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Entwurf des Gesamtabschlusses 2018

Haushaltsrechtl. Unterrichtung d. Rates 3153/2021 vom 13.09.2021

Stand: Am 16.09.2021 im Rat beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.

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    Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle II/200 Vorlagen-Nummer 3153/2021 Haushaltsrechtliche Unterrichtung des Rates öffentlicher Teil Gremium Datum Finanzausschuss 13.09.2021 Rechnungsprüfungsausschuss 14.09.2021 Rat 16.09.2021 Entwurf des Gesamtabschlusses 2018 I. Gesetzliche Verpflichtung zur Gesamtabschlussaufstellung Gemäß § 116 Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen (GO) i. V. m. §§ 49 ff. Gemeindehaushaltsver- ordnung Nordrhein-Westfalen (GemHVO) hat die Stadt Köln einen Gesamtabschluss aufzustellen. Danach sind der (Einzel)Jahresabschluss der Stadt Köln sowie die jeweiligen Jahresabschlüsse der verselbstständigten Aufgabenbereiche zu konsolidieren. Während der Einzeljahresabschluss der Kernverwaltung Stadt Köln die Vermögens-, Schulden-, Er- trags-, und Finanzlage aus Sicht der Kernverwaltung darstellt, bildet der Gesamtabschluss die Leis- tungsfähigkeit des Konzerns Stadt Köln ab. Hierzu wird die Vermögens-, Schulden-, Ertrags- und Fi- nanzlage der Kernverwaltung Stadt Köln und ihrer verselbs tständigten Aufgabenbereiche so darge- stellt, als ob es sich um ein einziges, einheitliches Unternehmen handeln würde. Zu diesem Zweck sind alle internen Beziehungen der einbezogenen verselbstständigten Aufgabenbereiche untereinan- der und mit der Kernverwalt ung Stadt Köln im Gesamtabschluss zu eliminieren. Lediglich die Leis- tungsbeziehungen zu Einheiten außerhalb des Konzerns bleiben bestehen. Somit schließt der Ge- samtabschluss eine Lücke zwischen dem Einzelabschluss der Stadt Köln und dem Beteiligungsbe- richt, da die Leistungsfähigkeit der wesentlichen von der Stadt Köln beherrschten Einheiten ohne die internen Leistungsbeziehungen aufgezeigt wird und somit ein gesamtheitliches Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns Stadt Köln dargestellt wird. Gleichwohl ist der sog. Gesamtabschluss seit seiner Einführung wegen des damit verbundenen enormen Verwaltungs- und Buchungsaufwand nicht unumstritten. Die Aufarbeitung offener Gesamt- abschlüsse aus vergangenen Haushaltsjahren stellt viele Kommunen immer noch vor große Proble- me. Je umfangreicher und vielfältiger das Beteiligungsportfolio ist, desto aufwändiger ist der Aufstel- lungsprozess. Die kommunalen Spitzenverbände hatten sich in der Vergangenheit daher mehrfach – zuletzt bei der Erarbeitung des 2. NKF-Weiterentwicklungsgesetzes (2. NKFWG NRW) – dafür einge- setzt, dass die arbeitsaufwändigen Gesamtabschlüsse durch schlanke und lesbare Beteiligungsbe- richte ersetzt werden können. Diesem Vorstoß hat der Gesetzgeber in § 116a GO NRW allerdings nur für Gesamtabschlüsse, die unter bestimmten gesetzlichen Schwellenwerten bleiben, aufgegriffen. Die Stadt Köln bleibt daher zur Aufstellung eines Gesamtabschlusses verpflichtet. 2 II. Gesetz zur Beschleunigung der Aufstellung kommunaler Gesamtabschlüsse (Vereinfachungsregel) Zur Erleichterung der hiermit verbundenen Arbeit besteht für die betreffenden Kommunen derzeit nur die Möglichkeit, die noch fehlenden Gesamtabschlüsse der Jahre 2011 bis 2017 in einem vereinfach- ten Verfahren zusammen mit der Anzeige des Gesamtabschlusses für das Jahr 2018 vorzulegen. Nach derzeitiger Gesetzeslage tritt diese Erleichterungsvorschrift, die mit dem „Gesetz zur Beschleu- nigung der Aufstellung kommunaler Gesamtabschlüsse“ geschaffen wurde, jedoch mit Ablauf des 31. Dezember 2021 außer Kraft. Angesichts der durch die Corona -Pandemie gebundenen Kräfte und der zeit-, arbeits- und kostenin- tensiven Aufarbeitung der offenen, aber veralteten Gesamtabschlüsse bei gleichzeitig geringer Steue- rungsrelevanz haben die kommunalen Spitze nverbände sich jüngst erneut an das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung mit der Bitte gewandt, Erleichterungen oder jedenfalls eine Fristverlängerung zu ermöglichen. Ein Ergebnis der Beratungen bleibt abzuwarten. III. Weiteres Verfahren in der Stadt Köln Auch wenn entsprechende Vorstöße der kommunalen Spitzenverbände ausdrücklich unterstützt und befürwortet werden, sind die in enger Abstimmung mit dem Rechnungsprüfungsamt erarbeiteten wei- teren Verfahrensschritte der Stadt Köln darauf ausgerichtet, den Gesamtabschluss 2018 noch in die- sem Jahr vorzulegen, um von der Erleichterungsregelung in jedem Fall Gebrauch machen zu können. Anderenfalls würden durch die Vorlage und Prüfung der einzelnen Gesamtabschlüsse erhebliche zusätzliche personelle und finanzielle Ressourcen in der Finanzbuchhaltung und beim Rechnungs- prüfungsamt gebunden, ohne dass hiermit Erkenntnis - oder Steuerungsgewinne verbunden wären. Die für die rechtzeitige Vorlage des Gesamtabschlusses 2018 notwendigen Arbeiten wurden daher in enger Abstimmung mit dem Rechnungsprüfungsamt priorisiert (zur Anwendung der Vereinfachungs- regelung zuletzt: Haushaltsrechtliche Unterrichtung 1003/2021, S. 2). Die Vereinfachungsregelung des Gesetzes zur Beschleunigung der Aufstellung kommuna ler Ge- samtabschlüsse sieht vor, auf ein formales Prüfungs - und Bestätigungsverfahren durch den Rat für die lange zurückliegenden Gesamtabschlüsse 2011 bis 2017 zu verzichten. Der Aufwand für das förmliche Prüf- und Bestätigungsverfahren der inzwischen weit zurückliegenden Gesamtabschlüsse würde sich hierdurch für die Beteiligten (Verwaltung, Rechnungsprüfungsamt, Rechnungsprüfungs- ausschuss, Finanzausschuss und Rat) deutlich vermindern. Damit wird auch dem Umstand Rech- nung getragen, dass diese Abschlüsse heute wenig bis keine Aussagekraft mehr haben und mit dem Gesamtabschluss 2018 ein aktuelleres Zahlenwerk vorliegt. Vor diesem Hintergrund ist in enger Abstimmung mit dem Rechnungsprüfungsamt geplant, den Ge- samtabschluss 2018 noch in diesem Jahr dem Rat zur Feststellung vorzulegen. Der von der Kämme- rin aufgestellte Gesamtabschluss 2018 wird nach seiner Bestätigung durch die Oberbürgermeisterin dem Rechnungsprüfungsausschuss und dem Rechnungsprüfungsamt zur Prüfung zugeleitet. Der durch den Rechnungsprüfungsausschuss auf Grundlage des Prüfungsberichtes des Rechnungs- prüfungsamtes geprüfte Entwurf des Gesamtabschlusses 2018 ist entsprechend § 116 Abs. 9 Ge- meindeordnung (GO) durch den Rat - vorgesehen ist die Beschlussvorlage für die Sitzung des Rates am 14.12.2021 - zu bestätigen und anschließend der Aufsichtsbehörde anzuzeigen. Grundlage für den Entwurf des Gesamtabschlusses 2018 bilden die testierten Jahresabschlüsse der zum Konsolidierungskreis gehörenden verselbstständigten Aufgabenbereiche. Der förmlichen Anzeige des Gesamtabschlusses 2018 werden die Gesamtabschlüsse der Vorjahre 2011 bis 2017 in aufgestellter und bestätigter Entwurfsfassung beigefügt. 3 IV. Wesentliche Inhalte des Gesamtabschlusses 2018 Der Entwurf des von der Kämmerin aufgestellten u nd von der Oberbürgermeisterin bestätigten Ge- samtabschlusses ist als Anlage beigefügt. Hierauf und insbesondere den Lagebericht zum Gesamt- abschluss wird verwiesen. Nachfolgend sind die Kerngrößen und Kennzahlen des Gesamtabschlusses 2018 dargestellt: Gesamtabschluss der Stadt Köln 2018 Gesamtkonzernergebnis -109,0 Mio. € Gesamtbilanzsumme 24.420,5 Mio. € Gesamteigenkapital 4.050,7 Mio. € Eigenkapitalquote II 35,6 % Aufwandsdeckungsgrad 101,6 % Investitionsquote 100,7 % Der Gesamtabschluss wird ausgehend vom Einzelabschluss der Kernverwaltung durch Hinzunahme der Werte aus den Einzelabschlüssen der voll zu konsolidierenden verbundenen Unternehmen er- stellt. Dabei werden die sich zunächst ergebenden Summenwerte durch die im Rahmen der Konsoli- dierung vorzunehmenden Veränderungen von Erträgen und Aufwendungen, Schulden und des Kapi- tals angepasst. Zwangsläufig verändern sich damit auch die Kerngrößen und Kennzahlen, wie sie sich im Einzelabschluss darstellen. Im Folgenden wird neben der Erläuterungen der jeweiligen Positionen der Einfluss des Einzelab- schlusses der Kernverwaltung auf den Gesamtabschluss dargestellt: Die Eigenkapitalquote II zeigt, wie hoch der Anteil des Eigenkapitals (einschließlich der Sonderposten für Zuweisungen und Beiträge) an der Bilanzsumme ist. Erhöht sich die Bilanzsumme durch Konsoli- dierung im Gesamtabschluss bei relativ konstantem Eigenkapital aus dem Einzelabschluss des Mut- terunternehmens, sinkt rein rechnerisch die Eigenkapitalquote. Auf Ebene des Konzerns Stadt Köln liegt das absolute Eigenkapital aufgrund der Konsolidierung um 1,1 Mrd. € in 2018 unter dem des Einzelabschlusses der Kernverwaltung. Zugleich steigt die Bilanzsumme um 9,5 Mrd. € gegenüber der des Einzelabschlusses. Daraus ergibt sich die Veränderung der Eigenkapitalquote auf 35,6 % im Vergleich zu 54,3 % im Einzelabschluss 2018 der Kernverwaltung. Der Aufwandsdeckungsgrad lag 2018 bei 101,6 % im Gesamtabschluss gegenüber 97,9 % im Ein- zelabschluss der Stadt Köln. Dieser Vergleich zeigt, dass die in den Konzernabschluss einbezogenen Beteiligungen einen relevanten Beitrag zur Deckung der ordentlichen Aufwendungen durch die or- dentlichen Erträge leisten. Die Investitionsquote lag 2018 bei 100,7 %. Der Einzelabschluss der Stadt weist ein e Quote von 110,6 % aus. Grundsätzlich ist eine Investitionsquote von 100 % oder darüber vorteilhaft, da damit die Abschreibungen auf das Anlagevermögen durch Investitionen kompensiert werden und das Anlage- vermögen ausgeweitet wird. Das Gesamtkonzerndefizit gemäß Gesamtergebnisrechnung beträgt -109,0 Mio. Euro. Darin sind die anderen Gesellschaftern zuzurechnenden Anteile in Höhe von 37,5 Mio. € enthalten. Weitere Informationen zu Berichten, gesellschaftsrechtlichen Veränderungen durch Kauf, Übernah- me, Erwerb oder Verkauf von Anteilen sowie Auswirkungen auf den städtischen Haushalt der einzel- nen Kalenderjahre können dem Beteiligungsbericht 2018 entnommen werden (Beschlussvorlage 0023/2020). Anlage Entwurf Gesamtabschluss 2018
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    Entwurf Gesamtabschluss 2018 Entwurf Gesamtabschluss 2018 – Gesamtbilanz – Gesamtergebnisrechnung – Gesamtanhang – Gesamtlagebericht Dezernat II – Kämmerei Die Oberbürgermeisterin Dezernat II – Kämmerei Druck Zentrale Dienste der Stadt Köln © 2021 Stadt Köln Inhaltsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis .............................................................................................. Gesamtbilanz zum 31.12.2018 .................................................................................. Gesamtergebnisrechnung ......................................................................................... Gesamtanhang zum Gesamtabschluss 2018 der Stadt Köln .................................... 1. Vorbemerkung .................................................................................................... 2. Konsolidierungskreis ........................................................................................... 3. Bestimmung des Erstkonsolidierungsstichtages ................................................. 4. Konsolidierungsmethoden ................................................................................... 5. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ............................... 6. Erläuterungen zur Gesamtbilanz ........................................................................ 7. Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung .................................................... 8. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen .......................... 9. Vorgänge von besonderer Bedeutung bei abweichendem Abschlussstichtag ... Gesamtlagebericht 2018 ........................................................................................... 1. Vorbemerkung ................................................................................................... 2. Überblick über den Geschäftsverlauf ................................................................. 3. Analyse der Vermögens-, Schulden-, Ertrags- und Finanzlage ........................ 4. Chancen und Risiken ......................................................................................... 5. Vorgänge nach dem Abschlussstichtag ............................................................. 6. Organe und Mitgliedschaften ............................................................................. 7. Gesamtaussage in Hinblick auf die dauerhafte Leistungserbringung ................ 8 8 10 2 3  7 7 7 13 19 23 23 26 26 26 36 43 46 47 47 Anlage 1 Konzernunternehmen Gesamtabschluss ................................................... 48 Anlage 2 Erläuterungen zum verwendeten NKF-Kennzahlenset NRW .................... 53 Abkürzungsverzeichnis AöR Anstalt des öffentlichen Rechts AVG AVG Abfallentsorgungs- u. Verwertungsgesellschaft Köln mbH AWB AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH e. E. eigenbetriebsähnliche Einrichtung GAG GAG Immobilien AG GemHVO Gemeindehaushaltsverordnung Nordrhein-Westfalen GO Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen (in der bis 31.12.2018 gültigen Fassung) GoF Geschäfts- oder Firmenwert Grubo Grund und Boden GmbH HGB Handelsgesetzbuch HGK Häfen- und Güterverkehr Köln AG Kliniken Köln Kliniken der Stadt Köln gGmbH KVB Kölner Verkehrs-Betriebe AG NKF Neues Kommunales Finanzmanagement NRW Nordrhein-Westfalen ÖPNV Öffentlicher Personennahverkehr ÖPP Öffentlich-Private-Partnerschaft StEB Stadtentwässerungsbetriebe Köln SWK Stadtwerke Köln GmbH Vj Vorjahr Seite 2 Gesamtbilanz zum 31.12.2018 Seite 3 Aktiva (in Tsd. Euro) 31.12.2018 31.12.2017 Passiva (in Tsd. Euro) 31.12.2018 31.12.2017 1 Anlagevermögen 21.115.288,7 20.861.732,1 1 Eigenkapital 4.050.717,4 4.176.980,0 1.1 Immaterielle Vermögensgegenstände 85.264,8 102.015,6 1.1 Allgemeine Rücklage 3.608.029,8 3.792.284,9 1.2 Sonderrücklagen 6.147,0 6.147,0 1.2 Sachanlagen 19.738.532,4 19.448.056,5 1.3 Ausgleichsrücklage 150.978,3 0,0 1.4 Gesamtjahresergebnis -109.047,9 -55.765,4 1.2.1 Unbebaute Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte 1.777.562,3 1.796.801,8 davon: anderen Gesellschaftern zuzurechnendes Ergebnis 37.456,2 33.286,4 1.2.1.1 Grünflächen 962.760,3 960.652,1 1.5 Ausgleichsposten für die Anteile anderer Gesellschafter 394.610,1 434.313,5 1.2.1.2 Ackerland 158.779,4 170.269,1 1.2.1.3 Wald, Forsten 63.490,3 61.970,0 2 Sonderposten 4.734.334,8 4.779.175,5 1.2.1.4 Sonstige unbebaute Grundstücke 592.532,3 603.910,6 2.1 für Zuwendungen 4.239.261,3 4.267.346,4 1.2.2 Bebaute Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte 6.575.372,2 6.373.777,7 2.2 für Beiträge 395.253,1 417.987,5 2.3 für den Gebührenausgleich 1.520,6 2.020,2 1.2.2.1 Grundstücke mit Kinder- und Jugendeinrichtungen 78.114,8 80.714,6 2.4 Sonstige Sonderposten 98.299,8 91.821,4 1.2.2.2 Grundstücke mit Schulen 1.137.079,3 1.127.628,1 1.2.2.3 Grundstücke mit Wohnbauten 3.191.807,2 3.031.779,7 3 Rückstellungen 4.406.867,0 4.311.406,8 1.2.2.4 Krankenhäuser 167.121,2 172.678,3 1.2.2.5 Sportstätten 119.729,6 121.059,3 3.1 Pensionsrückstellungen 2.710.785,6 2.618.079,8 1.2.2.6 Sonstige Dienst-, Geschäfts- und Betriebsgebäude 1.881.520,2 1.839.917,7 3.2 Rückstellungen für Deponien und Altlasten 211.891,6 215.491,0 3.3 Instandhaltungsrückstellungen 26.271,2 17.363,8 1.2.3 Infrastrukturvermögen 6.661.898,7 6.730.416,6 3.4 Steuerrückstellungen 89.603,6 83.223,3 3.5 Sonstige Rückstellungen 1.368.315,0 1.377.248,8 1.2.3.1 Grund und Boden des Infrastrukturvermögens 966.816,6 966.459,1 1.2.3.2 Brücken und Tunnel 2.119.384,9 2.157.576,9 4 Verbindlichkeiten 10.484.324,5 9.971.525,6 1.2.3.3 Gleisanlagen mit Streckenausrüstung und 461.330,1 485.518,8 Sicherheitsanlagen 4.1 Verbindlichkeiten aus Krediten für Investitionen 7.413.159,0 7.454.835,2 1.2.3.4 Entwässerungs- und Abwasserbeseitigungsanlagen 1.439.684,7 1.470.699,3 4.2 Verbindlichkeiten aus Krediten zur Liquiditätssicherung 1.199.708,9 928.621,3 1.2.3.5 Straßennetz mit Wegen, Plätzen und 613.935,3 642.474,1 2.813,4 30.538,8 Verkehrslenkungsanlagen 1.2.3.6 Stromversorgungsanlagen 393.712,3 335.715,7 4.4 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 612.756,6 560.183,1 1.2.3.7 Gasversorgungsanlagen 137.877,7 132.489,2 4.5 Verbindlichkeiten aus Transferleistungen 10.051,1 6.836,8 1.2.3.8 Wasserversorgungsanlagen 187.726,2 183.110,0 4.6 Sonstige Verbindlichkeiten 823.568,5 643.370,0 1.2.3.9 Abfallentsorgungsanlagen 49.143,5 57.884,6 4.7 Erhaltene Anzahlungen 422.267,1 347.140,4 1.2.3.10 Sonstige Bauten des Infrastrukturvermögens 292.287,4 298.488,9 5 Passive Rechnungsabgrenzung 744.247,8 747.304,4 1.2.4 Bauten auf fremden Grund und Boden 188.609,5 186.952,3 1.2.5 Kunstgegenstände, Kulturdenkmäler 1.622.660,0 1.589.870,0 1.2.6 Maschinen und technische Anlagen, Fahrzeuge 1.056.862,7 1.076.982,6 1.2.7 Betriebs- und Geschäftsausstattung 339.303,1 334.904,4 1.2.8 Geleistete Anzahlungen, Anlagen im Bau 1.516.263,8 1.358.351,1 1.3. Finanzanlagen 1.291.491,6 1.311.659,9 1.3.1 Anteile an verbundenen Unternehmen 234.589,1 233.194,0 1.3.2 Anteile an assoziierten Unternehmen 296.400,1 301.349,8 1.3.3 Beteiligungen 478.976,1 464.123,1 1.3.4 Sondervermögen 88.934,9 88.945,7 1.3.5 Wertpapiere des Anlagevermögens 69.690,5 69.690,5 1.3.6 Ausleihungen 122.901,0 154.356,8 1.3.6.1 an verbundene Unternehmen 23.507,3 23.305,0 1.3.6.2 an Beteiligungen 29.581,2 28.688,1 1.3.6.3 an Sondervermögen 0,0 0,0 1.3.6.4 Sonstige Ausleihungen 69.812,6 102.363,6 2 Umlaufvermögen 2.751.240,6 2.567.448,0 2.1 Vorräte 369.629,8 374.740,0 2.1.1 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Waren 368.307,8 357.687,5 2.1.2 Geleistete Anzahlungen 1.322,0 17.052,5 2.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.618.106,5 1.579.113,6 1.209.895,0 1.207.510,8 2.2.2 Sonstige Vermögensgegenstände 408.211,6 371.602,8 2.3 Wertpapiere des Umlaufvermögens 23.842,5 34.751,7 2.4 Liquide Mittel 739.661,8 578.842,7 3 Aktive Rechnungsabgrenzung 553.962,2 557.212,3 Bilanzsumme 24.420.491,5 23.986.392,3 Bilanzsumme 24.420.491,5 23.986.392,3 2.2.1 Forderungen * Die Verwendung des Jahresergebnisses 2018 kann erst nach Feststellung durch den Rat der Stadt Köln gebucht werden. 4.3 Verbindlichkeiten aus Vorgängen, die Kreditaufnahmen wirtsch aftlich gleichkommen Seite 4 Gesamtergebnisrechnung Seite 5 2018 2 017 1 + Steuern und ähnliche Abgaben 2.280.593.753,33 2.299.148.751,84 2 + Zuwendungen und allgemeine Umlagen 872.630.463,62 922.827.620,28 3 + Sonstige Transfererträge 82.548.251,32 95.738.287,60 4 + Öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte 459.569.419,13 429.242.935,76 5 + Privatrechtliche Leistungsentgelte 6.626.155.476,63 6.293.123.632,81 6 + Kostenerstattungen und Kostenumlagen 474.998.340,45 429.187.299,38 7 + Sonstige ordentliche Erträge 417.213.869,04 335.343.687,63 8 + aktivierte Eigenleistungen 46.758.511,26 40.516.089,62 9 + Bestandsveränderungen 3.065.837,62 -18.408.489,43 10 = Ordentliche Gesamterträge 11.263.533.922,40 10.826.719.815,49 11 - Personalaufwendungen 2.307.909.305,85 2.229.632.147,54 12 - Versorgungsaufwendungen 57.467.123,42 70.463.347,20 13 - Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen 5.177.905.882,85 4.794.920.463,81 14 - Bilanzielle Abschreibungen 822.911.199,53 780.794.137,37 15 - Transferaufwendungen 1.658.177.594,52 1.628.634.729,80 16 - Sonstige ordentliche Aufwendungen 1.061.263.976,93 1.063.748.672,80 17 = Ordentliche Gesamtaufwendungen 11.085.635.083,10 10.568.193.498,52 18 = Ordentliches Gesamtergebnis (10 und 17) 177.898.839,30 258.526.316,97 19 + Finanzerträge 70.524.285,80 71.443.033,86 20 - Finanzaufwendungen 357.471.046,37 384.370.469,31 21 = Gesamtfinanzergebnis (19 und 20) -286.946.760,57 -312.927.435,45 22 = Gesamtergebnis der lfd. Geschäftstätigkeit (18 und 21) -109.047.921,27 -54.401.118,48 23 + Außerordentliche Erträge 0,00 0,00 24 - Außerordentliche Aufwendungen 0,00 1.364.310,44 25 = Außerordentliches Gesamtergebnis (23 und 24) 0,00 -1.364.310,44 26 = Gesamtjahresergebnis (22 und 25) -109.047.921,27 -55.765.428,92 27 - Anderen Gesellschaftern zuzurechnendes Ergebnis 37.456.214,32 33.286.390,43 Ertrags- und Aufwandsarten Ergebnis des Jahres (A ngaben in Euro) Seite 6 Gesamtanhan g zum Gesamtabschluss 2018 der Stadt Köln 1. Vorbemerkung Der Gesamtabschluss der Stadt Köln wurde nach den §§ 116 ff. Gemeindeordnung Nordrh ein-Westfalen (GO) i. V. m. 49 ff. Gemeindehaushaltsverordnung Nordrhein- Westfalen (GemHVO) aufgestellt. In § 50 Abs.1 und Abs. 3 GemHVO wird auf ergän- zende Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) verwiesen. Diese finden in der Fassung vom 10. Mai 1897 (RGBl. S. 105), zuletzt geändert durch Gesetz vom 25. Mai 2009 (BGBl. I S. 1102), entsprechende Anwendung. Soweit im Weiteren auf Einzelvorschriften des HGB Bezug genommen wird, wird auf die Angabe der generellen Verweisungsvorschrift (§ 50 GemHVO) verzichtet. Den Vereinfachungsempfehlungen des Modellprojektes NKF-Gesamtabschluss vom Innenministerium des Landes NRW mit Stand September 2009 wurde gefolgt. Der NKF-Gesamtabschluss wurde zum Stichtag 31.12.2018 aufgestellt. Mit Ausnahme der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Bühnen der Stadt Köln hatten alle anderen voll zu konsolidierenden Betriebe ihren Jahresabschluss ebenfalls zu diesem Stichtag er- stellt. Das Geschäftsjahr der Bühnen umfasst regelmäßig eine Spielzeit (01.09.-31.08.). Entsprechend der Vereinfachungsregelungen aus dem NKF-Modellprojekt wurde in die- sem Fall auf die Erstellung eines Zwischenabschlusses verzichtet und der Abschluss zum 30.09.2018 berücksichtigt. 2. Konsolidierungskreis In den Gesamtabschluss sind neben der Stadt Köln (als Muttergesellschaft) alle we- sentlich en verselbständigten Aufgabenbereiche in öffentlich-rechtlichen Organisations- formen (§ 50 Abs. 1 GemHVO) sowie alle wesentlichen Unternehmen und Einrichtun- gen des privaten Rechts unter der einheitlichen Leitung der Stadt Köln (§ 50 Abs. 2 GemHVO) einzubeziehen (Vollkonsolidierungskreis). Der Vollkonsolidie- rungskreis umfasst neben der Stadt Köln die folgenden Teilbereiche: • Stadtwerke Köln GmbH Teilkonzern (SWK) mit GEW AG, HGK GmbH, KVB AG und zahlreichen weiteren Gesellschaften • Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR (StEB) • eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln Teilkonzern mit Koelnmesse GmbH Teilkonzern • eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gebäudewirtschaft der Stadt Köln • GAG Immobilien AG Teilkonzern (GAG AG), mit Grund und Boden GmbH (Grubo) und weiteren Gesellschaften • Kliniken der Stadt Köln gGmbH (Kliniken Köln) • Bühnen der Stadt Köln Verselbständigte Aufgabenbereiche, die gem. § 50 Abs. 3 GemHVO unter maßgebli- chem Einfluss der Gemeinde stehen, werden im Konsolidierungskreis als assoziierte Unternehmen geführt. Neben dem Flughafen Köln/Bonn GmbH sind weitere Unterneh- men über den Stadtwerke Teilkonzern und den GA Teilkonzern als assoziierte Unter- nehmen einbezogen. Seite 7 Eine Gesamtübersicht über die in den Gesamtabschluss einbezogenen und nicht ein- bezogenen Unternehmen enthält Anlage 1. In Ausübung des Wahlrechts nach § 116 Absatz 3 GO sowie nach § 311 Abs. 2 HGB wurden 51 verbundene Unternehmen nicht vollkonsolidiert. Der Anteil dieser in 2018 als unwesentlich eingestuften verselbstständigten Aufgabenbereiche (gemäß § 116 Abs. 3 GO und § 296 Abs. 2 HGB) an der Gesamtbilanzsumme beträgt 3,77 %. Im Gesamtabschluss sind diese als Finanzanlagen mit ihren fortgeführten Anschaf- fungskosten unter den Positionen „Anteile an verbundenen Unternehmen“ und unter „Sondervermögen“ aktiviert. Von den assoziierten Unternehmen wurden acht als wesentlich eingestuft. Diese sind im Gesamtabschluss „at equity“ bewertet und in der Position assoziierte Unternehmen ausgewiesen. Neben dem Vollkonsolidierungskreis und den assoziierten Unternehmen bestehen wei- tere Beteiligungen an Unternehmen, die unter der Position „Beteiligungen“ ausgewie- sen werden. Über diese Unternehmen übt die Stadt Köln weder einen beherrschenden noch einen maßgeblichen Einfluss aus. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Konsolidierungskreis über den Stadtwerke Teil- konzern verändert. Erstmalig sind der Windpark Benzweiler GmbH & Co. KG, der Wind- park Hamdorf GmbH und Co. KG sowie der Windpark Schönwalde-Altenkrempe GmbH & Co. KG als vollkonsolidierte Unternehmen in den Gesamtabschluss einbezogen. 3. Bestimmung des Erstkonsolidierungsstichtages Bei der Festlegung des Erstkonsolidierungsstichtages bot es sich an, für Zwecke der Kapita lkonsolidierung von den handelsrechtlich bestehenden Wahlmöglichkeiten Ge- brauch zu machen und auf den Zeitpunkt des Erwerbs der konsolidierungspflichtigen Anteile abzustellen. Denn neben den tatsächlichen und bei der Stadt Köln oftmals weit zurückliegenden Zeitpunkten des Erwerbs oder der Gründung von Betrieben kann bei der Aufstellung des Gesamtabschlusses grundsätzlich auch auf den Zeitpunkt der Er- stellung der städtischen Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2008 abgestellt werden. Im Hinblick darauf, dass im Rahmen der Eröffnungsbilanzierung die Vermögensgegen- stände und Schulden zu vorsichtig geschätzten Zeitwerten bewertet worden sind und diese Zeitwerte fiktive Anschaffungskosten zum Eröffnungsbilanz-Stichtag darstellen, wird insoweit eine Anschaffung der städtischen Beteiligung zum Stichtag der Eröff- nungsbilanz fingiert. Dies führt auch dazu, dass auf die seinerzeit erstellten Bewer- tungsgutachten zu den Finanzanlagen zurückgegriffen werden konnte und insoweit die Anfertigung neuer Gutachten zum Stichtag 01.01.2010 für Zwecke des ersten Gesamt- abschlusses entbehrlich war. 4. Konsolidierungsmethoden Die Kapitalkonsolidierung wurd e entsprechend der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB durchgeführt. Die „at Equity“ in den Gesamtabschluss einbezogenen assoziierten Unternehmen wurden in der Gesamtbilanz mit dem Buchwert angesetzt (Buchwertmethode). In Aus- übung des Wahlrechts gemäß § 312 Abs. 5 HGB wurde auf eine Anpassung der asso- ziierten „at equity“ bewerteten verselbstständigten Aufgabenbereiche aus den mittelba- ren Beteiligungen an die konzerneinheitlichen Ansatz- und Bewertungsmethoden ver- zichtet. Ebenso wurde nach festgestellter Unwesentlichkeit keine Zwischenergebniseli- minierung durchgeführt. Seite 8 Zur Kapitalkonsolidierung der jeweiligen verselbständigten Aufgabenbereiche im Ein- zelnen: Flughafen Köln-Bonn Im Rahmen der At-Equity-Konsolidierung des Flughafen Köln Bonn zum 01.01.2010 ist ein Ge schäfts- oder Firmenwert in Höhe von 1.028.640,21 € entstanden. Die Nutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwertes wurde auf 10 Jahre festgelegt, damit ergibt sich ab 2010 eine jährliche Abschreibung in Höhe von 102.684,20 €. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht in der Bilanz ausgewiesen, sondern stellt mit dessen Abschreibung die jährliche Veränderung der Position „Anteile an assoziierten Aufgabenbereichen“ dar. StEB Die Erstkonsolidierung zum 01.01.2010 der Stadtentwässerungsbetriebe Köln führt zu einem Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 18.216.263,00 €. Die Nutzungsdauer ist auf fünf Jahre bestimmt. Die jährliche Abschreibung beträgt 3.643.252,60 €. Für den Gesamtabschluss 2018 wird die Abschreibung der Jahre 2010 bis 2014 direkt mit der Gewinnrücklage verrechnet. Gebäudewirtschaft Die Erstkonsolidierung der Gebäudewirtschaft führte weder zu einem Geschäfts- oder Firmen wert noch zu einem passivischen Unterschiedsbetrag. Kliniken Die zum 01.01.2010 durchgeführte Erstkonsolidierung der Kliniken führte zu einem pas- sivischen Unterschiedsbetrag in Höhe von 6.998.176,23 €, der im selben Jahr direkt mit der Gewinnrücklage verrechnet wurde. GAG Im Rahmen der Erstkonsolidierung zum 01.01.2010 wurde ein passiver Unterschieds- betrag in Höhe von 539.764.538,88 € ermittelt. Die Nutzungsdauer wurde auf 27 Jahre bestimmt. Die Auflösung des passivischen Unterschiedsbetrages erfolgt jährlich er- tragswirksam. VZ Für das Veranstaltungszentrum der Stadt Köln war ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe v on 10.800.567,30 € entstanden. Die Nutzungsdauer des GoF wurde auf fünf Jahre festgelegt. Für den Gesamtabschluss 2018 wurde die Abschreibung der Jahre 2010 bis 2014 direkt mit der Gewinnrücklage verrechnet. SWK Für die Konsolidierung des SWK-Konzerns wurde ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe v on 2.010.547.670,08 € ermittelt. Die Nutzungsdauer für den GoF wurde auf fünf Jahre festgelegt. Die Abschreibungen für die Jahre 2010 bis 2014 wurden mit der Ge- winnrücklage verrechnet. Seite 9 Bühn en Die zum 01.01.2017 durchgeführte Erstkonsolidierung der Bühnen führte zu einem pas- sivischen Unterschiedsbetrag in Höhe von 13.366.494,23 €, der im selben Jahr direkt mit der Gewinnrücklage verrechnet wurde. Die Schuldenkonsolidierung erfolgte gemäß § 303 Abs. 1 HGB durch die Eliminie- rung der Ausleihungen, der Forderungen aus Lieferung und Leistung, der sonstigen Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände mit den korrespondierenden lang- und kurzfristigen Verpflichtungen zwischen den verselbstständigten Aufgabenbe- reichen. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgte gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Erträge mit den auf diese entfallenden Aufwendungen. Von einer Zwischenergebniseliminierung im Gesamtabschluss wurde gemäß § 304 Abs. 2 HGB abgesehen, da sie nach einer überschlägigen Überprüfung für die Vermögens-, Schulden-, Ertrags- und Finanzlage grundsätzlich von untergeordneter Bedeutung ist. 5. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für den Gesamtabschluss wurden die Daten der einbezogenen verselbstständigten Aufgab enbereiche unter Berücksichtigung des Wesentlichkeitsgrundsatzes (§ 308 Abs. 2 Satz 3 HGB) nach den bei der Stadt Köln entsprechend des NKF gelten- den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufbereitet. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden jeweils einzeln angesetzt und be- wertet. Entsprechend dem Realisations- und Imparitätsprinzip wurden Vermögensgegen- stände höchstens mit den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten ange- setzt. Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung werden über ihre Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungs- kosten angesetzt. Der Aufwuchs von Grün-, Wald- und Forstanlagen sowie die Medien- bestände der Stadtbibliothek wurden gemäß § 34 GemHVO nach dem Festwertverfah- ren bewertet. Gemäß § 35 Abs. 1 GemHVO und § 253 Abs. 3 HGB erfolgten die planmäßigen Ab- schreibungen konzerneinheitlich linear, es sei denn, die degressive oder leistungsbe- zogene Abschreibung spiegelt den tatsächlichen Ressourcenverbrauch deutlich besser wider. Die Nutzungsdauern orientieren sich im Wesentlichen an der bei der Stadt Köln fest- gelegten Nutzungsdauertabelle, die auf der Rahmenvorgabe für Kommunen des Innen- ministeriums NRW basiert. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 410,00 € wur- den grundsätzlich im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben und bei Anschaffungskosten bis 60,00 € unmittelbar als Aufwand gebucht. Seite 10 Di e Finanzanlagen wurden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Außerplan- mäßige Abschreibungen wurden vorgenommen, sofern von einer dauerhaften Wertmin- derung auszugehen war. Zuschreibungen erfolgten für außerplanmäßige Abschreibun- gen aus Vorjahren, soweit der ursprüngliche Abschreibungsgrund entfallen war. Die in den Finanzanlagen verbliebenen übrigen Beteiligungen wurden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Seit dem Jahr 2013 wurden Wertveränderungen von Fi- nanzanlagen mit der Allgemeinen Rücklage verrechnet. Die Ausleihungen wurden zum Nennwert aktiviert. Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden zu Anschaffungskosten bzw. zum nied- rigeren Wert am Abschlussstichtag angesetzt. Die Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe, Waren wurden zu fortgeschriebenen Anschaf- fungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten unter Berücksichtigung von Wertberichtigungen für erkennbare Ausfallrisiken aktiviert. In der Position aktive Rechnungsabgrenzung wurden geleistete Auszahlungen aus- gewiesen, die erst in den Perioden nach dem Gesamtabschlussstichtag als Aufwand gebucht werden. Bei geleisteten Zuwendungen, die mit einer mehrjährigen, zeitlich befristeten und ein- klagbaren Gegenleistungsverpflichtung verbunden sind, ist ein aktiver Rechnungsab- grenzungsposten zu bilden. Die so bilanzierten Zuwendungen wurden anteilig über die Dauer der Gegenleistungsverpflichtung aufwandswirksam aufgelöst. Das Eigenkapital setzt sich aus den Positionen Allgemeine Rücklage, der Sonderrück- lage, der Ausgleichsrücklage und dem Gesamtbilanzergebnis zusammen. Es wurde im Rahmen der Gesamtabschlusserstellung um den Ausgleichsposten für die Anteile an- derer Gesellschafter erweitert. Die Position Allgemeine Rücklage bildet im Gesamtab- schluss den Oberbegriff für die Allgemeine Rücklage, das Stammkapital, die Kapital- rücklage, die Ergebnisrücklagen und den passivischen Unterschiedsbetrag aus der Ka- pitalkonsolidierung. Erträge und Aufwendungen aus dem Abgang und der Veräußerung von Vermögens- gegenständen nach § 90 Abs. 3 Satz 1 GO sowie aus Wertveränderungen von Finanz- anlagen wurden unmittelbar mit der allgemeinen Rücklage verrechnet. Zuwendungen und Beiträge für zweckgebundene Investitionen wurden in der Regel als Sonderposten ausgewiesen. Die Sonderposten wurden gemäß § 49 Abs. 3 i. V. m. § 43 Abs. 5 GemHVO brutto bilanziert und entsprechend der Abnutzung des bezu- schussten Vermögensgegenstandes aufgelöst. Bei den im Gesamtabschluss passivier- ten Sonderposten ist zu berücksichtigen, dass gemäß der Empfehlung des Modellpro- jektes bei den verselbstständigten Aufgabenbereichen die Netto–Bilanzierung von Zu- schüssen teilweise beibehalten wurde. Nach §§ 8, 9 und 11 des Kommunalabgabengesetzes NRW wurden die von der Stadt Köln oder einem ihrer verselbstständigten Aufgabenbereiche zur Herstellung, An- schaffung oder Erweiterung von öffentlichen Einrichtungen oder Anlagen erhaltenen Beiträge sowie bestimmte Erschließungsbeiträge als Sonderposten für Beiträge er- fasst. Überschüsse aus der Gebührenkalkulation wurden als Sonderposten für Ge- bührenausgleich ausgewiesen. Unter der Position sonstige Sonderposten wurden alle weiteren von Dritten gewährten Leistungen erfasst, bei denen die Voraussetzungen für die Bildung eines Sonderpostens vorliegen. Seite 11 Alle am Bilanzstichtag bestehenden und erkennbaren Risiken wurden durch die Bildung von Rückstellungen berücksichtigt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen für bestehende Versorgungsansprüche und sämtliche Anwartschaften sowie andere nach dem Dienst- austritt fortgeltenden Ansprüche wurden grundsätzlich nach dem Teilwertverfahren als Barwert bilanziert. Die im Rahmen der Aufstellung des HGB-Einzelabschlusses sowie der HGB-Teilkonzernabschlüsse ermittelten Teil- bzw. Barwerte wurden aufgrund des Wesentlichkeitsgrundsatzes gemäß § 308 Abs. 2 Satz 3 HGB ohne weitere Anpassung für den Gesamtabschluss übernommen. Bei den Rückstellungen für Deponien und Altlasten wurden die zu erwartenden Kos- ten für Rekultivierung und Nachsorge von Deponien passiviert. Gemäß § 36 Abs. 3 GemHVO wurden Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungen angesetzt, wenn das Nachholen der Instandhaltung hinreichend konkret beabsichtigt war und als unterlassen bewertet wurde. Dabei wurde für den Gesamtabschluss der Stadt Köln konzerneinheitlich ein Zeitraum von drei Jahren nach dem Abschlussstichtag festgelegt. Die vorgesehenen Maßnahmen wurden am Abschlussstichtag einzeln be- stimmt und wertmäßig beziffert. Sonstige Rückstellungen wurden u. a. für Altersteilzeit, nicht beanspruchten Urlaub und für Lieferungen und Leistungen aus ausstehenden Rechnungen gebildet. Die Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit ihrem Rückzahlungsbetrag ausgewie- sen. Zu den Verbindlichkeiten zählen insbesondere Verbindlichkeiten aus Krediten für Investitionen und aus Krediten zur Liquiditätssicherung, aus Vorgängen, die Kreditauf- nahmen wirtschaftlich gleichkommen, aus Lieferungen und Leistungen, aus Transfer- leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten. Passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Einzahlungen vor dem Bilanz- stichtag, die erst in den Folgejahren zu Erträgen werden. Der Ansatz erfolgte zum Nenn- wert. Seite 12 6. Erläuterungen zur Gesamtbilanz Die Gliederung der Gesamtbilanz erfolgt entsprechend dem in § 49 Abs. 1 i. V. m. § 41 G emHVO vorgegebenen Gliederungsschema. Zusammengefasst stellt sich die Grundstruktur der Gesamtbilanz wie folgt dar: Gesamtbilanz zum 31.12.2018 31.12.2018 in Tsd. € 31.12.2017 in Tsd. € Aktiva 24.420.491,5 23.986.392,3 davon: 1 Anlagevermögen 21.115.288,7 20.861.732,1 2 Umlaufvermögen 2.751.240,6 2.567.448,0 3 Aktive Rechnungsabgrenzung 553.962,2 557.212,3 Passiva 24.420.491,5 23.986.392,3 davon: 1 Eigenkapital 4.050.717,4 4.176.980,0 2 Sonderposten 4.734.334,8 4.779.175,5 3 Rückstellungen 4.406.867,0 4.311.406,8 4 Verbindlichkeiten 10.484.324,5 9.971.525,6 5 Passive Rechnungsabgrenzung 744.247,8 747.307,4 Eine detaillierte Aufstellung über die Untergliederung kann der Gesamtbilanz entnom- men werden (siehe Seite 3). Die für den Gesamtwert wesentlichen Bestandteile werden im Folgenden kurz in ihrer Zusammensetzung und Entstehung erläutert. Aktiva Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Bilanzposition 31.12.2018 in Tsd. € 31.12.2017 in Tsd. € Immaterielle Vermögensgegenstände 85.264,8 102.015,6 davon: sonstige entgeltlich erworbene immateriellen Ver mögensgegenstände 57.407,2 65.572,0 Geschäfts- oder Firmenwert 19.9 24,0 32.049,1 Die Position enthält neben dem Geschäfts- oder Firmenwert und sonstigen immateriel- len Vermögensgegenständen (Lizenzen, Konzessionen, Nutzungsrechte und Software) noch Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände. Seite 13 Sach anlagevermögen Bilanzposition 31.12.2018 in Tsd. € 31.12.2017 in Tsd. € Sachanlagen 19.738.532,4 19.448.056,5 davon: Unbebaute Grundstücke und gru ndstücksgleiche Rechte 1.777.562,3 1.796.801,8 Bebaute Grundstücke und gru ndstücksgleiche Rechte 6.575.372,2 6.373.777,7 Infrastrukturvermögen 6.66 1.898,7 6.730.416,6 Kunstgegenstände, Kulturdenkmäler 1.62 2.660,0 1.589.870,0 Maschinen und technische Anlagen, Fahrzeuge 1.05 6.862,7 1.076.982,6 Geleistete Anzahlungen, Anlagen im Bau 1.51 6.263,8 1.358.351,1 Die unbebauten Grundstücke betreffen fast ausschließlich die Kernverwaltung der Stadt Köln und beinhalten vor allem Grünflächen mit Aufwuchs, Bauland und Erbbau- grundstücke. Die bebauten Grundstücke (6,6 Mrd. €, 33,3 %) und das Infrastrukturvermögen (6,7 Mrd. €, 33,8 %) bildeten zum 31.12.2018 die beiden größten Bestandteile des Sachanlagevermögens. Der mit Abstand größte Teil der bebauten Grundstücke entfiel dabei auf den GAG Teil- konzern (2,6 Mrd. €) gefolgt von der Gebäudewirtschaft (1,3 Mrd. €). Der mit 3,0 Mrd. € größte Teil des Infrastrukturvermögens ist bei der Stadt Köln gebun- den, gefolgt vom Teilkonzern Stadtwerke Köln mit 2,0 Mrd. € und den Stadtentwässe- rungsbetrieben mit 1,5 Mrd. €. Zur Position Kunstgegenstände, Kulturdenkmäler gehören ausschließlich Vermögens- gegenstände in der Bilanz der Stadt Köln. Dazu zählen nicht nur Kunstgegenstände der Museen, sondern auch andere kulturhistorisch bedeutsame Objekte wie die Sammlun- gen der Kunst- und Museumsbibliothek, des Rheinischen Bildarchivs, des NS-Doku- mentationszentrums und des Historischen Archivs. Zudem werden unter dieser Bilanz- position auch die Baudenkmäler sowie die sonstigen Kulturdenkmäler erfasst. Der größte Teil der Maschinen und technischen Anlagen entfällt auf den Stadtwerke Teilkonzern (820,4 Mio. €, hiervon ÖPNV-Fahrzeuge 194,5 Mio. €) und die Stadtent- wässerungsbetriebe (120,9 Mio. €). Seite 14 Fina nzanlagen Bilanzposition 2018 in Tsd. € 2017 in Tsd. € Finanzanlagen gesamt 1.291.491,6 1.311.659,9 davon: Anteile an verbundenen Unternehmen 234. 589,1 233.194,0 Anteile an assoziierten Unternehmen 296. 400,1 301.349,8 Übrige Beteiligungen 478. 976,1 464.123,1 Wertpapiere des Anlagevermögens 69.6 90,5 69.690,5 Ausleihungen 122. 901,0 154.356,8 Die Finanzanlagen betrugen zum 31.12.2018 rund 1.291 Mio. € und sind durch die Ka- pitalkonsolidierung um insgesamt 5.677 Mio. € gegenüber der Summe aus den Einzel- abschlüssen aller einbezogenen Unternehmen verringert. Im Wesentlichen beruht die Verringerung mit 5.033 Mio. € auf den vollkonsolidierten verbundenen Unternehmen. Die ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen bilden den Buchwert der vom Konzern beherrschten, aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung jedoch nicht vollkonsolidierten Mehrheitsgesellschaften ab. Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind größtenteils bei der Stadt Köln bilanziert. Umlaufvermögen Bilanzposition 2018 in Tsd. € 2017 in Tsd. € Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.618.106,5 1.579.113,6 davon: Forderungen aus Lieferungen und Leistungen <1 Jah r 669.631,6 661.033,3 Sonstige Forderungen < 1 Jahr 522. 343,4 529.003,5 Sonstige Vermögensgegenstände 408. 211,6 371.602,8 Die Forderungen zum 31.12.2018 (1.209,9 Mio. €) haben überwiegend eine Restlauf- zeit von unter einem Jahr (1.192 Mio. €). Seite 15 Passi va Eigenkapital Die folgende Tabelle zeigt die wesentlichen Positionen des Eigenkapitals in den Jah- ren 2017 und 2018: Eigenkapital 2018 in Tsd. € 2017 in Tsd. € Eigenkapital insgesamt 4.050.717,4 4.176.980,0 davon: Allgemeine Rücklage 3.608 .029,8 3.792.284,9 davon: Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsoli- die rung 1.080.023,3 1.210.533,5 Gewinn- / Verlustvortrag 490.2 14,7 315.720,9 Sonderrücklagen 6.147 ,0 6.147,0 Ausgleichsrücklage 150.6 78,3 0,0 Gesamtjahresergebnis -109. 047,9 -55.765,4 Ausgleichsposten für die Anteile anderer Gesell- scha fter 394.610,1 434.313,5 In der Position allgemeine Rücklage werden die Gewinnrücklagen der einbezogenen Einheiten und der bei der Erstkonsolidierung entstandene passivische Unterschiedsbe- trag ausgewiesen. Dieser wird gemäß § 309 HGB entsprechend der durchschnittlichen Nutzungsdauer planmäßig aufgelöst. Der Rückgang der allgemeinen Rücklage in Höhe von 126,2 Mio. € ist auf das Gesamtjahresergebnis 2017 in Höhe von -55,8 Mio. € be- reinigt um die Anteile anderer Gesellschafter (33,3 Mio. €), unmittelbare Verrechnungen von Erträgen und Aufwendungen aus dem Abgang von Vermögensgegenständen und der Wertberichtigung von Finanzanlagen (25,4 Mio. €) sowie Buchungen aus der Kapi- talkonsolidierung (-61,5 Mio. €) zurückzuführen. Die Positionen Sonderrücklage und die Ausgleichsrücklage entsprechen in ihrer Höhe den Positionen des städtischen Einzelabschlusses. Das Jahresergebnis entspricht dem Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung. Darin ent- halten sind die Anteile anderer Gesellschafter am Jahresergebnis in Höhe von 37,5 Mio. €. Der Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter enthält die konzernfrem- den Minderheitenanteile am Eigenkapital und den Vorjahresergebnissen aus den Teil- konzernen Stadtwerke Köln, GAG Immobilien AG und Veranstaltungszentrum. Sonderposten Zuwendungen, die der Konzern für die Anschaffung von Vermögensgegenständen ein- gesetzt hat, werden grundsätzlich als Sonderposten des davon bezuschussten Vermö- gensgegenstandes passiviert. Die Sonderposten werden, soweit sie abnutzbaren Ver- mögensgegenständen zugeordnet sind, entsprechend der Nutzungsdauern der bezu- schussten Gegenstände ertragswirksam aufgelöst (§ 43 Abs. 5 S. 2 GemHVO). Seite 16 Bilanzposition 2018 in Tsd. € 2017 in Tsd. € Sonderposten 4.734.334,8 4.779.175,5 davon: Sonderposten für Zuwendungen 4.23 9.261,3 4.267.346,4 Sonderposten für Beiträge 395. 253,1 417.987,5 Sonderposten für den Gebührenausgleich 1.52 0,6 2.020,2 Sonstige Sonderposten 98.2 99,8 91.821,4 Sonderposten für Zuwendungen sind größtenteils bei der Stadt Köln (2,6 Mrd. €) und beim Stadtwerke Teilkonzern (1,2 Mrd. €) bilanziert. Die Sonderposten für Beiträge stellen den Finanzierungsanteil von Anliegern an den Vermögensgegenständen der Infrastruktur da, die entsprechend der Nutzungsdauer der beitragsfinanzierten Vermögensgegenstände ergebniswirksam aufgelöst werden. Der Sonderposten für Gebührenausgleich entstammt dem Einzelabschluss der Kern- verwaltung und enthält Beträge aus Kostenüberdeckungen. Die sonstigen Sonderposten stellen überwiegend die Gegenposition zu den Vermö- gensgegenständen der bei der Stadt Köln vorhandenen rechtlich unselbständigen Stif- tungen dar. Diese entspricht im Wesentlichen dem nach dem Stifterwillen zu erhaltenen Stiftungskapital, enthält darüber hinaus aber auch die noch nicht verwendeten Stif- tungserträge sowie die noch nicht verwendeten Mittel für Instandhaltungsmaßnahmen der Stiftungen. Rückstellungen Die Rückstellungen setzen sich insbesondere aus Pensionsrückstellungen und Sonsti- gen Rückstellungen zusammen. Bilanzposition 2018 in Tsd. € 2017 in Tsd. € Rückstellungen 4.406.867,0 4.311.406,8 davon: Pensionsrückstellungen 2.71 0.785,6 2.618.079,8 Sonstige Rückstellungen 1.36 8.315,0 1.377.248,8 Die Pensionsrückstellungen sind überwiegend bei der Stadt Köln (2,2 Mrd. €, Anteil 80,5 %) für Beamte und beim Stadtwerke Teilkonzern (0,4 Mrd. €, Anteil 15,5 %) für zusätzliche Altersversorgungsleistungen gebildet. Sonstige Rückstellungen sind hauptsächlich bei der Stadt Köln (0,6 Mrd. €, Anteil 38,7 %) und dem Stadtwerke Teilkonzern (0,6 Mrd. €, 40,7 %) bilanziert. Sie betreffen u. a. Rückstellungen in Folge des Einsturzes des Historischen Archivs, für den Scha- densausgleich im Zusammenhang mit dem Streitverfahren Messehallen, Rückstellun- gen für nicht genommenen Urlaub und Altersteilzeit sowie Drohverluste aus schweben- den Geschäften. Seite 17 Ve rbindlichkeiten Verbindlichkeiten 2018 in Tsd. € 2017 in Tsd. € Verbindlichkeiten gesamt 10.484.324,5 9.971.525,6 davon: Verbindlichkeiten aus Krediten für Investitionen 7. 413.159,0 7.454.835,2 Verbindlichkeiten aus Krediten zur Liquiditäts- s icherung 1.199.708,9 928.621,3 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 61 2.756,6 560.183,1 Sonstige Verbindlichkeiten 82 3.568,5 643.370,0 Erhaltene Anzahlungen 42 2.267,1 347.140,4 Di e Erhöhung der Verbindlichkeiten resultiert insbesondere aus dem Anstieg der Kre- dite zur Liquiditätssicherung im Bereich der Kernverwaltung (+176,0 Mio. €) sowie der sonstigen Verbindlichkeiten (+180,2 Mio. €). Höhere Werte stammten bei den sonstigen Verbindlichkeiten aus dem Bereich der Kernverwaltung (+46,0 Mio. €), dem Stadtwerke Teilkonzern (+89,3 Mio. €) und dem Veranstaltungszentrum Teilkonzern (+56,1 Mio. €). Angaben zur Zusammensetzung und Fristigkeit der Verbindlichkeiten sind dem Ge- samtverbindlichkeitenspiegel zu entnehmen. Seite 18 7. Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung D ie Gliederung der Gesamtergebnisrechnung erfolgt nach dem vom Ministerium für He imat, Kommunales, Bau und Gleichstellung vorgegebenen Muster zu § 49 i. V. m. § 38 GemHVO. Gesamterträge Die ordentlichen Gesamterträge verteilen sich 2018 wie folgt auf die einzelnen Positio- nen: Die Steuern und ähnliche Abgaben machten mit 20,2 % (2,3 Mrd. €; Vj 2,3 Mrd. €) die zweitgrößte Ertragsposition aus und entfielen ausschließlich auf die Kernverwal- tung. Im Rahmen der Konsolidierungsbuchungen wurden in dieser Position die kon- zerninternen Steuererträge eliminiert. Die Zuwendungen und allgemeinen Umlagen (7,7 % bzw. 872,6 Mio. €; Vj 922,8 Mio. €) enthalten überwiegend die allgemeinen und laufenden Zuweisungen des Landes und die planmäßigen Auflösungen aus Sonderposten. 96,0 % dieser Posi- tion entfallen auf die Kernverwaltung und weitere 3,5 % auf den Stadtwerke Teilkon- zern. Unter den öffentlich-rechtlichen Leistungsentgelten (4,1 % bzw. 459,6 Mio. €; Vj 469,5 Mio. €) werden nur Erlöse der StEB und der Kernverwaltung ausgewiesen. Vor Konsolidierung betrugen diese aus der Stadtentwässerung 205,9 Mio. € (Vj 203,2 Mio. €) und bei der Kernverwaltung 301,9 Mio. € (Vj 274,1 Mio. €). Wesentliche Eliminierungen in dieser Position waren die städtischen Erstattungen für Abwasserge- bühren sowie die Konsolidierung der Grundbesitzabgaben der verselbstständigten Auf- gabenbereiche. Mit 58,8 % (6,6 Mrd. €; Vj 5,7 Mrd. €) stellen die privatrechtlichen Leistungsentgelte die größte Ertragsposition im Gesamtabschluss dar. Den größten Anteil dieser Position vor Konsolidierungsbuchungen stellte mit 5,6 Mrd. € der Stadtwerke Teilkonzern, ge- folgt von den Kliniken (357,5 Mio. €), das Veranstaltungszentrum Teilkonzern Steuern und äh nliche Abgaben; 2.280.594 T€; 20,2% Zuwendungen und allgemeine Umlagen; 872.630 T€; 7,7% Öffent.-rechtl. Leistungsentgelte; 459.569 T€; 4,1%Privatrechtliche Leistungsentgelte; 6.626.155 T€; 58,8% Kostenerstattungen und Kostenumlagen; 474.998 T€; 4,2% Sonstige ordentliche Erträge ; 417.214 T€; 3,7% Diverse; 132.373 T€; 1,2% Seite 19 (337 ,6 Mio. €), die Gebäudewirtschaft (336,5 Mio. €) sowie der GAG Teilkonzern (333,8 Mio. €). Umfangreiche Eliminierungen wurden im Bereich der Erträge Energie und Wasser zwischen allen verselbstständigten Aufgabenbereichen und dem Stadt- werke Teilkonzern sowie Mieten und Nebenkostenabrechnungen, hier vor allem zwi- schen der Gebäudewirtschaft und der Kernverwaltung, durchgeführt. In der Ertragsposition Kostenerstattungen und Kostenumlagen (4,2 % bzw. 475,0 Mio. €; Vj 429,2 Mio. €) werden u. a. Leistungsbeteiligung des Bundes an den Kosten der Unterkunft und Erstattungen des Jobcenters für bereitgestelltes Personal ausgewiesen. Diese Position ergibt sich im Wesentlichen aus dem Einzelabschluss der Kernverwaltung Stadt Köln. In der Position sonstige ordentliche Erträge (417,2 Mio. €, 3,7 % der ordentlichen Gesamterträge) wurden die Konzessionsabgaben der RheinEnergie AG an die Stadt Köln eliminiert. Die diversen Erträge (1,2 %, 132,4 Mio. €; Vj 117,8 Mio. €) enthalten sonstige Trans- fererträge (82,5 Mio. €; Vj 95,7 Mio. €), aktivierte Eigenleistungen (46,8 Mio. €; Vj 4,5 Mio. €) sowie Bestandsveränderungen (3,0 Mio. €; Vj -18,4 Mio. €). Bei den sonstigen Transfererträgen handelt es sich im Wesentlichen um die Erstattungen im Zusammenhang mit Sozial- und Jugendhilfeleistungen aus der Ergebnisrechnung der Kernverwaltung Stadt Köln. Die aktivierten Eigenleistungen stammen zum Großteil aus dem Stadtwerke Teilkonzern, die Bestandsveränderungen sind im Wesentlichen im Stadtwerke Teilkonzern und der Gebäudewirtschaft zu verzeichnen. Erträge aus assoziierten Unternehmen und Beteiligungserträge wurden im We- sentlichen im Stadtwerke Teilkonzern realisiert. Diese stammen aus assoziierten Ge- sellschaften und unwesentlichen Beteiligungen, die nur mit ihren Anschaffungskosten in den Gesamtabschluss einbezogen wurden. Seite 20 Gesa mtaufwendungen Die ordentlichen Gesamtaufwendungen verteilten sich wie folgt auf die einzelnen Posi- tionen: Die Personalaufwendungen machten mit 20,8 % (2,3 Mrd. €; Vj 2,2 Mrd. €) den zweit- größten Aufwandsposten aus. Er entfiel mit 991,4 Mio. € (Vj 972,1 Mio. €) auf die Kern- verwaltung, mit 848,0 Mio. € (Vj 817,4 Mio. €) auf den Stadtwerke Teilkonzern, mit 234,3 Mio. € (Vj 230,4 Mio. €) auf die Kliniken, mit 58,5 Mio. € (Vj 50,9 Mio. €) auf den Veranstaltungszentrum Teilkonzern, mit 50,2 Mio. € (Vj 46,5 Mio. €) auf die StEB, mit 43,6 Mio. € (Vj 41,4 Mio. €) auf den GAG Teilkonzern sowie mit 37,7 Mio. € (Vj 31,5 Mio. €) auf die Gebäudewirtschaft. Die Versorgungsaufwendungen werden für die pensionierten Beamt*innen der Stadt Köln und ihrer Tochtergesellschaften mit Dienstherreneigenschaft gezahlt. Die Aufwendungen aus Sach- und Dienstleistungen stellen mit 46,7% (5,2 Mrd. €; Vj 4,8 Mrd. €) den größten Aufwandsblock im Konzern Stadt Köln dar. Der Großteil die- ser Aufwendungen entstand im Stadtwerke Teilkonzern mit 4,2 Mrd. € (Vj 3,8 Mrd. €), gefolgt von der Kernverwaltung mit 533,1 Mio. € (Vj 546,1 Mio. €) vor Konsolidierung. Die bilanziellen Abschreibungen bildeten 7,4 % (822,9 Mio. €; Vj 780,8 Mio. €) der ordentlichen Aufwendungen. Der größte Teil der Abschreibungen betraf Sachverhalte aus den Einzelabschlüssen der einbezogenen Einheiten (743,7 Mio. €). Im Rahmen des Gesamtabschlusses wurden stille Reserven in Höhe von 48,3 Mio. € aufgelöst. Der höchste Abschreibungsaufwand lag 2018 beim Stadtwerke Teilkonzern mit Personalaufwendungen; 2.307. 909 T€; 20,8% Versorgungsaufwen dungen; 57.467 T€; 0,5% Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen; 5.177.906 T€; 46,7% Bilanzielle Abschreibungen; 822.911 T€; 7,4% Transferaufwendungen; 1.658.178 T€; 15,0% Sonstige ordentliche Aufwendungen; 1.061.264 T€; 9,6% Seite 21 329, 9 Mio. € (Vj 326,3 Mio. €), gefolgt von der Kernverwaltung mit 164,6 Mio. € (Vj 181,7 Mio. €). Die Transferaufwendungen hatten einen Anteil von 15,0 % (1,7 Mrd. €; Vj 1,6 Mrd. €) und ergaben sich ausschließlich aus dem Einzelabschluss der Kernverwaltung Stadt Köln. Zu eliminieren waren geleistete Betriebskostenzuschüsse bzw. Zuschüsse an die verselbstständigten Aufgabenbereiche. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Zuschüsse an das Veranstaltungszentrum. Die sonstigen ordentlichen Aufwendungen machten 9,6 % (1,1 Mrd. €; Vj 1,1 Mrd. €) der ordentlichen Aufwendungen aus. Den größten Einzelposten bildeten die Aufwendungen für die Kosten der Unterkunft für Arbeitslose im Rahmen des ge- meinsam mit der Bundesagentur für Arbeit betriebenen Jobcenters aus (350,2 Mio. €; Vj 338,4 Mio. €). Eliminiert wurden in dieser Position die Mietaufwendungen der Stadt, die mit den betreffenden Erträgen aus privatrechtlichen Leistungsentgelten bei der Ge- bäudewirtschaft zu konsolidieren waren. Seite 22 8. Haft ungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31.12.2018 bestanden Miet-, Leasing-, Wartungs- und Dienstleistungsverträge u. a. für Hardware, Software, IT/TK-Anlagen, Kopierer und Drucker, für Fahrzeuge der Verkehrsüberwachung, Fahrzeuge im Rettungsdienst und weitere Fahrzeuge. Für Ge- schäftsräume bestehen langfristige Mietverträge. Die Verpflichtungen aus begonnenen Investitionsvorhaben werden im Konzern in die langfristige Liquiditätsplanung einbezogen. Sie werden insbesondere durch noch nicht valutierte und noch aufzunehmende langfristige Kredite und vorhandene Liquiditätsre- serven gedeckt. Für zukünftige Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen der Wohnraumbe- wirtschaftung wurde ein umfangreiches mehrjähriges Programm aufgestellt. Die Finan- zierung ist teilweise durch branchenübliche Fremdfinanzierung und teilweise durch Mit- telzuflüsse aus den zukünftigen Jahresergebnissen und aus Grundstücksverkäufen vor- gesehen. Den Konzern binden die Bezugsverträge für Strom, Erdgas, Wirbelschichtbraunkohle und Wasser. Die finanziellen Verpflichtungen aus Kaufkontrakten im Stromhandel be- tragen 2.258,8 Mio. €. Es besteht ein öffentlich-rechtlicher Vertrag mit dem Wasser- und Bodenverband Wahn vom 19.11.2003 über • die Ausführung der Aufgaben für Abwasserableitung und -reinigung sowie ordnungs- gemäße Entsorgung der Reststoffe und • zur Gewässerunterhaltung und -ausbau einschließlich der damit verbundenen fi- nanz- und verwaltungstechnischen Leistungen. Bürgschaften gegenüber Kreditinstituten waren in Höhe von 114,7 Mio. € hingegeben. Zum gegenwärtigen Stand bestehen keine Anhaltspunkte, dass eine Inanspruchnahme aus den Bürgschaftserklärungen erfolgt. 9. Vorgänge von besonderer Bedeutung bei abweichendem Abschluss- stichtag Das S ondervermögen Bühnen der Stadt Köln ist mit dem Abschluss zur Spielzeit 2017/2 018 per 31.08.2018 einbezogen. Im Zeitraum 01.09. bis 31.12.2018 waren im Bereich der Bühnen der Stadt Köln keine Vorgänge besonderer Bedeutung zu verzeich- nen. Seite 23 Gesamtbetrag am 31.12.2018 Gesamtbetrag am 31.12.2017 Art der Verbindlichkeit bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre EUR EUR EUR EUR EUR 1. Anleihen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 2. Verbindlichkeiten aus Krediten für Investitionen 7.413.158.995,34 887.074.693,03 1.946.164.954,49 4.579.919.347,82 7.454.835.217,07 3. Verbindlichkeiten aus Krediten zur Liquiditätssicherung 1.199.708.898,31 1.199.708.898,31 0,00 0,00 928.621.263,57 4. Verbindlichkeiten aus Vorgängen, die Kreditaufnahmen wirtschaftlich gleichkommen 2.813.397,87 229.364,58 1.096.809,86 1.487.223,43 30.538.816,29 5. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 612.756.618,54 560.134.231,89 14.437.880,72 38.184.505,93 560.183.108,40 6. Verbindlichkeiten aus Transferleistungen 10.051.073,17 10.051.073,17 0,00 0,00 6.836.807,45 7. Sonstige Verbindlichkeiten 823.568.468,88 585.435.070,55 72.532.992,98 165.600.405,35 643.370.008,55 8. Erhaltene Anzahlungen 422.267.085,45 274.379.365,59 19.898.375,23 127.989.344,63 347.140.357,45 Summe Verbindlichkeiten 10.484.324.537,56 3.517.012.697,12 2.054.131.013,28 4.913.180.827,16 9.971.525.578,78 Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2018 Mit einer Restlaufzeit von Seite 24 2018 in EUR 2017 in EUR 1. Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern) vor außerordentlichen Posten -109.047.921,27 -55.765.428,92 2. Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 754.730.671,67 766.808.667,43 3. Zunahme (+) /Abnahme (-) der Rückstellungen 95.460.245,12 295.654.445,55 4. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) -220.447.740,39 -198.301.678,12 5. Gewinn (-)/Verlust(+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -25.449.744,00 45.172.976,00 6. Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 9.758.605,54 -92.515.487,64 7. Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 175.075.237,80 373.220.726,40 8. Einzahlungen (+) / Auszahlungen (-) aus außerordentlichen Posten 9. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Summe aus 1 bis 8) 680.079.354,47 1.134.274.220,70 10. Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 79.669.453,72 78.651.197,78 11. Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen -914.824.338,05 -1.049.853.046,45 12. Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 239.282,81 4.393.955,90 13. Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -16.626.077,54 -21.965.009,77 14. Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 9.672.091,07 27.382.980,08 15. Auszahlungen (-) für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -25.916.191,41 -32.875.066,85 16. Einzahlungen (+) aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten 0,00 0,00 17. Auszahlungen (-) aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten 0,00 0,00 18. Einzahlungen (+) aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 36.654.018,61 17.839.472,78 19. Auszahlungen (-) aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition -5.504.836,60 -5.545.364,44 20. Cashflow aus Investitionstätigkeit (Summe 10 bis 19) -836.636.597,39 -981.970.880,97 21. Einzahlungen (+) aus Eigenkapitalzuführungen (Kapitalerhöhungen, Verkauf eigener Anteile etc.) 0,00 0,00 22. Auszahlungen (-) an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter (Dividenden, Erwerb eigener Anteile, Eigenkapitalrückzahlungen, andere Ausschüttungen) -747.685,00 -1.077.022,00 23. Einzahlungen (+) aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 6.974.463.483,68 7.388.544.994,77 24. Auszahlungen (-) aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -6.656.263.467,77 -7.501.051.439,30 25. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (Summe aus 21 bis 24) 317.452.330,91 -113.583.466,53 26. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes (Summe aus 9, 20, 25) 160.895.087,99 38.719.873,20 27. (+/-) Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -76.000,00 229.000,00 28. (+) Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 578.842.717,17 539.893.843,97 29. Finanzmittelbestand am Ende der Periode (Summe aus 26 bis 29) 739.661.805,16 578.842.717,17 Gesamtkapitalflussrechnung 2018 Seite 25 Gesamtlagebericht 2018 1. Vorbemerkung D er gemeindliche Gesamtabschluss bietet die Möglichkeit, Informationen über die wirt- scha ftlichen Verhältnisse des Konzerns Stadt Köln (der Verwaltung und der verselb- ständigten Aufgabenbereiche der Stadt Köln) in einem in sich schlüssigen Zahlenwerk zusammenzufassen. Dieser integrierten Gesamtsicht wird auch im Gesamtlagebericht Rechnung getragen. Ein Gesamtlagebericht soll gemäß § 51 Abs. 1 GemHVO das durch den Gesamtab- schluss zu vermittelnde Bild der Vermögens-, Schulden-, Ertrags- und Finanzgesamt- lage der Kommune einschließlich der verselbstständigten Aufgabenbereiche näher er- läutern. Dies erfolgt nachfolgend durch die Vermittlung eines Überblicks über den Ge- schäftsverlauf sowie eine Analyse der wirtschaftlichen Lage des Konzerns Stadt Köln im Geschäftsjahr 2018. Zusätzlich werden Chancen und Risiken der Geschäftstätigkeit dargestellt und ein Ausblick auf die künftige Entwicklung mit dem Ziel der dauerhaften und nachhaltigen Leistungserbringung für die Bürger*innen der Stadt Köln gegeben. Der vorliegende Gesamtlagebericht für die Stadt Köln zum 31.12.2018 baut auf den Lageberichten 2018 der Stadt Köln sowie der in den Gesamtabschluss einbezogenen Beteiligungsunternehmen zum 31.12.2018 auf. Eine Ergänzung bietet dabei der Betei- ligungsbericht 2018, der einen detaillierten Überblick über den Beteiligungsbesitz der Stadt Köln gemäß § 117 GO liefert. 2. Überblick über den Geschäftsverlauf G esamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Jahr 2018 setzte die deutsche Wirtschaft ihren Wachstumskurs weiter fort. Die Zu- wachsrate des realen Bruttoinlandsprodukts für das Jahr 2018 beläuft sich in Deutsch- land auf 1,5 % und fällt somit etwas geringer aus als im Vorjahr (2,2 %). In NRW konnte in 2018 ein reales Wirtschaftswachstum von 0,9 % erwirtschaftet werden. Aufgrund der immer noch andauernden expansiven Geldpolitik der Europäischen Zent- ralbank sowie der niedrigen Zinsen hatte die Stadt Köln keine Schwierigkeiten, ihre Ka- pitalbedarfe am Kapitalmarkt – sowohl kurz- als auch langfristig – zu decken. Die Arbeitslosenquote ist in Deutschland im Vergleich zum Dezember des Vorjahres um 0,4 Prozentpunkte auf 4,9 % gesunken. NRW und auch Köln weisen im Vergleich zum Bundesdurchschnitt höhere Quoten auf. Laut Angaben der Arbeitsagentur beträgt die Arbeitslosenquote im Dezember 2018 in Köln 7,4 % und liegt damit 0,7 Prozent- punkte unter dem Vorjahresmonat. Die Entwicklung beim Rückgang der Zahl der Ar- beitslosen ist in Köln im Landes- und Bundesvergleich unterdurchschnittlich. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist in 2018 gegenüber September 2017 um rd. 13 Tsd. auf 578.246 weiter angestiegen. Bei den Arbeitslosenzahlen wird auch über 2018 hinaus mit einem weiteren Rückgang gerechnet; ebenso ist davon auszuge- hen, dass der Beschäftigungsanstieg weiter anhalten wird. Die Situation der Stadt Köln Mit 1.089.984 Einwohner*innen zum 31.12.2018 ist die kreisfreie Stadt Köln die bevöl- kerungsreichste Stadt in NRW und die viertgrößte Stadt Deutschlands. Bei einer Stadt- geschichte von über 2.000 Jahren hält die Stadt Köln ein umfangreiches Kulturangebot bereit. Neben dem weltberühmten Kölner Dom können Besucher die ereignisreiche Ent- Seite 26 wi cklung im Laufe der Jahrhunderte anhand vieler römischer und mittelalterlicher Bau- denkmäler, Ausgrabungsstätten und durch weitere kulturelle Angebote (z. B. in Form von Museen) kennen lernen. In der Medienstadt Köln haben diverse Verbände und Medienunternehmen mit zahlrei- chen Fernsehsendern, Musikproduzenten und Verlagshäusern ihren Sitz. Weltweite Bedeutung hat die Stadt Köln zudem als Kongress- und Messestandort. Zu den wich- tigsten Kölner Messen zählen die Fotomesse photokina, die Süßwarenmesse ISM, die Videospielmesse Gamescom und mit der Art Cologne die älteste Kunstmesse der Welt. Das umfangreiche Kulturangebot sowie jährlich wiederkehrende und wechselnde Groß- veranstaltungen machen Köln zu einem beliebten internationalen Reiseziel. Als Verkehrsknotenpunkt bietet die Rheinmetropole Köln einen umfangreichen Schie- nenpersonenfernverkehr. Der Containerumschlagbahnhof Köln Eifeltor zählt zu den größten Großumschlaganlagen in Europa. Vier Binnenhäfen und der internationale Flughafen Köln/Bonn ergänzen die Kölner Infrastruktur. Aufgrund ihres umfangreichen kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Angebots er- freut sich die Stadt Köln nicht nur als touristisches Reiseziel sondern auch als dauer- hafter Wohnort einer steigenden Beliebtheit. Die Stadt Köln prognostiziert einen Anstieg der Kölner Bevölkerung bis 2040 auf 1,146 Mio. Einwohner*innen. Dies entspricht ei- nem Anstieg von 13,5 % im Vergleich zum Basisjahr 2015. Entsprechend der Prognose ist damit zu rechnen, dass bereits 2025 knapp 1,12 Mio. Menschen in Köln leben wer- den. Mit der Anzahl der Einwohner*innen verändert sich auch deren Altersstruktur sowie die Zahl und Struktur der privaten Haushalte. Besonders stark steigt voraussichtlich die re- lative und absolute Zahl der über 65- und der über 80-Jährigen. Aber auch die Zahl der Kinder und Jugendlichen nimmt zu. Der Anstieg des Durchschnittsalters in Köln wird von 41,9 Jahren in 2017 moderat auf 43,3 Jahre in 2040 prognostiziert. Die Zahl der Kölner Haushalte wird der Prognose nach bis 2040 voraussichtlich um 75.400 auf 626.400 ansteigen. Dabei nimmt insbesondere die Zahl der Zweipersonen- haushalte deutlich zu. Aus diesen Prognosen ergeben sich Handlungsbedarfe in allen kommunalen Aufga- benbereichen, die zum einen erhebliche Investitionen insbesondere im Bildungsbereich und im Wohnungsbau erfordern. Zum anderen ergeben sich zusätzliche Bedarfe auf den sozialen Handlungsfeldern, die durch den demographischen Wandel mit dem zu- nehmenden Anteil älterer Menschen noch verstärkt werden. Wie die Stadt Köln auf die sich ändernden Rahmenbedingungen reagiert, hängt einer- seits von ihren finanziellen Möglichkeiten und andererseits von ihrer strategischen Aus- richtung in Bezug auf die wesentlichen Handlungsfelder ab. Daher wird im Folgenden kurz auf die Entwicklung der bedeutendsten Einnahmequellen eingegangen, bevor die Schwerpunkte in den einzelnen Aufgabengebieten beschrieben werden. Entwicklung der Steuern und Schlüsselzuweisungen Eine wesentliche, jedoch schwer zu beeinflussende Einnahmequelle des Konzerns Stadt Köln stellen die Steuern und Zuwendungen dar (28 % der Gesamterträge in 2018). Seite 27 St euern und ähnliche Abgaben Die Erträge aus Steuern und ähnlichen Abgaben hatten im Konzern der Stadt Köln 2018 im Vergleich zu 2017 leicht abgenommen und stellten mit 2,3 Mrd. € nach den privat- rechtlichen Leistungsentgelten weiterhin die wichtigste Ertragsquelle dar. Es gab einen deutlichen Rückgang der Netto-Gewerbesteuer um 85,9 Mio. € (-7,6 %) auf ein Ge- samtvolumen von 1.039 Mio. €. Die vorangestellte Grafik lässt erkennen, dass die Netto-Gewerbesteuer im Zeitablauf großen Schwankungen unterliegt. Ihre Höhe lässt sich aus Sicht des Konzerns nur durch den Gewerbesteuerhebesatz beeinflussen. Der Gewerbesteuerhebesatz wurde zuletzt im Jahr 2011 von 450 Punkten auf 475 Punkte angehoben. Der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer stellte mit 579,7 Mio. € in 2018 eine wichtige Ertragsquelle dar, es waren Mehrerträge in Höhe von rund 36,9 Mio. € (+6,8 %) im Vergleich zum Vorjahr entstanden. Schlüsselzuweisungen Die Schlüsselzuweisungen des Landes blieben mit 336,2 Mio. € um 8,1 Mio. € unter dem Vorjahreswert. Die Zuweisungen des Landes für laufende Zwecke betrugen 44,0 Mio. € und lagen damit 16,3 Mio. € über dem Wert des Vorjahres. Kommunale Leistungserbringung Die Stadt Köln ist verpflichtet, die Grundversorgung der Bevölkerung mit Einrichtungen der öffentlichen Daseinsvorsorge sicherzustellen. Zur Sicherstellung dieser Grundver- sorgung erbringt die Stadt Köln eine Vielzahl von Leistungen, die ihr als Aufgaben vom Bund oder dem Land gesetzlich auferlegt oder übertragen worden sind. Hinzu kommen freiwillige Aufgaben, bei denen die Stadt Köln selbst entscheidet, ob und in welcher Form sie tätig wird. Beispiele für freiwillige Aufgaben sind u. a. neun städtische Museen, die Stadtbibliothek mit zwölf Standorten, eine Vielzahl von Jugend- einrichtungen und Sportplätzen, zwölf Frei- und Freizeitbäder, der Kölner Zoo, acht Mu- sikschulstandorte und vieles mehr. 600 700 800 90 0 1.000 1.100 1.200 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 Gewerbesteuer in Mio. Euro Entwicklung der Netto-Gewerbesteuer (Ist-Gewerbesteuer abzgl. Gewerbesteuerumlage und Fonds Deutsche Einheit) Seite 28 Ve r- und Entsorgung Um ihrer Verantwortung im Bereich der Ver- und Entsorgung gerecht zu werden, über- nimmt die Stadt Köln Aufgaben in Bezug auf die Energie- und Wasserversorgung, die Abfallentsorgung und Entwässerung. Energie und Wasser Die Bereitstellung von Energie und Wasser wird im Konzern hauptsächlich durch die RheinEnergie AG und ihre Tochtergesellschaften wahrgenommen. Wesentliche Her- ausforderungen in diesem Bereich ergaben sich auch in 2018 aus den dynamischen Veränderungen der energiepolitischen Rahmenbedingungen auf europäischer und na- tionaler Ebene, dem sich verändernden Verbraucherverhalten sowie dem weiteren Vor- marsch erneuerbarer Energieträger. Nach wie vor herrscht ein intensiver Preiswettbewerb im Energiemarkt mit hoher Markt- transparenz z. B. durch Vergleichsportale, Verbraucherschutzorganisationen, Energie- beratern. Bei unverändert hoher Wechselbereitschaft der Kunden führt dies zu Kunden- und Absatzverlusten. Verglichen mit dem Geschäftsjahr 2017 wurde zudem die Absatz- situation der Wärmeenergieträger (Wärmestromprodukte, Erdgas, Fern-/ Nahwärme) durch die leicht höhere Durchschnittstemperatur negativ beeinflusst. Um dem Wettbewerbsdruck zu begegnen, setzt die RheinEnergie AG konsequent auf marktgängige Produkte in Verbindung mit immer umfangreicheren, kundenorientierten Beratungs- und Dienstleistungen im Sinne eines ganzheitlichen Lösungsanbieters. Be- gleitet wird dies durch umfassende Aktivitäten zur Bindung und Rückgewinnung von Kunden in allen Segmenten sowie den Ausbau neuer Online-Vertriebswege. Die Stadt Köln und die RheinEnergie fördern mit der Plattform „SmartCity Cologne“ in- novative und umweltschonende Maßnahmen. In den vergangenen sechs Jahren hat die Plattform im Stadtgebiet 42 Projekte unterstützt. U. a. realisieren die Partner im Rahmen des EU-Förderprojekts „GrowSmarter“ im Stadtteil Mülheim bis zum Ende des Jahres 2019 ein integriertes Gesamtkonzept zu Mobilität, Energie sowie Informations- und Kommunikationstechnik. Abfallentsorgung und -verwertung Das Geschäftsfeld Abfallentsorgung und -verwertung wird zum einen durch die AWB vertreten, die im Wesentlichen Aufgaben der Abfallbeseitigung und Straßenreinigung sowie der Wertstofflogistik übernimmt. Zum anderen betreibt die AVG in Köln bzw. der Umgebung eine Restmüllverbrennungsanlage (RMVA) und eine Deponie für die Ent- sorgung von Industrie- und Gewerbeabfällen (Deponie Vereinigte Ville) und zählt zu- sammen mit drei weiteren Beteiligungen ebenfalls zu diesem Geschäftsfeld. Im Jahr 2018 wurden die aufgebauten Geschäftsaktivitäten weiter gefestigt und in vie- len Bereichen ausgebaut. Dabei steht die Geschäftsbeziehung mit der Stadt Köln na- turgemäß im Vordergrund. Einem Ausbau des Leistungsspektrums und damit der Um- satzerlöse stehen im Berichtsjahr Erlösrückgänge im Bereich Altkleider- und Altpapier- entsorgung durch Preissenkungen durch Angebotsüberhänge und Qualitätsverluste ge- genüber. Durch eine Reduzierung der Kosten der Leistungserbringung, vornehmlich Sachkosten, ist es insgesamt gelungen, das Betriebsergebnis auf Vorjahresniveau zu halten. Unter der Berücksichtigung der notwendigen Stillstandszeiten erreichte die RMVA eine hohe Verfügbarkeit, sodass in der Anlage rund 727.000 t Abfälle verbrannt werden konnten. Die dabei gewonnene Wärme wurde dazu genutzt, 383.851 MWh Strom und Seite 29 23 0.238 MWh Ferndampf zu erzeugen. Davon wurden nach Abzug des Eigenver- brauchs 347.028 MWh Energie in Form von Strom und Dampf abgegeben. Die Emissi- onsdaten der RMVA lagen im Jahr 2016 wieder deutlich unter den gesetzlichen Vorga- ben wie auch unter den strengeren Genehmigungswerten. Auch im Geschäftsjahr 2018 wurden auf der Deponie Vereinigte Ville ganzjährig mine- ralische bzw. inerte Abfälle verwertet und beseitigt. Es ist gelungen, die Deponie mit ausreichenden Abfallmengen zu bewirtschaften. Die angestrebte Tonnage wurde um 6.000 t leicht überschritten. Dabei wurden erstmalig 48.000 t Rostasche zur Schonung der eigenen Deponiekapazitäten im sogenannten Tonbandeinschnitt, einem Schüttbe- reich im Eigentum der Deponienachbarn, abgelagert. Gewässer und Entwässerung Die Stadtentwässerungsbetriebe Köln AöR sind im Konzern Stadt Köln mit allen was- serwirtschaftlichen Aufgaben (mit Ausnahme des Trinkwassers) betraut. Den Schwerpunkt im Bereich der Gewässer bilden die Arbeiten zur Umsetzung der eu- ropäischen Wasserrahmenrichtlinie, welche einen guten Zustand der Gewässer – ins- gesamt bis 2027- fordert. Für die Kölner Gewässer sind zahlreiche morphologische und hydromorphologische Maßnahmen vorgesehen, die in dem rechtlich vorgeschriebenen Umsetzungsfahrplan zusammengestellt wurden. Dieser Umsetzungsfahrplan wurde in 2013 in das Gewässerentwicklungskonzept für die Kölner Bäche aufgenommen und durch den Rat der Stadt Köln am 11.02.2014 beschlossen. Seitdem werden die Maß- nahmen der Gewässerverbesserung geplant und umgesetzt. Schwerpunktmäßig erfolgte auch in 2018 die Sanierung der Kanäle mittels Renovation oder Reparatur sowohl der begehbaren als auch der nicht begehbaren Kanäle. Insge- samt wurden 2018 94,9 km Kanalnetz baulich saniert. Telekommunikation Das Leistungsangebot der Sparte Telekommunikation umfasst Telefonie, Mobilfunk, TV sowie Internet-, Daten- und Wholesale-Dienste für Privat- und Geschäftskunden und wird im Konzern Stadt Köln von der NetCologne wahrgenommen. In einem nach wie vor schwierigen, dynamischen und hochregulierten Telekommunikationsmarktumfeld, das durch intensiven Wettbewerb und hohen Preisdruck gekennzeichnet ist, konnte sich die NetCologne auch 2018 gut behaupten. Die technische Grundlage dafür ist das eigene, leistungsstarke Breitbandnetz. Es ist eines der modernsten Europas und bietet Kapazitäten für die weitere Entwicklung des Faktors Kommunikation in der Region. Von besonderer Bedeutung waren im Geschäftsjahr 2018 neben einem Markenre- launch der weitere (Nahbereichs-) Ausbau des Glasfasernetzes „Fibre to the Curb“ (FTTC) sowie im Rahmen des Projektes „DigitalNetCologne“ zum einen die Anbindung und Erschließung wichtiger Gewerbegebiete in Köln und - in Zusammenarbeit mit der Stadt Köln - aller Kölner Schule an das Glasfasernetz (SiNN). Verkehr Im Rahmen ihrer verkehrspolitischen Ziele übernimmt die Stadt Köln Aufgaben im Zu- sammenhang mit dem öffentlichen Personennahverkehr sowie des Hafenbetriebs und Schienenverkehrs. Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) Im Konzern Stadt Köln werden die städtischen Buslinien und die Stadtbahn von der Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) betrieben. Die Fahrgastzahlen der KVB nahmen Seite 30 2018 gegenüber dem Vorjahr leicht zu. Insgesamt wurden 282,3 Mio. Fahrgäste beför- dert, ein Zuwachs von 1,7 Mio. Fahrgästen (+0,6 %). Während die Zahl der Fahrgäste im entgeltlichen Linienverkehr um 1,7 Mio. Fahrgäste stieg, blieb die Zahl der Fahrgäste des übrigen Verkehrs auf Vorjahresniveau. Weitere wichtige Aktivitäten in Köln im Bereich ÖPNV waren die Fortsetzung der Ursa- chenforschung für die Havarie am Waidmarkt, die zum Einsturz des historischen Stadt- archivs am 03.03.2009 führte sowie die Einweihung eines neuen Streckenabschnittes mit einer Länge von 600 Meter bei der Stadtbahnlinie 3. Hafen und Güterverkehr sowie Schienenverkehr Gegenstand des Geschäftsfeldes Hafen und Güterverkehr ist der Betrieb von Häfen, von öffentlichem und nicht-öffentlichem Eisenbahn- und Binnenschifffahrtsverkehr und der Rheinfähre Köln-Langel/Hitdorf sowie die Durchführung und Förderung aller Vorha- ben, die damit im Zusammenhang stehen. Der Konzern Stadt Köln übernimmt die Be- reitstellung von Infrastruktur und zentralen Dienstleistungen für den Hafenbetrieb und den Schienenverkehr. Diese Aufgabe wird grundsätzlich von der HGK und ihren Töch- tern wahrgenommen. Sie hat ihren Weg zur Logistik-Holding im Stadtwerke Köln Konzern konsequent weiter beschritten. Zur HGK gehören jetzt eine Reihe von Tochter- und Beteiligungsunterneh- men, die ihren Fokus auf den umweltfreundlichen Transport mit dem Binnenschiff oder der Eisenbahn legen oder im Kombinierten Verkehr die Verkehrsträger Straße, Schiene und Wasserstraße unter Nutzung ihrer jeweiligen Stärken miteinander verbinden. Die HGK nimmt für ihre Tochter- und Beteiligungsunternehmen immer mehr Aufgaben einer administrativen Holding wahr. Sport und Kultur Die Stadt schafft ein vielfältiges Freizeitangebot, das den unterschiedlichen Bedürfnis- sen der Bürger*innen durch ein breites Angebot an verschiedenen Betätigungsmöglich- keiten gerecht wird. Aufgrund der Vielschichtigkeit des Angebots kann im Folgenden nur kurz auf die einzelnen Tätigkeitsbereiche eingegangen werden. Sport Die Stadt Köln fördert den vereinsgebundenen und -ungebundenen Sport, insbeson- dere den Amateursport, durch die Bereitstellung und Erhaltung von Sportanlagen. Dadurch soll ein bedarfsorientiertes und flächendeckendes Angebot sichergestellt wer- den. Einen wichtigen Beitrag zur Erholung leistet die KölnBäder GmbH. Trotz einer ange- spannten Haushaltssituation legt die Stadt Köln großen Wert auf einen bürgerorientier- ten und wirtschaftlich attraktiven Betrieb von Freizeitbädern. Das schließt den Bau neuer Anlagen und die grundlegende Modernisierung von Bädern ebenso ein, wie die kontinuierliche Weiterentwicklung des Angebotes entsprechend den sich verändernden Wünschen und Bedürfnissen der Kölner*innen. Aus den Zweckbädern der Vergangen- heit sind inzwischen auch sportgerechte Freizeitanlagen geworden, die über den Bade- betrieb hinaus auch vielfältige Fitness-, Sauna-, Eissport- sowie Gesundheits- und Well- ness-Angebote bereithalten. Auch die Beteiligung der Stadt Köln an der Kölner Sportstätten GmbH, welche Sportan- lagen betreibt und vermarktet, dient der Sportförderung. Seite 31 Ku ltur Die Stadt Köln betreibt neun Museen mit einem breiten kulturellen Angebot. Die inhalt- liche Ausrichtung des jeweiligen Angebots ist Aufgabe des Museums. Bei Querschnitts- aufgaben wie z. B. der strategischen Steuerung und Entwicklung, der Finanzplanung, dem internen Controlling, museumsübergreifenden Angelegenheiten, der Durchführung von Bauunterhaltungsmaßnahmen und Grundsatzfragen werden die Museen zentral unterstützt. Hierdurch werden Synergieeffekte ausgeschöpft und Einsparpotentiale re- alisiert. Der Betrieb von Musik- und Sprechtheater findet wie in den Vorjahren aufgrund der Verzögerungen bei der Sanierung der Spielstätten am Offenbachplatz weiterhin in ver- schiedenen Interim-Spielstätten mit reduziertem Platzangebot statt. Neben der Klassi- kerpflege werden im Sprechtheater moderne Gegenwartsdramen präsentiert und un- terschiedlichste Regie- und Ausstattungsstile realisiert. Das Programm wird durch nati- onale und internationale Gastspiele vervollständigt. Die Oper Köln wird den großen in- ternationalen Opernhäusern zugerechnet und ist Mitglied der internationalen Opernkon- ferenz. Sie wird geprägt von international renommierten Dirigent*innen, Regisseur*in- nen und Sänger*innen. Die Kölner Kulturlandschaft wird darüber hinaus durch die Unterstützung und Initiierung innovativer künstlerischer Ansätze mit finanzieller und beratender Förderung von Künst- lern und Instituten gefördert. Ferner werden anspruchsvolle, experimentelle Veranstal- tungen durchgeführt bzw. betreut. Für Künstler und Künstlergruppen werden Arbeits- räume und Spielstätten geschaffen und vermittelt. Hierdurch wird eine künstlerisch an- spruchsvolle, professionelle, freie Kunst zur Sicherung der kulturellen Vielfalt und der Qualifizierung von Künstlern ermöglicht. Im Historischen Archiv der Stadt Köln werden historisch bedeutsame Unterlagen aus städtischer und privater Provenienz archiviert und somit dauerhaft gesichert. Sowohl der Einsturz des Historischen Archivs in 2009 und die daraus folgende Aufarbeitung und Zusammenführung der dabei beschädigten Archivalien als auch das Beweissiche- rungsverfahren zur Feststellung der Schadensursache und der dafür Verantwortlichen führten auch im Jahr 2018 zu erheblichen Belastungen mit Millionenbeträgen. Vom Konzern Stadt Köln werden die Kölner Philharmonie, der Gürzenich, das Veran- staltungsgebäude Flora Köln sowie der Tanzbrunnen und das Theater am Tanzbrunnen im Wege von Gesamt- und Einzelverpachtungen betrieben. Der Betrieb dieser Veran- staltungsstätten orientiert sich vorrangig an den Interessen der Bevölkerung. Bildung Im Rahmen des Aufgabengebiets „Bildung“ leistet die Stadt Köln ihren Beitrag durch die Kindertagesbetreuung, die Wahrnehmung ihrer Schulträgeraufgaben und durch Weiterbildungsangebote der Volkshochschule. Kindertagesbetreuung In der Kindertagesbetreuung werden Schutz und Hilfen sowie die Entwicklung und Be- reitstellung einer kinder-, jugend- und familiengerechten Infrastruktur für Kinder bis zum Schuleintritt gewährt. Dabei soll das Wohl der Kinder durch sozialpädagogische Betreu- ung, Erziehung, Bildung und Förderung sichergestellt werden. Im Berichtsjahr wurden zwei Kindertagesstätten hergerichtet. Der Umbau weiterer vier Kindertagesstätten wurde zeitlich festgelegt. Seite 32 Kinder- und jugendpädagogische Einrichtungen Die Stadt Köln leistet die pädagogische Betreuung von behinderten sowie nichtbehin- derten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie die Beratung und Unter- stützung der Personensorgeberechtigten im Rahmen von teilstationärer und stationärer Unterbringung. Zudem unterstützt die Stadt Köln die Sicherstellung von Erziehung, Betreuung, Pflege, Förderung und Schutz von behinderten und nichtbehinderten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen innerhalb und außerhalb der Familie sowie die Integration in den Familienverband und das soziale Umfeld. Die Aufwendungen für die Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen haben sich seit Einsetzen der Flüchtlings- welle stark erhöht. Diese Aufwendungen werden jedoch – mit Zeitversatz – komplett vom Land erstattet. Schulträgeraufgaben Als kreisfreie Stadt ist die Stadt Köln Trägerin der öffentlichen Schulen aller Schulfor- men. Ausgenommen sind sechs öffentliche Förderschulen, deren Träger der Land- schaftsverband Rheinland ist. In der Stadt Köln werden derzeit 281 Schulen aus allen Schulformen betreut. Im Interesse einer zeitnahen und nachhaltigen Instandsetzung der Immobilien sollten stadtweit bis zu 40 Schulen über das Modell der Öffentlich-Privaten-Partnerschaft (ÖPP) instand gesetzt werden. Die Sanierung und der Teilneubau von vier Schulen an drei Schulstandorten belaufen sich auf ein angenommenes Kostenvolumen von rd. 114 Mio. €. Das Vergabeverfahren wurde im September 2017 formal abgeschlossen. 15 Schulbaumaßnahmen wurden an 11 Standorten geplant. Eine Evaluierung der bis- her umgesetzten ÖPP-Projekte ergab, dass diese von den Nutzern und anderen Betei- ligten überwiegend als erfolgreich eingestuft werden. Die Kostenannahme des Gesamt- paketes beläuft sich auf rd. 500 Mio. €. Die zurückliegenden Geschäftsjahre und die derzeitige Lage des Betriebes wurden bzw. werden neben der Betreuung der Bestandsimmobilien und der Aufarbeitung des Instandhaltungsstaus weiterhin durch die folgenden, umfassenden und oftmals Termin gebundenen Bauprogramme, Initiativen und Projekte geprägt: • ÖPP, • Ganztagsoffensive an weiterführenden Schulen, • Unterbringung von Flüchtlingen (Service) und • forcierter Schulbau zur Schaffung dringend benötigter Schülerplätze (u. a. das soge- nannte Container- und das TU/GU Paket). Gesundheitsversorgung und Soziales Die Stadt Köln hält im Rahmen ihrer öffentlichen Daseinsfürsorge Leistungen im Be- reich der Gesundheitsversorgung, der sozialen Fürsorge sowie der sozialen Grundsi- cherung bereit. Gesundheitsversorgung Zum kommunalen Aufgabenbereich der Gesundheitsversorgung gehören die Gesund- heitsdienste und die Kliniken Köln gGmbH. Seite 33 Di e Gesundheitsdienste erfüllen verschiedene Aufgaben, um gesundheitliche Beein- trächtigungen und Schäden zu vermindern. Hierzu zählen u. a. die Erstellung medizini- scher Gutachten, die Mitwirkung bei der Sicherung von Leben und körperlicher Unver- sehrtheit sowie die Unterstützung einer bedarfsgerechten, dem allgemeinen Stand der gesundheitswissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnisse entsprechenden Ge- sundheitsversorgung der Kölner Bevölkerung, Touristen, Behörden, Gerichte und Or- ganisationen. Die konzernzugehörigen Kliniken Köln fördern das öffentliche Gesundheitswesen ins- besondere durch die bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung der Stadt Köln durch ambulante, vor-, nach-, voll- und teilstationäre Krankenversorgung mit leistungs- fähigen, wirtschaftlich gesicherten Krankenhäusern, Medizinischen Versorgungszen- tren und Rehabilitationseinrichtungen. Mit den Standorten in Köln-Merheim, Köln-Holweide und dem Kinderkrankenhaus Ams- terdamer Straße sind die Kliniken Köln eine der größten kommunalen Kliniken Deutsch- lands. Im Geschäftsjahr 2018 blieb die wirtschaftliche Lage der Kliniken Köln weiterhin äußerst angespannt. In dem bereits aufgesetzten und auch im Geschäftsjahr 2018 weiterentwi- ckelten Restrukturierungsprogramm wurden interne Leistungsfaktoren, die Wettbe- werbssituation sowie externe Rahmenbedingungen und Trends zur Identifizierung von Missverhältnissen zwischen Angebot und Nachfrage analysiert und bewertet, um den durch die Gesellschafterin erteilten Versorgungsauftrag sicherzustellen. Ein weiterent- wickeltes Medizinkonzept bildet dabei die Grundlage der laufenden Restrukturierung und sieht sowohl an einzelnen Standorten als auch für einzelne Fachabteilungen eine Kapazitätsbereinigung und -konsolidierung vor. Ziel ist eine interdisziplinäre Versor- gung der Patienten, möglichst in einer Behandlungskette, die von der ambulanten Vor- behandlung bis zur postoperativen Rehabilitation reicht. Voraussetzung für die Umset- zung neuer Strukturen im Kernleistungsbereich des Unternehmens sind dabei auch dringend erforderliche Investitionen, um Infrastrukturdefizite abzubauen. Soziales Die Stadt Köln erbringt für Menschen, deren finanzielle Mittel zur Existenzsicherung nicht ausreichen, gesetzliche Leistungen im sozialen Bereich, die der Hilfe zur Selbst- hilfe und Förderung eines menschenwürdigen Lebens dienen. Neben den gesetzlich verpflichtenden Leistungen erbringt die Stadt Köln auch freiwillige Sozialleistungen und interkulturelle Hilfen. Diese sollen die sozialen und wirtschaftli- chen Nachteile für bedürftige Kölner*innen reduzieren, das interkulturelle Zusammen- leben stärken und die soziale Integration fördern. Hierfür werden Vergünstigungen für bedürftige Kölner*innen gewährt (z. B. Köln-Pass) und die Träger der Freien Wohl- fahrtspflege und Anbieter interkultureller Aktivitäten gefördert. Ferner betreibt, unterhält und fördert die Stadt Köln Bürgerhäuser und -zentren. Diese stellen bedarfs- und inte- ressengerechte Freizeit- und Kulturangebote sowie soziale Dienstleistungen für die Be- völkerung bereit und sollen die Alltagssituation der Menschen verbessern sowie die In- tegration und Kontaktaufnahme erleichtern. Stadtentwicklung und Wohnungsbau Die Situation auf dem Kölner Wohnungsmarkt ist weiter angespannt. Mieten, Preise für Eigentumswohnungen und Grundstücke sind weiter gestiegen. Dabei sind die Preise von Kölner Eigentumswohnungen in den letzten Jahren überdurchschnittlich gestiegen. Die Steigerung der Mietpreise fiel im Vergleich dazu etwas niedriger aus. Baulandpreise Seite 34 nahmen um 10 % zu. Die Zahl der Wegzüge von Familien ins Umland ist in den letzten Jahren angewachsen. Für die nächsten Jahre ist davon auszugehen, dass der Zuwachs von Einwohner*innen und das Haushaltswachstum in Köln anhält, sodass es weiter steigenden Bedarf an Wohnraum geben wird. Im Konzern Stadt Köln hat nicht nur die Schaffung neuen Wohnraums einen hohen Stellenwert, sondern auch die damit verbundenen sozialen Bedürfnisse der Mieter*in- nen. Neben der Belegungssteuerung und der individuellen Sozialbetreuung von Mietern werden zahlreiche und vielfältige Projekte in den Quartieren der Stadt Köln initiiert und koordiniert. Die Projektbandbreite reicht dabei von Sport- und Freizeitangeboten für Kin- der und Jugendliche über Wohnumfeldverschönerungen, Mieterfeste, Kunst- und Kre- ativaktionen im Quartier, naturnahe Umweltbildungsprojekte, die Einrichtung von Nach- barschaftstreffs bis hin zur Förderung von Mieterinitiativen sowie die Einrichtung von alternativen Wohnprojekten. Nach wie vor hat dabei der Themenbereich „Gestaltung des demographischen Wandels“ hohe Aktualität und stellt eine der Schwerpunktaufga- ben des Sozialmanagements dar. Auch die Integration der Geflüchteten ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Diese Aufgabe wird vom kommunalen Integrationszentrum der Stadt Köln wahrgenommen. Dieses soll die Vernetzung der Integrationsarbeit vor Ort stärken und koordinieren sowie die Bil- dungschancen von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund verbessern. Ferner werden hier neu eingereiste Kinder und Jugendliche und deren Eltern zum Schul- und Bildungssystem beraten. Wirtschaft und Tourismus Ziel der Sparte Wirtschaftsförderung und Tourismus ist es, den Wirtschaftsstandort Köln nachhaltig zu stärken und die Attraktivität für Reisende sowie Geschäftsleute zu stei- gern. Die Bereiche Wirtschaft und Tourismus greifen dabei unweigerlich ineinander und bestärken sich gegenseitig. Wirtschaft Um die Position der Stadt Köln als attraktiven Wirtschaftsstandort zu sichern und wei- terzuentwickeln, werden wirtschaftsfördernde Maßnahmen in den Bereichen Standort- marketing, Unternehmensservice, Arbeitsmarktförderung und Medienwirtschaft entwi- ckelt und durchgeführt. Diese richten sich an Unternehmen, Institutionen, Investoren, Existenzgründer und am Arbeitsmarkt benachteiligte Personen. Die Koelnmesse GmbH ist mit einem Gesamtprogramm, an dem mehr als 50.000 aus- stellende Unternehmen aus 127 Ländern und rund drei Millionen Besucher aus 210 Staaten teilnehmen, einer der größten internationalen Messeveranstalter. Sie ver- anstaltet bzw. betreut jedes Jahr rund 80 Messen, Ausstellungen, Gastveranstaltungen und Special Events in Köln und in den wichtigsten Märkten weltweit, darunter die Leit- messen für rund 25 Wirtschaftszweige. Das Kölner Messegelände ist das sechstgrößte der Welt: 284.000 m² Hallen- sowie 100.000 m² Außenfläche stehen für Veranstaltun- gen aller Art zur Verfügung. Unter dem Titel „Koelnmesse 3.0“ hat die Koeln- messe GmbH mit einem Volumen von rd. 700 Mio. € das größte Investitionsprogramm seiner Geschichte begonnen. Das Projekt zielt darauf ab, durch umfassende Moderni- sierung und Neubaumaßnahmen bis 2030 das attraktivste innerstädtische Messege- lände der Welt zu schaffen. Stadt und Region profitieren in hohem Maße von der Koeln- messe GmbH. Jährlich generieren die Ausgaben der Messeteilnehmer im Durchschnitt Seite 35 mehr als 1,1 Mrd. € Umsatz allein in Köln. Das Messegeschäft sichert über 11.000 Voll- zeit-Arbeitsplätze in der Stadt – in Handel, Handwerk, Transport, Logistik, Hotellerie und Gaststättengewerbe. Den Zielen der Wirtschaftsförderung dienen auch die Beteiligungen an der BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG, der RTZ Rechtsrheinisches Technologie- und Gründerzentrum Köln GmbH der GIZ Gründer- und Innovationszentrum GmbH im Tech- nologiePark Köln sowie die in 2016 neu hinzugekommene Digital Hub Cologne GmbH. Alle diese Beteiligungen fördern u. a. die Gründung neuer Unternehmen und den Tech- nologietransfer. Tourismus Leichtes Wachstum auf hohem Niveau – nach hohen Zuwächsen in 2017 wurden im Geschäftsjahr 2018 3,7 Mio. Gästeankünfte (+3 %) und 6,29 Mio. Übernachtungen (+0,7 %) gezählt. Bei den wichtigsten Quellmärkten gab es kaum Veränderungen. Die meisten Übernachtungen wurden von deutschen Gästen getätigt, gefolgt von Großbri- tannien. Insgesamt betrachtet lässt sich die Tourismusentwicklung der vergangenen fünf Jahre mit einem Anstieg der Übernachtungen in Höhe von 23,2 % als sehr dyna- misch bezeichnen. Der Kölner Kongress- und Tagungsmarkt entwickelte sich in 2018 deutlich günstiger als die Übernachtungszahlen. Erstmals wurde die 50.000er-Grenze bei der Anzahl der Ver- anstaltungen überschritten. Die Teilnehmerzahl stieg um 8,5 %. Eine durch das Co- logne Convention Bureau beauftragte Studie belegt die wirtschaftliche Bedeutung des Meeting-Marktes für Köln, welche für ganz Deutschland 1,3 Mrd. € Umsatz generiert; davon verbleiben 720 Mio. € in Köln. Die Aktivitäten des innerhalb der KölnTourismus GmbH gegründeten Cologne Convention Bureau haben daran gemeinsam mit den lo- kalen Branchenpartnern, einen wesentlichen Anteil. 3. Analyse der Vermögens-, Schulden-, Ertrags- und Finanzlage Die Analyse und Bewertung der mit dem Gesamtabschluss verfügbaren Daten ermög- licht eine klarere Sicht auf die wirtschaftliche Aufgabenwahrnehmung der Stadt Köln und damit Erkenntnisse, die über die hinausgehen, die sich mit dem Blick auf die Ein- zelabschlüsse ergeben. Die Zusammenhänge sind vielschichtig und komplex und machen daher einen differen- zierten Blick auf die Vermögenslage (Gesamtbilanz), die Ergebnislage (Gesamtergeb- nisrechnung) und die Finanzlage (Gesamtkapitalflussrechnung) erforderlich. Im Folgenden werden diese Bestandteile des Gesamtabschlusses getrennt analysiert, um auf dieser Grundlage eine Risikobewertung vornehmen zu können. Im Rahmen der Analyse wird darauf eingegangen, wie sich die jeweiligen Gesamter- gebnisse zusammensetzen und welche Faktoren einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr genommen haben. Ertrags- und Aufwandssituation Der Gesamtabschluss weist nach Dotierung der Minderheiten (Anteile anderer Gesell- schafter) einen Fehlbetrag in Höhe von -146,5 Mio. € aus. Damit liegt erneut ein nega- tives Ergebnis vor, das sich im Vergleich zum Vorjahr um 89,0 Mio. € verschlechterte. Seite 36 Die Entstehung des (in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesenen) Gesamtbilan- zergebnisses ergibt sich anhand des folgenden Schemas aus dem Einzelergebnis der Stadt Köln: Entwicklung des Gesamtbilanzergebnis 2018 in Tsd. € Städtisches Einzelabschlussergebnis -83.146 Ergebnisbeiträge der verselbstständigten Aufgabenbereiche 97.839 Amortisation stille Reserven -48.342 Konsolidierung der Gewinnabführungen -86.962 Saldo aus der Aufwands- und Ertrags- und Schuldenkonsolidierung -7.827 Sonstige Konsolidierungsmaßnahmen (u.a. Kapitalkonsolidierung) 19.390 = Gesamtjahresergebnis -109.048 davon anderen Gesellschaftern zuzurechnen 37.465 Der Ergebnisbeitrag der Stadt Köln ist wie im Vorjahr negativ (-83,1 Mio. €). Positiv zum Gesamtergebnis haben insbesondere der Stadtwerke Teilkonzern, der Teilkonzern Ver- anstaltungszentrum mit der Kölnmesse, die Stadtentwässerung und der GAG Teilkon- zern beigetragen. Die Kliniken und die Bühnen steuerten negative Ergebnisse bei. Der Anteil Dritter am Jahresergebnis erhöhte sich um 4,2 Mio. € auf 37,5 Mio. €. Hierbei handelt es sich um den Anteil Dritter aufgrund ihrer Minderheitenanteile an Gesellschaf- ten innerhalb der voll konsolidierten Teilkonzerne GAG Immobilien AG, Stadtwerke Köln und Veranstaltungszentrum. Die Ergebnislage war in 2018 geprägt von einem positiven ordentlichen Ergebnis (177,9 Mio. €) und einem weiterhin stark negativen Finanzergebnis (-287,0 Mio. €). Ordentliches Ergebnis Die Ertragslage zeichnete sich durch einen deutlichen Anstieg der privatrechtlichen Leistungsentgelte (+333,0 Mio. €) aus, der wesentlich zur Verbesserung der ordentli- chen Erträge um 436,2 Mio. € gegenüber dem Vorjahr beigetragen hatte. Die positive Entwicklung der privatrechtlichen Leistungsentgelte lässt sich insbesondere auf den ge- stiegenen Absatz von Energie und Wasser sowie eine Verbesserung im Hafenum- schlag- und Güterverkehr zurückführen. Der Anstieg der ordentlichen Aufwendungen um 517,4 Mio. € fiel im Vergleich zu den ordentlichen Erträgen etwas höher aus. Die Personalaufwendungen stiegen dabei um 78,3 Mio. €, die Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen um 383,0 Mio. €, die bilanziellen Abschreibungen um 42,1 Mio. € und die Transferaufwendungen um 29,6 Mio. €. Da die ordentlichen Aufwendungen stärker als die Erträge gestiegen wa- ren, verringerte sich der Aufwandsdeckungsgrad leicht auf 101,6 % (Vj 102,4 %). Ins- gesamt ist festzustellen, dass die ordentlichen Erträge knapp ausreichten, um die or- dentlichen Aufwendungen zu decken. Zur Erhöhung der Personalaufwendungen hatten im Wesentlichen die Entwicklungen im Stadtwerke Teilkonzern und der Kernverwaltung beigetragen. Wie die Personalin- tensität von 20,0 % (Vj 20,9 %) zeigt, sind die Personalaufwendungen trotz der absolu- ten Erhöhung im Vergleich zur Summe der ordentlichen Aufwendungen leicht gesun- ken. Die nachfolgende Grafik zeigt die Verteilung des Personalbestandes. Seite 37 Di e Steigerung der Sach- und Dienstleistungsintensität auf 46,7 % (Vj 45,4 %) liegt mit 2,86 % über der Inflationsrate 2018 von 1,8 %. Die Aufwendungen für Sach- und Dienst- leistungen stiegen zwar, die ordentlichen Gesamtaufwendungen stiegen jedoch im Ver- gleich zum Vorjahr weniger stark an. Die Transferaufwendungen werden ausschließlich bei der Stadt Köln generiert. Sie be- stehen größtenteils aus Sozialleistungen der Kernverwaltung. Die Transferaufwands- quote sank geringfügig auf 15,0 % (Vj 15,4 %). Die Abschreibungsintensität zeigt, dass die getätigten Investitionen der Vorjahre das Gesamtergebnis mit 7,4 % (Vj 7,4 %) belasten. Die Drittfinanzierungsquote zeigt das Verhältnis der Erträge aus der Auflösung der Son- derposten und der Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen und damit den Grad der Bezuschussung des Sachanlagevermögens. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Quote von 19,4 % auf 16,9 % gesunken. Ursache hierfür sind die gestiegenen bilanziellen Ab- schreibungen (+5,4 %) bei gleichzeitig verringerten Erträge aus der Auflösung von Son- derposten. Finanzergebnis Das Finanzergebnis ist nach wie vor stark negativ, hat sich jedoch im Vergleich zum Vorjahr um 8,3 % verbessert. Dies lag vor allem an den weiterhin sinkenden Zinssätzen für auf dem Kapitalmarkt aufgenommene Kredite. Geringere Finanzerträge (-0,9 Mio. €) aufgrund niedriger Zinsen für angelegte Finanzmittel beeinflussten das Finanzergebnis nur leicht. Stadt Köln 16.675 S tadtwerke Konzern 12.178 StEB 622 GAG 552 Gebäudewirtschaft 540 Teilkonzern VZ 844 Bühnen 745 Kliniken 3.157 Verteilung des Personals auf die Konzerngesellschaften zum 31.12.2018 Gesamtpersonalbestand: 35.313 Seite 38 Ke nnzahlen der Ergebnislage im Überblick Vermögens- und Schuldenlage Die Bilanzsumme belief sich zum 31. Dezember 2018 auf 24.420,5 Mio. €. Sie liegt da- mit 434,1 Mio. € bzw. 1,8 % über dem entsprechenden Wert des Vorjahres (23.986,4 Mio. €). Die folgende Abbildung stellt dar, wie die Vermögensstruktur des Konzerns von der Konzernmutter – der Stadt Köln – in 2018 beeinflusst war. Die goldene Bilanzregel (Anlagendeckungsgrad 2) besagt, dass langfristiges Vermögen auch langfristig finanziert sein soll. Im Konzern der Stadt Köln waren 2018 78,2 % und damit der Großteil des langfristigen Vermögens durch langfristiges Eigenkapital und Fremdkapital finanziert. Aktiva Auf der Aktivseite waren insbesondere die Entwicklung bei den Sachanlagen (+290,5 Mio. €) und der liquiden Mittel (150,8 Mio. €) maßgeblich für die Veränderung der Bilanzsumme. 0 5 10 15 20 25 30 Vermögen in Mrd. Euro Veränderung der Bilanzstruktur im Gesamtabschluss Veränderung durch den Gesamt abschluss Jahresabschluss der Stadt Köln 2 018 Kennzahl 2018 2017 Aufwandsdeckungsgrad 101,6 % 102,4 % Personalintensität 20,8 % 21,1 % Sach- und Dienstleistungsintensität 46,7 % 45,4 % Transferaufwandsquote 15,0 % 15,4 % Abschreibungsintensität 7,4 % 7,4 % Drittfinanzierungsquote 16,9 % 19,4 % Seite 39 Die Veränderung bei den immateriellen Vermögensgegenständen (-16,7 Mio. €) lag im Wesentlichen an den Abschreibungen. Das Sachanlagevermögen erhöhte sich um 290,5 Mio. €. Im Wesentlichen ist die Erhö- hung durch Zugänge bei den Grundstücken mit Wohngebäuden (160,0 Mio. €) und durch geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau (157,9 Mio. €) geprägt. Die Investitionsquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht. 2018 betrug sie 100,7 % (Vorjahr 94,6 %). Diese knapp über 100 % liegende Investitionsquote sagt aus, dass die Bruttoinvestitionen die Abgänge des Anlagevermögens und die Abschreibungen nur unwesentlich übersteigen. Insgesamt wurde der Werteverzehr also durch Investitionen kompensiert. Wesentliche Investitionen betrafen u. a. die Bereiche Wohnbauten (192 Mio. €), Energie und Wasserversorgung (137 Mio. €), ÖPNV (57 Mio. €), Telekom- munikation (35 Mio. €) Abfallentsorgung und -verwertung (29 Mio. €) sowie Hafen- und Güterverkehr (21 Mio. €). Die Infrastruktur umfasst mit 27,3 % (Vorjahr 28,1 %) der gesamten Bilanzsumme (Inf- rastrukturquote) den höchsten Vermögensposten. Passiva Auf der Passivseite wurden die Verringerungen des Eigenkapitals um 126,2 Mio. € und der Rückstellungen um 44,8 Mio. € durch die deutliche Zunahme der Verbindlichkeiten um 512,8 Mio. € und die Zunahme der Rückstellungen um 95,6 Mio. € deutlich aufge- wogen. Damit stieg die Bilanzsumme um 434,1 Mio. € gegenüber dem Vorjahr an. Der Posten der allgemeinen Rücklage hatte sich aufgrund des negativen Gesamtjah- resergebnisses 2017 verringert (-89,0 Mio. €). Gleichzeitig sorgten unmittelbare Ver- rechnungen von Aufwendungen und Erträgen aus Vermögensabgängen und Wertver- änderungen bei Finanzanlagen mit der allgemeinen Rücklage sowie Kapitalkonsolidie- rungen (per Saldo -37,2 Mio. €) zusätzlich für abnehmendes Eigenkapital. Diese Ent- wicklung spiegelt sich auch in dem weiter sinkenden Verhältnis zwischen dem Wert des Eigenkapitals und dem Gesamtkapital wider. Dieses Verhältnis wird durch die Eigenka- pitalquote 1 dargestellt, die im Jahr 2018 auf den Wert 16,6 % (Vj 17,4 %) weiter ge- sunken ist. Inklusive der im kommunalen Bereich wie Eigenkapital wirkenden Sonder- posten für Zuweisungen und Beiträge beträgt die Quote (Eigenkapitalquote 2) 35,6 % (Vj 36,9 %). Die relative Änderung des Bestandes der allgemeinen Rücklage und der Ausgleichs- rücklage durch den Jahresfehlbetrag (-109,0 Mio. €) wird durch die Fehlbetragsquote abgebildet. 2018 betrug diese Kennzahl im Konzern der Stadt Köln 2,9 % (Vorjahr 1,8 %). Somit wurden in 2018 2,9 % des Eigenkapitals des Konzerns durch den Fehl- betrag verzehrt. Die Sonderposten verringerten sich im Wesentlichen durch ertragswirksame Auflösung um 44,8 Mio. €. Die Pensionsrückstellungen stiegen im Geschäftsjahr 2018 im Ver- gleich zu den Vorjahren stark um 92,7 Mio. € an. Insgesamt hatten sich die Verbindlichkeiten um 512,8 Mio. € erhöht. Die Entwicklung der Verbindlichkeiten bezogen auf ihre Fristigkeiten lässt sich anhand des folgenden Diagramms veranschaulichen. Seite 40 Di e kurzfristige Verbindlichkeitenquote ist trotz gestiegener kurzfristiger Verbindlichkei- ten aufgrund der relativ stärker angewachsenen Bilanzsumme leicht auf 14,4 % gesun- ken (Vj 16,2 %). Kennzahlen der Vermögens- und Schuldenlage im Überblick bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre Gesamtverbindlichkeiten 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 Verbindlichkeiten in Mrd. Euro Entwicklung der Verbindlichkeiten und ihrer Restlaufzeiten Kennzahl 2018 2017 Anlagendeckungsgrad 2 78,2 % 75,5 % Investitionsquote 100,7 % 94,6 % Infrastrukturquote 27,3 % 28,1 % Eigenkapitalquote 1 16,6 % 17,4 % Eigenkapitalquote 2 35,6 % 36,9 % Fehlbetragsquote 2,9 % 1,8 % Kurzfristige Verbindlichkeitenquote 14,4 % 16,2 % Seite 41 Fin anzlage Die nachfolgende, verkürzte Form der Kapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und Ver- wendung der finanziellen Mittel im Stadt Köln Konzern. Die Werte wurden durch die indirekte Methode ermittelt, d. h. sie wurden aus der Gesamtbilanz und -ergebnisrech- nung abgeleitet. Der Finanzmittelbestand erhöhte sich im Ergebnis um 160,8 Mio. € auf 739,6 Mio. €. Gesamtkapitalflussrechnung (Kurzfassung) 2018 (Mio. €) 2017 (Mio. €) Cashflow - aus laufender Geschäftstätigkeit 680,1 1.134,3 - aus der Investitionstätigkeit -836,6 -982,0 - aus der Finanzierungstätigkeit 317,4 -113,6 Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bedingte Änderungen -0,1 0,2 Veränderung des Finanzmittelfonds 160,8 38,9 Flüssige Mittel am 1. Januar des Jahres 578,8 539,9 Flüssige Mittel am 31. Dezember des Jahres* 739,6 578,8 *Abweichungen zum Zahlenwerk sind rundungsbedingt Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag mit 680,1 Mio. € deutlich unter dem Vor jahreswert von 1.134,3 Mio. €. Dies lässt sich teilweise mit dem verschlechterten ordentlichen Ergebnis erklären (Minderung um 78,6 Mio. €). Aufgrund der vielen Investitionen, welche die Vermögensverkäufe deutlich überstiegen, ergab sich wie im Vorjahr ein negativer Cashflow aus Investitionstätigkeit. Netto wurden 2018 etwa 836,6 Mio. € für die Einwohner*innen der Stadt Köln investiert. Der negative Cashflow aus Investitionstätigkeit überstieg betraglich den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Dementsprechend erhöhten sich die Verbindlichkeiten für Kredite, wie auch der positive Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausdrückt. Die Zins- lastquote ist dennoch leicht auf 3,2 % gesunken (Vorjahr 3,6 %). Dies zeigt, dass der Konzern trotz der steigenden Verbindlichkeiten stärker von den niedrigen Zinsen für Fremdkapital profitiert. Die Addition des Cashflows aus den vier genannten Quellen erklärt im Ergebnis die Erhöhung des Finanzmittelfonds bzw. der flüssigen Mittel von 578,8 Mio. € um 160,8 Mio. € auf 739,6 Mio. €. Dies spiegelt sich auch in der Liquidität zweiten Grades wider. Sie betrug 2018 etwa 54,9 % und zeigt, dass etwas mehr als die Hälfte der kurz- fristigen Verbindlichkeiten durch kurzfristige Forderungen und flüssige Mittel gedeckt sind. Kennzahlen zur Finanzlage Kennzahlen zur Finanzlage Kennzahl 2018 2017 Zinslastquote 3,2 % 3,6 % Liquidität zweiten Grades 54,9 % 45,6 % Eine Definition der Kennzahlen ist der Anlage 2 zu entnehmen. Seite 42 4. Chancen und Risiken Wesentliche Chancen und Risiken im Stadt Köln Konzern Zum Abschlussstichtag bestehen ergebnisrelevante Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Lage und die Ertragslage des Konzerns haben können. Gleichzeitig gehen mit den Risiken auch Chancen einher. Grundsätzlich ist dabei zu unterscheiden zwischen Chancen und Risiken, die von au- ßen auf den Konzern wirken, ohne dass der Konzern einen signifikanten Einfluss auf diese Risiken nehmen kann (externe Chancen und Risiken) und Chancen und Risiken, deren Ursache konzernintern begründet sind (interne Chancen und Risiken). Innerhalb dieser übergeordneten Kategorien ergeben sich Chancen und Risiken in Be- zug auf unterschiedliche Themenfelder. Die folgende Darstellung unterscheidet daher • bei den externen Risiken zwischen politischen, regulatorischen und rechtlichen Chancen und Risiken und solchen im Markt und Wettbewerb und • bei den internen Risiken zwischen den operativen und den finanziellen Chancen und Risiken. Die zum Abschlussstichtag als wesentlich identifizierten Chancen und Risiken werden im Einzelnen erläutert. Bei der Darstellung und Beurteilung der Risiken wird von einer Nettobetrachtung ausgegangen, das heißt, bereits getroffene Maßnahmen der Risiko- begrenzung wurden berücksichtigt. Politische, regulatorische und rechtliche Chancen und Risiken Politik, Gesetzgebung und Verträge setzen die Rahmenbedingungen für die Geschäfts- felder, in denen der Konzern tätig ist. Für Unternehmen mit langfristig ausgelegten In- vestitionen sind verlässliche Rahmenbedingungen unabdingbar für den wirtschaftlichen Erfolg. Dies betrifft insbesondere die Energieversorger, die in erheblichem Umfang Risiken auf- grund äußerer Eingriffe von Regulierungsbehörden, insbesondere der Bundesnetza- gentur oder der Landesregulierungsbehörden, ausgesetzt sind. Absenkungen der Er- lösobergrenzen aufgrund von Kostenerhebungen oder des gesunkenen Zinsniveaus können zu Erlöseinbußen führen. Bei allen genannten Maßnahmen ist davon auszuge- hen, dass es bei den Erträgen aus dem Netzgeschäft im Saldo zu weiteren Minderun- gen kommt. Dabei sind nicht nur die Kalkulation der Netzentgelte und die Festlegung der sogenannten Erlösobergrenzen im Strom- und Gasbereich betroffen. Auch im Be- reich der Wasser- und Fernwärmepreise sind Eingriffe der Kartellbehörden nicht aus- geschlossen, mit ggf. negativen Auswirkungen auf die Ergebnissituation. Beim Telekommunikationsmarkt handelt es sich um einen streng regulierten Markt, in den die Bundesnetzagentur und auch das Bundeskartellamt stark steuernd und mitun- ter auch geschäftshemmend eingreifen. Es besteht grundsätzlich Unsicherheit darüber, wie künftige Regulierungsentscheidungen ausfallen. Im Geschäftsfeld Abfallentsorgung und -verwertung ergeben sich Umweltrisiken aus dem Geschäftsbetrieb in Form von Gefahren für die Umwelt durch den Betrieb riskanter Anlagen oder den Umgang mit Gefahrgütern. Zur Verringerung der Risiken werden vor- gesehene Maßnahmen zur Vermeidung von Gefahren einschließlich der Beschäftigung entsprechender Sicherheitsbeauftragter eingehalten. Im Bereich Bildung sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt etwaige Risiken, die sich aus den Veränderungen in der Schullandschaft und den damit verbundenen Investitions- Seite 43 und Instandhaltungsentscheidungen ergeben können, schwer einzuschätzen. Als kri- tisch werden die Rahmenbedingungen beim Abbau des Sanierungsstaus, beim Stellen- ausbau und bei der Personalgewinnung/-erhaltung eingestuft. Chancen und Risiken im Markt und Wettbewerb Die Entwicklung der Beschaffungs- und Absatzmärkte, die Wettbewerbssituation sowie weitere, die Nachfrage bestimmende Faktoren wirken in unterschiedlichem Ausmaß auf den Konzern ein. Die weiter anhaltende dynamische Veränderung struktureller und verhaltensbezogener Entwicklungen – wie die Diskussion der Dieselverbote, emissionsfreie Antriebe, solida- risch finanzierte Tarifmodelle und veränderte Wertvorstellungen vor allem der jüngeren Generation – erhöhen die Bedeutung des ÖPNV zunehmend. Dies ist eine wesentliche Chance im Bereich ÖPNV, die zugleich mit neuen Herausforderungen verbunden ist. In den Folgejahren wird ein Anstieg der Umsatzerlöse erwartet, der aus gestärkter Kun- dennachfrage und regelmäßigen Tarifpreisanpassungen im Verkehrsverbund resultiert. Die Produkte der Informations- und Telekommunikationsbranche sind teilweise schnell- lebig und unterliegen einer hohen Komplexität und Dynamik. Dies führt zu einem per- manenten Innovations- und Investitionsdruck bei verkürztem Zeitfenster für die Amorti- sationsphase. Die Entscheidungen für die Entwicklung zukunftsweisender und wettbe- werbsfähiger Produkte sowie die anschließende Realisierung dieser Investitionsmaß- nahmen stellen daher eine Herausforderung dar, verbunden mit dem Risiko von Son- derabschreibungen für „veraltete“ Technik abzulösender Produkte. Herausforderungen im Geschäftsfeld Stadtentwicklung und Wohnungsbau sind die Be- reitstellung von ausreichendem Wohnraum für die zunehmende Stadtbevölkerung ebenso wie die Erfüllung von Ansprüchen bestimmter Nutzergruppen, wie Studenten, Mehrgenerationenhaushalte oder Senioren. Die vorgenannten Herausforderungen stel- len jedoch auch Chancen zur Ertragssteigerung in diesem Segment dar. Für die Immo- bilienbewirtschaftung bestehen die Risiken im Wesentlichen in der möglichen Ver- schlechterung der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die zu einer Ver- minderung der Mieterlöse, einer verstärkten Zahlungsunfähigkeit der Mieter*innen und zu erhöhtem Leerstand führen können. Die derzeitige Lage des Wohnungsmarkts in Köln lässt jedoch keine kritischen Tendenzen erkennen, die die Ertragslage wesentlich beeinträchtigen können. Zu den nicht beeinflussbaren Risiken für den Tourismusstandort Köln zählen die Gefahr von Terroranschlägen, das Sicherheitsgefühl von Besuchern, starke Währungsschwan- kungen, ein stark steigender Ölpreis sowie lang andauernde Streiks bei Bahnen und Fluggesellschaften. Als Chance für die Destination Köln wird die Entwicklung von Hotelprojekten im 4-5 Sterne Sektor gesehen. Damit wäre sichergestellt, auf zukünftige Herausforderungen angemessen reagieren zu können und den Messe-, Tagungs- und Kongressstandort zu stärken. Operative Chancen und Risiken Die in der Erstellung und Bereitstellung von Dienstleistungen eingesetzten Anlagen und Prozesse sind relevante Erfolgsfaktoren. Aus der Verfügbarkeit der Anlagen sowie der Effizienz und Qualität der definierten Prozesse können sich Chancen und Risiken in diesem Bereich ergeben. Im Bereich Gewässer und Entwässerung ist aufgrund des Alters der Kanalnetze auch in den nächsten Jahren eine Fortsetzung der baulichen Sanierung erforderlich. Durch Seite 44 in novative Techniken, wie z. B. unterirdische Sanierungsverfahren, werden dabei die Belastungen für Anlieger und den Verkehr so gering wie möglich gehalten. Parallel hierzu werden derzeit alle Klärwerke und Pumpanlagen modernisiert. Die Erneuerung der Maschinen- und Elektrotechnik soll sowohl das Risiko der Gewässerbelastungen vermindern als auch einen wirtschaftlicheren und nachhaltigeren Betrieb der Anlagen gewährleisten. Finanzielle Chancen und Risiken Eine der größten Herausforderungen für die Stadt Köln ist der Abbau des Haushaltsde- fizits und die damit einhergehende Reduzierung der Entnahmequoten aus der allgemei- nen Rücklage. Vor dem Hintergrund der gesunkenen Steuereinnahmen sowie der er- höhten Aufwendungen (u. a. durch den Einsturz des Historischen Archivs und die Un- terbringung von Geflüchteten) wird dies in den kommenden Jahren schwer zu realisie- ren sein. Erst ab 2020 ist durch den Wegfall des Anteils der Kommunen an der Finan- zierung des Fonds Deutsche Einheit mit einer spürbaren Entlastung zu rechnen, die zu einer kontinuierlichen Absenkung der Fehlbetragsquoten führen kann. Ab dem Jahr 2023 plant die Stadt Köln durch einen ausgeglichenen Haushalt das Ende des Eigen- kapital-Verzehrs. Die finanzwirtschaftlichen Risiken in allen Geschäftsfeldern umfassen hauptsächlich Zinsänderungs-, Bonitäts- und Liquiditätsrisiken, welche im Konzern permanent beo- bachtet und minimiert werden. Währungsrisiken sind im Konzern kaum vorhanden, da die Geschäftsaktivitäten im Wesentlichen national ausgerichtet sind und die Absatz- und Beschaffungsprozesse fast ausschließlich in Euro abgebildet werden. Das an den Finanzmärkten anhaltend niedrige Zinsniveau birgt für den Konzern Chan- cen und Risiken gleichermaßen: Ein Anstieg der Zinsen würde einerseits die Kreditkos- ten verteuern, was vor allem Gesellschaften mit ausgeprägter Investitionstätigkeit mit- tel- und langfristig belasten würde. Bilanziell würden hingegen langfristige Rückstellun- gen dann günstiger bewertet. Auswirkungen ergeben sich im Geschäftsfeld Energie und Wasser auch aus der stetig steigenden Regulierung von Energiehandelsgeschäften, die zu erhöhtem administrati- vem Aufwand sowie zu einer nachhaltigen Erhöhung der Kosten im Handelsbereich führt. Im Zusammenhang mit dem geplanten Erwerb von innogy SE durch E.ON SE und dem damit einhergehenden Tausch von wesentlichen Geschäftsaktivitäten mit RWE AG können sich einerseits für RheinEnergie AG strategische Optionen zur Erschließung von unternehmerischen Mehrwerten ergeben. Andererseits steigt durch die angestrebte Kooperation der Wettbewerbsdruck in allen Energiemärkten. Im Geschäftsfeld ÖPNV stellen die zunehmende Liberalisierung des ÖPNV-Marktes und die steigende Finanzmittelknappheit der öffentlichen Haushalte die wesentlichen Risiken dar. Als weiteres finanzielles Risiko ist das Absinken der Standardisierten Be- wertung auf einen Wert kleiner 1 zu sehen, der die Bewertung des volkswirtschaftlichen Nutzens des Baus der Nord-Süd Stadtbahn widerspiegelt und in Form des Wegfalls der Bezuschussungsfähigkeit ein potentielles Risiko darstellt. Technische Ausfallrisiken so- wie umweltbezogene Risiken werden durch die regelmäßige Instandhaltung und per- manente Verbesserung des technischen Standards minimiert. Der Einsturz des Historischen Archivs in 2009 und die daraus folgenden Aufwendungen - teilweise in noch ungewisser Höhe - führen weiterhin zu erheblichen Belastungen mit Millionenbeträgen. Seite 45 Die verzögerte Sanierung der Spielstätten am Offenbachplatz zwingen Musik- und Sprechtheater dazu, den Spielbetrieb auch in der kommenden Spielzeiten weiterhin in den Interim-Spielstätten durchzuführen. Aufgrund der erforderlichen Neuplanung der gesamten Haustechnik im Sanierungsprojekt wird davon ausgegangen, dass der Be- trieb in den sanierten Spielstätten am Offenbachplatz voraussichtlich erst in 2023 wie- der aufgenommen werden kann. Der Europäische Gerichtshof hat in seinem Urteil vom 29.10.2009 entschieden, dass die Stadt Köln beim Bau der neuen Messehallen (Nordhallen) gegen Europarecht ver- stoßen hat. In 2016 konnte in dem hierüber seit 2010 geführten Rechtsstreit zwischen der Stadt Köln und der Grundstücksgesellschaft Köln Messe 15 - 18 GbR eine Einigung erzielt werden. Um beihilferechtliche Risiken auszuschließen, wurde die Vergleichsver- einbarung in einem informellen Verfahren der Europäischen Kommission zur Prüfung vorgelegt. In 2018 erfolgte das abschließende Signal seitens der EU-Kommission, dass der Vergleich weder aus vergabe- noch aus beihilferechtlicher Sicht beanstandet würde. Die Vergleichsvereinbarung wurde daraufhin im Dezember 2018 abgeschlos- sen. Die Auszahlung des Vergleichsbetrages an die GbR in Höhe von 57,2 Mio. € er- folgte im Februar 2019. Die GbR hat daraufhin im März 2019 ihre beim Landgericht Köln eingereichte Klage zurückgenommen. Im Gesundheitsbereich stellen die stark eingeschränkten öffentlichen Budgets für Ge- sundheitsdienstleistungen sowie der weiter zunehmende Investitionsdruck auf Grund des medizinischen Fortschritts eine schwierige Ausgangslage für die Kliniken Köln – wie für alle deutschen Krankenhäuser – dar. Die Unterkapitalisierung und die ver- gleichsweise marginale Investitionsförderung durch die Länder sind die entscheidenden Ursachen für die wirtschaftliche Situation. Die im Hinblick auf die Versorgungssicherheit unvermeidbaren Investitionen führen zum Substanzverlust in anderen Bereichen und das Ergebnis wird wegen der fehlenden Förderung bis zur drohenden Insolvenz belas- tet. Parallel führt der demographische Wandel zur Zunahme von Patientenströmen mit auf Grund der Altersentwicklung deutlich höheren Komorbiditäten (zusätzliche Erkran- kungen im Rahmen einer definierten Grunderkrankung). Die weitere Zunahme der Ten- denz zu ambulanten Versorgungsstrukturen sowie die Vorgabe deutlich kürzerer Ver- weildauern seitens der Leistungsträger führen zu einer Steigerung der Kostenbelastung des gesamten stationären Sektors. Durch die Festpreisfinanzierung der Krankenhäuser gibt es jedoch wenig Spielraum für diese, den Kostenanstieg aufzufangen. Gesamtbewertung In der Gesamtbewertung lassen sich wesentliche bestandsgefährdende Risiken für den Konzern und seine Gesellschaften nicht feststellen. Die Risikotragfähigkeit des Kon- zerns ist durch eine entsprechende Eigenkapitalausstattung gegeben. 5. Vorgänge nach dem Abschlussstichtag Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Gesamtabschlusses 2018, der mehr als zwei Jahre n ach dem Gesamtabschlussstichtag erfolgt, befinden sich sowohl die Stadt Köln, das Land Nordrhein-Westfalen, die Bundesrepublik Deutschland als auch alle Staaten der Welt unter dem Einfluss der Covid-19-Pandemie, die sich ausgehend von China zum Jahreswechsel 2019/2020 in der Welt ausgebreitet hat. Die Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung haben zu Einschränkungen in nahezu allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen geführt. In besonderem Maße sind dabei vor allem im Bereich des Konzerns Stadt Köln der Personennahverkehr, durch vorübergehende Schließun- gen im Bereich der Messe- und Ausstellungstätigkeit und die Kulturbetriebe betroffen. Der Tourismus in Köln ist durch die Beschränkungen im nationalen und internationalen Reiseverkehr ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen. Auswirkungen sind auch im Seite 46 Anlage 1 Verbundene vollkonsolidierte Unternehmen Stadt Köln Kliniken der Stadt Köln gGmbH 100,00% Stadtentwässerungsbetriebe Köln, Anstalt des öffentlichen Rechts (StEB) 100,00% Konzern Stadtwerke Köln GmbH 100,00% Wohnungsgesellschaft der Stadtwerke Köln mbH, Köln 100,00% AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH, Köln 100,00% GEW Köln AG, Köln 100,00% Kölner Verkehrs-Betriebe AG, Köln 100,00% KölnBäder GmbH, Köln 100,00% Häfen und Güterverkehr Köln AG, Köln 93,70% moderne stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mit beschränkter Haftung, Köln 100,00% AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH, Köln 50,10% Mittelbar über GEW Köln AG: NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mit beschränkter Haftung, Köln 100,00% BRUNATA-METRONA GmbH, Hürth 100,00% RheinEnergie AG, Köln 80,00% Mittelbar über RheinEnergie AG: RheinEnergie Trading GmbH, Köln 100,00% RheinEnergie Windkraft GmbH, Köln 100,00% Rheinische NETZGesellschaft mbH, Köln 100,00% RheinEnergie HKW Niehl 3 GmbH, Köln 100,00% RheinEnergie HKW Rostock GmbH, Köln 100,00% RheinEnergie Solar GmbH, Köln 100,00% ENTALO GmbH & Co. KG, Pullach 100,00% AggerEnergie GmbH, Gummersbach 62,74% Gasversorgungsgesellschaft mbH Rhein-Erft, Hürth 56,63% BELKAW GmbH, Bergisch Gladbach 50,10% Mittelbar über RheinEnergie Windkraft GmbH: Windhagen Projekt Netphen GmbH & Co. KG, Köln 100,00% Windfarm Ostbevern GmbH & Co. KG, Köln 100,00% Windfarm Stolzenhain GmbH & Co. KG, Köln 100,00% Windfarm Weimar GmbH & Co. KG, Köln 100,00% Windfarm Frankenheim GmbH & Co. KG, Köln 100,00% Windfarm Idesheim GmbH & Co. KG, Köln 100,00% Windfarm Schönhöhe GmbH & Co. KG, Köln 100,00% Windfarm Werbig GmbH & Co. KG, Köln 100,00% Windpark Zölkow GmbH & Co. KG, Köln 100,00% Windpark Benzweiler GmbH & Co. KG, Köln 80,10% Windpark Hamdorf GmbH & Co. KG, Köln 80,10% Windpark Schönwalde-Altenkrempe GmbH & Co. KG, Köln 80,10% Mittelbar über RheinEnergie Solar GmbH: Solarpark Bronkow Luckaitztal GmbH, Köln 100,00% Mittelbar über RheinEnergie AG, AggerEnergie GmbH, BELKAW GmbH und GVG Rhein-Erft mbH: RheinEnergie Express GmbH, Köln 98,80% Mittelbar über RheinEnergie Windkraft GmbH, AggerEnergie GmbH und BELKAW GmbH: Windpark Heckelberg-Breydin GmbH & Co. KG, Köln 76,30% Mittelbar über BRUNATA-METRONA GmbH: METRONA GmbH, Hürth 100,00% Mittelbar über NetCologne mbH: NetAachen GmbH, Aachen 84,00% effektive Beteiligungs- quote Verselbständigter Aufgabenbereich Mutter- unter- nehmen Konzernunternehmen Gesamtabschluss 2018 Seite 48 Anlage 1 effektive Beteiligungs- quote Verselbständigter Aufgabenbereich Mutter- unter- nehmen Konzernunternehmen Gesamtabschluss 2018 noch Konzern Stadtwerke Köln GmbH Mittelbar über NetCologne mbH und NetAachen GmbH: NetRegio GmbH, Köln 100,00% Mittelbar über HGK AG: HTAG Häfen und Transport AG, Duisburg 100,00% NESKA Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH, Duisburg 100,00% CTS-Container-Terminal GmbH Rhein-See-Land Service, Köln 77,50% Mittelbar über NESKA GmbH: CTS-Container-Terminal GmbH Rhein-See-Land Service, Köln 77,50% dbt Duisburg Bulk Terminal GmbH, Duisburg 100,00% uct Umschlag Container Terminal GmbH, Dormagen 100,00% Mittelbar über HTAG Häfen und Transport AG: Oudkerk B.V., Rotterdam/Niederlande 100,00% Mittelbar über KVB AG: Schilling Omnibusverkehr GmbH, Hürth 51,00% Mittelbar über HGK AG und KVB AG: DKS Dienstleistungsgesellschaft für Kommunikationsanlagen des Stadt- und Regionalverkehrs mbH, Köln 51,00% Mittelbar über Schilling Omnibusverkehr GmbH: K-B-S Busreisen GmbH, Köln 100,00% Mittelbar über AVG mbH: AVG Ressourcen GmbH, Köln 100,00% AVG Kompostierung GmbH, Köln 100,00% AVG Service GmbH, Köln 100,00% Konzern GAG Immobilien AG 88,24% Grund und Boden Gesellschaft mit beschränkter Haftung 92,71% GAG Projektentwicklung GmbH 84,89% GAG Servicegesellschaft mit beschränkter Haftung 88,24% Mietmanagementgesellschaft der GAG mbH 88,24% Konzern Veranstaltungszentrum Köln Koelnmesse GmbH 79,08% Koelnmesse Ausstellungen GmbH, Köln 100,00% Koelnmesse Inc., Chicago, USA 100,00% Koelnmesse S.r.l., Mailand, Italien 100,00% Koelnmesse Pte Ltd., Singapur 100,00% Koelnmesse Ltd., Hongkong, China 100,00% Koelnmesse Co. Ltd. Peking, China 100,00% Koelnmesse Co. Ltd., Tokio, Japan 100,00% Koelnmesse Organizacao de Feiras Ltda., Sao Paulo 100,00% Koelnmesse YA Tradefair Pte. Ltd., Mumbai, Indien 75,00% Koelnmesse S.A.S., Bogota, Kolumbien 100,00% Expolink Global Network Ltd., Bangkok, Thailand 49,17% Koeln Parma Exhibitions S.r.l., Parma, Italien 50,00% Seite 49 Anlage 1 effektive Beteiligungs- quote Verselbständigter Aufgabenbereich Mutter- unter- nehmen Konzernunternehmen Gesamtabschluss 2018 Verbundene Unternehmen, die nicht in den Gesamtabschluss einbezogen sind Stadt Köln SBK Sozial-Betriebe-Köln gGmbH 100,00% Kölner Sportstätten Gesellschaft mit beschränkter Haftung 100,00% BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG 100,00% Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG 100,00% KölnTourismus Gesellschaft mit beschränkter Haftung 100,00% Kölner Gesellschaft für Arbeits- u. Berufsförderung mit beschränkter Haftung 100,00% Akademie der Künste der Welt gemeinnützige GmbH 100,00% BioCampus Cologne Management GmbH 100,00% RTZ Rechtsrheinisches Technologie- und Gründerzentrum Köln GmbH 99,92% Aktiengesellschaft Zoologischer Garten Köln 88,11% Zweckverband Erholungsgebiet Stöckheimer Hof 75,00% Jugendzentren Köln gemeinnützige Betriebsgesellschaft mbH (JugZ) 51,00% Konzern Stadtwerke Köln GmbH HAUBNER IT GmbH (jetzt: NetCologne IT Service GmbH, Köln) 100,00% Münchberg Solar GmbH, Köln 100,00% Rheinland Cargo Schweiz GmbH, Basel/Schweiz 100,00% Alcotrans Container Line GmbH; jetzt: neska Intermodal GmbH, Duisburg 100,00% Alcotrans Container Line B.V.; jetzt: neska Container Line B. V., Rotterdam/Niederlande 100,00% Pohl & Co. GmbH, Hamburg 100,00% KCT Krefelder Container Terminal GmbH, Krefeld 100,00% RheinEnergie Windkraft Geschäftsführungs - GmbH, Köln 100,00% Bunkerbetriebe Büchting GmbH, Duisburg 100,00% Oudkerk Belgium BBVA, Antwerpen/Belgien 100,00% Eifel Wind Infra GmbH & Co. KG, Köln 57,10% KCG Knapsack Cargo GmbH, Hürth 77,00% RheinEnergie Biokraft Verwaltungs GmbH, Köln 100,00% RheinEnergie Biokraft Randkanal-Nord GmbH & Co. KG, Köln 100,00% K.R.B. Busreisen GmbH, Hürth 100,00% Bäderbetriebsgesellschaft Bergisch Gladbach mbH, Bergisch Gladbach 100,00% Bäderbetriebsgesellschaft Burscheid mbH, Burscheid 100,00% Westigo GmbH Eisenbahnverkehrsunternehmen, Köln 100,00% KSV - Kölner Schulbusverkehr GmbH, Köln 51,00% MASSLOG GmbH, Duisburg 50,00% METRONA POLSKA Pomiary i Rozliczenia Sp. z o.o., Warschau/Polen 100,00% ENERGOTEC Energietechnik GmbH, Köln 100,00% Kölner Seilbahn-Gesellschaft mbH, Köln 100,00% RRT Rhein-Ruhr Terminal Gesellschaft für Container- und Güterumschlag mbH 100,00% TKN Terminal Köln-Nord GmbH 51,00% GT-HKW Niehl GmbH, Köln 100,00% moderne stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH Butzweilerhof Verwaltung GmbH, Köln 100,00% Konzern Veranstaltungszentrum Köln KÖLNMUSIK GmbH 89,93% Koelnmesse Co. Ltd., Bangkok, Thailand 100,00% KölnKongress GmbH 100,00% Kliniken Köln RehaNova Köln Neurologische Rehabilitationsklinik gGmbH 100,00% Stadt Köln und Konzern Veranstaltungszentrum ACHTBRÜCKEN GmbH 59,00% Konzern Stadtwerke Köln GmbH und Konzern GAG AG modernes köln Gesellschaft für Stadtentwicklung mit beschränkter Haftung 100,00% cowelio GmbH 94,12% Seite 50 Anlage 1 effektive Beteiligungs- quote Verselbständigter Aufgabenbereich Mutter- unter- nehmen Konzernunternehmen Gesamtabschluss 2018 Assoziierte Unternehmen (At-Equity-Bewertung), die in den Gesamtabschluss einbezogen sind Flughafen KölnBonn GmbH 31,12% Konzern Stadtwerke Köln GmbH RheinCargo GmbH & Co. KG, Neuss 50,00% Stadtwerke Troisdorf GmbH, Troisdorf 40,00% Stadtwerke Leichlingen GmbH, Leichlingen 49,00% evd energieversorgung dormagen GmbH, Dormagen 49,00% Energieversorgung Leverkusen GmbH & Co. KG (EVL), Leverkusen 50,00% rhenag Rheinische Energie AG, Köln 33,30% Stadtwerke Lohmar GmbH & Co. KG, Lohmar 49,00% Assoziierte Unternehmen (At-Equity-Bewertung), die nicht in den Gesamtabschluss einbezogen sind Stadt Köln Stiftung Stadtgedächtnis 46,44% Mediengründerzentrum NRW MGZ GmbH 36,45% Digital Hub Cologne GmbH 33,00% Zweckverband Naturpark Rheinland 30,13% GIZ Gründer- und Innovationszentrum GmbH in TechnologiePark Köln 27,60% Zweckverband Verkehrsverbund Rhein-Sieg (ZV VRS) 25,00% Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg mbH i.L. (SRS) 50,00% La Salle Aureum GmbH & Co. Geschlossene Investmentkommanditgesellschaft 21,68% Konzern Stadtwerke Köln GmbH RheinWerke GmbH, Düsseldorf 50,00% AggerService GmbH, Gummersbach 50,00% Stromnetz Bornheim GmbH & Co. KG, Köln 49,00% GWAdriga Verwaltungs GmbH, Berlin 31,00% GWAdriga GmbH & Co. KG, Berlin 31,00% chargecloud GmbH, Köln 33,33% Wärmegesellschaft Wesseling mbH, Wesseling 50,00% RheinCargo Verwaltungs-GmbH, Neuss 50,00% Erdgasversorgung Oberleichlingen GmbH, Leichlingen 50,00% Energieversorgung Leverkusen Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Leverkusen 50,00% Radio Köln GmbH & Co. KG, Köln 25,00% Rheinfähre Köln-Langel/Hitdorf GmbH, Köln 50,00% RVG Rheinauhafen-Verwaltungsgesellschaft mbH, Köln 26,00% METRONA Wärmemesser Union GmbH, München 40,00% Wärmegesellschaft RHEIN-ERFT mbH, Hürth 49,80% COLONIA-CLUJ-NAPOCA-Energie S.R.L., Klausenburg/Rumänien 33,33% AS 3 Beteiligungs GmbH, Essen 49,00% KNG Kraftwerks- und Netzgesellschaft mbH, Rostock 49,60% Stadtwerke Lohmar Verwaltungs-GmbH, Lohmar 49,00% METRONA S.r.l., Rom/Italien 44,00% Stadtwerke Pulheim GmbH, Pulheim 49,00% Stromkontor Rostock Port GmbH, Köln 49,00% RW Beteiligungs GmbH, Düsseldorf 21,40% Münsterland Wind Infra GmbH & Co. KG, Stuttgart 29,40% DCH Düsseldorfer Container-Hafen GmbH 49,00% MTB Multimodal Terminal Berlin GmbH 40,00% Windpark Fleetmark II GmbH & Co. KG 40,10% Windpark Koßdorf III GmbH & Co. KG 40,10% Windpark Staustein GmbH & Co. KG 40,10% Propan Rheingas GmbH & Co Kommanditgesellschaft 21,10% Konzern Veranstaltungszentrum Köln KölnKongress Gastronomie GmbH 49,00% Seite 51 Anlage 1 effektive Beteiligungs- quote Verselbständigter Aufgabenbereich Mutter- unter- nehmen Konzernunternehmen Gesamtabschluss 2018 Sonstige Beteiligungen die nicht in den Gesamtabschluss einbezogen sind Stadt Köln Kunststiftung im Museum Ludwig 0,60% CVUA Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR 5,80% GWG Wohnungsgesellschaft mbH Rhein-Erft 5,46% Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) 12,50% Zweckverband Naturpark Bergisches Land 14,29% Rheinisches Studieninstitut für kommunale Verwaltung Köln GbR 16,65% Konzern Stadtwerke Köln GmbH MVV Energie AG, Mannheim 16,30% Energie und Wasserversorgung Bonn/Rhein-Sieg GmbH (EnW Bonn/Rhein-Sieg), Bonn 13,71% ASEW Energie und Umwelt Service GmbH & Co. KG, Köln 7,10% 8KU GmbH, Berlin 12,50% Stadtwerke Düsseldorf AG, Düsseldorf 20,00% Logistikzentrum RuhrOst Betreibergesellschaft mbH 20,00% Kombiverkehr Deutsche Gesellschaft für kombinierten Güterverkehr mbh & Co. KG 0,20% VDV eTicket Service GmbH & Co. KG 10,10% Deutsche Netzmarketing GmbH 2,56% BRUNATA-METRONA FL S.a.r.l 1,00% Stadtwerke Burg Gesellschaft mit beschränkter Haftung 1,00% GTC Gründer- und TechnologieCentrum Gummersbach GmbH 3,51% Wohnungsbaugenossenschaft Overath e.G. 0,66% BeKa GmbH, Köln 0,60% Gemeinnützige Wohnungsbau- Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Sitz: Gummersbach); jetzt: Gummersbacher Wohnungsbaugesellschaft mit beschränkter Haftung 2,34% Interessengemeinschaft Kölner Busunternehmen GmbH 3,22% Biogas Pool 2 für Stadtwerke GmbH & Co. KG, Unna 7,34% Propan Rheingas GmbH 20,00% Stadtentwässerungsbetriebe Köln, Anstalt des öffentlichen Rechts (StEB) aquabench GmbH 8,00% GEW Köln AG, Köln Verband der kommunalen RWE Aktionäre GmbH Köln 1,69% Sondervermögen die in den Gesamtabschluss einbezogen sind Stadt Köln Gebäudewirtschaft der Stadt Köln, eigenbetriebsähnliche Einrichtung 100,00% Bühnen der Stadt Köln 100,00% Sondervermögen die nicht in den Gesamtabschluss einbezogen sind Stadt Köln Wallraf-Richartz-Museum/Fondation Corboud e.E. (eigenbetriebsähnliche Einrichtung) 100,00% Gürzenich Orchester e.E. (eigenbetriebsähnliche Einrichtung) 100,00% Krankenhausstiftung Porz am Rhein 97,68% Familie-Ernst-Wendt-Stiftung 100,00% Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln (eigenbetriebsähnliche Einrichtung) 100,00% Seite 52 Anlage 2 Erläuterungen zum verwendeten NKF – Kennzahlenset NRW Eigenkapitalquote 1 Die Eig enkapitalquote 1 gibt Auskunft über die Kapitalstruktur des Konzerns und kann ein wichtiger Bonitätsfaktor sein. Der prozentuale Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital wird über die Betrachtung im Mehrjahresvergleich aussagekräftig. Eigenkapitalquote 1 = EK * 100 Gesamtbilanzsumme Eigenkapitalquote 2 Die Eigenkapitalquote 2 misst den Anteil des „wirtschaftlichen Eigenkapitals“ an dem Gesamtkapital. Da bei Kommunen Sonderposten mit Eigenkapitalcharakter ein wesentlicher Ansatz in der Bilanz darstellt, ist der Wert „wirtschaftliches Eigenkapital“ um diese zu erweitern. Eigenkapitalquote 2 = (EK + Sonderposten für Zuwendungen/Beiträge) * 100 Gesamtbilanzsumme Fehlbetragsquote Die Fehlbetragsquote gibt Auskunft über den durch den Gesamtjahresfehlbetrag (vor Minderheitenanteil) in Anspruch genommenen Anteil des Gesamteigenkapitals (ohne Minderheitenanteil). Fehlbetragsquote = Gesamtjahresergebnis (vor Minderheitenanteil) * 100 Allgemeine Rücklage Infrastrukturquote Die Infrastrukturquote spiegelt das Verhältnis des Infrastrukturvermögens zum Gesamtvermögen wider. Sie gibt Auskunft über den Anteil des Vermögens, der im Rahmen der Daseinsvorsorge für die Funktionsfähigkeit des Gemeinwesens langfristig gebunden ist. Infrastrukturquote = Infrastrukturvermögen * 100 Gesamtbilanzsumme Anlagendeckungsgrad 2 Diese Kennzahl gibt an, inwieweit das Anlagevermögen durch langfristig zur Verfügung stehendes Kapital finanziert ist. Seite 53 Anlagendeckungsgrad 2 = (EK + SoPo Zuwendungen/Beiträge + langfr. FK) * 100 Anlagevermögen Investitionsquote Die Investitionsquote gibt Auskunft darüber, in welchem Umfang dem Substanzverlust durch Abschreibungen und Vermögensabgänge neue Investitionen gegenüberstehen. Investitionsquote = Bruttoinvestitionen * 100 (Abgänge des Anlagevermögens + Abschreibungsaufwand) Liquidität 2. Grades Die L iquidität zweiten Grades gibt stichtagsbezogen an, inwieweit die kurzfristigen Forderungen und flüssigen Mittel die kurzfristigen Verbindlichkeiten decken. Liquidität 2. Grades =(Liquide Mittel + kurzfristige Forderungen) * 100 Kurzfristige Verbindlichkeiten Kurzfristige Verbindlichkeitenquote Angez eigt wird mit dieser Kennzahl das Verhältnis aus Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr zur Bilanzsumme. Kurzfristige Verbindlichkeitenquote = Kurzfr. Verbindlichkeiten * 100 Gesamtbilanzsumme Aufwandsdeckungsgrad Der Aufwandsdeckungsgrad gibt an, inwieweit die ordentlichen Aufwendungen durch ordentliche Erträge gedeckt werden. Aufwandsdeckungsgrad = Ordentliche Gesamterträge * 100 Ordentliche Gesamtaufwendungen Drittfinanzierungsquote Die D rittfinanzierungsquote gibt an, inwieweit die Belastung durch Abschreibungen auf das Anlagevermögen durch Erträge aus der Auflösung von Sonderposten abgemildert wird. Drittfinanzierungsquote = Erträge aus der Auflösung von Sonderposten * 100 Bilanzielle Abschreibungen auf das Anlagevermögen Seite 54 Personalintensität Die Personalintensität gibt an, welchen Anteil die Personalaufwendungen an den ordentlichen Gesamtaufwendungen ausmachen. Personalintensität = Personalaufwendungen * 100 Ordentliche Gesamtaufwendungen Sach- und Dienstleistungsintensität Diese Kennzahl gibt Auskunft darüber, in welchem Anteil Leistungen am Markt für die kommunale Aufgabenerledigung erworben werden. Sach- u. Dienstleistungsintensität = Aufw. für Sach u. Dienstleistungen * 100 Ordentliche Gesamtaufwendungen Transferaufwandsquote Die T ransferquote zeigt in welchem Ausmaß die Kommune Leistungen an Dritte ohne Gegenleistungen getätigt hat. Transferaufwandsquote = Transferaufwendungen * 100 Ordentliche Gesamtaufwendungen Abschreibungsintensität Die A bschreibungsintensität zeigt, in welchem Umfang die Kommune durch das Abschreibungsvolumen des Anlagevermögens in Bezug zu den ordentlichen Gesamtaufwendungen belastet wird. Abschreibungsintensität = Bilanzielle Abschreibungen auf das AV * 100 Ordentliche Gesamtaufwendungen Zinslastquote Die Z inslastquote zeigt, welche Belastungen aus Finanzaufwendungen zusätzlich zu den ordentlichen Aufwendungen bestehen. Zinslastquote = Finanzaufwendungen * 100 Ordentliche Gesamtaufwendungen Seite 55

Beratungsverlauf

  1. 13.09.2021

    Finanzausschuss

    TOP 6.3, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  2. 14.09.2021

    Rechnungsprüfungsausschuss

    TOP 6.5, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  3. 16.09.2021 zuletzt

    Rat

    TOP 7.2.1, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen

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