3948/2018
Benennung eines Platzes nach Kurt Rossa in Köln-Innenstadt
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Beschlussvorlage Bezirksvertretung
3229 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin
Dezernat, Dienststelle
III/23/235/1
235/1-Go
Vorlagen-Nummer
3948/2018
Freigabedatum
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung
Betreff
Benennung eines Platzes nach Kurt Rossa in Köln-Innenstadt
Beschlussorgan
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)
Gremium Datum
Beschluss:
Die Bezirksvertretung Innenstadt beschließt, den Platz, der durch den Heinrich-Böll-Platz im Westen,
dem Reiterstandbild Wilhelm II. im Südwesten, der Begrünung unterhalb des Platzes im Süden, der
Rheinpromenade unterhalb des Platzes im Osten und den Eisenbahnschienen der Deutschen Bun-
desbahn im Norden eingegrenzt wird, zu benennen in
Kurt-Rossa-Platz.
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 24.01.2019
2
Begründung:
Zur Person:
Kurt Rossa wurde am 13. Februar 1930 in Gelsenkirchen geboren.
Nach der Realschule machte Rossa eine Lehre als Elektriker. Auf dem zweiten Bildungsweg holte er
das Abitur nach und absolvierte dann ein Studium der Rechtswissenschaften und der Volkswirtschaft
sowie anschließend ein Studium an der Bundesfinanzakademie in Siegburg.
Von 1970 bis 1973 war er Direktor der Landesfinanzschule NRW/Fachhochschule für Finanzen auf
Schloss Nordkirchen.
Rossa wurde 1973 zum Senatsdirektor für Finanzen (Staatssekretär) beim Senator für Finanzen der
Freien Hansestadt Bremen berufen. 1976 wurde er zum Staatsrat und zum Chef der Staatskanzlei
ernannt.
1977 bis 1989 wurde Rossa für insgesamt zwölf Jahre zum Oberstadtdirektor der Stadt Köln gewählt.
Kurt Rossa engagierte sich für die Kultur- und Kunstszene in Köln und war Vorsitzender des Literatur-
rats NRW.
Während seiner Amtszeit als Oberstadtdirektor wurden u.a. folgende Projekte durchgeführt:
- Neubau der Philharmonie, des Wallraf-Richartz-Museums und des Museums Ludwig
- Umbau des Kölnischen Stadtmuseums
- Eröffnung der Zentralbibliothek und der Gedenkstätte im EL-DE Haus
- Entstehung des Heinrich-Böll-Archivs
- das Jahr der romanischen Kirchen 1985
- Sanierung des Severinsviertels, des Agnesviertels, der Stadtbezirke Kalk, Mülheim, Ehrenfeld und
des Rheinauhafens
- Errichtung des Mediaparks
- Einrichtung der bundesweit ersten Frauengleichstellungsstelle - dem späteren Frauenamt und aktu-
ellem Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern - der Stadtverwaltung Köln
- Neugestaltung der Porzer City
- Anschluss der Stadtteile Kalk, Deutz und Ehrenfeld an die U-Bahn
Kurt Rossa setzte sich für die Lebensqualität in Köln ein. Es wurden fünf Millionen Bäume gepflanzt.
Es entstanden neue Parkanlagen und alte wurden in Stand gesetzt. Beispiele hierfür stellen der Olof-
Palme-Park (Chorweiler), der Humboldtpark (Kalk), der Klettenbergpark (Klettenberg) und der Frie-
denspark (Neustadt-Süd) dar.
Er war als Autor unterhaltsamer Bücher für Kinder und Erwachsene bekannt und schrieb Theaterstü-
cke für kleine Theater. Er hatte eine große Liebe zur Musik. Er selbst spielte Cello. Seiner großen
Liebe zur Musik verdankt Köln die Entscheidung der Gründung der KölnMusik GmbH (Philharmonie).
Kurt Rossa war Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande.
Er verstarb am 01. April 1998 bei Winnerath.
Anlagen
Benennungsplan
Panoramabild zum Benennungsplan
Anlage 1_Benennungsplan Kurt-Rossa-Platz
152 Zeichen
Benennungsplan Kurt-Rossa-Platz N Anlage Kurt- Rossa- Platz Rhein Hohen- zollern- brücke Hauptbahnhof Reiterstandbild Kaiser Wilhelm II.
Anlage 2_Luftbild Kurt-Rossa-Platz
86 Zeichen
Luftbild zum Benennungsplan Kurt-Rossa-Platz Anlage 2 Kurt-Platz Kurt-Rossa- Platz
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungOrte (3)
- Heinrich-Böll-Platz
- Kurt-Rossa-Platz
- Klettenbergpark
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- 3948/2018
- Typ
- Beschlussvorlage Bezirksvertretung
- Datum
- 08.01.2019
- Erstellt
- 28.11.2018 10:08