A-N/0012/2025
Anpassung des Programms "Soziale Stadt Kinderhaus"
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Originalantrag
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CDU-Fraktion in der BV-Nord CDU-Kreisverband Münster e.V. Mauritzstraße 4-6 • 48143 Münster Telefon (02 51) 4 18 42-0 Telefax (02 51) 4 18 42-44 post@cdu-muenster.de • www.cdu-muenster.de Münster, 24.03.2025 Anregung der Bezirksvertretung Nord an den Rat der Stadt Münster gem. § 21 Abs. 4 Hauptsatzung Programm „Soziale Stadt Kinderhaus“: Kindergesundheit stärker fördern, Erwachsene besser einbinden, der Isolation Älterer begegnen Der letzte Jahresbericht zum Programm „Maßnahmenprogramm Wohngebiet Kinderhaus- Brüningheide 2022“ (V 0554/2023) zeigt, dass die Akteure nach der schwierigen Coronaphase grundsätzlich auf dem richtigen Weg sind. Gleichzeitig zeigt der aktuelle Bericht zur Kindergesundheit im Einschulungsalter (V 0043/ 2025), dass vor allem Kinder im Norden Münsters hier vermeidbare Defizite haben. Durch eine Anpassung des Programms „Soziale Stadt Kinderhaus“ lassen sich hier konkrete Verbesserungen erzielen. Die BV Nord regt daher folgende Anpassung des Programms „Soziale Stadt Kinderhaus“ an: 1. Um bestehenden gesundheitlichen Defiziten bei Kindern und Jugendlichen zu begegnen (s.a. Vorlage 0043/ 2025 „Kindergesundheit im Einschulungsalter“), werden diese künftig über das Programm soziale Stadt Kinderhaus und ggf. weitere Projekte gezielt zu mehr Sport und Bewegung motiviert. Hierbei wird verstärkt der enge Schulterschluss mit Westfalia Kinderhaus als wichtigsten örtlichem Sportverein sowie dem Stadtsportbund Münster gesucht. 2. Im Programm „Soziale Stadt Kinderhaus“ werden generell künftig Erwachsene stärker in den Fokus genommen, um sie zur aktiven Mitarbeit zu motivieren. Das gilt besonders für Männer. 3. Das Angebot an Sprachkursen für Erwachsene wird dahingehend modifiziert, dass diese regelhaft beendet und Abbrüche vermieden werden. So wird deren Sprachkompetenz gestärkt und gleichzeitig konkret den in V 0042/2025 diagnostizierten Sprachdefiziten bei Kindern vorgebeugt. 4. Es wird gezielt daran gearbeitet, ältere Menschen aus der sozialen Isolation zu holen. Begründung: Sowohl der Bericht zur sozialen Stadt Kinderhaus (Anlage 2 zur Vorlage 0554/2023)) als auch der aktuelle Bericht zur Kindergesundheit im Einschulungsalter (V 0042/2025) zeigen: Kinder und Jugendliche aus Kinderhaus haben im gesundheitlichen Bereich deutliche Defizite. 20 Prozent der Kinder sind zum Zeitpunkt der Einschulung übergewichtig – ein unrühmlicher Spitzenplatz im Vergleich der Stadtteile. Bei rund 60 Prozent dieser Kinder ist der Medienkonsum deutlich zu hoch. Auch bei weiteren Parametern wie Rad fahren, Schwimmen etc. schneiden die Kinderhauser Kinder überdurchschnittlich schlecht ab. Laut Bericht zur sozialen Stadt Kinderhaus nehmen Jugendliche kaum noch an den Sportangeboten des Programms teil, gleichzeitig ist ihr Medienkonsum gestiegen. A-N/0012/2025 CDU-Kreisverband Münster e.V. Mauritzstraße 4-6 • 48143 Münster Telefon (02 51) 4 18 42-0 Telefax (02 51) 4 18 42-44 post@cdu-muenster.de • www.cdu-muenster.de Das Programm ist daher so anzupassen, dass wieder mehr Kinder und Jugendliche zu körperlicher Bewegung motiviert werden. Hierzu sind neue Konzepte zusammen mit den örtlichen Sportvereinen, v.a. Westfalia Kinderhaus, sowie dem Stadtsportbund zu entwickeln. Die Überprüfung bestehender klassischer Ballsportangebote sind laut Programmbericht ebenso wichtig wie die Entwicklung neuer Angebote, z.B. Boxen. Spezielle Sportangebote für Mädchen sollten weiter ausgebaut werden. Mehr Treffpunkte für Kinder und Jugendliche, vor allem im Quartier „Schleife“, mit aktiver Bewegungsmöglichkeit sind ebenfalls essentiell. Die Mitwirkung Erwachsener, vor allem mit Migrationsvorgeschichte, ist laut Bericht zur sozialen Stadt Kinderhaus rückläufig. Das gilt sowohl für ehrenamtliche Angebote als auch für die Teilnahme an Elterngesprächen bei Nachhilfeangeboten. Auch die Teilnahme von Kindern an Sportangeboten (s. oben) ist untrennbar mit dem Erreichen der Eltern verknüpft. Der Fokus der Arbeit im Programm „Soziale Stadt Kinderhaus“ sollte daher künftig mehr darauf abzielen, diese Erwachsenen zu erreichen. Eltern sind das wichtigste Vorbild für ihre Kinder, ihre aktive Erziehungsarbeit ist der Schlüssel für das Gelingen des Lebens der nächsten Generation. Männer können laut Bericht bislang im Vergleich zu Frauen generell weniger zur Mitwirkung motiviert werden. Hierfür sollen neue Konzepte entwickelt werden. Denn die ehrenamtliche Mitarbeit männlicher Bewohner im Quartier unterstützt vielfältige positive Aspekte – sowohl innerhalb der Familien als auch hinsichtlich Sauberkeit, Sicherheit und Familienorientierung im Quartier. Diese Aspekte wurden auch in den diversen Workshops zur Neugestaltung des Sprickmannplatzes vielfach benannt und sollten mitberücksichtigt werden. Die wichtigsten Schlüssel zur Integration sind Sprachkurse und die Aufnahme einer Arbeit. Die bislang schon gut angenommenen Sprachkurse im Quartier sollten daher weiter ausgeweitet werden. Auch hier nehmen laut Bericht eher Frauen teil als Männer. Das bereits geplante neue Angebot an Sprachkursen speziell für Männer bei der KAI wird daher ausdrücklich begrüßt. Generell ist künftig darauf zu achten, dass die Kurse bis zum Ende besucht werden. Mehr Sprachkompetenz bei den Eltern sorgt auch für einen Rückgang der im Bericht zur Kindergesundheit (V 0043/2025) konstatierten sprachlichen Defizite bei der Einschulungsuntersuchung. Auch hier gilt: Der Schlüssel der kindlichen Entwicklung liegt bei den Eltern. Deshalb braucht es auch hier mehr Verbindlichkeit. Die sich weiter verstärkende Isolation und Vereinsamung alleinstehender älterer Menschen gilt es aufzubrechen. Hier ist künftig ein Schwerpunkt in der aufsuchenden Quartiersarbeit zu setzen. Neue Angebote wie Medienarbeit für Ältere werden begrüßt und sollten ausgebaut werden. Um generell mehr Verbindlichkeit in alle Angebote zu bringen, wird die Verwaltung gebeten zu prüfen, ob ein Fernbleiben oder der grundlose Abbruch von Fortbildungs- und Nachhilfe- Maßnahmen sanktionierbar sind. Umgekehrt ist zu prüfen, ob man mit einem Punktesystem für die ehrenamtliche Mitwirkung in der Quartiersarbeit Benefits für die Teilnehmer anbieten und so die Teilnahmequoten erhöhen kann. Da sich laut Bericht herausgestellt hat, dass Sozialarbeit aus dem Home-Office heraus wenig effektiv ist, beispielsweise in der Schuldnerberatung, sollte hiervon im Programm künftig Abstand genommen werden. Weitere Begründung ggf. mündl. Bloch Geißdörfer Sauerwald und Fraktion
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: bei Stimmengleichheit abgelehnt
Zur SitzungOrte (3)
- Mauritzstraße 4
- Brüningheide 2022
- Kinderhaus
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Details
- Aktenzeichen
- A-N/0012/2025
- Typ
- Antrag an die BV Nord
- Datum
- 28.03.2025
- Erstellt
- 28.03.2025 10:28