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A-N/0012/2025

Anpassung des Programms "Soziale Stadt Kinderhaus"

Antrag an die BV Nord 28.03.2025

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung Münster-Nord, Sitzung am 08.04.2025, TOP 6.11

Originalantrag

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Originalantrag

6606 Zeichen

CDU-Fraktion in der BV-Nord 
 
CDU-Kreisverband Münster e.V. 
Mauritzstraße 4-6 • 48143 Münster 
Telefon (02 51) 4 18 42-0 
Telefax (02 51) 4 18 42-44 
post@cdu-muenster.de • www.cdu-muenster.de 
 
 
 
 
 
Münster, 24.03.2025 
 
 
Anregung der Bezirksvertretung Nord an den Rat der Stadt Münster gem. § 21 Abs. 4 
Hauptsatzung  
 
Programm „Soziale Stadt Kinderhaus“: Kindergesundheit stärker fördern, 
Erwachsene besser einbinden, der Isolation Älterer begegnen 
 
Der letzte Jahresbericht zum Programm „Maßnahmenprogramm Wohngebiet Kinderhaus-
Brüningheide 2022“ (V 0554/2023) zeigt, dass die Akteure nach der schwierigen Coronaphase 
grundsätzlich auf dem richtigen Weg sind. Gleichzeitig zeigt der aktuelle Bericht zur 
Kindergesundheit im Einschulungsalter (V 0043/ 2025), dass vor allem Kinder im Norden Münsters 
hier vermeidbare Defizite haben. Durch eine Anpassung des Programms „Soziale Stadt 
Kinderhaus“ lassen sich hier konkrete Verbesserungen erzielen. 
 
Die BV Nord regt daher folgende Anpassung des Programms „Soziale Stadt Kinderhaus“ an: 
 
1. Um bestehenden gesundheitlichen Defiziten bei Kindern und Jugendlichen zu begegnen 
(s.a. Vorlage 0043/ 2025 „Kindergesundheit im Einschulungsalter“), werden diese künftig 
über das Programm soziale Stadt Kinderhaus und ggf. weitere Projekte gezielt zu mehr 
Sport und Bewegung motiviert. Hierbei wird verstärkt der enge Schulterschluss mit 
Westfalia Kinderhaus als wichtigsten örtlichem Sportverein sowie dem Stadtsportbund 
Münster gesucht. 
2. Im Programm „Soziale Stadt Kinderhaus“ werden generell künftig Erwachsene stärker in 
den Fokus genommen, um sie zur aktiven Mitarbeit zu motivieren. Das gilt besonders für 
Männer. 
3. Das Angebot an Sprachkursen für Erwachsene wird dahingehend modifiziert, dass diese 
regelhaft beendet und Abbrüche vermieden werden. So wird deren Sprachkompetenz 
gestärkt und gleichzeitig konkret den in V 0042/2025 diagnostizierten Sprachdefiziten bei 
Kindern vorgebeugt. 
4. Es wird gezielt daran gearbeitet, ältere Menschen aus der sozialen Isolation zu holen. 
 
Begründung: 
 
Sowohl der Bericht zur sozialen Stadt Kinderhaus (Anlage 2 zur Vorlage 0554/2023)) als auch der 
aktuelle Bericht zur Kindergesundheit im Einschulungsalter (V 0042/2025) zeigen: Kinder und 
Jugendliche aus Kinderhaus haben im gesundheitlichen Bereich deutliche Defizite. 20 Prozent der 
Kinder sind zum Zeitpunkt der Einschulung übergewichtig – ein unrühmlicher Spitzenplatz im 
Vergleich der Stadtteile.  
Bei rund 60 Prozent dieser Kinder ist der Medienkonsum deutlich zu hoch. Auch bei weiteren 
Parametern wie Rad fahren, Schwimmen etc. schneiden die Kinderhauser Kinder 
überdurchschnittlich schlecht ab. 
 
Laut Bericht zur sozialen Stadt Kinderhaus nehmen Jugendliche kaum noch an den 
Sportangeboten des Programms teil, gleichzeitig ist ihr Medienkonsum gestiegen.  
A-N/0012/2025

CDU-Kreisverband Münster e.V. 
Mauritzstraße 4-6 • 48143 Münster 
Telefon (02 51) 4 18 42-0 
Telefax (02 51) 4 18 42-44 
post@cdu-muenster.de • www.cdu-muenster.de 
 
Das Programm ist daher so anzupassen, dass wieder mehr Kinder und Jugendliche zu körperlicher 
Bewegung motiviert werden.  
Hierzu sind neue Konzepte zusammen mit den örtlichen Sportvereinen, v.a. Westfalia Kinderhaus, 
sowie dem Stadtsportbund zu entwickeln. Die Überprüfung bestehender klassischer 
Ballsportangebote sind laut Programmbericht ebenso wichtig wie die Entwicklung neuer Angebote, 
z.B. Boxen. Spezielle Sportangebote für Mädchen sollten weiter ausgebaut werden. Mehr 
Treffpunkte für Kinder und Jugendliche, vor allem im Quartier „Schleife“, mit aktiver 
Bewegungsmöglichkeit sind ebenfalls essentiell. 
 
Die Mitwirkung Erwachsener, vor allem mit Migrationsvorgeschichte, ist laut Bericht zur sozialen 
Stadt Kinderhaus rückläufig. Das gilt sowohl für ehrenamtliche Angebote als auch für die Teilnahme 
an Elterngesprächen bei Nachhilfeangeboten. Auch die Teilnahme von Kindern an Sportangeboten 
(s. oben) ist untrennbar mit dem Erreichen der Eltern verknüpft. Der Fokus der Arbeit im Programm 
„Soziale Stadt Kinderhaus“ sollte daher künftig mehr darauf abzielen, diese Erwachsenen zu 
erreichen. Eltern sind das wichtigste Vorbild für ihre Kinder, ihre aktive Erziehungsarbeit ist der 
Schlüssel für das Gelingen des Lebens der nächsten Generation. 
 
Männer können laut Bericht bislang im Vergleich zu Frauen generell weniger zur Mitwirkung 
motiviert werden. Hierfür sollen neue Konzepte entwickelt werden. Denn die ehrenamtliche 
Mitarbeit männlicher Bewohner im Quartier unterstützt vielfältige positive Aspekte – sowohl 
innerhalb der Familien als auch hinsichtlich Sauberkeit, Sicherheit und Familienorientierung im 
Quartier. Diese Aspekte wurden auch in den diversen Workshops zur Neugestaltung des 
Sprickmannplatzes vielfach benannt und sollten mitberücksichtigt werden.  
 
Die wichtigsten Schlüssel zur Integration sind Sprachkurse und die Aufnahme einer Arbeit. Die 
bislang schon gut angenommenen Sprachkurse im Quartier sollten daher weiter ausgeweitet 
werden. Auch hier nehmen laut Bericht eher Frauen teil als Männer. Das bereits geplante neue 
Angebot an Sprachkursen speziell für Männer bei der KAI wird daher ausdrücklich begrüßt. 
Generell ist künftig darauf zu achten, dass die Kurse bis zum Ende besucht werden.  
 
Mehr Sprachkompetenz bei den Eltern sorgt auch für einen Rückgang der im Bericht zur 
Kindergesundheit (V 0043/2025) konstatierten sprachlichen Defizite bei der 
Einschulungsuntersuchung. Auch hier gilt: Der Schlüssel der kindlichen Entwicklung liegt bei den 
Eltern. Deshalb braucht es auch hier mehr Verbindlichkeit. 
 
Die sich weiter verstärkende Isolation und Vereinsamung alleinstehender älterer Menschen gilt es 
aufzubrechen. Hier ist künftig ein Schwerpunkt in der aufsuchenden Quartiersarbeit zu setzen. 
Neue Angebote wie Medienarbeit für Ältere werden begrüßt und sollten ausgebaut werden. 
 
Um generell mehr Verbindlichkeit in alle Angebote zu bringen, wird die Verwaltung gebeten zu 
prüfen, ob ein Fernbleiben oder der grundlose Abbruch von Fortbildungs- und Nachhilfe-
Maßnahmen sanktionierbar sind. Umgekehrt ist zu prüfen, ob man mit einem Punktesystem für die 
ehrenamtliche Mitwirkung in der Quartiersarbeit Benefits für die Teilnehmer anbieten und so die 
Teilnahmequoten erhöhen kann. 
 
Da sich laut Bericht herausgestellt hat, dass Sozialarbeit aus dem Home-Office heraus wenig 
effektiv ist, beispielsweise in der Schuldnerberatung, sollte hiervon im Programm künftig Abstand 
genommen werden. 
 
Weitere Begründung ggf. mündl. 
 
 
Bloch   Geißdörfer    Sauerwald     und Fraktion

Beratungsverlauf (1)

08.04.2025 Bezirksvertretung Münster-Nord
TOP 6.11 Antrag Entscheidung

Beschluss: bei Stimmengleichheit abgelehnt

Zur Sitzung

Orte (3)

  • Mauritzstraße 4
  • Brüningheide 2022
  • Kinderhaus

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Details

Aktenzeichen
A-N/0012/2025
Typ
Antrag an die BV Nord
Datum
28.03.2025
Erstellt
28.03.2025 10:28