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1768/2018

Beantwortung einer SPD-Anfrage nach § 4; AN/0561/2018; Berücksichtigung von Kulturräumen bei den Planungen des Deutzer Hafens und von Mülheim-Süd

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 07.06.2018

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Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 19.06.2018

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

7336 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VI/61/1 
611 Zlon Az 
Vorlagen-Nummer 07.06.2018 
 1768/2018 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 19.06.2018 
 
Beantwortung einer SPD-Anfrage nach § 4; AN/0561/2018;  
hier: Berücksichtigung von Kulturräumen bei den Planungen des Deutzer Hafens und von 
Mülheim-Süd 
Text der Anfrage 
 
1. Wie gestalten sich derzeit die Planungen zum Umbau des "Deutzer Hafens" und des Areals "Mül-
heim-Süd" bezogen auf die Berücksichtigung von Kunst und Kultur? 
2. Sind die Kulturverwaltung und andere kulturelle Akteure in die Planungen (z. B. im Falle des 
Deutzer Hafens diejenigen der Modernen Stadt) einbezogen oder ist dies beabsichtigt und, wenn 
ja, wie? 
3. Was sind die inhaltlichen kulturpolitischen und kulturfachlichen Schwerpunkte auf die die Verwal-
tung sich in diesen Abläufen konzentriert? 
4. Werden die kulturellen Potenziale in diesen Bereichen sichtbar gemacht und, wenn ja, wie? 
5. Wie wird der Kulturausschuss in die Beratungen einbezogen bzw. welche Kommunikationsstrate-
gie verfolgt der Verwaltung hinsichtlich näherer Erörterungen im Kulturausschuss? 
 
 
Beantwortung der Verwaltung 
 
Zu 1. 
Generell sei angemerkt, dass sich die Planungen für den Deutzer Hafen in einem sehr frühen Stadi-
um befinden. Derzeit wird die Beschlussfassung für den "Integrierten Plan" vorbereitet. Dieser wird 
Grundlage für die Bauleitplanverfahren, die parallel dazu im Sommer starten sollen (Änderung Flä-
chennutzungsplan sowie Bebauungsplan). Wie schon bislang praktikziert, werden diese von einem 
umfangreichen Beteiligungsverfahren begleitet werden. 
Der Deutzer Hafen soll zu einem gemischten urbanen Quartier entwickelt werden. Damit wird er auch 
einen Beitrag zur kulturellen Entwicklung Köln leisten, in dem Orte für kreative und kulturelle Nutzun-
gen mitgedacht und verankert werden. 
Grundsätzlich gilt: In allen Teilbereichen des Deutzer Hafens werden sich die Nutzungen mischen, 
allein das Mischungsverhältnis variiert. Während auf der Halbinsel das Wohnen deutlich überwiegt, ist 
der Hafenkopf vor allem dem Arbeiten und publikumsbezogenen Nutzungen gewidmet; auf der Ost-
seite des Hafens soll sich eine gleichwertige Mischung aus Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Gastrono-
mie und Kultur einstellen. Die unterschiedlichen Nutzungen sollen sich ergänzen und voneinander 
profitieren. 
Auch in den unterschiedlichen öffentlichen Freiräumen werden verschiedene Nutzungsschwerpunkte 
gesetzt und somit diverse Qualitäten und Identitäten geschaffen. Die Plätze werden offen gestaltet 
und bieten Raum für temporäre Funktionen wie Märkte und kulturelle Veranstaltungen. Diverse Was-
serspiele können der Regenrückhaltung und Inszenierung von Regenwasser dienen, außerdem das 
Mikroklima bei Hitze verbessern und dabei noch dekorative und zum Spielen animierende Wirkung 
entfalten. Die Parks bieten vielfältige Sport- und Spielangebote und machen zudem Natur im Quartier 
erfahrbar.

2 
 
(Kulturelle) Zwischennutzungen werden nicht umgesetzt werden können, da weite Bereiche des Ha-
fengeländes noch gewerblich genutzt werden und nach Ende der Pachtverhältnisse die Baureifma-
chung des Geländes erfolgen wird. 
 
Für den Mülheimer Süden gilt das analoge Planungsziel wir für den Deutzer Hafen: auch hier soll ein 
gemischt genutztes Quartier entstehen, welches die Wohn- und Arbeitsbedürfnisse unterschiedlicher 
Bevölkerungsgruppen befriedigt. Zahlreiche kulturelle und künstlerische Nutzungen im Areal bezeu-
gen die Vitalität und besondere Identität des Ortes wie das KunstWerk Köln e.V., ein selbstverwalte-
tes Künstlerhaus, das Deutzer Zentralwerk der Schönen Künste in der Deutz-Mülheimer Straße oder 
der Club "Gebäude 9". Der Erhalt und Ausbau der kulturellen und künstlerischen Nutzungen ist erklär-
tes Ziel. So ist die Verwaltung für das Planungsgebiet Cologneo I im Mülheimer Süden sehr konkret 
im Gespräch mit dem Investor. Ziel ist hier, dass zusätzlich zum Bestandsschutz für die bereits ange-
siedelten KünstlerInnen und Kunstschaffende zusätzliche Räume für Kultur- und Kreativwirtschaft 
über dem Gebäude 9 entstehen. 
 
Zu 2.:  
Die Kulturverwaltung ist Mitglied der Ämterrunde, in der das Stadtplanungsamt mit moderne Stadt 
regelmäßig über die weiteren Schritte und Beschlüsse der Planungen zum "Deutzer Hafens" infor-
miert und sich verwaltungsintern abstimmt. Die Dezernate werden hier um fachlichen Input abgefragt. 
Das Kulturamt gibt Hinweise auf die Bedarfe zur Berücksichtigung von kultureller Nutzung. Des Wei-
teren ist das Verfahren durch einen umfangreichen Prozess der Öffentlichkeitsbeteiligung geprägt, in 
dem sich die Kulturplayer vor Ort bereits eingebracht haben. Auch diese Anregungen fließen in das 
weitere Verfahren ein.  
Auch für den Mülheimer Süden finden zahlreiche Abstimmungen zwischen den Dezernaten statt. Kul-
tur- und Stadtplanungsamt nehmen zum Teil auch gemeinsame Ortstermine mit den Kulturschaffen-
den wahr. 
 
Zu 3.: 
Die Kulturverwaltung konzentriert sich hierbei darauf, die Integration von kultureller Nutzung als integ-
rativen Bestandteil der Nutzungsarten im Planungsgebiet "Deutzer Hafen" verankern zu lassen. Hier-
bei wird besonderer Wert darauf gelegt, zum einen die kulturelle Nutzung durch kultur- und kreativ-
wirtschaftliches Gewerbe als auch kulturelle Veranstaltungsorte als "Third Places", also als öffentliche 
Begegnungsorte, die den Bedarf der Bürgerinnen und Bürger nach Orten gesellschaftlichen Lebens 
vorzubringen. 
Zudem liegt der Schwerpunkt der Kulturverwaltung darauf, zum einen die Notwendigkeit zu formulie-
ren, bestehende kulturelle Nutzungen auf dem Gebiet sowie angrenzender Stadtteile bei den Planun-
gen zu berücksichtigen, zum anderen auf die sinnvolle Rückkoppelung der Planungen mit den Ergeb-
nissen aus der Fortschreibung der Kulturentwicklungsplanung hinzuweisen. 
 
Zu 4.: 
In einem ersten Schritt wurden dem Stadtplanungsamt sowie moderne Stadt bereits identifizierte kon-
krete Raumbedarfe (aus den Förderkonzepten des Kulturamtes)  – z.B. für Proberäume, Atelierräume 
sowie Räume für Tanzproduktionen – für den Deutzer Hafen übermittelt. Im Prozess der Fortschrei-
bung der Kulturentwicklungsplanung ist das Thema Raumbedarfe für freie Institutionen ein zentrales 
Thema. Deshalb wird es wichtig werden, die im neuen Kulturentwicklungsplan formulierten Raumbe-
darfe in die städtischen Planungsprozesse einzuspeisen. Dafür ist es sinnvoll, die Ergebnisse der 
Kulturentwicklungsplanung zwischen Kulturdezernat und Baudezernat abzustimmen. In einem weite-
ren Schritt müssten dann die Raumbedarfe konkretisiert sowie Finanzierungsmöglichkeiten aufge-
zeigt werden. 
 
Zu 5.: 
Der Ausschuss Kunst und Kultur wird bei den fachspezifischen Themen eingebunden. Das betrifft 
insbesondere die strukturellen Themen wie den Kulturentwicklungsplan als auch das noch zu erarbei-
tende Konzept zur Integration von Kulturquartieren in die Stadtentwicklung. Ergänzend wird er bei 
konkreten Projekten eingebunden, die im Rahmen der weiteren Konkretisierung umgesetzt werden. 
 
Die Ergebnisse der Fortschreibung der Kulturentwicklungsplanung sind nicht vor September 2018 zu 
erwarten. D.h. konkrete Bedarfe mit Maßnahmenvorschlägen ergeben sich erst aus diesem Verfahren

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Gez. Greitemann

Beratungsverlauf (1)

19.06.2018 Ausschuss Kunst und Kultur
Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

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Details

Aktenzeichen
1768/2018
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
07.06.2018
Erstellt
28.05.2018 07:24