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3552/2017

Anfrage FDP-Fraktion AN/1583/2017

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 23.11.2017

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Nächste Beratung: Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales, Sitzung am 11.12.2017

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

4201 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
I/1/I/1 
 
Vorlagen-Nummer 23.11.2017 
 3552/2017 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 11.12.2017 
 
Anfrage FDP-Fraktion AN/1583/2017 
Mit Anfrage vom 2.11.2017 (AN/1583/2017) bittet die FDP-Fraktion um Beantwortung einiger Fragen 
in Bezug auf „Luisa“, ein Hilfsangebot für Frauen bei sexueller Belästigung: 
 
1. Welche Planungen gibt es in der Stadt Köln, das Konzept „Ist Luisa hier?“ oder ein ähnli-
ches Konzept zu etablieren?  
Nach den Silvestervorfällen 2015 hat sich ein breites Bündnis, die Kölner Initiative gegen sexuali-
sierte Gewalt, gegründet. Mit dabei sind: Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern, Gleich-
stellungsbeauftragte der Kliniken, Diakonie Michaelshoven e.V.- Frauenberatung und Gewalt-
schutzzentrum, Frauenberatungszentrum e.V., Frauenbeauftragte Ev. Kirchenkreis Köln-Mitte, 
FrauenLeben e.V., HennaMond e.V., LOBBY FÜR MÄDCHEN e.V., Kompetenzzentrum Selbst-
bestimmt Leben Köln; Notruf für vergewaltigte Frauen – Frauen gegen Gewalt e.V., Polizei Köln – 
KK Kriminalprävention, Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Köln – Gewaltschutzzentrum. 
Gewalterfahrungen machen viele Frauen und Mädchen an allen Tagen des Jahres, überall und zu 
jeder Tageszeit. Die Initiative hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, verstärkt auf diesen The-
menkreis aufmerksam zu machen und den notwendigen Diskussions- und Veränderungsprozess 
voranzutreiben. Hierzu werden verschiedene Projekte unter dem Namen „Edelgard“ umgesetzt. 
 
Erster Teil der Kampagne ist das „Edelgard mobil“, wie das seit Silvester 2016 eingesetzte Bera-
tungsmobil inzwischen heißt. Bei Großveranstaltungen sind erfahrene Fachfrauen der Kölner 
Frauenberatungsstellen und der Mädchenberatung erreichbar und klären die Situation. Das Mobil 
steht auf dem Rudolfplatz und kann bei Bedarf seinen Standort verlagern. Die nächsten Einsätze 
finden an Silvester und an allen Karnevalstagen 2018 statt. Telefonisch ist das „Edelgard mobil“ 
unter 0221/221-27777 erreichbar. 
 
Zweiter Teil der Kampagne ist das über das Konzept von „Luisa“ hinausgehende Projekt „Edel-
gard schützt“. Es ist ein Präventionsprojekt für Frauen und Mädchen in Köln und trägt zu einem 
erhöhten Sicherheitsgefühl und einer verbesserten Hilfesituation im öffentlichen Raum bei.  
„Edelgard schützt“ sind ausgewählte Orte in Köln, an denen Frauen sich sicher fühlen können. 
Besitzerinnen und Besitzer von Gaststätten, Kneipen und Geschäften konnten dafür gewonnen 
werden, dieses Konzept zusammen mit der Initiative umzusetzen. Fachfrauen der Initiative schu-
len und informieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der teilnehmenden Orte, wie sie richtig 
reagieren, wenn sich eine Hilfesuchende an sie wendet. Ein Handlungsleitfaden und ein „Notfall-
koffer“ unterstützen bei dieser Aufgabe. Eine professionelle Nachsorge wird durch die an der Initi-
ative beteiligten Frauen- und Mädchenberatungsstellen angeboten, ein Flyer informiert Hilfesu-
chende.

2 
 
 
Die teilnehmenden Lokale und Geschäfte werden durch das Signet „Edelgard schützt“ nach au-
ßen hin sichtbar als „Sicherer Ort“ gekennzeichnet. Frauen und Mädchen finden bei akuter Be-
drohung schnell und unkompliziert einen sicheren Ort, um durchzuatmen und die nächsten Schrit-
te planen zu können. Im Gegensatz zu „Luisa“ bietet „Edelgard“ nicht nur beim Feiern und Ausge-
hen Schutz, sondern stellt langfristig „sichere Orte“ zu allen Tageszeiten zur Verfügung. Auch 
Frauen, die z. B. auf der Straße belästigt wurden, können sich an „Edelgard schützt“ wenden. 
 
2. Welche Kooperationspartner sind vorgesehen?  
Wie unter 1 beschrieben reicht die Bandbreite der avisierten Kooperationspartnerinnen vom Bür-
gerzentrum über das Friseurgeschäft, vom Drogeriemarkt hin zu allen Sparten der Gastronomie.  
 
3. Wann ist voraussichtlich mit der Umsetzung zu rechnen?  
Die Umsetzung des Konzeptes beginnt im Januar 2018 zunächst in Köln-Ehrenfeld und soll im 
Laufe des Jahres auf weitere Stadtteile bzw. langfristig auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet 
werden. 
 
Gez. Dr. Keller

Beratungsverlauf (1)

11.12.2017 Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales
Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3552/2017
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
23.11.2017
Erstellt
17.11.2017 09:56