AN/1173/2018
Programm „Gut und sicher zur Schule“
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Gem. Antrag nach § 3 (SPD)
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SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Gruppe BUNT im Rat der Stadt Köln An den Vorsitzenden des Verkehrsausschusses Herrn BM Andreas Wolter Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 30.08.2018 AN/1173/2018 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Verkehrsausschuss 11.09.2018 Programm „Gut und sicher zur Schule„ Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrter Frau Oberbürgermeisterin, die SPD-Fraktion und die Ratsgruppe BUNT bitten, folgenden Antrag auf die Ta- gesordnung der Sitzung des Verkehrsausschusses am 11.09.2018 zu setzen: Beschluss: 1) Die Verwaltung wird beauftragt, ein stadtweites Maßnahmenprogramm „Gut und sicher zur Schule“ aufzulegen. In zwei Schwerpunkten soll die Erstellung einer gesamtstädtischen Prioritätenliste mit Maßnahmen zur Schulwegsicher- heit und Förderung der Verkehrswende betrieben werden: - Schaffung einer besonders geschützten Infrastruktur auf Schulwegen. Schulwegpläne sollen partizipativ aus der Perspektive der Kinder entwi- ckelt bzw. überarbeitet und bauliche Verbesserungen vorgenommen wer- den. - Sicherer und attraktiver Ausbau der Radfahrinfrastruktur der Schulwege (Bspw. Fahrradstraßen, Tempo 30-Zonen, Radfahrwege, gegenläufige Öff- nung von Einbahnstraßen, Fahrradabstellanlagen). 2) Das Programm soll über eine Dauer von fünf Jahren mit 1 Mio. Euro pro Stadtbezirk ausgestattet werden (Gesamt: 9 Mio. Euro für 2019-2024). Die Verwaltung wird die zur Umsetzung erforderlichen personellen Ressourcen ermitteln und den zuständigen Fachausschüssen schnellstmöglich zur Be- schlussfassung vorlegen. Dabei soll die Verwaltung auch aufzeigen, wie die Aufgabe innerhalb der Verwaltung wahrgenommen wird. - 2 - 3) Die Erstellung der Prioritätenliste ist von den verkehrslenkenden Dienststellen in enger Abstimmung mit den Bezirksvertretungen vorzunehmen. Die Umset- zung der zu beschließenden Prioritätenliste ist kooperativ zwischen Verkehrs- ausschuss, Bezirksvertretungen, Schulen, Elternvertretungen, Schüler*innen, der Polizei und der KVB durchzuführen. Die Kompetenzen und Erfahrungen der Fachgruppe Schulwegsicherheit des Zukunftsnetzes Mobilität NRW sind in das Programm einzubinden. Begründung: Die Sicherheit von Kindern auf ihren täglichen Wegen von und zu den Schulen ist ein zentrales Anliegen städtischer Verkehrspolitik. Hier ist ein besonderes Enga- gement aller Beteiligten gefragt, das sich nicht auf einzelne Aktionen zu Beginn eines Schuljahres beschränken darf. Gefragt sind vielmehr Maßnahmen, die in einander greifen und geeignet sind, den Weg unserer Kinder zur Schule und wie- der zurück sicher zu gestalten. Dabei sind die jeweilige Situation vor Ort, die Verkehrsdichte, die Art der Verkehrsmittel und auch unterschiedliche jahreszeitli- che Bedingungen zu berücksichtigen. Ein wesentlicher Faktor für eine erfolgrei- che Schulwegsicherung ist dabei der Austausch und die Zusammenarbeit der Verwaltung mit den örtlichen Bezirksvertretungen, Schulen und Polizei. Vor diesem Hintergrund soll die Verwaltung mit den relevanten Dienststellen ge- meinsam mit den Akteuren – Bezirksvertretungen, Schulen und Elternvertretun- gen, Polizei und KVB – die jeweilige Situation vor Ort analysieren und geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Schulwegsicherheit entwickeln. Bei der Konzeption von Maßnahmen soll das Spektrum der Möglichkeiten, Schul- wege sicherer zu gestalten, breit ausgeschöpft werden. Neben verkehrsregelnden und baulichen Maßnahmen – dies können zusätzliche Markierungen, Boden- schwellen oder auch Verbesserungen z.B. der Beleuchtung sein - sollen bei- spielsweise auch die Entwicklung und Fortschreibung von Schulwegplänen, der Einsatz von Schulwegdienst (Schülerlotsen und Schulweghelfer) sowie, wie in der Vergangenheit bereits praktiziert, die Durchführung entsprechender Kampagnen zur Sensibilisierung aller Verkehrsteilnehmenden für das Thema vorangebracht werden. Vielfach können auch einfache Maßnahmen, die sich schnell und kosten- günstig realisieren lassen, bereits eine deutliche Verbesserung der Situation er- zielen. Auch konsequente Geschwindigkeitskontrollen tragen regelmäßig zur Er- höhung der Schulwegsicherheit bei. Maßnahmen zur Schulwegsicherung sollen dabei alle Verkehrsarten einschließlich des Schulbusverkehrs berücksichtigen. Gute und sichere Schulwege eröffnen Kindern – ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln – die Möglichkeit, eigenständig mobil zu sein. Maßnahmen zur Schulwegsicherung tragen damit wesentlich dazu bei, den „El- terntaxi-Verkehr“ zu reduzieren. Kinder, die eigenständig und sicher am Stra- ßenverkehr teilnehmen, erfahren die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten eige- ner Mobilität und können ein bewusstes Mobilitätsverhalten entwickeln. Hierin ist auch ein nicht zu vernachlässigender Baustein zur Förderung der Verkehrswende - 3 - zu sehen. Eine Beratung und Beschlussfassung der im jeweiligen Stadtbezirk sinnvollen Maßnahmen könnte dabei analog der Umsetzung des Stadtklima- /Stadtverschönerungsprogramms erfolgen. Mit freundlichen Grüßen gez. Dr. Barbara Lübbecke gez. Thomas Hegenbarth SPD-Fraktionsgeschäftsführerin Sprecher Ratsgruppe BUNT
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1173/2018
- Typ
- Gem. Antrag nach § 3 (SPD)
- Datum
- 30.08.2018
- Erstellt
- 30.08.2018 09:45