Übertragung der Netzwerkarbeit "Sport in Metropolen" auf den rechtsrheinischen Stadtbezirk Porz
Beschlussvorlage Ausschuss 3152/2025 vom 25.11.2025
Stand: Am 22.01.2026 in der Bezirksvertretung 8 (Kalk) ungeändert beschlossen.
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Anlage 2 Analyse Stadtbezirk Porz
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Übertragung der Netzwerkarbeit „Sport in Metropolen“ auf den rechtsrheinischen Stadtbezirk Porz 1. Hintergrund: Ende des Jahres 2000 wurde auf Initiative des StadtSportBundes Köln e.V. (SSBK) und des Sportamtes der Stadt Köln das Forschungsvorhaben „Sport in Metropolen“ gestartet. Das Projekt wurde in den Jahren 2003 bis 2006 durch das Institut für Sportsoziologie der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) unter enger Beteiligung von „Sportministerium“ NRW, LandesSportBund NRW, SSBK und Sportamt der Stadt Köln entwickelt und durchgeführt. Konkrete Zielsetzung von Sport in Metropolen ist es, in den Handlungsfeldern Sportentwicklung, Sportversorgung, Lebensqualität, Standortpolitik und Sportpolitik im Rahmen einer integrierten Stadtentwicklung möglichst umfassend die Aspekte Gesundheit und Sport zu berücksichtigen. Diese Zielsetzung wird im Rahmen der sogenannten „Metropolenforschung“ systematisch verfolgt, um auf diesem Weg eine aktive Sportpolitik zu entwickeln, in Köln umzusetzen und auch nachhaltig zu festigen. Ein wichtiger Anspruch ist es, das Projekt möglichst handlungsorientiert und alltagstauglich zu gestalten. Entsprechend dieser Vorgabe konnten und wurden Teilergebnisse im Projektverlauf in Köln-Kalk seit 2014 direkt in einer aktivierenden Netzwerkarbeit umgesetzt. Während der Projektdurchführung entstand hierüber ein intensiver Kontakt und Austausch zwischen Vertretern nicht-sportbezogener und sportbezogener Bereiche. Es konnten vielfältige Synergien für Sport und Bewegung geschaffen werden. Die hierbei entstandenen Kooperationen und Vernetzungen in Köln-Kalk sollen – auch nach Abschluss des Projektes im Jahr 2025 – fortgesetzt werden. Ende des Jahres 2025 soll das Netzwerk in Kalk verselbstständigt werden und auf den ebenfalls rechtsrheinischen Stadtbezirk Porz übertragen werden. Gleiches gilt für den Stadtbezirk Chorweiler. Seit der Einführung von Sport in Metropolen im Rahmen des Netzwerkes Sport und Bewegung Chorweiler im Jahr 2019 ist im Bezirk bereits viel bewegt worden und soll noch viel bewegt werden. Die Vernetzung erfolgte ebenfalls, wie zuvor beschrieben, mittels der Initiierung von Sportkooperationen und Sportangeboten der unterschiedlichen Institutionen mit den Sportvereinen, Beteiligung an Veranstaltungen mit Sportbezug und Unterstützung von Sportvereinen. Es wird immer mit Blick auf die Einbeziehung von Sportvereinen gearbeitet, damit eine Nachhaltigkeit der Projekte ermöglicht und sichergestellt werden kann. Zusätzlich sind die (nicht sportlich verankerten) Institutionen untereinander in Kontakt gekommen, haben sich kennengelernt und schließen sich selbständig zu Aktivitäten zusammen. Zudem konnte die Nachhaltigkeit der vom Netzwerk initiierten Kooperationen durch „Sport in Metropolen“ sichergestellt werden. Zuvor Genanntes gilt gleichermaßen für die Bezirke Mülheim und Nippes, in welchen von 2005 bis 2014 beziehungsweise 2009 bis 2017 die Grundlagen für die Netzwerkarbeit geschaffen wurden. 2. Konkrete Überlegungen zur Übertragung Der Beschluss des Rates der Stadt Köln am 14.07.2011 sieht für „Sport in Metropolen“ für das Jahr 2026 einen Bezirkswechsel vor. Demnach ist die Übertragung der Netzwerkarbeit auf einen neuen Stadtbezirk vorzunehmen. Die Entscheidung, in welchem weiteren rechtsrheinischen Stadtbezirk das „intersektorale Sportnetzwerk“ im Rahmen von „Sport in Metropolen“ geschaffen wird, sollte bedarfsorientiert erfolgen. Diese Bedarfsanalyse erfolgt mit Blick auf die Forschungsergebnisse aus dem Projekt „Sport in Metropolen“, die vorliegenden Erfahrungen der Netzwerkarbeit aus den Stadtbezirken Mülheim, Nippes, Kalk und Chorweiler und die strukturellen Parameter des jeweiligen Stadtbezirks. Mit Hilfe dieser Parameter erfolgt die Zuordnung der unterschiedlichen Daten- und Erfahrungshintergründe. Als Parameter der Entscheidungsfindung werden neben den strukturellen Bedingungen des Stadtbezirkes (Anzahl der Sozialräume, Anzahl der Stadtteile, Einwohnerzahl und -struktur) auch die derzeitigen „Sportstrukturen“ (Anzahl und Größe der Sportvereine, Sportaktivität im Bezirk, Sporträume) zu Grunde gelegt. Nicht zuletzt sind insbesondere mit Blick auf mögliche Kooperationen die sozialen Strukturen (Kindertagesstätten, Jugendeinrichtungen, Schulen, Senioreneinrichtungen) mitentscheidend. Im Rahmen der Untersuchung verschiedener Parameter ist es im ersten Schritt unerlässlich auf die Zielsetzung des Sportnetzwerkes im rechtsrheinischen Bereich einzugehen: Ziele sollten in Anlehnung an bereits abgeschlossene Netzwerke sein: • Die Erhöhung der Sportaktivität und hiermit verbunden die Förderung der gesunden Lebensweise für alle Altersgruppen, insbesondere für die Zielgruppen „Kinder und Jugendliche“ und „Seniorinnen und Senioren“. Beispielsweise durch: - die Initiierung, Förderung, Vermittlung und Begleitung von Sportkooperationen und Zusammenarbeit; insbesondere mit den Sportvereinen des Stadtbezirkes zur Sicherstellung der Nachhaltigkeit - die Informationsbereitstellung und Weitergabe zu vereins- und sportrelevanten Themenstellungen für Organisationen und die Bevölkerung (z.B. Qualifizierungsoffensive im Sport, Kids / Jugendliche / Senioren in die Clubs, BuT im Sport, Fit durch die Schule, Bauhilfen für Vereine, spezielle Fördermöglichkeiten des LSB, Fit für 100, Generation 65 plus, Bewegt älter werden) - die Beratung und Expertise im Bereich Sport und Bewegung - die Anregung zur gemeinsamen Nutzung von Sporträumen • Die Förderung der innovativen Vereinsentwicklung (gemeinsam mit dem organisierten Sport) Dies kann nur erreicht werden, wenn die Möglichkeiten bzw. Rahmenbedingungen für das Zusammenbringen der Akteure im „Quartier“ geschaffen werden und die Kontaktaufnahmen, Zusammenarbeit und auch die Kooperationen insbesondere in der Anfangszeit begleitet und unterstützt werden. Aufgrund der folgenden Bedarfsanalyse wird von Seiten der Sportverwaltung die Übertragung des Sportentwicklungsprogrammes „Sport in Metropolen“ auf den Stadtbezirk 7 / Porz vorgeschlagen. Die Gründe für den Vorschlag der Übertragung werden im Folgenden dargestellt. 2.1 Strukturen im Stadtbezirk Porz Der Stadtbezirk Porz liegt im südlichen Köln am rechten Rheinufer. Neben den industriellen Ansiedlungen zeichnen ländliche Bereiche, weitläufige Naherholungsgebiete und große Wald- und Freiflächen den Stadtbezirk aus. Er besteht aus sechzehn Stadtteilen und weist eine Gesamtfläche von 78,92 Quadratkilometern auf. Bereits 1888 wurde das ehemalige Fischerdorf Poll nach Köln eingemeindet. Durch die Gebietsreform 1975 kam die zuvor selbstständige Stadt Porz hinzu. Sie war 1929 aus dem Zusammenschluss von 15 Gemeinden entstanden und hatte 1951 die Stadtrechte erhalten. Ein frühes Zeugnis der fortschreitenden industriellen Entwicklung von Porz sind die 1899 gegründeten Spiegelglaswerke "Germania". Auch andere bedeutende Industrieunternehmen wie Felten & Guilleaume sowie Klöckner-Humboldt-Deutz ließen sich auch auf Porzer Gebiet nieder. Der Köln Bonn Airport "Konrad Adenauer" ist ein wichtiger Baustein für die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Region. Mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt hat eine der wichtigsten deutschen Großforschungseinrichtungen hier ihren Sitz, und mit dem Europäischen Transschall-Windkanal eines der innovativsten europäischen Forschungsprojekte. Stadtteile Der Stadtbezirk Porz besteht aus den sechzehn Stadtteilen: Eil, Elsdorf, Ensen, Finkenberg, Gremberghoven, Grengel, Langel, Libur, Lind, Poll, Porz, Urbach, Wahn, Wahnheide, Westhoven, Zündorf. Da die bisherige Sportnetzwerkerfahrung gezeigt hat, dass es neben der themenorientierten Ausrichtung notwendig ist, die Netzwerke kleinräumig anzulegen (stadtteilbezogen - Stichwort: Nähe des Sportangebots zum Wohnort ist laut Bevölkerungsbefragung im Rahmen des Projekts „Sport in Metropolen“ (2003) einer der drei wichtigsten Rahmenbedingungen in Bezug auf die Sportausübung der Kölnerinnen und Kölner). Dies geht ebenfalls aus dem Gutachten über die Sportentwicklungsplanung „Sport in Köln – Lebensfreude in Bewegung“ aus dem Jahr 2019 hervor. Somit dürfte es notwendig sein, den Stadtbezirk mit seinen insgesamt sechzehn Stadtteilen in drei bis vier Arbeitsbereiche aufzuteilen. Dieses Verfahren ist in der Vergangenheit sehr erfolgreich praktiziert worden. Einwohnerdichte und Erholungsstruktur Im Stadtbezirk Porz leben 116.483 Menschen. Dies bedeutet, dass pro Quadratkilometer durchschnittlich 1.476 Personen leben. Der Vergleich zum gesamten Kölner Stadtgebiet, in dem 2.710 Personen pro Quadratkilometer leben, zeigt, dass die Besiedlungsdichte in Porz vergleichsweise gering ist. Dies ist mit den zum Teil bestehenden dörflichen Strukturen in Gebieten des Stadtbezirks zu erklären, die jedoch in starkem Kontrast zu den Strukturen in den von stark verdichteter Bauweise geprägten Stadtteilen stehen. Hier liegt die Einwohnerzahl pro Quadratkilometer dementsprechend deutlich höher. Abb. 1: Anteil der Freizeit- und Erholungsflächen (Quelle: Statistisches Jahrbuch Köln 2024) Bei Betrachtung des Anteils der Freizeit- und Erholungsflächen im Stadtbezirk Porz wird deutlich, dass der prozentuale Anteil solcher Flächen in den meisten Stadtteilen des Bezirks mit unter 5,0 bis 9,9 Prozent gemessen am städtischen Durchschnitt (11,5 Prozent) im unteren Bereich liegt. Der gesamte Stadtbezirk Porz weist einen Erholungsflächenanteil von 7,6 % auf. Im innerstädtischen Vergleich stehen in den Stadtbezirken Chorweiler, Kalk und Porz vergleichsweise die wenigsten Freizeit- und Erholungsflächen zur Verfügung. In den Porzer Stadtteilen Westhoven und Poll beträgt der prozentuale Anteil solcher Flächen zwar mehr als 20 Prozent, dafür stehen in Gremberghoven, Eil, Grengel, Elsdorf, Langel und Wahnheide weniger als fünf Prozent der Gesamtfläche für Freizeit und Erholung zur Verfügung. Dies bedeutet, dass die hier nur eingeschränkt bereitstehenden Außenflächen für Angebote im Bereich Sport und Bewegung (Parks, Wiesen etc.) bestmöglich genutzt werden sollten und hier ggf. auch „kreative“ Lösungen gefragt sein werden. Abb. 2: Stadtfläche, Bevölkerungsdichte und Bevölkerung nach Wohnstatus (Quelle: Kölner Stadtteilinformationen, Zahlen 2024) Altersstruktur Die Analyse der Einwohnerstruktur im Stadtbezirk Porz bietet, in Verbindung mit den im Rahmen einer Bevölkerungsbefragung aus dem Jahr 2003 erhobenen Daten bezüglich „Sport in Metropolen“, Ansatzpunkte für die zu berücksichtigenden Zielgruppen. Insgesamt leben 21.304 Kinder und Jugendliche (3-20 Jahre) im Stadtbezirk Porz. Dementsprechend beträgt ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung im Bezirk 18,3 Prozent. Zum Vergleich: der Anteil der unter 3-20-Jährigen an der Gesamtbevölkerung der Stadt Köln beträgt 16,3 Prozent. Abb. 3: Bevölkerung nach ausgewählten Altersgruppen in den Kölner Stadtbezirken (Quelle: Kölner Stadtteilinform., Zahlen 2024) Im Stadtbezirk leben insgesamt 33.155 Seniorinnen und Senioren ab 60 Jahren. Dies entspricht einem prozentualen Anteil von 28,5 Prozent, womit Porz vor Chorweiler mit 27,8 Prozent und Rodenkirchen mit 27,1 Prozent der Bezirk mit den prozentual meisten Seniorinnen und Senioren ab 60 Jahren ist. Zum Vergleich: der Anteil der ab 60-Jährigen an der Gesamtbevölkerung der Stadt Köln beträgt 24,5 Prozent. Mit einem Durchschnittsalter von 43,9 Jahren ist Porz zudem auch der älteste Stadtteil Kölns. Damit liegt der Bezirk knapp vor Rodenkirchen mit einem Durchschnittsalter von 43,8 und Nippes mit 43,3. Dass die Bevölkerungsgruppe der Seniorinnen und Senioren im Stadtbezirk Porz vergleichsweise stark vertreten ist, belegt Abbildung 4 eindrucksvoll. Abb. 4: Seniorenhaushalte Kölner Stadtteile (Quelle: Statistisches Jahrbuch Köln 2024) Demnach leben in einem Drittel aller Haushalte im Stadtbezirk Porz Personen ab 60 Jahre (30 bis 34,9 Prozent). Im städtischen Durchschnitt sind es 25,1 Prozent. Von 100 Einwohnerinnen und Einwohner im Bezirk sind im Durchschnitt mindestens 21 Personen sogar 65 Jahre alt oder älter. Im gesamten Stadtgebiet sind es im Durchschnitt 18 Personen. Es ist zudem davon auszugehen, dass diese Gruppe im Rahmen des demografischen Wandels im Laufe der kommenden Jahre und Jahrzehnte weiter wachsen wird. Dies geht aus dem Gutachten über die Sportentwicklungsplanung „Sport in Köln – Lebensfreude in Bewegung“ aus dem Jahr 2019 hervor und führt zu einer besonderen Verantwortung dieser Altersgruppe gegenüber. So belegen Forschungsergebnisse, dass Gesundheit, Beweglichkeit, Abwehrkraft etc. nur dann erfolgreich bis ins hohe Alter erhalten bleiben, wenn frühzeitig und dauerhaft Sport und Bewegung in den Alltag integriert werden. Eine Studie der Deutschen Sporthochschule Köln belegt, dass 30 Prozent der derzeit bekannten Demenzerkrankungen durch Sport und Bewegung hätten verhindert werden können. Auch der Abgleich mit der Datenlage des Projektberichts „Sport in Metropolen“ aus dem Jahr 2003 besagt, dass die Zielsetzung, den Sport für Seniorinnen und Senioren zu fördern, absolut gerechtfertigt ist. So geben im Rahmen der Befragung zwar 59 Prozent der Kölnerinnen und Kölner an, sportlich aktiv zu sein. Die Sportaktivität nimmt jedoch im Alter ab, wie folgende Abbildung zeigt: Abb. 5: Sportaktivität nach Alter (Quelle: Bericht „Sport in Metropolen“ 2003) Somit weist die derzeitige Einwohnerstruktur im Bezirk Porz hinsichtlich der Zielrichtungen „Förderung Seniorensport und Förderung von Hochaltrigensport ab 80 Jahren“ sowie „Förderung der sportlichen Aktivität bei Kindern und Jugendlichen“ entsprechende Anknüpfungspunkte und Gestaltungsmöglichkeiten auf. Diese beiden formulierten Zielrichtungen lassen sich im Stadtbezirk Porz im innerstädtischen Vergleich besonders gut verfolgen, wie die folgenden Abbildungen belegen. So weist der Stadtbezirk Porz nach dem Bezirk Chorweiler und gemeinsam mit den Stadtbezirken Mülheim, Kalk und Rodenkirchen den zweithöchsten Jugendquotienten im Vergleich aller neun 83,5 67,9 64,9 62,9 52,1 56,1 26,8 14-19 Jahre20-29 Jahre30-39 Jahre40-49 Jahre50-59 Jahre60-69 Jahre über 70 0 20 40 60 80 100 % n=4.017 Stadtbezirke auf. Von 100 Einwohnerinnen und Einwohner sind mindestens 25 Personen 18 Jahre alt oder jünger. Im gesamten Stadtgebiet sind es im Durchschnitt 24 Personen und damit zwar nur eine Person von einhundert weniger, jedoch verzerren die „alten“ Stadtbezirke Nippes, Ehrenfeld, Lindenthal und insbesondere Innenstadt hier die Wahrnehmung. Abb. 6: Jugendquotient der Kölner Stadtteile (Quelle: Statistisches Jahrbuch Köln 2024) Des Weiteren leben in einem Fünftel aller Haushalte im Stadtbezirk Porz Kinder (20,7 Prozent). An diese Quote kommt, abgesehen vom Bezirk Chorweiler, kein anderer Bezirk heran. Im städtischen Durchschnitt leben sogar nur in 17,9 Prozent aller Haushalte Kinder. Abb. 7: Haushalte mit Kind(ern) in den Kölner Stadtbezirken (Quelle: Statistisches Jahrbuch Köln 2024) Sozialdaten Die Sozialdaten weisen den Stadtbezirk Porz in weiten Teilen als ein Gebiet mit überdurchschnittlichem Problemdruck auf. Kennzeichnend dafür sind unter anderem der, im Vergleich zum gesamten Stadtgebiet, hohe Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund sowie der hohe Anteil an SGB II leistungsberechtigten Personen. Der Anteil der Migrantinnen und Migranten beträgt im Stadtbezirk Porz 49,3 Prozent und liegt damit deutlich über dem Durchschnitt des gesamten Stadtgebiets (42,7 Prozent). Damit stellt Porz im stadtinternen Vergleichen hinter Kalk und Chorweiler den Bezirk mit der höchsten Quote an Einwohnerinnen und Einwohnern mit Migrationshintergrund dar. Der Anteil der unter 18-jährigen Personen mit Migrationshintergrund an allen unter 18-jährigen Einwohnern beträgt gar 70,1 Prozent, was ebenfalls klar über dem innerstädtischen Durchschnitt (60,6 Prozent) liegt. Abb. 8: Bevölkerung mit Migrationshintergrund (Quelle: Kölner Stadtteilinformationen, Zahlen 2024) Oftmals werden Migrantinnen und Migranten durch die Angebote der Sportvereine nicht speziell angesprochen. Dies erhöht möglicherweise die Hemmschwelle, in Vereinen Sport zu treiben. Auch die soziale Ausrichtung der Angebote wird zu oft als gegeben vorausgesetzt und nicht explizit herausgestellt. Hier gilt es, den Sportvereinen im Stadtbezirk Porz durch Beratung, Information und den Austausch mit weiteren Akteuren in den unterschiedlichen Handlungsfeldern Hilfestellungen anzubieten. In Anbetracht der hohen Zahl an Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund im Stadtbezirk Porz ist explizit darauf hinzuweisen, dass von Seiten der Wissenschaft regelmäßig hervorgehoben wird, dass problematische Entwicklungen wie steigende Jugendkriminalität und die Zunahme adipöser (fettleibiger) Kinder durch sportliche Aktivität positiv beeinflusst werden können (z.B. durch Mitternachtssport, Bewegungsangebote und Ernährungsberatung in Schulen und Kindertagesstätten). Bezüglich der sozialen Situation im Stadtbezirk kann davon ausgegangen werden, dass die finanzielle Leistungsfähigkeit der Einwohnerinnen und Einwohner mit Blick auf die Zahlen der Leistungsberechtigten nach SGB II (zwischen 15 und 19,9 Prozent) nicht sehr hoch ist. Im Stadtteil Gremberghoven liegt der Anteil der Leistungsberechtigten nach SGB II an allen Einwohnern mit Hauptwohnung in Köln bis zur Altersgrenze des Renteneintritts gemäß §7a SGB II sogar über 20 Prozent. Der durchschnittliche Anteil im Kölner Stadtgebiet liegt mit 12 Prozent deutlich darunter. Aufgrund der niedrigen ökonomischen Leistungsfähigkeit wird insbesondere der Beratungsbedarf in Bezug auf Sportförderprojekte wie beispielsweise „Kids in die Clubs“ oder „Bildung und Teilhabe“ sehr hoch sein. In diesem Zusammenhang ist es als positives Signal zu werten, dass „Kids in die Clubs“ auf zweierlei Wegen ausgeweitet wurde. Zum einen können nun Menschen bis 27 Jahren unter dem Motto „Junge Erwachsene in die Clubs“ unterstützt werden, zum anderen wurde das Projekt auch für Seniorinnen und Senioren (ab 60 Jahren) unter dem Titel „Senioren in die Clubs“ geöffnet. Abb. 9: Anteil Leistungsberechtigte SGB II (Quelle: Statistisches Jahrbuch Köln 2024) Sozialräume Aufgrund der vergangenen Erfahrungsberichte aus den fünfzehn Sozialräumen Kölns (Handlungsprogramm „Lebenswerte Veedel – Bürger- und Sozialraumorientierung“) soll die Arbeit vor Ort „offensiv“ um die Einbindung des Sports und des Vereinssports erweitert werden. Auch die bisherigen Erfahrungen aus der Sportnetzwerkarbeit zeigen, dass insbesondere in den Sozialräumen zusätzliche Angebote und Sportprojekte notwendig sind, um die allgemeine Sport- und Bewegungsaktivitäten zu erhöhen. Aufgrund der stark verdichteten Bauweise zählen die im Stadtbezirk Porz ansässigen Sozialräume Porz-Mitte/Urbach mit 25.398 Einwohner*innen sowie Porz-Ost/Finkenberg/ Gremberghoven/Eil mit 24.300 Einwohner*innen zu den einwohnerstärksten Gebieten des Programmgebietes. Der Altersdurchschnitt im gesamten Stadtbezirk Porz liegt bei 43,9 Jahren und der Anteil von Bürger*innen unter 18 Jahren liegt bei 17,8%. Der Anteil von Bürger*innen unter 18 Jahren liegt im Sozialraum Porz-Ost/Finkenberg/ Gremberghoven/Eil bei 78,7 % und im Sozialraum Porz-Mitte/Urbach nur bei 19%. Auffällig ist der hohe Anteil an Bewohnerinnen und Bewohnern mit Migrationshintergrund, der im Stadtbezirk Porz etwa 49,3 Prozent beträgt, im Sozialraum Porz-Ost/Finkenberg/ Gremberghoven/Eil fast 60 Prozent beträgt und im Sozialraum Porz-Mitte/Urbach sogar 65,3 Prozent beträgt. Abb. 10: Der Sozialraum Porz-Mitte/Urbach (Quelle: Starke Veedel – Starkes Köln) Sozialraum Porz-Mitte/Urbach Im Sozialraum Porz-Mitte/Urbach wurde Ende Oktober 2025 als Maßnahme des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes Porz-Mitte die Parkanlage Glashüttenstraße eröffnet, nachdem zuvor die Bürgerinnen und Bürger von Porz bei der inhaltlichen Gestaltung intensiv einbezogen wurden. Das Angebot umfasst Tischtennisplatten, einen Bolzplatz, Basketballkörbe, eine Calisthenics-Anlage, einen großen Kinderspielplatz und einen einbetonierten Pumptrack. So können vielfältige Sportangebote geschaffen werden. Zudem befindet sich die Einrichtung einer Sportbox auf der Anlage seitens der Sozialraumkoordination bereits in Planung. Eine Sportbox ist ein Verleihangebot von Sport- und Trainingsmaterialien aller Art und ermöglicht Outdoor-Sport auf einer bestimmten Fläche, welche durch die Zurverfügungstellung von entsprechendem Equipment attraktiv gemacht werden soll. Zudem entsteht in Porz aktuell die „Neue Mitte Porz“. In dem Rahmen soll die Porzer Innenstadt mit der Revitalisierung des Friedrich-Ebert-Platzes aufgewertet werden. Zur Verbesserung der Qualität der Lage sowie Ausweitung der Angebotsstruktur ist ein Nutzungsmix aus Handel, Dienstleistung, Wohnen und kulturellen Einrichtungen geplant und teilweise bereits umgesetzt. So sind insgesamt bereits rund 130 Wohneinheiten und etwa 5.400 Quadratmeter Brutto-Grundfläche für gewerbliche Nutzungen entstanden. Abb. 11: Der Sozialraum Porz-Ost/Finkenberg/Gremberghoven/Eil (Quelle: Starke Veedel – Starkes Köln) Sozialraum Porz-Ost/Finkenberg/Gremberghoven/Eil Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil sind insgesamt durch eine junge Altersstruktur gekennzeichnet, wobei auch der Anteil der über 65-Jährigen über dem städtischen Durchschnitt liegt. Die Bewohnerschaft setzt sich somit aus Familienhaushalten und Seniorenhaushalten zusammen. In den mehrstöckigen Mehrfamilienhäusern in Finkenberg leben sowohl überdurchschnittlich viele Kinder und Jugendliche wie auch ältere Personen. Im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes „Starke Veedel – Starkes Köln“ wurden unter dem Motto „Fit und aktiv in Porz“ Familien im SGB II-Bezug in ihren gesundheitlichen Kompetenzen gestärkt (gesunde Ernährung, Fitness und Stressbewältigung…) und zur aktiven Teilhabe am gesellschaftlichen Leben motiviert. Zudem wurden im Zuge dessen Spiel- und Bewegungsräume geschaffen und die Sportanlage Humboldtstraße generalsaniert. 2.2 Sportstrukturen im Stadtbezirk Aufgrund der positiven Effekte von Sport und Bewegung – insbesondere bei Kindern und Jugendlichen (u.a. Stärkung des Selbstwertgefühls, Aggressions- und Frustabbau, Bewusstsein von Teamgeist und Fairplay, sozialer Zusammenhalt, positiver Umgang miteinander) ist es ein grundlegendes Ziel der Sportnetzwerkarbeit, die Erhöhung der Sportaktivität zu ermöglichen. Sportaktivität Die Sportaktivität im Stadtbezirk Porz weist mit 55 bis 60 Prozent einen durchschnittlichen Anteil auf. Da der Stadtbezirk jedoch, wie bereits ausgeführt, in seiner Struktur sehr heterogen aufgebaut ist, ist davon auszugehen, dass der Aktivitätsgrad der Bevölkerung insbesondere in den Stadtteilen, in denen die Sozialräume liegen, deutlich geringer ausfallen dürfte. Abb. 12: Aktivitätsgrad der Bevölkerung (Quelle: Bericht „Sport in Metropolen“ 2003) Dementsprechend erscheint der Handlungsbedarf insgesamt offensichtlich. Da zudem sozial schwache Stadtgebiete zunehmend durch Gewaltbereitschaft, wachsende Integrationsproblematik, ansteigende Gesundheitsproblematiken, Bildungsdefizite etc. gekennzeichnet sind, ist davon auszugehen, dass die bezirksweit unterschiedlichen Aktivitätsgrade im Wesentlichen auf sozio-ökonomische Faktoren, aber auch die lokale Sportinfrastruktur zurückzuführen sind. Es erscheint daher mehr als sinnvoll, dass die Sportnetzwerkarbeit im Stadtbezirk Porz zusätzliche Aktivierungsimpulse geben kann. Anzahl und Größe der Sportvereine Eine Abfrage der Sportverwaltung in Porz hat ergeben, dass derzeit 70 Sportvereine im Stadtbezirk Porz (Stand 2024) aktiv sind, sprich dort ihren Hauptstandort haben oder mindestens ein Sportangebot im Stadtbezirk anbieten. Die Vereine wurden bei der Analyse u.a. auf die Größe bzw. Anzahl der Mitglieder und die unterschiedlich angebotenen Sparten untersucht. Im Hinblick auf die Struktur der jeweils tätigen Vereine ist erkennbar, dass der größte Sportverein im Stadtbezirk Porz mehr als 1.000 Mitglieder zählt und der kleinste keine hundert. Die Sportvereine decken zahlreiche Sportarten ab, weshalb Porz auf den ersten Blick eine gute Vereins-Ausstattung aufweist. Die sportlichen Angebote sind vielfältig. Im Bezirk gibt es klassische Ballsportarten wie Fußball, Basketball, Volleyball und Handball sowie verschiedene Disziplinen im Turnsport. Weitere Sportarten im hiesigen Bezirk sind Schwimmen, Tauchen, Bogenschießen, Schach und Radsport. Generell bieten in diesem Zusammenhang Mehr-Sparten-Vereine durch ihre breite Angebotspalette gute Kooperationsmöglichkeiten. Die meisten Einheiten finden entweder in den ansässigen Sporthallen oder den Bezirkssportanlagen statt. Größere Vereine mit einer Mitgliederzahl ab 500 sind meist durch vermehrt hauptamtliche Strukturen gekennzeichnet. In Porz ist nach Information der Sportsachbearbeitung jedoch kein Verein hauptamtlich organisiert. Größere Vereine, die es auch in Porz gibt, bieten in der Regel dennoch bessere Bedingungen für Kooperationen, als sie in ausschließlich ehrenamtlich geführten, kleineren Vereinen vorzufinden sind. Die Erfahrungen aus der Netzwerkarbeit Sport und Bewegung in den Kölner Stadtbezirken Mülheim, Nippes, Kalk und Chorweiler zeigen, dass Gründe hierfür beispielsweise die schwere Erreichbarkeit der ehrenamtlichen Mitglieder und das – zeitlich bedingt – eingeschränkte Interesse an Kooperationen sind. Die hohe Anzahl an Klein- und Kleinstvereinen in Porz lässt vermuten, dass der Beratungsbedarf der Sportvereine in erster Linie in den Bereichen Informationen über die Nutzung von Sportförderprogrammen, Gewinnung ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Qualifizierung von Übungsleiterinnen und Übungsleitern liegt, da durch geringe Mitgliedszahlen schlichtweg keine Kapazitäten bestehen, sich mit über die alltäglichen Themen hinausgehenden Angelegenheiten auseinander zu setzen. Aufgrund der aktuellen Datenlage kann die Vereinsstruktur in Porz für die Netzwerkarbeit insgesamt eine gute Basis bieten. Sporträume Die Sporträume werden im Folgenden gegliedert in Sportanlagen (städtisch vermietete/ städtisch betriebene Sportanlagen), Bolzplätze und Spielplätze. Eine große Anzahl von Sportanlagen in einem Bezirk bietet den Vereinen und Institutionen vor Ort vielfältige Möglichkeiten, um Sport und Bewegung auszuüben. Bezirk Sportstätten (z.T. Mehrfachnutzung) Bolzplätze Spielplätze Spiel- & Sportfläche Gesamt Sporthallen Sportplätze Porz 52 44 21 8 62 79 2.3 Soziale Strukturen im Stadtbezirk Soziale Einrichtungen Mit Blick auf die Zielrichtung bei der Übertragung der Netzwerkarbeit Sport und Bewegung, die Sportaktivität durch Kooperationen – beispielsweise zwischen sozialen Einrichtungen und Sportvereinen – zu fördern, ist es zielführend, wenn die sozialen Einrichtungen in entsprechender Anzahl vorhanden sind. In den beiden Porzer Sozialraumgebieten gibt es in Summe 139 soziale Einrichtungen. Ein Teil davon, sind speziell auf Kinder und Jugendliche zugeschnitten, wie nachfolgende Übersicht der Stadt Köln zeigt. Quelle: Angebote für Kinder und Jugendliche - Stadt Köln Schulen Abb. 13: Schüler*innen nach Schulform in Kölner Stadtbezirken (Quelle: Statistisches Jahrbuch Köln 2024) Senioreneinrichtungen Angebot Anzahl Altenclubs 9 Bürgerzentren 3 Sportanlagen 13 Sportvereine mit Seniorenangeboten 7 SeniorenNetzwerke 8 Seniorenvertretung Porz, aktive gewählte Mitglieder 3 Seniorenzentren, einschließlich Demenz-WG, Residenzen, Heime 11 Begegnungsmöglichkeiten, Treffpunkte - Bürgervereine, Angebote von Religionsgemeinschaften und Interkulturellen Zentren 31 Summe 85 Von 2021 bis 2023 lief das Förderprogramm BAP - Bewegende Alteneinrichtungen und Pflegedienste des LSB NRW – im Bezirk Porz. Daran nahmen sechs Einrichtungen teil (Pflegeeinrichtung, Pflegedienst, SeniorenNetzwerk). Fokus der „bewegungsfördernder Maß- nahmen“ lag im stationären Bereich und der Pflege. Ziel des Projekts war es, in aktiven Kooperationen zwischen Sportvereinen, Senioreneinrichtungen und/oder Pflegediensten Bewegungsangebote für ältere und pflegebedürftige Menschen einzurichten und als festen Bestandteil in pflegerischen Versorgungsstrukturen nachhaltig zu gestalten. Abb. 14: Senioreneinrichtungen in Kölner Stadtbezirken (Quelle: Statistisches Jahrbuch Köln 2024) 3. Fazit Die Darstellung und Analyse der betrachteten Parameter zeigen deutlich, dass der Bedarf eines Sportnetzwerkes wie „Sport in Metropolen“ mit Fokus auf Kinder und Jugendliche sowie Seniorinnen und Senioren im Stadtbezirk Porz vorhanden ist. Zudem konnte herausgearbeitet werden, dass auch die Voraussetzungen für den Aufbau eines solchen Netzwerkes grundsätzlich vorhanden sind. Dementsprechend wird vorgeschlagen, die Netzwerkarbeit aus dem Projekt „Sport in Metropolen“ vom rechtsrheinischen Stadtbezirk Kalk auf den ebenfalls rechtsrheinischen Stadtbezirk Porz zu übertragen. Bei Beschlussfassung durch den Sportausschuss wird die Sportverwaltung zur Initiierung eines „intersektoralen Sportnetzwerkes“ im Stadtbezirk Porz Gespräche mit Akteuren und Multiplikatoren aus Sport, Verwaltung und den sozialen Institutionen führen. Um die Nachhaltigkeit der Netzwerkarbeit zu gewährleisten, soll die für den jeweiligen Bezirk zuständige Sportsachbearbeitung frühzeitig eingebunden werden. Dies wurde in den Stadtbezirken Nippes, Mülheim, Kalk und Chorweiler bereits erfolgreich praktiziert und soll auch in Porz Anwendung finden. -
Beschlussvorlage Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle IV/52/522/2 Vorlagen-Nummer 3152/2025 Freigabedatum 25.11.2025 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Übertragung der Netzwerkarbeit "Sport in Metropolen" auf den rechtsrheinischen Stadtbezirk Porz Beschlussorgan Gremium Datum Beschlussvorschlag: Der Sportausschuss nimmt den Bericht zur Übertragung der Sportnetzwerkarbeit im Rahmen von Sport in Metropolen vom rechtsrheinischen Stadtbezirk Kalk auf den Stadtbezirk Porz zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, die Übertragung ab Anfang 2026 umzusetzen. Bezirksvertretung 8 (Kalk) 27.11.2025 Bezirksvertretung 7 (Porz) 04.12.2025 Sportausschuss 11.12.2025 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Sport in Metropolen war im Rahmen der Sportnetzwerkarbeit, die durch die Sportverwaltung initiiert, koordiniert und begleitet wird, von 2014 - 2025 im Stadtbezirk Kalk aktiv. Der Zeit-Maßnahmen-Plan und die weiteren Beschlüsse des Sportausschusses und der Be- zirksvertretung Kalk sahen vor, dass der Ausstieg aus der Sportnetzwerkarbeit unter der Maß- gabe erfolgt, dass die Netzwerkarbeit durch selbsttragende Strukturen fortgesetzt werden kann. Hierbei wird ein Monitoring über die Sportverwaltung sichergestellt. Der seinerzeit für 2022 geplante Ausstieg in Kalk wurde um 3 Jahre nach hinten verlegt, da die notwendigen selbsttragenden Strukturen noch nicht in ausreichendem Maße vorhanden waren. Dies ist u.a. zurückzuführen auf den Stillstand während der Pandemie. Sport in Metropolen und seine Netzwerke "Sport und Bewegung" schaffen seit 2007 in ausge- wählten Bezirken vielfältige Synergien für den Sport. Dadurch soll der Bevölkerung ein qualita- tiv und quantitativ besseres Sportangebot ermöglicht werden. Damit dies gelingen kann, wer- den Potenziale im Bezirk erkannt, gefördert und ausgebaut. Elementar ist in diesem Zusam- menhang die Förderung des vereinsorientierten Sports. In Kooperation mit Schulen, sozialen Einrichtungen, Kindertagesstätten, Seniorennetzwerken und weiteren Institutionen werden neue attraktive Sport- und Bewegungsangebote geschaffen. Mit Beschluss des Rates der Stadt Köln am 14.07.2011 wurde die Fortführung von Sport in Metropolen als dauerhafte Aufgabe der Stadt Köln beschlossen, der Projektstatus aufgehoben und die stufenweise Fortführung im Rahmen des vorgelegten Zeit-Maßnahmen-Planes be- schlossen. -
Anlage 1 Öffentlichkeitsbeteiligung
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Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung Die Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung ist allen Beschlussvorlagen der Verwaltung beizufügen. Kreuzen Sie bitte eine der folgenden drei Varianten an und machen Sie entsprechende Angaben dazu. Eine freiwillige Öffentlichkeitsbeteiligung wird nicht vorgeschlagen. Warum wird keine Öffentlichkeitsbeteiligung vorgeschlagen? - Der Gestaltungsspielraum ist nicht ausreichend. Bitte begründen Sie Ihre Entscheidung (Begründung zwingend erforderlich): Es sind keine Handlungsfelder oder Gestaltungsmöglichkeiten für die Bürger*innen bei einem Bezirkswechsel gegeben. Die Hauptziele des Programms sind der Aufbau von selbsttragenden Strukturen und die Netzwerkarbeit vor Ort. Kontakt OB/1 Büro des Oberbürgermeisters OB/12 Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung Brückenstraße 5-11 50667 Köln Telefon: 0221 – 221 31122 E-M ail: oeffentlichkeitsbeteiligung@stadt-koeln.de Intranetauftritt: Systematische Öffentlichkeitsbeteiligung
Beratungsverlauf
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22.01.2026 zuletzt
TOP 8.2.1, Anhörung (BV). Ergebnis: ungeändert beschlossen
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