3152/2025
Übertragung der Netzwerkarbeit "Sport in Metropolen" auf den rechtsrheinischen Stadtbezirk Porz
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Anlage 1 Öffentlichkeitsbeteiligung
973 Zeichen
Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung Die Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung ist allen Beschlussvorlagen der Verwaltung beizufügen. Kreuzen Sie bitte eine der folgenden drei Varianten an und machen Sie entsprechende Angaben dazu. Eine freiwillige Öffentlichkeitsbeteiligung wird nicht vorgeschlagen. Warum wird keine Öffentlichkeitsbeteiligung vorgeschlagen? - Der Gestaltungsspielraum ist nicht ausreichend. Bitte begründen Sie Ihre Entscheidung (Begründung zwingend erforderlich): Es sind keine Handlungsfelder oder Gestaltungsmöglichkeiten für die Bürger*innen bei einem Bezirkswechsel gegeben. Die Hauptziele des Programms sind der Aufbau von selbsttragenden Strukturen und die Netzwerkarbeit vor Ort. Kontakt OB/1 Büro des Oberbürgermeisters OB/12 Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung Brückenstraße 5-11 50667 Köln Telefon: 0221 – 221 31122 E-M ail: oeffentlichkeitsbeteiligung@stadt-koeln.de Intranetauftritt: Systematische Öffentlichkeitsbeteiligung
Anlage 2 Analyse Stadtbezirk Porz
29847 Zeichen
Übertragung
der Netzwerkarbeit
„Sport in Metropolen“
auf den rechtsrheinischen
Stadtbezirk Porz
1. Hintergrund:
Ende des Jahres 2000 wurde auf Initiative des StadtSportBundes Köln e.V. (SSBK) und des
Sportamtes der Stadt Köln das Forschungsvorhaben „Sport in Metropolen“ gestartet. Das
Projekt wurde in den Jahren 2003 bis 2006 durch das Institut für Sportsoziologie der
Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) unter enger Beteiligung von „Sportministerium“
NRW, LandesSportBund NRW, SSBK und Sportamt der Stadt Köln entwickelt und
durchgeführt.
Konkrete Zielsetzung von Sport in Metropolen ist es, in den Handlungsfeldern
Sportentwicklung, Sportversorgung, Lebensqualität, Standortpolitik und Sportpolitik im
Rahmen einer integrierten Stadtentwicklung möglichst umfassend die Aspekte Gesundheit
und Sport zu berücksichtigen. Diese Zielsetzung wird im Rahmen der sogenannten
„Metropolenforschung“ systematisch verfolgt, um auf diesem Weg eine aktive Sportpolitik zu
entwickeln, in Köln umzusetzen und auch nachhaltig zu festigen.
Ein wichtiger Anspruch ist es, das Projekt möglichst handlungsorientiert und alltagstauglich zu
gestalten. Entsprechend dieser Vorgabe konnten und wurden Teilergebnisse im Projektverlauf
in Köln-Kalk seit 2014 direkt in einer aktivierenden Netzwerkarbeit umgesetzt. Während der
Projektdurchführung entstand hierüber ein intensiver Kontakt und Austausch zwischen
Vertretern nicht-sportbezogener und sportbezogener Bereiche. Es konnten vielfältige
Synergien für Sport und Bewegung geschaffen werden. Die hierbei entstandenen
Kooperationen und Vernetzungen in Köln-Kalk sollen – auch nach Abschluss des Projektes im
Jahr 2025 – fortgesetzt werden. Ende des Jahres 2025 soll das Netzwerk in Kalk
verselbstständigt werden und auf den ebenfalls rechtsrheinischen Stadtbezirk Porz übertragen
werden.
Gleiches gilt für den Stadtbezirk Chorweiler. Seit der Einführung von Sport in Metropolen im
Rahmen des Netzwerkes Sport und Bewegung Chorweiler im Jahr 2019 ist im Bezirk bereits
viel bewegt worden und soll noch viel bewegt werden. Die Vernetzung erfolgte ebenfalls, wie
zuvor beschrieben, mittels der Initiierung von Sportkooperationen und Sportangeboten der
unterschiedlichen Institutionen mit den Sportvereinen, Beteiligung an Veranstaltungen mit
Sportbezug und Unterstützung von Sportvereinen. Es wird immer mit Blick auf die
Einbeziehung von Sportvereinen gearbeitet, damit eine Nachhaltigkeit der Projekte ermöglicht
und sichergestellt werden kann. Zusätzlich sind die (nicht sportlich verankerten) Institutionen
untereinander in Kontakt gekommen, haben sich kennengelernt und schließen sich
selbständig zu Aktivitäten zusammen. Zudem konnte die Nachhaltigkeit der vom Netzwerk
initiierten Kooperationen durch „Sport in Metropolen“ sichergestellt werden.
Zuvor Genanntes gilt gleichermaßen für die Bezirke Mülheim und Nippes, in welchen von
2005 bis 2014 beziehungsweise 2009 bis 2017 die Grundlagen für die Netzwerkarbeit
geschaffen wurden.
2. Konkrete Überlegungen zur Übertragung
Der Beschluss des Rates der Stadt Köln am 14.07.2011 sieht für „Sport in Metropolen“ für das
Jahr 2026 einen Bezirkswechsel vor. Demnach ist die Übertragung der Netzwerkarbeit auf
einen neuen Stadtbezirk vorzunehmen.
Die Entscheidung, in welchem weiteren rechtsrheinischen Stadtbezirk das „intersektorale
Sportnetzwerk“ im Rahmen von „Sport in Metropolen“ geschaffen wird, sollte bedarfsorientiert
erfolgen. Diese Bedarfsanalyse erfolgt mit Blick auf die Forschungsergebnisse aus dem
Projekt „Sport in Metropolen“, die vorliegenden Erfahrungen der Netzwerkarbeit aus den
Stadtbezirken Mülheim, Nippes, Kalk und Chorweiler und die strukturellen Parameter des
jeweiligen Stadtbezirks. Mit Hilfe dieser Parameter erfolgt die Zuordnung der unterschiedlichen
Daten- und Erfahrungshintergründe.
Als Parameter der Entscheidungsfindung werden neben den strukturellen Bedingungen des
Stadtbezirkes (Anzahl der Sozialräume, Anzahl der Stadtteile, Einwohnerzahl und -struktur)
auch die derzeitigen „Sportstrukturen“ (Anzahl und Größe der Sportvereine, Sportaktivität im
Bezirk, Sporträume) zu Grunde gelegt. Nicht zuletzt sind insbesondere mit Blick auf mögliche
Kooperationen die sozialen Strukturen (Kindertagesstätten, Jugendeinrichtungen, Schulen,
Senioreneinrichtungen) mitentscheidend.
Im Rahmen der Untersuchung verschiedener Parameter ist es im ersten Schritt unerlässlich
auf die Zielsetzung des Sportnetzwerkes im rechtsrheinischen Bereich einzugehen:
Ziele sollten in Anlehnung an bereits abgeschlossene Netzwerke sein:
• Die Erhöhung der Sportaktivität und hiermit verbunden die Förderung der gesunden
Lebensweise für alle Altersgruppen, insbesondere für die Zielgruppen „Kinder und
Jugendliche“ und „Seniorinnen und Senioren“.
Beispielsweise durch:
- die Initiierung, Förderung, Vermittlung und Begleitung von Sportkooperationen
und Zusammenarbeit; insbesondere mit den Sportvereinen des Stadtbezirkes
zur Sicherstellung der Nachhaltigkeit
- die Informationsbereitstellung und Weitergabe zu vereins- und sportrelevanten
Themenstellungen für Organisationen und die Bevölkerung (z.B.
Qualifizierungsoffensive im Sport, Kids / Jugendliche / Senioren in die Clubs,
BuT im Sport, Fit durch die Schule, Bauhilfen für Vereine, spezielle
Fördermöglichkeiten des LSB, Fit für 100, Generation 65 plus, Bewegt älter
werden)
- die Beratung und Expertise im Bereich Sport und Bewegung
- die Anregung zur gemeinsamen Nutzung von Sporträumen
• Die Förderung der innovativen Vereinsentwicklung (gemeinsam mit dem
organisierten Sport)
Dies kann nur erreicht werden, wenn die Möglichkeiten bzw. Rahmenbedingungen für das
Zusammenbringen der Akteure im „Quartier“ geschaffen werden und die Kontaktaufnahmen,
Zusammenarbeit und auch die Kooperationen insbesondere in der Anfangszeit begleitet und
unterstützt werden.
Aufgrund der folgenden Bedarfsanalyse wird von Seiten der Sportverwaltung die Übertragung
des Sportentwicklungsprogrammes „Sport in Metropolen“ auf den
Stadtbezirk 7 / Porz vorgeschlagen.
Die Gründe für den Vorschlag der Übertragung werden im Folgenden dargestellt.
2.1 Strukturen im Stadtbezirk Porz
Der Stadtbezirk Porz liegt im südlichen Köln am rechten Rheinufer. Neben den industriellen
Ansiedlungen zeichnen ländliche Bereiche, weitläufige Naherholungsgebiete und große Wald-
und Freiflächen den Stadtbezirk aus. Er besteht aus sechzehn Stadtteilen und weist eine
Gesamtfläche von 78,92 Quadratkilometern auf.
Bereits 1888 wurde das ehemalige Fischerdorf Poll nach Köln eingemeindet. Durch die
Gebietsreform 1975 kam die zuvor selbstständige Stadt Porz hinzu. Sie war 1929 aus dem
Zusammenschluss von 15 Gemeinden entstanden und hatte 1951 die Stadtrechte erhalten.
Ein frühes Zeugnis der fortschreitenden industriellen Entwicklung von Porz sind die 1899
gegründeten Spiegelglaswerke "Germania". Auch andere bedeutende Industrieunternehmen
wie Felten & Guilleaume sowie Klöckner-Humboldt-Deutz ließen sich auch auf Porzer Gebiet
nieder.
Der Köln Bonn Airport "Konrad Adenauer" ist ein wichtiger Baustein für die wirtschaftliche
Entwicklung der gesamten Region. Mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt hat
eine der wichtigsten deutschen Großforschungseinrichtungen hier ihren Sitz, und mit dem
Europäischen Transschall-Windkanal eines der innovativsten europäischen
Forschungsprojekte.
Stadtteile
Der Stadtbezirk Porz besteht aus den sechzehn Stadtteilen: Eil, Elsdorf, Ensen, Finkenberg,
Gremberghoven, Grengel, Langel, Libur, Lind, Poll, Porz, Urbach, Wahn, Wahnheide,
Westhoven, Zündorf.
Da die bisherige Sportnetzwerkerfahrung gezeigt hat, dass es neben der themenorientierten
Ausrichtung notwendig ist, die Netzwerke kleinräumig anzulegen (stadtteilbezogen - Stichwort:
Nähe des Sportangebots zum Wohnort ist laut Bevölkerungsbefragung im Rahmen des
Projekts „Sport in Metropolen“ (2003) einer der drei wichtigsten Rahmenbedingungen in Bezug
auf die Sportausübung der Kölnerinnen und Kölner). Dies geht ebenfalls aus dem Gutachten
über die Sportentwicklungsplanung „Sport in Köln – Lebensfreude in Bewegung“ aus dem Jahr
2019 hervor. Somit dürfte es notwendig sein, den Stadtbezirk mit seinen insgesamt sechzehn
Stadtteilen in drei bis vier Arbeitsbereiche aufzuteilen. Dieses Verfahren ist in der
Vergangenheit sehr erfolgreich praktiziert worden.
Einwohnerdichte und Erholungsstruktur
Im Stadtbezirk Porz leben 116.483 Menschen. Dies bedeutet, dass pro Quadratkilometer
durchschnittlich 1.476 Personen leben. Der Vergleich zum gesamten Kölner Stadtgebiet, in
dem 2.710 Personen pro Quadratkilometer leben, zeigt, dass die Besiedlungsdichte in Porz
vergleichsweise gering ist. Dies ist mit den zum Teil bestehenden dörflichen Strukturen in
Gebieten des Stadtbezirks zu erklären, die jedoch in starkem Kontrast zu den Strukturen in
den von stark verdichteter Bauweise geprägten Stadtteilen stehen. Hier liegt die
Einwohnerzahl pro Quadratkilometer dementsprechend deutlich höher.
Abb. 1: Anteil der Freizeit- und Erholungsflächen (Quelle: Statistisches Jahrbuch Köln 2024)
Bei Betrachtung des Anteils der Freizeit- und Erholungsflächen im Stadtbezirk Porz wird
deutlich, dass der prozentuale Anteil solcher Flächen in den meisten Stadtteilen des Bezirks
mit unter 5,0 bis 9,9 Prozent gemessen am städtischen Durchschnitt (11,5 Prozent) im unteren
Bereich liegt. Der gesamte Stadtbezirk Porz weist einen Erholungsflächenanteil von 7,6 % auf.
Im innerstädtischen Vergleich stehen in den Stadtbezirken Chorweiler, Kalk und Porz
vergleichsweise die wenigsten Freizeit- und Erholungsflächen zur Verfügung. In den Porzer
Stadtteilen Westhoven und Poll beträgt der prozentuale Anteil solcher Flächen zwar mehr als
20 Prozent, dafür stehen in Gremberghoven, Eil, Grengel, Elsdorf, Langel und Wahnheide
weniger als fünf Prozent der Gesamtfläche für Freizeit und Erholung zur Verfügung. Dies
bedeutet, dass die hier nur eingeschränkt bereitstehenden Außenflächen für Angebote im
Bereich Sport und Bewegung (Parks, Wiesen etc.) bestmöglich genutzt werden sollten und
hier ggf. auch „kreative“ Lösungen gefragt sein werden.
Abb. 2: Stadtfläche, Bevölkerungsdichte und Bevölkerung nach Wohnstatus (Quelle: Kölner Stadtteilinformationen, Zahlen 2024)
Altersstruktur
Die Analyse der Einwohnerstruktur im Stadtbezirk Porz bietet, in Verbindung mit den im
Rahmen einer Bevölkerungsbefragung aus dem Jahr 2003 erhobenen Daten bezüglich „Sport
in Metropolen“, Ansatzpunkte für die zu berücksichtigenden Zielgruppen.
Insgesamt leben 21.304 Kinder und Jugendliche (3-20 Jahre) im Stadtbezirk Porz.
Dementsprechend beträgt ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung im Bezirk 18,3 Prozent. Zum
Vergleich: der Anteil der unter 3-20-Jährigen an der Gesamtbevölkerung der Stadt Köln
beträgt 16,3 Prozent.
Abb. 3: Bevölkerung nach ausgewählten Altersgruppen in den Kölner Stadtbezirken (Quelle: Kölner Stadtteilinform., Zahlen 2024)
Im Stadtbezirk leben insgesamt 33.155 Seniorinnen und Senioren ab 60 Jahren. Dies
entspricht einem prozentualen Anteil von 28,5 Prozent, womit Porz vor Chorweiler mit 27,8
Prozent und Rodenkirchen mit 27,1 Prozent der Bezirk mit den prozentual meisten
Seniorinnen und Senioren ab 60 Jahren ist. Zum Vergleich: der Anteil der ab 60-Jährigen an
der Gesamtbevölkerung der Stadt Köln beträgt 24,5 Prozent.
Mit einem Durchschnittsalter von 43,9 Jahren ist Porz zudem auch der älteste Stadtteil Kölns.
Damit liegt der Bezirk knapp vor Rodenkirchen mit einem Durchschnittsalter von 43,8 und
Nippes mit 43,3. Dass die Bevölkerungsgruppe der Seniorinnen und Senioren im Stadtbezirk
Porz vergleichsweise stark vertreten ist, belegt Abbildung 4 eindrucksvoll.
Abb. 4: Seniorenhaushalte Kölner Stadtteile (Quelle: Statistisches Jahrbuch Köln 2024)
Demnach leben in einem Drittel aller Haushalte im Stadtbezirk Porz Personen ab 60 Jahre (30
bis 34,9 Prozent). Im städtischen Durchschnitt sind es 25,1 Prozent. Von 100 Einwohnerinnen
und Einwohner im Bezirk sind im Durchschnitt mindestens 21 Personen sogar 65 Jahre alt
oder älter. Im gesamten Stadtgebiet sind es im Durchschnitt 18 Personen.
Es ist zudem davon auszugehen, dass diese Gruppe im Rahmen des demografischen
Wandels im Laufe der kommenden Jahre und Jahrzehnte weiter wachsen wird. Dies geht aus
dem Gutachten über die Sportentwicklungsplanung „Sport in Köln – Lebensfreude in
Bewegung“ aus dem Jahr 2019 hervor und führt zu einer besonderen Verantwortung dieser
Altersgruppe gegenüber.
So belegen Forschungsergebnisse, dass Gesundheit, Beweglichkeit, Abwehrkraft etc. nur
dann erfolgreich bis ins hohe Alter erhalten bleiben, wenn frühzeitig und dauerhaft Sport und
Bewegung in den Alltag integriert werden. Eine Studie der Deutschen Sporthochschule Köln
belegt, dass 30 Prozent der derzeit bekannten Demenzerkrankungen durch Sport und
Bewegung hätten verhindert werden können.
Auch der Abgleich mit der Datenlage des Projektberichts „Sport in Metropolen“ aus dem Jahr
2003 besagt, dass die Zielsetzung, den Sport für Seniorinnen und Senioren zu fördern,
absolut gerechtfertigt ist. So geben im Rahmen der Befragung zwar 59 Prozent der
Kölnerinnen und Kölner an, sportlich aktiv zu sein. Die Sportaktivität nimmt jedoch im Alter ab,
wie folgende Abbildung zeigt:
Abb. 5: Sportaktivität nach Alter (Quelle: Bericht „Sport in Metropolen“ 2003)
Somit weist die derzeitige Einwohnerstruktur im Bezirk Porz hinsichtlich der Zielrichtungen
„Förderung Seniorensport und Förderung von Hochaltrigensport ab 80 Jahren“ sowie
„Förderung der sportlichen Aktivität bei Kindern und Jugendlichen“ entsprechende
Anknüpfungspunkte und Gestaltungsmöglichkeiten auf.
Diese beiden formulierten Zielrichtungen lassen sich im Stadtbezirk Porz im innerstädtischen
Vergleich besonders gut verfolgen, wie die folgenden Abbildungen belegen. So weist der
Stadtbezirk Porz nach dem Bezirk Chorweiler und gemeinsam mit den Stadtbezirken Mülheim,
Kalk und Rodenkirchen den zweithöchsten Jugendquotienten im Vergleich aller neun
83,5
67,9 64,9 62,9
52,1 56,1
26,8
14-19 Jahre20-29 Jahre30-39 Jahre40-49 Jahre50-59 Jahre60-69 Jahre
über 70
0
20
40
60
80
100
%
n=4.017
Stadtbezirke auf. Von 100 Einwohnerinnen und Einwohner sind mindestens 25 Personen 18
Jahre alt oder jünger. Im gesamten Stadtgebiet sind es im Durchschnitt 24 Personen und
damit zwar nur eine Person von einhundert weniger, jedoch verzerren die „alten“ Stadtbezirke
Nippes, Ehrenfeld, Lindenthal und insbesondere Innenstadt hier die Wahrnehmung.
Abb. 6: Jugendquotient der Kölner Stadtteile (Quelle: Statistisches Jahrbuch Köln 2024)
Des Weiteren leben in einem Fünftel aller Haushalte im Stadtbezirk Porz Kinder (20,7
Prozent). An diese Quote kommt, abgesehen vom Bezirk Chorweiler, kein anderer Bezirk
heran. Im städtischen Durchschnitt leben sogar nur in 17,9 Prozent aller Haushalte Kinder.
Abb. 7: Haushalte mit Kind(ern) in den Kölner Stadtbezirken (Quelle: Statistisches Jahrbuch Köln 2024)
Sozialdaten
Die Sozialdaten weisen den Stadtbezirk Porz in weiten Teilen als ein Gebiet mit
überdurchschnittlichem Problemdruck auf. Kennzeichnend dafür sind unter anderem der, im
Vergleich zum gesamten Stadtgebiet, hohe Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund
sowie der hohe Anteil an SGB II leistungsberechtigten Personen.
Der Anteil der Migrantinnen und Migranten beträgt im Stadtbezirk Porz 49,3 Prozent und liegt
damit deutlich über dem Durchschnitt des gesamten Stadtgebiets (42,7 Prozent). Damit stellt
Porz im stadtinternen Vergleichen hinter Kalk und Chorweiler den Bezirk mit der höchsten
Quote an Einwohnerinnen und Einwohnern mit Migrationshintergrund dar. Der Anteil der unter
18-jährigen Personen mit Migrationshintergrund an allen unter 18-jährigen Einwohnern beträgt
gar 70,1 Prozent, was ebenfalls klar über dem innerstädtischen Durchschnitt (60,6 Prozent)
liegt.
Abb. 8: Bevölkerung mit Migrationshintergrund (Quelle: Kölner Stadtteilinformationen, Zahlen 2024)
Oftmals werden Migrantinnen und Migranten durch die Angebote der Sportvereine nicht
speziell angesprochen. Dies erhöht möglicherweise die Hemmschwelle, in Vereinen Sport zu
treiben. Auch die soziale Ausrichtung der Angebote wird zu oft als gegeben vorausgesetzt und
nicht explizit herausgestellt. Hier gilt es, den Sportvereinen im Stadtbezirk Porz durch
Beratung, Information und den Austausch mit weiteren Akteuren in den unterschiedlichen
Handlungsfeldern Hilfestellungen anzubieten.
In Anbetracht der hohen Zahl an Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund im
Stadtbezirk Porz ist explizit darauf hinzuweisen, dass von Seiten der Wissenschaft regelmäßig
hervorgehoben wird, dass problematische Entwicklungen wie steigende Jugendkriminalität
und die Zunahme adipöser (fettleibiger) Kinder durch sportliche Aktivität positiv beeinflusst
werden können (z.B. durch Mitternachtssport, Bewegungsangebote und Ernährungsberatung
in Schulen und Kindertagesstätten).
Bezüglich der sozialen Situation im Stadtbezirk kann davon ausgegangen werden, dass die
finanzielle Leistungsfähigkeit der Einwohnerinnen und Einwohner mit Blick auf die Zahlen der
Leistungsberechtigten nach SGB II (zwischen 15 und 19,9 Prozent) nicht sehr hoch ist. Im
Stadtteil Gremberghoven liegt der Anteil der Leistungsberechtigten nach SGB II an allen
Einwohnern mit Hauptwohnung in Köln bis zur Altersgrenze des Renteneintritts gemäß §7a
SGB II sogar über 20 Prozent. Der durchschnittliche Anteil im Kölner Stadtgebiet liegt mit 12
Prozent deutlich darunter.
Aufgrund der niedrigen ökonomischen Leistungsfähigkeit wird insbesondere der
Beratungsbedarf in Bezug auf Sportförderprojekte wie beispielsweise „Kids in die Clubs“ oder
„Bildung und Teilhabe“ sehr hoch sein. In diesem Zusammenhang ist es als positives Signal
zu werten, dass „Kids in die Clubs“ auf zweierlei Wegen ausgeweitet wurde. Zum einen
können nun Menschen bis 27 Jahren unter dem Motto „Junge Erwachsene in die Clubs“
unterstützt werden, zum anderen wurde das Projekt auch für Seniorinnen und Senioren (ab 60
Jahren) unter dem Titel „Senioren in die Clubs“ geöffnet.
Abb. 9: Anteil Leistungsberechtigte SGB II (Quelle: Statistisches Jahrbuch Köln 2024)
Sozialräume
Aufgrund der vergangenen Erfahrungsberichte aus den fünfzehn Sozialräumen Kölns
(Handlungsprogramm „Lebenswerte Veedel – Bürger- und Sozialraumorientierung“) soll die
Arbeit vor Ort „offensiv“ um die Einbindung des Sports und des Vereinssports erweitert
werden. Auch die bisherigen Erfahrungen aus der Sportnetzwerkarbeit zeigen, dass
insbesondere in den Sozialräumen zusätzliche Angebote und Sportprojekte notwendig sind,
um die allgemeine Sport- und Bewegungsaktivitäten zu erhöhen.
Aufgrund der stark verdichteten Bauweise zählen die im Stadtbezirk Porz ansässigen
Sozialräume Porz-Mitte/Urbach mit 25.398 Einwohner*innen sowie Porz-Ost/Finkenberg/
Gremberghoven/Eil mit 24.300 Einwohner*innen zu den einwohnerstärksten Gebieten des
Programmgebietes. Der Altersdurchschnitt im gesamten Stadtbezirk Porz liegt bei 43,9 Jahren
und der Anteil von Bürger*innen unter 18 Jahren liegt bei 17,8%. Der Anteil von Bürger*innen
unter 18 Jahren liegt im Sozialraum Porz-Ost/Finkenberg/ Gremberghoven/Eil bei 78,7 % und
im Sozialraum Porz-Mitte/Urbach nur bei 19%. Auffällig ist der hohe Anteil an Bewohnerinnen
und Bewohnern mit Migrationshintergrund, der im Stadtbezirk Porz etwa 49,3 Prozent beträgt,
im Sozialraum Porz-Ost/Finkenberg/ Gremberghoven/Eil fast 60 Prozent beträgt und im
Sozialraum Porz-Mitte/Urbach sogar 65,3 Prozent beträgt.
Abb. 10: Der Sozialraum Porz-Mitte/Urbach (Quelle: Starke Veedel – Starkes Köln)
Sozialraum Porz-Mitte/Urbach
Im Sozialraum Porz-Mitte/Urbach wurde Ende Oktober 2025 als Maßnahme des Integrierten
Stadtentwicklungskonzeptes Porz-Mitte die Parkanlage Glashüttenstraße eröffnet, nachdem
zuvor die Bürgerinnen und Bürger von Porz bei der inhaltlichen Gestaltung intensiv
einbezogen wurden. Das Angebot umfasst Tischtennisplatten, einen Bolzplatz,
Basketballkörbe, eine Calisthenics-Anlage, einen großen Kinderspielplatz und einen
einbetonierten Pumptrack. So können vielfältige Sportangebote geschaffen werden. Zudem
befindet sich die Einrichtung einer Sportbox auf der Anlage seitens der
Sozialraumkoordination bereits in Planung. Eine Sportbox ist ein Verleihangebot von Sport-
und Trainingsmaterialien aller Art und ermöglicht Outdoor-Sport auf einer bestimmten Fläche,
welche durch die Zurverfügungstellung von entsprechendem Equipment attraktiv gemacht
werden soll.
Zudem entsteht in Porz aktuell die „Neue Mitte Porz“. In dem Rahmen soll die Porzer
Innenstadt mit der Revitalisierung des Friedrich-Ebert-Platzes aufgewertet werden. Zur
Verbesserung der Qualität der Lage sowie Ausweitung der Angebotsstruktur ist ein
Nutzungsmix aus Handel, Dienstleistung, Wohnen und kulturellen Einrichtungen geplant und
teilweise bereits umgesetzt. So sind insgesamt bereits rund 130 Wohneinheiten und etwa
5.400 Quadratmeter Brutto-Grundfläche für gewerbliche Nutzungen entstanden.
Abb. 11: Der Sozialraum Porz-Ost/Finkenberg/Gremberghoven/Eil (Quelle: Starke Veedel – Starkes Köln)
Sozialraum Porz-Ost/Finkenberg/Gremberghoven/Eil
Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil sind insgesamt durch eine junge Altersstruktur
gekennzeichnet, wobei auch der Anteil der über 65-Jährigen über dem städtischen
Durchschnitt liegt. Die Bewohnerschaft setzt sich somit aus Familienhaushalten und
Seniorenhaushalten zusammen. In den mehrstöckigen Mehrfamilienhäusern in Finkenberg
leben sowohl überdurchschnittlich viele Kinder und Jugendliche wie auch ältere Personen.
Im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes „Starke Veedel – Starkes Köln“ wurden
unter dem Motto „Fit und aktiv in Porz“ Familien im SGB II-Bezug in ihren gesundheitlichen
Kompetenzen gestärkt (gesunde Ernährung, Fitness und Stressbewältigung…) und zur
aktiven Teilhabe am gesellschaftlichen Leben motiviert. Zudem wurden im Zuge dessen Spiel-
und Bewegungsräume geschaffen und die Sportanlage Humboldtstraße generalsaniert.
2.2 Sportstrukturen im Stadtbezirk
Aufgrund der positiven Effekte von Sport und Bewegung – insbesondere bei Kindern und
Jugendlichen (u.a. Stärkung des Selbstwertgefühls, Aggressions- und Frustabbau,
Bewusstsein von Teamgeist und Fairplay, sozialer Zusammenhalt, positiver Umgang
miteinander) ist es ein grundlegendes Ziel der Sportnetzwerkarbeit, die Erhöhung der
Sportaktivität zu ermöglichen.
Sportaktivität
Die Sportaktivität im Stadtbezirk Porz weist mit 55 bis 60 Prozent einen durchschnittlichen
Anteil auf. Da der Stadtbezirk jedoch, wie bereits ausgeführt, in seiner Struktur sehr heterogen
aufgebaut ist, ist davon auszugehen, dass der Aktivitätsgrad der Bevölkerung insbesondere in
den Stadtteilen, in denen die Sozialräume liegen, deutlich geringer ausfallen dürfte.
Abb. 12: Aktivitätsgrad der Bevölkerung (Quelle: Bericht „Sport in Metropolen“ 2003)
Dementsprechend erscheint der Handlungsbedarf insgesamt offensichtlich. Da zudem sozial
schwache Stadtgebiete zunehmend durch Gewaltbereitschaft, wachsende
Integrationsproblematik, ansteigende Gesundheitsproblematiken, Bildungsdefizite etc.
gekennzeichnet sind, ist davon auszugehen, dass die bezirksweit unterschiedlichen
Aktivitätsgrade im Wesentlichen auf sozio-ökonomische Faktoren, aber auch die lokale
Sportinfrastruktur zurückzuführen sind.
Es erscheint daher mehr als sinnvoll, dass die Sportnetzwerkarbeit im Stadtbezirk Porz
zusätzliche Aktivierungsimpulse geben kann.
Anzahl und Größe der Sportvereine
Eine Abfrage der Sportverwaltung in Porz hat ergeben, dass derzeit 70 Sportvereine im
Stadtbezirk Porz (Stand 2024) aktiv sind, sprich dort ihren Hauptstandort haben oder
mindestens ein Sportangebot im Stadtbezirk anbieten. Die Vereine wurden bei der Analyse
u.a. auf die Größe bzw. Anzahl der Mitglieder und die unterschiedlich angebotenen Sparten
untersucht.
Im Hinblick auf die Struktur der jeweils tätigen Vereine ist erkennbar, dass der größte
Sportverein im Stadtbezirk Porz mehr als 1.000 Mitglieder zählt und der kleinste keine
hundert. Die Sportvereine decken zahlreiche Sportarten ab, weshalb Porz auf den ersten Blick
eine gute Vereins-Ausstattung aufweist. Die sportlichen Angebote sind vielfältig. Im Bezirk gibt
es klassische Ballsportarten wie Fußball, Basketball, Volleyball und Handball sowie
verschiedene Disziplinen im Turnsport. Weitere Sportarten im hiesigen Bezirk sind
Schwimmen, Tauchen, Bogenschießen, Schach und Radsport. Generell bieten in diesem
Zusammenhang Mehr-Sparten-Vereine durch ihre breite Angebotspalette gute
Kooperationsmöglichkeiten. Die meisten Einheiten finden entweder in den ansässigen
Sporthallen oder den Bezirkssportanlagen statt.
Größere Vereine mit einer Mitgliederzahl ab 500 sind meist durch vermehrt hauptamtliche
Strukturen gekennzeichnet. In Porz ist nach Information der Sportsachbearbeitung jedoch kein
Verein hauptamtlich organisiert. Größere Vereine, die es auch in Porz gibt, bieten in der Regel
dennoch bessere Bedingungen für Kooperationen, als sie in ausschließlich ehrenamtlich
geführten, kleineren Vereinen vorzufinden sind. Die Erfahrungen aus der Netzwerkarbeit Sport
und Bewegung in den Kölner Stadtbezirken Mülheim, Nippes, Kalk und Chorweiler zeigen,
dass Gründe hierfür beispielsweise die schwere Erreichbarkeit der ehrenamtlichen Mitglieder
und das – zeitlich bedingt – eingeschränkte Interesse an Kooperationen sind.
Die hohe Anzahl an Klein- und Kleinstvereinen in Porz lässt vermuten, dass der
Beratungsbedarf der Sportvereine in erster Linie in den Bereichen Informationen über die
Nutzung von Sportförderprogrammen, Gewinnung ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter und Qualifizierung von Übungsleiterinnen und Übungsleitern liegt, da durch geringe
Mitgliedszahlen schlichtweg keine Kapazitäten bestehen, sich mit über die alltäglichen
Themen hinausgehenden Angelegenheiten auseinander zu setzen.
Aufgrund der aktuellen Datenlage kann die Vereinsstruktur in Porz für die Netzwerkarbeit
insgesamt eine gute Basis bieten.
Sporträume
Die Sporträume werden im Folgenden gegliedert in Sportanlagen (städtisch vermietete/
städtisch betriebene Sportanlagen), Bolzplätze und Spielplätze. Eine große Anzahl von
Sportanlagen in einem Bezirk bietet den Vereinen und Institutionen vor Ort vielfältige
Möglichkeiten, um Sport und Bewegung auszuüben.
Bezirk
Sportstätten (z.T.
Mehrfachnutzung) Bolzplätze Spielplätze Spiel- &
Sportfläche Gesamt Sporthallen Sportplätze
Porz 52 44 21 8 62 79
2.3 Soziale Strukturen im Stadtbezirk
Soziale Einrichtungen
Mit Blick auf die Zielrichtung bei der Übertragung der Netzwerkarbeit Sport und Bewegung, die
Sportaktivität durch Kooperationen – beispielsweise zwischen sozialen Einrichtungen und
Sportvereinen – zu fördern, ist es zielführend, wenn die sozialen Einrichtungen in
entsprechender Anzahl vorhanden sind. In den beiden Porzer Sozialraumgebieten gibt es in
Summe 139 soziale Einrichtungen.
Ein Teil davon, sind speziell auf Kinder und Jugendliche zugeschnitten, wie nachfolgende
Übersicht der Stadt Köln zeigt.
Quelle: Angebote für Kinder und Jugendliche - Stadt Köln
Schulen
Abb. 13: Schüler*innen nach Schulform in Kölner Stadtbezirken (Quelle: Statistisches Jahrbuch Köln 2024)
Senioreneinrichtungen
Angebot Anzahl
Altenclubs 9
Bürgerzentren 3
Sportanlagen 13
Sportvereine mit Seniorenangeboten 7
SeniorenNetzwerke 8
Seniorenvertretung Porz, aktive gewählte Mitglieder 3
Seniorenzentren, einschließlich Demenz-WG, Residenzen, Heime 11
Begegnungsmöglichkeiten, Treffpunkte - Bürgervereine, Angebote von
Religionsgemeinschaften und Interkulturellen Zentren 31
Summe 85
Von 2021 bis 2023 lief das Förderprogramm BAP - Bewegende Alteneinrichtungen und
Pflegedienste des LSB NRW – im Bezirk Porz. Daran nahmen sechs Einrichtungen teil
(Pflegeeinrichtung, Pflegedienst, SeniorenNetzwerk). Fokus der „bewegungsfördernder Maß-
nahmen“ lag im stationären Bereich und der Pflege. Ziel des Projekts war es, in aktiven
Kooperationen zwischen Sportvereinen, Senioreneinrichtungen und/oder Pflegediensten
Bewegungsangebote für ältere und pflegebedürftige Menschen einzurichten und als festen
Bestandteil in pflegerischen Versorgungsstrukturen nachhaltig zu gestalten.
Abb. 14: Senioreneinrichtungen in Kölner Stadtbezirken (Quelle: Statistisches Jahrbuch Köln 2024)
3. Fazit
Die Darstellung und Analyse der betrachteten Parameter zeigen deutlich, dass der Bedarf
eines Sportnetzwerkes wie „Sport in Metropolen“ mit Fokus auf Kinder und Jugendliche sowie
Seniorinnen und Senioren im Stadtbezirk Porz vorhanden ist. Zudem konnte herausgearbeitet
werden, dass auch die Voraussetzungen für den Aufbau eines solchen Netzwerkes
grundsätzlich vorhanden sind. Dementsprechend wird vorgeschlagen, die Netzwerkarbeit aus
dem Projekt „Sport in Metropolen“ vom rechtsrheinischen Stadtbezirk Kalk auf den ebenfalls
rechtsrheinischen Stadtbezirk Porz zu übertragen. Bei Beschlussfassung durch den
Sportausschuss wird die Sportverwaltung zur Initiierung eines „intersektoralen
Sportnetzwerkes“ im Stadtbezirk Porz Gespräche mit Akteuren und Multiplikatoren aus Sport,
Verwaltung und den sozialen Institutionen führen. Um die Nachhaltigkeit der Netzwerkarbeit
zu gewährleisten, soll die für den jeweiligen Bezirk zuständige Sportsachbearbeitung frühzeitig
eingebunden werden. Dies wurde in den Stadtbezirken Nippes, Mülheim, Kalk und Chorweiler
bereits erfolgreich praktiziert und soll auch in Porz Anwendung finden.
Beschlussvorlage Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle IV/52/522/2 Vorlagen-Nummer 3152/2025 Freigabedatum 25.11.2025 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Übertragung der Netzwerkarbeit "Sport in Metropolen" auf den rechtsrheinischen Stadtbezirk Porz Beschlussorgan Gremium Datum Beschlussvorschlag: Der Sportausschuss nimmt den Bericht zur Übertragung der Sportnetzwerkarbeit im Rahmen von Sport in Metropolen vom rechtsrheinischen Stadtbezirk Kalk auf den Stadtbezirk Porz zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, die Übertragung ab Anfang 2026 umzusetzen. Bezirksvertretung 8 (Kalk) 27.11.2025 Bezirksvertretung 7 (Porz) 04.12.2025 Sportausschuss 11.12.2025 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Sport in Metropolen war im Rahmen der Sportnetzwerkarbeit, die durch die Sportverwaltung initiiert, koordiniert und begleitet wird, von 2014 - 2025 im Stadtbezirk Kalk aktiv. Der Zeit-Maßnahmen-Plan und die weiteren Beschlüsse des Sportausschusses und der Be- zirksvertretung Kalk sahen vor, dass der Ausstieg aus der Sportnetzwerkarbeit unter der Maß- gabe erfolgt, dass die Netzwerkarbeit durch selbsttragende Strukturen fortgesetzt werden kann. Hierbei wird ein Monitoring über die Sportverwaltung sichergestellt. Der seinerzeit für 2022 geplante Ausstieg in Kalk wurde um 3 Jahre nach hinten verlegt, da die notwendigen selbsttragenden Strukturen noch nicht in ausreichendem Maße vorhanden waren. Dies ist u.a. zurückzuführen auf den Stillstand während der Pandemie. Sport in Metropolen und seine Netzwerke "Sport und Bewegung" schaffen seit 2007 in ausge- wählten Bezirken vielfältige Synergien für den Sport. Dadurch soll der Bevölkerung ein qualita- tiv und quantitativ besseres Sportangebot ermöglicht werden. Damit dies gelingen kann, wer- den Potenziale im Bezirk erkannt, gefördert und ausgebaut. Elementar ist in diesem Zusam- menhang die Förderung des vereinsorientierten Sports. In Kooperation mit Schulen, sozialen Einrichtungen, Kindertagesstätten, Seniorennetzwerken und weiteren Institutionen werden neue attraktive Sport- und Bewegungsangebote geschaffen. Mit Beschluss des Rates der Stadt Köln am 14.07.2011 wurde die Fortführung von Sport in Metropolen als dauerhafte Aufgabe der Stadt Köln beschlossen, der Projektstatus aufgehoben und die stufenweise Fortführung im Rahmen des vorgelegten Zeit-Maßnahmen-Planes be- schlossen.
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: ungeändert empfohlen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3152/2025
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 25.11.2025
- Erstellt
- 07.11.2025 12:20