprogramms kann in den Sozialräumen
aber nur gelingen, wenn Bewohnerschaft und Akteure für dieses
Programm sensibilisiert werden und Zugangsstrukturen genutzt
werden. Die Maßnahme „Büro für Quartiersmanagement und Akt i-
vierung“ soll in enger Abstimmung mit den Sozialraumkoordinati o-
nen die Umsetzung des Maßnahmenprogrammes sichern. Zum
einen in den spezifischen Themenbereichen – hier insbesondere
der Aufbau von Präventionsketten – sowie zum anderen bei B e-
darf – seien dies problematische Wohnquartiere und Nachba r-
schaften oder auch notleidende Einkaufsstraßen.
Die wesentlichen Aufgaben des Quartiermanagements zur Umset-
zung des Programms sind demnach in enger Abstimmung mit der
Sozialraumkoordination und den institutionellen Akteuren vor Ort.
Das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ setzt an die-
sen Punkten an und ist somit optimal auf die Bedürfnisse der S o-
zialräume ausgerichtet.
In der Praxis ergibt sich vor Ort ein Team aus der Bürgeramtsle i-
tung, der Sozialraumkoo rdination und der Programmsteuerung
„Starke Veedel – Starkes Köln“, welches mit Blick auf die umz u-
setzenden Maßnahmen um weitere Akteure ergänzt wird.
Bürgeramtsleitung
Steuerungsfunktion
Sozialraumkoordination Programmsteuerung
Vernetzung vor Ort „Starke Veedel – Starkes Köln“
Projektbeschreibung
Das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ setzt an den
oben genannten Herausforderungen und Bedarfs lagen an. Die
Maßnahme geht der Frage nach, wie erfolgreich Stadtentwicklung
aus dem Quartier heraus erfolgen kann, welche Faktoren zum Ge-
lingen beitragen und wie die Bewohnerinnen und Bewohner aktiv
in die Quartiersentwicklung eingebunden werden können. E nt-
sprechend dieser vielschichtigen Fragestellung, setzt sich das „Bü-
ro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ aus vier bzw. fünf
unterschiedlichen Projektbausteinen zusam men. Nachfolgende
Projektebausteine sind in den vier Sozialräumen Buchheim und
Buchforst, Mülheim-Nord und Keupstraße, Blumenberg, Chorwe i-
ler und Seeberg -Nord sowie Meschenich und Rondorf vorges e-
hen.
Quartiersmanagement
Verfügungsfonds
Bestandserhebung und Schnittstellenmanagement
Öffentlichkeitsarbeit
In den Sozialräumen Buchheim und Buchforst sowie Mülheim-Nord
und Keupstraße soll zudem ein fünfter Projektbaustein umgesetzt
werden
Aufbau einer bürgerschaftlichen Kultur der Wohnumfel d-
pflege, Müllvermeidung und Müllbeseitigung.
Das „Büro für Quartiersma nagement und Aktivierung“ bündelt die
verschiedenen Projektbausteine unter einem Dach, die jeweils d a-
rauf abzielen, die Quartiersentwicklung im Sinne der sozialrau m-
orientierten Stadtentwicklung umzusetzen. Dabei bildet die Aktivie-
rung der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der weiteren ort s-
ansässigen Akteure den Schwerpunkt des „Büros für Quartier s-
management und Aktivierung“.
Die genannten Projektbausteine mit hohem aktivierendem Charak-
ter bedürfen einer zentralen Steuerung und Vernetzung, die durch
die Zusammenführung des „Büros für Quartiersmanagement und
Aktivierung“ gewährleistet wird. Es wird eine gemeinsame räuml i-
che Verortung vorgenommen.
Die einzelnen Projektbausteine stehen jeweils für sich als inhaltlich
selbständige Maßnahmen, die auch von unterschiedlichen Projekt-
trägern umgesetzt werden können. Bei der Maßnahmenumse t-
zung wird jedoch vorausgesetzt, dass eine enge Zusammenarbeit
zwischen den einzelnen Projektbausteinen erfolgt und Wechse l-
wirkungen berücksichtigt werden.
Projektbaustein: Quartiersmanagement
Im Rahmen des Integrierten Handlungsprogramms „Starke Veedel
– Starkes Köln“ sind für die Sozialräume eine Reihe von Maßnah-
men geplant, die einen neuen und zusätzlichen Koordinierung s-
aufwand auslösen, der durch die schon bestehenden Strukturen
nicht gedeckt werden kann. Das Quartiersmanagement übernimmt
die Aufgabe, die maßnahmenumsetzenden Träger in Abstimmung
mit der Sozialraumkoordination bei den Zugängen zu den Zie l-
gruppen und bei der Akquise der Teilnehmenden im Sinne eines
„One-face-to the-customer“ zu unterstützen. Darüber hinaus stellt
das Quartiersmanagement die Vernetzung der Maßnahmen s i-
cher.
Das Quartiersmanagement ist Ansprechpartner und Lotse für alle
Belange des sozialraumbezogenen Programms und bildet die
Schnittstelle in die Verw altung, es dient somit als lokal verortete
Kommunikationsdrehscheibe und Informationsvermittlung. Es sen-
sibilisiert die Bewohnerschaft und die lokalen Akteure für das Pr o-
gramm „Starke Veedel – Starkes Köln“, nutzt die vorhandenen Zu-
gangsstrukturen und sich ert somit den Erfolg des Integrierten
Handlungsprogramms. Neben der Ansprache der Bewohnerschaft
wird das Quartiersmanagement auch zentraler Ansprechpartner
für die weiteren lokalen Akteure sein. Insbesondere mit Blick auf
die Initiierung einer aktiven Eig entümerstruktur zur Verbesserung
der Wohnsituation in den Sozialräumen wird die Ansprache und
Mobilisierung der Wohnungseigentümer eine weitere Aufgabe der
Quartiersmanager darstellen. Mit Blick auf die heterogene Beba u-
ungs- und Eigentümerstruktur bestehen vielfältige Möglichkeiten
für Aufwertungsmaßnahmen an den Gebäudefassaden und für
Maßnahmen zur Entsiegelung und Begrünung von Häusern und
(Innen-)Höfen, zum Beispiel über das geplante Haus -, Hof - und
Fassadenprogramm. Im Projektbaustein „Verfügungsfonds“ wird
das Quartiersmanagement unterstützend und begleitend mitwi r-
ken, die Maßnahme „Bestandserhebung und Schnittstellenm a-
nagement“ wird ebenfalls durch das Quartiersmanagement unte r-
stützt.
Vor dem Hintergrund des politischen Interesses am Gesamtpr o-
gramm wi rd die Gremienarbeit ebenfalls ein Aufgabenfeld des
Quartiersmanagements darstellen.
Für die Erbringung der Leistungen wird zusätzliche Expertise und
Ressourceneinsatz benötigt, so dass eine Ausschreibung vorg e-
sehen ist.
Projektbaustein: Verfügungsfonds
Der Verfügungsfonds bietet eine finanzielle Unterstützung für die
Umsetzung von Projektideen in den vier Sozialräumen. Bewohne-
rinnen und Bewohner, Träger vor Ort sowie Vereine, Arbeitsgru p-
pen und -kreise und andere können Anträge für die Förderung von
Projektideen beantragen. Voraussetzung ist dabei, dass die Ideen
einen inhaltlichen Bezug zu den Sozialräumen haben und in die
Bedarfslage vor Ort passen. Mit Hilfe des Verfügungsfonds soll
somit das bürgerschaftliche Engagement mobilisiert werden.
Der Verfügungsfonds dient dazu, die städtebaulichen Maßnahmen
in den Sozialräumen zu flankieren und die Beteiligungsprozesse
vorzubereiten. Beispielsweise könnten Beteiligungsmaßnahmen
wie Malwettbewerbe zur Gestaltung des Spielplatzes (Maßnahme
2.0.4) oder Nachbar schaftsfeste und Begegnungstage zur Mieter -
und Eigentümeraktivierung umgesetzt werden, bei denen konkrete
Bezüge zu den städtebaulichen Maßnahmen entstehen. Die Richt-
linien des Verfügungsfonds werden dementsprechend ausgesta l-
tet.
Im Rahmen des Verfügungsfonds – ein niedrigschwelliges Aktivie-
rungsinstrument – übernimmt das Quartiersmanagement be i-
spielsweise die Aufgabe, Bewohnerinnen und Bewohner sowie
weitere Sozialraumakteure für eine Antragstellung zum Verf ü-
gungsfonds zu motivieren und sie bei der Umset zung ihrer Ideen
und Vorstellung zu unterstützen.
Förderanträge zum Verfügungsfonds sind an das in den Sozia l-
räumen verortete Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung
zu stellen. Potenzielle Anträge werden dort zunächst auf grun d-
sätzliche Förderfähigk eit geprüft und dann in enger Abstimmung
mit der Sozialraumkoordination inhaltlich bewertet und bei Bedarf
priorisiert. Hierfür wird durch das Quartiersmanagement eine A r-
beitsgruppe zur fachlichen (Vor-)Bewertung der Anträge eingerich-
tet. Die letztendliche Beschlussfassung von Förderanträgen erfolgt
durch einen Veedelsbeirat, der als Entscheidungsgremium für den
betreffenden Sozialraum einzurichten ist.
Die operative Abwicklung des Verfügungsfonds erfolgt in Arbeit s-
teilung zwischen dem Quartiersmanagement und der zentralen
Koordinierungsstelle beim Amt für Stadtentwicklung und Statistik.
Projektbaustein: Bestandserhebung und Schnittstellen -
management
Der Projektbaustein bildet die Basis des Prozesses einer „Stad t-
entwicklung aus dem Quartier heraus“. Im Mittelpunkt steht dabei
zunächst die Schaffung von Grundlagen für die Umsetzung des
Prozesses zur Sozialraumorientierten Stadtentwicklung. Diese um-
fasst die Analyse der lokalen Akteurs - und Angebotsstruktur, die
Ableitung der Handlungsbedarfe und das Aufze igen von Schnit t-
stellen. Auf den Erkenntnissen aufbauend, erfolgt die detaillierte
Umsetzungskonzeption des Prozesses und das Wissensmanag e-
ment (laufende Bereitstellung der Informationen für alle Akteure in
den Sozialräumen).
Im Rahmen des Projektbausteins „Bestandserhebung und Schnitt-
stellenmanagement“ zeigt das Quartiersmanagement die Zugänge
zu den ortsansässigen Akteuren auf und benennt Angebote und
Systeme.
Für die Erbringung der Leistungen wird zusätzliche Expertise und
Ressourceneinsatz benötigt, s o dass eine Ausschreibung vorg e-
sehen ist.
Projektbaustein: Öffentlichkeitsarbeit
Der Projektbaustein setzt sich aus unterschiedlichen Instrumenten
der Öffentlichkeitsarbeit und Medienarbeit zusammen. Es wird ein
Strategie- und Kommunikationskonzept zur Öffentlichkeitsarbeit
und zur „Vermarktung“ des sozialraumbezogenen Programms e r-
arbeitet. Der Schwerpunkt liegt dabei in den Themen Beteiligung,
Mitwirkung und Aktivierung. Ziel ist es , die unterschiedlichen Ziel-
gruppen niederschwellig und bedarfsgerecht z u erreichen und die
dafür erforderlichen Instrumente zu entwickeln. Darüber hinaus
wird auf die klassischen Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit z u-
rückgegriffen, um die Inhalte des Programms „Starke Veedel –
Starkes Köln“ zu kommunizieren.
Für die Erbrin gung der Leistungen wird zusätzliche Expertise und
Ressourceneinsatz benötigt, so dass eine Ausschreibung vorg e-
sehen ist.
Projektbaustein: Aufbau einer bürgerschaftlichen Kultur der
Wohnumfeldpflege, Müllvermeidung und Müllbeseitigung
Dieser Projektbaust ein wird in den Sozialräumen Buchheim und
Buchforst sowie Mülheim -Nord und Keupstraße umgesetzt . Das
Projekt knüpft an der bereits im Rahmen von MÜLHEIM 2020 u m-
gesetzte Maßnahme „Hallo Nachbar, danke schön!“ an. Ziel des
Projekts ist es, Bewohnerinnen und Bewohner in den Sozialrä u-
men zu motivieren, aktiv bei der Pflege und Instandhaltung ihres
Lebensraums mitzuwirken. Die Sozialräume sollen erkennbar
sauberer und gepflegter, das nachbarschaftliche Miteinander g e-
stärkt und die Integration von Migrantinnen un d Migranten gefö r-
dert werden. Hierzu bedarf es zunächst einer Änderung vorhand e-
ner Einstellungen und Verhaltensweisen.
Zielgruppe des Vorhabens ist die gesamte Bewohnerschaft der
Sozialräume, wobei ein zielgruppengenauer Zuschnitt der durc h-
zuführenden Maßn ahmen als Schlüssel zum Erfolg angesehen
wird. In dem Bemühen, das Bewusstsein zu verändern und bü r-
gerschaftliches Engagement zu fördern, konzentriert sich das Pr o-
jekt auf folgende Arbeitsbereiche:
Eine kontinuierliche zielgruppengenaue Öffentlichkeitsarbeit
Nachhaltige umweltpädagogische Maßnahmen in örtlichen
Bildungs- und Betreuungseinrichtungen
Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfelds
Die Umsetzung der Maßnahme erfolgt in enger Abstimmung mit
der Sozialraumkoordination sowie in sorgfältiger Auswertun g von
Synergiepotentialen, die sich in der Zusammenarbeit mit jenen
Maßnahmen des Integrierten Handlungskonzeptes „Starke Veedel
- Starkes Köln“ eröffnen, die komplementäre Zielsetzungen au f-
weisen.
Für die Erbringung der Leistungen wird zusätzliche Experti se und
Ressourceneinsatz benötigt, so dass eine Ausschreibung vorg e-
sehen ist.
Zielgruppe Die Zielgruppe ist sehr breit aufgestellt. Die Maßnahme kommt
insbesondere den unterschiedlichen Teilgruppen der Bewohneri n-
nen und Bewohnern in den Sozialräumen zugute. Aber auch die
Verwaltung, Träger, Politik, sonstige staatliche Institutionen auf
kommunaler Ebene, Sozialraumkoordinatorinnen und -
koordinatoren, weitere (organisierte) lokale Akteure und Intere s-
sensvertretungen sind in die Zielgruppe inbegriffen.
Ziele Projektbaustein: Quartiersmanagement
Querschnittsziel
Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung
Operative Ziele
Aufgewertete und vernetzte Begegnungs - und Lebensrä u-
me
Verbesserte Aktivierung der Mieter am Wohnort
Projektziele
Das Quartiersmanagement zielt darauf ab die Bewohnerschaft der
Sozialräume zu erreichen, zu aktivieren und zu unterstützen. Es
handelt sich um eine niedrigschwellige und aktivierende Maßna h-
me zur Verbesserung von Teilhabe und Mitwirkung. Ziel ist es,
über die Maßnahmen des Programms „Starke Veedel – Starkes
Köln“ die Verantwortung der Bewohnerinnen und Bewohner sowie
weiterer Akteure für das „eigene“ Veedel langfristig zu stärken, zu
stabilisieren und selbsttragende Strukturen auszubauen. Darüber
hinaus werden folgende Ziele verfolgt:
Koordination und Bündelung der im Rahmen vorgesehe nen
Bewohnerbeteiligungen und -aktivierungen sowie weiterer
Akteure vor Ort in Abstimmung mit der Sozialraumkoordina-
tion
Intensivierung des nachbarschaftlichen, bürgerschaftlichen
und ehrenamtlichen Engagements durch den Verfügung s-
fonds
Verbesserung der Vernetzung und Kooperation der Akteure
in den Sozialräumen in Bezug auf die in dem Integrierte
Handlungskonzept „Starke Veedel – Starkes Köln“ vera n-
kerten Maßnahmen
Projektbaustein: Verfügungsfonds
Querschnittsziel
Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung
Projektziel
Mit dem Verfügungsfonds wird das Ziel verfolgt, Bewohn e-
rinnen und Bewohner sowie lokale Akteure der Sozialräume
aktiv in die Quartiersentwicklung einzubeziehen. Im Focus
steht die Intensivierung des nachbarschaftlichen, bürge r-
schaftlichen und ehrenamtlichen Engagements. Die kur z-
fristige und unkomplizierte Umsetzung einer Vielzahl von
kleinen Projekten und Maßnahmen soll zur Verbesserung
des Miteinanders in den Sozialräumen füh ren. Forciert wer-
den soll insbesondere eine Verbesserung in der Kommun i-
kation und Vernetzung innerhalb der Bürgerschaft der Soz i-
alräume sowie eine Stärkung der Kooperation der Akteure
untereinander.
Projektbaustein: „Bestandsanalyse und Schnittstellen-
management“
Querschnittsziel
Sozialraumorientierte Stadtentwicklung
Projektziel
In den Sozialräumen werden bereits eine Vielzahl an Aktiv i-
täten und Maßnahmen wirksam, stehen in der Praxis aber
oftmals zu stark nebeneinander. Mit dem Baustein „B e-
standsanalyse und Schnittstellenmanagement“ sollen im
Sinne einer sozialraumorientierten Handlungsweise die
Maßnahmen vor Ort vernetzt, vorhandene Lücken über e r-
gänzende Maßnahmen geschlossen und Dopplungen au f-
gezeigt werden. Ziel ist es die Zusammenarbeit in allen
Fachbereichen der Verwaltung sowie mit der Bürgerschaft
und den weiteren Akteuren vor Ort zu stärken. Dabei knüpft
der Prozess bei den bestehenden Strukturen sowie den Ak-
tivitäten und Angeboten der Akteure vor Ort an, die bereits
eine Vielzahl an laufenden Maßnahmen umsetzen.
Projektbaustein: Öffentlichkeitsarbeit
Querschnittsziel
Verbesserte Teilhabe- und Mitwirkung
Operative Ziele
Verbesserte Aktivierung der Mieter am Wohnort
Stärker unterstützte und entwickelte Wohnadresse
Projektziele
Ziel der Öffentlichkeitsarbeit ist es, einen aktiven Prozess
zur Konsens- und Imageentwicklung zu initiieren, in dessen
Vordergrund die Entwicklung eines neuen positiven „Stad t-
teil-Gefühls" steht.
Eine breit ausgerichtete Öffentlichkeitsarbeit dient darüber
hinaus der Information und Aktivierung der Akteure in be i-
den Sozialräumen. Sie richten sich im Wesentlichen an
Bewohnerinnen und Bewohner, Multiplikatoren und Unte r-
nehmen sowie weitere Akteure und verfolgt dabei das Ziel,
das Programm und die damit verbundenen Ma ßnahmen
bekannt zu machen und eine positive Aufbruchsstimmung
in den Sozialräumen zu erzeugen.
Die Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit setzten bei der
Beteiligung und Aktivierung der Bevölkerung und Akteuren
vor Ort an und bilden einen wichtigen Beitrag z ur Mitgestal-
tung des Programms durch die Bewohnerschaft.
Projektbaustein: Aufbau einer bürgerschaftlichen Kultur der
Wohnumfeldpflege, Müllvermeidung und Müllbeseitigung
Operative Ziele
Verbesserte Umweltbildung und -beratung sowie umwel t-
bewusstere Lebensweise
Geminderte und gemilderte Umweltbelastungen
Projektziele
Verbesserung von Einstellungen und Verhaltensweisen g e-
genüber dem eigenen Lebensraum
Verhaltensänderung
Förderung von Eigeninitiative und Bürgerengagement
nachhaltige Reduzierung des Müllaufkommens
Indikatoren Projektbaustein: Quartiersmanagement
Bekanntheit, Akzeptanz und praktische Annahme des Quar-
tiersmanagements bei der Bewohnerschaft
Anzahl der Teilnehmenden bei den durchgeführten Vera n-
staltungen
Projektbaustein: Verfügungsfonds
Anzahl der beantragten Maßnahme
Anzahl der durchgeführten Maßnahmen
Anzahl der beteiligten Personen
Projektbaustein: „Bestandsanalyse und Schnittstellen-
management“
Anzahl der Prozessbeteiligten
Anzahl der entwickelten bedarfsorientierten Angebote im
Konsens
Anzahl der beteiligten Dienststellen in der Verwaltung
Anzahl der Zielgruppen, die im Prozess erreicht wurden
Subjektive Einschätzung des Prozesses durch die Prozes s-
beteiligten
Projektbaustein: Öffentlichkeitsarbeit und Marketing
Anzahl der Veröffentlichungen (Flyer, Artikel)
Projektbaustein: Aufbau einer bürgerschaftlichen Kultur der
Wohnumfeldpflege, Müllvermeidung und Müllbeseitigung
Anzahl der Beratungsgespräche
Anzahl der Maßnahmen zur Öffentlichkeitsbeteiligung
Anzahl der durchgeführte n umweltpädagogischen Ma ß-
nahmen
Anzahl der durchgeführten Maßnahmen zur Wohnumfel d-
verbesserung
Verhaltensveränderungen
Hausbildung eines zivilgesellschaftlichen Bewusstseins
Verringerung des Müllaufkommens
Bezugnehmend auf die oben dargestellten Ziele ist auch hier d a-
rauf hinzuweisen, dass „harte“ Indikatoren für den Bewusstsein s-
wandel kaum zu benennen sind. Die Definition von Parametern,
Indikatoren und weiteren Evaluationsmaßnahmen ist Gegenstand
eines differenzierten Evaluationskonzeptes, das sich unter ande-
rem der Methode der qualifizierten Befragung bedienen wird.
Kosten Sozialräume Buchheim und Buchforsts sowie Mülheim -Nord
und Keupstraße
Quartiersmanagement: 282.576 €
Verfügungsfonds: 163.091 €
Bestandsanalyse und Schnittstellenmanagement: 52.360 €
Öffentlichkeitsarbeit: 150.661 €
Aufbau einer bürgerschaftlichen Kultur der Wohnumfeld-
pflege, Müllvermeidung und Müllbeseitigung: 100.000 €
Gesamtkosten: 748.688 €
Die Maßnahme ist für den Sozialraum bereits bewilligt.
Sozialraum Meschenich und Rondorf:
Quartiersmanagement: 282.580 €
Verfügungsfonds: 178.490 €
Bestandsanalyse und Schnittstellenmanagement: 52.360 €
Öffentlichkeitsarbeit: 150.660 €
Gesamtkosten: 664.090 €
Die Maßnahme ist für den Sozialraum bereits bewilligt.
Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord
Quartiersmanagement 282.575 €
Verfügungsfonds 246.275,00 €
Bestandsanalyse und Schnittstellenmanagement 52.360 €
Öffentlichkeitsarbeit 150.660 €
Gesamtkosten: 731.870 €
Die Maßnahme ist für den Sozialraum bereits bewilligt.
Sozialraum Bickendorf, Westend und Ossendorf
Quartiersmanagement 286.863,50 €
Verfügungsfonds 268.506 €
Bestandsanalyse und Schnittstellenmanagement 52.360 €
Öffentlichkeitsarbeit 150.661 €
Gesamtkosten: 758.390,50 €
Sozialraum Bilderstöckchen
Quartiersmanagement 286.863,50 €
Verfügungsfonds 167.832 €
Bestandsanalyse und Schnittstellenmanagement 52.360 €
Öffentlichkeitsarbeit 150.660 €
Gesamtkosten: 657.715,50 €
Sozialraum Bocklemünd / Mengenich
Quartiersmanagement 286.863,50 €
Verfügungsfonds 112644 €
Bestandsanalyse und Schnittstellenmanagement 52.360 €
Öffentlichkeitsarbeit 150.660 €
Aufbau einer bürgerschaftlichen Kultur der Wohnumfeld-
pflege, Müllvermeidung und Müllbeseitigung: 100.000 €
Gesamtkosten: 702.527,50 €
Sozialraum Höhenberg und Vingst
Quartiersmanagement 286.863,50 €
Verfügungsfonds: 268768,5 €
Bestandsanalyse und Schnittstellenmanagement 52.360 €
Öffentlichkeitsarbeit 150.660 €
Gesamtkosten: 758.652 €
Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk
Quartiersmanagement 286.863,50 €
Verfügungsfonds 417.406,5 €
Bestandsanalyse und Schnittstellenmanagement 52.360 €
Öffentlichkeitsarbeit 150.661 €
Gesamtkosten: 907.291 €
Sozialraum Ostheim und Neubrück
Quartiersmanagement 286.863,50 €
Verfügungsfonds 221.980,50 €
Bestandsanalyse und Schnittstellenmanagement 52.360 €
Öffentlichkeitsarbeit 150.660 €
Aufbau einer bürgerschaftlichen Kultur der Wohnumfeld-
pflege, Müllvermeidung und Müllbeseitigung: 100.000 €
Gesamtkosten: 811.864 €
Sozialraum Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil
Quartiersmanagement 286.863,50 €
Verfügungsfonds 255496,5 €
Bestandsanalyse und Schnittstellenmanagement 52.360 €
Öffentlichkeitsarbeit 150.660 €
Gesamtkosten: 745.380 €
Gesamtkosten für elf Sozialräume: 7.486.474,50 €
Projektlaufzeit / Zeitraum Umsetzungszeitraum je Sozialraum:
36 Monate / 3 Jahre
Der Maßnahmenstart in den Sozialräumen, in denen bereits Bewil-
ligungen vorliegen: 01.01.2018 bis 31.12.2020
Der Maßnahmenstart für die weiteren Sozialräume erfolgte en t-
sprechend des gestaffelten Verfahrens.
Für alle Arbeitsmodule ist prozessbegleitend eine Projektlaufzeit
von 36 Monate vorgesehen. Da die Maßnahme einen wichtigen
Rahmen für das Gesamtprogramm bildet und ihr eine wichtige
Grundlage für die Erarbeitung und Implementierung einer sozia l-
raumbezogenen Arbeitsweise zukommt, ist die Maßnahme von
Beginn an bis zum Abschluss des Programms vorzusehen.
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Förderung Städtebauförderung
14 04.08.2017
141/1
15
Externe Vergaben im Programm Starke Veedel - Starkes Köln; Projektbausteine des
Projekts 0.0.1 "Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung" für elf Sozialräume
bzw. zehn integrierte Stadtentwicklungsprojekte (ISEK);
voraussichtlicher Aufwand 6.207.116,39 € netto zzgl. MwSt. = 7.386.468,50 € brutto
hier: Bedarfsprüfung (RPA - Nr. 141/11/13/17)
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit Schreiben vom 26.07.2017 übersandten Sie mir das Ergebnis Ihrer Bedarfsprüfung mit
dazugehörigen Erläuterungen für das Projekt „Büro für Quartiersmanagement und Aktivie-
rung“.
Aufgrund des Leitkonzeptes Starke Veedel – Starkes Köln wurden Handlungskonzepte für elf
Sozialräume entwickelt. Darauf aufbauend erfolgte die Erstellung von zehn integrierten
Stadtentwicklungskonzepten (ISEK), da das Land die beiden Sozialräume Buchheim und
Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße als ein Programmgebiet bewertete.
Es ist beabsichtigt für die Konzepte folgende Maßnahmen extern zu vergeben:
Quartiersmanagement
Verfügungsfonds
Bestandsanalyse und Schnittstellenmanagement
Öffentlichkeitsarbeit
Aufbau einer Kultur der Wohnumfeldpflege, Müllvermeidung, Müllbeseitigung
Aufgrund der von Ihnen vorgelegten Unterlagen erkenne ich den von Ihnen geltend gemach-
ten Bedarf wie folgt an (Bruttobeträge in €):
ISEK
(integrierte Stadtentwicklungsprojekte)
Quartiers-
management
Verfügungs-
fonds
Bestandsanalyse
u. Schnittstellen-
management
Öffentlich-
keitsarbeit
Aufbau
bürgeschaftlicher
Kultur
Wohnumfeld-
pflege,
Müllvermeidung,
-beseitigung
Gesamtkosten
pro ISEK
Buchheim u. Buchforst, Mülheim-Nord u. Keupstr. 282.576 163.091 52.360 150.661 * 648.688
Meschenich u. Rondorf 282.580 178.490 52.360 150.660 nicht vorgesehen 664.090
Blumenberg, Chorweiler u. Seeberg-Nord 282.575 246.275 52.360 150.660 nicht vorgesehen 731.870
Bickendorf, Westend u. Ossendorf 286.863 268.506 52.360 150.661 nicht vorgesehen 758.390
Bilderstöckchen 286.863 167.832 52.360 150.660 nicht vorgesehen 657.715
Boklemünd / Mengenich 286.863 112.644 52.360 150.660 100.000 702.527
Höhenberg u. Vingst 286.863 268.768 52.360 150.660 nicht vorgesehen 758.652
Humbold / Gremberg u. Kalk 286.863 417.406 52.360 150.661 nicht vorgesehen 907.291
Ostheim u. Neubrück 286.863 221.981 52.360 150.660 100.000 811.864
Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven u. Eil 286.863 255.496 52.360 150.660 nicht vorgesehen 745.380
Gesamtkosten pro Maßnahme 2.855.775 2.300.490 523.600 1.506.603 200.000 7.386.468
* zzgl. 100.000 € als Bedarf bereits anerkannt mit Schreiben vom 09.06.2017 (RPA-Nr. 141/11/10/17)
2
Der Projektbaustein „Aufbau einer bürgerschaftlichen Kultur der Wohnumfeldpflege, Müll-
vermeidung und Müllbeseitigung ist nur für drei Quartiere vorgesehen. Da die Maßnahme
bereits für ein Quartier geltend gemacht und anerkannt wurde, sind hier nur die Quartiere
Bocklemünd / Mengenich sowie Ostheim und Neubrück betroffen. Laut Ihren Ausführungen
werden die Durchführung der Vergabeverfahren und die Umsetzungen dieser Teilprojekte
durch das Amt -57- erfolgen, alle übrigen durch das Amt -15-.
Mit freundlichen Grüßen
gez. Schneider
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- 0443/2018
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 22.02.2018
- Erstellt
- 06.02.2018 10:41