3246/2022
Projektanträge im Rahmen des neunten Antragsdurchlaufs des Verfügungsfonds für das So-ziale-Stadt-Gebiet „Humboldt/Gremberg und Kalk
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Anlage 3_Bücher_Ei Kalk_geschwärzt
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Beiblatt zum Antrag vom Bücher_ei für Gelder aus dem Verfügungsfond Punkt 1. Bewerbung der Lesungen und Workshops/ööfentlichkeitsarbeit Wir haben mit dem Bücher_ei verschiedene Kanäle in den Sozialen Medien (Instagram und Facebook), die wir betreiben und auf denen wir unsere Veranstaltungen bewerben. Hier haben wir auch schon mehrere hunderte Follower, darunter viele Menschen die in Kalk leben und auch Kalker Institutionen wie z.B. das In house. Zudem haben wir einen Email Verteiler den wir stetig erweitern und pflegen, dort haben wir unter anderem Email Adressen von Menschen aus Kalk die sich bei unseren vorherigen Veranstaltungen auf den Email Verteiler haben setzen lassen, aber auch selbstorganisierte Migrantische Gruppen wie Demask, Afrokultur, Initative Keupstr., dem Kölner Komitee für Grundrechte, oder Swaf zur Unterstützung von Geflüchteten. Vor Veranstaltungen entwerfen wir Flyer und eine kleiner Anzahl an Plakaten die wir im Kalker Stadtgebiet verteilen. So haben schon Flyer von uns ausgelegen beim In House, bei Vision e.V, beim Nobiko, der Kaffeebar Bambule oder dem Bürgerhaus auf der Kalk Mülheimer Str.. Bisherige Veranstaltungen und Feste des Bücher_ei’s wurden immer sehr gut besucht, so dass wir durch unsere bestehenden Strukturen und dem Verteilen von Flyern und Plakaten im Kalker Stadtgebiet eine große Erreichbarkeit der Menschen im Veedel haben. Punkt 2. Öffnen in den Sozialraum Als Kooperationspartner unserer Veranstaltungsreihe im Sozialraum würden wir auf das In House zugehen, mit dem Inhouse haben wir schon häufiger Kontakt und auch schon gemeinsam zu Veranstaltung aufgerufen. Die Stadtteil Bücherei in Kalk haben wir bisher noch nicht in unserem Netzwerk, können uns aber gut vorstellen für einzelne Veranstaltungen bzw. die im Förderantrag beschriebene Veranstaltungsreihe in Kooperation zu gehen.
Anlage 2_Kalk ist koscher_geschwärzt
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Stadt Köln Starke Veedel - Starkes Köln Die Oberbürgermeisterin Antrag auf Zuwendungen Amt für Stadtentwicklung und Statistik aus dem Verfügungsfonds Willy-Brandt-Platz 2 50679 Köln Telefax 0221 / 221-28493 E-Mail starke.veedel@stadt-koeln.de Antrag auf Gewährung einer Zuwendung aus dem Verfügungsfonds Humboldt/Gremberg und Kalk Antragstellerin oder Antragsteller (Gruppe, Verein, Einrichtung, Person) Sozialraumkoordination Kalk Kinderschutzbund Köln Ansprechpartnerin oder Ansprechpartner Familienname Vorname Projekttitel Kalk ist koscher - Nachklang Das Projekt ist eine (Bitte maximal zwei Möglichkeiten ankreuzen.) [| Maßnahme zur Aktivierung des Bewohnerengagements Maßnahme zur Stärkung der Gemeinschaft und der Nachbarschaft Maßnahme zur Stärkung der Eigenverantwortung und Selbsthilfe der im Sozialraum lebenden Bürgerinnen und Bürger Maßnahme zur Stärkung des Images und der Identifikation mit dem Sozialraum Projektbeginn Projektende 01.10.2022 31.10.2022 Seite 1 von4 Beschreibung des Projektes (sofern nötig, kann eine Anlage beigefügt werden) _ Im vergangenen Jahr organisierte ein Arbeitskreis in Kalk die Veranstaltungsreihe "Kalk ist koscher" im Rahmen des Jubiläums 1700 jüdisches Leben in Deutschland. Die Reihe fand ein großes medials Echo und alle Veranstaltungen, Führungen durch die Geschichtswerkstatt, Hofkantine, Konzert und Kinovorführungen | waren gut besucht. Die Rückmeldungen aller Besucher*innen waren sehr positiv. | Mehrere Bürger*innen kamen auf uns zu mit dem Wunsch, weitere kulturelle Veranstaltungen in Kalk möglich zu machen. Die Kongress der European Piano Teachers Association (EPTA) findet in diesem Jahr in Köln an der Musikhochschule statt. Zwei Konzertpianisten aus Israel sind zu diesem Kongress eingeladen. Die Kirchenmusikerin der | evangelischen Gemeinde Kalk ist im Präsidium der EPTA | http://epta-deutschland.de/cms/front_content.php?idcat=6=1und kann das Konzertduo Kanazawa-Admony, aus Israel für ein Konzert in Kalk gewinnen. http://Ikanazawa-admony.com/home.asp Das Duo wird am 30. Oktober um 16:00 ein Konzert jüdischer Komponisten aus unterschiedlichen Weltregionen vorstellen. Damit findet das Projekt "Kalk ist koscher" in 2022 einen Nachklang. Alle bisher beteiligten Akteure engagieren sich für das friedliche Zusammenleben in Welche Bewohnergruppen sollen besonders mit dem Projekt angesprochen werden? Alle Bewohner*innen; | Das Konzert ist kostenlos. Eine Spende wird nicht erbeten. Die Veranstaltung ist ein niedrigschwelliges Kulturangebot, das sich an alle Bewohner*innen des Stadtteils richtet. | Was soll das Projekt für die Bewohnerinnen und Bewohner im Sozialraum erreichen? (Zum Beispiel Stärkung des Zusammenhaltes) Ziele des Konzerts: 11. Verbesserung der Identifikation der Bewohner*innen mit den Sozialraumgebieten 12. Ansprache breiter, aber auch neuer Bewölkerungsgruppen, durch ein hochwertiges klassische Kulturangebot 3. Förderung der kulturellen Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen 4. Kontakte und Verbindung schaffen zwischen verschiedenen sozialen Gruppen im |Sozialraumgebiet | 5. Förderung eine positiven Außenwahrnehmung der Sozialraumgebiete Seite 2 von 4 Kosten des Projektes Art der Kosten bitte detailliert darstellen Kosten in Euro Bereitstellung, An- und Abtransport und Stimmung eines Konzertflügels 1200,59 € Miete des Konzertsaals im Klarissenkloster Kalk Sonderpreis 420,00 € Infomaterial, Druck und Verteilung 150,00€ Summe der Kosten inklusive Mehrwertsteuer 1770,59 Summe der Kosten (inklusive Mehrwertsteuer) Einnahmen des Projektes Beiträge oder Spenden 0 Eintrittsgelder oder sonstige Einnahmen 0 Summe der Einnahmen 0 Beantragter Zuschuss aus dem Verfügungsfonds 1770,59 (Differenz Kosten abzüglich Einnahmen, maximal 4999 Euro netto laut Richtlinie) Seite 3 von 4 Begründung zur Auszahlung eines Abschlags vor Projektbeginn Höhe des beantragten Abschlags Maximal 30 Prozent des beantragten Zuschusses, höchstens 1500 Euro. Kontoverbindung der Antragstellerin oder des Antragstellers Kontoinhaberin oder Kontoinhaber Familienname Vorname Die Antragstellerin oder der Antragsteller versichert mit der Unterschrift, dass die beantragte Maßnahme bedarfsgerecht und sinnvoll ist und vorrangige Finanzierungsmöglichkeiten aus anderen Quellen, zum Beispiel bezirks- oder sozialräumliche Mittel oder anderer Fördermittelgeber geprüft wurden. Weiterhin wird mit der Unterschrift bestätigt, dass die in diesem Antrag gemachten Angaben vollständig und richtig sind, einschließlich seiner Anlagen. Hinweis zum Datenschutz Beachten Sie bitte die für dieses Verfahren geltenden Hinweise zum Datenschutz nach Artikel 13 beziehungsweise Artikel 14 DSGVO (Datenschutzgrundverordnung). X Ich bin mit der Verarbeitung meiner personenbezogenen Daten zu dem in den Datenschutzhinweisen genannten Zweck einverstanden. Eine Bearbeitung ist ohne eine entsprechende Einwilligung nicht [#77 £D (de, O du OÖ 7 Ort und Datum Seite 4 von 4
Beschlussvorlage Bezirksvertretung
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IX/15 Vorlagen-Nummer 3246/2022 Freigabedatum Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Projektanträge im Rahmen des neunten Antragsdurchlaufs des Verfügungsfonds für das So- ziale-Stadt-Gebiet „Humboldt/Gremberg und Kalk Beschlussorgan Gremium Datum Beschluss: Die Bezirksvertretung Kalk beschließt dem Antrag des Campus: Gesundheit & Perspektiven (Köln Kalk) auf Zuwendungen aus dem Verfügungsfonds für das Soziale-Stadt-Gebiet „Humboldt/Gremberg und Kalk“ für das Projekt „Veedelsgarten – Wir wachsen an unseren Herausforderungen!“ in der beantragten Höhe von 4.660,00 € brutto, dem Antrag der Sozialraumkoordination Kalk Kinderschutzbund Köln auf Zuwendungen aus dem Verfügungsfonds für das Soziale Stadt-Gebiet „Humboldt/Gremberg und Kalk“ für das Projekt „Kalk ist koscher - Nachklang“ in der beantragten Höhe von 1.770,59 € brutto, dem Antrag der Bücher_ei, selbstorganisierte Bücherei auf der Pflanzstelle Kalk, Neuerburg- straße 18 auf Zuwendungen aus dem Verfügungsfonds für das Soziale-Stadt-Gebiet „Hum- boldt/Gremberg und Kalk“ für das Projekt „Lesungen und Workshops im Bücher_Ei Kalk“ in der beantragten Höhe von 3.200,00 € brutto, statt zu geben. Beschlussalternative Die Bezirksvertretung Kalk beschließt, dass für die drei Anträge oder für einen einzelnen Antrag keine Zuwendungen aus dem Verfügungsfonds für das Soziale-Stadt-Gebiet „Humboldt/Gremberg und Kalk“ bereitgestellt werden. Bezirksvertretung 8 (Kalk) 20.10.2022 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 120.000,00 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja 84.000,00 70 % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Die Stadt Köln hat sich mit Ratsbeschluss vom 20.12.2016 (Vorlage Nr. 2899/2016) für die Durchfüh- rung des Leitkonzepts „Starke Veedel – Starkes Köln“ entschieden. Mit dem Programm „Starke Vee- del - Starkes Köln“ steht die Stärkung der Stadtquartiere mit besonderem Förderbedarf sowie die nachhaltige Verbesserung der Lebenssituation der in diesen Quartieren lebenden Menschen im Fo- kus. Die Aktivierung der in dem Sozialraum lebenden Bürger*innen ist daher ein entscheidender Bau- stein für die erfolgreiche Umsetzung von „Starke Veedel – Starkes Köln“. Mit dem Beschluss des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes im Soziale -Stadt-Gebiet „Hum- boldt/Gremberg und Kalk“ am 28.09.2017 (Vorlage Nr. 2488/2017) wurde die Grundlage geschaffen, um Zuwendungen aus dem Städtebauförderprogramm zu beantragen. Der Förderantrag zur Maß- nahme 0.0.1 „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ wurde mit Zuwendungsbescheid vom 30.09.2019 durch den Fördermittelgeber positiv beschieden. Der Verfügungsfonds ist eine Teilmaßnahme des „Büros für Quartiersmanagement und Aktivierung“. Für das Soziale-Stadt-Gebiet „Humboldt/Gremberg und Kalk“ stehen im Bewilligungszeitraum 2020 - 2023 Zuwendungen aus dem Verfügungsfonds mit einem Gesamtvolumen von 120.000,00 € brutto zur Verfügung. Die maximale Zuwendungshöhe pro Projektantrag wird auf 4.999,00 Euro netto be- grenzt. 3 Grundlage für die Vergabe der Fördermittel aus dem Verfügungsfonds bildet eine kommunale Richtli- nie, die auf Basis der Förderrichtlinie „Stadterneuerung 2008“ des Landes NRW erstellt und von der Bezirksvertretung Kalk, beschlossen wurde (Vorlage Nr.1445/2020). Über die Gewährung einer Zuwendung aus dem Verfügungsfonds entscheidet die Bezirksvertretung Kalk nach einer Vorprüfung der Anträge durch ein Fachgremium, das aus dem Quartiersmanage- ment, je einer/einem Sozialraumkoordinator*in für die Räume Humboldt/Gremberg und Kalk, der Be- zirksjugendpflege sowie je einer/einem Vertreter*in des Interkulturellen Dienstes und des Bürgeram- tes Kalk gebildet wird. In der gesamten Projektlaufzeit sind 11 Antragsdurchläufe vorgesehen. Bei einer Fördersumme von 120.000 € stehen pro Durchgang rund 10.910 € zur Verfügung. Im Rahmen des zum 30.08.2022 beendeten neunten Antragsdurchlaufes wurden vier Anträge als grundsätzlich förderfähig an das Fachgremium weitergeleitet. Das Antragsvolumen der förderfähigen Anträge belief sich im neunten Durchgang auf 14.290,59 € brutto. Der Antrag „Mädchen*Stark“ von Anna Wibbeke und Vera Blum wird nach Überarbeitung durch die Antragstellerinnen erneut dem Fachgremium vorgelegt. Aus dem Beratungsgremium ergeht die Empfehlung an die Bezirksvertretung Kalk, die drei eingegangenen Projekte zu bewilligen: Summe 9.630,59 € 8.092,94 € 9.630,59 € 0 € Antragsteller*in Projekt Gesamtpro- jektkosten brutto Beantragte Förderung netto (Brut- tow ert abzgl. 19% Mw St) Beantragte Förderung brutto Eigenanteil brutto (vom Antrag- steller zu tragen) Campus: Gesundheit & Perspektiven (Köln Kalk) Veedelsgarten – Wir wachsen an unseren Her- ausforderungen! 4.660,00 € 3.915,97 € 4.660,00 € 0 € Sozialraumkoordina- tion Kalk Kinder- schutzbund Köln Kalk ist koscher - Nach- klang 1.770,59 € 1.487,89 € 1.770,59 € 0 € Bücher_ei, selbstor- ganisierte Bücherei auf der Pflanzstelle Kalk, Neuerburgstr. 18 Lesungen und Workshops im Bücher_Ei Kalk 3.200,00 € 2.689,08 € 3.200,00 € 0 € Finanzen Der neunte Antragsdurchlauf endete zum 30.08.2022. Für diesen Durchlauf stehen rund 11.000,00 € brutto zur Verfügung. Die drei fristgerecht beantragten Projekte umfassen ein förderfähiges Gesamtvolumen von 9.630,59 € brutto. Die nicht verausgabten Fördermittel stehen für den folgenden Antragsdurchlauf zur Verfügung. Die Finanzierung der förderfähigen Gesamtkosten der Maßnahme erfolgt aus dem Teilergebnisplan 0902 – Stadtentwicklung, Teilplanzeile 15 – Transferaufwendungen. Anlagen Anlage 1 Projektantrag „Veedelsgarten – Wir wachsen an unseren Herausforderungen“ Campus: Gesundheit & Perspektiven (Köln Kalk) 4 Anlage 2 Projektantrag „Kalk ist koscher - Nachklang“ Sozialraumkoordination Kalk Kinderschutzbund Köln Anlage 3 Projektantrag „Lesungen und Workshops im Bücher_Ei Kalk Bücher_ei, selbstorganisierte Bücherei auf der Pflanzstelle Kalk, Neuerburgstr. 18 Anlagen
Anlage 1_Veedelsgarten_geschwärzt
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Veedelsgarten - Wir wachsen an unseren Herausforderungen! Projektbeschreibung Der Raum hoch 3, mit seinem Veedelsgarten, ist ein Ort für eigene Ideen. Hier sind Mitbürger*innen jeden Alters willkommen und das Angebot wird stetig weiterentwickelt. Es ist ein Ort der Begegnung, an dem Beratung, Bildung und nachbarschaftliche Vernetzung stattfindet. Die Mitbürger*innen werden freundlich und offen von der Veedelslotsin und der Sozialraumkoordinatorin bzw. dem Team willkommen geheißen. So auch wir vom Campus: Gesundheit& Perspektiven. Hier haben wir die Möglichkeit, innerhalb des Lebens- und Sozialraums unserer Klientel, Angebote zum Thema ‚Essbare Stadt‘ zu verorten. Nutzen werden wir dafür in erster Linie den Gartenbereich der Einrichtung. Wir haben vor, hier Hochbeete zu errichten und diese gemeinsam mit unseren Teilnehmer*innen und interessierten Nachbar*innen zu pflegen und zu nutzen. Aber auch ein Gruppenraum mit großzügiger Küchenzeile steht zur Verfügung. So kann gekocht, eingemacht, Samen gesammelt, Tees hergestellt werden und vieles mehr. In diesem Antrag geht es um ein Gartenprojekt, das als Gruppenangebot regelmäßig stattfinden soll. Es wird durch ein Team aus Ergotherapeutin sowie Sozialpädagog*innen vom Campus: Gesundheit und Perspektiven betreut. Campus Gesundheit und Perspektiven ist eine Maßnahme in welcher wir langzeitarbeitslose Menschen mit verschiedenen gesundheitlichen Einschränkungen und oft vielschichtigen sozialen Problemlagen auf dem Weg zu neuen Perspektiven für ihr Leben begleiten. Das Angebot richtet sich an Kalker Bürger*innen, die ihren Lebensunterhalt vom Jobcenter beziehen. In unserer Arbeit erleben wir immer wieder Menschen, die sich seit langer Zeit sehr unselbstständig, isoliert und hoffnungslos fühlen. Im Rahmen unseres Projekts soll für unsere Teilnehmer*innen zum einen Natur erlebbar werden, zum anderen sollen die Menschen niedrigschwellig ins Tun kommen und so Selbstwirksamkeit, Wachstum und Wandel erfahren. Das Gartenprojekt steht zudem jede*r Mitbürger*in offen, die*der Interesse am Gärtnern hat. So bietet sich die Gelegenheit, Menschen aus dem eigenen Sozialraum kennenzulernen und sich zu vernetzen. Für unsere teilweise sehr belasteten Teilnehmer*innen soll hier ein niedrigschwelliges Angebot in Wohnortnähe geschaffen werden, bei dem Verantwortungsgefühl und Gruppenkompetenz gestärkt werden können, jedoch auch ein Ein- oder Ausstieg je nach gesundheitlicher Verfassung jederzeit möglich ist. Im Projekt möchten wir offen ansetzen und so jede*r Teilnehmer*in die Gelegenheit geben, es mit Wünschen und Inhalten zu füllen. Wir verstehen das Projekt nicht nur als Gruppen- und Sozialraumaktivität, sondern auch als Raum zum Lernen und Wissen teilen, für’s Erleben, Diskutieren und Beobachten. Jede*r Besucher*in/ Gärtner*in soll sich je nach Tagesform, Möglichkeiten und Bedürfnissen beteiligen können. Die Eine mit ihren handwerklichen Fertigkeiten oder dem Wissen über Pflanzen und Pflege jener. Der Andere freut sich über niederschwellige Anregungen und darüber regelmäßig frische Kräuter mit nehmen zu dürfen. Manche möchten den Garten mitgestalten und planen; Wer am liebsten kaum sprechen, sondern mehr im Element sein mag, zupft kleine Blätter, zieht Unkraut, gießt und unterstützt somit das Projekt. Und gerade Menschen mit starken psychischen Belastungen sind oftmals froh, ihre Wohnung verlassen zu haben und an der frischen Luft bzw. unter Menschen gewesen zu sein. Während des Projektes wird Wissen bezüglich der Saat, Pflege und Ernte von essbaren Pflanzen angesammelt und geteilt. So soll es auch die Möglichkeit geben, erworbenes Wissen bzw. Fähigkeiten in den Stadtteil hinauszutragen. Beispielsweise in Form von Guerilla-Gardening oder Gärtnern in kleinen Behältnissen. Nach jedem Treffen soll jede*r Teilnehmer*in einen individuellen Mehrwert empfinden. Der Veedelsgarten steht unabhängig unserem Gartenprojekt allen Mitbürger*innen zum Verweilen und Partizipieren offen. In den Hochbeeten sollen liebevoll gestaltete Informationskärtchen stehen. Diese informieren teils über die Pflanzen, andere laden zum gemeinsamen Gärtnern ein. Es soll eine regelmäßig stattfindende Projekt- Gartengruppe geben, wodurch die Pflege der Pflanzen gesichert wird. Beginn des Projekts soll noch im Oktober sein. Zunächst kann geplant, gebaut, geschnuppert, gelernt und ausgetauscht werden. Mit Hilfe der Gewächshausaufsätze hätten wir bereits in den kälteren Monaten Gelegenheit, auszusähen. So bestünde auch die Möglichkeit, gemeinsam mehr über regionalen Anbau rund ums Jahr zu lernen und zu erfahren. Wir wünschen uns, dass das Projekt auch über den Förderungszeitraum hinaus bestehen bleibt. Inhalte und Herangehensweisen • Pflegeleichte Obst- und Gemüsesorten anbauen; hierbei Erfahrungen sammeln und Selbstwirksamkeit erleben. • Zu anderer Stunde Freund*innen, Familie und Nachbarschaft in den Veedelsgarten einladen, um die Entwicklung aufzuzeigen, Erfahrungen zu teilen und zu genießen. (Vernetzung) • Nachhaltiges und ressourcenschonendes arbeiten: ➢ Bei der Auswahl der Pflanzen auf die Gegebenheiten des Ortes achten. Pflanzen wählen, die resistent sind, Hitze gut vertragen und an den jeweiligen Standort passen. ➢ Durch einfache Wege Regenwasser (anstelle von Trinkwasser) verwenden, die low- budget zu Hause nachgebaut werden können. ➢ Regionale, nektarreiche Sorten pflanzen, die somit auch die regionalen Insekten schätzen und unterstützen. (dem Insektensterben entgegenwirken). ➢ Ökologische und biologische Wege der Schädlingsbekämpfung bzw. Tipps und Tricks bezüglich der Vermeidung von Befall. • Die Alexianer und ihr soziales Engagement schätzen, indem man dort Pflanzen ordert. • Hochbeete in unterschiedlichen Höhen und von guter Qualität (somit nachhaltig) von einer sozialen Werkstatt angefertigen lassen. (Kostenvoranschläge der Alexianer und GWK folgen) • Vernetzung mit der Stadt und mit Werkstoffhöfen, um ggf. Material zu recyceln (z.B. ausgediente Zäune als Rankhilfe; Palettenbeete) • Duftbeet für die Sinne und die Psyche, sowie den Eigenbedarf. • Gemeinschaftlich, demokratisch und wertschätzend zu Entscheidungen finden. Vereinbarungen treffen, Verantwortung übernehmen, den Prozess reflektieren und festhalten. • Vertikales Gärtnern, welches auf kleinem Raum adaptiert werden kann (ggf. dem eigenen Balkon) • Die Hochbeete durch Aufbauten für die Phase der Aufzucht als Gewächshäuser nutzbar machen und somit die Pflanzen vor Kälte und Tieren schützen. Mögliche aufbauende Angebote • Kochen und Tee trinken mit Kräutern aus dem Garten • Ernte- und Jahreszeitenfeste • Kräuter und Duftpflanzen zur Weiterverarbeitung trocknen ➢ Duftsäckchen mit getrockneten Pflanzen aus dem Veedelsgarten erstellen ➢ wohltuende Tees ➢ kreativ weiterverarbeiten (Mosaik legen, Grußkarten, Bilder in Passepartouts...) • Einmachen der Ernte • Fotoprojekt/ Informationsbroschüren für das Veedel (Wissen/ Erfahrungen teilen) • in der Gruppe organisierte Vorträge zu gartenrelevanten Themen (Skillsharing) • mit selbstgemachten Pflanzenfarben malen • Herstellung kleiner Pflanzgefäße aus geleerten Behältern nach dem Upcycling-Prinzip. So können kostenfrei und ressourcenschonend Kleinstgärten im eigenen Wohnraum und in der Nachbarschaft entstehen. • Naturerlebnis- und Bildungsworkshops zu von den Teilnehmenden wählbaren Themen. Je nach Bedarf durch externe Expert*innen unterstützt.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungOrte (4)
- Neuerburgstraße 18
- Mülheimer Straße
- Willy-Brandt-Platz 2
- Straße 18
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Details
- Aktenzeichen
- 3246/2022
- Typ
- Beschlussvorlage Bezirksvertretung
- Datum
- 05.10.2022
- Erstellt
- 04.10.2022 16:34