3556/2021
Benennung eines Weges in Köln-Nippes nach Uschi Werner-Fluss
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Mitteilung BV
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VIII/23/235/1 Vorlagen-Nummer 3556/2021 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 5 (Nippes) 04.11.2021 Benennung eines Weges in Köln-Nippes nach Uschi Werner-Fluss Die Bezirksvertretung Nippes hat in ihrer Sitzung am 09.09.2021 unter TOP 9.1.3 beschlossen, den nicht benannten Weg im Toni-Steingass-Park, der von der Hochbahn ca. 115 m in südliche Richtung verläuft und am Henner-Berzau-Weg endet, vorbehaltlich einer positiven Geschichtsprüfung, in Uschi- Werner-Fluss-Weg zu benennen. Die Benennungsrichtlinien sehen vor, dass bei einem Benennungsanliegen nach einer Person das Geschichtsbild abgeklärt werden muss. Das Zentrale Namensarchiv hat das Prüfverfahren durchge- führt. Sämtliche Unterlagen aus Landes- und Bundesarchiv wurden dem NS-Dokumentationszentrum zur Auswertung zur Verfügung gestellt, mit dem Ergebnis, dass einer Benennung nach Uschi Werner- Fluss nichts im Wege steht. Das Gutachten wird in der Anlage beigefügt. Die Verwaltung wird nun die Veröffentlichung der Neubenennung im Amtsblatt der Stadt Köln, wo- nach die Rechtskraft des Beschlusses eintritt, unverzüglich veranlassen.
Gutachten Uschi Werner-Fluss anonymisiert
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4520 08.10.2021 4520 Vfg. Werner-Fluss, Uschi.docx ab: 8.10.2021 1. Schreiben an: 235/1 Benennung einer Straße oder eines Platzes nach Josefine Ursula Werner (Uschi Werner-Fluss) Sehr geehrte , Josefine Ursula Fluss wurde am 28. Dezember 1924 in Neuwied geboren und stammte aus einer Musiker- und Künstlerfamilie. Über ihre Biografie und Lebensleistung geben Dokumente aus dem Historischen Archiv der Stadt Köln sowie dem Kölnischen Stadtmuseum Auskunft, zudem erschien ein ausführlicher Nachruf in „Krune un Flamme“ (Heft 27, 2003), dem Mitteilungsblatt des Heimatvereins Alt- Köln. Weder im Landesarchiv NRW noch im Bundesarchiv Berlin sind Unterlagen zu Uschi Werner-Fluss überliefert. Aktivitäten während der NS-Zeit, die als belastend gewertet werden könnten, sind weder belegt noch wahrscheinlich. Zum Lebensweg genügen daher die folgenden Angaben: 1946 heiratete Ursula Werner den aus Berlin stammenden „Harry“ Heinz Paul Liedert, mit dem sie im gleichen Jahr einen Sohn bekam. Anfang der 1950er Jahre wurde die Ehe geschieden. 1960 ehelichte sie den Kölner Handwerksmeister Jakob Werner, mit dem sie bis 1966 verheiratet war. Als gelernte Zahn- technikerin betrieb Ursula Werner geb. Fluss seit Ende der 1950er Jahre ein zahntechni- sches Labor in der Kölner Südstadt. Ab 1975 war Ursula Werner im „Altermarktspielkreis“ aktiv. Von Anfang der 1980er Jahre an- sang sie Lieder, die von Henner Berzau, der „Doktor mit der Quetsch“, für sie geschrieben wurden. In den folgenden Jahren traten Werner-Fluss und Berzau als Duo „Schneiwießje un Ruserut“ auf. Ihre Mundart-Lieder und Bühnenprogramme erschienen in den 1990er Jahren auf mehreren Tonträgern. Werner-Fluss erhielt gemeinsam mit Henner Berzau einige Aus- zeichnungen, zuletzt kurz vor ihrem Tod den Severins-Bürgerpreis 2002. Uschi Werner-Fluss verstarb am 31. Oktober 2002 und wurde in der Kölner Presse mit mehreren Nachrufen ge- ehrt. Das NS-Dokumentationszentrum spricht sich für die Benennung einer Straße nach Uschi Werner-Fluss aus. Mit freundlichen Grüßen 2. z. Vg. 1-10-01-03
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3556/2021
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 27.10.2021
- Erstellt
- 08.10.2021 13:01