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V/1061/2008

Umgestaltung des Vorplatzes der Schulen am großen Schulzentrum Hiltrup

Vorlagen 19.02.2009

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung Münster-Hiltrup, Sitzung am 19.03.2009, TOP 5.1

Beschlussvorlage

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Schulzentrum Hiltrup, Plan Nr. S 108.1

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Beschlussvorlage

8644 Zeichen

V/1061/2008 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Grünflächen und Umweltschutz 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Umgestaltung des Vorplatzes der Schulen am großen Schulzentrum Hiltrup 
- Planungs- und Baubeschluss - 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
19.03.2009 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
Der Planung und Bauausführung der Umgestaltung des Vorplatzes der Schulen am großen Schul-
zentrum Hiltrup (Johannes Gutenberg Realschule, Hauptschule Hiltrup und Immanuel-Kant-
Gymnasium) und der ehemaligen Schulgartenfläche wird gemäß der Planung des Amtes für Grün-
flächen und Umweltschutz (Plan-Nr.: S 108.1) zugestimmt. 
 
II. Kosten/Folgekosten 
 
Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Baukosten 25.000,00 € betragen. 
Es wird zur Kenntnis genommen, dass keine Erhöhung der Folgekosten entsteht, da sich keine 
nennenswerten Flächenveränderungen ergeben. 
 
III. Finanzierung/Mittelbereitstellung 
 
Die o. g. Sachentscheidung ist wie folgt zu finanzieren: 
 
Aufwendungen 
 
 Nr. Bezeichnung Haush.- 
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkungen 
 
Produktgruppe 0101 Bezirksvertretungen 
(frei verfügbare Mittel) 
   
Produkt 010105 Bezirksver tretung Münster-Hiltrup 
   
2009 25.000 Haushaltsrest 
aus 2008 
Insgesamt: 25.000  
 
 
 
 
 
Vorlagen-Nr.: 
V/1061/2008 
Auskunft erteilt: 
Herr Dieckmann 
Ruf: 
492 67 47 
E-Mail: 
DieckmaE@stadt-muenster.de  
Datum: 
10.03.2009 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/1061/2008 
Begründung: 
 
Ausgangssituation/Zustandsbeschreibung: 
Schulvorplatz 
Der Vorplatz auf dem Schulgelände des großen Schulzentrums ist eine etwa 150 m lange und im 
Mittel ca. 30 m breite weitestgehend mit Betonsteinpflaster befestigte Fläche. Diese Fläche wird 
auf der Nord-Ostseite von den Schulgebäuden der Johannes Gutenberg Realschule und der 
Hauptschule Hiltrup begrenzt, den südlichen Abschluss bildet das Gebäude des Immanuel-Kant-
Gymnasiums und an der Westseite befindet sich die Stadthalle Hiltrup. 
Der Vorplatz erfüllt zur Zeit im wesentlichen zwei Funktionen: 
Er ist den Eingängen aller drei Schulen vorgelagert und gewährleistet als großzügige Verteilerflä-
che deren Erreichbarkeit für Schüler und Lehrpersonal. 
Er dient als Zufahrtsmöglichkeit zum rückseitigen Eingang der Stadthalle Hiltrup und gewährleistet 
temporär die Anlieferung für Veranstaltungen. 
Sechs Hockerbänke im Bereich des Eingangs des Immanuel Kant Gymnasiums und einige Abfall-
behälter und Fahrradständer sind die einzigen Ausstattungselemente auf der ca. 4.500 qm großen 
Fläche. Schmale Pflanzstreifen entlang der Gebäude und als Abpflanzung zum Parkplatz sind im 
Verhältnis zur Pflasterfläche grüne Randerscheinungen. Wenige vorhandene Einzelbäume inner-
halb der Pflasterfläche wirken „verloren“ und sind als räumliche Vegetationsstruktur nicht ablesbar. 
Auf der Rückseite der Schulgebäude befinden sich an allen Schulen unterschiedlich große Schul-
hofflächen, die im einzelnen von den Schulen als „ihre“ Schulhöfe wahrgenommen und für unter-
schiedliche Aktivitäten genutzt werden.  
Ehemaliger Schulgarten:
 
Von der Marktallee kommend befindet sich die Fläche des ehemaligen Schulgartens (ca. 275 qm) 
im näheren Umfeld des Schulvorplatzes und steht somit räumlich in Verbindung zu dieser Fläche. 
Der ehemalige Schulgarten wird nicht mehr von den Schulen genutzt. Er ist ein im wesentlichen 
von Spontanvegetation zugewuchertes Dickicht. Die Einzäunung ist in Teilbereichen zerstört. Müll 
und Abfall sind in unterschiedlicher Form auf der Fläche zu finden. Das äußere Erscheinungsbild 
ist unbefriedigend, insgesamt macht die Fläche einen verwahrlosten Eindruck. 
 
Planungsansatz:
 
Die Bezirksvertretung Münster-Hiltrup hat 25.000,00 € für Gestaltungsmaßnahmen am großen 
Schulzentrum Hiltrup zur Verfügung gestellt. 
Auf der Grundlage eines vom Amt für Grünflächen und Umweltschutz erarbeiteten Entwurfkonzep-
tes (Planstand 20.05.2008) haben im Vorfeld Informations- und Abstimmungsgespräche stattge-
funden, an denen u.a. Vertreterinnen der drei Schulen, Vertreterinnen des Amtes für Kinder, Ju-
gendliche und Familien, dem Schulamt, dem Amt fü r Grünflächen und Umweltschutz sowie Vertre-
terinnen des Verbundes sozialtherapeutischer Einrichtungen teilgenommen haben. Das Jugendfo-
rum Hiltrup hat die Pläne zustimmend zur Kenntnis genommen. Die in den bisherigen Gesprächen 
gewonnenen Erkenntnisse, Wünsche und Anregungen sind in die Planung eingeflossen. 
 
Erläuterung zur Planung: 
Der vorgelegten Planung sind grundlegende, das Planungsergebnis und den weiteren Planungs-
prozess beeinflussende, Rahmenbedingungen voranzustellen: 
Die von der Bezirksvertretung Hiltrup bereitgestellten Mittel in Höhe von 25.000,00 € können - in 
Anbetracht der Flächengröße und des stadtteilprägenden Charakters der Fläche – nur als „An-
schubfinanzierung“ für eine ganzheitliche Umfeldverbesserung angesehen werden. 
„Schule“ ist für Kinder und Lehrer mittlerweile mehr als nur eine Vormittagsveranstaltung. „Schule“ 
und ihr Umfeld sind als Lebensraum zu einem bedeutenden Schwerpunkt für alle Beteiligten ge-
worden. Die ganzheitliche Ausrichtung der Betreuung sollte in der Ausgestaltung der Schulhöfe 
ihre Entsprechung finden. Eine Erweiterung des Angebotes an Spielmöglichkeiten (Bereiche Be-
wegung, Spiel, Kreativität, Entspannung und Kommunikation) ist aus diesen Gründen erforderlich 
und wünschenswert. 
Vor diesem Hintergrund versteht sich die vo rliegende Planung als ein Entwicklungsprozess, der 
die Betroffenen einbezieht und nachhaltige, tragfähige Ergebnisse hervorbringen soll.

- 3 - 
V/1061/2008 
Die Planung ist der Ergebnisstand einer im Vorfeld durchgeführten Planungsbeteiligung. Es wer-
den erste Realisierungsschritte aufgezeigt, die keinen Endzustand markieren, sondern Raum las-
sen für weitere Wünsche und Anregungen, die bausteinartig in Folgejahren realisiert werden könn-
ten. 
 
Schulvorplatz:
 
Die Planung sieht vor, auf der unstrukturierten, großen Pflasterfläche 13 größere Bäume zu pflan-
zen, die gestalterisch die Fläche aufwerten und nachhaltig verändern werden. Den strengen, sehr 
massiv wirkenden Gebäudefassaden wird in Form der Bäume ein vertikales, vegetatives Struktur-
element entgegengesetzt. Optisch wird die Fläche verkürzt bzw. unterbrochen, dadurch verändert 
sich die Perspektive und die räumliche Wahrnehmung des Platzes. Die Baumscheiben sind be-
gehbar, die o.g. wesentlichen Funktionen des Schulvorplatzes werden dadurch nicht beeinträch-
tigt. 
Die Hockerbänke im Bereich des Eingangs des Immanuel-Kant-Gymnasiums werden auf der Flä-
che durch Sitzelemente (Betonquader mit Holzauflage) im Zugangsbereich der Realschule und der 
Hauptschule ergänzt, so dass der Platz  eine erhöhte Aufenthaltsqualität erlangt und für Schülerin-
nen und Schüler attraktiver wird. Die bestehende Pflasterfläche ist mit einer mittlerweile verbliche-
nen anthrazitfarbenen Bänderung  versehen. Diese Bänderung soll mit farbig zu gestaltenden Ein-
zelplatten wieder akzentuiert und ablesbar gemacht werden und die bisherige „graue Tristesse“ 
optisch aufhellen. Eine im westlichen Zugangsbereich aufzubringende farbige Asphaltbeschichtung 
(Prinzip Zebrastreifen) soll den Schulvorplatz optisch eindeutiger von der Fahrbahn abgrenzen und 
definieren. 
Ehemaliger Schulgarten:
 
Es ist geplant, die Fläche des ehemaligen Schulgartens durch Rodungs- und Aufräumarbeiten 
offener, übersichtlicher und ansehnlicher zu gestalten. Dem Wunsch nach besserer sozialer Kon-
trolle wird entsprochen. Die vorh. Pflanzung bleibt zu den Anliegern in Form einer relativ schmalen 
Abpflanzung erhalten, ansonsten öffnet sich der Bereich als Rasenfläche mit einzelnen Gehölzen 
zum Parkplatz. Die unansehnliche Einzäunung entlang des Gehweges und zum Parkplatz hin wird 
beseitigt. An einer schönen, erhaltenswerten Hainbuche lädt ein kleiner Sitzplatz mit zwei Bänken 
zum Verweilen ein und komplettiert das Angebot an zusätzlichen Aufenthaltsmöglichkeiten. 
 
Bauzeiten:
 
Schulferien Juli/August 2009. Pflanzung der Bäume im November 2009. 
 
Perspektive/Ausblick: 
In Folgejahren ließen sich - wie oben bereits beschrieben - schrittweise weitere Maßnahmen 
durchführen. Einige denkbare Themenfelder sind: 
• Überarbeitung und Weiterentwicklung der Eingangsbereiche der Schulen (z.B. Austausch 
von Pflasterbelägen, farbliche Akzentuierungen an den Gebäuden etc.) 
• Ergänzung des Spiel- und Bewegungsangebotes (Schulvorplatz und rückwärtige Schulhö-
fe) 
• Neuorganisation/Erweiterung der Fahrradaufstellflächen (Einbau von Fahrradständern u.ä.) 
• Überarbeitung der Vegetationsflächen 
 
 
i.V. 
 
gez. 
Thomas Paal 
Stadtrat 
 
Anlagen: 
Plan Nr.: S 108.1

Schulzentrum Hiltrup, Plan Nr. S 108.1

584 Zeichen

Sy\s3 ||| MÜNSTER

Baumpflanzung

Begehbare Baumscheibe als
wassergeb. Decke
Baumscheibengröße 3,0x 3,0 m

vorh. Baum

Fotomontage, Farbgestaltung Eingangsbereich

Regeldetail begehbare Baumscheibe mit Sitzelement M 1:50

Projektnummer:

Plan Nr.: S 108.1 Datum: 19.01.2009

Amtsleiter: Bearbeitet:

gez. M
Bruns Dieckmann Amt für

Abteilungsleiter: Gezeichnet: Grünflächen und
Umweltschutz

gez.
Stoldt Eilert / Hoffmann

Fachstellenleiter: Sc h u Izentru m
ger. Hiltrup

Koolwaay 1:200
Geändert: Entwurf

Umgestaltung Schulvorplatz des Schulzentrums
Hiltrup / Ehemaliger Schulgarten

Beratungsverlauf (1)

19.03.2009 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup
TOP 5.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Marktallee

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Details

Vorlagen-Nr.
V/1061/2008
Typ
Vorlagen
Datum
19.02.2009
Erstellt
06.10.2020 14:37